Dr. Opitz Management GmbH

Nelkenweg 5, 40882 Ratingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 67518
Vorher
pertus Achtundfünfzigste GmbH
Eingetragen
9.3.2012
Branche
UnternehmensberatungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieArchitekturbüros für Hochbau
Gegenstand
Die Unternehmensberatung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Saskia Alina Opitz
seit 21.10.2024
Geschäftsführer
Claudia Opitz
seit 21.10.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Hans-Peter Manfred OpitzAPRICUM CAPITAL GMBH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Apricum Capital GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

APRICUM CAPITAL GMBH

Ratingen

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

Konzernlagebericht

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Geschäftsmodell und Konzernstruktur

Die APRICUM CAPITAL GmbH ("ACG") ist ein Family-Office zum Halten von Beteiligungen an Unternehmen, Anteilen an Fonds sowie von Wertpapieren. Sämtliche Anteile an der Gesellschaft hält seit Gründung unter der Firmierung FHF Holding GmbH am 29. Oktober 2004 in Mülheim an der Ruhr, Dr.-Ing. Hans-Peter Manfred Opitz, Ratingen.

Zum 1. Januar 2005 wurde von der Gebr. Röchling KG, Mannheim, die FHF Funke+Huster Fernsig Gruppe ("FHF-Gruppe"), Mülheim an der Ruhr/Velbert, über ein MBO erworben.

Rückwirkend zum 1. November 2005 erfolgte gemeinsam mit einem Fonds der Capiton AG, Berlin, der Erwerb von 30% der Anteile an der neu gegründeten GMC-I Gossen Metrawatt GmbH, Nürnberg, die ihrerseits alle Assets der ehemaligen Gossen Metrawatt GmbH i.L. sowie sämtliche Tochtergesellschaften der GMC-Instruments Holding GmbH i.L. im In- und Ausland erwarb.

Der Sitz der FHF Holding GmbH wurde am 10. Juli 2007 nach Ratingen verlegt.

Im März 2008 erfolgte eine Umstrukturierung der GMC-I Gossen Metrawatt Gruppe in eine neue Holding-Struktur mit der neuen Führungsgesellschaft METRAWATT International GmbH ("MWI").

Am 17. Dezember 2009 wurde die FHF Holding GmbH in die APRICUM CAPITAL GmbH umfirmiert.

Zum 16. Mai 2011 war es für die Capiton AG aufgrund des Endes der Fondslaufzeit nötig, ihren Anteil von 70% an der MWI zu veräußern. Neuer Anteilseigner wurde mit 20% die M-Cap Mittelstandsfonds GmbH & Co. KG, Frankfurt, während ACG ihren Anteil von 30% auf 80% erhöhte. Der Kauf wurde über die neu gegründete GMC-Instruments GmbH, Nürnberg, abgewickelt.

Im März 2012 wurde durch ACG die pertus Achtundfünfzigste GmbH, Düsseldorf, eine Vorratsgesellschaft, erworben. Deren Sitz wurde nach Ratingen verlegt und sie wurde in Dr. Opitz Management GmbH ("OMG") umfirmiert. Zweck der Gesellschaft ist die Durchführung von Managementdienstleistungen bei Kunden durch die Übernahme u.a. von Geschäftsführungs-, Aufsichtsrats- und Beiratsfunktionen.

Zum 31. Juli/1. August 2012 wurden sämtliche Anteile der FHF-Gruppe, mit Ausnahme der operativ nicht tätigen Emeritas GmbH, an die Cooper Germany GmbH, ein Unternehmen der EATON Corporation mit Sitz in Irland und Verwaltungssitz in Cleveland/USA, veräußert.

Weiterhin hält ACG seit dem 3. November 2016 5% der Anteile an der Windmill Engineering GmbH, Lebbin sowie deren 100% Tochtergesellschaft Clean Energy Polska. Dieser Anteil wurde am 17. April 2018 um weitere 15% auf insgesamt 20% aufgestockt.

Seit dem 1. Oktober 2018 hält ACG sämtliche Anteile an der GMC-Instruments GmbH, Nürnberg. Die noch ausstehenden Anteile von 20% wurden zu diesem Zeitpunkt von der M-Cap Mittelstandsfonds GmbH & Co. KG, Frankfurt, erworben.

ACG ist seit April 2020 zudem Fondsgesellschafter der capiton VI GmbH & Co. Beteiligungs KG, Berlin, mit einer Beteiligungshöhe von bis zu EUR 1,0 Mio. Von diesem Kapital wurden bis zum 31. Dezember 2022 TEUR 481 abgerufen. Der Fonds insgesamt hatte beim zweiten Zeichnungsschluss am 22. November 2021 ein Gesamtvolumen von EUR 503,7 Mio.

Am 20. Dezember 2022 wurde mit dem Private Equity Investor KLAR Partners Ltd, London/UK, ein Verkaufsvertrag über 100% der Anteile der GMC-Instruments Gruppe durch deren neu gegründete Beteiligungsgesellschaft Gem BidCo GmbH, München, abgeschlossen. Neben einem festen Verkaufspreis ist hierbei für das Jahr 2023 eine signifikante Earn-Out-Komponente für die ACG vorgesehen.

Die Anteile an der Gem BidCo GmbH werden von der Gem TopCo GmbH, München, als Obergesellschaft sowie der Gem HoldCo GmbH, München, als Zwischenholding gehalten, in die die Fondsmittel der KP Adelboden S.a.r.l., Luxembourg, mittelbar einfließen. ACG wird sich im Rahmen des Verkaufes wiederum mit 15% an der Gem TopCo GmbH sowie der GEM MEP Warehouse GmbH rückbeteiligen sowie der Gesellschaft ein Vendor Loan in Höhe von 15 Mio. EUR zuzüglich einer Brückenfinanzierung von EUR 2,5 Mio. ausreichen, um der Gruppe weiterhin verbunden zu bleiben und diese zu unterstützen.

Darüber hinaus wird über die neu gegründete GEM MIP MANCO GmbH & Co. KG, Frankfurt, der Kommanditistin der Komplementärgesellschaft GEM MIP WAREHOUSE GmbH, Frankfurt, die Möglichkeit geschaffen, dass sich auch führende Mitarbeiter an der GMC-Instruments GmbH beteiligen können, wie auch Mitglieder des neu errichteten Advisory Boards der GEM TopCo GmbH, Nürnberg, die die Gruppe strategisch führt. Die APRICUM CAPITAL GmbH hält 15% der Anteile an der GEM MIP WAREHOUSE GmbH, sowie 14,57% an der GEM TopCo GmbH, neben einem Vendor Loan in Höhe von EUR 15 Mio. sowie einer Brückenfinanzierung in Höhe von EUR 2,5 Mio. Das Closing hierzu erfolgte am 29. März 2023.

Die ACG war im Jahr 2022 mittelbar über die GMC-Instruments GmbH und deren Tochter- und Enkelgesellschaften wie die Gossen Metrawatt GmbH, Nürnberg, die Gossen Foto- und Lichtmesstechnik GmbH, Nürnberg, die GMC-I Service GmbH, Nürnberg, die Kurth Electronic GmbH, Eningen u.A., die Camille Bauer Metrawatt AG, Wohlen/CH, die Seaward Electronic Ltd., Peterlee/UK, GMC-I ProSys Ltd., Skelmersdale/UK, die Dranetz Technologies Inc., Edison NJ/USA, die Electrotek Concepts Inc., Knoxville TN/USA, und zahlreiche Vertriebsgesellschaften weltweit operativ in den verschiedensten Märkten der Elektrotechnik, vor allem der elektrischen Messtechnik im Nieder- und Mittelspannungsbereich und im zugehörigen Dienstleistungsgeschäft (Projektierung, Kalibrierung, Service, Schulung, Fertigung) tätig. Die GMC-Instruments Gruppe wird durch ACG als reine Kapitalbeteiligung geführt.

Die GMC-Instruments GmbH als oberste Holding der GMC-Instruments Gruppe bedient sich als reine Finanzholding der METRAWATT International GmbH ("MWI") als oberste operative Führungsebene der Gruppe und stellt mit externen Partnern die Finanzierung der Teilgruppe insgesamt sicher.

Die GMC-Instruments GmbH sowie die METRAWATT International GmbH haben ihren Sitz in gemieteten Räumen im Südwestpark 15 in Nürnberg.

Die Windmill Engineering GmbH mit Sitz in Lebbin (Ortsteil von Groß-Teetzleben, Mecklenburg-Vorpommern) ist im Projektentwicklungsgeschäft für Windkraftanlagen in Polen (Walce/Rozkochów, Oberschlesien, Woiwodschaft Oppeln) und in Deutschland (Windpark Görke, Postlow, Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern) tätig. Die Windmill Engineering GmbH ("WEG"), Groß Teetzleben, entwickelt über ihre 100 %-ige Tochtergesellschaft Clean Energy Polska Sp. z o.o. mit Sitz in Walce/ Polen, Projekte zur Erzeugung elektrischer Energie aus Wind. Das Projekt Walce/Rozkochów besteht im ersten Bauabschnitt aus 22 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 67,25 MW und ist planerisch umfassend (technische Planung, behördliche Planungen und Genehmigungen, Grundstücksrechte, Verhandlungen mit Lieferanten, Einspeiserechte über Stromtrassen) fertiggestellt. Parallel dazu befindet sich über die WEG ein kleinerer Windpark in Görke, Mecklenburg-Vorpommern, mit bis zu 11 Windenergieanlagen und einer Leistung von 45 MW in der Projektierung, um auch hier die abgeschlossene Gesamtentwicklung inklusive sämtlicher Genehmigungen, den Rechten zur Umsetzung und der technischen Ausarbeitung, an Investoren verkaufen zu können.

In einem umfassenden behördlichen Ausschreibungsverfahren für Solar- und Windparks im Dezember 2019 in Polen (AZ/6/2019) erhielt die Clean Energy Polska am 18. Dezember 2019 den Zuschlag zur Errichtung des entwickelten Windparks. Angebote von Investoren für die Gesamt- oder Teilübernahme des Parks liegen vor. Es war davon auszugehen, dass das Projekt noch im Jahr 2020, zumindest mehrheitlich, an einen Errichter oder Investor verkauft werden kann. Leider hat das Auftreten der Corona-Pandemie dafür gesorgt, dass durch Reisebeschränkungen und sonstige Verzögerungen ein Umsetzen der Verkaufsvorhaben im Jahr 2020 unmöglich wurde. Entwürfe von SPAs liegen seit Ende 2021 vor. Der Verkauf der Windparkprojektierung in Görke wurde noch im Februar 2022 abgeschlossen. Mit einem Verkauf des polnischen Anteils an den polnischen staatlichen Investor, Tauron, wird bis Mai 2023 gerechnet.

Geschäftszweck der Emeritas GmbH, Ratingen, ist die Verwaltung noch bestehender Verpflichtungen aus Betriebsrenten bis zu deren Komplettabwicklung (derzeit bestehen noch 27 Einzelverpflichtungen, hiervon sind 12 Rentenbezieher/-innen über 85 Jahre, 14 Rentenbezieher/-innen von 75-84 Jahren und einer von unter 75 Jahren).

Darüber hinaus hält ACG Finanzmittel bereit, um sich an Fonds oder weiteren Unternehmen in anderen Branchen beteiligen zu können und legt diese Mittel zwischenzeitlich werterhaltend an den Finanzmärkten an.

1.2. Gesellschaftsrechtliche Strukturierung und Umfirmierung

Im Jahr 2022 fanden zwei gesellschaftsrechtliche Veränderungen statt. So wurde die Daytronic Corporation auf die Schwestergesellschaft Dranetz Technologies Inc., Edison, NJ/USA, verschmolzen, sowie die Liquidierung der Kurth Electronic Inc., Sparta, NJ/USA, endgültig abgeschlossen.

Darüber hinaus wurde Electrotek Concepts Inc. operativ an den neuen Standort von Dranetz in Edison/NJ (Talmadge Road) umgezogen, wobei die Mitarbeiter in der Mehrzahl per Homeoffice ihre Arbeiten erledigen, nachdem in der Corona-Periode gute Erfahrungen hiermit gesammelt werden konnten.

1.3. Steuerungssysteme

Die vorhandenen Instrumente zur Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken werden unternehmensübergreifend einheitlich verwendet. In Verbindung mit Organisations- und Führungsstrukturen sowie Informations-, Berichts- und Kontrollsystemen besteht ein strukturiertes Vorgehen, um Risiken frühzeitig erkennen, mildern bzw. verhindern zu können.

Mittel hierzu ist in der GMC-Instruments Gruppe insbesondere die jährliche detaillierte Dreijahresplanung, die um ein viertes Jahr mit eher pauschaleren Angaben und Ableitungen ergänzt wurde. Zu deren Erstellung werden implizit und explizit strategische und operative Ziele vorgegeben sowie potenzielle Risiken und Chancen über Abweichungsanalysen identifiziert. Die aktuelle Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeiten von Risiken und die Ermittlung möglicher Folgen und Schäden findet regelmäßig operativ im Rahmen monatlicher Berichterstattungen statt. In den jeweiligen Reviews werden auch Überlegungen zu Chancen und deren potenzieller Realisierung hinterfragt.

Bei Bedarf erfolgt zusätzlich eine unmittelbar angeordnete Ad-hoc-Berichterstattung an die jeweilige Geschäftsführung mit teilweiser Berichtspflicht auch an die nächsthöhere Ebene bis hin zum Gesellschafter. Diese Vorgehensweise ist verbindlich und wird seit Jahren für alle Tochtergesellschaften im In- und Ausland so gelebt.

Zur Unterstützung der Planung und Verbesserung deren Qualität wird eine jährliche, aufeinander aufbauende, gruppenweite Meeting-Abfolge durchgeführt. Diese beschäftigt sich zum einen mit längerfristig relevanten Technologieentwicklungen im Rahmen einer Technologiekonferenz mit Erarbeitung einer Technologie-Roadmap, im Rahmen einer Vertriebstagung mit der Präsentation der weltweit notwendigen, mittelfristigen Marketing- und Vertriebsaktivitäten auf der Basis der jeweils erstellten Produkte-Roadmap des Produktmanagements in den jeweiligen produzierenden Gesellschaften, sowie im Rahmen einer Führungskräftetagung mit Abstimmungen aller Geschäftsführer der Gruppe, um hierdurch aktuelle Markt- und Wettbewerbsentwicklungen zu erkennen, Erfahrungen austauschen und übergreifend strategische Themen diskutieren und entscheiden zu können. Hierdurch sollen zudem die Voraussetzungen geschaffen werden, um für einen jährlich revolvierenden Planungsprozess über drei Folgejahre viele Kenntnisse zur Verfügung zu haben, um eine möglichst realistische Dreijahresplanung mit einem Ausblick auf ein viertes Planungsjahr erstellen zu können.

Im Jahr 2022 war die Umsetzung dieser Maßnahmen sowohl im Inland, jedoch besonders grenzüberschreitend im Ausland, weiterhin durch Corona-Maßnahmen behindert. Soweit möglich, wurden die Abstimmungen durch regelmäßige und spontane Video- und Telefonkonferenzen ersetzt.

Darüber hinaus bestehen umfangreiche Genehmigungspflichten im Rahmen eines Katalogs zustimmungsbedürftiger Geschäfte für die Geschäftsführungen, die immer wieder hinsichtlich der Inhalte und Limits aktualisiert wird. Auch hierdurch wird die Aufmerksamkeit noch intensiver auf spezifische Chancenwahrnehmungen und Risiken fokussiert und der Grad persönlicher Verantwortung, Betroffenheit und Haftung erhöht.

ACG genehmigt die Planung der GMC-Instruments Gruppe nach Vorstellung innerhalb einer Gesellschafterversammlung und verfolgt deren Umsetzung im Laufe des Geschäftsjahres eng.

Durch die Windmill Engineering GmbH findet neben zweier Gesellschafterpräsenzversammlungen, die auch 2022 aufgrund von Corona nur als Videokonferenzen durchgeführt wurden, jeweils eine monatliche schriftliche Berichterstattung der wirtschaftlichen Daten statt, die verbal im Rahmen einer jeweils nachfolgenden Telefonkonferenz erläutert werden.

1.4. Forschung und Entwicklung

Die GMC-Instruments Gruppe leitet ihr unternehmerisches Selbstverständnis daraus ab, nachhaltig in ihren bearbeiteten Märkten technologische und qualitative Maßstäbe zu setzen und hat deshalb die Zielsetzung, Innovationsführer zu sein. Basierend auf diesem Ziel haben Entwicklungsvorhaben für die Gruppe eine hohe Bedeutung und die Produktentstehungskosten nehmen im Rahmen des Wertschöpfungsprozesses einen signifikanten Anteil ein.

