GELSENWASSER Energienetze Hochdrucknetz GmbH
Selbe AdresseSpeichern von Gas zu Versorgungszwecken
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jochen Krüger seit 13.6.2005 | Geschäftsführer |
Thomas Dr. Ing. Nelle seit 13.6.2005 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AWS GmbHGelsenkirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023Inhalt Geschäftstätigkeit Rahmenbedingungen Geschäftsverlauf Ertragslage Finanzlage Vermögenslage Risiko- und Chancenbericht Prognosebericht GeschäftstätigkeitDie AWS GmbH (AWS), Gelsenkirchen, ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der GELSENWASSER AG, Gelsenkirchen. AWS ist in Projekten der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung engagiert. Das Leistungsspektrum reicht von einzelnen Beratungsdienstleistungen über technische und kaufmännische Betriebsführungen bis hin zu Kooperationsmodellen, bei denen gemeinsame Gesellschaften mit den Kunden gegründet werden. Zum Teil werden zu Beginn eines Projekts Behandlungsanlagen von AWS neu errichtet oder bestehende Anlagen umgebaut. AWS ist kompetenter Dienstleister sowohl für kommunale als auch für industrielle Partner. Der Schwerpunkt der Akquisition liegt auf langfristigen Verträgen wie Betriebsführungen und Betreibermodellen, bei denen zum Teil auch die Finanzierung notwendiger Investitionen von AWS angeboten wird. Im Geschäftsjahr 2023 wurden drei kommunale und 19 industrielle Projekte betreut, die mit ihren langen Vertragslaufzeiten eine solide Basis des Geschäfts darstellen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 hat die AWS GmbH einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der GELSENWASSER AG geschlossen. RahmenbedingungenDie wasserintensiven Branchen der deutschen Industrie, insbesondere Nahrungsmittel und Getränke, haben einen kontinuierlichen Bedarf an Leistungen der AWS. Der Markt bewegt sich stabil auf relativ niedrigem Niveau mit fünf bis zehn größeren Projekten, die pro Jahr neu auf den Markt kommen. Diese werden teilweise als Outsourcing realisiert, in anderen Fällen kauft der Industriekunde nur die notwendigen Aufbereitungsanlagen und betreibt diese anschließend selbst. Das kommunale Geschäft leidet unter der generellen Stimmung gegen Privatisierung und für Rekommunalisierung. Konkrete Ausschreibungsverfahren sind deshalb selten. In dem Markt der Betreibermodelle und Betriebsführungen für industrielle Abwasserbehandlung herrscht ein starker Wettbewerb. Aufgrund der Kompetenz der AWS und der in den laufenden Projekten nachgewiesenen hohen Qualität ihrer Dienstleistungen konnte AWS bislang ihre Marktposition stärken. Die Einbindung in die GELSENWASSER AG und das dortige Kompetenznetzwerk Abwasser stärkt ebenfalls die Marktposition der AWS. In dieser Konstellation ist es z. B. gelungen, eine große Industriekläranlage eines Chemieparks zu kaufen. Die Betriebsführung wird seitdem von AWS erbracht. Operativ ergeben sich die Rahmenbedingungen durch die gesetzlichen Vorgaben, den technischen Zustand der Anlagen sowie durch die Gewährleistungen, die AWS im Rahmen der Betriebsführungsverträge übernehmen muss, z. B. Verfügbarkeit und Einhaltung der Ablaufqualität. AWS reagiert auf diese Anforderungen durch strenge Überwachung, planmäßige Beobachtung, vorbeugende Instandhaltung und Betriebsoptimierung sowie durch striktes Kostenmanagement. Die Betriebsführungsverträge sind in der Regel so gestaltet, dass Mehraufwendungen, die aus Gesetzesänderungen oder verschärften behördlichen Vorgaben resultieren, von AWS an die jeweiligen Kunden weitergereicht werden können. Bei der Geschäftsausweitung der AWS liegt der Fokus nach wie vor auf dem Neugeschäft mit Industriekunden. In diesem Bereich werden laufend konkrete Anfragen und Angebote für industrielle Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung bearbeitet und Kontakte zu potenziellen Neukunden aufgebaut. GeschäftsverlaufDas Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des