Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 8142
Vorher
Ford Piske GmbH
Eingetragen
4.5.1999
Branche
Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Der Handel mit neuen und gebrauchten Kraftfahrzeugen, sämtlichem Zubehör sowie Waren aller Art und die Reparatur und Ausrüstung von Fahrzeugen und Geräten aller Art, sowie der Vermietung von Kraftfahrzeugen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Bosse
seit 4.3.2021
Prokura
Torsten Pape
seit 4.3.2021
Prokura
Stefan Piske
seit 22.7.2008
Geschäftsführer
Hans-Georg Piske
seit 20.9.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

38302 Wolfenbüttel Ahlumer Str. 86
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Piske GmbH

Wolfenbüttel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branchenumfeld

Entwicklung von Gesamtwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Laut Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 des Statistischen Bundesamtes kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Das Branchenumfeld

Die hohe Inflation hatte auf die Nachfrage nach Fahrzeugen weniger Einfluss als in anderen Bereichen der Wirtschaft und es konnten im Jahr 2023 3,7 Millionen (+5,5%) neu zugelassen werden. Der negative Trend aus den Vorjahren wurde vorerst gestoppt. Im Bereich der Personenkraftwagen konnte ein Anstieg von 7,3% auf 2.844.609 verzeichnet werden. Hiervon war knapp die Hälfte aller Fahrzeuge (48,5%) mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. Ford konnte den negativen Trend beim PKW-Marktanteil aus dem Vorjahr leider nicht stoppen und verlor 11,2% und schloss das Jahr mit 4,1% ab. Mazda konnte nach den schwächeren Vorjahren den Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr von 1,3% auf 1,6% steigern, die Neuzulassungen konnten trotz der ebenfalls starken Konkurrenz um 32,6% zulegen. Der Bereich der Nutzfahrzeuge schloss das Jahr ausschließlich mit positiven Vorzeichen mit einem Gesamtanstieg von 8,4 % ab. Ford Nutzfahrzeuge konnte mit einem Marktanteil von 12,8% das bisher erfolgreichste Gesamtjahr verzeichnen (+7,8% gegenüber Vorjahr). (Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt, Flensburg, Jahresbilanz 2023)

II. Das Unternehmen

Das seit 1965 existierende Unternehmen wurde vom Kraftfahrzeugmeister Hans-Georg Piske gegründet und vertrat zunächst die Marke Renault in Wolfenbüttel, zu Beginn nur als Servicebetrieb, später auch zusätzlich als eigenständiger Händler.

Im Jahre 1988 erfolgte der Wechsel zur Marke Ford.

2008 wurde die Möglichkeit des Mehrmarkenvertriebes aus der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) von 2005 genutzt, um die weitere Marke Mazda ins Unternehmen zu integrieren und fortan in Wolfenbüttel als Exklusiv-Händler zu vertreten.

Am 29.04.2017 erfolgte die Eröffnung des neuen Ford Stores, welcher zur Vermarktung des Ford Mustang sowie der Vignale-Austattungslinie berechtigt. Zusätzlich erfolgte die Unterzeichnung des BEV-Sideletters, welcher zum Verkauf der Elektrofahrzeug-Palette berechtigt. Im Frühjahr 2023 erfolgte die Kündigung der Händlerverträge durch Ford deutschlandweit zu 2025. Eine weitere Zusammenarbeit wurde durch die Unterschrift der neuen Handels- und Serviceverträge über das Jahr 2025 hinaus mit dem Start dieser zum 01.04.2025 beschlossen.

III. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

Die Autohaus Piske GmbH setzte im Jahr 2023: 1112 Fahrzeuge (im Vorjahr 1309) ab. Dieses Ergebnis setzt sich aus Neuwagen 509 (Vorjahr 701) und Gebrauchtwagen 603 (Vorjahr 608) zusammen.

Unsere Umsatzerlöse verminderten sich insgesamt um rd. 10%. Dabei entfällt auf das Neuwagengeschäft eine Minderung von rd. 24%. Diese konnte nur zum Teil durch das Gebrauchtwagengeschäft (rd. +8%) kompensiert werden. Unser Materialaufwand sank insgesamt um rd. 12%.

Im Ergebnis verminderte sich daher unser Rohergebnis von T€ 5.852 im Vorjahr um T€ 55 auf T€ 5.797 (= rd. -1%).

Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt in 2023 T€ 1.337 und liegt damit unter dem Vorjahr (T€ 1.515).

