Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 181167
Vorher
AB 12/09 Vermögensverwaltung GmbHCanadian Solar (Deutschland) GmbH
Eingetragen
2.9.2009
Branche
Großhandel mit PhotovoltaikmodulenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere Erwerb und Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmen. Erwerb, Bau, Betreiben und Verwaltung von Solaranlagen jeglicher Art im In- und Ausland, Kauf und Verkauf von Waren, Durchführung von Handelsvertretungen auf dem heimischen und ausländischen Markt sowie Vertretung ausländischer Firmen. Genehmigungs- oder erlaubnispflichtige Tätigkeiten werden nicht betrieben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Eric Roujolle
seit 27.2.2026
Geschäftsführer
Thomas Koerner
seit 9.9.2025
Geschäftsführer
Susanne Maria Pflug
seit 7.5.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Canadian Solar UK Ltd.GBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Canadian Solar UK Ltd.
United Kingdom
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Canadian Solar EMEA GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. RECHNUNGSLEGUNG

Canadian Solar EMEA GmbH, München, HRB 181167 ("Gesellschaft") ist gemäß den Größenkriterien des § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 2 HGB dargestellten Gesamtkostenverfahren gegliedert.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind - sofern nicht ggf. nachfolgend erläutert - unverändert zum Vorjahr.

1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibugen über einen Zeitraum von 2 bis zu 10 Jahren, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der Maßgabe der üblichen Nutzungsdauer und unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt.

Anlagegüter des Sachanlagevermögens bis zu Anschaffungskosten von EUR 800,00 werden entweder als Aufwand verbucht oder - sofern ökonomisch sinnvoll - aktiviert und im Jahr des Zugangs bis auf EUR 1,00 Erinnerungswert abgeschrieben.

2. Umlaufvermögen

2.1 Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu gleitenden, durchschnittlichen Anschaffungskosten - gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen - aktiviert.

Unfertige Leistungen (Turn-Key-Projekte) wurden entsprechend des Grades der Leistungserbringung bis zum Bilanzstichtag - unter Berücksichtigung des Herstellungskostenprinzips - bewertet. In die Herstellungskosten wurden die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Neue Turn-Key-Projekte werden derzeit nicht mehr angeboten.

Sofern notwendig, werden Abwertungen auf den niedrigeren Marktwert vorgenommen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet.

2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren Wert angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft und gegebenenfalls um den Betrag wertberichtigt, der nicht über eine Kreditausfallversicherung gedeckt ist.

2.3 Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalbetrag bilanziert.

2.4 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

3. Rückstellungen, Verbindlichkeiten, Rechnungsabgrenzungsposten

3.1 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und decken alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Nennenswerte Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nicht, so dass insgesamt auf eine Abzinsung unverändert verzichtet wird.

3.2 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Fremdwährungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs im Zeitpunkt der Transaktion erfasst und gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nicht.

5. Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes von rd. 33 %. Der Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die aktiven und passiven latenten Steuern verrechnet. In Ausübung des Wahlrechts zum Ansatz der sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird eine Bilanzierung insoweit nicht durchgeführt.

Nennenswerte aktive und/oder passive latente Steuern bestehen nicht; die latenten Steuern resultieren dabei im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Behandlung von unrealisierten Gewinnen bzw. Verlusten aus der Fremdwährungsumrechnung sowie aus der Bewertung von Personalrückstellungen.

6. Umsatzrealisierung

Die Gesellschaft realisiert ihre Umsätze aus Lieferungen im Zeitpunkt der Leistungserbringung mit Gefahrenübergang.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Bezüglich der Entwicklung des Anlagevermögens in diesem Geschäftsjahr verweisen wir auf den Anlagespiegel (Anlage zum Anhang).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Personalkosten und ausstehende Rechnungen.

4. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie auch im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten bestehen keine Sicherheiten.

D. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Umsatzerlöse teilen sich in folgende Absatzmärkte auf:

Land Umsatz Umsatz
in TEUR in TEUR
in 2023 in 2022
Spanien 393.173 424.773
Deutschland 258.548 275.800
Italien 105.241 15.549
Niederlande 83.239 170.161
Großbritannien 52.098 59.393
Tschechien 50.445 76.318
Irland 38.383 65.646
Österreich 24.211 20.159
Frankreich 21.533 35.460
Slowakei 16.876 26.451
Polen 11.620 27.816
Griechenland 1.016 2.916
Brasilien 0 36.282
Sonstige (EU, Naher Osten, Afrika, Asien, LATAM, Karibik) 158.852 67.065
Summe 1.215.235 1.309.861

Folgende Aufwendungen oder Erträge außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sowie periodenfremder Natur sind angefallen:

In den Steuern von Einkommen und Ertrag sind im Geschäftsjahr aperiodische Erträge von TEUR 8 (Vj.: Aufwand TEUR 874) enthalten.

Sonstige periodenfremde Erträge und Aufwendungen sind - wie im Vorjahr - von untergeordneter Bedeutung.

E. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse bestehen - wie im Vorjahr - am Bilanzstichtag keine.

F. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus Miet- und Leasingverträgen und belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 1.662 (Vj.: TEUR 2.043); sie verteilen sich wie folgt:

Sonst. finanz. Verpfl. in EUR 2024 2025 2026 2027 Summe
aus KfZ-Leasing 74.938 64.213 24.760 0 163.911
aus Miete Büroräume 492.607 492.607 492.607 0 1.477.822
aus Büro- und Geschäftsausstat tung 5.028 5.028 5.028 5.028 20.112
Summe 572.574 561.848 522.396 5.028 1.661.845

Die Vorteile aus den abgeschlossenen Miet- und Leasinggeschäften liegen in einer geringeren Kapitalbindung bei gleichbleibenden Nutzungsmöglichkeiten. Nennenswerte Risiken und/oder Chancen bestehen nicht.

5. Mindestbesteuerung (Pillar 2)

Zum Bilanzstichtag wurden die Base-Erosion-and-Profit-Shifting-(BEPS)-Pillar-2-Regelungen mit dem Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz (MinBestRL-UmsG) in deutsches Recht überführt (Mindeststeuergesetz, MinStG), treten aber erst zum 1. Januar 2024 in Kraft. Grundsätzlich ist die Gesellschaft im Einzelabschluss nach HGB von der Einführung betroffen. Zum Jahresabschluss 2023 bestehen keine Auswirkungen aufgrund der neuen Gesetzgebung und wird auch nicht für Folgejahre erwartet

6. Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und Auszubildende; inkl. Teilzeitbeschäftigte) betrug 95 (Vj. 69). Davon waren jeweils 94 (Vj. 68) Personen im Inland und 1 (Vj. 1) im Ausland beschäftigt. Die durchschnittliche Anzahl an Personen im Vertrieb betrug 59 (Vj. 44) und in der Verwaltung 27 (Vj. 25).

7. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 47 (Vj. TEUR 41). Dieses entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

8. Mitglieder der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an:

Pflug, Susanne Maria, München, Juristin, einzelvertretungsberechtigt seit 07.05.2012.

Es wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und die Gesamtbezüge werden nicht angegeben.

9. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht getätigt.

10. Ereignisse nach dem Stichtag

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, sind nicht eingetreten.

11. Name und Sitz des Mutterunternehmens/Konzernabschluss

Zum Bilanzstichtag wurde das Stammkapital zu 100% von der Canadian Solar UK Ltd., England, gehalten.

Der vom Mutterunternehmen des Konzerns, Canadian Solar, Inc., aufgestellte Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Konzernunternehmen wird nach den Vorschriften der US GAAP aufgestellt und ist am Sitz des Mutterunternehmens über dessen Website (www.canadiansolar.com) bzw. über die Website der US Securities and Exchange Commission (SEC), Washington, D.C., (www.sec.gov.) erhältlich.

12. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 8.11.2024

Canadian Solar EMEA GmbH

Susanne Maria Pflug, Geschäftsführerin

Anlagenspiegel der Canadian Solar EMEA GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Bruttobuchwerte
Stand am 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 504.730,57 0,00 177.955,27 0,00 682.685,84
2. Geleistete Anzahlungen 55.245,60 122.709,67 -177.955,27 0,00 0,00
559.976,17 122.709,67 0,00 0,00 682.685,84
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 790.744,74 208.420,40 0,00 0,00 999.165,14
1.350.720,91 331.130,07 0,00 0,00 1.681.850,98
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 414.793,54 129.422,67 0,00 0,00 544.216,21
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
414.793,54 129.422,67 0,00 0,00 544.216,21
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 612.607,55 122.050,82 0,00 0,00 734.658,37
1.027.401,09 251.473,49 0,00 0,00 1.278.874,58
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 138.469,63 89.937,03
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 55.245,60
138.469,63 145.182,63
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 264.506,77 178.137,19
402.976,40 323.319,82

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Canadian Solar EMEA GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Canadian Solar EMEA GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Canadian Solar EMEA GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 8. November 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marco Koch, Wirtschaftsprüfer

Volker Schöck, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 138.469,63 90
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 55
138.469,63 145
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 264.506,77 178
402.976,40 323
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 160.146,42 111
2. Unfertige Leistungen 0,00 900
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 37.549.206,39 83.187
37.709.352,81 84.198
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 123.866.931,91 168.653
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 21.507,76 (Vj.: TEUR 457)
davon gegen Gesellschafter: EUR 0,00 (Vj.: TEUR 0) 15.069.524,63 457
3. Sonstige Vermögensgegenstände 0,00 0
138.936.456,54 169.110
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 48.515.123,82 32.652
225.160.933,17 285.960
C. Rechnungsabgrenzungsposten 272.970,23 151
225.836.879,80 286.434

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Gewinnvortrag 29.224.621,94 15.352
III. Jahresüberschuss 14.195.764,45 13.873
43.445.386,39 29.250
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 5.719.103,38 5.330
2. Sonstige Rückstellungen 5.979.253,92 2.476
11.698.357,30 7.806
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.534.325,72 13.972
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 595.310,40 1.489
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 161.638.057,46 231.788
davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 161.638.057,46 (Vj.: TEUR 231.788)
davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 28.833,96 (Vj.: TEUR 54)
4. Sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern: EUR 1.198.935,83 (Vj.: TEUR 2.119) 1.925.442,53 2.129
170.693.136,11 249.378
225.836.879,80 286.434

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 1.215.234.996,75 1.309.861
2. Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -900.000,00 0
1.214.334.996,75 1.309.861
3. Sonstige betriebliche Erträge 11.061.176,94 16.394
davon aus Währungsumrechnung: EUR 10.835.410,43 (Vj.: TEUR 15.806)
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.138.145.634,46
1.253.378
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.940.378,59 7.230
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.301.140,62 918
11.241.519,21 8.148
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 251.473,49 193
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 53.767.718,02 43.234
davon aus Währungsumrechnung: EUR 11.652.529,66 (Vj.: TEUR 13.511)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 204.279,54 1
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 907
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.998.343,60 6.523
11. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 14.195.764,45 13.873

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 08.11.2024 festgestellt.

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

Geschäftsmodell

Die Canadian Solar Gruppe (im Folgenden: Canadian Solar) wurde 2001 in Kanada gegründet und ist eines der führenden Solarenergieunternehmen der Welt. Als Hersteller von photovoltaischen Solarmodulen und Anbieter von Solarenergielösungen verfügt Canadian Solar über eine geografisch diversifizierte Pipeline von Energieprojekten im Versorgungsbereich in verschiedenen Entwicklungsstadien. Seit 2010 hat Canadian Solar erfolgreich über 110 GW an Modulen an Kunden in über 150 Ländern der Welt geliefert. Canadian Solar Inc.,Ontario/Kanada,ist seit 2006 an der NASDAQ notiert; seit Juni 2023 ist die Gesellschaft Ober die CSI Solar Co., Ltd., Shanghai/PRC, an der Shanghai Stock Exchange's Sci-Tech Innovation Board gelistet unter dem Code 688472. 1

Die Gesellschaft ist im Konzernverbund eine der größten Vertriebsgesellschaften der Canadian Solar Gruppe. Sie war in 2023 weitestgehend als Eigenhändler von Solarmodulen, Wechselrichtern und Komponenten in der EMEA-Region mit Standorten in München, Madrid, Mailand und Riga tätig. In begrenztem Umfang wurden zudem konzerninterne Dienstleistungen an die Schwestergesellschaften, u.a. Canadian Solar International Ltd., Hong Kong, erbracht.

