Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 75
Vorher
Felina Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
18.1.1930
Branche
Herstellung von WäscheHerstellung von gewirkter und gestrickter Wäsche (ohne Miederwaren)Herstellung von Arbeits- und Berufsbekleidung
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Miederwaren, Wäsche, Bekleidung jeder Art sowie der Besitz von Anlagevermögen und die Vertretung sowie Verwaltung von anderen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Indrek Rahumaa
seit 4.3.2020
Geschäftsführer
Alexandra Pukrop
seit 24.4.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SIA European Lingerie GroupLVA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
E|L|B GmbH
Germany
5.625.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Felina GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Felina GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Felina GmbH, Mannheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Felina GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, 4. Oktober 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

G. Becker, Wirtschaftsprüfer

Tunn, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 8.925,92 15.820,41
2. Geleistete Anzahlungen 624.137,71 0,00
633.063,63 15.820,41
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 18.196,04 22.155,10
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.123,90 149.772,84
104.319,94 171.927,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 125.705,70 125.705,70
2. Sonstige Ausleihungen 56.114,01 49.114,01
181.819,71 174.819,71
919.203,28 362.568,06
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.871.842,52 1.457.828,64
2. Unfertige Erzeugnisse 543.168,71 390.342,48
3. Fertige Erzeugnisse 3.250.109,27 3.700.546,32
5.665.120,50 5.548.717,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 667.335,89 586.398,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.878.845,57 4.714.801,41
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.093.666,46 953.728,42
10.639.847,92 6.254.928,36
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.410.230,08 2.521.542,38
17.715.198,50 14.325.188,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 142.031,63 101.056,10
18.776.433,41 14.788.812,34

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.625.000,00 5.625.000,00
II. Kapitalrücklage 7.127.576,35 7.127.576,35
III. Gewinnrücklagen 1.641.586,00 1.641.586,00
IV. Verlustvortrag -13.554.910,36 -6.415.028,92
V. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 4.672.667,18 -7.139.881,44
5.511.919,17 839.251,99
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.671.263,47 2.712.308,04
2. Steuerrückstellungen 513.902,00 66.416,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.952.841,00 4.441.523,04
6.138.006,47 7.220.247,08
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 564,23 3.957.496,12
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 386.937,01 421.203,46
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.538.307,71 2.167.432,23
4. Sonstige Verbindlichkeiten 200.698,82 183.181,46
7.126.507,77 6.729.313,27
18.776.433,41 14.788.812,34

Gewinn- und Verlustrechnung für 2021

2020
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 20.182.010,92 20.056
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -297.611,23 -2.207
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.252.480,87 505
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 28.287,19 (Vj. TEUR 27)
25.136.880,56 18.354
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.510.913,89 6.545
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.774.424,56 4.267
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.568.924,75 3.329
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 649.607,12 680
davon für Altersversorgung EUR 6.032,07 (Vj. TEUR 54)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 78.106,31 107
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.382.118,81 8.970
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 49.378,39 (Vj. TEUR 85)
19.964.095,44 23.898
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 236.090,98 258
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 235.463,09 (Vj. TEUR 252)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 358.256,73 437
davon an verbundene Unternehmen EUR 79.579,94 (Vj. TEUR 53)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 0 (Vj. TEUR 178)
-122.165,75 -179
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 375.212,05 1.411
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 0 (Vj. Steuerertrag TEUR 1.375)
11. Ergebnis nach Steuern 4.675.407,32 -7.134
12. Sonstige Steuern 2.740,14 5
13. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 4.672.667,18 -7.139

Anhang für 2021

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Felina GmbH mit Sitz in Mannheim im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 75 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,87% (Vj. 2,30%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,4% (Vj. 1,4%) berücksichtigt.

Für mehrere Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsversicherungsverträge, welche an die Pensionsberechtigten verpfändet sind. Entsprechend werden die Verpflichtungen und der Zeitwert der Rückdeckungsversicherung in der Bilanz nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert ausgewiesen. Mit den korrespondierenden Aufwendungen und Erträgen wird entsprechend verfahren.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet.

Zur besseren Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden aktivierten latenten Steuern im Geschäftsjahr 2020 aufgelöst.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
% in TEUR in TEUR
BRIGITTE Wäschevertriebs-GmbH, Mannheim EUR 100,0 269 72

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten TEUR 1.952 (Vj. TEUR 1.869) Forderungen gegen Gesellschafter. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.847 (Vj. TEUR 1.632) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Laufzeiten von unter einem Jahr.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 141 (Vj. TEUR 196).

