Neue Pressegesellschaft mbH

Rosenstraße 24, 73033 Göppingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 530397
Eingetragen
1.7.1974
Branche
Verlegen von ZeitungenBeteiligungsgesellschaftenVerlegen von Zeitschriften
Gegenstand
1. Gegenstand des Unternehmens sind alle Geschäfte auf dem Gebiet der Presse, der Publizistik und der Massenmedien, insbesondere der Verlag von Tageszeitungen, sowie die Vornahme aller Geschäfte, welche hiermit unmittelbar oder mittelbar zusammenhängen oder dem Unternehmenszweck dienlich sind. 2. Die Gesellschaft kann ihre Tätigkeit darauf beschränken, für Unternehmen mit dem Unternehmenszweck nach Abs. 1 die Geschäftsführung und/ oder Verwaltung zu übernehmen und sich an solchen Unternehmen (Beteiligungsgesellschaft) zu beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Herbert Dachs
seit 28.8.2025
Geschäftsführer
Tilo Schelsky
seit 21.9.2020
Geschäftsführer
Matthias Bikowski
seit 14.12.2018
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
13.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Neue Pressegesellschaft mbH

Göppingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernbilanz für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.601.974,19 20.981.022,67
2. Firmenwert 1.114.959,58 1.625.601,57
3. Geleistete Anzahlungen 947.498,99 22.664.432,76 710.122,14 23.316.746,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.706.762,69 13.854.045,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.960.193,00 9.476.951,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.973.841,45 3.978.497,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.758.250,23 34.399.047,37 3.015.794,97 30.325.289,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.065.224,60 1.155.543,14
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 12.925.432,99 13.439.335,45
3. Beteiligungen 3.916.130,80 3.956.081,84
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 671.899,06 19.578.687,45 361.935,44 18.912.895,87
76.642.167,58 72.554.932,04
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.073.899,78 3.995.214,91
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 18.000,00 56.500,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 287.109,78 2.379.009,56 411.573,22 4.463.288,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.745.865,79 8.332.238,43
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 172.447,46 860.158,32
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.462.098,77 6.140.816,97
4. Sonstige Vermögensgegenstände 7.283.146,01 22.663.558,03 7.924.566,11 23.257.779,83
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 17.538.984,56 28.382.525,82
42.581.552,15 56.103.593,78
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.241.115,52 1.783.023,11
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 151.656,00 0,00
E. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 0,00 52.028,91
121.616.491,25 130.493.577,84

PASSIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Konzerngewinnvortrag 981,98 960,52
III. Konzernjahresüberschuss 735,25 21,46
IV. Nicht beherrschende Anteile 44.470.196,24 46.712.430,69
44.497.913,47 46.739.412,67
B. UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER KAPITALKONSOLIDIERUNG 5.215.034,55 5.582.767,56
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.861.316,44 11.265.731,00
2. Steuerrückstellungen 2.225.938,76 3.021.430,33
3. Sonstige Rückstellungen 10.383.539,07 11.338.047,88
23.470.794,27 25.625.209,21
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 359.047,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.704.532,96 4.979.928,87
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.479.088,12 7.230.472,09
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 29.135.202,45 27.636.446,26
5. Sonstige Verbindlichkeiten 4.550.698,68 9.318.213,70
- davon aus Steuern: TEUR 2.246 (Vorjahr: TEUR 1.872) - 45.869.522,21 49.524.107,92
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 12) -
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 993.239,82 1.062.969,76
F. PASSIVE LATENTE STEUERN 1.569.986,93 1.959.110,72
121.616.491,25 130.493.577,84

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 251.735.588,58 245.968.265,02
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -38.500,00 0,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.470.860,00 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 6.076.567,59 4.661.556,52
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 13.974.353,46 15.709.671,80
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 105.987.826,98 119.962.180,44 96.031.828,99 111.741.500,79
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 72.004.905,37 69.744.922,28
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 14.487.026,08 86.491.931,45 14.858.749,89 84.603.672,17
- davon für Altersversorgung: TEUR 746 (Vorjahr: TEUR 1.797) -
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 11.316.087,19 11.727.789,66
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 32.001.763,80 28.517.281,03
9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.981.600,13 4.417.487,59
10. Erträge aus Beteiligungen 730.691,71 832.148,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 208 (Vorjahr: TEUR 448) -
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 17.543,89 21.045,72
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 863.670,16 177.308,94
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 306.000,00
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.038.414,59 807.578,32
15. Steuern vom Ertrag 706.090,01 1.486.869,71
- davon Erträge aus latenten Steuern TEUR 541 (Vorjahr: TEUR 529) -
16. Ergebnis nach Steuern 11.321.554,58 16.887.120,11
17. Sonstige Steuern 568.160,33 356.746,50
18. Konzernjahresüberschuss vor nicht beherrschenden Anteilen 10.753.394,25 16.530.373,61
19. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn 10.752.659,00 16.530.352,15
20. Konzernjahresüberschuss 735,25 21,46
2.555.091,30 4.334.411,93

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen, ist im Handelsregister in der Abteilung B des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer 530397 eingetragen.

Die Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen, ist die alleinige Komplementärin der Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG, Ulm, sowie der NPG Immobilien GmbH & Co. KG, Ulm. Es wurden die Vorschriften der §§ 290 ff. HGB in der jeweils gültigen Fassung angewandt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Konsolidierungskreis/assoziierte Unternehmen

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen und die assoziierten Unternehmen ergeben sich aus der nachfolgenden Aufstellung des Anteilsbesitzes.

Das bislang nicht konsolidierte Tochterunternehmen NPG Immobilien GmbH & Co. KG, Ulm, wurde zum 1. Januar 2023 vollkonsolidiert. Aus der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns.

Die NPG Druckhaus GmbH & Co. KG, Ulm, wurde zum 1. Mai 2022 vollkonsolidiert. Zur besseren Vergleichbarkeit der Ertragslage werden die Auswirkungen wie folgt angegeben:

2023
TEUR
Umsatzerlöse 909
Materialaufwand 1.162
Personalaufwand 485
Sonstige betriebliche Aufwendungen -628

Die Lehnen Markenreich GmbH, Neu-Ulm, wurde zum 31. Dezember 2022 vollkonsolidiert.

Zur besseren Vergleichbarkeit der Ertragslage werden die Auswirkungen wie folgt angegeben:

2023
TEUR
Umsatzerlöse 2.922
Materialaufwand 2.027
Personalaufwand 540
Sonstige betriebliche Aufwendungen 271

Die im Anteilsbesitz als "Nicht konsolidierte Tochterunternehmen" aufgeführten Gesellschaften (Seite 7 und 8) sind gemäß § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 einbezogen worden. Die Anschaffungskosten der Anteile an diesen Unternehmen wurden in der Konzernbilanz unter Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2023 sind acht assoziierte Gesellschaften gemäß § 311 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung zu fortgeführten Anschaffungskosten von insgesamt TEUR 347 bewertet.

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2023

Name Sitz Anteil am Kapital
Mutterunternehmen
Neue Pressegesellschaft mbH Göppingen
Konsolidierte Tochterunternehmen
Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG 1) Ulm 0,00
NPG Immobilien Gmbh & Co. KG 1) Ulm 0,00
Druckhaus Beteiligungs GmbH Ulm 100,00
NAK Neue Anzeigen und Kommunalblatt GmbH & Co. KG Ulm 100,00
Mediengesellschaft Donau-Iller GmbH + Co. KG Ulm 100,00
SÜDWEST PRESSE Neckar-Alb GmbH & Co. KG Metzingen 100,00
NPG Digital GmbH Ulm 100,00
Südwest Presse Data Service GmbH Ulm 100,00
KSU Kunden-Service-Center Ulm GmbH Ulm 100,00
SPL Südwest Presse Logistik GmbH Ulm 100,00
SÜDWEST-MAIL Brief + Service GmbH Ulm 100,00
SVH Schwäbisches Verlagshaus GmbH & Co. KG Ulm 100,00
Schwäbisches Verlagshaus Neu-Ulm GmbH Ulm 100,00
NPG Messe und Verwaltungs-GmbH Ulm 100,00
SMS SÜDWEST PRESSE Media Service GmbH Ulm 100,00
SÜDWEST PRESSE Hohenlohe GmbH & Co. KG Schwäbisch Hall 100,00
Zeitungsverlag Schwäbisch Hall GmbH Schwäbisch Hall 100,00
Frankfurter Mediengesellschaft mbH & Co. KG Frankfurt (Oder) 100,00
Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG Frankfurt (Oder) 100,00
Märkisches Medienhaus Redaktion GmbH Frankfurt (Oder) 100,00
Druckhaus Oberhavel GmbH Oranienburg 100,00
Märkisches Medienhaus Druck GmbH Frankfurt (Oder) 100,00
Märkisches Medienhaus Service GmbH Frankfurt (Oder) 100,00
MMH Media-Vermarktung GmbH Frankfurt (Oder) 100,00
BBR Brandenburgische Redaktionsgesellschaft mbH Frankfurt (Oder) 100,00
LR Medienverlag GmbH Cottbus 100,00
REGIO Print-Vertrieb GmbH Cottbus 100,00
Lausitzer VerlagsService GmbH Cottbus 100,00
LR Media-Verkaufsgesellschaft mbH Cottbus 100,00
Grundstücks- und Verwaltungsgesellschaft Gartenstraße GmbH + Co. KG Cottbus 100,00
LR Druckerei GmbH Cottbus 100,00
Neue Berliner Redaktionsgesellschaft mbH Berlin 100,00
Tailfinger Druckerei Heinrich Weidle GmbH & Co. KG Ulm 100,00
BWR Baden-Württembergische Redaktionsgesellschaft mbH Ulm 100,00
NPG Druckhaus GmbH & Co. KG Ulm 100,00
NPG Druckhaus Service GmbH Ulm 100,00
Lehnen Markenreich GmbH Neu-Ulm 100,00
Neue Berliner Rundfunk GmbH & Co. Kommanditgesellschaft Berlin 75,13

1) Einbeziehung in den Konzernabschluss gemäß § 290 Abs. 1 und § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB

Für die vorgenannten konsolidierten Tochterunternehmen werden die Befreiungsvorschriften hinsichtlich der Offenlegung nach § 264 Abs. 3 HGB (für Kapitalgesellschaften) und nach § 264b HGB (für Personengesellschaften) in Anspruch genommen, soweit auch alle anderen Voraussetzungen (insbesondere Einstands- bzw. Verlustübernahmeverpflichtungen) erfüllt werden.

