Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 159479
Vorher
Magnet 115. V V GmbHEntavio GmbH
Eingetragen
9.11.2005
Branche
Fernsehveranstalter und Verbreitung von VideoinhaltenHörfunkveranstalter und Verbreitung von AudioinhaltenErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Aufbau und Betrieb einer oder mehrerer Infrastrukturen für technische Verbreitung und Vermarktung von audiovisuellen Inhalten und Daten im eigenen Namen und als Dienstleister für Dritte sowie Gewährung von Zugang zu diesen Infrastrukturen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Deepak Mathur
seit 11.12.2025
Geschäftsführer
Christoph Mühleib
seit 17.10.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SES Astra Services Europe S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SES Media Solutions GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HD PLUS GmbH

Unterföhring

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Rechtliche Rahmenbedingungen

Es haben sich im Jahr 2023 keine Änderungen ergeben.

Die SES Media Solutions GmbH mit Sitz in Unterföhring hält 100% der Anteile an der HD PLUS GmbH (HD+).

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war nach Einschätzung der Geschäftsführung geprägt durch eine weiterhin schwierige Marktlage, die durch die anhaltenden Kriege in der Ukraine und Nahost bestimmt wurde. Trotz einer leicht rückläufigen Inflation verharrte diese auf hohem Niveau und machte die andauernde Energie- und Wirtschaftskrise allgegenwärtig, was sich in zunehmender Verunsicherung bei den Menschen zeigte und zu einer spürbaren Veränderung in deren Konsumverhalten führte. Während das unmittelbare HD+ Geschäft davon weitestgehend unberührt blieb, äußerte sich die Kaufzurückhaltung für die HD+ vor allem in den deutlich gesunkenen TV-Verkäufen und der daraus resultierenden Auswirkung auf die Entwicklung der technischen Reichweite negativ. Auch der lineare TV-Konsum ebbte ein wenig ab, nachdem dieser in den zwei Corona-Jahren eine deutliche Belebung erfuhr.

Durch die Einführung neuer Produkte und vorgenommener Produktverbesserungen konnte dieser Entwicklung teilweise entgegengewirkt werden. Mit HD+ Stream besteht für den Kunden erstmals die Möglichkeit, die mobile Variante von HD+ über den App Store bzw. den Google Play Store zu erwerben und somit in den Genuss hochauflösender Bildqualität direkt auf dem Smartphone und Tablet zu kommen. Dazu kommt ein umfassendes Update der HD+ TV-App, welches Zuschauern durch ein neues Design und neuen Funktionen ein komfortableres TV-Erlebnis ermöglicht. Mit dem HD+ Vielfalt Paket hat sich auch noch einmal das HD Angebot verbessert, in dem sich das Senderportfolio um 13 weitere über Satellit empfangbare Sender erhöht hat. Mit LG ist zudem ein weiterer Fernsehhersteller hinzugekommen, welcher das HD+ Entschlüsselungssystem bereits herstellerseitig eingebaut hat. So konnte auch im Jahr 2023 die technische Reichweite durch die TV-Geräte weiter ausgebaut werden. Das Ziel ist es, bei allen führenden Herstellern und in der Mehrheit der jeweiligen TV-Modelle vertreten zu sein.

Insgesamt hat sich das Geschäft der HD+ einmal mehr als widerstandsfähig erwiesen, weshalb ein hohes Umsatzniveau von 126,9 MEUR erreicht werden konnte.

3. Entwicklung der digitalen Reichweite HD

Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der TV-Haushalte leicht auf 36,4 Mio (VJ: 36,3 Mio), wobei der Satellit mit 16,5 Mio (VJ: 16,3 Mio.) weiter der meistgenutzte Übertragungsweg ist.

Aktuell sind über 93,2 % (VJ: 93,3%) der Satelliten-Haushalte technisch in der Lage, HD zu empfangen.

Die Zahl der HD-Haushalte in Deutschland lag 2023 bei 33,65 Mio. (2022: 33,43 Mio). Damit empfingen 93% aller TV-Haushalte in Deutschland ihr Programm in HD-Qualität.

4. Entwicklung der technischen Reichweite und der Subscriber

Als technische Reichweite definiert die HD+ alle geeigneten Empfangsgeräte, die es einem Endkunden ermöglichen, Zugang zum HD+ Paket zu erhalten.

Diese Reichweite liegt im Jahr 2023 bei 11,0 Mio. Geräten (VJ: 10,8 Mio.).

Davon entfielen auf verkaufte Set-top-Boxen 31 Tausend (-51% ggü. Vj.), bzw. auf verkaufte Module 91 Tausend (-8% ggü. Vj.). Im Jahr 2023 wurden insgesamt 1.025 Tausend TV-Geräte mit HD+ 5.0 an Endkunden verkauft (+11% ggü. Vj.),

Zusätzlich sind bei unserem Partner Sky 502 Tausend Smartcards inkl. free period freigeschaltet (-8% ggü. Vj.).

Die Endkundenzahl, also die Zahl derer, die nach den Freimonaten bereit sind, für HD+ zu bezahlen, sank zum Jahresende 2023 auf 1.889 Tausend (Vorjahr 1.965 Tausend). Somit wurde von der Prognose für 2023 von 1.958 Tausend Subscribern leicht unterschritten.