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung 126
Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherung 126
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 2.798
Verrechnete Aufwendungen 171
Verrechnete Erträge 12

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Restrukturierungen, Personalverpflichtungen, Kundenboni und ausstehende Lieferantenrechnungen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 567 (Vj. TEUR 682) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

in TEUR 31.12.2021
Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 387 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.538 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 201 0
- davon aus Steuern 76
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 30
7.127 0
in TEUR 31.12.2021
Restlaufzeit gesichert gesamt
Art der Verbindlichkeit davon mehr als 5 Jahre /Art und Form der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 1
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 387
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 6.538
4. Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 201
- davon aus Steuern 76
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 30
0 0 7.127
in TEUR 31.12.2020
Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.958 0 3.958
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 421 0 421
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.167 0 2.167
4. Sonstige Verbindlichkeiten 183 0 183
- davon aus Steuern 73 73
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 28 28
6.729 6.729

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 0 (Vj. TEUR 3.958) durch Verpfändung von Markenrechten gesichert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2021 2020
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse
- nach Tätigkeitsbereichen
Mieder 20.137 99,7 19.740 97,8
Bademode * 46 0,3 316 2,2
20.182 100,0 20.056 100,0
- nach Regionen
Inland 7.163 35,5 8.992 44,8
Übrige EU-Länder 8.598 42,6 7.590 37,8
Übrige Länder 4.421 21,9 3.474 17,4
20.182 100,0 20.056 100,0

* Verkaufsstart 2019

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 678 (Vj. TEUR 126) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 48 (Vj. TEUR 82) enthalten.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (Leasing und Miete) bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von nominell TEUR 651 (Vj. TEUR 1.340). Davon sind TEUR 427 innerhalb des nächsten Jahres fällig.

Geschäftsführung und Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

Indrek Rahumaa, CEO / Managing Director

Neeme Jögi, CFO / Managing Director (ab 2. Februar 2022)

Die Berufsbezeichnung ergibt sich aus der Organstellung.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde unter Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Geschäftsführern sind TEUR 201 (Vj. TEUR 209) zurückgestellt.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2021 2020
Angestellte 76 83
Gewerbliche Arbeitnehmer 9 10
Leitende Angestellte 2 3
87 96

Konzernverhältnisse

Die Felina GmbH erstellt auf Grund der Größenbefreiung des § 293 Abs. 1 Nr. 1 HGB keinen Konzernabschluss. Die Gesellschaft ist ein 100 %-iges Tochterunternehmen der European Lingerie Group AB, Stockholm, Schweden, und wird in deren Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen mit einbezogen.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Die Abschlussprüferhonorare betragen im Berichtsjahr TEUR 50 für Abschlussprüfungs-leistungen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis 2021 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Am 24. Februar 2022 sind russische Streitkräfte in die Ukraine einmarschiert. Der Ukraine-Krieg wird Auswirkungen auf die globalen Lieferketten und Preise haben, die auch unsere Gesellschaft betreffen können. Weiterhin ist Russland einer unserer Absatzmärkte. Im Geschäftsjahr 2021 entfielen ca. 12% unserer Umsatzerlöse auf dieses Land. Selbst wenn der gesamte prognostizierte Umsatz in Russland im Geschäftsjahr 2022 wegfallen würde, sehen wir im Moment keine wesentlichen negativen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und den daraus resultierenden Wirtschaftssanktionen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft.

 

Mannheim, 30. September 2022

Geschäftsführung

Neeme Jögi

Indrek Rahumaa

Entwicklung des Anlagevermögens 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 3.762.647,22 0,00 0,00 3.762.647,22
Geleistete Anzahlungen 0,00 624.137,71 624.137,71
3.762.647,22 624.137,71 0,00 4.386.784,93
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 714.372,98 0,00 714.372,98
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.947.373,61 3.603,82 2.950.977,43
3.661.746,59 3.603,82 0,00 3.665.350,41
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 333.645,27 0,00 0,00 333.645,27
2. Sonstige Ausleihungen 49.114,01 7.000,00 0,00 56.114,01
382.759,28 7.000,00 0,00 389.759,28
7.807.153,09 634.741,53 0,00 8.441.894,62
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 3.746.826,81 6.894,49 0,00 3.753.721,30
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.746.826,81 6.894,49 0,00 3.753.721,30
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 692.217,88 3.959,06 0,00 696.176,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.797.600,77 67.252,76 0,00 2.864.853,53
3.489.818,65 71.211,82 0,00 3.561.030,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 207.939,57 0,00 0,00 207.939,57
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
207.939,57 0,00 0,00 207.939,57
7.444.585,03 78.106,31 0,00 7.522.691,34
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 8.925,92 16
Geleistete Anzahlungen 624.137,71 624.138
633.063,63 624.154
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 18.196,04 22
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.123,90 150
104.319,94 172
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 125.705,70 126
2. Sonstige Ausleihungen 56.114,01 49
181.819,71 175
919.203,28 363

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

A. Grundlagen des Unternehmens

Unternehmen und Geschäftstätigkeit

Felina GmbH, eingetragen beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRB 75, ist ein Konzernunternehmen der European Lingerie Group. Alleinige Gesellschafterin der Felina ist die E|L|B GmbH, eingetragen beim Amtsgericht unter der Nummer HRB 121949. Muttergesellschaft der gesamten Felina-Gruppe ist die European Lingerie Group AB, Schweden, die den Konzernabschluss für den größten Kreis an Konzerngesellschaften aufstellt (Konzern, im Folgenden kurz ELG).

