TTD Holding IV GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Freshworld Holding I GmbHRatingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Geschäft und StrukturDie Freshworld-Gruppe (ehemals ADCO-Gruppe) ist seit 1973 als internationaler Konzern und führender Anbieter im Bereich der mobilen sanitären Ver- und Entsorgung in Europa, den USA und Südostasien aktiv. Seit 2019 wird die Unternehmensgruppe mehrheitlich von der global agierenden Private Equity Beratungsfirma APAX Partners gehalten. Die Apax-Fonds investieren weltweit in Unternehmen in vier Sektoren (Technik & Telekommunikation, Dienstleistungen, Gesundheitswesen und Verbraucher) und stellen langfristige Eigenkapitalfinanzierung zum Aufbau oder zur Stärkung von Marktführern bereit. Die Fonds haben eine lange Geschichte in der Zusammenarbeit mit streckenbasierten Dienstleistungsunternehmen, die in Europa (z.B. SafetyKleen, Rhiag Group, Sulo), Nordamerika (z.B. Tosca Services) und weltweit (z.B. IFCO Systems, Garda World) tätig sind. Die Freshworld Holding I GmbH ist die deutsche Dachholding. Sie ist über die Freshworld Holding II GmbH, Freshworld Holding III GmbH und Freshworld Holding IV GmbH mittelbar alleinige Gesellschafterin der deutschen Managementholding TOI TOI & DIXI Group GmbH (ehemals ADCO Umweltdienste Holding GmbH). Im Fokus der Geschäftstätigkeit der Freshwold-Gruppe steht die Sicherstellung von optimalen hygienischen Bedingungen im öffentlichen oder semi-öffentlichen Raum. Die Stärke der Unternehmensgruppe liegt dabei in der Verbindung funktionaler Produkte und professionellem auf den entsprechenden Kunden abgestimmten Service. Besondere Sicherheit für unsere Kunden aus dem Segment Bau gewährleistet zum Beispiel die erste TÜV-geprüfte mobile Toilettenkabine Deutschlands, für die die Freshworld-Gruppe erstmals 2009 eine Zertifizierung erhielt. Das Dienstleistungsangebot der Freshworld-Gruppe umfasst neben den mobilen sanitären Lösungen auch die Planung und Bereitstellung der gesamten Infrastruktur für Baustellen, Events und Veranstaltungen. Um den sich stetig ändernden Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden, wurde das Leistungsangebot in den letzten Jahren ständig erweitert, differenziert und verbessert. Durch marktgerechte Diversifizierung mit neuen, innovativen Produkten im Bereich mobiler sanitärer Lösungen und vielfältigen Zusatzdienstleistungen stellt der Konzern stetig aufs Neue seine hohe Leistungsfähigkeit unter Beweis. Unter den beiden Marken TOI TOI und DIXI bietet der Konzern auf dem europäischen Markt die größte Auswahl mobiler Sanitärlösungen. Zur Stärkung der Corporate Identity und der einheitlichen Markenwahrnehmung wurde zum 1. Oktober 2021 ein neuer Markenauftritt inklusive neuem Firmenlogo implementiert. Nach dem Motto "ein Unternehmen, ein Name - one Company, one Name" firmiert die ADCO Umweltdienste Holding GmbH seitdem unter TOI TOI & DIXI Group GmbH. Auch Tochtergesellschaften wurden in diesem Zuge umfirmiert. Während die Marke DIXI für robuste und solide Lösungen steht, die überwiegend in der Baubranche eingesetzt werden, steht die Marke TOI TOI für technische Funktionalität und innovative Detaillösungen und fasst Produkte für den Veranstaltungsbereich sowie besser ausgestattete Kabinen für die Baubranche zusammen. Entwicklungen wie die Vakuum-Systeme "John Privy" und der komplett anschlussfreie Toilettenwagen TOI NOW ®, die besonders wassersparend eingesetzt werden können, spiegeln zudem die erhöhten Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Mobilität im Produktportfolio wider. Die Produktion, die Vermietung und der regelmäßige Service der mobilen Sanitäreinheiten sowie die Entsorgung von Abwässern jeglicher Art werden von konzerneigenen Unternehmen übernommen. Im Geschäftsbereich Kunststofftechnik werden dabei nicht nur Toilettenkabinen für die Unternehmensgruppe gefertigt, mit der eigenen Entwicklungsabteilung trägt er darüber hinaus regelmäßig zu Innovationen im Bereich der anschlussfreien Toilettenkabinen bei. Auch im Bereich der Servicefahrzeuge unterhält der Konzern eigene Produktionseinrichtungen. Der Geschäftsbereich Fahrzeugtechnik baut exklusiv für die Freshworld-Gruppe Serienfahrgestelle durch selbstentwickelte Aufbauten zu speziellen, effektiven und modernen Servicefahrzeugen um. Insbesondere auf dem deutschen Markt haben sich die TOI TOI & DIXI Gesellschaften als Full-Service-Dienstleister fest etabliert. Spezielles Know-how bei der Koordination von Großprojekten und -veranstaltungen und langjährige Erfahrung in der Event- und Baubranche garantieren den Kunden Professionalität und ein hohes Maß an Sicherheit. Enge und langjährige Kundenbeziehungen sind das Resultat dieser Leistungen. Der Konzern besteht aus einem nationalen sowie einem internationalen Zweig. Die deutschen Firmen sind Tochterunternehmen der TOI TOI & DIXI Group GmbH. Alle internationalen Gesellschaften in Europa, USA und Südostasien sind sowohl direkt als auch indirekt über die TOI TOI & DIXI International GmbH (ehemals ADCO International GmbH und die TOI TOI & DIXI Handels- und Verwaltungsgesellschaft mbH (ehemals HMT - Handels- und Verwaltungsgesellschaft mbH) an die TOI TOI & DIXI Group GmbH angebunden. Zusätzlich existiert für die Gesellschaften in den USA, Südostasien und einigen Ländern Europas jeweils eine Zwischenholding. Neben der strategischen Steuerung der Gruppe nehmen die Holdinggesellschaften folgende Management-Aufgaben wahr:
Im zweiten Jahr der SARS-COV-2 Pandemie konnten die Umsätze im Eventgeschäft zwar gegenüber dem niedrigen Vorjahreswert gesteigert werden, aufgrund der anhaltenden Einschränkungen bei Veranstaltungen und Reisen/Touristik blieben sie jedoch weiterhin deutlich hinter dem Niveau der Vor-Pandemiejahre zurück. Die Umsatzschwäche im Veranstaltungsbereich wurde durch zusätzliche Erlöse aus einem weiterhin hohen Bedarf an Sanitäreinrichtungen (z.B. erhöhte Anzahl von Toilettenkabinen auf Baustellen, zusätzliche Desinfektionsspendern, höhere Reinigungszyklen, gestiegene Nachfrage nach höherwertigen Toilettenkabinen mit Handwaschbecken) überkompensiert. Neben der stabilen Baukonjunktur in Deutschland führte auch eine Erholung der Bautätigkeit in den Hauptmärkten Polen, Tschechien und der Schweiz zu einer positiven Auftragsentwicklung. Die Auftragslage im militärischen Bereich zeigte 2021 einen Aufwärtstrend, der sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen dürfte. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich der konsolidierte Gesamtumsatz der Freshworld-Gruppe 2021 deutlich besser als erwartet und konnte gegenüber dem Vorjahr um 72,6 Mio. EUR auf 488,1 Mio. EUR gesteigert werden. Auf den inländischen bzw. deutschen Markt entfielen 61,7% des Umsatzvolumens des Geschäftsjahres. Die übrigen 38,3% verteilten sich mit 33,1% auf das europäische Ausland, 3,3% auf die USA und 2,0% auf Südostasien. Auch der Konzerngewinn in Höhe von 52,0 Mio. EUR lag weit über den Erwartungen, die von einem erstmals positiven Konzernergebnis ausgingen. Das um Akquisitionen bereinigte Investitionsvolumen überschritt erwartungsgemäß die Investitionen des Vorjahres. Nachfolgend werden die Entwicklungen der operativen in- und ausländischen Gesellschaften näher erläutert.
