Projektgesellschaft Dolomit Str. mbh

Werner-von-Siemens-Straße 18, 33334 Gütersloh, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Gütersloh HRB 12110
Eingetragen
9.1.2021
Branche
Bauträger für WohngebäudeKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBauträger für andere Gebäude und Bauwerke
Gegenstand
der Erwerb, die Entwicklung, der Bau, die Vermietung und der Verkauf der Immobilie Dolomit Str. in Hagen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Emde
seit 7.2.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

85.00% identifiziert15.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
85.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
C.H. Holding GmbHEigenbeteiligung
15.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hagedorn Revital GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Thomas Hagedorn Holding GmbH

Gütersloh

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernabschluss: Konzernbilanz (1/3)

AKTIVA

31.12.2022
(TEUR)
31.12.2021
(TEUR)
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 15 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.121 876
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.883 2.958
6.019 3.834
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 40.453 7.348
2. Technische Anlagen und Maschinen 82.390 23.729
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 74.362 8.262
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.506 12.171
200.711 51.510
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 53 8
2. Beteiligungen 982 10
3. Sonstige Ausleihungen 0 23
1.035 41
207.765 55.385
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 306 389
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 240.067 213.199
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 918 0
4. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 6 0
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -117.462 -122.990
123.835 90.598
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 82.911 48.242
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 205 261
3. Sonstige Vermögensgegenstände 83.462 54.943
166.578 103.446
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 6.907 4.769
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.884 27.712
309.204 226.525
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.152 467
D. Aktive latente Steuern 0 1.803
518.121 284.180

Konzernabschluss: Konzern GuV

2022
(TEUR)
2021
(TEUR)
1. Umsatzerlöse 384.517 229.175
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 35.567 84.570
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 7.307 0
4. Sonstige betriebliche Erträge 16.919 14.592
5. Gesamtleistung 444.310 328.337
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -91.995 -69.311
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -156.262 -130.096
-248.257 -199.407
7. Rohergebnis 196.053 128.930
8. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -65.948 -39.103
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -14.111 -8.138
-80.059 -47.241
9. Abschreibungen auf immaterielle Vermögengegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -39.082 -9.497
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -51.741 -40.680
11. Ordentliches Betriebsergebnis 25.171 31.512
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.320 1.722
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -991 -66
14-. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.054 -978
15. Finanzergebnis -3.725 678
16. Ergebnis vor Steuern 21.446 32.190
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.738 -5.746
18. Ergebnis nach Steuern 18.708 26.444
19. Sonstige Steuern -291 -157
20. Jahresüberschuss 18.417 26.287

Konzernabschluss: Konzern Kapitalflussrechnung (1/2)

2022
(TEUR)
2021
(TEUR)
Periodenergebnis 18.417 26.287
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 39.082 9.497
Zunahme Rückstellungen 3.055 8.753
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -2.939 173
Zunahme der Vorräte -32.193 -35.248
Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -24.429 -4.144
Zunahme der übrigen Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -14.215 -10.605
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.629 7.164
Zu- bzw. Abnahme der übrigen Passiva, die nicht der Investitions - oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.521 21.175
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -266 -550
Zinsaufwand / Zinsertrag 2.734 -744
Ertragsteueraufwand 2.739 5.746
Ertragsteuerzahlungen -1.091 -5.746
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -5.999 21.760
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -699 -773
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 28.679 3.044
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -84.400 -31.528
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 47 0
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -850 -10
Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 2.880 -56
Auszahlungen für Zugänge aus dem Konsolidierungskreis -22.369 -1.899
Erhaltene Zinsen 1.320 1.722
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -75.392 I -29.499
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 10.450 0
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 91.103 34.917
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -14.682 -13.869
Gezahlte Zinsen -4.054 -978
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -17.150 -6.000
Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -100 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 65.568 14.070
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -15.823 6.331
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen derliquiden Mittel 0 0
Finanzmittelfonds am 01.01. 27.702 21.641
Finanzmittelfonds am 31.12. 11.879 27.702

Konzernabschluss: Konzern-Eigenkapital-Spiegel

Thomas Hagedorn Holding GmbH
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Eigenkapital
Stand 01.01.2022 10.000,00 1.832,93 27,65 61.165,55 73.026,13
Ausschüttungen 17.150,01 17.150,01
sonstige Veränderungen 5,13 5,13
Kapitalerhöhung aus der Ausgabe von Anteilen 1.764,71 31.009,52 32.774,23
Konzernjahresüberschuss 18.269,83 18.269,83
Stand 31.12.2022 11.764,71 32.842,45 27,65 62.290,51 106.925,31
Fremdgesellschafter
Minderheitenkapital Konzerneigenkapital
Stand 01.01.2022 26.704,24 99.730,37
Ausschüttungen 99,63 17.249,64
sonstige Veränderungen 703,45 708,58
Kapitalerhöhung aus der Ausgabe von Anteilen 32.774,23
Konzernjahresüberschuss 147,26 18.417,09
Stand 31.12.2022 27.455,32 134.380,63

Konzernanhang

Allgemeines

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzerngewinn und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Angaben zur Identifikation des Mutterunternehmens laut Registergericht:

Firmenname laut Registergericht

Thomas Hagedorn Holding GmbH

Firmensitz laut Registergericht

Gütersloh

Registereintrag

Handelsregister

Registergericht

Gütersloh

Register-Nr.

HRB 9530

Konsolidierungskreis und Stichtag

In den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen alle direkt und indirekt gehaltenen Tochterunternehmen einbezogen, sofern nicht besondere Ausschlussgründe vorliegen.

Tochterunternehmen, bei denen die Thomas Hagedorn Holding GmbH einen beherrschenden Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt, werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen.

Gemeinschaftsunternehmen, die durch ein in den Konzernabschluss einbezogenes Mutter- oder Tochterunternehmen gemeinsam mit einem oder mehreren nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen geführt werden, werden entsprechend den Anteilen am Kapital einbezogen, die dem Mutterunternehmen gehören.

□er Konzernabschluss umfasst die folgenden Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen:

Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital Stammkapital
EURO
Brownfield 24 GmbH 1 Gütersloh 80,00% 25.000
Deutsche Sprengunion GmbH 1 Gütersloh 100,00% 52.000
Gleis Gütersloh GmbH 4 Gütersloh 50,00% 25.000
Gütersloher Wertstoffzentrum GmbH 1 Gütersloh 100,00% 25.000
Hagedorn Akademie GmbH 1 Gütersloh 100,00% 25.000
Hagedorn Bau GmbH 1 Gütersloh 100,00% 25.000
Hagedorn Gewerbepark Wien GmbH 1, 2 Gütersloh 100,00% 25.000
Hagedorn Grundstücks GmbH 1 Gütersloh 52,00% 25.000
Hagedorn Gütersloh GmbH 1 Gütersloh 100,00% 500.000
Hagedorn Hannover GmbH 1 Hannover 100,00% 50.000
Hagedorn Industrie- und Spezialrückbau GmbH 1 Pulheim 100,00% 25.000
Hagedorn Köln GmbH 1 Pulheim 100,00% 40.000
Hagedorn Management GmbH 1 Gütersloh 100,00% 25.000
Hagedorn Revital GmbH 1 Gütersloh 100,00% 100.000
Hagedorn Schüttgut GmbH 1 Sassenberg 100,00% 25.000
Hagedorn Service GmbH 1 Gütersloh 100,00% 50.000
Hannoveraner Wertstoffzentrum GmbH 1 Hannover 100,00% 25.000
LogPoint RuhrGmbH 1 Gütersloh 51,00% 25.000
Projekt Dieselstraße GmbH 4, 5 Gütersloh 67,00% 25.000
Projekt Ahrstraße Voerde GmbH 6 Gütersloh 100,00% 25.000
Projekt Teltower Straße Parken II GmbH 4 Gütersloh 50,00% 25.000
Projekt Wohlfahrtstraße GmbH 1 Gütersloh 100,00% 25.000
Projektentwicklung B+R Hauptgrundstück GmbH 4 Gütersloh 51,00% 25.000
Projektentwicklung Werler Feld GmbH 1, 2 Gütersloh 100,00% 25.000
Projektgesellschaft Bahnhofstraße mbH 2 Gütersloh 51,00% 25.000
Projektgesellschaft Anderter Str. mbH 6 Gütersloh 100,00% 25.000
Projektgesellschaft Dolomit Str. GmbH 1 Gütersloh 100,00% 25.000
Projektgesellschaft Forststraße mbH 4 Gütersloh 51,00% 25.000
Projektgesellschaft Fuchsberger Damm mbH 2, 4 Gütersloh 50,00% 25.000
Projektgesellschaft Gustav-Winkler-Straße mbH 4 Gütersloh 51,00% 25.000
Projektgesellschaft Gutenbergstraße mbH 2 Gütersloh 70,00% 25.000
Projektgesellschaft Heerter Straße mbH 1, 2 Gütersloh 100,00% 25.000
Projektgesellschaft Industriepark Nohra mbH 1 Gütersloh 100,00% 25.000
Projektgesellschaft Magdeburger Straße mbH 1, 2 Gütersloh 100,00% 25.000
Projektgesellschaft Merseburger Straße mbH 4, 5 Gütersloh 70,00% 25.000
Projektgesellschaft Rauentaler Str. mbH 4 Gütersloh 51,00% 25.000
Seilbaggertechnik Speyer (STS) GmbH 4 Speyer 50,00% 50.000
STAVE GmbH Straßenbau, Tiefbau, Abbruch, Verwertung und Erdbau Berlin 74,90% 25.000
TH Immobilien GmbH 4 Gütersloh 50,00% 25.000
u+i interact GmbH 3 Bielefeld 80,00% 100.000
Wasel GmbH 1, 3 Bergheim 100,00% 1.000.000
Westfalen Park Lünen Nord GmbH 1 Gütersloh 100,00% 25.000
Westfalen Park Lünen Süd GmbH 4 Gütersloh 9,99% 25.000
Wiesengraben GmbH 1 Gütersloh 100,00% 25.000
Winz Baggerarbeiten GmbH 3 Bedburg 60,00% 25.000