abgelaufenen Geschäftsjahres liegt mit 3.425 T€ um 1.023 T€ über dem Vorjahresergebnis (2.402 T€). Das höhere Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren betrieblichen Aufwendungen bei einem Bestandsprojekt. AWS kam im Berichtsjahr seinen finanziellen Verpflichtungen nach. Eine Aufnahme von Fremdmitteln war nicht erforderlich. Der laufende Liquiditätsbedarf konnte durch die Möglichkeit der unbegrenzten kurzfristigen Geldaufnahme im Rahmen des Cash-Pooling der GELSENWASSER AG gedeckt werden. Die Eigenkapitalquote der AWS beträgt 29 % (Vorjahr: 28 %). Von besonderer Bedeutung für AWS war der Abschluss eines Betriebsführungsvertrags mit der Kreis-Kleve-Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH, Uedem. AWS wurde mit dem Betrieb und der Modernisierung der Deponiesickerwasserreinigungsanlage beauftragt. Der Vertrag läuft über 27 Jahre. Das gereinigte Deponiesickerwasser wird in einen Vorfluter direkt eingeleitet. Zum Stichtag am 31. Dezember 2023 waren insgesamt 68 Mitarbeitende einschließlich des Geschäftsführers bei der AWS tätig. Gegenüber dem Stichtag des Vorjahres wurde ein Auszubildender als Vollzeitkraft übernommen. In Summe blieb die Anzahl der Mitarbeitenden unverändert. ErtragslageWesentlicher Leistungsindikator für die finanzielle Leistungsfähigkeit ist das EBIT. Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2023 mit rund 22.627 T€ um 1.466 T€ über dem Vorjahresniveau (21.161 T€). Dabei war der Anstieg der Umsatzerlöse des Berichtsjahres im Wesentlichen durch zusätzliche Umsätze im Rahmen der Neuprojekte der Jahre 2021 bis 2023 und deutlich höhere Nebenerlöse geprägt. Durch die Bearbeitung kleinerer Bestandsprojekte ergaben sich Bestandserhöhungen von 225 T€ (Vorjahr: Bestandsminderung 53 T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 228 T€ auf 53 T€. Im Vorjahr war die Höhe der sonstigen betrieblichen Erträge maßgeblich durch die einmalige Auflösung von Rückstellungen geprägt. Die wesentlichen Aufwandspositionen waren mit 11.592 T€ (Vorjahr: 11.538 T€) der Materialaufwand und mit 4.654 T€ der Personalaufwand (Vorjahr: 4.167 T€). Der Materialaufwand blieb damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die Erhöhung des Personalaufwands resultierte im Wesentlichen aus Vergütungserhöhungen. Das EBIT des abgelaufenen Geschäftsjahres lag mit 3.425 T€ um 2.147 T€ über dem Niveau des geplanten EBIT (1.278 T€). Höhere Umsatzerlöse bei gleichzeitig niedrigeren Materialaufwendungen in einem Bestandsprojekt haben die deutliche Verbesserung des EBIT bewirkt. Das Neugeschäft hat die geplanten Ergebnisse erreicht. Das negative Finanzergebnis verschlechterte sich aufgrund des allgemein gestiegenen Zinsniveaus von 18 T€ auf 82 T€. Im Berichtsjahr sind für die AWS als steuerliche Organgesellschaft keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag angefallen. Der aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abzuführende Gewinn des Geschäftsjahres 2023 betrug 3.343 T€ (Vorjahr: 2.384 T€). Aus dem Ergebnis vor Gewinnabführung resultiert eine Umsatzrendite von rund 14,8 % (Vorjahr: 11,3 %). FinanzlageDie Finanzierung der AWS erfolgte im Berichtsjahr durch Eigen- und Fremdkapital. Darüber hinaus stellte die GELSENWASSER AG der AWS im Rahmen des konzernweiten Cash-Pooling eine unbegrenzte Kontokorrentlinie zur Verfügung. Die Eigenkapitalquote stieg gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres von 28 % auf 29 %. Das Verhältnis der liquiden Mittel und der Forderungen zum kurzfristigen Fremdkapital betrug zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2023 49 % (Vorjahr: 46 %). VermögenslageDie Bilanzsumme der AWS sank im Geschäftsjahr von 12.378 T€ auf 11.818 T€. Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich auf 6.626 T€ und lagen damit um 777 T€ unter dem Vorjahreswert. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt 56 % (Vorjahr: 60 %). Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen gegenüber dem Vorjahr um 216 T€ auf 5.192 T€. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt 44 % (Vorjahr: 40 %). Die flüssigen Mittel betrugen zum Stichtag 446 T€. Risiko- und ChancenberichtRisikobericht Im Zusammenhang mit der geschäftlichen Tätigkeit ist AWS einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die den wachsenden Stellenwert eines strategischen und operativen Risikomanagements belegen. AWS ist in die Risikoberichterstattung der GELSENWASSER AG eingebunden. Die von der GELSENWASSER AG in einer Konzernrichtlinie festgeschriebenen Risikogrundsätze werden entsprechend der Organisations- und Verantwortungsstruktur bei AWS umgesetzt. Durch die konzerninterne Revisionsabteilung erfolgt konzernweit eine regelmäßige Überprüfung der Funktionsfähigkeit und Effizienz des Risikomanagementsystems. Das Risikoberichterstattungssystem sowie verschiedene Management- und Kontrollsysteme tragen dazu bei, die Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu bewerten, zu überwachen und zu handhaben. Dazu gehört ein konzerneinheitlicher Controlling- und Planungsprozess, der in die Mittelfristplanung integriert ist. Risiken können sich insbesondere in Bezug auf die Qualität der zu erbringenden Dienstleistungen und operativ durch Betriebsunterbrechungen mit negativen Folgen auf Produktqualität, Umwelt sowie Arbeitssicherheit ergeben. Durch die Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 9001 für den Aufbau von Betriebsführungen im Abwasser- und Wasserbereich wurde ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt, das umfangreiche Standards vorgibt. Den betrieblichen Risiken begegnet AWS durch fortlaufende Entwicklung und Verbesserung von Verfahren, Techniken und Prozessen, durch sorgfältige Wartung der Anlagen, durch fachspezifische Fortbildung und regelmäßige Sicherheitsbelehrungen der Mitarbeiter. Verbleibende Risiken für die Umwelt durch den Betrieb der Anlagen sind durch die an die Betriebshaftpflicht gekoppelten Deckungen für das Umwelteinwirkrisiko und Umweltschäden im Sinne des Umweltschadengesetzes abgesichert. Unter Berücksichtigung der Gegensteuerungsmaßnahmen schätzt AWS ein Eintreten von geschäftsbedrohenden Ereignissen als "so gut wie auszuschließen" (< 1 %) ein. Restrisiken werden durch einen angemessenen Versicherungsschutz weiter reduziert. Aus heutiger Sicht werden bei AWS alle Risiken, insbesondere jene mit erheblichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, durch ein ständig verbessertes Risikomanagement frühzeitig und systematisch identifiziert. Risikobegrenzende Sicherungsmaßnahmen werden erforderlichenfalls initiiert. Bei AWS gibt es kein Risiko mit einer Auswirkung auf das EBIT von mehr als 400 T€, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit als wahrscheinlich (> 51 %), und kein Risiko mit einer Auswirkung auf das EBIT von mehr als 640 T€, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit als "nicht auszuschließen" (> 1 % und < 20 %) eingestuft wird. Existenzbedrohende Risiken liegen nicht vor. Die Gesamtrisikosituation der AWS hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur durch hinzukommende Risiken aus dem Neugeschäft verändert. ChancenberichtNeben den geschilderten Risiken bieten sich AWS auch folgende Chancen: Neuverträge aus langjährigen Kundenkontakten Das Geschäftsfeld der Industriedienstleistungen wird seit 2001 aufgebaut und weiterentwickelt. Über die Jahre wurden dabei eine Vielzahl von potenziellen Kunden angesprochen und zum Teil konkrete Lösungskonzepte mit Richtpreisangeboten erarbeitet, die nicht zum Vertragsabschluss mit AWS geführt haben. Diese Projekte können wieder aktuell werden, wenn sich die Rahmenbedingungen bei dem jeweiligen Kunden ändern, wie z. B. Abgang von Kompetenzträgern, zusätzliche Behördenforderungen oder Veränderung der Abwassermenge oder -zusammensetzung. Höhere Motivation zur Energieeinsparung und Biogasproduktion Höhere Energiekosten führen dazu, dass