Wehler u. Schmidt UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Theis seit 23.3.2021 | Prokura |
Thomas Schmidt seit 4.8.2005 | Geschäftsführer |
Markus Wehler seit 4.8.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wehler Stanztechnik GmbHRennerodJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Verzeichnis der AnlagenBilanz zum 31. Dezember 2023 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers In dem nachstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Der nachstehende Bestätigungsvermerk vom 21. März 2025 bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und nicht auf den verkürzt offengelegten Jahresabschluss. Der Jahresabschluss wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 21. März 2025 festgestellt. Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023(einschließlich Anlagenverzeichnis)I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Wehler Stanztechnik GmbH hat ihren Sitz in Rennerod. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter HRB 4060 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für den Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften erstellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) wurden teilweise in Anspruch genommen. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung basiert grundsätzlich auf den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Vorjahr. Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungspreis von über € 250,00 bis € 800,00 erfolgte im Berichtsjahr eine Vollabschreibung. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu € 250,00 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Einkaufspreisen bewertet. Alle unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen werden mit den jeweils angefallenen Kosten (produktionsbezogene Herstellkosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB) bewertet. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht einbezogen. Im Vorjahr ist die Bewertung nicht mit den produktionsbezogenen Herstellkosten, sondern mit den retrograd ermittelten Herstellkosten vorgenommen worden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Einzelwertberichtigungen waren wegen bestehender individueller Ausfallrisiken, eine Pauschalwertberichtigung wegen des allgemeinen Kreditrisikos zu berücksichtigen. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Berechnung der handelsrechtlichen Pensionsrückstellung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren durchgeführt. Dabei wurde unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren ein Rechnungszins von 1,82 % und für die Ermittlung des Unterschiedsbetrages gemäß § 253 Abs. 6 HGB ein Rechnungszins von 1,74 % angesetzt. Als Rententrend wurde wie im Vorjahr eine Steigerung von 0,0 % angenommen. Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte im Berichtsjahr mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre. Im Vergleich zur bisherigen Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von € 11.404,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für Ausschüttungen gesperrt. Zur Erfüllung von Pensionsverpflichtungen wurden zum Teil Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen und an die Versorgungsberechtigten verpfändet. Die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen wurden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Der sich ergebende Verpflichtungsüberhang wurde unter den Rückstellungen für Pensionen erfasst. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und im Falle sonstiger Rückstellungen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. IV. Angaben zu den Posten der Bilanz Die horizontale Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens zeigt der beigefügte Anlagenspiegel (Anlage 3, Blatt 4). Entwicklung des Anlagevermögens in 2023(Anlagenspiegel)
Die Pensionsrückstellungen beinhalten die Rentenverpflichtungen für die Geschäftsführung.
Von den Bankverbindlichkeiten haben T€ 1.177 (i.V. T€ 1.344) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und davon T€ 510 (i.V. T€ 677) eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. V. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Auflösung einer Garantierückstellung in Höhe von T€ 450 hat in 2023 die Ertragslage der Gesellschaft stark positiv beeinflusst. Die Zusammensetzung der Abschreibungen ist dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. VI. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres In 2024 spielt wiederrum die Unsicherheit aufgrund der weltpolitischen Lage (Ukraine- Russland-Krieg) im Beschaffungsmarkt eine sehr große Rolle. Aktuell hat sich Beschaffungslage entspannt, der Bedarf im Onlinebereich geht aktuell leicht zurück. In der Logistikbranche liegen bereits Preissteigerungen vor. Die Wirtschaftsentwicklung ist aktuell aus den oben genannten Faktoren schwer einschätzbar. Das Risiko für die Wehler Stanztechnik GmbH, Rennerod, wird für das Jahr 2024 derzeit von der Geschäftsführung aufgrund der Branche als mittel eingeschätzt. Unser Risiko ist davon abhängig wie die o.g. Faktoren auf unsere Kunden und die Beschaffung, insbesondere die Rohstoffmärkte, einwirken. VII. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung) setzt sich wie folgt zusammen:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Zur Durchführung ihrer Geschäftstätigkeit hat die Gesellschaft eine Halle, Maschinen, Pkw, Firmenräder und Büromaschinen gemietet bzw. geleast. Aus diesen Verträgen ergeben sich am Abschlussstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 863 (Vj. T€ 756). Ergebnisverwendung: Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Geschäftsführung Geschäftsführer des Unternehmens waren im Berichtszeitraum Herr Markus Wehler, Konstruktionstechniker und Herr Thomas Schmidt, Konstruktionstechniker. Beide Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und nicht von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer.
