Herstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Desay SV Automotive Europe GmbH
In der Buttergrube 3, 99428 Weimar, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Yong Yang seit 16.10.2024 | Geschäftsführer |
Daniel Harant seit 16.10.2024 | Prokura |
Florian Rast seit 16.10.2024 | Prokura |
Daping Wu seit 16.10.2024 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Houizhou Desay SV Automotive Co., Ltd. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Desay SV Automotive Europe GmbHWeimarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 20241. Grundlagen des Unternehmens1.1. Historie Die Antennentechnik Bad Blankenburg GmbH wurde im Mai 1919 als "Hermann Pawlik - Elektrotechnische Fabrik Heliogen" gegründet. 2012 wurde das Unternehmen in eine GmbH umgewandelt. Darauf erfolgte im Jahr 2013 der mehrheitliche Einstieg einer Private Equity Gesellschaft. Im März 2019 ist die Muttergesellschaft ANTEBB Holding GmbH und somit auch die Antennentechnik Bad Blankenburg GmbH in die Gruppe der Huizhou Desay SV Automotive Co., Ltd. (im Folgenden DSV HZ) integriert worden. Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 erfolgte die Verschmelzung der Antennentechnik Bad Blankenburg GmbH, Weimar und der Desay SV Automotive Europe GmbH, Mainaschaff, auf die ANTEBB Holding GmbH sowie die anschließende Umfirmierung der ANTEBB Holding GmbH in Desay SV Automotive Europe GmbH, Weimar (im Folgenden DSV EU). In dieser Struktur firmiert das Unternehmen bis heute. 1.2. Standorte Der Hauptsitz der DSV EU befindet sich in Weimar (Industriegebiet Legefeld). Zur Erfüllung der steigenden Anforderungen des Marktes wurde bereits im Januar 2014 die Tochtergesellschaft Antennensysteme Scandinavia AB (Beteiligungsquote 75,1 %) in Schweden gegründet. Im Jahr 2021 wurde dieser Anteil auf 100 % erhöht und die Gesellschaft am 11.02.2021 in Desay SV Automotive Scandinavia AB umbenannt. Im Geschäftsjahr 2022 hat die DSV EU ein weiteres Tochterunternehmen übernommen: die Antenna Technology Center (Europe) ATC GmbH mit Sitz in Itzehoe. Die ATC ist eine 100 %ige Tochter der DSV EU und auf Forschung, Entwicklung, Messung und Prüfung von Antennentechnologien spezialisiert. Die DSV EU verfolgt das strategische Ziel, ihre Positionierung in Wachstumsmärkten weiter auszubauen und die Nähe zu Kunden und Partnern der Muttergesellschaft zu stärken. Als Vertriebs- und Entwicklungsunternehmen für den europäischen Raum - insbesondere die DACH-Region - konzentriert sich die DSV EU darüber hinaus auf kundennahe Projektentwicklung, Systemintegration sowie technische Beratung für diese Produkte. Im Geschäftsjahr 2024 wurden diese Wachstumsbestrebungen weiter forciert. Mit der Eröffnung des neuen Büros in Mladá Boleslav (Tschechien) konnte eine wichtige europäische Automotive-Region erschlossen werden. Das Büro wurde mit eigenem Personal besetzt und dient als regionale Schnittstellen für Entwicklung, Kundenbetreuung und Projektmanagement. Bereits im Geschäftsjahr 2023 hatte die DSV EU ihre Kundenpräsenz durch die Gründung von Branch-Offices in Paris, Barcelona und Hildesheim weiter ausgebaut. Während die Büros in Paris und Hildesheim im Geschäftsjahr 2024 personell gestärkt wurden, wurde das Office in Barcelona nicht weiter besetzt. Hintergrund ist die Gründung eines eigenständigen Tochterunternehmens durch das Headquarter für den spanischen Markt. Zukünftig wird über das Office in Barcelona und die neue Gesellschaft das europäische Geschäft gezielter und zentralisiert weiterentwickelt. In Weimar erfolgte im Januar 2024 der symbolische Spatenstich für den Bau einer hochmodernen 3D-Antennenmessanlage für Gesamtfahrzeuge sowie eines neuen Bürokomplexes "Am Boddengraben" in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Hauptsitz. Die Anlage wird künftig bis zu 100 Mitarbeitenden Platz bieten und stellt einen wichtigen Meilenstein im Ausbau unserer technologischen Infrastruktur dar. Die Fertigstellung ist bis Ende 2025 geplant. Für das Geschäftsjahr 2025 ist die Eröffnung weiterer Standorte in Stuttgart (Süddeutschland) geplant und in Wolfsburg (Niedersachsen, Norddeutschland) bereits geschehen. Damit soll der steigenden Nachfrage sowie der wachsenden Projektintensität in den deutschen Automotive-Kernregionen Rechnung getragen werden. Ziel ist es, mit technischer Kundennähe und zusätzlicher Engineering-Kapazität aktiv vor Ort präsent zu sein, um bestehende Kundenbeziehungen und neue Partnerschaften aufzubauen. 1.3. Geschäftsmodell Die DSV EU entwickelt, produziert und vermarktet Antennensysteme nach technischen und qualitativen Anforderungen und Standards der Fahrzeughersteller (automotive) in der Nutzfahrzeug- und Automobilindustrie. Das beinhaltet den in der Automobilindustrie vorhandenen Trend zur Smart Antenna-Architektur, in der Elektronik und Software mit Antennentechnik unmittelbar verbunden wird. Weiterhin ist die DSV EU für das gesamte Portfolio der chinesischen Muttergesellschaft DSV HZ, welches in Europa vertrieben wird, verantwortlich. Hierzu zählen das Business Development inklusive der Leitung des Angebotsprozesses bei Nutzfahrzeug- und Automobilherstellern sowie des Projektmanagements nach Nominierung entlang des jeweiligen Produktentstehungsprozesses der Kunden inklusive technischer Expertenunterstützung mit Schwerpunkt Requirements Engineering und Felderprobung. Das Portfolio umfasst dabei komplette Infotainmentsysteme inklusive Karosserieelektroniksysteme sowie Fahrerassistenzsysteme. Gemeinsam mit dem in Weimar verantworteten Portfolio von Antennenlösungen sowie den Lösungen der chinesischen Muttergesellschaft sieht sich die DSV EU in der Lage, komplette Fahrzeugsysteme anzubieten, um dadurch unterschiedlichsten Anwendungen und Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. In DSV EU fakturierte Umsätze mit in China produzierten Produkten werden über ein Transferprice Agreement ertragsseitig abgebildet. Zusätzlich gibt es für darüberhinausgehende Aufwendungen ein Service and Kooperation Agreement mit der DSV HZ. 1.4. Wesentliche Ereignisse und Veränderungen im Geschäftsjahr 2024 Wesentliche Veränderungen im Geschäftsjahr 2024 waren wie folgt:
2. Wirtschaftsbericht2.1. Konjunkturelle Entwicklung im Euroraum und in Deutschland Konjunktur und gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Inflationsrate in Deutschland reduzierte sich im Geschäftsjahr 2024 auf etwa 2,2 % (Geschäftsjahr 2022: über 6,9 %).1 Folglich reduzierten sich die in den Vorjahren signifikant gestiegenen Rohstoffpreise sowie Energiekosten. Die weltweite Inflationsrate erreichte im Jahr 2024 ca. 5,67 %.2 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt für Deutschland reduzierte sich um 0,5 %.3 Wirtschaftliche Unsicherheiten ergeben sich vor allem aus internationalen Konfliktherden und einem Nachfragerückgang resultierend u.a. aus der Verunsicherung der Verbraucher aufgrund unklarer politischer Zielsetzungen. Von Relevanz für die globale Wirtschaft und ebenso für Deutschland sind aber u.a. Themen wie die Digitalisierung, die Dekarbonisierung, die Abnahme internationaler Verflechtungen und der demografische Wandel. Die Entwicklungen der künstlichen Intelligenz stellen etablierte Geschäftsmodelle zunehmend in Frage und machen die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle notwendig. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Auf dem europäischen Pkw-Markt wurden im Jahr 2024 13 Mio. Pkw neu zugelassen, knapp 1 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Die Rückkehr zum Vor-Covid-Niveau vollzieht sich nach wie vor langsam: Der europäische Pkw-Markt bleibt derzeit um nahezu 18 Prozent oder etwa 2,85 Millionen Fahrzeuge unter den Neuzulassungen des Jahres 2019.4 Die Einzelmärkte kennzeichneten sich in 2024 durch unterschiedliche Dynamiken: Während der Absatz z.B. in Spanien ein kräftiges Wachstum verzeichnen konnte (+7 Prozent), wurden unter anderem in Deutschland und Italien (je -1 %) trotz bereits schwacher Vorjahreswerte nochmals weniger Neuzulassungen registriert.5 2.2. Finanzielle Leistungsindikatoren Das Unternehmen wird auf Basis verschiedener finanzieller Leistungsindikatoren geführt. Dabei stellen das Umsatzwachstum und das EBIT die wesentlichen für die Steuerung des Unternehmens relevanten finanziellen Leistungsindikatoren dar. Deren Entwicklung wird im Detail unter 2.3. Geschäftsverlauf und 2.4. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage näher beschrieben. Zur Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslager erfolgt die Darstellung der weitere finanziellen Leistungsindikatoren in Tabellenform6: scroll
2.3. Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 10,4 % auf 77,6 Mio. € gestiegen. Der geplante Umsatz von 91,5 Mio. € und damit das geplante Umsatzwachstum von 30,2 % für das Geschäftsjahr 2024 wurde nicht erreicht. Auf Produktumsätze in Höhe von 55,8 Mio. € entfallen 8,4 Mio. € auf eigene Produkte (Vorjahr: 13,4 Mio. €) und 47,4 Mio. € (Vorjahr: 32,5 Mio. €) auf den europaweiten Vertrieb von Infotainment- und Fahrerassistenzsystem aus dem Produktportfolio der chinesischen Muttergesellschaft. Auf Dienstleistungsverträge gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 21,1 Mio. €. Die Umsätze aus Produktverkäufen in Höhe von 55,8 Mio. € liegen mit 20,7 % unterhalb der Planvorgabe von 70,4 Mio. €. Die Entwicklung in den einzelnen Segmenten wird nachfolgend beschrieben. Im OEM-Segment für Antennen der Nutzfahrzeughersteller wird mit 8,4 Mio. € der Plan für 2024 von 9,7 Mio. € um ca. 13,4 % unterschritten. Die LKW-Hersteller blieben entsprechend unter ihren zum Planungszeitpunkt eingestellten EDI-Abrufen. Der Infotainment- und Fahrerassistenzbereich (IC) ist das Produktportfolio welches in China entwickelt und gefertigt wird. Mit einem Umsatz von 47,4 Mio. € im Geschäftsjahr wird der Plan für 2024 von 60,7 Mio. € um ca. 21,9 % unterschritten. Die Abweichung ergab sich hauptsächlich aus Absatzeinbrüchen der OEM-Kunden, die sich mit großen Ausschlägen in der wöchentlichen Abrufplanung zeigten. Diese konnten durch Kompensation für Mengenunterschreitungen nicht ausgeglichen werden. Im europaweiten Vertrieb des Produktportfolios des chinesischen Mutterunternehmens konnte folglich den Planwert nicht erreicht werden. Diese Unterschreitung ist hauptsächlich im Umsatz der Segmente Intelligent Cabin Infotainment (ICI 1) und Advanced Display Systems (ADS) begründet. Das Segment Body Information & Controller (BIC) hat einen geringeren Einfluss auf das Portfolio, verzeichnete aber ebenfalls einen spürbaren Rückgang im Geschäftsjahr. Der Umsatz in der Europäische Union ist im Vergleich zum Vorjahr um 83,0 % auf 42,0 Mio. € gestiegen. Der Umsatz für den Export außerhalb der Europäischen Union und innerhalb Deutschlands dagegen um 4 % auf 23,0 Mio. € bzw. um 46,2 % auf 12,6 Mio. € gesunken. Im Geschäftsjahr 2024 haben insgesamt 86 neue Mitarbeiter (Vj: 67) ihre Tätigkeit bei uns aufgenommen, während 64 Mitarbeiter (Vj: 58) das Unternehmen verlassen haben. Die daraus resultierende kumulative Fluktuationsrate liegt bei 31 %. 2.3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Die Rohertragsquote hat sich im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um 14,3 %-Punkte auf 22 % verschlechtert. Einerseits sind, wie bereits oben beschreiben, die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 10,4 % bzw. 7,3 Mio. € auf 77,6 Mio. € gestiegen. Andererseits ist aber die Materialaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr von 63,7 % auf 78,0 % gestiegen. Dabei sind die Materialaufwendungen um 17,0 Mio. € gestiegen. Ursache hierfür sind, neben einer Verschiebung im Produktmix zu margenschwächeren Produkten, die deutlich erhöhten Material- und Bezugsnebenkosten (Transportkosten, Material- und Legierungszuschläge etc.). Eine weitere Ursache resultiert aus der Sonderabwertungen von Kaufteilen und Fertigerzeugnisse in Höhe von 3,8 Mio. €, die nicht mehr verwendet werden können und Verschrottungen in Höhe von 260 T€ für Produkte aus dem im Vorjahr verkauften Non-OEM-Geschäft. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Geschäftsjahr die Auflösung einer nicht mehr benötigten Rückstellung für einen Gewährleistungsfall in Höhe von 0,9 Mio. €. Erträge aus der Währungsumrechnung sind mit 0,5 Mio. € nahezu konstant zum Vorjahr. Die Personalaufwandsquote liegt bei 19,3 %, dies ist gegenüber der Vergleichsperiode eine Reduzierung um 2,4 %-Punkte. Der Personalaufwand lag, bei einer durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 205 (Vorjahr: 210), mit 15,2 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau. Die Aufwendungen für Abschreibungen erhöhten sich geringfügig um 183 T€ im Zuge des Umbaus bzw. Aufbaus zweier Produktionslinien. Die sonstige betriebliche Aufwendungsquote liegt mit 11,1 % unter dem Vorjahresniveau (13,9 %). Der Rückgang resultiert vor allem aus Sondersachverhalten des Vorjahres, welche im aktuellen Jahr keine Anwendung finden. Diesbezüglich kam es innerhalb der Versandkosten zu einem starken Rückgang (-0,9 Mio. €), da im Vorjahr eine Kompensationszahlung berücksichtigt wurde. Außerdem sank der Gewährleistungsaufwand signifikant. Dem gegenüber stehen Anstiege der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Folge des Verlustes im Rahmen des Verkaufs des Non-OEM Geschäfts (400 T€) sowie gestiegen Rechts- und Beratungskosten, welche vor allem aus einem Anstieg des Bezugs externer, produktionsfremder Fachkräfte resultiert. Das EBIT hat sich im Geschäftsjahr mit -6,6 Mio. € (Vergleichsperiode: 0,7 Mio. €) deutlich verschlechtert. Die Planvorgabe eines ausgeglichenen EBITs konnte damit nicht erreicht werden. Die Ergebnisentwicklung entspricht im Wesentlichen dem erwartbaren Verlauf, der sich aus der kontinuierlichen Übernahme standortbezogener Leistungen im Bereich Entwicklung, Projektmanagement neuer Projekte sowie erweiterten Logistikaktivitäten bestehender Projekte für den Gesellschafter ergibt. Diese Tätigkeiten wurden im Rahmen des bestehenden Service Agreements entsprechend verrechnet. Das Finanzergebnis (Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge und Zinsen und ähnliche Aufwendungen) hat sich in Folge höherer Zinsaufwendungen weiter verschlechtert. Damit ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von - 7,3 Mio. € (Vergleichsperiode: Jahresüberschuss 0,4 Mio. €). Für Forschung und Entwicklung wurden im Geschäftsjahr 12,8 Mio. € aufgewendet (Vergleichsperiode 6,4 Mio. €). Hiervon entfallen 5,8 Mio. € auf externe Fremdleistung, welche bezogene Leistungen und externes Personal beinhaltet. Interne Personalkosten belaufen sich auf 4,9 Mio. €. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Mio. € auf 56,7 Mio. € angestiegen. Dabei hat sich das Anlagevermögen um 8,8 Mio. € gegenüber der Vergleichsperiode erhöht. Im Rahmen des Standortausbaus in Weimar-Legefeld wurden für den Bau der Messkammer, des Messkammergebäudes sowie für den Bau des Verwaltungsgebäudes insgesamt 8,2 Mio. € verausgabt. Das Vorratsvermögen hat sich gegenüber der Vergleichsperiode um 3,5 Mio. € (49,0 %) erhöht. Der Veränderung resultiert maßgeblich aus Bestandserhöhungen für Produkte, welche von der Muttergesellschaft bezogen wurden. Reduzierend wirkte im Geschäftsjahr der Sondereffekt aus Abwertungen für nicht mehr nutzbare Produkte in Höhe von 4,0 Mio. €. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. € (2,5 %) gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind dabei um 0,5 Mio. € (- 4,5 %) gesunken. Dem entgegen stehen die gestiegenen sonstigen Vermögensgegenstände (0,9 Mio. €). Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus Forderungen für Einfuhrumsatzsteuer. Der Finanzmittelbestand (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Mio. € auf 9,7 Mio. € reduziert. Die Eigenkapitalquote ist auf 9,9 % (Vergleichsperiode: 5,8 %) gestiegen. Maßgeblich für den Anstieg des Eigenkapitals auf 5,6 Mio. € war die Kapitalerhöhung von 10,0 Mio. € die das negative Jahresergebnis überkompensiert hat. Die sonstigenRückstellungen sind mit 8,6 Mio. € unter dem Vorjahresniveau (9,7 Mio. €). Im Wesentlichen sind hier die ausstehenden Rechnungen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen sowie die Gewährleistungsrückstellungen gesunken. Gegenläufig Effekte resultieren hauptsächlich aus gestiegenen Drohverlustrückstellungen und ausstehenden Kundengutschriften. Die Bankverbindlichkeiten haben sich aufgrund eines erhöhten Finanzierungsbedarfs von 0 € auf 3,9 Mio. € erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 3,7 Mio. € auf 5,5 Mio. € gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter sind von 33,9 Mio. € auf 32,7 Mio. € gesunken. Der Posten beinhaltet neben einem neuen Darlehen in Höhe von 6,5 Mio. € mit einer Laufzeit bis Ende 2028 nur Verbindlichkeiten aus Liefer- und Leistungen. Die Veränderung der Vermögens- und Schuldenwerte spiegeln hauptsächlich das vorhandene Wachstum des Unternehmens wider. Finanzlage7 Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2024 einen negativen operativen Cashflow in Höhe von 15,7 Mio. €. Dies war in erster Linie auf eine erhebliche Ausweitung des Geschäftsumfangs sowie auf die bewusste Entscheidung zurückzuführen, die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter auf einem angemessenen Niveau zu halten. Auch der Cashflow aus Investitionstätigkeiten war negativ und belief sich auf 10,3 Mio. €, was vollständig auf Investitionen im Geschäftsjahr 2024 zurückzuführen ist. Diese betrafen hauptsächlich Investitionen in die im Bau befindliche Messkammer und Gebäude. Ein positiver Finanzierungscashflow in Höhe von 19,9 Mio. € resultiert einerseits aus der Kapitaleinlage von 10,0 Mio. € durch den Gesellschafter. Zusätzlich wurde ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 6,5 Mio. € bereitgestellt, um den laufenden Betrieb sowie zukünftige Investitionen des Unternehmens zu unterstützen. Zur Erreichung des geplanten Wachstums wurden Maßnahmen ergriffen, um die mittelfristige finanzielle Sicherheit des Unternehmens durch ausreichende Finanzierung sicherzustellen. 