Für folgende Tochterunternehmen wurde gemäß § 264 Absatz 3 HGB bzw. § 264b HGB auf die Erstellung eines Lageberichts im Einzelabschluss verzichtet:

Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG

Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG

SÜDWEST PRESSE Hohenlohe GmbH & Co. KG

SÜDWEST PRESSE Neckar-Alb GmbH & Co. KG

NPG Druckhaus GmbH & Co. KG

LR Medienverlag GmbH

REGIO Print-Vertrieb GmbH

Name Sitz Anteil am Kapital
%
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen
PZF Pressezustellservice Fürstenwalde GmbH Fürstenwalde 100,00
PZB Pressezustellservice Barnim GmbH Strausberg 100,00
PZU Pressezustellservice Uckermärker GmbH Schwedt/Oder 100,00
PZS Pressezustellservice Schlaube GmbH Eisenhüttenstadt 100,00
PZN Pressezustellservice Niederbarnim GmbH Bernau 100,00
PZE Pressezustellservice Eberswalde GmbH Eberswalde 100,00
PZO Pressezustellservice Oderland GmbH Frankfurt (Oder) 100,00
PZMH Mittelmark-Havelland GmbH Brandenburg an der Havel 100,00
Märkisches Medienhaus Verwaltungs GmbH Frankfurt (Oder) 100,00
Pressezustellservice Schwäbisch Hall GmbH Schwäbisch Hall 100,00
PZW Pressezustellservice West GmbH Metzingen 100,00
Pressezustellservice Neu-Ulmer Land GmbH Ulm 100,00
Pressezustellservice Alb-Blau GmbH Ulm 100,00
Pressezustellservice Ulm Stadt GmbH Ulm 100,00
Pressezustellservice Stauferland GmbH Göppingen 100,00
NBR-Beteiligungsgesellschaft mbH Berlin 100,00
Urban Amtsblatt Verwaltungs GmbH Ulm 100,00
Mediengesellschaft Donau-Iller-Geschäftsführungs-GmbH Ulm 100,00
Zeitungsverlag Hechingen GmbH Hechingen 100,00
SÜDWEST PRESSE Neckar-Alb Verwaltungs GmbH Metzingen 100,00
SÜDWEST PRESSE Hohenlohe Verwaltungsgesellschaft mbH Schwäbisch Hall 100,00
Pressezustellservice Limpurger Land GmbH Gaildorf 100,00
Georg Hauser GmbH Metzingen 100,00
PSH Pressezustellservice Hohenzollern GmbH Hechingen 100,00
PZU Pressezustellservice Ulm GmbH Ulm 100,00
Pressezustellservice Ulm/Neu-Ulm GmbH Ulm 100,00
Pressezustellservice Ulm Land GmbH Ulm 100,00
Pressezustellservice Donau-Iller GmbH Ulm 100,00
Pressezustellservice Mittlere Alb GmbH Münsingen 100,00
Pressezustellservice Staufen Nord GmbH Göppingen 100,00
Pressezustellservice Staufen Süd GmbH Göppingen 100,00
Pressezustellservice Staufen Mitte GmbH Göppingen 100,00
WBL Pressezustellservice GmbH Göppingen 100,00
Presse-Zustellservice Ulm/Ehingen GmbH Ulm 100,00
PZE Pressezustellservice Ehingen GmbH Ehingen 100,00
Pressezustellservice Hohenlohe GmbH Crailsheim 100,00
NPG Druckhaus Verwaltungsgesellschaft mbH Ulm 100,00
Frankfurter Mediengesellschaft Beteiligungen GmbH Frankfurt (Oder) 94,00
Südwest Presse GmbH Tübingen 57,79
ZG Lausitz GmbH Cottbus 100,00
Grundstücksentwicklungs- und Besitzverwaltungsgesellschaft Gartenstraße GmbH Cottbus 100,00
PZP Pressezustellservice Potsdam GmbH (vormals: Der Vertriebspartner Brandenburg GmbH) Potsdam 100,00
Neue Berliner Rundfunk Verwaltungs GmbH Berlin 75,13
Nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen
Agentur Frey GmbH & Co. KG Ulm 50,00
Geislinger Zeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Geislingen 50,00
Südwest Presse + Hapag-Lloyd Reisebüro GmbH & Co. KG Ulm 50,00
DHO Druckzentrum Hohenlohe-Ostalb GmbH & Co. KG Crailsheim 50,00
Schneider Direktmarketing GmbH & Co. KG Kiel 50,00
Schwäbisches Tagblatt GmbH Tübingen 49,00
Radio 7 Hörfunk GmbH + Co. KG Ulm 44,00
MSH Medien System Haus GmbH & Co. KG Stuttgart 20,00
medienzentrum Berlin GmbH & Co. KG Berlin 35,00
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete assoziierte Unternehmen
Geislinger Zeitung Verlagsgesellschaft mbH Ulm 50,00
Südwest Presse + Hapag Lloyd Reisebüro Verwaltungs GmbH Ulm 50,00
Schneider Beteiligungs GmbH Kiel 50,00
MV Hoyerswerda-Weißwasser Zustellservice GmbH Hoyerswerda 50,00
Lokal-Radio Cottbus GmbH Cottbus 34,80
MSH Medien System Haus Verwaltungsgesellschaft mbH Stuttgart 20,00
Märkische Pressevertriebs GmbH Oranienburg 50,00
medienzentrum Berlin Geschäftsführungs GmbH Berlin 35,00
Anteilsquote Eigenkapital Jahresergebnis
weitere Beteiligungen % TEUR TEUR
Druckzentrum Neckar-Alb GmbH & Co. KG, Reutlingen 16,0 19.197 1) 508 1)
Hermann Kuhn GmbH & Co. KG, Villingen-Schwenningen 9,1 278 1) -68 1)
Radio Regenbogen Hörfunk in Baden GmbH & Co. KG, Mannheim 7,0 1.777 1) 1.293 1)
PRISMA-Verlag GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Düsseldorf 3,5 2.060 1) 6.185 1)

1) Vorjahresabschlusswerte, da Jahresabschluss 31.12.2023 noch nicht vorliegt

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses (1. Januar 2000) bzw. nach der Neubewertungsmethode ab 2010. Die sich insgesamt aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden historischen Firmenwerte von TEUR 18.967 (Vorjahr TEUR 18.967) wurden aktiviert. Die Firmenwerte wurden bzw. werden gemäß der Nutzungsdauer über Zeiträume von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Diesem Zeitraum liegen insbesondere Faktoren wie die Nutzbarkeit der Kundenbeziehungen sowie Art und Dauer von Synergieeffekten zugrunde.

Aus der Konsolidierung der Unternehmen der MMH-Gruppe (Frankfurt/Oder) wurden zum 31. Dezember 2012 folgende stille Reserven im Rahmen der Neubewertungsmethode aufgedeckt und diese werden ab 2013 wie folgt abgeschrieben:

TEUR Nutzungsdauer Jahre
Verlagsrechte 10.408 7,5
Aborechte 14.571 10,0
Sachanlagen 1.416 5,0
26.395

Aus der Konsolidierung eines Erwerbs von zusätzlichen Anteilen an einem bereits vollkonsolidierten Unternehmen in 2014 und 2015 und der Erstkonsolidierung eines Unternehmens in 2015 wurden folgende stille Reserven im Rahmen der Neubewertungsmethode aufgedeckt und ab 2014 bzw. 2015 wie folgt abgeschrieben:

TEUR Nutzungsdauer Jahre
Aborechte in 2014 590 10,0
Aborechte in 2015 1.348 10,0

Aus der Konsolidierung der Unternehmen der LR-Gruppe (Cottbus) zum 1. Mai 2018 und der Konsolidierung eines Erwerbs von zusätzlichen Anteilen in 2019 wurden folgende stille Reserven im Rahmen der Neubewertungsmethode aufgedeckt und diese werden ab 2018 bzw. 2019 wie folgt abgeschrieben:

TEUR Nutzungsdauer Jahre
Aborechte 25.291 10,0
Verlagsrechte 1.594 7,5
Sachanlagen 1.010 20,0
27.895

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Die passivischen Unterschiedsbeträge von TEUR 5.215 (Vorjahr TEUR 5.583) wurden unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" ausgewiesen. Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung betrifft Gewinnthesaurierungen zwischen Gründung/Anteilserwerb und Erstkonsolidierung. Ein passivischer Unterschiedsbetrag aus einem Kauf in 2012 (historisch TEUR 785) wurde ab dem Erwerbszeitpunkt über die Restnutzungsdauer der nicht-monetären Vermögenswerte von 4 Jahren (letztmals in 2016) aufgelöst.

Im Rahmen der Equity-Bewertung wurden neun assoziierte Unternehmen nach der Buchwertmethode (§ 312 Abs. 1 HGB) zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses (1. Januar 2000) in den Konzernabschluss einbezogen. Die sich insgesamt aus der Equity-Konsolidierung ergebenden historischen aktivischen Unterschiedsbeträge von TEUR 19.389 (Vorjahr TEUR 19.389) wurden aktiviert und sind über vier bzw. fünf Jahre vollständig abgeschrieben worden. Die passivischen Unterschiedsbeträge von TEUR 695 (Vorjahr TEUR 695) wurden erfolgsneutral den nicht beherrschenden Anteilen (Gewinnrücklagen) zugeordnet und erhöhten gleichzeitig den Beteiligungsbuchwert, da die passivischen Unterschiedsbeträge darauf zurückzuführen sind, dass Gewinne der assoziierten Unternehmen vor dem Stichtag der Erstkonsolidierung thesauriert worden sind. Die Beteiligungsbuchwerte wurden um anteilige Jahresüberschüsse bzw. -fehlbeträge und Dividendenausschüttungen fortentwickelt.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungsgesellschaften aufgerechnet. Bei der Konsolidierung auftretende Aufrechnungsdifferenzen wurden erfolgswirksam behandelt. Die verbleibenden Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die nicht konsolidierten Konzernunternehmen.

