Multi Packaging Solutions Consumer GmbHLiquidiert

74182 Obersulm, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 22429
Vorher
Field Rotopack Stuttgart GmbHChesapeake Stuttgart GmbHMulti Packaging Solutions Stuttgart GmbH
Eingetragen
8.11.2001
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und PappeHerstellung von Verpackungen und Verschlüssen aus Eisen, Stahl und NE-Metall
Gegenstand
Die fabrikmäßige Herstellung sowie der Vertrieb von Kartonverpackungen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Götz Schümann
seit 3.1.2019
Prokura
Mark Anthony White
seit 26.11.2018
Geschäftsführer
Steffen Schnizer
seit 2.7.2018
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Multi Packaging Solutions Consumer GmbH

Obersulm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2019 bis zum 30.09.2020

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Multi Packaging Solutions Consumer GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Multi Packaging Solutions Consumer GmbH, Obersulm - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Multi Packaging Solutions Consumer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) fest gestellt en deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Heilbronn, 4. August 2021

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heller, Wirtschaftsprüfer

Wischnewski, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. September 2020

Aktiva

30.9.2019
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 23
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.001.832,92 1.670
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 397.432,34 465
1.399.265,26 2.135
1.399.265,26 2.158
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 553.270,45 621
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 448.796,99 585
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.016.843,37 2.152
4.018.910,81 3.358
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.450.366,48 3.439
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 853.812,11 2.532
3. Sonstige Vermögensgegenstände 213.007,22 115
3.517.185,81 6.086
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 486.151,02 1.011
8.022.247,64 10.455
C. Rechnungsabgrenzungsposten 39.981,12 76
9.461.494,02 12.689

Passiva

30.9.2019
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
II. Kapitalrücklage 4.690.741,59 4.691
5.690.741,59 5.691
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.091.215,89 548
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 511.475,46 421
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.123.876,15 5.909
3. Sonstige Verbindlichkeiten 44.184,93 120
2.679.536,54 6.450
9.461.494,02 12.689

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020

(vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020)

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 14.717.926,82 16.692
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 729.317,30 -172
3. Sonstige betriebliche Erträge 83.944,91 52
15.531.189,03 16.572
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.934.902,25 6.970
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 828.890,04 896
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.574.342,69 3.839
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 617.815,68 661
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 866.320,25 925
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.880.205,64 3.455
15.702.476,55 16.746
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 33.543,84 51
9. Ergebnis nach Steuern -204.831,36 -225
10. Sonstige Steuern 20,00 0
11. Erträge aus Verlustübernahme 204.851,36 225
12. Jahresergebnis 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

(vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2020)

A. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderliche Angaben und die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten sowie davon-Vermerke sind in den Anhang übernommen. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesondert dargestellt.

Für die Aufstellung des Anhangs wurden die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB zum Teil in Anspruch genommen.

Registerinformation

Die Gesellschaft ist unter der Firma Multi Packaging Solutions Consumer GmbH mit Sitz in Obersulm im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 22429 eingetragen.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Aktiva

Anlagevermögen

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Ansatz planmäßiger, linearer Abschreibungen. Den Abschreibungen wird die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend linear über fünf Jahre abgeschrieben; dabei wird die erste volle Jahresabschreibung bereits im Jahr der Bildung vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Für die im Sachanlagevermögen unter dem Posten "andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" erfassten Stanzformen (Werkzeuge) wird ein Festwert von TEUR 149 ausgewiesen.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten, zu niedrigeren Marktpreisen oder zum niedrigeren Wert, der den Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, bilanziert.

Die unfertigen Erzeugnisse werden mit den bis zum Bilanzstichtag aufgewendeten Herstellungskosten nach der Standardkostenmethode bewertet. Diese beinhalten Fertigungsmaterial, Fertigungskosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die Standardkosten werden regelmäßig mit den Aufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnung abgeglichen.

Die Kosten des Fertigungsmaterials sind zu regelmäßig angepassten Standardpreisen gemäß der Vorkalkulation angesetzt. Für den Karton ergeben sich die Kosten durch die Multiplikation der tatsächlich eingesetzten Mengen mit den Planpreisen, bei den übrigen Materialien werden die Planpreise mit den aus den produzierten Mengen errechneten Sollverbrauchsmengen multipliziert.

