ATTENTIUM Capital Management GmbHLiquidiert

49074 Osnabrück, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 16155
Vorher
KHP Knüppe, Huntebrinker & Co. GmbH
Eingetragen
12.12.1988
Branche
FondsmanagementManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.
Gegenstand
Ausführung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Vermögensbetreuung, der Vermögensverwaltung und der Depotanalyse einschließlich aller damit zusammenhängender Geschäfte mit Ausnahme von Bankgeschäften

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Lohmann
seit 16.1.2019
Prokura
Guido Sickmann
seit 2.1.2017
Prokura
Thomas Hans
seit 11.1.2016
Geschäftsführer
Manfred Stock
seit 8.6.2006
Geschäftsführer

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

KHP Knüppe, Huntebrinker & Co. GmbH

Osnabrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

6. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

der KHP Knüppe, Huntebrinker & Co. GmbH, Osnabrück, unter dem Datum vom 14. März 2019 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KHP Knüppe, Huntebrinker & Co. GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KHP Knüppe, Huntebrinker & Co. GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KHP Knüppe, Huntebrinker & Co. GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

7. SCHLUSSBEMERKUNG

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2018 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2018 der KHP Knüppe, Huntebrinker & Co. GmbH, Osnabrück, erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer - IDW PS 450).

Zu dem von uns unter dem Datum vom 14. März 2019 erteilten Bestätigungsvermerk verweisen wir auf Berichtsabschnitt 6 "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks".

 

Osnabrück, 14. März 2019

HBBN AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

U. Böttinger, Wirtschaftsprüfer

T. Hellwig, Wirtschaftsprüfer

Für Veröffentlichungen oder die Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der testierten Fassung abweichenden Form sowie für den Fall der Übersetzung in andere Sprachen bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, falls dabei der von uns erteilte Bestätigungsvermerk zitiert wird oder ein Hinweis auf unsere Jahresabschlussprüfung erfolgt; wir weisen hierzu auf die Bestimmungen des § 328 HGB hin.

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2018

der KHP Knüppe, Huntebrinker & Co. GmbH, Osnabrück

AKTIVA

31.12.2018
31.12.2017
T€
1. Forderungen an Kreditinstitute täglich fällig   1.358.707,26 1.542
2. Forderungen an Kunden   431.835,95 465
3. Immaterielle Anlagewerte   13.248,50 2
4. Sachanlagen   30.720,00 35
5. Sonstige Vermögensgegenstände   596,66 1
6. Rechnungsabgrenzungsposten   653,74 1
    1.835.762,11 2.046

PASSIVA

     
31.12.2018
31.12.2017
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden      
täglich fällig   20.343,74 8
2. Sonstige Verbindlichkeiten   63.759,11 84
3. Rückstellungen      
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 18.324,88   15
b) Steuerrückstellungen 38.660,01   70
c) andere Rückstellungen 130.870,00   107
    187.854,89 192
4. Eigenkapital      
a) Gezeichnetes Kapital 26.000,00   26
b) Gewinnrücklagen 383.500,00   384
c) Bilanzgewinn 1.154.304,37   1.352
    1.563.804,37 1.762
    1.835.762,11 2.046

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2018

der KHP Knüppe, Huntebrinker & Co. GmbH, Osnabrück

2018
2017
T€
1. Zinsaufwendungen     12.780,28 17
2. Provisionserträge   1.910.027,28   2.468
3. Provisionsaufwendungen   0,00   8
      1.910.027,28 2.460
4. Sonstige betriebliche Erträge     75.610,07 35
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen        
a) Personalaufwand        
aa) Löhne und Gehälter 818.864,76     778
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 154.632,85     147
darunter: für Altersversorgung € 79.608,90 (Vorjahr: T€ 71)        
    973.497,61   925
b) andere Verwaltungsaufwendungen   309.239,70   330
      1.282.737,31 1.255
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen     13.196,96 13
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen     2.144,00 4
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00 2
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     674.778,80 1.204
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   216.643,16   368
11. Sonstige Steuern   901,00   24
      217.544,16 392
12. Jahresüberschuss     457.234,64 812
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr     1.352.069,73 1.090
14. Ausschüttungen     655.000,00 550
15. Bilanzgewinn     1.154.304,37 1.352

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

ALLGEMEINE ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft gilt als groß im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 340a Abs. 1 HGB.

Der Jahresabschluss der KHP Knüppe, Huntebrinker & Co. GmbH für das Geschäftsjahr 2018 ist nach den für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 340 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG)) und den sie ergänzenden Bestimmungen der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) i.d.F. vom 11. Dezember 1998 (zuletzt geändert durch Art. 8 XIII v. Juli 2015) aufgestellt worden.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft lt. Registergericht

Sitz der KHP Knüppe, Huntebrinker & Co. GmbH ist Osnabrück. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 16155 im Register des Amtsgerichts Osnabrück eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

Für die Gliederung der Bilanz ist Formblatt 1, für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung das Formblatt 3 (Staffelform) gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV zur Anwendung gekommen.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und der Schulden erfolgt nach den Bewertungsvorschriften gemäß §§ 252 ff. HGB, sofern nicht die Sondervorschriften gemäß §§ 340 e ff. HGB zur Anwendung kommen.

Forderungen an Kreditinstitute sowie Forderungen an Kunden sind mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte sind zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um die aufgelaufenen planmäßigen linearen Abschreibungen bilanziert.

Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 sind in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben worden.

Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit ihren Anschaffungskosten oder dem Barwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Pensionsrückstellungen werden ab 2010 unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mittels des Barwertverfahrens mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Für die Berechnung der Pensionsrückstellungen wurden als biometrische Rechnungsgrundlagen die "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird pauschal ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz (bei 15 jähriger Restlaufzeit) von 3,29 % (Vj.: 3,74 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Weiterhin wurden folgende Annahmen getroffen:

künftige Rentensteigerungen 2,0 % (Vj.: 2,0 %)

Das mit den Pensionsverpflichtungen verrechnete Deckungsvermögen wurde zu Zeitwerten bewertet, so dass bilanziell nur die Nettoverpflichtung ausgewiesen wird.

Die Steuerrückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der voraussichtlichen Insanspruchnahme gebildet.

Die anderen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst worden; kurzfristige Verpflichtungen bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst.

Latente Steuern wurden auf die Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz gebildet. Dabei wurde der Steuersatz verwendet, der bei der voraussichtlichen Umkehrung der temporären Bewertungsunterschiede anwendbar ist. Ein Aktivüberhang der latenten Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

BILANZERLÄUTERUNGEN

AKTIVA

Die Forderungen an Kreditinstitute (T€ 1.359; Vj.: T€ 1.542) bestehen gegenüber drei Kreditinstituten. Sie enthalten täglich fällige Forderungen im Sinne von § 8 RechKredV in Höhe von T€ 1.359 (Vj.: T€ 1.542) auf Kontokorrentkonten.

