Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 570178
Eingetragen
27.10.1972
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Herstellung und/oder der Vertrieb von elektrotechnischen Geräten und Apparaten, insbesondere von Niederspannungsschaltgeräten, Stromverteilungen, Prüftafeln und Steckvorrichtungen sowie Produktion und/oder Vertrieb von Blechteilen, Montagebaugruppen bis hin zu Endprodukten. Die Gesellschaft kann auch Handelsgeschäfte jeglicher Art betreiben. Sie kann gleiche oder ahnliche Unternehmen erwerben, sich an solchen beteiligen, deren Vertretung übernehmen sowie Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten. Außerdem ist die Gesellschaft zu allen Handlungen, Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes förderlich erscheinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Helmut Mag. Mayr
seit 10.4.2024
Prokura
Alberto Dr. Maffucci
seit 10.4.2024
Prokura
Markus Söldner
seit 10.4.2024
Prokura
Joachim Pilzecker
seit 10.4.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
PC Electric Gesellschaft m.b.H.AUT
90.00%
Ehrlich Beteiligungs- und Beratungs GmbHAUT
10.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

PC Electric Gesellschaft m.b.H.
Austria
450.000 €
90.00%
Ehrlich Beteiligungs- und Beratungs GmbH
Austria
50.000 €
10.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MERZ GMBH

Gaildorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Die Geschäftstätigkeit der MERZ GMBH erstreckte sich im Berichtsjahr im Wesentlichen auf die Produktion und den Vertrieb von Mobilen Stromverteilern, Prüftafeln, Flughafentechnik und Toolboxen sowie kundenspezifischen Blechteilen.

MERZ beliefert Industriekunden, Großbauunternehmen, den Baumaschinenhandel und den Elektrogroßhandel in insgesamt 20 Ländern. Die Exportquote liegt leicht über dem Vorjahr bei rd. 20 % des Umsatzes.

A. Geschäftsverlauf

A.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die MERZ GMBH agiert mit Ihrer Produktpalette in der stark umkämpften Baubranche sowie im sehr kostenintensiven Bereich der Blechbearbeitung.

Ende 2021 glaubte man die Auswirkungen der Corona-Krise seien fast überstanden. Langsam begannen die Lieferketten wieder ineinander zu greifen und die Auftragsbücher füllten sich. Für 2022 wurde im Bereich Bauwirtschaft mit einem Wachstum von 1,5 % gerechnet. Allerdings hatte bei diesen Prognosen niemand damit gerechnet, dass Russland im Februar 2022 die Ukraine angreifen würde und Deutschland sowie zahlreiche andere Nationen verschiedene Sanktionen gegen den totalitären Staat verhängen würden. Diese sorgten für exorbitante Steigerungen der Energiekosten und trieben hiermit die Inflation und somit die Lebenshaltungskosten sowie die Baukosten in die Höhe. Die Folge, die Inflation in Deutschland erreichte Höchststände von bis zu 10,4 %, was in Folge zu Leitzinserhöhnungen der Europäischen Zentralbank führte und somit in Folge die Bauzinsen sprungartig auf das höchste Niveau in den letzten 15 Jahren anstiegen lies.

Die Prognosen für 2023 sahen deswegen nicht so rosig aus. Es wurde mit einem Umsatz im Bauhauptgewerbe von knapp 155 Mrd. Euro gerechnet, was einem nominalen Rückgang von 2 % und bei der veranschlagten Preisentwicklung von 5,5 % einem realen Rückgang um 7 % entspricht. Die im Grunde intakte, aber durch die Baukosten ausgebremste Nachfrage nach Bauleistungen erhöhte in weiterer Folge den Wettbewerbsdruck auf die Unternehmen. Aktuell geht der Zentralverband Deutsches Baugewerbe davon aus, dass sich die Lage in 2024 stabilisieren wird und ab 2025 sich wieder ein moderates Wachstum einstellen sollte.

A.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die MERZ GMBH hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang in Höhe von 22,3 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die zu Jahresbeginn ermittelten Planzahlen konnten im Jahresverlauf bei weitem nicht erreicht werden. Der Umsatzrückgang resultierte vor allem aus dem Bereich der "Mobilen Stromverteiler" mit einem Rückgang in Höhe von 38 %. Im Produktbereich der "Flughafentechnik" konnte ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr von 28 % erzielt werden.

