Cardinal Health Germany Manufacturing GmbH
Quedlinburger Str. 39 a, 38820 Halberstadt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Arthur Davis Leach seit 9.10.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Cardinal Health Netherlands Coöperatie U.A. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Cardinal Health Germany Manufacturing GmbHHalberstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Cardinal Health Germany Manufacturing GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Cardinal Health Germany Manufacturing GmbH, Halberstadt - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cardinal Health Germany Manufacturing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 13. November 2025 EY GmbH & Co. KG Kretschmer, Wirtschaftsprüfer Herz, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 30. Juni 2023Aktiva scroll
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Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Cardinal Health Germany Manufacturing GmbH hat ihren Sitz in Halberstadt und ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Stendal unter der Registernummer HRB 24364 eingetragen. Der Jahresabschluss der Cardinal Health Germany Manufacturing GmbH, Halberstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Der Abschluss ist in Euro aufgestellt. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert, um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht den Vorschriften des § 255 Abs. 1 HGB. Im Geschäftsjahr 2017/2018 wurden über einen Asset Deal Vermögensgegenstände, eine Kundenbeziehung und ein Geschäfts- oder Firmenwert von der Covidien Deutschland GmbH, Neustadt a.d. Donau, entgeltlich erworben. Gemäß § 253 Abs. 3 HGB wurde der Geschäfts- oder Firmenwert im Zeitraum von 2017 bis 2020 linear über drei Jahre abgeschrieben. Die Kundenbeziehung wird entsprechend von 2017 bis 2027 linear über zehn Jahre abgeschrieben. Der Werteverzehr des Anlagevermögens wird durch planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer erfasst, die unter Zugrundelegung der linearen Methode ermittelt werden. Die den planmäßigen Abschreibungen zugrunde gelegten voraussichtlichen Nutzungsdauern betragen für Software 1 bis 6 Jahre, für Bauten 15 bis 20 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 1 bis 20 Jahre und für andere Anlagen und Büro- und Geschäftsausstattung 1 bis 12 Jahre. Für die geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden aus Wesentlichkeitsgründen die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und 2a EStG analog angewendet. Demnach werden geringwertige Vermögensgegenstände deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, 250 EUR bis 800 EUR betragen im Anschaffungszeitpunkt aktiviert und zum Ende des Anschaffungsjahres voll abgeschrieben. Weiterhin wird ihr Abgang zum Ende des Anschaffungsjahres unterstellt. Vermögensgegenstände deren Anschaffungskosten € 250,00 nicht übersteigen, werden durch die Gesellschaft sofort zum Zeitpunkt der Anschaffung aufwandswirksam behandelt. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bzw. mit dem jeweils niedrigeren beizulegenden Wert. In die Bewertung der Herstellungskosten fließen direkt zurechenbare Materialeinzelkosten, Fertigungslöhne und Sondereinzelkosten als auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie zurechenbare Abschreibungen ein. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden die erkennbaren Einzelrisiken durch individuelle Wertberichtigungen berücksichtigt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf € 25.000,00 und ist voll eingezahlt. Die Jubiläumsrückstellung wurde auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Dabei wurde ein Rechnungszinssatz von 1,57 % p.a., ein Gehaltstrend in Höhe von 3,00 % p.a., ein BBG-Trend in Höhe von 2,50 % p.a. und eine durchschnittliche Fluktuation von 4,50 % p.a. zugrunde gelegt. Der Ansatz der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen erfolgte zu den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen und berücksichtigt alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Alle Rückstellungen haben - außer Jubiläumsrückstellungen - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon- Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten lediglich realisierte Währungskursdifferenzen. Die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen erfolgt zu den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und - entlastungen werden nicht abgezinst. Aktive und passive Steuer Latenzen werden verrechnet. Ein Aktivüberhang im Sinne des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird nicht ausgewiesen. 3. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die gesamten Anschaffungskosten, die Zugänge, Abgänge, Umbuchungen und Abschreibungen des Geschäftsjahres sowie die kumulierten Abschreibungen je einzelnen Posten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen € 1.660.110,48 (Vorjahr: € 1.341.422,65) gegen die Cardinal Health Ireland Unlimited Company, Dublin, Irland, und resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Weiterhin ist in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen eine Cash Pool Forderung gegen die Allegiance Corporation, Wilmington, Delaware, USA, in Höhe von € 1.323.553,21 (Vorjahr: € 3.116.196,18) ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr vollständig innerhalb eines Jahres fällig. Eigenkapital Nachfolgende Tabelle stellt die Zusammensetzung und Entwicklung des Eigenkapitals dar: scroll
