Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 115588
Eingetragen
31.5.2019
Branche
Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Finanzierungs-ConduitsSonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Erbringen von Finanzdienstleistungen in Form der Anlagenvermittlung i.S.d. § 1 Absatz 1 a Satz 2 Nr. 1 KWG, der Anlageberatung i.S.d. § 1 Absatz 1 a Satz 2 Nr. 1 a KWG, der Abschlussvermittlung i.S.d. § 1 Absatz 1 a Satz 2 Nr. 2 KWG und der Finanzportfolioverwaltung i.S.d. § 1 Absatz 1 a Satz 2 Nr. 3 KWG.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Claudia Henkel
seit 29.7.2025
Prokura
Martin Ottmann
seit 23.3.2023
Vorstandsmitglied
Axel Rohr
seit 31.5.2019
Vorstandsmitglied
Volker Henkel
seit 31.5.2019
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FIDUS Finanz AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

FIDUS Finanz AG

Frankfurt am Main

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 265.829,05 308.222,39
2. Forderungen an Kunden 1.007.416,67 723.125,71
3. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
4. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 966,00 2.042,00
5. Sachanlagen 65.619,00 68.105,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände 3.448,53 59.787,93
7. Rechnungsabgrenzungsposten 625,26 11.462,15
1.368.904,51 1.197.745,18

Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 394.634,88 166.376,12
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 0,00
b) andere Rückstellungen 304.380,51 304.380,51 259.822,33
3. Eigenkapital
a)
a) Gezeichnetes Kapital 711.515,00 711.515,00
b) Kapitalrücklage 165.000,00 165.000,00
c) Bilanzverlust 206.625,88- 104.968,27-
669.889,12 771.546,73
1.368.904,51 1.197.745,18

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

FIDUS Finanz AG

Frankfurt am Main

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 5.766,28 608,32
2. Zinsaufwendungen 0,00 1.051,18
3. Provisionserträge 3.294.054,56 2.528.078,63
4. Provisionsaufwendungen 830.972,74 2.463.081,82 209.955,57
5. Sonstige betriebliche Erträge 15.218,38 47.656,83
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.932.281,56 1.758.544,53
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 206.094,48 2.138.376,04 159.135,13
- darunter: für Altersversorgung EUR 330,96 (EUR 312,96)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 420.228,65 335.863,50
2.558.604,69- 2.253.543,16-
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 27.119,40 15.115,04
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 101.657,61- 96.678,83
9. Ergebnis nach Steuern 101.657,61- 96.678,83
10. Jahresfehlbetrag 101.657,61 96.678,83-
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 104.968,27 201.647,10
12. Bilanzverlust 206.625,88 104.968,27

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungskosten
01.01. Zugänge Abgänge 31.12.
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbeliche Schutzrechte, Lizenzen 14.070,82 0,00 0,00 14.070,82
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 78.893,03 23.557,40 0,00 102.450,43
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
Summe Anlagenvermögen 117.963,85 23.557,40 0,00 141.521,25
Abschreibungen
01.01. Zugang Abgang
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbeliche Schutzrechte, Lizenzen 12.028,82 1.076,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.788,03 26.043,40 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagenvermögen 22.816,85 27.119,40 0,00
Buchwert
31.12. 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbeliche Schutzrechte, Lizenzen 13.104,82 966,00
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.831,43 65.619,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
Summe Anlagenvermögen 49.936,25 91.585,00

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftstätigkeit

Die FIDUS Finanz AG ist ein Finanzdienstleistungsinstitut nach § 15 WpIG mit der Erlaubnis zur Anlageberatung, zur Anlage- und Abschlussvermittlung und zur Finanzportfolioverwaltung. Sie wird von der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt. Schwerpunkt unserer Tätigkeit ist die Finanzportfolioverwaltung.