Die 1885 gegründete Felina GmbH entwickelt, produziert und vertreibt ausschließlich hochwertige Miederware, Büstenhalter und Damenunterwäsche. Hierbei liegt der Fokus auf Passform und Tragekomfort, insbesondere bei größeren Größen. Das Unternehmen vermarktet seine Produkte unter den eigenen Kernmarke Felina und Conturelle, wobei Felina auf das wachsende Segment der älteren Damen konzentriert, während Conturelle einen etwas jüngeren Zielkonsumenten bedient.

Geografisch verkauft das Unternehmen rund 35,5% auf seinem deutschen Heimatmarkt, hat bedeutende Geschäfte in den Benelux-Ländern, Frankreich, Spanien, Polen und Italien und ist in rund 20 weiteren Exportmärkten kontrolliert präsent. Das Unternehmen verkauft seine Produkte an den Endverbraucher über ein Netzwerk von rund 2500 Dessous-Fachgeschäften sowie eine kuratierte Auswahl an Kaufhäusern.

Das Unternehmen steuert seine Aktivitäten, sowie das Design und die Produktentwicklung, von seinem Hauptsitz in Mannheim aus. Die Felina GmbH ist zu 100% an die Brigitte Wäschevertriebs GmbH beteiligt, die 3 Outlet-Geschäfte neben gewissen Vertriebsaktivitäten in Deutschland unterhält. Produziert wird überwiegend im konzerneigenen Konfektionsbetrieb in Ungarn.

Vor kurzem hat das Unternehmen begonnen, Initiativen zu entwickeln, um das Geschäft allgemein nachhaltiger zu machen, was als "sich um die nächste Generation kümmern" übersetzt wird: die nächste Generation von Produkten, die nächste Generation von Mitarbeitern, die nächste Generation von Verbrauchern, aber auch als die nächste Generation im Allgemeinen, was zu Entwicklungen führt, die unseren Planeten weniger belasten.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2021 erholte sich die Weltwirtschaft. Steigende Impfraten, die sukzessive Lockerung der strengen Lockdown- Maßnahmen führten vor allem in der zweiten Jahreshälfte zu einer Belebung des internationalen Handels. So stieg das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach den Berechnungen der World Bank um 5,7 %. Die Industrieländer verzeichneten im Jahre 2021 ein Wachstum von 5,1%, was vor allem auf die Aufhebung von Lockdown-Maßnahmen zurückzuführen war, die jedoch aufgrund neuer Coronavirus-Varianten in der zweiten Jahreshälfte teilweise wieder eingeführt werden mussten. Das Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern betrug im Jahr 2021 infolge gestiegener Produktion 6,6%. Insgesamt traf die steigende Nachfrage auf Lieferengpässe und führte somit sowohl in den Industrie- als auch in den Entwicklungsländern zu steigenden Preisen. Weltweit besteht nach wir vor das Risiko, dass neu auftretende Coronavirus-Varianten eine Pandemie-Erholung weiter verzögern.

Die Lockdown- und Quarantänemaßnahmen im Jahre 2021 haben sich negativ auf die Unterwäschebranche ausgewirkt. Im Mai 2021 endete der zweite, fast sechsmonatige Lockdown in Deutschland. Danach blieb das Kaufverhalten der Konsumentinnen insgesamt zurückhaltend und die Nachfrage nach Unterwäsche schwach. Dementsprechend enttäuschend entwickelten sich die Umsätze im Inland im Geschäftsjahr. Hier wurde einen Rückgang von 20,3% verzeichnet, der allerdings vollständig durch höhere Umsätze im Ausland kompensiert werden konnte.

Gründe für den Umsatzrückgang im Inland waren die temporäre Schließung im Einzelhandel und die Zurückhaltung der Kunden nach der Wiedereröffnung der Einzelhandelsgeschäfte aufgrund der erforderlichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen.

Im Geschäftsjahr 2021 wurde insgesamt ein Umsatz in Höhe von TEUR 20.182 (Vj. TEUR 20.056) erzielt.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die für die Steuerung des Geschäfts bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern.

2.2. Vermögens- und Kapitalstruktur

Ende 2020 hat die Geschäftsleitung verschiedene Initiativen für die Reorganisation der Felina GmbH und ihrer Schwestergesellschaften beschlossen. Die Kosten für die Reorganisation wurden mit TEUR 2.850 zurückgestellt. Die Maßnahmen zielen auf Kosteneinsparungen ab, insbesondere die Verlagerungen von produktionsnahen Prozessen zur Schwestergesellschaft nach Ungarn, Restrukturierungen im Verwaltungsbereich sowie die Einführung einer neuen ERP-Software. Die Maßnahmen wurden in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 durchgeführt und werden bis Mitte 2022 großenteils abgeschlossen sein.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.988 auf TEUR 18.776 erhöht. Auf der Aktivseite resultiert die Erhöhung im Wesentlichen aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen, welche sich im Geschäftsjahr um TEUR 3.164 auf TEUR 7.879 gestiegen sind. Grund dafür ist die Rückgängigmachung einer Wertberichtigung auf ein Darlehen im Konzernverbund.