Umsatzverteilung:

2023
%
2022
%
Elektrotechnik 63,24 73,25
Blechtechnik 32,48 24,94
Flughafentechnik 4,28 1,81
100,00 100,00

A.3 Wareneinsatz

Der Wareneinsatz sank im Berichtsjahr aufgrund von Verschiebungen im Produktmix hin zur Flughafentechnik sowie leicht rückläufigen Einstandspreisen, die wir nicht in gleichem Umfang an unsere Kunden weitergeben konnten.

A.4 Investitionen, Finanzierung

Die Investitionstätigkeit im Berichtsjahr beschränkte sich im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 61) auf die Fortführung der neuen ERP-Software sowie Ersatzinvestitionen. Bei den Sachanlagen wurden Erweiterungsinvestitionen in Grundstücke und Produktionsgebäude (TEUR 5.150) sowie Maschinen (TEUR 262) getätigt, welche hauptsächliche über ein langfristiges Darlehen finanziert wurden. Ersatzinvestitionen in Sachanlagen (TEUR 373) wurden durch den laufenden Cashflow getätigt.

A.5 Personal

Die Zahl der Mitarbeiter lag im Jahresdurchschnitt bei 180 Mitarbeitern. Die Entlohnung orientiert sich bei den gewerblichen Mitarbeitern und bei weiten Teilen im Angestelltenbereich an den Tarifregelungen der Metall- und Elektroindustrie; darüber hinaus bestehen in Einzelfällen abweichende einzelvertragliche Regelungen.

B. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen dynamischer Verschuldungsgrad, Umsatzrendite und den Cash Flow heran.

Den dynamischen Verschuldungsgrad berechnen wir anhand der Nettoverschuldung im Verhältnis zum Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, die Umsatzrendite mit dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) im Verhältnis zum Umsatz.

Die Kennzahlen Umsatzrendite und Cashflow und die Umsatzrendite haben sich im Berichtsjahr negativ entwickelt. Der dynamische Verschuldungsgrad hat sich entsprechend verschlechtert.

Trotz allem kann die wirtschaftliche Lage insgesamt als weiterhin stabil bezeichnet werden.

C. Lage

C.1 Ertragslage

2023
TEUR
2022
TEUR
Ergebnisveränderung
TEUR
Rohertrag 15.819 20.430 -4.611
Personalaufwand -12.919 -12.621 -298
Abschreibungen -1.203 -1.148 -55
sonstige betriebliche Aufwendungen -4.279 -5.736 -1.457
sonstige Steuern -266 -21 -245
Betriebsergebnis -2.848 904 -3.752
Finanzergebnis -302 -66 -236
Ergebnis aus Beteiligung 128 1.120 -992
Gesamtergebnis vor Ertragssteuern -3.022 1.958 -4.980
Ertragssteuern 581 -452 1.033
Jahresüberschuss -2.441 1.507 -3.948

Der Rohertrag fiel i. W. aufgrund des starken Umsatzrückganges um TEUR 4.611 auf TEUR 15.819.

Der Personalaufwand erhöhte sich leicht aufgrund einer wachsenden Arbeitnehmerzahl, einzelvertraglich geregelten Lohn- und Gehaltsanstiegen und ausbezahlten Überstunden um TEUR 298. Das Betriebsergebnis verschlechterte sich um TEUR 3.752 auf TEUR -2.848.

C.2 Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 14.953 51,12 10.570 37,21
Vorräte 9.654 33,00 12.746 44,87
Forderungen 4.083 13,96 4.469 15,73
flüssige Mittel 439 1,50 574 2,02
Rechnungsabgrenzung, etc. 122 0,42 49 0,17
gesamt 29.251 100,00 28.409 100,00
Eigenkapital 17.546 59,98 19.987 70,35
Rückstellungen 1375 4,70 1.351 4,75
Bankverbindlichkeiten 4.800 16,41 31 0,11
Lieferantenverbindlichkeiten 1.243 4,25 1.239 4,36
Gesellschafterverbindlichkeiten 3.847 13,15 4.940 17,39
andere Fremdmittel 440 1,51 861 3,03
gesamt 29.251 100,00 28.409 100,00
Veränderung
TEUR
Anlagevermögen 4.383
Vorräte -3.092
Forderungen -386
flüssige Mittel -135
Rechnungsabgrenzung, etc. 73
gesamt 842
Eigenkapital -2.441
Rückstellungen 24
Bankverbindlichkeiten 4.769
Lieferantenverbindlichkeiten 4
Gesellschafterverbindlichkeiten -1.093
andere Fremdmittel -421
gesamt 2.347