3. PrognoseberichtDer Prognosebericht bezieht sich auf die folgenden 12 Monate, hier des Geschäftsjahres 2025. Das Unternehmen erwartet gemäß dem Planungsstand im Juni 2025, dass der Umsatz für das Geschäftsjahr 2025 von 77,6 Mio. € im Geschäftsjahr 2024 auf 128,5 Mio. € steigen wird. Das erhebliche Umsatzwachstum ist hauptsächlich auf bereits in den Vorjahren akquirierten Projekten mit europäischen OEMs, auf Projektanläufe in der zweiten Jahreshälfte sowie auf das Umsatzwachstum im kurzfristigen Antennengeschäft infolge einer erwarteten leichten wirtschaftlichen Erholung zurückzuführen. Der Antennenumsatz betrug im Jahr 2024 8,4 Mio. €. Das Ziel für den OEM-Antennenbereich liegt für 2025 bei 9,3 Mio. €. Laut der aktuellen Situation wird nicht erwartet, dass es im Jahr 2025 zu Kundenstornierungen kommt. Der Umsatz für 2025 basiert auf vertraglich gesicherten Verkäufen an Schlüsselkunden und ist daher stabil, mit Ausnahme von Abrufschwankungen, die in der Regel unter 20 % liegen. Für das EBIT wird ein Anstieg von - 6,6 Mio. € auf - 0,2 Mio. € erwartet. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus dem Wegfall der Sondereffekte des Geschäftsjahres 2024 sowie dem Umsatzwachstum. Zur Umsatzsteigerung wird eine Erhöhung der Anzahl an Vertriebs- und Entwicklungsmitarbeitern erforderlich sein. Darüber hinaus ist eine deutliche personelle Aufstockung in den anderen Verwaltungsabteilungen notwendig, um das geplante Wachstum zu erreichen. 4. RisikoberichtDie Geschäftsleitung hat die wesentlichen Risiken für die Gesellschaft identifiziert. Diese werden regelmäßig in Managementbesprechungen anhand von KPI Scorecards überwacht. Die monatlich stattfindende Auswertung ermöglicht eine angemessene Risikobeurteilung über künftige mögliche Entwicklungen. 4.1. Branchenbedingte und geopolitische Risiken Risiken bezüglich des im Jahr 2025 geplanten Umsatzes, welcher hauptsächlich aus bereits gewonnen Projekten besteht, können nur in einer Reduzierung der Abrufvolumen durch die Kunden entstehen. Das Risiko ist als moderat einzuschätzen und befindet sich branchenüblich im Bereich von 20 %. Dennoch besteht ein sehr geringes Risiko in einem Projektabbruch seitens der Kunden. Die Realisierungsrate von ausgeschriebenen Projekten ist mit einem kalkulierten Wert von 38 % bewertet worden. Im Antennenbereich besteht ein mittleres Kostenrisiko. Dieses ergibt sich u.a. indirekt aus der Fortführung des Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen Beeinträchtigung der Lieferketten, welche sich negativ auf die Preise für Rohmaterialien auswirken können. Für die DSV EU sind die Auswirkungen derzeit jedoch als gering einzuschätzen. Zudem sind die Umsätze im Antennenbereich im Vergleich zu anderen Produktkategorien im Jahr 2025 weiterhin relativ gering. Nach der US-Wahl haben sich geopolitische Spannungen weiter verschärft. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben protektionistische Maßnahmen ergriffen, die chinesische Lieferanten in bestimmten Produktkategorien gezielt ausschließen. Diese Entwicklung führt dazu, dass deutschstämmige OEMs mit Absatzmarkt USA bei der Auswahl chinesischen Zulieferer zunehmend zurückhaltend agieren, insbesondere zugunsten von Plattformlösungen, die besser mit den neuen regulatorischen Anforderungen vereinbar sind. Diese Regulierung betrifft jedoch nicht das derzeitige Hauptgeschäft von DSV EU, da die eingegangenen Aufträge Produktgruppen (Displays, Kameras, Cluster) betreffen, die von dieser Regulierung ausgenommen sind. Eine Auswirkung dieser Marktbeschränkungen besteht jedoch für zukünftige Aufträge mit anderen Warengruppen der DSV EU. Hier steht das Unternehmen im engen Kontakt mit US-amerikanischen Rechtsberatungen, und europäischen OEMs. Eine Perspektive für gemeinsame Lösungen für diese Marktbeschränkung sind vorbereitet worden und stehen derzeit in der Abstimmung mit den Kunden. Weitere Risiken haben sich in Europa zum Teil erheblich aus den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. dem politischen Willen in den EU-Ländern ergeben, welche zu einem sinkenden Konsumklimaindex führen. Dies hat einen sinkenden Absatz in der Automobilindustrie zur Folge, welches für DSV EU ein Risiko darstellt. 4.2. Leistungswirtschaftliche Risiken Das größte Risiko stellt die Rohmaterialversorgung dar, zum Beispiel in Verbindung mit Lieferanten in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Hierfür sind im Rahmen der Lieferantenbewertung im Einkauf kritische Lieferanten identifiziert worden und es kommt in Abstimmung mit unseren Kunden stellenweise zu Verlagerung zu neuen Lieferanten. Mit der Erweiterung der Lieferanten in den Warengruppen konnten die Risiken minimiert werden. Die Belieferungen von unserer Muttergesellschaft in China hingegen sind trotz der Umstände relativ stabil. Zusätzliche Belastungen könnten auf Grund der Inflation auch durch eine übermäßig notwendige Steigerung der Löhne und Gehälter entstehen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen des Risikos von Rohstoffengpässen sowie Überbevorratung werden, unter Berücksichtigung der erfolgten Risikobegrenzungsmaßnahmen, insgesamt als niedrig eingeschätzt. Im Jahr 2024 setzte sich die tiefgreifende Transformation des Personalmarktes in der deutschen Automobilindustrie fort. Wesentlicher Treiber war weiterhin der Übergang zur Elektromobilität, ergänzt durch den zunehmenden Einfluss von Digitalisierung, Automatisierung und künstlicher Intelligenz in der Produktion und Produktentwicklung. Diese Dynamik führte zu einer weiteren Verschiebung in der Nachfrage nach Qualifikationen und Berufsprofilen. Der Fachkräftemangel in spezialisierten Schlüsselbereichen blieb eine zentrale Herausforderung - und wird es auch 2025 bleiben. Um unsere Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, erhöhen wir unsere Investitionen in Aus- und Weiterbildung signifikant. Die kontinuierliche Anpassungsfähigkeit und Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleibt dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor, um mit der rasanten technologischen Entwicklung Schritt zu halten und unsere Wachstumsziele zu realisieren. Dennoch bewerten wir das Risiko in Zusammenhang mit der Verfügbarkeit geeigneten Personals weiterhin als niedrig, da unsere Gegenmaßnahmen greifen. Dazu zählt vor allem unsere proaktive, europaweit ausgerichtete Rekrutierungsstrategie: Wir bauen unsere Präsenz auf dem europäischen Arbeitsmarkt weiter aus, um ein breiteres und vielfältigeres Talentspektrum zu erschließen. Für das Jahr 2025 erwarten wir, dass sich neue Trends verstärken werden: Neben dem Ausbau der Elektromobilität gewinnen softwaredefinierte Fahrzeuge, die Integration von künstlicher Intelligenz in Assistenz- und Diagnosesysteme sowie die Entwicklung autonomer Fahrfunktionen weiter an Fahrt. 