1) Für diese Gesellschaften wird die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB B über die Prüfung und Offenlegung von Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen.
2) Diese Gesellschaften sind im Berichtsjahr durch Neugründung in den Konsolidierungskreis aufgenommen worden.
3) Diese Gesellschaften sind im Berichtsjahr durch einen Erwerbsvorgang in den Konsolidierungskreis aufgenommen worden.
4) Diese Gesellschaften werden aufgrund gemeinschaftlicher Beherrschung im Wege der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
5) Bei dieser Gesellschaft fand im Berichtsjahr eine Übergangskonsolidierung von der Vollkonsolidierung zur Quotenkonsolidierung statt.
6) Diese Gesellschaften wurden im Berichtsjahr, aufgrund der vollständigen Veräußerung der Anteile, entkonsolidiert.

Die Thomas Hagedorn Holding GmbH hat als Mutterunternehmen des Thomas Hagedorn Holding GmbH-Konzerns am 01.01.2022 eine 100%ige Beteiligung an der Wasel GmbH vollständig übernommen. Seit dem Erwerbszeitpunkt wird die Gesellschaft durch Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Thomas Hagedorn Holding GmbH einbezogen. In den Konzernanhang des Geschäftsjahrs 2022 nimmt die Thomas Hagedorn Holding GmbH folgende Erläuterungen auf:

Durch den Kauf der Wasel GmbH hat sich die Zusammensetzung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr erheblich geändert. Eine Beeinflussung der Vermögenslage resultiert insbesondere aus dem im Konzernabschluss enthaltenen Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 119.353. In der Finanzlage führt die Akquisition zu einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 22.286.

Im Zugangszeitpunkt der Wasel GmbH wurden folgende wesentlichen Vermögensgegenstände und Schulden erworben (Angabe der Zeitwerte im Erwerbszeitpunkt):

Immaterielle Vermögensgegenstände TEUR 31

Sachanlagevermögen TEUR 130.701

Vorräte TEUR 647

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände TEUR 9.571

Liquide Mittel TEUR 15.230

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten TEUR 172

Rückstellungen TEUR 1.757

Verbindlichkeiten TEUR 91.566

Die Aufwendungen und Erträge der Wasel GmbH wurden im Geschäftsjahr des Konzernabschlusses für zwölf Monate berücksichtigt. Ohne die Einbeziehung der Wasel GmbH würde sich der Konzernumsatz im Geschäftsjahr auf TEUR 310.693 belaufen. Unter Berücksichtigung von um den um Wasel GmbH korrigiertem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.591 hätte sich ein Konzernergebnis von TEUR 16.826 ergeben.

Folgende Gesellschaften werden, in Ausübung des Wahlrechts nach § 296 Abs. 2 HGB, nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie einzeln als auch zusammen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind.

Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital Stammkapital
EURO
Bergheimer Weg UG & Co. KG Köln 100,00% 25.000
B.W. Verwaltungs-UG (haftungsbeschränkt) Köln 100,00% 1.000
Wahre-Werte Umspannwerk Alexanderplatz Betriebsgesellschaft mbH 1 Berlin 52,00% 25.000

1) Gesellschaft wurde zum 01.01.2022 entkonsolidiert.

Der Konzernabschluss wird auf den Abschlussstichtag der Thomas Hagedorn Holding GmbH zum 31. Dezember 2022 aufgestellt. Abschlussstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2022.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Hagedorn Holding GmbH einbezogenen Unternehmen wurden im Wesentlichen nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Lediglich in Fällen von untergeordneter Bedeutung wurde auf eine Vereinheitlichung verzichtet.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über 3 bis 5 Jahre planmäßig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern belaufen sich bei Gebäuden auf 20 bis 50 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen auf 5 bis 15 Jahre und bei anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung auf 3 bis 13 Jahre.

Ab dem Geschäftsjahr 2020 werden geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Einzelanschaffungs- bzw. Herstellungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen.

Bis zum 31. Dezember 2019 wurden geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Einzelanschaffungs- bzw. Herstellungskosten zwischen EUR 150,01 und EUR 1.000,00 liegen, auf Sammelkonten erfasst und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Werten zum Abschlussstichtag angesetzt.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse/Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten, höchstens jedoch zu ihren voraussichtlichen Veräußerungskosten abzüglich noch anfallender Kosten. In die Herstellungskosten werden die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten ebenso wie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, der Wertverzehr des Anlagevermögens und der Kosten der allgemeinen Verwaltung eingerechnet. Zinsen für Fremdkapital werden anteilig berücksichtigt, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung des Vermögensgegenstandes entfallen. Vertriebskosten werden nicht einbezogen.

Von dem Wahlrecht gemäß § 268 Absatz 5 Satz 2 HGB, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von den Vorräten offen abzusetzen, sofern sie auf bilanzierte Vorräte entfallen, wird Gebrauch gemacht. Sofern die erhaltenen Anzahlungen die bilanzierten Vorräte übersteigen, wird der übersteigende Betrag passiviert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigen beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Kassenbestand und Bankguthaben werden zu Nominalwerten angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 2,30 % p.a. auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ohne Gehaltssteigerungen ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Eventuell zu berücksichtigende Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit relevant, berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Abzinsungssatz wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rechtsverordnung ermittelt und monatlich bekannt gegeben.

Die Steuerrückstellungen beinhalten alle noch nicht veranlagten Steuern. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB i. V. m. § 298 Absatz 1 HGB aktive latente Steuern zu bilden wird Gebrauch gemacht. Hierbei werden steuerliche Verlustvorträge in Höhe, der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Weiter werden aktive und passive latente Steuern auf konsolidierungsbedingte Differenzen gemäß § 306 Satz 1 HGB gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 30,2 % (15,8% Körperschaftsteuer und 14,4% Gewerbesteuer) zugrunde.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Konsolidierung der Abschlüsse des Konzernkreises erfolgt in Anwendung der Erwerbsmethode gemäß § 300 HGB.

Die Kapitalkonsolidierung ist nach § 301 Absatz 1 HGB nach der Neubewertungsmethode durchgeführt worden. Dabei wurden die dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des neubewerteten Eigenkapitals der einbezogenen Unternehmen verrechnet. Die Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erstkonsolidierungszeitpunkt bewertet, unabhängig von eventuell bestehenden nicht beherrschenden Gesellschaftern.

Tochterunternehmen werden grundsätzlich von dem Zeitpunkt an voll konsolidiert, zu dem der Konzern die Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses erlangt. Im Geschäftsjahr 2022 hat sich der Konsolidierungskreis um fünf neugegründete Tochterunternehmen und zwei neugegründete Gemeinschaftsunternehmen erweitert. Des Weiteren hat sich der Konsolidierungskreis um zwei zugekaufte Gesellschaften vergrößert. Zudem wird die Winz Baggerarbeiten GmbH nach einer Anteilsaufstockung im Geschäftsjahr 2022 vollkonsolidiert. Ein bei der Verrechnung entstehender aktivischer Unterschiedsbetrag wird ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung in der Konzernbilanz als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und ab dem Zugangsjahr planmäßig auf zehn Geschäftsjahre verteilt, in denen er voraussichtlich genutzt wird.

Der nach Verrechnung der Anteile mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital verbleibende negative Unterschiedsbetrag wird unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Die Anteile fremder Gesellschafter am Eigenkapital der Konzerngesellschaften werden im Eigenkapital gesondert ausgewiesen.

Konzerninterne Ausleihungen, Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet. Die hierbei entstandenen Aufrechnungsdifferenzen wurden erfolgswirksam eliminiert. Gewinne und Verluste aus den konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen wurden ebenso eliminiert, wie Beteiligungserträge der einbezogenen Unternehmen.

Konzerninterne Umsatzerlöse wie auch andere konzerninterne Erträge wurden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. Die Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Statuswechsel wird als Veräußerungsvorgang abgebildet.

Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagespiegel dargestellt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist auf Anteilserwerbe von Tochterunternehmen zurückzuführen. Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen haben EUR 68,0 Mio. (2021 : EUR 63,9 Mio.) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 3,2 Mio. (2021 : EUR 6,1 Mio.) enthalten.

