Altendorf GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias René Picker seit 3.7.2025 | Geschäftsführer |
Ingo Körner seit 25.4.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 3.31% | |
| 2.12% | |
V** K**** | 1.26% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Altendorf Group Holding GmbHMindenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht 2021Konzern Altendorf Group Holding GmbHMindenInhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage und Kapitalstruktur 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage III. Nachtragsbericht IV. Prognosebericht V. Chancen- und Risikobericht I. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell Der Konzern Altendorf Group Holding GmbH produziert und vertreibt Formatkreissägen und Kantenanleimmaschien für die Holzbearbeitung in verschiedenen Ausprägungen. Der Vertrieb erfolgt im In- und Ausland über Vertriebspartner sowie eigene Vertriebsgesellschaften. In einigen Regionen werden die Vertriebspartner durch eigene Außendienstmitarbeiter unterstützt. Produktionsstandorte werden in Deutschland und China unterhalten. Die Endabnehmer unserer Produkte, die wir unter den Kernmarken "Altendorf" und "Hebrock" anbieten, sind im Wesentlichen holzverarbeitendes Handwerk sowie Industriekunden aus der Möbelproduktion. Unsere Hauptkunden agieren in Deutschland und Europa sowie im asiatischen und pazifischen Raum. Im Mittelpunkt der Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2021 standen sowohl Initiativen zum weiteren Unternehmenswachstum als auch das Vorantreiben von Neuentwicklungen für unsere Produkte. Dabei haben uns die Auswirkungen der Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen vor verschiedene Herausforderungen gestellt, die in ihren wirtschaftlichen Auswirkungen jedoch moderater als im Vorjahr ausgeprägt waren. Organisatorische Struktur Die Geschäftsbereiche unseres Konzerns gliedern sich in die Organisationseinheiten Produktion, Vertrieb, Service, Verwaltung, Einkauf und Produktentwicklung. Die Produktion unserer Maschinen erfolgt an den deutschen Standorten Minden und Hüllhorst sowie in der chinesischen Hafenstadt Qinhuangdao in der Provinz Hebei. Unsere Vertriebsaktivitäten steuern wir in erster Linie zentral aus Minden, unterstützt durch weltweite regionale und lokale Vertriebsaktivitäten. Eigenständige Vertriebsorganisationen bestehen in Campbelltown in der Nähe von Sydney/Australien, Bangalore, Indien und Qinhuangdao, China sowie Mooresville, USA. Produktentwicklungen finden in Minden und Hüllhorst statt, hier werden eigene Abteilungen für Forschung und Entwicklung unterhalten. 2. Forschung und Entwicklung Ziel unserer Entwicklungstätigkeit ist die stetige Verbesserung unserer Produkte, die wir mit Innovationen fortlaufend an Kundenbedürfnisse anpassen. Wir streben die Festigung unserer Marktposition durch die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Produktpalette an. Insofern ist die Entwicklungstätigkeit unverändert wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Überblick Konjunktur Nach dem Corona-Einbruch in der ersten Jahreshälfte 2020 erholte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021 weiter. Die Entwicklung innerhalb des Jahres war jedoch zweigeteilt. In der ersten Jahreshälfte gab es einen überraschend schnellen Erholungsprozess, wobei in zahlreichen Ländern die Wachstumsraten durch Basiseffekte überzeichnet wurden. In der zweiten Hälfte des Jahres gestaltete sich die wirtschaftliche Entwicklung zunehmend zäher. Pandemiebedingte Rückschläge sowie angebotsseitige Engpässe führten zu Verzögerungen im Aufholprozess. Die Covid-Pandemie beeinflusste die wirtschaftliche Aktivität noch spürbar, jedoch verliefen die Infektionswellen uneinheitlicher und auch die ergriffen Maßnahmepakete unterschieden sich. Einige Länder tolerierten hohe Infektionszahlen ohne Eindämmungsmaßnahmen, China hingegen verfolgte eine strikte Null-Covid-Politik. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr 2021 auf preisbereinigt 5,9 Prozent nach dem tiefen Einbruch um 3,1 Prozent im Jahr zuvor. Nach mehreren Jahren mit niedrigen Inflationsraten kam es im abgelaufenen Jahr zu ungewöhnlich hohen Preissteigerungen. Jenseits von Basiseffekten kam es im zweiten Halbjahr zu hohen Anstiegen, da die Preise für fossile Rohstoffe die Energiekosten und anhaltend hartnäckige Lieferengpässe die Transportkosten sowie die Preise verschiedener Verbrauchs- und Industriegüter trieben 1. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2021 nach ersten noch vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,8 Prozent höher als im Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung hat sich dabei in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Trotz der Zuwächse im Jahr 2021 wurde in den meisten Wirtschaftsbereichen aber noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Im Verarbeitenden Gewerbe etwa lag die Wirtschaftsleistung 2021 noch 6,0 Prozent unter dem Niveau von 2019. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres und sind damit noch weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. Die Konsumausgaben des Staates waren auch im Jahr 2021 eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus im zweiten Jahr der Corona-Pandemie preisbereinigt um weitere 3,4 Prozent.