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr im Wesentlichen aufgrund der Investitionen in das neue ERP-System um TEUR 557 erhöht. Die gesamten Investitionen im Geschäftsjahr beliefen sich auf TEUR 635 und betrafen im Wesentlichen geleistete Anzahlungen für die neue ERP-Software. Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 116 auf TEUR 5.665 erhöht. Die Veränderung resultiert zum einen aus der Reduzierung der fertigen Erzeugnisse und andererseits aus der Erhöhung der Rohstoffe, was auf fehlenden Produktionskapazitäten und eine höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte zurückzuführen ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind leicht gestiegen. Dies hängt mit steigenden Umsätzen im vierten Quartal zusammen.

Das Eigenkapital ist im Geschäftsjahr aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 4.673 auf TEUR 5.512 gestiegen. Die Rückstellungen sind im Geschäftsjahr um TEUR 1.082 auf TEUR 6.138 gesunken. Dies resultiert einerseits aus der Inanspruchnahme in Höhe von TEUR 1.227 aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen, andererseits aus einer Zuführung in Höhe von TEUR 447 bei den Steuerrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um TEUR 3.957 vermindert. Der Kredit der Commerzbank AG wurde von der E | L| B GmbH abgelöst. Die Höhe des daraus resultierenden Darlehens an die Felina GmbH beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 3.292. Dementsprechend erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

2.3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr mit TEUR 20.182 leicht über Vorjahresniveau (TEUR 20.056) und nach wie vor deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Im Kernmarkt Deutschland sind die Umsätze gegenüber 2020 gesunken (-20,3%). In 2021 wurden 35,5% (i. Vj. 44,8%) der Umsätze im Inland generiert und 64,5% (i. Vj. 55,2%) im Ausland. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.747 auf TEUR 5.252 erhöht. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die im Geschäftsjahr erhaltene Überbrückungshilfe in Höhe von TEUR 1.703 und die Rückgängigmachung der Wertberichtigung auf ein Konzerndarlehen innerhalb der ELG-Gruppe in Höhe von TEUR 2.733.

Der Materialaufwand ist um TEUR 527 auf TEUR 10.285 gesunken. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) beträgt im Geschäftsjahr 51,7% (i. Vj 60,6%). Der Personalaufwand hat sich mit TEUR 4.219 um TEUR 210 aufgrund einer Verringerung der Kurzarbeit im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 3.588 auf TEUR 5.382 verringert. Hauptgrund für den Rückgang waren die im Vorjahr gebuchten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.850.

Das Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.673 abgeschlossen (i. Vj. Jahresfehlbetrag von TEUR 7.140).

Der Umsatz- und Ertragseinbruch sind ausschließlich Folgen der Corona Pandemie. Wir konnten unsere Umsatzziele aufgrund des wiederholten Lockdowns nicht erreichen. Zudem konnte unsere Schwestergesellschaft die Produktion nach dem ersten Lockdown nur mit Verzögerung wieder hochfahren und auf der Beschaffungsseite mussten wir mit Störungen in den Lieferketten kämpfen.

2.4. Finanzlage

Die Finanzierung des Kapitalbedarfs der Gesellschaft erfolgte insbesondere durch den operativen Cash-Flow und durch die Inanspruchnahme von Intercompany Darlehen.

Weitere Informationen zur Finanzsituation des European Lingerie Group AB-Konzerns stehen auf deren Homepage (https://www.elg-corporate.com/).

2.5. Gesamtaussage

Die Geschäftsführung blickt auf ein herausforderndes Corona-Jahr 2021 zurück. Die Umsatzerlöse verbesserte sich die nur leicht im Jahr 2021 und bleiben deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Die Gesellschaft konnte das Jahr 2021 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.673 abschließen. Das Ergebnis enthält außergewöhnliche Erträge aufgrund der im abgelaufenen Geschäftsjahr vereinnahmten Überbrückungshilfe in Höhe von EUR 1.703 und die Rückgängigmachung einer Wertberichtigung auf eine Darlehensforderung in Höhe von TEUR 2.733.

Positiv hervorzuheben ist, dass unsere Kunden auch in der Pandemie kontinuierlich unsere Beststeller und Dauersortiment-Artikel (Never-Out-of-Stock oder NOS) bestellt haben. Aufgrund von Produktionsunterbrechungen bei unseren Zulieferern konnten wir jedoch nicht alle Aufträge bedienen.

3. Risiko- und Chancenbericht

Unsere Gesellschaft ist stets bemüht, Chancen zu identifizieren und zu entwickeln, um den Shareholder Value nachhaltig zu steigern. Dabei ist uns bewusst, dass wir gewisse Risiken eingehen müssen, um in einem gut kontrollierten und steuerbaren Unternehmensumfeld Geschäftsmöglichkeiten optimal ausnutzen zu können. Für unsere Gesellschaft ergeben sich Chancen und Risiken insbesondere aus dem operativen Geschäft und aufgrund der Finanzierungsstruktur des Konzerns Risiken in der Finanzlage.

Die wichtigsten Elemente unseres Risiko- und Chancenmanagementprozesses sind:

Risiko- und Chancenidentifikation: Wir überwachen fortlaufend sowohl das gesamtwirtschaftliche Umfeld und die Entwicklungen in der Damenunterbekleidungsindustrie als auch interne Prozesse, um Risiken und Chancen so früh wie möglich zu evaluieren.