Die Fertigungskosten ergeben sich aus den (auf Basis der bis zum Bilanzstichtag produzierten Gutmengen) errechneten Standard-Fertigungszeiten, multipliziert mit den Stundensätzen je Fertigungskostenstelle.

Im Rahmen der verlustfreien Bewertung werden notwendige Abschläge vorgenommen.

Der Bestand an fertigen Erzeugnissen wird ebenfalls auf Basis der Standard-Herstellungskosten bewertet, abzüglich der im Rahmen der verlustfreien Bewertung notwendigen Abschläge.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Darüber hinaus besteht zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung.

Flüssige Mittel werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Passiva

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nominalbetrag bewertet.

Rückstellungen

Die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildeten sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten sind mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls unter Berücksichtigung von Kursänderungen zum Bilanzstichtag unter Beachtung des Realisationsprinzips umgerechnet.

C. Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind jeweils, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen insgesamt TEUR 333 (Vj. TEUR 1.621) auf Forderungen gegen Gesellschafter sowie TEUR 32 auf Lieferungen und Leistungen (Vj. TEUR 11).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 143 (Vj. TEUR 72) enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen und im Wesentlichen Lieferantenboni betreffen.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt TEUR 1.000.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

30.09.2020 30.09.2019
TEUR TEUR
Personalbereich 367 301
Sonstige 724 247
1.091 548

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen ist im Wesentlichen durch ausstehende Intercompany-Rechnungen bedingt (TEUR 381).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

In TEUR 30.09.2020 30.09.2019
Restlaufzeit Restlaufzeit
Gesamt bis 1 Jahr Gesamt bis 1 Jahr
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 511 511 421 421
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.124 2.124 5.909 5.909
- davon aus Lieferungen und Leistungen 188 188 86 86
3. Sonstige Verbindlichkeiten 44 44 120 120
- davon aus Steuern 33 33 55 55
- übrige 11 11 65 65
2.679 2.679 6.450 6.450

Außer den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten bestehen keine weiteren Sicherheiten für die ausgewiesenen Verbindlichkeiten.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gesamt 2020/ 2021 2021 / 2022 und später
TEUR TEUR TEUR
Miet-, Leasing-, Wartungsverträge 1.327 1.293 34

Zum Bilanzstichtag 30. September 2020 bestanden keine Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten.

D. Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2019/2020 2018/2019
TEUR TEUR
Aufgliederung nach geographischen Märkten:
- Deutschland 10.229 10.791
- EU-Mitgliedstaaten 3.362 4.204
- Drittland 1.127 1.697
14.718 16.692

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 65 (Vj. TEUR 0) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 15 (Vj. TEUR 5) aus Anlagenabgängen enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten beinhaltet in Höhe von TEUR 34 (Vj. TEUR 51) Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

Zwischen der Gesellschaft und der Alleingesellschafterin, der Multi Packaging Solution Services GmbH, besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

E. Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittlichen Beschäftigtenzahlen i.S. von § 267 Abs. 5 HGB betragen:

2019/2020 2018/2019
Gewerbliche Mitarbeiter 52 59
Kaufmännische Mitarbeiter 14 13
Insgesamt 66 72

Geschäftsführung

Christina Able, Tax Expert, Senior Vice President of Tax, WestRock Company, Atlanta/USA (bis 27. November 2019)

Kevin Alden Maxwell, VP Associate General Counsel & Asst See, Atlanta/USA (ab 27. November 2019)

Steffen Schnizer, Kaufmann, Heilbronn

Mark Anthony White, VP Operations, Wellingborough/Großbritannien

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB erfolgt keine Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer.