5. Forschung- und Entwicklungstätigkeit

Die HD Plus GmbH ist bestrebt, das TV Erlebnis ständig zu verbessern und die HD Vielfalt einer Vielzahl an Kunden zu ermöglichen. Durch die konsequente Weiterentwicklung bestehender Produkte wurde die in die TV-Geräte integrierte TV-App einem "Facelift" unterzogen, was sich in einem neuen, verbesserten Design und zusätzlicher Funktionen äußerte. So ist nun beispielsweise das Pausieren einer laufenden Sendung ohne zusätzliche Hardware problemlos möglich. Auch das Produkt HD+ ToGo, welche die TV-Nutzung auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets ermöglicht, wurde angepasst, um auch Menschen, die bisher kein HD+ Produkt nutzen, den Zugang zu erleichtern. Die Entwicklungstätigkeiten bei der HD+ werden von fünf (VJ: vier) Mitarbeitern ausgeführt.

6. Entwicklung des Geschäftsverlaufes

Das Endkundengeschäft der HD+ entwickelte sich, wie erwartet, entlang der angespannten Marksituation mit leichten Rückgängen in Umsatz und Kundenanzahl ggü. dem Vorjahr. Insgesamt wird der deutsche Markt kompetitiver durch Wettbewerber wie Netflix, Prime Video und dergleichen.

7. Personelle Entwicklung

HD+ hat den durchschnittlichen Personalstamm von 63,5 FTE auf 69,5 FTE erhöht, wovon 4 FTE (Vorjahr 7 FTE) befristet angestellt sind.

8. Leistungsindikatoren

Die Steuerung des Unternehmens erfolgt anhand der Umsatzerlöse sowie der finanziellen Leistungsindikatoren EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) und EBITDA-Marge (EBITDA gemessen am Umsatz). Als nicht-finanzieller Leistungsindikator dient der Geschäftsführung die Entwicklung der Subscriber, also der zahlenden Endkunden.

9. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der HD+

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahr 2023 stellt sich wie folgt dar.

9.1. Vermögenslage

Anlagevermögen

Die Bilanz weist auf der Aktivseite im Wesentlichen mit 58 MEUR das Anlagevermögen "Geschäfts- oder Firmenwert" aus, dass 45% der Bilanzsumme entspricht (128,5 MEUR). Dieser wurde zum 01.05.2013 mit 200,8 MEUR aktiviert und wird über 15 Jahre abgeschrieben, wobei der langen Zeitdauer eine stabile Werthaltigkeit durch die positiven Ertragsaussichten zugrunde gelegt wird.

Umlaufvermögen

Die übrige Aktivseite beinhaltet im Wesentlichen Forderungen und Warenbestand.

Unter den Vorräten befinden sich vor allem die CI-Module und SmartCards, die HD+ als alternatives Empfangsgerät für TV-Geräte verkauft. Die Vorräte zum 31. Dezember 2023 betragen 3,1 MEUR (Vorjahr 3,8 MEUR).

Die Forderungen (inkl. der sonstigen Vermögensgegenstände) sind zum 31. Dezember 2023 um 2,4 MEUR auf 10,3 MEUR gesunken.

Die Forderungen aus Lieferung und Leistung haben sich von 12,6 MEUR 2022 auf 10,3 MEUR zum 31. Dezember 2023 reduziert. Der Grund dafür ist die Ausbuchung von Forderungen in Höhe von 2,5 MEUR.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist negativ. Es wird ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 49,3 MEUR ausgewiesen. Ausschlaggebend hierfür sind im Wesentlichen keine operativen Gründe sondern die Kosten für Zinsen, die an die Muttergesellschaft SES S. A., Luxemburg zu zahlen sind sowie die jährliche Abschreibung auf den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 13,4 MEUR. Die SES Astra Services Europe S.A hat eine der Höhe nach unbegrenzte Patronatserklärung abgegeben, deren Gültigkeit auf zwei Jahre nach dem Testatsdatum des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 befristet ist.

Rückstellungen

Die Rückstellungen sind von 15,6 MEUR 2022 auf 15,9 MEUR zum 31. Dezember 2023 gestiegen. Die Veränderung i.H.v. 0,3 MEUR resultiert vorrangig aus der Erhöhung der Mitarbeiter-Boni Rückstellung.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum 31. Dezember 2023 83 MEUR und sind um 7,2 MEUR gesunken. Der Grund hierfür liegt in der Tilgung des Darlehens in Höhe von 10 MEUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 0,6 MEUR auf 1,6 MEUR gesunken.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind von 1,6 MEUR 2022 auf 1,9 MEUR zum 31. Dezember 2023 gestiegen. Haupttreiber ist die Erhöhung der Umsatzsteuer-Verbindlichkeit.

Als sonstiger wesentlicher Bilanzposten ist der PRAP in Höhe von 26,2 MEUR (Vorjahr 25 MEUR) zum 31. Dezember 2023 zu erwähnen. Hierbei handelt es sich um die Abgrenzung der Umsatzerlöse. Die Erhöhung in Höhe von 1,2 MEUR resultiert aus einer Verschiebung innerhalb unseres Kundenbestandes von monatlichen Abonnements hin zu Produkten mit Vorauszahlung.

