Renfert GmbH
Untere Gießwiesen 2, 78247 Hilzingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Raffael Czak seit 4.7.2024 | Geschäftsführer |
Sören Sven Hug seit 12.12.2014 | Geschäftsführer |
Joachim Egelhof seit 11.7.2013 | Prokura |
Klaus Baschnagel seit 14.11.2006 | Prokura |
Sören Alexander Dr. Rieger seit 14.11.2006 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Renfert GmbHHilzingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. FINANZIELLER BERICHT I. Geschäftsgegenstand Wir entwickeln und fertigen Geräte, Instrumente und Verbrauchsmaterialien für den dentaltechnischen und dentalmedizinischen Bedarf. Die Produkte werden von uns in Hilzingen gefertigt oder über Lieferanten bezogen, die nach unseren Entwicklungsvorgaben exklusiv für uns fertigen (verlängerte Werkbank). Zu geringem Anteil ergänzen Handelsprodukte das Sortiment. Unsere Endkunden sind Zahntechniker, Zahnärzte und Kieferorthopäden in der ganzen Welt. Renfert wird von diesen Kunden weltweit als Hersteller qualitativ hochwertiger Produkte mit gutem Vor- und Nachkaufservice wahrgenommen. II. Umsetzung der Unternehmensstrategie 1. Vertrieb & Marketing Der Vertrieb erfolgt in über 100 Länder weltweit über den Dentalfachhandel sowie über Hersteller unserer Marktstufe, die wir mit OEM- oder Private Label-Produkten beliefern. Mit Vertriebsniederlassungen in den USA und Brasilien - einer Schwestergesellschaft in den USA und einer Tochtergesellschaft in Brasilien - sowie lokalem Vertriebspersonal in China, Frankreich, Indien, Italien, Japan, Kolumbien, Mazedonien, Polen, Spanien, Taiwan, Thailand und in der Türkei unterstützen wir unsere vom Standort Hilzingen arbeitende Vertriebsmannschaft und sorgen für Marktnähe für den in unserem Vertriebsmodell wichtigen Pre- und After-Sales-Services. Unser Marketing orientiert sich an dem sich zunehmend digitalisierenden Informations- und Kommunikationsverhalten unserer Handelspartner und Endkunden. Mit der aktiven Nutzung und Unterstützung der sozialen Medien halten und intensivieren wir den Kontakt zu den Endkunden weltweit. Daneben gibt es regelmäßige Angebotsflyer als Drucksachen oder E-Newsletter, die direkt bzw. von unseren Händlern an Endkunden versandt werden. Auch weiterhin runden Anzeigen und Fachartikel in Fachzeitschriften das Bild der werblichen Ansprache unserer Handelspartner und Endkunden ab. Durch die Teilnahme an über 70 Fachmessen weltweit sowie mit der Durchführung von Schulungen in unserem Kurszentrum in Hilzingen, können unsere Endkunden unsere Produkte live erleben und auf die Anwendung der Produkte geschult werden. Für Kunden in weit entfernten Märkten (z. B. Asien-Pazifik-Region) werden Schulungen vor Ort mit global agierenden Meinungsbildnern abgehalten. Den größten Kontaktpunkt mit Endkunden und weltweiten Handelspartnern bot die im März 2023 stattfindende, international größte und wichtigste Dentalmesse der Welt, die IDS in Köln. Auf einer Ausstellungsfläche von etwas mehr als 180 qm präsentierten wir Neuprodukte und das Bestandsportfolio den insgesamt 120.000 Fachbesuchern aus 162 Ländern. 2. Entwicklung Der Entwicklung neuer sowie der steten Verbesserung bestehender Produkte kommt für uns eine herausragende Bedeutung zu. Dabei entsprechen wir dem zunehmenden Trend zur Digitalisierung der Arbeitsabläufe bei unseren Endkunden, die viele Erfolgsprodukte der Vergangenheit in der nächsten Dekade an das Ende ihrer Produktlebenszyklen führen wird. Mit Personalkosten der Entwicklung von 19 % der Gesamt-Personalausgaben und Kooperationen mit Firmen innerhalb und außerhalb der Dentalbranche sowie universitären Forschungseinrichtungen werden wir diesen technologischen Herausforderungen gerecht. Ein Schwerpunkt der Entwicklung bestand in der Fertigstellung von Neuprodukten, die in mehrmonatigen Markttests erfolgreich für die Erstvermarktung im Laufe 2023 auf ihre Serientauglichkeit hin geprüft und qualifiziert wurden. Daneben wurde verstärkt in die Entwicklung von Neuprodukten investiert, die zukünftig der Zunahme von digitalisierten Arbeitsprozessen unserer Endkunden entsprechen werden. 3. Produktion Die Produktion der selbstgefertigten Produkte erfolgt ausschließlich am Standort Hilzingen. Eine Verlagerung von Teilen der Produktion ins Ausland zur Reduktion von Fertigungskosten ziehen wir insbesondere aus Gründen der Bewahrung eines hohen Qualitätsniveaus und hoher Lieferfähigkeit nicht in Betracht. Dem Kunden- und Wettbewerbsdruck zur Reduktion unserer Herstellungspreise entsprechen wir durch stete Produktivitätsfortschritte qua Anpassung der Arbeits- und Logistikprozesse sowie der (Teil-)Automatisierung von Fertigungsprozessen. 4. Personal Dem in unserer Branche derzeit schon vorhandenen und zunehmend zu erwartenden Fachkräftemangel in Deutschland entsprechen wir seit Jahren durch Programme der Mitarbeiterbindung in Form von Förder-, Beteiligungs- und Ausbildungsinitiativen sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen. 7 % der Mitarbeiter sind in 7 Ausbildungsberufen in Ausbildungsverhältnissen bei uns beschäftigt. Wir verfügen über qualifizierte Facharbeitskräfte in allen Unternehmensbereichen. III. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Mit einem Umsatzwachstum von +1,8 % liegen wir mit unserem Geräte- und Verbrauchsmaterialien-Mix insgesamt im Branchendurchschnitt der deutschen Dentalfirmen des vorangegangenen Jahres (+1,5 %); Netzwerkinformationen oder offizielle aktuelle Branchen-Zahlen zu 2023 liegen zum Berichtszeitpunkt noch nicht vor. Dabei entfielen auf die Inlandsumsätze eine Steigerung von +5,1 % (Branchen-Vorjahr: +7,2 %), auf die Auslandsumsätze eine Steigerung von +0,4 % (Branchen-Vorjahr: -1,7 %). Durch den Lieferstopp nach Russland (keine Umsätze mehr ab März 2022) entstand in 2023 im Vergleich zu 2022 nochmals ein kleinerer Umsatzverlust in Höhe von ca. 0,6 Mio. EUR; ohne diesen Effekt liegt das Wachstum der Auslandsumsätze bei +2,4 % und damit leicht über Branchenniveau des vorangegangenen Jahres. Aufgrund unserer eher branchenunüblichen Sortimentsbreite kann eine Wettbewerbsbetrachtung nur jeweils in Bezug auf einzelne Produktgruppen erfolgen. Die Marktanteile unserer Produkte reichen von Weltmarktführerschaften für einzelne Geräte über zweistellige Prozentanteile am Weltmarktvolumen bis hin zu Weltmarktanteilen bei einzelnen Materialien unter 1 %. Zudem gibt es sehr starke regionale Unterschiede bezüglich der jeweiligen Marktanteile. Signifikante Marktanteilsgewinne oder -verluste bei einzelnen Produktgruppen haben wir in 2023 nur vereinzelt beobachtet. Diese Einschätzungen beruhen auf eigenen Marktbeobachtungen sowie Befragungen unserer Handelspartner, da valide statistische Erhebungen nicht existieren, sehr unzuverlässig oder nicht wirtschaftlich beschaffbar sind. IV. Geschäftsverlauf in 2023 Das Geschäftsjahr 2023 startete mit einem starken Januar mit Umsätzen deutlich über Vorjahresniveau (+36 %). Mitunter hierfür verantwortlich waren Lieferrückstände aus dem Vorjahr. Doch auch ein starker Auftragseingang nach den großen internationalen Messen im Februar (Lab Day Chicago, AEEDEC Dubai) und im März (IDS Köln) führten zu einem Umsatzplus im März i.H.v. +29 % gegenüber dem Vorjahr. Bis zum Ende des ersten Halbjahres konnte ein deutliches Plus von knapp 7 % gehalten werden. Schwache Sommermonate mit niedrigem Auftragseingang (Juli und August mit je zweistelligem prozentualen Rückgang gegenüber Vorjahr) und das nur leicht über Vorjahr abschließende letzte Quartal führten dazu, dass das Jahr mit einem geringen Umsatzplus von 1,8 % endete. Unsere initiale Umsatzplanung für 2023 musste nach den schwachen Sommermonaten um 8 Prozentpunkte nach unten korrigiert werden. Diese revidierte Planung wurde schließlich mit 0,3 Prozentpunkten leicht übertroffen. Ursächlich für die Abschwächung des Umsatzes waren unter anderem deutliche Reduktionen der Lagerreichweiten bei unseren Handelspartnern (auf ein Vor-Corona-Niveau) und ein Nachfragerückgang bei Investitionsgütern seitens der Endverbraucher. Letzteres war vor allem in Ländern mit einem starken Zinsanstieg im Vergleich zu den Vorjahren wahrzunehmen. Die im Vorjahr berichteten hohen offenen Auftragsbestände haben sich zum Jahresende 2023 folglich merklich reduziert (2022: 4,2 Mio. EUR / 2023: 2,0 Mio. EUR) Die durchschnittliche Auslieferzeit sank im Vergleich zum Vorjahr um 9 Tage, nachdem sie die letzten Jahre stetig anstieg. Somit liegt die durchschnittliche Auslieferzeit nun in etwa auf Niveau von 2019. Mit durchschnittlich drei Tagen im Inland und EU sowie 10 bis 12 Tagen für Drittstaaten. Die verbesserte Lieferfähigkeit gelang vor allem durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten bzw. rechtzeitiger Qualifikation von neuen Lieferquellen. Sortimentsbezogen ging der prozentuale Anteil am Umsatz mit unserem Gerätesortiment um 1,6 Prozentpunkte zurück, während wir im kleineren Materialsortiment einen anteiligen Anstieg um 1,7 Prozentpunkte verzeichnen konnten. Die Exportquote lag in diesem Jahr bei 71,2 % (Vj. 71,1 %). Das positive Vorjahres-Ergebnis unserer Tochterfirma Renfert do Brasil konnte in 2023 erneut wiederholt werden. Die Umsätze stiegen wieder deutlich um +20,3 %. Durch den guten Umsatz und Cashflow konnte Renfert do Brasil die Verbindlichkeiten an die Renfert GmbH wie geplant in weiteren Schritten reduzieren. Aufgrund des guten Ergebnisses werden die Forderungen gegenüber Renfert do Brasil als werthaltig angesehen und wurden entsprechend nicht abgewertet. Die Geschäftsleitung beurteilt den Geschäftsverlauf des Jahres 2023 insgesamt als durchwachsen. Die hohen Erwartungen, das starke Umsatzwachstum aus dem Vorjahr zu wiederholen, mussten mit dem Rückgang des Auftragseingangs in den Sommermonaten deutlich nach unten korrigiert werden. V. Lage Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt im zurückliegenden Geschäftsjahr 2023 2.214 TEUR (Vj. 2.064 TEUR) und entspricht einer Umsatzrendite vor Steuern von 5,2 % (Vj. 4,8 %). Dem leichten Rückgang der Gesamtleistung stand eine deutliche Verbesserung der Materialaufwandsquote von 44,9 % auf 41,5 % gegenüber. Die Personalaufwendungen verzeichnen einen Rückgang um 320 TEUR. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die noch im Dezember 2022 gezahlte Inflationsausgleichsprämie und der entsprechend ausbleibende Einmaleffekt in 2023. Der Personalaufwand sank so um 2,5 % und führte zu einem Rückgang der Personalaufwandsquote von 29,73 % auf 29,31 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen weiter an (+1,08 Mio. EUR). Der Anstieg ist vor allem durch die Betriebskosten (+261 TEUR) und Verwaltungskosten (+768 TEUR) veranlasst. Der Betriebskostenanstieg ist zum einen auf eine Mieterhöhung für die bestehenden Gebäude, als auch auf das Anmieten einer zusätzlichen Halle ab dem August 2023 zurückzuführen (insgesamt +148 TEUR). Außerdem stiegen die Kosten für Strom, Gas, Wasser, Heizung um 72 TEUR sowie Kosten für Instandhaltung/Reparaturen um 48 TEUR. Der Anstieg in den Verwaltungskosten ist zum größten Teil auf die Kosten für die Implementierung nicht aktivierungsfähiger Software (+781 TEUR) zurückzuführen, die im Vorjahr nicht anfielen. Diese beziehen sich vorwiegend auf die Vorbereitungen eines großen ERP-Updates, das für den Jahreswechsel 2024 auf 2025 geplant ist. Außerdem sind die Lizenzkosten um 82 TEUR gestiegen, wogegen bei den Beratungskosten 76 TEUR eingespart wurden. Nachdem die Vorräte im Vorjahr bereits um 2,6 Mio. EUR aufgestockt wurden, erhöhten sich die Vorräte im Berichtsjahr nochmals um 1,03 Mio. EUR auf insgesamt 13,67 Mio. EUR. Unsere Kunden fordern von uns kürzeste Lieferzeiten "ab Lager", was uns seit Jahren dazu bewegt, sowohl auf Teileebene als auch bei verkaufsfertigen Produkten die Sicherheitsbestände auf hohem Niveau zu halten. Nachdem in der Vergangenheit im Wesentlichen nur bei ausfallgefährdeten und schwer substituierbaren Lieferanten eine darüberhinausgehende Sicherheitsbevorratung vorgenommen wurde, wurden aufgrund der Engpässe auf den Beschaffungsmärkten der letzten Jahre über das gesamte Sortiment die Sicherheitsbestände sowie die Lead-Time deutlich erhöht. Vor allem bei Elektronik-Komponenten und bei Rohmaterialien, die in einen Großteil des Sortiments einfließen, wurden die Vorräte auf hohem Niveau gehalten und teils weiter aufgebaut. Diese Maßnahmen, sowie die bewusste Qualifizierung von "Second Sources" mit entsprechenden Erst- und Mindestabnahmeverpflichtungen, kombiniert mit dem Rückgang des Auftragseingangs führten zur erneuten Erhöhung des Lagerwertes. Aufgrund hoher Kreditlinien bei unseren finanzierenden Banken war die Liquidität zu jedem Zeitpunkt des Geschäftsjahres gesichert und mit ausreichenden Reserven versehen. VI. Finanzielle Leistungsindikatoren Die für uns wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren haben sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt. Die Umsatzerlöse stiegen um 1,8 % und lagen damit leicht über dem Vorjahr. Die z.T. stark gestiegenen Einkaufspreise konnten über mehrfache Anpassungen der Verkaufspreise aufgefangen werden und führten zu einer gesunkenen Materialaufwandsquote von 41,5 % (Vj. 44,9 %). Die Personalaufwandsquote blieb mit 29,3 % (Vj. 29,7 %) nahezu gleich. Das EBIT verbesserte sich damit von 2.176 TEUR im Vorjahr auf 2.386 TEUR im Berichtsjahr. Das Jahresergebnis verbesserte sich von 1.490 TEUR im Vorjahr auf 1.568 TEUR im Berichtsjahr. Durch Thesaurierung des Jahresüberschusses konnte die Eigenkapitalquote leicht gesteigert werden und liegt mit 62,2 % über dem Vorjahresniveau von 58,1 %. Unsere wirtschaftliche Lage beurteilen wir insgesamt als gut. VII. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Die Entwicklung der Gesellschaft ist aufgrund der weiterhin volatilen Entwicklungen auf der Beschaffungs- und Absatzseite mit Unsicherheiten in den Prognosen versehen. Zwar haben sich die Verfügbarkeiten und damit die Lieferzeiten auf der Beschaffungsseite wieder deutlich verbessert, jedoch treffen uns weiterhin vereinzelt Preiserhöhungen - vor allem bei energieintensiven Rohmaterialien und bei zu erneuernden Einkaufsrahmenvereinbarungen. Zudem führen derzeitige Spannungen im Roten Meer zu einem erneuten Risiko in der Beschaffungskette. Auf der Absatzseite erwarten wir aufgrund unsicherer Rahmenbedingungen (langsamer Rückgang der Inflation, erhöhte Zinsen, kriegerische Auseinandersetzungen u.a.) sowie unserer wiedererlangten, hohen Lieferperformance einen weiterhin moderaten Auftragseingang. Die Entwicklung der Roherlöse ist aufgrund anstehender inflationsbedingter Lohn- und Gehaltserhöhungen und der nur begrenzten Möglichkeit der Weitergabe der Preiserhöhungen mit großer Unsicherheit behaftet. Eine ähnlich starke Preiserhöhung wie in den Post-Covid-Jahren ist aufgrund des erstarkten asiatischen Wettbewerbs in einigen Produktbereichen nicht möglich. Mit stärkeren Umsatzsteigerungen durch Neuprodukte wird dieses Jahr nicht gerechnet. Anfang des dritten Quartals wird zwar ein langjähriges Geräteentwicklungsprojekt abgeschlossen und im Markt eingeführt. Da es sich jedoch um ein neues Produktsegment für Renfert handelt, wird dies erst verzögert zu einem Umsatzwachstum beitragen können. Dem stehen anfangs hohe Marketinginvestitionen gegenüber. Weitere umsatzstarke Neuprodukte - vor allem auch für die zunehmende Digitalisierung in der Zahnherstellung - werden erst zu Beginn des nächsten Jahres fertiggestellt und auf der IDS 2025 gezeigt. In dem noch neuen kieferorthopädischen Bereich wird in 2024 das für Renfert erste Software-Produkt für den 3D-Filamentdruckbereich eingeführt. Weitere Neuerungen in diesem 3D-Druck-Portfolio sind ebenfalls für den Beginn 2025 geplant und werden intensiv in allen Unternehmensbereichen vorbereitet. Vertriebsseitig liegt der Fokus somit stark auf dem Halten und dem Ausbau bestehender Marktanteile des Bestandsportfolios. Hierzu wurden im ersten Quartal vakante Vertriebsstellen in wichtigen Wachstumsregionen (Lateinamerika, Asien) mit erfahrenen Mitarbeitern mit