Deutschland bietet als ältester, erfahrenster und größter europäischer Markt das vielfältigste Produktportfolio und hat nach wie vor eine zentrale Funktion als Impulsgeber für alle ausländischen Gesellschaften. Die entwickelten Neuheiten sowie Qualitätsstandards wie z. B. ISO-Zertifizierungen und interne Qualitätsprüfungen werden von den ausländischen Tochtergesellschaften sukzessive adaptiert. Im europäischen Ausland ist der Konzern in einer Vielzahl von Ländern vertreten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Auslandsgesellschaften folgender europäischer Länder im Gesamtergebnis der Freshworld-Gruppe konsolidiert: Belgien, Bulgarien, Griechenland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien und Tschechien. Deutschland - Inlandsgeschäft Um auch in Zukunft im Wettbewerb bestehen zu können, hat der Konzern im Jahr 2021 diverse Umstrukturierungen umgesetzt, unter anderem wurde die Anzahl der operativen TOI TOI & DIXI-Gesellschaften in Deutschland um drei Gesellschaften reduziert. In Deutschland ist die Gruppe nach dieser Maßnahme flächendeckend mit sieben TOI TOI & DIXI Sanitärsysteme GmbHs, zwei Produktionsgesellschaften (Kabinen- und Fahrzeugbau) sowie der im Militärbereich tätigen MEPS GmbH präsent. Die bisherige 100-prozentige Beteiligung an dem IT-Service Unternehmen QITS GmbH wurde zum 31. August 2021 veräußert. Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2021 wieder leicht gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,9%. Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt bei 3,1%, die Arbeitslosenquote fiel leicht von 5,9% auf 5,7%. Die deutschen Gesellschaften profitierten im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin von der unverändert hohen Nachfrage nach Hygieneservices und erzielten trotz anhaltender Einschränkungen beim Veranstaltungsgeschäft einen Umsatz in Höhe von 300,9 Mio. EUR, der mit 19,7% wieder deutlich über dem Vorjahresumsatz lag. Operative Gesellschaften Die Außenumsätze der im Sanitärbereich tätigen Gesellschaften konnten im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 48 Mio. EUR auf insgesamt 281,3 Mio. EUR gesteigert werden. Hierzu trug auch das Eventgeschäft bei, das infolge der Lockerungen bei den Coronaschutzmaßnahmen eine leichte Erholung gegenüber dem starken Einbruch im Vorjahr erfuhr. Die Umsätze der TOI TOI & DIXI Gesellschaften im Kernsegment Bau/ Langzeitvermietung konnten um 18,1% gegenüber dem Vorjahreswert gesteigert werden und übertrafen damit deutlich das allgemeine Umsatzwachstum im originären Bauhauptgewerbe. Auch das Geschäft mit Containern profitierte von der erhöhten Nachfrage an kurzfristigen Sanitär- und Raumlösungen während der Pandemie und legte um 21,9% gegenüber dem Vorjahr zu. Neben der gestiegenen Nachfrage nach Hygieneservices und höherwertigen Toilettenkabinen mit Handwaschbecken, trugen vor allem das milde Jahresende und der anhaltende Bedarf in baufremden Bereichen zu dem Umsatzwachstum bei. Ferner wirkten sich die im Vorjahr begonnenen Maßnahmen zur Steigerung der Erlöse durch das Angebot von Zusatzleistungen positiv aus. Nach Angaben des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes lagen die erwarteten Umsätze im Bauhauptgewerbe 2021 nominal insgesamt um 1,2 % über dem Vorjahr. Ausschlaggebend für die Entwicklung war trotz der Pandemie eine Umsatzsteigerung im Wohnungsbau in Höhe von rd. 2,0% gegenüber 2020, im Wirtschaftsbau um 2,3 %. Der öffentliche Bau hingegen ging leicht um 1,2% zurück. Zusammenfassend haben die TOI TOI & DIXI Gesellschaften ihre Marktposition weiter festigen und auf regionaler Ebene Marktanteile hinzugewinnen können. Produktion In Eigenproduktion werden sowohl mobile Toilettenkabinen der Marke TOI TOI, teilweise der Marke DIXI sowie die Aufbauten der Servicefahrzeuge für die gesamte Freshworld-Gruppe gefertigt. Dadurch ist der Konzern jederzeit in der Lage, sich ändernden Marktbedingungen schnell und flexibel anzupassen und neue Ideen aus den operativen Betrieben direkt in den Produktionsprozess einfließen zu lassen. So wurden die bereits in der Praxis erprobten Servicefahrzeuge im Detail weiterentwickelt, um die Arbeitsabläufe der Servicetechniker an den Toilettenkabinen zu optimieren. Beispiele für diese Weiterentwicklungen sind neue Hochdruckpumpen und Schlauchkassetten, mit denen der Reinigungsservice schneller und effizienter wird. Auch das Fahrzeugportfolio wurde überarbeitet und ein neuer LKW, der "Teculeo", pilotiert. Der Teculeo basiert auf einem 3,5t Fahrzeug, kann aber in einer gleichen Größenordnung Frischwasser und Abwasser aufnehmen wie die LKWs in der nächsthöheren Gewichtsklasse. Bei der Produktion der unterschiedlichen Toilettenkabinentypen und deren diversen Ausstattungsvarianten lassen sich neue Kundenanforderungen im Vermietungsgeschäft binnen kurzer Zeit umsetzen. So konnte zur Bewältigung der gestiegenen Hygieneanforderungen während der SARS-COV-2 Pandemie auf die selbst entwickelte TOI WATER und im Jahr 2021 die neue DIXI PLUS WASH Toilettenkabinen zurückgegriffen und die Produktion kurzfristig auf diesen hochgefahren werden. In den nächsten Jahren wird weiterhin das erhöhte Bedürfnis nach verbesserter Hygiene und mehr Komfort eine Rolle spielen. Die schnelle Entwicklung und Markteinführung des Handdesinfektionsmittelspenders TOI Care zu Beginn der Pandemie unterstreicht die Innovationsfähigkeit des Unternehmens und die Fähigkeit, rasch auf geänderte Kundenanfragen zu reagieren sowie eine Differenzierung zum Wettbewerb zu schaffen. Ein weiteres Highlight 2021 war die Konstruktion und der Marktstart der Toilettenkabine TOI WATER UP, die mit autarker Beleuchtung und Ventilation mittels Solarpaneel auf dem Dach glänzt. Neben der Befriedigung der Kundenbedürfnisse bzgl. Hygiene und Komfort hat das Thema Nachhaltigkeit einen wichtigen Stellenwert im Innovationsprozess eingenommen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden erstmals Versuche durchgeführt, Toilettenkabinen aus recycelten Fischernetzen ("Seaplastics") herzustellen. Die ersten Ergebnisse waren vielversprechend und die Versuche werden im neuen Geschäftsjahr weitergeführt. Ebenso wurde die Entwicklung von LKWs mit alternativen Antrieben begonnen. Auf Unternehmensebene wird außerdem derzeit an einer ESG-Strategie gearbeitet, die die verschiedenen Aktivitäten bündelt, mit konkreten Zielen hinterlegt und zu einer langfristigen, nachhaltigen Entwicklung der TOI TOI & DIXI Group beitragen soll. TOI TOI & DIXI Kunststofftechnik GmbH Die Entwicklung der Umsätze in der Kabinenproduktion hängt in hohem Maße von der Entwicklung der operativen Gesellschaften ab. Der größte Teil der Umsätze wird mit den im Sanitärbereich tätigen Konzerngesellschaften im In- und Ausland erzielt. Um die Herausforderungen der operativen Gesellschaften bestmöglich zu unterstützen, wurde die Produktion von Wasserkabinen forciert sowie die Produktion des Handdesinfektionsspenders TOI CARE weiter hochgefahren. Außerdem wurde 2021 eine neue Anlage zur Produktion von Toilettenkabinen aus der TOI-Familie installiert, die durch Ihren hohen Automationsgrad sowie ein verbessertes Werkzeugkonzept im Vergleich zu einer konventionellen Rotationsfertigung mit deutlich geringeren Taktzeiten und signifikant erhöhter Produktivität bei gleichzeitig geringerem Energiebedarf arbeitet. Die Gesamtumsätze der Kunststoffproduktion zuzüglich aktivierter Eigenleistungen stiegen im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 47,2% auf insgesamt 19,6 Mio. EUR. Neben der Produktion von Toilettenkabinen werden seit Jahren auch Produkte im Auftrag für Drittkunden gefertigt. Das Auftragsvolumen dieser Produkte schwankt zwischen 10 und 15% der Gesamtumsätze. Aufgrund des Wachstums der TOI TOI & DIXI Group wurde allerdings 2021 beschlossen, das Volumen mit Drittkunden schrittweise herunterzufahren und der Produktion von Produkten für die operativen Gesellschaften Vorrang zu geben. TOI TOI & DIXI Fahrzeugtechnik GmbH Nach dem Zurückfahren der Investitionen in die Fahrzeugflotte im ersten Pandemiejahr aufgrund der Unsicherheiten über die Auswirkungen von SARS-COV-2, wurde das Volumen 2021 wieder entsprechend der Entwicklung der operativen Gesellschaften erhöht. Die Umsätze einschließlich aktivierter Eigenleistungen haben daher gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 30,4% auf 9,9 Mio. EUR zugenommen. Nennenswerte Umsätze mit Kunden außerhalb der Freshworld-Gruppe werden bei der Fahrzeugtechnik nicht erzielt. IT-Service Das IT-Service-Unternehmen QITS GmbH bot Dienstleistungen rund um das Management von IT-Systemen (Hardware, Software, Projekte), Daten und Dokumenten an. Das Leistungsspektrum stand dabei auf zwei Säulen: Dem Geschäftsbereich IT-Services, der sich im klassischen IT-Bereich bewegte, und dem Bereich Dialog Service Center, der auf umfassende Dienstleistungen rund um das individualisierte Output-Management spezialisiert war. Bereits im Vorjahr wurde die Geschäftstätigkeit des Bereiches IT-Services in die TOI TOI & DIXI Group GmbH zurückgegliedert und dabei der Teilbereich IT-Solutions mit den Mitarbeitern und den dazugehörigen Assets per Betriebsübergang an die Muttergesellschaft übertragen. Der Teilbereich IT-Operations wurde noch bis zur Mitte des Jahres 2021 in der QITS GmbH weitergeführt und anschließend aufgelöst. Die 100-prozentige Beteiligung an dem IT-Service Unternehmen QITS GmbH mit dem verbleibenden Geschäftsbereich Dialog Service Center wurde veräußert und zum 31. August 2021 entkonsolidiert. Die TOI TOI & DIXI Group IT besteht nun aus vier Kernbereichen Business Partnering, Softwareentwicklung, operativer IT-Betrieb und Projektmanagement. Sie stellt ihre Dienstleistungen ausschließlich für Tochtergesellschaften der Freshworld-Gruppe zur Verfügung. Im Geschäftsjahr 2021 sind noch Umsatzerlöse in Höhe von 12,2 Mio. EUR gegenüber Drittkunden im Konzernumsatz enthalten. Europäisches Auslandsgeschäft Die europäischen Auslandsgesellschaften verzeichneten 2021 im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzaufschwung von 25,1 Mio. EUR bzw. 18,4% auf 161,4 Mio. EUR. Damit erreichten die europäischen Gesellschaften im Geschäftsjahr 2021 einen Anteil von 33,1% am konsolidierten Gesamtumsatz. Neben einer stabilen Mengenentwicklung stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr durch zusätzliche Dienstleistungen wie Zusatzreinigungen, der Bereitstellung von Hygieneservices sowie der Vermietung von höherpreisigen Toilettenkabinen. Insgesamt war eine Erholung der Bautätigkeit auf den wichtigsten Märkten außerhalb Deutschlands zu beobachten. Insbesondere in der Tschechischen Republik und in Polen erwarten wir eine weitere Zunahme der Bautätigkeit mit positivem Effekt auf unser Geschäft. Das Veranstaltungsgeschäft entwickelte sich im Geschäftsjahr 2021 gegenüber 2020 positiv, wenngleich die erzielten Umsätze insgesamt noch deutlich hinter dem Niveau der Vor-Pandemiejahre zurückblieben. Nach der erfolgreichen Umsetzung des Transformationsprogramms in Deutschland hat die Ausweitung auf andere Länder begonnen. Wir erwarten, dass sich dies ebenfalls positiv auf die Geschäftsentwicklung in den Auslandsgesellschaften auswirken wird. In den Niederlanden wurde ein Wettbewerber erworben, der das Umsatzvolumen dort nahezu verdoppelte. Ferner erfolgten in Spanien drei kleinere Akquisitionen zur zielgerichteten Stärkung unserer Marktposition. Der Expansionskurs durch weitere Unternehmensübernahmen wird auch 2022 fortgesetzt, um durch eine Erhöhung der Marktdurchdringung und damit einhergehenden Verdichtungsvorteilen unsere Wettbewerbsfähigkeit in unseren Kernmärkten weiter zu steigern.