Im Geschäftsjahr haben wir ein Jahresergebnis in Höhe von T€ 894 (im Vorjahr T€ 1.039) erwirtschaftet. Damit entspricht dies unseren im Vorjahr dargestellten Umsatzerwartungen und einem erneut positiven Jahresergebnis.

IV. Lage der Gesellschaft

Die unternehmensbezogenen finanziellen Leistungsindikatoren werden nachfolgend zusammen mit den Lagekennzahlen dargestellt.

1. Vermögenslage

Die Vermögenslage wird durch das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital in Höhe von rd. T€ 8.009 = 49,2 % (im Vorjahr T€ 7.114 = 44,8 %) der Bilanzsumme dargestellt. Das Anlagevermögen macht 13,6% (im Vorjahr 13,5%) der Bilanzsumme aus. Unser Vorratsvermögen beläuft sich auf T€ 10.547 (im Vorjahr T€ 10.235) = 64,8 % (im Vorjahr 64,4 %) der Bilanzsumme.

2. Finanzlage und Liquidität

Das Anlagevermögen unserer Gesellschaft wird vom ausgewiesenen Eigenkapital überdeckt. Damit können wir unsere Finanzierung nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen als geordnet bezeichnen. Die kurzfristige Fahrzeugfinanzierung wurde in 2023 weiter reduziert (T€ 6.799; im Vorjahr T€ 7.171).

Die Stichtagsliquidität hat sich gegenüber dem Vorjahr von T€ 511 um T€ 531 auf T€ 1.042 erhöht. Die Liquidität dritten Grades beläuft sich auf rd. 167% (im Vorjahr rd. 149%).

Unseren fälligen Zahlungsverpflichtungen konnten wir im Geschäftsjahr jederzeit nachkommen.

3. Ertragslage

Im Vergleich zu den letzten drei Geschäftsjahren entwickelte sich die Ertragslage zusammengefasst wie folgt:

2020
T€
2021
T€
2022
T€
2023
T€
Rohergebnis 5.626 5.293 5.852 5.797
Personalkosten -2.828 -2.778 -2.887 -2.874
Abschreibungen -140 -146 -144 -149
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.977 -1.200 -1.288 -1.329
Finanzergebnis -134 -53 -18 -108
Steuern -190 -342 -476 -442
Jahresergebnis 357 754 1.039 895

Unsere durchschnittliche Eigenkapitalrentabilität beträgt rd. 11% (im Vorjahr rd. 15%).

V. Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft

Chancen

Für das Jahr 2025 gehen die Erhebungen der Bundesregierung für Gesamtdeutschland von einer Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung aus, welche zu einer Wachstumsrate des realen Bruttoinlandsproduktes von 1% führen dürfte (Quelle: Finanzbericht 2025, Webseite Bundesfinanzministerium).

Die weiterhin konsequente Ausbildung in allen Bereichen der Autohaus Piske GmbH sollte auch in Zukunft die ausreichende Personalstärke sichern.

Durch die Verschärfung der Klimavorgaben ab dem Jahr 2025 erhoffen wir uns Verkaufsimpulse für die Modell-Neueinführungen der vollelektrischen PKW-Modelle Ford Explorer, Capri, Puma sowie den elektrifizierten Transit und Tourneo Modellen. Auch im Mazda-Bereich erwarten wir einen Aufschwung im Bereich der Elektromobilität durch die neuen vollelektrischen Versionen des Mazda CX-5 und Mazda 6.

Die gestiegenen allgemeinen Lebenshaltungskosten führen weiterhin zu Kaufzurückhaltung und geringerer Investitionsbereitschaft, ältere Fahrzeuge werden länger genutzt. Hier ist es unabdingbar, die Kunden weiterhin an unser Haus und die Marke zu binden, um in Zukunft weiter Fahrzeuge zu liefern und Serviceleistungen erbringen zu können.

Ebenfalls positiv auf das Werkstattgeschäft können sich der Wegfall einiger Mitbewerber durch verschärfte Herstellervorgaben im Servicebereich auswirken und zusätzlich den Kundenstamm vergrößern sowie die bereits sehr gute Auslastung noch weiter verbessern.

Ergänzend können die aktuell noch hohen, wenn auch leicht sinkenden Gebrauchtwagenpreise förderlich sein, um die geringere Nachfrage nach Neufahrzeugen auszugleichen. Zusätzliche Absatzkanäle im Gebrauchtwagenbereich mit einem größeren Produktportfolio werden geschaffen, um eine breitere und neue Kundschaft anzusprechen.