Konzerneigenkapital

Mit Eintragung im Handelsregister am 29. November 2022 wurde das Stammkapital der Thomas Hagedorn Holding GmbH durch die Ausgabe eines neuen Geschäftsanteils von EUR 10,0 Mio. um EUR 1,1 Mio. auf EUR 11,1 Mio. erhöht. Der neue Geschäftsanteil wurde zum Nennwert ausgegeben, die Übernahme des neuen Geschäftsanteils durch die C.H. Holding GmbH erfolgte durch Erbringung einer Sacheinlage. Die Sacheinlage besteht aus einer abgetretenen Kaufpreisforderung aus einem Anteilsverkauf. Mit der Handelsregistereintragung am 5. Dezember 2022 wurde das Stammkapital um weitere EUR 0,7 Mio. auf EUR 11,8 Mio. erhöht. Der neue Geschäftsanteil wurde zum Nennwert ausgegeben und als Bareinlage durch die C.H. Holding GmbH eingebracht. Der Wert der Einlagen übersteigt die Nennwerte der neuen Geschäftsanteile, die übersteigende Beträge in Höhe von EUR 31,0 Mio. wurde in die freien Kapitalrücklagen gebucht.

Konzernbilanzgewinn

Die Bilanz wird unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Konzernbilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

TEUR
Stand am 01.01.2022 (Gewinnvortrag) 61.165
Jahresüberschuss 18.417
Auf konzernfremde Gesellschafter entfallender Ergebnisanteil -147
Übrige Veränderungen 6
Gewinnausschüttung -17.150
Stand am 31.12.2022 (Bilanzgewinn) 62.291

Passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Der passive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Kapitalkonsolidierung zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Konzernunternehmen in den Konzernabschluss. Er ist im Wesentlichen auf aufgedeckte stille Reserven bei den Konzernunternehmen zurückzuführen. Der passive Unterschiedsbetrag ist weder auf eine zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung erwartete ungünstige Entwicklung der künftigen Ertragslage der Konzernunternehmen noch auf zu diesem Zeitpunkt erwartete Aufwendungen zurückzuführen. Der passive Unterschiedsbetrag wird ertragswirksam aufgelöst, soweit am Abschlussstichtag feststeht, dass er einem realisierten Gewinn entspricht, weil z.B. das Konzernunternehmen eine nachhaltig gute Ertragslage aufweist oder erhebliche Gewinnthesaurierungen (z.B. in Form von Gewinnrücklagen oder Gewinnvortrag) vorgenommen hat. Bei dem im Geschäftsjahr zugegangenen Unterschiedsbetrag handelt es sich um einen Unterschiedsbetrag mit Eigenkapitalcharakter.

Der passive Unterschiedsbetrag hat sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt entwickelt:

TEUR
Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung zum 01.01.2022 13
Zugang passiver Unterschiedsbetrag aus Erstkonsolidierungen 13.506
Fortschreibung passiver Unterschiedsbetrag -2.701
Passiver Unterschiedsbetrag zum 31.12.2022 10.818

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen ausstehende Nacharbeiten (EUR 28,8 Mio.), Personalrückstellungen (EUR 8,0 Mio.), Entsorgungsverpflichtungen (EUR 3,7 Mio.), ausstehende Rechnungen (EUR 3,7 Mio.) sowie Gewährleistungsverpflichtungen (EUR 0,8 Mio.).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Davon mit einer Restlaufzeit von...
Gesamt
TEUR
bis zu einem Jahr
(TEUR)
1 bis 5 Jahren
(TEUR)
mehr als 5 Jahren
(TEUR)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 162.666 64.680 84.353 13.633
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.969 28.969 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 120.799 49.691 71.108 0
Gesamtsumme 312.434 143.340 155.461 13.633

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 5,9 Mio. (2021: EUR 0) enthalten.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um Ansprüche aus Gewinnausschüttungen mit einer Fristigkeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsinstituten sind in Höhe von EUR 218 Mio. durch Grundschulden, Grundpfandrechte, Globalzessionen, Kontenverpfändung und Sicherungsübereignung von Anlage- und Umlaufvermögen gesichert.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 2.723 (2021: TEUR 820) auf Verbindlichkeiten ausSteuern und TEUR 98 (2021 : TEUR 111) auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Passive latente Steuern

Latente Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus der Aufdeckung stiller Reserven im Rahmen der Erstkonsolidierung, der Zwischengewinneliminierung und den Verlustvorträgen.

Die passiven latenten Steuern setzen sich zum Abschlussstichtag wie folgt zusammen:

Aktive latente Steuern
(TEUR)
Passive latente Steuern
(TEUR)
Bewertungsunterschiede zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz in den jeweiligen Einzelabschlüssen 121
Latente Steuern auf Verlustvorträge 2.101
Latente Steuern aus Kapitalkonsolidierung (Aufdeckung stiller Reserven) 12.147
Latente Steuern aus Zwischengewinneliminierung 1.445
= Angesetzte latente Steuern 0 8.722

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag hat die Unternehmensgruppe Avalkredite bei Banken und Versicherungen von insgesamt TEUR 63.215 in Anspruch genommen. Die Bürgschaften waren überwiegend für Gewährleistungsverpflichtungen.

Im Rahmen der Ausgabe der neuen Geschäftsanteile wurde ein Gesellschaftsteil als Bareinlage von der C.H. Holding GmbH eingebracht. Dafür hat die Gesellschafterin ein entsprechendes Darlehen bei der Sparkasse Herford aufgenommen. Die Thomas Hagedorn Holding GmbH hat sich gegenüber der Sparkasse Herford verpflichtet die ordnungsmäßigen und fristgerechten Kapital- und Zinszahlungen der C.H. Holding GmbH sicherzustellen. Die Sicherung erfolgt unentgeltlich. Die von der Sparkasse bereitgestellten Finanzierungsmittel betragen TEUR 10.450.

Die Thomas Hagedorn Stiftung hat bei der Santander Bank ein Darlehen in Höhe von TEUR 10.000. Die Thomas Hagedorn Holding haftet unentgeltlich und gesamtschuldnerisch für das Darlehen der Thomas Hagedorn Stiftung, welches zum 30.11.2024 fällig ist.

Dem Land Niedersachsen wurde gemäß § 5 Abs. 3 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes im Geschäftsjahr 2021 eine Konzernbürgschaft in Höhe von TEUR 1.500 für die Inbetriebnahme der Hannoveraner Wertstoffzentrum GmbH ausgestellt. Diese ist obligatorisch fürdie Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb einer Abfallentsorgungsanlage.

Im Zuge eines Anteilsverkaufs von der Hagedorn Revital GmbH stellte die Thomas Hagedorn Holding eine Konzernbürgschaft in Höhe von TEUR 735 zugunsten der Käuferin aus. Dabei handelt es sich um eine Rückzahlungsbürgschaft für eine Teilpreiszahlung der Käuferin.

Zugunsten des Gesellschafters und Geschäftsführers Herrn Thomas Hagedorn wurden die sonstigen Wertpapiere mit einem Betrag von TEUR 5.964 (2021 : TEUR 4.769) zur Sicherheit für ein privates Darlehen abgetreten. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen im Gesamtbetrag von TEUR 39.411 (2021: TEUR 46.884).

Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen umfassen die bis zur Möglichkeit der erstmaligen Kündigung voraussichtlich noch anfallenden Beträge.

Darüber hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken.

Erläuterungen

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Konzerns werden ausschließlich in Deutschland erwirtschaftet. Nach Sparten teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:

TEUR 2022 2021
Abbruch 136.821 107.750
Tiefbau 140.411 93.408
Schwerlastlogistik 73.824 0
Revitalisierung 8.396 10.571
Entsorgung 20.639 16.448
Digitalisierung 2.418 0
Sonstige 2.008 998
384.517 229.175

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.045 (2021 : TEUR 4.119) sowie außerordentliche Erträge in Höhe von TEUR 1.075 (2021: TEUR 971) enthalten. Die periodenfremden Erträge resultieren im Wesentlichen aus Anlagenabgängen. Die außerordentlichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Versicherungsentschädigungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind TEUR 3.899 Erträge (2021 : TEUR 137 Aufwendungen) aus latenten Steuern enthalten.

Konzernjahresergebnis

Vom Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 18.417 entfallen TEUR 147 auf nicht beherrschende Gesellschafter.

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Gemäß Kapitalflussrechnung beträgt der Finanzmittelfonds zum Ende der Periode TEUR 11.879 (2021: TEUR 27.702) und besteht ausschließlich aus Kassenbestand (TEUR 40, 2021 : TEUR 21) und Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 11.843, 2021: TEUR 27.692) abzüglich Giroverbindlichkeiten (TEUR 6, 2021: TEUR 11). Der Finanzmittelfonds unterliegt keinen Verfügungsbeschränkungen.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Konzern beschäftigten Mitarbeiter. In den konsolidierten Tochterunternehmen beschäftigte Mitarbeiter:

2022 2021
Angestellte 453 283
Gewerbliche Arbeitnehmer 630 342
Auszubildende 45 31
Summe 1.128 656

In den Gemeinschaftsunternehmen werden keine eigenen Mitarbeiter beschäftigt.