Gießen, den 07. Februar 2024 Gez. Markus Wehler Geschäftsführung Gez. Thomas Schmidt Geschäftsführung LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Wehler Stanztechnik GmbH, Rennerod, ist ein modernes familiengeführtes Unternehmen in Rheinland-Pfalz und das nun schon seit über 30 Jahren. Seit der Firmengründung im Jahre 1990 in Rennerod hat sich die Wehler Stanztechnik GmbH im Laufe der Zeit von einem Kleinbetrieb zu einem hochspezialisierten, mittelständischen Unternehmen entwickelt: Von den ersten Entwürfen, bis hin zu einer umfangreichen Produktpalette an hochmodernen Stanz- bzw. Pressteilen, den dazugehörigen Baugruppen und Folgeverbundwerkzeugen von heute. Die Gesellschaft produziert mit 47 Mitarbeitern (ohne Geschäftsführung) am Standort in Rennerod Einzelteile und Baugruppen für die Automobilindustrie. Der Schwerpunkt der Fertigung liegt hier bei der Stahlstruktur von PKW-Sitzen, insbesondere Verstellsysteme und dem Scharnierbereich der Motorhaube und Heckklappe. Unsere Hauptkunden sind durchweg Tier 1 Supplier, welche direkt die OEM's (Automobilhersteller) beliefern. Die Werke unserer Kunden, welche von Wehler beliefert werden, befinden sich im Schwerpunkt in Europa, aber auch in Asien und USA/Mexico. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 wurde durch hohe Energiepreise, zunehmende Inflation, die ökonomische Instabilität wichtiger internationaler Partner, verstärkte geopolitische Unsicherheiten infolge militärischer Konflikte und herausfordernde Finanzierungsbedingungen belastet. Demzufolge sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % - kalenderbereinigt betrug der Wirtschaftsrückgang 0,1 % - im Vergleich zum Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung des produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) ging im Jahr 2023 um 2,0 % zurück. Insbesondere das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) ausmacht, verzeichnete auch preisbereinigt einen Rückgang um 0,4 %. Positive Impulse gingen trotz dieser Herausforderungen vor allem von der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau aus. Dagegen mussten energieintensive Branchen, wie die Chemie- und die Metallindustrie erneut Rückgänge bei Produktion und Wertschöpfung hinnehmen. Im Dienstleistungssektor war hingegen ein wirtschaftlicher Aufschwung zu beobachten, der die Konjunktur im Jahr 2023 stützte.
Aufgrund der Ausrichtung der Wehler Stanztechnik GmbH auf die Automobilbranche ist der Automobilmarkt bestimmend für die Entwicklung des Unternehmens. Internationaler Automobilmarkt Der weltweite Pkw-Absatz stieg um ca. 10 % auf rund 75,7 Mio. Fahrzeuge im Jahr 2023. Der Anstieg wurde durch eine im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Fahrzeugverfügbarkeit begünstigt. Der Zuwachs ist auch auf die niedrigen Verkaufszahlen im Vorjahr zurückzuführen, die einen Basiseffekt bewirkten, der das Wachstum zunächst begünstigte, dessen positiver Einfluss auf die Wachstumsraten aber im Laufe der Zeit nachließ. Als weltweit größter Automarkt trägt China maßgeblich zu diesem Aufschwung bei und erreicht mit fast 25,8 Millionen neu zugelassenen Pkw einen historischen Höchststand. Im Dezember 2023 wurden fast 2,8 Millionen Pkw verkauft, was ein bisher unerreichtes Absatzniveau darstellt. Bei der Entwicklung der Elektroautos weltweit ist ein Anstieg von 35 % zu verzeichnen. Das sind 14,2 Millionen neue batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) und Plug-in- Hybride (PHEV). Europäischer Automobilmarkt 2023 wurden auf dem europäischen Automobilmarkt, der die EU, die EFTA und das Vereinigte Königreich umfasst, rund 12,8 Mio. Pkw neu zugelassen, was einem Zuwachs von 14 % entspricht. Trotz des Wachstums gestaltet sich die Erholung weiterhin langwierig. Im Vergleich zu den Neuzulassungszahlen vor der Krise im Jahr 2019 befindet sich der Markt noch immer deutlich unter dem Vorkrisenniveau mit einem Rückgang von 19 %. Deutschland, als einer der fünf größten Absatzmärkte, leistet einen maßgeblichen Beitrag zu diesem Rückgang vor allem aufgrund von weniger neuzugelassenen Fahrzeugen im Elektrosegment. Trotzdem stieg die Zahl der neu zugelassenen Elektrofahrzeuge in der EU um 37 % auf 1,5 Millionen. Der Marktanteil der Elektrofahrzeuge übertrifft damit erstmals den der Dieselfahrzeuge. Deutscher Automobilmarkt Laut Angaben des Kraftfahrtbundesamts stieg die Anzahl der Neufahrzeugzulassungen in Deutschland im Jahr 2023 um 7 % auf insgesamt mehr als 2,8 Millionen Fahrzeuge im Vergleich zu 2022 an. Dennoch bewertete die deutsche Autoindustrie ihre Geschäftslage im Dezember 2023 etwas negativer als zuvor. Der Geschäftsklimaindex sank in diesem Monat zudem auf 9,5 Punkte, nachdem er im November noch bei 15,4 Punkten gelegen hatte. Trotz dieser Entwicklung beendete die Autobranche das Jahr 2023 aus ihrer Sicht auf einem zufriedenstellenden Produktionsniveau, wie sich aus der offiziellen Jahresbilanz ergibt.