Bei der Konsolidierung der Aufwands- und Ertragsposten sind die konzerninternen Umsätze zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wie auch die anderen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der Empfänger verrechnet worden.

Die in Vermögensgegenständen enthaltenen Zwischenergebnisse wurden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Hieraus ergaben sich aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 152. Der Steuersatz (Gewerbesteuer) des empfangenden Unternehmens beträgt rd. 13 %.

Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus der Aufdeckung der stillen Reserven im Rahmen der Kapitalkonsolidierung. Die Auflösung richtet sich nach der Abschreibung der neubewerteten Vermögensgegenstände und beträgt TEUR 389 in 2023. Der Steuersatz (Gewerbesteuer) beträgt rd. 13 %.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen bilanzieren zum 31. Dezember. Die Bewertung im Konzern erfolgte stetig nach einheitlichen Grundsätzen.

AKTIVA

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wurden bzw. werden gemäß der Nutzungsdauer über einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen überwiegend linear. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 (netto) wurden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die planmäßigen Abschreibungen werden über folgende Nutzungsdauern vorgenommen:

Nutzungsdauern
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2 bis 15 Jahre
Firmenwert 3 bis 10 Jahre
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden grundsätzlich zum anteiligen Reinvermögen bilanziert. Aktivische Unterschiedsbeträge/Firmenwerte wurden vor 2010 über vier Jahre und wurden ab 2013 über fünf Jahre abgeschrieben.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Tagespreisen, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse mit Herstellungskosten bewertet, in die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen sind. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Lagerrisiken und andere wertmindernde Umstände wurden durch Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit ihrem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen und das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel sind mit ihrem Nennwert ausgewiesen.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Es wurden vorausbezahlte Ausgaben abgegrenzt.

PASSIVA

Rückstellungen für Pensionen

In einem Fall erfolgte die Bewertung der Pensionsverpflichtung nach IDW RH FAB 1.021 wie wertpapiergebundene Zusagen zum Zeitwert der verpfändeten Lebensversicherungen von TEUR 304, da die Pensionszusage vollständig kongruent rückgedeckt und an den Pensionsempfänger verpfändet ist. Die laufenden Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung des Verpflichtungswerts von TEUR 34 wurden mit Zinserträgen aus den Rückdeckungsversicherungen von TEUR 34 saldiert und mit TEUR 0 unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Zum 1. Januar 2010 ergab sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG eine Unterdotierung. Die Gesellschaft hat sich für die Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB und einer Verteilung der erforderlichen Zuführung über den längstmöglichen Zeitraum von 15 Jahren entschieden. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag der Unterdotierung TEUR 59.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen gemäß versicherungsmathematischen Gutachten zum 31. Dezember 2023 basiert auf folgenden Parametern:

Zinssatz gemäß RückAbzinsV 12/2023 1,83 %
künftige Rentenanpassungen 1,8 % - 2,0 %
Bewertungsmethode PUC
Biologische Parameter Richttafeln 2018 G nach Heubeck

Der Zinsaufwand aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen beträgt insgesamt TEUR 242 und wurde im Finanzergebnis ausgewiesen. Der positive Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen bei Verwendung des 10-Jahres-Rechnungszinssatzes gegenüber der Bewertung bei Verwendung des bisherigen 7-Jahres- Rechnungszinssatzes ergibt, beträgt TEUR 89 (§ 253 Abs. 6 HGB).

Zur Abdeckung des Risikos wurden für Teilbeträge Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die verpfändet wurden. Dementsprechend ergibt sich gemäß § 246 Abs. 2 HGB folgender saldierter Ausweis in Bilanz und GuV (bezogen auf Teilbeträge der Pensionsrückstellungen):

TEUR
Pensionsverpflichtungen per 31.12.2023 (Teilbeträge) 674
Aktivwert (= Anschaffungskosten/beizulegender Zeitwert) Rückdeckungsversicherung (= Planvermögen) per 31.12.2023 613
Pensionsrückstellungen Bilanz (Teilbeträge) 61
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen (Teilbeträge) 27
Zinsertrag Planvermögen 18
Zinsaufwand GuV (Teilbeträge) 9

Der Konzern passiviert Pensionsverpflichtungen gegenüber Rentnern (TEUR 3.598) bzgl. der Gesellschaft NPG Druckhaus GmbH & Co. KG. Diesen Verpflichtungen, die im Außenverhältnis zu passivieren sind, steht im Innenverhältnis ein Ausgleichsanspruch gegen die Schwäbische Verlagshaus GmbH & Co. KG gegenüber. Der Ausgleichsanspruch von TEUR 3.598 ist unter den sonstigen Vermögensgegenständen aktiviert.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet worden.

Bei der Bewertung der Altersteilzeitrückstellungen wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:

Rechnungszins gemäß RückAbzinsV 12/2023 1,0 %
Einkommensdynamik p.a. 2,0 %

Es wurden verpfändete Wertguthaben nach § 246 Abs. 2 HGB in Höhe von TEUR 2.074 (Nominalwert = Anschaffungskosten/beizulegender Zeitwert) mit den Altersteilzeitrückstellungen von TEUR 2.553 zum 31. Dezember 2023 verrechnet. Im Finanzergebnis wurden hierfür Zinsaufwendungen von TEUR 12 mit Zinserträgen von TEUR 3 verrechnet.

Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wurde entsprechend den bis zum Bilanzstichtag angedienten Beträgen für jeden begünstigten Mitarbeiter einzeln berechnet. Der Rückstellungsbetrag wurde dann unter Abzinsung und unter Berücksichtigung eines Fluktuationsabschlags und anteiliger Sozialversicherungsbeiträge ermittelt. Die Abzinsung erfolgte mit einem Zinssatz von 1,74 %.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Es wurden vorausbezahlte Einnahmen abgegrenzt.

V. Angaben zur Bilanz

Entwicklung des Anlagevermögens - siehe gesonderte Datei

Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen hauptsächlich den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen vor allem sonstige Vermögensgegenstände.

sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge von TEUR 3.598 (2022 TEUR 3.817) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Konzernbilanzgewinn

Der Bilanzgewinn 2023 entspricht dem der Muttergesellschaft Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen.

Nicht beherrschende Anteile

Der Posten betrifft mit TEUR 43.839 (2022 TEUR 45.995) die Kommanditisten der Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG, Ulm, und enthält im Wesentlichen das Kommandit-kapital der Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG, sowie Rücklagen, Gewinn- und Verlust-vorträge und den anteiligen Konzernjahresüberschuss.

Verbindlichkeiten

Der Verbindlichkeitenspiegel stellt sich wie folgt dar:

Restlaufzeit Gesamt Gesamt
bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 359
(Vorjahr) (359) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.705 0 0 5.705 4.980
(Vorjahr) (4.980) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.479 0 0 6.479 7.231
(Vorjahr) (7.231) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 23.135 6.000 0 29.135 27.636
- davon gegenüber Gesellschaftern
2023 TEUR 21.970
2022 TEUR 21.184
(Vorjahr) (21.636) (6.000) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 3.081 712 758 4.551 9.318
(Vorjahr) (7.683) (718) (917)
Gesamt 38.400 6.712 758 45.870 49.524
(Vorjahr) (41.889) (6.718) (917)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten und die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ebenfalls überwiegend sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen hauptsächlich den Liefer- und Leistungsverkehr.

Latente Steuern aus Einzelabschlüssen (§ 274 HGB)

Es bestehen insbesondere Aktivlatenzen (vor allem bei immateriellen Vermögensgegenständen, Sach- und Finanzanlagen, Pensions- und sonstige Rückstellungen) und Passivlatenzen (immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) aus sogenannten Handelsbilanzen I. Saldiert ergeben sich Differenzen von TEUR 5.680 (Vorjahr TEUR 6.301), die zu aktiven latenten Steuern führen würden. Die maßgebenden Gewerbesteuersätze würden rd. 13 % betragen. Entsprechend dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 HGB wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden aufgrund des Wahlrechts nicht angesetzt.

Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen (§ 306 HGB)

Die aktiven latenten Steuern wurden im Berichtsjahr erstmals in Höhe von TEUR 152 zugeführt. Die passiven latenten Steuern haben sich auf TEUR 1.570 verringert. Die Veränderung betrifft in Höhe von TEUR 389 eine erfolgswirksame Auflösung.

VI. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen folgende aus der Bilanz nicht ersichtliche finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten:

fällig 2024 fällig 2025-2031 Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Miet- und Leasingverpflichtungen 1.857 2.253 4.110
Wartungs- und Dienstleistungsverträge 3.457 3.735 7.192
sonstige Verpflichtungen 24.392 37.076 61.468
29.706 43.064 72.770

Es bestehen Resteinzahlungsverpflichtungen für Kommanditeinlagen und bedungene Einlagen von TEUR 81.

VII. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen die Werbe- (TEUR 86.153, Vorjahr TEUR 84.670) und Vertriebserlöse (TEUR 111.971, Vorjahr TEUR 110.390) aus dem Verlagsgeschäft. In den Umsatzerlösen sind sonstige Erlöse (Mantelgebühren, Druck, Briefzustellung, sonstiges) mit TEUR 53.611 (Vorjahr TEUR 50.908) enthalten.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen sind enthalten in:

2023 2022
TEUR TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 1) 2.002 2.222
Personalaufwand 2) 572 732
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3) 679 470

1) insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Einzelwertberichtigungen sowie Erträge Abgang von Sachanlagen
2) vor allem Abfindungen und Sozialplankosten
3) insbesondere Forderungsverluste, Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen, Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen

Abschreibungen

In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 604 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

In den Abschreibungen auf Finanzanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 306) enthalten.

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der einmaligen Veräußerung von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1.800 enthalten. In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Umstrukturierung und Sozialplankosten in Höhe von TEUR 572 (Vorjahr TEUR 732) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr TEUR 60) Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 HGB (Aufstockung der Pensionsrückstellung).

Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

In den Erträgen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind Verluste aus assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 624 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

Zinserträge/Zinsaufwendungen

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

 

davon Erträge aus der Abzinsung TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0)

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

 

davon Aufwendungen aus der Aufzinsung TEUR 251 (Vorjahr TEUR 233)

VIII. Sonstige Angaben

Honorar

Das Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 208, für Steuerberatungsleistungen TEUR 100 und für sonstige Leistungen TEUR 31.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer hat betragen:

2023 2022
Angestellte 1.331 1.287
Lohnempfänger 147 137
Aushilfen 221 217
1.699 1.641

Gesellschaftsorgane

Geschäftsführung

In analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB erfolgen keine Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung.

Beirat

Die Beiratsvergütungen betrugen TEUR 176.

Bezüge früherer Geschäftsführer

Die an frühere Geschäftsführer bezahlten Ruhegehälter haben im Berichtsjahr TEUR 385 betragen. Die für diese Personengruppe gebildeten Pensionsrückstellungen betragen zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 3.598. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beinhaltet TEUR 0 für frühere Geschäftsführer. Die Unterdotierung beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 31 (ratierliche Zuführung des BilMoG-Effekts).

Nachtragsbericht

Mit Vertrag vom 23. August 2023 hat die NPG KG die restlichen 51% der Anteile an der ST GmbH zum 1. Januar 2024 erworben. Aus dem Erwerb und dem damit verbundenen Übergang von der Equity- zur Vollkonsolidierung werden im Wesentlichen folgende Effekte auf die Konzern-GuV erwartet: Umsatz +10%, Materialaufwand +10%, Personalaufwand +10%. Ergebnisauswirkungen in wesentlicher Höhe werden nicht erwartet. Aus der Erstkonsolidierung wird ein Anstieg der Bilanzsumme im mittleren einstelligen Millionenbereich erwartet. Demgegenüber steht ein Abgang von liquiden Mitteln zur Zahlung des Kaufpreises. Allerdings bringt die ST GmbH im Rahmen der Erstkonsolidierung flüssige Mittel, Wertpapiere sowie Pensionsrückstellungen in nicht unerheblichem Umfang ein.

Konzernbilanzgewinn/Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn 2023 entspricht dem der Muttergesellschaft Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen. Der Bilanzgewinn des Vorjahres von EUR 981,98 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresüberschuss 2023 von EUR 735,25 soll ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Göppingen, den 30. April 2024

Andreas Simmet

Matthias Bikowski

Tilo Schelsky

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 111.476.861,94 5.869.341,64 0,00 1.699,33 117.344.504,25
2. Firmenwert 34.200.841,47 0,00 0,00 0,00 34.200.841,47
3. Geleistete Anzahlungen 710.122,14 337.564,13 0,00 100.187,28 947.498,99
146.387.825,55 6.206.905,77 0,00 101.886,61 152.492.844,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 87.742.945,82 4,00 -494.654,00 5,25 87.248.290,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 52.957.831,47 0,00 494.654,00 0,00 53.452.485,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.790.342,22 1.949.329,32 0,00 867.698,80 24.871.972,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.015.794,97 6.757.455,26 0,00 15.000,00 9.758.250,23
167.506.914,48 8.706.788,58 0,00 882.704,05 175.330.999,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.155.543,42 909.681,46 0,00 0,00 2.065.224,88
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 33.283.001,78 838.788,41 0,00 1.352.690,87 32.769.099,32
3. Beteiligungen 6.645.704,84 453,00 0,00 188.552,75 6.457.605,09
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 361.935,44 309.963,62 0,00 0,00 671.899,06
41.446.185,48 2.058.886,49 0,00 1.541.243,62 41.963.828,35
355.340.925,51 16.972.580,84 0,00 2.525.834,28 369.787.672,07
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 90.495.839,27 6.248.390,12 1.699,33 96.742.530,06
2. Firmenwert 32.575.239,90 510.641,99 0,00 33.085.881,89
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
123.071.079,17 6.759.032,11 1.699,33 129.828.411,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 73.888.899,90 652.633,23 5,25 74.541.527,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 43.480.880,47 2.011.412,00 0,00 45.492.292,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.811.844,32 1.893.009,85 806.722,88 20.898.131,29
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
137.181.624,69 4.557.055,08 806.728,13 140.931.951,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,28 0,00 0,00 0,28
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 19.843.666,33 0,00 0,00 19.843.666,33
3. Beteiligungen 2.689.623,00 0,00 148.148,71 2.541.474,29
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
22.533.289,61 0,00 148.148,71 22.385.140,90
282.785.993,47 11.316.087,19 956.576,17 293.145.504,49
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.601.974,19 20.981.022,67
2. Firmenwert 1.114.959,58 1.625.601,57
3. Geleistete Anzahlungen 947.498,99 710.122,14
22.664.432,76 23.316.746,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.706.762,69 13.854.045,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.960.193,00 9.476.951,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.973.841,45 3.978.497,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.758.250,23 3.015.794,97
34.399.047,37 30.325.289,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.065.224,60 1.155.543,14
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 12.925.432,99 13.439.335,45
3. Beteiligungen 3.916.130,80 3.956.081,84
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 671.899,06 361.935,44
19.578.687,45 18.912.895,87
76.642.167,58 72.554.932,04

Konzerneigenkapitalspiegel 2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 31.12.2021 26 1 0 27
Sonstige Veränderungen 2) 0 0 0 0
Umbuchung des Vorjahresergebnisses 0 0 0 0
Dividenden/Gewinnauszahlungen 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
Stand 31.12.2022 26 1 0 27
Sonstige Veränderungen 2) 0 0 0 0
Umbuchung des Vorjahresergebnisses 0 0 0 0
Dividenden/Gewinnauszahlungen 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 1 1
Stand 31.12.2023 26 1 1 28
Nicht beherrschende Anteile Konzern-Eigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 31.12.2021 25.839 22.937 48.776 48.803
Sonstige Veränderungen 2) -1.666 0 -1.666 -1.666
Umbuchung des Vorjahresergebnisses 22.937 -22.937 0 0
Dividenden/Gewinnauszahlungen -16.928 0 -16.928 -16.928
Konzernjahresüberschuss 0 16.530 16.530 16.530
Stand 31.12.2022 30.182 16.530 46.712 46.739 1)
Sonstige Veränderungen 2) -244 0 -244 -244
Umbuchung des Vorjahresergebnisses 16.530 -16.530 0 0
Dividenden/Gewinnauszahlungen -12.750 0 -12.750 -12.750
Konzernjahresüberschuss 0 10.752 10.752 10.753
Stand 31.12.2023 33.718 10.752 44.470 44.498 1)

1) an die Gesellschafter auszahlbare Beträge:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Mutterunternehmen 2 1
Minderheitsgesellschafter 14.571 19.886

2) Veränderung nicht beherrschende Anteile, Erstkonsolidierung NPG Immobilien GmbH & Co. KG

Konzernkapitalflussrechnung 2023

2023 2022
TEUR TEUR
Periodenergebnis (einschließlich auf nicht beherrschende Anteile entfallende Ergebnisse) 10.753 16.530
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 11.316 12.034
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -2.914 -1.267
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -1.123 -628
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -178 -277
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.449 -2.162
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.365 2.430
Zinsaufwendungen/-erträge 1.174 631
Beteiligungserträge/Dividenden -3.712 -5.249
Ertragsteueraufwendungen/-erträge 1.247 2.018
Ertragsteuerzahlungen -1.639 -1.578
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 13.008 22.482
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 254 462
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -8.707 -3.638
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 100 0
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -6.207 -1.345
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 41 570
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.220 -164
Auszahlungen für Zugänge in den Konsolidierungskreis 0 -750
erhaltene Zinsen 732 61
erhaltene Dividenden/Gewinnauszahlungen 5.089 5.241
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -9.918 437
Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -12.750 -16.928
Auszahlungen aus der Tilgung von Bankkrediten -359 -1.436
gezahlte Zinsen -844 -564
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -13.953 -18.928
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -10.863 3.991
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelbestands 19 14.800
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 28.383 9.592
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 17.539 28.383

Finanzmittelfonds:

2023 2022
TEUR TEUR
Kassenbestand und Bankguthaben 17.539 28.383
kurzfristige Bankverbindlichkeiten (Cash Pool, ohne Darlehen) 0 0
17.539 28.383

Lagebericht Konzern 2023

1 Grundlagen und Geschäftsmodell

Die Unternehmenstätigkeit des Konzerns erstreckt sich auf alle Geschäfte auf dem Gebiet der Presse, der Publizistik und der Massenmedien, insbesondere auf die Herausgabe und den Vertrieb der Tageszeitungen SÜDWEST PRESSE, Märkische Oderzeitung, Lausitzer Rundschau sowie weiterer Tageszeitungstitel. Ferner werden verschiedene Anzeigenblätter herausgegeben. Über Beteiligungs-, Tochter- und Enkelgesellschaften werden zudem Geschäfte im Bereich der kommunalen Mitteilungsblätter, des Druckereiwesens, des Online- und Internetdienstes, des Leser-Reisedienstes, der unadressierten Prospektverteilung, der adressierten Briefzustellung, des Hörfunks sowie weitere Dienstleistungen wahrgenommen.

Räumlich zieht sich das Vermarktungsgebiet in Baden-Württemberg vom Raum Hohenlohe über Schwäbisch Hall und Aalen nach Ulm, Ehingen, Metzingen und Tübingen. Teilweise werden Gebiete über Partnerverlage abgedeckt, um ein einheitliches Vermarktungsgebiet aufzuweisen. In Brandenburg erfolgt die Veröffentlichung von Medien über Konzerngesellschaften auf einer Fläche von mehr als 80 % des Bundeslandes, insbesondere in den Gebieten Frankfurt (Oder), Potsdam, Oranienburg sowie in der Region Spreewald/Lausitz.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

In einem nach wie vor von Krisen geprägten Umfeld geriet die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 ins Stocken. Die anhaltend hohen Preise auf sämtlichen Wirtschaftsebenen wirkten konjunkturdämpfend, begleitet von ungünstigen Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und einer verringerten Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland. Dies führte dazu, dass die Erholung der deutschen Wirtschaft von dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter voranschritt.

