Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 32671
Vorher
AIT Plan GmbH
Eingetragen
27.8.2019
Branche
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für Tragwerksplanung
Gegenstand
eigenverantwortliche und unabhängige Ausübung von Ingenieurtätigkeiten auf allen Gebieten der Technik und Naturwissenschaften im Sinne der Berufsaufgaben eines Beratenden Ingenieurs, insbesondere technische, technisch-wissenschaftliche und technisch wirtschaftliche Beratung; auf Basis technisch-naturwissenschaftlicher akademischer Ausbildung erfolgende Erstellung von gestaltenden Planungen, Konzepten, Strategien oder Lösungen technisch-naturwissenschaftlicher Aufgaben; Erstellung von Grundlagenermittlungen, Vorplanungen und Planungsstudien, Genehmigungs- und Ausführungsplanungen sowie Bauüberwachung bei Vorhaben, die dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, den Landesbauordnungen, dem Wasserhaushaltsgesetz und dem Kreislaufwirtschaftsgesetz oder sonstigen umweltrelevanten gesetzlichen Vorschriften unterliegen; Erstellung von Standortgutachten, Sicherheitsanalysen und Umweltverträglichkeitsprüfungen; Erstellung von Gefahrenabwehrdokumentationen einschließlich Arbeitsschutz- und Arbeitssicherheitsbetrachtungen; von Brandschutzkonzepten sowie Brandschutzund Wärmeschutznachwelsen; Erstellung von Emissions-/Immissionsprognosen für Luftschadstoffe und Gerüche; Erstellung von Abfallwirtschaftskonzepten; Tätigkeit aks Gutachter, insbesondere als gerichtlicher Gutachter, in den vorgenannten Bereichen; Einführung von Qualitäts-/Umweltmanagementsystemen nach DIN EN 180 9001(14001; Forschungsund Entwicklungsdienstleistungen für Industrie und Gewerbe; Aus-, Fort- und Weiterbildung von Externen in den vorgenannten Bereichen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter Merkwitz
seit 17.12.2020
Prokura
Thomas Voigtländer
seit 10.7.2020
Geschäftsführer
Egbert Dr. Thümmler
seit 28.1.2020
Prokura
Prokura
Josef Geiger jun.
seit 27.8.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

53.32% identifiziert46.66% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
26.66%
AIT Plan-Beteiligungs-GbR
20.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
AIT Holding GmbH
Germany
80.000 €
80.00%
AIT Plan-Beteiligungs-GbR
Germany
20.000 €
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

aitp GmbH

Chemnitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Lagebericht zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Firma aitp GmbH ist ein Generalplanungsunternehmen und erbringt Planungsleistungen in den Fachbereichen Architektur und Hochbauplanung, Technische Gebäudeausrüstung, Tragwerksplanung, Verkehrsanlagenplanung, Erschließungsplanung, Ingenieurbauwerke, Vermessung sowie Sachverständigentätigkeiten auf den Gebieten Bauzustandsanalysen, Brandschutzkonzepte, Wärmeschutzkonzepte und Sicherheits- und Gesundheitsschutz.

Hauptsitz des Unternehmens ist Chemnitz. Niederlassungen unterhält die aitp GmbH an den Standorten Erfurt, Aalen und München. Am Standort Dresden ist das Schwesterunternehmen aitp Dresden GmbH ansässig. Ein weiteres Schwesterunternehmen ist die Firma shn GmbH ebenfalls mit Sitz in Chemnitz.

Die aitp GmbH erbringt deutschlandweit und international ganzheitliche Generalplanungsleistungen im Bereich des Industrie- und Gewerbebaus sowie im Wohnungs- und Gesellschaftsbau.