1 Gem. VDMA-Mitteilungen vom 07.02.2022
Der Staat gab vor allem mehr Geld aus, um die im Frühjahr 2021 flächendeckend eingeführten kostenlosen Antigen-Schnelltests und die Corona-Impfstoffe zu beschaffen sowie Test- und Impfzentren zu betreiben. Die Bauinvestitionen legten im Jahr 2021 aufgrund von Engpässen bei Arbeitskräften und Material nur noch um 0,5 Prozent zu, nachdem sie zuvor fünf Jahre in Folge stärker gewachsen waren. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte sowie Fahrzeuge - wurde im Jahr 2021 preisbereinigt 3,2 Prozent mehr investiert, allerdings nach einem starken Rückgang im Krisenjahr 2020. Wichtige Kundenmärkte Ausland: Schon in der zweiten Jahreshälfte 2020 reaktivierten die Industrieunternehmen zügig ihre Investitionspläne. Unterstützt durch eine stark expansive Geldpolitik trugen die Konsumentennachfrage sowie staatliche Investitionen zum Aufschwung der Investitionsgüternachrage bei. An den wichtigen Produktionsstandorten des Maschinenbaus erholte sich die Industrie dadurch zunächst schneller als in früheren Krisen von den pandemiebedingten Tiefpunkten. Meist zweistellige Zuwachsraten, zum Teil sogar jenseits der 20 Prozent, prägten im ersten Halbjahr 2021, begünstigt durch die niedrigen Basiswerte im Vorjahreszeitraum, die Produktionsergebnisse in den meisten Ländern. Gleiches gilt für die Umsätze. Fehlende Rohstoffe und Vorprodukte sowie Engpässe bei den Transportkapazitäten behinderten dann zunehmend die Produktionsprozesse. Der Welt-Maschinenumsatz stieg im Jahr 2021 laut Schätzung von Oxford Economics preisbereinigt voraussichtlich um 13 Prozent. Deutlich über dem Durchschnittwert wird der Jahresabschluss des Branchenumsatzes für Indien (21 Prozent), das Vereinigte Königreich (19 Prozent) sowie Japan (17 Prozent) erwartet. Die geringste Umsatzsteigerung unter den TOP-10-Maschinenbauländern wird aller Voraussicht Deutschland (7 Prozent) verbuchen. Deutschland: Die preisbereinigte Produktion im Maschinenbau in Deutschland hat nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ihr Vorjahresniveau im Jahr 2021 um 6,1 Prozent übertroffen. Insgesamt lässt sich festhalten, das Produktionswachstum hätte deutlich größer ausfallen können, wenn Engpässe Deutschlands Vorzeige-Schlüsselindustrie nicht so stark ausgebremst hätten. Denn der Auftragseingang entwickelte sich mit einem preisbereinigten Plus von 32 Prozent für das Gesamtjahr sehr vielversprechend. Bereits im Februar war er mit einem preisbereinigten Plus von 12 Prozent zum Vorjahr zweistellig im Plus. Im weiteren Jahresverlauf konnten begünstigt durch die starken Basiseffekte aber auch dank der hohen Nachfragedynamik teils sehr hohe zweistellige Plusraten erzielt werden, die zuletzt so vor mehreren Jahrzehnten im Maschinenbau beobachtbar waren. Infolge der rasant anziehenden Nachfrage gerieten die Lieferketten jedoch stark unter Druck. Hartnäckige Engpässe bei Vorprodukten und Rohstoffen waren die Folge. Besonders ausgeprägt zeigten diese sich bei Elektronikkomponenten und Metallerzeugnissen. Im Dezember 2021 berichteten 86 Prozent der Unternehmen im Maschinenbau von merklichen oder gravierenden Engpässen bei Zulieferungen mit Elektronikkomponenten, 65 Prozent bei Metallerzeugnissen. Logistikengpässe erschwerten die Versorgungslage, etwa durch fehlende Europaletten und Container. Vorübergehende Schließungen von Häfen wie etwa in China wirkten sich ebenfalls negativ aus. Folglich - aber auch aufgrund des kleineren Basiseffekts - konnte die Produktion im vierten Quartal nur noch um 1,8 Prozent zulegen. Die Produktionsstörungen bewirkten in Verbindung mit dem stabilen Auftragseingang einen zunehmenden Anstieg der Auftragsbestände. Der Arbeitsmarkt zeigte sich während der Krise robust. Die Kurzarbeit wirkte einmal mehr stabilisierend und konnte viele Arbeitsplätze retten. Mittlerweile planen viele Unternehmen wieder mit Einstellungen. Der erneut zutage tretende Fachkräftemangel erschwert aber die Personalsuche deutlich. 2. Geschäftsverlauf und Lage Unsere Unternehmensgruppe konnte sich von den gesamtwirtschaftlichen Einschränkungen erfreulich abkoppeln und im Jahr 2021 ein deutliches Wachstum in Umsatz und Ertrag erzielen. Unsere im ersten Jahr der Pandemie eingeleiteten Maßnahmen zur Sicherstellung von Lieferketten und zur Bindung von Kunden an unsere Unternehmen zeigten deutlich positive Wirkung im Auftragseingang und Umsatz. Unseren guten Start in das Jahr 2021 konnten wir im ganzen Jahr fortsetzen. Ein leicht schwankender, aber trotzdem hoher Auftragsvorlauf sorgte für eine weitere Steigerung der Produktion im 2. Halbjahr 2021. Bereits im Vorjahr zeichnete sich ab, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie für unsere Unternehmensgruppe nicht im befürchteten Ausmaß eintreten würden. Wir konnten unsere Betriebsleistung weitestgehend unbeeinflusst beibehalten und haben uns mit Hygienekonzepten, der Sensibilisierung der Mitarbeiter für die AHA-Regeln und der Nutzung von Homeoffice auf die Herausforderungen eingestellt. Der planmäßige Lageraufbau auch an Fertigerzeugnissen sorgte dafür, dass das Wachstum unserer Betriebsleistung am Ende