9.2. Finanzlage

Operativ erwirtschaftet HD+ einen positiven Cash Flow, der auch die Finanzierung der üblichen operativ benötigten Investitionen abdeckt. Lediglich strategische Investitionen und die damit verbundenen Belastungen werden durch ein Gesellschafterdarlehen finanziert. Der Übertrag der Anteile von der SDDS AG auf die SES Media Solutions GmbH hatte dabei keinerlei Effekte.

Die HD+ ist in dem gruppenweiten Cash-Pooling der SES eingebunden. Entsprechend wird es auf absehbare Zeit keine Fremdfinanzierung geben und die Gesellschaft kann ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete HD+ einen positiven Cash Flow in Höhe von 3,5 MEUR (indirektes Verfahren der SES Gruppe).

Die Eigenkapitalquote ist auf -38% gesunken (2022: -28%). Entsprechend erhöhte sich die Fremdkapitalquote auf 162%, was vor allem durch das reduzierte Eigenkapital, den PRAP, die Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen bedingt ist.

9.3. Ertragslage

Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge

Die HD+ verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz in Höhe von 126,9 MEUR und lag damit 3,3 MEUR unter dem Vorjahresniveau von 130,2 MEUR. Die für das Jahr 2023 getätigte Umsatzprognose in Höhe von 127 MEUR wurde getroffen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 1,1 MEUR (Vorjahr 1,2 MEUR). Die Haupttreiber für die Veränderung waren die Auflösungen aus Rückstellungen und Weiterbelastungen von Personalkosten.

Materialaufwand

Der Materialaufwand ist von 89,3 MEUR auf 88,5 MEUR (-0,9 % ggü. Vj.) gesunken.

Die Haupttreiber dieser Verringerung ist der reduzierte Aufwand der Incentive Zahlungen (Broadcaster-Share) an die Sender und geringere Vertriebsprovisionen.

Personalkosten

Die Personalkosten sind um 1,1 MEUR von MEUR 6,9 im Jahr 2022 auf 8 MEUR im Jahr 2023 gestiegen.

Im Jahr 2023 wurden Abfindungsaufwendungen und höhere Personalprämien an die Mitarbeiter im Vergleich zu 2022 zurückgestellt.

Abschreibungen

Die Abschreibungen sind mit 18,1 MEUR (Vorjahr 16,0 MEUR) über das Vorjahresniveau gestiegen. Der Grund dafür sind die Aktivierungen für das Projekt HD+ 5.0.

Wesentlicher Bestandteil ist hier die Abschreibung auf den Geschäfts- und Firmenwert mit 13,4 MEUR.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen Aufwendungen stiegen von 17,5 MEUR auf 20,5 MEUR (+17,1% ggü. Vj.). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus höheren Marketingkosten, Konzernumlagen und bezogenen Leistungen für Software und Hardware.

Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)

Das für 2023 geplante EBITDA von 23,8 MEUR wurde mit einem erzielten EBITDA von 11,2 MEUR aufgrund der oben aufgeführten Effekte verfehlt. Die EBITDA-Marge betrug 8,8% und lag aufgrund der oben genannten Effekte unter der Prognose für 2023 von 18,7%

Das Betriebsergebnis inklusive Abschreibungen ist von 1,8 MEUR auf -6,9 MEUR und damit um 8,7 MEUR zurückgegangen.

Jahresfehlbetrag

Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 11,6 MEUR. Im Vorjahr wurde ein Jahresfehlbetrag von 0,3 MEUR erzielt.

10. Chancen der künftigen Entwicklung

Trotz widriger Marktlage zeigt die Geschäftsentwicklung des Jahres 2023 einmal mehr, dass die getroffenen Initiativen vom Markt gut aufgenommen wurden und die HD+ auf ein robustes Geschäftsmodell blicken kann. Die überarbeitete HD+ TV-App bietet dem Kunden nicht nur neue Funktionen und ein modernes Look & Feel, sie ermöglicht in der neuesten Fassung auch den Senderpartnern, zusätzliche Angebote direkt über die App zu vermarkten. Selbst ohne aktives HD+ Produkt können die TV App Nutzer viele kostenlose Dienste beispielsweise für öffentlich-rechtliche Sender weiter nutzen.

Auch der Ausbau von Angeboten, die über IP bereitgestellt und abgerufen werden können, ermöglicht zusätzliche Impulse, um weitere Kunden zu gewinnen und/oder den Umsatz pro Kunden zu erhöhen. Hinzu kommen weiterführende Gespräche mit TV-Herstellern, was die Integration von HD+ auf TV Geräten betrifft. All diese Weichenstellungen stimmen die HD+ vorsichtig optimistisch, die eingenommene Position zu halten und das Geschäft auch zukünftig erfolgreich auszubauen.

11. Risiken der künftigen Entwicklung

Mit Unterstützung des Gesellschafters werden alle Risiken systematisch und vollständig erfasst und bewertet. Die Bewertungskriterien sind dabei jedoch noch nicht vereinheitlicht und daher nicht zu nennen. Durch die vorgesehenen Maßnahmen werden die Risiken aber nicht als bestandsgefährdend betrachtet.

Im Wesentlichen sehen wir folgende Risiken bei der künftigen Entwicklung, wobei die jeweiligen Risiken in den einzelnen Kategorien mit abnehmender Bedeutung genannt sind:

Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
< 5% Gering
5% bis 50% Mittel
> 50% Hoch
Schadensausmaß Beschreibung
T€ < 1M Gering
T€ zwischen 1 und 10M Mittel
T€ > 10M Hoch

11.1. Markt- und Wettbewerbsrisiken

Risiko: Mit anhaltenden Kriegen und einer weiter auf hohem Niveau verbleibenden Inflationsrate nimmt die Kaufzurückhaltung der Kunden weiter zu, was sich auch in den Subscriberzahlen der HD+ niederschlägt.

Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit als hoch und das Schadensausmaß als mittel ein, sodass wir das Risiko insgesamt auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage als mittel einschätzen.

Maßnahmen: Der TV-Konsum wird auch in Zukunft zur Freizeitaktivität des Endkunden dazuzählen. Außerdem arbeitet die HD+ kontinuierlich daran, dem Endkunden auch zukünftig ein preis- und leistungsstarkes sowie auf die individuellen Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnittenes Angebot zur Verfügung zu stellen.

Risiko: Der Verbreitungsweg Satellit wird mit seinen Wettbewerbsnachteilen gegenüber dem Kabel und dem Internet in Bezug auf dem fehlenden Rückkanal und die damit verbundene fehlende Interaktivität auch negative Auswirkungen auf HD+ haben.

Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit als mittel und das Schadensausmaß als mittel ein, sodass wir das Risiko insgesamt auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage als mittel einschätzen.

Maßnahmen: Noch hat der Satellit wegen der verfügbaren Bandbreite einen klaren Wettbewerbsvorteil. Zudem zeigt die Kooperation mit der DTAG, dass Anbieter von IPTV ihre Netze nicht mit HD-Inhalten sondern eher mit attraktiven VOD-Diensten füllen wollen.

Den Nachteil der fehlenden Interaktivität begegnet HD+ mit seiner neuen Produktoffensive, wodurch die Kunden Streaming-Angebote wie Pause, den Neustart laufender Sendungen sowie den Abruf von Mediatheken über das Internet ohne Mehrpreis nutzen können.

Risiko: Die Entwicklung eines Konkurrenzproduktes eines anderen Marktteilnehmers sorgt für neuen Wettbewerb für HD+ auf dem Satellitenmarkt.

Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit als gering und das Schadensausmaß als mittel ein, sodass wir das Risiko insgesamt auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage als gering einschätzen.

Maßnahmen: Die ausgezeichnete Bekanntheit von HD+ und die Vollständigkeit der Programmvielfalt machen es jedem potenziellen Wettbewerber schwer, in den Markt zu dringen. Auch die langjährige und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem stationären Handel trägt ihren Teil dazu bei. Zudem schafft HD+ durch den Fokus auf UHD-Inhalte exklusive Inhalte, die auf absehbare Zeit nicht kopiert werden können.

11.2. Produktbezogene Risiken

Risiko: Der Endkunde akzeptiert das angebotene Produkt nicht mehr und will nicht mehr dafür bezahlen.

Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit als mittel und das Schadensausmaß als hoch ein, sodass wir das Risiko insgesamt auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage als mittel einschätzen.

Maßnahmen: Weiterer Ausbau der Inhalte bei HD+, insbesondere der nicht-linearen Inhalte, um das Kundeninteresse weiterhin hochzuhalten.

Hierzu zählt zum Beispiel die Erhöhung der allgemeinen Nutzbarkeit von 15 Millionen Satellitenkunden sowie das Halten der Kunden auch ohne aktives HD+ Produkt, indem allen App Benutzern kostenlose Dienste für öffentlich-rechtliche Sender angeboten werden.

11.3. IT/Cyber-Risiken

Risiko: HD+ verwendet eine Vielzahl technischer Systeme, um Ihre Dienstleistungen zu erbringen. Diese Systeme können Ziele von Cyber-Angriffen werden. Solche Cyber-Angriffe haben in den letzten Jahren stark an Häufigkeit und Raffinesse zugenommen, sodass diese möglicherweise nicht immer vollständig verhindert, erkannt oder eingedämmt werden können. Dies kann ggf. zu einem partiellen oder totalen Ausfall von HD+ Dienstleistungen führen. Des Weiteren besteht die Gefahr eines Diebstahls oder einer Manipulation sensitiver Daten, wie z.B. Kundendaten.

Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit als mittel und das Schadensausmaß als mittel ein, sodass wir das Risiko insgesamt auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage als mittel einschätzen.

Maßnahmen: HD+ ist ständig dabei, seine technische Infrastruktur durch moderne Sicherheitskontrollen und -praktiken innerhalb der Gruppe sowie an neue Bedrohungen anzupassen, um die Risiken durch Cyber-Angriffe zu reduzieren.

12. Prognose

Aufgrund einer angenommenen, andauernden Konsumtrübung wird für das kommende Geschäftsjahr 2024 nur ein leichtes Subscriberwachstum auf knapp über 2 Mio. Subscribern erwartet. Für 2025 wird wieder mit einem deutlicheren Anstieg der Subscriberzahlen gerechnet, die aus der neu geschaffenen technischen Reichweite und neuen Produkten resultieren.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird basierend auf der im Herbst 2023 durchgeführten Planung ein Umsatz von 122,9 MEUR bei einem geplanten EBITDA von 21,4 MEUR und einer EBITDA-Marge von 17,4% prognostiziert.

13. Vorgänge von besonderer Bedeutung, nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Mögliche Beeinträchtigungen des HD+ Geschäfts durch die negativen Auswirkungen der andauernden Konflikte wurden bereits eingehend erläutert und dargestellt. Etwaige Konsequenzen wurden in der künftigen Geschäftsplanung berücksichtigt.