Die Forderungen an Kunden (T€ 432; Vj.: T€ 465) stammen aus der Abrechnung von Vermögensverwaltungsgebühren (T€ 368; Vj.: T€ 396), Dienstleistungsentgelte (T€ 6; Vj.: T€ 6) und Beratungsleistungen (T€ 58; Vj.: T€ 63). Sie sind innerhalb eines Monats fällig.

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018 einschließlich der kumulierten Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten ist nachfolgend dargestellt (Blatt 4).

Als Nutzungsdauer der immateriellen Anlagewerte werden drei Jahre zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen besteht ausschließlich aus Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände, die zwischen 3 und 15 Jahren liegt, nach linearer Methode vorgenommen.

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2018
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2018
Anlagevermögen        
3. Immaterielle Anlagewerte        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.315,11 13.372,82 11.010,58 21.677,35
Summe Immaterielle Anlagewerte 19.315,11 13.372,82 11.010,58 21.677,35
4. Sachanlagen        
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 227.621,93 6.746,14 24.233,73 210.134,34
Summe Sachanlagen 227.621,93 6.746,14 24.233,73 210.134,34
  246.937,04 20.118,96 35.244,31 231.811,69
Abschreibungen
Stand 01.01.2018
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2018
Anlagevermögen        
3. Immaterielle Anlagewerte        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.674,61 1.761,82 11.007,58 8.428,85
Summe Immaterielle Anlagewerte 17.674,61 1.761,82 11.007,58 8.428,85
4. Sachanlagen        
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 192.207,43 11.435,14 24.228,23 179.414,34
Summe Sachanlagen 192.207,43 11.435,14 24.228,23 179.414,34
  209.882,04 13.196,96 35.235,81 187.843,19
Buchwerte
Stand 31.12.2018
Stand 31.12.2017
Anlagevermögen    
3. Immaterielle Anlagewerte    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.248,50 1.640,50
Summe Immaterielle Anlagewerte 13.248,50 1.640,50
4. Sachanlagen    
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.720,00 35.414,50
Summe Sachanlagen 30.720,00 35.414,50
  43.968,50 37.055,00

PASSIVA

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (T€ 20; Vj.: T€ 8) stammen aus sonstigen Leistungen. Sie sind täglich fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 64; Vj.: T€ 84) enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten (T€ 37; Vj.: T€ 60) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (T€ 17; Vj.: T€ 17).

Die Pensionsrückstellungen (T€ 18; Vj.: T€ 15) sind aufgrund des versicherungsmathematischen Gutachtens angepasst worden. Sie betreffen Pensionszusagen an zwei ehemalige Geschäftsführer.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von€ 22.375,00.

Für die Saldierung von Pensionsverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Vermögensverrechnung 31.12.2018
31.12.2017
Pensionsverpflichtungen 320.794,00 319.909,00
Deckungsvermögen -302.469,12 -304.599,40
  18.324,88 15.309,60

Die Zeitwerte der verrechneten Vermögenswerte basieren auf den Kurswerten der Wertpapiere, deren Anschaffungskosten haben T€ 302 (Vj.: T€ 304) betragen.

Für die Pensionsverpflichtungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung folgende Ertrags- und Aufwandspositionen miteinander saldiert und als Zinsaufwand ausgewiesen:

31.12.2018
31.12.2017
Erträge aus dem Deckungsvermögen 0,00 0,00
Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen 2.130,58 998,27
Nettoergebnis aus dem Deckungsvermögen -2.130,58 -998,27
Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen 10.650,00 12.023,00
Nettozinsaufwand nach Verrechnung -12.780,58 -13.021,27

Die anderen Rückstellungen (T€ 131; Vj.: T€ 107) umfassen ungewisse Verbindlichkeiten für Dienstleistungen Dritter für das abgelaufene Geschäftsjahr. Sie bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für die Tantiemen (T€ 90; Vj.: T€ 55), Abschluss- und Prüfungskosten (T€ 36; Vj.: T€ 36), offene Rechnungen (T€ 0; Vj: T€ 12), Berufsgenossenschaftsbeitrag (T€ 1; Vj.: T€ 1) und Archivierungskosten (T€ 4; Vj.: T€ 4).

Das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft setzt sich zusammen aus dem Stammkapital von € 26.000,00, der Gewinnrücklage von € 383.500,00 und dem Bilanzgewinn von € 1.154.304,57. Dieser enthält in Höhe von € 697.069,73 den Gewinnvortrag aus dem Geschäftsjahr 2017.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 31,23 %. Aktive latente Steuern bestehen für die Pensionsrückstellungen in Höhe von € 27.397,77. Passive latente Steuern ergaben sich nicht.

Vermögenswerte und Schulden in fremden Währungen bestanden im Geschäftsjahr nicht.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und haben eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung sind, bestehen wie folgt:

31.12.2018
T€
-Verpflichtunaen aus Leasingverträgen  
fällig 2019 19
fällig 2020 14
-Verpflichtunaen aus einem Mietvertrag (Laufzeit 31.3.2023) 266

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Aufzinsung der Pensionsrückstellung (T€ 13; Vj: T€ 13).

Die Provisionserträge (T€ 1.910; Vj.: T€ 2.468) umfassen die für die Vermögensverwaltung erzielten Gebühren (T€ 1.191; Vj.: T€ 1.236), andere Entgelte aus Advisory (T€ 705; Vj.: T€ 611) und Erlöse aus initiierten Zertifikaten (T€ 0; Vj.: T€ 608) sowie übrige Erträge (T€ 14; Vj.: T€ 13).

Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 75; Vj.: T€ 33) umfassen im Wesentlichen neben den Erträgen für die Privatnutzung der Betriebs-Kfz. von T€ 28 (Vj.: T€ 28) Erstattungen aus dem Aufwendungsausgleichsgesetz von T€ 8 (Vj.: T€ 5).

Sämtliche Erträge i. S. von § 34 Abs. 2 Nr. 1 RechKredV sind ausschließlich im Inland erzielt worden.

Dritten gegenüber wurde im Wesentlichen die Dienstleistung der Finanzportfolioverwaltung erbracht.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen (T€ 1.283; Vj.: T€ 1.255) umfassen neben dem Personalaufwand (T€ 973; Vj.: T€ 925) im Wesentlichen die Kosten für die betrieblichen Räume (T€ 71; Vj.: T€ 74), Fahrzeugunterhalt (T€ 37; Vj.: T€ 40), Umlagen an Aufsichtsbehörden und Sicherungseinrichtungen (T€ 45; Vj.: T€ 45) sowie Rechts-/ Beratungs-/ Jahresabschluss- und Prüfungskosten (T€ 56; Vj.: T€ 81).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in voller Höhe auf die normale Geschäftstätigkeit.

SONSTIGE ANGABEN

Ausschüttunassperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt € 22.375,00 (Vj.: T€ 22).

Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)

Im Geschäftsjahr 2018 waren im Durchschnitt 10 (Vj.: 10) Arbeitnehmer (Angestellte) beschäftigt.