Branchenkenntnis nachbesetzt sowie Marketingaktivitäten gestartet. Vor den Hintergründen erwarten wir ein nur moderates Umsatzwachstum von 1%. Im Ergebnis erwarten wir ein rückläufiges EBIT zwischen 2.000 TEUR und 2.300 TEUR. Kostenseitig stehen dem sehr moderaten Umsatzwachstum vor allem erneut sehr hohe Digitalisierungskosten (1.200 TEUR) für das zu Beginn 2025 geplante ERP-Update, für die Entwicklung eines Kundenportals und erste Projekte im Bereich Künstlicher Intelligenz zur internen Prozessoptimierung gegenüber. Aufgrund der im Folgenden dargestellten Fülle an potenziellen weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Risiken ist die Prognose jedoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Vor diesem Hintergrund sind Programme zur Kostensenkung bereits in Planung und teils in der Umsetzung. Auf der obersten Leitungsebene stellt Renfert sich in 2024 gestärkt auf. Es ist uns gelungen, die Stelle des technischen Geschäftsführers zum Ende des zweiten Quartals zu besetzen. Im Fokus steht die Entlastung der anderen Geschäftsführer sowie die Stärkung des technischen Geschäftsbereichs. Zudem wird der Geschäftsbereich Service ausgebaut, um die Beziehung zum Kunden weiter zu stärken. Die Liquidität ist durch den starken Aufbau an Lagerbeständen im Berichtsjahr zwar stark beansprucht worden. Durch mittel- und langfristige Kreditvereinbarungen mit unseren finanzierenden Banken bei Inanspruchnahme der Kreditlinien von derzeit 49 % ist die Liquidität aus unserer Sicht mit ausreichenden Reserven versehen. VIII. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Risiken Die größten Risiken für unser Geschäftsmodell sehen wir in internationalen Verwerfungen und Krisen, die sich stark auf unsere Umsatzentwicklung sowie Logistikketten auswirken. Neben der unsicheren Entwicklung des Krieges in der Ukraine ist die derzeitige Nahostkrise mit denkbaren weiteren Eskalationen zu nennen. Wieder sind die Logistikketten durch die Unsicherheiten der Schifffahrt im Roten Meer betroffen, und eine Entspannung ist nicht in Sicht. Schwer kalkulierbar ist die mögliche Eskalation der wirtschaftlichen Auseinandersetzungen zwischen China und den USA sowie die mögliche geopolitische Eskalation zwischen China und Taiwan. Aufgrund der vielfältigen Abhängigkeiten westlicher Wirtschaften von China und Taiwan sind starke negative weltwirtschaftliche Entwicklungen denkbar. Vor dem Hintergrund der anstehenden Präsidentenwahlen in den USA mit ungewissem Ausgang, den sich verstärkenden rechtsnationalen Tendenzen in der EU und der schleppenden Reformpolitik der Ampelregierung mit der Folge zunehmender Schwächung des Standorts Deutschland ist die Resilienz der europäischen Wirtschaft bezüglich der vorgenannten Risiken zudem schlecht. Vor dem Hintergrund der anstehenden Präsidentenwahlen in den USA mit ungewissem Ausgang, den sich verstärkenden rechtsnationalen Tendenzen in der EU und der schleppenden Reformpolitik der Ampelregierung mit der Folge zunehmender Schwächung des Standorts Deutschland ist die Resilienz der europäischen Wirtschaft bezüglich der vorgenannten Risiken zudem schlecht. Die regierungsseitig weiterhin ausbleibenden Maßnahmen zur Reduktion des kurz- und langfristigen Fachkräftemangels in Deutschland werden sich zunehmend negativ auch für unser Unternehmen auswirken. Schließlich müssen auch wir als Unternehmen davon ausgehen, dass uns die Klimakrise in der Zukunft in Form höherer Arbeitsbelastungen, weiter steigender Energiepreise, strengerer Umweltauflagen, größerer Abgaben sowie diversen Verboten und Geboten zusätzlich in unserem Handeln beschränken bzw. belasten wird. Die Wettbewerbssituation weltweit stellt sich unverändert dar und ist dank großer Marktkenntnis und hoher Investitionen im Entwicklungsbereich sowie in Marketing und Vertrieb aus unserer Sicht für die kommenden Jahre beherrschbar. Zwar haben sich die Forderungsausfälle in der jüngeren Vergangenheit als weit weniger gravierend herausgestellt als befürchtet. Dennoch kann es immer wieder zu empfindlich hohen Ausfällen kommen. Aktuell sind Forderungen i.H.v. 125 TEUR uneinbringlich. Der Rest ist über Kreditversicherungen abgesichert. Rund 62 % der im Jahresabschluss ausgewiesenen Auslandsforderungen aus Lieferungen und Leistungen sind versichert. Im Inland müssen wir hingegen Forderungsausfälle selbst tragen. Derzeit zeichnen sich jedoch keine größeren Ausfälle ab. Unsere Absatzchancen in den einzelnen Märkten wird ein potenzieller Ausfall von einzelnen Handelspartnern kaum schmälern, da wir in den meisten Märkten regelmäßig über alternative Händler verfügen, die etwaige ausfallende Vertriebstätigkeiten übernehmen können und werden. Unser sehr breites und heterogenes Sortiment reduziert das Risiko in Bezug auf den (Teil-) Ausfall einzelner Produkte bzw. Produktgruppen. Zudem sorgen wir mit ständigen Innovationen für eine gesunde Altersstruktur bezüglich der Produktlebenszyklen. Den technologischen Umbrüchen im Dentalmarkt begegnen wir mit einer ausgefeilten Langfriststrategie, die sich vom Mainstream mit stark zunehmendem Preiswettbewerb und entstehenden Überkapazitäten bewusst abgrenzt. Aufgrund unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sowie durch bereits bestehende Schutzrechte können Kollisionen mit gewerblichen Schutzrechten Dritter entstehen. Teilweise lassen