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022 beträgt TEUR 470 und gliedert sich in TEUR 145 für Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 0 für Steuerberatungsleistungen sowie TEUR 325 für sonstige Leistungen.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer/Gesellschafter vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Thomas Hagedorn

Gesellschafter-Geschäftsführer

TEUR
Stand bisheriger Kredite 6.098
Neuvergaben im Berichtsjahr 3.837
Rückzahlungen im Berichtsjahr 6.691
= neuer Kreditbestand 3.244

Kreditkonditionen Thomas Hagedorn

Zinssatz: 2 %, Laufzeit: unbefristet, Sicherheiten: keine

Kreditkonditionen Barbara Hagedorn

Geschäftsführerin

TEUR
Stand bisheriger Kredite 2.745
Neuvergaben im Berichtsjahr 16
Rückzahlungen im Berichtsjahr 2.741
= neuer Kreditbestand 20

Kreditkonditionen Barbara Hagedorn

Zinssatz: 1,75 %, Restlaufzeit: 23 Jahre, Sicherheiten: keine

Kreditentwicklung C.H. Holding GmbH

Gesellschafter

TEUR
= Kreditbestand 24.073

Zinssatz: 0,5 %, Laufzeit: unbefristet, Sicherheiten: keine

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Thomas Hagedorn Holding GmbH ist:

 

Herr Thomas Hagedorn,

Gütersloh, ausgeübter Beruf: kaufmännischer Geschäftsführer

 

Frau Barbara Hagedorn,

Gütersloh, ausgeübter Beruf: kaufmännische Geschäftsführerin

Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wurden gemäß § 286 (4) HGB keine Angaben zu den Geschäftsführerbezügen gemacht.

Nachtragsberichterstattung

Im Februar 2023 übernahm die Thomas Hagedorn Holding GmbH die Maaßen Erdbewegungen - Transporte GmbH, Kerpen, (nachfolgend kurz als "Maaßen" bezeichnet) und kombiniert die Geschäfte beider Unternehmen. Durch den Zusammenschluss stärkt die Hagedorn-Gruppe ihre Position im Rheinland. Das Dienstleistungsangebot von Maaßen umfasst die Übernahme und Durchführung von Erdbewegungsarbeiten aller Art sowie Transporte im Güternahverkehr. Aufgrund des frühen Stadiums der vorläufigen Kaufpreisallokation können derzeit noch keine Aussagen über die Aufdeckung möglicher stiller Reserven oder Lasten getroffen werden.

 

Gütersloh, 3. Mai 2023

Barbara Hagedorn

Thomas Hagedorn

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Die Hagedorn Unternehmensgruppe ist ein Rundum-Dienstleister der Baubranche mit operativen Standorten in Gütersloh, Köln, Bergheim, Hannover, Berlin und Bielefeld. Der Name Hagedorn steht für hohe Kompetenz, Qualität, Sicherheit und Sorgfalt. Als Fullservice-Dienstleister übernimmt die Hagedorn Unternehmensgruppe deutschlandweit die gesamte Bandbreite von Abbruch, Altlastensanierung, Entsorgung und Stoffstrommanagement bis hin zu Tiefbau und der Erstellung von industriellen Außenanlagen sowie Revitalisierung und der Entwicklung von neuen Nutzungskonzepten. Mit der Akquisition der Wasel GmbH und u+i interact GmbH kamen noch die Bereiche Schwerlastlogistik und Turmdrehkrane sowie Digitalisierung hinzu.

Moderner Abbruch ist heute ein technologisch anspruchsvoller Rückbauprozess, der professionelle Planung und Umsetzung erfordert. Hagedorn entwickelt situationsgerechte Sanierungs-, Abbruch- und Entsorgungskonzepte und setzt diese systematisch um: sicher, termingerecht, umsichtig. Ob baufällige Häuser, alte Windkrafträder, brachliegende Industrieanlagen und Kamine oder marode Straßen: Ausgediente Bauwerke aller Art und jeder Größe werden von uns fachgerecht und in kürzester Zeit rückgebaut, um die Grundstücke für eine neue Verwendung schnell wieder verfügbar zu machen.

Ein besonderes Augenmerk legen unsere Experten auf die oftmals im Vorfeld auszuführende Bauschadstoffsanierung. Altlasten sind Ablagerungen von Schadstoffen im Boden, im Wasser oder in der Luft, die für Mensch und Umwelt gefährlich sind oder werden können.

Die Sanierung kontaminierter Flächen ist daher eine Aufgabe für Spezialisten. Effizienz, Sicherheit und Qualität stehen bei der Schadstoffsanierung für Hagedorn an erster Stelle. Damit kontaminierte Bereiche keinen Schaden anrichten, erkunden Hagedorn- Experten diese Altlasten, erarbeiten Sanierungs- und Entsorgungskonzepte und setzen sie um. So von uns aufbereitet, stehen Flächen oder Grundstücke für eine Neuverwendung wieder zur Verfügung.

Unsere Kernkompetenzen im Tiefbau reichen von Erd- und Kanalbau über umfassende Tiefbauarbeiten und industriellen Straßenbau bis hin zur Herstellung kompletter Außenanlagen. Mit GPS-gesteuerten Baggern, Raupen und Gradern erstellen wir digital hinterlegte Geländemodelle in höchster Präzision. Dadurch entfallen auf den Baustellen aufwändige Vermessungs- und Absteckungsarbeiten. Maßnahmen zur Bodenertüchtigung sowie das komplette Behörden- und Gutachtermanagement gehören ebenfalls zu unserem Tagesgeschäft.

Es gibt viele Fragen, Anforderungen und Vorschriften bei der sachgerechten Entsorgung von Abfällen. Nur besonders qualifizierte Betriebe können daher Entsorgungsfachbetrieb werden. Das Gütersloher Wertstoffzentrum (GWG) und das Hannoveraner Wertstoffzentrum (HWG) sind welche von ihnen, die die entsprechende Fachkunde, Organisation und Ausstattung aufweist. Ganz gleich ob gefährliche Abfälle, vermischte Materialien oder große Mengen an Baureststoffen. Durch unsere Analysen der spezifischen Abfallmengen können wir einen Großteil des Abfalls der Wiederverwertung zurückführen. Die beiden Gesellschaften erstellen für eine Vielzahl von Bauvorhaben projektspezifische und kostenoptimierte Entsorgungskonzepte, wobei sie auch das Potential partnerschaftlich verbundener Unternehmen nutzen. Komplettlösungen gemäß des Grundsatzes »Alles aus einer Hand« sind daher mit geringerem Aufwand zu erreichen. Das GWG und das HWG als Unternehmen der Hagedorn Unternehmensgruppe haben Zugriff auf ein hohes Massenaufkommen aus den Bereichen Abbruch und Rückbau von Gewerbe- und Industriebauten, Altlastensanierungen und Flächenrecycling sowie Tiefbau und Erschließungen. Und das deutschlandweit. Diese Massen werden zielgerichtet im Rahmen eines Stoffstrommanagements verwertet. Dabei stehen uns neben den Standorten in Gütersloh und Hannover ebenfalls weitere Kontingente in Anlagen und auf Deponien sorgfältig ausgewählter und leistungsstarker Partner zur Verfügung.

Der Geschäftsbereich Schwerlastlogistik umfasst das Heben und Bewegen von Lasten mit Mobil-, Gittermast- und Raupenkranen, den Schwerlasttransport und die Montage. Diese Leistungen werden u.a. im Industriebau, von der Petrochemie, im Energie- und Kraftwerksbau, im Windkraftsektor, im Hochbau sowie für Reparaturen, Anlagenrevisionen, Instandhaltungen oder Erweiterungen von produzierenden Unternehmen nachgefragt. Ferner werden von dieser Unternehmenssparte ebenso die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung und die Erbringung von Komplettgewerken erbracht. Dem Geschäftsbereich Turmdrehkrane sind die Kranvermietung, das Servicegeschäft inklusive Ersatzteilversorgung und der Handel mit neuen und gebrauchten Kranen zuzuordnen. Da für den Aufbau eines Turmdrehkrans in der Regel Mobilkrane, Transportfahrzeuge, Montageleistungen sowie für die Dauer der Vermietung Servicedienstleistungen erforderlich sind, zeigt sich hier ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal der Gesellschaft als Liebherr Werkshändler für Turmdrehkrane.

Mit unserer, durch die Akquisition der u+i interact GmbH, neu aufgebauten Sparte Digitalisierung verfolgen wir die erfolgreiche Digitalisierung von Branchenthemen und Geschäftsmodellen. Diese werden erforscht, technologisch vorbereitet und direkt in Kundenprojekte integriert. So schafft Hagedorn transparente digitale Strukturen, Produkte und Services. Ein Vorreiter, der Einstiegshürden gänzlich abreißt und effiziente Standards für alle aufbaut.

Neues Bauland zu schaffen gehört zu den großen Herausforderungen, vor denen die Immobilienbranche gegenwärtig steht. Industrie- und Logistikbranche benötigen zunehmend ausreichende Flächen. Gleichzeitig vermeiden Städte und Gemeinden aus ökologischen Gründen Neuversiegelungen, wodurch Neuausweisungen von Flächen nahezu ausgeschlossen sind. Revitalisierung stellt einen Ausweg aus diesem Dilemma dar. Ausgediente Bestandsflächen, die sogenannten Brownfields, bieten eine adäquate Lösung. Diese Brownfields zu identifizieren, ihr Potenzial zu erkennen, sie zu revitalisieren und baureif zu machen, ist die Kernkompetenz der Revitalisierungssparte.

Eigentümer, Investoren, Logistiker und Projektentwickler - sie alle betrachten Konversionsflächen aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Da wir in der Lage sind, die Bedürfnisse jeglicher Zielgruppen miteinzubeziehen, entwickeln wir sinnvolle Nutzungskonzepte. Dabei arbeiten wir partnerschaftlich mit Projektentwicklern zusammen. Wir analysieren Lage, Konkurrenzsituation, Marktverhältnisse und städtebauliche Rahmenbedingungen der stillgelegten Standorte und stellen mithilfe von Rentabilitätsberechnungen die Investorentauglichkeit sicher. So entstehen an Top-Standorten in Deutschland Flächen, die Investoren durch ihre vielseitigen Nachnutzungsmöglichkeiten ansprechen.