Risiko- und Chancenbeurteilung: Identifizierte Risiken und Chancen werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres potenziellen Ergebnisbeitrags beurteilt (Nettodarstellung).

Risiko- und Chancensteuerung: Risiken und Chancen werden gemäß den Risiko- und Chancenmanagementgrundsätzen der Felina-Gruppe gesteuert. Im Rahmen dieses Prozesses entscheiden wir auch darüber, welche Maßnahmen zur Kompensierung oder Übertragung von Risiken ergriffen werden.

Risiko- und Chancenüberwachung und -controlling: Ein Hauptziel unseres Risiko- und Chancenmanagementsystems ist eine stärkere Transparenz der Risiken und Chancen. Zusätzlich können wir so unsere Produkte sowie unsere Kommunikations- und Vertriebsstrategien verbessern und das Unternehmen an laufende Entwicklungen auf unserem sich rasant verändernden Markt anpassen.

Risiken aus dem operativen Geschäft ergeben sich für die Felina vor allem aus der eigenen Geschäftsbeziehung mit Kunden.

3.1. Risiken aufgrund der Corona-Pandemie

Wir betrachten Risiken im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie als wesentliche Risiken für unseren Unternehmenserfolg. Die anhaltende Coronavirus-Pandemie könnte den Erfolg des Unternehmens insbesondere auf kurze Sicht in vielerlei Hinsicht erheblich beeinträchtigen. Zu den Risiken in diesem Zusammenhang zählen unter anderem:

Weitreichende Lockdowns und andere Einschränkungen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Virus könnten sich negativ auf das Kundenaufkommen sowohl in unseren eigenen Läden als auch in den Läden unserer Partner auswirken und sogar Ladenschließungen erfordern. Dies könnte, wie bereits im Jahr 2020 gesehen, spürbar negative Auswirkungen auf die finanziellen Ergebnisse unseres Unternehmens haben.

Durch die Schließung von Vertriebszentren unseres Logistikpartners würde die Fähigkeit unseres Unternehmens negativ beeinträchtigt werden, Bestellungen von Konsumenten oder Vertriebspartnern auszuliefern, was wiederum zu Umsatz- und Gewinneinbußen, Auftragsstornierungen oder überhöhten Lagerbeständen führen könnte.

Lieferkettenunterbrechungen wie die Schließung von Zulieferwerken oder die Schließung von Grenzen könnten Produktions- oder Lieferverzögerungen zur Folge haben und sich somit negativ auf die Erfüllung der Konsumentennachfrage auswirken.

Messen könnten wie in 2020 weiterhin abgesagt werden oder nur mit einer wesentlich geringen Besucherfrequenz stattfinden. Dies würde zu Umsatz- und Gewinneinbußen führen und insbesondere unsere Möglichkeiten einschränken, unsere Marke und neue Produktinnovationen zu präsentieren.

Einzelhandel- und Großhandelskunden könnten Bestellungen stornieren oder Produkte an Felina zurücksenden, was zu überhöhten Lagerbeständen und zu Wertberichtigungen unseres Vorratsvermögens führen könnte.

Geringer als erwartet ausfallende Umsätze und Gewinne in unserem eigenen Einzelhandel könnten höhere Wertminderungsaufwendungen oder Wertberichtigungen unseres Vorratsvermögens erfordern und sich so negativ auf den Konzerngewinn auswirken.

Geschäftspartner könnten teilweise oder vollständig ihren vertraglich festgelegten finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen, was zum Beispiel höhere Wertberichtigungen auf Forderungen oder Forderungsausfälle zur Folge haben könnte.

Um die Risiken der Coronavirus-Krise zu mindern, ergreift Felina zahlreiche Maßnahmen. Wir konzentrieren uns darauf, unseren eigenen E-Commerce Bereich zu lancieren, den E-Commerce unserer Partner und andere digitale Vertriebskanäle mit gezieltem Marketingmaßnahmen und priorisiertem Lieferkettenmanagement zu unterstützen. Durch striktes Cashflow- und Kostenmanagement haben wir in 2021 die finanzielle Stabilität unseres Unternehmens gesichert. Wir setzen dies in 2022 konsequent fort. Durch strikte Maßnahmen schützt Felina die Gesundheit seiner Mitarbeiter und anderer Stakeholder. Wir haben z. B. die Arbeitsplatzflexibilität erhöht und ermöglichen es unseren Mitarbeitern, von zu Hause aus zu arbeiten.