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen Personalrückstellungen € 642.940,13 (Vorjahr: € 641.368,29), Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen € 9.936,76 (Vorjahr: € 175.414,08) und Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten € 450.574,25 (Vorjahr: € 378.106,45). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zeigt der nachfolgende Verbindlichkeitsspiegel: scroll
Die sonstigen Verbindlichkeiten € 5.587,51 (Vorjahr: € 3.665,45) resultieren im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit € 3.800,50 (Vorjahr: € 3.664,41). Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse i.S.v. § 251 HGB zum Bilanzstichtag. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige bedeutende finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Mietverträge der Immobilien haben eine Mindestlaufzeit von bis zu 2 Jahren. Die übrigen Miet- und Leasingverträge haben Laufzeiten zwischen zwei und vier Jahren. Begonnene Investitionsvorhaben betreffen in den Geschäftsjahren 2021/2022 und 2022/2023 vollautomatische Produktionsmaschinen. Außerbilanzielle Geschäfte Außerbilanzielle Geschäfte resultieren aus Operating-Leasingverhältnissen. Der Zweck ist im Wesentlichen die Anmietung von Produktions- und Lagerflächen sowie von Kraftfahrzeugen. Aufgrund von nicht kurzfristigen Laufzeiten der Immobilienmietverträge bestehen keine signifikanten operativen Risiken im Zusammenhang mit den Mietverträgen. Bei den übrigen Leasingverhältnissen bestehen grundsätzlich keine signifikanten operativen Risiken, wenn der Leasinggeber oder der Leasingnehmer den Leasingvertrag beenden. Der Vorteil des Operating-Leasings ist das ausschließliche Recht der Nutzung der gemieteten Vermögensgegenstände. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Periodenfremde Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von € 16.828,56 (Vorjahr: € 0,00). 5. Sonstige Angaben Organe der Gesellschaft Im Geschäftsjahr 2022/2023 und bis 9. September 2024 war Herr Paul Charles O'Driscoll, Ardnacrusha / Clare / Irland, Geschäftsführer, zum alleinvertretungsberechtigten und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreitem Geschäftsführer bestellt. Seit dem 9. September 2024 ist Herr Arthur Davis Leach, Bridgewater / Massachusetts / U.S.A., Geschäftsführer, zum alleinvertretungsberechtigten und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreitem Geschäftsführer bestellt. Vergütungen der Geschäftsführer Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsmöglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch, da nur ein Geschäftsführer bestellt ist. Gesamthonorar für den Abschlussprüfer Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden folgende Gesamthonorare für den Abschlussprüfer i.S.d. § 285 Nr. 17 HGB, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, nunmehr EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn, für Abschlussprüfungsleistungen (§ 285 Nr. 17 a) HGB) erfasst: € 75.000,00. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt: scroll
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 76. Konzernzugehörigkeit Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Cardinal Health, Inc., Ohio / USA. Der Konzernabschluss wurde bei der United States Securities and Exchange Commission, Washington, D. C. 20549, unter der Nummer 1-11373 veröffentlicht. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt € 443.738,48 und soll mit dem Gewinnvortrag in Höhe von € 2.409.667,84 auf neue Rechnung vorgetragen werden. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es bestehen keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht zu marktunüblichen Konditionen zustande gekommen sind. Nachtragsbericht Bedingt durch eine Anpassung der Produktspezifikation von Neutralelektroden bezieht seit Februar 2024 der einzige Drittkunde keine Mengen mehr von der Gesellschaft. Der hieraus entstandene Schaden wird der Gesellschaft zwar im Wesentlichen ersetzt, der Umsatz mit Drittkunden geht hierdurch aber wesentlich zurück. Das Management der Cardinal Gruppe hat zusammen mit der Geschäftsführung der Cardinal Health Germany 507 GmbH, Hamburg (Vertriebsgesellschaft in Deutschland), im Geschäftsjahr 2022/2023 beschlossen, sich aus wirtschaftlichen Gründen aus dem deutschen Markt zurückzuziehen und die kommerziellen Aktivitäten in Deutschland im letzten Quartal des Kalenderjahres 2024 einzustellen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich bis zur Jahresabschlussaufstellung nicht ergeben.
