KAPP GmbH & Co. KG
96450 Coburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
O***** H******* seit 8.10.2021 | Prokura |
A****** P**** seit 17.2.2017 | Prokura |
M***** K********* seit 27.1.2015 | Prokura |
G****** C**** seit 30.10.2012 | Kommanditist |
P****** S***** seit 30.10.2012 | Kommanditist |
M****** C**** seit 30.10.2012 | Kommanditist |
D*** C**** seit 30.10.2012 | Kommanditist |
F**** C**** seit 30.10.2012 | Kommanditist |
F****** S***** seit 30.10.2012 | Kommanditist |
D******* C********* seit 31.3.2004 | Kommanditist |
v****** S*********** R***** S***** seit 31.3.2004 | Kommanditist |
M***** A**** O*** K*** seit 31.3.2004 | Kommanditist |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
10 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
5 von 10 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 90.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KAPP GmbH & Co. KGCoburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen Die KAPP GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Coburg ist Holding im KAPP NILES Firmenverbund. Dieser ist ein weltweit führender Hersteller von Maschinen und Werkzeugen zur Feinbearbeitung von Verzahnungen und Profilen sowie hochpräziser Messtechnik. Die Gruppe verfügt in Deutschland über Produktionswerke in Coburg, Berlin und Großostheim. Die weiteren im Ausland befindlichen Standorte sind in den USA, Brasilien, Japan, China, Italien und seit Anfang 2020 auch in Indien. Damit ist KAPP NILES weltweit präsent. Die Absatzmärkte sind ebenfalls über den Globus verteilt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden mit fast 85% (Vorjahr 81%) wieder die meisten Umsätze im Ausland getätigt; wichtigste Region war auch in diesem Geschäftsjahr Asien mit seinem Schwerpunktmarkt China. Branchenseitig verteilte sich der Umsatz nahezu ausgewogen auf die Bereiche Industrie (aktuell 51% nach 55 % im Vorjahr) und Automotive (aktuell 49% nach 45% im Vorjahr). Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bekamen trotz der auslaufenden Corona-Pandemie durch den seit Februar 2022 eskalierten Russland-Ukraine-Konflikt einen neuen Dämpfer mit noch nicht absehbaren Folgen auf die Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Materialien und Energie. Darüber hinaus gehende Negativauswirkungen bleiben abzuwarten. Nach den Branchenzahlen des "Vereines Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken/VDW" zeigte die spanende deutsche Werkzeugmaschinenindustrie, zu der auch KAPP NILES zu zählen ist, im Kalenderjahr 2021 auf der Umsatzseite einen leichten Anstieg zum Vorjahr um 3%. In den ersten 6 Monaten des laufenden Kalenderjahres verstärkte sich diese positive Entwicklung und erhöhte sich auf +11%. Der Auftragseingang konnte seinen deutlichen Anstieg aus dem 1. Halbjahr 2021 auch im gesamten Kalenderjahr 2021 mit +65% gegenüber Vorjahr bestätigen. Dabei lagen die Inlandsorder bei +69% und die Auslandsnachfrage bei +64% über dem schwachen Vorjahreswert. Auch im 1. Halbjahr 2022 blieb der positive Trend bestehen, zeigte aber schon mit +40% eine leicht rückläufige Tendenz. Ertragslage Der Umsatz des KAPP NILES-Konzerns erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr € 165,8 Mio. und lag damit rund 50% über dem Wert des Vorjahres und auch über dem Planziel. Hierzu trug insbesondere das stabile Maschinengeschäft mit 77%, die Werkzeuge mit 11% und der Bereich Service/Ersatzteile mit 12% bei. Der Rohertrag in Prozent der Leistung lag um 1 Prozentpunkt unter dem Vorjahreswert. Der Personalaufwand war absolut € 7,1 Mio. höher als im Vorjahr, womit sich die Quote bei einer erhöhten Leistung auf 30,9% reduzierte. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter stieg im Geschäftsjahr um 1,7% an. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis konnte gegenüber Vorjahr, trotz einer außerordentlichen Wertminderung auf eine sonstige Ausleihung in Höhe von T€ 585, um 45% verbessert werden. Die insgesamt gute Geschäftsentwicklung führte in der Summe über alle Einzelgesellschaften zu einem EBT von € 3,9 Mio. (Vorjahr € -7,1 Mio.) und lag damit besser als Plan. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme lag mit € 150,7 Mio. um € 17,1 Mio. über dem Vorjahreswert. Das Anlagevermögen ist um € 1,3 Mio. angewachsen. Das Net Working Capital, also die Summe aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erreichte anarbeitungsbedingt € 79,6 Mio. und lag damit über Vorjahr (+3,2%). Die liquiden Mittel lagen mit € 16,0 Mio. deutlich über dem Wert des Vorjahres. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen € 25,0 Mio.; davon haben 23% eine Restlaufzeit kleiner als ein Jahr. Das wirtschaftliche Eigenkapital (Eigenkapital laut Handelsbilanz zzgl. Gesellschafterkonten sowie der stillen Beteiligung) erreichte mit 68% der Bilanzsumme einen zwar um 7 Prozentpunkte niedrigeren Wert als vor einem Jahr, liegt damit aber immer noch auf gutem Niveau. Die Finanzlage des Konzerns stellte sich unverändert solide dar. Neben den liquiden Mitteln in Höhe von € 16,0 Mio. verfügte der Konzern über Liquiditätsreserven aus nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien in Höhe von € 13,0 Mio. Die Geschäftsleitung beurteilt die wirtschaftliche Lage angesichts der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen insgesamt als gut. Mitarbeiter Die Anzahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende) lag mit 722 Personen per 30. Juni 2022 um 27 Mitarbeiter unter dem Vorjahresniveau. Die befristeten Arbeitsverhältnisse erhöhten sich demgegenüber auf 53 (Vorjahr 24). Als nicht-finanzielle Steuergrößen werden regelmäßig Personalkennzahlen ermittelt, wie z.B. die Entwicklung der Beschäftigtenzahl bzw. des Krankenstandes pro Kostenstelle. Um geänderten Anforderungen an Qualifikationen und dem technologischen Wandel zu begegnen, stellen Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter einen Schwerpunkt der Personalmaßnahmen dar. Forschung und Entwicklung Bei KAPP NILES lag der Schwerpunkt auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in der Weiterentwicklung der neuen Maschinenplattform 1, wo die Baureihe nach der KNG 350 Expert jetzt um die KNG 350 Flex und die KNG 350 Flex HS erweitert wird. Die HS-Maschine ermöglicht dabei mit ihrer Hochgeschwindigkeitsspindel die Anwendung kleiner Werkzeuge zur Bearbeitung störkantenbehafteter Bauteile. Weitere Entwicklungskapazitäten flossen in die Ausarbeitung eines Maschinenüberwachungssystems (Process Monitoring / Condition Monitoring). Risiko- und Chancenbericht Durch die internationale Ausrichtung sind die Früherkennung von Chancen und Risiken sowie daraus abzuleitende Maßnahmen wichtige Bestandteile der Unternehmensführung. In einer Richtlinie sind dazu im Rahmen eines Risikomanagementsystems entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen definiert. Die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit dieses Systems sind fester Bestandteil regelmäßiger Prüfungen, und die Erkenntnisse daraus werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Systems berücksichtigt. Chancenseitig sind weiterhin die gut im Markt angenommenen Produkte sowie die weltweite Vertriebspräsenz zu nennen. Risikoseitig schlagen der hohe Anteil an Geschäft mit China, die zwar erfreulich reduzierte aber noch bestehende Abhängigkeit vom Bereich "Automotive" und seit Februar 2022 die Auswirkungen aus dem Russland-Ukraine-Konflikt zu Buche. Erfreulicherweise hat dieser Konflikt kaum Auswirkungen auf unseren Auftragseingang, der überwiegend in anderen Regionen dieser Welt generiert wird und sich aktuell unverändert hoch auch in der positiven Umsatzerwartung für das Planjahr 2022/23 niederschlägt. Es ist aber aufgrund der nach wie vor aktuellen Lieferkettenproblematik und der eingeschränkten Verfügbarkeit von Materialien weiterhin mit terminlichen Projektverschiebungen zu rechnen. Die Auswirkungen der EU-Sanktionen gegenüber Russland, die extrem stark gestiegenen Energiepreise und das Eintreten einer potentiellen Energiemangellage in den Wintermonaten bleiben zudem abzuwarten. Ausblick auf das neue Geschäftsjahr Im neuen Geschäftsjahr sind weiterhin die Kapazität, die Materialverfügbarkeit und neu die Energieverfügbarkeit in Verbindung mit stark gestiegenen Preisen auf der Einkaufsseite die "Hauptengpassfaktoren". Für die Planung des Geschäftsjahres 2022/23 wird auf Basis der guten Auftragseingänge im ersten Halbjahr 2022 und der weiterhin sehr positiven Projekt-/Auftragslage von einem anziehenden Geschäftsverlauf ausgegangen. Wir prognostizieren daher für Umsatz und Ergebnis vor Steuern (EBT) eine starke Steigerung. Darüber hinaus werden der Aufbau bzw. die Einführung eines integrierten Managementsystems (KNIMS) nach ISO 9001 / ISO 14001 / ISO 45001 fortgesetzt.