Die politische Entscheidung, dass ab dem 17. Dezember 2023 keine neuen Anträge für die staatliche Kaufprämie für Elektroautos, den sogenannten Umweltbonus, beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mehr eingereicht werden können, hat die Lage im deutschen Automobilsektor erschwert. Trotzdem wurde im Jahr 2023 ein neuer Höchstwert in Deutschland, mit 523.000 neu zugelassenen E- Autos erreicht. Im Jahr 2022 waren es nur knapp 471.000 neu zugelassene Elektrofahrzeuge. Die Bundesregierung verfolgt weiterhin das Ziel, bis zum Jahr 2030 insgesamt 15 Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu etablieren. Bei einem aktuellen Bestand (November 2023) von 1,3 Millionen Elektrofahrzeugen und unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungstrends erscheint die Erreichung dieses Ziels laut Präsidentin des VDA derzeitig als eher ambitioniert 2. Geschäftsverlauf und Lage Die Wehler Stanztechnik blickt, wegen der weltwirtschaftlichen Entwicklung für das Jahr 2023, auf einen wenig zufriedenstellenden Geschäftsverlauf zurück. Die Umsatzerlöse sind um -4,4 % gesunken. Aufgrund einer deutlich um -T€ 1.327 gesunkenen Bestandsveränderung bewegt sich das Jahresergebnis trotz gesunkener Materialaufwendungen und übrigen betrieblichen Aufwendungen unter dem Vorjahresergebnis, sodass sich ein Jahresfehlbetrag von -T€ 98 ergibt. Investitionen Im Jahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von T€ 419 vorgenommen. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um einen Schotterparkplatz (T€ 55), Anzahlungen für eine sich im Bau befindliche Fertigungsmaschine (T€ 313) einen Rollenbandöler (T€ 19), 160 HCDV Container (T€ 9), zwei Spindelhubwagen (T€ 2) sowie Büroausstattung (T€ 9), Werkzeuge (T€ 3) und geringwertige Wirtschaftsgüter (T€ 9). Neben den Investitionen hat die Gesellschaft eine nachträgliche Investitionsprämie für die Anschaffung der Elektrostapler im Vorjahr i.H.v. -T€ 26 erhalten. Finanzierungmaßnahmen Die bereits seit Jahren sehr gute Finanzierungsstruktur blieb auch im Jahr 2023 bestehen. Die Gesellschaft finanziert sich zu 40,5 % durch Eigenkapital und zu 59,5 % durch Fremdkapital. Personalbereich Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl lag im Jahr 2023 bei 47 Mitarbeitern. Es befinden sich von den 47 Mitarbeitern fünf Mitarbeiter in der Verwaltung, acht im Werkzeugbau bzw. in der mechanischen Bearbeitung, vier im Qualitätswesen, drei in der Logistik und 27 in der maschinellen Fertigung. Derzeit ist der Fachkräftemangel sehr stark ausgeprägt, im speziellen bei den Werkzeug-Mechanikern, welche für die Pflege und Reparatur unserer Produktionswerkzeuge existentiell wichtig sind. Unser Personal besteht zu großen Teilen aus gut ausgebildeten Fachkräften. Die Fluktuation des Mitarbeiterbestandes ist verhältnismäßig gering ausgeprägt. Qualitätsmanagement Wir legen Wert auf einwandfreie Qualität unserer Produkte und bemühen uns fortwährend diesen Qualitätsanspruch aufrechtzuerhalten. Unser Qualitätsmanagement kümmert sich darum, dass unsere Arbeit jeden Tag noch besser wird. So werden Prozesse und Abläufe regelmäßig geprüft, überwacht und weiterentwickelt. Die aufgestellten Ziele zu erreichen, bleibt immer unser größter Anspruch. Die Zertifizierung der Wehler Stanztechnik GmbH durch die Audits in den Unternehmensbereichen Fertigung, Qualitätssicherung, Logistik, Verwaltung und Vertrieb wurde im September 2021 erneut erfolgreich abgeschlossen. Das Gesamtunternehmen ist nach IATF 16949, ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert. In 2024 ist die Neu-Zertifizierung bei TÜV-Nord geplant. a) Ertragslage
Bei einer Reduzierung des Rohgewinns um -T€ 683 ergibt sich trotz eines Rückgangs verschiedener betrieblicher Aufwendungen um -T€ 496 ein um -T€ 187 gesunkenes negatives Betriebsergebnis von -T€ 93. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 12 verbessert. Der Ertragsteueraufwand ist ergebnisbedingt um T€ 41 gesunken. Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses von - T€ 26 und den Erträgen aus der Ertragsteuer von T€ 21 ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von -T€ 98. Mangels sonstigen Steuern verbleibt ein Jahresfehlbetrag von -T€ 98. Die Ertragslage ist durch folgende Kennzahlen gekennzeichnet:
b) Finanzlage Bei einem Eigenkapitalanteil von T€ 3.239 sowie langfristig verfügbarem Fremdkapital von T€ 1.007 stehen der Gesellschaft 53,1 % des Gesamtkapitals langfristig zur Verfügung. Die Begleichung des kurzfristigen Fremdkapitals ist vollständig durch kurzfristig gebundenes Vermögen möglich. Die Finanz- und Liquiditätslage wird als gut eingeschätzt. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr T€ 94. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit, den Kreditlinien sowie einem verfügbaren Kontokorrentrahmen in Höhe von T€ 600, können die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden. c) Vermögenslage
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 181 gestiegen. Dabei stehen den Investitionen in Höhe von T€ 419 Abgänge in Höhe von T€ 26 sowie Abschreibungen in Höhe von T€ 212 gegenüber. Der Rückgang im Bereich der kurz- und mittelfristigen Vermögenswerte von -T€ 102 ist im Wesentlichen durch eine Minderung der Vorräte (-T€ 615) sowie der liquiden Mittel (-T€ 243) begründet. Kompensierend wirkte sich ein Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 331), der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 178) und der sonstigen Vermögensgegenstände (T€ 247) aus. Der Rückgang des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Jahresfehlbetrag von -T€ 98. Das langfristig verfügbare Fremdkapital ist um -T€ 190 gesunken. Der Rückgang resultiert aus um -T€ 23 gesunkenen Pensionsverpflichtungen und um -T€ 167 reduzierten langfristigen Bankverbindlichkeiten. Das mittel-/kurzfristig verfügbare Fremdkapital hat sich um T€ 367 erhöht. Dabei sind im Wesentlichen die Lieferantenschulden (+T€ 661), die kurz- und mittelfristigen Bankverbindlichkeiten (+T€ 249) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (+T€ 28) gestiegen. Teilweise kompensierend wirkte ein Rückgang der kurz- und mittelfristigen Rückstellungen (-T€ 571). Dieser beruht im Wesentlichen auf einer Auflösung einer Gewährleistungsrückstellung (-T€ 450) und dem Rückgang der Steuerrückstellungen (-T€ 154) sowie einer Rückstellung für Tantiemen (-T€ 37). Gegenläufig erhöhten sich u.a. die Rückstellungen für Resturlaub (+T€ 10), Überstunden (+T€ 10) sowie für Abfindungen (+T€ 47). Die Kapital-/Vermögensstruktur stellt sich in Kennzahlen ausgedrückt wie folgt dar:
3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf dem Rohertrag, dem Betriebsergebnis und der Branchenentwicklung. Die vorausschauende Betrachtung der Roherlöse auf Basis der Kunden-Planzahlen gibt der Wehler Stanztechnik eine relative Sicherheit für die Planung des laufenden Jahres. Das finale Betriebsergebnis sollte, im besten Falle, die Planung bestätigen. Die Branchenentwicklung anhand von Planzahlen unserer Kunden, ist für die Wehler Stanztechnik GmbH ein annähernd verlässlicher Maßstab für die Entwicklung des laufenden, aber auch der kommenden Jahre. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als zufriedenstellend ein. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist konstant, auch wenn das Jahresergebnis aufgrund der Kostensteigerungen überkompensiert wurde. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei nahezu allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. Während das prognostizierte Umsatzziel von 20 Mio. € erreicht werden konnte, ist es der Wehler Stanztechnik GmbH, wegen der negativen Nachwirkungen der Corona- Pandemie und der teilweise eingeschränkten Fahrzeugproduktion infolge von Materialengpässen, nicht gelungen das prognostizierte leicht positive Jahresergebnis zu erwirtschaften. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Jahr 2023 war unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen gut. Die erwarteten weiteren Auswirkungen der Materialengpässe und des Krieges in der Ukraine sind im Prognosebericht für das Jahr 2024 enthalten. IV. Prognosebericht Prognostizierte Branchenentwicklung in 2024 Der Krieg in der Ukraine, die Diskussion um die Veränderung des Klimas und auch die Nachwirkungen der Corona Pandemie haben erhebliche ökonomische Konsequenzen für unser Unternehmen. Auch die kurzfristig von der Bundesregierung entschiedene Einstellung der Förderung strombetriebener Fahrzeuge, wird voraussichtlich nicht folgenlos bleiben. Sie haben uns in einer wirtschaftlich stabilen Ausgangssituation getroffen. Damit ist eine gute Basis vorhanden, die Herausforderungen der ungewissen Zukunft zu bestehen. Gravierende Preisveränderungen bei Rohstoffen, lange Lieferzeiten bei Materialien, eine unkalkulierbare Versorgungssituation bei Ersatzteilen für Anlagen und Maschinen, mögliche Versorgungslücken bei der Gasversorgung im Winter, kurzfristige Verschiebungen bei den Kundenbestellungen und die dringende Notwendigkeit die Löhne der Mitarbeiter an die steigenden Lebenshaltungskosten anzupassen sind die konkreten Themen auf der täglichen Agenda. Wir werden uns diesen Aufgaben stellen. Mit seinen 47 Vollzeit-Mitarbeitern ist die Wehler Stanztechnik GmbH flexibel genug, um sich allen Szenarien anzupassen. Trotz einer wirtschaftlich angespannten Lage konnte die Automobilindustrie ihren Umsatz aus der Inlandsproduktion auch im Jahr 2023 steigern. Im vergangenen Jahr stieg er 10 % auf knapp 558,1 Milliarden Euro. Ein Teil des Umsatzplus dürfte dabei auch der immer noch erhöhten Inflation geschuldet sein. Das Umsatzplus verteilte sich dabei etwa proportional auf das Inlands- (+11 %) und Auslandsgeschäft (+10 %). Knapp 70 % des Gesamtumsatzes ging dabei auf das Auslandsgeschäft zurück, etwa 30 % davon entfielen wiederum auf Geschäfte mit Ländern innerhalb der Eurozone. Der Umsatz aus dem Geschäft mit Kunden innerhalb der Eurozone stieg dabei um 21 % und damit deutlich stärker als der Umsatz mit Kunden außerhalb der Eurozone (+6 %).
Prognose 2024: Deutscher Automarkt auf Schrumpfkurs Der deutsche Pkw-Markt dürfte im laufenden Jahr schrumpfen. Der Branchenverband VDA geht in seiner nun veröffentlichten Prognose von 2,8 Millionen Neuzulassungen aus, was einem Rückgang um ein Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Bei den E-Auto-Neuzulassungen sehen die Experten ein Minus von 14 % auf 451.000 Fahrzeuge, die Zahl der Plug-in-Hybride soll hingegen um fünf Prozent auf 185.000 Fahrzeuge steigen. Die Märkte in Europa (+4 %) und den USA (+2 %) wachsen der Prognose zufolge aufgrund des schwachen Vorjahresniveaus etwas stärker als der chinesische Markt, der um lediglich ein Prozent zulegt. Für den globalen Pkw-Markt erwartet der VDA einen Anstieg um zwei Prozent auf das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Kein Wachstum ist indes bei der Inlandsproduktion zu erwarten, die weiterhin bei 4,1 Millionen Fahrzeugen liegen soll. Grund ist unter anderem die gesamtwirtschaftliche Schwäche. Die Auslandsproduktion deutscher Konzernmarken dürfte mit der Fertigung von 10,6 Millionen Pkw um vier Prozent zulegen. Für den Export steht ein leichtes Plus von einem Prozent auf 3,1 Millionen Autos in der Vorschau. Zuvor hatten bereits andere Verbände der Branchen ihre Prognosen für den deutschen Markt veröffentlicht. Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) sieht die Zahl der Pkw-Neuzulassungen mit rund 2,85 Millionen im kommenden Jahr auf dem Niveau von 2023. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), in dem unter anderem die Autohändler organisiert sind, prognostiziert rund 2,65 Millionen Neuzulassungen. Quellenverweis: https://www.autohaus.de/nachrichten/autohersteller/vda-prognose-2024-deutscherautomarkt-auf-schrumpfkurs-3476989 Geschäftsentwicklung bei der Wehler Stanztechnik GmbH Bis zum Ende des Jahres 2024 erwarten wir eine Umsatzerhöhung bei annähernd gleichbleibender Ertragslage zum Berichtszeitraum 2023. Dennoch planen wir, durch eine höhere Fertigungstiefe unsere Kosten bis Ende 2025 zu optimieren. Durch Anschaffung einer weiteren Produktionsanlage, einem 315t Stanzautomat