Mitglieder der Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr 2018 und zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses die folgenden Herren:

 

Manfred Stock, Bissendorf, Bankfachwirt

 

Wolfgang Pieper, Melle, Bankkaufmann

 

Thomas Hans, Osnabrück, Dipl.-Kfm.

Ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung haben in 2018 Bezüge von T€ 29 (Vj.: T€ 27) erhalten. Für diesen Personenkreis bestehen Rückstellungen für Pensionen in Höhe von T€ 321 (Vj.: T€ 320). Nach Saldierung mit dem Deckungsvermögen werden die Pensionsrückstellungen unter Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 18 (Vj.: T€ 15) ausgewiesen.

Kredite, Vorschüsse und Haftungsübernahmen zugunsten der Geschäftsführer bestehen nicht. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt € 28.600,00 und gliedert sich wie folgt:

a)

Abschlussprüfungsleistungen: € 7.500,00

b)

Andere Bestätigungsleistungen: € 17.500,00

c)

Steuerberatungsleistungen: € 0,00

d)

Sonstige Leistungen: € 3.600,00

Ausgelagerte Prozesse

Die Gesellschaft hat die Funktion der Gehalts- und Finanzbuchhaltung sowie die Erstellung der Handels- und Steuerbilanzen an eine Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und ferner die interne Revision ausgelagert. Hierfür sind im Berichtsjahr insgesamt Aufwendungen von € 25.895,23 angefallen. Durch die Auslagerung bestehen effiziente und kostenbewusste Abläufe. Die Verträge haben eine angemessen kurze Kündigungsfrist.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss wird in Höhe von T€ 310 ausgeschüttet und in Höhe des verbleibenden Betrags auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Veränderungen der Markt- und Unternehmenssituation ergeben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage gehabt hätten.

 

Osnabrück, den 13. März 2019

Geschäftsführung

Manfred Stock

Wolfgang Pieper

Thomas Hans

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

I. Grundlagen des Unternehmens/Geschäftsmodell

Rechtsform und Organe

Die KHP Knüppe, Huntebrinker & Co. GmbH, nachstehend KHP benannt, betreibt ihr Geschäft in der Rechtsform einer GmbH, eingetragen beim Handelsregister des Amtsgerichts Osnabrück, HRB 16155.

Trotz aufsichtsrechtlicher und gesellschaftsrechtlicher Zulässigkeit bietet KHP nur Finanzdienstleistungen bzw. Wertpapierdienstleistungen in den Bereichen Finanzportfolioverwaltung für private Kunden (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG), Anlageberatung für professionelle Kunden (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG) sowie Eigengeschäfte (§ 32 Abs. 1a KWG) an.

Grundsätzlich betreibt die KHP keine Eigengeschäfte. Einzige Ausnahme ist die in 2005 von der Gesellschaft als Pensionszusage für die ehemaligen Gesellschafter getätigte Geldanlage.

Gesellschafterstruktur

Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 100% von der KHP Beteiligungs AG gehalten.

II. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland des letzten Jahres: Solides Wachstum in 2018 - Wachstumskräfte für 2019 stärken

Das Statistische Bundesamt hat am 15.01.2019 bekannt gegeben, dass die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr um 1,5 % gewachsen ist. Dies ist eine Abschwächung gegenüber den ursprünglichen Erwartungen, aber ein solides Ergebnis, das zeigt, dass die deutsche Wirtschaft nach wie vor wächst.

Gründe für das geringere Wachstum liegen in einer global abgeschwächten Konjunktur, im Niedrigwasser durch die anhaltende Dürreperiode, in den Absatzproblemen der Automobilindustrie aufgrund der WLTP-Problematik und in dämpfenden Sondereffekten wie der Grippewelle oder Streiks. Die Binnenwirtschaft lieferte rechnerisch die entscheidenden Impulse.

Der Sondereffekt WLTP läuft aber allmählich aus und ab dem Jahreswechsel ergeben sich zusätzliche Impulse durch die Umsetzung des Koalitionsvertrages, z. B. durch die Senkung von Steuern und Abgaben oder das Baukindergeld. Das Wachstum setzt sich daher im laufenden Jahr fort.

Trotz einer leichten Abschwächung der Auftragseingänge ist der Auftragsbestand weiterhin sehr hoch. Das Baugewerbe befindet sich in der Hochkonjunktur.

Die Einkommen steigen und ebenso die Konsumnachfrage der privaten Haushalte.

Die Erwerbstätigkeit nimmt weiter zu und der Rückgang der Arbeitslosigkeit setzt sich fort.

Im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat am 15.01.2019 der 85. Konjunkturrat für die öffentliche Hand getagt. Schwerpunkte der Sitzung sind traditionell die konjunkturelle Lage in Deutschland und der Ausblick auf die wirtschaftspolitische Strategie der Bundesregierung. Dieses Jahr wurde ferner ausführlich über die Auswirkungen protektionistischer Handelspolitik auf Wachstum und Konjunktur diskutiert.

Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr preisbereinigt in einem unruhigen außenwirtschaftlichen Umfeld und trotz der Produktions- und Absatzstörungen bei den Pkw-Herstellern solide um 1,5 % gewachsen, nach +2,2 % im Boomjahr 2017. Die Impulse kamen rechnerisch ausschließlich von der Binnenwirtschaft. Die Ausfuhren nahmen angesichts der geringeren Dynamik der Weltwirtschaft langsamer zu als im Vorjahr und auch weniger als die von der starken Binnenwirtschaft nachgefragten Einfuhren. Die privaten und staatlichen Konsumausgaben wurden spürbar ausgeweitet, aber weniger deutlich als im Vorjahr. Stärker als im Vorjahr entwickelten sich die Bruttoinvestitionen, wozu neben Investitionen in Ausrüstungen und Bauten auch ein Vorratsaufbau aufgrund des Staus bei den Pkw-Typenzulassungen beitrug. Der Lagerbestand dämpfte auch noch im Jahresendquartal die Erzeugung. Dennoch dürfte die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal nach dem Rückgang im dritten wieder zugelegt haben. Die Auftragseingänge in der Industrie zeigen eine Bodenbildung und stärken die Erwartung eines Ausklingens der WLTP-Problematik. Unterstützung erhält die Binnenkonjunktur Anfang des Jahres durch die spürbare Entlastung von Bürgerinnen und Bürgern bei Steuern und Abgaben sowie die Erhöhung der monetären Sozialleistungen. Die Konjunktur dürfte daher auch zu Jahresbeginn aufwärtsgerichtet bleiben.

Für die Weltkonjunktur zeichnet sich eine Verlangsamung ihrer Dynamik ab. So startete die industrielle Erzeugung nur schwach ins vierte Quartal 2018. Der Welthandel entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gedämpft. Der IHS Markit PMI für die globale Industrie lag im Dezember 2018 auf dem niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Auch der ifo Index zum Weltwirtschaftsklima gab für das vierte Quartal 2018 eine verhaltene Stimmung wieder. Angesichts der Indikatoren und der derzeitigen Ballung globaler Risiken hat die Weltbank ihre Wachstumsprognose für die globale Konjunktur zuletzt nach unten korrigiert. Insgesamt gehen die internationalen Organisationen in ihren letzten Prognosen von einer weniger dynamischen, aber weiterhin merklich aufwärtsgerichteten Entwicklung der Weltwirtschaft aus.