des Jahres sogar deutlich über dem Umsatzwachstum lag. a) Ertragslage Im Berichtsjahr haben wir Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 66.266 (Vorjahr: TEUR 52.109) erzielen können. Unsere Betriebsleistung verbesserte sich von TEUR 52.052 auf TEUR 73.069. In unserem ohnehin starken Absatzmarkt in Deutschland konnten wir unsere Umsatzerlöse um rd. 25 % ausbauen, in den europäischen Märkten haben wir ein Wachstum von knapp 18 % erreicht. Unsere gute Marktposition in Australien für Auftragseingang und Umsatz konnten wir halten, mussten aber einen relativen Ergebnisrückgang unserer dortigen Tochtergesellschaft hinnehmen. Dagegen stiegen die Erlöse unserer chinesischen Tochtergesellschaft (umgerechnet in Euro) um knapp 70 % im Vergleich zum Vorjahr und deren Jahresergebnis überproportional noch darüber hinaus an. In Indien waren Umsätze - auf niedrigerem Niveau - um ca. 30 % über den Vorjahreswerten zu verzeichnen. Erfreulich zeigte sich die Entwicklung unserer 2018 in den USA gegründeten Tochtergesellschaft. Die Umsatzentwicklung mit einem Plus von 70 % im Vergleich zum Vorjahr zeigt eine positive Entwicklung, dadurch konnten wir ein gegenüber der Planung verbessertes und nur noch leicht negatives EBITDA erreichen. Für 2022 erwarten wir eine weitere deutliche Umsatzsteigerung und verbunden damit auch einen positiven Ergebnisbeitrag. Die Konzernmaterialeinsatzquote liegt um rd. 4,6 Prozentpunkte über der des Vorjahres, was in erster Linie durch die noch nicht zu Umsatz gewordene Bestandserhöhung bedingt ist. Steigerungen im Vormaterialpreis konnten wir weitestgehend mit Preiserhöhungen im Absatzmarkt kompensieren. Unser Personalaufwand stieg im Berichtsjahr um 11,3 % bzw. TEUR 1.784 an, seine Quote zur Betriebsleistung sank dagegen um 5 Prozentpunkte. Hier zeigen sich Optimierungen in den Produktionsabläufen sowie Degressionseffekte im Nichtproduktionsbereich. Gleichzeitig waren höhere Aufwendungen für Fremdpersonal zu verzeichnen, die die vorgenannten Effekte jedoch nicht kompensierten. Auf den Einsatz des Mittels der Kurzarbeit konnte in 2021 verzichtet werden. Die Abschreibungen werden durch die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert der erworbenen Unternehmen dominiert. Unsere sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Berichtsjahr deutlich um über 50 % oder TEUR 4.103 erhöht. In erster Linie sind hier Steigerungen im Bereich der Reise- sowie Messe- und Vertriebskosten (Verpackung, Versand) sowie der Rechts- und Beratungskosten zu verzeichnen. Anzumerken ist, dass der Vorjahreswert durch Effekte der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen für Reisen und Messen deutlich niedriger als üblich war. Das Zinsergebnis liegt um rd. 11% bzw. TEUR -427 unter dem Vorjahresniveau, da die kennzahlenabhängigen Zinsen sich reduzierten. b) Finanzlage Unsere Liquidität zum Bilanzstichtag betrachten wir basierend auf unserer weiteren Liquiditätsplanung als gut, sie liegt im Rahmen unserer Planung, nach der wir uns ohnehin in der Lage gesehen haben, alle fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Ebenso schätzen wir unsere Cash Flows als gut und vorhersehbar ein. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit i.S.d. DRS 21 beträgt im Berichtsjahr TEUR 5.611, er liegt bedingt durch den deutlichen Aufbau des Vorratsvermögens unter dem Vorjahreswert von TEUR 7.406. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit konnten wir die Zahlungen an Kapitalgeber bedienen und haben darüber hinaus aus Finanzmittelfonds die Rückführung einer stillen Beteiligung in Höhe von TEUR 5.300 geleistet. In 2020 temporär gestundete Zinsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 165 haben wir Anfang April 2021 beglichen. c) Vermögenslage und Kapitalstruktur Das um den Fehlbetrag nach § 268 Abs. 3 HGB bereinigte Gesamtvermögen und das Gesamtkapital (TEUR 66.951) sind im Berichtsjahr um 4,8 % gestiegen. Auf der Vermögensseite ist ein Rückgang des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe der Jahresabschreibung zu verzeichnen, der bezogen auf das oben genannte Gesamtvermögen mit 30,1 % (Vorjahr: 36,8 %) unverändert den größten Wert im Anlagevermögen darstellt. Der Vorratsbestand liegt bei dem 2,4-fachen des Vorjahreswerts und stellt nunmehr einen Anteil von 32,4 % des bereinigten Gesamtvermögens dar. Neben einer Erhöhung der Fertigerzeugnisse und Handelswaren spiegeln sich hier deutlich höhere Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wider, mit denen proaktiv auf Lieferkettenprobleme reagiert wird. Auf der Kapitalseite erfolgten planmäßige Tilgungen der langfristigen Bankverbindlichkeiten um insgesamt TEUR 4.468 sowie die Ablösung einer stillen Beteiligung in Höhe von TEUR 5.300 sowie eine Rückzahlung der gezogene Betriebsmittellinie um TEUR 2.000. Gegenläufig gab es einen deutlichen Aufbau der Lieferantenverbindlichkeiten (korrespondierend zum Anstieg der Vorräte) sowie eine Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen durch planmäßig kapitalisierte, nicht gezahlte Zinsen. Unser bilanzielles Eigenkapital beträgt unter Einbezug des Jahresüberschusses TEUR - 7.104. Zusammen mit den Darlehen unserer Gesellschafter (TEUR 30.310) verfügen wir über ein so von uns definiertes wirtschaftliches Eigenkapital von TEUR 23.206 und weisen eine entsprechende Eigenkapitalquote von 34,6 % aus. Der Barmittelbestand betrug zum Bilanzstichtag TEUR 7.680 und ist dabei aus unserer Sicht ausreichend, um unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit fristgerecht zu erfüllen. Wir verfügen über Kreditlinien in Höhe von TEUR 5.000. Hiervon bestand Ende 2021 eine Inanspruchnahme von TEUR 2.000, welche den vorgenannten Barmittelbestand erhöht hat und auch aktuell noch besteht. Unser Bankkredite tilgen wir planmäßig. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Unsere Umsätze liegen im Berichtsjahr entsprechend der Planung deutlich über Vorjahr und sind als Ergebnis einer Markterholung und unserer starken Vertriebsaktivitäten zu werten. Unser EBITDA geben wir mit TEUR 8.950 an (Vorjahr: TEUR 5.736) und erreichen damit die im Vorjahr geplante deutliche Steigerung. Die kurzfristigen, laufenden Verbindlichkeiten (TEUR 16.439) sowie die Rückstellungen (TEUR 3.943) sind durch liquide Mittel (TEUR 7.680) und kurzfristige Vermögenswerte (TEUR 15.971; ohne Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) in Höhe des 1,2-Fachen gedeckt. Der Schuldeckungsgrad liegt damit maßgeblich aufgrund der deutlich angestiegenen kurzfristigen Verbindlichkeiten leicht unter Plan. Unser Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt das 1,38- fache des Schuldendienstes (Summe aus gezahlten Zinsen und Tilgungen, ohne Rückführung stille Beteiligung). Das unter Plan liegende Verhältnis zum Schuldendienst resultiert aus der außerplanmäßigen Reduzierung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit durch den deutlichen Aufbau an kurz- und mittelfristig gebundenem Vermögen. Der Zahlungsabfluss als Saldo unserer Zu- und Abgänge aus Transaktionen mit Anlagevermögen liegt bei TEUR 796. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir sowohl im Vergleich zum Vorjahr 2020 als auch unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie als gut ein. Unsere Umsatz- und Ergebnissituation hat sich im Geschäftsjahr 2021 überaus positiv entwickelt. Trotz der gem. § 253 Abs. 3 Satz 2 HGB vorgenommenen Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert wird ein Konzernjahresüberschuss ausgewiesen. Unseren Finanzmittelfonds und das wirtschaftliche Eigenkapital betrachten wir - vorbehaltlich der weiteren Entwicklung des Ukraine-Krieges und der Corona-Krise- als gut. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Soweit möglich realisieren wir Skontoabzüge bei unseren Lieferverbindlichkeiten. Ausfallrisiken im Bereich der Debitoren wird mit konsequentem Debitorenmanagement und Überwachung von offenen Positionen entgegengewirkt. III. Nachtragsbericht Für das laufende Jahr birgt der am 24. Februar 2022 begonnene Russland-Ukraine-Krieg - neben anderen Risiken wie Inflation, neuen Pandemiewellen oder der Auseinandersetzung China-USA - nicht abschätzbare Gefahren für die wirtschaftliche Entwicklung. Handelsunterbrechungen und die stark gestiegenen Energiepreise werden die wirtschaftliche Erholung möglicherweise beeinflussen und sich auch im Maschinen- und Anlagenbau auswirken. Aufgrund unserer aktuell nur nachrangigen Liefer- und Kundenbeziehungen nach Russland oder in die Ukraine betrachten wir die direkte Auswirkungen auf unser Unternehmen allerdings für überschaubar, mit einem Risiko im Umsatz in einem niedrigen einstelligen Prozent-Bereich. Auf die nachfolgenden Ausführungen wird verwiesen. IV. Prognosebericht Nachdem zu Jahresbeginn für 2022 noch ein weltwirtschaftliches Wachstum von 4,4 % möglich erschien, muss diese Prognose seit Kriegsbeginn in der Ukraine neu beurteilt werden. Die im Maschinen- und Anlagenbau noch nicht überwundenen Schwierigkeiten in den Lieferketten werden sich durch den Krieg abermals verschärfen. Knapp 85 Prozent der Maschinen- und Anlagenbauer erwarten gravierende oder merkliche Folgen zum Beispiel durch eine weitere Energieverteuerung, die allgemeine Verunsicherung von Kunden oder die Rubel-Abwertung. Gefragt nach direkten Auswirkungen der russischen Aggression sprechen 45 Prozent der Firmen von gravierenden oder merklichen Auswirkungen durch die Sanktionen, die Verschiebung von Projekten oder generell weniger Umsatz in Russland oder in der Ukraine. Der globale Erholungsprozess wird sich voraussichtlich fortsetzen. Jedoch dürfte das erste Quartal 2022 bedingt durch den Krieg und die Omikron-Variante des Coronavirus etwas schwächer ausfallen als zunächst erwartet. Aber auch der Ausblick auf die weiteren Quartale des Jahres 2022 ist mit großen Unsicherheiten verbunden. Neben den Versorgungsketten stellen auch hohe Energiepreise und eine hohe Inflation Prognoseunsicherheiten dar. Die geldpolitische Straffung in den USA und eine anhaltende Schrumpfung des chinesischen Immobiliensektors schränken 2022 die Wachstumsaussichten zusätzlich ein. Seit einigen Monaten erweist sich zusätzlich der Arbeitskräftemangel länderübergreifend mehr und mehr zum Hindernis für den aktuellen Aufschwung 2.