3.2. Nachfragerisiko

Die Schwierigkeit, Veränderungen in der Konsumentennachfrage nach unseren Artikeln vorherzusehen und entsprechend zu reagieren, stellt eine der ernsthaftesten Herausforderung für unsere Branche dar. Veränderungen in der Konsumentennachfrage können plötzlich und unerwartet auftreten. Deshalb besteht das Risiko eines kurzfristigen Umsatzverlusts, wenn wir nicht in der Lage sind, schnell auf solche Veränderungen zu reagieren. Noch kritischer allerdings ist das Risiko, einen neuen Konsumtrend auf Dauer zu übersehen oder das potenzielle Ausmaß des Trends über einen längeren Zeitraum nicht zu erkennen. Im Pandemie Jahr 2020 musste Felina zusammen mit ihren stationären Einzelhändlern eine deutliche und schnellere Verschiebung den Konsumverhaltens hinzu E-Commerce beobachten. Waren bisher insbesondere jüngere Konsumenten online affine Konsumenten, konnten wir im letzten Jahr auch eine Zunahme in den älteren Jahrgängen sehen. Dieser Trend wird wahrscheinlich nach dem Ende der Pandemie nur kurzfristig eine Pause einlegen. Um dieses Risiko zu vermindern, werden Veränderungen in der Konsumentennachfrage fortlaufend beobachtet und darauf reagiert. Unsere Produktentwicklung spürt und nimmt Entwicklung im Konsumentenverhalten auf und passt unser Produktportfolio an diese prognostizierten Entwicklungen laufend an. Im Weiteren erhalten wir laufend Feedback aus dem Einzelhandel, Auftragseingängen und weitere Frühindikatoren, um eine Veränderung des Nachfrageverhaltens Risiken rechtzeitig zu erkennen. Unsere Einschätzung des Gesamtrisikos aus Veränderungen der Konsumentennachfrage bleibt unverändert positiv. Wir sehen für dieses Risiko eine nach wie vor mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit. Die potenzielle Auswirkung eines solchen Risikos auf die Felina und auf deren verbundene Unternehmen schätzen wir als mittel ein.

3.3. Kreditrisiken

Im operativen Bereich unserer Gesellschaft entsteht ein Kreditrisiko, wenn ein Kunde oder die Gegenpartei eines Finanzinstruments nicht den vertraglichen Verpflichtungen zum Ausgleich ihrer Verbindlichkeiten nachkommt. Unsere Gesellschaft ist diesem Risiko infolge der laufenden Geschäftstätigkeit und bestimmter Finanzierungsaktivitäten ausgesetzt. Kreditrisiken ergeben sich hauptsächlich aufgrund von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund der Corona-Krise ist das Kreditrisiko stark gestiegen. In der Folge hat Felina teilweise längere Zahlungsziele gewährt. Ebenso hatten Insolvenzen von Kunden höheren Abschreibungen von Kundenforderungen erfordert als in einem üblichen Geschäftsjahr.

Losgelöst von der Pandemie sind wir der Meinung, dass unser allgemeines Kreditrisiko durch Kunden trotz eines weiterhin schwierigen Einzelhandelsumfelds in vielen wichtigen Märkten nahezu unverändert geblieben ist. Folglich schätzen wir die Wahrscheinlichkeit von Kreditrisiken nicht zuletzt aufgrund der breiten Streuung auf eine Vielzahl von Kunden als gering ein.

3.4. Währungsrisiken

Felina hat internationale Liefer- und Leistungsbeziehungen, die teilweise in fremder Währung abgewickelt werden. Felina überwacht mit ihren Partner-Banken stetig Währungs-Entwicklungen. Das Risiko ist hierbei als moderat anzusehen.

3.5. Kundenrisiken

Im operativen Bereich bestehen Kundenrisiken gegenüber Großkunden, sofern diese kurzfristig ihre Verhandlungsmacht versuchen auszunutzen Wir schätzen die finanziellen Auswirkungen von Kundenrisiken deshalb als moderat ein. Jedoch kann es durch das aktuelle relative Wachstum der Key Accounts, tendenziell zu einer stärkeren Konzentration der Umsätze kommen. Im Jahr 2021 wie im 2020 waren insbesondere größere Kunden durch die Corona- durch Insolvenz- und Rettungsschirm-Verfahren betroffen.

3.6. Qualitätsrisiken

Die Felina ist dem Risiko möglicher Produktmängel ausgesetzt, die dem Ansehen unserer Produkte auf dem Markt schaden können. Zur Verringerung solcher Risiken führen wir intensive Qualitätskontrollen vor der Produktion durch und arbeiten während des Produktionsvorgangs eng mit den Zulieferern zusammen. Wir stufen die Wahrscheinlichkeit bedeutender Produkthaftungsfälle als niedrig ein. Da wir gegen bedeutende Produkthaftungsfälle versichert sind, schätzen wir die finanziellen Auswirkungen ebenfalls als niedrig ein.

3.7. Lieferantenausfallrisiko

Um das Lieferantenausfallrisiko zu senken, arbeiten wir mit Zulieferern zusammen, die für Zuverlässigkeit, Qualität, Innovationsstärke und ständige Verbesserung stehen. Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit von Lieferantenrisiken als mittel ein.

3.8. Markt-/Wettbewerbsrisiko

Die Felina und deren verbundene Unternehmen sind Risiken aus der Konsolidierung von Märkten sowie aus strategischen Allianzen zwischen Wettbewerbern und/oder Einzelhändlern ausgesetzt. Infolge der erwarteten Marktentwicklung in den nächsten Jahren stufen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken aufgrund von Marktkonsolidierung als unverändert gegeben ein. Die potenziellen Auswirkungen auf Umsatz und Profitabilität des Konzerns schätzen wir weiterhin als mittelhoch ein.