Mittel- und langfristiges Ziel des Unternehmens ist der weitere Ausbau der Planungsaktivitäten im in- und ausländischen Markt. Um unsere Dienstleistungen kundennah anbieten zu können und zur Akquisition weiterer qualifizierter Mitarbeiter sollen die Unternehmensstandorte weiter ausgebaut werden. Unsere Spezialisierung auf anspruchsvolle Projekte, unsere leistungsbereiten und hochqualifizierten Mitarbeiter sowie unsere absolute Fokussierung auf den Projekterfolgt macht die aitp GmbH zu einem zuverlässigen Partner unserer langjährigen und neuen Kunden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage stellt sich zum Jahreswechsel 2023/24 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, den geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar: Das Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende nach ersten, vorläufigen Informationen des Statistischen Bundesamtes preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal gesunken. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Rückgang des BIP um ebenfalls 0,3 %.

Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte, preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen.

Auch die staatlichen Konsumausgaben waren mit -1,7 % gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Darin spiegelt sich die Normalisierung der Staatsausgaben nach der deutlichen Ausweitung während der Corona-Pandemie. Die Bruttoanlageinvestitionen gingen mit -0,3 % etwas zurück, vor allem da die Bauinvestitionen infolge der gestiegenen Finanzierungs- und Materialkosten im Jahresdurchschnitt 2023 preisbereinigt erneut um rund 2,0 % sanken. Dagegen konnten die Investitionen in Maschinen und Anlagen mit +3,0 % deutlich zulegen. Die Exporte nahmen infolge der schwachen Nachfrage aus dem Ausland um 1,8 % ab. Die Importe fielen im Zuge der schwachen Binnennachfrage mit -3,0 % sogar noch kräftiger, weshalb der Außenhandel rechnerisch +0,6 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beitrug.

Quelle: BMWK - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 20241

(https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/02/10-konjunktur-wirtschaftliche-lage.html)

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ging im Dezember gegenüber dem Vormonat um 1,6 % zurück, womit es zum Jahresende nochmal zu einem merklichen Dämpfer kam. Sowohl Industrie als auch Baugewerbe verringerten ihren Ausstoß (1,5 % bzw. -3,4 %). Der Bereich Energie hingegen meldete erneut ein deutliches Plus (+4,1 %).

Die realen Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz sind im Dezember gegenüber dem Vormonat um -1,6 % gesunken, nachdem sie bereits im November um 0,8 % rückläufig waren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat meldete der Einzelhandel im Dezember ein reales Umsatzminus von 1,8 %. Die Frühindikatoren für die Entwicklung des privaten Konsums geben aktuell ein eher pessimistisches Bild.

Quelle: BMWK - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Februar 20241

(https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240214-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-februar-2024.html)

Die Auftragseingänge sind im Dezember gegenüber dem Vormonat deutlich gestiegen (+8,9 %), nachdem sie im November unverändert geblieben (0,0 %) und im Oktober merklich zurückgegangen waren (-3,8 %). Allerdings waren die Ordereingänge im Dezember im Vormonatsvergleich wieder stark durch Schwankungen bei Großaufträgen geprägt; ohne diese ergab sich ein Minus von 2,2 %. Die Zunahme der Auftragseingänge insgesamt im Dezember ist vor allem auf ein deutliches Plus von 34,5 % bei der Nachfrage aus dem Euroraum zurückzuführen, aber auch die Inlandsbestellungen legten um 9,4 % zu. Aus dem Nicht-Euroraum kam es indes zu einem Orderrückgang um 7,5 %.

Bei der Industriekonjunktur zeichnet sich derzeit noch keine Trendwende ab, auch wenn die Auftragseingänge einschließlich Großaufträgen im Dezember kräftig zulegten und sich das ifo Geschäftsklima für das Verarbeitende Gewerbe zuletzt stabilisierte.

Quelle: BMWK - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Februar 20241

(https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240214-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-februar-2024.html)

Im Geschäftsjahr 2023 fiel die Inflationsrate von 6,9 % in 2022 auf 5,9 %, lag aber immer noch auf einem hohen Niveau.

Die Inflationsrate belief sich im Dezember auf 3,7 %, während sie im November noch bei 3,2 % gelegen hatte. Maßgeblich hierfür war ein Basiseffekt aufgrund der so genannten Dezember-Soforthilfe zum Jahresende 2022. Im weiteren Verlauf des Jahres dominieren aber weiterhin inflationssenkende Faktoren (sinkende Erzeuger- und Importpreise, straffe Geldpolitik der EZB, angemessene Tarifabschlüsse sowie Normalisierung der Gewinnmargen).