Dies zeigt sich auch in den Zahlen zu den deutschen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen. So nahmen die Exporte im November saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 1,6 % ab. Im Zweimonatsvergleich Oktober/November gegenüber August/September sind die Ausfuhren nominal leicht gestiegen (+0,9 %). Preisbereinigt dürfte diese Steigerung jedoch geringer ausfallen. Die ifo Exporterwartungen fielen auf ein Zwei-Jahres-Tief. Die nominalen Importe von Waren und Dienstleistungen gingen im November saisonbereinigt um 1,0 % zurück. Im Zweimonatsvergleich ergab sich ein Plus von 1,3 %. Bei steigenden Importpreisen dürfte sich preisbereinigt aber auch hier ein schwächerer Anstieg ergeben. Insgesamt deuten die Indikatoren auf eine verhaltene Entwicklung der Ausfuhren in den kommenden Monaten hin.

Bei der Produktion im produzierenden Gewerbe ist es im November zu einer weiteren Abschwächung gekommen, wozu auch Brückentage mit beigetragen haben. Die Erzeugung in der Industrie ging im November um 1,8 % und im Zweimonatsvergleich um 1,5 % zurück. Die Produktion im Baugewerbe wurde im November ebenfalls eingeschränkt (-1,7 %). Im Zweimonatsvergleich ergab sich hier ein Minus von 0,9 %. Die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe verringerten sich im November um 1,0 % und im Zweimonatsvergleich um 0,3 %. Damit lagen sie gleichwohl in den letzten beiden Monaten rd. 1/2 Prozentpunkt über ihrem durchschnittlichen Niveau im dritten Quartal. Dies spricht zusammen mit dem hohen Auftragspolster mit einer Reichweite von 5,5 Monaten dafür, dass die Industriekonjunktur wieder etwas an Schwung gewinnt. Der gewichtige Wirtschaftsbereich Kfz/Kfz-Teile konnte zudem im Oktober und November deutlich mehr Bestellungen verbuchen (+4,1 % bzw. +4,5 %).

Angesichts der guten Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Jahr 2018 zwar spürbar um 1,0 %, aber doch deutlich weniger stark als ihre real verfügbaren Einkommen, die um 1,8 % zulegten. Nach den Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes ist die Sparquote der privaten Haushalte im Jahr 2018 um 0,4 Prozentpunkte angestiegen, was im Gegenzug die Konsumausgaben dämpfte. Nach der negativen Entwicklung im 3. Quartal nahmen aber die Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz) im Oktober und November wieder deutlich zu (+0,1 % bzw. +1,4 %). Vor dem Hintergrund der WLTP-Problematik waren die Neuzulassungen von Pkw bei privaten Haltergruppen auch im vierten Quartal insgesamt niedriger als in den Vorquartalen. Hier ist aber eine Trendwende eingetreten. Seit Oktober nehmen die Zulassungszahlen monatlich wieder spürbar zu. Für eine positive Entwicklung des privaten Konsums in den kommenden Monaten spricht außerdem der weitere Anstieg der verfügbaren Einkommen, der zum Jahreswechsel durch die Entlastungen bei Steuern und Abgaben zusätzlichen Schub erhielt.

Vom Arbeitsmarkt kamen zum Jahresende 2018 weiterhin positive Nachrichten. Die Erwerbstätigkeit wurde im November auf über 45,2 Mio. Personen ausgeweitet. Saisonbereinigt lag der Zuwachs zum Vormonat mit 34.000 Personen im Mittel der letzten Monate. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm nach einem schwachen Vormonat kräftig zu. Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften bleibt in vielen Sektoren sehr hoch, es gibt aber Anzeichen, so aus der Arbeitnehmerüberlassung und dem Baugewerbe, für eine etwas ruhigere Gangart. Die Zahl der Arbeitslosen nahm im Dezember saisonbereinigt um 14.000 Personen ab; in Ursprungszahlen stieg sie weniger stark als jahreszeitlich üblich auf knapp über 2,2 Mio. Personen. Damit erhöhte sich auch die Arbeitslosenquote leicht auf 4,9 %. Die Langzeitarbeitslosigkeit geht kontinuierlich zurück, der Vorjahresstand wurde um mehr als 11 % unterschritten. Die Stärkung der Wirtschaftskraft strukturschwacher Regionen bleibt eine Herausforderung.

Quelle: BMWi, Pressemitteilung vom 15.01.2019

Ausblick Deutschland für 2019 und 2020

ifo Institut erwartet Abkühlung, aber keine Rezession

Das ifo Institut erwartet eine Abkühlung der Konjunktur für 2019, aber keine Rezession. Der ifo Winterprognose 2018 zufolge wird das Wirtschaftswachstum in Deutschland von 1,5 Prozent in diesem Jahr auf 1,1 Prozent im kommenden Jahr zurückgehen. Für 2020 erwartet das ifo Institut dann ein Anziehen auf 1,6 Prozent, weil es deutlich mehr Arbeitstage gibt. Im Herbst hatte das ifo Institut noch mit 1,9 Prozent für 2018 und 2019 gerechnet und mit 1,7 Prozent für 2020. "Die durch die Auto-Industrie ausgelöste Schwächeperiode zieht sich noch bis 2019 hin. Zudem dämpfen mannigfache Unsicherheiten die Weltkonjunktur, vor allem Brexit, Italien und die US-Handelspolitik", sagte ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Damit wird sich der Beschäftigungsanstieg verlangsamen. Die Zahl der Erwerbstätigen wird von 44,8 Millionen in diesem Jahr auf 45,2 im nächsten und 45,5 im übernächsten Jahr steigen. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt parallel dazu von 2,3 Millionen über 2,2 auf 2,1 Millionen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent 2018,4,9 Prozent 2019 und 4,7 Prozent 2020. Die Verbraucherpreise werden steigen um 1,9 Prozent in diesem Jahr, 2,2 Prozent im nächsten und 1,8 Prozent 2020. Der finanzielle Überschuss des Staates sinkt vom Rekordwert 53,8 Milliarden Euro in diesem Jahr auf 32,5 Milliarden im kommenden Jahr und dann auf 26,8 Milliarden Euro 2020. Neben der konjunkturellen Abkühlung tragen zum Rückgang auch Entlastungen bei Steuern und Abgaben sowie höhere Ausgaben der öffentlichen Hand, insbesondere im kommenden Jahr bei.

Der international viel kritisierte Überschuss der deutschen Leistungsbilanz sinkt von 7,4 Prozent der Wirtschaftsleistung (251,4 Milliarden Euro) in diesem Jahr auf 6,8 Prozent (247,7 Milliarden Euro) im Jahre 2020.