Die Hagedorn Unternehmensgruppe ist im ganzen Bundesgebiet tätig. Einige Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind zertifiziert nach SCC** (Arbeitssicherheit) und Entsorgungsfachbetrieb gemäß § 56 KrWG sowie RAL Gütezeichen Abbrucharbeiten (RAL GZ 509) in den Beurteilungsgruppen HA3, AB und AK. Zu unseren Kunden gehören sowohl öffentliche Auftraggeber als auch namhafte Firmen aus der Privatwirtschaft.

Zur Steuerung des Konzerns dienen die Gesamtleistung (Umsatz, andere aktivierte Eigenleistungen, Bestandsveränderung, sonstige betriebliche Erträge) sowie das EBIT (Jahresergebnis vor Steuern und Zinsen) als finanzielle Leistungsindikatoren.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Trotz schwieriger Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt behaupten. Das reale BIP wuchs im Jahr 2022 um 1,8% nach 2,6% im Vorjahr. Zwar lasteten die hohe Inflation und Unsicherheit mit Blick auf den Ukraine-Krieg auf der Wirtschaft, die Lage an den Energiemärkten konnte sich aber im Vergleich zum Sommer merklich entspannen. Überdies ließen die Lieferengpässe in Industrie und Bau nach. "Damit übertraf es wieder leicht den Vorpandemie-Stand", schreibt die Bundesbank. Die wirtschaftliche Erholung sei jedoch durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine geschwächt worden.

Im Baugewerbe, das nach Einschätzung der Geschäftsführung gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung um 2,3%.

Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6% ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022.

Im Wirtschaftsbau legten die Baugenehmigungen im Jahr 2022 im Neubau (veranschlagte Baukosten) um 21 % zu, auch bei deutlich steigenden Baukosten verbleibt damit ein starkes reales Plus. Der anhaltende Trend zum Einkauf im Internet erfordert weiterhin neue Logistik- und Umschlagflächen. Zudem haben nominalen Genehmigungen für Fabrik- und Werkstattgebäude um 9% zugelegt.

Im Wohnungsbau hat die Bundesregierung nach mehreren abrupten Förderstopps mit anschließenden deutlichen Verschärfungen der Förderbedingungen die Förderanforderungen im Laufe des Jahres erheblich verschlechtert und könnte zudem das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Wohnungsbauförderung beeinflusst haben. Die Investitionen im Wohnungsbau gingen daraufhin im Jahr 2022 um 2% zum Vorjahr zurück.

□ er öffentliche Bau ist Teil des Bauhauptgewerbes und umfasst den Hoch- und Tiefbau im Auftrag von Organisationen ohne Erwerbszweck, Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie Kirchen, Vereinen, Gewerkschaften, Parteien und ähnlichen Organisationen. Er litt darunter, dass die nominalen Baubudgets nicht mit den Baupreissteigerungen Schritt halten.

Im Baugewerbe gab es trotz Fachkräftemangel erneut einen kleinen Beschäftigungszuwachs. Im Jahr 2022 waren rund 927.000 Personen im deutschen Bauhauptgewerbe tätig. In den vergangenen Jahren ist die Beschäftigtenanzahl in der Branche somit kontinuierlich gestiegen. Im laufenden neuen Ausbildungsjahr haben die Bauunternehmen deutschlandweit fast 14.500 neue Auszubildende eingestellt. Dies sind 2,1 % mehr als im vergangenen Jahr. Insgesamt werden in der Bauwirtschaft derzeit ca. 42.500 junge Menschen ausgebildet.

Geschäftsverlauf

Auch im Berichtsjahr 2022 konnte aufgrund von Akquisitionen, der guten Auftragslage und des weiteren Wachstums bei Hagedorn zusätzliches Personal aufgebaut werden. Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer ist dabei von 656 auf 1.128 (+72%) gestiegen. Ein Teil der Leistung wird durch den Einsatz projektbezogener Partnerunternehmen aufgefangen. Dadurch wird gewährleistet, dass die Kundenaufträge termingerecht begonnen und abgeschlossen werden.

Durch die Investitionen in moderne Geräte des Fuhr- und Maschinenparks sowie in die Betriebsausstattung wird stetig sichergestellt, dass Hagedorn den steigenden Anforderungen der Kunden gerecht wird. Durch die fortwährende Modernisierung dieser Geräte hatte das auch entsprechende Auswirkungen auf die Bearbeitungszeit der einzelnen Baustellen.

Einige Projekte wurden im Geschäftsjahr fertiggestellt und die entsprechenden Projektgesellschaften verkauft. Dazu gehörten insbesondere Projekte in Hannover und Voerde.

Die Sparte Abbruch steigerte sowohl ihre Gesamtleistung als auch ihr Betriebsergebnis deutlich. Die konsolidierte Gesamtleistung des Geschäftsbereichs betrug EUR 150,7 Mio. (+6 %). Wesentliche Treiber waren dabei die Standorte Gütersloh und Hannover.

Auch die Tiefbau-Sparte konnte sowohl Gesamtleistung als auch Betriebsergebnis steigern. Die konsolidierte Gesamtleistung des Geschäftsbereichs betrug EUR 126,7 Mio. (+11 %). Dabei handelte es sich sowohl um organisches Wachstum als auch die erstmalige volljährige Einbeziehung der im Vorjahr übernommenen STAVE GmbH.

Im Januar 2022 wurde die in Bergheim ansässige Wasel GmbH erworben. Mit dem Erwerb konnte zum einen das Produktportfolio um Schwerlastlogistik erweitert aber auch die Präsenz im dem attraktiven Markt ausgebaut werden. Als Bestandteil der neuen Sparte trug die Wasel GmbH erstmalig zum Konzernerfolg bei. Die konsolidierte Gesamtleistung betrug für die zwölf Monate des Geschäftsjahrs EUR 77,6 Mio.

Die Entsorgung konnte ihre Gesamtleistung im Wesentlichen durch die Inbetriebnahme des Hannoveraner Wertstoffzentrums GmbH (HWG) auf EUR 20,8 Mio. (+25 %) erheblich steigern.

Die Revitalisierungs-Sparte blickt auf ein herausforderndes, aber erfolgreiches Jahr zurück und ist als nationaler Entwicklungspartner für Konversionsflächen auf dem Immobilienmarkt bei Projektentwicklern sowie Kommunen etabliert. Der Bereich Grundstücksrevitalisierung wird künftig weiterhin mit viel Potenzial bewertet. Unterstützt wird dies durch den sicheren Trend per Gesetz zur Reduktion von Flächenversiegelung. Die Hagedorn Revital GmbH hat sich durch den Zugang weiterer Projekte, dem Abschluss bestehender Projekte und der zielgemäßen Weiterentwicklung der Bestandsprojekte im Jahr 2022 weiterhin positiv entwickelt und fundamental gefestigt. Die Revitalisierungssparte stellt durch den Abschluss von zwei Projekten einen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis 2022 dar. Des Weiteren rechnet die Revitalisierungssparte mit einer positiven Auftragslage und befindet sich aktuell in einer Investitionsphase.

Im Beschaffungsbereich arbeitet die Unternehmensgruppe mit guten und bewährten Partnerunternehmen projektbezogen zusammen. Dieser Zulieferkreis wird durch den strategischen Konzerneinkauf sowie die dezentral beschäftigten Einkäufer stetig ausgewertet.

Die Auftragslage im Geschäftsjahr 2022 war zufriedenstellend auf hohem Niveau. Die Auftragsbücher, insbesondere im Tiefbau, waren gut gefüllt und ließen nur wenige Lücken für kurzfristige Neuaufträge zu.

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2022 eine Gesamtleistung von EUR 666,3 Mio. erreicht. Das EBIT betrug EUR 25,2 Mio.

Vermögens- und Finanzlage

Mit Eintragung im Handelsregister am 29. November 2022 wurde das Stammkapital der Thomas Hagedorn Holding GmbH durch die Ausgabe eines neuen Geschäftsanteils von EUR 10,0 Mio. um EUR 1,1 Mio. auf EUR 11,1 Mio. erhöht. Der neue Geschäftsanteil wurde zum Nennwert ausgegeben, die Übernahme des neuen Geschäftsanteils durch die C.H. Holding GmbH erfolgte durch Erbringung einer Sacheinlage. Mit der Handelsregistereintragung am 5. Dezember 2022 wurde das Stammkapital um weitere EUR 0,7 Mio. auf EUR 11,8 Mio. erhöht. Der neue Geschäftsanteil wurde zum Nennwert ausgegeben und als Bareinlage durch die C.H. Holding GmbH eingebracht. Der Wert der Einlagen übersteigt die Nennwerte der neuen Geschäftsanteile, die übersteigende Beträge in Höhe von EUR 31,0 Mio. wurde in die freien Kapitalrücklagen gebucht.

Im Geschäftsjahr 2022 ist das Sachanlagevermögen von EUR 51,5 Mio. auf EUR 200,7 Mio. angestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch die Akquisition der Wasel GmbH, die Fertigstellung des Hannoveraner Wertstoffzentrums sowie die durchgeführten Investitionen bei den technischen Anlagen und Maschinen.