Quelle: BMWK - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 20241

(https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/02/10-konjunktur-wirtschaftliche-lage.html

Ab Mitte 2022 erhöhten die EZB erstmals nach 11 Jahren wieder schrittweise den Leitzins auf 4,5 %, was zur Verteuerung von Krediten und damit Zurückhaltung bei Investitionen führte.

2. Entwicklung der Baubranche

Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichte der Umsatz im Bauhauptgewerbe insgesamt in allen Betrieben 2023 ca. 162,6 Mrd. €, nach 160,4 Mrd. € im Jahr 2022. Der Umsatz erhöhte sich damit nominal um 1,3 %, verlor aber real um 5,3 %. Die Preissteigerung für Bauleistungen im Bauhauptgewerbe lag 2023 bei 7 %.

Dabei verlief die Umsatzentwicklung nach Größenklassen der Unternehmen und Bausparten sehr unterschiedlich. Die Umsatzsteigerung um nominal 1,3 % ist der Saldo einer zweigeteilten Entwicklung. Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten erreichten einen Umsatzzuwachs um 3,5 %, während die Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten einen Verlust von 3,2 % einfuhren. (Der Anteil am Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten liegt bei 6,9 %). Während der Hochbau mit einem nominalen Umsatzrückgang um 2,2 % schloss, stiegen die Umsätze im Tiefbau um 7,5 %. Insbesondere die Nachfrageschwäche im Wohnungsbau kostete den Hochbau Kraft. Den Tiefbau stützen Projekte der Energie- und Mobilitätswende.

Die Umsatzentwicklung war weiter stark preisgetrieben, aber mit im Jahresverlauf deutlich fallender Tendenz. Während zu Beginn des Jahres 2023 die Preisentwicklung für Bauleistungen gegenüber dem Vorjahr noch bei knapp +16 % lag, wies der Deflator zum Jahresende eine Dynamik von nur noch knapp +2 % auf. Zum einen hat hierbei die Preisentwicklung auf der Einkaufsseite nachgegeben, auch wenn das Preisniveau immer noch deutlich über dem Ausgangsniveau von vor der Corona-Pandemie liegt. So lag der Erzeugerpreisindex im Jahresmittel 2023 gegenüber 2020 bei energieintensiven Produkten wie Zement noch um 64 % höher. Auch Mineralölerzeugnisse (+59 %), Betonstahl (+52 %), Dämmung (+43 %), Ziegel, Kies und Sand (+35 %) und auch Bauholz (+34 %) verfehlten weit das Ausgangsniveau von 2020.

(https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2023).

3. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die aitp GmbH Ihre erfolgreiche Entwicklung weiter fortsetzen. Im gesamten Jahr waren alle Bereiche des Unternehmens hoch ausgelastet. Der Auftragszugang war im gesamten Jahr stabil.

Hauptkunden waren vor allem namhafte Industriekunden des privaten Bausektors. Hervorzuheben ist, dass die Projektgrößen in Bezug auf die Gesamtinvestition sehr variierten und einzelne Großprojekte mit erheblichem Investitionsvolumen und langjährigen Laufzeiten gewonnen werden konnten. Besonders in den Bereichen Pharma- und Halbleiterindustrie konnte die aitp GmbH Ihren Marktanteil weiter ausbauen und neue Großprojekte akquirieren. Zusätzlich konnte zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 ein weiteres, namhaftes Auslandsprojekt gewonnen werden.

Vereinzelte Projekte der öffentlichen Hand wurden ebenfalls sehr regional bezogen umgesetzt.

Im Jahr 2023 hat die aitp GmbH das Büro Aalen gegründet. Für das neue Büro konnten bereits im Jahr 2023 drei neue Mitarbeiter gewonnen werden. Auch am Standort München wurde der kontinuierliche Aufbau des Personals sehr erfolgreich fortgesetzt.