Unternehmensstrategie

Wir haben die folgenden strategischen Geschäftsfelder definiert:

a) Finanzportfolioverwaltung

Für unsere Kunden führen wir die individuelle Vermögensverwaltung (Finanzportfolioverwaltung) durch. Bei unseren Kunden handelt es sich überwiegend um Privatkunden mit Sitz in Deutschland. In Einzelfällen werden Kunden im Rahmen der passiven Dienstleistungsfreiheit im Ausland betreut.

b) Haftungsdach für Fondsadvisor

Wir begleiten Fonds-Initiatoren bei der Realisierung eigener Investmentideen, indem wir sie bei der Auswahl der KVG und der Depotbanken und bei der Produktgestaltung beraten und unterstützen, sowie Kontakte zu potentiellen Investoren herstellen. Wir sind in der Folge dann als Advisor im Rahmen der Anlageberatung tätig. Die Beratung erfolgt durch den Initiator, der als vertraglich gebundener Vermittler in unserem Haftungsdach angebunden ist.

c) Compliance und AML-Beratung

Als drittes Geschäftsfeld bieten wir anderen Finanzdienstleistungsunternehmen Dienstleistungen im Bereich Compliance und Geldwäscheverhinderung an. Die Dienstleistung reicht von der individuellen Beratung zu einzelnen Aspekten bis hin zum kompletten Outsourcing der Compliance- und Geldwäsche-Funktion an uns. Die Dienstleistungen werden durch unsere 100%ige Tochtergesellschaft RegCon GmbH erbracht.

2. Konjunkturelles Umfeld

Das Jahr 2023 war ebenso wie das Vorjahr geprägt von einer Vielzahl von Krisen. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hielt das gesamte Jahr 2023 an, ein Ende ist nicht absehbar. Am 7. Oktober 2023 griff die radikalislamische Hamas Israel überraschend an, über 1.000 Israelis wurden getötet, mehrere Hundert entführt. Israel griff daraufhin in einer Bodenoffensive die Hamas im Gaza-Streifen an.

Wirtschaftlich startete 2023 mit einer Inflationsrate von rd. 8%p.a., die sich im Jahresverlauf auf rd. 3% reduzierte. Neben der Leitzinserhöhung trugen auch sinkende Energiekosten zum Rückgang der Inflation bei. Die EZB hob aufgrund der starken Inflation die Leitzinsen zwischen Juli 2022 und September 2023 um 450 Basispunkte an. Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands reduzierte sich 2023 um rd. 0,3%.

Auf Bundesebene stach das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15.11.2023 hervor, mit dem das Gericht den Nachtragshaushalt für 2021 für nichtig erklärte und die Nutzung der für die Bewältigung der Corona Krise nicht genutzten 60 Milliarden Euro für den Klima- und Transformationsfonds untersagte.

Die Finanzbranche wurde im März 2023 durch ein Bankenbeben in den USA (Silicon Valley Bank, First Republic Bank) erschüttert, in deren Folge es zu einer Notübernahme der Credit Suisse durch die UBS Mitte März 2023 kam.

Dennoch liefen die Wertpapiermärkte überaus positiv. Der Dax schloss bei einem Stand von 16.752 Punkten, damit rund 20,3% höher als zu Jahresbeginn. Der Nasdaq 100 entwickelte sich mit +55,1 Punkte noch deutlich stärker, wobei insbesondere die großen IT-Konzerne für den Kursanstieg verantwortlich zeichneten. Auch Dow Jones und Nikkei wiesen Gewinne zwischen 14 und 28% aus.

3. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr der FIDUS Finanz AG war wiederum geprägt vom Wachstum bei den verwalteten Kundenvermögen und dem kontinuierlichen Ausbau unserer personellen und organisatorischen Infrastruktur. Wir haben in 2023 digitale Orderschnittstellen aus unserem Portfoliomanagementsystem zu mehreren depotführenden Banken realisiert und können mittlerweile zwischen 80 und 90% der Orders digital abwickeln.