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar beträgt TEUR 40 und entfällt in Höhe von TEUR 19 auf Abschlussprüfungsleistungen und in Höhe von TEUR 21 auf Steuerberatungsleistungen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Jahresabschluss 2020 sind keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen enthalten, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

Name und Sitz des Mutterunternehmens

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis aufstellt, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird, ist die WestRock Company, Atlanta (USA). Diese Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss, in den der Abschluss der Multi Packaging Solutions Consumer GmbH, Obersulm, einbezogen wird. Mit Ausnahme der Abschreibung auf einige Maschinen des Anlagevermögens sowie die Bewertung der Werkzeuge werden im Konzernabschluss die gleichen Bewertungsmethoden wie in den Einzelabschlüssen angewandt.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage auswirken, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Obersulm, 29. Juli 2021

gez. Steffen Schnizer, Geschäftsführer

gez. Marc Anthony White, Geschäftsführer

gez. Kevin Maxwell, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2020

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.10.2019 Zugänge Abgänge 30.09.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 215.892,72 0,00 67.057,87 148.834,85
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 9.840.582,32 101.240,00 1.059.041,69 8.882.780,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.492.166,81 22.269,48 310.014,53 1.204.421,76
11.332.749,13 123.509,48 1.369.056,22 10.087.202,39
11.548.641,85 123.509,48 1.436.114,09 10.236.037,24
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2019 Zugänge Abgänge 30.09.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 193.096,47 22.796,25 67.057,87 148.834,85
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 8.170.569,63 760.654,85 1.050.276,77 7.880.947,71
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.027.175,35 82.869,15 303.055,08 806.989,42
9.197.744,98 843.524,00 1.353.331,85 8.687.937,13
9.390.841,45 866.320,25 1.420.389,72 8.836.771,98
Buchwerte
30.09.2020 30.09.2019
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 23
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.001.832,92 1.670
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 397.432,34 465
1.399.265,26 2.135
1.399.265,26 2.158

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

(vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2020)

Darstellung des Geschäftsverlaufs 2020

Geschäftstätigkeit

Die Gesellschaft produziert und vertreibt Faltschachteln mit einem Schwerpunkt im Süßwarenmarkt, aber auch im Bereich hochwertiger Verbrauchsgüter. Der Schwerpunkt liegt dabei auf hochwertigen Produkten mit mehreren Veredelungsschritten. Innerhalb der internationalen Multi Packaging Solutions Gruppe deckt die Gesellschaft zusammen mit zwei Schwesterwerken in Deutschland die Regionen Deutschland, Österreich, Norditalien, Schweiz und zum Teil auch Benelux und Frankreich ab.

Branchenentwicklung

Der Fachverband Faltschachtel-Industrie (FFI) meldet einen Volumen- und Produktions-Zuwachs im Jahre 2020. Allerdings stellt der FFI fest, dass gerade die Faltschachtel Segmente mit höheren Veredelungsgraden nachteiliger von der Coronakrise betroffen waren. Stabile Prognosen das Gesamtjahr lassen sich demnach nicht ableiten.

Der April 2021 Preisindex der Papiererzeugung, also einer wichtigen Materialkomponente der Papierverarbeitung, ist im Vergleich zum Basisjahr 2015 (100%) auf 104,2 gestiegen (September 2020: 98,0).

Der ifo Geschäftsklimaindikator im Bereich Papier-, Karton- und Pappeverarbeitung hat sich in den vergangenen 12 Monaten deutlich erholt und zeigt im Mai 2021 mit +30 Punkten einen ausgeprägten Optimismus.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz der Gesellschaft lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Mio. EUR 14,7 um Mio. EUR 2,0 unter dem Vorjahresniveau von Mio. EUR 16,7.

Der Auftragseingang lag mit TEUR 1.967 unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes (Vj.TEUR 3.267).

Produktion und Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/2020 sind rd. Mio. EUR 0,1 in das Anlagenvermögen investiert worden. Es handelt sich dabei hauptsächlich um kleinere Ergänzungen und Optimierungsmaßnahmen.

Beschaffungsmarkt

Im Rohmaterialsektor Karton zeichnen sich Engpässen in der Verfügbarkeit von Material ab. Gleichzeitig steigen die Einkaufspreise stark an.

Die Rohstoffpreisentwicklung im Bereich Druckfarben sowie Lacke zeigt enorme Tendenzen der Preiserhöhung im Rohbereich Epoxidharze, Styrole und Acryl. Die Styrol- und Acrylpreise haben während der ersten Coronawelle einen Tiefpunkt erreicht und entwickeln sich seitdem kontinuierlich nach oben (von März-Dezember 2020 ca. 10-15%). Es ist ebenfalls mit einer Verknappung auf dem Rohstoffmarkt zu rechnen.