Halberstadt, 13. November 2025 Ort, Datum Arthur Davis Leach, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023scroll
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Lagebericht zum Geschäftsjahr 2022/2023A. Grundlagen des Unternehmens I. Geschäftsmodell Die Cardinal Health Germany Manufacturing GmbH (CHGM), Halberstadt, ist ein im April 2017 gegründetes Unternehmen des Cardinal Health Konzerns mit Sitz in Dublin, Ohio, USA (im Folgenden kurz „Cardinal Health Konzern“). Der Cardinal Health Konzern gehört weltweit zu den größten Herstellern und Vertreibern von Health Care Produkten und ist in den Geschäftsfeldern Pharmaceutical, GMPD (Global Medical Products and Distribution), at-Home Solutions, OptiFreight Logistics sowie Nuclear & Precision Health Solutions mit insgesamt ca. 48.000 Mitarbeitern in über mehr als 30 Ländern vertreten. Die CHGM ist ein Produktionsunternehmen für Herstellung von
Die EKG-Elektroden produziert die CHGM als Auftragsfertiger ausschließlich für den Cardinal Health Konzern. Grundlage dieser Geschäftsbeziehung ist ein „Contract Manufacturing Services Agreement“ mit der Cardinal Health Ireland Unlimited Company, Dublin, Irland (Cardinal Ireland). Die Neutralelektroden werden ebenfalls an die Covidien AG, Neuhausen am Rheinfall, Schweiz, die Teil des Medtronic Konzerns ist, vertrieben. Die Verkaufspreise für Cardinal Ireland sind fixiert als Herstellungskosten zuzüglich eines Gewinnaufschlags. Herstellungskosten und Gewinnaufschlag werden jährlich überprüft und, sofern notwendig, an den aktuellen Marktpreis bzw. Herstellungskosten angepasst. Für Umsätze mit der Covidien AG (Medtronic Konzern), Neuhaus am Rheinfall, Schweiz, sind die Verkaufspreise fixiert durch ein sogenanntes „Transition Agreement“, welches im Zuge des Asset Deals mit der Covidien AG im Jahr 2017 abgeschlossen wurde. Diese Preise werden jährlich überprüft und angepasst. Die Organisation des Vertriebs der Produkte erfolgt durch andere Unternehmen im Cardinal Health Konzern. Dadurch hat die CHGM keinen direkten Marktzugang zu den Endkunden der erstellten Produkte. Für die CHGM sind Endkunden nicht die Patienten, sondern Krankenhäuser oder Großhändler. Mit dem Produktionsstandort in Halberstadt beabsichtigt der Cardinal Health Konzern langfristig eine gefestigte Position im deutschen und europäischen Elektrodenmarkt einzunehmen, indem Produkte als „Made in Germany“ vertrieben werden können. II. Forschung und Entwicklung Die CHGM betreibt keine Forschung und Entwicklung. Diese Aktivität wird durch den Cardinal Health Konzern übernommen. III. Personal Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022/2023 durchschnittlich 76 Mitarbeiter (Vj. 77 Mitarbeiter). Alle Mitarbeiter werden am Standort in Halberstadt beschäftigt. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Als „Auftragshersteller“ ist CHGM abhängig von Lieferplänen und Lieferabrufen des Cardinal Health Konzerns. Diese Lieferpläne sind neben der Marktentwicklung auch stark durch die Bevorratungsstrategie des Cardinal Health Konzerns beeinflusst. Deshalb kann die Entwicklung der Absatzzahlen der CHGM von der eigentlichen Marktentwicklung für einzelne Geschäftsjahre abweichen. Die wesentlichen Endkunden für die von der CHGM gefertigten Produkte sind mittelgroße und große Krankenhäuser in Europa. Der Umsatz mit Medizinprodukten in Deutschland im Jahr 2023 zeigte einen Anstieg von 4,8% gegenüber den Corona-Krisenjahren. Die weltweite Umsatzentwicklung schneidet mit einem Plus von 6,4% deutlich besser als die Inlandsentwicklung ab.1 Durch die weltweit steigenden Verkaufszahlen von Cardinal-Produkten verzeichnete CHGM im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Zuwachs beim Produktionsvolumen. Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen in Europa, insbesondere in Deutschland, haben sich nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie im Geschäftsjahr 2022/2023 verbessert. II. Geschäftsverlauf Die Geschäftsentwicklung der CHGM im Jahr 2022/2023 wurde einerseits durch die gestiegenen Verkaufszahlen des Cardinal Health Konzerns positiv beeinflusst. Andererseits führten höhere Kosten, vor allem für Material, Zeitarbeitskräfte und Strom, zu einem niedrigeren Gewinn. Im Berichtszeitraum traten keine Schadens- oder Unglücksfälle im Geschäftsverlauf auf. Aufgrund der Ausrichtung des Geschäftsfeldes bestehen zudem keine saisonalen Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung. II.1 Ertragslage II.1.1 Entwicklung des Umsatzes Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 erzielte die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von TEUR 13.592 (Vj. TEUR 10.537). Der Anstieg des Umsatzes ist in erster Linie auf gestiegene Absatzmengen in sämtlichen Produktgruppen, einschließlich Erwachsenenelektroden, Kinderelektroden und Neutralelektroden, zurückzuführen. Die nachfolgende Tabelle stellt die Zusammensetzung der Umsätze des Geschäftsjahres sowie die des Vorjahres in den einzelnen Produktgruppen dar: scroll
Von den oben genannten Umsatzerlösen mit Elektroden entfallen TEUR 2.863 (Vj. TEUR 1.722) auf das externe Geschäft mit Neutralelektroden mit der Covidien AG. Der übrige Umsatz wurde mit Cardinal Ireland erzielt. II.1.2 Entwicklung wesentlicher Aufwandsposten Der Materialaufwand betrug TEUR 7.663 (Vj. TEUR 4.701) und die Materialaufwandsquote im abgelaufenen Geschäftsjahr lag bei 56,4% (Vj. 44,6%), bedingt durch die steigenden Rohstoffpreise. Folglich konnte die CHGM einen Rohertrag von TEUR 6.238 (Vj. TEUR 6.123) erzielen. Der Personalaufwand des Geschäftsjahres beträgt TEUR 3.994 (Vj. TEUR 3.765). Damit ergibt sich eine Personalaufwandsquote von 29,4 % (Vj. 35,7 %). Vom Personalaufwand entfallen 17,8 % auf soziale Abgaben (Vj. 17,3 %). Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen des Geschäftsjahres 2022/2023 sind in Höhe von TEUR 316 (Vj. TEUR 447) angefallen. Sie sind im Wesentlichen auf planmäßige Abschreibungen auf Maschinen und technische Anlagen TEUR 127 (Vj. TEUR 228) und andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 120 (Vj. TEUR 152) zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 1.478 (Vj. TEUR 1.061). Sie beinhalten insbesondere Raumkosten TEUR 534 (Vj. TEUR 351), Kosten der Warenabgabe TEUR 141 (Vj. TEUR 91), Rechts- und Beratungskosten TEUR 122 (Vj. TEUR 101), Kosten für Werkzeuge und Kleingeräte TEUR 148 (Vj. TEUR 107) sowie Instandhaltungskosten TEUR 92 (Vj. TEUR 70). Die Gesamtkosten für das Geschäftsjahr 2022/2023 belaufen sich auf TEUR 13.452 (Vorjahr: TEUR 9.975) und entsprechen damit der Prognose aus dem letzten Jahr, wonach die Kosten etwa 36% über denen des Geschäftsjahres 2021/2022 liegen sollten. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Materialkosten, Kosten für Zeitarbeitskräfte, gestiegene Personalkosten sowie erhöhte Gas- und Stromkosten zurückzuführen, die nicht durch geringere Abschreibungen ausgeglichen werden konnten. Die Gesamtkosten setzen sich aus Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstigem betrieblichen Aufwand zusammen. Im Geschäftsjahr 2022/2023 belasten Ertragsteuern in Höhe von TEUR 159 (Vj. TEUR 296) das Ergebnis der Gesellschaft. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 444 (Vorjahr: TEUR 627) und liegt damit im Rahmen der letztjährigen Prognose, nach der ein Rückgang auf einen niedrigeren einstelligen Prozentbereich der Gesamtkosten erwartet war. II.1.3 Gesamtaussage der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf und Vergleich des Geschäftsverlaufs zur prognostizierten Entwicklung Die Geschäftsführung bewertet den Geschäftsverlauf im Jahr 2022/2023 als weniger zufriedenstellend, da trotz des gestiegenen Umsatzes ein geringerer Gewinn erzielt wurde. Der Jahresüberschuss ist aufgrund der stärker als das Umsatzwachstum gestiegenen Gesamtkosten zurückgegangen. II.2 Finanzlage II.2.1 Kapitalstruktur Zum 30. Juni 2023 beträgt die Eigenkapitalquote 78,2 % (Vj. 79,3 %). Der leichte Rückgang ist im Wesentlichen auf den niedrigeren Jahresüberschuss zurückzuführen. Die Gesellschaft ist dem Geschäftszweck entsprechend und unter Berücksichtigung ihrer Risikolage angemessen mit Kapital ausgestattet. II.2.2 Investitionen Die Investitionen in Höhe von TEUR 611 (Vj. TEUR 255) betreffen - genauso wie im Vorjahr - die Sachanlagen und dabei insbesondere Anlagen in Bau. Die Anlagen in Bau betreffen automatische Produktionsmaschinen, die eine Bauzeit von ca. 3,5 Jahren haben. II.2.3 Liquidität Die Gesellschaft finanziert sich aus dem operativen Cashflow und aus einem bestehenden Cash Pool mit der Allegiance Corporation, Wilmington, Delaware, USA, (Cash Pool Leader im Cardinal Konzern). Zum Stichtag besteht eine Cash Pool Forderung in Höhe von TEUR 1.324 (Vj. TEUR 3.116). Die Cash Pool Vereinbarung ermöglicht es, das Liquiditätsmanagement konzernweit zu verbessern, die Kosten für Banktransaktionen auf Konzernebene zu senken und bei Bedarf eine kurzfristige Finanzierung der Gesellschaft. Aufgrund der Einbindung in den Cardinal Health Konzern verfügt die Gesellschaft in ausreichendem Maße über Liquidität. Verbindlichkeiten bestehen nur aus Lieferungen und Leistungen und die Gesellschaft ist dem Geschäftszweck entsprechend und unter Berücksichtigung ihrer Risikolage angemessen mit Liquidität ausgestattet bzw. kann auf diese kurzfristig zugreifen. Weiterhin war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Aufgrund der Entwicklung des Referenzzinssatzes konnten im Geschäftsjahr erstmals wieder Zinserträge in Höhe von TEUR 68 vereinnahmt werden. II.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt TEUR 9.780 (Vj. TEUR 9.082). Der Anstieg ist hauptsächlich auf das gestiegene Anlagevermögen in Höhe von TEUR 2.416 (Vj. TEUR 2.122) sowie auf die Erhöhung des Vorratsbestandes auf TEUR 2.541 (Vj. TEUR 1.592) zurückzuführen. Gegenläufig wirkte der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 975 auf TEUR 3.491. In den Passiva ist der Anstieg der Bilanzsumme im Wesentlichen auf den Jahresüberschuss zurückzuführen. II.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden während des Jahresbudgetplanungsprozesses für interne Zwecke geplant, regelmäßig überwacht und für die Steuerung des Unternehmens eingesetzt. Finanzielle Leistungsindikatoren sind die Gesamtkosten und der Jahresüberschuss. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Produktionsvolumina, die Produktqualität sowie die Arbeitssicherheit. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden 226 Millionen Elektroden (Vj. 182 Millionen) hergestellt. Dies hat zu einer besseren Auslastung des Werks geführt. Der Cardinal Health Konzern hat ein Beschwerde-Management implementiert, welches auch ein Tracking der Beschwerden auf Ebene, der von der CHGM hergestellten Produkte ermöglicht. Hierbei wird insbesondere die Anzahl und Art der Produktreklamationen kontinuierlich gemessen, um hiermit letztlich die Produktqualität zu beurteilen. Die hierfür relevante Kennzahl ist die CPM - „Complaints per Million“. Diese beläuft sich für das Geschäftsjahr 2022/2023 auf 0,19 (Vj. 0,34). Für die Arbeitssicherheit ist die relevante Kennzahl die TRIR (Total Recordable Incident Rate). Dies stellt die Anzahl der meldepflichtigen Unfälle (ohne Wegeunfälle) der Gesellschaft innerhalb des Cardinal Health Konzerns dar. Die Kennzahl beträgt 0,0 für das Geschäftsjahr 2022/2023 (Vj. 1,50). C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht I. Allgemein Es bestehen keine tatsächlichen, rechtlichen oder erwarteten Risiken oder Gegebenheiten, die einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft entgegenstehen. Es ist davon auszugehen, dass der Kostendruck im europäischen Gesundheitswesen sich in nachfolgenden Geschäftsjahren voraussichtlich weiter verschärfen wird und der Wettbewerb stärker über die Verkaufspreise geführt wird. COVID-19 hat in den Vorjahren zu außergewöhnlichen Zuständen in der Wirtschaft geführt. Die Gesellschaft ergriff sowohl im Vorjahr als auch im abgelaufenen Geschäftsjahr geeignete Maßnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeiter sowie gleichzeitig Maßnahmen, um die Versorgung des Bedarfs der Kunden sicherzustellen. Ein weiteres bedeutsames Ereignis nach COVID-19 war der Ukraine Krieg, der im Februar 2022 ausbrach und eine Energiepreiskrise sowie eine erhöhte Inflation im Euroraum verursachte. Dies führte zu einem überproportionalen Anstieg der Rohstoffpreise. Aufgrund der Marktlage rechnet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem ähnlich hohen Absatz der Gesellschaft. II. Erwartete Entwicklung der Gesellschaft Der im Februar 2022 ausgebrochene Ukraine-Krieg und der dadurch ausgelöste Anstieg der Energie- und Materialkosten wird auch in den folgenden Jahren die Produktion und Absatzmenge beeinflussen. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 werden die Gesamtkosten voraussichtlich etwa 3% unter den Gesamtkosten des Geschäftsjahres 2022/2023. Dies ist auf die rückläufigen Absatzmengen mit dem Drittkunden Covidien AG (Medtronic Konzern) zurückzuführen. Aufgrund einer materialtechnisch notwendigen Änderung einer Produktspezifikation hat dieser ab Februar 2024 den Bezug von Neutralelektroden eingestellt. Die übrigen Elektrodensegmente können den Absatz größtenteils kompensieren, jedoch gehen die Absatzmengen insgesamt zurück, wodurch auch die Gesamtkosten leicht sinken. Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2023/2024 einen Jahresüberschuss ebenfalls in einem niedrigeren einstelligen Prozentbereich der Gesamtkosten. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 werden die Gesamtkosten voraussichtlich um etwa 20% niedriger sein als im Geschäftsjahr 2023/2024. Dies ist hauptsächlich auf die gesunkenen Volumina im Drittkundengeschäft aufgrund der oben genannten Beendigung der Belieferung der Covidien AG, die sich nun auf das ganze Jahr auswirkt, sowie auf die Einstellung der Vertriebsaktivitäten der Cardinal Gruppe im deutschen Markt zurückzuführen (wir verweisen auch auf den Chancen- und Risikobericht). Die Gesellschaft erwartet daher einen Jahresüberschuss in niedrigen einstelligen Prozentbereich für das Geschäftsjahr 2024/2025, der jedoch deutlich unter dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023/2024 liegen wird. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 werden die Gesamtkosten voraussichtlich um etwa 18 % niedriger sein als im Geschäftsjahr 2024/2025. Dies ist hauptsächlich auf die gesunkenen Volumina im deutschen Markt, die sich nun auf das gesamte Jahr auswirken, sowie auf die Bestandspolitik des Cardinal Konzerns zurückzuführen. Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2025/2026 einen Jahresüberschuss in einem niedrigeren einstelligen Prozentbereich der Gesamtkosten. III. Chancen- und Risikobericht Die Geschäftsführung sieht wesentliche Chancen im Bereich der Produktivitätsverbesserung und Automatisierung, insbesondere in der Produktion von Kinderelektroden. Durch gezielte Verbesserungsprojekte werden materielle Kostenersparnisse erwartet. Durch das Geschäftsmodell als Fertigungsbetrieb für Produkte des Cardinal Health Konzerns ist die CHGM nicht der „In-Verkehr-Bringer" der Produkte, was zu einer Verminderung des wirtschaftlichen Risikos führt. Schwankungen in der Volumennachfrage stellen nur langfristig ein Risiko für das Unternehmen dar, da mittel- und kurzfristige Markteffekte über den Cardinal Health Konzern abgefangen werden. Die Bedeutung des Nachfragerisikos wird daher als gering angesehen. Das Management der Cardinal Gruppe hat gemeinsam mit der Geschäftsführung der Cardinal Health Germany 507 GmbH, Hamburg, (Vertriebsgesellschaft in Deutschland) im Geschäftsjahr 2022/2023 die Entscheidung getroffen, die kommerziellen Aktivitäten in Deutschland im letzten Quartal des Kalenderjahres 2024 einzustellen. Ein wesentlicher Anteil der Produktionsmenge ist abhängig von deutschem Markt. Dieser Mengenverlust kann zumindest partiell voraussichtlich durch zusätzliche Märkte (Länder) in Südamerika und Asien ausgeglichen werden. Zudem bedient aktuell ein österreichischer Händler (Firma Heintel) teilweise den deutschen Markt. Darüber hinaus gibt es Anfragen von verschiedenen Medizintechnikfirmen in Deutschland für sogenanntes „Private Lable Manufacturing“, was als Chance für die Zukunft gesehen wird. CHGM hat einen „Contract Manufacturing Services Agreement“ mit dem verbundenen Unternehmen Cardinal Ireland abgeschlossen. Gemäß diesem Vertrag verkauft CHGM einen Großteil der produzierten Produkte an Cardinal Ireland zu drittüblichen Preisen, die durch ein externes Transferpreisgutachten bestätigt werden. Diese Preise entsprechen den Standardkosten zuzüglich eines drittüblichen Aufschlags. Dieser Aufschlag wird jährlich während der Kalkulation der Standardkosten ermittelt sowie im Zuge der Abschlusserstellung auf Drittüblichkeit geprüft. Dadurch ist das Vertriebsrisiko der CHGM im Wesentlichen an das Vertriebsrisiko des Cardinal Health Konzerns gekoppelt und eine vollständige Deckung der Gesamtkosten ist somit grundsätzlich gewährleistet. Wie oben erwähnt hat der Drittkunde Covidien AG (Medtronic Konzern) den Bezug von Neutralelektroden seit Februar 2024 beendet. Dieser Verlust wird durch Kosteneinsparungen, wie Abbau des Produktionspersonals für Neutralelektroden, kompensiert. Aufgrund