All4Labels Hamburg GmbH & Co. KG.
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eugen Zeller seit 27.7.2021 | Geschäftsführer |
Günther Matthias Dr. Weymans seit 11.8.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Aerobic BidCo SARL | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
All4Labels HoldCo GmbHWitzhaveKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KonzernbilanzAktiva
Passiva
Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Gesamtergebnis
Konzern Kapitalflussrechnung
Anhang zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021Inhalt A. Berichtendes Unternehmen B. Grundlage der Aufstellung C. Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze D. Schätzungen und Beurteilungen E. Angaben zur Konzernbilanz F. Angaben zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung G. Finanzinstrumente - Beizulegende Zeitwerte und Risikomanagement H. Leasingverhältnisse I. Sonstige Angaben A. Berichtendes Unternehmen Die All4Labels HoldCo GmbH 1 , Witzhave, (im Folgenden auch als "All4Labels" oder das "Unternehmen" bezeichnet) ist eine in Deutschland ansässige Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit eingetragenem Sitz in der Möllner Landstraße 15, 22969 Witzhave, Deutschland. Das Unternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck (unter HRB 19248 HL) eingetragen. Die Gründung des Unternehmens erfolgte zum 22. Februar 2019. Dieser Konzernabschluss per 31. Dezember 2021 umfasst die All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, sowie ihre Tochtergesellschaften, Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint-Ventures (im Folgenden zusammenfassend als "All4Labels Gruppe", "Konzern" oder "Gruppe" bezeichnet). Die All4Labels Gruppe ist einer der weltweit führenden Etikettenhersteller und Pionier im Bereich Digitaldrucklösungen mit einer Spezialisierung auf die Branchen Home Care, Personal Care, Food und Beverage. Die Gruppe verfügt über ein globales Netzwerk von 29 Produktionsstandorten (Vj.: 29), an denen rund 3.200 (Vj.: 3.000) Mitarbeiter beschäftigt werden. Die All4Labels Gruppe ist ein langjähriger Partner für lokale und multinationale Kunden in Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika. Das Unternehmen wird von seinen Kunden zunehmend als One-Stop-Shop für innovative Verpackungslösungen für Selbstklebeetiketten, Shrink Sleeves, Sicherheitsetiketten und flexible Verpackungslösungen anerkannt. Dieser Konzernabschluss wurde zum 29. April 2022 durch die Geschäftsführung aufgestellt und freigegeben. B. Grundlage der Aufstellung 1. Entsprechungserklärung Übereinstimmend mit § 315e Abs. 3 in Verbindung mit § 315e Abs. 1 des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) wurde der Konzernabschluss der All4Labels Gruppe für das am 31. Dezember 2021 endende Jahr nach Maßgabe der internationalen Rechnungslegungsstandards (International Financial Reporting Standards - IFRS), die in der Europäischen Union (EU) durch Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rats betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards angenommen wurden, sowie der zusätzlichen Vorgaben des deutschen Handelsrechts aufgestellt. Der Begriff "IFRS" beinhaltet alle geltenden internationalen Berichtsstandards (International Reporting Standards) und internationalen Rechnungslegungsstandards (International Accounting Standards - IAS) sowie alle Interpretationen und Änderungen durch das IFRS Interpretations Committee (IFRIC) und das frühere Standing Interpretations Committee (SIC). Auch die Eröffnungsbilanz wurde auf Grundlage dieser Standards ermittelt. 2. Allgemeine Darstellung Dieser Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt, der funktionalen Währung und der Berichtswährung der Muttergesellschaft der All4Labels Gruppe. Sofern nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Konzernbilanz ist nach dem Fristigkeitsprinzip gegliedert. Die Abschlüsse aller Gruppenunternehmen, für die dieser Konzernabschluss gilt, wurden zum gleichen Stichtag wie dieser Konzernabschluss aufgestellt. Da die Beträge (in TEUR) und Prozentsätze gerundet wurden, können Rundungsdifferenzen bestehen. 3. Unternehmenszusammenschlüsse a. Etichettificio Dany S.r.l. Mit Closing vom 28. Juli 2021 erwarb die All4Labels Italy NMS S.r.l., Nocera Superiore/Italien, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, 100 % der Anteile und Stimmrechte an der Etichettificio Dany S.r.l., Riccione/Italien. So erlangte die All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, die Beherrschung bzw. die Kontrolle über die Etichettificio Dany S.r.l., Riccione/Italien. Durch die Übernahme von Etichettificio Dany S.r.l., Riccione/Italien, Italiens führendem Hersteller von Haftetiketten für lokale Kunden in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie der Haushalts- und Körperpflegeindustrie, baut All4Labels sein Angebot an Etiketten für verschiedene Branchen weiter aus. Aufgrund der Kombination von langjähriger Expertise und Marktkenntnis mit langjährigen Kundenbeziehungen, wird sie dazu beitragen, die Position von All4Labels in diesen wirtschaftlich attraktiven Bereichen zu stärken. Für die 5 Monate bis zum 31. Dezember 2021 steuerte die Etichettificio Dany S.r.l., Riccione/Italien, Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 5,2 und Gewinne in Höhe von Mio. EUR 0,3 zu den Ergebnissen des Konzerns bei. Wenn die Übernahme am 1. Januar 2021 erfolgt wäre, schätzt das Management, dass der Beitrag zum Konzernumsatz in Höhe von Mio. EUR 12,3 und der Gewinn-Beitrag zum Konzernergebnis für das Geschäftsjahr in Höhe von Mio. EUR 1,1 ausgefallen wären. Bei der Ermittlung dieser Beträge ist das Management davon ausgegangen, dass die vorläufig bestimmten Zeitwertanpassungen, zu denen es am Übernahmedatum kam, gleich ausgefallen wären, wenn die Übernahme am 1. Januar 2021 erfolgt wäre. i. Übertragene Gegenleistungen Nachstehend sind die zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte jeder Hauptgruppe von Gegenleistungen zusammengefasst:
Ein Betrag in Höhe von Mio. EUR 6,0 wurde als Reinvestition der Veräußerer in All4Labels mittels Kapitaleinlage und Gesellschafterdarlehen wieder eingelegt. ii. Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Verbindlichkeiten Die verfügbaren Informationen zur Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert sind bei Aufstellung des Konzernabschlusses vorläufig ermittelt worden. Nachstehend sind die nach erfolgter Purchase Price Allocation (PPA) vorläufig erfassten Beträge der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden im Erwerbszeitpunkt zusammengefasst:
Die verwendeten Bewertungstechniken zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes der erworbenen wesentlichen Vermögenswerte waren dabei wie folgt:
Auf Grundlage der bekannten Informationen hat die All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, keine Eventualverbindlichkeiten übernommen. iii. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Anschaffungsnebenkosten Dem All4Labels-Konzern entstanden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von Mio. EUR 0,3 für Rechts- und Beratungskosten sowie Due-Diligence-Kosten. Diese Kosten sind im Posten "Verwaltungskosten" erfasst. iv. Geschäfts- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde infolge des Erwerbs wie folgt erfasst:
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert im Wesentlichen aus dem Produktions-Know-How von der Etichettificio Dany S.r.l., Riccione/Italien, sowie dem damit verbundenen Potenzial neue Kunden in den Bereichen zu gewinnen. Es wird erwartet, dass keiner der erfassten Geschäfts- oder Firmenwerte für steuerliche Zwecke ab-zugsfähig ist. b. All4Labels Russia OOO All4Labels Russia OOO, St. Petersburg, Russland, war bis zum 31. Juli 2021 ein assoziiertes Unternehmen, über das der Konzern Anteile von 51 % verfügte. Gemäß Vorgaben des Gesellschaftsvertrages waren wesentliche Entscheidungen einstimmig zu treffen. Der Konzern hatte daher keine Verfügungsmacht über das Unternehmen. Mit einer Satzungsänderung zum 04. August 2021 erlangte die All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, mittelbar über die All4Labels Solingen GmbH die Beherrschung gem. IFRS 3.43 ohne Übertragung einer Gegenleistung. Der Konzern verfügt weiterhin über 51 % der Anteile. Insoweit ist die All4Labels Russia OOO, St. Petersburg, Russland, kein assoziiertes Unternehmen mehr, sondern eine Tochtergesellschaft, die ab dem 1. August 2021 im Rahmen der Erwerbsmethode vollkonsolidiert wird. Im Rahmen dieser Erstkonsolidierung erfolgte eine Neubewertung aller Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert. Die All4Labels Russia OOO, St. Petersburg, Russland, engagiert sich hauptsächlich in der Herstellung und dem Handel mit bedruckten Verpackungslösungen in Russland mit Hauptaugenmerk auf multinationale Kunden. Hier stellt All4Labels Russia OOO, St. Petersburg, Russland, drucksensible Etiketten, Shrink-Sleeves und andere Arten der Verpackung her. All4Labels Russia OOO, St. Petersburg, Russland, ist nicht börsennotiert. Für die 5 Monate bis zum 31. Dezember 2021 steuerte die All4Labels Russia OOO, St. Petersburg, Russland, Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 4,4 und einen Gewinn in Höhe von TEUR 43,2 zu den Ergebnissen des Konzerns bei. Wenn die Übernahme am 1. Januar 2021 erfolgt wäre, schätzt das Management, dass der Beitrag zum Konzernumsatz in Höhe von Mio. EUR 11,1 und der Gewinn-Beitrag zum Konzernergebnis für das Geschäftsjahr in Höhe von Mio. EUR 0,5 ausgefallen wären. Bei der Ermittlung dieser Beträge ist das Management davon ausgegangen, dass die vorläufig bestimmten Zeitwertanpassungen, zu denen es am Übernahmedatum kam, gleich ausgefallen wären, wenn die Übernahme am 1. Januar 2021 erfolgt wäre. i. Übertragene Gegenleistungen Die Satzungsänderung zum 04. August 2021 erfolgte ohne Gegenleistung. ii. Gewinn aus dem Abgang der At-Equity Anteile Die für den Übergang von der Finanzinvestition auf die Vollkonsolidierung anzuwendenden Konsolidierungsregeln gem. IFRS 3.42 sind auch für den Wechsel von der Equity-Methode auf die Vollkonsolidierung infolge des Zukaufs von Anteilen anzuwenden. Dies bedeutet, dass die bisherige Equity-Bewertung, mit der auch die Kapitalkonsolidierung zum damaligen Erwerbszeitpunkt der Altanteile und deren Fortführung auf den Übergangskonsolidierungsstichtag verbunden war, vollständig ergebniswirksam erfasst wird. Der ermittelte Betrag aus dem Abgang von den At-Equity Anteilen beläuft sich auf Mio. EUR -0,8 und wird in der Gesamtergebnisrechnung unter der Position "Ergebnis aus der Erstkonsolidierung" ausgewiesen. iii. i. Ausgegebene Eigenkapitalinstrumente Der beizulegende Zeitwert der ausgegebenen Eigenkapitalanteile an der All4Labels Russia OOO, St. Petersburg, Russland, basierte auf einem Ertragswertverfahren zum 1. August 2021. iv. Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Verbindlichkeiten Die verfügbaren Informationen zur Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert sind bei Aufstellung des Konzernabschlusses final ermittelt worden. In der nachstehenden Tabelle sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten am Übernahmedatum zusammengefasst:
Die verwendeten Bewertungstechniken zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes der erworbenen wesentlichen Vermögenswerte waren dabei wie folgt:
Zum Erwerbszeitpunkt bestehen keine als uneinbringlich klassifizierte Forderungen. Auf Grundlage der bekannten Informationen hat die All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, keine Eventualverbindlichkeiten übernommen. v. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Anschaffungsnebenkosten Dem All4Labels-Konzern entstanden keine berichtspflichtigen Anschaffungsnebenkosten. vi. Geschäfts- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde infolge des Erwerbs wie folgt erfasst:
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich aus erwarteten Synergien aus der vollständigen Eingliederung des Unternehmens in das bestehende Geschäft des Konzerns. Es wird erwartet, dass keiner der erfassten Geschäfts- oder Firmenwerte für steuerliche Zwecke abzugsfähig ist. c. Labelprint24 Gruppe Mit Closing vom 22. November 2021 erwarb die All4Labels Online HoldCo GmbH, Witzhave, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, 74,99 % der Anteile und Stimmrechte an der Harder Online GmbH, Zeithain. So erlangte All4Labels Online HoldCo GmbH, Witzhave, die Beherrschung bzw. Kontrolle über Harder Online GmbH, Zeithain. Die Labelprint24 Gruppe umfasst fünf Unternehmen, die hauptsächlich Verpackungsmaterial herstellen (z. B. Etiketten, Faltschachteln und Doypacks). Die Hauptproduktion und der Vertrieb ist die Harder Online GmbH mit Sitz in Zeithain. Die harder online Schweiz GmbH, Alpnach/ Schweiz, vertreibt die Produkte der Harder Online GmbH, Zeithain, auf dem Schweizer Markt. Die harder online tubes GmbH, Zeithain, fertigt Laminattuben an. Der Geschäftsschwerpunkt der zebrahouse s.r.o., Ústí nad Labem-město/ Tschechien, bezieht sich auf die interne Entwicklung von Softwarelösungen der Labelprint24 Gruppe. Die pack-on GmbH, Weingarten, fungiert als Online-Plattform für den Vertrieb von Standardprodukten mit geringer Beratungsintensität. Aufgrund der Beherrschung von All4Labels Online HoldCo GmbH, Witzhave, hat die All4Labels Gruppe die Möglichkeit wirtschaftliche und produktionsbezogene Synergien zu erzielen und das Potenzial des Produktportfolios zu erweitern. Für den Monat Dezember 2021 steuerte die Labelprint24 Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 1,5 und Gewinne in Höhe von Mio. EUR 0,2 zu den Ergebnissen des Konzerns bei. Wenn die Übernahme am 1. Januar 2021 erfolgt wäre, schätzt das Management, dass der Beitrag zum Konzernumsatz in Höhe von Mio. EUR 15,2 und der Gewinn-Beitrag zum Konzernergebnis für das Geschäftsjahr in Höhe von Mio. EUR 1,3 ausgefallen wären. Bei der Ermittlung dieser Beträge ist das Management davon ausgegangen, dass die bestimmten Zeitwertanpassungen, zu denen es am Übernahmedatum kam, gleich ausgefallen wären, wenn die Übernahme am 1. Januar 2021 erfolgt wäre. i. Übertragene Gegenleistungen Nachstehend sind die zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte jeder Hauptgruppe von Gegenleistungen zusammengefasst:
ii. Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Verbindlichkeiten Die verfügbaren Informationen zur Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert sind bei Aufstellung des Konzernabschlusses vorläufig ermittelt worden. Nachstehend sind die nach erfolgter Purchase Price Allocation (PPA) vorläufig erfassten Beträge der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden im Erwerbszeitpunkt zusammengefasst:
Die verwendeten Bewertungstechniken zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes der erworbenen wesentlichen Vermögenswerte waren dabei wie folgt:
Auf Grundlage der bekannten Informationen hat die All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, keine Eventualverbindlichkeiten übernommen. iii. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Anschaffungsnebenkosten Dem All4Labels-Konzern entstanden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von Mio. EUR 0,9 für Rechts- und Beratungskosten sowie Due-Diligence-Kosten. Diese Kosten sind im Posten "Verwaltungskosten" erfasst. iv. Geschäfts- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde infolge des Erwerbs wie folgt erfasst:
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert im Wesentlichen aus dem Produktions-Know-How von der Labelprint24 Gruppe, sowie dem damit verbundenen Potenzial neue Kunden in den Bereichen zu gewinnen. Es wird erwartet, dass keiner der erfassten Geschäfts- oder Firmenwerte für steuerliche Zwecke abzugsfähig ist. 4. Anwendung der IFRS Die All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, - in ihrer Eigenschaft als oberste Muttergesellschaft - ist verpflichtet, den Konzernabschluss nach Maßgabe der Bestimmungen aus § 290 Abs. (1) HGB aufzustellen. In Übereinstimmung mit § 315e Abs. (3) HGB hat das Unternehmen die Bilanzierungsoption der Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß IFRS gewählt. 5. Neue IFRS-Rechnungslegungsvorschriften im Geschäftsjahr 2021 Die folgenden vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen Standards und Änderungen an bestehenden Standards hatte die All4Labels-Gruppe für das Geschäftsjahr 2021 erstmalig verpflichtend anzuwenden:
Die erstmalige Anwendung der genannten Standards und Änderungen hatte keinen wesentlichen Einfluss auf den vorliegenden Abschluss. 6. Neue IFRS-Rechnungslegungsvorschriften mit EU-Endorsement ab dem Geschäftsjahr 2022 Die All4Labels-Gruppe ist noch nicht verpflichtet, die folgenden vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen Standards und Änderungen an bestehenden Standards in ihrem Abschluss für das Geschäftsjahr 2021 anzuwenden, und keiner wurde vorzeitig angewendet.
Die All4Labels-Gruppe erwartet keine wesentlichen Einflüsse auf den Konzernabschluss des Folgejahres aus der erstmaligen Anwendung der vorbezeichneten neuen Standards und Änderungen. 7. Neue IFRS-Rechnungslegungsvorschriften ohne EU-Endorsement Darüber hinaus hat das IASB die folgenden neuen Standards und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, die zum Zeitpunkt der Freigabe dieses Konzernabschlusses zur Veröffentlichung noch nicht von der EU übernommen wurden. Die Gesellschaft hat keinen dieser Standards vorzeitig angewandt und plant derzeit auch keine vorzeitige Anwendung dieser Standards.