Im Jahr 2022 wurden, wie in den vergangenen Jahren auch, wieder zahlreiche Produktentwicklungen von den Produkthäusern durchgeführt und am Markt eingeführt. Dies betrifft sowohl Hardware- als auch Softwarelösungen (z.B. den Profitest MF XTRA, Profitest H+E TECH durch Gossen Metrawatt, LINAX PQ5000CL u.a. zur Nutzung im Smart Grid durch die Camille Bauer Metrawatt, spezielle Probes für die Anwendung bei Eisenbahnen durch GMC-I ProSys sowie u.a. der "Productline Tester" durch Seaward) und zugehörige neue Software-Releases der IZYTRON.IQ, deren Cloud-Lösung sowie von Dran-View und PQ-View IV.

Nach den Grundsätzen des HGB (BilMoG) werden Aufwendungen für Entwicklungsprojekte als Eigenleistungen klassifiziert, aktiviert und überwiegend über einen Zeitraum von zwei bis fünf Jahren abgeschrieben. Eine jährliche Ermittlung der Niederstwerte sorgt dafür, dass die Bewertung zutreffend ist. Im anderen Fall werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Im Jahr 2022 beliefen sich die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten der GMC-Instruments Gruppe auf EUR 10,1 Mio. (Vorjahr: EUR 10,3 Mio.). Dies entspricht 8,4% der Nettoumsatzerlöse (Vorjahr: 9,2%).

Die Aktivierungen für Entwicklungsleistungen betrugen in der GMC-Instruments Gruppe im Geschäftsjahr 2022 EUR 4,2 Mio. Im Vorjahr lag der Vergleichswert bei EUR 3,6 Mio. Hierin spiegelt sich u.a. der Rückgang der Kurzarbeit aus der Corona-Pandemie wider. Der Anteil der aktivierten Entwicklungsleistungen an den gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen beträgt 42,4% (Vorjahr: 37,5%). Hier macht sich bemerkbar, dass wieder primär Aufgaben umgesetzt wurden, die zu Neuprodukten führen sollen und somit aktivierungsfähig waren. Im Berichtszeitraum wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 3,7 Mio. (Vorjahr: EUR 4,3 Mio.) vorgenommen.

Im Durchschnitt wurden 92 Mitarbeiter im F&E-Bereich beschäftigt (Vorjahr: 90).

Andere Unternehmen der ACG-Gruppe betreiben keine F&E-Aktivitäten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Auch das Jahr 2022 war, wie in den Vorjahren, massiv durch Krisen geprägt, die großen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung hatten. Neben der weiter vorhandenen, jedoch abflauenden, Corona-Pandemie durch eine inzwischen erreichte hohe Impfquote, kam es ab dem 24. Februar 2022 durch den kriegerischen Überfall Russlands auf die Ukraine unter Bruch des Völkerrechtes zu einer Zeitenwende, die nahezu alle Bereiche des Lebens im Westen beeinflusst.

So führte die starke Abhängigkeit von preiswertem russischem Öl und Gas und die u.a. hierauf zielenden Wirtschaftssanktionen zur Unterstützung der Ukraine und Schwächung Russlands, speziell in Deutschland, zu einem massiven Preisanstieg bei Energie, noch forciert durch den aus Umweltgründen laufenden Ausstieg aus der Kohleverstromung sowie der Atomenergie durch die geplante Abschaltung der letzten drei Atomkraftwerke. Und dies bei nur schleppendem Ausbau regenerativer Energien durch lange Planungsprozesse und durch Aktivisten blockiertem Ausbau der Stromtrassen innerhalb Deutschlands. Letztlich führten diese Umstände zu einem befristeten Weiterbetrieb von Kohle- und Atomkraftwerken sowie dem Aufbau von LNG-Terminals zur Gasversorgung auch aus anderen Bezugsgebieten.

Die hierfür abzuschließenden Verträge mit anderen Lieferanten sorgten für einen massiven Inflationsschub insbesondere im Bereich Energien, der sich zwischenzeitlich jedoch auf energieintensive Industrien (Chemie, Stahl) und auch auf Lebensmittel ausweitete. Statt bei angestrebten ca. 2% Inflationsrate beträgt diese in Deutschland im Schnitt inzwischen ca. 8% und in der EU zwischen 5% und bis zu 10%. Zusätzlich zu diesen Belastungen, die bereits auch zu Insolvenzen bei Unternehmen führten, machen weiterhin Lieferengpässe von Materialien, insbesondere von Halbleitern, das Wirtschaften schwer, so dass trotz teilweiser sehr erfreulicher Auftragseingänge, deren Materialisierung zu Umsatz sehr mühsam ist. Immerhin hat sich dies in den letzten Monaten gebessert, bedingt auch dadurch, dass China inzwischen seine strengen Corona-Maßnahmen zurückgenommen hat und das Risiko eingegangen ist, vor einer Normalisierung zunächst durch eine harte Coronawelle zu gehen. Zielsetzung war auch hier, die wirtschaftliche Prosperität des Landes wieder in Gang zu bringen.

Durch die zusätzlichen Belastungen durch den Ukrainekrieg, die hierdurch ausgelösten Sanktionen sowie die nach wie vor vorhandenen Belastungen in den weltweiten Lieferketten sank das Wachstum des BIP der Weltwirtschaft im Jahr 2022 gegenüber 2021 deutlich und konnte nur noch +3,4% erreichen (Vorjahr: +6,3%). Hier wirkten sich ergänzend die massiven Stützungsmaßnahmen verschiedener Länder durch diverse Programme aus (USA, EU), die durch Staaten und Notenbanken weltweit umgesetzt wurden und zum einen die Lasten der Preissteigerungen zeitweise kompensieren, zum anderen Investitionen anregen sollen. Dennoch sank der Anstieg des BIP in nahezu allen Ländern deutlich, mit +2,6% in China (Vorjahr +8,4%) bis hin zu nur noch +1,2% in Japan.

Für den Euroraum stellte sich ein Anstieg um +3,4% ein, nach einem Anstieg von +5,3% im Vorjahr. In Deutschland konnte nur ein Anstieg um +1,9% verzeichnet werden (Vorjahr: +2,6%).

Die in der Vergangenheit positive wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland machte es auch 2022 möglich, weiterhin im Inland umfangreiche Hilfsprogramme durchzuführen und immer wieder nachzuschärfen, um der Wirtschaft und der Bevölkerung den Weg durch die Pandemie und die Sanktionslasten zu erleichtern. So blieb die Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld weiterhin verlängert, eine "Öl- und Gaspreisbremse" wurde eingeführt sowie verschiedene Hilfsprogramme mit finanziellen Zuschüssen für Arbeitnehmer, Rentner und Studierende auf den Weg gebracht.

Für das Jahr 2023 wird nach übereinstimmenden Prognosen verschiedener Quellen, weiterhin mit einer schwierigen Lage auf den Märkten, bis hin zur deutlichen Rezession gerechnet. Diese lässt sich eventuell abmildern, sofern die Probleme bei der Teileversorgung nachlassen, sowie die Inflationsrate sich nicht zu negativ auf die Kapitalversorgung der Wirtschaft über deutlich höhere Zinssätze und die Stimmung der Abnehmer, auswirkt. Teilweise wurde von den Unternehmen für dieses Szenario durch höhere Verkaufspreise bereits Vorsorge getroffen, jedoch könnte dies durch eine Lohn-/Preisspirale konterkariert werden, an deren Ende deutlich mehr Arbeitslose stehen würden.

Für Deutschland soll das Wachstum des BIP 2023 um -0,5% zurückgehen. Im Jahr 2024 soll sich das Wachstum mit +0,5% wieder leicht steigern. Im Euroraum wird mit einem Nullwachstum für 2023 und +0,7% im Jahr 2024, in USA wird für 2023 ein Anstieg um +0,5% bzw. +1,0% erwartet. China könnte eine Ausnahme bilden.

Die aktuelle Entwicklung im Zusammenhang mit den weltweiten Corona-Auswirkungen, den Lieferproblemen und der Zeitenwende durch den Eroberungskrieg Russlands macht jedoch eine längerfristige Prognose schwierig.

Für die ACG sind aufgrund der Notwendigkeit, eigene Mittel rentabel am Kapitalmarkt anzulegen, die Entwicklungen auf den entsprechenden Märkten von hoher Bedeutung. Auch hier spiegeln sich die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, der zunehmenden Probleme in den Zulieferketten sowie durch die steigenden Inflationsraten in entsprechenden Kursentwicklungen wider. Diese Wirkungen sind sehr volatil. Zur Absicherung von Verlusten wurden entsprechende Put-Optionen erworben.

2.2. Branchenentwicklung

Gemäß Konjunkturbarometer des ZVEI, welches als Maßstab für die GMC-Instruments Gruppe relevant ist, konnte die wichtige deutsche Elektro- und Digitalindustrie ihren Umsatz im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich steigern. Von Januar bis Dezember stieg er um +12,1% auf EUR 224,8 Mrd. an. Der Auftragseingang wuchs im gleichen Zeitraum gegenüber dem Vorjahr um +10,0%. Der Auftragsanstieg betraf vor allem Kunden aus dem Ausland (+10,8%) und dabei aus der EURO-Zone +15,9%, während inländische Kunden +9,0% beitrugen.

Ergänzend zur Sichtweise des ZVEI vergleichen wir die Entwicklung der GMC-Instruments Gruppe quartalsweise auch mit den veröffentlichten Informationen der börsennotierten Unternehmen ABB AG, Keysight Technologies Inc. und teilweise auch Fluke als Teil der Fortive Corp.

Innerhalb der ABB AG vergleichen wir uns vor allem mit der Division "Electrification". Dieser Geschäftsbereich ist im Auftragseingang auf US-Dollarbasis um +11% angestiegen und ohne den Einfluss von Wechselkurseffekten vergleichbar gerechnet um +17%. Die Weitergabe von Kostensteigerungen an Kunden hat sich umsetzen lassen, jedoch fällt der Anstieg regional sehr unterschiedlich aus. Während in Europa ein Rückgang um -2% zu verzeichnen war, stieg dieser in The Americas (USA und Kanada) um +10%. Auch Asien entwickelte sich eher schwach.

Keysight Technologies Inc. berichtet auf Segmentebene nicht über den Auftragseingang, jedoch über den Umsatz. Wir vergleichen uns hier mit dem Segment "Electronic Industrial Solutions Group", das einen Zuwachs von +14% verzeichnen konnte. Dieses Segment weist allerdings mit den Teilen "Automotive and Energy", "Semiconductor", "Consumer Electronics", "Education" und "Medical Electronics" ein sehr viel breiteres Marktfeld auf. Das Wachstum im Feld "Semiconductor" hat hier einen großen Anteil.

Das mit seinen Aktivitäten uns am nächsten stehende Unternehmen Fortive Corp./USA berichtet von einem weltweiten Wachstum seiner Bereiche um +10%, wobei auch hier regional große Unterschiede zu verzeichnen waren. Die Marke "Fluke", die zum Teilbereich "Intelligent Operating Solutions" gehört, hat im Geschäftsjahr 2022 ein Umsatzwachstum von 13,7% erreicht. Während USA mit 16,8% hier ein zweistelliges Wachstum verbuchte, China noch ein einstelliges Wachstum von 7,9% erreichte, wird von allen anderen Ländern zusammen nur von einem Wachstum in Höhe von 3,4% berichtet. Auch hier herrschen Probleme mit Teilezulieferungen vor.

Leider sind Zahlen der besser vergleichbaren Unternehmen wie Chauvin Arnoux Gruppe (FR), Metrel d.d. (SVN) oder HT Italia (IT) als nicht börsennotierte Unternehmen nicht oder nur mit sehr langer zeitlicher Verzögerung verfügbar. Dies erschwert direkte Vergleiche. Einzig die Zahlen von Sonel S.A. (PL) als börsennotiertem Unternehmen sind partiell vergleichbar, jedoch arbeitet Sonel in erheblichem Umfang auch als Fertigungsdienstleister, was die Zahlen verzerrt.

Die GMC-Instruments Gruppe entwickelte sich auf Euro-Basis betrachtet im Jahr 2022 im Auftragseingang trotz unterschiedlicher Geschäftsfelder in etwa wie der deutsche Branchendurchschnitt laut ZVEI (+10,0% zu +9,8%), im Umsatz jedoch deutlich schlechter (+12,1% zu +6,9%).

Grund für diese Entwicklung im Vergleich zur deutschen Branche ist das vorhandene Produktportfolio, das grundsätzlich auf Sicherheit und nicht auf Optimierung, z.B. von Produktionsabläufen bei Kunden, ausgerichtet ist. Darüber hinaus haben Probleme in der Lieferkette die Materialisierung des Auftragseingangs in Umsatz immer wieder behindert.

Hinzu kamen auch im Jahr 2022 immer wieder Verzögerungen durch vereinzelte Covid-Erkrankungen von Schlüsselpersonen, so dass die volle Kapazität nicht fortwährend zur Verfügung stand.

2.3. Geschäftsverlauf mit Auftragseingang und Umsatz

Das Jahr 2022 wurde bei der GMC-Instruments Gruppe nochmals in allen Teilbereichen mehr oder weniger stark durch die seit 2020 laufende Coronakrise und die davon ausgelösten Folgen wie Lieferengpässe von Rohmaterialien, insbesondere von Halbleitern, geprägt. Die Verfügbarkeit hat sich zwar im Jahresverlauf deutlich gebessert, jedoch sind Lieferzeiten und Preis nach wie vor nicht stabil und nachhaltig planbar. Hierzu trat auch eine massive Verteuerung von Energie, wie Öl, Gas und für andere Komponenten auf, die zu inflationärem Preisanstieg in vielen Ländern von bis zu +9,5% führte. Bei einzelnen elektronischen Bauteilen lagen Erhöhungen durch die Knappheit bei bis zum Faktor 30.

Mit intensiven Bemühungen und großem Einsatz aller Mitarbeiter konnte auf der operativen Ebene der Auftragseingang der Gruppe im Jahr 2022 dennoch auf EUR 128,7 Mio. gesteigert werden, was gegen Vorjahr mit EUR 117,2 Mio. einen Anstieg von +9,8% darstellt. Trotz Lieferengpässen von Vormaterial war es möglich, noch einen Nettoumsatz von EUR 120,3 Mio. zu erzielen, der das Vorjahr mit EUR 112,6 Mio. um +6,9% überschreitet. Aufgrund der wiederum besonderen Umstände im Jahr 2022 wird dies von uns als befriedigendes Ergebnis betrachtet.

Der Umsatz der Vertriebs-Landesgesellschaften entwickelte sich im Geschäftsjahr stabil und erreichte wie im Vorjahr insgesamt einen Bruttoumsatz von EUR 17,4 Mio.

Das Geschäft der einzelnen Gesellschaften fiel signifikant unterschiedlich aus. Während in Italien, Frankreich, Österreich und China das Vorjahr teilweise deutlich überschritten wurde, mussten in den Niederlanden, in Spanien und Tschechien Rückgänge verkraftet werden. Neben der wirtschaftlichen Entwicklung im Land und der Nachfrage der Großkunden, v.a.in Spanien, war in den Niederlanden die Verschiebung von Projekten ins Folgejahr und in Tschechien die Fokussierung auf andere Produkte, v. a. Gossen Metrawatt Test- und Measurement und Camille Bauer Power-Quality, die Ursache.

Die deutschen produzierenden Gesellschaften mit Ausnahme der Kurth Electronic entwickelten sich im Umsatz alle positiv, wenn auch nicht immer im geplanten Umfang. So konnte die Gossen Metrawatt GmbH einen Anstieg des Umsatzes um +10,3% auf EUR 46,6 Mio. verzeichnen. Dies trotz erheblicher Probleme mit der Zulieferung von Vormaterialien, was sonst einen noch höheren Anstieg ermöglicht hätte.

In unmittelbarem Zusammenhang hiermit steht auch das gegen Vorjahr deutlich gesteigerte Umsatzniveau der MTP Messtechnik Produktions GmbH (MTP) mit EUR 16,9 Mio. (+21,8%) von EUR 13,9 Mio. im Vorjahr, da MTP in weit überwiegendem Umfang als Fertigungsstätte für die Gossen Metrawatt GmbH tätig ist. Im Jahr 2022 wurde dies allerdings noch durch die Fertigungsübernahme von Produkten der Kurth Electronic GmbH ergänzt.

Das Jahr 2022 brachte einen signifikanten Anstieg des Umsatzes für die GMC-I Service GmbH mit sich. Dieser stieg von EUR 10,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 11,0 Mio. (+7,2%). In diesen Zahlen spiegelt sich wider, dass das Vorjahr 2021 immer wieder durch Quarantänemaßnahmen von Mitarbeitern geprägt war, was Kapazität kostete und die Umsatzlegung erschwerte. Der Auftragseingang stieg um +6,8% an.