mit Bandanlage, planen wir die Maschinenkapazität auf die gestiegenen Bedarfe anzupassen. Die gestiegenen Bedarfe resultieren hier aus einer Beauftragung über die Herstellung einer Baugruppe Türscharnier. Eine entsprechende Montageanlage wurde ebenfalls in 2023 beauftragt und wird voraussichtlich Ende des 1. Quartals 2024 in Betrieb gehen. Unseren Mitarbeitereinsatz können wir in allen Bereichen aufrechterhalten. Es ist geplant ein höheres Effizienzniveau durch weiterführende Prozesse zu realisieren. Wir erwarten daraus eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Ausdehnung der Aktivitäten auf Kunden außerhalb der Automobilindustrie wird auch in Zukunft forciert. Dies bleibt eine wichtige Strategie, um auf Überkapazitäten im Markt, Preisdruck und Verlagerungsszenarien in der Automobilindustrie Antworten geben zu können. Neben der kalkulierten Ertragsmarge erhalten Themen wie vereinbarte Zahlungsziele, die Einhaltung dieser Ziele, der Umgang mit Reklamationen, angemessene Anzahlungen für Werkzeugprojekte, die zeitnahe Freigabe von Produktabnahmen oder der faire Umgang für veränderte Kostenfaktoren eine hohe Priorität. V. Chancen- und Risikobericht Trotz der Nachwirkungen der Corona-Pandemie und den steigenden Preisen am Rohstoff-/Zuliefermarkt sieht sich Wehler Stanztechnik GmbH auf Wachstumskurs. Es ist geplant das Umsatzniveau bis Ende 2024 deutlich zu steigern. U.a. soll dazu ein neuer Auftrag über eine Montagegruppe in hoher Stückzahl und entsprechender Fertigungstiefe beitragen. Die optimalen Rahmenbedingungen am Standort und die hochspezialisierte Belegschaft bilden das Fundament für diesen Kurs. Die politischen Unsicherheiten im In-/ und Ausland bilden ein nicht zu vernachlässigendes Risiko für die Wachstumsbestrebungen der Wehler Stanztechnik GmbH. Ein besonderes Augenmerk liegt wie in der Vergangenheit auf möglichen existenzgefährdenden Risiken. Entsprechend betreiben wir unser Geschäft nach bestimmten Prinzipien: Als Automobilzulieferer müssen wir unsere Kunden so beliefern, dass es bei diesen nicht zu Produktionsunterbrechungen kommt. Dazu verfügen wir über eine Fertigungssteuerung, die auf einem ständigen Abgleich der Kundenbedarfe basiert. Neben der Liefertreue ist aber auch die Qualität unserer Produkte entscheidend. Unser Qualitätsmanagement - nach IATF 16949 zertifiziert - unterstützt, ein hohes Niveau an gleichbleibender Qualität zu erreichen. Ein wesentlicher Fokus des Managements liegt darüber hinaus auf der Sicherstellung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierung unseres Unternehmens. Entsprechend wird unsere Liquiditätsentwicklung laufend überprüft und aktiv gesteuert. Das Risiko von Forderungsausfällen ist bei unserer Kundenstruktur überschaubar, dennoch wird das Zahlungsverhalten der Kunden überwacht. Darüber hinaus wird mit den finanzierenden Banken und anderen potenziellen Finanzierungspartnern eine vertrauensvolle Beziehung gepflegt. Um möglichst vorausschauend planen zu können werden in regelmäßigen Abständen Umsatzhochrechnungen und Kapazitätsauslastungsanalysen durchgeführt. Zusätzlich werden monatlich und teilweise wöchentlich wesentliche Steuerungskennzahlen für das Unternehmen bereitgestellt und analysiert. Auf dieser Basis werden unternehmensübergreifend gegebenenfalls entsprechende Maßnahmenpläne erstellt und nachgehalten. Im Bereich der Beschaffung sind wir bestrebt für wesentliche Produktkategorien mehrere Lieferanten zur Auswahl zu haben und das potenzielle Lieferantenspektrum zu erweitern. Preisschwankungen im Bereich von Warengruppen wie z.B. Stahl werden in der Regel mit den Kunden durch vereinbarte Preisanpassungsmechanismen ausgeglichen, so dass sich idealerweise mittelfristig Chancen und Risiken für beide Seiten ausgleichen. Darüber hinaus werden im Bereich der Strombeschaffung die Preisentwicklung beobachtet und gegebenenfalls durch Hedging bestimmte Stromkontingente preislich für die Zukunft abgesichert. Um mögliche Risiken in der Personalentwicklung zu begegnen, wird weiterhin bedarfsgerecht