Die Weiterbildung unserer Mitarbeiter mit jährlichen Schulungen wurde auch im Jahr 2023 verfolgt und umgesetzt. Alle notwendigen Investitionen in unsere Hard- und Software wurden umgesetzt. Wir schätzen ein, dass unser Unternehmen modern und marktkonform ausgestattet ist.

Trotz der angespannten Arbeitsmarktsituation verfügt die aitp GmbH über eine sehr geringe Fluktuation von Mitarbeitern und konnte gegen den allgemeinen Trend einen kontinuierlichen Personalaufbau verzeichnen.

aitp GmbH hat die digitale Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) weiter unternehmensweit entwickelt und plant alle Projekte unter dieser Methode. Auch in diesem Bereich werden alle Mitarbeiter kontinuierlich extern und intern weiter geschult. Speziell geschulte BIM Koordinatoren sind abteilungsübergreifend eingesetzt und sichern intern den Planungsablauf zusätzlich ab.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 waren keine wesentlichen Regressansprüche gegen das Unternehmen geltend gemacht worden. Die gebildeten Rückstellungsposten wurden sorgfältig aus kaufmännischer Sicht bemessen. Im Jahr 2023 hatte die aitp GmbH keine Zahlungsausfälle.

4. Lage

Die Lage des Unternehmens ist als stabil zu beurteilen.

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 33 % auf Mio. EUR 19 (Vorjahr: Mio. EUR 14) aufgrund des weiteren Wachstums der Gesellschaft, der Realisierung von Großprojekten und der Gewinnung neuer Kunden gestiegen. Mit dem Ausbau des Geschäftes der Gesellschaft konnte die Betriebsleistung über die letzten Jahre stetig weiter gesteigert werden. Der Materialaufwand wird von Fremdleistungen bestimmt, die projektbezogen eingesetzt werden, um die Kunden fristgemäß zu bedienen. Im Geschäftsjahr 2023 nahmen die Fremdleistungen ab, so dass sich der Materialaufwand bei gestiegener Betriebsleistung mindert und die Materialaufwandsquote von 37,6 % im Vorjahr auf 32,4 % 2023 sank. Das Rohergebnis der aitp GmbH betrug Mio. EUR 13 (Vorjahr: Mio. EUR 9). Neben Gehaltsanpassungen Ende 2022, welche 2023 ein gesamtes Jahr wirkten, führten mehr Mitarbeiter zum Anstieg des Personalaufwands. Wie bei den Fremdleistungen beeinflussten Kostensteigerungen auch die Höhe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Insbesondere stiegen die Fahrzeugkosten, Versicherungen sowie die Rechts- und Beratungskosten. Innerhalb der Finanzierung im Konzern konnten die Zinserträge der Gesellschaft deutlich erhöht werden. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 2.649und liegt damit TEUR 948über dem Vorjahresergebnis.

b) Finanzlage

Die Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Wie auch im Vorjahr bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen ab und betragen TEUR 870 (Vorjahr: TEUR 1.170). Die flüssigen Mittel zum Bilanzstichtag betrugen TEUR 1.427 (Vorjahr: TEUR 1.100). TEUR 11.025 gewährte die Gesellschaft zudem im Verbund als Darlehen. Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit gesichert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug TEUR 1.804 (Vorjahr: TEUR 983).

c) Vermögenslage

Das Anlagevermögen der Gesellschaft ist vollständig über langfristiges Kapital in Form des Eigenkapitals gedeckt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 139 im Wesentlichen in Software getätigt. Im Rahmen der Projektaufträge werden Anzahlungen entsprechend dem Auftragsfortschritt vereinbart und abgerechnet. Die erhaltenen Anzahlungen haben sich, nach der vorgenommenen offenen Absetzung von den unfertigen Leistungen, gegenüber dem Vorjahr entsprechend den gestiegenen unfertigen Leistungen um TEUR 5.616 erhöht. Damit werden die Projekte nach ihrem jeweiligen Fortschritt vollständig über Anzahlungen finanziert und abgesichert. Die geleisteten Anzahlungen für Fremdleister innerhalb der Vorräte nahmen infolge des hohen Auftragsbestandes zu. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 339 auf TEUR 1.667 verringert, die gegen verbundene Unternehmen sind gestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt mit 15,4 % auf dem Niveau vom Vorjahr.

d) Personalentwicklung

Am Ende des Geschäftsjahres betrug der Personalstand 93 Mitarbeiter (inkl. Geschäftsführung und Auszubildende) gegenüber 80 Mitarbeitern im Vorjahr.