3.9. Beschaffungs- und Preisrisiko

Rohstoff- und Lohnkosten machen einen hohen Anteil der Umsatzkosten der Felina aus. Rohstoffe unterliegen dem Risiko von Preisschwankungen und höheren Kosten bei den Lieferanten. Da unsere Bestellungen und Preisverhandlungen gewöhnlich mehrere Monate vor der Produktion stattfinden, hat unser Beschaffungsbereich genügend Transparenz und Reaktionszeit, um starke Steigerungen der Einstandskosten zu bewältigen und einzuplanen.

Der Einmarsch russischer Streitkräfte in die Ukraine am 24. Februar 2022 mit den daraus resultierenden Sanktionen gegen Russland sorgen für größeren wirtschaftlichen Verwerfungen und erhöhen das Risiko, dass ohnehin hohe Inflation und vorhandenen Lieferengpässe verschärft werden könnten. Unser strategischer Einkauf begegnet diese Risiken durch Abschluss langfristigen Verträge und strukturiertes Lieferanten Management. Andererseits versuchen wir, diese höheren Kosten auch an unseren Kunden schnellstmöglich weiterzugeben. Daher stufen wir das Risiko steigende Beschaffungskosten deutlich höher ein als vor einem Jahr aber weiterhin als mittel ein.

Bei ausschließlich rohstoff- und länderbedingten Beschaffungsrisiken bewegt sich Felina im Rahmen des Chancen-/Risikoprofils der gesamten Textil-/Bekleidungsbranche, woraus keine Risiken in Form einer Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit resultieren sollte.

3.10. IT-Risiken

Ein Großteil unserer Geschäftsabläufe beruht auf zum Teil zentralisierten IT-Systemen. Ein Ausfall der IT-Systeme oder ein wesentlicher Datenverlust könnte zu gravierenden Geschäfts-Unterbrechungen führen. Um Systemrisiken zu mindern, überprüfen wir unsere IT-Strategie in regelmäßigen Abständen, führen proaktive Wartungen durch und erstellen Notfallpläne für den Fall von Systemstörungen. Wir nehmen täglich planmäßige Datensicherungen vor. Für eine weitere Reduzierung der Risiken werden wir in 2022 unsere IT in die Cloud auslagern.

3.11. Finanzrisiko

Die Felina GmbH ist Teil des European Lingerie Group AB-Konzerns. Mit Vertrag vom 14. April 2021 haben die Hauptaktionäre und das Bondholder Committee Entscheidend einer Refinanzierung ELG AB zugestimmt. Im Rahmen der Refinanzierung werden die Bondholder durch eine Bankenfinanzierung abgelöst. Teil der Refinanzierung ist auch ein Darlehen an die ELB GmbH zur Ablösung der Commerzbank AG. Das künftige Darlehen zwischen Felina GmbH und ELB GmbH wird nachrangig ausgestaltet.

Die Planung der Geschäftsleitung für die nächsten Geschäftsjahre basiert auf der Annahme der Finanzierung der Reorganisationsaufwendungen im Wege eines Gesellschafterdarlehens oder einer externen Finanzierung. Ziel der Finanzierung ist es, die Kosten der Restrukturierung mit einer Laufzeit von fünf Jahren zu refinanzieren und damit den finanziellen Spielraum der Gesellschaft für operative Ausgaben zu erhöhen.

3.12. Chancen aus der operativen Geschäftstätigkeit

Als Unternehmen der Konsumgüterbranche können Verbrauchervertrauen und Konsumausgaben Auswirkungen auf unsere Umsatzentwicklung haben. Besser als ursprünglich prognostizierte gesamtwirtschaftliche Entwicklungen und steuerpolitische Veränderungen, die die Konsumentennachfrage unterstützen, können sich somit positiv auf Umsatz und Profitabilität auswirken.

Die Schwellenländer in Asien, Europa und Lateinamerika sind in den letzten Jahren stets stärker als die reifen Märkte gewachsen. Die Steigerung der realen Einkommen und der Beschäftigung sowie die Verbesserung wichtiger demografischer Trends und eine wachsende Mittelklasse geben jetzt diesen Volkswirtschaften und damit auch unserer Branche neue Impulse. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich in nächster Zukunft fortsetzen. Wir glauben, dass einer einzelnen Marke aufgrund der unterschiedlichen Vorlieben und Erwartungen eines stark fragmentierten Markts bei der Zielgruppengröße natürliche Grenzen gesetzt sind. Durch unseren weiteren Ausbau des Mehrmarken-Ansatzes wollen wir die Stärke unserer Marken präziser und sinnvoller nutzen.

Für hohe Profitabilität und Kapitalrendite ist die kontinuierliche Optimierung wichtiger Geschäftsprozesse sowie strikte Kostenkontrolle von essenzieller Bedeutung. Wir sehen für die Zukunft zahlreiche Ansätze zur Straffung unserer Kostenbasis. Wir können Prozesse marken- und funktionsübergreifend weiter vereinfachen, um operative Ineffizienzen zu reduzieren. Darüber hinaus sind wir bestrebt, unsere Beschaffungskette effizienter und nachfrageorientierter zu gestalten.