Coburg, den 23. November 2022 Die Geschäftsführung Gez. Michael Kapp Gez. Matthias Kapp Gez. Michael Bär Gez. Helmut Nüssle Konzernbilanz zum 30. Juni 2022AKTIVSEITE
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022A. Allgemeine Angaben 1. Allgemeine Angaben zum Mutterunternehmen Die KAPP GmbH & Co. KG, Callenberger Str. 52, 96450 Coburg, hat ihren Sitz in Coburg und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Coburg (Reg.-Nr. HRA 184) eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie den einschlägigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrages. Die Einzelabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften wurden auf Grundlage einheitlicher Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches bilanziert und bewertet (Handelsbilanz II) und übereinstimmend auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 3. Angaben zum Konsolidierungskreis Einbezogen in den Konzernabschluss sind die Firmen - KAPP GmbH & Co. KG, Coburg (Konzernobergesellschaft), - KAPP Werkzeugmaschinen GmbH, Coburg, - NILES Werkzeugmaschinen GmbH, Berlin, - KAPP NILES GmbH & Co. KG, Coburg, - KAPP Technologie GmbH, Coburg und - KAPP NILES Metrology GmbH, Großostheim. Die genannten Tochtergesellschaften bzw. die Muttergesellschaft haben die gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB für Kapitalgesellschaften und gleichgestellte Personenhandelsgesellschaften geltenden Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschriften erfüllt und verzichten deshalb auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen einschließlich Lagebericht. 4. Nicht in den Konzern einbezogene Unternehmen Die KAPP Verwaltungs-GmbH, Coburg und die BITEK s.r.l., Gallarate/Italien, werden aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen, weil ihr Jahresergebnis und ihre Umsatzerlöse nur etwa 1 % des Konzernergebnisses bzw. des Konzernumsatzes ausmachen. Ebenfalls nicht einbezogen in den Konsolidierungskreis werden aufgrund eines vertraglichen Ausschlusses hinsichtlich des beherrschenden Einflusses gemäß § 290 Abs. 2 HGB die folgenden ausländischen Tochtergesellschaften: - KAPP GRINDING INC., USA, - KAPPTEC LTDA., Brasilien, - KAPP ASIA TECHNOLOGIES (JIASHAN) CO., LTD., China, - KAPP NILES INDIA TECHNOLOGIES PVT. LTD., Indien - KAPP JAPAN TECHNOLOGIES CO., LTD., Japan und - Chongqing Sino-German Smart Factory Solutions Co., Ltd., China. 5. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Bei der Kapitalkonsolidierung wurde die Neubewertungsmethode gem. § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB angewendet (Vollkonsolidierung). Dabei erfolgte die Verrechnung mit dem Eigenkapital auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der einzubeziehenden Tochterunternehmen. Unterschiedsbeträge gemäß § 301 Abs. 1 HGB aus der Verrechnung zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligungen und dem Zeitwert des jeweiligen anteiligen Eigenkapitals bestehen nicht. Die Schuldenkonsolidierung erfolgte nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgte gem. § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinsen und ähnliche Erträge wurden ebenfalls mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Zwischenergebniseliminierungen ergaben sich nicht. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das immaterielle Anlagevermögen und die Sachanlagen werden nach Maßgabe des § 253 HGB zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Anzahlungen wurden dabei im Wesentlichen für Investitionen in den eigenen Maschinenpark, in Verbindung mit Kundenmaschinen (Verkleidungen, Automation) und für eine Ersatzinvestition im Energiebereich geleistet. Abschreibungen werden grundsätzlich linear pro rata temporis über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Wirtschaftsgüter, die unter den Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG fallen, werden jeweils mit 20 % im Zugangsjahr und in den Folgejahren abgeschrieben. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Die Finanzanlagen werden höchstens zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht niedrigere Wertansätze geboten sind. Voraussichtlich dauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Die Finanzanlagen beinhalten im Wesentlichen Anteile an verbundene Unternehmen und Ausleihungen an verbundene und nahestehende Unternehmen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Marktpreis. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten nach der gleitenden Durchschnittsmethode bewertet. Notwendige Abschläge erfolgen nach Maßgabe der Verwertbarkeit der einzelnen Vermögensgegenstände. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse sowie von eigengefertigten Teilen erfolgt auf der Grundlage der Herstellungskosten. Lagerhüter werden in angemessenem Umfang abgewertet. Die Herstellungskosten von eigengefertigten Teilen und Baugruppen umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der zugehörigen Gemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebs werden nicht berücksichtigt. Notwendige Abschläge erfolgen nach Maßgabe der Verwertbarkeit der einzelnen Vermögensgegenstände. Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind offen von den Vorräten abgesetzt und werden zum Nennwert ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch entsprechende Abwertungen Rechnung getragen. Die sonstigen Wertpapiere umfassen nicht frei verfügbare Bankguthaben und Wertpapiere zur Sicherung von Verpflichtungen aus Zeitwertguthaben der Mitarbeiter. Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert. Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nominalwert. Rückstellungen werden für alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit den notwendigen Erfüllungsbeträgen gebildet. Die Pensionsverpflichtungen wurden nach § 249 Abs. 1 HGB i. V. m. § 253 HGB unter Anwendung des Anwartschaftsdeckungsverfahrens mit einem Rechnungszins von 1,79 % (im Vorjahr 2,12 %) (Durchschnittszins der letzten 10 Jahre) unter Berücksichtigung einer Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt. Der Rententrend wurde mit 1,8 % analog zum Vorjahr angesetzt. Gehaltssteigerungen und Fluktuation sind nicht berücksichtigt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 219. Mit der Pensionsrückstellung wurde der Zeitwert aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 3.569 verrechnet. Dieser Betrag entspricht bei verpfändeten Rückdeckungsversicherungen den Anschaffungskosten. Es wurden Aufwendungen aus der Aufzinsung von T€ 99 erfasst. Der Erfüllungsbetrag beläuft sich auf T€ 4.774 (im Vorjahr T€ 4.801). Die Rückstellungen für die Verpflichtung aus betrieblichen Altersteilzeitregelungen werden nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelt. Sie sind mit dem Anwartschaftsbarwert bewertet. Der verwendete Rechnungszins liegt bei durchschnittlich 0,43 % (im Vorjahr 0,44 %) (Durchschnittszins der letzten 7 Jahre) auf Basis durchschnittlicher Restlaufzeiten von 2,99 Jahren. Es wird weiterhin ein Gehaltstrend von 2,0 % angenommen und es werden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungen für bereits entstandene Lohn-, Gehalts- und Urlaubsansprüche, Instandhaltungskosten, Abschluss- und Prüfungskosten, Gewährleistungen, Inbetriebnahme-Verpflichtungen für Maschinen, die zum Bilanzstichtag bereits ausgeliefert waren, ausstehende Rechnungen und sonstige Kosten. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Gegenüber dem Vorjahr sind keine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgt. 2. Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen im Geschäftsjahr Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel, der Bestandteil dieses Anhangs ist, zu entnehmen. 3. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles erfasst. Bei einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden sie mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet; bei Restlaufzeiten über einem Jahr und Kursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips. 4. Aufstellung der Finanzanlagen gemäß § 313 Abs. 2 HGB Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient.
* Die NILES Werkzeugmaschinen GmbH wird vollkonsolidiert aufgrund § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB. 5. Entwicklung der Konzernrücklagen Die Eigenkapitalentwicklung im Geschäftsjahr ist aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich. Die Rücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
(Vgl. Konzern-Eigenkapitalspiegel in der Anlage) 6. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Gegenüber Gesellschaftern bestanden am Bilanzstichtag Verbindlichkeiten von T€ 2.154 (im Vorjahr T€ 1.864). 7. Langfristige Verbindlichkeiten und Sicherheiten Langfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 3.686, resultierend aus einem Erbpachtvertrag mit dem Land Berlin mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2064. Die Bankverbindlichkeiten sind durch Grundschulden in Höhe von T€ 4.602 (= TDM 9.000) und durch notariell abgetretene Eigentümer-Briefgrundschulden in Höhe von T€ 5.000 abgesichert. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. 8. Disagio In den Rechnungsabgrenzungsposten ist kein Disagio enthalten. 9. Konzerneigenkapital Die Eigenkapitalentwicklung im Geschäftsjahr ist aus dem Konzerneigenkapitalspiegel ersichtlich. Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Konzernergebnisses aufgestellt. Der dem Mutterunternehmen zuzurechnende Bilanzgewinn zum Bilanzstichtag ergibt sich wie folgt:
Die Konzernrücklagen und der Konzernbilanzgewinn betragen zum Bilanzstichtag 30. Juni 2022 T€ 72.817 und stehen für Ausschüttungszwecke nur zum Teil zur Verfügung. Ausschüttungsgesperrt ist ein Betrag in Höhe von T€ 219. 10. Finanzderivate Zur Absicherung von Risikopositionen aus Währungs- und Zinsschwankungen werden auch derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte und Zinsswaps eingesetzt. Die Sicherungsgeschäfte decken Zinsänderungsrisiken aus gebuchten Grundgeschäften (Fremdfinanzierungen) und Währungsrisiken aus schwebenden Lieferungs- und Leistungsgeschäften ab. Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 10 Devisentermingeschäfte abgeschlossen, deren Laufzeit über den Bilanzstichtag hinaus andauert. Aus insgesamt 10 USD-Verkaufspositionen (mit einem Gesamtvolumen von TUSD 3.896) sind per 30. Juni 2022 nicht realisierte Verluste von rd. T€ 256 zu erwarten. Die beizulegenden Zeitwerte werden nach der Marktpreisbewertung ermittelt. Es wird kurzfristig mit einem vollen Ausgleich der gegenläufigen Wertveränderungen gerechnet. 11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Mittelbare Pensionsverpflichtungen der Unterstützungskasse der Unternehmensgruppe KAPP e.V. betragen rund T€ 12.073. Die Summe aller finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen betrug zum 30.06.2022 rund T€ 3.536, aus Mietverträgen T€ 119. Die Summe der Verpflichtung aus Bürgschaften betrug zum 30.06.2022 T€ 22.721. Für gewährte Bankdarlehen haftet der Konzernverbund gesamtschuldnerisch in Höhe von T€ 25.049. Zudem bestehen weitere Darlehen von nahestehenden Unternehmen mit gesamtschuldnerischer Haftung in Höhe von T€ 171 sowie Mithaftungen als Mit-Leasingnehmer über T€ 26. Aufgrund der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verpflichtungen, von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird daher als gering eingeschätzt. D. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Gliederungsverfahren Aufbau und Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB. 2. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse i. H. v. T€ 165.842 (Vorjahr T€ 111.932) gliedern sich nach Sparten in den regionalen Märkten wie folgt:
3. Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung oder Größenordnung Aufgrund voraussichtlicher dauernder Wertminderung wurde eine sonstige Ausleihung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Aufwendungen betragen hierfür € 0,6 Mio. E. Kapitalflussrechnung Die flüssigen Mittel umfassen die Kassenbestände und sofort verfügbare Bankguthaben. Sie sind zum Nominalwert bilanziert und entsprechen dem in der Kapitalflussrechnung angegebenen Finanzmittelfonds. F. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wird durch die Firma KAPP Verwaltungs-GmbH, Coburg, als Komplementärin wahrgenommen; das gezeichnete Kapital beträgt T€ 56. Sie wird durch ihre Geschäftsführer tätig: Herrn Dipl.-Ing. (TU) Michael Kapp, Coburg, Herrn Dipl.-Ing. (TU) Matthias Kapp, Coburg, Herrn Dipl.-Betriebswirt (FH) Michael Bär, Rödental und Herrn Dipl.-Betriebswirt (FH) Helmut Nüssle, Coburg Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2021/22 betragen insgesamt T€ 1.794. 2. Beirat Die Gesellschaft kann gem. § 23 des Gesellschaftsvertrages einen Beirat bilden. Der Beirat war im Berichtsjahr mit folgenden Personen besetzt: Herrn Dipl.-Ing. (TU) Martin Kapp, Coburg (Vorsitzender) Herrn Dr. Thomas Bucksteeg, München (stellvertretender Vorsitzender) Herrn Klaus Winkler, Nürtingen. Die Bezüge der Beiratsmitglieder betragen T€ 30. 3. Mitarbeiter Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 706 Mitarbeiter beschäftigt, davon 323 gewerbliche Mitarbeiter und 383 Angestellte. 4. Honorare des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf T€ 297,5 und schlüsselt sich wie folgt auf:
G. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2021/22 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Coburg, 23. November 2022 KAPP GmbH & Co. KG Geschäftsführung Gez. Michael Kapp Gez. Matthias Kapp Gez. Michael Bär Gez. Helmut Nüssle Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022 (Anlage zum Anhang)
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021/2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KAPP GmbH & Co. KG, Coburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der KAPP GmbH & Co. KG, Coburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30.06.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der KAPP GmbH & Co. KG, Coburg, für das Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30.06.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fürth, den 23. November 2022 Rödl
& Partner GmbH
gez. Dr. Leuner, Wirtschaftsprüfer gez. Pietz, Wirtschaftsprüfer Billigung des KonzernabschlussesDatum der Billigung des Konzernabschlusses zum 30. Juni 2022: 23.11.2022 |
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