Die Pandemie traf die GOSSEN Foto- und Lichtmesstechnik GmbH (GFL) im Jahr 2022 nur in geringerem Umfang. Notwendige Preiserhöhungen durch die inflationär anziehenden Teilepreise hatten jedoch Auswirkungen. So blieb der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr mit EUR 2,4 Mio. nur auf gleichem Niveau. Zudem sorgten Fertigungsschwierigkeiten bzw. Probleme mit der Zulieferung von Teilen dafür, dass der Umsatz mit EUR 2,4 Mio. nur um +4,7% (Vorjahr EUR 2,3 Mio.) stieg und die Basis für zusätzlichen Auftragseingang fehlte.

Das Jahr 2022 war für die Kurth Electronic GmbH durch interne und externe Einflüsse äußerst schwierig. Extern macht sich die Umstellung der Telekommunikationsnetze auf Glasfaser mehr und mehr bemerkbar. Intern war das Unternehmen im Jahr 2022 durch einen hohen Krankenstand sowohl bei Fernmeldeprojekten als auch im Kommunikations-Messgerätebereich deutlich geschwächt, wie auch ergänzend durch den Weggang von Schlüsselpersonen. So konnte nur ein Auftragseingang von EUR 2,3 Mio. erzielt werden, was deutlich vom Vorjahreswert mit EUR 3,0 Mio. abweicht. Dies bildet sich auch im Nettoumsatz ab, der mit EUR 2,4 Mio. um -6,7% gegen Vorjahr mit EUR 2,6 Mio. tiefer liegt.

Um die Situation zu verbessern und das Unternehmen auf eine neue, positive Grundlage zu bringen, wurde ein Interims-Manager verpflichtet, mit dem gemeinsam verschiedenste Projekte umgesetzt werden. Dies betrifft zum einen die komplette Verlagerung der Fertigung zur MTP nach Nürnberg, die Übernahme aller administrativen Tätigkeiten (Buchhaltung etc.) als Dienstleister durch die Gossen Metrawatt GmbH sowie die Übernahme der Entwicklung durch Externe unter Steuerung durch einen Produktmanager, der auch den Vertrieb führen wird. All diese Maßnahmen werden auch dazu führen, dass keine Räumlichkeiten in Eningen u. A. mehr benötigt werden, sodass der dortige Mietvertrag Mitte 2023 kostensparend auslaufen kann. Perspektivisch ist daran gedacht, das Unternehmen in die Gossen Metrawatt GmbH zu integrieren und als Produktbereich weiterzuführen.

Die Camille Bauer Metrawatt AG und die Global Power Technology Group (GPT) entwickelten sich auch im Jahr 2022 in die richtige Richtung, blieben jedoch u.a. durch Materialknappheit wiederum hinter den Budgetzielen zurück, wobei die Vorjahreswerte jeweils überschritten wurden.

Bei der Camille Bauer Metrawatt AG konnten die Auftragseingänge und Umsätze im Industriegeschäft in Deutschland sowie in verschiedenen Landesgesellschaften gesteigert werden, jedoch benötigt speziell die Kundenakquise im Bereich von "Smart Grid"/Power Quality deutlich mehr Zeit, um letztlich über beauftragte Projekte zu Umsatz zu kommen. Aus diesen Gründen stieg der Umsatz nur um +12,2% auf EUR 13,0 Mio. (Vorjahr: EUR 11,6 Mio.), obwohl der Auftragseingang einen Anstieg um +18,2% auf EUR 14,1 Mio. verzeichnete (Vorjahr: EUR 12,0 Mio.).

Der Umsatz innerhalb der GPT Gruppe fiel stark unterschiedlich aus. Während Dranetz Technologies Inc. einen Umsatzzuwachs von +3,2% verzeichnete, konnte die Daytronic Corporation, da stark im Arbeitsgebiete Aerospace und Automotive tätig, sogar einen Anstieg um +25,7% erzielen, der den starken Rückgang des Vorjahres wieder kompensierte. Im Gegensatz hierzu erreichte Electrotek Concepts Inc. eine Steigerung um +17,1% auf EUR 1,6 Mio. In diesen Zahlen spiegeln sich auch verschiedene externe Faktoren wider, die das Jahr 2022 begleiteten. So machten sich zum einen nach wie vor Auswirkungen von Lieferengpässen bemerkbar, so dass wichtige Halbleiterbauteile fehlten. Des Weiteren war in 2022 Dranetz Technologies gezwungen, seinen kompletten Standort zu verlagern, da die angemieteten Räumlichkeiten trotz langlaufender Vermietung gekündigt wurden. Zwar konnte hierfür eine entsprechende finanzielle Ausgleichszahlung erreicht werden, dennoch führte dies zu Fertigungsausfällen und der Notwendigkeit zur Umorganisation einiger Bereiche, was letztlich nicht nur Dranetz, sondern auch Daytronic und Electrotek Concepts betraf. Letzteres Unternehmen wurde im Zusammenhang mit dem Umzug ebenfalls in Homeoffices verlagert, wobei die Server in Edison neu aufgebaut wurden. Ergänzend hierzu wurde Mitte 2022 auch die Daytronic Corporation auf die Dranetz Technologies Inc. verschmolzen.

Positiv entwickelten sich Auftragseingang und Umsatz innerhalb der Seaward-Gruppe. So erreichte Seaward Electronic Ltd. mit einem Auftragseingang von EUR 26,3 Mio. einen Anstieg um +15,5% gegenüber dem Vorjahr (EUR 22,8 Mio.). Der Umsatz stieg um +6,0% auf EUR 24,3 Mio. nach EUR 23,0 Mio. im Vorjahr.

Die amerikanische Tochtergesellschaft der Seaward-Gruppe, Claire Instruments (US) Inc., entwickelte sich im Jahr 2022 ebenfalls gut. So stieg der Auftragseingang in den USA um +68,6%, was sich dann in einem Anstieg des Umsatzes um +39,2% auswirkte. Zum einen ist hier ein neues Management tätig, zum anderen kommen die Marktbedingungen in den USA mit vermehrter Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien und entsprechender Subventionen der Gesellschaft entgegen.

GMC-I ProSys Ltd. litt im Jahr 2022 nach wie vor an den Folgen von Corona, den Problemen der Automobilkunden sowie der Lieferprobleme und massiven Preiserhöhungen von Spezialkomponenten für magnetische Messungen. Dennoch konnte mit Zulieferungen und Spezialentwicklungen für den Bahnbereich ein neues Marktsegment eröffnet werden, dass langfristig die Anhängigkeit von "Automotive" deutlich verringern wird. Für GMC-I ProSys führte dies zu einem Anstieg des Auftragseingangs in 2022 von +25,7% auf EUR 6,9 Mio. Mit viel Einsatz gelang es, hieraus einen Umsatzanstieg um +12,4% zu realisieren und EUR 5,6 Mio. Umsatz zu erreichen.

Konsolidiert konnte die GMC-Instruments Gruppe im Jahr 2022 einen Auftragseingang von EUR 128,7 Mio. und einen Umsatz von insgesamt EUR 120,3 Mio. verbuchen. Dieser liegt um +9,8% bzw.+6,9% über dem Vorjahreswert von EUR 117,2 Mio. und EUR 112,6 Mio.

Die Umsatzerlöse (vor Erlösschmälerungen) wurden zu 49,0% (Vorjahr: 48,6%) auf inländischen und zu 51,0% (Vorjahr: 51,4%) auf ausländischen Märkten erzielt. Die Nettoumsatzerlöse teilen sich auf in Warenlieferungen mit 83,6% (Vorjahr: 84,3%), Dienstleistungen mit 16,3% (Vorjahr: 15,6%) und sonstige Umsätze mit 0,1% (Vorjahr: 0,1%).

Zusammenfassend kann für den Geschäftsverlauf, gemessen an den finanziellen Leistungsindikatoren Auftragseingang und Umsatz, folgendes gesagt werden. Im Jahr 2022 betrugen die hieraus erzielten Nettoumsatzerlöse in Summe EUR 120,3 Mio., nach einem Vorjahreswert von EUR 112,6 Mio. (+6,9%). Die obengenannten Einflüsse im Laufe des Geschäftsjahres führten dazu, dass die Erwartungen bzgl. eines Auftragseingangsvolumens von EUR 124,7 Mio. und Umsatzvolumens (Nettoumsatzerlöse) von EUR 121,9 Mio. leicht unterschritten wurden. Die Entwicklungen der relevanten Wechselkurse gegenüber den Budgetplanungen trugen dazu bei, die Abweichung gegenüber der Budgetplanung um 2,5% zu reduzieren.

Der weit überwiegende Teil der Abweichungen ist auf Probleme bei der Teilezulieferung zurückzuführen. Neben nicht ausreichender Menge, höheren Kosten, mangelnder Termineinhaltung trotz bestätigter Liefertermine, machte sich insbesondere auch nachlassende Teilequalität bemerkbar. Dies erforderte eine Einzelstückeingangsprüfung und teilweise ein Redesign von Baugruppen. Die Auswirkungen der Umstrukturierung der Automobilindustrie machte sich im Vergleich hierzu noch nicht ausreichend kompensatorisch bemerkbar, wie auch die Digitalisierung, die durch die Notwendigkeit zur Prüfung bei e-Fahrzeugen und Ladesäulen positive Auswirkungen für die Gruppe mit sich brachte. Ohne den verzögerten Anlauf dieser Einflüsse, wäre die Planung deutlich überschritten worden.

Da die Dr. Opitz Management GmbH auch im Jahr 2022 nur internen Umsatz erzielt, andere Unternehmen der ACG-Gruppe (Emeritas GmbH) aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht oder nur "at equity" konsolidiert werden, entspricht der Umsatz der GMC-Instruments Gruppe auch dem ACG-Konzernumsatz.

2.4. Eintritt von Erwartungen im Vorjahr

Der im Vorjahr prognostizierte Umsatzanstieg auf EUR 121 Mio. konnte fast erreicht werden. Allerdings blieb die erhoffte Ergebnissteigerung aufgrund des Umsatzanstieges aus.

2.5. Ertrags- und Ergebnissituation

Das operative Ergebnis vor Steuern der Einzelgesellschaft ACG beträgt TEUR -458 und ist damit deutlich schlechter als im Vorjahr (TEUR 761). Im Wesentlichen wirken sich hier die Effekte aus der Anlage von Liquidität in Wertpapieren aus. Diese waren insbesondere aufgrund von erhöhtem Wertberichtigungsbedarf aus der Stichtagsbewertung und geringeren Veräußerungsgewinnen mit -TEUR 622 deutlich negativ. Im Vorjahr war hier noch ein positiver Ergebnisbeitrag von TEUR 850 erzielt. Weiterhin ergab sich ein negativer Ergebniseffekt aus der Abschreibung von Beteiligungen (-TEUR 740).

Dies konnte durch die vereinnahmte Ausschüttung von der GMC-Instruments GmbH in Höhe von TEUR 950 nicht kompensiert werden.

Unter Einbeziehung des aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages übernommenen Ergebnisses aus der Dr. Opitz Management GmbH wurde für die Einzelgesellschaft ein Jahresergebnis nach Steuern von TEUR -488 (Vorjahr: TEUR 725) erzielt.

Aufgrund der abweichend zur GMC-Instruments-Gruppe festgelegten Abschreibungsdauer (5 Jahre anstatt 10 Jahre) auf Goodwills aus Unternehmenserwerben ergab sich gegenüber dem Teilkonzernabschluss der GMC-I ein positiver Ergebniseffekt von TEUR 1.737 (Vorjahr: TEUR 2.491).

Das konsolidierte operative Ergebnis der ACG-Gruppe vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Jahr 2022 auf EUR 13,6 Mio. nach EUR 14,9 Mio. im Vorjahr. Die wesentlichen Ursachen hierfür sind auf die GMC-Instruments-Gruppe zurückzuführen und werden im Folgenden näher erläutert.

Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern verschlechterte sich von EUR 6,1 Mio. im Vorjahr auf EUR 4,6 Mio. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verschlechterte sich von EUR 5,9 Mio. im Vorjahr auf EUR 2,9 Mio. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) von EUR 4,5 Mio. auf EUR 1,6 Mio.

Nach Steuern führt das zu einem Konzerngewinn von EUR 0,4 Mio. nach einem Konzerngewinn im Vorjahr von EUR 3,4 Mio.

Die Ertrags- und Ergebnissituation der einbezogenen GMC-Instruments-Gruppe wurde im Jahr 2022 durch verschiedene Sondereffekte beeinflusst, die sich im Ergebnis auswirken.

Der Anstieg der Nettoumsätze bei erheblich gesteigerten Aufwendungen für Materialien durch massive Preiserhöhungen aufgrund einer Verknappung sowie aufkommender Inflation im Schnitt bis zu knapp +10% durch Zinserhöhungen durch die Nationalbanken und die Auswirkungen des Ukrainekrieges im Verbund mit Sanktionen führte dazu, dass trotz Kosteneinsparungen u.a. bei Investitionen sich das Ergebnis des Vorjahres nicht signifikant verbesserte, wie dies ursprünglich geplant war. Darüber hinaus wurde vor allem bei Kurth Electronic eine außerordentliche Abschreibung auf R&D-Projekte der vergangenen Jahre nötig, um die veränderten Rahmenbedingungen und Auftragslage der Deutschen Telekom AG zahlenmäßig abzubilden.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz ist zwar um -6,8% unter dem Budget für das Jahr 2022, aber stieg gegenüber dem Vorjahr von EUR 53,5 Mio. um EUR 2,9 Mio. auf EUR 56,4 Mio. (+5,4%) an.

Das konsolidierte, operative Ergebnis der einbezogenen GMC-Instruments Gruppe vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beläuft sich für 2022 auf EUR 13,4 Mio. und ist nach EUR 14,0 Mio. im Jahr 2021 damit um EUR 0,6 Mio. niedriger.

In dieser Zahlenentwicklung spiegeln sich deutlich die Auswirkungen der mangelnden Materialversorgung und der noch immer nicht endgültig überwundenen Corona-Pandemie wider.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der einbezogenen GMC-I Gruppe reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig und blieb gerundet bei EUR 2,7 Mio., da neben dem oben erläuterten Ergebniseffekt auch die zusätzlichen Abschreibungen wirken. Der Rückgang der Abschreibungen enthält einen Rückgang der Abschreibungen auf Goodwill und Transaktionskosten um EUR 0,8 Mio. wogegen die Abschreibungen auf erworbene Produktmarken mit EUR 2,2 Mio. konstant geblieben sind.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) der einbezogenen GMC-I Gruppe beläuft sich wie im Vorjahr auf EUR 1,3 Mio.

Nach Steuern führte dies für die GMC-Instruments Gruppe zu einem positiven Konzernergebnis von EUR 0,1 Mio. nach einem Konzernergebnis in Höhe von EUR 0,2 Mio. im Jahr 2021.

2.6. Fertigung/Logistik

Die produzierenden Einheiten der GMC-Instruments Gruppe hatten auch 2022 mit den verschiedensten Problemen zu kämpfen. So sorgte die Corona-Pandemie durch Mitarbeiterausfälle wegen Quarantäne zum Fehlen von Fertigungskapazität und teilweiseüber mehrere Wochen von ganzen Schichten. Zudem führten speziell die zeitlichen Verzögerungen bei der Belieferung mit Teilen dazu, dass umdisponiert werden musste und Samstags- und Mehrschichtarbeit notwendig waren, die eigenen Lieferrückstände wieder aufzuholen.

Solche Ereignisse trafen alle Standorte, Nürnberg, Peterlee (UK), Skelmersdale (UK) als auch Edison NJ (USA). Bei Dranetz Technologies Inc. in Edison NJ (USA) hat der Umzug zusätzlich zu Mehraufwendungen und Verzögerungen geführt. Eine Aussage zur Auslastung der Fertigungskapazität ist deshalb schwierig und in diesem Jahr nicht sinnvoll möglich.

Zum Stichtag 31.12.2022 belief sich die Höhe der Vorräte auf EUR 23,3 Mio. Dieses Niveau liegt nochmals deutlich über dem Jahr 2021 mit EUR 17,8 Mio. Hierin spiegelt sich wider, dass alles getan wurde, um durch vorausschauende Teilebeschaffung die Lieferfähigkeit zu erhalten, wobei sich jedoch auch der Preisanstieg durch Verknappung und Inflation in den Vorräten niederschlägt.

2.7. Investitionen

Die Gesamtinvestitionen ohne Finanzanlagen liegen mit EUR 7,9 Mio. deutlich über Vorjahr (EUR 5,0 Mio.). EUR 4,3 Mio. (Vorjahr: EUR 3,7 Mio.) hiervon wurden für immaterielle Vermögengegenstände aufgewendet, EUR 3,6 Mio. für Sachanlagen (Vorjahr: EUR 1,3 Mio.).

In diesen Zahlen spiegeln sich u.a. auch die Maßnahmen aller Unternehmen der Gruppe wider, möglichst für die Zukunft gut gerüstet zu sein. Neben Investitionen in technische Ausstattung wurde u. a. auch in Edison/USA ein kompletter Unternehmensumzug einschließlich Fertigung bewältigt, der teilweise eine neue elektrische Installation der Mieträume nötig machte.