Die Bilanzsumme erhöhte sich um rd. 3,0 % (= TEUR 842) auf TEUR 29.251. Auf der Aktivseite erhöhte sich im Wesentlichen das Anlagevermögen um TEUR 4.383 hauptschlich in Folge des Zukaufes einer neuen Produktionsstädte. Die Vorräte sanken um TEUR 3.092 auf TEUR 9.654 aufgrund des Abbaus der Bestände an Rohstoffen, Halbfertig- und Fertigerzeugnissen. Des Weiteren reduzierten sich die Kundenforderungen aufgrund des Umsatzrückganges um TEUR 386 auf TEUR 4.083. Die Abnahme der flüssigen Mittel, sowie eine Zunahme des Rechnungsabgrenzungsposten runden die Berichtsperiode ab. Auf der Passivseite sank die Eigenkapitalquote aufgrund des Jahresergebnisses sowie der Aufnahme einer Langfristigen Finanzierung auf rd. 60 % der Bilanzsumme. Der Fremdkapitalanteil stieg dementsprechend auf 40 %. Das Anlagevermögen ist zum Bilanzstichtag zu 117 % (Vorjahr: 189 %) durch Eigenkapital gedeckt. Bei Einbeziehung der mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten (Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) beträgt die Deckung 163 % (Vorjahr: 217 %).

C.3 Finanzlage

Die Cashflows stellen sich wie folgt dar:

2023
TEUR
2022
TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.153 830
Cashflow aus Investitionstätigkeit -5.566 -1.425
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 3.278 967
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -135 372
- Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 574 202
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 439 574

Der Finanzmittelfonds betrifft dabei neben den liquiden Mitteln die Inanspruchnahme kurzfristiger Kontokorrentkreditlinien.

D. Voraussichtliche Entwicklung inkl. wesentlicher Chancen und Risiken

Soweit der Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht grundsätzlich Unsicherheit von Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ereignisse.

D.1 Chancen- und Risikobericht

Durch eine weitere Intensivierung der Vertriebstätigkeiten seitens MERZ, sowie die neuen Produktfelder "Flughafentechnik" sowie im Bereich der "Verbindungs- und Verzweigungsgehäuse" (Produkte für die Industrie und Produkte für den Explosionsschutz) sind die Möglichkeiten sowohl beim Inlandsgeschäft als auch im Export weiterhin unverändert gut.

Im Bereich der Elektrotechnik konnte im Berichtsjahr eine sich abschwächende, aber weiterhin stabile Umsatzentwicklung verzeichnet werden. Wir gehen im Jahr 2024 von einer weiteren dynamischen Umsatzentwicklung in diesem Produktfeld aus. Dieses wird vor allem durch gewonnene Neukunden, deren Potentiale noch nicht ausgeschöpft sind, anstehende Großbauprojekte sowie und durch verstärkten Vertrieb neu entwickelter Eigenprodukte, erreicht.

Risiken könnten uns aufgrund des Krieges in der Ukraine sowie im schwelenden Konflikt zwischen China und Taiwan entstehen. Von der MERZ benötigte Produkte könnten aufgrund fehlender Rohstoffe komplett ausfallen bzw. die Beschaffungspreise, aufgrund eines weiteren Anstieges der Rohstoffpreise, zu einer Kostenbelastung führen die ggf. im Hinblick auf die Wettbewerbssituation nur teilweise weitergegeben werden könnten.

Die Gesellschaft ist darüber hinaus Preisänderungsrisiken und Forderungsausfallrisiken ausgesetzt, welche aber als gering bis moderat eingeschätzt werden.

Alle weiteren bekannten Risiken sind nach derzeitigem Kenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen abgedeckt.

