Lorenz Nuss GmbHLiquidiert

02906 Kreba-Neudorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 3263
Vorher
The Lorenz Bahlsen Snack-World Kreba GmbH Germany
Eingetragen
9.1.1992
Branche
Herstellung von sonstigen Nahrungsmitteln a. n. g.Herstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die TabakverarbeitungHerstellung von Futtermitteln für Nutztiere
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von Nahrungsund Genussmitteln, insbesondere von Snacks und Knabberartikeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Rabea Habel-Beck
seit 3.8.2018
Prokura
Henry Kulnick
seit 4.3.2008
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lorenz Nuss GmbH

Kreba

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Amtsgericht Dresden, HRB 3263

Anhang zum 31. Dezember 2021

I. Allgemeine Angaben

Vorbemerkung

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff., 264 ff. HGB) aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich planmäßiger - der betrieblichen Nutzungsdauer entsprechenden - und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen sowie den beweglichen und unbeweglichen Anlagegütern des Sachanlagevermögens mit Ausnahme der geringwertigen Anlagegüter findet die lineare Abschreibungsmethode Anwendung.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als € 250,00 aber nicht mehr als € 1.000,00 werden entsprechend der steuerlichen Regelung des § 6 Abs. 2 a EStG in einen Sammelposten eingestellt und über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Folgende Nutzungsdauern werden bei der Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen zu Grunde gelegt:

Nutzungsdauer in Jahren
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 - 5
Bauten 10 - 33
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 25
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 20

Vorräte

Die Bewertung der Rohstoffe erfolgt zu gleitenden durchschnittlichen Anschaffungspreisen bzw. zu niedrigeren Tagespreisen und die Bewertung der Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungspreisen bzw. zu niedrigeren Tagespreisen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Kosten der allgemeinen Verwaltung, bestimmte Sozialkosten sowie Fremdkapitalzinsen zur Finanzierung der Herstellung wurden nicht aktiviert. Die Bewertung der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungspreisen bzw. zu niedrigeren Tagespreisen.

Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. zum Marktpreis am Bilanzstichtag angesetzt; den erkennbaren Risiken wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Für Guthaben in Fremdwährung gelten die o.g. Grundlagen sinngemäß.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Berücksichtigung der Projected Unit Credit Method ermittelt. Die zukünftig erwarteten Rentensteigerungen werden mit 2,0 % berücksichtigt. Die Abzinsung der Rückstellung erfolgt mit dem von der deutschen Bundesbank (unter Beachtung der Rückstellungsabzinsungsverordnung) ermittelten durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser betrug für das Ende des Vorjahres 2,31 % (Stand 31.12.2020) und für das Ende des Geschäftsjahres 1,87 % (Stand 31.12.2021). Effekte aus Zinsänderungen werden unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB, resultierend aus der in Vorjahren erfolgten Veränderung des Zeitraums, der der Berechnung des durchschnittlichen Zinssatzes zugrunde gelegt wird, von 7 auf 10 Jahre, beträgt T€ 7 (im Vorjahr: T€ 9).

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, soweit es hierfür Anhaltspunkte gibt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Abweichungen zwischen den auszuweisenden Werten in der Handels- und Steuerbilanz ergeben sich bei den Pensionsrückstellungen und Drohverlustrückstellungen.

Die steuerrechtlichen Wertansätze zum 31.12.2021 sind niedriger als die handelsrechtlichen, was zu einem Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB hinsichtlich der daraus resultierenden aktiven latenten Steuern führt.

Im vorgelegten Jahresanschluss werden aktive latente Steuern in der Höhe von 235.356 EUR ausgewiesen. Es wurde ein Steuersatz von 29,83% zugrunde gelegt. Im Vorjahr wurde aus Wesentlichkeitsgründen auf das Wahlrecht verzichtet und keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen. Im Falle einer Ausübung des Wahlrechts hätten sich im Vorjahr aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 37 ergeben.

Die aktiven latenten Steuern unterliegen einer Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens zeigt das in der Anlage zum Anhang enthaltene Anlagengitter.

Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt auf:

31.12.2021
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 473
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-) -4
469

Die sonstigen Vermögensgegenstände (T€ 1.775) enthalten in Höhe von T€ 84 Steuerforderungen.