Die derzeit eingetrübte Konsumstimmung, die ungewisse Inflationsentwicklung als auch die hohen Zinsen wirken sich negativ auf die GuV als auch auf das Konsumverhalten aus.

Andere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Unterföhring, 8.08.2024

Andreas Müller-Vondey

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.959.899,97 3.430.814,68
2. Geschäfts- oder Firmenwert 58.009.653,84 71.396.497,04
3. geleistete Anzahlungen 227.425,79 3.046.636,41
64.196.979,60 77.873.948,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 426,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 193.003,81 15.424,56
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 74.466,88 58.779,09
4. Anlagen im Bau 2.685,00 1.144.577,29
270.155,69 1.219.207,19
64.467.135,29 79.093.155,32
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte:
fertige Erzeugnisse und Waren 3.091.227,82 3.753.198,56
3.091.227,82 3.753.198,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.272.847,45 12.639.362,84
2. Sonstige Vermögensgegenstände 29.976,79 27.531,79
10.302.824,24 12.666.894,63
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 119,88 219,88
13.394.171,94 16.420.313,07
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.317.023,81 1.448.440,81
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 49.329.911,44 37.778.094,88
128.508.242,48 134.740.004,08

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 29.904.000,00 29.904.000,00
III. Verlustvortrag -67.707.094,88 -67.450.568,43
IV. Jahresfehlbetrag -11.551.816,56 -256.526,45
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 49.329.911,44 37.778.094,88
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 15.863.827,69 15.577.150,10
15.863.827,69 15.577.150,10
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.618.381,90 2.258.330,42
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 82.979.782,60 90.252.188,48
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.876.034,86 1.664.372,56
davon aus Steuern EUR 917.644,66 (VJ EUR 680.938,19)
86.474.199,36 94.174.891,46
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 26.170.215,43 24.987.962,52
128.508.242,48 134.740.004,08

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

01.01. bis 31.12.2023
EUR
01.01. bis 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 126.977.994,07 130.202.412,87
2. andere aktivierte Eigenleistungen 203.695,43 237.913,22
3. sonstige betriebliche Erträge 1.110.552,57 1.151.758,43
davon aus Währungsumrechnungen EUR 4.904,42 (VJ EUR 741,74)
128.292.242,07 131.592.084,52
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 4.734.196,68 4.755.245,26
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 83.756.817,05 84.587.571,53
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.634.878,18 5.931.052,76
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.379.132,16 941.993,99
davon für Altersversorgung EUR 418.573,04 (VJ EUR 285.647,29)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 18.127.519,81 16.026.159,86
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.579.980,90 17.478.344,85
davon aus Währungsumrechnungen EUR 965,99 (VJ EUR 5.115,25)
-6.920.282,71 1.871.716,27
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42.922,00 7.474,09
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 36.897,8 (VJ EUR 10,25)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.676.331,76 2.135.716,81
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 4.657.607 (VJ EUR 2.135.716,81)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 0 (VJ EUR 0)
10. Ergebnis nach Steuern -11.553.692,47 -256.526,45
11. Sonstige Steuern -1.875,91 0,00
12. Jahresfehlbetrag -11.551.816,56 -256.526,45

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3. Erläuterungen zur Bilanz

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5. Sonstige Angaben

1. Allgemeine Angaben

Die HD PLUS GmbH, Beta-Straße 1-10, 85774 Unterföhring, hat ihren Sitz in Unterföhring und wird beim Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer HRB 159479 geführt.

Der Jahresabschluss der HD PLUS GmbH wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Das Geschäftsjahr der HD PLUS GmbH beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember 2023.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr, die nachfolgenden beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

2.1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige und bei Bedarf außerplanmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibung erfolgt linear pro rata temporis. Als Nutzungsdauer werden 3 - 5 Jahre zugrunde gelegt. Sofern ein vorzeitiges Nutzungsende erkennbar ist, wird auf die verbleibende Restnutzungsdauer abgeschrieben.

Der im Jahr 2013 entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert, § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB, wird zu Anschaffungskosten bilanziert und um planmäßige Abschreibung vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear pro rata temporis. Als Nutzungsdauer sind 15 Jahre zugrunde gelegt, basierend auf der unterstellten wirtschaftlichen Nutzungsdauer, die die erwartete Nutzungsdauer widerspiegelt.

Geleistete Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag bilanziert.

2.2. Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, und sofern es der Abnutzung unterliegt, vermindert um planmäßige und bei Bedarf außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen gemäß der linearen Methode. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Den Abschreibungen des Sachanlagevermögens werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

- Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grund 3 bis 10 Jahre
- Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 10 Jahre
- andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert von 250 Euro bis 1.000 Euro werden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften über einen Sammelposten erfasst und über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert von unter 250 Euro werden i.d.R. im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und ihr Abgang wird unterstellt, abweichend gilt der Einzelbewertungsgrundsatz.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

2.3. Vorräte

Das Vorratsvermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Wertminderungen aus erkennbaren Risiken sind nicht gegeben.

2.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert aktiviert. Sofern erforderlich, wurden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

2.5. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand sowie das Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten ausgewiesen.

2.6. Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag ausgewiesen.