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass es keine konkreten Risiken gibt, welche den Bestand des Unternehmens gefährden oder seine Entwicklung wesentlich beeinträchtigen könnten.

D.2 Prognosebericht

Aufgrund der Markt Informationen seitens unserer Referenzkunden gehen wir bei der aktuellen Konjunkturlage im Geschäftsjahr 2024 von einem Umsatz aus, welcher sich im Bereich des Vorjahres bewegt.

Unter Berücksichtigung aller Entwicklungen, insbesondere der geplanten Kosteneinsparungen, wird für 2024 wieder mit einem leicht positiven Jahresergebnis und einem positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit gerechnet. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 aufgrund geringer Investitionen in materielle und immaterielle Wirtschaftsgüter abnehmen. Bei der Umsatzrendite erwarten wir einen moderaten Anstieg, des Weiteren gehen wir auch davon aus, dass sich der dynamische Verschuldungsgrad leicht verbessern wird.

 

Gaildorf, den 15. März 2024

gez. Martin Kopp, Geschäftsführer

gez. Alberto Maffucci, Geschäftsführer

gez. Timm Ungerer, Geschäftsführer

Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 14.952.721,60 10.569.749,63
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 629.936,11 580.607,22
II. Sachanlagen 11.021.274,06 6.427.204,48
III. Finanzanlagen 3.301.511,43 3.561.937,93
B. UMLAUFVERMÖGEN 14.175.787,16 17.789.970,93
I. Vorräte 9.654.474,20 12.746.237,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.082.508,72 4.469.433,32
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 438.804,24 574.300,24
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 91.187,16 42.850,00
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 31.092,65 6.464,76
29.250.788,57 28.409.035,32

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 17.546.062,86 19.986.985,18
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 100.000,00 100.000,00
III. Gewinnvortrag 19.386.985,18 17.880.310,71
IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss -2.440.922,32 1.506.674,47
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.374.761,00 1.350.706,00
C. VERBINDLICHKEITEN 10.329.964,71 7.071.344,14
- davon aus Steuern: EUR 109.712,18 (Vorjahr: EUR 132.004,87)
29.250.788,57 28.409.035,32

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 15.818.692,43 20.430.499,59
2. Personalaufwand -12.927.019,93 -12.631.515,76
a) Löhne und Gehälter -10.771.089,61 -10.552.166,23
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.155.930,32 -2.079.349,53
3. Abschreibungen -1.202.819,04 -1.148.220,43
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.202.819,04 -1.148.220,43
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.271.384,95 -5.725.828,07
5. Erträge aus Beteiligungen 128.380,88 1.119.900,35
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 50.685,89 7.237,29
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -352.618,14 -73.162,79
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 581.208,01 -451.559,24
9. Ergebnis nach Steuern -2.174.874,85 1.527.350,94
10. sonstige Steuern -266.047,47 -20.676,47
11. Jahresfehlbetrag/-überschuss -2.440.922,32 1.506.674,47

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der MERZ GMBH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem sog. Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

Die Gesellschaft unterliegt den Rechtsfolgen einer mittelgroßen Gesellschaft.

II. Registerbericht

Die MERZ GMBH hat ihren Sitz in 74405 Gaildorf, Kernerstraße 15 und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 570178 eingetragen.

III. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

1. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

Immaterielle Vermögensgegenstände (Software) werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung auf die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer von 1 - 3 Jahren linear bewertet.

2. Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. steuerlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet.

Die Anschaffungs-/Herstellungskosten der Gebäude werden zwischen 10 und 50 Jahren linear abgeschrieben.

Außenanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 10 und 20 Jahren linear bewertet.

Die Abschreibungen auf bewegliche Sachanlagen werden planmäßig auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (zwischen 2 und 20 Jahren) linear vorgenommen. Die Zugänge an geringwertigen Anlagegütern mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, gleichzeitig wird ihr Ausscheiden unterstellt.

3. Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

4. Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten, Erzeugnisse zu steuerlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet, sofern nicht aufgrund von Preisminderungen, Ungängigkeit bzw. hoher Reichweiten oder im Hinblick auf eine verlustfreie Bewertung ein niedrigerer Wertansatz zum Bilanzstichtag geboten ist.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Einzelrisiken. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird für das latente Ausfall-, Zins- und Kostenrisiko eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % des Forderungsbestandes gebildet, soweit für die Forderungen eine Einzelwertberichtigung nicht erforderlich war.

6. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag ausgewiesen.

7. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Bei der Ermittlung der Rückstellung wird von einem Rententrend von 2,20 % ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 1,82 %, es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Der Ausschüttungssperre zwischen dem verwendeten 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes und dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes unterliegen EUR 873,00.

8. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen beinhalten ungewisse Verbindlichkeiten und mögliche Risiken in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags sowie Gewährleistungen ohne rechtliche Verpflichtungen in Höhe eines Pauschalsatzes des Umsatzes.

Für die Altersteilzeitverpflichtungen bestehen Rückdeckungsversicherungen, welche an die jeweiligen Pensionsberechtigten verpfändet sind. Die Altersteilzeitverpflichtungen werden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen verrechnet und der übersteigende Betrag saldiert ausgewiesen.

Der beizulegende Zeitwert = Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung entspricht dem Deckungskapital gemäß koordiniertem Ländererlass vom Februar / März 1963. Die Anschaffungskosten betragen EUR 231.086,04

EUR
Beizulegender Zeitwert Deckungsvermögen 98.094,55
- Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtung -67.001,90
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 31.092,65
EUR
Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtung 265.591,49
- Beizulegender Zeitwert Deckungsvermögen -132.991,49
Rückstellungsbetrag für Altersteilzeitverpflichtung 132.600,00

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag bewertet.

IV. Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses

1. Forderungen

Es bestehen Forderungen in Höhe von EUR 15.021,86 (Vorjahr: EUR 6.792,42) gegen Gesellschafter.

2. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
von einem bis fünf Jahre
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
davon gesichert
TEUR
davon Art der Sicherung
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.800.000,00 189.473,67 1.263.129,80 3.347.396,53 4.800 Grundschuld, Sicherungsübereignung
Vorjahr 31.250,00 31.250,00 0,00 0,00 31
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 42.195,00 42.195,00 0,00 0,00
Vorjahr 41.291,72 41.291,72 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.242.751,11 1.242.751,11 0,00 0,00
Vorjahr 1.239.473,07 1.239.473,07 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.847.126,01 1.785.126,01 2.062.000,00 0,00
Vorjahr 4.939.780,04 1.989.780,04 2.950.000,00 0,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 397.892,59 397.892,59 0,00 0,00
Vorjahr 819.549,31 819.549,31 0,00 0,00
10.329.964,71 3.657.438,38 3.325.129,80 3.347.396,53 4.800
Vorjahr 7.071.344,14 4.121.344,14 2.950.000,00 0,00 31

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen mit EUR 29.454,33 (Vorjahr: EUR 0,00) gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von EUR 3.800.000,00 (Vorjahr: EUR 4.937.500,00) aus gewährten Darlehen und mit EUR 47.126,01 (Vorjahr: EUR 2.280,04) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 109.712,18 (Vorjahr: EUR 132.004,87) enthalten.

3. Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen resultieren ausschließlich aus verbundenen Unternehmen.

4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge resultieren mit EUR 46.729,49 (Vorjahr: EUR 7.218,04) aus verbundenen Unternehmen. Des Weiteren sind Zinsen und ähnliche Erträge, die die Aufzinsung der Altersteilzeit- und der Pensionsverpflichtung betreffen in Höhe von EUR 202,87 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Zinsen und ähnliche Aufwendungen resultieren mit EUR 205.749,00 (Vorjahr: EUR 66.632,00) aus verbundenen Unternehmen. Des Weiteren sind Zinsen und ähnlichen Aufwendungen, die die Aufzinsung der Altersteilzeit- und der Pensionsverpflichtung betreffen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.300,92) enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mit der Patronatserklärung vom 07.05.2013 hat die Merz GmbH die Verpflichtung übernommen ihre Tochtergesellschaft, die Moser Systemelektrik GmbH, Gaildorf, finanziell so auszustatten, dass diese stets in der Lage ist, ihren gegenwärtigen und künftigen Verpflichtungen gegenüber einem Gläubiger fristgemäß nachzukommen. Zum Bilanzstichtag valutieren diese Verpflichtungen auf TEUR 0.