in verschiedenen Disziplinen ausgebildet und die Mitarbeiter regelmäßig geschult und weitergebildet. Auch der Absicherung unserer Maschinen und Anlagen wird durch unsere Fachkraft für Arbeitssicherheit überwacht, damit möglichst niemand bei der Ausübung seiner Tätigkeit geschädigt wird. Die Betrachtung der Schrotterlöse (Stahlschrott aus der Produktion) im Rahmen der Preisfindung muss überdacht werden. Die in der Vergangenheit vernachlässigbaren, unterjährigen Schwankungen im Erlös werden sich mutmaßlich deutlich verschärfen. Unser Ziel ist spätestens für das Geschäftsjahr 2025 eine beiderseits verträgliche Lösung, welche sich am Schrottpreisindex BDSV (Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen) orientiert, zu implementieren. Zielführend ist hier eine quartalsweise/halbjährliche Abrechnung mit den Kunden auf Basis der real erreichten Schrotterlöse. Die Unternehmenssteuerung von Wehler ist darauf ausgerichtet, den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern. Um unser Ziel der Wertschaffung zu erreichen, wägen sich bietende Chancen und Risiken verantwortungsbewusst ab. Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) sind entscheidend für die Innovationskraft, die sich maßgeblich auf die Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und den damit verbundenen zukünftigen Wohlstand auswirkt. Im Rahmen der Bestrebung einer klimaneutralen Wirtschaft und angesichts einer Vielzahl an Herausforderungen ist technischer Fortschritt grundlegend für die Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Im Jahr 2023 machten vorläufigen Berechnungen zufolge die privaten und öffentlichen Ausgaben für F&E 3,13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus, mit dem Ziel der Bundesregierung, diesen Anteil bis 2025 auf 3,5 % zu erhöhen. Langfristig weisen die F&E-Ausgaben bereits einen positiven Trend auf, mit einem Anstieg von 2,73 % des BIP im Jahr 2010 auf 3,13 % im Jahr 2022 jedoch einer relativ konstanten Quote seit 2019.
Für Unternehmen ist es demnach entscheidend, nicht nur ihre Innovationskraft zu fördern, sondern sich auch frühzeitig auf neue Technologien einzustellen und diese zu etablieren. Nur so können sie zukünftig wettbewerbsfähig bleiben. Neben dem Streben nach Innovation und dem damit verbundenen Wachstum stehen die Herausforderungen der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft. An dieser Stelle entsteht häufig ein Konflikt, wie das Ziel von Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätzen mit der Reduzierung von Emissionen und der Verhinderung der globalen Erwärmung in Einklang gebracht werden kann. An der Spitze der Investitionen steht die Automobilindustrie, deren Ausgaben für Forschung und Entwicklung von entscheidender Bedeutung für den Wandel der deutschen Automobilindustrie sind. Ein Wandel hin zur Elektromobilität inklusive Batterietechnologie, zum autonomen Fahren und zur Digitalisierung. Um dies zu erreichen, haben die Automobilunternehmen mit Sitz in Deutschland derzeit einen weltweiten Anteil von 30 % an den F&E-Investitionen der Branche. Zukünftig werden die Hersteller und Zulieferer der deutschen Automobilindustrie von 2024 bis 2028 weltweit rund 280 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren. Die Investitionstätigkeit der Unternehmen wird laut VDA-Umfrage jedoch von verschiedenen Faktoren beeinträchtigt. Eine Vielzahl der Unternehmen geben an, dass die Absatzlage bzw. Absatzerwartung den größten Einfluss auf ihre Investitionsbereitschaft hat. Standortbedingungen Deutschland Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Auf der einen Seite stehen positive Aspekte wie ein starkes Bildungssystem und damit eine gut ausgebildete Bevölkerung sowie ein innovations- und forschungsfreundliches Umfeld. Auf der anderen Seite stehen negative Faktoren wie Fachkräftemangel, hohe Lohnkosten, hohe Energiekosten und eine komplexe Bürokratie. Um positive Faktoren beizubehalten und negative Faktoren zu verbessern, veröffentlichte die Bundesregierung im Jahr 2023 den sogenannten 10- Punkte-Plan