Die All4Labels-Gruppe erwartet zum heutigen Zeitpunkt keine wesentlichen Einflüsse auf zukünftige Konzernabschlüsse aus der erstmaligen Anwendung der genannten, noch durch die EU freizugebenen Standards und Änderungen. 8. Konsolidierungskreis a. Konsolidierungsgrundsätze i. Unternehmenszusammenschlüsse Die All4Labels Gruppe bilanziert Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode, wenn die Kontrolle auf die Gruppe übergegangen ist. Die beim Erwerb übertragene Gegenleistung wird generell zum (beizulegenden) Zeitwert bewertet, wie auch die identifizierbaren erworbenen Nettovermögenswerte. Mit dem Erwerb verbundene Anschaffungsnebenkosten werden als ergebniswirksam erfasst und als "Verwaltungskosten" gebucht, außer wenn sie auf die Emission von Schuldverschreibungen oder Eigenkapitalinstrumenten (equity securities) bezogen sind. Alle Gewinne aus Erwerben zu einem Preis unter Marktpreis werden unmittelbar unter Gewinnen oder Verlusten erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zunächst zu den Anschaffungskosten (d.h. der Mehrbetrag, der die Summe aus der übertragenen Gegenleistung und dem Betrag übersteigt, der für Minderheitsbeteiligungen und frühere Beteiligungen an den identifizierbaren erworbenen Nettovermögenswerten und übernommenen Verbindlichkeiten angegeben wird) bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu den Anschaffungskosten abzüglich aller eventuell kumulierten Wertminderungen bewertet. Die übertragene Gegenleistung beinhaltet keine Beträge in Verbindung mit der Erfüllung zuvor bestehender Beziehungen. Solche Beträge werden generell unter Gewinnen oder Verlusten bilanziert. Etwaige bedingte, vom Erwerber zu übertragenden Gegenleistungen werden zum Zeitwert am Erwerbsdatum angegeben. Als Eigenkapital klassifizierte bedingte Gegenleistungen werden nicht neu bewertet und ihre spätere Erfüllung wird unter Eigenkapital erfasst. Sonstige bedingte Gegenleistungen werden zum Zeitwert an jedem Stichtag bewertet und Änderungen des Zeitwerts unter Gewinnen und Verlusten erfasst. Wenn anteilsbasierte Vergütungsprämien (Ersatzprämien) gegen Prämien einzutauschen sind, die von den Mitarbeitern des erworbenen Unternehmens gehalten werden (Prämien des erworbenen Unternehmens), dann wird der gesamte oder ein Teil des Betrags der Ersatzprämien des Erwerbers in die Bewertung der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses übertragenen Gegenleistung einbezogen. Diese Bestimmung beruht auf der marktbasierten Bewertung der Ersatzprämien im Vergleich zur marktbasierten Bewertung der Prämien des erworbenen Unternehmens und dem Umfang, in dem sich die Ersatzprämien auf Dienste vor dem Unternehmenszusammenschluss beziehen. ii. Tochtergesellschaften Als Tochtergesellschaften gelten Unternehmen, die durch die All4Labels Gruppe kontrolliert bzw. beherrscht werden. Die Gruppe "kontrolliert" ein Unternehmen, wenn sie aufgrund ihrer Beteiligung am Unternehmen den positiven oder negativen, variablen Ergebnissen des Unternehmens ausgesetzt ist bzw. Ansprüche daran sowie die Möglichkeit hat, diese Ergebnisse durch ihre Beherrschungsmacht über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Finanzabschlüsse von Tochtergesellschaften werden ab dem Datum in den Konzernabschluss einbezogen, an dem diese Kontrolle beginnt, und ab dem Datum nicht mehr einbezogen, an dem diese Kontrolle endet. Wenn die Gruppe die Kontrolle über eine Tochtergesellschaft verliert, bucht sie die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaft sowie alle damit verbundenen nicht beherrschenden Anteile und sonstigen Eigenkapitalkomponenten aus. Resultierende Gewinne oder Verluste werden unter Gewinnen oder Verlusten erfasst. Alle beibehaltenen Beteiligungen an der früheren Tochtergesellschaft werden zum Zeitwert bei Verlust der Kontrolle bewertet. iii. Anteile anderer Gesellschafter Nicht beherrschende Anteile werden zunächst entsprechend ihrem proportionalen Anteil an den identifizierbaren Nettovermögenswerten des erworbenen Unternehmens am Erwerbsdatum bewertet. Änderungen der Beteiligungsquote an einer Tochtergesellschaft, die nicht zum Verlust der Kontrolle führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. iv. Beteiligungen an nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungsunternehmen Die Beteiligungen der All4Labels Gruppe an nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungsunternehmen umfassen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint-Ventures. Als Joint-Venture gilt eine Vereinbarung, bei der die Parteien, die die Vereinbarung gemeinsam kontrollieren, Rechte an den Nettovermögenswerten und keine Rechte an den sonstigen Vermögenswerten (the assets) oder Pflichten in Bezug auf die Verbindlichkeiten des Joint-Ventures haben. Als assoziierte Unternehmen gelten Unternehmen, in denen die Gruppe einen signifikanten Einfluss, jedoch keine Kontrolle oder gemeinsame Kontrolle über die finanziellen und operativen Vorgänge bzw. Richtlinien hat. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen oder Joint-Ventures werden nach der Equity-Methode bilanziert. Bei der erstmaligen Erfassung wird die Investition in das assoziierte Unternehmen oder Joint-Venture zu den Anschaffungskosten ohne Transaktionskosten bilanziert. Nach der ersten Erfassung enthält der Konzernabschluss den Anteil der Gruppe am Gewinn oder Verlust und das OCI der nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen oder Joint-Ventures - bis zu dem Datum, an dem der signifikante Einfluss oder die gemeinsame Kontrolle endet. v. Im Rahmen der Konsolidierung eliminierte Transaktionen Während des Konsolidierungsprozesses werden alle gruppeninternen Aktiva und Passiva, Eigenkapital, Erträge, Aufwendungen und Cashflows eliminiert, die sich auf Transaktionen zwischen Unternehmen der All4Labels Gruppe beziehen. Darüber hinaus werden Gewinne und Verluste aus gruppeninternen Transaktionen, die in den Aktiva, wie z.B. Beständen und Anlagevermögen, erfasst sind, vollständig eliminiert. Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen mit nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungsunternehmen werden in Höhe des Anteils der Gruppe am Beteiligungsunternehmen mit der Investition verrechnet. Nicht realisierte Verluste werden auf die gleiche Weise wie nicht realisierte Gewinne eliminiert bzw. verrechnet, jedoch nur, soweit es keinen Hinweis auf eine Wertminderung gibt. b. Abgrenzung des Konsolidierungskreises Der Konsolidierungskreis von All4Labels umfasst per 31. Dezember 2021 die All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, und ihre 44 Tochtergesellschaften. Insgesamt haben 25 Unternehmen ihren eingetragenen Sitz in Deutschland, während 19 Unternehmen ihren eingetragenen Sitz in anderen Ländern haben. Im Konzernabschluss per 31. Dezember 2020 wurde ein assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert. Die All4Labels Russia OOO, St. Petersburg, Russland, war bis zum 31. Juli 2021 ein assoziiertes Unternehmen. Im Rahmen einer Satzungsänderung zum 04. August 2021 erlangt die All4Labels HoldCo GmbH mittelbar über die All4Labels Solingen GmbH die Beherrschung gem. IFRS 3.43 ohne Übertragung einer Gegenleistung. Der Konzern verfügt weiterhin über 51 % der Anteile. Insoweit ist die All4Labels Russia OOO, St. Petersburg, Russland, kein assoziiertes Unternehmen mehr, sondern eine Tochtergesellschaft, die ab August 2021 im Rahmen der Erwerbsmethode vollkonsolidiert wird. Der Stichtag für die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften ist wie auch bei der Muttergesellschaft der 31. Dezember 2021. In Übereinstimmung mit § 264b HGB bzw. § 264 Abs. (3) HGB sind die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Gesellschaften von der Pflicht zur Aufstellung eines Anhangs und Lageberichtes sowie von der Prüfung und der Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit. Unternehmen von untergeordneter Wichtigkeit für die Finanzlage, Cashflows und Finanzergebnisse der Gruppe wurden aus Gründen der Wesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Wir verweisen auf Abschnitt I.6 des Anhangs Anteilsbesitzliste, der eine ausführliche Auflistung der Beteiligungen der Gruppe gemäß § 313 HGB enthält. c. Änderung des Konsolidierungskreises Abgesehen von den Unternehmenszusammenschlüssen, wie im Abschnitt B.3 des Anhangs Unternehmenszusammenschluss beschrieben, hat es im Jahr 2021 folgende weitere Änderungen des Konsolidierungskreises gegeben: Die All4Labels Beteiligungs GmbH, Witzhave, wurde auf die All4Labels Group GmbH, Witzhave, die Ritter Beteiligungs GmbH, Enger, auf die Ritter Haftetiketten GmbH, Enger, die All4Labels München GmbH, Witzhave, auf die All4Labels Folienprint GmbH, Gallin, die All4Labels Erfurt Verwaltungs GmbH, Gebesee, und die All4Labels Systems Verwaltungs GmbH, Solingen, auf die All4Labels Solingen GmbH, Solingen, die All4Labels IT GmbH, Witzhave, auf die All4Labels IT GmbH, Witzhave, (vormals: All4Labels Lübbecke GmbH, Lübbecke) und die All4Labels Appia Etichette S.r.l., Andezeno/Italien, auf die All4Labels Italy NMS S.r.l., Nocera Superiore/Italien, verschmolzen. C. Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze 1. Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte a. Geschäfts- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zu den Anschaffungskosten bewertet, als Mehrbetrag der Erwerbskosten eines Unternehmens gegenüber dem Anteil der Gruppe am Zeitwert der Nettovermögenswerte des erworbenen Unternehmens am Erwerbsdatum berechnet und als immaterieller Vermögenswert dargestellt. Der Geschäfts- oder Firmenwert spiegelt die erwarteten Synergieeffekte des Unternehmenszusammenschlusses für die zahlungsmittelgenerierende Einheit wider, der der Geschäftsoder Firmenwert zugewiesen ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung, sondern wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Ein Werthaltigkeitstest wird auch durchgeführt, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die darauf hindeuten, dass es eine Wertminderung gegeben hat. Siehe hierzu Abschnitt C.3.a des Anhangs Wertminderung - Nicht-finanzielle Vermögenswerte für weitere Einzelheiten zur Durchführung von Werthaltigkeitstests. b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu ihren Anschaffungskosten und intern generierte immaterielle Vermögenswerte zu ihren Herstellungskosten bilanziert, soweit die Bedingungen für das Ansetzen von intern generierten immateriellen Vermögenswerten nach Maßgabe von IAS 38 erfüllt sind. Gemäß IAS 38 werden Entwicklungsaufwendungen nur aktiviert, wenn die Aufwendungen verlässlich bewertet werden können, das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und das Unternehmen beabsichtigt und über ausreichende Ressourcen verfügt, die Entwicklung zum Abschluss zu bringen sowie den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Andernfalls werden sie unter Gewinnen oder Verlusten als angefallen erfasst. Spätere Aufwendungen werden nur aktiviert, wenn sie den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen des jeweiligen Vermögenswerts, auf den sie sich beziehen, erhöhen. Alle sonstigen Aufwendungen bzw. Ausgaben, wie etwa für intern generierte Geschäfts- oder Firmenwerte und Marken, werden unter Gewinnen oder Verlusten als angefallen erfasst. Die Abschreibung wird berechnet, um die Kosten immaterieller Vermögenswerte abzüglich ihres geschätzten Restwertes linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abzuschreiben, und wird im Allgemeinen unter Gewinnen oder Verlusten erfasst. Die geschätzten Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten sind wie folgt:
Die Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden zu jedem Stichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit getestet und - wenn notwendig - abgewertet (siehe Abschnitt C.3.a des Anhangs Wertminderung - Nicht-finanzielle Vermögenswerte). 2. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet. Fremdfinanzierungskosten werden nicht als Teil der Erwerbskosten aktiviert. Spätere Ausgaben werden als nachträgliche Anschaffungskosten aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der zukünftige wirtschaftliche Nutzen dieser Ausgaben der All4Labels Gruppe zugutekommt. Die Abschreibung wird nach der linearen Methode über die geschätzte Nutzungsdauer berechnet und im Allgemeinen unter Gewinnen oder Verlusten erfasst. Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen sind wie folgt:
Die Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden zu jedem Stichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Alle Gewinne oder Verluste bei Ausbuchung eines Vermögenswerts (berechnet als die Differenz zwischen dem Netto-Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts) werden bei Ausbuchung des Vermögenswerts unter Gewinnen oder Verlusten erfasst. 3. Wertminderung a. Nicht-finanzielle Vermögenswerte Ein Geschäfts- oder Firmenwert wird einem Werthaltigkeitstest unterzogen, sobald es einen Hinweis auf seine Wertminderung gibt, mindestens jedoch einmal pro Jahr. Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte, die einer systematischen Abschreibung und Amortisation unterliegen, werden auf Wertminderung überprüft, sobald Ereignisse oder Anzeichen darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird als Verlust in der Höhe erfasst, um die der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Wert übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der folgenden Werte: der Zeitwert eines Vermögenswerts oder der Zeitwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, jeweils abzüglich der Verkaufskosten und des Nutzungswerts. Bei der Bewertung des Nutzungswerts werden die geschätzten zukünftigen Cashflows auf ihren Gegenwartswert abgezinst, wobei ein Vorsteuer-Diskontsatz verwendet wird, der die aktuellen Markteinschätzungen des Zeitwerts des Geldes und die spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt. Zum Zweck des Werthaltigkeitstests in Bezug auf einen Geschäfts- oder Firmenwert wird der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Geschäfts- oder Firmenwert der CGU oder Gruppe von CGUs zugewiesen, von der erwartet wird, dass sie von den Synergien des Zusammenschlusses profitiert. Diese Zuweisung erfordert einen "Operating Segment Ceiling Test" und spiegelt die niedrigste Ebene wider, auf der dieser Geschäfts- oder Firmenwert für interne Berichtszwecke überwacht wird. Um zu bestimmen, ob eine Wertminderung potentiell erforderlich ist, werden die Vermögenswerte zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (cash-generating units - CGUs) zusammengefasst, und zwar auf der niedrigsten Ebene, auf der Cashflows identifiziert werden können, die weitgehend unabhängig von den Cashflows aus den sonstigen Aktivitäten der Gruppe sind. Es wurde ein Werthaltigkeitstest in Bezug auf die aus den Unternehmenszusammenschlüssen resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte zum Stichtag durchgeführt. Es liegen keine Hinweise vor, dass eine Wertminderung vorliegt. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der Bestandteil des Buchwerts einer nach der Equity-Methode bilanzierten Investition ist, wird nicht separat erfasst und daher keinem separaten Werthaltigkeitstest unterzogen. Stattdessen wird der Gesamtbetrag der nach der Equity-Methode bilanzierten Investition als einzelner Vermögenswert einem Werthaltigkeitstest unterzogen, wenn es objektive Anzeichen dafür gibt, dass die nach der Equity-Methode bilanzierte Investition einer Wertminderung unterliegen könnte. Nicht-finanzielle Vermögenswerte neben dem Geschäfts- oder Firmenwert, die von einer Wertminderung betroffen sind, werden am Ende jedes Geschäftsjahres überprüft, um festzustellen, ob die zuvor angegebene Wertminderung rückgängig gemacht bzw. berichtigt werden (to reverse) muss. Wenn der Wert eines Vermögenswerts in der Folge steigt, werden erfasste Wertminderungen berichtigt und der Buchwert bis maximal zu den amortisierten Kosten des Vermögenswerts zugeschrieben. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten werden nicht berichtigt. b. Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte Wertminderungen werden gemäß dem "Expected-Loss-Model" erfasst. Dieses Wertminderungsmodell gilt für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Zeitwert im sonstigen Gesamtergebnis (FVOCI) bewertet werden (mit Ausnahme von Investitionen in Eigenkapitalinstrumente), für aus IFRS 15 resultierende Vertragswerte, Einnahmen aus Verträgen mit Kunden, Leasingforderungen, Kreditzusagen und Finanzgarantieverträge. Wertberichtigungen für Verluste werden auf der Grundlage der erwarteten Kreditverluste über 12 Monate oder auf der Grundlage der erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit bewertet. Erwartete Kreditverluste über 12 Monate resultieren aus möglichen Zahlungsverzügen oder -ausfällen innerhalb von 12 Monaten nach dem Stichtag. Erwartete Kreditverluste über die gesamte Laufzeit resultieren aus allen möglichen Zahlungsverzügen oder -ausfällen während der voraussichtlichen Laufzeit eines Finanzinstruments. Die Bewertung erwarteter Kreditverluste über die gesamte Laufzeit wird angewendet, wenn sich das am Stichtag bestehende Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswerts seit der erstmaligen Erfassung signifikant erhöht hat; andernfalls gilt die Bewertung erwarteter Kreditverluste über 12 Monate. Bei der Bestimmung, ob sich das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswerts seit der erstmaligen Erfassung signifikant erhöht hat, sowie bei der Einschätzung der erwarteten Kreditverluste berücksichtigt die Gruppe vernünftige und vertretbare Informationen, die relevant und ohne unangemessene Kosten oder unzumutbaren Aufwand erhältlich sind. Dazu gehören sowohl quantitative als auch qualitative Informationen und Analysen, die auf der bisherigen Erfahrung der Gruppe und einer fundierten Kreditwürdigkeitsprüfung beruhen, die zukunftsgerichtete Informationen beinhaltet. Das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswerts hat sich seit der erstmaligen Erfassung signifikant erhöht, wenn vertraglich vereinbarte Zahlungen am Stichtag mehr als 30 Tage überfällig sind. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet die All4Labels Gruppe das vereinfachte Verfahren im Sinne von IFRS 9 an. Dementsprechend sind die über die gesamte Laufzeit erwarteten Kreditverluste ab der ersten Erfassung aufzuzeichnen. Das Kreditrisiko wird als gering eingestuft, wenn der Kreditnehmer über eine starke Fähigkeit verfügt, seinen vertraglichen Cashflow-Verpflichtungen kurzfristig nachzukommen, und es keine Anzeichen dafür gibt, dass Veränderungen der wirtschaftlichen Lage und geschäftlichen Bedingungen diese Fähigkeit längerfristig und nachhaltig beeinträchtigen könnten. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Schuldtitel ein Kreditrisiko-Rating hat, das der allgemein anerkannten Definition von "Investment Grade" entspricht. Die Gruppe betrachtet dieses als Baa3 oder höher gemäß Moody's oder als BBB- oder höher gemäß Standard & Poor's oder Fitch. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit und ohne signifikante Finanzierungskomponenten, Forderungen aus Leasingverträgen und kurzfristige Forderungen gegenüber verbundenen Parteien wird nur die Bewertung der erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit angewendet. Bei diesem Vorgehen sind die erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit ab der ersten Erfassung einer Forderung zu erfassen. Zu jedem Stichtag überprüft die Gruppe, ob bei finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten gebucht werden, und bei Schuldverschreibungen, die zum FVOCI gebucht werden, ein erhöhtes Kreditrisiko besteht. Für einen finanziellen Vermögenswert besteht ein "erhöhtes Kreditrisiko", wenn eines oder mehrere Ereignisse eingetreten sind, die eine nachteilige Auswirkung auf die erwarteten zukünftigen Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert haben. Hinweise bzw. Anzeichen, dass bei einem finanziellen Vermögenswert ein Verzug, ein Ausfallrisiko bzw. ein erhöhtes Kreditrisiko besteht, sind unter anderem die folgenden beobachtbaren Daten:
Wenn es Anzeichen für eine Uneinbringlichkeit gibt, wird der finanzielle Vermögenswert ausgebucht. Wenn sich die Kreditwürdigkeit verbessert, wird die Wertberichtigung rückgängig gemacht. Der Bruttobuchwert eines finanziellen Vermögenswertes wird abgeschrieben, wenn der Konzern nach angemessener Einschätzung nicht davon ausgeht, dass der finanzielle Vermögenswert ganz oder teilweise realisierbar ist. Bei seinen Geschäftskunden erhöht der Konzern die Wertberichtigung signifikant, wenn der finanzielle Vermögenswert mehr als 180 Tage überfällig ist, basierend auf vergangenen Erfahrungen bei der Realisierung solcher Vermögenswerte. Der Konzern erwartet keine signifikante Einziehung des abgeschriebenen Betrags. Abgeschriebene finanzielle Vermögenswerte können dennoch Vollstreckungsmaßnahmen zur Einziehung überfälliger Forderungen unterliegen. 4. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument im Sinne von IAS 32 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. a. Ansatz und erstmalige Bewertung In der All4Labels Gruppe werden alle Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten zum Handelstag angesetzt. Ein finanzieller Vermögenswert (sofern es sich dabei nicht um eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente handelt) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird zunächst zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich - bei einem Posten, der nicht FVPL-bewertet ist - der Transaktionskosten bewertet, die dem Erwerb oder der Emission direkt zurechenbar sind. Eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente wird zunächst zum Transaktionspreis bewertet. b. Klassifizierung und Folgebewertung i. Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zu dem Datum ausgewiesen, an dem All4Labels Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Am Erwerbsdatum müssen sie in Bewertungskategorien klassifiziert werden, nach denen sich die weitere Bilanzierung richtet. Forderungen aus dem im Unternehmen durchgeführten ABS-Factoring-Programm werden teilweise ausgebucht oder in der Bilanz ausgewiesen, wenn die Risiken und Chancen, insbesondere das Kredit- und Ausfallrisiko, nicht im Wesentlichen übertragen wurden. Das "Continuing Involvement" bzw. "fortgeführte Engagement", welches aus den ABS-Factoring-Programm Rücklagen (Yield, Loss und Dilution) resultiert, wird in der Bilanz als kurzfristiger finanzieller Vermögenswert und in gleicher Höhe unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die ABS-Factoring-Programm Rücklagen (Yield, Loss und Dilution) stellen den Teil der verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar, welche nicht vom Factoring-Geber an die All4Labels Group ausbezahlt werden. Sie sind unter den sonstigen Vermögenswerten in der Bilanz ausgewiesen und stellen Forderungen gegenüber den Factoring-Geber dar. Die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte beruht auf dem Geschäftsmodell, in dem die Vermögenswerte verwaltet werden, und auf ihren Cashflow-Eigenschaften. Diese Bedingungen sind kumulative Kriterien. Es ist daher notwendig, das Geschäftsmodell zu analysieren, in dem der zu klassifizierende Vermögenswert gehalten wird. Dabei geht es um die Untersuchung der Art und Weise, wie finanzielle Vermögenswerte verwaltet werden, die zur Vereinnahmung von Zahlungsströmen gehalten werden. Das Unternehmen reklassifiziert finanzielle Vermögenswerte nur dann, wenn sich das entsprechende Geschäftsmodell ändert. IFRS 9 - Finanzinstrumente unterscheidet drei Geschäftsmodelle:
Neben der Analyse des Geschäftsmodells müssen auch die beim Erwerb des Finanzinstruments geltenden Vertragsbedingungen beurteilt werden (SPPI-Kriterium - nur Tilgungen und Zinszahlungen). Das SPPI-Kriterium ist erfüllt, wenn die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts an vorgegebenen Terminen für Zahlungsströme sorgen, die ausschließlich Tilgungen und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag sind. Die vertraglichen Zahlungsströme, die ausschließlich Tilgungen und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag sind, entsprechen der zugrunde liegenden Kreditvereinbarung. Auf Grundlage dieser beiden Bedingungen wird zwischen den folgenden Bewertungskategorien unterschieden:
Investitionen, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 - Finanzinstrumente fallen und der Definition von Eigenkapital entsprechen, sind generell zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Dividenden werden unter Gewinnen oder Verlusten erfasst, wenn der Rechtsanspruch festgestellt wird, außer wenn dieser sich auf eine teilweise Rückerstattung der Erwerbskosten bezieht. Zu Handelszwecken gehaltene Eigenkapitalinstrumente werden ausnahmslos erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfasst. ii. Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu fortgeführten Anschaffungskosten oder FVPL bewertet klassifiziert. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird als FVPL-bewertet eingestuft, wenn sie als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert wird, wenn sie ein Derivat ist oder wenn sie beim erstmaligen Ansatz als solches ausgewiesen wird. Bei nicht zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten kann die Zeitwert-Option gewählt werden. Wird die Zeitwert-Option angewendet, wird der Teil der Änderung des Zeitwerts, der auf Änderungen des Kreditrisikos der Verbindlichkeit zurückzuführen ist, im sonstigen Gesamtergebnis gebucht. Die Zeitwert-Option wird derzeit im Unternehmen nicht angewendet. FVPL-bewertete finanzielle Verbindlichkeiten werden zum Zeitwert bewertet, und Nettogewinne und -verluste werden einschließlich etwaiger Zinsaufwendungen unter Gewinnen oder Verlusten gebucht. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Zinsaufwendungen sowie Fremdwährungsgewinne und -verluste werden unter Gewinnen oder Verlusten erfasst. Jeglicher Gewinn oder Verlust durch Ausbuchung wird ebenfalls unter Gewinnen oder Verlusten gebucht. c. Ausbuchung i. Finanzielle Vermögenswerte Der Konzern bucht einen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte an den Kapitalflüssen aus dem Vermögenswert erlöschen oder er die Rechte am Erhalt der vertraglichen Kapitalflüsse in einer Transaktion überträgt, bei der praktisch alle mit dem Eigentum am Vermögenswert verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden oder in der der Konzern praktisch alle mit dem Eigentum am Vermögenswert verbundenen Risiken und Chancen weder überträgt noch behält und die Kontrolle über den Vermögenswert abgibt. Der Konzern tritt in Transaktionen ein, in denen er in der Konzernbilanz angesetzte Vermögenswerte überträgt, aber alle oder praktisch alle mit dem Eigentum an den übertragenen Vermögenswerten verbundenen Risiken und Chancen behält. In diesen Fällen werden die übertragenen Vermögenswerte nicht ausgebucht. ii. Finanzielle Verbindlichkeiten Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn er seinen vertraglichen Pflichten nachkommt, diese beendet werden oder erlöschen. Weiterhin bucht der Konzern eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn ihre Bedingungen geändert werden und sich aus der geänderten Verbindlichkeit grundsätzlich andere Kapitalflüsse ergeben; in diesem Fall wird eine neue finanzielle Verbindlichkeit auf Grundlage der geänderten Bedingungen zum Kapitalwert angesetzt. Bei der Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit wird die Differenz zwischen erloschenem Buchwert und gezahlter Vergütung (einschließlich übertragener Sachwerte oder übernommener Verbindlichkeiten) als Gewinn beziehungsweise Verlust angesetzt. d. Aufrechnung Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden dann und nur dann saldiert und der Nettobetrag in der Konzernbilanz ausgewiesen, wenn ein durchsetzbares Recht zur Aufrechnung dieser Beträge besteht und der Konzern beabsichtigt, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des Vermögenswerts die zugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Am 31. Dezember 2021 bestanden keinerlei derartige Verträge. e. Derivate und Sicherungsgeschäfte Derivate werden generell über die Gewinn- und Verlustrechnung klassifiziert und zum Kapitalwert bewertet, sofern sie nicht der Sicherungsbilanzierung unterliegen. Bei der All4Labels Gruppe kommt keine Sicherungsbilanzierung zur Anwendung. In finanzielle Verbindlichkeiten eingebettete Derivate werden vom Grundgeschäft getrennt, wenn der wirtschaftliche Charakter und die Risiken des eingebetteten Derivats nicht als eng mit dem wirtschaftlichen Charakter und den Risiken des Grundgeschäfts verbunden erachtet werden. Am 31. Dezember 2021 bestanden keinerlei eingebettete Derivate. 5. Vorräte Bestände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Der erzielbare Nettowert ist definiert als der in der normalen Geschäftstätigkeit geschätzte Verkaufspreis abzüglich der für den Abschluss und die Durchführung des Verkaufs noch erforderlichen Vertriebskosten. Konzernweit basieren die Einstandskosten von Rohstoffen auf dem FIFO-Prinzip (First In/First Out) sowie der gewogenen Durchschnittsbewertung der Kosten. Die Kosten erworbener Fertigwaren basieren auf der gewogenen Durchschnittsbewertung der Kosten. Unfertige und fertigte Erzeugnisse werden zu den Herstellungskosten bewertet und - wenn niedriger - auf den beizulegenden Zeitwert abgewertet. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Einzelkosten sowie den fertigungsbedingten Materialkosten, Gemeinkosten und den Abschreibungen zusammen. 6. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich im Wesentlichen aus dem Kassenbestand und dem Bankguthaben mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten zusammen. Sie werden zum Nominalwert bewertet. 7. Rückstellungen Rückstellungen werden erfasst, wenn die All4Labels Gruppe aufgrund eines vergangenen Ereignisses aktuell eine rechtliche oder faktische Verpflichtung hat und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen einschließlich des wirtschaftlichen Nutzens führen wird, deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Rückstellungen werden auf Grundlage der bestmöglichen Schätzung bewertet. Langfristige Rückstellungen werden zum Zeitwert erfasst. Zur Berechnung des Zeitwerts werden erwartete künftige Kapitalflüsse (vor Steuereffekten) abgezogen, der aktuelle Marktbewertungen des Zeitwerts des Geldes widerspiegelt. Die langfristigen Rückstellungen werden mit den entsprechenden Zinssätzen diskontiert und der Zinsaufwand wird im Finanzergebnis ausgewiesen. 8. Leasingverhältnisse Zum Inkrafttreten eines Vertrags schätzt der Konzern ein, ob der Vertrag selbst ein Leasingverhältnis begründet oder ein solches enthält. Das ist der Fall, wenn der Vertrag das Nutzungsrecht an einem benannten Sachwert über einen bestimmten Zeitraum gegen ein Entgelt überträgt. Das wird vom Unternehmen anhand der entsprechenden Definition in IFRS 16 ermittelt. a. Als Leasingnehmer Zum Beginn oder nach Änderung eines ein Leasingverhältnis enthaltenden Vertrags ordnet die All4Labels Gruppe die im Vertrag genannte Vergütung anhand des relativen Einzelverkaufspreises zu. Zum Datum des Inkrafttretens des Leasingverhältnisses weist der Konzern ein Nutzungsrecht an einem Vermögenswert sowie eine Leasingverbindlichkeit aus. Das Nutzungsrecht wird als erstmaliger Buchwert angesetzt. Dieser entspricht dem gegen spätestens zum Inkrafttreten des Vertrags geleistete Leasingzahlungen angepassten Anfangsbetrag der Leasingverbindlichkeit plus eventuelle anfängliche Selbstkosten und die geschätzten Kosten für den Abbau, das Entfernen oder die Wiederherstellung des Basiswerts oder seines Aufstellungsorts abzüglich erhaltener Leasinganreize. Anschließend wird das Nutzungsrecht am Vermögenswert ab dem Datum des Inkrafttretens bis zum Ende der Leasinglaufzeit linear abgeschrieben, sofern der Leasingvertrag der All4Labels Gruppe das Eigentum am zugrundeliegenden Vermögenswert nicht zum Ende der Leasinglaufzeit überträgt und sofern eine Ausübung der Kaufoption durch die All4Labels Gruppe nicht wahrscheinlich ist. Für den Fall, dass die Nutzung der Kaufoption wahrscheinlich ist, wird das Nutzungsrecht am Vermögenswert über die Nutzungsdauer des Basiswerts abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird auf der gleichen Grundlage wie die der Sachanlagen bestimmt. Zusätzlich verringert sich der Wert des Nutzungsrechts am Vermögenswert regelmäßig gegebenenfalls durch Wertminderungen und durch Anpassungen der Leasingverbindlichkeit. Beim erstmaligen Ansatz wird die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert der noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewertet. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung der Abzinsung mit dem im Leasingverhältnis innewohnenden Zinssatz oder mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Unternehmens. Als Abzinsungsfaktor setzt die All4Labels Gruppe generell den Grenzfremdkapitalzinssatz an. Dieser wird als risikoadjustierter Zinssatz abgeleitet, der die Bedingungen des Leasingvertrags und die Währung des geleasten Vermögenswerts wiedergibt. In die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einfließende Leasingzahlungen umfassen feste Zahlungen, den Basispreis gemäß einer vom Konzern wahrscheinlich wahrgenommenen Kaufoption sowie die in einem optionalen Verlängerungszeitraum geleisteten Leasingzahlungen, sofern der Konzern die Verlängerungsoption wahrscheinlich nutzt. Die Leasingverbindlichkeit wird anhand der Effektivzinsmethode zum Restbuchwert bewertet. Eine Neubewertung erfolgt nach einer aufgrund eines geänderten Indexes oder Satzes vorgenommenen Anpassung künftiger Leasingzahlungen, nach Änderung des vom Unternehmen gemäß einer Restwertsicherungsklausel wahrscheinlich zu zahlendem Betrag, nach Änderung der Einschätzung des Unternehmens zur Wahrnehmung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Beendigungsoption oder nach Änderung einer de facto festen Leasingzahlung. Bei einer solchen Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende Anpassung des Buchwertes des Nutzungsrechtes vorgenommen bzw. wird diese erfolgswirksam vorgenommen, wenn sich der Buchwert des Nutzungsrechts auf null verringert. In der Bilanz weist der Konzern Nutzungsrechte in den Sachanlagen und Leasingverbindlichkeiten in den anderen finanziellen Verbindlichkeiten aus. Der Konzern hat beschlossen, Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse nicht anzusetzen. Die All4Labels Gruppe erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen in Zusammenhang stehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des jeweiligen Leasingverhältnisses linear als Aufwand. Zum Beginn oder nach Änderung eines einen Leasingbestandteil enthaltenden Vertrags ordnet der Konzern die im Vertrag genannte Vergütung jedes Leasingbestandteils anhand des relativen Einzelverkaufspreises zu. b. Als Leasinggeber Schließt die All4Labels Gruppe einen Leasingvertrag als Leasinggeber ab, stuft sie das Leasingverhältnis als operatives oder Finanzierungsleasing ein. Dazu nimmt All4Labels eine Gesamtbewertung zur Übertragung praktisch aller mit dem Eigentum an einem Basiswert verbundenen Risiken und Chancen durch das Leasingverhältnis vor. Wenn ja, handelt es sich um eine Finanzierungsleasing-, andernfalls um ein operatives Leasingverhältnis. Dabei berücksichtigt das Unternehmen bestimmte Indikatoren, zum Beispiel ob sich das Leasingverhältnis über den größten Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Vermögenswerts erstreckt. Handelt All4Labels als Zwischenleasinggeber, werden die aus Haupt- und Unterleasingverhältnis entstehenden Zinsen separat gebucht. Das Unterleasingverhältnis wird nach dem Wert des Nutzungsrechts am Vermögenswert gemäß Hauptleasingverhältnis und nicht nach dem zugrundeliegenden Vermögenswert bewertet. Ist das Hauptleasingverhältnis kurzfristig mit beanspruchter Freistellung für kurzfristige Leasingverhältnisse durch das Unternehmen angelegt, wird das Unterleasingverhältnis als operatives Leasingverhältnis eingestuft. Enthält eine Vereinbarung sowohl Leasing- als auch Nicht-Leasingkomponenten, wendet der Konzern zur Zuordnung der vertragsgemäßen Vergütung die Bestimmungen nach IFRS 15 an. Auf die Nettoinvestitionen im Leasingverhältnis wendet der Konzern die Ausbuchungs- und Wertminderungsanforderungen der IFRS 9 an (siehe Abschnitt C.0 Finanzinstrumente). Der Konzern überprüft weiterhin regelmäßig die geschätzten und zur Berechnung der Bruttoinvestition des Leasingverhältnisses verwendeten nicht garantierten Restwerte. Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden vom Konzern über die Laufzeit des jeweiligen Leasingverhältnisses linear als Ertrag in den 'Sonstigen Erträgen' erfasst. 9. Ertragsteuern Ertragsteuern umfassen als Aufwandsposten sowohl tatsächliche als auch latente Steuern. Sie werden in der Gewinn- und Verlustrechnung angesetzt, sofern sie sich nicht auf einen Unternehmenszusammenschluss beziehen oder direkt als Eigenkapital oder unter 'Sonstiges Ergebnis' ausgewiesen werden. a. Tatsächliche Steuern Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern tatsächlich gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen. Die tatsächlichen Ertragsteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen und Vorschriften des Jahres berechnet. Darüber hinaus beinhalten die im Geschäftsjahr ausgewiesenen tatsächlichen Steuern auch Anpassungsbeträge für eventuell anfallende Steuerzahlungen bzw. -erstattungen für noch nicht endgültig veranlagte Jahre, allerdings ohne Zinszahlungen bzw. Zinserstattungen und Strafen auf Steuernachzahlungen. Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerverbindlichkeiten gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Steuerzahlung (Erwartungswert bzw. wahrscheinlichster Wert der Steuerunsicherheit). Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es überwiegend wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass sie realisiert werden können. Sollten neben unsicheren Steuerpositionen steuerliche Verlustvorträge bestehen, so wird keine Steuerverbindlichkeit oder Steuerforderung für diese unsicheren Steuerpositionen bilanziert, sondern stattdessen die aktive latente Steuer für die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge angepasst. b. Latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden grundsätzlich als langfristige Posten dargestellt. Latente Steuern werden im Hinblick auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden für Konzernrechnungslegungszwecke und den verwendeten Beträgen für steuerliche Zwecke erfasst. Latente Steuern werden nicht erfasst für
Ein latenter Steueranspruch wird für noch nicht genutzte steuerliche Verluste, noch nicht genutzte Steuergutschriften und abzugsfähige temporäre Differenzen in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass künftige zu versteuernde Ergebnisse zur Verfügung stehen werden, für die sie genutzt werden können. Zukünftig zu versteuernde Gewinne werden auf Basis der Umkehr zu versteuernder temporärer Differenzen ermittelt. Sollte der Betrag nicht ausreichen, um latente Steueransprüche vollständig zu aktivieren, werden die zukünftig zu versteuernden Gewinne - unter Berücksichtigung der Umkehr temporärer Differenzen - auf Basis der individuellen Geschäftspläne der Tochterunternehmen ermittelt. Latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene Steuervorteil realisiert werden wird; Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn sich die Wahrscheinlichkeit zukünftig zu versteuernder Ergebnisse verbessert. Nicht bilanzierte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag neu beurteilt und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung gestatten wird. Latente Steuern werden anhand der Steuersätze bewertet, die erwartungsgemäß auf temporäre Differenzen angewendet werden, sobald sie sich umkehren, und zwar unter Verwendung von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gültig oder angekündigt sind. Latente Steuern reflektieren eine etwaig enthaltene Unsicherheit in den Ertragsteuern. Die Bewertung latenter Steuern spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Erwartung des Konzerns im Hinblick auf die Art und Weise der Realisierung der Buchwerte seiner Vermögenswerte bzw. der Erfüllung seiner Schulden zum Abschlussstichtag ergeben. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. 10. Erlöserfassung Erlöse werden auf Grundlage der in einem Kundenvertrag angegebenen Vergütung bewertet. Die zu erfassende Erlössumme sowie der Zeitpunkt bzw. der Zeitraum werden anhand eines Fünfschrittmodells bestimmt. Das Grundprinzip dieses Modells ist die Erlöserfassung in einer Form, die die Übertragung von Waren oder Leistungen an einen Kunden wiedergibt. Der zu erfassende Erlösbetrag entspricht der Vergütung, auf die der Konzern vertragsgemäß für diese Waren oder Leistung Anspruch hat. Durch Anwendung des Fünfschrittmodells auf Kundenverträge lassen sich bei der All4Labels Gruppe die Verträge und ihre jeweiligen Leistungspflichten erkennen. Anschließend wird der Transaktionspreis als stellvertretend für die Vergütung für die übertragenen Waren oder Leistungen bestimmt und den Leistungspflichten zugeordnet. In Kundenverträgen festgelegte variable Vergütungen - zum Beispiel Rabatte, Nachlässe, Prämienvereinbarungen oder andere Arten der Preisminderung - werden analysiert, bewertet und in die Erlöserfassung aufgenommen. Da All4Labels erwartet, dass der Zeitraum zwischen der Übertragung der Kontrolle über eine in Aussicht gestellte Ware oder Leistung und der vom Kunden geleisteten Vergütungszahlung höchstens ein Jahr beträgt, wendet das Unternehmen die praktische Vereinfachung aus IFRS 15.60 an und passt den wahrscheinlichen Vergütungsbetrag für eine Finanzierungskomponente nicht an. In Schritt vier wird die Vergütung den ermittelten Leistungsverpflichtungen zugeordnet. Bei Kundenverträgen mit mehreren Leistungsverpflichtungen erfolgt die Zuordnung auf Grundlage der Einzelveräußerungspreise sowie möglichst auf beobachtbare Preise. Ansonsten erfolgt die Zuordnung auf Grundlage der Kosten plus Marge. Der Erlös wird erfasst, sobald die zugehörige Leistungsverpflichtung erfüllt wurde, also sobald die Verfügungsmacht über die Waren oder Leistungen auf den Kunden übergeht. Dies kann entweder zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg erfolgen. Verfügungsmacht ist in diesem Zusammenhang als die Möglichkeit definiert, den Nutzen aus der Ware oder Leistung zu ziehen und den weiteren Gebrauch zu bestimmen. Die durch das Vertragsverhältnis begründeten Garantien und Gewährleistungen stellen keine separate Leistungsverpflichtung dar, da sie lediglich eine Zusicherung darstellen, dass die gelieferte Ware oder Leistung den vertragsgemäßen Vorgaben entspricht. Es bestehen keinerlei Rückgabe-, Erstattungs- oder sonstigen Verpflichtungen. Der Konzern bilanziert Gewährleistungen daher weiterhin nach IAS 37. Zu den Bilanzierungsregeln für belastende Verträge siehe Abschnitt C.7 Rückstellungen. Kunden wird für die Zahlung für Leistungsverpflichtungen gemäß Kundenvertrag zumeist ein Zahlungsziel von 30 bis 90 Tagen ab Rechnungsstellung gewährt. In bestimmten Fällen und Regionen erhalten Kunden auch ein Zahlungsziel von mehr als 90 Tagen. Rechnungen werden zum Datum der Erfüllung der Leistungsverpflichtung gestellt. Erlöse aus Produktveräußerungen werden zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht. Das ist zumeist bei Anlieferung der jeweiligen Waren der Fall, da der Konzern aktuell einen Rechtsanspruch auf Zahlung hat, der Besitz an den Waren auf den Kunden übergegangen ist und der Konzern nachweisen kann, dass der Kunde den Vermögensgegenstand abgenommen hat. Das gilt auch, wenn der Kunde die Waren aus dem jeweiligen Konsignationsbestand übernimmt. Erlöse aus Leistungsvereinbarungen mit bestimmten Kunden beziehen sich hauptsächlich auf die Entwicklung spezieller Produktlinien. Sie werden über einen Zeitraum erfasst, über den der Kunde den Nutzen aus der fortlaufend erbrachten Leistung zieht. Der Fertigstellungsgrad wird am Fortschritt in Richtung der vollständigen Befriedigung der jeweiligen Leistungsvereinbarung gemessen. Diese Leistungen stellen eine eindeutige und separat benennbare Leistungsverpflichtung gegenüber dem Kunden dar, für die der Konzern vertragsgemäß in der Höhe vergütungsberechtigt ist, die direkt dem Wert entspricht, den der Kunde aus der bisherigen Leistungserbringung des Konzerns erhält. Der Konzern wendet daher die praktische Vereinfachung gemäß IFRS 15.B16 an und erfasst Erlöse aus Leistungsvereinbarungen zum Ausstellungszeitpunkt und in der Höhe der jeweiligen Rechnungen. Das geschieht mindestens monatlich auf Grundlage der zur Leistungserbringung jeweils aufgewendeten Arbeitsstunden. Bestimmte Kundenverträge beinhalten Anreize wie zum Beispiel die Gewährung von Rabatten je nach erworbener Menge. Diese stellen eine variable Vergütung dar und werden zum Schätzwert als Abzug von den zugehörigen Erlösen erfasst. 11. Leistungen an Arbeitnehmer a. Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer (außer Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses) werden voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Ende des Bilanzzeitraums vollständig beglichen, in dem die Arbeitnehmer die Leistung erbringen. Die Kosten dieser Leistungen werden unmittelbar nach Erbringung der jeweiligen Arbeitnehmerleistungen gebucht. Die Verpflichtung zur Zahlung wird über den Betrag erfasst, den die All4Labels Gruppe voraussichtlich begleichen muss, wenn sie rechtlich oder verbindlich zur Zahlung für die Leistung des Arbeitnehmers verpflichtet ist und sich die Höhe der Zahlung zuverlässig schätzen lässt. b. Sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer Diese umfassen alle Leistungen an Arbeitnehmer, die keine kurzfristigen Leistungen, Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder Abfindungsleistungen darstellen. Die Nettoverpflichtung des Konzerns hinsichtlich langfristiger Leistungen an Arbeitnehmer beläuft sich auf die Höhe künftiger Leistungen, die Arbeitnehmer für ihre Leistung in der aktuellen und früheren Perioden erdient haben. Zur Ermittlung des Istwerts wird die Leistung diskontiert. Neubewertungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Periode erfasst, in der sie entstehen. c. Abfindungsleistungen Abfindungsleistungen werden als Gegenleistung für die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses erbracht, wenn (a) eine Gesellschaft die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses mit einem Arbeitnehmer vor dem normalen Renteneintrittsalter beschließt oder (b) ein Arbeitnehmer beschließt, die für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses angebotenen Leistungen zu akzeptieren. Diese Leistungen werden zum früheren der folgenden Zeitpunkte gebucht: wenn der Konzern das Angebot über die jeweiligen Leistungen nicht mehr zurücknehmen kann oder der Konzern Restrukturierungskosten erfasst. Leistungen werden nach dem Barwert erfasst, wenn sie voraussichtlich nicht innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag vollständig beglichen werden. 12. Umrechnung von Fremdwährungen Die Jahresabschlüsse werden in den jeweiligen funktionalen Währungen erstellt, die der gesetzlichen Landeswährung der jeweiligen Gesellschaft entspricht. Nachfolgend sind die Wechselkurse der wichtigsten Konzernwährungen in Euro zusammengefasst: Währungsumrechnung 1 EUR
a. Fremdwährungstransaktionen In einer anderen als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft denominierte Transaktionen werden zu dem am Datum der Transaktion geltenden Wechselkurs umgerechnet. In Fremdwährungen denominierte monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Wechselkurs in die funktionale Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft umgerechnet. Nach ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung angegebene nicht monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zu dem zum Zeitpunkt der Festlegung des Kapitalwerts geltenden Wechselkurs in die funktionale Währung umgerechnet. Auf Basis historischer Kosten in Fremdwährung angegebene nicht monetäre Positionen werden zu dem am Datum der Transaktion geltenden Wechselkurs umgerechnet. Wechselkursgewinne und -verluste bei operativen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie zur Absicherung von Währungsrisiken eingesetzte Derivate werden als Erlöse vor dem Finanzergebnis, Gewinnen (Verlusten) aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungsunternehmen und Ertragsteuern (EBIT) erfasst. Aus der Umrechnung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie aus Derivaten zur Absicherung der jeweiligen Währungsrisiken erzielte Wechselkursgewinne und -verluste werden unter dem Finanzergebnis ausgewiesen. b. Ausländische Geschäftsbetriebe Zur Aufnahme in den Konzernabschluss werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (einschließlich Geschäftswert) von Tochtergesellschaften, die nicht den Euro als funktionale Währung verwenden, in den am Ende des Berichtszeitraums geltenden Kassakurs umgerechnet. Eigenkapitalkomponenten werden in historische Kurse, Posten der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung zu jeder Berichtsperiode in den gewichteten Durchschnittskurs umgerechnet. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als sonstiges Ergebnis erfasst und als kumuliertes sonstiges Ergebnis ausgewiesen. Die Auswirkung der unter dem Kapitalwert der Anteilseigner erfassten Währungsumrechnung wird rückwirkend als Gewinn oder Verlust erfasst, sobald die Konsolidierung der Tochtergesellschaft endet. Posten der konsolidierten Kapitalflussrechnung werden zum gewichteten durchschnittlichen Wechselkurs der jeweiligen Periode umgerechnet. Das gilt jedoch nicht für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, deren Umrechnung zu dem am Ende des Berichtszeitraums geltenden Kassakurs erfolgt. D. Schätzungen und Beurteilungen Bei der Erstellung des Konzernabschlusses sind Beurteilungen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf die Anwendung der Bilanzierungsgrundsätze des Konzerns, die ausgewiesenen Erträge und Aufwände im Jahresverlauf, die ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie die Darlegung von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Datum des Konzernabschlusses auswirken. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Im Zuge der Anwendung der Bilanzierungsgrundsätze des Konzerns nimmt die Geschäftsführung neben den für Schätzungen erforderlichen Beurteilungen weitere Beurteilungen vor, die sich erheblich auf die im Geschäftsbericht erfassten Beträge auswirken können. Beurteilungen, Schätzungen und Vorannahmen werden kontinuierlich bewertet und basieren auf historischen Erfahrungswerten und weiteren Faktoren wie erwartete künftige Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen als vernünftig und angemessen gelten. Geänderte Schätzungen werden prospektiv erfasst. Vor allem in den folgenden Bereichen finden sich wichtige, zu Bilanzierungszwecken vorgenommene Schätzungen und Vorannahmen:
E. Angaben zur Konzernbilanz 1. Immaterielle Anlagevermögen und Geschäftswert Siehe die Bilanzierungsgrundsätze in Abschnitt C.1 Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte. a. Aufgliederung der Vermögenswerte Die nachfolgende Tabelle fasst die Entwicklung der immateriellen Anlagevermögen und des Geschäftswerts zusammen:
Die Geschäftswerte ergeben sich aus den Unternehmenszusammenschlüssen der All4Labels Group, All4Labels Italy S.p.A., All4Labels Shop GmbH, All4Labels Russia OOO, Etichettificio Dany S.r.l. und der Labelprint24 Gruppe. Weitere Angaben hierzu siehe auch Abschnitt B.3 Unternehmenszusammenschluss. Zum 31. Dezember 2021 bestanden die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte hauptsächlich aus Entwicklungskosten mit einem Buchwert von netto TEUR 534 (Vj.: TEUR 119) einschließlich von noch nicht fertiggestellten Vermögenswerten zum Wert von TEUR 157 (Vj.: TEUR 17), die noch nicht der Abschreibung unterlagen. Es wurden keine Fremdkapitalkosten als Kostenelement des immateriellen Anlagevermögens erfasst. Abschreibungen des immateriellen Anlagevermögens beliefen sich auf insgesamt TEUR 19.547 (Vj.: TEUR 16.396) und betreffen vornehmlich die Abschreibungen auf die aktivierten Kundenbeziehungen, welche im Rahmen der Kaufpreisallokationen aufgedeckt wurden. Zum 31. Dezember 2021 unterlag kein Teil des immateriellen Anlagevermögens einer Eigentumsbeschränkung. Zum 31. Dezember 2021 hatte die All4Labels Gruppe keine offenen Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellem Anlagevermögen aus bereits abgeschlossenen Verträgen. b. Zahlungsmittelgenerierende Einheiten und Impairment Testing Zu den Geschäfts- oder Firmenwerten aus den Unternehmenszusammenschlüssen wurden zum Berichtsstichtag Werthaltigkeitstest durchgeführt, aus denen sich keine Hinweise auf eine Wertminderung ergeben. Alle Geschäftswerte wurden auf Ebene der zugehörigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE bzw. CGU) einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Zum Zweck der Überprüfung auf Wertminderung ist den ZGEs des Konzerns ein Geschäfts- oder Firmenwert wie folgt zugeordnet worden:
All4Labels Group Der erzielbare Betrag dieser ZGE basiert auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung, der durch diskontierte Cashflows geschätzt wurde. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wurde basierend auf den Inputfaktoren der verwendeten Bewertungstechnik als ein beizulegender Zeitwert der Stufe 3 eingeordnet, siehe Abschnitt G.2. Bemessung der beizulegenden Zeitwerte. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Schätzung des erzielbaren Betrags verwendet wurden, werden nachstehend dargelegt. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stellen die Beurteilung der Geschäftsführung der zukünftigen Entwicklungen in den relevanten Branchen dar und basieren auf Vergangenheitswerten von externen und internen Quellen.