4.3. Finanzwirtschaftliche Risiken DSV EU befindet sich in einer starken Expansionsphase, welche klassischerweise Druck auf die Finanzkennzahlen ausübt. Die DSV EU finanziert sich fast ausschließlich durch unsere Muttergesellschaft und Banken, welche in beiden Ländern aktiv vertreten sind. Die Ausweitung der Geschäftstätigkeit wird durch die Vermarktung der in China teilassemblierten Produkte erfolgen. In der Funktion als zentraler europäischer Umschlagplatz wird sich die Kapitalbindung durch Vorräte erhöhen und mit einem entsprechenden finanziellen Risiko einhergehen. Dieses wird als gering eingeschätzt, da die laufende Überwachung der Kundenabrufe kombiniert mit regelmäßigen Prognosen dem Risiko entgegensteuern. Weiterhin wurde im Geschäftsjahr 2025 das Zahlungsziel von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Gesellschafter auf 240 Tage angehoben. Gleichzeitig wird die Gesellschaft durch die Investition in den Neubau der Antennenmesskammer und dem damit verbundenen potenziellen Neugeschäft weiterhin vor Herausforderungen gestellt. Diese soll entsprechend über eine Mischfinanzierung entlang des geplanten ROI-Zeitraumes erfolgen. Zwar sind bislang noch keine verbindlichen Verträge abgeschlossen worden, jedoch signalisieren bestehende OEM-Kunden starkes Interesse an der neuen Messkammer, die aufgrund ihres technologischen Vorsprungs derzeit eine Alleinstellung in Europa einnimmt. Dieses Interesse spiegelt sich in fortgeschrittenen Gesprächen wider und deutet auf eine positive Geschäftsentwicklung hin. Insgesamt ist jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit von Auftragseingängen in naher Zukunft auszugehen. 4.4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die Gesellschaft eine konservative Risikopolitik. Zu den bei der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Gesellschaftern. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über Betriebsmittelkreditlinien. Zum 31. Dezember 2024 bestanden Linien keine Linien. Allerdings wurden im Geschäftsjahr 2025 wieder eine Linie in Höhe von 4 Mio. € vertraglich vereinbart. Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken wird ein rollierender Liquiditätsplan erstellt, der einen laufenden Überblick über die Geldein- und -ausgänge sowie den aktuellen Liquiditätsstatus ermöglicht. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der Konzern über ein adäquates Debitorenmanagement. Insgesamt ist die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken aus Finanzinstrumenten sowie deren Auswirkungen auf das Unternehmen als gering einzustufen. 5. Chancenbericht5.1. Branchenbedingte Chancen Die Automobilbranche durchläuft einen tiefgreifenden Wandel, der Lieferanten elektronischer Geräte vielfältige Chancen eröffnet. Insbesondere die Beschleunigung der Elektromobilität und die Digitalisierung von Fahrzeugen treiben die Nachfrage nach innovativen elektronischen Komponenten wie Displays, Sensoren, Steuergeräten und Vernetzungslösungen stark voran. Kürzere Produktlebenszyklen und der zunehmende Innovationsdruck bieten Anbietern die Möglichkeit, neue Technologien schnell zu entwickeln und in den Markt einzuführen. Zudem steigen die Anforderungen an nachhaltige und energieeffiziente Produkte, wodurch umweltfreundliche und ressourcenschonende elektronische Lösungen immer wichtiger werden. Die zunehmende Integration von Assistenzsystemen, autonomem Fahren und vernetzten Fahrzeugen erhöht den Bedarf an hochentwickelten Elektronikkomponenten, was Lieferanten mit spezialisierter Expertise neue Geschäftsfelder erschließt. Darüber hinaus bevorzugen Automobilhersteller zunehmend agile und flexible Zulieferer, die schnell auf Marktveränderungen reagieren können, was kleineren und innovativen Elektroniklieferanten zusätzliche Chancen bietet, sich gegenüber etablierten Großzulieferern zu positionieren. Insgesamt ergeben sich für Lieferanten elektronischer Geräte somit attraktive Wachstums- und Innovationsmöglichkeiten in einem dynamischen und zukunftsorientierten Marktumfeld. 5.2. Leistungswirtschaftliche Chancen Die Harmonisierung der Prozesse zwischen Europa und China führt zu Synergien und Effizienzen in der Produktentstehung und dem Angebotsprozess. Dadurch erhöhen sich die Chancen die Anforderungen der Kunden schneller und hochwertiger zu erfüllen, um die Realisierungsrate zu erhöhen. DSV EU wird vermehrt den Austausch von Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Führungskräfte aus dem starken und professionalisierten chinesischen Headquarter unterstützen. Dies bietet die Chance, Prozesse effizient abzugleichen, praxisnahe Trainings durchzuführen und personelle Engpässe zu überbrücken. So kann das vorhandene Know-how und die personelle Stärke des Headquarters wirkungsvoll genutzt werden, um den Standort Deutschland operativ zu unterstützen und weiterzuentwickeln. Die Fertigstellung unserer neuen 3D-Antennenmesskammer ist für das dritte Quartal 2025 weiterhin im Plan. Wir sehen dadurch eine Steigerung der Business Development Chancen im Bereich der Fahrzeugantennen und bauen gemeinsam mit unserer Tochterfirma ATC in Itzehoe umfangreiche Antennenmesstechnikkompetenz auf. Mit der Eröffnung eines R&D- und Projekt-Offices in Hildesheim, neben den bereits erwähnten Sales Offices in Paris und Mlada Boleslav, können wir mit den Kunden eine engere Zusammenarbeit leisten, um die Beziehungen zu stärken. 