Um dem stetigen Wandel zur Elektromobilität gerecht zu werden, sind für die kommenden Jahre weitere elektrifizierte Fahrzeuge unserer Hersteller geplant, um den CO 2 -Ausstoß zu reduzieren und damit hohe Strafzahlungen zu vermeiden. Die Investitionen in die Zukunft mit der geplanten Elektroladeinfrastruktur, dem Ford Store Neubau, zahlreichen Modernisierungen, der stetigen Durchführung von Renovierungen und damit auch die Erfüllung aller Herstellervorgaben, sowie die Einführung des Transit Center 2.0 sollten eine gute Grundlage für die kommenden Herausforderungen der nächsten Jahre sein.

Sollten unsere Hersteller auch weiterhin elektrische Fahrzeuge nach Vertragsauslauf zurücknehmen, könnte das Risiko von unvorhersehbaren Restwerten in diesem Bereich ebenfalls deutlich minimiert werden.

Risiken

Die Folgen des Wegfalls der Umweltprämie und die allgemeine Unsicherheit in Deutschland sind deutlich erkennbar, die Lagerbestände der Hersteller und Händler sind deutlich angestiegen, was zu erhöhten Zinsbelastungen und hohen Preisnachlässen führt.

Das Restwertrisiko der vollelektrischen Fahrzeuge ist weiterhin schwer einschätzbar und könnte den Fortbestand einiger Unternehmen möglicherweise gefährden, wenn dieses nicht, wie in unserem Fall durch den Hersteller getragen wird.

Hohe Energiepreise und undurchsichtige Preisgestaltung im Bereich der noch unzureichenden öffentlichen Ladeinfrastruktur beeinträchtigen diesen Geschäftsbereich zusätzlich.

Eine Ausweitung des Online-Vertriebs darf in Zeiten der Digitalisierung nicht vernachlässigt werden, um weiterhin am Markt bestehen zu können.

Weiterhin besteht immer noch das Risiko im Auslauf unserer Volumenmodelle Fiesta, Ecosport und in Zukunft auch beim Focus, welche durch die von Ford neu entwickelten Produkte nicht eins zu eins ersetzt werden können und ggf. durch die Modelle von Mazda vertreten werden müssen, um die Kunden nicht an andere Marken/Hersteller zu verlieren.

Auswirkungen auf das Service- und Ersatzteilgeschäft lassen sich aktuell noch nicht absehen. Zusätzliches Werkstatt- und Servicepersonal wird (trotz) vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels dringend benötigt und gesucht, um das erwartete höhere Arbeitsaufkommen in den kommenden Jahren bewältigen zu könne.

Aufgrund der stabilen Finanzlage unseres Unternehmens und den im Vergleich zum Wettbewerb geringen Lagerbeständen an Fahrzeugen, sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Für den Bedarfsfall im Tagesgeschäft sind ausreichend Kreditlinien vertraglich vereinbart, die nur derzeit zum Teil genutzt werden. Im Rahmen unserer Einkaufsfinanzierung sind wir von den Entwicklungen an den Finanzmärkten abhängig und spüren diese bei den gestiegenen Lagerfinanzierungskosten, gehen aber davon aus, dass sich das Zinsniveau im Laufe des Jahres oder im kommenden Jahr weiter abschwächen wird.

Das Kontokorrentkonto wird weiterhin fast ausschließlich im Guthabenbereich geführt und die Einkaufsfinanzierung stetig entlastet.

Steigen die Einkaufskosten bzw. entwickeln sich die Verkaufserlöse geringer als erwartet, wird das Ergebnis entsprechend belastet und umgekehrt würde sich das Ergebnis entsprechend besser darstellen als erwartet. Auch der Wegfall der Umweltprämie, ein hohes Zinsniveau, eine Erhöhung der Steuer- / Abgabenbelastung der Bürger sowie eine erneut hohe Inflation könnten in Zukunft einen negativen Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung haben.

Unsere wesentlichen Finanzinstrumente bestehen aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Einkaufsfinanzierung). Die Zahlungseingänge der Kunden erfolgen regelmäßig innerhalb der Zahlungsziele. Die bis dato gute Zahlungsmoral unserer Kunden und das organisierte Mahnwesen führten zu keinen wesentlichen Forderungsausfällen. Innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen wird der Ausgleich der Verbindlichkeiten vorgenommen. Wir haben u.a. eine OPOS-Buchhaltung implementiert. Wir verfolgen grundsätzlich eine konservative Finanzpolitik. Zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird die Liquidität kontinuierlich überwacht; eine Abstimmung der Kontensalden erfolgt täglich im Rahmen der Buchhaltung. Sollten bei finanziellen Vermögenswerten, insbesondere Forderungen, Risiken erkennbar sein, werden wir Wertberichtigungen vornehmen.