Die an der Ost- und Südostküste der USA niedergelassenen operativen Gesellschaften befinden sich in Georgia, North und South Carolina sowie Florida. In den bestehenden Gebieten erfolgten 2021 zwei Akquisitionen, um das Geschäftsvolumen und die Verdichtung entsprechend zu erhöhen. Auch in den USA verbesserte sich die Geschäftsentwicklung im zweiten Jahr der Pandemie im Vergleich zum Vorjahr. Neben einer Belebung im Eventbereich trugen insbesondere gesteigerte Umsätze in der Langzeitvermietung hierzu bei. Die Entwicklung der US-amerikanischen Wirtschaft schließt zum Jahresende 2021 nach einer starken Erholung mit 5,7% Wachstum ab. Die Baubranche konnte sich aufgrund von verabschiedeten Infrastrukturpaketen stark erholen und wurde gleichermaßen sowohl vom Gewerbehochbau und Tiefbau als auch Wohnungsbau getragen. Die Gesamtumsätze stiegen 2021 gegenüber dem Vorjahr um 8,2% auf 15,9 Mio. EUR an.
In Südostasien ist der Freshworld-Konzern mit operativen Firmen in Hong Kong, Taiwan und Malaysia vertreten. Die Gruppe konnte sich im Geschäftsjahr 2021 von den Auswirkungen der SARS-COV-2 Pandemie leicht erholen, wenngleich im Veranstaltungsgeschäft die negativen Auswirkungen weiterhin zu spüren waren. Der Gruppenumsatz legte im Geschäftsjahr verglichen zum Vorjahr insgesamt um 10,2% auf 9,8 Mio. EUR zu. II. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslage Die Bilanzsumme hat sich insgesamt nur leicht um 3,7 Mio. EUR bzw. 0,4% auf 850,7 Mio. EUR erhöht. Sowohl auf der Aktivseite als auch auf der Passivseite sind bei den einzelnen Bilanzpositionen jedoch teils stark gegenläufige Entwicklungen zu verzeichnen. So hat sich auf der Aktivseite der Buchwert des Firmenwerts um 19,5 Mio. EUR verringert, während der Wert des Sachanlagevermögens hingegen um 8,9 Mio. EUR anstieg. Auch das Bankguthaben erhöhte sich deutlich um 11,6 Mio. EUR auf 53,2 Mio. EUR. Auf der Passivseite verringerte sich die Kapitalrücklage durch eine Kapitalrückzahlung an die Gesellschafter in Höhe von 140,0 Mio. EUR. Passiva erhöhend wirkten sich hingegen vor allem der erzielte Konzerngewinn in Höhe von 52,0 Mio. EUR sowie die Zunahme der Bankverbindlichkeiten um 69,0 Mio. EUR aus. Auch bei allen anderen Passivpositionen sind Steigerungen zu verzeichnen. Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände ist geprägt durch den Zugang eines Firmenwerts aus der Kapitalkonsolidierung eines Share Deals in Höhe von 9,8 Mio. EUR. Dieser wird ab dem 1. April 2021 über 10 Jahre abgeschrieben. Die übrigen Zugänge in Höhe von insgesamt 1,7 Mio. EUR entfallen größtenteils auf den Erwerb von Kundenstämmen bei kleineren Akquisitionen in Form von Asset Deals in Spanien und die Anschaffung einer neuen Buchhaltungssoftware in Deutschland. Aufgrund der planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 33,5 Mio. EUR sowie Abgängen in Höhe von 0,1 Mio. EUR hat sich der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände insgesamt um 22,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr reduziert. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen inklusive Asset Deals lagen mit 46,4 Mio. EUR über den Abschreibungen in Höhe von 38,6 Mio. EUR. Nach Berücksichtigung des Saldos aus Konsolidierungskreisänderungen, Abgängen und Währungseffekten von in Summe 1,1 Mio. EUR erhöhte sich der Buchwert der Sachanlagen zum Bilanzstichtag insgesamt um 8,9 Mio. EUR auf 318,4 Mio. EUR. Das Vorratsvermögen und der aktive Rechnungsabgrenzungsposten stiegen mit insgesamt 12,4% bzw. 2,2 Mio. EUR verglichen mit der Umsatzsteigerung von 17,5% deutlich unterproportional an. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich trotz des erheblichen Umsatzwachstums nur leicht um 5,0% bzw. 2,0 Mio. EUR auf insgesamt 42,4 Mio. EUR. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 1,3 Mio. EUR resultiert insbesondere aus einem Steuererstattungsanspruch gegenüber dem deutschen Fiskus infolge einer im Geschäftsjahr geleisteten Kapitalertragssteuerzahlung. Die Steuerrückstellungen stiegen um 6,5 Mio. EUR auf 11,8 Mio. EUR und betreffen größtenteils die Steuerabgrenzung für das Veranlagungsjahr 2021. Bei den sonstigen Rückstellungen ist ein Anstieg von 26,3 Mio. EUR auf 29,6 Mio. EUR zu verzeichnen. Die Entwicklung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist im Wesentlichen durch die anteilige Refinanzierung einer Kapitalrückzahlung an die Gesellschafter zurückzuführen. Hierzu wurde das unverändert am 02.10.2026 endfällige Bankendarlehen von 565,0 Mio. EUR um 95,0 Mio. EUR auf nun 660,0 Mio. EUR aufgestockt. Planmäßige Tilgungen anderer Darlehen durch Tochtergesellschaften, eine rückläufige Zinsabgrenzung und die Entkonsolidierung einer Tochtergesellschaft führten hingegen zu einer Reduzierung in Höhe von 26,0 Mio. EUR. Insgesamt stiegen die Bankverbindlichkeiten somit um 69,0 Mio. EUR auf 663,0 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich ebenfalls deutlich um 30,1% von 12,4 Mio. EUR auf 16,2 Mio. EUR. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen insgesamt leicht um 0,8 Mio. EUR auf 48,8 Mio. EUR. Davon entfallen 36,0 Mio. EUR auf Verbindlichkeiten aus Finanzierungsinstrumenten wie Mietkauf und Finanzierungsleasing. Darin enthalten ist ein Betrag von 1,0 Mio. EUR aus der erstmaligen Einbeziehung einer neuen Tochtergesellschaft. Die passiven latenten Steuern erhöhten sich um 4,4 Mio. EUR auf 46,5 Mio. EUR. Dieser Anstieg resultiert sowohl aus der Folgekonsolidierung der Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit dem Erwerb der ADCO-Gruppe als auch aus Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanzen diverser Tochtergesellschaften. Das Konzern-Eigenkapital hat sich insgesamt um 84,5 Mio. EUR verringert. Diese Entwicklung ist primär auf eine Rückzahlung der Kapitalrücklage an die Gesellschafter in Höhe von 140,0 Mio. EUR zurückzuführen. Der Erwerb von Minderheitenanteilen hat zu einer zusätzlichen Reduzierung der Kapitalrücklage um 0,1 Mio. EUR auf nun insgesamt 11,6 Mio. EUR geführt. Diese erfolgsneutrale Verringerung des Eigenkapitals wurde zu großen Teilen kompensiert durch einen Konzerngewinn in Höhe von 52,0 Mio. EUR, einer positiven Entwicklung der Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2,9 Mio. EUR sowie einem Anstieg der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 0,7 Mio. EUR. Die Eigenkapital-Quote zum 31. Dezember 2021 beträgt 4%. Finanzlage Aufgrund eines sehr starken Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 139,8 Mio. EUR hat die Freshworld-Gruppe trotz Mittelabflüssen aus der Investitionstätigkeit von 36,1 Mio. EUR und aus der Finanzierungstätigkeit von 92,5 Mio. EUR insgesamt einen positiven Cashflow in Höhe von 11,2 Mio. EUR erzielt und damit nach Berücksichtigung von wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingten Änderungen ihren Finanzmittelfonds im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 Mio. EUR erhöht. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 29,3 Mio. EUR. Der um Ertragssteuerzahlungen bereinigte Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verbesserte sich sogar um 48,3 Mio. EUR auf 153,3 Mio. EUR. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 36,1 Mio. EUR ergibt sich primär aus dem Saldo von Auszahlungen für Investitionen und Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen sowie Zinsen von in Summe 42,9 Mio. EUR. Hierin enthalten sind auch Auszahlungen für kleinere Akquisitionen in Form von Asset Deals. Im Geschäftsjahr ergab sich zudem aus gegenläufigen Konsolidierungskreisänderungen bzw. M&A-Transaktionen saldiert ein Zufluss in Höhe von 6,8 Mio. EUR, der der Investitionstätigkeit zuzuordnen ist. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist geprägt durch eine Zahlung in Höhe von 140,0 Mio. EUR aus der Kapitalrücklage an die Gesellschafter, die im Dezember 2021 erfolgte. Diese Kapitalmaßnahme wurde neben Eigenmitteln durch die Aufstockung eines bestehenden Bankendarlehens um 95,0 Mio. EUR finanziert. Die übrigen Finanzkredite wurden in Höhe von 18,3 Mio. EUR getilgt. Im Geschäftsjahr wurden Zinsen von insgesamt 28,8 Mio. EUR gezahlt. Die Neuaufnahmen im Zusammenhang mit Finanzierungsinstrumenten wie Mietkauf und Finanzierungsleasing entsprachen den Tilgungen. Zusätzliche Mittelabflüsse ergeben sich sowohl aus Dividenden an andere Gesellschafter in Höhe von 0,4 Mio. EUR als auch aus dem Erwerb weiterer Anteile an bereits vollkonsolidierten Unternehmen in Höhe von 0,1 Mio. EUR. Letzterer wird im Sinne der Einheitstheorie als Eigenkapitalrückzahlung an die Gesellschafter im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gezeigt. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021 hat die Freshworld-Gruppe ihren Außenumsatz um 72,6 Mio. EUR auf insgesamt 488,1 Mio. EUR gesteigert. Dies entspricht einer Wachstumsrate von 17,5%. Auch die Erträge aus Bestandserhöhungen und aus aktivierten Eigenleistungen erhöhten sich deutlich um 8,7 Mio. EUR auf 21,5 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 25,8 Mio. EUR. Darin enthalten ist ein einmaliger Entkonsolidierungserfolg in Höhe von 17,6 Mio. EUR. Bereinigt um diesen Sondereffekt stieg der Wert verglichen zum Vorjahr um 0,8 Mio. EUR auf 8,2 Mio. EUR. Die Personalaufwendungen erhöhten sich lediglich um 8,2% bzw. 12,2 Mio. EUR auf insgesamt 160,0 Mio. EUR und damit deutlich unterproportional zum Umsatzwachstum. Die Materialaufwendungen, die Abschreibungen auf Sachanlagen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen mit jeweils 10% im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls weniger stark als der Umsatz. Absolut betrachtet erhöhten sich die Materialaufwendungen um 7,2 Mio. EUR auf 78,6 Mio. EUR und die Abschreibungen auf Sachanlagen um 3,6 Mio. EUR auf 38,6 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände liegen mit 33,5 Mio. EUR hingegen nur leicht über dem Vorjahr (33,1 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen insgesamt um 11,4 Mio. EUR bzw. 10,1% von 112,9 Mio. EUR auf 124,3 Mio. EUR. Diese moderate Zunahme liegt begründet in einem Mix von einerseits kaum veränderten Fixkosten (Mieten für Grundstücke, Beratungskosten, Forderungsverluste, Werbekosten und Versicherungen) und andererseits überdurchschnittlich gestiegenen Kfz-Kosten (Anstieg von 5,1 Mio. EUR bzw. 16,5%) sowie Kosten für externe IT-Dienstleistungen (Anstieg von 6,1 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR). Letztere stehen in Zusammenhang mit der konsequenten Umsetzung der neuen IT-Strategie. Die sonstigen Steuern erhöhten sich um 0,3 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR. Daraus ergibt sich ein um den einmaligen Entkonsolidierungserfolg bereinigtes EBITDA in Höhe von 153,2 Mio. EUR und bezogen auf den Außenumsatz eine EBITDA-Quote von 31,4%. Nach Abzug der Abschreibungen auf Sachanlagen von 38,6 Mio. EUR ergibt sich ein (bereinigtes) EBITA von 114,6 Mio. EUR. In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände von insgesamt 33,5 Mio. EUR sind Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 29,3 Mio. EUR enthalten. Das Finanzergebnis beträgt insgesamt minus 22,8 Mio. EUR und geht im Wesentlichen auf die Zinsaufwendungen für die Bankendarlehen zur Finanzierung des Erwerbs der ADCO-Gruppe zurück. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Finanzergebnis um 6,7 Mio. EUR deutlich verbessert werden. Neben der Ende 2020 erfolgten Refinanzierung waren bessere Zinskonditionen beim Hauptdarlehen und der unterjährige Schuldenabbau entscheidende Treiber für diese positive Entwicklung. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag verdoppelten sich aufgrund der sehr positiven Geschäftsentwicklung und belaufen sich im Geschäftsjahr auf 22,8 Mio. EUR. Davon entfallen 3,9 Mio. EUR auf die Anpassung latenter Steuern. Die Konzernsteuerquote (Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Verhältnis zum um Firmenwertabschreibungen aus der Kapitalkonsolidierung sowie um den Entkonsolidierungserfolg bereinigten Ergebnis vor Steuern) beträgt 26%. Hierin sind die Effekte der durch die deutsche Zinsschrankenregel gegebenen beschränkten steuerlichen Abzugsfähigkeit von Zinsaufwendungen enthalten. Im Geschäftsjahr konnte ein Zinsvortrag aus 2020 in Höhe von 7,6 Mio. EUR berücksichtigt werden. Die Einbeziehung des Zinsvortrags hat die vorstehende Steuerquote dementsprechend reduziert. Nach Abzug der auf Minderheitsgesellschafter entfallenden Erfolgsanteile in Höhe von 1,0 Mio. EUR ergibt sich ein Konzerngewinn von 52,0 Mio. EUR. Zusammenfassend verzeichnete die Freshworld-Gruppe im abgelaufenen Jahr einen sehr zufriedenstellenden Geschäftsverlauf. Neben einem deutlichen Umsatzwachstum konnte durch die konsequente Umsetzung der Transformationsmaßnahmen auch die EBITDA-Quote und damit die Ertragskraft wesentlich verbessert werden. Im Übrigen verweisen wir bei der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auf den aufgestellten Konzernabschluss. III. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklungen, Ausblick
Eine Aufteilung der Verantwortungsbereiche innerhalb der Konzernführung für einzelne Gesellschaften und Länder stellt ein ständiges Monitoring aller für das jeweilige Geschäft und Land relevanten Chancen und Risiken sicher. Diese werden im regelmäßigen Informationsaustausch mit den operativen Geschäftsführern analysiert und, in Bezug auf die Bedeutung für die zukünftige Entwicklung des Geschäftes, beurteilt. Ziel ist es, möglichst frühzeitig Informationen über Risiken und die damit verbundenen Auswirkungen auf finanzielle Größen wie zum Beispiel EBIT und Cashflow zu gewinnen, um mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern zu können. Im Rahmen des Planungs- und Controlling-Prozesses soll das Management auch Chancen und das damit verbundene Ergebnispotenzial erkennen und nutzen. Der Zentralbereich Controlling bietet hierzu ein qualifiziertes, zeitnahes und transparentes Beteiligungscontrolling. Ein detailliertes Berichtswesen erfasst monatlich die Unternehmenszahlen von Mutter- und Tochterfirmen, die in regelmäßig stattfindenden Review-Meetings mit der Geschäftsführung und den Gesellschafter-Vertretern im Einzelnen erörtert werden. Hierbei werden mögliche Fehlentwicklungen frühzeitig thematisiert und notwendige Gegenmaßnahmen initiiert. In der SARS-COV-2 Pandemie hat sich durch die veränderten Umsatzanteile und den zusätzlichen Bedarf außerhalb klassischer Kundengruppen die Saisonalität des Geschäftsverlaufs verringert.
