Einzelhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Bödeker GmbH
Im Geißhorn 1, 67346 Speyer, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Louis Peter Bödeker seit 10.4.2024 | Geschäftsführer |
Gisela Merl-Bödeker seit 3.11.2005 | Geschäftsführer |
Peter Bödeker seit 3.11.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bödeker GmbHSpeyerJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtInhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Situation 2. Branchensituation 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bödeker GmbH a) Vermögenslage b) Finanzlage c) Ertragslage d) Finanzielle Leistungsindikatoren e) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 4. Umweltschutz III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten VI. Bericht über Zweigniederlassungen I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Bödeker GmbH betreibt ein Handelsgeschäft mit Schuhen, Lederwaren, Textilien, Bekleidungsartikeln und Sportartikeln. Das Geschäftsmodell besteht nahezu ausschließlich in stationärem Einzelhandel, wozu neben dem Hauptgeschäft in Speyer unter dem Markennamen "BÖ Schuhe" weitere Filialen in Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg geführt werden. Zusätzlich verfügt das Schuhhaus am Hauptstandort in Speyer über einen Webshop sowie ein Logistikzentrum. 2. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft tätigt keinerlei Produktentwicklung. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Situation Die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg und in der Folge die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zwar kam Deutschland zunächst noch vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie. Während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach. Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Wirtschaftsleistung im aktuellen Jahr schrumpfen und im kommenden Jahr deutlich langsamer wachsen als in den 2010er-Jahren. Die aktuelle Entwicklung ist angesichts der im vergangenen Jahr stark gestiegenen Energiepreise und des hohen Anteils der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung nicht überraschend. Ein noch tieferer Einbruch konnte durch die umfangreichen wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Umstellung der Energieversorgung und zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise verhindert werden. Zudem zeigten sich die Unternehmen und privaten Haushalte anpassungsfähig. Allerdings deutet die Mittel- und Langfristprojektion des deutschen Produktionspotenzials, unabhängig von der aktuellen konjunkturellen Schwäche, auf deutliche Wachstumshemmnisse für die kommenden Jahrzehnte hin. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 um 0,3 % zurückgegangen. Hierfür ist insbesondere der Rückgang der inländischen Nachfrage verantwortlich, zum großen Teil bedingt durch den starken Rückgang der staatlichen Konsumausgaben zu Jahresbeginn 2023. Im Prognosehorizont bis Ende 2024 dürften sich die privaten Konsumausgaben angesichts der wieder steigenden realen Einkommen erholen. Die unerwartet schleppende Erholung der Weltwirtschaft, insbesondere Chinas, dürfte sich aber fortsetzen und auch im Jahr 2024 die deutschen Exporte bremsen. Dementsprechend dürfte der Außenbeitrag negativ sein. Für das Jahr 2024 wird erwartet, dass das BIP-Wachstum um +0,3 % zulegt. Das außenwirtschaftliche Umfeld Deutschlands ist stark eingetrübt. Hierzu haben die weltweite geldpolitische Straffung und die schleppende Entwicklung in China beigetragen. Von den USA gingen seit dem Frühjahr 2023 zwar positive außenwirtschaftliche Impulse aus. Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum wuchs im 2. Quartal 2023 aber zum zweiten Mal in Folge nur geringfügig. Auch die chinesische Volkswirtschaft wuchs im Jahr 2023 bislang deutlich langsamer als in der Vergangenheit und weniger als nach Beendigung der Null-Covid-Politik erwartet. Im Jahr 2024 dürfte sich die Weltkonjunktur wieder etwas aufhellen. China dürfte für seine Verhältnisse jedoch weiterhin nur schwach wachsen. Für die Jahre 2023 und 2024 ist damit zu rechnen, dass das globale BIP um knapp + 3,0 % wachsen wird, weniger als im Durchschnitt der 2010er-Jahre. Die Inflation in Deutschland ist gemessen am nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) im Verlauf des Jahres 2023 deutlich zurückgegangen, von 8,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat im Januar 2023 auf 3,7 % im Dezember 2023. Dies ist größtenteils auf geringere Preissteigerungen bei den schwankungsanfälligen Gütergruppen Energie und Nahrungsmittel zurückzuführen. Die Kerninflation 2023 blieb mit zuletzt 5,1% jedoch weiterhin deutlich erhöht. Hier spielen die im Vergleich zu den Warenpreisen verzögerten Preissteigerungen bei Dienstleistungen, die zuletzt stark steigenden Lohnstückkosten und das noch bestehende Aufholpotenzial bei der privaten Nachfrage nach Dienstleistungen eine wesentliche Rolle. Im Durchschnitt lag die Inflationsrate 2023 bei 6,0 %, für das Jahr 2024 werden 2,4 % erwartet. 2. Branchensituation Vor diesem Hintergrund konnten sich die stationären Geschäfte des Schuheinzelhandels in einem schwierigen Marktumfeld im Jahr 2023 besser behaupten als andere Vertriebsformen. Nach BTE-Berechnungen erreichten die Schuhgeschäfte im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 8%. Trotz einiger spektakulärer Insolvenzen ist der Einzelhandelsumsatz mit Schuhen nach ersten Hochrechnungen des BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren im letzten Jahr um rund 4% bzw. 480 Millionen Euro auf 11,6 Milliarden Euro gestiegen. Der Umsatz liegt damit allerdings immer noch knapp 1,5% unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Überdurchschnittlich abgeschnitten hat im letzten Jahr vor allem der stationäre Schuhhandel. Die Umsätze der Schuhgeschäfte sind nach BTE-Schätzungen um fast 8% gestiegen, liegen aber immer noch etwa 6% unter 2019. Zu beobachten sind allerdings im gesamten Handel große Unterschiede je nach Standort oder Geschäftskonzept. Die Bandbreite reicht von Rekordumsätzen bis zu Geschäftsaufgaben bzw. Insolvenzen wegen der stark gestiegenen Kosten und zu großen Substanzverlusten während der erzwungenen Corona-Schließungen. Der Versand- bzw. Onlinehandel mit Schuhen hat im vergangenen Jahr an Umsätzen verloren. Er liegt aber wegen des starken Aufschwungs in den Coronajahren 2020 und 2021 nach BTE-Schätzungen rund 40% über 2019. Der Anteil des Versand- und Onlinehandels am gesamten Schuhmarkt lag damit im letzten Jahr bei gut 23%. Nach Schätzungen des BTE haben 2023 rund 170 Schuhhändler ihre Türen für immer geschlossen - teils wegen Insolvenz, teils freiwillig z.B. wegen fehlender Nachfolger. Aktuell dürften nur noch etwa 2.600 stationäre Schuhspezialisten am Markt aktiv sein. 2013 waren es laut Umsatzsteuerstatistik noch 4.640 Unternehmen. Als größte Probleme nehmen die stationären Schuhhändler die zunehmende Bürokratie, hohe Kostensteigerungen, zunehmende Kaufzurückhaltung der Kunden, zunehmender Wettbewerb mit den eigenen Lieferanten, der Fachkräftemangel sowie ein Attraktivitätsverlust des eigenen Standortes wahr. Für 2024 sind die Umsatzerwartungen der Schuhhändler sehr verhalten. Laut einer aktuellen BTE-Umfrage rechnet lediglich ein Viertel der Teilnehmer für das laufende Jahr mit einem nennenswerten Umsatzplus. Ein weiteres Viertel sieht sich in etwa auf dem Niveau von 2023, knapp die Hälfte befürchtet dagegen Einbußen von mindesten einem Prozent. Es ist daher in 2024 mit weiteren Geschäftsschließungen zu rechnen. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bödeker GmbH Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 zwei neue Filialen eröffnet. Dies ist bei den nachfolgenden Zahlen besonders mit zu berücksichtigen. a) Vermögenslage Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2023 beträgt TEUR 4.303 (31.12.2022: TEUR 4.205). Ausgehend vom Stand zum 31.12.2022 entwickelte sich das Eigenkapital im Jahr 2023 wie folgt:
Das Eigenkapital erhöht sich um den Jahresüberschuss 2023, da im laufenden Geschäftsjahr keine Ausschüttungen vorgenommen wurden. Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2023 steigt aufgrund des Jahresüberschusses bei gleichzeitigem Rückgang der Bilanzsumme auf 42,7 % (31.12.2021: 39,6 %). b) Finanzlage Die Zahlungsmittel zum 31.12.2023 betrugen TEUR 1.656 (31.12.2022: TEUR 3.136). Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr jederzeit liquide und in der Lage gewesen, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die im Geschäftsjahr erfolgten Investitionen ins Anlagevermögen i.H.v. rund TEUR 1.505 wurden aus eigenen Mitteln finanziert. Zusätzlich konnten in den Vorjahren benötigte Fremdmittel im Umfang von rund TEUR 630 getilgt werden. c) Ertragslage Das Rohergebnis konnte infolge gestiegener Umsätze (auch mit Beiträgen der beiden neuen Filialen) im Vergleich zum Vorjahr verbessert werden. Es beläuft sich auf TEUR 11.685 (31.12.2022: TEUR 10.711). Die Wareneinsatzquote liegt mit 49,2 % auf nahezu gleichem Niveau wie im Vorjahr (49,3 %). Der Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 9,55 % bzw. 9,39 %, wohingegen die Abschreibungen sich leicht reduzierten. Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter lag bei 213 (Vorjahr: 183). Die Lohn- und Gehaltsgrundlagen entsprechen den gesetzlichen Regelungen. Vor diesem Hintergrund ergibt sich zum 31.12.2023 ein Jahresüberschuss von EUR 98.941,26 (31.12.2022: Jahresüberschuss EUR 25.831,68). d) Finanzielle Leistungsindikatoren Der Cashflow (vereinfacht berechnet als Summe aus Jahresüberschuss und Abschreibungen) im Geschäftsjahr beträgt TEUR 1.089 (31.12.2022: TEUR 1.037). Liquidität 1. Grades beträgt im Berichtsjahr: 55,8% (31.12.2022: 103,0%), Liquidität 2. Grades beträgt im Berichtsjahr: 63,8% (31.12.2022: 111,6%). Der statische Verschuldungsgrad hat sich von im Vorjahr 150,2% auf 131,0% zum Ende des Geschäftsjahres 2023 reduziert. Der dynamische Verschuldungsgrad in Jahren hat sich ebenfalls reduziert und liegt im Berichtsjahr bei 5,1 (31.12.2022: 6,1). e) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der Unternehmenswert der Bödeker GmbH wird neben den finanziellen Leistungsindikatoren auch durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Hierbei lassen sich insbesondere die Beziehungen des Unternehmens zu Kunden, Vermietern und Mitarbeitern als relevante Punkte identifizieren. Daneben sind die Position der Technologie sowie der Schutz der Umwelt zu berücksichtigen. Im Ergebnis lässt sich ein nachhaltiger Unternehmenserfolg aus Sicht der Gesellschaft darauf zurückführen, inwieweit es gelingt, - als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter an sich zu binden, - den Kundennutzen durch das Produkt- und Serviceangebot nachhaltig zu steigern sowie - Produkte einzukaufen, deren Ressourcen geschont und bei deren Produktion Emissionen so weit wie möglich vermieden werden. Die Gesellschaft verfügt über einen langjährigen, erfahrenen und engagierten Mitarbeiterstamm, zeitgemäße und optisch ansprechende Filialen und Standorte, die das Einkaufserlebnis für die Kunden nachhaltig positiv beeinflussen und fördern sollen, und versucht über seine Einkaufsabteilung ein attraktives Warenangebot unter Berücksichtigung aktueller Marktentwicklungen anzubieten. Die Bödeker GmbH sieht sich vor diesem Hintergrund in den vorgenannten Bereichen gut aufgestellt und für die Zukunft gerüstet. 4. Umweltschutz Die gesetzlichen Auflagen zum Umweltschutz werden erfüllt. III. Prognosebericht Die Bödeker GmbH wird sich in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 weiterhin auf die Konsolidierung der in den vergangenen Jahren angestrengten Prozesse konzentrieren. Im Geschäftsjahr 2024 ist die Eröffnung einer weiteren Filiale geplant. Zudem wird am Hauptstandort Speyer eine Schuhfiliale ins Gewerbegebiet verlegt, wo an konzentrierter Stelle gleichzeitig die neue Verwaltung und Logistik errichtet werden. Die ersten Monate des Geschäftsjahres 2024 zeigen zunehmende Umsätze. Darin sind besonders auch die Beiträge der beiden in 2023 neu hinzugekommenen Filialen enthalten, aber auch die anderen Filialen zeigen Zuwächse. Für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 werden vor diesem Hintergrund Umsatzzuwächse geplant und prognostiziert. Die ursprünglichen Planungen der Vorjahre sind jedoch nach wie vor aufgrund der Nachwirkungen der Corona-Pandemie und den Folgen des Ukraine-Krieges