2.8. Finanzierung

Der Erwerb der restlichen Anteile an der GMC-Instruments GmbH (20 %) in 2018 durch die ACG erfolgte mit Unterstützung der Deutsche Bank AG, Wealth Management, Frankfurt/Main. Die Deutsche Bank AG stellte der ACG hierfür einen Darlehensrahmen in Höhe von EUR 21,0 Mio. zur Verfügung. Das Darlehen hat eine Laufzeit von vier Jahren bis zum 30.9.2022 und kann revolvierend in verschiedenen Tranchen mit Laufzeiten von 3 - 12 Monaten gezogen werden. Die Verzinsung ist abhängig von einer vereinbarten festen Marge, sowie dem der Laufzeit der Tranche entsprechenden aktuellen EURIBOR-Satz. Entsprechend dieser Vereinbarung wurden jeweils zwei Tranchen zu EUR 11,0 Mio. bzw. EUR 10,0 Mio. mit einer Laufzeit von jeweils 12 Monaten gezogen, versetzt um 6 Monate. Dieses Darlehen wurde im September 2022 nochmals bis zum Ende Mai 2023 zu leicht verschlechterten Konditionen verlängert.

Grundlage der Finanzierung der GMC-Instruments Gruppe im Jahr 2022 war zum Bilanzstichtag eine bestehende Konsortialfinanzierung der Deutsche Bank AG, der Commerzbank AG sowie der KfW in Höhe von EUR 17,0 Mio. (Stand: 5. Nachtrag, 2. Neufassung des Konsortialvertrages vom 16.5.2011, vom 11.11.2022), die aus drei Tranchen besteht. Tranche A1 in Höhe von ursprünglich EUR 8,0 Mio. mit einer quartalsmäßigen Tilgung von jeweils EUR 0,5 Mio. wovon am 31.12.2022 noch EUR 0,5 Mio. offen bzw. fällig waren. Tranche B1 in Höhe von EUR 6,5 Mio. ist endfällig. Tranche C ist in Form, eines jederzeit auch in Teilen abrufbaren Betriebsmittelkredits in Höhe von maximal EUR 10,0 Mio. vereinbart. Als vereinbartes Laufzeitende war zunächst der 31.12.2022 vorgesehen. Dieses Darlehen wurde bis zum 30.06.2023 verlängert.

Um unter allen Umständen für die Coronapandemie liquiditätsmäßig gewappnet zu sein, wurde trotz der damit einhergehenden Einschränkungen in bestimmten unternehmerischen Freiheitsgraden entschieden, angebotene Hilfen der KfW-Bankengruppe aus einem Corona-Sonderprogramm (Unternehmerkredit 037) in Anspruch zu nehmen. Diese Hilfe wurde über die Konsortialbanken beantragt und letztlich durch die KfW am 7.7.2020 positiv beschieden. Der GMC-Instruments GmbH war es hierüber möglich, ein Darlehen in Höhe von bis zu EUR 8,0 Mio. zu maximal drei Ziehungsfristen zu ziehen. Das Darlehen hatte eine Laufzeit bis zum 30.9.2026. Das Darlehen wurde bis zum 31.12.2021 vorsorglich in einer Höhe von EUR 4,0 Mio., je EUR 2,0 Mio. bei der Deutsche Bank AG sowie bei der Commerzbank AG, gezogen. Es wäre ab dem 30.12.2021 in 20 gleich hohen Raten von je TEUR 200 je Quartal zu tilgen gewesen. Da die Mittel jedoch durch die weiterhin gute Zahlungsmoral der Kunden nicht benötigt wurden, wurde entschieden, das Darlehen unter Inkaufnahme einer Vorfälligkeitsentschädigung zum Jahresende 2021 zurückzuzahlen.

Ergänzend zu dieser Coronahilfe wurde durch die Camille Bauer Metrawatt AG in der Schweiz ebenfalls ein Corona-Hilfsprogramm in Anspruch genommen. Angeboten wurde hier ein Darlehen, ausgereicht über die Bank Credit Swiss und vollständig verbürgt durch die Schweizer Eidgenossenschaft. Die Laufzeit des Darlehens in Höhe von TCHF 500 war bis zum 6.4.2025 befristet und wurde im Laufe des Jahres 2021 auf 7 Jahre verlängert. Dabei wurde die Endfälligkeit in halbjährliche Tilgungen geändert. Der im ersten Jahr festgelegte Zinssatz von 0,0% wurde noch beibehalten. Dieser wird jeweils am 31.3. jeden Jahres nach den aktuellen Marktbedingungen neu festgelegt, minimal bleibt es jedoch bei 0,0%. Die erste anstehende Tilgung ist für den 31.3.2023 in Höhe von TCHF 42 vereinbart. Vor Beginn der Tilgung wurde dieses Darlehen jedoch im März 2023 komplett zurückgezahlt.

Neben dieser Konsortialfinanzierung wird der GMC-Instruments Gruppe durch die CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, seit dem 28.09.2018 ein Genussrechtskapital mit Fremdkapitalcharakter in Höhe von EUR 10,0 Mio. mit einer Laufzeit bis maximal zum 30.9.2023 zur Verfügung gestellt. Dieses sieht eine laufende quartalsmäßige Vergütung sowie eine jährliche Erfolgsvergütung vor. Vereinbart ist überdies eine Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Vertragsbeendigung, die letztlich den Zinsausfall über die Laufzeit für den Darlehensgeber kompensieren soll.

Hinsichtlich einer Liquiditätsanalyse wird auf die Konzernkapitalflussrechnung verwiesen. Die Ausstattung mit Liquidität bei der GMC-Instruments GmbH ist geeignet, die Coronakrise zu überstehen.

Innerhalb der GMC-I-Gruppe wurden als Liquidität zum 31.12.2022 Mittel in Höhe von EUR 8,8 Mio. vorgehalten. Aus der Betriebsmittelkreditlinie (Tranche C) stand zum 31.12.2022 unter Berücksichtigung der Inanspruchnahmen durch Mietavale noch eine freie Linie in Höhe von EUR 2,1 Mio. zur Verfügung.

Ergänzend hierzu hielt ACG zum 31.12.2022 Barmittel bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 2,5 Mio. vor sowie Wertpapiere in Höhe von EUR 11,5 Mio. Die OMG hielt EUR 0,5 Mio. Barmittel.

2.9. Personal

Die ACG-Gruppe beschäftigte zum Stichtag 31.12.2022 insgesamt 782 Mitarbeiter (Vorjahr: 780), hiervon 363 in Deutschland, 213 in UK, 74 in der Schweiz, 56 in den USA, 24 in China sowie 52 in weiteren Staaten.

2.10. Vermögens- und Finanzlage

Die stringente Verfolgung der Planungen in allen Teilbereichen sowie der damit einhergehenden Ziele der Geschäftsführung durch die operative Holding, bestimmte auch im Jahr 2022 die Entwicklung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesamtgruppe. Dies erwies sich jedoch auch im Verlauf des Jahres 2022 an vielen Stellen als schwer umsetzbar, da staatliche Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung sowie Sanktionen als Druckmittel gegen den Krieg Russlands gegen die Ukraine starken unmittelbaren und mittelbaren Einfluss nahmen, der sich auch auf Drittländer auswirkte. So mussten durch die damit einhergehenden massiv inflationären Preisentwicklungen auf den Rohstoffmärkten auch die Verkaufspreise entsprechend nachgeführt werden. Dennoch führten Zeitdifferenzen in der Umsetzung zwangsläufig zu Margenverlusten, die sich im Ergebnis widerspiegeln.

Ursprünglich wurde planungsseitig unterstellt, dass sich das Jahr 2022 wieder normal entwickeln würde und nur die zunehmende Digitalisierung aller Geschäftsprozesse massiv Einfluss nimmt. Diese Annahme erwies sich als deutlich zu optimistisch.

Dennoch konnte im Jahr 2022 durch gemeinsame Anstrengung aller aus dem operativen Geschäft noch ein EBITDA in Höhe von EUR 13,4 Mio. (Vorjahr: EUR 14,0 Mio.) erwirtschaftet werden.

Im Jahr 2022 wurde die vereinbarte Tilgung der Tranche A1 des Konsortialkredits in Höhe von EUR 2,0 Mio. durchgeführt. Die Betriebsmittel-Tranche C wurde einschließlich der Mietavale in Höhe von EUR 7,9 Mio. zusätzlich in Anspruch genommen. Dies war nötig, um durch Aufbau zusätzlicher Vorräte jederzeit lieferfähig zu bleiben.

Investitionen konnten sämtlich aus Eigenmitteln durchgeführt werden. Soweit es sich als günstiger erwies, wurden Anschaffungen durch Leasinggeschäfte (operatives Leasing z. B. bei Fahrzeugen und Abteilungsdruckern) finanziert.

Das Vorratsvermögen beläuft sich zum Jahresende 2022 in der Gruppe auf EUR 23,3 Mio. und liegt damit deutlich über dem Vorjahresniveau von EUR 17,8 Mio. Auch im Jahr 2023 wird durch die verbleibende Problematik der Lieferkettenengpässe noch kein Normalzustand bei Vorräten zu erreichen sein. Dieser wird bei einer Vorratshöhe von ca. EUR 21,4 Mio., je nach Umsatzwachstum, gesehen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit EUR 12,3 Mio. auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Der Umsatzanstieg wurde früher im Jahr realisiert, sodass die entsprechenden Zahlungen bereits früher eingegangen sind und dadurch die Forderungen nicht erhöht wurden.

Rückstellungen fielen im Jahr 2022 in etwa auf Vorjahresniveau an. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit EUR 7,0 Mio. auf dem Niveau wie im Vorjahr (EUR 7,0 Mio.).

Das Eigenkapital in der ACG-Gruppe liegt zum 31.12.2022 bei EUR 30,0 Mio., was einer Quote von 29,4% entspricht (Vorjahr: 30,8%).

Der Bestand an liquiden Mitteln belief sich zum 31.12.2022 auf insgesamt EUR 11,8 Mio. und lag damit um ca. EUR 0,9 Mio. über Vorjahr.

Die wirtschaftliche Lage der Gruppe bewerten wir im Hinblick auf Vermögen, Ertrag und Finanzierung und das uns umgebende Umfeld weiterhin als für die Zukunft sehr positiv.

Auf nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wird in der Darstellung verzichtet, da sie für das Verständnis des Geschäftsverlaufes, der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage und der gesamten Lage des Konzerns keine weiteren Erkenntnisse bieten und nicht der internen Steuerung des Konzerns dienen.

3. Chancen-, Prognose- und Risikobericht

3.1. Unternehmensstrategische Chancen

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die von Unternehmen der GMC-Instruments Gruppe bedienten Märkte langfristig ihre Attraktivität behalten bzw. sich die Attraktivität zukünftig sogar noch steigern wird, da es sich um Megatrends handelt. Hierzu zählen "erneuerbare Energien", "Medizintechnik", "Smart Home", "e-Mobility" aber auch "Industrieinfrastruktur" zur Energieeinsparung und Sicherung sowie "universelle Mess- und Prüftechnik".

Grund hierfür ist auch generell der weiterwachsende Bedarf an elektrischer Energie und damit die wachsende Abhängigkeit von einer sicheren Bereitstellung an jedem Punkt, an dem elektrische Energie, in welcher Form auch immer, benötigt wird, um hierdurch das Klima zu schützen und den Carbon- und CO 2 -Footprint des Einzelnen nachweislich zu vermindern.

Dieser Trend verstärkt sich noch durch die zunehmende Tendenz zur allgegenwärtigen Digitalisierung.

Aus Sicht der Geschäftsführung ist die GMC-Instruments Gruppe auf all diesen Feldern gut positioniert und kann signifikante Beiträge zu einer sicheren und optimierten Verwendung elektrischer Energie liefern. Allumfassende Nutzung elektrischer Energie bedeutet auch, eine Steigerung der gespeicherten Energien und höhere Leistungsdichten, so dass hierdurch die Gefahren für den Anwender sich signifikant erhöhen. Hier Sicherheit für den Anwender zu gewährleisten ist das originäre Geschäftsfeld der Gruppe seit mehr als 115 Jahren, wenn auch mit immer wieder neu angepassten Mitteln.

Diese Einschätzung bezieht sich nicht nur auf Deutschland und Europa, sondern weltweit. Die Gruppe wird auch weiterhin vom Ausbau und der Nutzung elektrischer Energie in allen Lebensbereichen profitieren.

Darüber hinaus bilden zahlreiche, unterschiedliche Vorschriften eine komplexe Materie mit harten Zulassungsvoraussetzungen. Meist niedrige bis mittlere Stückzahlen, eine hohe Variantenvielfalt sowie langjährige Kundenbeziehungen sind des Weiteren hohe Zugangshürden für neue Anbieter.

Vor diesem Hintergrund finden hochwertige Test- und Prüfgeräte, Messgeräte, Messumformer, Energiemanagementsysteme und Stromversorgungsgeräte, begleitet durch umfangreiche Softwareunterstützung und der zunehmenden Möglichkeit zur Kommunikationsvernetzung langfristig ihren Markt.

Dies gilt auch für die weiteren bearbeiteten Gebiete wie Netzqualitätsanalyse und Medizintechnik, deren Bedeutung sich aus dem Ausbau des regenerativen Anteils an der Energieerzeugung bzw. durch den zunehmenden Technikeinsatz in der Medizintechnik mit steigendem Sicherheitsbedürfnis bezüglich Nutzung ergibt. Hier sind nicht nur neue technologische Lösungsansätze möglich, sondern auch die intensivierte Verbreitung vorhandener Lösungen in noch nicht bearbeiteten Märkten.

Trotz langer Lebenszyklen der Produkte ist nachhaltiger Erfolg jedoch nur durch permanente Innovation möglich. Aus diesem Grund wird in allen Konzernunternehmen intensiv daran gearbeitet, sich als Technologieführer zu präsentieren und durch neue Lösungen zusätzlichen Kundennutzen zu schaffen. Hierdurch wird angestrebt, trotz langer Produktlebenszyklen den Absatz zu sichern, weiter auszubauen sowie Billiganbieter auf Abstand zu halten. Diese Aktivitäten werden durch stete Maßnahmen zur Verbesserung der vorhandenen Prozesse und damit Erhalt des hohen Qualitätsniveaus der Produkte begleitet.

Gleiches gilt auch für die durch ACG gehaltene Minderheitsbeteiligung an der Windmill Engineering GmbH, die sich um die Projektierung von Windkraftanlagen in Polen und Deutschland kümmert. Die zunehmende Nachfrage nach "grüner Energie" und der Zwang zur Verminderung der Nutzung fossiler Energie zur Beschränkung des Temperaturanstiegs und Verbesserung des Klimas eröffnet die Chance, fertige Projektierungen an potente Interessenten zu veräußern. Hier wurde ein erster Schritt mit einer Veräußerung der deutschen Aktivitäten an die UKA Nord Projektentwicklung GmbH & Co. KG, Rostock, gemacht. Intensive Gespräche mit Tauron Zielona Energia spólka, Kattowice/Polen, laufen parallel zur Veräußerung der polnischen Aktivitäten über die Veräußerung der polnischen Tochtergesellschaft als Ganzes.

3.2. Unternehmerischer Ausblick und Prognose

Das Jahr 2022 war ab dem 24. Februar durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine sowie die noch immer vorhandenen Auswirkungen der Coronakrise geprägt. Beschlossene Sanktionspakete, u. a. hinsichtlich des Stopps der Abnahme russischen Öls und Gases sorgten für das Aufkommen einer massiven weltweiten Inflation, teilweise im zweistelligen Bereich, und von Preiserhöhungen auch bei Lebensmitteln auf breiter Front. Auch Lieferengpässe bei Halbleitern aus China blieben bestimmend, bis dort in der zweiten Hälfte des Jahres zur Wirtschaftsunterstützung das Ende der Coronamaßnahmen beschlossen wurde, was sich durch eine deutliche Verbesserung der Lieferkettensituation zeigte. Viele Regierungen versuchten, durch neue Lieferquellen sowie schuldenunterstützte Abfederungsmaßnahmen (Strompreisdeckel, Gaspreisdeckel etc.) die Auswirkungen der Lieferengpässe und Kostenerhöhungen für die jeweilige Bevölkerung erträglicher zu machen oder zumindest hinauszuzögern. So gelang es zumindest in Europa, über den gesamten Winter 2022/2023 ausreichend Gas zur Verfügung zu haben.

Für 2023 wird erwartet, dass, auch aus Gründen der Weltklimaentwicklung, der Druck, auf fossile Brennstoffe zu verzichten, hoch bleiben wird. Die mehr oder weniger unterstützende oder zumindest neutrale Haltung Chinas zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine wird auch 2023 zu Turbulenzen führen, da allenthalben die Entwicklung der Taiwanfrage im Hintergrund schwebt und damit die Spannungen zwischen den USA und China eher noch weiter eskalieren werden.