sich diese Risiken nur bedingt steuern. Durch eine hochwertige Rechtsberatung mit Rechercheaufträgen versuchen wir, mögliche Negativeffekte zu minimieren. Derzeit sind keine Risiken aus möglichen Schutzrechtsverletzungen anhängig oder absehbar. Auf Lieferantenseite hat sich die extreme Lieferkettenproblematik der jüngeren Vergangenheit zwar entspannt, die Probleme können angesichts der o.a. geopolitischen Risiken jedoch jederzeit neu aufflammen. Risiken aus unzureichenden Fertigungsflächen und -mitteln sehen wir für die nähere Zukunft keine. Die umfangreichen Erweiterungen und Investitionen der jüngeren Vergangenheit sorgen hier für ausreichende Reserven. Die von der Firma genutzten Immobilien sind zu 100 % eigenfinanziert und unbelastet im Eigentum einer Schwestergesellschaft. Das Risiko des Ausfalls von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen versuchen wir durch Stärkung von Leitungsmitarbeitern in den jeweiligen Unterstrukturen sowie ausführliche Dokumentationen zu begrenzen. Haftpflichtrisiken aus unserem Handeln sowie Risiken aus dem Untergang von Gütern des Anlage- und Umlaufvermögens sichern wir über jährlich aktualisierte Versicherungspakete ab. Mögliche Extremrisiken aus Produkthaftungen im US-Markt werden durch eine hohe Produkthaftlichtversicherung besonders abgesichert. Inanspruchnahmen aus Produkthaftpflicht gab es in den vergangenen Jahrzehnten keine. Risiken aus der zunehmenden Anzahl erpresserischer Cyber-Angriffe mit dem Risiko von Datenverlusten und zeitweiser Handlungsunfähigkeit haben wir nach einem solchen Ereignis im Jahr 2020 in Zusammenarbeit mit Sicherheitsexperten mit entsprechenden Investitionen reduziert. Den von uns nicht beeinflussbaren Risiken entsprechen wir mit hohen Liquiditäts- und Kapitalreserven. Chancen Chancen sehen wir nach wie vor in den hohen Investitionen in Produktentwicklungen der jüngeren Vergangenheit. Unsere große Marktnähe sowie die gute Vernetzung mit den relevanten Marktteilnehmern weltweit gibt uns konstruktive Kritik als auch Bestätigung bezüglich unserer langfristigen Produkt- und Vertriebsstrategie. Die Entwicklungsabteilungen sind mit Neuprojekten voll ausgelastet. Einige Neuprojekte werden im Rahmen von Forschungsprojekten mit Universitäten bearbeitet und zielen auf neuartige Technologien oder Lösungen ab. Wir verfügen über eine ausgewogene Personalstruktur mit langjährigen, erfahrenen Mitarbeitern und sorgen mit eigenem Ausbildungswesen und stetigen Mitarbeiterfortbildungen für die Aufrechterhaltung eines hohen Qualifikationsniveaus unseres Personals. Mit einem Stamm aus zum Teil hochqualifizierten Mitarbeitern sehen wir uns für die Herausforderungen der kommenden Jahre gut gerüstet. Gesteigerte Aktivtäten zur Stärkung unserer Arbeitgebermarke in der Region stützen das. Im Vertrieb setzen wir die Stärkung unserer Organisation durch muttersprachliche Vertriebsrepräsentanten fort, die vor Ort unsere von Hilzingen aus agierenden Länderreferenten unterstützen. Hiermit erhöhen wir unsere Kundennähe bezüglich Schulungen, Kaufberatung und Service. Dies erhöht unsere Chancen, in bisher nur unvollkommen erschlossenen Märkten weitere Umsatzpotenziale zu erschließen. Firmenintern haben wir in der jüngeren Vergangenheit wichtige Rationalisierungen und Produktivitätsfortschritte realisiert, die uns für zukünftige Herausforderungen stärken. Allem voran steht die Einführung eines neuen ERP-System, dessen Go-Live für den 1. Januar 2025 geplant ist. Gesamtbeurteilung von Risiken und Chancen Auf der Grundlage einer regelmäßig überarbeiteten, rollierenden Strategieplanung sowie der von uns hoch eingeschätzten betriebswirtschaftlichen, branchenbezogenen und technischen Kompetenz der Geschäftsleitung sehen wir uns den möglichen marktbezogenen Herausforderungen auch für die Zukunft gewachsen. Wir werden eintretenden Risiken begegnen können und sich bietende Chancen nutzen. Wir schätzen jedoch die beschriebenen und von uns nicht beeinflussbarenRisiken weltwirtschaftlicher bzw. -politischer Natur derzeit noch höher ein als im Vorjahr. Über ein ausgefeiltes Instrumentarium zur Analyse aller betriebswirtschaftlichen Kerndaten sowie regelmäßige, in kurzfristigen Abständen aktualisierte Szenario-Betrachtungen, untersuchen wir die aktuellen und zukünftig möglichen Auswirkungen dieser Risiken auf unsere Liquidität und den Ertrag. Aus heutiger Sicht wird uns das gelingen. B. NICHTFINANZIELLER BERICHT, NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN I. Geschäftsmodell Renfert agiert als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen auf dem weltweiten Dentalmarkt. Wir sind ein wachstumsorientiertes, innovatives Unternehmen und bieten unseren Kunden Produkte und Dienstleistungen an, die ihre Arbeit bei Einhaltung hoher Qualitätsstandards unter dem Firmenslogan "Making work easy" einfacher gestalten. Unser Handeln orientiert sich an der langfristigen Ertragskraft des Unternehmens in sozialer und ökologischer Verantwortung. II. Emissionen klima- und naturschädlicher Stoffe / Verbrauch natürlicher Ressourcen 1. Treibhausgasemissionen Unser Unternehmen treibt kontinuierlich diverse Bemühungen voran, den CO 2 -Ausstoß durch Stromverbrauch und Wärmeerzeugung sowie den mineralischen Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. Durch den kontinuierlichen Ausbau von Solaranlagen auf