2.7. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie alle drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie wurden insoweit gebildet, als sie zur Erfüllung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend der Restlaufzeit abgezinst.

2.8. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.9. Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einzahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

2.10. Umsatzerlöse

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt mit Leistungserbringung. Die Rechnungswährung ist Euro.

2.11. Fremdwährungsumrechnungen

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Für Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr werden Gewinne oder Verluste aus Kursänderungen durch Neubewertung am Bilanzstichtag erfolgswirksam berücksichtigt; für Forderungen mit einer Laufzeit von mindestens einem Jahr werden Gewinne aus Kursänderungen nur bis zu den historischen Anschaffungskosten berücksichtigt. Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mindestens mit dem historischen Rückzahlungsbetrag bilanziert.

3. Erläuterung zu den einzelnen Bilanzposten

3.1. Anlagevermögen

Die detaillierten Veränderungen des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel dargestellt.

3.2. Vorräte

Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 3.091 (Vorjahr TEUR 3.753) als Handelsware verbucht. Die Handelsware betrifft im Wesentlichen CI PLUS Module und SmartCards.

3.3. Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen nicht.

3.4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen aus bereits bezahlten Lieferantenverbindlichkeiten, deren Rechnungen noch ausstehend sind (debitorische Kreditoren) i.H.v. TEUR 30 (Vorjahr TEUR 28). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

3.5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.317 (Vorjahr TEUR 1.448) enthält im Wesentlichen IT Wartung TEUR 368, Versicherung TEUR 18, Marketingverträge TEUR 650 und gewährte Skonti TEUR 281.

3.6. Eigenkapital

1. Stammkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25 und ist voll einbezahlt.

2. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt TEUR 29.904.

Zum Bilanzstichtag liegt ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag i.H.v. TEUR 49.330 (Vorjahr TEUR 37.778) vor. Durch die SES Astra Services Europe S.A., Luxemburg, wurde eine Patronatserklärung mit Datum 21.03.2024 erteilt mit Gültigkeit von 24 Monaten ab dem Testatsdatum des Jahresabschlusses zum 31.12.2023.

3.7. Rückstellungen

Die Rückstellungen gliedern sich auf in:

1. langfristige Rückstellungen

Diese beinhalten Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr TEUR 25) und Aktienoptionen in Höhe von TEUR 244 (Vorjahr TEUR 322).

2. kurzfristige Rückstellungen

Die personalbezogenen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.409 (Vorjahr TEUR 943) betreffen insbesondere Mitarbeiter-Boni TEUR 1.270 (Vorjahr TEUR 801). Im Jahr 2023 wurde eine Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen über TEUR 49 (Vorjahr TEUR 0) gebildet.

Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 13.956 (Vorjahr TEUR 14.107) betreffen:

2023 2022
Broadcaster Share 8.666 8.893
Provisionszahlungen 500 571
Kundenbonuszahlungen 244 285
Marketingmaßnahmen 1.750 2.616
Logistik 124 73
Pauschale Lohnsteuer 180 180
Sonstige ausstehende Eingangsrechnungen 1.544 548
Verkaufsunterstützung 1.128 941

3.8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.618 (Vorjahr TEUR 2.258) sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig und nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 82.980 enthalten Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling TEUR 11.594 (Vorjahr TEUR 9.453) sowie Darlehensverbindlichkeiten TEUR 71.386 (Vorjahr TEUR 80.800). Verbindlichkeiten über TEUR 22.980 sind innerhalb eines Jahres fällig.

Zum 31.12.2023 bestehen TEUR 60.000 Darlehensverbindlichkeiten mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht gesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 1.876 (Vorjahr TEUR 1.664) resultieren im Wesentlichen aus Steuern und Verbindlichkeiten aus Bestellungen ohne Rechnung und sind innerhalb eines Jahres fällig.

3.9. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von Euro TEUR 26.170 (Vorjahr TEUR 24.988) wurden gemäß § 250 Abs. 2 HGB Einnahmen vor dem Stichtag der Schlussbilanz, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt. Die Einnahmen betreffen im Wesentlichen unsere Prepaid-Produkte.

3.10. Latente Steuern

Es wurde von dem Aktivierungswahlrecht gem. § 274 HGB kein Gebrauch gemacht und keine latenten Steuern gebildet.

4. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betrugen im Jahr 2023 TEUR 126.978 (Vorjahr TEUR 130.202), davon wurden im Ausland TEUR 0 (Vorjahr TEUR 59) bzw. im Inland TEUR 126.978 (Vorjahr TEUR 130.143) erzielt.

Die Umsatzerlöse entfielen auf die Bereiche Rebuy TEUR 16.430 (Vorjahr TEUR 15.978), Reload TEUR 34.444 (Vorjahr TEUR 37.942), Sky TEUR 28.635 (Vorjahr TEUR 30.521), Hardware TEUR 5.071 (Vorjahr TEUR 5.568), Abo TEUR 42.087 (Vorjahr TEUR 38.610), HD+ ToGo TEUR 439 (Vorjahr TEUR 0), Erträge aus IC Weiterbelastungen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 1.700) und sonstige Bestandteile des Umsatzes sowie gewährte Skonti TEUR -129 (Vorjahr TEUR -116).