Vorgenannte Entwicklungen werden sich im Jahr 2023 auch weiter wirtschaftlich bemerkbar machen, so dass nicht so schnell mit einer Rückkehr zu normaler Aktivität in vielen Ländern zu rechnen ist.

Zusammengefasst wird hieraus für Deutschland für 2023 ein Rückgang des BIP von -0,5% abgeleitet (Vorjahr: 1,9%). Für den Euroraum wird ein Wachstum von 0,0% erwartet, nach +3,4% im Jahr 2022. Die vorliegenden Zahlen zu UK gehen davon aus, dass der Brexit soweit keine Bedeutung mehr hat. Unter dieser Voraussetzung wird ein Rückgang für 2023 um -1,0% erwartet, wobei das Niveau im Jahr 2022 bei +4,0% lag.

Für die USA wird ein Zuwachs um +0,5% vorausgesehen, u. a. aufgrund der Wirkung des Konjunkturprogramms des US-Präsidenten Biden in Höhe von in Summe ca. 1,9 Billionen US-Dollar. China war bereits im Jahr 2022 mit einem Wachstum von +2,6% gut gefahren. Für 2023 wird mit einer Rückkehr auf das höhere Niveau von +4,7% gerechnet.

Für unsere Gruppe bedeutet diese nach wie vor große bestehende Unsicherheit und dass weiter auf schnelle Reaktionsfähigkeit auf Veränderungen geachtet werden muss. Jedes unserer Unternehmen muss bei allen Entscheidungen weiterhin auf den Erhalt verschiedener Optionen und erhöhte Flexibilität achten, um jederzeit auf Veränderungen, neue Kundenwünsche wie auch Änderungen von Randbedingungen staatlicherseits, reagieren zu können. Dies bedeutet letztlich, stets auch die eigene Liquiditätsposition zu optimieren, um die jederzeitige Handlungsfähigkeit sicherzustellen und auch Hilfen, wie z. B. Kurzarbeitsregelungen und Förderungen in Anspruch zu nehmen, wo immer dies weiterführt. Ziel muss es sein, für die Zeit nach den aufkommenden Turbulenzen in dieser Übergangszeit möglichst wenig Substanz und Know-how zu verlieren, um dann wieder alle Chancen wahrnehmen zu können, die sich an den Märkten bieten.

Die generell restriktive Vorgehensweise bei Sachinvestitionen und beim Personal wird auch für 2023 aufrechterhalten, auch wenn weitere nennenswerte Investitionen in Digitalisierungslösungen, die Entwicklung und die Fertigung unabdingbar sind. Letzteres gilt auch dann, wenn die neuen Lösungen nicht unmittelbar zu einer Verbesserung der Rendite beitragen können, dies aber mittelfristig aufgrund des damit einhergehenden inhärenten Technologieumbaus getan werden muss.

Auf diese Weise sollte die Gruppe nach Überwinden der Krise im Jahr 2023 und in den folgenden Jahren in der Lage sein, sich kurzfristig ergebende Chancen am Markt konsequent zu nutzen, Wachstum zu realisieren bzw. nicht planbaren Herausforderungen zu begegnen.

Unter Annahme einer wieder besser planbaren wirtschaftlichen Entwicklung, geht die ACG-Gruppe für das Jahr 2023 davon aus, je nach Wechselkursveränderungen, dass ein Auftragseingang und ein Umsatz in Höhe von EUR 138 Mio. bzw. von EUR 136 Mio. erreicht werden können. Dies setzt voraus, dass es gelingt, den Auftragseingang des Jahres jeweils auch direkt als Umsatz monetarisieren zu können und damit nur wenige Lieferkettenprobleme vorliegen.

Das geplante Umsatzwachstum für 2023 sollte mit einer deutlichen Verbesserung der Ergebnislage einhergehen, da zwar mit Sondereffekten wie unplanmäßigen Preiserhöhungen zu rechnen ist, diese jedoch auch durch eigene Preisanpassungen kompensiert werden können. Zudem wird die teilweise Reduktion von Abschreibungen auf Goodwill etc. die Ergebnisentwicklung positiv unterstützen.

Operativ wird jedoch, wie bisher auch, darauf geachtet werden müssen, eine strukturell möglichst niedrige Kostenstruktur zu erhalten, auch wenn sich durch notwendige Veränderungen, wie z. B. Umzüge, Einmaleffekte auf der Kostenseite (z. B. im sonstigen betrieblichen Aufwand) ergeben können.

Neben den oben beschriebenen unternehmerischen Steuerungsgrößen bzw. Leistungsindikatoren sind die beiden finanziellen Covenants "Verschuldungsgrad" und "Zinsdeckungsgrad" wesentliche Steuerungsgrößen und bedeutsame Leistungsindikatoren, zu denen sich das Unternehmen verpflichtet hat. Für diese Kennzahlen sollten auch im Jahr 2023 beim geplanten Verlauf deutliche Verbesserungen erreichbar sein.

3.3. Unternehmensstrategische Risiken

Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass durch die zunehmende Volatilität der Welt, hervorgerufen durch plötzliche politische Veränderungen, Umweltbedingungen wie Pandemien, aber auch durch Ereignisse im finanzwirtschaftlichen Bereich, rasche Handlungsfähigkeit für die Unternehmen nötig ist.

Möglichst langes Offenhalten von Entscheidungsoptionen, Vermeiden längerfristiger Festlegungen durch zu frühe oder zu langfristig bindende Investitionen und schnelles Umsetzen helfen, um mittel- und langfristig flexibel zu bleiben. Vor diesem Hintergrund wird auch künftig die Strategie daraus bestehen müssen, Auslastungsspitzen möglichst über Leihpersonal auszugleichen, vermehrt mit Partnerunternehmen zusammenzuarbeiten und die kompetente Stammbelegschaft nur mit den wichtigsten Aufgaben zu betrauen. Dies betrifft im Wesentlichen den Innovationsprozess, den Qualitätserhalt und das Sichern und Ausbauen der Vertriebskanäle.

Vor dem Hintergrund der Zielsetzung einer breiten Aufstellung der Unternehmensgruppe, die neben verschiedensten technischen Anwendungsfelder auch regional in vielen Teilen und Währungsräumen der Welt vertreten ist, sollten somit die Risiken für die Gruppe sich gegenseitig ausgleichen und damit beherrschbar bleiben sowie auch zukünftig Potential für weiteres Wachstum bieten.

Darüber hinaus werden verstärkt digitale Methoden verwendet, um sämtliche Prozesse in den Unternehmen und nicht nur im R&D-Umfeld, zu beschleunigen und damit zukunftsfähiger zu gestalten.

3.4. Leistungswirtschaftliche Risiken

Risiken können vor allem aus der Beschaffung von Vormaterialien, der Effizienz der Produktion sowie der Akzeptanz der Produkte auf den Absatzmärkten herrühren.

Die Produkte der GMC-Instruments Gruppe werden in verschiedenen Märkten unter verschiedensten Marken vertrieben. Wir verfolgen die Ausrichtung, dass die Kunden die Produkte aufgrund hoher Qualität und Lebensdauer schätzen und bereit sind, hierfür höhere Preise zu akzeptieren. Damit dies so bleibt, müssen die Produkte auch zukünftig die Kundenerwartungen erfüllen, was unter anderem durch interne Audits sowie externe Zertifizierungen der Produkte und Prozesse u. a. nach ISO 9001 und teilweise auch 14001, DAkkS, UL, GHOST, MID u.v.a. gewährleistet wird. Bei all diesen Zertifizierungen wurden auch 2022 positive Ergebnisse erreicht. Risiken sollten damit minimiert sein. Erschwerend wirkt hierbei jedoch, dass die Akzeptanz von Zulassungen anderer Staaten im Einzelfall stark zurückgeht, ohne hierdurch mehr Sicherheit zu gewinnen. So wird es zum Beispiel zukünftig in UK nötig, für die zu verkaufenden Produkte aus der EU auch lokale Zulassungen anzustreben, wie auch umgekehrt. Dies ist ein teilweise zeitaufwendiger und teurer Prozess, der für Kunden keinerlei Mehrwert bietet.

Risikominimierung wird auch für die bestehenden Produktionseinrichtungen betrieben, bei denen viel Wert auf fortlaufende Wartung und den rechtzeitigen Austausch zur Optimierung von Qualität und Ausstoß gelegt wird. Die Zielsetzung "niedrige Fehlerquoten" wird durch die stete Beobachtung des First-Pass-Yield verfolgt. Bei negativen Abweichungen erfolgt ein unmittelbares Eingreifen in den Fertigungsprozess. Dies wird flankiert durch Prüfeinrichtungen im laufenden Prozess zur Beibehaltung oder weiteren Verbesserung des Qualitätsniveaus.

Hierdurch gelingt es u.a., Hinweise auf Drifts und Abweichungen zu erhalten, die auf Einflüsse von Vormaterialien zurückgehen, die z.B. von verschiedenen Produktionschargen bei Zulieferanten herrühren. Dies zu erkennen und unmittelbar eingreifen zu können hilft, ein hohes Qualitätsniveau zu erhalten und Rückrufaktionen von Produkten zu vermeiden.

Darüber hinaus sichert der Einkaufsbereich durch weltweite Beschaffung von Materialien und Werkzeugen günstige Preise trotz kleiner Liefermengen. Lieferantenbewertungen und Lieferantenaudits sowie die Vorgabe, stets eine zweite unabhängige Lieferquelle, auch für asiatische Zulieferungen, zu qualifizieren, hilft und half auch in der Corona-Zeit, Lieferverzögerungen zu minimieren und möglichst weitgehend bestätigte Kundenliefertermine einzuhalten. Leider ist dies nicht für alle Materialien möglich, speziell nicht bei Halbleitern. Risiken hieraus haben sich in den letzten Jahren hinsichtlich Lieferzeiten und Materialqualität realisiert. Dennoch beinhaltet das Reißen von Lieferketten viele Gefahren bis hin zu signifikanten Preiserhöhungen. Diesen wurde sowohl durch die Beschaffung größerer Losgrößen oder auch durch technische Veränderungen an Produkten begegnet.

Hinsichtlich der Produkte und Produktlösungen werden begleitend durch das Produktmanagement Möglichkeiten analysiert, die die Digitalisierung heute durch Plattformen, Modularisierung andere Formen der Produktbereitstellung oder durch andere Art von Produkten bietet. Auf diesem Weg wird sich das Produktportfolio schrittweise hin zu mehr Softwarelösungen und höherer Softwareanteile verändern.

3.5. Personalrisiken

Risiken können hierbei in der Qualifikation, der Verfügbarkeit sowie in der Arbeitsqualität liegen.

Eine hohe Identifikation mit den jeweiligen Unternehmen, was sich in der gesamten Gruppe in niedrigen Fluktuationsraten ausdrückt, sorgt in allen Bereichen für eine nahezu konstante Belegschaftsstärke. Veränderungen beruhen in nahezu allen Fällen auf altersbedingtem Ausscheiden, auf Neueinstellungen zu deren Ersatz sowie auf wachstumsbedingte oder technologiebedingte Neueinstellungen.

Dennoch sorgt die demografische Entwicklung nicht nur in West- und Zentraleuropa, sondern auch in Osteuropa für zunehmende Schwierigkeiten, Personal mit der benötigten Qualifikation auf dem Markt zu finden. Gerade bei Unternehmen mit hoher Spezialisierung und damit Know-how-Tiefe sind lange Einarbeitungszeiten nötig. Es wird deshalb versucht, durch Teamarbeit, ausreichende Know-how-Dokumentation mittels IT-Unterstützung, Abhängigkeiten von Einzelnen wie auch den Verlust von Know-how nach Kräften zu minimieren. Diese Vorgehensweise wird gerade auch durch Nachfolgeplanungen und spezielle Mitarbeitergespräche für Mitarbeiter über 60 Jahre unterstützt.

Zur Nachfolgegewinnung sind die entwickelnden und produzierenden Einheiten an technischen Fachschulen und Universitäten der Umgebung immer wieder präsent, soweit dies möglich ist, um bei Absolventen im Gespräch zu bleiben. Begleitete Praktika, Bachelor- und Masterarbeiten unterstützen dieses Vorgehen, um die Bekanntheit der Gruppe nach außen zu verbessern, die Möglichkeiten durch die vielfältigen Standorte (auch über Ländergrenzen hinweg) aufzuzeigen und so attraktiv für Bewerber zu sein. Hierfür werden auch Soziale Medien genutzt.

Neben dieser anhaltenden Aufgabenstellung führt die zunehmende Digitalisierung der Produkte zu einer notwendigen Veränderung der Qualifikationen neuer Mitarbeiter, die durch die Verschiebung auch zu vernetzten Softwarelösungen benötigt werden. In diesem Bereich konkurrieren wir mit allen Unternehmen, die sich derzeit verstärkt um Digitalisierung kümmern und einen entsprechenden Mitarbeiterstamm aufbauen wollen. Dies kann Entwicklungen verzögern, da gerade die Kernentwicklungen hierzu nur bedingt fremd vergeben werden können.

3.6. IT-Risiken

Alle Unternehmen arbeiten EDV-gestützt und hängen damit von der immerwährenden Verfügbarkeit von IT-Leistung ab.

Als ERP-System werden unabhängige SAP R/3 Systeme oder andere ERP-Lösungen genutzt, die gewollt nicht gekoppelt sind, um Komplexität zu vermeiden und Risiken zu separieren. Dies gilt auch für CRM-Systeme sowie System-Provider, die für die jeweilige Gesellschaft verantwortlich sind und einen Backup-Betrieb gewährleisten müssen, um bei Cyberattacken jederzeit gewappnet zu sein.

Die Tochtergesellschaften sind für ihre EDV-Umgebung grundsätzlich im Rahmen von generellen Vorgaben eigenverantwortlich und haben dafür Sorge zu tragen, dass der Datenaustausch zwischen Holding und Gesellschaft problemlos gewährleistet ist. In regelmäßigen IT-Strategiegesprächen werden die Weiterentwicklungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten vor allem hinsichtlich Sicherheit bewertet und priorisiert.

Für die tägliche Kommunikation werden im allgemeinen Microsoft-Produkte eingesetzt, die auf eigenen Servern betrieben werden. Unabhängig davon arbeiten die Entwicklungen der jeweiligen Gesellschaften mit jeweils selbst beschafften und angepassten Produkten für die Konstruktion bzw. das Design elektronischer Schaltungen, wie auch mit passenden Geräten für die Fertigungen sowie die Prüfungen von Produkten. Gewonnene Erfahrungen werden gruppenweit ausgetauscht.

Angriffe auf die EDV von außen traten im Jahr 2022 verstärkt auf, so mittelbar in Deutschland bei einem Serviceprovider sowie in der Schweiz bei der Camille Bauer Metrawatt AG. Sie konnten durch getroffene Vorkehrungen stets rechtzeitig identifiziert und durch eingeleitete geeignete Gegenmaßnahmen in ihren Auswirkungen beschränkt werden. Nennenswerte Schäden sind hierdurch nicht entstanden. Dennoch wird dieses Thema weiter mit hoher Sensibilität verfolgt und im Einzelfall bei der Polizei jeweils direkt zur Anzeige gebracht.

3.7. Finanzwirtschaftliche Risiken

Wesentliches Ziel ist der Erhalt der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der Gruppe. Hierbei hilft die Partnerschaft mit dem PE-Haus KLAR Partners Ltd. grundlegend. Notwendige Finanzierungen z. B. für Akquisitionen werden frühzeitig mit den Banken besprochen und gemeinsam strukturiert. Die Zahlungsfähigkeit wird generell durch die bis 2028 laufende neue Finanzierung über das Private-Equity-Haus und Banken einschließlich mittelfristiger Banklinien, interne Vendor-Loans sowie über das vorhandene Eigenkapital sichergestellt.

Die Geschäfte der GMC-Instruments Gruppe werden mehrheitlich, auch mit Kunden im Ausland, in Euro abgewickelt, so dass auf Kundenseite kein signifikantes Währungsrisiko besteht. Ausnahme hiervon ist die Seaward Gruppe, deren Währung GBP spezifischen Einflüssen unterliegt sowie in geringerem Maße GPT mit der Basiswährung USD. Trotz der Bilanzierung in Schweizer Franken (CHF) hängen große Teile der Camille Bauer Metrawatt Umsätze am Euro-Währungsraum, da sich in der EU die Hauptabnehmer befinden. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung wird jedoch intensiver von der Entwicklung der Wechselkurse zum Euro beeinflusst.

Dies gilt generell auch für die Geschäfte der Tochtergesellschaften vor Ort, die jeweils in Landeswährung fakturieren. Bezüglich Zahlungsfristen wird ein konsequentes Mahn- und Vorkasse-Verfahren bei Zahlungszielüberschreitungen betrieben und im Vorfeld wird über Auskünfte die potenzielle Zahlungsfähigkeit der Kunden systematisch analysiert, so dass das Ausfallrisiko sehr limitiert ist.