Quelle: ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. ifo Institute - Leibniz Institute for Economic Research at the University of Munich Poschingerstr. 5, 81679 München

Makroprognosen

Die Schwankungen an den Märkten und die zuletzt schwächeren Konjunkturdaten deuten darauf hin, dass das Wachstum - wie von uns prognostiziert - langsam abflacht. Insgesamt bleibt die Weltwirtschaft aufgrund begrenzter freier Kapazitäten und zunehmender Engpässe am Arbeitsmarkt auch 2019 auf Expansionskurs. In den USA verliert die Konjunktur in den kommenden Quartalen nur moderat an Tempo, während die Verlangsamung im Euroraum deutlicher ausfällt. In den Schwellenländern hingegen bleibt das Wachstum - trotz der Abkühlung in China - weiterhin hoch.

Freilich gibt es viele Gründe, weshalb unser Basisszenario zu rosig sein könnte. Bei Erschütterungen in der Wirtschaft etwa würde die Konjunktur schneller abkühlen als von uns erwartet oder an den Märkten eingepreist. Auch bei einer aggressiven quantitativen Straffung der Geldpolitik, Eintreten der politischen Risiken (harter Brexit, durch die hohe Staatsverschuldung in Italien ausgelöste Schocks), frühzeitigem Abgleiten in die Rezession und deutlichen Korrekturen an den Finanzmärkten dürfte sich unsere Prognose als zu optimistisch erweisen.

Unsere BIP-Prognosen für den Euroraum haben wir nach unten angepasst. Statt 1,7% erwarten wir für 2019 nur noch eine Rate von 1,4%, gefolgt von 1,3% im Jahr 2020. Damit würde die Wirtschaft auch weiter über Potenzial wachsen, wobei der außenwirtschaftliche Gegenwind zunimmt. So ist der Einkaufsmanagerindex für das exportorientierte Verarbeitende Gewerbe auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren gesunken. Die globale Nachfrage nach Exporten ist wieder so niedrig wie zuletzt 2016, und jüngste Umfragen deuten auf eine Eintrübung der Unternehmensstimmung in Deutschland, Frankreich und Italien. Auch die EZB rechnet mit einer Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik und hat ihre BIP-Projektionen für 2019 entsprechend gesenkt.

Durch die nach wie vor robuste Binnenkonjunktur könnte der Gegenwind seitens der Exportnachfrage zumindest teilweise konterkariert werden. Denn die Löhne steigen wieder kräftiger (-2,5%), die Produktivität nimmt zu (-0,75%), die Gewinnmargen sind stabil und die Arbeitslosenquote sinkt weiter. Zudem sind die Finanzierungsbedingungen aufgrund des weiterhin sehr akkommodierenden Kurses der EZB locker.

Abwärtsrisiken dominieren den Risikoausblick, insbesondere ungeordneter Brexit und Schuldenkrise in Italien.

Nach 6,6% in diesem Jahr dürfte sich das Wachstum in China auf 6,3% im Jahr 2019 und 6,0% im Jahr 2020 abschwächen.

Zwar drohen durch den US-chinesischen Handelskonflikt und die damit verbundenen Negativeffekte für die Exporte weiterhin erhebliche Risiken. Als größter Bremsklotz dürfte sich aber die Abkühlung am Immobilienmarkt erweisen.

Die Makrodaten für November bestätigten das negative Signal. So sind die Landverkäufe um 2,7% im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen (-11,4% 3M gleit. Durchschnitt). Die Autoverkäufe verliefen weiterschleppend, die Industrieproduktion ist (nach einem Plus von 5,9% im Oktober) nur noch um 5,4% gg. Vj. gestiegen, und der Anstieg der Einzelhandelsumsätze fiel mit 8,1% schwächer als im Oktober (8,6%) aus.

Wir gehen davon aus, dass die chinesische Regierung an ihrem aktuellen Kurs festhält und Anfang des Jahres die Steuern weiter senkt sowie die Regulierung am Immobilienmarkt lockert. Seitens der PBoC erwarten wir drei Senkungen der Mindestreserveanforderungen (um jeweils 100 Bp.). Zinserhöhungen schließen wir angesichts der nur langsam steigenden Inflation aus.

Der in die Verlängerung gehende globale Wirtschaftszyklus dürfte sich positiv auf die Schwellenländer auswirken. Für 2019 rechnen wir mit einem Wachstum von 4,7%, für 2020 mit 4,8%.

Angesichts der geringen Wahrscheinlichkeit einer US-Rezession, der allmählichen Straffung der Geldpolitik und der erwarteten Dollarschwäche scheinen die Liquiditätssorgen, denen im vergangenen Jahr die Schwellenländer ausgesetzt waren, 2019 geringer.

Die einzelnen Regionen befinden sich in unterschiedlichen Phasen des Konjunkturzyklus. Lateinamerika dürfte dank der Impulse aus Brasilien langsam aufschließen. In Asien hingegen hat das Wachstum seinen Höhepunkt erreicht und dürfte im Zuge der Abkühlung in China bis ins Jahr 2020 an Schwung verlieren. Im Raum EMEA sind die Aussichten düster. Dies gilt vor allem für Zentraleuropa. Südafrika hingegen ist auf dem Erholungspfad.

In Indien, Argentinien, Indonesien und Südafrika bevorstehende Wahlen könnten für Wachstumsimpulse sorgen.

Geldpolitik

Fed: Statt vier nur noch drei Zinsschritte im Jahr 2019 erwartet

EZB: QE endet zum Jahresende, eine erste Anhebung des Einlagensatzes um 15 Bp. erwarten wir nun nicht mehr für September 2019, sondern erst für März 2020

BoJ: Diskussion in den kommenden 2-3 Jahren über eine Umstellung des geldpolitischen Inflationsziels auf ein Wachstums- oder Preisziel

BoE: Ein Zinsschritt im August 2019. Bei einer frühzeitigen Brexit-Lösung ist ein Vorziehen der Anhebung resp. eine Erhöhung des Tempos denkbar

PBoC: Drei Senkungen der Mindestreserveanforderungen

Wichtige Abwärtsrisiken

Ungeordneter Brexit: Angesichts der aktuellen Pattsituation im britischen

auf EU-Autos resp. restliche China-Importe. Eskaliert der Konflikt Parlament steigt das Risiko, dass Großbritannien die EU ohne Abkommen verlässt. Die Abstimmung über den Vertragsentwurf soll nun in der Woche vom 14. Januar stattfinden. Beide Seiten haben inzwischen ihre Vorbereitungen für einen harten Brexit verstärkt

Italien, Frankreich und Europawahl: Der fortgesetzte Konfrontationskurs zwischen Italien und der Europäischen Kommission, die weitere Eskalation der Gelbwesten-Proteste in Frankreich bzw. die Unsicherheit wegen der Europawahl Ende Mai könnten für erhöhte Volatilität sorgen und das Wachstum bremsen.