Die Investitionen in Personal und Infrastruktur führten dazu, dass wir einen Jahresverlust von 101,7 TEUR ausweisen. Abweichend von unserer Planung realisierten sich Anbindungen von Beratern nicht bzw. wurden in das Folgejahr verschoben, so dass die erwarteten Erträge nicht realisiert werden konnten. Ähnliches gilt für die Auflage eines Fonds im Haftungsdach, der auf 2024 verschoben wurde.

Zur Bewertung des Geschäftsverlaufs und im Hinblick auf die Unternehmensteuerung greifen wir auf verschiedene finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zurück. Steuerungsindikatoren sind hierbei die Kundenmandate in der Vermögensverwaltung sowie die Assets under Management (AuM). In der Finanzportfolioverwaltung sind wir per 31.12.2023 von nunmehr 355 Kunden (Vj. 302) mandatiert und verwalten insgesamt ein Vermögen (AuM) von 431 Mio. EUR (Vj. 390 Mio. EUR).

Hauptsächlicher Ertragsbestandteil ist das mit den Kunden vereinbarte Vermögensverwaltungsentgelt, das für die verwalteten Bestandsvolumina entrichtet wird. Damit sind das Volumen verwaltete Kundenvermögen sowie indirekt die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und ihr Einfluss auf die Börsen weiterhin die ausschlaggebenden Einflussfaktoren für unser Geschäftsmodell.

Ertragslage

Wir haben das Geschäftsjahr mit einem Verlust von 101,7 TEUR abgeschlossen. Die Provisionserträge stiegen auf 3.294 TEUR (Vj. 2.528 TEUR). Davon entfielen rd. 77,56% auf die Vermögensverwaltung, während das Fondsadvisory rd. 22,5% betrug. Der Provisionsaufwand betrug 831 TEUR und betraf die an die vertraglich gebundenen Vermittler sowie an die Kundenvermittler gezahlten Vergütungen. Die Personalkosten stiegen auf 2.138 TEUR nach 1.918 TEUR im Vorjahr. Die anderen Verwaltungskosten erhöhten sich auf 420 TEUR (2021: 336 TEUR), im Wesentlichen bedingt durch höhere Mietkosten und IT-Ausgaben. Das in die RegCon GmbH ausgegliederte Geschäftsfeld Compliance erbrachte Umsatzerlöse in Höhe von 33 TEUR, die Tochtergesellschaft erzielte einen Jahresüberschuss von 9,5 TEUR.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöhte sich aufgrund der Geschäftsausweitung deutlich auf 1.369 TEUR (2022: 1.198 TEUR). Die Gesellschaft ist ausschließlich durch Eigenkapital finanziert. Sie verfügt zum 31.12.2023 über eine überdurchschnittliche regulatorische Eigenkapitalquote von rd. 31,6%.

Die Finanzlage ist geordnet; die Liquidität war jederzeit gegeben.

4. Risikobericht

Die Erbringung unserer Dienstleistungen ist mit unterschiedlichen Risiken verbunden. Für unsere Geschäftstätigkeit sind vorrangig Marktpreisrisiken, die sich mittelbar auf das verwaltete Vermögen auswirken, sowie operationelle Risiken von Bedeutung.

Risiken einzugehen ist dabei ein integraler Bestandteil im Bereich der Erbringung von Finanzdienstleistungen. Die Geschäftsaktivitäten erfordern ein effizientes Risikomanagement, welches die Identifizierung, Bewertung, Messung, Steuerung und Überwachung von Risiken beinhaltet. Hauptziel des Risikomanagements ist es, die Risikotragfähigkeit jederzeit nachhaltig sicherzustellen und die Risikokonzentrationen zu begrenzen.

Wir versuchen, durch eine umsichtige und vorausschauende Geschäftspolitik mit sorgfältiger Planung sowie einem aktiven Risikomanagement mögliche Risiken in der Zukunft frühzeitig zu erkennen und proaktiv zu antizipieren.