Industrieunternehmen auch bei der Abwasserbehandlung Einsparpotenziale durch effizientere Verfahren oder Anlagen realisieren wollen. Die damit verbundene Investitionstätigkeit ist immer auch eine Chance für einen Einstieg der AWS. Die Wirtschaftlichkeit der Biogaserzeugung aus Abwasser oder organischen Reststoffen der Industrieproduktion verbessert sich. Damit steigt die Chance, dass zusätzliche Projekte der anaeroben Abwasserbehandlung oder dezentraler, produktionsnaher Vergärungsanlagen realisiert werden. AWS verfügt über die Kompetenz und Erfahrung, um den Unternehmen die Errichtung und den Betrieb entsprechender Anlagen aus einer Hand anzubieten und damit Neugeschäft zu generieren. Ressourcenschonung Für produzierende Unternehmen, insbesondere auch in der Nahrungsmittelbranche, sind die Themen Ressourcenschonung und Umweltschutz wichtig, weil sie das Image der Produkte mit beeinflussen. Daraus ergibt sich die Tendenz, über die behördlichen Anforderungen hinaus, Emissionen und Wasserverbrauch zu minimieren und Abwasserinhaltsstoffe energetisch oder stofflich zu nutzen. Aus dieser Interessenlage ergeben sich neue Aufgaben, die zu AWS-Projekten werden können. Branchenübergreifend wird das Thema "Wasserrecycling" an Bedeutung gewinnen und neue Geschäftsperspektiven für AWS generieren. Es gibt erste Unternehmen, deren Produktion oder Produktionsausweitung durch Mangel an Frischwasser limitiert wird. In solchen Fällen wird Wasserrecycling zur Notwendigkeit. AWS wird für diese Aufgabenfelder eine Versuchsanlage anschaffen, um die Entwicklung neuer Projekte zu forcieren. Weniger Abwasserkompetenz in der produzierenden Industrie Es ist zu beobachten, dass produzierende Unternehmen sich auch im Personalbereich so schlank wie möglich aufstellen. Gerade bei der Infrastruktur und somit auch bei der Wasseraufbereitung werden eigene Fachleute abgebaut oder Stellen nicht wiederbesetzt. Dieser Kompetenzverlust erhöht die Nachfrage nach den Dienstleistungen der AWS. PrognoseberichtBranchensituation Wie schon oben erwähnt, bildet die Lebensmittel- und Getränkeindustrie den größten Pool an potenziellen Kunden für AWS. Die Geschäftsentwicklung der entsprechenden Unternehmen verläuft insgesamt stabil, mit stetigem Wachstum. Die Branche ist insgesamt weniger von internationalen Märkten abhängig und zeigt kaum konjunkturelle Schwankungen. Stabilität in dieser Branche bedeutet auch für AWS eine stabile Geschäftsentwicklung und eine geringe Gefahr eines Totalausfalls eines Bestandskunden, z. B. durch Standortaufgabe. Geschäftsentwicklung Für das nächste Geschäftsjahr wird ein signifikant unter dem EBIT des aktuellen Ergebnisses liegendes EBIT in Höhe von 1.479 T€ erwartet, da in einem Bestandsprojekt Sanierungsmaßnahmen nachgeholt werden müssen und bei anderen Projekten höhere Instandhaltungsaufwendungen eingeplant wurden. Die Akzeptanz für Contractingmodelle und externe Betriebsführungen ist in deutschen Industrieunternehmen grundsätzlich vorhanden. Dabei ist die Finanzierung von Investitionen in Nebenanlagen durch einen externen Dienstleister nicht der wichtigste Motivationsgrund. Oft fehlt es den Unternehmen an notwendigem Know-how oder Ressourcen für Sonderaufgaben außerhalb ihres Kerngeschäfts, so dass hier ein konstanter Markt für die Dienstleistungen der AWS vorhanden ist. Vor dem Hintergrund konkreter Projekte in der Akquisition ist von einem weiteren Zuwachs im Industriegeschäft auszugehen. Bei kleineren Kommunen, die im Fokus der AWS liegen, ist die Entwicklung von Neugeschäft schwieriger, weil die Grundstimmung eher gegen die Zusammenarbeit mit privaten Anbietern ist. AWS bearbeitet daher nur noch aus strategischen Gründen kommunale Projekte. Aufgrund der Erfahrungen und des Potenzials der AWS ist davon auszugehen, dass die Gesellschaft sich auch zukünftig im Markt behaupten und kontinuierlich weiterwachsen wird, mit einem deutlichen Schwerpunkt im Industriesegment. Dabei ist festzustellen, dass AWS