III. Prognose, Chancen und Risiken

Erst allmählich erholt sich die globale Industriekonjunktur. Im April 2024 stieg die weltweite Industrieproduktion saisonbereinigt um 2,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Für den Euroraum wird infolge gesunkener Energiepreise sowie die begonnenen Zinssenkungen eine Erholung der Industriekonjunktur in den europäischen Ländern erwartet.

Nach der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom 15.7.2024 zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland wird derzeit mit einer weiteren Verzögerung der konjunkturellen Erholung gerechnet.

Durch den Anstieg der Preise ist im 2. Quartal 2024 das saison- und kalenderbereinigt um 1,4 % gestiegen.

Der hohe Auftragsbestand in der Industrie, welcher aus der Corona-Krise und der damit zusammenhängenden Materialengpässe resultierte, stabilisierte bisher die Produktion und wurde nun abgebaut. Zudem wurde durch rückläufige Auftragseingänge, insbesondere aus dem Ausland, eine nachhaltige Erholung der Industriekonjunktur gebremst. Im weiteren Verlaufe des Jahres 2024 wird jedoch eine Trendwende erwartet.

Auch bei der Produktion im Bausektor sank die Ausbringung um 3,3 %. Dagegen stieg die Energieproduktion um 2,6 %. Die Auftragseingänge blieben 2024 bislang abwärtsgerichtet.Erst mit einer weiteren Erholung des Welthandels und der allmählichen Belebung der Nachfrage nach Industrieerzeugnissen wird eine Stabilisierung der Auftragseingänge und Produktion erwartet.

Die Inflationsrate liegt bis Juni 2024 bei etwas über 2 %.

Während die Preise für Nahrungsmittel sich im Vergleich zum Vorjahr erhöhten, sanken die Energiepreise wieder. Im Bereich der Dienstleistungen lag der Preisauftrieb laut Pressemitteilung Nr. 266 des Statistischen Bundesamtes vom 11.7.2026 weiter bei +3,9 %.

Die Insolvenzen sind im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.

Die Baubranche ist unmittelbar von der weltwirtschaftlichen Situation und der unsicheren Wirtschaftslage abhängig. Infolge globaler Handelskonflikte, die Inflation und politische Unsicherheiten werden Bauprojekte zurückgehalten, verzögern sich oder werden gar nicht realisiert.

Insbesondere haben die Kosten für Energie, welche für die Herstellung und den Transport von Baumaterialien sowie für den Bau selbst benötigt werden, einen großen Einfluss auf die Bauwirtschaft.

Lieferkettenprobleme, welche aus globalen Handelskonflikten, die durch die Corona-Krise und den Krieg in der Ukraine verschärft wurden, führten zu Engpässen bei zum Bau benötigten Rohstoffen und hatten eine Preissteigerung zur Folge. (DTA: Baukonjunktur 2023 und 2024 - aktuelle Lage und Prognose vom 20.3.2024) Durch die gestiegenen Baupreise ging die Nachfrage zurück, was wiederum zu einem zusätzlichen Wettbewerbsdruck führte.

In naher Zukunft wird ein großer Teil der Beschäftigten in der Bauwirtschaft in Rente gehen. Jedoch fehlt qualifizierter Nachwuchs, so dass sich der Fachkräftemangel weiter verschärfen wird.

Zudem beeinflusst die Klimakrise die Branche, welche sich im Wandel hin zu mehr und Energieeffizienz befindet. Damit gehen einerseits Potenziale, andererseits aber auch geänderte Anforderungen und Hürden einher.