Auf Basis der bestehenden Vertriebshändlervereinbarung mit der Canadian Solar International Limited, Hongkong, ist das wirtschaftliche Risiko der Gesellschaft beschränkt und der Lieferant trägt alle wesentlichen wirtschaftlichen Risiken, die sich aus dem Geschäft im Rahmen des Vertriebshändlervertrag ergeben. Die Abrechnung erfolgt auf Grundlage des Fremdvergleichsstandards der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) dergestalt, dass die Gesellschaft eine fremdvergleichsübliche EBIT-Marge erzielt.

Nennenswerte Änderungen des Geschäftsmodells haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben.

1 Quelle: Canadian Solar's Subsidiary CSI Solar Completes its IPO Process and Starts Trading on the Shanghai Stock Exchange | Canadian Solar Inc.

Strategie

Die zukünftigen strategischen Entwicklungen in den nächsten drei Jahren beruhen auf den folgenden Säulen und setzen die Überlegungen des Vorjahres fort:

Zum einen will die Gesellschaft in Europa sowie in den nicht-europäischen Ländern der EMEA-Region wachsende Umsätze im eigenen Namen realisieren. Hierzu gehören auch Umsätze mit Kunden, die außerhalb der EMEA-Region ansässig sind.

Zum anderen konzentriert sich das Angebot auf zusätzliche Produkte und Dienstleistungen sowie auf die Umsetzung überregionaler Markterschließung:

Das Geschäftsfeld wird durch den gezielten Aufbau von Know-how in Logistik und durch automatisierte Schnittstellen zu den Logistikunternehmen gestärkt, um so die Kundenzielgruppen effizienter, zielgenauer und kosteneffizienter betreuen zu können

Das Produktportfolio wird nach ersten Erfolgen in der Markteinführung im laufenden Jahr durch den Ausbau des Vertriebs von produktspezifischen Wechselrichtern (Transfer Wechsel- und Gleichstrom) und Batteriespeichersystemen erweitert (EP Cube, KuBank C&I Energy Storage System)

Des Weiteren wird eine konsequente Strategie der Optimierung und Steuerung vorhandener Geschäftsprozesse und einer Fortsetzung der Digitalisierung unter Zuhilfenahme zeitgemäßer Technologien fortgesetzt. Das in den nächsten Jahren erwartete weitere Wachstum wird durch die erfolgreiche Umsetzung dieser Strategie bestimmt werden.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Umsatz ging im Vorjahresvergleich um 7,2 % zurück. Wesentliche Ursache dafür war ein globaler Ausbau der Fertigungskapazitäten in der Branche, der die gestiegene Nachfrage bei weitem übertraf. Die Inflation in Deutschland reduzierte sich zwar von 8,7 % auf 6,0 % im Jahr 2023, war jedoch ein weiterer wesentlicher Einflussfaktor für die Entwicklung.

Der Ausbau der europäischen Baubranche ist einer der wesentlichen Einflussfaktoren für die Geschäftstätigkeit. In Europa (EU-27) ist hier die Konjunkturentwicklung auf Grund der gestiegenen Material- und Energiepreise etwas gegenüber dem Vorjahr fast unverändert und die Produktion im Baugewerbe stieg nur um etwa 0,1 %.2:

Gesamtwirtschaftlich hat sich die Lage in der Industrie stabilisiert auf niedrigem Niveau - für die Solarindustrie ergab sich aufgrund der die Nachfrage bei weitem übersteigende Zuwachs der Fertigungskapazitäten eine herausfordernde Lage.

2 Quelle: Eurostat; Produktion im Baugewerbe - Veröffentlichung vom 20.02.2024

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das global installierte Volumen an Solarmodulen - gemessen in Megawatt - ist in 2023 von 242.974 MW mit 170.655 MW um etwa 70% auf 413.629 MW gewachsen.3. Der Solarmarkt in der Region EMEA ist von 2022 auf 2023 von 55.656 MW mit 21.603 MW nur noch um etwa 39% auf 77.259 MW gewachsen.4 Wesentlicher Grund dafür ist das nachlassende Wirtschaftswachstum auch aufgrund der bestehenden Unsicherheiten infolge des russischen Angriffskrieges.

