CeramTec Service GmbHLiquidiert

CeramTec-Platz 1, 73207 Plochingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 746657
Vorher
Dido Achte Vermögensverwaltungs-GmbHFaenza Acquisition GmbH
Eingetragen
7.6.2013
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist, insbesondere gegenüber Unternehmen, an denen sie unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist oder die vom gleichen Gesellschafter beherrscht werden, die Erbringung von Managementdienstleistungen gegen Entgelt und darüber hinaus die Erbringung von administrativen, finanziellen und kaufmännischen Dienstleistungen gegen Entgelt gegenüber diesen Unternehmen, wobei die Leistungserbringung mit eigenem oder fremdem Personal erfolgen kann.

Historie

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Management

NameRolle
Hadi Dr. Saleh
seit 31.7.2015
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

CeramTec Holding GmbH

Plochingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Vorbemerkungen

Die CeramTec Holding GmbH (kurz: CT HG oder Gesellschaft) hat ihren Sitz in Plochingen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die CT HG ist unmittelbares Mutterunternehmen und hält alle Anteile an der CeramTec Group GmbH, Plochingen, (CT GG), die wiederum unmittelbares Mutterunternehmen der CeramTec Service GmbH, Plochingen, (CT SG) ist, und an dieser alle Anteile hält. Seit 2015 hält die CT HG auch alle Anteile an der CeramTec FinCo GmbH (CT FinCo).

Die CT HG stellt einen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 auf. Das Vorjahr stellt das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 dar.

Der Konzernabschluss umfasst neben dem Abschluss der CeramTec Holding GmbH (Mutterunternehmen) die Abschlüsse der von ihr direkt und indirekt beherrschten Tochterunternehmen. Von den 22 vollkonsolidierten Tochterunternehmen befinden sich 7 in Deutschland und 15 im Ausland. Detaillierte Angaben über den Anteilsbesitz sind im Konzernanhang dargestellt.

Der Konzernabschluss der CeramTec Holding GmbH wird unter Anwendung von § 315a Abs. 1 und 3 HGB im Einklang mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten International Financial Reporting Standards (IFRS bzw. IAS) und deren Interpretationen (SICs bzw. IFRICs), die gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzenden Vorschriften des HGB erstellt.

1.2 Geschäftsmodell/Ziele und Strategien

Der CeramTec-Konzern ist im Bereich der Technischen Hochleistungskeramik weltweit tätig. Die Hauptaktivitäten des Konzerns sind das Erarbeiten von Lösungen für immer anspruchsvollere Einsatzbereiche unterschiedlicher, teilweise hoch spezialisierter keramischer Werkstoffe mit einzigartigen mechanischen, elektrischen, thermischen und biologisch-chemischen Eigenschaften und Eigenschaftskombinationen. Die CT GmbH und die anderen Tochterunternehmen liefern Produkte für fast jeden Lebens-, Arbeits- und Technologiebereich, darunter etwa Keramikkomponenten für den Einsatz in Hüftgelenksprothesen, Substrate aus Aluminiumoxid und Aluminiumnitrid für fast alle Industriebereiche von der Automobiltechnik bis zur Telekommunikation, SPK-Werkzeuge für die Hochleistungszerspanung in der Automobilindustrie, der Stahl erzeugenden Industrie und dem allgemeinen Maschinenbau, Aktoren, Folien, metallisierte Keramik, Piezotechnik und Silikattechnik für eine Vielzahl von Industriezweigen von der Fahrzeugtechnik über die Elektronik bis zum Anlagenbau, Dicht- und Regelscheiben für Armaturen, Gleitringe für Pumpen aller Art und eine breite Palette an Bauteilen für die Automobiltechnik sowie Lösungen für den Verschleiß- und Korrosionsschutz bei Industrieanlagen sowie Komponenten für den ballistischen Schutz von Personen und Fahrzeugen.

Der CeramTec-Konzern ist an 18 Produktionsstandorten sowie weiteren Vertretungen, Repräsentanzen und Niederlassungen weltweit aktiv. Die Produktionsstandorte in Deutschland befinden sich in Plochingen (Hauptsitz), Marktredwitz, Lauf, Ebersbach, Wittlich, Lohmar und Wilhermsdorf. Darüber hinaus befinden sich wesentliche Produktionsstandorte in den USA, in der Tschechischen Republik und in China.