Eigenkapital

Die Kapitalrücklage wurde durch Rückzahlung an eine Gesellschafterin von TEUR 7.800 auf TEUR 700 reduziert.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

31.12.2021
T€
Drohverluste 745
Zeitguthaben aus Mehrarbeit, Urlaubsansprüche 328
Ausstehende Rechnungen 162
Warenreklamationen 139
Jahresabschlusskosten 60
Übrige 86
1.520

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt auf:

31.12.2021
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 247
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-) -4
243

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen:

im Folgejahr im 2. bis 5. Jahr nach 5 Jahren gesamt
T€ T€ T€ T€
Miet- und Leasingverträge 1.370 4.502 21 5.893
Sonstige Dienstleistungen 162 0 0 162
Sonstige Verträge 252 820 0 1.072
1.784 5.322 21 7.127

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Totalhöhe von T€ 65.814 entfallen in Höhe von T€ 50.606 auf das Inland und in Höhe von T€ 15.208 auf das Ausland. Sie resultieren in Höhe von T€ 65.614 aus dem Absatz von Produkten und in Höhe von T€ 200 aus Dienstleistungen.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die Umsatzerlöse enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 58 (Vorjahr: T€ 61).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 57 (Vorjahr: T€ 108) enthalten. Diese entfallen im Wesentlichen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 108 (Vorjahr: T€ 144) enthalten. Diese entfallen im Wesentlichen auf Nachbelastungen für Vorperioden.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von T€ 7 (Vorjahr: T€ 6) die Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

V. Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt auf Monatsbasis)

2021
Gewerbliche Arbeitnehmer 134
Angestellte 36
170

Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar beträgt für 2021 T€ 24 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Dafür wurde eine Rückstellung gebildet.

Nachtragsbericht

Während der Aufstellung des Abschlusses und des Lageberichts dauerte die durch das Coronavirus verursachte Pandemie, deren Folgen keine erheblichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft hatte, an. Ende Februar 2022 sind russische Truppen in die Ukraine einmarschiert und haben damit einen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. Die Bündnispartner der Nato haben in Folge des Überfalls die Sanktionen gegenüber Russland verschärft. Wie lange der Krieg andauern wird, ist aus heutiger Sicht nicht abzuschätzen. Der Kriegsausbruch und dessen Folgen haben auch unmittelbaren und mittelbaren Einfluss auf unser Geschäftsmodell. Die möglichen Auswirkungen sind im Ausblick des Lageberichts beschrieben.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag bis zum 4. Juli 2022 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung und wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder sonstige Vorgänge, über die zu berichten wäre, eingetreten.

Gesellschaftsorgane

Zur Geschäftsführung und Vertretung sind wie folgt berechtigt und verpflichtet:

Herr Dr. Michael Holtschulze - Gesamtvertretungsberechtigt

Herr Henry Kulnick, Montabaur - Gesamtvertretungsberechtigt

Die Angaben zur Geschäftsführervergütung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Mutterunternehmen/Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Alexander Nut Group Holding GmbH, Hannover, einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden beim Bundesanzeiger zur Veröffentlichung eingereicht.

 

Kreba-Neudorf, den 4. Juli 2022

Lorenz Nuss GmbH
Kreba-Neudorf

gez.

Henry Kulnick

Dr. Michael Holtschulze

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Bruttobuchwerte
Stand am 1.1.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.851.129,30 0,00 0,00 0,00 3.851.129,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 10.201.320,64 406.475,07 354.781,52 23.008,13 10.939.569,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.851.323,40 286.516,01 49.723,62 286.465,14 18.901.097,89
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.103.828,55 235.292,18 0,00 42.771,51 2.296.349,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.200.190,09 361.060,78 -1.028.395,46 0,00 532.855,41
32.356.662,68 1.289.344,04 -623.890,32 352.244,78 32.669.871,62
36.207.791,98 1.289.344,04 -623.890,32 352.244,78 36.521.000,92
Abschreibungen
Stand am 1.1.2021 Zugänge Umbuchung Abgänge Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.848.754,30 1.500,00 0,00 0,00 3.850.254,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.942.032,93 172.479,59 0,00 23.008,13 7.091.504,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.498.642,40 1.341.241,77 -16.542,83 263.504,45 11.559.836,89
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.098.806,55 163.989,18 0,00 34.015,51 1.228.780,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
18.539.481,88 1.677.710,54 -16.542,83 320.528,09 19.880.121,50
22.388.236,18 1.679.210,54 -16.542,83 320.528,09 23.730.375,80
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2021 Vorjahr
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 875,00 3
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.848.064,71 3.259
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.341.261,00 8.353
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.067.569,00 1.005
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 532.855,41 1.200
12.789.750,12 13.817
12.790.625,12 13.820

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Lorenz Nuss GmbH, Kreba-Neudorf

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Lorenz Nuss GmbH, Kreba-Neudorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lorenz Nuss GmbH, Kreba-Neudorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Der Anhang enthält nicht die von § 285 Nr. 14 HGB geforderten Angaben zum Mutterunternehmen der Kapitalgesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 4. Juli 2022