Handelskonflikt: Kommt es zwischen den USA und China zu keiner Einigung, drohen Strafzölle weiter, könnte er in einen Handelskrieg münden.

Schlüsselthemen

Auch wenn ein harter Brexit nicht unser Basisszenario ist, ist die Gefahr, dass Großbritannien die EU ohne Abkommen verlässt, aufgrund der aktuellen Pattsituation gestiegen. Zwar dürfte dem Abkommen in seiner aktuellen Fassung im britischen Parlament eine Niederlage drohen, weitreichende Änderungen scheinen aus unserer Sicht aber eher unwahrscheinlich. Dennoch gehen wir von einem geordneten Austritt aus. Entsprechend könnte das Pfund hierdurch aufwerten.

Italien: Der überarbeitete Haushaltsplan, der unter anderem ein niedriges Defizit von 2,04% des BIP vorsieht, wurde zwischenzeitlich von der Europäischen Kommission gewürdigt. Ein Defizitverfahren dürfte also vorerst vom Tisch sein, vorausgesetzt alle vereinbarten Maßnahmen werden im Verlauf des kommenden Jahres umgesetzt. Da Italien trotz der Minderausgaben weiter gegen die EU-Regeln verstößt, ist aber nicht auszuschließen, dass der Konflikt wieder aufflammt. Schließlich geben das im Vergleich zum EU-Durchschnitt schwache Wirtschaftswachstum und der hohe Schuldenstand Anlass zur Sorge.

Handelskrieg; Zwischen den USA und China hat das verbale Wettrüsten infolge des im November vereinbarten 90-tägigen Waffenstillstands (bis zu dessen Ablauf höhere Zölle ausgesetzt sind) leicht an Schärfe verloren. Die jüngsten Ereignisse um Huawei und Apple machen die anstehenden Handelsgespräche aber sicherlich nicht leichter. Vor diesem Hintergrund erscheint eine Eskalation über die Handels- und Zollpolitik hinaus denkbar. Die Wahrscheinlichkeit, dass bis 1. März ein Handelsabkommen steht, liegt aus unserer Sicht bei gerade mal 30%.

Marktprognosen

Marktstimmung

Risiken nehmen zu: Zwar sind die Rahmenbedingungen nach wie vor robust. Gleichwohl steigen mit Rücknahme der geldpolitischen Akkommodierung die Risiken.

Volatilitätsausschläge werden im weiteren Verlauf häufiger.

Aktien

Optimistisch für US-Aktien. Hohe Gewinne, robustes zugrundeliegendes Wachstum.

Aktuell überverkauft, nicht in Einklang mit dem Konjunkturaus-

Staatsanleihen

Strategisch pessimistisch. Wir erwarten weitere Zinserhöhungen seitens der Fed, höhere Inflationsraten sowie von niedrigen Niveaus ansteigende Laufzeitprämien.

In Europa dürften trotz der schwächeren Wachstumsdynamik die Renditen steigen, da die EZB ihre Anleihekäufe einstellt.

Devisen

US-Dollar: längerfristig unter Druck, kurzfristig ausgeglichen. Strategisch rechnen wir im kommenden Jahr mit einer weiteren Abwertung des Dollar gegenüber anderen wichtigen Währungen. Gegenüber dem Yuan hingegen dürfte sich der Höhenflug der US-Währung fortsetzen.

Euro: optimistisch für 2019. Im Euroraum rechnen wir nach wie vor mit einer konjunkturellen Erholung sowie einer Stabilisierung der Kapitalflüsse und einem hohen Leistungsbilanzdefizit.

Yen: eher optimistisch. Aufwertung gegenüber US-Dollar das wahrscheinlichste Szenario.

Unternehmensanleihen

Strukturelle Ausweitung, kurzfristig Korrektur. Kurzfristige Korrektur der Spreads in Q1 2019, gefolgt von struktureller Ausweitung im weiteren Jahresverlauf. Im kommenden Jahr dürften EUR-Unternehmensanleihen outperformen, da diese gegenüber USD-HY-Anleihen vergleichsweise billig erscheinen.

Schwellenländer

Schwellenländer-Devisen und Staatsanleihen bevorzugt. Trotz Abwärtsrevisionen bleibt das Wachstum in den Schwellenländern hoch. Die Liquiditätssorgen, denen im vergangenen Jahr vor allem die anfälligeren Länder ausgesetzt waren, dürften 2019 gebannt sein.

Vom über Potenzial liegenden Wachstum der Weltwirtschaft, der Dollarschwäche, den eingedämmten Überhitzungsrisiken in den USA und der allmählichen Straffung der Geldpolitik dürften insbesondere Devisen, aber auch HY-Anleihen und Kreditmärkte in den Schwellenländern profitieren.

Öl

Die von der OPEC angekündigten Produktionskürzungen tragen zur Stabilisierung des Ölpreises bei, wodurch ein weiterer Preisverfall kompensiert werden dürfte. Für 2019 ist dennoch ein leichter Angebotsüberschuss zu erwarten, daher dürften die Preise unterhalb des langfristigen Gleichgewichtspreises notieren. Kurzfristig keine klare Richtung aufgrund der negativen Risikostimmung und der schlechteren Beurteilung der wirtschaftlichen Lage. Leichtes Aufwärtspotenzial in Q1 2019.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Finanzkrise hat das Interesse nach unabhängiger Beratung in Deutschland steigen lassen. Auch das Geschäftsmodell ,Unabhängige Vermögensverwalter' profitiert von dieser Entwicklung, allerdings hat der Berufsstand hierzulande noch nicht die Bedeutung wie in der Schweiz und den USA erreicht.

Dennoch verzeichnet z. B. der Verband unabhängiger Vermögensverwalter (VuV) ein steigendes Interesse an den Leistungen unabhängiger Vermögensverwalter. "Finanzkrise und schwindendes Vertrauen gegenüber Banken führen dazu, dass unabhängige Vermögensverwalter auf ein vermehrtes Interesse bei möglichen Neukunden stoßen."

In Deutschland steht weiterhin die Beratung auf Provisionsbasis im Fokus. Zukünftig ist jedoch davon auszugehen, dass sich einhergehend mit dem Vertrauensverlust in die renommierten Institute die Kunden verstärkt der Honorarberatung sowie der Finanzportfolioverwaltung zuwenden werden.

Weiterhin ist aufgrund der Nullzinspolitik der Notenbank wieder verstärkt festzustellen, dass sich die Bereitschaft der Anleger wieder in die globalen Kapitalmärkte zu investieren, deutlich erhöht hat.

Die Anlagealternativen für vermögende Privatpersonen steigen durch neue, innovative Produkte beständig. Diese Produktvielfalt erschwert den Anlegern häufig einen qualifizierten Vergleich der angebotenen Produkte bzw. Dienstleistungen. Auch aus diesem Grund ist zukünftig mehr denn je die professionelle Betreuung entsprechender liquider Vermögenswerte gefragt. Ebenso wächst der Anteil der Einkommens- bzw. Vermögensmillionäre in der Gesellschaft.