Hinsichtlich der erläuterten Risiken - unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen finanziellen Auswirkung, sowie der gegenwärtigen Geschäftsaussichten - geht die Geschäftsleitung von der Unternehmensfortführung aus. Die Geschäftsleitung ist unverändert überzeugt, dass die Ertragskraft der Felina eine solide Grundlage für die künftige Geschäftsentwicklung bildet.

Aufgrund der derzeitigen Wirtschaftslage sowie der Einschätzung der künftigen Entwicklung auf den Privatkonsum sind wir der Meinung, dass sich unser Chancen-/ Risikoprofil im Vergleich zum Vorjahr mit Ausnahme des Finanzrisikos und den im Kapitel wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag beschriebenen Entwicklungen nicht wesentlich verändert hat.

4. Prognosebericht

Für das kommende Jahr 2022 wird eine Erholung der Weltwirtschaft um 2,9 % vorhergesagt. Diese Schätzung berücksichtigt bereits die Auswirkungen des Einmarsches Russlands in die Ukraine und setzt eine positive Entwicklung der Pandemie inklusive einer dauerhaften und weitgehenden Lockerung der Eindämmungspolitik voraus. Die Situation verbessert sich zwar, aber viele Unsicherheiten bleiben bestehen. Die Zeichen stehen auf weitere Störungen der globalen Lieferketten, steigende Preise, nachlassender wirtschafts- und finanzpolitische Unterstützung und eine Straffung der Geldpolitik. Die Lieferengpässe haben sich in den vergangenen Monaten als immer stärkerer Bremsfaktor für die Wirtschaft erwiesen, sie dürften aber im Verlauf des Jahres 2022 mit steigender Anpassung der Produktionskapazitäten und der Wertschöpfungsketten nach und nach überwunden werden. Obwohl Abwärtsrisiken aufgrund des potenziellen Wiederauflebens von Covid-19, hohe Inflation und steigende Leitzinsen, geopolitische Konflikte, extreme Wetterlagen sowie andere Naturkatastrophen bestehen, wird trotzdem erwartet, dass sich Produktion, Verbrauch und Handel angesichts eines effizienteren Pandemiemanagements sowie weltweit gestiegener Impfquoten allmählich verbessern. Zudem wirkt sich die unterschiedliche Wachstumsdynamik in den Industrieländern und den Schwellenländern auf die globale BIP-Prognose aus. In den Industrieländern wird mit einem Wachstum in Höhe von 2,6 % gerechnet, wobei sich Nachholbedarfseffekte auf die Nachfrage abschwächen und die Inflation über den Zielwerten bleibt. In den Schwellenländern wird ein Wachstum von 3,4 % prognostiziert, da die Impfquoten hier stetig steigen, während die geldpolitischen Lockerungen zurückgenommen werden.

Trotz der im Jahr 2022 weiter anhaltenden Unsicherheiten erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022 ein moderates Umsatzwachstum. Per Ende Juni des laufenden Geschäftsjahres haben sich die Umsatzerlöse im Vergleich zu 2021 um TEUR 5.531 auf TEUR 14.040 erhöht; der Jahresüberschuss beträgt TEUR 699. Insgesamt geht die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2022 von Umsätzen in Höhe von TEUR 23.549, d.h. von einer Umsatzsteigerung von etwa 17%, aus. Diese Schätzung beruht auf einer schnellen Erholung und Stabilisierung der Wirtschaftslage. Auf Grund der erwarteten Umsatzsteigerung und Optimierungen der Kosten gehen wir von einem stark verbesserten Ergebnis vor Steuern aus und haben ein EBIT von TEUR 1.544 geplant. Wegen der positiven Entwicklung wurde seit November 2021 keine Kurzarbeit mehr in Anspruch genommen. Die zukünftige Entwicklung des Unternehmens hängt in großem Maße auch von der weiteren Entwicklung der Branche und der Entwicklung der Corona-Pandemie ab. Sofern sich die Situation der Branche in den kommenden Jahren nicht grundsätzlich verschlechtert, kann durch die starke Marken- und Produktvielfalt von einer insgesamt wachsenden Felina ausgegangen werden.

Für das Jahr 2022 sind weitere Investitionen in unseren neuen ERP System geplant, um die Voraussetzung für weitere operativen Verbesserungen zu schaffen. Des Weiteren bilden die kontinuierliche Verbesserung der Liefertreue, die Erhöhung des finanziellen Spielraums der Gesellschaft, und die Entwicklung von Initiativen, die das Geschäft allgemein nachhaltiger machen, Fokus unserer Arbeit für das kommende Geschäftsjahr. Für das Jahr 2023 prognostiziert die Geschäftsleitung Umsatzerlöse in Höhe von EUR 27,8 Mio. sowie einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2,6 Mio.

 

Mannheim, den 30. September 2022

Geschäftsführung

Neeme Jögi

Indrek Rahumaa

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