betrieblich genutzten Grundstücken konnte eine zunehmende Deckung des Stromverbrauchs durch Photovoltaikanlagen erreicht werden. Seit Ende 2022 wird zudem extern bezogener Strom zu 100 % aus erneuerbaren Energien gewonnen (Wasserkraft). Dier Prüfung alternativer Konzepte zum Ersatz von Erdgas als Energieträger unserer Heizenergieversorgung mündete in den Abschluss von Versorgungsanträgen mit einem Fernwärmenetzanbieter. Dieser wird uns voraussichtlich zum Jahreswechsel 2025/2026 Wärmeenergie aus regenerativen Quellen zur Verfügung stellen können. Damit kommen wir unserem Ziel der vollständigen Dekarbonisierung unserer Wärmeversorgung näher. Bis dies realisiert ist, wird über strenge Sparmaßnahmen der Gasverbrauch reduziert. Die dadurch im Jahr 2023 verbrauchte Gasmenge konnte schon nach starker Reduktion im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr nochmals um 18 % reduziert werden. Die Flotte an Firmenfahrzeugen wird kontinuierlich auf E-Fahrzeuge umgestellt. Derzeit beträgt der Anteil an Fahrzeugen ohne Treibhausgasemissionen 26 % (Vj. 15 %). Ziel ist, die Quote innerhalb der folgenden 5 Jahre auf 100 % zu erhöhen. In 2023 wurde die Ladeinfrastruktur für Mitarbeiter ausgebaut, die allen Mitarbeitern mit privaten E-Fahrzeug das Laden ihrer Fahrzeuge zu bevorzugten Bezugskosten ermöglicht. Dies nahmen 11 Mitarbeiter (Vj. 4 Mitarbeiter) in Anspruch. Die Summe aller CO 2 -Emissionen (Scope 1 und 2) wird seit 2021 softwaregestützt erfasst, sodass die Zielerreichung vollständiger Reduktion an Treibhausgasemissionen nachgehalten werden kann. Die Summe aller Treibhausgasemissionen in Form von CO 2 verminderte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 32 % (Vj. 50 %). Die Summe der Emissionen, gemessen in tCO 2 e (Tonnen CO 2 -Äquivalent) betrug in 2023 246,30 t (Vj. 362,08 t). Die stärksten Beiträge hierzu ergaben sich aus der Umstellung des externen Strombezugs auf Ökostrom, der Steigerung des internen Strombezugs (Schwesterunternehmen) aus Photovoltaikanlagen sowie der Reduktion des Erdgasverbrauchs. Emissionen sonstiger Treibhausgase fallen im Unternehmen nicht an. Indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 3) z.B. durch den Bezug und Absatz von Produkten, deren Transport sowie sonstiger Aktivitäten des Unternehmens lassen sich für uns nicht realistisch ermitteln und werden bis auf Weiteres nicht erfasst. 2. Abfallentsorgung Unsere betrieblichen Reststoffe werden konsequent wertstoffgetrennt und über Fachbetriebe entsorgt. Der Gefahr der Umweltgefährdung beugen wir vor, indem geringe Mengen an Gefahrstoffabfällen zu 100 % über zertifizierte Fachbetriebe entsorgt werden. 3. Wasserverbrauch Die Produktionsprozesse unseres Hauses nutzen Wasser als Rohstoff in zu vernachlässigenden Mengen. 4. Bodenversiegelung Eine Versiegelung naturnaher Grundflächen erfolgte im Berichtsjahr nicht und steht auch in den folgenden Jahren nicht an. III. Soziale Belange unserer Mitarbeiter 1. Sicherstellung der persönlichen Rechte / Diskriminierungsfreiheit Die Sicherstellung und Durchsetzung der Grundrechte sowie die Diskriminierungsfreiheit unserer Mitarbeiter ist oberste Maxime unserer Personalführung. Hierzu bestehen im Unternehmen Ethikleitlinien, die sanktionsbewehrt von allen Mitarbeitern einzuhalten sind. Diese sind allgemein veröffentlicht und sind Bestandteil unserer regelmäßigen Mitarbeiterschulungen. Etwaige Verstöße können nötigenfalls unter Umgehung der Dienstwege direkt an die Geschäftsleitung gemeldet werden. Den Mitarbeitern steht eine von ihnen frei gewählte Mitarbeitervertretung, das Vertrauensleutegremium, zur unterstützenden und ggf. anonymen Wahrnehmung ihrer persönlichen Interessen zu Verfügung. Wir schätzen die Diversität unserer Mitarbeiter und begreifen diese als Chance. Veröffentlichte Führungsgrundsätze und regelmäßige Führungscoachings tragen der Vorbildfunktion der Führungskräfte Rechnung. 2. Arbeitssicherheit Wir verfügen über ein etabliertes und ständig aktualisiertes System jederzeitiger Sicherheit am Arbeitsplatz unter der Leitung einer Sicherheitsfachkraft gemäß § 5 ASiG. Für Arbeitsunfälle besteht eine Informationspflicht gegenüber der Geschäftsleitung, um ggf. beschleunigt weitere Sicherungsmaßnahmen einleiten zu können und Korrekturmaßnahmen zu überprüfen. Als eine Maßgröße für die Beurteilung des Niveaus der tatsächlich erreichten Sicherheit an Arbeitsplätzen kann die Zahl der arbeitsunfallbedingten Fehltage ins Verhältnis zur Gesamt-Sollarbeitszeit aller Mitarbeiter herangezogen werden. Im Berichtsjahr betrug dieses Verhältnis 3 : 47.176 bzw. 0,006 % (Vj. 0,002 %). 3. Mitarbeiterkommunikation Neben individuellen, bilateralen Mitarbeitergesprächen werden Mitarbeiter über Belegschaftsversammlungen regelmäßig über die Aktivitäten des Unternehmens informiert. Über wiederkehrende Mitarbeiterbefragungen werden zudem seitens der Geschäftsführung Verbesserungspotenziale aus Sicht der Mitarbeitenden ermittelt, bewertet und mit Änderungsmaßnahmen versehen. Dieser Prozess wird den Mitarbeitern gegenüber kommuniziert. IV. Einhaltung gesetzlicher Regelungen, Unterbinden von Korruption + Bestechung Die Einhaltung geltender Gesetze und Vorschriften ist für uns nicht verhandelbar. Aktive wie passive Korruption und Bestechung ist in unseren Ethikleitlinien explizit als verboten genannt. Vorkommnisse von Korruption und Bestechung sind der Geschäftsführung in den letzten Jahren nicht zur Kenntnis gelangt. V. Einhaltung der Menschenrechte Wir erkennen die 17 UN-Ziele sowie die darin verankerten Ziele zur Verbesserung der Menschenrechte weltweit an. Unser Unternehmen sieht sich aufgrund der Größe und der Verhandlungsposition gegenüber Lieferanten und Kunden jedoch kaum realistisch in der Lage, außerhalb des Unternehmens die Durchsetzung dieser Ziele zu befördern.