Ferner steigen die Frachtraten auf Rekordhöhen wie seit 20 Jahren nicht. Hauptgründe hierfür sind der verdoppelte Warenverkehr auf den Routen Asien, Europa, Amerika in Verbindung mit der Covid-19-Situation.

Personal- und Sozialbereich

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Geschäftsjahr 2019/2020 sank um 6 auf 66 Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (ohne Auszubildende und Aushilfen). Dabei verringerte sich im Jahresdurchschnitt die Zahl der unbefristeten gewerblichen Mitarbeiter von 59 auf 52, die Zahl der kaufmännischen Mitarbeiter erhöhte sich von 13 auf 14.

Umweltrisiken

Die Umweltrisiken beschränken sich auf die typischen branchenspezifischen Gefahrstoffe, wie z. B. verschiedene Chemikalien sowie Farben und Lacke im Druck. Das Unternehmen hat eine Umwelthaftpflichtversicherung gegen eventuelle finanzielle Risiken abgeschlossen. Im Rahmen von regelmäßigen Prüfungen werden neben vielen anderen auch die umweltrelevanten Sachverhalte des Betriebs auditiert.

Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme verkürzte sich gegenüber dem 30. September 2019 von Mio. EUR 12,7 auf Mio. EUR 9,5. Das Anlagevermögen ging dabei von Mio. EUR 2,2 auf Mio. EUR 1,4 zurück, da die Abschreibungen und Abgänge die Investitionen überstiegen. Die Vorräte nahmen um Mio. EUR 0,6 auf Mio. EUR 4,0 zu. Die Kundenforderungen gingen um Mio. EUR 0,9 auf Mio. EUR 2,5 zurück. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich um Mio. EUR 1,6 auf Mio. EUR 0,9. Der Bestand an liquiden Mitteln sank um Mio. EUR 0,5 auf Mio. EUR 0,5.

Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital bedingt durch die Ergebnisabführung mit Mio. EUR 5,7 konstant. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund der verkürzten Bilanzsumme auf 60% (Vorjahr 45%). Die Rückstellungen stiegen von Mio. EUR 0,5 auf Mio. EUR 1,1. Die Verbindlichkeiten gingen um Mio. EUR 3,8 auf Mio. EUR 2,7 zurück. Dabei stiegen die Lieferantenverbindlichkeiten um Mio. EUR 0,1 und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken um Mio. EUR 3,8.

Finanzlage

Innerhalb der WestRock/Multi Packaging Solutions-Gruppe gibt es ein gruppenweites Cash Management System, dem auch die Multi Packaging Solutions Consumer GmbH angehört. In diesem System können innerhalb von 24 Stunden jederzeit liquide Mittel angefordert werden bzw. kurzfristig nicht benötigte Mittel werden entsprechend abgeführt. Unterstützt durch die gruppenweiten Kreditlinien erfolgt damit eine jederzeitige Versorgung mit liquiden Mitteln.

Ertragslage

Das Ergebnis vor Abführung lag bei einem Verlust von Mio. EUR 0,2 (Vorjahreszeitraum Mio. EUR 0,2). Der Personalaufwand ging um Mio. EUR 0,2 zurück, da die Reduzierung der Mitarbeiteranzahl die Lohnsteigerung überstieg.

Die Abschreibungen waren im Berichtsjahr mit Mio. EUR 0,9 nahezu unverändert zum Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen volumenbedingt mit Mio. EUR 2,9 unter dem Niveau des Vorjahres (Mio. EUR 3,5).

Gesamtaussage

Die Ertragslage des Unternehmens hat sich im Vergleich zum Vorjahr trotz des Umsatzrückgangs geringfügig verbessert. Die entstandenen Verluste sind einerseits umsatzbedingt und andererseits noch durch die Standortverlagerung und die damit zusammenhängenden Kosten entstanden.