4.2. Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen betrugen im Jahr 2023 TEUR 204 (Vorjahr TEUR 238)

4.3. Sonstige betriebliche Erträge - periodenfremde Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 1.111 (Vorjahr TEUR 1.152) sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 834 (Vorjahr TEUR 520), Sachbezüge TEUR 125 (Vorjahr TEUR 109), Erträge aus Weiterbelastung der Personalkosten TEUR 146 (Vorjahr TEUR 494) und sonstige Erträge TEUR 5 (Vorjahr TEUR 1) ausgewiesen.

Die hierin enthaltenen periodenfremden Erträge betrugen TEUR 834 (Vorjahr TEUR 520), im Wesentlichen infolge aus der Auflösung von Rückstellungen.

4.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. TEUR 20.580 (Vorjahr TEUR 17.478) entfallen insbesondere auf Marketingkosten TEUR 7.596 (Vorjahr TEUR 6.443), auf Konzernumlagen TEUR 3.150 (Vorjahr TEUR 1.428), erhaltene sonstige Dienstleistungen TEUR 1.155 (Vorjahr TEUR 738), Rechtsberatungskosten TEUR 91 (Vorjahr TEUR 167), Bankspesen TEUR 1.637 (Vorjahr TEUR 1.720), Wertberichtigungen auf Forderungen TEUR 877 (Vorjahr TEUR 964) sowie bezogene Leistungen für Software und Hardware TEUR 5.142 (Vorjahr TEUR 5.000).

Es sind keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen gebucht worden.

§ 285 Nr. 30a HGB, § 288 Abs. 1 Nr. 1 HGB

Die Gesellschaft fällt grundsätzlich in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für die Gesellschaft noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Die Gesellschaft ist derzeit dabei, eine Einschätzung hinsichtlich der wesentlichen Auswirkungen von Pillar Two nach Inkrafttreten der Gesetzgebung zu treffen. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Gesetzgebung und der Ermittlung sind die quantitativen Auswirkungen der in Kraft getretenen Gesetzgebung derzeit noch nicht verlässlich abschätzbar.

5. Sonstige Angaben

5.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 9.477 Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u.a. folgende Sachverhalte

Mietverträge TEUR 0
Leasingverträge TEUR 88
Wartungen TEUR 903
Marketingunterstützung TEUR 558
Incentive Payment TEUR 3.176
Sonstige TEUR 1.488
Callcenter/Backoffice TEUR 0
Verschlüsselungsdienstleistungen (davon verbundene Unternehmen TEUR 3.175) TEUR 3.175

Aus Bestellobligo resultieren finanzielle Verpflichtungen von TEUR 4.194 (Vorjahr TEUR 1.019).

5.2. Geschäftsführung

Für das Jahr 2023 war als Geschäftsführer Herr Norbert Hölzle (ab 08.04.2021 bis 16.05.2023) und Herr Andreas Müller-Vondey (ab 16.05.2023) bestellt worden.

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 285 Nr. 9. a) und b) HGB wird die Befreiungsvorschrift, die Gesamtbezüge der Geschäftsführung sowie die Bezugsrechte auszuweisen, in Anspruch genommen.

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

5.3. Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl des Geschäftsjahres 2023 betrug 69,5 (Vorjahr 63,5).

Davon sind 26,5 Mitarbeiter (Vorjahr 26) weiblich und 43 Mitarbeiter (Vorjahr 37,5) männlich.

5.4. Haftungsverhältnisse

Es gibt Verträge mit Unterstützungskassen, bei denen Subsidiärhaftungsverpflichtungen bestehen. Zum 31. Dezember 2023 wurde die Unterdeckung erfolgswirksam ausgeglichen. Somit ergeben sich zum Stichtag keine weiteren Verpflichtungen seitens der Gesellschaft. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird daher als sehr gering eingeschätzt.

Weitere Haftungsverhältnisse liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

5.5. Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 58 (Vorjahr TEUR 58) und entfällt ausschließlich auf die Abschlussprüfung 2023.

5.6. Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Das Stammkapital der HD PLUS GmbH wird seit dem 30.11.2017 zu 100% von der SES Media Solutions GmbH, Unterföhring gehalten.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der SES S.A., Luxemburg einbezogen, die den größten Kreis der Unternehmen darstellt, dem die Gesellschaft als Tochtergesellschaft angehört.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird ferner in den Konzernabschluss der SES Astra Services Europe S.A., Luxemburg einbezogen, die den kleinsten Kreis der Unternehmen bildet, dem die Gesellschaft als Tochtergesellschaft angehört. Der Konzernabschluss der SES S.A., Luxemburg ist am Sitz dieser Gesellschaft in Betzdorf, Luxemburg erhältlich und wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Der Konzernabschluss ist unter www.ses.com abrufbar.

5.7. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt, die nicht mittel- oder unmittelbar in 100-prozentigem Anteilsbesitz der obersten Muttergesellschaft sind und in den Konzernabschluss einbezogen werden. Sofern solche Geschäfte bestehen, wurden sie zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.

5.8. Vorgänge von besonderer Bedeutung, nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Das HD PLUS Geschäfts ist durch die negativen Auswirkungen des Russland-/Ukraine-Kriegs bzw. der gegenwärtigen Lage in Israel beeinträchtigt. Mit anhaltenden Kriegen und einer weiter auf hohem Niveau verbleibenden Inflationsrate nimmt die Kaufzurückhaltung der Kunden weiter zu, was sich auch in den Subscriberzahlen der HD+ niederschlägt.