Mit über 45 Jahren Erfahrung bietet die Freshworld-Gruppe als Marktführer für mobile Sanitärsysteme umfassende Kompetenz mit einem breiten Produkt-Portfolio. Dem immer weiter steigenden Hygienebedürfnis - auch durch SARS-COV-2 - wird die Freshworld-Gruppe auch in den kommenden Jahren mit neuartigen Materialien und Produkten gerecht werden. Unabhängig vom jeweiligen Toilettentyp steht die sanitäre Dienstleistung, d.h. die hygienische und professionelle Reinigung und Entsorgung, als Kernkompetenz immer im Vordergrund. Das Baustellengeschäft als wichtigster Geschäftsbereich hängt in hohem Maße von der Entwicklung der jeweiligen Baukonjunktur ab. Diese reagiert in der Regel - wenn auch mit Verzögerung - auf allgemeine Konjunkturbewegungen. Hinzu kommen unterjährige, wetterbedingte Schwankungen, die zu einem immer leicht unterschiedlichen Saisonverlauf führen. Auch die umfangreichen Großaufträge u.a. im Veranstaltungs- und Militärbereich hängen von unterschiedlichsten Faktoren ab und unterliegen größeren Schwankungen. Diese Geschäftsbereiche werden sich auch zukünftig in einem wettbewerbsintensiven Umfeld behaupten müssen. Dennoch ist die Gruppe aus Sicht der Geschäftsführung mit ihrer Produkt- und Dienstleistungspalette gut positioniert. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die überwiegend hohe Marktdurchdringung mit entsprechenden Verdichtungsvorteilen sowie ein starkes über die Jahre gewachsenes Markenportfolio. Die kritische Prüfung des Risikoportfolios hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 keine bestandsgefährdenden Risiken ergeben.
Die anhaltende weltweite Verbreitung des Virus SARS-COV-2 und dessen Varianten hat umfassende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, das Konsumverhalten und das Verhalten der Staatengemeinschaft, welche sich trotz weltweit steigender Impfquoten aufgrund möglicher Virusvarianten ggfs. noch weitere Jahre hinziehen werden. Der erhöhte Hygienebedarf auf Baustellen und die Erschließung zusätzlicher Kundensegmente, wie Schulen, Krankenhäuser und Logistik, hat zu anhaltend starker Nachfrage und zusätzlichem Umsatz geführt. Als stark wachsende Gruppe mit nunmehr 4.856 Mitarbeitern zum Ende des Geschäftsjahres 2021 haben wir eine besondere Verantwortung unseren Mitarbeitern gegenüber. Durch die zu Beginn der Pandemie getroffenen Präventionsmaßnahmen konnten wir Betriebsstörungen weitestgehend vermeiden. Dazu zählten:
Diese Maßnahmen werden entsprechend der neuesten Entwicklungen stetig hinsichtlich ihrer Notwendigkeit und Wirksamkeit hinterfragt und fortlaufend angepasst. Wir möchten zu jedem Zeitpunkt unserer besonderen Verantwortung im Bereich der mobilen, sanitären Versorgung nachkommen. Durch die Versorgung insbesondere auch von Schulen, Krankenhäusern und anderen öffentlichen Bereichen fällt der Freshworld-Gruppe auch weiterhin eine systemrelevante Aufgabe zu. Im Geschäftsverlauf des Jahres 2021 führten die weiterhin bestehenden Einschränkungen im Veranstaltungsbereich und die verminderte Anzahl an Militärübungen dazu, dass die Umsätze in diesen Geschäftsbereichen weiterhin spürbar unter dem Niveau der Vor-Pandemiejahre blieben. Dies konnte jedoch durch zusätzliche Umsätze aufgrund des gestiegenen Bedarfs an sanitären Einrichtungen (z.B. Erhöhung der Anzahl an Toilettenkabinen auf Baustellen, zusätzliche Desinfektionsspender, höherer Reinigungstakt) mehr als kompensiert werden. Die im Vorjahr gestiegenen Forderungsverluste aufgrund des erhöhten Bonitäts- oder Solvenz-Risikos der Kunden befinden sich wieder auf dem langjährigen Niveau der Vorjahre. Aufgrund der derzeit noch geltenden Einschränkungen ist davon auszugehen, dass auch im Geschäftsjahr 2022 die Veranstaltungsumsätze noch deutlich unter den Vor-Pandemiejahren bleiben. Die im Verlauf der Pandemie aufgetretenen Virus-Varianten und die Wirksamkeit der Impfungen hatten mitunter erhebliche Auswirkungen auf die angeordneten Einschränkungen. Es ist daher für den weiteren Verlauf nur schwer vorherzusagen, inwieweit in den Folgejahren notwendige Einschränkungen Auswirkungen auf das zukünftige Geschäft, speziell im Veranstaltungssegment, haben werden. Konkrete Auswirkungen erwarten wir eher aufgrund der Unterbrechung von Lieferketten und den damit einhergehenden Problemen bei der Rohstoffversorgung für die Kabinen- und Fahrzeug-Produktion. Dies könnte sich hemmend auf das organische Wachstum auswirken. Wir verfolgen die Entwicklungen aufmerksam und steuern durch vorausschauende Bedarfsplanung und frühzeitige Bestellungen entgegen.
Die TOI TOI & DIXI Group ist in der Krisenregion mit einer Tochtergesellschaft, der TvOV TOI TOI Sistemi Sanitarni, in der Ukraine vertreten, die allerdings nicht im Gruppenabschluss konsolidiert wird. Die Gruppe unterhält weder eigene Gesellschaften in Russland und Belarus noch bestehen aktive Kunden- und Lieferantenbeziehungen in diese beiden Länder. Lediglich die ukrainische Tochtergesellschaft unterhält Geschäftsbeziehungen zu lokalen ukrainischen Kunden und Lieferanten. TvOV TOI TOI Sistemi Sanitarni verfügt über vier Servicestandorte mit insgesamt 50 Mitarbeitern und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von rund einer Millionen Euro. Neben dem Firmensitz in Lemberg, der 550 km westlich von Kiew nahe der polnischen Grenze liegt, bestehen Standorte in Charkiw, Odessa und Kiew. Der Betrieb an den Standorten Charkiw und Odessa wurde vorerst eingestellt. Wir verfolgen die Entwicklung intensiv und werden bei Bedarf in enger Abstimmung mit dem örtlichen Geschäftsführer weitere Anpassungen vornehmen. Die konzernweiten Auswirkungen des Krieges auf die TOI TOI & DIXI Gruppe sind aus heutiger Sicht nur bedingt abschätzbar und sehr stark abhängig von dem weiteren Verlauf der Auseinandersetzungen. Der unmittelbar einsetzende Anstieg des Dieselpreises hat sich negativ auf unsere Kostenstrukturen ausgewirkt, wobei wir erwarten, diese Kostenerhöhungen vollständig an unsere Kunden weitergeben zu können. Im weiteren Jahresverlauf dürfte die steigende Inflation den Druck auf Löhne und Gehälter erhöhen und Vorprodukte erheblich verteuern. In welchem Maße wir diesen allgemeinen Kostendruck über Preisanpassungen kompensieren können, wird erheblich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Bauwirtschaft abhängen. Für die zweite Jahreshälfte zeichnet sich eine sinkende Verfügbarkeit von wichtigen Rohstoffen wie Holz und Aluminium in der europäischen Bauwirtschaft ab. Diese dürfte zu merkbaren Verzögerungen bei Bauvorhaben führen, was sich negativ auf die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen auswirken könnte. Sollte es im Krieg keine Annäherung der Konfliktparteien geben, besteht das Risiko einer deutlichen gesamtwirtschaftlichen Eintrübung in der zweiten Jahreshälfte 2022 und darüber hinaus für das Jahr 2023. Dies wird auch nicht spurlos an unserer größten Kundengruppe den Bauunternehmen vorübergehen. Sollte sich ein derartiges Szenario abzeichnen, werden wir uns zeitnah mit Einsparmaßnahmen auf einen zu erwartenden Nachfragerückgang vorbereiten, um unsere Ertragskraft zu sichern. Diesen Risiken stehen auf der anderen Seite Geschäftsmöglichkeiten für unsere europäischen Standorte gegenüber, die sich aus einem zusätzlichen Bedarf an Sanitäranlagen und Unterkünften für Flüchtlinge sowie zur Versorgung der NATO-Truppen vor allem in den Anrainerstaaten der Ukraine und auch in Deutschland bereits abzeichnen.
Aufgrund der seit 1999 geänderten Führerscheinregelung gibt es generell einen Engpass bei jüngerem Personal mit entsprechender Fahrerlaubnis für LKW ab 3,5 Tonnen. Die deutschen Gesellschaften nutzen länderspezifische Förderprogramme der Arbeitsagenturen und finanzieren dadurch ihren Mitarbeitern die notwendige Fahrerlaubnis. Die gesetzlich geforderte permanente Weiterbildung wird ebenfalls von den Gesellschaften unterstützt. Dadurch binden sie erfahrenes Personal an das Unternehmen und vermeiden geschäftsschädigende Engpässe. Die Suche nach neuen Fahrern ist dagegen mit deutlich mehr Aufwand verbunden. Es wird weiter an der Entwicklung von Servicefahrzeugen auf Basis kleinerer LKWs gearbeitet, welche die operativen Anforderungen erfüllen und von Fahrern mit einem "kleinen" BE-Führerschein geführt werden dürfen. Somit sind die operativen Betriebe in der Lage, einen Teil ihres Fahrpersonals im besser verfügbaren und günstigeren Segment rekrutieren zu können. Neben den oben genannten, speziell auf das Fahrerpersonal ausgerichteten Maßnahmen gibt es auch ein breit gefächertes Angebot an freiwilligen Zusatzleistungen, die für alle Mitarbeiter zur Verfügung stehen und zu einer Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität sowohl für die bestehende Belegschaft als auch für zukünftige Bewerber beitragen. Neben zielgerichteten Weiterbildungsangeboten zählen dazu strukturierte und individuelle Onboarding-Prozesse, betriebliches Gesundheits- und Eingliederungsmanagement, Angebote zum Thema Jobrad und BikeLeasing, Zuschüsse zur Gesundheitsvorsorge, Mitarbeiter-Events, Mitarbeiter-App sowie eine Einkaufsplattform mit Corporate Benefits.