Die Investitionen konzentrierten sich im Wesentlichen auf den neuen Standort des HWG, den Maschinen- und Fahrzeugpark und auf Projekte. So betrugen die Zugänge bei den Gebäuden und Grundstücken EUR 33,7 Mio. bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung EUR 20,6 Mio. und bei den technischen Anlagen und Maschinen EUR 19,0 Mio.

Die Vorräte haben sich auf EUR 123,8 Mio. erhöht (2021 : EUR 90,6 Mio.). Der Anstieg resultiert aus dem Unternehmenswachstum sowie den immer größer werdenden Bauvorhaben mit längerer Bauzeit. Dabei wurde der Betrag an erhaltenen Anzahlungen von EUR 117,5 Mio. (2021: EUR 123,0 Mio.) von den Vorräten offen abgesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von EUR 48,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 82,9 Mio. gestiegen. Haupttreiber des Anstiegs sind die Kaufpreisforderungen aus Großprojekten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von EUR 56,9 Mio. im Vorjahr um EUR 28,6 Mio. auf EUR 83,5 Mio. erhöht. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert hauptsächlich aus Darlehen an nichtkonzernverbundene Unternehmen sowie aus der Sacheinlage im Zuge der Ausgabe eines neuen Geschäftsanteils.

Zur Hebung von steuerlichen Synergieeffekten innerhalb der Unternehmensgruppe wurden bereits in den Vorjahren zwischen der Thomas Hagedorn Holding GmbH und ausgewählten Tochterunternehmen Ergebnisabführungsverträge geschlossen. Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein weiterer Ergebnisabführungsvertrag mit der Wasel GmbH geschlossen.

Darüber hinaus bündelt die Unternehmensgruppe ihre Liquidität seit Oktober 2020 mithilfe des Cash Poolings.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich unter anderem aufgrund der Erhöhung des Forderungsbestands verschlechtert sowie aus dem negativen Cashfloweffekt aus der Entwicklung der übrigen Passiva. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit spiegelt die stetige Modernisierung und Erweiterung des Fuhr- und Maschinenparks und die Akquisitionstätigkeit wider. Der Cashflow aus Finanzierungtätigkeit hat sich insbesondere in Folge von Aufnahme neuer Darlehen positiv entwickelt. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2022 damit ein negativer Cashflow von EUR 15,7 Mio. erreicht. Der Bestand an liquiden Mitteln belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 11,9 Mio. (2021 : EUR 27,7 Mio.). Der Cashflow ergibt sich wie folgt:

31.12.2022
(TEUR)
31.12.2021
(TEUR)
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -5.999 21.760
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -75.392 -29.499
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 65.568 14.070
Gesamt Cash-Flow -15.823 6.331

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Kassenbestand und Giroguthaben abzüglich Giroverbindlichkeiten zusammen.

Das Eigenkapital ist mit EUR 134,4 Mio. um EUR 34,7 Mio. höher als im Vorjahr. Treiber dafür sind die Kapitalerhöhung im Rahmen der Ausgabe neuer Geschäftsanteile in Höhe von EUR 32,7 Mio. Aus den Akquisitionen des Geschäftsjahres ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag mit Eigenkapitalcharakter in Höhe von EUR 10,8 Mio., der separat unterhalb des Eigenkapitals als "Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung" ausgewiesen wird. Damit ist die Thomas Hagedorn Holding GmbH weiterhin robust finanziert, was der Unternehmensgruppe Stabilität gewährleistet. Trotz der wiederum erheblich gestiegenen Bilanzsumme, blieb die Eigenkapitalquote auf einem hohen Niveau von 28 % (2021: 35 %).

Am 06.12.2022 wurde die Thomas Hagedorn Holding GmbH zum wiederholten Male mit dem CrefoZert, dem Creditreform Bonitätszertifikat, ausgezeichnet. Damit wurde der Unternehmensgruppe eine außergewöhnlich gute Bonität bescheinigt.

Die Thomas Hagedorn Holding GmbH erlangte im Februar 2023 die Notenbankfähigkeit für das Geschäftsjahr 2023 und damit das Gütesiegel im Bonitätsanalyseverfahren der Deutschen Bundesbank.

Die Steuerrückstellungen sind mit EUR 4,3 Mio. im Berichtsjahr um EUR 1,5 Mio. niedriger als im Vorjahr (EUR 5,8 Mio.), was aus dem niedrigeren Vorsteuerergebnis resultiert. Die sonstigen Rückstellungen sind von EUR 37,6 Mio. im Vorjahr auf EUR 47,5 Mio. gestiegen. Der Anstieg resultiert überwiegend aus höheren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie aus den Rückstellungen für ausstehende Nacharbeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Stichtag EUR 162,7 Mio. und sind im Vergleich zum Vorjahr (2021: EUR 88,7 Mio.), insbesondere durch die Finanzierung der Akquisitionen und der laufenden Projekte, um EUR 73,9 Mio. gestiegen. Die zugesagten, aber nicht ausgenutzten Kreditlinien betrugen zum Stichtag EUR 42,1 Mio.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Stichtag EUR 29,0 Mio. (2021: EUR 21,9 Mio.). Ist mit den Lieferanten eine Skontovereinbarung getroffen worden, werden diese Verbindlichkeiten auch mit Skontoabzug innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. Auch die übrigen Lieferantenrechnungen werden ausschließlich innerhalb der Zahlungsfristen beglichen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um EUR 90,4 Mio. auf EUR 120,7 Mio. im Geschäftsjahr 2022. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus neuen Leasingverbindlichkeiten für den Maschinen- und Fahrzeugpark, sowie aus der akquirierten Wasel GmbH.

Ertragslage und Ergebnis

Die Gesamtleistungen beliefen sich im laufenden Geschäftsjahr auf EUR 444,3 Mio. (2021: EUR 328,3 Mio.) und lagen somit um EUR 116,0 Mio. bzw. 35,3 % über dem Vorjahreswert. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus neuakquirierten Unternehmen sowie aus organischem Wachstum. Die für das Geschäftsjahr prognostizierte Gesamtleistung von EUR 400,0 Mio. wurde damit übertroffen. Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2022 EUR 384,5 Mio. Sie verteilten sich wie folgt auf die Sparten: Abbruch EUR 136,8 Mio., Tiefbau EUR 140,4 Mio., Schwerlastlogistik EUR 73,8 Mio., Entsorgung EUR 20,6, Revitalisierung EUR 8,4 Mio., Digitalisierung EUR 2,4 Mio. und Sonstige EUR 2,0 Mio.

Der Rohertrag I (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistung, abzüglich Materialaufwand) ist von EUR 114,3 Mio. auf EUR 179,1 Mio. gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg um 56,7 % (EUR 64,8 Mio.). Der Anstieg erklärt sich durch den Beitrag der Wasel GmbH zur Gesamtleistung (EUR 77,6 Mio.) mit verhältnismäßig geringem Materialaufwand (EUR 17,7 Mio.). Der Rohertrag II (Rohertrag I abzüglich der Personalkosten) betrug im Geschäftsjahr EUR 99,1 Mio. gegenüber EUR 67,1 Mio. im Vorjahr. Dies entspricht einem Anstieg von EUR 32,0 Mio. bzw. 47,7 %. Der Anstieg resultiert aus den für den Rohertrag I genannten Effekten, fällt jedoch aufgrund des Personalaufbaus geringer aus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen aufgrund der höheren Fahrzeug- sowie Werbe- und Reisekosten von EUR 40,7 Mio. im Vorjahr auf EUR 51,7 Mio. gestiegen.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahrs sind im Wesentlichen durch die Akquisition der anlagenintensiven Wasel GmbH um EUR 29,6 Mio. auf EUR 39,1 Mio. angestiegen.

Das EBIT (ordentliches Betriebsergebnis) beträgt im Geschäftsjahr EUR 25,2 Mio. und liegt damit um EUR 6,3 Mio. unter dem Vorjahr (EUR 31,5 Mio.). Das für das Geschäftsjahr prognostizierte EBIT von EUR 40,0 Mio. wurde somit nicht erreicht. Die Gründe dafür liegen unter andere min der Verschiebung der Fertigstellung von Groß- projekten sowie in der erhöhten Abschreibung durch die im Geschäftsjahr aufgedeckten stillen Reserven.

□er Konzern-Jahresüberschuss beträgt EUR 18,4 Mio. gegenüber EUR 26,3 Mio. im Vorjahr (-29,9%).

Positiv beeinflusst wurde das Konzernergebnis 2022 auch durch die erstmalige Einbeziehung der Wasel GmbH, durch Entkonsolidierungen in Folge des Abschlusses von Großprojekten und durch den Verkauf von Beteiligungen.

Trotz deutlichem Anstieg der Bilanzsumme infolge der im Geschäftsjahr durchgeführten Akquisitionen und Investitionen blieb die Eigenkapitalquote auf einem stabilen Niveau. Das Geschäftsjahr stellt, gemessen an der Gesamtleistung, das bislang erfolgreichste in der Unternehmensgeschichte seit 1997 dar.

Nachhaltigkeitsbericht

Umweltbericht

Die Hagedorn Unternehmensgruppe trägt mit ihrem Kerngeschäft nun bereits seit 25 Jahren zum Schutz unserer Umwelt und Ressourcen bei, indem wir den Flächenverbrauch reduzieren und alte Industrieflächen revitalisieren.