Die Merz GmbH geht aufgrund der laufenden Überwachung im Rahmen des Beteiligungscontrollings sowie der Kapitalausstattung der Tochtergesellschaft davon aus, dass das Tochterunternehmen ihre finanziellen Verpflichtungen vollständig nachkommen kann das Risiko der Inanspruchnahme wird deshalb als gering erachtet.

Zum Abschlussstichtag bestehen zudem Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 11 die im Folgejahr fällig werden.

2. Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung sind die Herren:

Martin Kopp, Kaufmann - einzelvertretungsberechtigt.

Timm Ungerer, Techniker - einzelvertretungsberechtigt.

Dr. Alberto Maffucci, Kaufmann - einzelvertretungsberechtigt.

3. Beschäftigte

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2023 (Vorjahr) waren beschäftigt:

Arbeiter 116 (111)
Angestellte 64 (66)
insgesamt 180 (177)

4. Angaben zu Beteiligungen

Sitz Kapitalanteil Eigenkapital
EUR
Jahresergebnis
EUR
MERZ Schaltgeräte GMBH + CO KG Gaildorf 10.000 EUR (100%) 2.841.937,93 128.380,88
Moser Systemelektrik GmbH Gaildorf 25.000 EUR (100%) 393.036,80 192.491,38
MERZ Schaltgeräte GMBH Gaildorf 25.000 EUR (100%) 39.665,82 1.560,86

5. Angaben gem. § 285 Nr. 14 HGB

Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen aufstellt:

MUSSO Beteiligungs- und Finanzberatungsgesellschaft mbH, Wels (Österreich)

Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt beim Landgericht Wels (Österreich) sowie im elektronischen Bundesanzeiger.

VI. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresverlust in Höhe von EUR 2.440.922,32 mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen.

 

Gaildorf, den 15. März 2024

gez. Martin Kopp, Geschäftsführer

gez. Timm Ungerer, Geschäftsführer

gez. Alberto Maffucci, Geschäftsführer

Geschäftsführung

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 433.342,31 2.001,67 0,00 0,00 435.343,98
geleistete Anzahlungen 548.602,24 59.289,08 0,00 0,00 607.891,32
981.944,55 61.290,75 0,00 0,00 1.043.235,30
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.164.260,23 4.849.027,34 79.199,50 0,00 9.092.487,07
technische Anlagen und Maschinen 8.578.627,26 286.363,05 112.500,00 10.000,00 8.967.490,31
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.964.151,56 649.538,37 0,00 30.168,07 3.583.521,86
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 231.224,20 0,00 -191.699,50 0,00 39.524,70
15.938.263,25 5.784.928,76 0,00 40.168,07 21.683.023,94
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.561.937,93 0,00 0,00 270.000,00 3.291.937,93
sonstige Ausleihungen 0,00 9.573,50 0,00 0,00 9.573,50
20.482.145,73 5.855.793,01 0,00 310.168,07 26.027.770,67
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 401.337,33 11.961,86 0,00 413.299,19
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
401.337,33 11.961,86 0,00 413.299,19
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.959.782,56 163.079,62 0,00 3.122.862,18
2. technische Anlagen und Maschinen 4.470.390,61 706.892,46 9.999,00 5.167.284,07
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.080.885,60 320.885,10 30.167,07 2.371.603,63
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
9.511.058,77 1.190.857,18 40.166,07 10.661.749,88
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9.912.396,10 1.202.819,04 40.166,07 11.075.049,07
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.044,79 32.004,98
2. geleistete Anzahlungen 607.891,32 548.602,24
629.936,11 580.607,22
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.969.624,89 1.204.477,67
2. technische Anlagen und Maschinen 3.800.206,24 4.108.236,65
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.211.918,23 883.265,96
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 39.524,70 231.224,20
11.021.274,06 6.427.204,48
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.291.937,93 3.561.937,93
2. sonstige Ausleihungen 9.573,50 0,00
14.952.721,60 10.569.749,63

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MERZ GMBH, Gaildorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresschluss der MERZ GMBH, Gaildorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MERZ GMBH, Gaildorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hagen 15. März 2024

NAUST HUNECKE und Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Michael Orban, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung: 13. Mai 2024

Nachrichten & Medien

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Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

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