Hilzingen, im April 2024 Die Geschäftsführer Sören Hug Dr. Sören Rieger BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Renfert GmbH hat ihren Sitz in Hilzingen. Sie ist unter der Nummer HRB 540917 beim Registergericht in Freiburg i. Br. registriert. B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang angeführt. Die Angaben im Anhang erfolgen, sofern nichts anderes vermerkt, in TEUR. C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert übernommen werden. I. Anlagevermögen Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung (bemessen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer), bewertet. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellkosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen sowohl linear als auch degressiv über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Soweit degressiv abgeschrieben wird, erfolgt der Übergang zur linearen Abschreibung in dem Jahr, in dem die lineare Abschreibung erstmalig zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und sofort als Abgang erfasst. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag werden nur vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist. II. Vorräte Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten bilanziert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden gegebenenfalls von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. III. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. IV. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G der HEUBECK AG verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der deutschen Bundesbank vorgegebener Marktzinssatz von 1,82 % (Vj. 1,78 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Während Rentenanpassungen unverändert mit 2 % p.a. berücksichtigt sind, wurde wie in den Vorjahren keine Bezügedynamik unterstellt. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 18). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre im Sinne des § 253 Abs. 6 HGB. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen werden gesondert zum Finanzergebnis erläutert. V. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. VI. Währungsumrechnung Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden gegebenenfalls zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. VII. Bewertungseinheiten Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. D. Erläuterungen zur Bilanz I. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus dem beigefügten Anlagespiegel. Die Renfert GmbH ist mit 99 % an dem Unternehmen Renfert do Brasil mit Sitz in São Paulo, Brasilien beteiligt. Zum 31. Dezember 2023 wies diese Gesellschaft ein Eigenkapital von BRL 2.643.888,00 und ein Jahresergebnis von BRL 784.911,00 aus. Der Umrechnungskurs am 31. Dezember 2023 liegt bei 5,3618. II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben im Berichtsjahr vollumfänglich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Restlaufzeit der Kautionen in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 7) ist unbestimmt. Bei den Forderungen gegen Gesellschafter handelt es sich wie im Vorjahr vollumfänglich um sonstige Forderungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen wie im Vorjahr in voller Höhe aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. III. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Personalkosten TEUR 803 (Vj. TEUR 939), für Garantieverpflichtungen TEUR 124 (Vj. TEUR 123) sowie weitere Verbindlichkeiten, die dem Grunde und/oder endgültigen Höhe nach nicht feststehen TEUR 178 (Vj. TEUR 170). IV. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Eigentumsvorbehalte im branchenüblichen, nicht näher ermittelten Umfang. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich in Höhe von TEUR 66 (Vj. TEUR 47) um sonstige Verbindlichkeiten. V. Latente Steuern
Eine Saldierung der passiven latenten Steuern mit den aktiven latenten Steuern hat nicht stattgefunden. Da die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern übersteigen, ergibt sich hieraus ein ausschüttungsgesperrter Betrag gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von EUR 96.200,00. Der bei der Berechnung der latenten Steuern angewandte Steuersatz beträgt 27,725 %. Die aktiven latenten Steuern beruhen auf einem steuerlich niedrigeren Ansatz der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 190 sowie einem unterschiedlichen Ansatz von Software in Höhe von TEUR 364. Für Computerhardware sowie Betriebs- und Anwendersoftware wird steuerlich eine Nutzungsdauer von einem Jahr zugrunde gelegt. Handelsrechtlich wird eine Nutzungsdauer von drei Jahren zugrunde gelegt. Aus dem hieraus entstehenden Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 207 resultieren die passiven latenten Steuern. E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Umsatzerlöse