Obwohl die unmittelbaren ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie weitgehend überwunden sind, die Inflation im Jahresverlauf 2023 deutlich zurückging und es Deutschland gelang, den Ausfall russischer Energielieferungen zu kompensieren sowie die Energiebedarfe effizient zu reduzieren, verzeichnete das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 0,3 %. Unter Berücksichtigung der Preis- und Kalenderbereinigung betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Gründe hierfür waren insbesondere die mittelbaren Auswirkungen der fortlaufenden russischen Aggression gegen die Ukraine, die gestiegenen Leitzinsen, die vergleichsweise schwache weltwirtschaftliche Entwicklung, der erhöhte Krankenstand sowie zunehmende strukturelle Herausforderungen.

Die für das Jahr 2023 erwartete Prognose des BIP-Wachstums von 0,2 % des Sachverständigenrats der Wirtschaft konnte somit nicht erreicht werden.

Laut der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der Länder ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt Baden-Württembergs in 2023 um 0,6 % gegenüber dem Vorjahr gesunken und lag somit leicht unterhalb der gesamtdeutschen Entwicklung. Das negative Ergebnis im Berichtsjahr 2023 wurde vor allem durch die produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) und die verarbeitenden Gewerbe, welche den größten Anteil der Gesamtwirtschaft in Baden-Württemberg ausmachen, beeinflusst. Gestützt wurde die baden-württembergische Wirtschaft insbesondere durch die Dienstleistungsbereiche. Im Gegensatz dazu stieg die Wirtschaftsleistung in Brandenburg überdurchschnittlich, das preisbereinigte BIP lag in 2023 2,1 % über Vorjahr. Im bundesweiten Vergleich war dies die zweithöchste Zuwachsrate, lediglich Mecklenburg-Vorpommern entwickelte sich stärker.

2.2 Branchenentwicklung

Der Medienvielfaltsmonitor 2023 identifiziert die Gattung Tageszeitung nach wie vor als einen essentiellen Bestandteil des deutschen Meinungsmarktes.

Darüber hinaus bewerten rund 93 % der Bevölkerung ab 14 Jahre lokalen Journalismus als unverzichtbar und sinnvoll für lokale Themen. Ein Wert, der im Vergleich zu den Vorjahren weiter gestiegen ist. Aus der im Auftrag des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) durchgeführten Studie "Zeitungsqualitäten 2023" der Zeitungsmarktforschung Gesellschaft der deutschen Zeitungen (ZMG) geht außerdem hervor, dass für rund 79,8 % der Bundesbürger die Zeitung ein selbstverständlicher Begleiter im Alltag ist.

In einer immer schnelleren, unvorhersehbareren, unsicheren und komplexer werdenden Welt bieten die Tageszeitungen den Lesern durch ihre besonderen lokalen Kompetenzen Orientierung und Sicherheit. Nichtsdestotrotz verzeichnet der deutsche Tageszeitungsmarkt einen Rückgang der regionalen und nationalen Auflagen. Die verkaufte Auflage der Tageszeitungen sinkt laut ZMG von insgesamt 11,29 Mio. Exemplaren im 4. Quartal 2022 auf 10,6 Mio. Exemplare im 4. Quartal 2023. Das entspricht einem Auflagenrückgang von rund 6 %. Damit sinkt die verkaufte Auflage gleich stark wie im Vorjahr, womit der Abwärtstrend gleichbleibend ist. Die Abonnements der Tageszeitungen in Deutschland verringern sich auf rund 8,26 Mio. Exemplare, was analog zur verkauften Auflage einer Entwicklung von rund -6,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.

Allerdings erreichen die Zeitungen in Deutschland pro gedruckter Ausgabe immer noch rund 37,3 Mio. Leser und damit ca. 53,2 % der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren. Außerdem generieren die digitalen Angebote der Zeitungen laut ZMG täglich rund 7,4 Mio. zusätzliche Nutzer, wodurch sich eine Nettoreichweite von 44,7 Mio. Lesern pro Tag ergibt. Das entspricht einer Reichweite von 63,8 % unter der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren.

Die Tendenz hin zu digitalen Angeboten geht auch im Jahr 2023 weiter, weshalb die Relevanz von elektronischen Ausgaben der Tageszeitungen (ePaper) sowie Paid Content Angeboten konstant zunimmt. Die Gesamtverkäufe der ePaper in Deutschland erzielen laut der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. (IVW) im 4. Quartal 2023 eine Zuwachsrate von rund 7 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Damit setzen die ePaper-Verkäufe ihren Anstieg fort. Laut der IVW wird mittlerweile etwa jedes fünfte Exemplar einer Tageszeitung als ePaper verkauft. Neben dem ePaper machen auch Plus-Angebote einen zunehmend größeren Anteil der Vertriebserlöse deutscher Zeitungsverlage aus.

Laut einer Schätzung von pv digest sind die Paid Content Umsätze der deutschen Publikumsmedien innerhalb des Berichtsjahres um 14 % auf knapp 1,23 Mrd. EUR angestiegen. Dabei resultiert 71 % des Wachstums aus der gewachsenen Menge von Digital-Abonnements, während 29 % auf die gestiegenen Preise für digitale Presseangebote zurückzuführen sind. Rund 1,9 Mio. Verkäufe von Nutzungsrechten konnten hierbei im Tagesdurchschnitt ermittelt werden.

Aus dem Squarespace Online Kompass 2023 geht hervor, dass bisher rund 41 % der deutschen Bevölkerung mindestens einmal für Onlineangebote bezahlt hat. Besonders die jüngeren Generationen zeigen hierfür eine höhere Zahlungsbereitschaft. Im Vergleich der Altersgruppen ist der Anteil der Menschen, die bereits Geld für Online-Inhalte von Zeitungen und Zeitschriften ausgegeben haben, bei den Nutzern zwischen 18 und 29 Jahren sogar am größten.

Der deutsche Paid Content Markt hat im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ein deutliches Aufholpotenzial: In Deutschland bezahlen laut dem Digital News Report von Reuters rund 11 % der Bevölkerung regelmäßig für Online-Nachrichten, während es in Schweden 33 % und in Norwegen sogar mehr als 39 % sind.

In Baden-Württemberg nimmt die Aboauflage der Tageszeitungen der NPG-Gruppe im Printbereich im Vergleich zum Vorjahr um -6,7 % ab. Durch das Wachstum im E-Paper-Bereich kann das Minus der gedruckten Zeitung etwas aufgefangen werden, sodass die Aboauflage für Print- und E-Paper nur um -4,3 % zurückgeht. Damit ist die Auflagenentwicklung auch in 2023 besser als der bundesdeutsche Schnitt. Die eher kleinteilig organisierte Verlagslandschaft dürfte auch weiterhin einen positiven Einfluss auf die Auflagenentwicklung haben. Unverändert können 17 Zeitungsverlage benannt werden, welche über eine eigene Vollredaktion verfügen (publizistische Einheiten). Die SÜDWEST PRESSE mit ihren Partnerverlagen in Baden-Württemberg bleibt, gemessen an der Auflage, nach den Stuttgarter Nachrichten (inkl. Partnerverlagen) die zweitgrößte Tageszeitung im Bundesland.

In Brandenburg sinkt die Auflage der Abonnements (inkl. ePaper Abonnements) der NPG-Titel im Berichtsjahr um -9,5 %. Dies entspricht im Jahr 2023 in etwa dem Rückgang in Ostdeutschland (-9,3 %). Brandenburg weist im Vergleich der Bundesländer aber auch eine eher geringe private Kaufkraft auf: Das Bundesland befindet sich im Jahr 2023 mit 25.165 Euro pro Kopf auf dem neunten Platz, wohingegen Baden-Württemberg mit 28.793 Euro pro Kopf nur noch von Hamburg und Bayern übertroffen wird.

Die FMG-Gruppe (NPG Brandenburg) vereint rund 62 % der Auflage des Bundeslandes Brandenburg auf ihre Tageszeitungstitel.

2.3 Geschäftsverlauf

Auch in 2023 verlieren die Zeitungen in den neuen Bundesländern im Durschnitt stärker an Auflage als in den alten Bundesländern. Im Schnitt ging die Auflage der Abonnements (inkl. ePaper) von lokalen und regionalen Tageszeitungen in Deutschland im Berichtsjahr um -9,3 % zurück. Im gesamten Jahr 2023 lag der Verlust der NPG-Titel in Baden-Württemberg bei -4,3 %. Die Verluste der NPG-Titel in Brandenburg lagen mit -9,5 % rund 3 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. Im Berichtsjahr 2023 erholten sich die Aboauflagen nicht von den starken Rückgängen zum Jahresende 2022, sondern blieben auf dem hohen Niveau. Die unsichere weltpolitische Lage sowie die weiterhin hohe Inflation und die Zurückhaltung bei privaten Konsumausgaben zeigten sich deutlich.

Entgegen der Prognose für 2023 sind die Anzeigenerlöse aufgrund des deutlichen Rückgangs im Werbemarkt, insbesondere im Stellenmarkt erheblich gesunken. Im Gegensatz dazu haben sich die Beilagenerlöse aufgrund des Erwerbs und der Integration des Blickpunkt-Verlags aus Potsdam positiv entwickelt. Dadurch konnte der Verlust aus dem originären Werbemarkt überkompensiert werden.

In 2023 wurden die Bezugspreise in Baden-Württemberg erneut um 4,00 EUR angehoben, in Brandenburg betrug die Erhöhung 3,00 EUR. Die Vertriebserlöse im Print blieben gruppenweit stabil und das leichte Wachstum resultiert aus dem E-Paper.

Erneut gesteigert werden konnten die Auflagen im E-Paper. Anfang 2023 wurde die neue E-Paper-App in Baden-Württemberg und in den restlichen Teilen Brandenburgs freigeschaltet. Die verkaufte Auflage im E-Paper wuchs gruppenweit um 23,8 % gegenüber dem Vorjahr. Die ePaper-Abonnements stiegen im Vergleich zum Vorjahr sogar um 49,7 % und wuchsen damit nochmals deutlicher als im vorangegangenen Vergleichszeitraum (2021/2022: +34,5 %).