Aufgrund der ständig steigenden Anforderungen im Umweltbereich wurden Ziele neu definiert. Hierzu wurden vielfältige Investitionsmaßnahmen im Bereich des Fuhr- und Maschinenparks getätigt. Hier ist insbesondere die Investition in die neuen Großmaschinen zu nennen, die sowohl mit einem Diesel-Oxidationskatalysator und als auch einem Dieselpartikelfilter ausgestattet sind. Oer Katalysator wandelt die geregelten Emissionen im Abgassystem durch ein chemisches Verfahren um und der Dieselpartikelfilter hält seinerseits die in den Abgasstrom gelangenden Partikel zurück. Diese Komponenten führen zu erheblich sinkenden Emissionen und erhöhen zusätzlich die Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit der Maschinen.

Die Hagedorn Unternehmensgruppe ist seit Juni 2022 Eigentümerin eines CAT MH 24 Elektro-Umschlagbaggers und somit Mitgestalterin für eine Baustelle der Zukunft. Oie 24-Tonnen-Maschine wurde mit kabelbasiertem Elektroantrieb entwickelt und profitiert von allen Vorteilen der umweltfreundlichen Antriebstechnik. Vor allem bei Einsätzen in Hallen, in denen es weniger auf Mobilität als auf hohe Arbeitsgeschwindigkeit ankommt, bietet der abgasfreie Elektro-Umschlagbagger einige Vorteile. Durch den Wegfall des Verbrennungsmotors wird der Wartungs- und Reparaturaufwand reduziert und er überzeugt durch niedrigere Betriebskosten im Vergleich zu Baggern mit herkömmlichem Dieselbetrieb.

Auch die übrigen Neuinvestitionen sollen zur Vermeidung von Umweltschäden als auch zur Verringerung von Emissionen und Verbrauchsstoffen führen.

Hagedorn verfolgt Nachhaltigkeitsziele stets mit einem dualen Ansatz - sowohl an den Baustellen als auch an den einzelnen Standorten. Dies wird zum einen durch die Nutzung von Ökostrom erreicht. Hier erfolgte bereits an vielen Standorten eine Umstellung der Versorgungsverträge auf Ökostrom - das für uns größte Ziel für das Jahr 2023 am gesamten Standort Gütersloh. Zum anderen erreicht Hagedorn die Nachhaltigkeitsvorgaben durch eine zunehmende Senkung des Kraftstoffverbrauchs über die Nutzung von Elektrofahrzeugen im unternehmenseigenen Fuhrpark. Weiterhin trägt die zunehmende Nutzung der Cut&Fill-Methode auf den Baustellen dazu bei, dass bereits vor Ort vorhandene oder gewonnene Materialien weiter genutzt werden können, statt Materialien neu abzubauen und zu den Baustellen zu transportieren. So können LKW-Fahrten deutlich reduziert, Rohstoffe wiederverwendet und Ressourcen gespart werden.

Für die Einführung eines praxisorientierten Umweltmanagementsystems erhält die Gütersloher Wertstoffzentrum GmbH die »ÖKOPROFIT Regiopolregion Bielefeld« Auszeichnung. ÖKOPROFIT steht für Ökologisches Projekt für integrierte Umwelttechnik.

Die QUBA (Qualitätssicherung Sekundärbaustoffe GmbH) verleiht dem Hannoveraner Wertstoffzentrum (HWG) im Geschäftsjahr als einer der ersten Betriebe in Niedersachsen das Siegel für qualitätsgeprüfte recycelte Baustoffe. Damit wird das HWG für die nachhaltige Entsorgung zertifiziert.

Arbeitnehmerbericht

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter hat sich von 656 auf 1.128 im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr erhöht. Die Erhöhung ist zum großen Teil auf die Akquisition der Wasel GmbH zurückzuführen. Auf die akquirierte Gesellschaft entfällt ein durchschnittlicher Mitarbeiterbestand von 404. Die Personalkostenquote ist durch diesen Personalaufbau von '14,4% auf 18,0 % gestiegen.

Aufgrund des stetig wachsenden Personalbedarfs wurde im Jahr 2016 eine Human Ressource (HR) Abteilung gegründet, die sich seither um alle Personalbelange kümmert. Die Abteilung besteht aus einem zehnköpfigen Team aus Voll- und Teilzeitkräften und wird der Hagedorn Management GmbH zugeordnet.

Zur Weiterentwicklung des Personals wurde eine Vielzahl interner und externer Schulungen durchgeführt, die sowohl die fachliche als auch die persönliche Fortbildung zum Ziel haben. Um hier konsequent die Personalentwicklung betreiben zu können, wurde mit Startdatum 2017 eine eigene »Hagedorn Akademie« geschaffen.

Auch im Jahr 2022 ist Hagedorn durch die Verleihung mehrere Auszeichnungen in seiner Unternehmensqualität bestätigt worden.

So wurde Hagedorn im September 2022 durch das »Deutsche Innovationsinstitut für Nachhaltigkeit und Digitalisierung« (DIND) auf Basis des bestandenen dreistufigen Prüfprozesses als »Arbeitgeber der Zukunft« ausgezeichnet. Des Weiteren erhielt Hagedorn das Gütesiegel »Best Place to Learn« für seine hervorragenden Leistungen in der Ausbildung. Im Rahmen einer Qualitätsanalyse der betrieblichen Ausbildung ist Hagedorn dadurch als Top-Ausbilder ausgezeichnet worden.

Auf internationaler Ebene verbesserte Hagedorn sich laut dem internationalen Magazin »d&ri, Demolition and Recycling International« im Geschäftsjahr 2022 auf Platz 4 der Rangliste der 100 erfolgreichsten Abbruchunternehmen der Welt.

Der Tochtergesellschaft Hagedorn Gütersloh GmbH wurde 2022 vom »Gütegemeinschaft Abbrucharbeiten e.V.« das »RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. anerkannte Gütezeichen Abbrucharbeiten HA 3 - AB - AK« verliehen. Damit wurde das Unternehmen für seine hohe Qualität von Produkten und Dienstleistungen ausgezeichnet.

Hagedorn ist sich der Verantwortung für Mitarbeiter, Umwelt und Gemeinwesen seit langem bewusst und wurde von der »Initiative für Beschäftigung OWL e. V.« und der »GILDE Wirtschaftsförderung Detmold« mit dem »CSR-Preis OWL 2020« ausgezeichnet. Der CSR-Preis würdigt besonderes Engagement in den Handlungsfeldern Mitarbeiter, Umwelt, Markt sowie Gemeinwohl und stellt damit Austausch und Ehrung von Best-Practice-Beispielen in den Fokus.

Sozialbericht

"Dinge tun, statt nur darüber zu reden" - für die Hagedorn Unternehmensgruppe als mittelständisches Familienunternehmen war es schon immer wichtig, in der Region durch eigenes Engagement präsent zu sein. Sinnvoll helfen gehört für sie selbstverständlich zur Vorstellung von gesellschaftlicher Verantwortung.

Seit vielen Jahren unterstützt und fördert Hagedorn daher soziale und auf die Gemeinschaft ausgerichtete Projekte im näheren Umfeld. Wichtig sind dabei der persönliche Kontakt und die Kontinuität von Projekten. "Wir helfen gern, begleiten die betroffenen Menschen und freuen uns gemeinsam, wenn mit unserer Hilfe kleine und große Fortschritte erreicht werden."

"Mithelfen und anpacken, wo Hilfe gebraucht wird, das ist uns wichtig. Deswegen unterstützen wir ein Vorhaben, bei dem auch Hagedorn-Mitarbeiter sich sozial engagieren. Als Geschäftsführer arbeiten wir täglich mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und wissen: Neben den beruflichen Kompetenzen besitzt jede(r) Einzelne die verschiedensten Potenziale und Fähigkeiten. Und Mitgefühl trägt jeder von uns in sich.

Warum daraus nicht gemeinsam etwas Gutes machen? Das war die Initialzündung von MIThelfen, dem Projekt, bei dem Hagedorn-Mitarbeiter sich sozial engagieren. Wichtig war uns, die eigene Wahrnehmung und den Blick über den Tellerrand der persönlichen Komfortzone zu schärfen."

Menschenrechtsbericht

Hagedorn bekennt sich uneingeschränkt zur Wahrung der Menschenrechte. Wir stehen dafür ein, die Menschenrechte in unserem Einflussbereich zu achten, zu fördern und transparent zu den Ergebnissen unseres Handelns zu berichten. Auch von unseren Geschäftspartnern, insbesondere Lieferanten, erwarten wir die uneingeschränkte Achtung der Menschenrechte. Darüber hinaus verpflichten unser Wertebuch und die Corporate Compliance alle Beschäftigten, sich gegenüber Kollegen, Geschäftspartnern und Nachbarn fair und regelkonform zu verhalten. Die Achtung der Menschenrechte ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Nachhaltigkeitsmanagements und der Human-Resources-Strategie.

Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

Risikobericht

Hagedorn ist als führendes Unternehmen in der deutschen Baubranche verschiedenen Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil des Managementprozesses, um potenzielle Risiken zu erkennen und daraus entstehende Unsicherheiten für die Unternehmensgruppe abzuwenden.

Die Überwachung und Steuerung von Risiken werden als fortlaufender Prozess verstanden, der sowohl zentral als auch dezentral gelenkt wird. Grundlage des Risikocontrollings sind eine strategische Geschäftsplanung und ein auf Hagedorn angepasstes Berichtswesen.