Bei der Unterstützung von internationalen Gesellschaften sind je nach landesspezifischen und konjunkturellen Gegebenheiten die Investitionen zur Stabilisierung bzw. zum Ausbau der Marktanteile unterschiedlich kapitalintensiv. Diese sind jedoch notwendig, um mit einer maximalen Verdichtung und Auslastung geschäftsnotwendige Synergievorteile zu erzielen. Wird dieser Zustand in den jeweiligen Ländern und Märkten erreicht, bestehen gute Chancen, nachhaltige Ergebnisbeiträge zu generieren. Gelingt es jedoch nicht, eine Gesellschaft in dem entsprechenden Wettbewerbsumfeld adäquat zu positionieren, ist die langfristige Ertragsfähigkeit nicht oder nur bedingt gegeben. Der Freshworld-Konzern ist mit einzelnen Gesellschaften in Regionen tätig, die von geopolitischen Spannungen betroffen sind, sodass sich hieraus Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit dieser Landeseinheiten ergeben könnten.
Jede Fremdfinanzierung birgt ein allgemeines Zinsrisiko in sich, da Zinssätze in der Regel an die Kapitalmarktzinssätze gekoppelt sind. Ein Anstieg der Kapitalmarktzinssätze würde zu höheren Zinsaufwendungen führen und stellt insofern ein Zinsrisiko dar. Die Zinsentwicklungen werden vom Management kontinuierlich beobachtet. Die durch die Beobachtung gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Entscheidungen über Zinsbindungszeiträume ein. Zusätzlich wird ein Teil dieses allgemeinen Zinsrisikos durch den Einsatz von Finanzinstrumenten wie z. B. Interest Rate Caps begrenzt. Dabei wird einerseits ein nicht konkretisierter Teilbetrag der einem Zinssatzschwankungsrisiko ausgesetzten Verbindlichkeiten herangezogen und andererseits das Zinssatzschwankungsrisiko nicht vollständig ausgeschaltet, sondern nur auf einen Höchstwert begrenzt. Das Geschäft der Freshworld-Gruppe unterliegt grundsätzlich saisonalen Schwankungen, die ein besonderes Liquiditätsrisiko darstellen, abgemildert wurden diese jedoch neben den zuletzt milden Wintern durch den erhöhten Bedarf an Toilettenkabinen und Containern für Schulen, Corona-Testcentren, Logistikcentern etc. Zur Risikoreduzierung werden sowohl Liquiditätspuffer in Form von Bankguthaben als auch Liquiditätsreserven in Form von frei verfügbaren Betriebsmittelkreditlinien vorgehalten. Am Bilanzstichtag betrugen die Bankguthaben insgesamt 53,2 Mio. EUR. Die bis zum 2. April 2026 in Höhe von maximal 105,0 Mio. EUR verfügbare Kreditlinie wird am 31. Dezember 2021 nicht in Anspruch genommen. Zusätzlich bestehen lokale Kreditlinien in Höhe von 16,0 Mio. EUR, welche ebenfalls nicht in Anspruch genommen wurden. Durch die Geschäfts- und Finanzierungsaktivität außerhalb der EURO-Zone entstehen Zahlungsströme in Fremdwährung, die bei entsprechend hohen Volatilitäten der entsprechenden Währungen ein Risiko darstellen können. Diesem Risiko wird dadurch begegnet, dass so weit wie möglich eine Finanzierung über lokale Kreditgeber bzw. in der jeweiligen Landeswährung valutierend angestrebt wird.
Der Konzern setzt zur Steuerung und zur operativen Abwicklung des Geschäftsbetriebes Informationstechnologiesysteme (IT-Systeme) ein. Es besteht daher grundsätzlich ein sehr geringes Risiko aus dem Ausfall von Teilen der IT-Systeme mit der Folge vorübergehender Beeinträchtigungen der Geschäftstätigkeit. Die Freshworld-Gruppe sichert dieses Risiko durch Redundanzsysteme und weitere Qualitätssicherungen ab. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird aufgrund der bestehenden Absicherungen als sehr gering angesehen. 2021 wurden große Teile der gehaltenen Daten in ein Rechenzentrum unseres Lieferanten (Cloud) verlagert. dadurch konnte eine weitere Verminderung von Abhängigkeiten und eine Erhöhung der Zugangssicherheit geschaffen werden. Zur Erhöhung der IT-Sicherheit sowie zum Schutz unserer Netzwerke, Computersysteme und cyber-physischen Systeme wurde das Information Security Team gegründet. Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht zum einen der Schutz vor Diebstahl oder Beschädigung der Hard- und Software und zum anderen die Prävention gegen Unterbrechung oder Missbrauch der genutzten Dienste und Funktionen sowie die Datensicherheit.
Die für die Freshworld-Gruppe relevanten Risiken sind größtenteils beherrschbar und werden von der Geschäftsleitung lösungsorientiert wahrgenommen. Durch die Abhängigkeit konjunktureller, politischer und wetterbedingter Faktoren aber auch durch den Virus SARS-COV-2 und seinen Varianten sowie durch die unwägbare Entwicklung in der Ukraine-Krise bleiben jedoch nicht vorhersehbare Restrisiken. Insbesondere die Verfügbarkeit und die Preise auf dem Rohstoff- und Energiemarkt bergen ein Risiko für die Bauwirtschaft, das langfristig auch unsere Geschäftslage beeinflussen könnte. Ansonsten ist die Risikolage gegenüber dem Vorjahr unverändert. Eine seriöse Quantifizierung des Risikobetrages aufgrund der dynamischen Entwicklung speziell der Ukraine-Krise ist aktuell nicht möglich. Trotzdem sind nach gegenwärtigem Kenntnisstand unter Berücksichtigung der genannten Auswirkungen auf den Freshworld-Konzern in 2022 keine bestandgefährdenden Risiken zu erkennen.
Trotz aller Unsicherheiten für die weltweite konjunkturelle Entwicklung aus der anhaltenden Ukraine-Krise und des weiteren Fortbestehens des Virus Sars-CoV-2 erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022 aus heutiger Sicht insgesamt eine positive Entwicklung für unsere Unternehmensgruppe. Dies ist vor allem auf die konsequente Umsetzung unseres Transformationsprogrammes, einer spürbaren Geschäftserholung in Westeuropa und die erfolgreiche Integration mehrerer Unternehmenszukäufe zurückzuführen. Das erste Quartal 2022 verlief äußerst positiv mit Umsatzerlösen über Plan und Vorjahr. Der komplette Umfang der Auswirkungen des Ukraine-Konflikts inklusive der verhängten Sanktionen auf unser Unternehmen sind zum aktuellen Zeitpunkt nur schwer abschätzbar und sehr stark von der zukünftigen Entwicklung der Auseinandersetzungen abhängig. Eine im weiteren Jahresverlauf zu erwartende Abschwächung des weltweiten Wirtschaftswachstums begleitet von weiteren Rohstoffpreissteigerungen und Lieferengpässen bei wichtigen Baustoffen dürften sich nach unserer Einschätzung in der zweiten Jahreshälfte auch auf die Bautätigkeit in unseren Kernmärkten auswirken. Positive Wachstumsimpulse erwarten wir hingegen aus der Belebung des europaweiten Eventgeschäfts als Folge der Lockerungen bei den Coronaschutzmaßnahmen. Auch sehen wir einen unveränderten Trend zu höherwertig ausgestatteten Sanitäreinrichtungen infolge der gesteigerten Hygienevorschriften. Aus der Versorgung der ukrainischen Flüchtlinge sowie der zusätzlichen NATO-Truppen ergibt sich insbesondere für die osteuropäischen TOI TOI & DIXI Gesellschaften aber auch für die deutschen Einheiten bereits heute eine gesteigerte Nachfrage nach Sanitär- und Hygiene-Einrichtungen sowie mobilen Unterkünften. Insgesamt gehen wir daher Stand heute davon aus, dass sich unsere Umsatz- und Ergebnislage im Jahr 2022 weiter positiv entwickeln wird. Um auch in Zukunft im Wettbewerb bestehen zu können, wird der Konzern die 2021 begonnen Kostenoptimierungsmaßnahmen konsequent fortsetzen. Neben der Ausweitung der zentralen Einkaufsaktivitäten von Waren und Dienstleistungen wird dies unter anderem auch die weitere Optimierung der Arbeitsabläufe an unseren Servicehöfen als auch der Serviceerbringung selbst umfassen. Um den steigenden Nachhaltigkeitsanforderungen gerecht zu werden, wurde 2021 eine Analyse zum CO 2-Footprint durchgeführt und ein ESG-Ausschuss zur Steuerung von Nachhaltigkeitsthemen initiiert. Der nächste Schritt ist die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie als Vorbereitung für die Erstellung eines GRI-/CSRD-konformen Nachhaltigkeitsberichts für das Jahr 2022. Im Geschäftsjahr 2022 werden wir auch wieder verstärkt um Akquisitionen bemüht sein. In den ersten Monaten des Jahres wurden bereits vier Unternehmen erworben. Insbesondere wurde ein belgischer Wettbewerber übernommen, wodurch sich das Geschäftsvolumen in Belgien mehr als verdoppeln wird. Unabhängig von der Wirtschaftslage wird das Konzernergebnis 2022 durch die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von voraussichtlich 31 Mio. EUR (Vorjahr 29,3 Mio. EUR) und die Zinsaufwendungen in Höhe von voraussichtlich 27 Mio. EUR (Vorjahr 23 Mio. EUR) belastet. Das für Zusatz- und Ersatzbeschaffungen benötigte Investitionsvolumen wird aufgrund des angestrebten Mengenwachstums und der erhöhten Beschaffungspreise deutlich über dem Niveau von 2021 liegen. Akquisitionen sind hiervon unabhängig zu sehen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das neue Geschäftsjahr eine Zunahme der Umsatzerlöse im hohen einstelligen Prozentbereich. Bereinigt um den Ergebnisbeitrag aus dem Anteilsverkauf der QITS rechnen wir mit einer weiteren signifikanten Steigerung des operativen Ergebnisses gegenüber 2021, wodurch auch der Konzernjahresüberschuss der Freshworld-Gruppe 2022 nochmals höher ausfallen wird.