Neben der E-Paper-Vermarktung setzt die NPG auch weiterhin auf Plus-Abos, die einen Einstieg für jüngere Zielgruppen in die Produktwelt der NPG ermöglichen. Im Jahr 2023 konnte die Anzahl der Plus-Only-Abos auf über 20.000 gesteigert werden. Zugleich ist der Monat Dezember im Berichtsjahr 2023 der reichweitenstärkste Monat des Jahres. In diesem verzeichnen die NPG-Nachrichtenportale eine Reichweite von rd. 22,2 Mio. IVW-Visits. Dies entspricht einer Steigerung von 47 % zum Vorjahr. Die Digital-Umsätze im Bereich Werbemarkt betragen rd. 5,3 % mehr als im Vorjahr, während sie im Bereich Content um rd. 26,5 % zunahmen.

Des Weiteren wurden im Berichtsjahr kräftige Investitionen in Richtung einer digitalen Zukunft getätigt. Nachdem im 4. Quartal 2022 die neue E-Paper-App zunächst bei einem Titel in Brandenburg auf den Markt gebracht wurde, ist die App zu Beginn des Jahres 2023 auch in Baden-Württemberg und in den restlichen Teilen Brandenburgs freigeschaltet worden. Neben dem E-Paper sind auch dort die Online-Nachrichten ein fester Bestandteil der App. Die neue App bietet den Nutzern vielfältige Funktionen, darunter die Möglichkeit, sowohl das E-Paper als auch die Website über unterschiedliche Ansichten zu nutzen. Diese Investition zielt darauf ab, das Wachstum in allen Regionen aufrechtzuerhalten und die Leserzufriedenheit zu steigern. Die Anerkennung für diese Bemühungen im digitalen Bereich wurde mit dem Gewinn des "Digital Media Award Europe 2023" des Weltzeitungsverbandes WAN-INFRA, the World Association of News Publishers, belohnt.

Darauf folgte mit dem "Digital Media Award Worldwide 2023" die Auszeichnung für das beste E-Paper-Konzept. Das Konzept überzeugt dabei nicht nur durch eine moderne Ansicht, sondern auch durch eine herausragende User Experience und innovative neue Funktionen. Die Einführung der neuen App trägt maßgeblich dazu bei, dass die E-Paper-Auflagen weiterwachsen und die Position im digitalen Medienmarkt gestärkt wird. Das im Berichtsjahr 2023 durchgeführte umfangreiche Update der App sorgt weiterhin für eine verbesserte Benutzererfahrung, höhere Leistungsfähigkeit und zusätzliche Funktionen, die den Bedürfnissen der Nutzer gerecht werden.

Abgesehen von den Anstrengungen bei den neuen digitalen Geschäftsfeldern wird auch weiterhin in die klassischen Produkte investiert. Sowohl die Produktion der Tageszeitungen und Anzeigenblätter als auch die Logistik wird stetig modifiziert. Interne und externe Benchmarks führen zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

Mit der SWP Zollernalbkreis wurde im Jahr 2023 in Balingen eine neue Zeitung auf den Markt gebracht. Des Weiteren erfolgte die Übernahme des Wochenblatts "Blickpunkt" sowie der dazugehörigen Vertriebsgesellschaft in Brandenburg. Insgesamt kann auch in diesem Berichtsjahr von einer deutlichen Steigerung der Effizienz der betrieblichen Workflows gesprochen werden. Die Mitarbeiter der Gesellschaft, die den Kern der Wertschöpfung entscheidend mitbestimmen, sind hochqualifiziert und erhalten laufende Weiterbildungsmöglichkeiten. Zusätzliche Angebote stellen das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeiter in den Mittelpunkt.

2.4 Lage des Unternehmens

2.4.1 Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse sind um 2,3 % bzw. 5.767 TEUR auf 251.735 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Umsatz ist eine bedeutende finanzielle Steuerungsgröße.

2.4.1.1 Werbeerlöse

Die Anzeigenerlöse sind um 3,3 % bzw. 1.909 TEUR auf 55.450 TEUR zurückgegangen. Die Beilagenerlöse erhöhen sich um 12,4 % bzw. 3.392 TEUR auf 30.703 TEUR. In Summe ist ein Anstieg der Werbeerlöse um 1,8 % bzw. 1.483 TEUR auf 86.153 TEUR zu verzeichnen, der im Wesentlichen auf die Übernahme eines Wochenblattverlags in Brandenburg zurückzuführen ist.

2.4.1.2 Vertriebserlöse

Die Vertriebserlöse erhöhten sich um 1,4 % bzw. 1.581 TEUR auf 111.971 TEUR im Wesentlichen aufgrund einer Erhöhung der Bezugspreise, die den Auflagenrückgang überkompensieren konnten.

2.4.1.3 Sonstige Erlöse

Die sonstigen Erlöse sind im Berichtsjahr 2023 um 5,3 % bzw. 2.703 TEUR auf 53.611 TEUR gestiegen. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die Erstkonsolidierungen der NPG Druckhaus GmbH & Co. KG (höhere Druckerlöse) und einer Werbeagentur zurückzuführen. Gegenläufig zu diesem Anstieg entwickelten sich die Brieferlöse.

2.4.1.4 Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 1.471 TEUR beinhalten im Wesentlichen Personalaufwendungen im Rahmen der Einführung einheitlicher Softwaresysteme.

2.4.1.5 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 30,4 % bzw. 1.415 TEUR auf 6.077 TEUR gestiegen. Ursächlich ist im Wesentlichen ein Ertrag aus der Veräußerung von Anlagevermögen.

2.4.2 Materialaufwand, Personalaufwand sowie sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Materialaufwand erhöht sich um 7,4 % bzw. 8.220 TEUR auf 119.962 TEUR. Dies resultiert aus erhöhten Zustellkosten (Mindestlohn). Des Weiteren tragen die Erstkonsolidierung der Wochenblätter des Blickpunkts und die Einführung eines neuen Zeitungstitels in Balingen zum Anstieg bei. Der Personalaufwand hat sich insgesamt um 2,2 % bzw. 1.888 TEUR, u.a. durch die Erstkonsolidierungen der NPG Druckhaus GmbH & Co. KG und der Lehnen Markenreich GmbH, erhöht. Insbesondere durch die Instandhaltungsmaßnahmen und dem Energieverbrauch der erstmalig konsolidierten NPG Druckhaus GmbH & Co. KG sowie dem Werbeaufwand für Abo-Kunden erhöhen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 12,2 % bzw. 3.484 TEUR auf 32.002 TEUR.

2.4.3 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis sinkt um 41,1 % bzw. 1.779 TEUR gegenüber dem Vorjahr auf 2.555 TEUR. Die Veränderung resultiert hauptsächlich aus geringeren Beteiligungserträgen sowie höheren Zinsaufwendungen aufgrund gestiegener Zinssätze.

2.4.4 Neutrales Ergebnis

Das neutrale Ergebnis beträgt im Berichtsjahr 2023 -526 TEUR (Vorjahr -3.110 TEUR) und ist der Saldo aus neutralen Erträgen in Höhe von 4.343 TEUR (Vorjahr 2.751 TEUR) und neutralen Aufwendungen in Höhe von 4.869 TEUR (Vorjahr 5.861 TEUR). In den neutralen Erträgen sind periodenfremde Erträge (2.002 TEUR, Vorjahr 2.222 TEUR), die Veränderung der latenten Steuern (541 TEUR, Vorjahr 529 TEUR) sowie der Ertrag aus der Veräußerung von Abo- und Verlagsrechten (1.800 TEUR, Vorjahr 0 TEUR) enthalten. Die neutralen Aufwendungen beinhalten die Abschreibungen aus der Kapitalkonsolidierung (3.558 TEUR, Vorjahr 4.599 TEUR), Aufwendungen für Abfindungen (572 TEUR, Vorjahr 732 TEUR), periodenfremde Aufwendungen (679 TEUR, Vorjahr 470 TEUR) sowie die Aufwendungen aus der BilMoG-Umstellung (60 TEUR, Vorjahr 60 TEUR).

2.4.5 Ertragslage

Das operative Ergebnis in Höhe von 11.459 TEUR (Vorjahr 18.017 TEUR) zuzüglich des neutralen Ergebnisses (-526 TEUR, Vorjahr -3.110 TEUR), zuzüglich der Gesellschafterzinsen auf Darlehen und des Jahresüberschusses des Vorjahres (1.485 TEUR, Vorjahr 501 TEUR) sowie zuzüglich der Veränderung der latenten Steuern (541 TEUR, Vorjahr 529 TEUR) ergibt das bereinigte operative Ergebnis.

Das bereinigte operative Ergebnis ist die wesentliche finanzielle Steuerungsgröße. Es sinkt um 36,8 % bzw. 8.146 TEUR auf 14.011 TEUR. Hierfür sind insbesondere die gestiegenen Zustellkosten sowie gestiegene Akquise-Kosten für neue Abonnenten verantwortlich. Nach Berücksichtigung des verbesserten neutralen Ergebnisses um 2.584 TEUR auf -526 TEUR, Gesellschafterzinsen (1.485 TEUR, Vorjahr 501 TEUR) und niedrigeren Ertragsteuern (1.247 TEUR, Vorjahr 2.016 TEUR, u. a. wegen gesunkenen Gewerbeerträgen), ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 10.753 TEUR. Damit hat sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 5.777 TEUR verringert.

2.4.6 Vermögenslage

Die aktivierten Vermögensgegenstände der NPG-Gruppe sinken im Geschäftsjahr 2023 um 6,8 % bzw. 8.878 TEUR auf 121.616 TEUR. Das Anlagevermögen hat sich um 5,6 % bzw. 4.087 TEUR auf 76.642 TEUR, im Wesentlichen aufgrund der Anzahlung für den Neubau in Ulm, erhöht. Die Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände werden durch die Aktivierung der Kosten der Einführung einheitlicher Softwaresysteme und der Aktivierung erworbener Verlagsrechte nahezu kompensiert.