der Einbindung in die weltweite Cardinal Health Konzernorganisation ist die Geschäftsleitung jedoch davon überzeugt, dass die Gesellschaft kommende Herausforderungen erfolgreich meistern wird. Für die CHGM als Produktionsgesellschaft besteht grundsätzlich ein Produktionsausfallrisiko aufgrund von Lieferengpässen der Lieferanten. Die CHGM hat ihre Lieferanten mehrheitlich in EWR-Ländern, sodass grundsätzlich kurze Transportwege bestehen und es der Gesellschaft möglich ist, mit schnellen Reaktionszeiten auf Beschaffungsschwierigkeiten von Materialien zu reagieren. Weiterhin bestehen Konsignationslagerverträge mit Schlüssellieferanten, um auf ausreichende Materialbestände jederzeit zugreifen zu können. Damit ist die Geschäftsführung der Auffassung, dass die Gesellschaft gegen Lieferengpässe ausreichend abgesichert ist. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem des Cardinal Health Konzerns integriert. Wesentliche Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, die für die Beurteilung der Lage und die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft von Belangen sind, bestehen derzeit nicht. Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist in das Finanzmanagement der Cardinal Health Konzerns integriert und orientiert sich mit seinen Instrumenten und Methoden an den internationalen Standards eines modernen Industrieunternehmens und an den Bedürfnissen der operativen Geschäftstätigkeit der CHGM. Ziele des Finanzmanagements sind die Absicherung von Finanzrisiken sowie die Bereitstellung und Anlage von erwirtschafteter Liquidität. Die Finanzierung der Gesellschaft ist auch zukünftig sichergestellt. Neben dem positiven operativen Cashflow gibt es eine entsprechende Cash Pool Vereinbarung mit einem Konzernunternehmen, sodass die Liquidität der Gesellschaft gesichert ist. Währungsrisiken für die CHGM betreffen im Wesentlichen den US-Dollar und den Schweizer Franken, da die Gesellschaft ihre Einsatzstoffe auch aus nicht Eurozonen-Ländern bezieht. Die Produkte der CHGM werden ausschließlich in Euro fakturiert. Das Risiko des zunehmenden Alters der technischen Anlagen im Werk Halberstadt wird als gering angesehen, auch deshalb, da eine eigene Abteilung „Werkzeugbau“ mit qualifizierten Mitarbeitern im Bereich Elektrik/ Steuerung sowie Schlosserei/ Werkzeugbau wesentliche Aufgaben im Bereich Wartung und Instandhaltung selbst erledigen kann. Die CHGM ist im Rahmen von konzernweiten Versicherungen gegen Katastrophen und Betriebsstillstände als Folgen davon ausreichend versichert. Entsprechend wird die Bedeutung dieses Risikos als gering angesehen. Bedingt durch den Russland-Ukraine-Krieg und den damit steigenden Energiekosten und der steigenden Inflation sieht die Geschäftsführung ein deutliches Risiko steigender Produktionskosten. Dies kann durch den oben genannten Transferpreismechanismus und höhere Absatzpreise ausgeglichen werden. Aufgrund der Herstellung von Elektroden sieht die Geschäftsführung nur ein geringes Risiko einer rückläufigen Nachfrage durch die steigenden Preise. Derzeit bestehen keine weiteren potenziellen wirtschaftlichen Risiken. Wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotenziale oder wesentliche entwicklungsbeeinträchtigende Risiken, bestehen zurzeit nicht. Hinsichtlich des Nachtragsberichts verweisen wir auf den Anhang.
Halberstadt, den 13. November 2025 Arthur Davis Leach, Geschäftsführer |
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