2 Gem. VDMA-Mitteilungen vom 07.02.2022,
VDMA-Blitzumfrage vom 11.03.2022
Vor Beginn des Ukraine-Krieges war für die US-Volkswirtschaft im laufenden Jahr ein Wachstum von 4,0 und die Wirtschaft der Euro-Zone um 3,9 Prozent vorhergesagt. Für Japan wurde ein Plus von 3,3 Prozent erwartet. Für das Vereinigte Königreich war der Ausblick mit 4,7 Prozent Plus optimistischer. China sollte sein Wachstum trotz vielfältiger Probleme mit 4,8 Prozent deutlich, wenngleich vermindert, fortsetzen. Inwieweit diese Werte nun geringer ausfallen werden, wird nicht zuletzt von der Kriegsdauer und weiteren möglichen Corona-Lockdowns abhängen. Für das Gesamtjahr 2022 erwartete die Bundesregierung eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 3,6 Prozent. Dabei wurde die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal voraussichtlich noch durch die Corona-Pandemie und die entsprechenden Beschränkungen vor allem in den Dienstleistungsbereichen beeinträchtigt. Im weiteren Verlauf sollte die konjunkturelle Erholung nach der annahmegemäßen Abflachung des Infektionsgeschehens und der damit verbundenen Rücknahme der Einschränkungen wieder spürbar an Fahrt gewinnen. Auch die Industrie sollte ihre Produktion wieder merklich ausweiten können, sobald sich die Lieferengpässe im Jahresverlauf allmählich auflösen. Die Erholung am Arbeitsmarkt sollte sich auch im laufenden Jahrfortsetzen, wenngleich mit sich vermindernder Dynamik. Jedoch sind auch in diese Einschätzungen die Auswirkungen des Krieges noch nicht eingeflossen. In unserer Planung für das Jahr 2022 gehen wir von einem weiterem starken Umsatzwachstum und einem noch einmal zum Berichtsjahr deutlich verbesserten EBITDA aus. Zum Ende des ersten Quartals 2022 werden wir unsere Umsatzziele übertreffen und ein gegenüber der Planung leicht verbessertes Ergebnis ausweisen. Zwar ist der in der Ukraine herrschende Krieg in seinen Auswirkungen auch für unser Unternehmen nur sehr schwer vorhersagbar, wir rechnen jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht damit, dass hieraus wesentliche Einflüsse auf unsere Geschäftsentwicklung entstehen. Gleichwohl werden wir unsere Einschätzung zu diesem Konflikt fortwährend überprüfen, um jederzeit kurzfristig reagieren zu können. Auch ist die weitere Entwicklung der Corona-Krise für uns nur schwer planbar, insbesondere wenn es zu nachhaltigen Quarantäne oder Lockdown-Maßnahmen kommt, wie bspw. in China. Wir haben allerdings im bisherigen Verlauf feststellen können, dass die Gesamtsituation für uns beherrschbar ist. Gleichwohl können unvorhergesehene Ereignisse in der Pandemie eintreten, welche unsere Planung wesentlich beeinflussen würden. Die Auslastung unserer Produktion ist weiterhin sehr zufriedenstellend und dies wird dies bei plangemäßer Entwicklung in den kommenden Monaten auch bleiben. Unverändert pflegen wir mit allen unseren Stakeholdern eine enge Kommunikation zu unserer wirtschaftlichen Entwicklung. Unsere derzeitige Ertragslage erfordert allerdings keine besonderen Maßnahmen zur Sicherung unserer Liquidität. Wir gehen davon aus, auch zukünftig und während der Krise allen unseren Verpflichtungen nachkommen zu können. V. Chancen- und Risikobericht Chancen und Risiken aus operativer Tätigkeit Die vorstehend beschriebenen Entwicklungen lassen eine Beurteilung von operativen Chancen und Risiken nur eingeschränkt zu. Aufgrund von diversen Weiterentwicklungen im Jahr 2021 sehen wir uns und unsere Produkte im Markt gut aufgestellt. Eine neue Formatkreissäge mit besonderen Sicherheitseinrichtungen (HandGuard) wird uns einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und bietet zusätzliches Umsatzpotential in allen unseren Märkten. Erste Maschinen sind im Markt und stoßen auf sehr positive Resonanz. Für 2022 erwarten wir hieraus einen Teil unseres geplanten Wachstums. Die Entwicklung der Rohstoffpreise lässt sich derzeit nur schwer abschätzen. Wir erwarten aufgrund der dargestellten Krise in der Ukraine für 2022 stark schwankende, tendenziell aber steigende Rohstoffpreise, die wir jedoch durch korrespondierende Erhöhungen der Maschinenpreise kompensieren wollen. Derzeit nehmen wir einen Anstieg der Energie- und Stahlpreise zur Kenntnis. Ein generelles Risiko stellt unverändert die technische Komplexität unserer Maschinen dar. Neue Standards und technische Innovationen können auch zu technischen Problemen führen, die Garantie- oder Kulanzansprüche zur Folge haben können. Wir arbeiten auf der Finanzierungsseite unverändert mit unseren Hausbanken vertrauensvoll und zukunftsorientiert zusammen. Unsere Planung lässt hier einen fristgerechten Kapitaldienst erwarten. Aufgrund der derzeit stabilen Liquiditätssituation unserer Gruppe erwarten wir kurz- und mittelfristig keine Liquiditätsrisiken. Politische Risiken / Marktrisiken Durch eine Ausweitung des Russland-Ukraine-Krieges sowie durch sich daraus ergebende Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen, auch im Verhältnis USA-China, kann auch die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und damit die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflusst werden. Daraus können erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen, deren Auswirkungen derzeit allerdings kaum prognostizierbar sind. Auch können neue Entwicklungen in der Corona-Krise (z.B. weitere Mutationen oder Lieferkettenunterbrechungen durch Lockdowns) auf unsere Geschäftsentwicklung Einfluss nehmen. Ein Immun-Escape des Virus auch hinsichtlich der Impfungen würde unsere Produktion vor neue Herausforderungen stellen. In den folgenden Monaten werden wir alle Entwicklungen intensiv beobachten und unsere Entscheidungen jeweils zeitnah hinterfragen und ggf. auch neu treffen. Rechtliche Risiken Alle erkannten rechtlichen Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen und wurden an entsprechender Stelle erläutert. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken derzeit als beherrschbar ein und geht davon aus, dass die Einflüsse auf die Entwicklung der Gesellschaft eine stabile Fortführung der Unternehmensgruppe zulassen. Chancen Wir sehen unsere Chancen in einem über Plan liegenden Wachstum in unseren Kernmärkten, auf denen wir uns mit unseren neu entwickelten Produkten und dem Ausbau unserer Produktpalette gut aufgestellt sehen, inbesondere legen wir einen Fokus auf DACH und Nord-Amerika mit der Einführung der neuen HandGuard Maschinen. Auf der Beschaffungsseite können wir weiterhin auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen und daraus ggf. unter Plan liegende Einkaufskonditionen erzielen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten als auch produktionsbegleitend durch. Problemen auf seiten von Lieferketten begegnen wir durch eine erhöhte Bevorratung von kritischen Vormaterialien, um unsere Produktion gleichmäßig konstant auslasten zu können. Einschätzung: Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken aus der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr verringert, aus dem Krieg in der Ukraine sind dagegen zunehmende Unsicherheiten entstanden. Trotzdem werden die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung der Gruppe aus Sicht der Geschäftsführung zum jetzigen Zeitpunkt als gut eingestuft. Die internen Berichts- und Kontrollmaßnahmen wurden in den letzen beiden Jahren weiterentwickelt und den sich ändernden Bedingungen angepasst. Wettbewerbsrisiken werden durch ständige Beobachtungen der Marktentwicklung minimiert. Hierbei werden auch mögliche negative Konjunkturentwicklungen, angekündigte oder eingeleitete wirtschafts- und gesellschaftspolitische Maßnahmen, deren Realisierung für das Unternehmen negative Folgen haben könnten, beobachtet und entsprechend berücksichtigt. Nach Einschätzung der Geschäftsführung ist mit noch einmal deutlich steigenden Umsatzerlösen und einem entsprechend verbesserten EBITDA zu rechnen. Dabei wird ein verbesserter Schuldendeckungsgrad erwartet. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit wird spürbar über dem Niveau des Berichtsjahres gesehen. Insgesamt ist nach einem signifikanten Wachstum im Jahr 2021 auch für 2022 und in die folgenden Geschäftsjahre mit einer deutlich positiven Gruppenentwicklung zu rechnen.
Minden, den 21. April 2022 AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01. bis 31.12.2021
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021Gliederung des Konzernanhangs I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag (sowie zu Befreiungstatbeständen) II. Angaben zum Konsolidierungskreis (einschl. Anteilsbesitz) III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (einschl. Währungsumrechnung) V. Angaben zur Konzernbilanz VI. Angaben zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung VII. Sonstige Angaben I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag (sowie zu Befreiungstatbeständen) Das oberste Konzernunternehmen, die Altendorf Group Holding GmbH, hat seinen Sitz in Minden und ist unter der Registernummer HR-B 15735 in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Oeynhausen eingetragen. Die Altendorf Group Holding GmbH hat nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs einen Jahresabschluss und einen Konzernabschluss aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren angewendet worden. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Alle Wertangaben in diesem Anhang erfolgen - falls nichts Anderes vermerkt - in EUR. II. Angaben zum Konsolidierungskreis (einschl. Anteilsbesitz) In den Konzernabschluss werden neben der Altendorf Group Holding GmbH alle Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Muttergesellschaft direkt oder indirekt die einheitliche Leitung ausübt. Der Konsolidierungskreis besteht aus folgenden Unternehmen:
Die Gesellschaft Atempus Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG wird in den Konzern einbezogen, weil die Unternehmensgruppe bei wirtschaftlicher Betrachtung die Mehrheit der Risiken und Chancen der Tochtergesellschaft trägt (Zweckgesellschaft im Sinne des § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB). Die Tochterunternehmen Altendorf Immobilien GmbH sowie Müller Minden GmbH befinden sich seit 2020 in Liquidation, wurden aber noch nicht endkonsolidiert. Die Unternehmensgruppe hält weiterhin einen Anteil von rd. 4,4 % an der Minden Marketing GmbH. Das Eigenkapital dieser Beteiligungsgesellschaft zum 31. Dezember 2020 beträgt EUR 279.344,54; für das Kalenderjahr 2020 erzielte sie einen Überschuss von EUR 6.427,59. Ein Ergebnis für 2021 liegt noch nicht vor. III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Mit notarieller Urkunde vom 8. September 2017 hat die Altendorf Group GmbH als 100 %ige Tochtergesellschaft der Altendorf Group Holding GmbH sämtliche Anteile an der Altendorf Unternehmensgruppe erworben. Als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurde der 1. Oktober 2017 gewählt. Mit notarieller Urkunde vom 1. März 2018 hat die Hebrock Holding GmbH als 100 %ige Tochtergesellschaft der Altendorf Group GmbH sämtliche Anteile an der Hebrock Unternehmensgruppe erworben. Als Zeitpunkt für die Erstkonsolidierung wurde der 1. April 2018 gewählt. Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen erfolgte nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Anteile an den Tochterunternehmen mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Eigenkapital. Differenzen zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital werden als Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert und über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen und der entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Die Zwischenergebniseliminierung erfolgt gemäß § 304 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Gewinnaufschläge auf konzerninterne Lieferungen; damit werden die Vorräte zu Konzernherstellungskosten bewertet. Der aktive Überhang der latenten Steuern ist im Konzernabschluss gemäß § 274 und § 306 HGB angesetzt. Es handelt sich hierbei auch um aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen. Diese wurden mit passiven latenten Steuern aus der Aktivierung von Entwicklungskosten saldiert. Diese primären Differenzen wurden mit den sekundären Differenzen aus den Konsolidierungsbuchungen zusammengefasst. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Umrechnung der in Währungen außerhalb des Euroraums aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgte für die jeweilige Bilanz mit dem am Bilanzstichtag gültigen Devisenmittelkurs und für die jeweilige Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs des Berichtsjahres. Lediglich das Eigenkapital wurde mit historischen Kursen umgerechnet. Bei der Schulden- und Ertragskonsolidierung ergaben sich Währungsumrechnungsdifferenzen, deren Saldo in Höhe von TEUR 61 aufwandswirksam erfasst wurde. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (einschl. Währungsumrechnung) Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden für den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Altendorf Group GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Dabei wurden im Einzelnen die folgenden Bilanzierungswahlrechte ausgeübt: Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände Aufgrund der erfolgten Ausübung des Aktivierungswahlrechtes des § 248 Abs. 2 HGB werden selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bilanziert. Die Aktivierung erfolgte ohne Einbeziehung von Wahlbestandteilen in die Herstellungskosten und ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalzinsen. Im Berichtsjahr wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 499 aktiviert, darüber hinaus waren Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von TEUR 1.848 (Vorjahr: TEUR 1.121) zu verzeichnen. Geschäfts- oder Firmenwert Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert entstammt zum einen aus dem Erwerb der Altendorf Unternehmensgruppe im Jahr 2017 zum anderen aus dem Erwerb der Hebrock-Gruppe im Jahr 2018. Die sich aus den Transaktionen ergebenden (Teil-)Firmenwerte werden beginnend zum 1. Oktober 2017 bzw. zum 1. April 2018 linear über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Grundlage für die Wahl der Abschreibungsdauer beider Firmenwerte war
Latente Steuern Unter Ausübung des Aktivierungswahlrechtes des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB (Gesamtdifferenzenbetrachtung) sind aktive latente Steuern bilanziert worden. Sie betreffen das Auseinanderfallen von Handels- und Steuerbilanzen. Es wurden Steuersätze zwischen 15,825 % und 32,445 % zugrunde gelegt. Der Saldo wurde mit dem Ansatz gem. § 306 HGB zusammengefasst. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit einem Teilbetrag der bei ihrer Entwicklung angefallenen Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung erfolgt linear über fünf Jahre. Das Aktivierungswahlrecht des § 255 Abs. 2 S. 3 HGB wurde nicht in Anspruch genommen. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Das Aktivierungswahlrecht des § 255 Abs. 2 S. 3 HGB wurde nicht in Anspruch genommen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bzw. den Vorgaben der steuerlichen branchenspezifischen Abschreibungstabellen vorgenommen, soweit die dort genannten Nutzungsdauern innerhalb der Bandbreite liegen. Die Nutzungsdauer beträgt bei Bauten 25 bis 30 Jahre, ansonsten 3 bis 15 Jahre. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. In die Herstellungskosten wurden Materialkosten, Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist; einbezogen, die Ermittlung erfolgt über eine Zuschlagskalkulation. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen bilanziert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die auf fremde Währung lauten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256a S. 2 HGB bewertet. Da die eingegangenen Kreditverhältnisse nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können und keine konkreten Anhaltspunkte für eine Kündigung vorliegen, umfassen die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten gemäß einer vom BFH vertretenen Mindermeinung Bearbeitungsentgelte, Verwaltungs- und Abschlussgebühren in Höhe von TEUR 233 (Vorjahr: TEUR 391). Die Aufwendungen sind im Zusammenhang mit der Finanzierung des Erwerbs der Anteile an der Altendorf Unternehmensgruppe angefallen und werden über die Laufzeit der Finanzierung aufgelöst. Innerhalb des Eigenkapitals wird die Position "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Dieser Posten ergibt sich zum einen aus Währungsdifferenzen im Eigenkapital, zum anderen aus der Verwendung unterschiedlicher Umrechnungskurse für die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Posten des Eigenkapitals: Aufgrund der Anwendung der Stichtagskursmethode (§ 308a S. 1 HGB) kam es im Rahmen der Währungsumrechnung zu folgenden Unterschiedsbeträgen:
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung: Aufgrund der Anwendung der Durchschnittskursmethode (§ 308a S. 2 HGB) für die Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung kam es zu Umrechnungsdifferenzen, die sich wie folgt zusammensetzen:
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung ist nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags erfolgt. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. V. Angaben zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens i.S. des § 284 Abs. 3 HGB ist in dem diesem Anhang beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Positionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 6) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten in Höhe von TEUR 600 Ertrags- und Umsatzsteuererstattungsansprüche. Aktive latente Steuern gem. § 274 HGB und gem. § 306 HGB Primäre latente Steuern gem. § 274 HGB: In den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen wurden als Gesamtdifferenz aktive latente Steuern gem. § 274 HGB gebildet. Sie betreffen das Auseinanderfallen von Handels- und Steuerbilanzen (TEUR 73) sowie Verlustvorträge und selbsterstellte immaterielle Anlagen. Sekundäre latente Steuern gem. § 306 HGB: Im Konzernabschluss wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 277 gem. § 306 HGB auf zeitliche Differenzen, die auf erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen (ausschließlich Zwischenergebniseliminierung) beruhten, gebildet. Die Höhe der Zwischengewinneliminierung beträgt TEUR 916 und betrifft die Posten "Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe" sowie "Fertige Erzeugnisse und Waren". Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde der für das jeweilige Konzernunternehmen geltende Steuersatz verwendet. Die Steuersätze liegen zwischen 15,825 % und 32,445 %. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals zeigt der Eigenkapitalspiegel. Im Hinblick auf die Aktivierung von Entwicklungskosten sowie den Ansatz von aktiven latenten Steuern umfasst das Eigenkapital ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 1.761. sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen dienen im Wesentlichen der Abdeckung von:
Für die pauschal dotierte Garantie- und Kulanzverpflichtung wurde der Erfüllungsbetrag auf Basis des tatsächlichen Garantieaufwands des Berichtsjahres ermittelt. Die Jubiläumsrückstellung wurde einzelfallbezogen auf Basis eines fixen zugesagten Betrages und einer Mindestbetriebszugehörigkeit zur Berücksichtigung einer Fluktuation ermittelt. Die Abzinsung dieser Rückstellung erfolgte unter Berücksichtigung der individuellen Restlaufzeit. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung, Restlaufzeiten und Sicherung der Verbindlichkeiten sind dem Verbindlichkeitenspiegel als Anlage zum Anhang zu entnehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (gleichzeitig Gesellschafter) sowie (übrigen) Gesellschaftern resultieren ausschließlich aus Finanztransaktionen. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine vermerkpflichtigen Haftungsverhältnisse i.S. der §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB. VI. Angaben zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:
periodenfremde Aufwendungen und Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen periodenfremde Erträge aus Rückstellungsauflösungen, Auflösung von Wertberichtigungen, der Ausbuchung von Verbindlichkeiten und der Zahlungseingänge abgeschriebener Forderungen in Höhe von TEUR 355. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen periodenfremde Posten aus Forderungsverlusten und Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen sowie aus Verlusten aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 55. Die Aktivierung der Forschungszulage für Entwicklungskosten 2020 hat den Personalaufwand um TEUR 130 und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 32 gemindert. VII. Sonstige Angaben sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen die folgenden Verpflichtungen:
Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der insgesamt beschäftigten Mitarbeiter beträgt 331 (Vorjahr: 303). Davon entfallen auf Gehaltsempfänger 159 (Vorjahr: 162) und auf Lohnempfänger 172 (Vorjahr: 141 Mitarbeiter). Außerdem werden 22 (Vorjahr: 20) Auszubildende beschäftigt. Definition des Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung zu diesem Konzernabschluss enthält die Positionen " Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" sowie die jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten aus der Position "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten". Auf die Zahlenangaben in der Kapitalflussrechnung wird verwiesen. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Es beläuft sich auf TEUR 45. Das für das Geschäftsjahr für Leistungen anderer Abschlussprüfer zurückgestellte Honorar beträgt TEUR 63. Namen der Geschäftsführer Die Geschäftsführung der Altendorf Group GmbH erfolgte durch
Gesamtbezüge der tätigen Organmitglieder Unter Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 314 Abs. 3 HGB wurde auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung - § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB - verzichtet. Konsolidierungskreis Das Mutterunternehmen Altendorf Group Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Befreiung von den §§ 264 bis 289 HGB sowie der §§ 316 bis 329 HGB Folgende Tochterunternehmen machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
Nachtragsbericht Für das laufende Jahr birgt der am 24. Februar 2022 begonnene Russland-Ukraine-Krieg - neben anderen Risiken wie Inflation, neuen Pandemiewellen oder der Auseinandersetzung China-USA - nicht abschätzbare Gefahren für die wirtschaftliche Entwicklung. Handelsunterbrechungen und die stark gestiegenen Energiepreise werden die wirtschaftliche Erholung der Weltwirtschaft zumindest bremsen und sich auch im Maschinen- und Anlagenbau deutlich auswirken. Aufgrund unserer aktuell nur nachrangigen Liefer- und Kundenbeziehungen nach Russland oder in die Ukraine betrachten wir die direkten Auswirkungen auf unser Unternehmen allerdings für überschaubar, mit einem Risiko im Umsatz in einem niedrigen einstelligen Prozent-Bereich.
Minden, den 21. April 2022 Altendorf Group Holding GmbH vertreten durch die Geschäftsführung Peter Schwenk Heinz Eric Jaschke Vit Kafka Ergänzende Abgaben zu den Verbindlichkeiten
Sicherheiten
Entwicklung des Anlagevermögens(immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen)
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Altendorf Group Holding GmbH, Minden Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Altendorf Group Holding GmbH, Minden, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Altendorf Group Holding GmbH, Minden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 21. April 2022 Deloitte
GmbH
Heiko Engelhardt, Wirtschaftsprüfer Jan-Christian Wilhelms, Wirtschaftsprüfer Erklärung zur Einstandspflicht Unsere Gesellschaft Altendorf Group Holding GmbH stellt als oberstes inländisches Konzernunternehmen einen Konzernabschluss auf, in den unter anderem die folgenden inländischen Gesellschaften einbezogen sind:
sowie
Zu allen genannten Gesellschaften besteht direkt oder indirekt eine 100 %ige Beteiligung der Konzernmutter. Hiermit verpflichten wir uns als Altendorf Group Holding GmbH gegenüber den vorgenannten Gesellschaften, für die von diesen bis zum 31.12.2021 eingegangenen Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2022 (1. Januar bis 31. Dezember 2022) einzustehen. Diese Erklärung geben wir zum Zwecke der Inanspruchnahme der Erleichterungsregelungen des § 264 Abs. 3 HGB für die o.g. Unternehmen.
Minden, den 21. Oktober 2022 Altendorf Group Holding GmbH vertreten durch ihre Geschäftsführer Gez. Peter Schwenk Vit Kafka Protokoll Gesellschafterversammlung vom 21.10.2022Unter Verzicht auf die Einhaltung aller durch Gesetz oder Gesellschaftsvertrag vorgeschriebenen Formen und Fristen treten heute folgende Gesellschaften zu einer gemeinsamen Gesellschafterversammlung zusammen:
Die Gesellschafter beschließen gemeinsam gem. § 264 Abs. 3 Nr. 2 HGB die Zustimmung zur Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB für die folgenden Gesellschaften:
Minden, den 21. Oktober 2022 Gez. Peter Schwenk Vit Kafka Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
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