Ausblick

Die gestiegenen Energiekosten und Zinsen, sowie eine generelle Verteuerung in Deutschland insbesondere auch aufgrund des Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine sind auch im Jahr 2024 weiterhin präsent. Zusätzlich wird das Kaufverhalten durch die Uneinigkeit in der Politik stark beeinflusst und führt zu Kaufzurückhaltung und weniger Konsumbereitschaft in allen Bereichen. Mögliche Neuwahlen in 2025 könnten ein positives Signal für die Gesamtwirtschaft sein und der Rezession entgegenwirken. Wir erwarten für die Geschäftsjahre 2024 und auch für 2025 trotz einer konstant guten Entwicklung im Gebrauchtwagengeschäft sowie im Servicegeschäft nach dem derzeitigen Kenntnisstand einen leichten Rückgang unserer Umsatzzahlen.

Zur Unterstützung der Automobilwirtschaft bleibt eine Förderung seitens der Bundesregierung weiterhin unumgänglich. Weitere Konjunkturstärkungsmaßnahmen, wie beispielsweise eine Wiedereinführung der Umweltprämie zur Elektromobilität, der Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Förderung des Ladens im öffentlichen Raum werden für die kommenden Jahre weiterhin zwingend nötig sein, um das Kaufverhalten positiv zu beeinflussen, die gute Entwicklung bei den Zulassungszahlen im Bereich von elektrifizierten Fahrzeugen fortzuführen und das andauernde Nachfragetief zu überwinden.

Trotz der wieder positiven Tendenz zu sinkenden Energiepreisen, fallenden Zinsen, einer wieder gesunkenen Inflation und Entlastungspaketen der Bundesregierung bleibt eine Beendigung des Krieges von Russland gegen die Ukraine sowie Einigkeit in der Politik unabdingbar, um einen wirtschaftlichen Umschwung in Deutschland zu schaffen.

Risiken, welche den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Unter diesen Voraussetzungen und bei einem normalisierten Verlauf sollte (neben 2024) auch in 2025 ein positives Ergebnis möglich sein.

 

Wolfenbüttel, 16.12.2024

gez. Hans-Georg Piske, Geschäftsführer

gez. Stefan Piske, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.461.535,96 2.403.224,87
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4,04 4,04
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 4,04 4,04
II. Sachanlagen 2.219.906,83 2.143.220,83
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.637.876,00 1.703.733,00
2. technische Anlagen und Maschinen 357.537,06 171.461,06
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 224.493,77 268.026,77
III. Finanzanlagen 241.625,09 260.000,00
1. sonstige Finanzanlagen 241.625,09 260.000,00
B. Umlaufvermögen 13.821.555,73 13.486.082,86
I. Vorräte 10.546.995,38 10.235.208,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.232.227,73 2.740.308,91
1. sonstige Vermögensgegenstände 2.232.227,73 2.740.308,91
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.042.332,62 510.564,98
Bilanzsumme, Summe Aktiva 16.283.091,69 15.889.307,73

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.008.995,51 7.114.286,67
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 4.500.000,00 4.500.000,00
III. Gewinnvortrag 2.589.286,67 1.550.079,51
IV. Jahresüberschuss 894.708,84 1.039.207,16
B. Rückstellungen 1.009.135,69 1.063.221,39
C. Verbindlichkeiten 7.264.960,49 7.711.799,67
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.799.247,75 7.171.358,11
2. sonstige Verbindlichkeiten 465.712,74 540.441,56
Bilanzsumme, Summe Passiva 16.283.091,69 15.889.307,73

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.797.112,98 5.852.204,16
2. Personalaufwand 2.873.855,48 2.887.289,56
a) Löhne und Gehälter 2.377.614,69 2.390.459,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 496.240,79 496.830,00
davon für Altersversorgung 15.247,16 15.285,40
3. Abschreibungen 149.582,73 144.189,74
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 149.582,73 144.189,74
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.328.538,28 1.287.508,12
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 5.012,77 864,60
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.643,79 24.642,66
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 134.451,50 44.176,41
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 416.373,31 453.968,55
9. Ergebnis nach Steuern 920.968,24 1.060.579,04
10. sonstige Steuern 26.259,40 21.371,88
Jahresüberschuss 894.708,84 1.039.207,16