Die wesentlichen Risiken werden im Organisationshandbuch allgemein und in den Risikoberichten konkret beschrieben. Die Risikobetrachtungen für die einzelnen Bereiche eines Finanzdienstleistungsinstituts betreffen insoweit auch unser Unternehmen in verschiedenen Ausprägungen.

Zu den Risiken, denen wir als Finanzdienstleister grundsätzlich ausgesetzt sind, gehört das Marktpreisrisiko. Unter Marktpreisrisiken versteht man die Gefahr der Wertminderung der Vermögenswerte infolge von Währungs-, Kurs-, Preis- und Zinsänderungen. Marktpreisrisiken können sich aus dem Handels- sowie aus dem Eigengeschäft ergeben. Marktpreisrisiken aus dem Handelsgeschäft und dem Eigengeschäft bestehen indes für unser Institut nicht, da unsere Zulassung den Handel mit Finanzinstrumenten auf eigene Rechnung ausschließt.

Marktpreisrisiken können sich aber mittelbar durch eine Reduzierung der verwalteten Vermögen realisieren.

Ungleich bedeutender sind für uns operationelle Risiken. Risikofaktoren können unter anderem sein: Fehler in Geschäftsprozessen, die zu fehler- oder mangelhafter Leistungserbringung führen; Organisationsschwächen, die sich negativ auf die Leistungserbringung auswirken; fehlerhaftes Portfoliomanagement oder Marktentwicklungen, die vom Kunden als fehlerhaftes Portfoliomanagement wahrgenommen werden. Größtes Risiko ist daher der Verlust von Kunden und verwaltetem Vermögen.

Zur Risikosteuerung haben wir folgende Maßnahmen getroffen: a) Verpflichtung aller Mitarbeiter zur Einhaltung aller für uns relevanten rechtlichen Vorschriften sowie der Regelungen aus dem Organisationshandbuch, b) Auswahl unserer Mitarbeiter nach fachlicher/ persönlicher Eignung sowie laufende Aus- und Weiterbildung, c) Einrichtung eines angemessenen und wirksamen Beschwerdemanagements, d) laufende Überwachung der verwalteten Vermögen und der Kundenperformance und e) Stresstests zur Simulation des Eintritts der Risiken.

Liquiditätsrisiken folgen aus Ertragsrisiken aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Geschäftsstrategie wird unter Berücksichtigung von absehbaren Trends regelmäßig daraufhin untersucht, ob sie marktkonform und konkurrenzfähig ist. Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit erfolgt grundsätzlich aus eigenen liquiden Mitteln.

Adressrisiken sind aufgrund der Kundenstruktur und der Befugnis, die Vermögensverwaltungshonorare vom verwalteten Vermögen einzuziehen, von untergeordneter Natur.

In 2023 haben wir unser Risikomanagement durch zusätzliche Kontrollen weiterentwickelt, regelmäßig die Risikoinventur aktualisiert, die Risiken bewertet und mit Maßnahmen und Verantwortlichkeiten versehen. Risikoreports werden vierteljährlich erstellt und zwischen Vorstand und Aufsichtsrat besprochen.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sind zurzeit nicht vorhanden. Dennoch können Rechtsstreitigkeiten jederzeit eintreten und sind mit Unsicherheiten behaftet. In einem konkreten Fall kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einem Rechtsstreit kommt, konkrete Forderungen wurden jedoch noch nicht gestellt. Die verbleibenden Risiken haben wir durch Versicherungen ausreichend abgedeckt.

Insgesamt beschäftigt die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 drei Vorstände, 10 Vollzeitkräfte, 5 Teilzeitkräfte und 4 geringfügig Beschäftigte. Es werden regelmäßig Fachseminare und Informationsveranstaltungen aus dem Finanzsektor durch die Geschäftsleitung und die Mitarbeiter der Gesellschaft selbst organisiert oder besucht. Die Mitarbeiter sind zudem angehalten, sich in Eigeninitiative weiterzubilden und sich jeweils einen aktuellen Kenntnisstand anzueignen.