Prognosebericht

Die große Unbekannte bleibt auch für die kommenden Jahre die weitere konjunkturelle Entwicklung vor dem Hintergrund diverser globaler Krisenherde.

Im Geschäftsjahr 2020 wurde ein Umsatz von Mio. EUR 14,7 und ein negatives Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) in Höhe von Mio. EUR 0,2 erzielt. Unter der Annahme, dass sich die Nachfrage nicht erneut durch die COVID-19-Pandemie abschwächt, erwartet die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2021 eine Umsatzsteigerung von über 5% und ein leicht positives Jahresergebnis. Im Geschäftsjahr 2022 rechnet die Gesellschaft mit einem Umsatz auf dem Niveau von 2020 und weiterhin mit einem substantiell positiven EBITDA Ergebnis.

Eine Herausforderung wird es bleiben, entstehende Kostensteigerungen an die Kunden weiterzugeben. Die Beschaffungspreise beim Karton 2020/2021 werden wieder steigen und auch die Lohnkosten werden voraussichtlich weiterhin zulegen. Die weiterhin unveränderte Wettbewerbssituation am Markt soll größtenteils durch Effizienzsteigerungen aufgefangen werden.

Chancen und Risikobericht

Risiken der kommenden zwei Geschäftsjahre liegen wie schon bisher in der Abhängigkeit von einigen wenigen Hauptkunden und ihrer Nachfrage nach unseren Produkten. Da es sich hier um langfristig gewachsene gute Beziehungen handelt, scheint das Risiko derzeit überschaubar.

Als Mitglied in einem Firmenverbund, dem schon bis zum April 2009 eine in den USA börsennotierte Muttergesellschaft vorstand, existiert seit Jahren ein internes Kontrollsystem, das umfangreiche Kontrollen kritischer Prozesse durch die Geschäftsleitung sowie laufende Kontrollen in allen Unternehmensbereichen umfasst und damit hilft, Risiken zu managen bzw. zu vermeiden und Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen. Die Multi Packaging Solutions Consumer GmbH ist als Teil der Multi Packaging Solutions International Limited mit käuflicher Übernahme in die WestRock Inc. am 6. Juni 2017 eingetreten. Aufgrund der Börsennotierung der aktuellen Muttergesellschaft wird zudem das Kontrollsystem dokumentiert und an die aktuellen SOX Vorschriften angepasst.

Kurz- und mittelfristige Planungen sowie eine detaillierte monatliche Berichterstattung unter Einbeziehung von Plan- zu Ist-Vergleichen entsprechend der Konzernrichtlinie unterstützen das Management in der frühzeitigen Erkennung und Steuerung von möglichen Risiken. Die Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken aus Zahlungsstromschwankungen werden dabei mit erfasst.

Ein Risikofaktor ist die enge Zusammenarbeit mit in der Regel einigen wenigen Großkunden. Die vermehrte Praxis von Internet-Tendern und der nach wie vor hohe Preisdruck im Markt beinhalten die erhöhte Gefahr, dass einzelne Aufträge oder Kunden verloren werden können. Da die Multi Packaging Solutions Consumer GmbH überwiegend langfristig gewachsene Beziehungen mit ihren Kunden unterhält, glauben wir die Geschäftstätigkeit mit den meisten Großkunden weiter festigen zu können. Auch die Abhängigkeit von nur einer Kaltfolienmaschinen in Deutschland stellt im Falle deren Ausfalls ein Risiko dar.

Aus Sicht der Geschäftsleitung bestehen keine akuten existentiellen Risiken. Die Geschäftsleitung geht angesichts der bestehenden Risiken und Chancen von einer positiven Weiterentwicklung des Unternehmens aus.

Forschung und Entwicklung

Forschungstätigkeiten im klassischen Sinne werden nicht ausgeübt. Die Verpackungsentwicklung erfolgt kundenspezifisch durch die zentrale Entwicklungsabteilung der deutschen Holding ggf. in Zusammenarbeit mit dem Design Zentrum der englischen Gruppe.

 

Obersulm, 29. Juli 2021

gez. Steffen Schnizer, Geschäftsführer

gez. Marc Anthony White, Geschäftsführer

gez. Kevin Maxwell, Geschäftsführer

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