Anhang

AUTOHAUS PISKE GMBH, WOLFENBÜTTEL

A. Allgemeine Angaben

Die Autohaus Piske GmbH hat ihren Sitz in Wolfenbüttel. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter HRB 8142 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Autohaus Piske GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn -und Verlustrechnung anzuwendenden Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, grundsätzlich im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Jahresabschluss ist unter Annahme der Forführung der Unternehmertätigkeit aufgestellt.

Die Vorjahresposten "sonstige Vermögensgegenstände" und "sonstige Verbindlichkeiten" wurden jeweils um € 19.691,02 vermindert. Die Anpassung betrifft den Ausweis von Umsatzsteuer bzw. Forderungen/Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist ansonsten gegeben.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Maßgebend für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren wie im Vorjahr die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen sind entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear berechnet. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen der Verteilung des Werteverzehrs auf die Geschäftsjahre, in denen der Gegenstand voraussichtlich genutzt werden kann.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und deren Abgang unterstellt.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten und unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Für akute Ausfallrisiken wurde eine Einzelwertberichtigung gebildet.

Das übrige zu Nominalwerten bilanzierte Umlaufvermögen beinhaltet keine erkennbaren Risiken.

Das gekennzeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Auf eine Abzinsung der Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz (§ 253 Abs. 2 HGB) wurde wegen Geringfügigkeit verzichtet.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023 (als Anlage zum Anhang)

D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Angaben zur Bilanz

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind in Höhe von T€ 264 (Vorjahr T€ 334) auch Forderungen gegen Gesellschafter sowie Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Umsatzsteuer und sonstige Verrechnungen mit dem Besitz-Einzelunternehmen Hans-Georg Piske.

Die anderen Gewinnrücklagen sind unverändert zum Vorjahr.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen T€ 19 (Vorjahr: T€ 14), für Abschluss-, Steuererklärungs- und Prüfungskosten T€ 96 (Vorjahr: T€ 89), Personalkosten T€ 563 (Vorjahr: T€ 518), übrige T€ 59 (Vorjahr: T€ 59).

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und mehr als fünf Jahren bestehen - wie im Vorjahr - nicht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von T€ 203 (Vorjahr T€ 207) auch Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter sowie Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und betreffen Umsatzsteuer im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft mit dem Besitz-Einzelunternehmen Hans-Georg Piske.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten ist in Höhe von T€ 6.799 (Vorjahr: T€ 7.171) durch Sicherungsübereignung des (kreditfinanzierten) Fahrzeugbestandes nebst Abtretung der Verkaufsforderungen gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen für Mieten bzw. Pachten u.a. mit einem Gesamtbetrag von rd. T€ 90 (Vorjahr: T€ 90) p.a. sowie aus Rücknahmeverpflichtungen von Fahrzeugen in Höhe von insgesamt rd. € 9,6 Mio. (Vorjahr: ca. € 8,1 Mio.).

Die bestehenden Miet-/Pacht- und andere vergleichbare Verträge wurden im Wesentlichen zur anteiligen Finanzierung von Vermögensgegenständen für den Geschäftsbetrieb sowie zur Haftungsbegrenzung abgeschlossen. Es besteht eine steuerliche Betriebsaufspaltung, im Rahmen dessen wesentliches Anlagevermögen angepachtet wird.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gesellschaft macht von der größenabhängigen Ausweiserleichterung für mittelgroße Gesellschaften gem. § 276 Satz 1 HGB Gebrauch; die Posten gem. § 275 Absatz 2 Nr. 1 bis 5 HGB wurden zu einem Posten "Rohergebnis" zusammengefasst.

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen, soweit diese nicht von untergeordneter Bedeutung sind, waren nicht zu verzeichnen.

E. Sonstige Angaben

Angaben zur Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

• Herr Hans-Georg Piske, Kfz-Meister

• Herr Stefan Piske, Kaufmann

Die Angaben der Gesamtbezüge (gem. § 285 Nr. 9a HGB) werden aufgrund der in etwa gleichhohen Vergütungsaufteilung von jeweils rd. 1/2 der Gesamtvergütung der zwei Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 gem. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Der Geschäftsführung wurden Kredite in folgender Höhe gewährt:

• Darlehen über T€ 260; Laufzeit 180 Monate, Sondertilgung jederzeit möglich; Zinsatz 2%; Stand per 31.12.2023 T€ 242.