Für die GMC-Instruments Gruppe insgesamt wirken sich die Wechselkursentwicklungen vor allem zum britischen Pfund, zum US-Dollar, zum Schweizer Franken, sowie nachrangig zum chinesischen Yuan sowie zur tschechischen Krone aus. Das jeweilige Volumen ist jedoch zu klein, um mit kostenpflichtigen Währungssicherungsgeschäften hier risikominimierend tätig werden zu können. Dies bleibt Einzelfällen vorbehalten.

Auch nach der Umstrukturierung der Finanzierung der Gruppe im Jahr 2023 bleibt die Verpflichtung zur Einhaltung definierter Covenants hinsichtlich der Darlehen der Banken erhalten. Diese sind weiterhin quartalsmäßig auf Einhaltung nachzuweisen und können im Verfehlungsfall zu einer Erhöhung des Zinssatzes bis hin zu einer kompletten Kündigung der Kredite führen.

Um dieser Gefahr zu begegnen, erstellen die Unternehmen in Deutschland, der Schweiz, den USA und UK einen rollierenden Cash-Forecast. Dieser bildet die Basis, die Zahlungsströme gruppenweit monatlich zu steuern und, notfalls Investitionen hinauszuschieben oder andere Geldausgaben zeitlich zu verzögern, so dass die Covenants eingehalten werden und die Zahlungsfähigkeit sichergestellt ist.

Aus den Aktivitäten der sonstigen ACG-Gruppe ergeben sich keine zusätzlichen Risiken.

3.8. Sonstige Risiken

Die Zielsetzung, als innovatives Unternehmen zu agieren, das immer wieder neue Produkte auf den Markt bringen möchte, sieht sich die Geschäftsführung mit nicht unerheblichen Risiken aus dem Produktentstehungsprozess konfrontiert. Hier kann es Fehleinschätzungen über die Entwicklungsdauer, erreichbare Herstellungskosten bis hin zu erreichbaren Marktvolumen geben, was an einem neuen Wettbewerbsumfeld, regulatorischen Eingriffen oder gar Einflüssen durch die Pandemien liegen kann. Durch die Aktivierung der für die Entwicklung anfallenden Kosten und deren Abschreibung über eine Frist von in der Regel 5 Jahre sowie die Intensivierung der Entwicklungsarbeit ist die Gefahr für die Notwendigkeit, außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert bei Nichteinhaltung des geplanten Preis- oder Mengengerüstes durchführen zu müssen, in den letzten Jahren signifikant gewachsen.

Um dieses Risiko zu begrenzen, wurden Reporting- und Genehmigungspflichten für die operativen Einheiten eingeführt, die dafür Sorge tragen sollen, dass Projekte sehr viel zeitnäher geprüft werden können und bei Zielabweichungen rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Auch das Projektcontrolling in den einzelnen operativen Einheiten wurde intensiv erweitert, um den neuen Aufgaben und rascheren Entwicklungszyklen, die sich vor allem auch aus dem Prinzip der Agilität ergeben, gewachsen zu sein.

Für bestehende Risiken aus Produkthaftung nach Serienanlauf besteht ebenso Versicherungsschutz wie für Schäden, die zu Betriebsunterbrechungen führen können. Dieser Schutz wird in regelmäßigen Abständen geprüft und bei Bedarf angepasst.

Dennoch können unvorhersehbare Ereignisse wie staatliche Eingriffe und Regularien zur Bekämpfung von Pandemien geplante Vorgehensweisen plötzlich entwerten und zu ungeplanten Aufwendungen und Abschreibungen führen.

Im Umweltschutzbereich legt die GMC-Instruments Gruppe Wert darauf, immer mindestens im Einklang mit den deutschen/europäischen Standards, bzw. mit der jeweiligen lokalen Gesetzgebung zu stehen. Dafür notwendige Investitionen werden zeitnah getätigt. Die GMC-Instruments Gruppe stellt langfristig nutzbare Investitionsgüter her, die aufgrund ihrer Qualität eine lange bis sehr lange Lebensdauer haben und damit auch die natürlichen Ressourcen schonen. Dennoch wird es mittel- bis langfristig nötig, Zusatzmaßnahmen einzuführen, die die Nachhaltigkeit wie auch die Fähigkeit der Produkte zum Recycling weiter steigern und damit rasch die Klimaneutralität unseres Tuns erreichen und nachweisen zu können.

Aufgrund des internationalen Geschäftes sind die operativen Unternehmen der Gruppe zunehmend mit der Compliance-Gesetzgebung in verschiedenen Ländern befasst. Dies betrifft Themen wie Export-/Sanktionskontrolle, Antikorruption, Geldwäsche aber auch weitere Themen wie die Ächtung von Kinderarbeit und Umweltrisiken. Zur Vermeidung hieraus entstehender Risiken wurden Prozeduren installiert, die u. a. die Annahme von Aufträgen von Unternehmen möglichst vorab unterbinden, die auf entsprechend online-zugänglichen Sanktionslisten stehen. Zum anderen werden Schulungsmaßnahmen durchgeführt und Individualverpflichtungen von Mitarbeitern verlangt, die in einem Umfeld arbeiten, das ein entsprechendes Gefährdungspotential aufweist. Entsprechende Erklärungen werden zunehmend auch von Kunden systematisch von unseren Unternehmen eingefordert.

Risiken aus Untersuchungen im Rahmen von kartellrechtlichen Verfahren im europäischen Ausland sind derzeit nicht in Form von Rückstellungen im Konzernabschluss abgebildet.

Zur Vereinfachung und möglichen Standardisierung eigener Maßnahmen beschäftigt sich die GMC-Instruments Gruppe derzeit ergänzend mit den internationalen Maßnahmen gemäß Corporate Social Responsibility (CSR) -Richtlinie der EU sowie den damit einhergehenden Möglichkeiten zum Nachweis der Nachhaltigkeit seines Wirtschaftens, national nach DNK, bzw. alternativ international nach GRI. Die Umsetzung benötigt jedoch speziell für mittelständische Unternehmen zahlreiche Anpassungen, die sehr zeitintensiv sind.

Die GMC-Instruments Gruppe hat im Jahr 2018 eine Berichterstattung aller Gruppenunternehmen zu ausgewählten CSR-Themen eingerichtet und einen entsprechenden Code of Conduct (siehe Link: www.gmc-instruments.com) eingeführt. Dabei wurden neben der Einhaltung des geltenden Rechts auch der ordnungsgemäße Umgang mit Unternehmenseigentum erfragt. Leider ist im Jahr 2022 eine Sachbeschädigung erfolgt bzw. ein Diebstahlvorfall gemeldet worden. Im Umgang mit Geschäftspartnern und Dritten wurden Aspekte des Kartell- und Wettbewerbsrechts und der Produktsicherheit abgefragt. Nachdem im Vorjahr 2021 die Anzahl der regelmäßigen Schulungen zum Code-of-conduct deutlich gegenüber dem Vorjahr erhöht wurde, wurde im Jahr 2002 die Anzahl der Schulungen reduziert. Dies wird im Jahr 2023 wieder intensiviert werden. Im Themengebiet Datenschutz und IT-Sicherheit stehen etwaige Datenschutzvorfälle und IT-Security-Events im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und Abfrage. Wir hatten in einer Gruppengesellschaft einen IT-Security Vorfall, der begrenzte Auswirkungen hatte. Das Themengebiet Menschenrechte, Arbeits- und Sozialstandards umfasst die Situation zur Umsetzung von Chancengleichheit und Vermeidung von Diskriminierung. Die Abfrage im Zusammenhang mit Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ergab, dass wir in der Gruppe insgesamt 6 Arbeitsunfälle mit einem Ausfall von Mitarbeitern von mehr als drei Arbeitstagen hatten. Im Bereich des Umweltschutzes monitoren wir die Umsetzung unserer Energieziele /u.a. den Stromverbrauch) ebenso wie die mengenmäßige und korrekte Entsorgung der Abfälle.

Durch die Auswertung der Ergebnisse dieser Berichterstattung haben wir eine Basis für die Weiterentwicklung der CSR- bzw. ESG-Themen einschließlich der entsprechenden Berichterstattung 2023.

Die gesamte voraussichtliche Entwicklung der GMC-Instruments Gruppe beurteilt die Geschäftsführung vor dem Hintergrund der Positionierung in den Märkten, den erläuterten Chancen in den Märkten und den in der GMC-Instruments Gruppe seit vielen Jahren gelebten Prozessen und Vorgehensweisen, um Chancen umzusetzen sowie um die Risiken zu Erkennen bzw. mit Maßnahmen möglichst vorausschauend darauf zu reagieren, als insgesamt positiv.

Die langfristige Ausrichtung der ACG-Gruppe zielt weiterhin auf Wachstum sowie Ergebnisverbesserung. Die Substanz der Gruppe ermöglicht es, sowohl auf externe Einflüsse wie Risiken oder Krisen zu reagieren, als auch durch nachhaltige Verbesserung und Innovation diese Ausrichtung weiter umzusetzen. Dies konnte in der noch laufenden Corona- und Bauteilkrise aktuell nachgewiesen werden und hat sich u.a. durch die mehrheitliche Beteiligung des Private Equity Hauses KLAR Partners Ltd. an der GMC-Instruments Gruppe erwiesen.

 

Ratingen, den 25. August 2023

Geschäftsführung

Dr.-Ing. Hans-Peter Opitz

Konzernbilanz

AKTIVA

31.12.2022
EUR
EUR Vorjahr
EUR
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.392.317,14 8.097.563,53
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.310.069,97 11.106.625,33
3. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte im Bau 8.889.303,58 8.337.811,32
24.591.690,69 27.542.000,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 356.888,82 413.460,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.359.579,39 1.433.277,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.785.771,81 2.894.184,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 420.927,95 298.905,89
6.923.167,97 5.039.828,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.801,00 287.031,80
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 654.595,75 1.346.994,02
3. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 150.000,00 175.000,00
4. Beteiligungen 481.107,48 0,00
1.313.504,23 1.809.025,82
32.828.362,89 34.390.854,64
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.451.176,63 10.441.728,37
2. Unfertige Erzeugnisse 3.018.473,34 2.286.454,18
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.823.040,39 5.113.094,65
23.292.690,36 17.841.277,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.287.397,86 12.344.173,46
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.547.927,58 5.122.079,23
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.775.557,01 1.567.386,77
19.610.882,45 19.033.639,46
III. Sonstige Wertpapiere 11.542.371,56 12.476.143,19
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.790.990,89 10.925.736,49
66.236.935,26 60.276.796,34
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 584.008,22 771.281,55
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 2.250.836,29 2.245.512,14
101.900.142,66 97.684.444,67

PASSIVA

31.12.2022
EUR
EUR Vorjahr
EUR
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 75.000,00 75.000,00
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 2.815.256,34 2.815.256,33
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 2.449.626,14 3.028.742,51
V. Gewinnvortrag 22.981.615,54 19.574.900,40
VI. Konzernjahresüberschuss 377.174,07 29.698.672,09 3.406.715,14 29.900.614,39
VII. Nicht beherrschende Anteile 254.572,31 228.947,02
29.953.244,40 30.129.561,41
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.435.551,54 1.454.327,31
2. Steuerrückstellungen 969.038,81 831.395,07
3. Sonstige Rückstellungen 6.469.321,07 6.532.574,48
8.873.911,42 8.818.296,86
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.780.180,35 30.137.280,60
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 938.063,47 1.204.169,06
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.961.433,36 6.994.076,28
4. Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital 10.101.388,88 10.101.388,89
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.038.757,21 3.066.853,31
56.819.823,27 51.503.768,14
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 6.253.163,57 7.232.818,26
101.900.142,66 97.684.444,67

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 120.330.792,96 112.598.475,86
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 647.693,23 8.090,93
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 4.551.066,14 3.440.418,55
125.529.552,33 116.046.985,34
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.457.992,94 3.062.661,56
127.987.545,27 119.109.646,90
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 39.117.976,75 35.186.451,18
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.864.110,21 2.634.279,17
41.982.086,96 37.820.730,35
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 44.370.950,16 40.816.133,70
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.879.884,91 7.242.747,66
- davon für Altersversorgung: EUR 959.504,89 (Vorjahr: EUR 930.642,16) -
52.250.835,07 48.058.881,36
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.001.812,50 8.793.495,15
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.142.028,04 18.309.102,76
9. Ertrag aus assoziierten Unternehmen 7.601,73 3.214,30
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.312,50 5.757,87
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 639.296,97 593.730,05
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.612.265,73 178.833,16
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.985.359,84 1.967.060,70
-2.947.414,37 -1.543.191,64
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.194.800,03 1.113.439,28
15. Ergebnis nach Steuern 468.568,30 3.470.806,36
16. Sonstige Steuern 59.471,54 63.636,54
17. Konzernjahresüberschuss 409.096,76 3.407.169,82
18. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn 31.922,69 454,68
19. Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen 377.174,07 3.406.715,14

Konzernanhang

1. Allgemeines

Der vorliegende Konzernabschluss der APRICUM CAPITAL GMBH, Ratingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften gemäß §§ 238 und 290 ff. HGB, unter Beachtung der Regelungen nach §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und nach dem GmbHG unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze erstellt. Das Gliederungsschema des HGB wurde um die Position "Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital" ergänzt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Alle Beträge werden in Euro angegeben.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

2. Konsolidierungskreis

2.1. Umfang des Konsolidierungskreises

In den vorliegenden Konzernabschluss wurden die folgenden Gesellschaften einbezogen:

(Beteiligungsquote 100%, falls nichts anderes erwähnt)

a) Vollkonsolidiert

aa) Inland

• (1) APRICUM CAPITAL GMBH, Ratingen

• (2) Dr. Opitz Management GmbH, Ratingen

• (3) GMC-Instruments GmbH, Nürnberg,

• (4) METRAWATT International GmbH, Nürnberg

• (5) Gossen Metrawatt GmbH, Nürnberg

• (6) GMC-I Service GmbH, Nürnberg

• (7) MTP Messtechnik Produktions GmbH, Nürnberg

• (8) GOSSEN Foto- und Lichtmesstechnik GmbH, Nürnberg

• (9) GMC-I New World Beteiligungs GmbH, Nürnberg

• (10) Kurth Electronic GmbH, Eningen unter Achalm

ab) Ausland

• (11) Camille Bauer Metrawatt AG, Wohlen (CH)

• (12) GMC-Instruments France SARL, Massy (FR)

• (13) GMC-Instruments Nederland B.V., Woerden (NL)

• (14) GMC-Instruments Italia S.r.l., Biassono (IT)

• (15) Electromediciones Kainos S.A.U., Barcelona (ES)

• (16) GMC-merici technika s.r.o., Blansko (CZ)

• (17) GMC-Instruments Austria GmbH, Wien (AT)

• (18) GMC-I PROSys Ltd., Skelmersdale (GB)

• (19) Global Power Technology, Inc., Edison (New Jersey, USA)

• (20) Dranetz Technologies, Inc., Edison (New Jersey, USA)

• (21) Electrotek Concepts Inc., Knoxville (Tennessee, USA)

• (22) GMC-Instruments (Tianjin) Co. Ltd. (Tianjin, P.R. China) Beteiligung 85%

• (23) GMC-Instruments UK Ltd., Peterlee (GB)

• (24) Seaward Electronic Ltd., Peterlee (GB)

• (25) Clare Instruments (U.S.) Inc., Tampa (Florida, USA)

• (26) GMC-I (Shanghai) Power Measurement Co. Ltd. (Shanghai, P.R. China), Beteiligung 85%

b) Nicht einbezogene Tochterunternehmen

• (27) fentus 156. GmbH, Hamburg

• (28) Emeritas GmbH, Ratingen

c) Assoziierte Unternehmen

• (29) AMAC ASIC- und Mikrosensoranwendung Chemnitz GmbH,

Chemnitz (D), Beteiligung 24,9%, erstmaliger Einbezug 1. April 2016

• (30) Windmill Engineering GmbH, Groß Teetzleben/OT Lebbin, Beteiligung 20,0%, erstmaliger Einbezug 1. Januar 2018

Verschmelzung Daytronic Corporation auf Dranetz Technologies Inc.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 4. Juli 2022 wurde die Geschäftsführung der Global Power Technology Inc. bevollmächtigt, die Gesellschaft Daytronic Corporation auf Dranetz Technologies Inc. zu verschmelzen. Die Verschmelzung wurde mittels eines Verwaltungsakts zum 4. August 2022 vollzogen. Die Verschmelzung der Daytronic Corporation wurde im Konzernabschluss eliminiert, so dass die Daytronic Corporation nur formal aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden ist.