Der Abzinsungssatz stellt eine Nach-Steuer-Größe dar, die auf Grundlage der historischen branchendurchschnittlich gewichteten Kapitalkosten bei einem möglichen Verschuldungsgrad von 22,7 % (Vj.: 23,2 %) und einem Marktzinssatz von 7,8 % (Vj.: 7,8 %) geschätzt wurde. Die Cashflow-Prognosen enthielten spezifische Schätzungen für fünf Jahre und eine ewige Wachstumsrate danach. Die nachhaltige Wachstumsrate wurde basierend auf der Schätzung der Geschäftsführung der langfristigen durchschnittlichen jährlichen EBITDA-Wachstumsrate ermittelt, die mit der Annahme, die ein Marktteilnehmer treffen würde, übereinstimmt. Das geplante EBITDA wurde unter Berücksichtigung vergangener Erfahrungen geschätzt. Das Wachstum der Umsatzerlöse wurde unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Wachstums der letzten vier Jahre und des geschätzten Umsatzvolumens und Preisanstiegs in den nächsten fünf Jahren prognostiziert. Es wurde angenommen, dass die Verkaufspreise in den nächsten fünf Jahren entsprechend der vorhergesagten Inflation steigen werden. Der geschätzte erzielbare Ertrag der ZGE übersteigt deren Buchwert um annähernd Mio. EUR 205 (Vj.: Mio. EUR 294). All4Labels Italy S.p.A. Der erzielbare Betrag dieser ZGE basiert auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung, der durch diskontierte Cashflows geschätzt wurde. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wurde basierend auf den Inputfaktoren der verwendeten Bewertungstechnik als ein beizulegender Zeitwert der Stufe 3 eingeordnet, siehe Abschnitt G.2. Bemessung der beizulegenden Zeitwerte. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Schätzung des erzielbaren Betrags verwendet wurden, werden nachstehend dargelegt. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stellen die Beurteilung der Geschäftsführung der zukünftigen Entwicklungen in den relevanten Branchen dar und basieren auf Vergangenheitswerten von externen und internen Quellen.
Der Abzinsungssatz stellt eine Nach-Steuer-Größe dar, die auf Grundlage der historischen branchendurchschnittlich gewichteten Kapitalkosten bei einem möglichen Verschuldungsgrad von 22,7 % (Vj. 23,2 %) und einem Marktzinssatz von 7,5 % (Vj. 7,8 %) geschätzt wurde. Die Cashflow-Prognosen enthielten spezifische Schätzungen für fünf Jahre und eine ewige Wachstumsrate danach. Die nachhaltige Wachstumsrate wurde basierend auf der Schätzung der Geschäftsführung der langfristigen durchschnittlichen jährlichen EBITDA-Wachstumsrate ermittelt, die mit der Annahme, die ein Marktteilnehmer treffen würde, übereinstimmt. Das geplante EBITDA wurde unter Berücksichtigung vergangener Erfahrungen geschätzt. Das Wachstum der Umsatzerlöse wurde unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Wachstums der letzten vier Jahre und des geschätzten Umsatzvolumens und Preisanstiegs in den nächsten fünf Jahren prognostiziert. Es wurde angenommen, dass die Verkaufspreise in den nächsten fünf Jahren entsprechend der vorhergesagten Inflation steigen werden. Der geschätzte erzielbare Ertrag der ZGE übersteigt deren Buchwert um annähernd Mio. EUR 45 (Vj. Mio. EUR 106). All4Labels Shop GmbH Der erzielbare Betrag dieser ZGE basiert auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung, der durch diskontierte Cashflows geschätzt wurde. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wurde basierend auf den Inputfaktoren der verwendeten Bewertungstechnik als ein beizulegender Zeitwert der Stufe 3 eingeordnet, siehe Abschnitt G.2. Bemessung der beizulegenden Zeitwerte. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Schätzung des erzielbaren Betrags verwendet wurden, werden nachstehend dargelegt. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stellen die Beurteilung der Geschäftsführung der zukünftigen Entwicklungen in den relevanten Branchen dar und basieren auf Vergangenheitswerten von externen und internen Quellen.
Der Abzinsungssatz stellt eine Nach-Steuer-Größe dar, die auf Grundlage der historischen branchendurchschnittlich gewichteten Kapitalkosten bei einem möglichen Verschuldungsgrad von 22,7 % (Vj.: 23,2 %) und einem Marktzinssatz von 7,8 % (Vj.: 7,8 %) geschätzt wurde. Die Cashflow-Prognosen enthielten spezifische Schätzungen für fünf Jahre und eine ewige Wachstumsrate danach. Die nachhaltige Wachstumsrate wurde basierend auf der Schätzung der Geschäftsführung der langfristigen durchschnittlichen jährlichen EBITDA-Wachstumsrate ermittelt, die mit der Annahme, die ein Marktteilnehmer treffen würde, übereinstimmt. Das geplante EBITDA wurde unter Berücksichtigung vergangener Erfahrungen geschätzt. Das Wachstum der Umsatzerlöse wurde unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Wachstums der letzten vier Jahre und des geschätzten Umsatzvolumens und Preisanstiegs in den nächsten fünf Jahren prognostiziert. Es wurde angenommen, dass die Verkaufspreise in den nächsten fünf Jahren entsprechend der vorhergesagten Inflation steigen werden. Der geschätzte erzielbare Ertrag der ZGE übersteigt deren Buchwert um annähernd Mio. EUR 13 (Vj.: Mio. EUR 12). Labelprint24 Gruppe Der erzielbare Betrag dieser ZGE basiert auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung, der durch diskontierte Cashflows geschätzt wurde. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wurde basierend auf den Inputfaktoren der verwendeten Bewertungstechnik als ein beizulegender Zeitwert der Stufe 3 eingeordnet, siehe Abschnitt G.2. Bemessung der beizulegenden Zeitwerte. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Schätzung des erzielbaren Betrags verwendet wurden, werden nachstehend dargelegt. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stellen die Beurteilung der Geschäftsführung der zukünftigen Entwicklungen in den relevanten Branchen dar und basieren auf Vergangenheitswerten von externen und internen Quellen.
Der Abzinsungssatz stellt eine Nach-Steuer-Größe dar, die auf Grundlage der historischen branchendurchschnittlich gewichteten Kapitalkosten bei einem möglichen Verschuldungsgrad von 22,7 % und einem Marktzinssatz von 7,8 % geschätzt wurde. Die Cashflow-Prognosen enthielten spezifische Schätzungen für fünf Jahre und eine ewige Wachstumsrate danach. Die nachhaltige Wachstumsrate wurde basierend auf der Schätzung der Geschäftsführung der langfristigen durchschnittlichen jährlichen EBITDA-Wachstumsrate ermittelt, die mit der Annahme, die ein Marktteilnehmer treffen würde, übereinstimmt. Das geplante EBITDA wurde unter Berücksichtigung vergangener Erfahrungen geschätzt. Das Wachstum der Umsatzerlöse wurde unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Wachstums der letzten vier Jahre und des geschätzten Umsatzvolumens und Preisanstiegs in den nächsten fünf Jahren prognostiziert. Es wurde angenommen, dass die Verkaufspreise in den nächsten fünf Jahren entsprechend der vorhergesagten Inflation steigen werden. Der geschätzte erzielbare Ertrag der ZGE übersteigt deren Buchwert um annähernd Mio. EUR 29. Etichettificio Dany S.r.l. Der erzielbare Betrag dieser ZGE basiert auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung, der durch diskontierte Cashflows geschätzt wurde. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wurde basierend auf den Inputfaktoren der verwendeten Bewertungstechnik als ein beizulegender Zeitwert der Stufe 3 eingeordnet, siehe Abschnitt G.2. Bemessung der beizulegenden Zeitwerte. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Schätzung des erzielbaren Betrags verwendet wurden, werden nachstehend dargelegt. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stellen die Beurteilung der Geschäftsführung der zukünftigen Entwicklungen in den relevanten Branchen dar und basieren auf Vergangenheitswerten von externen und internen Quellen.
Der Abzinsungssatz stellt eine Nach-Steuer-Größe dar, die auf Grundlage der historischen branchendurchschnittlich gewichteten Kapitalkosten bei einem möglichen Verschuldungsgrad von 22,7 % und einem Marktzinssatz von 7,8 % geschätzt wurde. Die Cashflow-Prognosen enthielten spezifische Schätzungen für fünf Jahre und eine ewige Wachstumsrate danach. Die nachhaltige Wachstumsrate wurde basierend auf der Schätzung der Geschäftsführung der langfristigen durchschnittlichen jährlichen EBITDA-Wachstumsrate ermittelt, die mit der Annahme, die ein Marktteilnehmer treffen würde, übereinstimmt. Das geplante EBITDA wurde unter Berücksichtigung vergangener Erfahrungen geschätzt. Das Wachstum der Umsatzerlöse wurde unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Wachstums der letzten vier Jahre und des geschätzten Umsatzvolumens und Preisanstiegs in den nächsten fünf Jahren prognostiziert. Es wurde angenommen, dass die Verkaufspreise in den nächsten fünf Jahren entsprechend der vorhergesagten Inflation steigen werden. Der geschätzte erzielbare Ertrag der ZGE übersteigt deren Buchwert um annähernd Mio. EUR 4. All4Labels Russia OOO Der erzielbare Betrag dieser ZGE basiert auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung, der durch diskontierte Cashflows geschätzt wurde. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wurde basierend auf den Inputfaktoren der verwendeten Bewertungstechnik als ein beizulegender Zeitwert der Stufe 3 eingeordnet, siehe Abschnitt G.2. Bemessung der beizulegenden Zeitwerte. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Schätzung des erzielbaren Betrags verwendet wurden, werden nachstehend dargelegt. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stellen die Beurteilung der Geschäftsführung der zukünftigen Entwicklungen in den relevanten Branchen dar und basieren auf Vergangenheitswerten von externen und internen Quellen.
Der Abzinsungssatz stellt eine Nach-Steuer-Größe dar, die auf Grundlage der historischen branchendurchschnittlich gewichteten Kapitalkosten bei einem möglichen Verschuldungsgrad von 22,7 % und einem Marktzinssatz von 7,8 % geschätzt wurde. Die Cashflow-Prognosen enthielten spezifische Schätzungen für fünf Jahre und eine ewige Wachstumsrate danach. Die nachhaltige Wachstumsrate wurde basierend auf der Schätzung der Geschäftsführung der langfristigen durchschnittlichen jährlichen EBITDA-Wachstumsrate ermittelt, die mit der Annahme, die ein Marktteilnehmer treffen würde, übereinstimmt. Das geplante EBITDA wurde unter Berücksichtigung vergangener Erfahrungen geschätzt. Das Wachstum der Umsatzerlöse wurde unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Wachstums der letzten vier Jahre und des geschätzten Umsatzvolumens und Preisanstiegs in den nächsten fünf Jahren prognostiziert. Es wurde angenommen, dass die Verkaufspreise in den nächsten fünf Jahren entsprechend der vorhergesagten Inflation steigen werden. Der geschätzte erzielbare Ertrag der ZGE übersteigt deren Buchwert um annähernd Mio. EUR 1. 2. Sachanlagen Siehe die Bilanzierungsgrundsätze in Abschnitt C.2 Sachanlagen. Die nachfolgende Tabelle fasst die Entwicklung der Grundstücke und Gebäude sowie der Maschinen zusammen:
Für das Jahr 2021 wurden keine Wertminderungen erfasst. Im Jahr 2021 wurden keine Fremdkapitalkosten als Kostenelement des Sachanlagevermögens erfasst. Die Geschäftsführung hat keinen Bedarf einer Neubewertung gemäß Art, Wesen und Risiko des Eigentums festgestellt. Sachanlagen unterliegen zum Bilanzierungsstichtag keinen wesentlichen Eigentumsbeschränkungen. Einzelheiten zum Nutzungsrecht am Vermögenswert sind Abschnitt H Leasingverhältnisse zu entnehmen. Der Betrag für vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen gemäß IAS 16.74 lit c) beträgt zum 31. Dezember 2021 Mio. EUR 8,9. 3. Nach der Equity-Methode bilanzierte Anteile Siehe die Bilanzierungsgrundsätze in Abschnitt B.8.iv. Beteiligungen an nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungsunternehmen. Die nach der Equity-Methode bilanzierten Investitionskosten setzen sich wie folgt zusammen:
Die All4Labels Russia OOO, St. Petersburg, Russland, war bis zum 31. Juli 2021 ein assoziiertes Unternehmen. Im Rahmen einer Satzungsänderung zum 04. August 2021 erlangte die All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, mittelbar über die All4Labels Solingen GmbH die Beherrschung gem. IFRS 3.43 ohne Übertragung einer Gegenleistung. Der Konzern verfügt weiterhin über 51 % der Anteile. Insoweit ist die All4Labels Russia OOO, St. Petersburg, Russland, kein assoziiertes Unternehmen mehr, sondern eine Tochtergesellschaft, die ab dem 1. August 2021 im Rahmen der Erwerbsmethode vollkonsolidiert wird. All4Labels Russia engagiert sich hauptsächlich in der Herstellung und dem Handel mit bedruckten Verpackungslösungen in Russland mit Hauptaugenmerk auf multinationale Kunden. Hier stellt All4Labels Russia drucksensible Etiketten, Shrink-Sleeves und andere Arten der Verpackung her. All4Labels Russia ist nicht börsennotiert. Das Unternehmen wurde im Vorjahr als assoziiertes Unternehmen bilanziert und wird nunmehr vollkonsolidiert. Siehe Abschnitt B.3 Unternehmenszusammenschluss. Im Geschäftsjahr 2021 bestanden keine speziellen Vereinbarungen mit den anderen Gesellschaftern oder den eigentlichen Unternehmen. Die nachfolgende Tabelle fasst die Finanzangaben des bis zum 31. Juli 2021 nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmens gemäß ihren eigenen Jahresabschlüssen, nach Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts zum Zeitpunkt des Erwerbs und die Überleitung von lokalem Bilanzierungsgrundsätzen zu den IFRS Bilanzierungsgrundsätzen zusammen. Sie legt auch die summarischen Finanzangaben über den Buchwert der Konzernbeteiligung dar:
4. Vorräte Siehe die Bilanzierungsgrundsätze in Abschnitt C.5 Vorräte.
Für 2021 wurden Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 268.241 (Vj.: TEUR 237.407) unter den "Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen" ausgewiesen. Aufgrund von Wertberichtigungen wurden die Bestände um TEUR 778 (Vj.: TEUR 942) reduziert. Die Wertberichtigung wurde als Aufwand im Jahr 2021 erfasst. Wertberichtigungen werden unter den "Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen" ausgewiesen. 5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Siehe die Bilanzierungsgrundsätze in Abschnitt C.3.b Wertminderung - Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Die Kredit- und Marktrisiken des Konzerns sowie die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in Abschnitt G.4 des Anhangs erörtert. 6. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Siehe die Bilanzierungsgrundsätze in Abschnitt C.6 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Am 31. Dezember 2021 beliefen sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns auf TEUR 31.387 (Vj.: TEUR 41.606). Sie setzten sich aus dem Kassenbestand, Schecks und Bankguthaben zusammen und unterlagen keinerlei Einschränkungen. Zum 31. Dezember 2021 waren alle wesentlichen Bankkonten an Drittdarlehensgeber verpfändet. 7. Eigenkapital Siehe Eigenkapitalveränderungsrechnung zur Darstellung der Eigenkapitalentwicklung. Am 31. Dezember 2021 umfasste das gezeichnete Kapital 25.000 Geschäftsanteile im Wert vom TEUR 25 im Besitz der Triton V LuxCo 10 S.à r.l., Luxemburg. Das Stammkapital war zum Bilanzstichtag vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 309.502 (Vj.: TEUR 305.237) und betrifft ausschließlich Einlagen aus Kapitalerhöhungen; wir verweisen auf Abschnitt I.3.c des Anhangs. Die Anderen Rücklagen setzen sich wie folgt zusammen:
Zur Rücklage für Währungsumrechnung gehören alle Fremdwährungsunterschiede aus der in Fremdwährungen geführten Geschäftsberichte sowie der Effektivanteil von Fremdwährungsunterschieden aus der Absicherung von Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb. Die übrigen Rücklagen umfassen im Wesentlichen Rücklagen aus den Minderheitenerwerben an der Ritter Haftetiketten GmbH, Enger, Deutschland, der All4Labels Smart + Secure GmbH, Witzhave, Deutschland und der All4Labels South Africa (Pty.), Muizenberg, Südafrika sowie die Veränderungen aus der Inflationsbereinigung nach IAS 29 für die All4Labels Argentina S.A., Pablo Podesta, Argentinien. Gewinnausschüttung Die All4Labels HoldCo GmbH in Witzhave hat im letzten Geschäftsjahr keine Gewinnausschüttungen vorgenommen. Auch für das aktuelle Geschäftsjahr ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Ausschüttung vorgesehen. Kapitalmanagement Zur Bewahrung des Vertrauens von Investoren, Kreditoren und des Markts und zur Stützung der künftigen Geschäftsentwicklung möchte die All4Labels Gruppe generell eine starke Kapitaldecke über den gesamten Wirtschaftszyklus beibehalten. Die Kapitalstruktur ist ein Pfeiler zur Erreichung des Konzernziels, den Gesellschaftern und Partnern attraktive Finanzerträge zu ermöglichen. Der Konzern überwacht und steuert die laufende Geschäftstätigkeit mit Hilfe von finanziellen Leistungsindikatoren, die vornehmlich die Umsatzerlöse und das bereinigte EBITDA betreffen. Darüber hinaus überwacht die Geschäftsführung mit Hilfe des Cash Conversion Cycle (CCC) aktiv die Kapitalbindungsdauer im Konzern. Geschäftsführung und Gesellschafter streben einen Ausgleich zwischen den möglichen höheren Erträgen, einer höheren Kreditaufnahme und der Sicherheit durch eine gesunde Kapitalstruktur an. 8. Rückstellungen Siehe die Bilanzierungsgrundsätze in Abschnitt C.7 Rückstellungen. Die All4Labels Gruppe verfügt zum 31. Dezember 2021 vornehmlich über kurzfristige Rückstellungen, die sich wie folgt zusammensetzen:
Die Rückstellungen für die Gesellschafter der Italy S.p.A. (vormals: GPS Rotomet S.r.l.) betreffen einen Teil des Kaufpreises, der erst nach dem Eintritt bestimmter Kriterien zur Zahlung im Geschäftsjahr 2022 fällig wird. Die Personalrückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Bonusrückstellungen (TEUR 3.471), Rückstellungen für Urlaub und Überstunden (TEUR 2.614) sowie aus Abfindungen (TEUR 770). Die Abfindungsrückstellung im Vorjahr (TEUR 6.593) umfassen insbesondere die Kosten im Zusammenhang mit den Werksverlagerungen, die nahezu vollständig im Berichtsjahr gezahlt wurden. Die Rückstellungen für Kundenboni betreffen an Kunden zu zahlenden Boni für das Berichtsjahr, die im Folgejahr fällig werden. 9. Pensionsverpflichtungen Die in der Bilanz erfassten Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 755 (Vj.: TEUR 3.120) stellen Verpflichtungen im Sinne von beitragsorientierten Plänen (Defined Contribution Plans) dar. Die Verpflichtungen für Beiträge zu beitragsorientierten Plänen werden als Aufwand erfasst, sobald die damit verbundene Arbeitsleistung erbracht wird. 10. Finanzielle Verbindlichkeiten Siehe die Bilanzierungsgrundsätze in Abschnitt C.4 Finanzinstrumente. Zum 31. Dezember 2021 umfassten die Konzernschulden im Wesentlichen drei langfristige Darlehen, zwei Darlehen mit einem Nominalbetrag in Höhe von Mio. EUR 400 und ein Bond mit einem Nominalbetrag in Höhe von Mio. EUR 80. Darüber hinaus hält die All4Labels Gruppe eine revolvierende Rahmenkreditlinie mit einem Nominalbetrag in Höhe von Mio. EUR 75 (Konsortialdarlehen). Die Rahmenkreditlinie wurde bis zum Ende des Berichtszeitraums in Höhe von Mio. EUR 48,3 (Vj.: Mio. EUR 29,2) gezogen. Im Geschäftsjahr 2021 wurde die Rahmenkreditlinie auf Mio. EUR 75 aufgestockt. Die langfristigen Darlehen haben eine Laufzeit bis zum 9. November 2026 und die Rahmenkreditlinie bis zum 7. Mai 2026. Die Konsortialdarlehen sind durch Geschäftsanteile sowie die wesentlichen Bankkonten der Gruppe besichert. Die Verzinsung ist variabel und basiert auf einem kurzfristigen Referenzzinssatz plus einer Margin. Die Margin ist abhängig vom Verschuldungsgrad. Der Verschuldungsgrad ergibt sich aus der Quote der konsolidierten Netto-Verschuldung im Verhältnis zum konsolidierten bereinigten EBITDA wie im Darlehensvertrag definiert. Die Darlehensverträge enthalten unter anderem auch Verpflichtungen zur ordnungsgemäßen Führung der Geschäfte, Berichtspflichten, Einschränkungen bezüglich der Verschuldung und Verwendung liquider Mittel sowie finanzielle Covenants. Die finanziellen Covenants haben zum Ziel, eine Mindestliquidität sicherzustellen. Bei Unterschreiten einer bestimmten Liquiditätsgrenze in Abhängigkeit der Ausnutzung der Rahmenkreditlinie wird der Verschuldungsgrad für den Rahmenkredit gemessen. Dieser darf einen vorbestimmten Grad nicht überschreiten ansonsten müssen fristgerecht Maßnahmen zur Liquiditätsverbesserung eingeleitet werden. Bei Nichteinhaltung von Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag kann dieser durch die Kreditgeber gekündigt werden. Die Gesellschaft überwacht im Rahmen ihrer Treasury Prozesse die Einhaltung der Bedingungen des Darlehensvertrages. Für weitere Informationen verweisen wir auf Abschnitt G Finanzinstrumente. 11. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Siehe die Bilanzierungsgrundsätze in Abschnitte C.4.c und C.4.d des Anhangs. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 80.393 (Vj.: TEUR 62.457) bestehen im Wesentlichen zu Lieferanten von Materialien, Dienstleistungen und Investitionsgütern. Zum Berichtsstichtag gliedern sich die sonstigen Verbindlichkeiten wie folgt:
12. Latente Steuern Siehe Bilanzierungsgrundsätze in Abschnitt C.9 Ertragsteuern. Zum Stichtag werden in der Bilanz aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.859 (Vj.: TEUR 245) sowie passive latente Steuern in Höhe von TEUR 48.158 (Vj.: TEUR 52.936) ausgewiesen. Die latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den folgenden Bilanzposten und steuerlichen Verlustvorträgen bzw. Steuergutschriften:
Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern saldiert, wenn sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und ein Anspruch auf Verrechnung eines tatsächlichen Steuererstattungsanspruchs mit einer tatsächlichen Steuerschuld besteht. Beim Ausweis der aktiven und passiven latenten Steuern in der Konzernbilanz wird nicht zwischen kurz- und langfristig unterschieden. Auf inländische körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 1.928, auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 1.744 und auf Zinsvorträge in Höhe von TEUR 64.162 wurden keine latenten Steuern angesetzt, da deren Nutzung derzeit nicht wahrscheinlich ist. Diese Verlust- und Zinsvorträge unterliegen keiner zeitlichen Nutzungsbeschränkung. Weiterhin wurden im Ausland für körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 4.177 keine latenten Steuern gebildet. Von diesen Verlustvorträgen sind TEUR 3.303 zeitlich unbegrenzt nutzbar, TEUR 854 verfallen innerhalb der nächsten fünf Jahre und TEUR 20 innerhalb der nächsten zehn Jahre. Differenzen auf Anteile an Tochterunternehmen führen nicht zum Ansatz passiver latenter Steuern, da der Konzern die Dividendenpolitik der Tochterunternehmen bestimmt und gegen Dividendenzahlungen bei Gemeinschaftsunternehmen ein Veto einlegen kann. Der Konzern kann also die Auflösung der temporären Differenzen steuern. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass es auf absehbare Zeit keine Auflösungen geben wird. Vor diesem Hintergrund wurden im aktuellen Geschäftsjahr auf temporäre Unterschiede in Höhe von Mio. EUR 1,3 (Vj.: 0 ) im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften keine latenten Steuerschulden angesetzt. In der All4Labels Gruppe sind mehrere Jahre noch nicht endgültig steuerlich veranlagt. Das Management ist der Auffassung, ausreichend Vorsorge für diese offenen Veranlagungsjahre getroffen zu haben. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Steuerzahlungen kommen kann, welche die im Abschluss gebildete Vorsorge übersteigen. Aufgrund von zukünftiger Rechtsprechung oder Änderung der Auffassungen der Finanzverwaltungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Steuererstattungen für vergangene Jahre kommen kann. Der Saldo von aktiven und passiven latenten Steuern hat sich im Berichtsjahr wie folgt verändert:
F. Angaben zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Siehe die Bilanzierungsgrundsätze in Abschnitt C.10 Erlöserfassung. a. Aufschlüsselung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen Der Konzern generiert seine Umsatzerlöse im Wesentlichen durch den Verkauf von Etiketten an seine Kunden. Weitere Erlösquellen bestehen aus Einnahmen aus Services, Platten und Sonstige. Die Umsatzerlöse aus Kundenverträgen teilen sich nach den relevanten Produktgruppen wie folgt auf:
b. Aufschlüsselung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten Die nachfolgende Tabelle schlüsselt die Umsatzerlöse aus Kundenverträgen nach den wichtigsten Marktregionen auf:
c. Vertragsvermögenswerte Nur einige Verträge mit bestimmten Kunden enthalten mehr als eine Leistungsverpflichtung. Hier sind neben der Lieferung von Produkten auch Pflichtdienstleistungen vereinbart. Letztere werden auf Basis der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden regelmäßig (mindestens monatlich) in Rechnung gestellt. Daher entstehen weder Vertragsguthaben noch -verbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2021 liegen keine verbliebenen berichtspflichtigen Leistungsverpflichtungen vor. 2. Aufwendungen nach Aufwandsart Die Aufwendungen verteilen sich nach den folgenden Aufwandsarten auf:
3. Sonstige Erträge
4. Sonstige Aufwendungen
5. Personalausgaben und Personalbestand Siehe die Bilanzierungsgrundsätze in Abschnitt C.11 Leistungen an Arbeitnehmer. Die nachfolgenden Personalgesamtausgaben werden in der Ergebnisrechnung vom 31. Dezember 2021 unter den Funktionskosten geführt:
Differenzierung nach Funktionen:
Die Gesamt- und durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten nach Region verteilt sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt:
6. Nettofinanzierungskosten
7. Ertragsteuern Siehe die Bilanzierungsgrundsätze in Abschnitt C.9 Ertragsteuern. Bei im Inland ansässigen Kapitalgesellschaften fallen Körperschaftsteuer in Höhe von 15 % sowie ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % der geschuldeten Körperschaftsteuer an. Zusätzlich unterliegen diese Gesellschaften sowie inländische Personengesellschaften der Gewerbeertragsteuer, deren Höhe sich entsprechend den gemeindespezifischen Hebesätzen unterscheiden. Im Konzern belaufen sich diese auf Werte zwischen 10,85 % (Vj: 11,20 %) und 15,825 % (Vj: 16,625 %). Die kombinierten Ertragsteuersätze für inländische Gesellschaften liegen damit zwischen 26,325 % (Vj: 27,025 %) und 29,825 % (Vj: 32,45 %). Weiterhin werden für im Ausland ansässige Tochtergesellschaften vergleichbare tatsächliche ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Die Steuersätze im Konzern lagen im Jahr 2021 zwischen 13,51 % (Vj: 7,83 %) und 34 % (Vj: 34 %). Die Änderung der angewendeten Ertragsteuersätze gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen zurück zuführen auf die Änderung der gewerbesteuerlichen Zerlegung innerhalb der inländischen Organschaft. Der gesamte Steueraufwand des Berichtsjahres teilt sich wie folgt auf:
Bei der folgenden Überleitungsrechnung werden die einzelnen gesellschaftsbezogenen und mit dem jeweiligen länderspezifischen Steuersatz erstellten Überleitungsrechnungen unter Berücksichtigung von Konsolidierungsmaßnahmen zusammengefasst. Dabei basiert der erwartete Steueraufwand auf dem Nominalsteuersatz der All4Labels HoldCo GmbH:
G. Finanzinstrumente - Beizulegende Zeitwerte und Risikomanagement 1. Bilanzierungsklassifizierungen und beizulegende Zeitwerte Die nachstehenden Tabellen enthalten die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wobei langfristige und kurzfristige Posten zusammen dargestellt werden. Darüber hinaus werden die zugehörigen Bewertungskategorien gemäß IFRS 9, Finanzinstrumente, und die zur Berechnung des beizulegenden Zeitwertes maßgeblichen Stufen der Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwertes, ausgewiesen. Wir setzen im gewöhnlichen Geschäftsverlauf verschiedene Arten von Finanzinstrumenten ein, die entweder als zu fortgeführten Anschaffungskosten (AmC) oder zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Gesamtergebnis (FVtOCI) oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVtPL) bewertet eingestuft werden. Diejenigen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden bzw. für die der beizulegende Zeitwert ausgewiesen werden muss, haben wir in Abhängigkeit von den zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verwendeten Inputwerten und von deren Bedeutung für die Bewertungstechniken einer dreistufigen Bewertungshierarchie zugeordnet. Finanzielle Vermögenswerte zum 31. Dezember 2021:
Finanzielle Vermögenswerte zum 31. Dezember 2020:
Finanzielle Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2021:
Finanzielle Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2020:
2. Bemessung der beizulegenden Zeitwerte Die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die entweder zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden oder für die der beizulegende Zeitwert im Anhang zum Konzernabschluss angegeben wird, wurden mithilfe der folgenden Bewertungsmethoden und Inputwerte ermittelt:
Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und die liquiden Mittel haben im Allgemeinen kurze Restlaufzeiten. Infolgedessen entsprechen die Buchwerte zum Ende des Berichtszeitraums im Allgemeinen annäherungsweise ihren beizulegenden Zeitwerten und sind in der Fair-Value-Hierarchie in der Tabelle nicht angegeben. Die beizulegenden Zeitwerte der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten und der Leasingverbindlichkeiten wurden durch Abzinsung aller zukünftigen Cashflows mit den anwendbaren Zinssätzen für die entsprechenden Restlaufzeiten unter Berücksichtigung eines unternehmensspezifischen Credit Spread ermittelt, sofern ihre Buchwerte zum Berichtsdatum nicht annähernd ihren beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die All4Labels Gruppe erfasst mögliche Neuklassifizierungen zwischen den verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie am Ende des Berichtszeitraums. Im Geschäftsjahr 2021 hat es keine Übertragungen zwischen den verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie gegeben. 3. Nettogewinne und -verluste aus FinanzinstrumentenIn der Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurden die folgenden Aufwendungen und Erträge aus Finanzinstrumenten erfasst:
Die Zinsaufwendungen und Erträge aus Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis (Anmerkung F.6 Nettofinanzierungskosten) ausgewiesen. Der Nettofinanzverlust aus den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 34.116 (Vj.: TEUR 30.446) bezieht sich in erster Linie auf die Konsortialdarlehen und Gesellschafterdarlehen. 4. Finanzrisikomanagement Der Konzern unterliegt folgenden Risiken aus der Nutzung von Finanzinstrumenten:
a. Risikomanagementrichtlinien Die All4Labels Gruppe ist verschiedenen Finanzrisiken ausgesetzt, wie bspw. Marktrisiken (d. h. Fremdwährungsrisiko und Zinssatzrisiko), dem Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko. Die Risikomanagementrichtlinien der All4Labels Gruppe dienen der Identifizierung und Analyse der Risiken, denen der Konzern unterliegt, der Festlegung angemessener Grenzen und Kontrollmechanismen sowie der Überwachung der Einhaltung dieser Grenzen. Sie steuert die Risiken über ihre Finanzorganisation auf konzernweiter Basis. Die Risikomanagementrichtlinien und Systeme werden regelmäßig überprüft, um Änderungen der Marktbedingungen und der Geschäftstätigkeiten des Konzerns widerzuspiegeln. Dabei strebt der Konzern durch seine Ausbildungs- und Führungsstandards und Verfahren ein diszipliniertes und konstruktives Kontrollumfeld an, in dem alle Mitarbeiter ihre Aufgaben und Pflichten verstehen. Der Konzern erwirbt derivative Finanzinstrumente nur zur Risikominderung und nicht für spekulative Zwecke, d. h. er schließt ohne ein entsprechendes Grundgeschäft keine Derivate ab. b. Kreditrisiko Zu den Kreditrisiken aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, aus Vertragsforderungen oder anderen finanziellen Vermögenswerten gehört das Risiko, dass Forderungen entweder verspätet oder gar nicht eingehen, wenn ein Kunde oder ein anderer Vertragspartner seine vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllt. Die Summe der positiven Buchwerte ist gleich dem maximalen Ausfallrisiko der All4Labels Gruppe aus finanziellen Vermögenswerten. Das Ausfallrisiko ist in erster Linie durch die Bonität der Kunden und des Sektors beeinflusst und wird daher durch zentrale und lokale Kreditmanager analysiert und überwacht. Zu den Verantwortlichkeiten der Kreditmanagementfunktion gehört auch das gebündelte Forderungsrisikomanagement. Die Bonität und die Zahlungshistorie der Vertragspartner werden regelmäßig analysiert. Zusätzlich nutzt der Konzern ein ABS-Factoring-Programm, um das Kreditrisiko zu reduzieren, siehe Hinweise unter C.4.b. Das Kreditrisiko für nicht-derivative finanzielle Forderungen wird auch dadurch begrenzt, dass Vereinbarungen nur mit Partnern mit nachgewiesener Bonität abgeschlossen werden oder Sicherheiten gestellt werden oder eine Warenkreditversicherung vereinbart wird. Mit Stand vom 31. Dezember 2021 hielt das Unternehmen keine Sicherheiten. Dementsprechend existieren keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder vertragliche Vermögenswerte, für die aufgrund von gehaltenen Sicherheiten keine Wertminderung erfasst wurde. Allerdings lässt sich das Ausfallrisiko nicht mit absoluter Gewissheit ausschließen, und jedem Restrisiko wird durch die Erfassung von erwarteten Kreditverlusten für identifizierte Einzelrisiken und auf der Grundlage von Erfahrungen unter Berücksichtigung aller relevanten zukünftigen Komponenten begegnet. Finanzielle Vermögenswerte, die weder überfällig noch im Wert gemindert sind, haben dementsprechend ein erstklassiges Bonitätsrating. Die Ausfallrisiken werden auf der Grundlage unternehmensweit anwendbarer Standards bestimmt. Die Verfahren zur Berechnung der Wertminderungen sind im Abschnitt "Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze" beschrieben (siehe Anmerkung C.3 Wertminderung). Ist die Bonität einer Forderung wertgemindert, werden entsprechende Aufwendungen im Wertberichtigungskonto verbucht. Während der Laufzeit erwartete Kreditausfälle werden weitgehend anhand von Schätzungen und Bewertungen berechnet, die auf der Bonität des jeweiligen Kunden, den aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen und einer Analyse der historischen Forderungsverluste basieren. Die Bonität eines Kunden wird anhand seiner Zahlungshistorie und seiner Zahlungsfähigkeit bewertet und orientiert sich an den Bonitätsdefinitionen externer Rating-Agenturen. Dabei wird regelmäßig überprüft, ob etwaige Risiken in Verbindung mit den verschiedenen Kundengruppen, Sektoren oder Ländern berücksichtigt werden müssen. Im Geschäftsjahr 2021 war keine derartige Zuordnung des Ausfallrisikos erforderlich. Die All4Labels Gruppe bestimmt die Ausfallraten für zu erwartende Kreditverluste unter Berücksichtigung der historischen Ausfälle, die den verschiedenen überfälligen Berichtszeiträumen zugewiesen sind, und berücksichtigt dabei im Allgemeinen auch eine zukunftsorientierte Komponente. Die Risikopositionen der Berichtszeiträume werden auf konzernweiter Ebene berechnet. H. Die folgenden Tabellen enthalten Angaben zur Kreditrisikoexposition und zu den erwarteten Kreditausfällen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte von Kunden mit Stand vom 31. Dezember 2020 und 31. Dezember 2021:
Die folgende Tabelle enthält Angaben zu vorgenommenen Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
Mit Stand vom 31. Dezember 2021 beliefen sich wertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Bonität beeinträchtigt war, auf TEUR 2.517 (Vj.: TEUR 2.495). Die Wertberichtigungen wegen Kreditausfällen für andere finanzielle Vermögenswerte, überwiegend Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, werden anhand einer allgemeinen Herangehensweise bewertet, beispielsweise in Höhe der Kreditverluste aufgrund von Ausfallereignissen, die in den nächsten zwölf Monaten erwartet werden, es sei denn, das Kreditrisiko hat sich seit der erstmaligen Erfassung wesentlich erhöht. Ist das Kreditrisiko erheblich gestiegen, weil sich das externe Rating verschlechtert hat, muss die erfasste Wertberichtigung für Kreditausfälle auf den erwarteten lebenslangen Kreditausfällen basieren. Aufgrund der Investment Grade Ratings sind Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und sonstige finanzielle Vermögenswerte des Konzerns in Höhe von TEUR 31.387 (Vj.: TEUR 41.606) (siehe Abschnitt E.6 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) mit einem geringen Kreditrisiko behaftet, was eine Nachverfolgung ihres Kreditrisikos unnötig macht. Bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten betrachtet das Unternehmen das Kreditrisiko als nicht wesentlich erhöht, es sei denn, die finanziellen Vermögenswerte sind mehr als 30 Tage überfällig oder die Ausfallwahrscheinlichkeit ändert sich (relativ) um mehr als 20 %. Zum Berichtsdatum wurden keine liquiden Mittel wertberichtigt. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten, die zur Bestimmung der erwarteten Kreditverluste für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und andere finanzielle Vermögenswerte verwendet werden, basieren auf am Markt quotierte Kreditausfall-Swapspreads; diese Credit Spreads berücksichtigen zukunftsorientierte makroökonomische Faktoren. Die erwarteten Kreditausfälle für diese Posten waren zum Stichtag unwesentlich. Das mit derivativen Finanzinstrumenten verbundene Kreditrisiko besteht in dem Risiko, dass die Gegenparteien ihren Zahlungspflichten nicht vollständig nachkommen. Um dieses Risiko zu mindern, werden derartige Verträge nur mit ausgewählten Banken abgeschlossen. Der Geschäftsführung der All4Labels Gruppe liegen keine Hinweise darauf vor, dass die Schuldner ihren Zahlungspflichten in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die weder überfällig noch wertgemindert sind, nicht nachkommen können. Abgesehen von den als Wertberichtigungen erfassten Beträgen gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Gegenparteien anderer finanzieller Vermögenswerte, d. h. derivativer finanzieller Vermögenswerte und verschiedener anderer finanzieller Vermögenswerte, nicht in der Lage sein werden, ihren zukünftigen vertraglichen Pflichten nachzukommen. c. Kreditrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern Schwierigkeiten hat, seinen Verpflichtungen im Zusammenhang mit seinen finanziellen Verbindlichkeiten nachzukommen, die durch Zahlung von Bargeld oder andere finanzielle Vermögenswerte beglichen werden. Der Konzern verfolgt im Rahmen seiner Steuerung des Liquiditätsrisikos das Ziel, dafür zu sorgen, dass sowohl unter normalen als auch unter angespannten Bedingungen stets Liquidität in ausreichender Höhe zur Verfügung steht, um Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu erfüllen, ohne inakzeptable Verluste zu erleiden oder eine Schädigung der Reputation des Konzerns zu riskieren. Daher wird durch das zentrale Cash Management regelmäßig eine Liquiditätsprognose erstellt. Um den Finanzbedarf zu decken, werden verschiedene marktgängige Finanzinstrumente eingesetzt. Das Unternehmen nutzt Eigenkapital, Factoring, Cash-Pooling-Vereinbarungen und bestehende Kreditlinien auf der Grundlage der einschlägigen rechtlichen und steuerlichen Vorschriften, um sicherzustellen, dass es dem Finanzierungsbedarf seiner Geschäftstätigkeit und seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann. Wenn Ereignisse zu unerwarteten Finanzierungsanforderungen führen, kann das Unternehmen auf vorhandene Liquidität und vereinbarte Bankkreditlinien zurückgreifen. Genauere Informationen zu den bestehenden genutzten und ungenutzten Kreditzusagen finden sich unter Anmerkung E.9 Finanzielle Verbindlichkeiten. Darüber hinaus setzt die All4Labels Gruppe ein Programm zum Forderungsverkauf ein, um die Liquidität zu steuern und ihr Working Capital zu verbessern. Zu diesem Zweck nutzt das Unternehmen das ABCP Programm bei einer renommierten Geschäftsbank. Mit Stand vom 31. Dezember 2021 wurden Forderungen mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 44.048 (Vj.: TEUR 46.184) verkauft. Die Überwachung des Forderungsinkassos verbleibt nach dem Verkauf bei der All4Labels Gruppe. Im Falle eines Forderungsausfalls infolge der Insolvenz der Gegenpartei verbleibt das Risiko in der ABS Struktur und nicht bei der All4Labels. Zum 31. Dezember 2021 standen der All4Labels ungenutzte Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 26,7 (Vj.: Mio. EUR 20,8) zur Verfügung. Die Leasingverbindlichkeiten erhöhten sich bis zum 31. Dezember 2021 von TEUR 38.037 auf TEUR 53.736. Nachstehend finden sich die vertraglichen Restlaufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten zum Stichtag und zum Vorjahr. Die Beträge sind brutto und nicht diskontiert und verstehen sich einschließlich der vertraglich vereinbarten Zinsen.