Geschäftsentwicklung der Gesellschaft

Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird im Wesentlichen beeinflusst durch die Entwicklung der Marktpreise sowie den gesamtwirtschaftlichen und branchen- spezifischen Rahmenbedingungen. Im Jahr 2023 war der Geschäftsverlauf der Gesellschaft von einem weiteren Anstieg des Geschäftsvolumens bei gleichzeitig stark rückläufigen Preisen geprägt.

Unsere ursprünglichen Ziele für das Geschäftsjahr 2023, einen stabilen Umsatzerlös bei Mrd. EUR 1,3 und einen Jahresüberschuss von etwa Mio. EUR 10,0 zu erreichen, konnten wir aufgrund der Entwicklung von globalen Fertigungskapazitäten und Produktpreisen sowie reduzierten Einkaufspreisen nur beim Jahresüberschuss erreichen.

Auf die einzelnen Sachverhalte bzw. Hintergründe gehen wir im Folgenden genauer ein.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Gesellschaft bei gestiegenem Volumen und rückläufigen Marktpreisen Umsatzerlöse von Mio. EUR 1.215,2 nach Mio. EUR 1.309,9 im Vorjahr er- wirtschaften. Dies entspricht einem Rückgang von 7,2 %.

Der Jahresüberschuss stieg um Mio. EUR 0,3 auf Mio. EUR 14,2. Dies resultiert im Wesentlichen aus nachfolgenden Sachverhalten:

Der Rohgewinn (Umsatzerlöse inkl. Bestandsveränderung abzgl. Materialaufwand) hat sich um Mio. EUR 19,7 auf Mio. EUR 76,2 erhöht. Die Materialintensität ist dabei unwesentlich von 95,7% auf 93,7% gesunken.

Die Personalaufwendungen sind infolge der angestiegenen Mitarbeiteranzahl von Mio. EUR 8,1 auf Mio. EUR 11,2 gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Der Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge beträgt Mio. EUR 42,7 nach Mio. EUR 26,8 im Vorjahr. Aus der Fremdwährungsumrechnung ergaben sich infolge der Wechselkursentwicklungen Aufwendungen in Höhe von Mio. EUR 0,8 gegenüber Vorjahreserträgen in Höhe von Mio. EUR 2,3. Ferner sind insbesondere die Logistik- und Transportkosten volumensbedingt um Mio. EUR 8,6 sowie die Beratungskosten um Mio. EUR 1,3 angestiegen.

3 Quelle: "PV Installations Tracker: Q I 2024", veröffentlicht im April 2024 von IHS Markit

Finanzlage

Das Eigenkapital erhöhte sich durch den Jahresüberschuss auf Mio. EUR 43,4. Die Eigenkapitalquote beträgt 19,2 % nach 10,2 % im Vorjahr.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt neben dem Eigenkapital überwiegend durch konzerninterne, kurzfristige Lieferantenkredite.

Die liquiden Mittel betragen Mio. EUR 48,5 nach Mio. EUR 32,7 im Vorjahr. Bei Bedarf hat die Gesellschaft Zugriff auf konzerninterne Mittel. Hierzu besteht zum Bilanzstichtag eine Liquiditätslinie mit Rangrücktritt in Höhe von Mio. EUR 30,0, die nicht in Anspruch genommen ist. Extern zugesagte Kreditlinien bzw. Inanspruchnahmen bestehen nicht.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2023 um Mio. EUR 60,6 bzw. um 21,2 % auf Mio. EUR 225,8 gesunken. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus nachfolgenden Sachverhalten:

Der Warenbestand im Vorratsvermögen ist aufgrund der reduzierten Marktpreise trotz gestiegenen Geschäftsvolumens um Mio. EUR 46,5 zurückgegangen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen Mio. EUR 123,9 nach Mio. EUR 168,7 im Vorjahr. Der Rückgang um Mio. EUR 44,8 resultiert insbesondere aus dem geringeren Umsatzvolumen im vierten Quartal 2023 aufgrund der geringeren Marktpreise. Gegenläufig haben sich die Intercompany-Forderungen stichtagsbedingt aufgrund der Beendigung eines Rechtsstreits (Schiedsgerichtsverfahren) erhöht, die aufgrund einer konzerninternen Vereinbarung für die Canadian Solar Inc., Ontario/Kanada, verauslagt wurde.