Ziel ist, die starke Präsenz in den verschiedenen Märkten unverändert beizubehalten und die Steigerung des Unternehmenswertes weiter voranzutreiben.

Der Konzern zählt weltweit neben den Wettbewerbern Kyocera, CoorsTek, 3M und NGK Spark Plugs zu den größten Herstellern von technischer Hochleistungskeramik.

1.3 Forschung und Entwicklung

Die Ziele von Forschung und Entwicklung sind die Entwicklung von Werkstoffen, Fertigungs- und Beschichtungsverfahren für neue Produkte in etablierten und neuen Märkten.

Im Rahmen der Entwicklung wurden weitere Verbesserungen gegenüber herkömmlichen Werkstoffen erzielt. Neben systematischen Grundlagenuntersuchungen wurden applikationsorientierte Entwicklungen für unterschiedliche Anwendungen durchgeführt. Mit einem neu entwickelten oxidischen Verbundwerkstoff mit höchster Festigkeit und Schädigungstoleranz, robusten Werkstoffeigenschaften auch unter extremen Bedingungen erschließen sich zusätzliche Optionen für Bauteile mit höchster mechanischer Beanspruchung.

Entwicklungsarbeiten in Labor und Technikum wurden durch Methoden der Simulation unterstützt. Darüber hinaus wurden Technologien zum Fügen von Hochleistungs-schneidwerkstoffen entwickelt und in die Fertigung umgesetzt. Im Bereich Brennstoffzellen waren Entwicklungen zu elektrolytgestützten und anodengestützten Zellen aus keramischen Werkstoffen Schwerpunkt.

Für den Keramikspritzguss wurden Eingangsmaterialien (Feedstocks) auf der Basis unterschiedlicher oxidischer und nitridischer Werkstoffe entwickelt und erprobt. Entwicklungsschwerpunkt waren neue Binderkonzepte für alternative Entbinderungstechnologien.

Die Werkstoffprüflabore des CeramTec Holding Konzerns am Standort Plochingen, welche für fachgerechte und nachvollziehbare Prüfungen oder Kalibrierungen keramischer Werkstoffe von der Probenahme bis zur Ergebnisdokumentation zuständig sind, sind durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert.

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung im Konzern hat im Geschäftsjahr TEUR 22.798 (Vorjahr: TEUR 24.241) betragen, was in Relation zu den Umsatzerlösen einer Quote von 4,6 % (Vorjahr: 4,8 %) entspricht. Im Bereich Forschung und Entwicklung wurden im Geschäftsjahr TEUR 403 (Vorjahr: TEUR 1.031) investiert und am Stichtag waren dort 166 Mitarbeiter (31. Dezember 2015: 206 Mitarbeiter) beschäftigt.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Das Institut für Weltwirtschaft nahm in seinen Konjunkturprognosen ein moderates Wachstum der Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2016 um 3,1 % (2015: 3,1 %) an. Dies ist der geringste Anstieg seit dem Krisenjahr 2009. Die Expansion der Weltwirtschaft war im Jahr 2016 schwach, hat sich aber zuletzt leicht beschleunigt. Die Weltkonjunktur, die im Winterhalbjahr 2015/16 deutlich an Schwung verloren hatte, gewann nach der Jahresmitte merklich an Fahrt. Wesentlich war hierfür ein Anziehen der Produktion in den Vereinigten Staaten, aber auch in den Schwellenländern verbesserte sich die Lage.

Vor dem Hintergrund einer insgesamt weiter expansiven Geldpolitik, zunehmender Anregungen vonseiten der Finanzpolitik und einer wieder etwas kräftiger steigenden Nachfrage in den Entwicklungs- und Schwellenländern wird sich der Produktions-anstieg in den kommenden beiden Jahren etwas beschleunigen. So wird im Jahr 2017 mit einer weiterhin moderaten Zunahme der Weltproduktion von 3,5 % und im Jahr 2018 von 3,6 % gerechnet.