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) erwartet für 2024 ein Umsatzminus der Baubranche von 3 %, beim Wohnungsbau sogar von 13 %, also keine erfreulichen Aussichten. Für den Wirtschaftsbau wird hingegen ein Gesamtumsatzplus von 3 % prognostiziert.

Für 2024 rechnet das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung mit einem Rückgang der Baupreise um 3 %, für 2025 um weitere 5,5 %.

Nach Prognosen von wird eine langsame Erholung der Baubranche und ein leichtes Wachstum, insbesondere beim Hochbau erst ab 2025 erwartet, wenn sich die Inflation erholt und die wirtschaftliche Lage stabilisiert.

1. Prognosebericht

Die aitp GmbH geht trotz schwieriger wirtschaftlicher und geopolitischer Rahmenbedingungen von einem weiteren positiven Geschäftsverlauf im Jahr 2024 aus. Das Unternehmen ist mit einem Rekordauftragsbestand in das neue Geschäftsjahr gestartet und kann damit die weitere hohe Auslastung über alle Unternehmensbereiche absichern. Der stetige Zuwachs an Projekten im Ausland kompensiert die aktuell in Deutschland vorherrschende Investitionszurückhaltung von Unternehmen und der öffentlichen Hand.

Wir erwarten im Jahr 2024 einen weiteren kontinuierlichen Auftragszugang aus dem In- und Ausland durch unsere Bestandskunden.

Ziel ist es, den Umsatzerlös von rund Mio. EUR 18 des Jahres 2023 im Jahr 2024 zu halten. Dabei prognostizieren wir auch für das Jahr 2024 ein positives EBIT.

In unseren Planungen gehen wir von einem Rohergebnis 2024 von Mio. EUR 10 und einem Jahresüberschuss von Mio. EUR 1,5 aus. Einzelne Großprojekte werden über mehrere Jahre weiterbearbeitet.

Im laufenden Geschäftsjahr sollen weitere Großprojekte in Sachsen und Baden-Württemberg sowie in Atlanta, USA, erfolgreich und umsatzrelevant abgeschlossen werden. Die weitere Mitarbeitergewinnung steht im Fokus des Personalmanagements für das gesamte Unternehmen.

Im Bereich der Akquisition bahnen sich weitere Aufträge an, die im Jahr 2024 vertraglich gebunden werden sollen.

Die Liquiditätssituation war im Jahr 2023 zu jedem Zeitpunkt komfortabel gewährleistet. Auch für das Jahr 2024 gehen wir von einer gesicherten Liquidität aus.

2. Risiken

Bei angefangenen Projekten kann es zu längeren Projektdurchlaufzeiten in der Gesellschaft aufgrund von Lieferschwierigkeiten von Materialien kommen, so dass sich auch die Leistungen der Gesellschaft zeitlich nach hinten verschieben.

Bislang sind der Gesellschaft durch ihr Forderungsmanagement keine nennenswerten Forderungsverluste entstanden. Gleichwohl könnte der Ausfall größerer Forderungen die Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen. Dem wird mit der Vereinbarung von Abschlägen entsprechend dem Projektfortschritt sowie der Prüfung der Solvenz neuer Kunden begegnet.

Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft nimmt ebenfalls der bestehende Fachkräftemangel. Es ist schwierig, neue qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Bisher ist es der Gesellschaft jedoch gelungen, neue Mitarbeiter zu binden, um das Unternehmenswachstum zu realisieren. Eine eingeschränkte Verfügbarkeit von Mitarbeitern würde die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft einschränken und ggf. die Auslagerung von Leistungen auf Fremdunternehmen erforderlich machen.

Zudem ergibt sich aus einer hohen Inflation im Land Anpassungsbedarf bei Löhnen und Gehältern, um die qualifizierten Mitarbeiter zu halten, was zu einem steigenden Personalaufwand und gegebenenfalls der Verteuerung der eigenen Leistungen der Gesellschaft führt.