Die Zahl der im Jahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Gewerbliche Arbeitnehmer 24 (Vorjahr: 24)
Angestellte 22 (Vorjahr: 25)
Insgesamt 46 (Vorjahr: 49)

F. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

haben sich wie folgt ereignet (Nachtragsbericht):

Im Frühling 2023 erfolgte deutschlandweit die Kündigung der Händlerverträge durch Ford zum Ende des ersten Quartals 2025. Eine weitere Zusammenarbeit wurde durch die Unterschrift des "Letter of Intent" über das Jahr 2025 hinaus mit dem schrittweisen Einstieg in das sogenannte "Agenturmodell" beschlossen.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2024 erfolgte seitens Ford vorerst wieder eine Abkehr vom Agenturmodell.

Im dritten Quartal 2024 wurde mit Wirkung zum 01.04.2025 der neue Händlervertrag mit der Ford-Werke GmbH unterzeichnet.

Die Entwicklung der Branche sowie der Gesamtwirtschaft für das Jahr 2024 und 2025 werden maßgeblich geprägt durch eine bestehende Unsicherheit. Der Einfluss der hohen Zinsen auf das Konsumverhalten der Kunden wird voraussichtlich wie in 2024 auch im Jahr 2025 weiterhin spürbar sein. Auch die Verunsicherung durch die aktuelle politische Situation bremst die Kundennachfrage sowie Unternehmen bei ihren Investitionsentscheidungen.

Die bestehende kriegerische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine sowie der Nahost-Konflikt werden weiterhin einen großen insbesondere negativen Einfluss auf die weltweite Wirtschaft haben. Die konjunkturellen Wellen sind in ihrem Ausmaß kaum vorhersehbar und können sich daher auch erheblich negativ auf unser operatives Geschäft auswirken. Des Weiteren wird auf die Ausführungen im Lagebericht unter Gliederungspunkt IV. verwiesen.

 

Wolfenbüttel, 10. Dezember 2024

gez. Stefan Piske, Geschäftsführer

gez. Hans-Georg Piske, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten Stand 01.01.2023
Umbuchungen
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.608,53 0,00 0,00 0,00 22.608,53
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.608,53 0,00 0,00 0,00 22.608,53
II. Sachanlagen 3.426.846,62 0,00 226.268,73 343,70 3.652.771,65
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.156.788,65 0,00 0,00 0,00 2.156.788,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 400.733,61 0,00 215.855,00 0,00 616.588,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 869.324,36 0,00 10.413,73 343,70 879.394,39
III. Finanzanlagen 260.000,00 0,00 0,00 18.374,91 241.625,09
1. Sonstige Ausleihungen 260.000,00 0,00 0,00 18.374,91 241.625,09
Gesamt 3.709.455,15 0,00 226.268,73 18.718,61 3.675.380,18
Abschreibungen Stand 01.01.2023
Zugänge
Korrekturen
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.604,49 0,00 0,00 0,00 22.604,49
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.604,49 0,00 0,00 0,00 22.604,49
II. Sachanlagen 1.283.625,79 149.582,73 0,00 343,70 1.432.864,82
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 453.055,65 65.857,00 0,00 0,00 518.912,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 229.272,55 29.779,00 0,00 0,00 259.051,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 601.297,59 53.946,73 0,00 343,70 654.900,62
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 1.306.230,28 149.582,73 0,00 343,70 1.455.469,31
Buchwerte Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4,04 4,04
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4,04 4,04
II. Sachanlagen 2.219.906,83 2.143.220,83
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.637.876,00 1.703.733,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 357.537,06 171.461,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 224.493,77 268.026,77
III. Finanzanlagen 241.625,09 260.000,00
1. Sonstige Ausleihungen 241.625,09 260.000,00
Gesamt 2.461.535,96 2.403.224,87

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2024 festgestellt.

Der Bilanzgewinn in Höhe von € 3.483.995,51 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Autohaus Piske GmbH, Wolfenbüttel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Piske GmbH, Wolfenbüttel, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Piske GmbH, Wolfenbüttel, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Rostock, 17.12.2024

Treurat GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Zweigniederlassung Rostock

gez. i.V. Jensen, Wirtschaftsprüfer

gez. Marenziehn, Wirtschaftsprüfer

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