obsolet geworden. Der stationäre Einzelhandel hat weiterhin mit negativen wirtschaftlichen und finanziellen Konsequenzen aus dieser Zeit zu kämpfen, neben seit längerem bestehenden strukturellen Defiziten. Vorrangiges Ziel der Bödeker GmbH ist und bleibt die Sicherung des Fortbestandes Unternehmens. IV. Chancen- und Risikobericht Nachfragerisiken Die Nachfrage wird durch exogene Faktoren beeinflusst, auf die die Bödeker GmbH vielfach keinen Einfluss nehmen kann, wie zum Beispiel Konjunkturschwankungen, die Höhe des frei verfügbaren Einkommens der Endverbraucher und nicht zuletzt das Wetter, welches erfahrungsgemäß einen erheblichen Einfluss auf das Kaufverhalten der Kunden entfaltet. Zudem ist die weitere Entwicklung des online-Handels unklar. Nach starken Wachstumsraten in der Vergangenheit ist hier zuletzt Stagnation bzw. leichter Rückgang eingetreten. Die Marktanteile sind inzwischen gleichwohl erheblich. Es ist unklar, ob die Entwicklung nach einer Pause weiteres Wachstum für diesen Vertriebskanal bringen wird. Der Wettbewerb im Schuhmarkt intensiviert sich auch durch das Vordringen neuer Anbieter. So bauen größere Modehäuser und Sporthäuser seit einigen Jahren ihre Schuhsortimente aus. Darüber hinaus forcieren vertikal ausgerichtete Filialisten ihr Schuhangebot. Risiken liegen zudem vor allem in einer inflationsbedingten Konsumzurückhaltung. Beschaffungsrisiken Aufgrund global steigender Preise für Energie, Rohmaterial, Arbeitsleistung, etc. ist zukünftig mit steigenden Beschaffungspreisen unserer Lieferanten zu rechnen. Wie sich diese auf die tatsächliche Ertragslage auf Händlerebene auswirken, ist nicht absehbar. Wir stehen regelmäßig mit unseren Lieferanten in Gesprächen, um unsere Einkaufskonditionen den Markterfordernissen anzupassen und somit die auf unserer Seite nicht zu verhindernde Kostensteigerung weitestgehend zu kompensieren. Voraussetzung hierfür ist und bleibt die weiterhin stabile Nachfrage des Endverbrauchers. Nur wenn er die mit den o.g. Maßnahmen einhergehenden höheren Verkaufspreise akzeptiert, kann ein entsprechender Kostenausgleich erreicht werden. Störungen der Lieferketten werden in Zukunft nicht weiter erwartet. Weitere Preissteigerungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine oder dem Nahen Osten können aber nicht ausgeschlossen werden. Personelle Risiken Der unternehmerische Erfolg ist abhängig vom Einsatz und der Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um das Leistungspotential der Beschäftigten zu fördern, bietet die Gesellschaft unterschiedlichste Anreizmodelle und fördert gezielt Fortbildungs- und Qualifikationsmaßnahmen zur weiteren Einbindung in die Gesellschaft an. Die Suche nach Fachpersonal ist im stationären Einzelhandel - wie in nahezu allen Branchen - zunehmend schwerer geworden. Sonstige Risiken / Corona-Hilfen Hinsichtlich der eingereichten Schlussabrechnungen zu den Überbrückungshilfen besteht ein Risiko in Form von Rückforderungen bereits erhaltener Fixkostenerstattungen, dessen Größenordnung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilt werden kann. Nach Aussagen von Verbandsorganisationen kommt es teilweise zu nicht unerheblichen und teilweise nicht nachvollziehbaren Rückforderungen. Inzwischen ist seit der Einreichung der Schlussabrechnungen einige Zeit vergangen und Klarheit wäre sehr wünschenswert. Leider aber liegen noch keine Reaktionen vor. Chancen Die Zahl und Marktanteile der Kleinunternehmen am gesamten Schuhumsatz sind in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Aber die ganz großen Filialisten scheinen teilweise erhebliche Probleme zu haben. Hierin eröffnen sich aus Sicht der Geschäftsführung der Bödeker GmbH Chancen. Als familiengeführter mittelgroßer Schuhhändler mit schlanker Organisation, guter Kapitalausstattung und guten Geschäftspartnern kann die Geschäftsführung flexibel auftreten und agieren. Die Geschäftsführung wird weiter versuchen, aus der bereits vorhandene Größe (Flächen und Einkaufsvolumen) Vorteile zu generieren, neben Umsätzen auch Kostenersparnisse, um damit weiterhin nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben. Nach Modernisierung der