Allgemeine Marktrisiken spielen für Hagedorn zunächst eine untergeordnete Rolle. Durch die COVID-19-Pandemie haben sie jedoch an Bedeutung zugenommen. Speziell in diesem Geschäftsjahr hat Hagedorn die Entwicklung in den einzelnen Sparten genauer beobachtet. Insgesamt ist es der Unternehmensgruppe aufgrund seiner guten Marktposition gelungen, weiter zu wachsen. Sowohl organisch als auch durch Akquisitionen. Durch die Erweiterung des bestehenden Dienstleistungsportfolios sollen weitere Marktschwankungen ausgeglichen werden.

Projektrisiken, wie zum Beispiel Verzögerungen oder Kostensteigerungen, werden durch die Zusammenarbeit interdisziplinärer Teams der Hagedorn-Gruppe aus den Bereichen Projektmanagement, Kalkulation sowie Betriebswirtschaft möglichst frühzeitig identifiziert. Etwaigen Auswirkungen wird entgegengesteuert. Zudem sind durch die verschiedensten Zertifikate und neu geregelten Projektabläufe zahlreiche Leistungsprozesse eindeutiger festgelegt, was eine schnelle und effiziente Abwicklung der Projekte sowie ein intensives Baustellencontrolling ermöglicht.

Die Materialverfügbarkeit ist weiterhin bei fast allen Baustoffen eingeschränkt und bleibt nicht zuletzt durch die Kriegsgeschehnisse in der Ukraine weiterhin dynamisch, wenngleich sich die Situation zum Zeitpunkt der Berichtserstellung in geringem Maße entspannt. Damit einhergehend sind auch Preisänderungen bei einzelnen Rohstoffen, was zu Auswirkungen auf die Gesamtkosten der Projekte führt. Bisher konnte die Verfügbarkeit jedoch durch eine vorausschauende Einkaufspolitik weitestgehend termingerecht sichergestellt werden.

Risiken aus Zahlungsausfällen und Zahlungsstromschwankungen und damit verbundene Liquiditätsrisiken werden insbesondere durch die fristenkongruente Anforderung und Anweisung von Anzahlungen begrenzt. Des Weiteren besteht für ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Ausfallversicherung, sodass hier das Ausfallrisiko begrenzt ist.

Risiken aus Finanzierungen wirkt die Unternehmensgruppe entgegen, indem alle geplanten Investitionen je Geschäftsjahr Bestandteil einer längerfristigen Planung unterliegen. Sie werden entweder fremdfinanziert oder aus eigenen Mitteln bestritten. Durch diese Maßnahmen werden die Risiken im Investitions- und Finanzierungsbereich erheblich reduziert.

Die Geschäfts- und Leistungsprozesse sowie die interne und externe Kommunikation von Hagedorn basieren vollständig auf neuesten Informationstechnologien. Damit sind allgemeine IT-Risiken verbunden. Zur Sicherung dieser Daten werden tägliche Volldatensicherungen auf Band erstellt und archiviert, sodass bei einem Ausfall des Systems eine Wiederherstellung der Datensätze rückwirkend bis zu einem Jahr möglich ist. Fehlerbehebungen erfolgen durch einen externen Dienstleister im Rahmen eines 24-Stunden-Notfallplans.

Die Auswirkungen der Corona-Krise halten sich für die Unternehmensgruppe Hagedorn in Grenzen. Die Baustellen konnten während der gesamten Zeit des Lockdowns ununterbrochen bedient werden. Auch haben vereinzelte Erkrankungen von Mitarbeitern zu keinen Störungen der Arbeitsabläufe geführt. Es ist weiterhin kein coronabedingter Auftragsrückgang zu verzeichnen. Diese zeigen sich bei den größeren Projekten auch eher mittelfristig, da solche geplanten Projekte auch abgeschlossen werden. Es ist aber nicht auszuschließen, dass durch die Entwicklung der wirtschaftlichen Situation Rückgänge beim Auftragseingang in den Folgejahren möglich sein können.

Die dargestellten Risiken unterliegen einem regelmäßigen Monitoring der Unternehmensleitung.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass unternehmerische Risiken frühzeitig erkannt werden und das Unternehmen in der Lage ist, bestehenden Risiken aktiv und wirksam zu begegnen. Den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken bestehen nach Einschätzung der Unternehmensleitung nicht und sind auch für die Zukunft derzeit nicht erkennbar.

Chancen- und Prognosebericht

Einerseits können den beschriebenen Risiken bei einer positiven Entwicklung entsprechende Chancen gegenüberstehen, und andererseits werden gewisse Risiken eingegangen, um Chancenpotenziale zu nutzen. Aus dieser Verknüpfung ergeben sich für Hagedorn strategische und operative Chancen.

Die Akquisitionen der Wasel GmbH und der u+i interact GmbH erweitern die bestehenden Kompetenzen der Hagedorn Unternehmensgruppe. Die bereits breite Wertschöpfungskette erweitert sich, sodass die Unternehmensgruppe sich zielgerichtet zum Rundum-Dienstleister entwickelt.

Nachhaltiges Wachstum setzt klare Strukturen und eine professionell verwaltete Organisation durch die Geschäftsleitung voraus. Das operative Geschäft wird zukünftig in sechs starke Säulen unterteilt. Die Säulen Abbruch, Tiefbau, Entsorgung, Revitalisierung sowie Schwerlastlogistik bleiben unverändert. Die Einheiten bauen äußert erfolgreich ihr organisches und anorganisches Wachstum aus. Gepaart mit dem Mix neuster Technologien und kompetentem Fachpersonal wird die führende Rolle der Branche ausgebaut. Die sechste Säule Digitalisierung erweitert seit Ende 2022 die Wertschöpfungskette der Unternehmensgruppe Hagedorn und bietet viele Entwicklungsmöglichkeiten in der Zukunft.

Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Januar 2023 gegenüber Dezember 2022 um 5,8 % zurückgegangen. Dabei fiel der Rückgang im Tiefbau mit 4,4% geringer aus als im Hochbau mit 7,2%. Für das Gesamtjahr 2023 erwartet das Baugewerbe ein Umsatzrückgang von real 7,0%. Der Rückgang betrifft alle Bausparten, am meisten Probleme aber macht der Wohnungsbau.

Für Deutschland wird im Jahresdurchschnitt 2023 mit einem BIP-Wachstum von knapp 0,2% gerechnet.

Unter Berücksichtigung der in den Monaten Januar bis März 2023 erzielten Gesamtleistung und des derzeitigen Auftragsbestandes wird für 2023 mit einer Gesamtleistung von EUR 461 Mio. beziehungsweise einem EBIT von EUR 42 Mio. geplant. Den Erwartungen liegt die Annahme zugrunde, dass wesentliche Großprojekte noch im Geschäftsjahr 2023 finalisiert werden können. Sollte es zu einer Verschiebung der Projekte in das Jahr 2024 kommen, werden wesentliche Kennzahlen des Unternehmens unter den Annahmen liegen, gleichwohl trotzdem ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet wird.

Die Chancen der Hagedorn Unternehmensgruppe liegen darin, dass durch die zugeführten Kompetenzen (Vielfältigkeit der Geschäftsfelder) eine Prozesskette angeboten werden kann, die den Wettbewerb kleiner macht. Dies ermöglicht ein Gesamtpaket der den Abbruch, den Tiefbau, die Schwerlastlogistik, die Revitalisierung sowie die Entsorgungsdienstleistungen bis hin zur Projektentwicklung und Digitalisierung beinhaltet. Wir nennen diese Kette von Angeboten und Leistungen der Hagedorn Unternehmensgruppe in ihrer Gesamtheit "Vom Brownfield zum Greenfield".

Forschungs- und Entwicklungsbericht

Forschung und Entwicklung wird in der Hagedorn Unternehmensgruppe im Wesentlichen im Bereich der Digitalisierung betrieben.

Auf der Baustelle des Kraftwerks Lünen wird zudem neuartige Drohnenvermessungstechnik zur Ermittlung des Baustellenfortschritts genutzt. Hierzu fliegt eine Drohne in zeitlich definierten Abständen über das Baustellengebiet und vermisst die Gebäudekomplexe in 3D-Format. Wird ein Gebäude abgerissen, so wird der nicht mehr vorhandene Teil im Vergleich zur Vormonatsermittlung farblich kenntlich gemacht und dessen Anteil am Gesamtprojektvolumen zur Ermittlung des Baustellenfortschritts ausgewiesen.

Ebenso entwickelt Hagedorn ein sogenanntes BIM-Modell (Building Information Modelling) für den Tiefbau, welches beim Kraftwerksprojekt Knepper erstmalig getestet wurde. Ein BIM-Modell besteht aus Daten, die in der Regel durch ein Informationsmodell für die digitale Gebäudemodellierung strukturiert werden. Es kann neben geometrischen auch alphanumerische Daten verwalten. Mit Hilfe eines BIM-Modells soll das spätere Gebäude mit allen Aspekten als "digitaler Zwilling" rechnergestützt abgebildet werden. Die Hagedorn Akademie ist weiterhin Entwickler und europaweit der erste Inhaber von zwei Vollkabinenbaggersimulatoren.

 

Gütersloh, 3. Mai 2023

Barbara Hagedorn

Thomas Hagedorn

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Thomas Hagedorn Holding GmbH, Gütersloh

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Thomas Hagedorn Holding GmbH, Gütersloh, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Thomas Hagedorn Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 3. Mai 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Volker Voelcker, Wirtschaftsprüfer

ppa. Matthias Nicolmann, Wirtschaftsprüfer

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