Auf der Passivseite reduzierten sich entsprechend die Lieferantenverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 70,1 sowie die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um Mio. EUR 7,4. Gegenläufig haben sich insbesondere die sonstigen Rückstellungen um Mio. EUR 3,5 erhöht; dies betrifft im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

Insgesamt sind wir mit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zufrieden.

3. WESENTLICHE FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Die für die Gesellschaft bedeutsamsten steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatz und Jahresüberschuss.

Neben finanziellen Kennzahlen beobachten wir auch nichtfinanzielle Indikatoren, insbesondere in den Bereichen Qualität, ohne diese jedoch explizit zur Steuerung des Unternehmens einzusetzen oder entsprechend zu planen. In Einzelfällen werden hieraus Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung für Bereiche abgeleitet.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer, Auszubildende; inkl. Teilzeitbeschäftigte) betrug 95 (Vj. 69). Davon waren jeweils 94 (Vj. 68) Personen im Inland und 1 (Vj. 1) im Ausland beschäftigt. Die durchschnittliche Anzahl an Personen im Vertrieb betrug 59 (Vj. 44) und in der Verwaltung 27 (Vj. 25).

4. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Als Unternehmen der in den USA und seit 08.06.2023 in China börsennotierten Canadian Solar Gruppe unterliegen wir den strengen Anforderungen der amerikanischen Börsenaufsicht SEC und der chinesischen CSRC. Hierzu zählt insbesondere auch die Einrichtung eines Kontrollsystems über die Finanzberichterstattung, deren Wirksamkeit regelmäßigen internen und externen Prüfungen unterzogen wird. Darüber hinaus erfolgt im Rahmen des mo- natlichen, konzerninternen Controllings eine laufende Überwachung der wirtschaftlichen Entwicklung über Soll-Ist-Vergleiche; unerwartete Abweichungen werden dadurch recht- zeitig erkannt und geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung können ergriffen werden.

4.1 CHANCEN UND RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Die Weltwirtschaft geht laut Prognose des Internationalen Währungsfonds vom April 2024 mit global etwa gleichbleibenden Wachstumsprognosen (2,6 % für 2024 gegenüber 2,8 % für das Jahr 2023) in das neue Jahr. Die Inflation ist global eher rückläufig und bewegt sich den Erwartungen zufolge von etwa 6,8 % in 2023 auf etwa 5,9 % in 2024. In Europa werden die in der Ukraine anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen das Wachstum der Wirtschaft weiter bremsen.

Trotz der bestehenden Risiken aus diesem makroökomischen Umfeld führt der weltweit steigende Energiebedarf weiter zu wachsenden Investitionen in regenerative Energiegewinnung und damit für das Geschäftsfeld unseres Unternehmens. Für die Branche der Gesellschaft sind daher positive Einflüsse aus diesem Umfeld heraus zu erwarten. Für das Jahr 2024 wird durch - zum Teil divergierende - Marktanalysten von einem Branchenwachstum in Höhe von etwa 517 GW und damit etwa 24 % gegenüber dem Jahr 2023 ausgegangen.5 Bei den Produktpreisen am Markt wird infolge der entstandenen Überkapazitäten durch erkennbare Konsolidierung ein weiterer Rückgang erwartet. Besonders für China wird von deutlich nachlassenden Investitionen im Aufbau von neuen Fertigungsanlagen für die Photovoltaik ausgegangen.

Insgesamt erwartet die Branche einen globalen Zuwachs an installierten Modulen für die Jahre von 2024 bis 2030 von 4,2 TW um 1,6 TW auf 5,8 TW.