5.3. Finanzwirtschaftliche Chancen Im September 2023 erfolgte der Baubeginn einer fortschrittlichen Antennenmesskammer und eines Engineering- und Projekthauses mit einem voraussichtlichen Investitionsvolumen von ca. 22,0 Mio. €. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgte teilweise aus Mitteln der Muttergesellschaft. In diesem Zusammenhang hat die Muttergesellschaft am 22. Januar 2024 eine Bareinzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 10,0 Mio. € beschlossen und im Geschäftsjahr eingezahlt. Der Gesellschafter hat weiterhin ein Darlehen in Höhe von 6,5 Mio. € mit einer Laufzeit bis Ende 2028 bereitgestellt. Die Muttergesellschaft hat damit ihre strategische Unterstützung für den Ausbau des Standorts bekräftigt und wird das Unternehmen auch künftig aktiv begleiten, um die Marke in Europa nachhaltig weiterzuentwickeln und zu stärken.
Weimar, 25. September 2025 Yong Yang
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Inflationsrate in Deutschland von 1992 bis 2024; Stand 02.09.2025 9:45 Uhr Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024scroll
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024I. VorbemerkungDie Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag (Urk.Nr. 122/2013 B des Notars Frank Brüggemann), vom 12. Februar 2013 und Eintragung ins Handelsregister am 21. Februar 2013, gegründet. Sie hat Ihren Sitz in Weimar und ist eingetragen im Handelsregister B 509178 des Amtsgerichtes Jena. II. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Gemäß § 267 HGB ist der Jahresabschluss nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Regelungen aufzustellen. Die Erstellung eines Lageberichts ist damit verpflichtend. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter werden in Ergänzung des Gliederungsschemas nach § 266 Abs. 2 HGB jeweils in einem gesonderten Posten in der Bilanz ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von größenabhängigen Erleichterungen wurde teilweise Gebrauch gemacht. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Anlagevermögen Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wurden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Sätze 1 bis 3 und Abs. 2a HGB bewertet. Das Einbeziehungswahlrecht zur Berücksichtigung von Verwaltungsgemeinkosten wurde ausgeübt. Zu den Entwicklungskosten zählten die im Zusammenhang mit der Entwicklung angefallenen Kosten, einschließlich der Personal- und Hardwarekosten. Bei einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungsdauer liegt zwischen 3 und 5 Jahren. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen werden zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten unter Abzug von Preisminderungen bewertet und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer liegt zwischen 3 und 5 Jahren. Bei einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird mit den jeweiligen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. In den Anschaffungskosten sind direkt zurechenbare Nebenkosten enthalten. Anschaffungskostenminderungen sind abgesetzt. Die Herstellungskosten werden gemäß § 255 Abs. 2 Sätze 1 bis 3 bewertet. Das Einbeziehungswahlrecht zur Berücksichtigung von Verwaltungsgemeinkosten wurde ausgeübt. Bei einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt für Bauten auf fremden Grundstücken zwischen 5 und 25 Jahren, für technische Anlagen und Maschinen zwischen 2 und 20 Jahren und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 und 15 Jahren. Investitionszuschüsse für Sachanlagen, die seit dem Geschäftsjahr 2023 beschieden worden sind, werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt und reduzieren damit die Abschreibungen der künftigen Perioden. Erhaltene Zuschüsse für Investitionen bis zum Geschäftsjahr 2022 wurden hingegen passivisch abgegrenzt. Sie wurden auf linearer Basis entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst. Die Anschaffungskosten geringwertiger Wirtschaftsgüter bis EUR 250,00 werden im Zeitpunkt der Anschaffung als Aufwand erfasst. Die Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 250,01 bis EUR 1.000,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen des Sachanlagevermögens werden zum Nennbetrag bilanziert. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. 2. Umlaufvermögen Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten, die als gleitender Durchschnittspreis ermittelt werden. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Sofern erforderlich, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die unfertigen sowie fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Sätze 1 und 2 HGB, in die die Einzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der produktionsbezogene Werteverzehr des zur Fertigung eingesetzten Anlagevermögens einbezogen werden, oder zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Waren werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von direkt zurechenbaren Nebenkosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert gemäß dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Forderungen wurden in Abhängigkeit von ihrer Altersstruktur einzelwertberichtigt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist dem allgemeinen Kredit- und Zinsrisiko durch eine aktivisch abgesetzte Pauschalwertberichtigung in Höhe von je 1 % auf den nicht bereits einzelwertberichtigten Forderungsbestand Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen werden bei Entstehung mit dem aktuellen Tageskurs umgerechnet. Gemäß § 256a HGB erfolgt Abschlussstichtag die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs. Daraus resultierende unrealisierte Umrechnungsgewinne oder -verluste gesondert in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. 