Dem Risiko des Einflusses von negativen konjunkturellen Entwicklungen einzelner Branchen begegnet die Gesellschaft mit einer breiten Streuung der Kunden in unterschiedlichen Branchen sowie der Erschließung ausländischer Märkte und der Gewinnung ausländischer Kunden.

Die Leistungsstände von laufenden Projekten werden tagaktuell erfasst und bewertet sowie den tatsächlich vertraglich gebundenen Honoraren gegenübergestellt. Vertraglich ungebundene Honorare im Sinne einer Vertragsanbahnung wurden und werden auch zukünftig nicht erfasst bzw. bewertet.

Nimmt jedoch die Investitionstätigkeit des privaten Sektors und der öffentlichen Hand im Inland weiter ab, könnte sich das negativ auf den weiteren Auftragseingang und damit die Gesamtauslastung des Unternehmens auswirken.

Alle Unternehmensrisiken werden permanent durch die Geschäftsleitung des Unternehmens bewertet. Aktuell bestehen für die aitp GmbH keine vordergründigen Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden.

Chancen

Das Ziel der aitp GmbH ist es sich schnell und flexibel an ändernde Marktbedingungen anzupassen. Daher achtet das Unternehmen sehr darauf marktbedingte Chancen und Risiken zu erkennen und für sich zu nutzen. Als Wettbewerbsvorteil des Unternehmens sieht die Geschäftsführung die hohe Kompetenz der Mitarbeiter, schlanke und klare Unternehmensstrukturen, enge und langjährige Kundenbindungen und eine hervorragende Marktstellung in wichtigen Industriezweigen. Insbesondere in stark wachsenden sowie weitestgehend krisenunabhängigen Industrien, wie zum Beispiel der Pharmaindustrie, ist die aitp GmbH stark vertreten.

Notwendige Wertberichtigungen werden umgehend nach Kenntnisnahme vorgenommen.

 

Chemnitz, 9. September 2024

gez. Thomas Voigtländer, Geschäftsführer

gez. Josef Geiger, Geschäftsführer

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.598,00 13.636,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 70.104,00 89.186,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 609.142,00 635.758,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 3.672.036,29 1.489.209,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.761.332,42 8.174.255,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.025.466,50 6.053.446,07
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.426.617,52 1.099.713,94
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 251.287,73 336.746,32
SUMME Aktiva 18.808.117,96 11.838.505,82

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Bilanzgewinn 2.809.461,64 1.760.787,11
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.355.070,01 2.139.224,85
C. VERBINDLICHKEITEN 12.541.211,31 7.838.493,86
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.375,00 0,00
SUMME Passiva 18.808.117,96 11.838.505,82

Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2023 31.12.2022
1. Rohergebnis 11.448.332,88 9.320.297,84
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -4.934.927,12 -4.340.314,31
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -1.050.588,74 -953.806,23
davon für Altersversorgung EUR -9.651,19 / Vj: -8.096,20
3. Abschreibungen
a. Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes -181.354,63 -286.403,89
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.626.063,20 -1.279.823,07
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 263.204,06 33.446,07
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 255.466,50 / Vj: 33.446,07
davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 7.254,23 / Vj: 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.025,52 -313,57
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.263.787,20 -790.974,01
8. Ergebnis nach Steuern 2.653.790,53 1.702.108,83
9. Sonstige Steuern -5.116,00 -549,00
10. Jahresüberschuss /-fehlbetrag 2.648.674,53 1.701.559,83
11. Ausschüttung -1.600.000,00 -400.000,00
12. Vortrag auf neue 1.760.787,11 459.227,28
Rechnungen
13. Bilanzgewinn 2.809.461,64 1.760.787,11

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

A) Allgemeine Angaben

Die aitp GmbH (vorher AIT Plan GmbH) hat ihren Sitz in Chemnitz und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Chemnitz unter der Nummer HRB 32671 eingetragen.

Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG), die ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie die Regelungen des Gesellschaftsvertrages zugrunde.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a, 277, 278 HGB und unter Beachtung der Bewertungsvorschriften der §§ 252-256 HGB erstellt.

Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Der Anlagespiegel wird in diesem Anhang dargestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung.