IT-Technik in 2023 sollen in 2024 im Zuge der Errichtung einer neuen Gewerbeimmobilie am Hauptstandort Speyer eine Filiale aus der Innenstadt ins Gewerbegebiet verlagert sowie die Logistik und Verwaltung optimiert werden. Gegenüber dem Online- und Niedrigpreishandel grenzt die Bödeker GmbH sich ab, indem hochwertige Schuhe und Textilien mit Hilfe kundenbezogener Beratung in "Präsenz" verkauft werden. Ergänzend erweitert der eigene Online-Shop das stationäre Angebot und die Reichweite. Gesamtbild der Risikolage Nach Abwägung aller Chancen und Risiken rechnet die Bödeker GmbH insgesamt mit einer (weiterhin) positiven Gesamtentwicklung der Gesellschaft. Besonders wichtig hierbei ist, dass sich die Kundinnen und Kunden weiterhin von der Leistungsfähigkeit des Angebotes überzeugen lassen und das Konsumklima sich nicht verschlechtert, außerdem es zu keinen externen Belastungen kommt, die nicht vorhersehbar und beeinflussbar sind. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den wesentlichen Finanzinstrumenten zählen die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft hat keine größeren Forderungen, da die Bezahlung der Artikel bei Übergabe via Kasse erfolgt. Die Guthaben sind Geld-Guthaben, es werden keine spekulativen Instrumente verwendet. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Die Bödeker GmbH verfügte zum 31.12.2023 über fünf Filialen in Speyer und jeweils eine Filiale in Alzey, Freiburg, Karlsruhe, Mainz, Mutterstadt, Neustadt, Offenburg, Rastatt, Wiesental und Wiesbaden. Insgesamt betrieb die Bödeker GmbH zum Abschlussstichtag 15 Filialen. Rechtlich selbständige Zweigniederlassungen existieren nicht. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangInhaltsverzeichnisGliederungI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden IV. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen 2. Vorräte 3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 4. Rückstellungen 5. Verbindlichkeiten 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung VI. Sonstige Pflichtangaben I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Bödeker GmbH, Speyer, ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Ludwigshafen am Rhein unter der Nr. HR B 51868 eingetragen. Die Gesellschaft wurde mit Vertrag vom 14. Dezember 1987 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Schuhen, Lederwaren aller Art, Textilien, Bekleidungsartikel aller Art und Sportartikeln. Gegenstand des Unternehmens ist außerdem der Handel mit Dekoaccessoires, Wohnaccessoires, Möbel aller Art, Gartenmöbel, Geschenkartikel, Schmuck und Kunstobjekte. Gegenstand des Unternehmens ist ferner der Handel mit Spirituosen und Getränken sowie der Betrieb eines Cafés / Bar. Gegenstand des Unternehmens sind des Weiteren Werbeagentur-Dienstleistungen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden zwei neue Filialen eröffnet, die Standorte Karlsruhe und Offenburg. Hieraus ergeben sich im Eröffnungsjahr besondere Auswirkungen auf/in Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebricht. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Erstellung des Jahresabschlusses der Bödeker GmbH erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG). Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags der Gesellschaft zu beachten. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB auf. Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung und Offenlegung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und pro rata temporis linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und pro rata temporis linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 netto werden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderung dauerhaft ist. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermö-gen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit, Preisherabsetzungen sowie anderen Gründen, insbesondere dem modischen Risiko ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Die liquiden Mittel der Gesellschaft werden mit ihrem Nominalbetrag ausgewiesen und sind durch Kassen- und Kontoauszüge zum Bilanzstichtag nachgewiesen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt: 1. pauschale durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren 2. durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % (im Vorjahr: 1,78 %), der von der Deutschen Bundesbank bekannt gemacht wurde 3. Rententrend von 0 % bzw. 1 % 4. Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zutreffend eingeschätzt werden kann, sind folgende Angaben zu beachten: IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 sind aus der nachfolgenden Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ersichtlich.