5. Chancenbericht

Unsere Chancen liegen auch zukünftig weiterhin in der individuellen und kundenorientierten Betreuung von Vermögensverwaltungskunden und -mandaten. Chancen sehen wir insbesondere in der Bindung weiterer Berater in der Vermögensverwaltung, weiterhin im Ausbau unseres Haftungsdachs durch die Begleitung vertraglich gebundener Vermittler bei der Auflage neuer Fonds oder durch die Akquisition bestehender Fonds. Die Unterstützung von anderen Finanzdienstleistern auf dem Gebiet der Compliance und Geldwäschebekämpfung führen wir weiter.

6. Prognosebericht

Wir erwarten, dass bedingt durch Generationenwechsel und fortschreitende Regulierung eine zunehmende Anzahl von unabhängigen Vermögensverwaltern Nachfolgeregelungen anstreben werden. Wir sind darauf vorbereitet, Nachfolgelösungen für andere Vermögensverwalter zu gestalten, sei es durch Bestandsübernahmen oder Anstellung von weiteren Beratern.

Wir erwarten eine zunehmende Zahl von Beratern, die sich im Interesse ihrer Kunden aus Banken lösen und sich freien Vermögensverwaltern anschließen. Die Zahl der angestellten Berater wird 2024 weiter steigen, eine erste Zusage liegt bereits vor.

Wir gehen davon aus, dass wir 2024 durch den Zuwachs an Beratern auch weiterhin einen substantiellen Zuwachs an verwaltetem Vermögen erreichen werden. Auch im Fondsadvisory erwarten wir eine weitere Steigerung in Bezug auf das beratene Fondsvermögen. Wir erwarten, dass sich die Ertragssituation durch das Wachstum bei den verwalteten Kundenvolumen positiv entwickeln wird. Parallel werden wir weiter in gut ausgebildete Mitarbeiter und unsere Infrastruktur, insbesondere in die IT, investieren. Ausgehend von unserem bestandsorientierten Geschäftsmodell, dem bereits erreichten Volumen und den abzusehenden Investitionen erwarten wir für 2024 ein ausgeglichenes Ergebnis.

7. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält Niederlassungen in Düsseldorf und in Gevelsberg.

 

Frankfurt am Main, den 20. Februar 2024

FIDUS Finanz AG

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FIDUS Finanz AG, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FIDUS Finanz AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FIDUS Finanz AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 16. April 2024

RGT TREUHAND
Revisionsgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen Lohr, Wirtschaftsprüfer

Gerhard Klotz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung am 26.06.2024

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen. Er hat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft relevanten Fragen unterrichtet.

Im Berichtsjahr fanden vier Sitzungen des Aufsichtsrats statt, in denen u.a. die jeweils aktuelle Geschäftslage, die Ergebnisentwicklung und die Risikosituation erörtert wurden.

Die von der Hauptversammlung am 18.12.2023 zum Prüfer des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres 2023 gewählte RGT Treuhand Revisionsgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niddastraße 91, 60329 Frankfurt hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden in der Sitzung des Aufsichtsrates am 24.04.2024 umfassend diskutiert. Der Aufsichtsrat hat sodann den Jahresabschluss der FIDUS Finanz AG festgestellt.

Eine Beschlussfassung zur Verwendung des Bilanzgewinns war nicht erforderlich.

Im Aufsichtsrat der FIDUS Finanz AG hat es im Berichtsjahr keine personellen Veränderungen gegeben.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr 2023 erbrachten Anstrengungen und Leistungen.

 

Frankfurt, 24.04.2024

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr. Markus Knüfermann, Vorsitzender

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