Die ausgewiesenen Beträge unter der Position Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden in Aufwendungen für bezogene Leistungen umgegliedert. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.

B) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und zuzüglich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 netto werden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam in Abgang gebracht.

Umlaufvermögen

Vorräte

unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

wurden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. Erhaltene Anzahlungen wurden offen mit den Rückzahlungsbeträgen abgesetzt.

Geleistete und erhaltene Anzahlungen

wurden entsprechend der tatsächlich geleisteten Vorauszahlungen bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung auf die Nettoforderungen abgesetzt, die dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko sowie evtl. Skontoabzügen Rechnung trägt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände

wurden mit ihren Nominalwerten angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

wurden zum Nennwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Eigenkapital

Eigenkapital wurde zu Nennwerten angesetzt.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei Rückstellungen werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit den, nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung von der Deutschen Bundesbank berechneten und veröffentlichten, Zinssätzen abgezinst worden.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden zu Nominalwerten angesetzt.

C) Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 225.855,66 17.452,50 243.308,16
225.855,66 17.452,50 243.308,16
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 145.656,72 0,00 145.656,72
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.166.086,80 122.166,13 1.288.252,93
1.311.743,52 122.166,13 1.433.909,65
1.537.599,18 139.618,63 1.677.217,81
Abschreibungen Restbuchwert
Stand 01.01.2023
EUR
des Geschäftsjahres
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 212.219,66 13.490,50 225.710,16 17.598,00 13.636,00
212.219,66 13.490,50 225.710,16 17.598,00 13.636,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 56.470,72 19.082,00 75.552,72 70.104,00 89.186,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 530.328,80 148.782,13 679.110,93 609.142,00 635.758,00
586.799,52 167.864,13 754.663,65 679.246,00 724.944,00
799.019,18 181.354,63 980.373,81 696.844,00 738.580,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen Forderungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr in Höhe von TEUR 105. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen bestehen Forderungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr in Höhe von TEUR 42.

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Ergebnisvortrag in Höhe von TEUR 161 enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Verbindlichkeiten gesamt 12.541.211,31 7.838.493,86
Restlaufzeiten
bis 1 Jahr 12.541.211,31 7.838.493,86

D) Sonstige Angaben

Organe

Die Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Herr Thomas Voigtländer, Dipl.-Bauingenieur (BA), Dipl.-Wirtschaftsingenieur

Herr Josef Geiger, Bauingenieur

Haftungsverhältnisse

Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

2023
EUR
2022
EUR
Verpflichtungen aus der Inanspruchnahme von Avalen 141.548,00 141.548,00

Da aufgrund der Erfüllung der Verpflichtungen durch die Unternehmen nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist, erfolgt keine Passivierung.

Anzahl Mitarbeiter

Im Berichtszeitraum wurden durchschnittlich 93 Angestellte (Vj. 80) beschäftigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 560.

Gewinnverwendung

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift gemäß § 245 HGB

aitp GmbH

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

 

Chemnitz, 9. September 2024

gez. Thomas Voigtländer, Geschäftsführer

gez. Josef Geiger, Geschäftsführer

Feststellung des Jahresabschlusses

Feststellungsbeschluss

In der Gesellschafterversammlung vom 16. September 2024 wurde der Jahresabschluss der aitp GmbH zum 31.12.2023, wie er sich aus dem Bericht vom 09.09.2024 ergibt, einstimmig festgestellt.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Der Bilanzgewinn in Höhe von 2.809.461,64 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Gesellschafter beschließen einstimmig eine Gewinnausschüttung von 2.550.000 Euro. Die Auszahlung erfolgt am 22.10.2024.

Bestätigung- bzw. Versagungsvermerk

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist nach § 327 HGB verkürzt. zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die aitp GmbH, Chemnitz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der aitp GmbH, Chemnitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der aitp GmbH, Chemnitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben,

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt,

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft,

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Chemnitz, den 9. September 2024

Activ Treuhand GmbH
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gez. Lindner, Wirtschaftsprüfer

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