4. Latente Steuern Latente Steuern werden auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Die Bewertung erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 29,125 % (Vorjahr: 29,125 %) zum Zeitpunkt des erwarteten Abbaus der Differenzen. Eine Abzinsung der resultierenden Steuerbeträge findet nicht statt. Im Berichtsjahr bestehen keine passiven latenten Steuern (Vorjahr: T€ 11). Diese resultierten im Vorjahr aus der handelsrechtlichen Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlich aus zum Stichtag bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen sowie aus Drohverlustrückstellungen. Es wurde von dem in § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB vorgesehenen Wahlrecht Gebrauch gemacht, auf die Aktivierung aktiver latenter Steuern zu verzichten. Entsprechend wurde - wie bereits im Vorjahr - kein Ansatz in der Bilanz vorgenommen. 5. Eigenkapital Das gezeichnete Kapitel ist zum Nennbetrag angesetzt. 6. Rückstellungen Die Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Sie wurden zum notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungszinssatz gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden bei Entstehung mit dem aktuellen Tageskurs umgerechnet. Gemäß § 256a HGB erfolgt am Abschlussstichtag die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs. Daraus resultierende unrealisierte Umrechnungsgewinne oder -verluste gesondert in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. IV. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der Abschreibungen aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine selbst geschaffenen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte aktiviert. Die Desay SV Automotive Scandinavia AB ist eine 100% Tochter der Desay EU mit Sitz in Sundbyberg (Schweden). Das Eigenkapital der Firma beträgt zum 31.12.2024 T€ 124 und die Firma erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von T€ 12,4. Die Antenna Technology Center (Europe) ATC GmbH ist eine 100% Tochter der Desay EU mit Sitz in Itzehoe. Das Eigenkapital der Firma beträgt zum 31.12.2024 T€ 632 und die Firma erwirtschaftete einen Jahresfehlbetrag von T€ 433. Im Rahmen des Standortausbaus in Legefeld wurden bis zum 31.12.2024 T€ 13.485 für den Bau der Messkammer, des Messkammergebäudes sowie für den Bau des Verwaltungsgebäudes verausgabt. Davon resultieren T€ 8.157 aus den Zugängen des Geschäftsjahres 2024. Im Bereich R & D wurden T€ 187 für einen Wireless-Tester (WLAN/ Bluetooth) ausgegeben. Weiterhin wurden für diverse maschinengebundene Werkzeuge T€ 154 sowie in techn. Anlagen und Maschinen T€ 105 investiert. 2. Umlaufvermögen Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Vj: T€ 25) und Forderungen gegen Gesellschafter (Vj: T€ 50) bestanden nicht zum Stichtag. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3. Eigenkapital Das Stammkapital in Höhe von T€ 4.100 hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Die Kapitalrücklage hat sich um T€ 10.000 erhöht und beträgt zum Stichtag T€ 17.806. Sie wurde im Geschäftsjahr 2024 durch Gesellschafterbeschluss vom 22.01.2024 gegen Bareinlage erhöht. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 4.816; Vj.: T€ 6.434), Drohverlustrückstellungen (T€ 1.253; Vj: T€ 502), Rückstellungen für Kundenboni (T€ 959; Vj.: T€ 13), Personalrückstellungen (T€ 997; Vj.: T€ 1.180), Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (T€ 200; Vj.: T€ 197) und Rückstellungen für Gewährleistungen (T€ 108; Vj.: T€ 925). 5. Verbindlichkeiten Mit Ausnahme eines Darlehens T€ 6.500 (Vj.: € 0) unter den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter sind sämtliche Verbindlichkeiten, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen T€ 71 (Vj.: T€ 41). Diese Verbindlichkeiten bestehen, wie im Vorjahr, vollständig aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 32.750 (Vj.: T€ 33.875). Diese Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 26.250 (Vj.: T€ 33.875) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, in Höhe von T€ 6.500 (Vj.: € 0) aus Darlehensverbindlichkeiten. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 20. Dezember 2028 und folglich über einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (T€ 3.850, Vj. € 0) enthalten eine Uncommitted Short Term Credit Facility in Höhe von T€ 3.850 (Vj.: € 0) die durch ein SBLC (Standby Letter of Credit) besichert ist, welches von CITI China ausgestellt und von Desay SV Automotive Co. Ltd beantragt wurde. Die Kreditlinie wurde im Januar 2025 zurückgezahlt. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Mietkaufverbindlichkeiten in Höhe von T€ 5 (Vj.: T€ 39) enthalten. Diese sind durch vertraglich vereinbarte Verfügungsbeschränkungen bzgl. der finanzierten Vermögensgegenstände besichert. V. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Gliederung der nach Produktgruppen: scroll
Gliederung nach geographischen Märkten: scroll
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen: Währungsbedingte Erträge beliefen sich auf T€ 491 (Vj.: T€ 517), während währungsbedingte Aufwendungen in Höhe von T€ 970 (Vj.: T€ 289) entstanden. Periodenfremde Erträge beliefen sich auf T€ 536 (Vj.: T€ 138) und resultierten im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 315 sowie aus einer Erstattung der Zollbehörden in Höhe von T€ 100. Periodenfremde Aufwendungen entstanden in Höhe von T€ 256 (Vj.: T€ 693). Diese resultierten im Wesentlichen aus Weiterbelastungen der Muttergesellschaft sowie aus der Erhöhung der Pauschalwertberichtigung. VI. Angaben zum JahresergebnisDer Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -7.274 (VJ: Jahresüberschuss T€ 375) wird auf das folgende Geschäftsjahr vorgetragen. VII. Ergänzende Angaben1. Organe der Gesellschaft: Als alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:
Herr Yong Yang war im Geschäftsjahr nicht bei der Gesellschaft angestellt und erhielt im Geschäftsjahr von der Gesellschaft keine Bezüge. Da im Geschäftsjahr lediglich Dr.-Ing. Michael Weber direkt bei der Gesellschaft angestellt war, wird im Übrigen vom Wahlrecht gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 2. Angaben zur Arbeitnehmerschaft Das Unternehmen hat im Wirtschaftsjahr 2024 durchschnittlich 205 Mitarbeiter (Vj: 210) beschäftigt, davon waren 159 Angestellte (Vj: 151) und 46 gewerbliche Arbeitnehmer (Vj: 59). 3. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 berechnete Gesamthonorar setzt sich wie folgt zusammen: scroll