Der regulatorische Aufwand für Finanzdienstleister hat sich jedoch in den vergangenen Jahren, auch durch die gesetzlichen Neuregelungen unter MiFid II, deutlich erhöht. In diesem Marktumfeld erwarten wir für unseren Betreuungsansatz, der die Interessen des Anlegers in den Vordergrund rückt, weitere Wachstumschancen.

B. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf ist, auch gegenüberüber den Vorjahren, von einer sehr stetigen Entwicklung geprägt. Die Einnahmen im Jahr 2018 entwickeln sich auf dem erwarteten Niveau. Die betreuten Mandate haben sich auf konstantem Niveau entwickelt.

C. Lage

1. Ertragslage

Die Provisionserträge der KHP sinken erwartungs- und planungsgemäß aufgrund aufsichtsrechtlicher Vorgaben im Berichtszeitraum um 22,6 %. Die Auswirkungen auf die Ertragslage durch neue aufsichtsrechtliche Vorgaben sind bereits seit Jahren bekannt und waren in allen Planungen berücksichtigt, sodass uns diese Entwicklung nicht überrascht.

Die darin enthaltenen Einnahmen aus Mandatsgebühren sind um 3,6 % gesunken. Ursächlich für diese Entwicklung war im Wesentlichen die stichtagsbezogene volatil beeinflusste Bewertung auf das verwaltete Vermögen als Basis der Gebührenabrechnung gegenüber dem Vorjahr.

Daneben konnte die KHP in 2018 zusätzliche Provisionserträge erzielen. Diese resultieren aus Anlageberatung für Investmentfonds. Insgesamt erreichte dieser Teil der Provisionseinnahmen einen Anstieg von 15,4 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Provisionsaufwendungen betrugen TEUR 0 gegenüber TEUR 8 im Vorjahr.

Zinserträge sind im Berichtszeitraum aufgrund der Nullzinspolitik der Notenbanken für die vorhandene Liquidität auf dem im Firmenkonto nicht erwirtschaftet worden.

Der Verwaltungsaufwand betrug 2018 insgesamt TEUR 1.283 gegenüber TEUR 1.255 (+2,2 %) und bewegte sich damit auf Vorjahresniveau.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen im Berichtszeitraum wie im Vorjahr TEUR 13.

Die Aufwands-Ertrags-Relation (cost-income-ratio) hat sich aufgrund der geringeren Provisionserträge trotz erneut gesunkener Verwaltungsaufwendungen im Berichtsjahr mit 66,0 % gegenüber 49,9 % im Vorjahr verschlechtert.

Das ausgewiesene Geschäftsergebnis vor Ertragsteuern betrug in 2018 TEUR 674 gegenüber TEUR 1.180 in 2017 (-42,9 %). Korrespondierend sinkt auch der Ertragssteueraufwand um TEUR 146 auf TEUR 217 zu TEUR 363 im Vorjahr.

Der Jahresüberschuss reduziert sich aufgrund der oben dargestellten Entwicklungen von TEUR 812 auf TEUR 457 (-43,7 %).

2. Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft kann als stabil erachtet werden. Unseren Zahlungsverpflichtungen konnten wir jederzeit auch innerhalb möglicher Skontofristen nachgehen. Die wesentlichen Cashflows stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2018
T€
2017
T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 492 1.122
Cashflow aus Investitionstätigkeit -20 -21
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -655 -550

Die Entwicklung der Cashflows entspricht im Wesentlichen der Liquiditätsplanung.

3. Vermögenslage

Die Vermögenswerte sind mit Ausnahme des Anlagevermögens (TEUR 43) ausschließlich kurzfristiger Natur. Die Schulden sind, abgesehen von den Pensionsrückstellungen (TEUR 18) und sonstigen Rückstellungen (TEUR 4), ebenfalls kurzfristig fällig.

Unter den Forderungen an Kreditinstitute werden ausschließlich liquide Mittel ausgewiesen. Diese decken sämtliche Verbindlichkeiten sowie die kurzfristigen Rückstellungen.

D. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Aktivitäten des Unternehmens fokussieren sich ausschließlich auf das Geschäftsfeld Finanzportfolioverwaltung sowie die professionelle Advisory Tätigkeit für Kapitalverwaltungsgesellschaften.

Die Erlöse hängen wesentlich von dem verwalteten Vermögen unserer Kunden ab. Unternehmerische Planungen hängen von der jeweils erwarteten Vermögenshöhe ab.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind z.B. die Steigerung der Kundenzufriedenheit, um zukünftig aufgrund von Weiterempfehlungen neue Mandanten zu gewinnen. Damit stellen die Mitarbeiter der Gesellschaft den wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikator dar. Der Verlust von Mandanten hat naturgemäß Auswirkungen auf die Höhe des verwalteten Vermögens.

III. Prognosebericht

Validierung der Vorjahresprognose:

Hinsichtlich der Umsatzerlöse des Jahres 2018 deckt sich die tatsächliche Entwicklung mit unseren Prognosen des Vorjahres. Nach vollständiger Umsetzung der Vorgaben nach MiFID II sind Erlösbestandteile weggefallen. Diesen Rückgang konnten wir bereits in unsere Planungen berücksichtigten. Aufgrund von erfolgreichem Kostenmanagement bewegen sich die Kosten auf dem erwarteten konstanten Niveau.

Prognose des künftigen Geschäftsjahres:

Wir erwarten für das Geschäftsjahr steigende Umsatzerlöse und stabile Erträge. Durch die Verstärkung unserer Anzahl an Kundenbetreuen gehen wir von einer positiven Entwicklung der AuM (Assets under Management) in 2019 aus.

Wir rechnen mit einem konstanten Verlauf der sonstigen Kosten.

Das verwaltete Kundenvermögen sehen wir auch in Zukunft auf leicht verbessertem Niveau. Die neu eingeworbenen Kunden tragen gleichzeitig zur Verjüngung der Kundenstruktur bei und stellen sicher, dass die natürliche Fluktuation ausgeglichen wird.

IV. Chancen- und Risikobericht

A. Risikobericht

a) Allgemein

Die derzeitige Nullzinspolitik der Notenbanken wird aus unserer Sicht noch eine geraume Zeit die Entwicklung der Kapitalmärkte begleiten und somit allen Investoren an den Kapitalmärkten mehr Risikobereitschaft abverlangen, um den Erhalt der Kaufkraft sicherzustellen.

Da jedoch nicht alle Mandanten die notwendige Risikobereitschaft mitbringen, ist es in konservativen Vermögensstrukturen schwierig, einen entsprechenden Mehrwert für die Kunden gegenüber Kontoguthaben zu erzielen.

Bewertungsabschläge der Aktien gegenüber dem aktuellen hohen Kursniveau würde das von uns verwaltete Kundenvolumen, trotz konservativer Ausrichtung, grundsätzlich reduzieren.