Die Vorräte verringern sich um 2.084 TEUR im Wesentlichen aufgrund einer Reduzierung der Bestände an Rollenpapier. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sinken um 2,6 % bzw. 594 TEUR im Wesentlichen durch einen Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um 641 TEUR (kurzfristiges Darlehen).

Die Bankguthaben reduzieren sich um 10.844 TEUR auf 17.539 TEUR. Die Finanzstruktur des Konzerns sichert zukünftiges Wachstum. Das Eigenkapital einschließlich Gesellschafterdarlehen und langfristiger Schulden deckt das Anlagevermögen zum 31. Dezember 2023 zu 116,1 % (Vorjahr 127,0 %).

Die Pensionsrückstellungen verzeichnen einen Rückgang um 404 TEUR. Die Verbindlichkeiten reduzieren sich um 3.655 TEUR (i.W. im Vorjahr Schuld gegenüber dem Partnerunternehmen im Zusammenhang mit der Realteilung der Druckhaus Ulm-Oberschwaben GmbH & Co. KG).

2.4.7 Finanzlage

Die flüssigen Mittel liegen unter Vorjahresniveau (-10.863 TEUR).

Die Bankschulden wurden im Berichtsjahr vollständig getilgt.

Der Cashflow (im engeren Sinne: Jahresüberschuss, Abschreibungen, Veränderung Pensionsrückstellungen) ist im Vergleich zum Vorjahr um 23,0 % bzw. 6.662 TEUR auf 22.288 TEUR gesunken. Der Konzern konnte seine Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen.

2.4.8 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Wertschöpfung des Konzerns wird wesentlich durch die eigenen Mitarbeiter beeinflusst. Die Mitarbeiterfluktuation ist weiterhin auf niedrigem Niveau. Insgesamt beschäftigte der Konzern in 2023 inklusive Auszubildenden und Volontären durchschnittlich 1.699 Arbeitnehmer (1.331 Angestellte, 147 Lohnempfänger sowie 221 Aushilfen). Die Mitarbeiter sind gut ausgebildet. Der Konzern fördert durch verschiedene Maßnahmen des Bereichs Personalentwicklung zusätzlich deren Weiterbildung, insbesondere der Entwicklung der Digitalkompetenzen.

Weiterhin gestaltet sich die Mitarbeitersituation in den verbundenen Zustellgesellschaften, trotz der stetigen Erhöhung des Mindestlohns und einem verbesserten Employer Branding, als große Herausforderung. Die Suche nach geeigneten Zustellern erfordert in einem sich verändernden Marktumfeld, aufgrund der Arbeitszeiten und der relativ hohen körperlichen Belastung, einen deutlich höheren Aufwand als noch vor wenigen Jahren. Dennoch ist die ordnungsgemäße Zustellung der Tageszeitungen und Anzeigenblätter stets gewährleistet.

Mit seinen regional tief verwurzelten Produkten und Services verfügt der Konzern über starke Marken, die Zuverlässigkeit, Orientierung und Heimatverbundenheit transportieren. Die lokalen Tageszeitungstitel genießen darüber hinaus eine hohe gesellschaftliche Reputation und stehen für einen Journalismus, der sich für die Belange der Menschen vor Ort interessiert und einsetzt.

Im Rahmen der gesellschaftlichen Verantwortung setzt sich der Konzern aktiv für unterschiedliche wohltätige Zwecke ein - beispielsweise in Form von Benefizaktionen bzw. gemeinnützigen Vereinen, die durch ihre Arbeit bereits jahrzehntelang erfolgreich Menschen und soziale Einrichtungen unterstützen.

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) ist am 1. Januar 2023 in Kraft getreten. Hierfür wurden bestimmte, angemessene (Präventions-) Maßnahmen zur Absicherung gegen menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken im eigenen Geschäftsbereich sowie hinsichtlich ihrer unmittelbaren und mittelbaren Zulieferer bei der NPG sowie deren Tochtergesellschaften implementiert. Zudem wurde im Januar 2023 ein Beschwerdesystem eingeführt und eine Verfahrensordnung auf der Homepage der NPG veröffentlicht. Um einen umfassenden und fortlaufend aktuellen Überblick über etwaige Risiken in den Lieferketten sicherzustellen, führt die NPG sowohl periodische als auch anlassbezogene Risikoanalysen durch. Im Jahr 2023 wurde außerdem eine Grundsatzerklärung zur Menschenrechtsstrategie auf der NPG-Homepage veröffentlicht. Im Rahmen ihrer Berichtspflichten wird die NPG nach § 10 LkSG erstmals im Jahr 2024 und danach jährlich öffentlich berichten. Auch zukünftig werden bei der NPG Maßnahmen zur Förderung der Nachhaltigkeit fortgesetzt.

2.4.9 Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2023 war im Wesentlichen durch stagnierende Umsätze bei stark steigenden Papier- und Zustellkosten geprägt. Dies führte zu einem Rückgang des Konzernjahresüberschusses um rd. 35%. Die Prognose aus 2022 für 2023 bzgl. eines deutlich verminderten operativen Ergebnisses und des niedrigeren Konzernjahresüberschusses, konnte dennoch übertroffen werden. Somit liegt der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 erfreulich über der Prognose, die im Jahr 2022 erstellt wurde. Auf dieser Grundlage ist die Geschäftsführung insgesamt mit der wirtschaftlichen Lage des Konzerns sehr zufrieden.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Seit fast vier Jahren sieht sich die deutsche Wirtschaft mit anhaltenden Herausforderungen konfrontiert, angefangen bei den Auswirkungen der Corona-Pandemie bis hin zum Russland-/Ukraine-Krieg. Der Einbruch russischer Gas- und Öllieferungen trieb die Preise für Energie im Verlauf des Jahres 2022 deutlich nach oben. Hinzu kamen steigende Zinsen und eine hohe Inflation, welche die Kaufkraft der privaten Haushalte stark beeinträchtigt hat. Die schwache Weltkonjunktur wirkte sich ebenfalls bremsend auf die deutsche Wirtschaft aus. Dies war auch im Jahr 2023 zu spüren. Somit wird die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland auch in 2024 noch deutlich von den Nachwirkungen vergangener und teils anhaltenden Krisen geprägt sein. Für den Jahresverlauf 2024 geht die Bundesregierung in der Jahresprojektion davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft, wenn auch sehr langsam, von diesen Belastungen erholt, sodass in 2024 ein geringer Anstieg des Wirtschaftswachstums erwartet wird. Die Bundesregierung prognostiziert für das Jahr 2024 ein BIP-Wachstum von 0,2 %. Aktuelle Frühindikatoren deuten ebenfalls auf eine nicht spürbare konjunkturelle Belebung hin, wodurch zahlreiche Institutionen die Wachstumsprognosen für das kommende Jahr deutlich herabsetzten. Obwohl erwartet wird, dass insbesondere der private Konsum im Geschäftsjahr 2024 aufgrund des schrittweisen Ausgleichs der inflationsbedingten Kaufkraftverluste der privaten Haushalte und der in Verbindung stehenden stabilen Beschäftigungssituation als Haupttreiber des Wirtschaftswachstums fungieren wird, hat sich die Verbraucherstimmung zuletzt wieder eingetrübt. Dies ist teilweise auf einen hohen Krankenstand, zahlreiche Streiks im Verkehr und geopolitischen Spannungen zurückzuführen. Aber auch die Stimmung in Unternehmen wurde insbesondere durch den Streit über den Bundeshaushalt negativ beeinflusst. Die daraus resultierende Unsicherheit führte dazu, dass viele Unternehmen ihre Investitionen zurückgefahren haben. Dadurch wird sich die erwartete konjunkturelle Erholung wie auch Belebung des privaten Konsums voraussichtlich erneut verzögern.

Bei der NPG ist im Jahresmittel ein Abonnement-Rückgang der SÜDWEST PRESSE um -4,1 %, der Neuen Württembergischen Zeitung um -4,7 %, der Märkischen Oderzeitungen um -6,9 %, des Oranienburger Generalanzeigers um -7,7 % sowie bei der Lausitzer Rundschau um -7,0 % im Vergleich zum Vorjahr geplant. Für das Jahr 2024 wird kein Wachstum der Vertriebserlöse aus dem Print-Bereich erwartet. Ein leichter Anstieg über dem Vorjahresniveau würde aus dem digitalen Bereich resultieren. Es besteht jedoch das Risiko, dass sich die Belebung der Kaufkraft in Deutschland, wie bereits zuvor erwähnt, erneut verzögert. Dies könnte wiederum den Rückgang der Auflagen beschleunigen, sodass dieser durch Preiserhöhungen nicht vollständig kompensiert werden kann.

Hinsichtlich der Werbeerlöse wird sowohl im Anzeigen- als auch im Beilagenbereich von einer Seitwärtsbewegung ausgegangen. Hierbei wurde von einer Stabilisierung des Stellenmarkts ausgegangen, die sich jedoch durch die tatsächlichen konjunkturellen Gegebenheiten noch verändern kann.

Aufwandssteigerungen sind vor allem in den Bereichen Personal (durch Besetzung offener Stellen), Tarifsteigerung sowie im Bereich der Abo-Akquise zu erwarten. Die Vertriebskosten können aufgrund der Einstellung von Mittwochsanzeigenblättern auf Vorjahresniveau gehalten werden.

Alles in allem können die Aufwandssteigerungen nicht kompensiert werden und führen zu einem leicht verminderten operativen Ergebnis.

Im Jahr 2024 findet die erstmalige Vollkonsolidierung der ST GmbH statt. Hierbei steht noch die Konsolidierung der restlichen 51 % aus. Die bereits vorhandenen 49 % wurden bisher über Equity konsolidiert. Aus der Vollkonsolidierung der ST GmbH zum 1. Januar 2024 wird mit folgenden in der obigen Planung nicht enthaltenen Effekten auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung geplant: Umsatzerlöse + rund 25.000 TEUR, Materialaufwand + rund 13.000 TEUR, Personalaufwand + rund 9.000 TEUR, Sonstige betriebliche Aufwendungen + rund 1.500 TEUR.