Es ist nicht davon auszugehen, dass die Mittelabflüsse in der Fälligkeitsanalyse zu erheblich unterschiedlichen Zeitpunkten oder in erheblich unterschiedlichen Beträgen eintreten werden. d. Marktrisiko Das Marktrisiko ist das Risiko, dass sich Veränderungen bei den Marktpreisen - z.B. Devisenkurse, Zinssätze und Aktienkurse - auf den Ertrag des Konzerns oder den Wert seines Bestands an Finanzinstrumenten auswirken. Die Zielsetzung des Marktrisikomanagements besteht darin, die Marktrisikogefährdung innerhalb akzeptabler Parameter zu steuern, bei gleichzeitiger Optimierung des Ertrags. Währungsrisiko Der internationale Charakter der Geschäftstätigkeiten des Konzerns bringt Lieferungen und Zahlungen in verschiedenen Währungen mit sich. Wechselkursschwankungen bergen das Risiko von Verlusten, da Vermögenswerte, die auf Währungen mit einem fallenden Wechselkurs lauten, an Wert verlieren, während Verbindlichkeiten, die auf Währungen mit einem steigenden Wechselkurs lauten, teurer werden. Zur Absicherung dürfen nur derivative Instrumente eingesetzt werden, die in unternehmensweiten Richtlinien definiert wurden und im Risikomanagementsystem ausgewiesen und bewertet werden können. Der Einsatz von Finanzinstrumenten, die diese Kriterien nicht erfüllen, ist generell nicht erlaubt. Der Konzern verfolgt das Ziel, die Fremdwährungsrisiken auf akzeptablem Niveau zu halten. Er akzeptiert die Risiken nur in dem zur Finanzierung der ausländischen Tochtergesellschaften und zum Erhalt des Geschäftsbetriebs notwendigen Ausmaß. Die wesentlichen operativen Währungsrisiken des Konzerns nach Währungen, basierend auf den Nennwerten am Ende eines jeden Berichtszeitraums, stellen sich wie folgt dar:
Das geschätzte operative Währungsrisiko stellt das Währungsrisiko aus der Geschäfts- und der Investitionstätigkeit innerhalb von sechs Monaten nach dem Ende eines jeden Berichtszeitraums dar. Das verbleibende operative Währungsrisiko spiegelt die kombinierte Exposition aller Konzernunternehmenseinheiten wider, die keinen lokalen Beschränkungen für Devisentransaktionen mit der Finanzorganisation des Konzerns unterliegen. Somit stellt dieses Risiko die Differenz zwischen den abgesicherten Positionen, und zwar sowohl erfasste Positionen als auch in Form von erwarteten zukünftigen Fremdwährungs-Cashflows, die noch nicht erfasst wurden, einerseits und den in der Bilanz erfassten Absicherungsinstrumenten andererseits dar. Aufgrund dieser Expositionen wurde das Währungsrisiko für All4Labels als tragbar eingestuft, so dass das Unternehmen die Währungsrisiken nicht mit separaten Absicherungsinstrumenten absichert. Darüber hinaus werden Währungsrisiken in Lateinamerika aus wirtschaftlichen Gründen nicht abgesichert. IFRS 7 verlangt, dass Unternehmen die Auswirkungen hypothetischer Schwankungen in den Devisenkursen auf den Gewinn bzw. Verlust und auf das Eigenkapital mithilfe von Sensitivitätsanalysen angeben. Die Devisenkursänderungen werden am Ende des Stichtags auf alle Finanzinstrumente des Konzerns angewandt. Die Analyse umfasst Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, nicht aber derivative Finanzinstrumente, die zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken eingesetzt werden. Eine normalerweise mögliche Stärkung (Schwächung) des Euro um 10 % gegenüber allen anderen Währungen zum 31. Dezember 2021 hätte sich mit den nachstehend angegebenen Beträgen auf die Bewertung der auf Fremdwährung lautenden Finanzinstrumente und das Eigenkapital sowie den Gewinn bzw. Verlust ausgewirkt. Im Rahmen dieser Analyse wird davon ausgegangen, dass alle anderen Variablen, insbesondere Zinssätze, konstant bleiben, ohne dass etwaige Auswirkungen durch erwartete Verkäufe und Käufe berücksichtigt werden.
Zum Stichtag ergibt sich kein Effekt auf das Eigenkapital, da die Anforderungen gemäß IFRS 7 nicht erfüllt sind. Zinsänderungsrisiko Variable Zinsvereinbarungen führen zu dem Risiko steigender Zinssätze für verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und sinkender Zinssätze für verzinsliche Finanzanlagen. Diese Zinssatzrisiken werden im Rahmen unserer Zinsmanagementtätigkeiten bewertet und eingeschätzt, zum Teil auf der Grundlage einer ständigen Überwachung der aktuellen und erwarteten lang- und kurzfristigen Zinsentwicklungen, und bei Bedarf mithilfe von derivativen Zinssicherungsinstrumenten gehandhabt. Gegenstand dieser Tätigkeiten sind die verzinslichen Nettofinanzschulden des Unternehmens. Zinsabsicherungsgeschäfte dienen derzeit ausschließlich der Überwachung der identifizierten Zinssatzrisiken aus dem ABS-Factoring-Programm. Die Hauptquellen für Unwirksamkeiten dieser Absicherungsbeziehungen lauten:
Das Profil der verzinslichen Finanzinstrumente, die der Nettoverschuldung zugeordnet sind, stellt sich unter Berücksichtigung der Wirkung der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns wie folgt dar:
Eine normalerweise mögliche Veränderung um 100 Basispunkte in den Zinssätzen zum Stichtag hätte das Ergebnis vor Steuern um die nachstehend angegebenen Beträge erhöht (gemindert). Bei dieser Analyse wird davon ausgegangen, dass alle anderen Variablen, insbesondere die Devisenwechselkurse, konstant bleiben.
Die durch All4Labels abgeschlossenen Konsortialdarlehen verzinsen sich variabel ausgehend von einem kurzfristigen Referenzzinssatz zuzüglich einer Marge. Die Marge ergibt sich nach einem Konditionstableau in Abhängigkeit der konsolidierten Netto-Verschuldungsquote. Diese ermittelt sich aus der konsolidierten Netto-Verschuldung im Verhältnis zum konsolidierten bereinigten LTM EBITDA. Die Einhaltung der Konditionstableaus und die Verbesserung der konsolidierten Netto-Verschuldungsquote wird dabei aktiv überwacht. Die Netto-Verschuldung definiert sich aus der Summe der ausstehenden Verbindlichkeiten abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. H. Leasingverhältnisse Bezüglich Informationen zu den Bilanzierungsmethoden siehe Anmerkung C.8 Leasingverhältnisse. 1. Konzern als Leasingnehmer Die All4Labels Gruppe least Maschinen und Anlagen für Produktionseinrichtungen in Deutschland und im Ausland. Die Laufzeiten der Leasingverträge betragen zwischen zwei und zehn Jahren. Die Vertragsvereinbarungen können Optionen zur Verlängerung der Leasinglaufzeiten nach einer unkündbaren Laufzeit sowie Kaufoptionen enthalten. Die Leasingvereinbarungen beinhalten fixe Zahlungen. Der Konzern mietet Gebäude zu Büro- und Produktionszwecken an. Der Konzern hat Räumlichkeiten in Deutschland, Italien, Mexiko, in der Schweiz, in Südafrika, China, Rumänien, Frankreich und Tschechien angemietet. Die Gebäude werden zum Teil als Produktionsbereiche, Warenlager, Bürogebäude und Verwaltungsräume genutzt. Die Laufzeiten der Leasingverträge betragen zwischen ein und zehn Jahren, mit der Option zur Erneuerung des Leasingverhältnisses nach Ablauf der festen Laufzeit. Darüber hinaus hat die All4Labels Gruppe Firmenfahrzeuge geleast. Die Laufzeit der Leasingverträge für die Firmenfahrzeuge beträgt zwischen drei und vier Jahren. Es bestehen keine Verlängerungsoptionen, und die Leasingverträge beinhalten fixe Zahlungen. Im kleineren Rahmen least der All4Labels Konzern auch einen Teil der IT-Ausrüstung. Werden die zugrundeliegenden Vertragsverhältnisse nicht als kurzlaufende Leasinggeschäfte oder als geringwertige Vermögenswerte eingestuft, werden RoUA-Vermögenswerte und Leasingverbindlichkeiten erfasst. Die vertragliche Laufzeit der Drucker beträgt zwischen vier und fünf Jahren, und die Leasingvereinbarungen enthalten fixe Leasingzahlungen. a. Vermögenswerte aus einem Nutzungsrecht (RoUA-Vermögenswerte) RoUA-Vermögenswerte in Bezug auf Leasingobjekte, die nicht der Definition als Finanzinvestition entsprechen, werden als Sachanlagen ausgewiesen (siehe Anmerkung E.2 Sachanlagen). Die aus Leasingverträgen erfassten RoUA-Vermögenswerte beziehen sich auf Maschinen und Ausstattung, Grundstücke, Gebäude und Leasingfahrzeuge an verschiedenen Standorten weltweit. In geringem Umfang werden Nutzungsrechte für die IT-Ausrüstung aktiviert. Die Zugänge bei den RoUA-Vermögenswerten beliefen sich für das Berichtsjahr auf TEUR 23.985 (Vj.: TEUR 8.354). Die Abschreibungen der Vermögenswerte betragen im Berichtsjahr TEUR 11.901 (Vj.: TEUR 10.778) und Abgänge des Nutzungsrechts wurden vornehmlich aus dem Maschinenpark in Höhe von TEUR 3.676 (Vj.: TEUR 2.502) entnommen. Geschäftsjahr 2021 Entwicklung der Nutzungsrechte
b. In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge Im Berichtsjahr wurden die folgenden Beträge in der GuV-Rechnung erfasst:
c. In der Kapitalflussrechnung erfasste Beträge Im Berichtsjahr wurden die folgenden Beträge in der Kapitalflussrechnung erfasst:
Neben den Zahlungsmittelabflüssen für den Zins- und Tilgungsanteil der erfassten Leasingverbindlichkeiten beinhaltet der Zahlungsmittelabfluss für Leasing auch Leasingzahlungen für nicht erfasste Leasingverträge für geringwertige Vermögenswerte sowie für kurzlaufende Leasingverträge. d. Verlängerungsoptionen Verschiedene Sachanlagen-Leasingverträge enthalten Verlängerungsoptionen. Verlängerungsoptionen dürfen nur von der All4Labels Gruppe und nicht von den Leasinggebern ausgeübt werden. Zum Zeitpunkt des Leasingbeginns analysiert der Konzern, ob die Inanspruchnahme der Verlängerungsoptionen hinreichend sicher ist. Sobald wesentliche Ereignisse oder wesentliche Änderungen in den Umständen, die im Einflussbereich des Konzerns liegen, eintreten, prüft der Konzern erneut, ob eine Inanspruchnahme der Verlängerungsoption hinreichend sicher ist. Der Konzern hat ermittelt, dass die potenziellen zukünftigen Leasingzahlungen, sollte er die Verlängerungsoption ausüben, zu einer Erhöhung der Leasingverbindlichkeit von TEUR 7.612 (Vj.: TEUR 7.273) führen würde. e. Zukünftige Leasingverhältnisse Bis zum Ende des Berichtszeitraums hatte der Konzern Leasingvereinbarungen abgeschlossen, deren Anfangsdatum in die Folgeberichtsperiode fällt. Dementsprechend sind diese zum Stichtag des aktuellen Geschäftsjahres, den 31. Dezember 2021, noch nicht unter den Leasingverbindlichkeiten erfasst. Die zukünftigen Verbindlichkeiten beziehen sich auf Maschinen der sich neu im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften und diverse Firmenwagenvereinbarungen. Wenn die bereits eingegangenen, aber noch nicht angelaufenen Leasingvereinbarungen bereits zum 31. Dezember 2021 rechtlich verpflichtend wären, schätzt das Management, dass diese zu den folgenden Leasingverbindlichkeiten führen dürften:
2. Konzern als Leasinggeber Die All4Labels Gruppe tritt nur in Zusammenhang mit einer Untervermietung seiner als Gewerberäumlichkeiten angemieteten Objekte als Leasinggeber auf. Die Mietverträge entsprechen Operating-Leasingverhältnissen, da das Unternehmen die wesentlichen Chancen und Risiken in Verbindung mit dem Eigentum des Vermögenswertes behält. Im Jahr 2021 sind keine wesentlichen Mieteinnahmen ausgewiesen. I. Sonstige Angaben 1. Zusätzliche Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Cashflows. Dabei wird nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeiten unterschieden. Die zum Stichtag ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus Kassenbeständen und Bankguthaben zusammen. Bei den Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich um kurzfristige, hochliquide Finanzanlagen, die sich kurzfristig in übliche Barmittel konvertieren lassen und keinem wesentlichen Wertschwankungsrisiko unterliegen. Die Cashflows auslaufender Geschäftstätigkeit werden indirekt vom Gewinn vor Steuern für den Berichtszeitraum abgeleitet. Die Cashflows aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden anhand der tatsächlichen Zahlungen bestimmt. Die Bewegungen in den Finanzverbindlichkeiten lassen sich wie folgt auf die Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit überleiten:
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthält Auszahlungen durch die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 15.661 (Vj.: TEUR 16.229). Die Auszahlungen für den Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten sind Bestandteil der gezahlten Zinsen. 2. Eventualverbindlichkeiten Die All4Labels Gruppe kann im gewöhnlichen Geschäftsverlauf zum Gegenstand von Klagen, Untersuchungen und sonstigen Forderungen werden, einschließlich Umwelt-, Arbeits-, Produkt-, Kunden- und anderer Auseinandersetzungen. Zum Bilanzstichtag 2021 sowie im Vorjahr 2020 bestanden keine wesentlichen Eventualverbindlichkeiten. 3. Nahestehende Personen und Unternehmen a. Oberstes beherrschendes Unternehmen 70,3 % der Anteile der All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, sind indirekt im Besitz der Aerobic LuxCo SARL, Luxemburg, die ihrerseits zu 100 % von der Triton MasterLuxco 5 SARL, Luxemburg, gehalten wird. 21,0 % der Anteile der All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, sind im Besitz der ehemaligen Gesellschafter der All4Labels Group, Witzhave, des Managements und Mitglieder des Advisory Boards der Muttergesellschaft. 8,7 % der Anteile an der All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, werden mittelbar über die Aerobic S.C.A., Luxemburg, insoweit unmittelbar zu 4,3 % über Triton MasterLuxco 5 SARL gehalten. Damit befindet sich der wesentlichste Anteil der All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, im Besitz und unter Kontrolle der Triton Masterluxco 5 SARL, Luxemburg. Triton Masterluxco 5 SARL, Luxemburg, und deren Tochtergesellschaften sowie die Investmentgesellschaften der ehemaligen Gesellschafter der All4Labels Group, Witzhave, sind demzufolge nahestehende Unternehmen der All4Labels Gruppe. b. Transaktionen mit Managementpersonal in Schlüsselpositionen i. Vergütung des Managementpersonals in Schlüsselpositionen Die Mitglieder der Geschäftsführung der All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, sind das Managementpersonal in Schlüsselpositionen im Sinne von IAS 24.9. Die der Geschäftsführung von All4Labels im Geschäftsjahr 2021 gewährte Gesamtvergütung belief sich auf TEUR 1.521 (Vj.: TEUR 1.007) und betrifft ausschließlich kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer. Die kurzfristigen Leistungen an Arbeitnehmer umfassen vor allem erfolgsunabhängige und erfolgsabhängige Komponenten - wie zum Beispiel Festvergütungen, Tantiemen und Firmenwagennutzungen. ii. Transaktionen mit Managementpersonal in Schlüsselpositionen Im Einklang mit IAS 24 berichtet der Konzern auch über Transaktionen zwischen dem Konzern und seinem Managementpersonal in Schlüsselpositionen bzw. deren Familienangehörigen. Im Geschäftsjahr 2021 gab es keine berichtspflichtigen Transaktionen mit diesen nahestehenden Personen und Unternehmen. Insbesondere wurden den Mitgliedern der Geschäftsführung bzw. deren Familienangehörigen im Geschäftsjahr 2021 weder Vorschüsse noch Darlehen gewährt. c. Transaktionen mit anderen nahestehenden Personen und Unternehmen Mit Datum vom 28. Juli 2021 steuerte die Triton V LuxCo 10 S.à r.l., Luxemburg, Barmittel in Höhe von Mio. EUR 4,3 zu den Kapitalrücklagen der All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, bei. Der Zweck dieser Kapitaleinlage bestand in der Weiterleitung der Einlage an die All4Labels Italy NMS, Nocera Superiore, Italien, um den Unternehmenserwerb der Etichettificio Dany S.r.l. , Riccione, Italien (siehe Anmerkung B.3 Unternehmenszusammenschluss) zu finanzieren. Mit Vertrag vom 28. Juli 2021 stellte die Triton V LuxCo 10 S.à r.l., Luxemburg, der All4Labels Management GmbH, Witzhave, ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt Mio. EUR 1,8 zur Verfügung. Das Darlehen hat eine Laufzeit von neun Jahren und muss endfällig getilgt werden. Der Zinssatz beträgt 6,30 % p.a. Das Gesellschafterdarlehen von Triton V LuxCo 10 S.à r.l., Luxemburg, besteht zum Stichtag in Höhe von Mio. EUR 132,6 (Vj.: Mio. EUR 123,1). Hierin enthalten sind Gesellschafterdarlehenszinsen in Höhe von Mio. EUR 15,6 (Vj.: Mio. EUR 7,9). Der Zinssatz beträgt 6,30 % p.a. Im Geschäftsjahr 2021 stellte die Triton V LuxCo 10 S.à r.l., Luxemburg, der All4Labels Management GmbH, Witzhave, Management Fees in Höhe von Mio. EUR 0,3 (Vj.: Mio. EUR 2,1) für erbrachte Dienstleistungen in Rechnung. Diese sind in der Gesamtergebnisrechnung unter den "Verwaltungsaufwendungen" ausgewiesen. 4. Mitglieder der Geschäftsführung Die Mitglieder der Geschäftsführung des Konzerns im Geschäftsjahr 2021 und bis zum Tag der Aufstellung des Konzernabschlusses lauten:
5. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar, welches der unabhängige Abschlussprüfer für seine konzernweiten Tätigkeiten in Rechnung gestellt hat, lässt sich wie folgt aufgliedern:
6. Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 (2) HGB Die Muttergesellschaft ist die All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, Deutschland. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über den Anteilsbesitz des Unternehmens im Einklang mit § 313 (2) HGB. Die Angaben zum Eigenkapital und zum Ergebnis gemäß § 313 (2) Nr. 4 HGB wurden insoweit nicht gemacht, als dass sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gemäß § 313 (3) Satz 4 HGB von untergeordneter Bedeutung sind.
Fußnoten:
1 Beteiligung gehalten über All4Labels
HoldCo GmbH, Witzhave, Deutschland.
2 Beteiligung gehalten über All4Labels
Management GmbH, Witzhave, Deutschland.
3 Beteiligung gehalten über All4Labels
Group GmbH, Witzhave, Deutschland.
4 Beteiligung gehalten über All4Labels
Solingen GmbH, Solingen, Deutschland.
5 Beteiligung gehalten über All4Labels
Erfurt GmbH, Gebesee, Deutschland.
6 Beteiligung gehalten über All4Labels
Systems GmbH, Solingen, Deutschland.
7 Beteiligung gehalten über All4Labels
Hamburg GmbH & Co. KG, Witzhave, Deutschland.
8 Beteiligung gehalten über All4Labels
Online HoldCo GmbH.
9 Beteiligung gehalten über LeoMat GmbH,
Linau, Deutschland.
10 Beteiligung gehalten über All4Labels
International GmbH, Witzhave, Deutschland.
11 Beteiligung gehalten über All4Labels
Smart + Secure GmbH, Witzhave, Deutschland.
12 Beteiligung gehalten über Rako Security
Label NTH AG, Zug, Schweiz.
13 Beteiligung gehalten über All4Labels
Holding Brasil Ltda., Salto Weissbach, Brasilien.
14 Beteiligung gehalten über All4Labels
Grafica do Brasil Ltda., Salto Weissbach, Brasilien.
15 Beteiligung gehalten über All4Labels
Holding Mexico S.A. de C.V., Mexico City, Mexiko.
16 Beteiligung gehalten über All4Labels
Italy NMS S.r.l., Nocera Superiore, Italien.
17 Beteiligung gehalten über Harder Online
GmbH, Zeithain, Deutschland.
18 Keine Einbeziehung in den Konzern aufgrund
keiner wesentlichen Geschäftsaktivität.
19 Keine Einbeziehung in den Konzern aufgrund
von fehlendem wesentlichem Einfluss.
20 Inanspruchnahme der Befreiung nach §
264b HGB.
21 Inanspruchnahme der Befreiung nach § 264
III HGB.
7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Russland-Ukraine Konflikt Auch wenn die Auswirkungen des Russland-Ukraine Konfliktes auf unsere Geschäftstätigkeit bislang überschaubar sind, kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei zukünftigen und anhaltenden Einschränkungen der weltweiten Lieferketten auch unsere Geschäftstätigkeit schwerer betroffen sein wird und sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns ggf. deutlich schlechter als prognostiziert entwickelt. Der Beitrag der All4Labels Russia zu den Konzernumsatzerlösen (rund 2 %) und zum Konzern-EBITDA (rund 1 %) ist aus der Risikobetrachtung von untergeordneter Bedeutung. Erwerb der Limo Labels A/S Mit Wirkung zum 14. März 2022 wurden 100 % der Anteile an der Limo Labels A/S, Stevnstrup/ Dänemark, erworben, um die globale Wachstumsstrategie von All4Labels und den Ansatz, Partnerschaften mit führenden Familienunternehmen im Verpackungssektor einzugehen, fortzuführen. Mit der Transaktion und dem neuen Team, bestehend aus dem langjährigen Management und Mitarbeitern, sowie den erstklassigen Produktionsstätten in Dänemark ist es das Ziel des Konzerns, sich im Bereich hochwertiger Etikettenlösungen zu stärken und die Marktanteile zu erhöhen. Die Limo Labels A/S hat im Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse von rund Mio. EUR 35,5 erwirtschaftet. Weiteres Es liegen keine weiteren berichtspflichtigen Ereignisse vor.