Ratingen, den 27. April 2022 Freshworld Holding I GmbH Die Geschäftsführung Maximilian Teichner Frank Feuerstacke Torsten Jagdt Dr.-Ing. Holger Wirtz Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzern-Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
* Der Vorjahresausweis des Periodenergebnisses beinhaltet auch die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter. Diese werden nicht mehr gesondert dargestellt. Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021(1) VorbemerkungenDer Konzernabschluss und der Konzernlageberichtsind nach den gesetzlichen Vorschriften der §§ 290 ff. HGB einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Rechtsform spezifischen Vorschriften (GmbHG) aufgestellt worden. Die Freshworld Holding I GmbH hat ihren Sitz in Ratingen. Sie ist eingetragen bei dem Amtsgericht Düsseldorf unter der Registernummer HRB 89206 und stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Konzernunternehmen auf. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Abschlussstichtag der Freshworld Holding I GmbH sowie sämtlicher in- und ausländischer Tochtergesellschaften ist der 31. Dezember. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. (2) KonsolidierungskreisAm Bilanzstichtag war die Freshworld Holding I GmbH an folgenden Gesellschaften unmittelbar oder mittelbar beteiligt:
Die mit den laufenden Nummern 2 bis 18 gekennzeichneten Tochtergesellschaften machen von den durch § 264 Abs. 3 HGB eingeräumten Befreiungsmöglichkeiten Gebrauch. Die Tochtergesellschaften mit den laufenden Nummern 55 bis 62 wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Sie sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung (§ 296 Abs. 2 HGB). Die Bilanzsummen betragen zum Bilanzstichtag insgesamt 1,0% der Konzernbilanzsumme und die Umsatzerlöse 1,8% des Konzernumsatzes. Nach Berücksichtigung von handelsrechtlichen Anpassungen belaufen sich die nicht konsolidierten Jahresergebnisse auf einen positiven Gesamtsaldo in Höhe von T€ 563. (3) KapitalkonsolidierungDie Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Aufrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Beteiligungserwerbs bzw. der Erstkonsolidierung. Das Eigenkapital wurde hierzu gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Betrag angesetzt, der dem beizulegenden Wert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenständen, Schulden und Abgrenzungsposten entspricht. Die im Zuge der Kapitalkonsolidierung durch die Neubewertung der Vermögensgegenstände im Sachanlagevermögen aufgedeckten stillen Reserven werden planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Verbleibende Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen und über ihre Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Bei Vorliegen voraussichtlich dauernder Wertminderungen wird der Geschäfts- oder Firmenwert außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Bilanzierung der Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen erfolgt gemäß der Einheitstheorie als Kapitalvorgang, bei dem Vermögensgegenstände und Schulden nicht neu zu bewerten sind. Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem hierauf entfallenden Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital im Erwerbszeitpunkt verrechnet. Aufrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral mit der Kapitalrücklage verrechnet. (4) ZwischenerfolgseliminierungIm Berichtsjahr wurden Zwischengewinne aus konzerninternen Transaktionen mit Service-Fahrzeugen in Höhe von T€ 745, Toilettenkabinen in Höhe von T€ 1.344 und anderen Wirtschaftsgütern in Höhe von T€ 2.340 eliminiert. (5) Aufwands-, Ertrags- und SchuldenkonsolidierungAusleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten sind im Rahmen der Konsolidierung eliminiert worden. Erträge und Aufwendungen aus Geschäften zwischen konsolidierten Unternehmen wurden verrechnet. (6) FremdwährungsumrechnungDer auf Währungseffekte zurückzuführende Unterschiedsbetrag aus der Schuldenkonsolidierung wurde erfolgswirksam im Konzernergebnis verrechnet. Der Gesamtbetrag dieser Verrechnungen betrug im Geschäftsjahr 2021 T€ 43 zu Lasten des Konzernergebnisses. Die Umrechnung der nicht in Euro aufgestellten Abschlüsse ausländischer Konzernunternehmen erfolgte für die Posten der Bilanz, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs am Konzernbilanzstichtag und für die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zu einem Durchschnittskurs. Differenzen, die sich gegenüber der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen und aufgrund der Umrechnung des Jahresergebnisses zum Jahresdurchschnittskurs ergaben, wurden erfolgsneutral unter dem gesondert ausgewiesenen Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen. Der Durchschnittskurs wird als Durchschnitt aus den Monaten der Einbeziehung der ausländischen Konzernunternehmen mit Fremdwährung ermittelt. (7) Latente SteuernAus ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen des Geschäftsjahres resultiert insgesamt ein latenter Steuerertrag von T€ 1.133 bei einem maßgeblichen Steuersatz von 28,37%. (8) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Abschlüsse der Freshworld Holding I GmbH sowie der inländischen und ausländischen Tochterunternehmen wurden unter Beachtung der Vorschriften des HGB nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze lassen sich wie folgt zusammenfassen: Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten für selbsterstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen (Vollkosten). Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer zeitanteilig nach der linearen Methode. Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Über die planmäßigen Abschreibungen hinausgehender Wertberichtigungsbedarf wird durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten oder den niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag. Für nicht gängige Bestände wurden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie der anderen aktivierten Eigenleistungen basiert auf Vollkosten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Ausfallrisiko durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Umrechnung von kurzfristigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften erfolgte zu Devisenkassakursen zum 31. Dezember 2021. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Zeitwerten angesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen ("Projected-Unit-Credit-Method"). Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten berücksichtigt. Die Bewertung basiert wie im Vorjahr auf den biometrischen Grundlagen der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch berechnet. Die Abzinsung dieser Rückstellungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der für die Bewertung angewandte Rechnungszinssatz beträgt 1,87% (Stand 31. Dezember 2021) (2020: 2,30%). Bei der Ermittlung der Verpflichtungen wird ein Rententrend von 1,50% (2020: 1,50%) berücksichtigt. Der Verpflichtungsumfang nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt zum 31. Dezember 2021 insgesamt T€ 1.081 (2020: T€ 1.093). Somit ergibt sich ein Unterschiedsbetrag zu dem mit einem zehnjährigen Durchschnittszins ermittelten Bilanzansatz von T€ 61 (2020: T€ 83). Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit den jeweiligen Rückzahlungswerten angesetzt. Die Ermittlung von latenten Steuern erfolgt nach dem temporary concept. Hiernach sind grundsätzlich alle Bilanzierungs- und Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in die Ermittlung latenter Steuern einzubeziehen. Demgemäß wurden latente Steuern aufgrund unterschiedlicher handels- und steuerrechtlicher Wertansätze insbesondere im Anlagevermögen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen ermittelt. Des Weiteren wurden steuerliche Verlustvorträge bei der Berechnung der latenten Steuern in den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften berücksichtigt, sofern keine steuerliche Organschaft vorliegt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis der unternehmensindividuellen Steuersätze der konsolidierten Gesellschaften. Angekündigte oder bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses bereits erfolgte Steuersatzänderungen wurden berücksichtigt. Die maßgeblichen länderspezifischen Ertragssteuersätze lagen im Geschäftsjahr 2021 zwischen 10% und 30% (2020: 10% bis 30%). Das Wahlrecht zur Aktivierung eines Aktivüberhangs gemäß § 274 Abs. 1 HGB wird in Anspruch genommen. Die aktiven latenten Steuern wurden mit den passiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2021 saldiert angesetzt. Die sich insgesamt nach Verrechnung ergebenden Steuerbelastungen von T€ 46.529 wurden in der Bilanz als passive latente Steuern angesetzt. Die Veränderung der latenten Steuern im Laufe des Geschäftsjahres setzt sich wie folgt zusammen:
Aufwendungen und Erträge werden auf das Konzerngeschäftsjahr abgegrenzt. (9) Erläuterungen zur KonzernbilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus der beigefügten Anlage ersichtlich. Soweit Zugänge des Anlagevermögens aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises resultieren, werden diese in der beigefügten Anlage in zwei zusätzlichen Spalten im Sinne eines Bruttoausweises gesondert ausgewiesen. In der ersten Spalte werden die historischen Anschaffungskosten zuzüglich der im Rahmen der Neubewertung aufgedeckten stillen Reserven gezeigt. In der zweiten Spalte werden die im Zeitpunkt der jeweiligen Erstkonsolidierung vorhandenen aufgelaufenen Abschreibungen aus den Jahresabschlüssen ausgewiesen. Dieser Bruttoausweis dient zur Verbesserung des Einblicks in die Altersstruktur des erworbenen Anlagevermögens. Die Firmenwerte in Höhe von insgesamt T€ 369.757 resultieren ausschließlich aus Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 3 HGB. Aus dem Erwerb der TOI TOI & DIXI-Gruppe (ehemals ADCO-Gruppe) resultiert ein Firmenwert in Höhe von T€ 422.716, der planmäßig über 15 Jahre ab dem Erstkonsolidierungsstichtag 2. Oktober 2019 abgeschrieben wird. Bei der Bestimmung der Nutzungsdauer wurde u. a. die Tätigkeit der Gruppe in der grundsätzlich stabilen Entsorgungsbranche mit einem dauerhaften Grundbedarf an Entsorgungsdienstleistungen, die weitgehende Unabhängigkeit von Beschaffungsmärkten infolge der Eigenproduktion der eingesetzten mobilen Sanitärsysteme (Toilettenkabinen, Trailer) und Service-Fahrzeuge, sowie das weitgehend im Konzerneigentum befindliche breite wie verdichtete Netzwerk von Standorten berücksichtigt. Aus der für die COHA-Gruppe durchgeführten Kapitalkonsolidierung ergab sich zum Erstkonsolidierungsstichtag 31. Dezember 2019 ein Firmenwert in Höhe von T€ 684, der planmäßig über 5 Jahre ab dem 1. Januar 2020 abgeschrieben wird. Aus der für die SANITAX GmbH durchgeführten Kapitalkonsolidierung ergab sich zum Erstkonsolidierungsstichtag 31. Dezember 2020 ein Firmenwert in Höhe von T€ 1.211, der planmäßig über 5 Jahre ab dem 1. Januar 2021 abgeschrieben wird. Beide Firmenwerte beinhalten insbesondere den Wert des jeweiligen Kundenstamms. Bei der Bestimmung der Nutzungsdauer für beide Firmenwerte wurde folglich primär die Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen geschätzt. Dabei wurde berücksichtigt, dass diese erworbenen Tochtergesellschaften im Erwerbszeitpunkt jeweils nur über einen einzigen angemieteten Standort verfügten und nur regional tätig sind. Daher sind die Möglichkeiten, Kundenverluste in anderen Märkten zu kompensieren ebenso begrenzt wie die Bedienung überregional tätiger Baukunden. Wegen der bestehenden Schätzunsicherheiten wurde unter Berücksichtigung von DRS 23 auf die untere Grenze der geschätzten Spannbreite abgestellt. Aus der für die Eco Toilet B.V. durchgeführten Kapitalkonsolidierung ergab sich zum Erstkonsolidierungsstichtag 31.03.2021 ein Firmenwert in Höhe von T€ 9.804, der planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben wird. Dieser Einschätzung liegt der Umstand zugrunde, dass die niederländische Gesellschaft ihre Dienstleistungen in den gesamten Niederlanden anbietet und ihre Logistik über mehrere Stützpunkte organisiert. Damit ist Eco Toilet B.V. im Unterschied zur COHA-Gruppe oder SANITAX GmbH überregional tätig und bedient zudem ein wesentlich breiteres Kundenspektrum. Die Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen dürfte daher über der von kleineren, rein regional agierenden Anbietern liegen. Außerdem sind bei Schätzunsicherheiten planmäßige Abschreibungen grundsätzlich über einen Zeitraum von 10 Jahren vorzunehmen. Finanzinstrumente Um Zinsrisiken aus vorhandenen Bankdarlehen zu minimieren, wurde im Geschäftsjahr 2020 eine Zinsbegrenzungsvereinbarung (Cap) über nominal T€ 325.000 abgeschlossen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2021 betrug T€ 0 (2020: T€ 267). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 403 (2020: T€ 559) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Im Übrigen haben die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr (2021: T€ 47.626, 2020: T€ 44.345). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen ausschließlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Der ausschüttungsfähige Betrag des Mutterunternehmens beläuft sich im Berichtsjahr auf T€ 11.414 (2020: T€ 151.600). Mit Gesellschafterbeschuss vom 16. Dezember 2021 wurde die freie Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von T€ 140.000 aufgelöst und indirekt an die Gesellschafterin ausgezahlt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Vorsorgen für Ansprüche der Mitarbeiter, für ausstehende Eingangsrechnungen, unterlassene Instandhaltung, Abholungskosten, Rechtsrisiken sowie für Prüfungs- und Beratungskosten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 1.165 (2020: T€ 18.298) sind durch Grundschulden auf verschiedene Betriebsgrundstücke und -gebäude gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
(10) Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Von den Umsatzerlösen entfallen auf:
Nach Tätigkeitsbereichen teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, aus der Auflösung von Rückstellungen und aus Versicherungserstattungen. Darüber hinaus ist im Geschäftsjahr ein Ertrag in Höhe von T€ 17.581 aus der Entkonsolidierung der QITS GmbH enthalten. Periodenfremde Erträge Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind T€ 4.887 (2020: T€ 4.559) anderen Geschäftsjahren zuzuordnen. Diese entfallen auf Anlagenabgänge, die Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie auf die Auflösung von Rückstellungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 124.325 umfassen insbesondere Fuhrparkkosten, Mieten, Frachten sowie Verwaltungs- und Vertriebskosten. Periodenfremde Aufwendungen Die periodenfremden Aufwendungen aus Anlagenabgängen und Forderungsverlusten beliefen sich auf T€ 1.671 (2020: T€ 1.874). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und latente Steuern Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen im Wesentlichen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Aus der erfolgswirksamen Anpassung der latenten Steuern ergab sich im Geschäftsjahr ein Steueraufwand von T€ 3.869 (2020: Steueraufwand T€ 2.011). Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis Im auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Ergebnis in Höhe von T€ 1.045 sind Gewinne in Höhe von T€ 1.060 und Verluste in Höhe von T€ 15 miteinander verrechnet worden. (11) Sonstige Erläuterungen und AngabenKapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds ist definiert als die Summe aus Kassen- und Bankguthaben sowie Schecks. Außerbilanzielle Geschäfte Der Konzern verzeichnete im abgelaufenen Berichtsjahr keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind. Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen Im Berichtsjahr 2021 wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen abgeschlossen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 betrug insgesamt T€ 404. Davon entfielen T€ 261 auf Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen, T€ 72 auf Aufwendungen für Steuerberatungsleistungen und T€ 71 auf sonstige Leistungen. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der am 31. Dezember 2021 zum Konsolidierungskreis gehörenden Gesellschaften betrug:
Den Geschäftsführern wurden für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von T€ 3.131 (2020: T€ 2.691) gewährt. Den Mitgliedern des Beirats wurden für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen im Geschäftsjahr insgesamt Bezüge in Höhe von T€ 102 (2020: T€ 30) gewährt. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen aus der Anmietung und dem Leasing von Grundstücken betragen bis zum Ablauf der vereinbarten bzw. festen Vertragslaufzeit insgesamt € 54,5 Mio. Von diesem Betrag entfallen € 12,9 Mio. auf eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, ein Teilbetrag von € 25,1 Mio. auf eine Restlaufzeit von über einem Jahr bis zu fünf Jahren und ein Teilbetrag von € 16,5 Mio. auf eine Restlaufzeit von über fünf Jahren. Darüber hinaus bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen für bewegliche Vermögensgegenstände in Höhe von € 1,6 Mio. Von diesem Betrag entfallen € 0,9 Mio. auf eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und € 0,7 Mio. auf eine Restlaufzeit von über einem Jahr bis zu fünf Jahren. Angaben zu Vorgängen besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahrs Die seit Ende Februar andauernde militärische Auseinandersetzung in der Ukraine hat mit ihren gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen bereits zu einem spürbaren Anstieg der Betriebskosten, insbesondere im Fuhrpark, geführt. Dieser Entwicklung begegnen wir mit entsprechenden Preisanpassungen bei unseren stark vom Dieselpreis beeinflussten Service-Dienstleistungen. Eine im weiteren Jahresverlauf zu erwartende Abschwächung des weltweiten Wirtschaftswachstums begleitet von weiteren Rohstoffpreissteigerungen und Lieferengpässen bei wichtigen Baustoffen könnten sich in der zweiten Jahreshälfte auch auf die Bautätigkeit in unseren Kernmärkten auswirken und somit zu einer sinkenden Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen führen. Sollte sich eine derartige Entwicklung abzeichnen, werden wir dieser durch entsprechende Einsparmaßnahmen entgegenwirken, um unsere Ertragskraft zu sichern. Mit Kaufvertrag vom 27. Januar 2022 wurde in Deutschland eine neue operative Gesellschaft erworben. Diese Kapitalgesellschaft erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von € 4,7 Mio. und erzielte damit einen Jahresüberschuss in Höhe von € 0,6 Mio. Mit Kaufvertrag vom 1. Februar 2022 wurde in Belgien eine aus zwei Kapitalgesellschaften bestehende Unternehmensgruppe erworben. Der Jahresumsatz dieser Gruppe betrug zuletzt € 9,7 Mio., der Jahresüberschuss belief sich auf € 1,3 Mio. Geschäftsführer des Mutterunternehmens im Berichtsjahr
Ratingen, den 27. April 2022 Freshworld Holding I GmbH Die Geschäftsführung Maximilian Teichner Frank Feuerstacke Torsten Jagdt Dr.-Ing. Holger Martin Wirtz BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Freshworld Holding I GmbH, Ratingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Freshworld Holding I GmbH, Ratingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngewinn- und verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Freshworld Holding I GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 27. April 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Heike Böhle, Wirtschaftsprüferin ppa. Marcus Finke, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde am 06.09.2022 gebilligt. |
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