für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Dazu gehört unter anderem das Bürokratieentlastungsgesetz, welches die Verwaltung vereinfachen und die Verfahren beschleunigen soll, um den Bürokratieaufwand zu verringern. Ein weiterer Punkt ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, dass die Einwanderung von Fachkräften erleichtern und den Zugang zu Aus- und Weiterbildung verbessern soll. Der Fachkräftemangel in Deutschland ist je nach Bundesland und Branche unterschiedlich stark ausgeprägt. Aktuell sehen mehr als 50 % der Unternehmen den Fachkräftemangel als größtes Entwicklungshemmnis. Ein wesentlicher Faktor ist dabei der demografische Wandel, der die Zahl der Fachkräfte im erwerbsfähigen Alter aller Voraussicht nach deutlich sinken lassen wird. Die Bundesregierung möchte mit der Fachkräftestrategie dem Mangel entgegenwirken und sieht vor allem Potenziale durch die Erwerbsbeteiligung und Einbindung von Frauen sowie ältere Personen. Dies soll durch Unterstützungsangebote, Erleichterungen und verbesserte Anreize erzielt werden. Parallel zum inländischen Potential möchte die Bundesregierung auch die Einwanderung von Fachkräften aus dem Ausland stärken. An dieser Stelle werden zugewanderte Arbeitskräfte häufig durch die deutsche Bürokratie ausgebremst und unter ihrer eigentlichen Qualifikation und Ausbildung eingesetzt. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) befürwortet die Prüfung von Qualifikationen anstelle von Abschlüssen. Die zunehmende Bürokratie verschärfe somit den bereits bestehenden Fachkräftemangel. Allgemein schneidet Deutschland als Wirtschaftsstandort im internationalen Vergleich in den letzten Jahren immer schlechter ab. Die Wettbewerbsfähigkeit wird in Frage gestellt, vor allem aufgrund der aktuell hohen Energiepreise und der Schwäche in der Globalisierung. Für Wehler mit seinem Standort in Deutschland werden die beschriebenen Faktoren ebenso zunehmend bedeutsam. Es gilt die Organisationsstrukturen zukunftsfähig zu gestalten und sich auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten. Wehler steht in Zukunft vor zahlreichen regulatorischen Herausforderungen in verschiedenen Feldern. Es werden Kapazitäten, Know-how, Kosten und Zeit benötigt, um insbesondere die neuen Anforderungen und Gesetze erfüllen zu können. Als Zulieferer der Automobilindustrie sind die mit dem Markt verbundenen Risiken unsere wesentlichen zu beobachtenden Einflüsse. Wehler forciert weiterhin die Ausdehnung der Aktivitäten auf neue Kunden in der Zukunft. Ein breites Know-how, der eigene Werkzeugbau und früh im Entwicklungsprozess unterstützen zu können, bietet Wachstums- und Ertragschancen. Neben den kalkulierten Erträgen aus den Verträgen erhalten Inhalte wie Zahlungsziele, Reklamationen, Anzahlungen für Werkzeugprojekte, Produktabnahmen oder der faire Umgang für veränderte Kostenfaktoren einen wesentlichen Fokus der Zusammenarbeit mit den Kunden. Bezogen auf die Fremdkapitalfinanzierung in Form von Darlehen und Kontokorrentkrediten mit verschiedenen Hausbanken sind wir zudem den üblichen Zinsrisiken ausgesetzt. Einschätzung: Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht wesentlich verändert. Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsführung jedoch mit dem Aufbau von neuen Projekten gesichert. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich. Wir planen somit für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz von 22 Mio. € und einem Jahresergebnis leicht über Vorjahresniveau.
Rennerod, den 29. Februar 2024 Markus Wehler Geschäftsführung Thomas Schmidt Geschäftsführung BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Wehler Stanztechnik GmbH, Rennerod Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wehler Stanztechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wehler Stanztechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gießen, den 21. März 2025 ANDAMOS
Unternehmensberatungsgesellschaft mbH
Andreas Kummer, Wirtschaftsprüfer |
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