Witzhave, den 29. April 2022 All4Labels HoldCo GmbH Die Geschäftsführung Adrian Tippenhauer Dr. Günther Weymans Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021I. GRUNDLAGEN DES KONZERNS 1. Allgemeines Die All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, (im Folgenden für den Konzern: All4Labels, Gruppe oder Konzern) stellt im Geschäftsjahr einen Konzernabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 nach den IFRS auf. Die All4Labels Management GmbH, Witzhave, ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, und erwarb mit dem Abschluss vom 7. November 2019 100 % der Anteile und Stimmrechte an der All4Labels Group GmbH, Witzhave, einschließlich ihrer Tochtergesellschaften. So erlangte die All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, die Beherrschung bzw. Kontrolle über diese Gruppe. 2. Geschäftsmodell des Konzerns/Geschäftsbereiche All4Labels ist einer der weltweit führenden Etikettenhersteller und Pionier im Bereich Digitaldrucklösungen mit einer Spezialisierung auf die Branchen Home Care, Personal Care, Food und Beverage. Die Gruppe verfügt über ein globales Netzwerk von 29 Produktionsstandorten (Vj.: 29), an denen rund 3.200 Mitarbeiter (Vj.: 3.000) beschäftigt werden. All4Labels ist ein langjähriger Partner für lokale und multinationale Kunden in Europa, Lateinamerika, Asien und Afrika. Die Gruppe wird von seinen Kunden zunehmend als One-Stop-Shop für innovative Verpackungslösungen für Selbstklebeetiketten, Shrink Sleeves, Sicherheitsetiketten und flexible Verpackungslösungen anerkannt. Umsatzverteilung nach Regionen und Produktgruppen Die länderspezifische Umsatzverteilung beläuft sich auf 86 % (Vj.: 85 %) Europa, 11 % (Vj.: 11 %) Süd- und Mittelamerika und 3 % (Vj.: 4 %) auf übrige Regionen. Haftetiketten Die Gesellschaften in diesem Bereich produzieren hauptsächlich klebende und nichtklebende Etiketten aller Art und betreiben hiermit in Zusammenhang stehende Handelsgeschäfte. Die Unternehmen haben ihren Sitz in Witzhave, Staufenberg, Gebesee, Solingen, Enger, Zeithain, St. Gallen/Schweiz, Blois/Frankreich, Nocera Superiore/Italien, Schio/Italien, Riccione/Italien, Ploiesti/Rumänien, Kapstadt/Südafrika, Blumenau/Brasilien, Mexico City/Mexico, Pablo Podestá/Argentinien, Hangzhou/China sowie Guangzhou/China. Hinzu kommen Produktionsstandorte in Trittau, Gehrde, Mailand/ Italien und Salerno/Italien. Der Bereich Haftetiketten ist der für den Konzern mit rd. 86 % (Vj.: 92 %) Anteil am konsolidierten Umsatz in 2021 der wirtschaftlich Bedeutsamste. Bedruckung von flexiblen Verpackungen und Sleeves In diesem Bereich werden bedruckte Folienrollen für die Verpackung von Lebensmitteln und Non-Food-Artikeln hergestellt. Ein weiteres Feld sind "Shrink Sleeves". Diese Schrumpffolien werden für Promotions und die hochwertige Verpackung von Flaschen im sogenannten "full body sleeve" eingesetzt. Produziert wird in Gallin, in Nocera Superiore/Italien, Schio/Italien sowie in Blumenau/Brasilien. Die Unternehmen dieses Bereiches erwirtschafteten ca. 11 % (Vj.: 5 %) des konsolidierten Konzern-Umsatzes in 2021. Smart & Secure Die Unternehmen produzieren für den Markt der elektronischen Artikelsicherung (EAS), Identifikation sowie Markenschutz. Im Bereich der EAS werden alle drei am Markt befindlichen Technologien EM (elektro-magnetisch), RF (radio-frequent) und AM (akusto-magnetisch) bedient. Neben der Eigenproduktion werden auch Fremdprodukte gehandelt. Als moderne Technologie werden Produkte im Bereich RFID (Radiofrequenz-Identifikation) angeboten. Der Bereich Markenschutz produziert fälschungssichere, mit diversen Sicherheitsmerkmalen versehene Hologrammetiketten. Einsatzbereiche sind u.a. der Echtheitsnachweis für Kfz-Ersatzteile und hochwertige Merchandise-Artikel. Die eigene Produktion erfolgt am Standort Trittau. In 2021 entfielen auf diesen Bereich ca. 3 % (Vj.: 3 %) des konsolidierten Konzern-Umsatzes. Sonstiges Innerhalb des Bereiches "Sonstiges" sind vornehmlich die übergeordneten Holding-Gesellschaften des All4Labels-Konzerns sowie die All4Labels IT GmbH, welche in der Softwareentwicklung sowie -wartung tätig ist, ausgewiesen. Die Tätigkeiten dieser Gesellschaften erfolgen zum weitaus überwiegenden Teil für die konsolidierten Unternehmen des All4Labels-Konzerns. 3. Forschung und Entwicklung In dem innovativen Geschäft der Verpackungen, mit dem Schwerpunkt Dekoration und Information, sehen wir uns wachsenden Kundenanforderungen gegenüber. Eine hohe technische Beratungskompetenz auf globaler Projektebene, unter Einbeziehung neuester technologischer Entwicklungen sichert dabei die langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Dies jeweils auch auf der Suche nach neuen Geschäftsmöglichkeiten, u.a. im Ausbau alternativer Verpackungslösungen, als ferner in der vertikalen Integration innerhalb unserer Wertschöpfungskette. Darauf beruhend sind enge Verzahnungen mit unseren Kunden als Innovationsträger möglich. Hierbei rücken Schwerpunkte wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung in den Fokus. Diese sehen wir als Schlüsselstrategien für ein zukünftiges Wachstum innerhalb der Verpackungsindustrie an: Die Verpackung als nachhaltiges und interaktives ("smart")-Medium in neuen Beschaffungskanälen. Dies erfordert sowohl eine enge Verzahnung mit den Schlüsseltechnologien unserer Lieferanten als auch unabhängigen Start-Ups. Inspiriert durch diese Bedürfnisse des Marktes und unserer Kunden sehen wir in der engen Verknüpfung von Produktmanagement, Technologie und Marketing unsere Aufgabe in der Entwicklung und Implementierung heutiger und zukünftiger Innovationen. Zum 31. Dezember 2021 beschäftigte die All4Labels Gruppe 56 Mitarbeiter (Vj.: 39 Mitarbeiter) in den Bereichen Marketing, Produktmanagement und Technologie. II. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Für den All4Labels-Konzern sind insbesondere wirtschaftliche Entwicklungen im europäischen und deutschen Markt von Bedeutung. Durch die Zusammenschlüsse in 2018 und 2020 mit All4Labels Grafica do Brasil (vormals Baumgarten)/Brasilien, der All4Labels Mexico S.A./Mexico und der All4Labels Argentina/Argentinien wurde auch der mittel- und südamerikanische Markt sowie mit der All4Labels Italy NMS (vormals: Nuceria) und der All4Labels Italy S.p.A. (vormals: GPS Rotomet) der italienische Markt bedeutsam. Die Wachstumsstrategie wurde in 2021 im italienischen Markt mit der Etichettificio Dany und im deutschen Markt mit der Labelprint24-Gruppe fortgeführt. Der Absatz im Hauptbereich des All4Labels-Konzerns ist grundsätzlich abhängig vom Absatz/Konsum der Produkte, für die die jeweiligen Etiketten, Folien und weiteren Produkte geliefert werden. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Deutschland ist nach dem Rückgang von -4,6 % in 2020, in 2021 auf 2,9 % gestiegen. 1 Die privaten Konsumausgaben, welche über den Produktabsatz unserer Kunden einen mittelbaren Einfluss auf unsere Produkte haben, stiegen um 3,1 %, im Vergleich zum Vorjahresrückgang von 5,5 %. 2 In Italien erhöhte sich das BIP-Wachstum von -9,0 % in 2020 auf 6,6 % in 2021 3 und in der Europäischen Union entwickelte sich das gesamtwirtschaftliche Wachstum von -6,4 % in 2020 auf 5,4 % in 2021. 4
1 Bloomberg - ECFC - Abruf 24.03.2022
2 Statista, Februar 2022, Höhe der privaten
Konsumausgaben in Deutschland von 1991 bis 2021
3 Bloomberg - ECFC - Abruf 24.03.2022
4 Bloomberg - ECFC - Abruf 24.03.2022
In 2021 lag das Wachstum des BIP in Brasilien bei 4,8 % nach -3,9 % in 2020. In Mexiko stieg das BIP um 4,8 % im Vergleich zum Vorjahr nach einem Rückgang von 8,2 % in 2020. 5
5 Bloomberg - ECFC - Abruf 24.03.2022
Der Weltmarkt für Etiketten wird von 2021 bis 2026 mit einer Rate von 3,8 % pro Jahr von 72,2 Mrd. m 2 im Jahr 2021 auf 87,2 Mrd. m 2 im Jahr 2026 mit einem Wert von 48,6 Mrd. US-$ wachsen. Selbstklebende Pressure Sensitive Adhesive (PSA)-Etiketten und Nassleimetiketten werden weltweit weiterhin dominieren. Der Verbrauch von PSA-Etiketten wird von 31,4 Mrd. m 2 im Jahr 2021 auf 39,0 Mrd. m 2 mit einem Wert von 30,8 Mrd. US-$ im Jahr 2026, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 4,4 %, wachsen. Der Verbrauch von Sleeve-Etiketten aus Schrumpffolie wird mit robusten 6,1 % pro Jahr von 8,7 Mrd. m 2 im Jahr 2021 auf 11,6 Mrd. m 2 mit einem Wert von 7,3 Mrd. US-$ im Jahr 2026 wachsen. 6
6 Smithers - The Future of Labels and Release
Liners to 2026
Geografisch betrachtet ist der Absatz von Haftetiketten auf dem asiatischen Markt, bei einer prognostizierten Wachstumsrate von 5,5 % pro Jahr bis zum Jahr 2026, mit Abstand am größten. 7
7 Smithers - The Future of Labels and Release
Liners to 2026
Für den europäischen Markt für Haftlaminate wird ein Wachstum von 2,1 % im westlichen Europa und 4,5 % in Zentral- und Osteuropa erwartet. 8
8 Smithers - The Future of Labels and Release
Liners to 2026
Die traditionellen, konventionellen Drucktechniken werden zunehmend durch digitale Drucktechniken ergänzt, womit gestiegene Kundenanforderungen an Losgrößen und Dekorationsanforderungen zunehmend kundenspezifischer zu realisieren sind. Der Anteil der digitalen Drucktechnik am weltweiten Etikettendruckmarkt soll von 9,4 % in 2021 auf 12,0 % in 2026 ansteigen 9. Als Konzern im Bereich des Etikettendrucks ist es von hoher Bedeutung, regelmäßig in moderne Produktionstechniken zu investieren und maßgeschneiderte Lösungen für den Kunden anzubieten. Dies stärkt die Kundenbindung und bietet Chancen, das Kundenportfolio auszubauen.
9 Smithers - The Future of Labels and Release
Liners to 2026
2. Leistungsindikatoren des Konzerns Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren der All4Labels Gruppe sind die Umsatzerlöse und das bereinigte EBITDA. Das bereinigte EBITDA ermittelt der Konzern ausgehend vom Ergebnis vor Zinsen und Steuern zzgl. der Abschreibungen und Sondereffekte. Die Bereinigung des EBITDA zur Steuerung des Konzerns erfolgt in Übereinstimmung mit den Kreditvereinbarungen um die wesentlichen Sondereffekte. In 2021 sind dies Effekte, die aus den Bereichen Business Development und M&A, System- und Organisationsoptimierungen sowie Restrukturierungssmaßnahmen resultieren. Die Effekte betreffen insbesondere Unternehmenserwerbe und die Abwicklung von im Vorjahr begonnen Standorttransfers von Produktionsaufträgen auf andere Standorte und die damit verbundenen Anlaufkosten. Des Weiteren gab es im Rahmen dieser Umstellungsphase Aufwendungen für generelle Beratungskosten und Beratungskosten durch Steuer-, Buchhaltungs- und Rechtsberatung. Zusätzlich wurden noch andere Einmaleffekte und Kosten, die durch COVID-19 verursacht wurden, wie zum Beispiel Kosten durch erhöhte Reinigungskosten und Anschaffungen von Desinfektionsartikeln und Selbsttests, bereinigt. Im Vorjahresbericht wurde das bereinigte EBITDAL beschrieben. Nach IFRS 16 werden Leasing und Mietverträge bilanziert und die ergebniswirksamen Leasingaufwendungen werden durch die Bilanzierung von Nutzungsrechten eliminiert und anstattdessen entstehen ergebniswirksame Abschreibungen der Nutzungsrechte. Die Definition vom bereinigten EBITDAL entspricht somit der Definition vom bereinigten EBITDA, wenn IFRS 16 angewendet wird. All4Labels weist in der Ertragslage keine nennenswerten Leasingaufwendungen für sogenannte "short-term-" und "low-value-Verträge" aus, die nicht bilanziert werden. 3. Geschäftsverlauf des Konzerns Das Geschäftsjahr 2021 war vor allem, wie das Vorjahr, durch die Akquisition von neuen Unternehmen, den Umstellungsaktivitäten und dem Transfer aus den Restrukturierungen der Gruppe geprägt. Die Unternehmenserwerbe in 2021 betreffen die Gesellschaften: Dany Etichettificio in Italien, All4Labels Russia in Russland und Labelprint24 Gruppe in Deutschland. Die vier im Vorjahr geschlossenen Werke und die Verlagerung dessen Geschäftes zu anderen Werken wurde abgeschlossen. Die Umsatzerlöse konnten von Mio. EUR 467,5 im Vorjahr auf Mio. EUR 528,0 im Berichtsjahr gesteigert werden, lagen jedoch leicht unter dem im letztjährig prognostizierten Bereich von Mio. EUR 530 bis Mio. EUR 560. Der Geschäftsverlauf lag im Schatten von COVID-19 und Rohstoffpreissteigerungen, die nur mit einem Zeitverzug an den Kunden weitergereicht wurden. Die Nachfragerückgänge in einigen Kernbereichen konnten nur schwer kompensiert werden, da sich die Neukundenakquise im COVID-19-Umfeld aufgrund geringer Wechselbereitschaft der Kunden, als herausfordernd und schwierig darstellt. 4. Lage des Konzerns 4.1 Ertragslage Die Ergebnisrechnung des Konzerns ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt und stellt sich wie folgt dar:
Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns betragen in 2021 TEUR 528.008 (Vj.: TEUR 467.528). Demgegenüber stehen Herstellungskosten zur Erzielung der Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 447.914 (Vj.: TEUR 407.239). Wesentliche Aufwandsposten im Rahmen der Herstellungskosten sind, der Wertschöpfungskette entsprechend, der Materialaufwand mit TEUR 268.241 (Vj.: TEUR 237.407) sowie der Personalaufwand mit TEUR 127.322 (Vj.: TEUR 123.867). Die produktionsbezogenen Abschreibungen belaufen sich auf TEUR 39.849 (Vj.: TEUR 38.010). Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Umsatzerlöse der Berichtsperiode 2021 beträgt 50,8 % (Vj.: 50,8 %). Die Quote konnte aufgrund von Prozessverbesserungen, die u.a. zu weniger entsorgtem Material führten, trotz Preisanstiegen konstant gehalten werden. Die Personalaufwandsquote, ebenfalls bezogen auf die Umsatzerlöse, liegt für die Berichtsperiode 2021 bei 24,1 % (Vj.: 26,5 %). Diese Verbesserung resultiert aus den Restrukturierungsmaßnahmen. Das Konzern-Jahresergebnis 2021 (Ergebnis nach Steuern) von TEUR -38.462 (Vj.: TEUR -41.686) steht insbesondere unter dem Eindruck der Unternehmenserwerbe in 2019 bis 2021 sowie der abgeschlossenen und laufenden Restrukturierungen und den damit verbundenen hohen Einmalaufwendungen. Die Einmaleffekte betreffen insbesondere mit TEUR 3.493 die Standortransfers sowohl wie Abfindungen für das laufende Jahr in Höhe von TEUR 4.156. Des Weiteren gab es Einmalaufwendungen für generelle Beratungskosten (TEUR 3.745), Beratungskosten für Steuer-, Buchhaltungs- und Rechtsberatung (TEUR 2.982), Kosten für die Geschäftsentwicklung und M&A (TEUR 7.694) sowie System- und Organisationsverbesserungen in Höhe von TEUR 5.031. Zusätzlich wurden noch andere Einmaleffekte, durch COVID-19 (TEUR 5.226) und durch den Brandschaden (TEUR 1.283) verursachte Kosten, bereinigt. Das bereinigte EBITDA beläuft sich auf TEUR 91.214 und leitet sich wie folgt vom Ergebnis vor Zinsen und Steuern über:
Im Geschäftsjahr 2020 wurde ein bereinigtes EBITDA zwischen Mio. EUR 90 und Mio. EUR 105 prognostiziert. Trotz der durch COVID-19 negativ beeinflussten Umsatzerlöse und der gestiegenen Kosten auf dem Rohstoffbeschaffungsmarkt, konnte die EBITDA Prognose im Geschäftsjahr 2021 durch ein effizientes Kostenmanagement erreicht werden. 4.2 Vermögenslage und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des All4Labels Konzerns erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von TEUR 1.089.764 um TEUR 20.572 auf TEUR 1.110.336 zum 31. Dezember 2021. Das Vermögen der All4Labels Gruppe verteilt sich zum Geschäftsjahresende zu 80,1 % (Vj.: 78,3 % ) auf langfristig gehaltene Vermögenswerte und zu 19,9 % (Vj.: 21,7 %) auf kurzfristig gehaltene Vermögenswerte. Die langfristig gehaltenen Vermögenswerte betreffen vornehmlich immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen. Die immateriellen Vermögenswerte betragen zum Geschäftsjahresende TEUR 639.280 (Vj.: TEUR 615.071) und betreffen größtenteils die aus den Unternehmenszusammenschlüssen resultierenden Goodwills in Summe mit TEUR 478.521 (Vj.: TEUR 456.811) und die aus den Kaufpreisallokationen aufgedeckten Kundenbeziehungen mit TEUR 148.008 (Vj.: TEUR 148.100). Der Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte stehen in 2021 Abschreibungen in Höhe von TEUR 20.898 (Vj.: TEUR 16.396) gegenüber, die vor allem die Abschreibungen der Kundenbeziehungen betreffen. Das Sachanlagevermögen beträgt zum Geschäftsjahresende TEUR 189.925 (Vj.: TEUR 191.634) und resultiert vornehmlich aus den Produktionsstandorten (Grundstücke und Gebäude) und den zur Produktion verwendeten Maschinen und anderen Anlagen. Wir verweisen auf den Anlagespiegel im Abschnitt E. 1. und 2. des Anhangs. Die kurzfristig gehaltenen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 220.470 (Vj.: TEUR 236.233) betreffen im Wesentlichen Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 76.794 (Vj.: TEUR 72.408), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 71.413 (Vj.: TEUR 65.308) sowie die Zahlungsmittelbestände des Konzerns in Höhe von TEUR 31.387 (Vj.: TEUR 41.606). Die Erhöhung des Vorratsvermögen und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren weitgehend aus den Unternehmenserwerben in 2021. Das Eigenkapital des Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 205.534 (Vj.: TEUR 231.826). Im Berichtsjahr erhöhte sich die Kapitalrücklage infolge von durchgeführten Kapitalerhöhungen um TEUR 4.266 auf TEUR 309.502 (Vj.: TEUR 305.237). Die anderen Rücklagen in Höhe von TEUR -9.894 (Vj.: TEUR - 13.549) betreffen insbesondere die Rücklage für Wechselkursänderungen (TEUR -9.640 Vj.: TEUR -10.960) und sonstige Veränderungen, wie die Inflationsbereinigung nach IAS 29 und Erwerbe von Minderheitenanteilen (TEUR -254 Vj.: TEUR 2.955). Die Konzern-Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag beträgt 18,5 % (Vj.: 21,3 %). Das Fremdkapital des Konzerns setzt sich im Wesentlichen aus langfristigen und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 722.803 (Vj.: TEUR 678.541) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 80.393 (Vj.: TEUR 62.457) zusammen. Die Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten steht weitgehend im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben in 2021 und die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen basiert vor allem aus Unternehmenserwerben in 2021 und Maßnahmen zur Verbesserung der Zahlungsziele mit Lieferanten. Die Finanzverbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten als wesentliche Finanzierungsquelle des Konzerns in Höhe von TEUR 531.263 (Vj.: TEUR 510.397), die vornehmlich zur Finanzierung der Unternehmenserwerbe sowie zur Umfinanzierung der All4Labels Group GmbH, Witzhave, und deren Tochtergesellschaften vorhandenen Darlehen aufgenommen worden sind. Darüber hinaus enthalten die Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 132.615 (Vj.: TEUR 123.129), welche ebenfalls zur Finanzierung der Unternehmenserwerbe aufgenommen worden sind, sowie Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen im Sinne des IFRS 16 in Höhe von TEUR 53.736 (Vj.: TEUR 38.037). Hinsichtlich der Fristigkeit der Finanzverbindlichkeiten verweisen wir auf Abschnitt G.4.c des Anhangs. 4.3 Finanzlage Die Finanzlage des All4Labels-Konzerns ist vor allem durch Unternehmenserwerbe, die Verbesserung des Working Capital Managements, die Investitionen in die Erneuerung und Erweiterung des Maschinenparks und die Restrukturierungsmaßnahmen geprägt. Im Jahr 2021 wurden die Dany Etichettificio in Italien, All4Labels Russia in Russland und Labelprint24 Gruppe in Deutschland erworben, wir verweisen auf Abschnitt B.3 des Anhangs. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Jahr 2021 TEUR 72.751 (Vj.: TEUR 50.691). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beläuft sich in 2021 auf TEUR -57.370 (Vj.: TEUR -128.265). Hiervon entfallen TEUR 32.494 (Vj.: TEUR 106.421) auf Auszahlungen für den Erwerb der bereits aufgeführten drei Gesellschaften und Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 27.538 (Vj.: TEUR 23.108). Somit ergibt sich ein Cashflow vor Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 15.381 (Vj.: TEUR -77.574). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt 2021 TEUR -26.693 (Vj.: TEUR 104.292). Hiervon entfallen TEUR 4.266 (Vj.: TEUR 31.168) auf Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen und TEUR 1.765 (Vj.: TEUR 12.399) auf die Einzahlungen aus Gesellschafterdarlehen. Des Weiteren entfallen TEUR 14.833 (VJ: TEUR 99.918) auf Einzahlungen und Auszahlungen von anderen Finanzinstrumenten, wie die Veränderung der Rahmenkreditlinie. Dazu kommen noch Zins- und Leasingzahlungen in Höhe von TEUR 47.557 (Vj.: TEUR 39.193), im Wesentlichen bedingt durch die Aufnahme von den Finanzverbindlichkeiten. Zur Analyse der Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten insgesamt verweisen wir auf Abschnitt I.1 des Anhangs. Zusammen mit den wechselkursbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds hat sich der Zahlungsmittelbestand in der Berichtsperiode 2021 um TEUR -10.219 (Vj.: Erhöhung um TEUR 26.957) verringert. Die Liquidität ist über ausreichend nicht in Anspruch genommene Kreditrahmen in Höhe von TEUR 26.665 (Vj.: TEUR 20.760) gesichert. 4.4 Gesamtaussage zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Der Geschäftsverlauf sowie die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des abgelaufenen Geschäftsjahres sind stark durch die Unternehmenserwerbe und die Restrukturierungs- und Umstellungsaktivitäten beeinflusst. Die wirtschaftliche Situation des All4Labels-Konzerns wird durch den Konzernabschluss zutreffend widergespiegelt. 4.5 Personal Durch interne Schulungen werden die Mitarbeiter kontinuierlich weitergebildet. Die Arbeitsmarktsituation, insb. in Deutschland, führt zu einem erhöhten Wettbewerb und gestiegenen Anforderungen im Personalbeschaffungsbereich. Diesen Herausforderungen begegnet All4Labels mit einem strukturierten Ansatz zur Personalbeschaffung sowie einem erhöhten Fokus in den Bereichen Mitarbeiterförderung und Mitarbeiterentwicklung. Per Ende 2021 wurden 3.184 Mitarbeiter (Vj.: 2.963 Mitarbeiter) beschäftigt, hiervon entfielen ca. 66 % in den gewerblichen und 34 % in den kaufmännischen Bereich. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Zugänge zum Konsolidierungskreis zurückzuführen. III. CHANCEN UND RISIKEN Wie den dargestellten "Grundlagen des Konzerns" und der Aufgliederung der Umsatzerlöse zu entnehmen ist, haben die Gesellschaften in unterschiedlichen Produktbereichen und geografischen Märkten unterschiedlich starken Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung des Gesamtkonzerns. Entsprechendes Gewicht haben auch positive wie negative Ereignisse und Entwicklungen (Chancen und Risiken) auf die Konzernplanung. 1. Chancenbericht Mit dem Unternehmenserwerb in 2019 ergeben sich neue Chancen für den All4Labels-Konzern. Mit dem Gesellschafter, Triton, besteht die Möglichkeit zusätzliches Kapital sowie Branchen- und Fachwissen in die Gruppe einzubringen, um die Expansion von All4Labels zu unterstützen. Darüber hinaus kann das internationale Netzwerk von Triton genutzt werden, um All4Labels bei der Entwicklung seiner globalen Reichweite zu unterstützen. Die Digitalisierung stellt dabei einen Schwerpunkt dar. Triton hat Erfahrung im Einsatz digitaler Technologien, um Unternehmen dabei zu helfen, effizienter zu werden. Es wird mit All4Labels an weiteren Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen arbeiten. Zugleich bestehen bei Triton langjährige Erfahrungen in der Optimierung operativer und administrativer Abläufe und Strukturen. Bereits in den Jahren 2016 und 2018 hat sich die vorherige All4Labels Gruppe (Konzern der All4Labels Group GmbH) infolge der durchgeführten Zusammenschlüsse zu einem global agierenden Konzern entwickelt. Mit Baumgarten/Brasilien und Nuceria/Italien öffnete All4Labels zusätzliche Potentiale sowohl in seinen Kernsegmenten (Etiketten und Sleeves) als auch in weiteren Produktsegmenten wie bspw. Faltschachteln. All4Labels versteht sich als weltweit agierender Systemanbieter. Nach wie vor ergeben sich über diese Zusammenschlüsse Möglichkeiten zum Wachstum in den verschiedenen Marktsegmenten wie z. B. Beauty & Personal Care, Home Care und Beverage. Weitere Wachstumschancen ergeben sich, wie bereits erwähnt, aus den Erwerben der letzten zwei Geschäftsjahre der All4Labels Italy S.p.A. (vormals: GPS Rotomet S.r.l), All4Labels Shop, All4Labels Argentina, Dany Etichettificio, All4Labels Russia und Labelprint24 Gruppe. Durch die Übernahme von Etichettificio Dany, Italiens führendem Hersteller von Haftetiketten für lokale Kunden in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie der Haushalts- und Körperpflegeindustrie, baut All4Labels sein Angebot an Etiketten in diesen Branchen weiter aus. Der Zusammenschluss mit der Labelprint24 Gruppe ist für All4Labels ein weiterer, wichtiger Schritt im Aufbau zu einem führenden Anbieter von Online-Verpackungs-Dienstleistern. Mit dem innovativen Geschäftsmodell von Labelprint24 - modernste digitale Drucktechnik mit einem hohen Grad an Automatisierung und einem intelligenten Vertrieb über das Internet - wird All4Labels seine Wachstumsstrategie in neuen Märkten fortsetzten. Die kombinierten Unternehmen bieten zukünftig eine innovative Plattform und ein breites Spektrum an hochwertigen Verpackungslösungen von denen Kunden international profitieren werden. Die Ausweitungen im Kunden- sowie im Produktportfolio ermöglichen weiteres organisches Wachstum und bieten darüber hinaus Ergebnispotentiale durch Cross-Selling-Effekte. Mit dem sich immer stärker abzeichnenden Trend den Kunden digitale Lösungen anzubieten, sieht sich gerade die All4Labels Gruppe mit ihrer globalen Digitaldruck-Erfahrung exzellent aufgestellt. Dies geht einher mit der konsequenten Verfolgung der Innovationsführerschaft in diesem Bereich und der nachdrücklichen Penetration des Marktes. Ein weiterer Trend ist die zunehmende Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen. Daraus ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken für den Konzern. Die Suche nach nachhaltigen Lösungen stellt einen Entwicklungsschwerpunkt des Konzerns dar, um positive Impulse aus dem Trend abzuleiten. Mit der Smart & Secure GmbH treibt die All4Labels Gruppe neue Technologien, wie die RFID (Radio Frequency Identification; Datenübermittlung via Funkerkennung) konsequent voran. Darüber hinaus hat die All4Labels Gruppe im Jahr 2020 ihre Aktivitäten auf dem stark wachsenden Online-Markt verstärkt, indem sie durch die Gründung der Palamo GmbH in die Entwicklung des Online-Geschäfts investiert. Die Zusammenführung der Palamo und der Laberprint24 Gruppe kann weitere positive Synergieeffekte ermöglichen. Mit der langjährigen und umfassenden Erfahrung der All4Labels Gruppe als Systemanbieter von Supply-Chain-Lösungen sollen alle Konzernbereiche erfolgreich am Markt platziert werden. Die strategische Verbindung digitaler Innovationen mit Beratungs- und Innovationskraft in Supply-Chain-Fragen lässt die All4Labels Gruppe auch in Zukunft als kompetenten Partner für Kunden erscheinen. 2. Risikobericht Die Risikomanagementrichtlinien der All4Labels Gruppe dienen der Identifizierung und Analyse der Risiken, denen der Konzern unterliegt, der Festlegung angemessener Grenzen und Kontrollmechanismen sowie der Überwachung der Einhaltung dieser Grenzen. Wir steuern die Risiken über unsere Finanzorganisation auf konzernweiter Basis. Die Risikomanagementrichtlinien und Systeme werden regelmäßig überprüft, um Änderungen der Marktbedingungen und der Geschäftstätigkeiten des Konzerns widerzuspiegeln. Dabei strebt der Konzern durch seine Ausbildungs- und Führungsstandards und Verfahren ein diszipliniertes und konstruktives Kontrollumfeld an, in dem alle Mitarbeiter ihre Aufgaben und Pflichten verstehen. In allen Bereichen (Etikettendruck, flexible Verpackungen und Sleeves sowie Smart & Secure) existieren Abhängigkeiten vom Markterfolg der belieferten Kunden und damit von der allgemeinen Konsumentwicklung. Der Konzern ist, je nach dem Branchenschwerpunkt der Kunden, auch unterschiedlich stark - positiv wie negativ - von spezifischen Branchenentwicklungen betroffen. Absatzrisiko Risiken bestehen somit folglich zunächst vornehmlich in der konkreten wirtschaftlichen Entwicklung und dem wirtschaftlichen Verhalten der Geschäftspartner. Auf Kundenseite fordert ein schnelllebiger Absatzmarkt eine stetige Weiterentwicklung der Gruppe. Als Konzern ist es wichtig, sich stets auf die aktuellen Bedürfnisse seiner Kunden einzustellen. Da diese Bedürfnisse sich stetig ändern, besteht hierbei das Risiko, dass langfristige Investitionen nicht für die zukünftigen Kundenanforderungen ausgelegt sind. Daher ist es wichtig, flexibel aufgestellt zu sein und eine konsequente, langfristige Konzernstrategie zu verfolgen. Beschaffungsrisiko Auf Lieferantenseite ist auf Alleinstellungsmerkmale von Lieferanten oder die produktionstechnische Abhängigkeit von wenigen Maschinen zu achten. Die Herausforderung bzw. das Risiko besteht darin, in einem begrenzten Anbieter-Portfolio zu günstigen Konditionen einkaufen zu müssen. Dem Einsatz und der Entwicklung von Alternativprodukten bzw. -verfahren wird daher permanent nachgegangen. Aufgrund unserer besonderen Liefer- und Leistungsbeziehungen zu unseren Lieferanten ist davon auszugehen, dass es trotz einer möglichen Verknappung auf einzelnen Rohstoffmärkten zu keinen wesentlichen Engpässen in der Beschaffung kommen wird. Den gestiegenen Einkaufskosten, insbesondere im Bereich der Haftlaminate, wurden bzw. werden mit einer angepassten Preisstellung sowie mit spezifischen Maßnahmen im Beschaffungsansatz entgegengewirkt. Allerdings stellt eine weltweite Verknappung der Rohstoff-Ressourcen auch für die All4Labels-Gruppe ein permanentes Risiko dar. Wir verweisen auf die Ausführungen im Abschnitt 5. Prognosebericht. Marktrisiko Die Ausweitung der Geschäftstätigkeiten der All4Labels Gruppe in den mittel- und südamerikanischen Markt birgt neben Chancen auch gewisse Risiken. Die brasilianische wie auch die mexikanische Industrie verzeichneten bis 2017 kein bzw. kaum Wachstum, erholten sich jedoch in 2018 und 2019 geringfügig. Nach anfänglichem Wachstumsrückgang zu Beginn des Jahres 2020, wächst der industrielle Sektor im Jahr 2021 wieder stärker. Rechtliche und steuerliche Risiken Wir sind zudem vielfältigen, steuerlichen und rechtlichen Regelungen unterworfen. Bestehende und drohende Rechts- und Steuerstreitigkeiten werden kontinuierlich erfasst, analysiert und hinsichtlich ihrer juristischen und finanziellen Auswirkungen bewertet und ggf. in der bilanziellen Risikovorsorge entsprechend berücksichtigt. IV. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN Währungsrisiko Der internationale Charakter der Geschäftstätigkeiten des Konzerns bringt Lieferungen und Zahlungen in verschiedenen Währungen mit sich. Wechselkursschwankungen bergen das Risiko von Verlusten, da Vermögenswerte, die auf Währungen mit einem fallenden Wechselkurs lauten, an Wert verlieren, während Verbindlichkeiten, die auf Währungen mit einem steigenden Wechselkurs lauten, teurer werden. Zur Absicherung dürfen nur derivative Instrumente eingesetzt werden, die in konzernweiten Richtlinien definiert wurden und im Risikomanagementsystem ausgewiesen und bewertet werden können. Der Konzern verfolgt das Ziel, die Fremdwährungsrisiken auf akzeptablem Niveau zu halten. Er akzeptiert die Risiken nur in dem zur Finanzierung der ausländischen Tochtergesellschaften und zum Erhalt des Geschäftsbetriebs notwendigen Ausmaß. Kreditrisiko Der Konzern verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügen die Unternehmen über ein angemessenes Debitorenmanagement. Zusätzlich nutzt der Konzern ein Asset-Backed-Securitization-Programm und lokale Factoring-Programme, um die Risiken zu minimieren. Die Verbindlichkeiten werden in der Regel unter Abzug von Skonto innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern Schwierigkeiten hat, seinen Verpflichtungen im Zusammenhang mit seinen finanziellen Verbindlichkeiten nachzukommen, die durch Zahlung von Bargeld oder andere finanzielle Vermögenswerte beglichen werden. Der Konzern verfolgt im Rahmen seiner Steuerung des Liquiditätsrisikos das Ziel, dafür zu sorgen, dass sowohl unter normalen als auch unter angespannten Bedingungen stets Liquidität in ausreichender Höhe zur Verfügung steht, um Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu erfüllen. Daher wird durch das zentrale Cashmanagement regelmäßig eine Liquiditätsprognose erstellt. Um den Finanzbedarf zu decken, werden verschiedene marktgängige Finanzinstrumente eingesetzt. Der Konzern nutzt Eigenkapital, Asset-Backed-Securitization- und Factoring-Programme, Cash-Pooling-Vereinbarungen und bestehende Kreditlinien auf der Grundlage der einschlägigen rechtlichen und steuerlichen Vorschriften, um sicherzustellen, dass es dem Finanzierungsbedarf seiner Geschäftstätigkeit und seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann. Im langfristigen Bereich refinanzierte sich der Konzern in 2019 über ein Konsortialdarlehen und Gesellschafterdarlehen, für die Rückzahlungsvereinbarungen größer als 5 Jahre bestehen. Der kurzfristige Bereich wird vornehmlich über Eigenmittel und eine ausreichende refinanzierte Rahmenkreditlinie gesteuert. Beim Erwerb der GPS Rotomet S.r.L in 2020 ist der Finanzierungsrahmen erweitert worden. Der Darlehensvertrag enthält unter anderem auch Verpflichtungen zur ordnungsgemäßen Führung der Geschäfte, Berichtspflichten, Einschränkungen bezüglich der Verschuldung und Verwendung liquider Mittel sowie finanzielle Covenants. Die finanziellen Covenants haben zum Ziel, eine Mindestliquidität sicherzustellen. Bei Unterschreiten einer bestimmten Liquiditätsgrenze in Abhängigkeit der Ausnutzung der Rahmenkreditlinie wird der Verschuldungsgrad für den Rahmenkredit gemessen. Dieser darf einen vorbestimmten Grad nicht überschreiten, ansonsten müssen fristgerecht Maßnahmen zur Liquiditätsverbesserung eingeleitet werden. Bei Nichteinhaltung von Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag kann dieser durch die Kreditgeber gekündigt werden. Die Gesellschaft überwacht im Rahmen ihrer Treasury Prozesse die Einhaltung der Bedingungen des Darlehensvertrages und sieht aktuell keine Hinweise, dass die Einhaltung der Verpflichtungen gefährdet sein könnte. Darüber hinaus können Finanzierungen von größeren Investitionen in das Anlagevermögen (z. B. Maschinen) über entsprechend langfristige Finanzierungsverträge vorgenommen werden, dies betrifft sowohl Leasing- als auch Darlehensgeschäfte. Die einzelnen Gesellschaften finanzieren sich längerfristig innerhalb des Konzerns. Automatisierte Finanzierungsprozesse, wie z.B. ein bestehendes Cash-Pooling, sind auf die wesentlichen Unternehmen der Gruppe ausgeweitet worden. Die All4Labels Gruppe versucht aktiv das Liquiditätsrisiko durch verschiedene Maßnahmen zu reduzieren. Zinsrisiko Zur Vermeidung von Zinsänderungsrisiken bei variabel verzinsten Verbindlichkeiten werden teilweise derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Währungsrisiken werden zurzeit nur im geringeren Ausmaß gesondert, z. B. durch Devisentermingeschäfte oder Ähnliches, gesichert. Die Überwachung der Fremdwährungs- und Zinsrisiken erfolgt durch das im Finanzwesen angesiedelte "Group Treasury" des Konzerns. Im Zuge der Ausweitung der Konzernaktivitäten in Wachstumsregionen entsteht ein erweiterter Bedarf an Fremdwährungstransaktionen, dem durch die Einführung einer Fremdwährungs-Management-Policy Rechnung getragen wird. Das Finanz- und Risikomanagement hat zum Ziel, den Konzernbestand gegen finanzielle Risiken abzusichern. V. PROGNOSEBERICHT Infolge der Unternehmenserwerbe geht die Geschäftsleitung von der Hebung erheblicher Synergien, aus der weiteren Integration der Gesellschaften, im Konzernverbund in den kommenden Jahren aus, welche sich über sämtliche Bereiche des Konzerns erstrecken und in positiven Auswirkungen in den Folgejahren widerspiegeln. Darüber hinaus wird von den neuen Gesellschaftern zusätzliches Kapital, Branchen- und Fachwissen eingebracht, um die Expansion des Konzerns zu unterstützen. Erwerb der Etichettificio Dany, All4Labels Russia und Labelprint24 Gruppe Mit Wirkung zum 28. Juli 2021 wurden 100 % der Anteile der Etichettificio Dany S.r.l., Riccione/ Italien erworben, um die globale Wachstumsstrategie von All4Labels und den Ansatz, Partnerschaften mit führenden Familienunternehmen im Etikettensektor einzugehen, fortzuführen. Mit der Transaktion in Italien ist es das Ziel des Konzerns, sich in den Bereichen Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie der Haushalts- und Körperpflegeindustrie zu stärken und die Marktanteile zu erhöhen. Der All4Labels Konzern geht im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb von merkbaren Umsatz- und Ergebnissteigerungen aus. Die All4Labels Russia OOO, St. Petersburg/Russland wird seit dem 1. August 2021 vollkonsolidiert. Bis zum 31. Juli 2021 wurde die Gesellschaft At-Equity bilanziert. Der All4Labels Konzern geht durch die Änderung der Konsolidierungsmethode von leichten Umsatz- und Ergebnissteigerungen aus. Mit Wirkung zum 22. November 2021 wurden 74,99 % der Anteile an der Labelprint24 Gruppe erworben. Der Zusammenschluss mit der Labelprint24 Gruppe ist für All4Labels ein weiterer, wichtiger Schritt im Aufbau zu einem führenden Anbieter von Online-Verpackungs-Dienstleistungen. Mit dem innovativen Geschäftsmodell von Labelprint24 - modernste digitale Drucktechnik mit einem hohen Grad an Automatisierung und einem intelligenten Vertrieb über das Internet - wird All4Labels seine Wachstumsstrategie in neuen Märkten fortsetzen. Der All4Labels Konzern geht im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb von merkbaren Umsatz- und Ergebnissteigerungen aus. Prognose 2022 Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet die Geschäftsführung Umsätze zwischen Mio. EUR 560 und Mio. EUR 585 und ein bereinigtes EBITDA zwischen Mio. EUR 100 und Mio. EUR 110. In den Erwartungen spiegeln sich die durch die COVID-19-Pandemie bedingt insgesamt schwächere Nachfrage und verlangsamte Geschäftstätigkeit sowie die negativen Auswirkungen des Rohstoffbeschaffungsmarktes und des starken Euros wider. Positiv tragen die Unternehmenserwerbe des Jahres 2021 und neu gewonnene Geschäfte zum Ergebnis bei. Für das Folgejahr wird eine weitere Verbesserung von Umsatz und EBITDA erwartet, sofern sich die weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in einem für den Konzern weiter überschaubaren Rahmen halten und die Auswirkungen am Rohstoffbeschaffungsmarkt rückläufig sind. Beschaffungsmarkt für Rohstoffe Signifikant steigende Rohstoff-, Fracht und Energiepreise von Lieferanten und Dienstleistern an den All4Labels Konzern führen zu merklichen Belastungen in den Herstellkosten. Neben den Preissteigerungen auf der Beschaffungsmarktseite führen auch verlängerte Lieferzeiten von Rohmaterialen, u.a. bedingt durch die Materialknappheit durch Verzögerung in den Lieferketten aufgrund der Auswirkungen durch COVID-19 sowie anhaltende Streiks bei Lieferanten, zu erhöhten Kosten in der Materialbeschaffung und Produktion. All4Labels entgegnet den Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite mit Kostensenkungsmaßnahmen in anderen Bereichen, Prozessverbesserungen in der Produktion zur Reduzierung der Material- und Energiekosten sowie mit konsequent umzusetzenden Preisanpassungen auf der Verkaufsseite. Bei anhaltenden und zukünftig neuen Kostensteigerungen und Lieferengpässen im Beschaffungsmarkt kann sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns ggf. deutlich schlechter als prognostiziert entwickeln. Russland / Ukraine Konflikt Auch wenn die Auswirkungen des Russland-Ukraine Konfliktes auf unsere Geschäftstätigkeit bislang überschaubar sind, kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei zukünftigen und anhaltenden Einschränkungen der weltweiten Lieferketten auch unsere Geschäftstätigkeit schwerer betroffen sein wird und sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns ggf. deutlich schlechter als prognostiziert entwickelt. Der Beitrag der All4Labels Russia zu den Konzernumsatzerlösen (rund 2 %) und zum Konzern-EBITDA (rund 1 %) ist aus Sicht der Risikobetrachtung von untergeordneter Bedeutung.
Witzhave, den 29. April 2022 All4Labels HoldCo GmbH Adrian Tippenhauer Dr. Günther Weymans BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der All4Labels HoldCo GmbH, Witzhave, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs, oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 29. April 2022 Deloitte
GmbH
Marion Lammers, Wirtschaftsprüferin Max Schürtz, Wirtschaftsprüfer |
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