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Jens Löffler, Wirtschaftsprüfer

gez. Silke Splinter, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 875,00 3
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.848.064,71 3.259
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.341.261,00 8.353
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.067.569,00 1.005
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 532.855,41 1.200
12.789.750,12 13.817
12.790.625,12 13.820
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.253.767,10 8.139
2. Unfertige Erzeugnisse 461.353,51 312
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 102.829,58 936
6.817.950,19 9.387
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 148.183,36 1.696
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 468.680,88 1.093
davon gegen Gesellschafter: EUR 339.109,97 (Vorjahr: TEUR 958)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.775.407,06 1.056
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
2.392.271,30 3.845
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.061,29 257
9.220.282,78 13.489
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.458,39 7
D. Aktive latente Steuern 235.356,00 0
22.270.722,29 27.316

Passiva

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.350.000,00 2.350
II. Kapitalrücklage 700.000,00 7.800
III. Gewinnvortrag 7.479.684,60 3.456
IV. Jahresüberschuss 1.297.386,76 4.024
11.827.071,36 17.630
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 87.576,00 85
2. Steuerrückstellungen 1.826.344,00 1.279
3. Sonstige Rückstellungen 1.520.438,30 912
3.434.358,30 2.276
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.388.593,20 7.115
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 6.388.593,20 (Vorjahr: TEUR 7.115)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 243.092,92 156
davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 243.092,92 (Vorjahr: TEUR 156)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 377.606,51 139
davon aus Steuern: 228.170,86 (Vorjahr: TEUR 55)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 56.143,45 (Vorjahr: TEUR 0)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 377.606,51 (Vorjahr: TEUR 139)
7.009.292,63 7.410
22.270.722,29 27.316

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021

2021 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 65.813.665,80 69.198
2. Verminderung (-) / Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -683.983,81 345
3. Sonstige betriebliche Erträge 215.659,70 2.006
davon aus Währungsumrechnung EUR 510,92 (Vorjahr: TEUR 0)
65.345.341,69 71.549
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 42.670.971,88 46.035
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.785.417,59 3.917
46.456.389,47 49.952
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.206.396,06 5.959
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.330.903,92 1.242
davon für Altersversorgung: EUR 56.160,77 (Vorjahr: TEUR 56)
7.537.299,98 7.201
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.679.210,54 2.002
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.783.926,98 6.581
davon aus Währungsumrechnung EUR 298,71 (Vorjahr: TEUR 1)
1.888.514,72 5.813
8. Zinsen und ähnliche Erträge
davon an verbundene Unternehmen EUR 3.676,71 (Vorjahr: TEUR 3) 4.446,71 3
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 133.125,75 297
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
-128.679,04 -297
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 556.272,63 1.514
davon aus latenten Steuern: EUR -235.356,00 (Vorjahr: TEUR 0)
11. Ergebnis nach Steuern 1.203.563,05 4.002
12. Erstattete Sonstige Steuern -93.823,71 -19
13. Jahresüberschuss 1.297.386,76 4.021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Die Lorenz Nuss GmbH (im Folgenden Gesellschaft genannt) führt die Fertigung und den Verkauf von Nuss- und Nuss-Frucht-Mischungen am Standort in Kreba-Neudorf eigenverantwortlich durch. Es erfolgt ein Vertrieb der Produkte durch vertragliche Vereinbarungen mit Distributoren, die selbst Snackprodukte verkaufen. Alle hierzu erforderlichen Funktionen werden entweder von der Gesellschaft selbst oder in ihrem Auftrag von Dritten über entsprechende Dienstleistungsverträge erledigt.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Das Marktumfeld in 2021 war wie bereits in 2020 durch erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich der Marktentwicklung und der Versorgungslage durch die weltweite pandemische Entwicklung geprägt. Die Kostenentwicklung war durch die Pandemie bedingten höheren Personalaufwendungen und durch die Umstellung des IT-Systems schlechter als erwartet. Die Versorgung mit den wichtigsten Materialien konnte jedoch sichergestellt werden.

Ertragslage

Der Umsatz liegt im Jahr 2021 bei 65,8 Mio. € und damit 4,9 % unter dem Vorjahr (69,2 Mio. €), da in 2021 der Vertrieb ausschließlich an Distributionspartner aus der Lorenz-Gruppe übertragen wurde, während die Lorenz Nuss den Vertrieb im Vorjahr zum Teil noch selbst übernommen hat. Aus der Umstellung des Vertriebswegs ergaben sich Mengen- und Preiseffekte, die zum genannten Rückgang der Umsatzerlöse geführt haben.

Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen) hat sich vor demselben Hintergrund von 71,8 % auf 71,3 % geändert.

Als Jahresergebnis hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von 1.297 T€ erzielt.

Es ist beabsichtigt, den Gewinn aus 2021 in Höhe von 1.100 T€ auszuschütten.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden 170 Mitarbeiter (Vorjahr: 173) beschäftigt.

Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen hat sich dadurch, dass die Abschreibungen die Investitionen übersteigen, und durch Umgliederungen in das Umlaufvermögen aufgrund geplanter Anlagenverkäufe um 1.027 T€ reduziert.

Die Reduzierung bei den Vorräten ergibt sich aus einem niedrigeren Bestand an Rohwaren, da pandemiebedingt erhöhte Bestände abgebaut werden konnten.

Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände betrifft im Wesentlichen Anlagegüter, die nach Fertigstellung in 2022 im Rahmen eines Sale-and-Lease-back-Vertrags an eine Leasinggesellschaft veräußert werden.

Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr (2020: 64,5 %) durch die teilweise Rückführung der Kapitalrücklage auf 53,1 % verändert.

Finanzlage

Die Finanzlage stellt sich wie folgt dar:

2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 7.458 -334
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.279 987
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6.426 -554
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -247 99
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 257 158
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10 257

Die Liquidität der Gesellschaft wird durch entsprechende Eigenmittel sowie eine auch unter Berücksichtigung einer Sicherheitsreserve bedarfsgerechten Kreditlinie bei einem Kreditgeber sichergestellt. Sämtliche liquiden Mittel werden ausschließlich bei inländischen Banken geführt.

Risiken und Chancen

Forderungen sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf Forderungen und Schulden, die für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft oder ihrer voraussichtlichen Entwicklung wesentlich sein könnten, bestehen nicht.

Beschaffungsrisiken bestehen hauptsächlich in den Bereichen, in denen wegen mangelnder Verfügbarkeit oder Wertsteigerung nicht auf alternative Lieferanten ausgewichen werden kann. Durch langfristige Lieferverträge zu zukünftigen Ernten und daraus resultierenden Beständen bei Lieferanten sichert sich die Gesellschaft in wesentlichen Bereichen gegen Rohwarenpreisschwankungen ab. Zur Sicherung der Energiekosten bestehen langfristige Lieferverträge.

Die Anbaugebiete für die Nüsse befinden sich in anderen Regionen als der Ukraine und Russland, so dass die künftigen Ernten nicht durch kriegsbedingte Einschränkungen, wie z.B. verspätete Aussaat, oder mangelnde Pflege der Pflanzen betroffen sein werden.

Auf der Absatzseite besteht das Risiko, dass die Kundennachfrage wegen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der steigenden Verkaufspreise trotz Werbemaßnahmen unserer Vertriebspartner nicht das geplante Niveau erreicht. Aufgrund unserer Absatzgebiete erwarten wir jedoch aus dem russischen Krieg gegen die Ukraine keine direkten Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung. Die höheren Preise für Energie sowie die Erhöhung der Transportkosten und die gestiegenen Preise für Pflanzenöle werden sich jedoch signifikant auf die Herstellkosten auswirken. Diese Kostenerhöhung gilt es, an unsere Kunden weiterzugeben.

Die Lorenz Nuss GmbH hat sich ausreichend gegen Schadensereignisse versichert.

Chancen für eine Verbesserung des Ergebnisses ergeben sich für die Lorenz Nuss GmbH aus einer diversifizierten Beschaffungsstrategie zur Beschaffung von Nuss- und Trockenfrüchten, der Umsetzung von Rationalisierungen, einer Ausweitung der Kundenumsätze und der Entwicklung von Neu-Produkten.

Im Bereich F&E beschäftigen wir 5 Mitarbeiter (Vorjahr 5 Mitarbeiter).

Ausblick

Mit den Vertriebsunternehmen wurden für 2022 entsprechende Lieferverträge abgeschlossen. Die Realisierung dieser Umsatzerwartungen wird in starkem Maße von den makroökonomischen Bedingungen vor dem Hintergrund des Kriegsverlaufs bestimmt werden. Hier sind die Verwerfungen auf den Rohstoffmärkten, die Transportkosten sowie die Verbrauchernachfrage angesichts der Inflation die größten Risiken, so dass für das Geschäftsjahr 2022 ein Jahresergebnis bei 1 Mio. € erwartet wird.

 

Kreba-Neudorf, den 4. Juli 2022

Lorenz Nuss GmbH
Kreba-Neudorf

gez.

Henry Kulnick

Dr. Michael Holtschulze

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