Wesentliche Finanzinstrumente der Gesellschaft sind die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund der diversifizierten Kundenstruktur sowie bestehender Ausfallversicherungen schätzen wir das Ausfallrisiko der Forderungen als gering ein. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Wesentliche Risiken bei den Verbindlichkeiten bestehen nicht.

Für uns bestehen insbesondere Fremdwährungsrisiken hinsichtlich des US-Dollars sowie des Chinesischen Renminbis. Bei den Wechselkursentwicklungen gehen wir von einem anhaltend volatilen Umfeld aus. Um Währungsrisiken zu begrenzen, wird mit dem Hauptlieferanten Canadian Solar International Ltd. ausschließlich in EUR fakturiert. Währungssicherungsgeschäfte werden - sofern erforderlich - auf Konzernebene getätigt und ggf. entsprechend mit uns verrechnet. Eigene Derivatgeschäfte wurden nicht getätigt.

Über die Finanzierung durch Konzerngesellschaften und die solide Finanzlage der Muttergesellschaft ist ein Finanzierungsrisiko für das operative Geschäft derzeit nicht gegeben.

Die Gesellschaft ist unterschiedlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten aus dem operativen Geschäft sowie dem Personalbereich ausgesetzt. Wie einführend im Abschnitt "Geschäftsmodell" erläutert, werden Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit im Rahmen der bestehenden Vertriebshändlervereinbarung durch den konzerninternen Lieferanten getragen, so dass wesentliche Risiken aus Rechtsstreitigkeiten nicht zu erwarten sind.

Die Gesellschaft ist weiterhin steuerlichen und zollrechtlichen Risiken ausgesetzt, vor allem aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit, damit verbundener Auflagen sowie dem Import von Solarmodulen aus Asien. Soweit Risiken wahrscheinlich und bekannt sind, werden diese entsprechend den bilanziellen Risiken in Rückstellungen berücksichtigt.

Elementarrisiken werden durch einen umfassenden Versicherungsschutz abgedeckt, der unter Kostengesichtspunkten laufend optimiert wird. Garantien auf unsere Produkte werden von Konzerngesellschaften gegeben, so dass uns hieraus keine Risiken erwachsen.

Als aktiv am Markt agierendes Unternehmen müssen wir typischerweise Risiken eingehen, um am Markt bestehen zu können. Wir gehen nur solche Risiken ein, die wir als kontrollier- und beherrschbar ansehen.

5 Quelle: "PV Installations Tracker: Q I 2024", Stand April 2024, veröffentlicht von IHS Markit, fusioniert mit S&P Global Inc., Com- modity Insights

Eine Veränderung der strategischen Ausrichtung des Gesamtkonzerns in Bezug auf Absatzmärkte kann deutliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der deutschen Gesellschaft haben. Da die Nachfrage auf dem Solarmarkt in hohem Maße von politischen Entscheidungen beeinflusst wird, können für uns negative politische Entscheidungen die zukünftige Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen.

Im Gegenzug bieten jedoch Förder- und Marktanreizprogramme von Bund und Ländern sowie anderer Staaten der EMEA-Region wesentliche Absatzchancen infolge der Energiekrise für uns. Die Gesetze zum Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Veränderungen am Strommarkt sollten im Wesentlichen positive Impulse für die weitere Entwicklung unserer Geschäftstätigkeit bewirken.

4.2 Prognosebericht

Durch das monatliche Reporting, die interne Gewinn- und Verlustrechnung sowie wöchentliche Abteilungsleitertreffen, ist eine möglichst frühe Risikoerkennung sichergestellt; die betrieblichen Kosten und die Erträge stehen dabei im Fokus, um unerwartete Abweichungen rechtzeitig erkennen und durch geeignete Maßnahmen gegensteuern zu können.

Insgesamt werden für das Geschäftsjahr 2024 aufgrund der gesunkenen Marktpreise infolge der weltweit gestiegenen Fertigungskapazitäten weiter deutlich rückläufige Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 650 erwartet. Der Jahresüberschuss wird nach Steuern bei etwa Mio. EUR 5 liegen. Die Entwicklung der ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahrs bestätigen diese Einschätzung.

 

München, den 8.11.2024

Canadian Solar EMEA GmbH

Susanne Maria Pflug, Geschäftsführerin

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