Die Planung für das Geschäftsjahr 2024 wurde im Herbst 2023 verabschiedet. Vor dem Hintergrund der volatilen weltpolitischen Lage und ihrer vielfältigen Auswirkungen auf Märkte und Gesellschaft kann die beschriebene Umsatz- und Ergebnisprognose möglicherweise nicht aufrechterhalten werden.

Es ist weiterhin davon auszugehen, dass der Wandel zum digitalen Abo anhält. Die Kunden verlangen nach flexiblen Angeboten und Inhalten, die ihren Interessen entsprechen. Mittelfristig ist davon auszugehen, dass digitale Produkte einen Großteil des Unternehmensergebnisses ausmachen.

Die NPG arbeitet weiterhin an Verbesserungen der eigenen IT-Infrastruktur. Weiter werden die Anstrengungen bei IT-Sicherheitsmaßnahmen sowie bei der Schulung der Belegschaft intensiviert, nachdem Medienhäuser zunehmend Ziele von Cyberangriffen werden. Durch eine kontinuierliche Verbesserung der eigenen Sicherheit, der Inanspruchnahme von externen Experten sowie präventiven Anpassungen von Maßnahmen kann diesem Risiko entschieden entgegengewirkt werden.

Des Weiteren wird in den kommenden Jahren am Hauptsitz in Ulm ein neues Firmengebäude mit rund 17.400 m 2 Bruttogeschossfläche entstehen. Für den Neubau wird mit Kosten von einem mittleren bis hohen zweistelligen Millionenbetrag gerechnet, die sowohl durch Eigen- als auch durch Fremdkapital finanziert werden sollen. Der Neubau soll bis zum Jahr 2026 fertiggestellt sein und modernen Arbeitsanforderungen entsprechen, um eine effizientere Zusammenarbeit zu gewährleisten und die NPG am Arbeitsmarkt als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren.

3.2 Chancen- und Risikobericht

Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich die deutsche Konjunktur im Jahresverlauf 2024 belebt. Diese Erwartung stützt sich auf eine positive Entwicklung beim privaten Konsum. Rückläufige Inflationsraten und steigende Realeinkommen sollten für eine stärkere Dynamik sorgen als im Jahr 2023. Während der private Konsum also allmählich wieder an Dynamik gewinnen dürfte, bleiben die Belastungen für die Unternehmen hoch und die gesamtwirtschaftlichen Wachstumsperspektiven begrenzt. Aktuelle Frühwarnindikatoren sorgen gleichzeitig für große Unsicherheiten: Entwickelt sich die Einkommens- oder Inflationssituation anders als erwartet, könnte dies zu einer weiteren Verzögerung der Konsumbelebung führen. Hinzu kommen die Spannungen aus dem geopolitischen Umfeld, insbesondere im Zusammenhang mit dem Russland-/Ukraine-Krieg und dem Nahostkonflikt. Vor diesem Hintergrund werden die Risiken aus dem wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld im Vergleich zum Vorjahresende nach wie vor als hoch eingestuft. Daher besteht auch im Jahr 2024 das wohl größte Risiko in einer ungünstigen Konjunkturentwicklung und damit einhergehend in einer verstärkten Kaufzurückhaltung auf den Märkten. Eine solche Entwicklung könnte zu sinkenden Werbeerlösen führen sowie den Auflagenrückgang im Lesermarktbereich beschleunigen.

Die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 EUR pro Stunde im Oktober 2022 führte zu einer Steigerung um mehr als 22 % innerhalb eines Jahres. Der Anstieg um 0,41 EUR auf 12,41 EUR zum 1. Januar 2024 bedeutet für die NPG im Jahr 2024 weiterhin einen signifikanten Anstieg der Zustell- bzw. der Vertriebskosten. Zudem plant die Mindestlohnkommission in einem weiteren Schritt, den Mindestlohn Anfang 2025 um weitere 0,41 EUR auf 12,82 EUR zu erhöhen. Trotz der positiven Aussichten einer staatlichen Zustellförderung für gedruckte Presseerzeugnisse im Berichtsjahr 2022, sieht der Bundeshaushalt 2024 keine finanziellen Mittel für die Zustellförderung vor. In diesem Bereich drohen somit weiterhin zusätzliche Belastungen. Nichtsdestotrotz ermöglichen fortlaufende Gebietsoptimierungen, die strategische Zusammenarbeit mit Partnern und die Nutzung interner Synergien eine effizientere Zustellung im Geschäftsjahr 2024. Hybride Zustellungen von Zeitungen und Briefen stellen sicher, dass die Produkte auch in Zukunft flächendeckend verteilt werden.

Nach dem rasanten Anstieg beim Papierpreis im Jahr 2022 zeigt sich aktuell eine leichte Entspannung. In 2023 lag der Preisindex (2015 = 100) beim Zeitungsdruckpapier im Jahresdurchschnitt bei 176,0. Im Vorjahr hatte er noch bei 203,4 gelegen, also über 15 % höher. Obwohl der Papierpreis rückläufig ist, befindet er sich immer noch auf einem hohem Niveau. Die Unsicherheit über die weitere Preisentwicklung im Verlauf des Jahres blieb somit bestehen. Weiterhin macht sich im ersten Quartal 2024 eine leicht rückläufige Preisentwicklung bemerkbar. Da sich die Papierpreise dennoch auf einem hohen Niveau befinden, setzt die NPG nach wie vor verstärkt auf die Optimierung von Druckprozessen und die Einsparung von Papier.

Eine gewisse Entlastung gab es auch bei den sinkenden Energiepreisen, wenn auch auf einem hohen Niveau. Seit Herbst 2022 hat sich die Lage bei den Energiemärkten in Deutschland im Wesentlichen entspannt. Die Energiekosten sind sowohl im Strom- als auch im Gassektor deutlich gesunken, verglichen zu den Spitzenzeiten während des ersten Jahres des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Trotzdem liegt das Preisniveau bei den Unternehmen über dem langjährigen Niveau. Die prognostizierten Preise deuten darauf hin, dass dies zumindest auch in den nächsten zwei Jahren so bleiben könnte.

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) bietet Verlagen zukünftig eine transformative Chance, ihre Betriebsabläufe zu optimieren, die Qualität ihrer Produkte zu verbessern und neue Möglichkeiten der Kundeninteraktion zu schaffen. Darüber hinaus kann mithilfe von KI-basierten Analysen ein besseres Verständnis der Leserschaft entwickelt und personalisierte Inhalte sowie Empfehlungen, die auf den individuellen Vorlieben und dem Verhalten der Nutzer basieren, bereitgestellt werden. Dies trägt nicht nur zur Bindung bestehender Leser bei, sondern ermöglicht zudem die Erschließung neuer Zielgruppen.

Die Chance, den Fokus auf digitale Produkte beizubehalten und digitale Angebote weiter zu optimieren, besteht auch im Geschäftsjahr 2024. Digitale Abonnement-Erlöse sind weiterhin ein zentrales Thema und die größte Wachstumschance. Deshalb wird der Schwerpunkt bei der technischen Weiterentwicklung auch in 2024 auf das ePaper- und Paid Content Angebot gesetzt, denn die Nutzungszahlen von mobilen Geräten und Wearables sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und werden dies auch weiterhin tun. Der Konsum von Nachrichten- und Medieninhalten über das Internet ist für einen Großteil der deutschen Bevölkerung eine Selbstverständlichkeit geworden. Nutzer haben das Bedürfnis, jederzeit und von überall aus aktuelle Nachrichten zu erhalten. Die Neue Pressegesellschaft hat sich auf diesen Wandel eingestellt und versteht die Digitalisierung als Chance, besonders auf den regionalen und lokalen Märkten durch eine zunehmende Personalisierung zu wachsen. Dabei gilt es, die Inhalte jeweils dann zu veröffentlichen, wenn der Nutzer sie erwartet und den vom Nutzer gewünschten Kanal zu bedienen.

Um den Lesern die journalistischen Inhalte digital in der bestmöglichen Qualität zur Verfügung zu stellen und um auf die veränderten Bedürfnisse der Leserschaft einzugehen, wird beispielsweise die hybride App, die seit Ende Januar 2023 für alle Titel der NPG-Gruppe zur Verfügung steht, stetig weiterentwickelt sowie die User Experience auf den Nachrichtenportalen swp.de, moz.de und lr.de optimiert.

Um die "Freemium-Modelle" (Basis ist kostenfrei, Zusatzartikel sind kostenpflichtig) "SWP+", "MOZ+" und "LR+" noch stärker an den Bedürfnissen der Nutzer auszurichten, arbeitet die NPG-Gruppe auch mit externen Dienstleistern und Beratern zusammen. Dies eröffnet die Möglichkeit, datengetriebene Inhalte zu produzieren und zu vermarkten. Darüber hinaus werden in den Redaktionen gezielte Aus- und Weiterbildungen durchgeführt, um die Wachstumsziele für das Plus-Abonnement in 2024 zu erreichen.

Wie schon in der Vergangenheit bestehen weiterhin Bestrebungen, durch weitere Zukäufe das Vermarktungsgebiet zu arrondieren.

3.3 Gesamtaussage

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die NPG-Gruppe, im Wesentlichen wegen der Erweiterungen des Konsolidierungskreises, mit einem leichten Anstieg des Umsatzes. Aufgrund deutlicher Aufwandssteigerungen, insbesondere im Bereich der Personalaufwendungen, der Werbe-/Vertriebskosten sowie der Erweiterungen des Konsolidierungskreises, wird jedoch ein moderater Rückgang des Konzernjahresergebnisses erwartet. Eine zuverlässige Ergebnisprognose kann derzeit nur bedingt abgegeben werden.

4 Risikobericht bzgl. Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verfügt insgesamt über solvente Kunden. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein rollierender Liquiditäts- und Finanzplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Des Weiteren bestehen ausreichende Kreditlinien. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

 

Göppingen, 30. April 2024

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Neue Pressegesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES BEIRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 30. April 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Müller, Wirtschaftsprüfer

Menzer, Wirtschaftsprüferin

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