Nicht einbezogene Tochterunternehmen

Die fentus 156. GmbH, Hamburg, wird als stille Gesellschaft ohne Geschäftsbetrieb geführt.

Die APRICUM CAPITAL GMBH hält darüber hinaus 100% der Anteile an der Emeritas GmbH, Ratingen. Aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung, die sich daraus ableitet, dass die Gesellschaft keine operative Geschäftstätigkeit ausübt und demnach keine Bedeutung für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat, wird diese Beteiligung nicht konsolidiert.

Beide Gesellschaften werden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 unter den Anteilen an nicht konsolidierten Unternehmen ausgewiesen. Es haben sich keine Auswirkungen auf die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

Assoziierte Unternehmen

Die APRICUM CAPITAL GMBH hält an der Windmill Engineering GmbH, Groß Teetzleben/OT Lebbin, einen Anteil von 20%. Aufgrund der Beteiligungsquote und der Tatsache, dass kein maßgeblicher Einfluss i. S. d. § 311 I HGB ausgeübt wird sowie der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, die sich aus dem Geschäftsmodell dieser Gesellschaft ableitet, wird dieser Anteil unter Anteile an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurde aufgrund aktueller Einschätzungen zur Werthaltigkeit des Anteils eine Abschreibung in Höhe von TEUR 700 vorgenommen. Der Buchwert beträgt nunmehr TEUR 600.

Beteiligungen

Im April 2020 ist die ACG als Kommanditist der Fondsgesellschaft capiton VI GmbH & Co. Beteiligungs KG, Berlin, mit einem maximalen Zeichnungsbetrag von TEUR 1.000 beigetreten. Davon waren zum 31. Dezember 2022 TEUR 481 (Vorjahr: TEUR 259) abgerufen. Der Ausweis erfolgt in dieser Höhe unter den Beteiligungen.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungsstichtag ist der 31. Dezember 2022. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

Der Konsolidierung sind die von den einbezogenen Gesellschaften nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten, von unabhängigen Abschlussprüfern geprüften bzw. einer prüferischen Durchsicht unterzogenen Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2022 zugrunde gelegt worden.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bei den voll konsolidierten Unternehmen für Erwerbe vor 2010 nach der Buchwertmethode und für die Erstkonsolidierungen ab 2010 nach der Neubewertungsmethode. Eine Anpassung der vor 2011 gewählten Methode erfolgte entsprechend der gesetzlichen Vorschriften nicht.

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken, nicht aber die Beherrschung oder die gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse.

Die Anteile des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen werden nach der Equity Methode bilanziert es sei denn, es handelt sich um ein assoziiertes Unternehmen von untergeordneter Bedeutung. Die vom assoziierten Unternehmen angewandten Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Grundsätzen.

Nach der Equity Methode werden Anteile an einem assoziierten Unternehmen bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt. Der Buchwert der Beteiligung wird um die Änderungen des Anteils am Nettovermögen des assoziierten Unternehmens seit dem Erwerbszeitpunkt fortgeführt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Periodenergebnis des assoziierten Unternehmens.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gem. § 303 I HGB gegeneinander aufgerechnet.

Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden gemäß § 305 I HGB die Erlöse aus Innenumsätzen sowie konzerninterne Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Aus dem konzerninternen Lieferverkehr resultierende Zwischenergebnisse sind eliminiert worden.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Konzernabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

Die Bilanzierung und Bewertung der in den konsolidierten Konzernabschluss einbezogenen inländischen Gesellschaften erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes. Für die verbundenen Unternehmen wurde eine Überleitung von den nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) erstellten Jahresabschlüssen bzw. des jeweiligen Teilkonzernabschlusses auf handelsrechtliche Vorschriften für die wesentlichen Abweichungen vorgenommen.

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden unter Inanspruchnahme des Wahlrechtes des § 248 II HGB zu Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von zwei bis fünf Jahren abgeschrieben. Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten einschließlich Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Herstellung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Der Gesamtprozess wurde mittlerweile weitestgehend nach agilen Methoden gestaltet. Dabei wird in aufeinander aufsetzenden Abstimmrunden aller Prozessbeteiligten je Einzelvorgang besprochen, ob es sich um reine Produktpflegemaßnahmen, Vorentwicklungen oder aktivierungsfähige Themen handelt. Dies wird dann durch die Einstufung in eine entsprechende Vorgangsart im eingesetzten Vorgangs- und Projektverfolgungstool (JIRA) dokumentiert und gepflegt. Für Zwecke der Ermittlung der Niederstwerte trifft das Management Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens. Die Prinzipien für die Aktivierung und Überprüfung der Werthaltigkeit wurden grundsätzlich beibehalten.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben. Die Herstellungskosten werden in Höhe der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen. In die Herstellungskosten wurden Material- und Personaleinzelkosten, Einzel-Fremdleistungskosten sowie angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über eine Nutzungsdauer von drei bis 15 Jahren vorgenommen. Zwei entgeltlich erworbene Markenrechte unterliegen einer zeitlich unbegrenzten Nutzungsdauer und werden daher nicht planmäßig abgeschrieben. Die Markenrechte werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft und, soweit notwendig, außerplanmäßig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige steuerlich zulässige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die Einzelkosten für Material und Fertigung, die Sonderkosten der Fertigung und angemessene Teile der Gemeinkosten. Die Nutzungsdauer im Sachanlagevermögen beträgt drei bis fünfzehn Jahre. Neuzugänge werden grundsätzlich pro rata temporis abgeschrieben.

Den Wertansätzen für das Sachanlagevermögen liegen folgende unterstellte Nutzungsdauern zugrunde:

Die unter Grundstücken und Bauten ausgewiesenen Vermögensgegenstände werden entsprechend der Laufzeit der Mietverhältnisse abgeschrieben.

Gebäudeeinrichtungen und Installationen 3-15 Jahre
Maschinen 4-10 Jahre
Mess-/Prüfmittel und Werkzeuge 3- 8 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-15 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Soweit notwendig, werden bei erwarteten dauerhaften Wertminderungen Abschreibungen vorgenommen, die bei Wegfall des Grundes wieder aufgeholt werden.

Die Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niederen beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Als solche werden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren die Wiederbeschaffungskosten, bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten oder niedrigere Wiederherstellungskosten angesetzt.

In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten wurden nicht einbezogen.

Für Lagerbestandsrisiken aus der Lagerdauer und aus verminderter Verwertbarkeit erfolgen Abschläge unter Anwendung eines Reichweitenabwertungsverfahrens.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Die sonstige Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag gemäß § 253 IV HGB i. V. m. § 255 IV HGB angesetzt. Zur Risikominimierung der Anschaffungskosten von einigen volatilen Anlagen wurden Wertpapiere mit gegenläufigen Risiken angeschafft. Diese sind in der gleichen Bilanzposition zu Marktpreisen am Stichtag bewertet (TEUR 109 - Vorjahr TEUR 80).

Liquide Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB).

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 I HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nominalwert mit TEUR 1.000 bilanziert.

Den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Bewertungsannahmen und Bewertungsmethoden für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

01.01.2022 31.12.2022
angewandte Rechnungslegungsstandards HGB HGB
angewandte Bewertungsstandards Projected-Unit- Credit-Method (PUCM)
Abzinssungssatz gemäß RückAbzinsV p.a. (7 Jahre) 1,35% 1,44%
Abzinssungssatz gemäß RückAbzinsV p.a. (10 Jahre) 1,86%-1,87% 1,78%
erwartete Rentensteigerung p.a. 2,00% 2%/2,25%
erwartete Einkommenssteigerung p.a. - -
Steigerung der BBG in der Rentenversicherung - -
Fluktuation keine keine
rechnungsmäßiges Endalter RV-Altersgrenzen- anpassungsgesetz 2007
bzw. 63 Jahre

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren gegenüber dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 82). Die Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Rechnungszinses werden im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bemessen.

Die Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wird vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 II HGB auf den Abschlussstichtag abgezinst. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden auf Basis von Vollkosten ermittelt.

Die pauschalen Rückstellungen für Gewährleistungen wurden basierend auf dem Anteil der tatsächlich angefallenen Gewährleistungskosten im Verhältnis zu den garantiebehafteten Umsatzerlösen der letzten zwei Jahre ermittelt.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die bilanzierten latenten Steuern beziehen sich auf temporäre Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz in den Bilanzposten selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagevermögen, Vorräte, Forderungen, Pensionsrückstellungen, sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Die latenten Steuern wurden mit der aktuell gültigen Ertragsteuerbelastung in den jeweiligen Ländern (Steuersätze liegen zwischen 10,0% und 31,5%), in Deutschland mit einer Gesamtsteuerbelastung von 31,5% für Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag berechnet. Die latenten Steuern werden unsaldiert ausgewiesen (§ 306 S. 2 HGB).

Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Die Aktiv- und Passivposten eines Tochterunternehmens werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag (Konzernbilanzstichtag) in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zum historischen Kurs in Euro umgerechnet. Die Posten der GuV werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die aus der Umrechnung der Aktiv- und Passivposten der Bilanz entstandenen Umrechnungsdifferenzen werden ohne Berührung der GuV direkt im Konzerneigenkapital gesondert erfasst. Aus Vereinfachungsgründen wurden die Aufrechnungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung erfolgswirksam erfasst, um die Erfolgsbeiträge aus den Jahresabschlüssen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu belassen. Die Veränderung zwischen dem Wechselkurs bei Lieferung und dem Kurs am Abschlussstichtag, soweit sie auf das Zwischenergebnis entfällt, wurde erfolgsneutral in die Eigenkapital-Differenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinsten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde bei der GMC-Instruments GmbH in Höhe einer endfälligen Tranche von TEUR 6.500 in gleicher Höhe ein Zinscap abgeschlossen. Für bilanzielle Zwecke wurde eine entsprechende Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB gebildet. Dabei wurde die sogenannte Einfrierungsmethode zugrunde gelegt. Die Effektivität wird durch einen Critical-Term-Match sichergestellt. Sowohl die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als auch das Zinssicherungsgeschäft haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022. Damit wurde eine vollständige Wirksamkeit festgestellt. Infolgedessen waren zum Bilanzstichtag keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden.

5. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (als Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

Nach § 248 II HGB sind im Jahr 2022 selbst geschaffene Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 4.190 (Vorjahr: TEUR 3.615) aktiviert worden. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug in 2022 TEUR 10.124 (Vorjahr: TEUR 10.349).

Die Ausleihungen betreffen eine Ausleihung an die AMAC ASIC- und Mikrosensoranwendung Chemnitz GmbH, Chemnitz, in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 175).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig.

In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Darlehensforderungen gegen die Windmill Engineering GmbH, Groß Teetzleben/OT Lebbin, i. H. v. TEUR 5.548 (Vorjahr: TEUR 5.122) enthalten. Die Forderungen sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Zinsansprüche im Zusammenhang mit dem Darlehen an die Windmill Engineering GmbH (TEUR 113) sowie wirtschaftlich entstandene Zinsansprüche ausgewiesen, die rechtlich erst nach dem 31. Dezember 2022 entstehen (TEUR 16). Bei den Zinsforderungen gegenüber Windmill handelt es sich um Forderungen gegen assoziierte Unternehmen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden im Wesentlichen Bankenprovisionen im Zusammenhang mit dem Konsortialkredit sowie im Zusammenhang mit dem Genussrecht in der GMC-Instruments Gruppe. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend der Laufzeit des Kredits und des Genussrechts.

Latente Steuern

Stand 1.1.2022
TEUR
Veränderungen
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
Stand 31.12.2022
TEUR
I. Aktive latente Steuern
Aktiva
1. Sachanlagen 131 24 0 155
2. Vorräte 826 21 35 882
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 57 0 3 61
4. Verlustvorträge 540 -47 14 507
1.554 -1 52 1.605
Passiva
1. Rückstellungen 332 31 0 363
2. Sonstige Verbindlichkeiten 359 -100 23 282
691 -69 23 645
Total aktive latente Steuern 2.245 -70 75 2.250
II. Passive latente Steuern
Aktiva
1. immaterielle Vermögensgegenstände 6.932 -1.448 14 5.498
2. Sachanlagen 120 56 -7 169
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 69 30 0 99
7.121 -1.362 7 5.766
Passiva
Sonstige Verbindlichkeiten 111 374 2 487
111 374 2 487
Total passive latente Steuern 7.232 -988 9 6.253

Auf folgende Verlustvorträge wurden aktive latente Steuern gebildet:

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge bei der Camille Bauer Metrawatt, AG Wohlen (CH) in Höhe von TEUR 365 (Vorjahr: TEUR 463). Diese sind zeitlich innerhalb von einem bis drei Jahren nutzbar.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge für die GMC-I PROSys Ltd. Skelmersdale (GB) in Höhe von TEUR 142 (Vorjahr: TEUR 78). Diese sind zeitlich innerhalb von zwei bis fünf Jahren nutzbar.

Aufgrund von Unsicherheiten über die mögliche Verlustverrechnung wurde auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in den folgenden Gesellschaften verzichtet:

Global Power Technology, Inc., Kurth Electronic GmbH, GMC-Instruments France SARL und GMC-Instruments Austria GmbH.

Die Global Power Technology Inc. hat steuerliche Verlustvorträge, die überwiegend bis 2028 nutzbar sind.

Die nutzbaren Verlustvorträge der GMC-Instruments France SARL belaufen sich auf TEUR 898 (Vorjahr: TEUR 863) und sind zeitlich unbegrenzt nutzbar.

Die nutzbaren Verlustvorträge der GMC-Instruments Austria GmbH belaufen sich auf TEUR 1.791 (Vorjahr: TEUR 1.712). Die Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar.

Eigenkapital

Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Konzerneigenkapitalspiegel.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen aus dem Sachkostenbereich in Höhe von TEUR 3.314 (Vorjahr: TEUR 3.311) und aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 3.155 (Vorjahr: TEUR 3.221).

Verbindlichkeiten

Im Zusammenhang mit der vereinbarten Rahmenkreditlinie zwischen der APRICUM CAPITAL GMBH und der Deutsche Bank AG wurden folgende Sicherheiten eingeräumt:

- Pfandrecht an Wertpapieren, Sachen und Ansprüchen gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutsche Bank AG,

- Verpfändung von in Wertpapierrechnung verwahrten Wertpapieren in Depots bei der Deutsche Bank AG sowie

- Verpfändung der Geschäftsanteile an der GMC-Instruments GmbH, Nürnberg.

In der GMC-Instruments Gruppe wurde zur Finanzierung des Anteilserwerbs an der METRAWATT Holding GmbH und den damit in Zusammenhang stehenden Transaktionskosten sowie zur laufenden Finanzierung des Geschäftsbetriebes am 16. Mai 2011 ein Konsortialkredit über insgesamt TEUR 38.000 aufgenommen. Dieser Vertrag gilt aktuell in der Fassung des 5. Nachtrages und Neufassung (2. KKV-Neufassung) vom 11. November 2022 über nunmehr TEUR 17.000.

Vertragspartner dieses Vertrages sind als Kreditnehmer und Garanten (jeweils einzeln und gemeinsam) die folgenden Unternehmen der GMC-Instruments Gruppe:

- GMC-Instruments GmbH (auch als Rechtsnachfolger der METRAWATT Holding GmbH)

- METRAWATT International GmbH

- Gossen Metrawatt GmbH (auch als Rechtsnachfolger der GMC-I Messtechnik GmbH)

- Camille Bauer Metrawatt AG

- GMC-I Service GmbH

- MTP Messtechnik Produktions GmbH

- GMC-I PROSys Ltd.

- GMC-I New World Beteiligungs GmbH

- Global Power Technology, Inc.

- Dranetz Technologies, Inc.

- Electrotek Concepts, Inc.

- GOSSEN Foto- und Lichtmesstechnik GmbH

- Kurth Electronic GmbH.

Als zusätzliche Garanten sind folgende Tochterunternehmen der GMC-Instruments Gruppe Vertragspartner des Konsortialkreditvertrages:

- GMC-Instruments UK Ltd. (auch als Rechtsnachfolger der Seaward Holding Company Ltd.)

- Seaward Electronic Ltd.

Der Bestand der Darlehen innerhalb des Teilbereichs GMC-Instruments beläuft sich am 31. Dezember 2022 auf TEUR 14.364 (Vorjahr: TEUR 8.981).

Zur Besicherung der Ansprüche der Gläubiger wurden folgende Sicherheiten eingeräumt:

- Verpfändung der Geschäftsanteile der GMC-Instruments GmbH an der METRAWATT International GmbH und der GOSSEN-Foto- und Lichtmesstechnik GmbH,

- Verpfändung der Geschäftsanteile der METRAWATT International GmbH an der

- Gossen Metrawatt GmbH

- Camille Bauer Metrawatt AG

- GMC-I Service GmbH

- MTP Messtechnik Produktions GmbH

- GMC-I PROSys Ltd. und

- GMC-I New World Beteiligungs GmbH,

- Verpfändung der Geschäftsanteile der Global Power Technology Inc. an der Dranetz Technologies, Inc.,

- Verpfändung der Geschäftsanteile der GMC-Instruments UK Ltd. an der Seaward Electronic Ltd.,

- Globalzession aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen folgender Gruppengesellschaften:

- Gossen Metrawatt GmbH

- Camille Bauer Metrawatt AG

- GMC-I Service GmbH

- MTP Messtechnik Produktions GmbH

- GOSSEN Foto- und Lichtmesstechnik GmbH

- Electromediciones Kainos S.A.U.