4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 15.391 (Vj.: T€ 23.137). Diese resultieren im Wesentlichen aus Miet-, Leasing- und Versicherungsverträgen. Der Betrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr beträgt T€ 9.618 (Vj.: T€ 13.990). In Zusammenhang mit den geplanten Investitionen, insbesondere der 3D-Messkammer, bestehen zum 31. Dezember 2024 bereits Bestellobligo in Höhe von T€ 7.619 . 5. Sonstige Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft betreibt ihre Geschäftstätigkeit in von der ThiV Thüringer Industrievermietung GmbH, Erfurt, gemieteten Räumen. Grundlage ist der Mietvertrag vom 5. Juli 2016. Der Mietgegenstand wurde durch vertragliche Vereinbarung vom 10. September 2020 um den sog. „BA2“, der den Neubau Entwicklungs- und Prototypenzentrums umfasst erweitert. Die gesamte Investitionssumme für den „BA2“ beträgt T€ 1.437. Die Baukosten wurden vollständig durch den Vermieter getragen und werden über eine angepasste Monatsmiete über die Grundmietzeit von 16 Jahren refinanziert. Die monatliche Gesamtmiete beträgt T€ 40 (netto). Hierauf entfallen T€ 11 auf den „BA2“. Aufgrund der gewählten Finanzierungsform konnte die Liquidität der Gesellschaft geschont werden. Andererseits hat sich die Gesellschaft langfristig an den Vermieter gebunden. Es sind Mietbürgschaften für den Gewerbestandort Legefeld gegenüber dem Eigentümer ThiV, Thüringer Industrievermietung GmbH, Erfurt, sowie für die Produktionsstätte für das IC-Business gegenüber dem Vermieter in Höhe von insgesamt 120 T€ herausgegeben. Diese Bürgschaften sind bei der LBBW bar hinterlegt. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus vorgenannten Verbindlichkeiten wird als gering eingeschätzt. Die zugrunde liegenden Leistungsbeziehungen wurden planmäßig erfüllt bzw. werden voraussichtlich planmäßig erfüllt werden. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen, liegen uns nicht vor. Der zwischen der Gesellschaft und der SüdFactoring GmbH, Stuttgart, geschlossen „Factoring-Vertrag“ wurde am 30.04.2024 zum 31.10.2024 gekündigt. 6. Konzernangehörigkeit Die Desay SV Automotive Europe GmbH selbst ist seit dem Geschäftsjahr 2024 gem. § 290 Abs. 1 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet und bildet den kleinsten Konsolidierungskreis. Der Konzernabschluss der Desay SV Automotive Europe GmbH ist beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch einzureichen. Der Jahresabschluss wird weiterhin in den von der Huizhou Desay SV Automotive Co., Ltd., Huizhou/China, aufzustellenden Konzernabschluss einbezogen. Die Huizhou Desay SV Automotive Co., Ltd. stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Huizhou, China, erhältlich und wurde in den amtlichen Veröffentlichungsorganen offengelegt. Der Konzern ist seit dem 26. Dezember 2017 an der Börse in Shenzhen gelistet. 7. Geschäfte mit nahestehenden Personen Als nahestehende Personen oder Unternehmen gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der Gesellschaft beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die Gesellschaft ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahestehenden Partei der Gesellschaft stehen. In der Gesellschaft wurden die verbundenen Unternehmen, die Geschäftsführung und Personen in Schlüsselfunktionen als nahestehende Personen definiert. Der Liefer- und Leistungsverkehr zwischen der Gesellschaft und mit ihr verbundenen Unternehme wurde grundsätzlich zu marktüblichen Konditionen, unter Beachtung anerkannter Grundsätze zur Ermittlung von konzerninternen Verrechnungspreisen abgewickelt. Mit Mitgliedern der Geschäftsleitung und Personen in Schlüsselfunktionen wurden im Geschäftsjahr keine Transaktionen ausgeführt. 8. Angaben zur Mindestbesteuerung Die Gesellschaft fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Modellregelungen zur globalen Mindestbesteuerung („Pillar 2“) und ist als Gesellschaft, die in den Konzernabschluss der Huizhou Desay SV Automotive Co., Ltd., Huizhou/China eingeschlossen wird, Teil dieser Mindestbesteuerungsgruppe. Die Pillar 2-Gesetzgebung wurde in Deutschland beschlossen und ist mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Kraft getreten. Das MinStG (Mindeststeuergesetz) gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Für das Geschäftsjahr 2024 ergibt sich daher keine Steuerbelastung aufgrund der globalen Mindestbesteuerung. 9. Nachtragsberichterstattung Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Ende des Geschäftsjahres retroaktiv auf den Einzelabschluss Einfluss nehmen. Für das Geschäftsjahr 2025 wird weiterhin eine kurzfristige Kreditlinie in Höhe von € 4 Mio. zur Verfügung gestellt. Außerdem wurden in 2025 längere Zahlungsziele mit der Muttergesellschaft vereinbart. Diese Maßnahmen werden die Finanzlage weiter stärken, um das angestrebte Wachstum zu sichern.
Weimar, 25. September 2025 Die Geschäftsführung Yong Yang Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2024scroll
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BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Desay SV Automotive Europe GmbH, Weimar Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Desay SV Automotive Europe GmbH, Weimar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Desay SV Automotive Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, den 25. September 2025 PricewaterhouseCoopers GmbH Andreas Kremser, Wirtschaftsprüfer ppa. Kristin Füchsel, Wirtschaftsprüferin The Annual Loss of EUR -7,273,798.63 for the fiscal year 2024 is acknowledge and approved. The entire amount is to be carried forward. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde am 9. Oktober 2025 festgestellt. |
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