Unsere Tätigkeit beschränkt sich auf die Entwicklung und Fertigung von Geräten, Instrumenten und Verbrauchsmaterialien für den dentaltechnischen und dentalmedizinischen Bedarf. Zu geringem Anteil ergänzen Handelsprodukte unser Sortiment. Aus diesem Grund wird auf eine Aufteilung auf mehrere Geschäftszweige verzichtet. II. Sonstige betriebliche Erträge Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 131 (Vj. TEUR 146) enthalten. Es sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 4,5 enthalten. Diese resultieren in Höhe von TEUR 4 aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 0,5. III. Personalaufwand In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 2.018 (Vj. TEUR 1.993) sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 48 (Vj. TEUR 55) enthalten. IV. Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 121 (Vj. TEUR 144) enthalten. Es sind keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen enthalten. Außerordentliche Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 781 (Vj. TEUR 0) enthalten. V. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Der Posten enthält keine Zinsen aus verbundenen Unternehmen. VI. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten enthält aus der Abzinsung von Rückstellungen resultierende Aufwendungen in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 10). VII. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 646 (Vj. TEUR 574) sind Erträge aus der Veränderung latenter Steuern in Höhe von TEUR 125 enthalten. Im Vorjahr waren Aufwendungen aus der Veränderung latenter Steuern in Höhe von TEUR 93 enthalten. F. Weitere Angaben I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen nicht bilanzierte Verpflichtungen aus unbefristeten Mietverträgen in Höhe von TEUR 3.420. Die Mietverträge können mit einer Frist von 24 Monaten zum 31.12. eines Jahres gekündigt werden. Zum 31.12.2023 ist keine Kündigung erfolgt. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Bestellobligo in Höhe von TEUR 16.003. Für zwei Leasingfahrzeuge bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 64. II. Derivative Finanzinstrumente Im Rahmen des Risikomanagements bestehen folgende derivative Finanzinstrumente:
Sämtliche beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente wurden unter Zuhilfenahme der Bewertungsmethoden nach Mark-to-Market ermittelt. Nicht geschlossene negative Positionen waren nicht vorhanden, deshalb erfolgte keine Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste. Die derivativen Finanzinstrumente enthalten weiterhin bei den beizulegenden Zeitwerten keine nicht bilanzierten negativen Werte. Da es sich bei den zugrunde liegenden Geschäften um geschlossene Positionen handelt, ergibt sich hieraus auch kein Rückstellungsbedarf. III. Bewertungseinheiten Es wurden folgende Bewertungseinheiten gebildet:
zu 1) Die gegenläufigen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im Sicherungszeitraum bis 30. Juli 2024 voraussichtlich in vollem Umfang aus, weil die Risikopositionen (Grundgeschäft) unverzüglich nach Entstehung in gleicher Höhe in derselben Währung und Laufzeit durch die Zahlungen im Zinsswap abgesichert werden. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Term-Match-Methode" verwendet. zu 2) Für die geplanten Verkäufe von Fertigerzeugnissen, die in USD fakturiert werden, wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Für diese wurden angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls antizipative Bewertungseinheiten gebildet. Die gegenläufigen Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäften gleichen sich in vollem Umfang im Sicherungszeitraum 2024 und 2025 voraussichtlich aus, weil die Risikopositionen (Grundgeschäfte) unverzüglich nach Entstehung in gleicher Höhe in derselben Währung und Laufzeit durch Devisentermingeschäfte abgesichert sind. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Term-Match-Methode" verwendet. IV. Mitarbeiterzahl Während des Geschäftsjahres waren bei der Renfert GmbH durchschnittlich beschäftigt:
V. Mitglieder der Geschäftsführung Zu Geschäftsführern waren im Berichtsjahr bestellt: Sören Hug, Diplom-Kaufmann Dr. Sören Rieger, Dr. rer. oec. Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. VI. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt TEUR 25.
Hilzingen, den 29. April 2024 Sören Hug, Geschäftsführer Dr. Sören Rieger, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 17.05.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkE. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir am 29. April 2024 dem beigefügten Jahresabschluss der Renfert GmbH, Hilzingen, zum 31. Dezember 2023 und dem beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der von uns an dieser Stelle wiedergegeben wird: " BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die Renfert GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Renfert GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Renfert GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)). Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus. Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, sofern dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Auf § 328 HGB wird verwiesen.
Villingen-Schwenningen, 29. April 2024 Wirtschaftsrevision
Süd GmbH
Pfeifer, Wirtschaftsprüfer Mader, Wirtschaftsprüfer |
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