Die Altersstrukturkurve unserer Kunden ist jedoch, wie in der gesamten Branche üblich, von einem hohen Durchschnittsalter gekennzeichnet. Trotz intensiver Bemühungen mit der Nachfolgegeneration frühzeitig in Geschäftsbeziehung zu treten, ist es nicht gänzlich auszuschließen, dass nicht alle Mandate auf die Erbengeneration übertragen werden können.

Die regulatorischen Anforderungen durch den Gesetzgeber im Bereich Compliance ist für alle Unternehmen der Größe einer KHP eine Herausforderung und bedarf zukünftig erhöhter Schulung der Mitarbeiter sowie effizienter Unternehmensstrukturen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Dies ist mit weiter hohen Kosten und hohem Personaleinsatz verbunden.

Gewisse Unsicherheiten durch die Umsetzung von MiFiD II in nationales Recht können zukünftig zu einer neuen Struktur der Gesamteinnahmen führen. Aus diesem Grund ist diese Entwicklung frühzeitig über neue Preismodelle zu kompensieren.

Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) in der Fassung vom 27. Oktober 2017 hinsichtlich organisatorischer und prozessualer Abläufe zur Steuerung und Überwachung von Risiken wurde vollständig umgesetzt. Durch eine regelmäßige Berichterstattung wird die Geschäftsleitung zeitnah und umfassend über wesentliche Risiken, einschließlich der daraus resultierenden Risikokonzentration, informiert. Das Risikomanagement basiert auf einer regelmäßigen Risikoinventur sowie einer Schwellenwertanalyse zur Einstufung der Risiken und Festlegung von Meldegrenzen. Ferner werden regelmäßige Stresstests und worst-case-Szenarien berechnet und entsprechende Ergebnisse im Rahmen des Risikomanagements verwertet.

b) Adressausfallrisiken

Die Adressausfallrisiken resultieren wesentlich aus Forderungen an Kunden sowie an Kreditinstitute. Adressausfallrisiken aus Forderungen an Kreditinstitute resultieren überwiegend aus Geldanlagen bei verschiedenen Banken und sind somit als sehr gering einzustufen.

a. Liquiditätsrisiken

Die Überwachung des Liquiditätsrisikos obliegt der Geschäftsleitung. Die Überwachung erfolgt wesentlich durch Stresstests sowie einer kurz- bis mittelfristigen Liquiditätsplanung (Cashflow-Prognosen).

b. Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken des Handelsbuchs sind nicht vorhanden. Schwankungen der Vermögen in den uns anvertrauten Wertpapierdepots unserer Kunden werden IT-gestützt überwacht. Zur Minderung der Risiken aus Kursschwankungen und damit einhergehender Volatilität in den für Dritte verwalteten Depots, wird grundsätzlich eine konservative Anlagestrategie verfolgt.

c) Operationelle Risiken

Operationelle Risiken bestehen grundsätzlich im Zusammenhang mit Anlageentscheidungen für Dritte sowie mit dem Einsatz der dafür zur Verfügung stehenden Informationssysteme. Der Risikofaktor betrifft dabei im Wesentlichen das Reputationsrisiko.

Zur Reduzierung der operationellen Risiken werden professionelle Standards eingeführt und überwacht. Zur Einhaltung der aufsichtsrechtlichen und gesetzmäßigen Vorgaben werden erfahrene Mitarbeiter eingesetzt und Organisationsrichtlinien erarbeitet sowie externe Berater für branchenspezifische Fragestellungen beauftragt.

B. Chancenbericht

KHP ist aufgrund seiner geschäftspolitischen Ausrichtung und Fokussierung auf die "gehobene Privatkundschaft" auch in schwierigen Zeiten grundsätzlich weiterhin gut aufgestellt.

Das an vielen Punkten verloren gegangene Vertrauen in die traditionellen Kreditinstitute rückt das Geschäftsmodell unabhängige Vermögensverwaltung wieder mehr in den Fokus der vermögenden Privatkundschaft.

Das Unternehmen verfügt über schlanke Kostenstrukturen. Dies stellt eine hohe Effizienz des Unternehmens sowie eine gute Ertragskraft auch in Zukunft sicher.

Sämtliche innerbetrieblichen Arbeitsabläufe hinsichtlich Effizienz und Kosten werden ständig überprüft und laufend weiter optimiert.

Durch die erfolgreiche Neukundenakquisition in den vergangenen Jahren wurde das Durchschnittsalter unserer Mandanten bereits reduziert.

Unsere Gesellschaft steht im Wettbewerb mit zahlreichen anderen Vermögensverwaltern (Banken, Sparkassen, selbständigen Vermögensverwaltern).

In Osnabrück ist eine gewisse Konzentration im Bereich ,Unabhängige Vermögensverwaltung' zu erkennen. Die Assets under management betragen insgesamt ca. 1 Mrd. Euro. Da in allen Gesellschaften Mitarbeiter aus den hiesigen Banken beschäftigt sind, ist es schwierig neue Mitarbeiter aus der Region zu gewinnen. Die Marktdurchdringung von unabhängigen Vermögensverwaltern in der Region Osnabrück ist somit höher als in vergleichbaren Städten wie z.B. Münster oder Bielefeld.

Aus diesem Grund wird der Wettbewerb weiterhin über Servicequalität und Vertragskonditionen ausgetragen. Besonders aggressive Konditionsofferten von Mitbewerbern waren im Berichtszeitraum weiterhin nicht zu spüren.

Die hohe Qualität unserer Dienstleistungen, die Kundennähe, die individuelle, persönliche und vor allem unabhängige Betreuung reduzieren das Risiko Kunden aus Unzufriedenheit zu verlieren.

C. Gesamtaussage

Das Geschäftsmodell unabhängige Vermögensverwaltung ist weiterhin als ein Wachstumsmarkt zu sehen.

Entscheidend für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens ist es, an dieser Entwicklung entsprechend zu partizipieren und die Anzahl der betreuten Kunden sowie das verwaltete Vermögen nachhaltig zu steigern, um zukünftig höhere Kosten durch einen höheren Verwaltungsaufwand im regulatorischen Bereich ausgleichen zu können.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen.

Zur Absicherung einer an die ehemaligen Geschäftsführer gewährten Altersvorsorge besteht ein verpfändetes Fondsvermögen bei Deutsche Asset Management Investment GmbH. Das Fondsvermögen in Höhe von TEUR 302 wird mit der bestehenden Verpflichtung in Höhe von TEUR 321 saldiert ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele und - soweit vereinbart - unter Ausnutzung von Skontoabzügen beglichen.

Derivative Finanzinstrumente werden nicht vom Unternehmen gehalten.

VI. Sonstige Angaben

Die Geschäftsführer sind nur gemeinsam oder jeweils gemeinsam mit einem Prokuristen zur Vertretung befugt.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

 

Osnabrück, den 13. März 2019

Manfred Stock, Geschäftsführer

Wolfgang Pieper, Geschäftsführer

Thomas Hans, Geschäftsführer

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