Die von der Gesellschaft genutzten Grundstücke und Gebäude sind angemietet. Die teilweise bestehende steuerliche Betriebsaufspaltung i.Z.m. der BÖ Maximilianstraße GbR wurde Ende 2023 durch gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen aufgelöst. 2. Vorräte Der Festwert für den geringen, seit mehreren Geschäftsjahren relativ gleichbleibenden Bestand an Roh- Hilfs und Betriebsstoffen beträgt TEUR 10. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und einer verlustfreien Bewertung zugeführt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen wurden durch angemessene Abwertung berücksichtigt. 3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 0). Die Restlaufzeit ist kleiner 1 Jahr. 4. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit-Method) gebildet. Für die Verrechnung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt (§ 285 Nr. 25 HGB):
Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zu einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 14.289. In Höhe dieses Unterschiedsbetrags besteht eine Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
5. Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden nachfolgend die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitsspiegel zusammengefasst dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 2.215 durch private Sicherheiten gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die übliche Eigentumsvorbehalte. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von rund EUR 16,0 Mio. (Vj.19,4 Mio. EUR). Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen nahezu ausschließlich Mietverpflichtungen aus Mietverträgen. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt. Die Aufgliederung der Umsätze wurde unter Bezug auf § 288 II HGB unterlassen. Für den Abschlussprüfer der Bödeker GmbH wurden im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 15 Honorar als Aufwand erfasst. Der gesamte Betrag fiel auf die Abschlussprüfungsleistungen. VI. Sonstige Pflichtangaben Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 213 (Vj: 183) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 69 (Vj. 65) Mitarbeiter in Vollzeit und 145 (Vj. 118) Mitarbeiter in Teilzeit angestellt. Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung der Bödeker GmbH durch die einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer: - Herrn Peter Bödeker, Kaufmann, Speyer - Frau Gisela Merl-Bödeker, Kauffrau, Speyer - Herrn Louis Bödeker, Kaufmann; Speyer (ab 20.12.2023) Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Für die Nichtangabe der Gesamtbezüge der Geschäftsleitung wird § 286 IV HGB in Anspruch genommen. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. sonstige Berichtsbestandteile
Speyer, 23. August 2024 Peter Bödeker, Geschäftsführer Gisela-Merl Bödeker, Geschäftsführerin Louis Bödeker, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 18.11.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Bödeker GmbH: Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Bödeker GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Bödeker GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h.: Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle." Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerkes außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf meiner vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor meiner erneuten Stellungnahme, sofern hierbei mein Bestätigungsvermerk zitiert oder auf meine Prüfung hingewiesen wird.
Aachen, den 15. November 2024 Lothar Kühnast, Wirtschaftsprüfer |
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