- Sicherungsabtretung der Ansprüche auf und aus Gutschriften auf Forderungen

- Sicherungsübereignung des Warenlagers sowie der Maschinen und technischen Anlagen der folgenden Gruppengesellschaften:

- Gossen Metrawatt GmbH

- GMC-I Service GmbH

- MTP Messtechnik Produktions GmbH

- GOSSEN Foto- und Lichtmesstechnik GmbH

- GMC-I PROSys Ltd.

Aus dem Vertrag besteht die Verpflichtung, während der Laufzeit des Kreditvertrages eine Zinssicherung in Höhe von 100% des Volumens der Tranche B1 abzuschließen (Hedging). Ein entsprechendes Zinssicherungsgeschäft (Cap) wurde mit Beginn zum 31. März 2019 abgeschlossen.

Die Inanspruchnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist vollumfänglich durch die gewährten Sicherheiten gedeckt.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den obigen Haftungsverhältnissen wird auf Basis der zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestehenden Erkenntnisse über die Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage der gesamten Unternehmensgruppe und insbesondere aufgrund erwarteter positiver operativer Cashflows in den Jahren 2023 bis 2025 sowie der erwarteten Einhaltung der Kreditverpflichtungen als gering eingestuft.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Als weiteres Finanzierungselement wird unter den Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital das Genussrecht der CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main, über nominal TEUR 10.000 (Vorjahr: TEUR 10.000) zuzüglich einer Erfolgsvergütung von TEUR 101 (Vorjahr: TEUR 101) ausgewiesen. Die aus diesem Genussrechtsvertrag resultierenden schuldrechtlichen Ansprüche begründen keinerlei Gesellschaftsrechte. Die Stückelung beträgt 10.000.000,00 Stück im Nennbetrag von jeweils EUR 1,00. Die Laufzeit der Genussscheine endet nach Ablauf von fünf Jahren, jedoch spätestens am 30. September 2023. Die Verbriefung der Genussrechte ist ausgeschlossen. Auf die Genussrechte erfolgt neben einer jährlichen Erfolgsvergütung auch eine Festvergütung sowie, im Fall der vorzeitigen Rückzahlung, eine Sondervergütung.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 971 (Vorjahr: TEUR 1.148) "Verbindlichkeiten aus Steuern" enthalten.

Weiterhin werden unter sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 559 (Vorjahr: TEUR 554) "Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit" ausgewiesen.

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag mit einer Restlaufzeit von
31.12.2022
EUR
bis 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
davon über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.780.180 35.357.040 423.140 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 938.063 938.063 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.961.433 6.961.433 0 0
Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital 10.101.389 10.101.389 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 3.038.757 3.038.757 0 0
Summe 56.819.822 56.396.682 423.140 0
Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag mit einer Restlaufzeit von
31.12.2021
EUR
bis 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
davon über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.137.281 29.733.965 322.656 80.660
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.204.169 1.204.169 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.994.076 6.994.076 0 0
Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital 10.101.389 101.389 10.000.000 0
Sonstige Verbindlichkeiten 3.066.853 3.066.853 0 0
Summe 51.503.768 41.100.452 10.322.656 80.660

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse (vor Erlösschmälerungen) wurden zu 49,0% (Vorjahr: 48,6%) auf inländischen und zu 51,0% (Vorjahr: 51,4%) auf ausländischen Märkten erzielt.

Umsätze nach Kategorien 2022
EUR
2021
EUR
Umsätze aus Warenlieferungen 100.590.386 94.968.052
Umsätze aus Serviceleistungen 19.650.763 17.519.226
Sonstige Umsätze 89.644 111.198
Summe 120.330.793 112.598.476

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 443 (Vorjahr: TEUR 1.326) enthalten.

Weiterhin werden Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren und Fondsanteilen (realisierte Kursgewinne) in Höhe von TEUR 327 (Vorjahr: TEUR 915) ausgewiesen.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erstattungen von Arbeitgeberanteilen zur Sozialversicherung im Rahmen der Kurzarbeit in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 144) ausgewiesen.

Periodenfremde Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge in Höhe von TEUR 238 (Vorjahr: TEUR 251) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen die periodenfremden Erträge aus einer Zahlung in Höhe von TEUR 712 (Vorjahr: TEUR 0) als Ausgleichszahlung für die Bereitschaft den Mietvertrag für das Gebäude in Edison (New Jersey, USA) zu verkürzen und noch im Jahr 2022 an einen anderen Standort zu ziehen, enthalten.

Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen die periodenfremden Erträge aus Geldeingängen aus abgeschriebenen Forderungen aus den Vorjahren in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2) enthalten.

Außerplanmäßige Abschreibungen

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen aus der Ermittlung der Niederstwerte der aktivierten Entwicklungsprojekte in Höhe von TEUR 736 (Vorjahr: TEUR 53) sowie aus der Ermittlung der Niederstwerte von entgeltlich erworbenen Schutzrechten in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 85) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 294 (Vorjahr: TEUR 142) enthalten.

Im Jahr 2022 sind im sonstigen betrieblichen Aufwand Honorare an den Abschlussprüfer in Höhe von TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 171) für die Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 34) für Steuerberatungsleistungen und für sonstige Leistungen TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 6) enthalten.

Zinsergebnis

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.985 (Vorjahr: TEUR 1.967) sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 20) sowie Zinsaufwendungen an Genussrechtskapitalgeber in Höhe von TEUR 862 (Vorjahr: TEUR 831) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der im Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthaltene Ertrag für latente Steuern beträgt TEUR 985 (Vorjahr: Ertrag TEUR 669).

Steuerüberleitungsrechnung

Unter der Annahme, dass das Ergebnis durchgängig den in den jeweiligen Ländern unterliegenden Steuersätzen unterworfen ist, würde sich im Vergleich vom tatsächlich ermittelten Steueraufwand folgende Steuerquote ergeben:

2022 2021
Ertragsteuerbelastung TEUR % TEUR %
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.604 100,0 4.521 100,0
laufende Ertragsteuern -1.195 -74,5 -1.113 -24,3
tatsächliche Steuerquote -74,5 -24,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.604 100,0 4.521 100,0
erwarteter Ertragsteueraufwand -505 31,5 -1.424 31,5
Differenz Ertragsteuern 690 -311
Überleitungsrechnung:
Steuerfreie Erträge und Aufwendungen -180 -17
Steuerliche Zu- und Abrechnungen 1.567 1.663
Im Geschäftsjahr angefallene, nicht aktivierte
steuerliche Verluste 0 367
Steuernachzahlungen bzw. Steuererstattungen für
Vorjahre -170 175
Unterschied aus Steuersätzen -681 -1.273
Nutzung von Verlustvorträgen, die in
Vorjahren nicht aktiviert wurden 0 -1
Sonstige Steuereffekte 154 -1.225
Total 690 -311

6. Weitere Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden Bürgschaftsverpflichtungen zugunsten Dritter in Höhe von TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 276).

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus dem genannten Haftungsverhältnis wird auf Basis der zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestehenden Erkenntnisse über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der anderen Schuldner und insbesondere aufgrund erwarteter positiver operativer Cashflows in den Jahren 2023 bis 2025 sowie der erwarteten Einhaltung der Kreditverpflichtungen als gering eingestuft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 13.520 (Vorjahr: TEUR 15.660) sowie aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.651 (Vorjahr: TEUR 1.450).

Durchschnittlicher Personalstand 2022

Die Unternehmen der APRICUM CAPITAL-Gruppe beschäftigten im Jahresdurchschnitt 763 (Vorjahr: 761) Mitarbeiter zuzüglich 19 (Vorjahr: 15) Auszubildende. Davon entfallen 354 (Vorjahr: 346) auf den Bereich Produktion, 232 (Vorjahr: 237) auf den Bereich Verkauf und Marketing, 103 (Vorjahr: 102) auf den Bereich Forschung und Entwicklung sowie 93 (Vorjahr: 91) auf den Bereich Administration.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag i. S. d. § 314 I Nr. 25 HGB

Im Jahr 2023 wurde die Beteiligung an der GMC-Instruments GmbH, Nürnberg, und damit an dem einzigen operativen Bereich des Konzerns an einen fremden Investor veräußert. Im Rahmen dieses Kaufes erwarb die APRICUM CAPITAL GmbH eine Minderheitsbeteiligung an der neuen Konzernholding der GMC-I Gruppe.

Mitglied des Geschäftsführungsorgans

Der Geschäftsführung des Mutterunternehmens gehörte im Geschäftsjahr 2022 an:

Dr.-Ing. Hans-Peter Opitz, Ratingen.

Auf die Angabe der Geschäftsführer-Vergütung wird nach § 314 III HGB unter Anwendung des § 286 IV HGB verzichtet.

Anwendung der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB

Für das Tochterunternehmen Dr. Opitz Management GmbH, Ratingen, wurde von dem Wahlrecht zur Befreiung von der Offenlegungspflicht des Jahresabschlusses gemäß § 264 III HGB Gebrauch gemacht.

Folgende Tochtergesellschaften im Teilkonzern der GMC-Instruments GmbH haben für das Geschäftsjahr die Befreiungsvorschrift des § 264 III HGB in Anspruch genommen und auf die Erstellung eines eigenen Lageberichtes sowie die Offenlegung des Jahresabschlusses - soweit sie dazu verpflichtet sind - verzichtet:

- METRAWATT International GmbH, Nürnberg (D)

- Gossen Metrawatt GmbH, Nürnberg (D)

- GMC-I Service GmbH, Nürnberg (D)

- MTP Messtechnik Produktions GmbH, Nürnberg (D)

- GMC-I New World Beteiligungs GmbH, Nürnberg (D)

- GOSSEN Foto- und Lichtmesstechnik GmbH, Nürnberg (D)

- Kurth Electronic GmbH, Eningen u. A., (D)

Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist unter www.bundesanzeiger.de abrufbar.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen erfolgten zu marktüblichen Konditionen.

Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens

Es ist vorgesehen, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ratingen, 25. August 2023

APRICUM CAPITAL GMBH

Geschäftsführung

Dr.-Ing. Hans-Peter Opitz

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1.1.2022
EUR
Kursdifferenz
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 55.818.931 811.158 762.159 2.076.831
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.790.521 366.675 128.962 0
3. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte im Bau 9.137.450 -63.635 3.428.122 -2.076.831
4. Geschäfts- oder Firmenwert 39.263.015 0 0 0
146.009.917 1.114.198 4.319.243 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 929.125 -46.237 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.829.358 70.376 1.344.903 48.068
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.782.184 186.046 858.497 1.203.184
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 298.906 151 1.373.122 -1.251.252
22.839.573 210.336 3.576.522 0
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 551.735 0 40.000 -259.231
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.346.993 0 7.602 0
3. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 175.000 0 0 0
4. Beteiligungen 0 0 221.877 259.231
2.073.728 0 269.479 0
Summe Anlagevermögen 170.923.218 1.324.534 8.165.243 0
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 59.469.079
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 42.286.158
3. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte im Bau -123.593 10.548.699
4. Geschäfts- oder Firmenwert 0 39.263.015
-123.593 151.566.951
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0 882.888
2. Technische Anlagen und Maschinen -101.251 8.393.956
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -136.560 16.893.351
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 420.927
-237.811 26.591.122
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 332.504
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 1.354.595
3. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen -25.000 150.000
4. Beteiligungen 0 481.108
-25.000 2.318.207
Summe Anlagevermögen -386.404 180.476.280
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2022
EUR
Kursdifferenz
EUR
Zugänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 47.721.367 664.767 3.690.627
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.683.896 334.849 2.957.343
3. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte im Bau 799.638 0 736.164
4. Geschäfts- oder Firmenwert 39.263.015 0 0
118.467.916 999.616 7.384.134
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 515.664 -28.384 38.719
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.396.081 116.937 420.108
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.887.999 196.936 1.158.852
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
17.799.744 285.489 1.617.679
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 264.703 0 40.000
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 700.000
3. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0 0
4. Beteiligungen 0 0 0
264.703 0 740.000
Summe Anlagevermögen 136.532.363 1.285.105 9.741.813
Kumulierte Abschreibungen
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 52.076.761
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 33.976.088
3. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und -123.593 1.659.395
ähnliche Rechte und Werte im Bau
4. Geschäfts- oder Firmenwert 0 39.263.015
-123.593 126.975.259
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0 525.999
2. Technische Anlagen und Maschinen -101.251 6.034.377
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -136.208 13.107.579
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0
-237.459 19.667.955
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 304.703
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 700.000
3. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0
4. Beteiligungen 0 0
0 1.004.703
Summe Anlagevermögen -361.052 147.647.916
Buchwerte Buchwerte
31.12.2022
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.392.318 8.097.564
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.310.070 11.106.625
3. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und 8.889.304 8.337.812
ähnliche Rechte und Werte im Bau
4. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
24.591.692 27.542.001
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 356.889 413.461
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.359.579 1.433.277
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.785.772 2.894.184
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 420.927 298.906
6.923.167 5.039.828
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.801 287.032
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 654.595 1.346.993
3. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 150.000 175.000
4. Beteiligungen 481.108 0
1.313.504 1.809.025
Summe Anlagevermögen 32.828.363 34.390.854
Konzerneigenkapitalspiegel Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
EUR
Rücklagen Kapitalrücklage
EUR
andere Gewinnrücklagen
EUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR
Stand 1.1.2021 1.000.000,00 75.000,00 2.815.256,34 2.003.947,54
Umgliederungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 1.024.794,97
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 1.1.2022 1.000.000,00 75.000,00 2.815.256,34 3.028.742,51
Umgliederungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 -579.116,37
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2022 1.000.000,00 75.000,00 2.815.256,34 2.449.626,14
Gewinnvortrag
EUR
Konzernergebnis, das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
EUR
Summe
EUR
Stand 1.1.2021 21.848.025,03 -2.273.124,63 25.469.104,28
Umgliederungen -2.273.124,63 2.273.124,63 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 1.024.794,97
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 3.406.715,14 3.406.715,14
Stand 1.1.2022 19.574.900,40 3.406.715,14 29.900.614,39
Umgliederungen 3.406.715,14 -3.406.715,14 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -579.116,37
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernüberschuss 0,00 377.174,07 377.174,07
Stand 31.12.2022 22.981.615,54 377.174,07 29.698.672,09
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
EUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung
EUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne
EUR
Summe
EUR
Summe
EUR
Stand 1.1.2021 173.329,01 -693,53 32.265,63 204.901,11 25.674.005,39
Umgliederungen 32.265,63 0,00 -32.265,63 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 23.591,23 0,00 23.591,23 1.048.386,20
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 454,68 454,68 3.407.169,82
Stand 1.1.2022 205.594,64 22.897,70 454,68 228.947,02 30.129.561,41
Umgliederungen 454,68 0,00 -454,68 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 -6.297,40 0,00 -6.297,40 -585.413,77
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 31.922,69 31.922,69 409.096,76
Stand 31.12.2022 206.049,32 16.600,30 31.922,69 254.572,31 29.953.244,40

Konzern-Kapitalflussrechnung

2022
TEUR
2021
TEUR
1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 409 3.407
2. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens +9.742 +8.793
3. Abnahme/Zunahme der Rückstellungen -38 379
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -94 +75
5. Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind -5.732 -3.923
6. Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind -949 48
7. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1 -7
8. Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.343 1.368
9. Ertragsteueraufwand/-ertrag -1.195 -139
10. Ertragsteuerzahlungen 413 -502
11. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit +3.898 +9.499
12. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -4.319 -3.707
13. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1 8
14. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.577 -1.284
15. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -269 -260
16. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 25 132
17. Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 934 0
18. Erhaltene Zinsen 188 204
19. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -7.017 -4.907
20. Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 7.289 0
21. Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -2.000 -9.500
22. Gezahlte Zinsen -1.482 -1.605
23. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 3.807 -11.105
24. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 688 -6.513
25. Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -105 480
26. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 10.926 16.959
27. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 11.509 10.926
Finanzmittelfonds TEUR TEUR
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.791 10.926
Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten -282 0
11.509 10.926

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die APRICUM CAPITAL GMBH, Ratingen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der APRICUM CAPITAL GMBH, Ratingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der APRICUM CAPITAL GMBH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

― entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

― vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

― identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

― gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

― beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

― ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

― beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

― holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

― beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

― führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 25. August 2023

Fritz, Wirtschaftsprüfer

Wulfmeier, Wirtschaftsprüfer

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