aufgrund der hohen Qualität der Dienstleistungen und der Nähe zur Gelsenwasser-Gruppe ein sehr positives Image aufgebaut hat, was einen Wettbewerbsvorteil darstellt. Aus diesem Grund ist AWS auch weiterhin auf organisches Wachstum ausgerichtet. Im Geschäftsjahr 2023 blieben die hohen Energiepreise für energieintensive Produktionen in Deutschland weiter zentraler Standortfaktor. Trotz der Unsicherheiten war der Geschäftsverlauf der AWS insgesamt positiv. Die konjunkturellen Auswirkungen der internationalen Krisen und hohen Energiekosten auf die Kunden der AWS lassen sich aktuell nicht einschätzen. Vorstellbar ist, dass einige Vertragspartner der AWS die Produktion aufgrund von Engpässen bei der Rohstoffbeschaffung verringern und entsprechend weniger Abwasser einleiten. Die Umsatzerlöse würden dadurch geringer ausfallen, als in der Planung unterstellt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Vertragspartner für längere Zeit nicht produzieren können. Konkrete Hinweise gibt es dafür bislang allerdings nicht. Damit wären größere Auswirkungen auf das EBIT der AWS verbunden. Eine belastbare Abschätzung der Auswirkungen ist zum derzeitigen Zeitpunkt nicht abschließend möglich. Mögliche bestandsgefährdende Auswirkungen auf die AWS sind aktuell nicht erkennbar.
Gelsenkirchen, 20. Februar 2024 AWS GmbH Jochen Krüger Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Anhang 2023Allgemeine AngabenDie AWS GmbH mit Sitz in Gelsenkirchen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter HRB 3057 eingetragen. Der Jahresabschluss der AWS GmbH wurde nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 werden beim Unternehmensregister eingereicht und bekannt gemacht. Gesetzlich geforderte Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung werden grundsätzlich im Anhang erläutert. Eingeklammerte Ziffern in der Vorspalte der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung geben Hinweise auf die betreffenden Positionen im Anhang. Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Wasser und Gas Westfalen GmbH & Co. Holding KG, Bochum. Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die GELSENWASSER AG, Gelsenkirchen. Beide Konzernabschlüsse werden beim Unternehmensregister eingereicht und bekannt gemacht. Die AWS GmbH wird in diese Konzernabschlüsse nicht einbezogen, da der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage jeweils von untergeordneter Bedeutung ist. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Gesellschaft beachtet die verpflichtend anzuwendenden gesetzlichen Regelungen. Darüber hinaus ist Folgendes anzumerken: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, Sachanlagen zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen auf angeschaffte oder hergestellte immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgen ausschließlich linear. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von über 250 € bis 800 € werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei immateriellen Vermögensgegenständen drei bis fünf Jahre, bei Gebäuden neun bis 14 Jahre, bei Maschinen sieben bis 20 Jahre und bei Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis 20 Jahre. Anteile an verbundenen Unternehmen und an Beteiligungsunternehmen sind zu Anschaffungskosten angesetzt oder bei dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die unfertigen Leistungen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen (1) Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Seit 2000 hält AWS einen 24,5 %igen Anteil an dem 25.000,00 € betragenden Stammkapital der WVE Wasserversorgungs- und entsorgungsgesellschaft Schriesheim mbH, Schriesheim. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 weist bei einem Eigenkapital von 18.556.766,40 € einen Jahresüberschuss von 0,00 € aus. Seit 2010 hält AWS einen 60 %igen Anteil an dem 255.700,00 € betragenden Stammkapital der Entsorgungsgesellschaft mbH Neues Land, Calvörde. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 weist bei einem Eigenkapital von 421.905,00 € einen Jahresüberschuss von 12.785,00 € aus. Vorräte (2) Die Vorräte umfassen den Bestand an Lagermaterial und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in den einzelnen Betriebsführungen und unfertige Leistungen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) Alle Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gezeichnetes Kapital (4) Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt unverändert 520.000,00 € und ist voll eingezahlt. Es wird von der alleinigen Gesellschafterin, der GELSENWASSER AG, Gelsenkirchen, gehalten. Rückstellungen (5) Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für Lieferungen und Leistungen, Aufwendungen für die Prüfung des Jahresabschlusses sowie langfristige Rückstellungen für vertragliche Erfüllungsrückstände. Verbindlichkeiten (6) Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen entfallen auf folgende Bilanzpositionen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit 6.392 T€ (Vorjahr: 6.854 T€) auf die Gesellschafterin, GELSENWASSER AG und mit 67 T€ (Vorjahr: 30 T€) auf die Erenja AG & Co. KG. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse (7) Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Erlöse aus Dienstleistungsverträgen zur Reinigung und Aufbereitung von Abwässern. Hiervon entfallen 18.112 T€ (Vorjahr: 16.295 T€) auf den industriellen und 1.766 T€ (Vorjahr 2.464 T€) auf den kommunalen Dienstleistungsbereich. Auf die sonstigen Erlöse entfallen 2.750 T€ (Vorjahr: 2.401 T€). Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen (8) Die Bestandserhöhung des Berichtsjahres resultiert aus der Bearbeitung einiger kleiner Bestandsprojekte. Sonstige betriebliche Erträge (9) Hiervon entfallen 29 T€ auf die Auflösung von Rückstellungen, 19 T€ auf Versicherungserstattungen und 5 T€ auf Anlagenabgänge. Personalaufwand (10) Die Aufwendungen für Altersversorgung beliefen sich auf 15 T€ (Vorjahr: 16 T€). Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug 63, getrennt nach Mitarbeitergruppen:
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (11) Der Posten enthält Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 87 T€ (Vorjahr: 18 T€). Ergänzende AngabenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insbesondere aus einem Dienstleistungsvertrag mit der GELSENWASSER AG mit einem jährlichen Volumen von 1.152 T€ (Vorjahr: 1.122 T€). Der Vertrag verlängert sich jeweils um zwei Jahre, wenn er nicht spätestens sechs Monate vor Ablauf von einem der Vertragspartner gekündigt wird. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine Geschäftsvorfälle zu marktunüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Honorar für den Jahresabschlussprüfer Mit dem Jahresabschlussprüfer wurde für die Prüfung des Jahresabschlusses 2023 ein Honorar in Höhe von 19 T€ vereinbart. Weitere Leistungen wurden vom Jahresabschlussprüfer im Berichtsjahr nicht erbracht. Gewinnabführung Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in Höhe von 3.343 T€ wird auf Grundlage des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags an die GELSENWASSER AG, Gelsenkirchen, abgeführt. Nachtragsbericht Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die AWS GmbH nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 eingetreten. Geschäftsführung
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Gelsenkirchen, 20. Februar 2024 AWS GmbH Jochen Krüger Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die AWS GmbH, Gelsenkirchen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AWS GmbH, Gelsenkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AWS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 9. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Hubert Ahlers, Wirtschaftsprüfer ppa. Sven Galbarski, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 17.04.2024 festgestellt. |
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