 

Unterföhring, den 8.08.2024

Andreas Müller-Vondey

Anlagespiegel vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EURO
Zugänge 2023
EURO
Abgänge 2023
EURO
Umbuchung 2023
EURO
Stand 31.12.2023
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.700.478,51 3.269.390,00 0,00 3.878.404,56 29.848.273,07
2. Geschäfts- oder Firmenwert 200.802.647,94 0,00 0,00 0,00 200.802.647,94
3. Geleistete Anzahlungen 3.046.636,41 227.425,79 0,00 -3.046.636,41 227.425,79
226.549.762,86 3.496.815,79 0,00 831.768,15 230.878.346,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 323.080,42 0,00 0,00 0,00 323.080,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 309.486,21 0,00 0,00 256.931,71 566.417,92
3. Andere Anlagen, BGA 2.021.206,86 1.998,99 0,00 55.877,43 2.079.083,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.144.577,29 2.685,00 0,00 -1.144.577,29 2.685,00
3.798.350,78 4.683,99 0,00 -831.768,15 2.971.266,62
Anlagevermögen gesamt 230.348.113,64 3.501.499,78 0,00 0,00 233.849.613,42
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand 01.01.2023
EURO
AfA Geschäftsjahr 2023
EURO
Abgänge 2023
EURO
Stand 31.12.2023
EURO
Stand 31.12.2023
EURO
Stand 31.12.2022
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.269.663,83 4.618.709,27 0,00 23.888.373,10 5.959.899,97 3.430.814,68
2. Geschäfts- oder Firmenwert 129.406.150,90 13.386.843,20 0,00 142.792.994,10 58.009.653,84 71.396.497,04
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 227.425,79 3.046.636,41
148.675.814,73 18.005.552,47 0,00 166.681.367,20 64.196.979,60 77.873.948,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 322.654,17 426,25 0,00 323.080,42 0,00 426,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 294.061,65 79.352,46 0,00 373.414,11 193.003,81 15.424,56
3. Andere Anlagen, BGA 1.962.427,77 42.188,63 0,00 2.004.616,40 74.466,88 58.779,09
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 2.685,00 1.144.577,29
2.579.143,59 121.967,34 0,00 2.701.110,93 270.155,69 1.219.207,19
Anlagevermögen gesamt 151.254.958,32 18.127.519,81 0,00 169.382.478,13 64.467.135,29 79.093.155,32

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HD PLUS GmbH, Unterföhring

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HD PLUS GmbH, Unterföhring, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HD PLUS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 8. August 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Fiedler, Wirtschaftsprüfer

ppa. Uta Menne, Wirtschaftsprüferin

Gesellschafterbeschluss der HD Plus GmbH -Unterföhring Shareholder ' s resolution of HD Plus GmbH - Unterföhring
SES Media Solutions GmbH mit Sitz in Unterföhring, Deutschland, ist alleinige Gesellschafterin der HD Plus GmbH, eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter HRB 159479. SES Media Solutions GmbH, with registered office in Unterföhring, Germany, is the sole shareholder of HD Plus GmbH, registered in the commercial register B under HRB 159479 of the District Court of Munich.
Die Alleingesellschafterin hält unter Verzicht auf alle durch Gesetz und/oder Gesellschaftsvertrag vorgesehene Formen und Fristen eine Waiving all formality and notice requirements provided by law and/or the Articles of Association, the sole shareholder holds an
Außerordentliche Gesellschafterversammlung extraordinary shareholders ' meeting
Es wird folgendes beschlossen: The following is resolved:
1. Der Jahresabschluss der HD Plus GmbH vom 31. Dezember 2023, bestätigt von der PricewaterhouseCoopers PWC AG am 8. August 2024, wurde, wie von der Geschäftsführung vorgelegt, genehmigt. 1. The annual statements of HD PLUS GmbH as of 31 December 2023 confirmed by PricewaterhouseCoopers PWC AG as of 8 August 2024, were approved as presented by the management.
2. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von - 11.551.816.56 Euro wird auf das Folgejahr übertragen. 2. The yearly loss in the amount of - 11.551.816.56 Euro will be carried forward.
3. Folgende Geschäftsführer der Gesellschaft werden hiermit für das Geschäftsjahr 2023 entlastet: (i) Norbert Hölzle, bis zu seinem Widerruf am 25. April 2023, und (ii) Andreas Müller-Vondey, der am 25. April 2023 Norbert Hölzle abgelöst hat, ab diesem Datum. 3. The acts of the following Managing Directors of the Company in the fiscal year 2023 are herewith formally approved: (i) Norbert Hölzle, until his revocation on 25 April 2023, and (ii) Andreas Müller-Vondey, who replaced Norbert Hölzle on 25 April 2023, as of that date.
4. Zum Abschlussprüfer für das Wirtschaftsjahr 2024 wird formal PricewaterhouseCoopers PWC AG, München, bestellt. 4. PricewaterhouseCoopers PWC AG, Munich, are formally appointed as auditors for the fiscal year 2024.
Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. No further resolutions were passed.
Die deutsche Fassung dieses Gesellschafterbeschlusses ist maßgeblich. The German version of this shareholder's resolution shall prevail.

 

Unterföhring

SES Media Solutions GmbH

Norbert Hölzle, Geschäftsführer, Manager

Katharina Baumgart, Geschäftsführer, Manager

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 25.09.2024 festgestellt.

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