Im Euroraum stand die wirtschaftliche Expansion zuletzt auf einer breiten Basis, da die Wirtschaftsleistung in sämtlichen Ländern des Währungsraumes zulegte. Sowohl privater Konsum und Unternehmensinvestitionen als auch die Exporte legten deutlich zu. Allerdings hat sich das Tempo der Expansion gegen Ende des Jahres verringert, so dass sich auf Jahressicht ein moderates Wachstum von 1,7 % ergab. Dieses moderate Expansionstempo wird in der Grundtendenz beibehalten werden, so dass für 2017 als auch für 2018 mit einem Wachstum von jeweils 1,7 % gerechnet wird.

Die deutsche Konjunktur blieb in einem unruhigen internationalen Umfeld mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 1,9 % auf Expansionskurs. Für 2017 wird mit einem Zuwachs von 1,7 % und für 2018 mit 2,0 % gerechnet. Die Exporte dürften wohl wieder anziehen und den Aufschwung stützen. Getragen wird der Aufschwung jedoch weiterhin vor allem von den binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften. So dürften die Bauinvestitionen aufgrund der weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen mit hohen Raten expandieren. Auch der private Konsum wird aufgrund der günstigen Lage am Arbeitsmarkt wohl weiter kräftig ausgeweitet werden. Die im Jahr 2016 aufgrund der politischen Unsicherheiten im internationalen Umfeld zurückhaltenden Unternehmensinvestitionen werden mit dem Auslaufen dieser Effekte wieder anziehen. Das Brexit-Votum wird die Konjunktur voraussichtlich kaum belasten. Die Auswirkungen der Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten sollten zumindest kurzfristig begrenzt sein.

In den Vereinigten Staaten von Amerika betrug das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2016 lediglich 1,6 %. Für die folgenden beiden Jahre geht man von einem Produktionsanstieg um 2,5 % bzw. 2,7 % aus. Die Auswirkungen des Wechsels im US-Präsidentenamt auf die Konjunktur sind derzeit noch schwer abzuschätzen, zumindest kurzfristig könnte eine Umsetzung der angekündigten expansiveren Finanzpolitik anregend wirken. Gleichzeitig dürfte der angestrebte Protektionismus durch einen Mangel an Wettbewerb mittelfristig zu Produktivitätseinbußen und damit einem gehemmten Wachstum führen. Modellrechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) ergaben für die beiden kommenden Jahre dementsprechend bis zu einem Prozentpunkt geringere Wachstumsquoten als im Vergleich zur Beibehaltung der bisherigen Fiskal- und Wirtschaftspolitik.

In China nahm das Bruttoinlandsprodukt dank einer expansiven Wirtschaftspolitik wieder stärker zu. Das Expansionsziel der Regierung von 6,5 % wird mit voraussichtlich 6,6 % leicht überschritten werden. Für die kommenden zwei Jahre wird ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 6,4 % bzw. 5,9 % prognostiziert.

Branchenentwicklung

Medizintechnik: In dieser Branche war im Jahr 2016 ein moderates Wachstum zu verzeichnen; dieses wird sich in 2017 in ähnlichem Maße fortsetzen. Die im Bundesverband Medizintechnologie e. V. (BVMed) organisierten Medizintechnik-Unternehmen gehen auch mittelfristig davon aus, im Ausland deutlich stärker zu wachsen als im Inlandsmarkt.

Die Medizinprodukte-Branche ist sehr stark mittelständisch geprägt. Der BVMed stellt fest, dass sich die Rahmenbedingungen für die Branche derzeit dramatisch verändern. Eine neue europäische Medizinprodukte-Verordnung wird höhere Kosten und längere Prozesse auf der Zulassungsseite mit sich bringen. Gestiegene Kosten und ein hoher bürokratischer Aufwand sind die Folge.

Die im Krankenhausstrukturgesetz 2015 geregelte Neujustierung der Mengensteuerung birgt unter anderem die Gefahr, dass die ab 2017 geltenden - im Vergleich zu bisherigen Erstattungspreisen noch einmal erheblich verschärften - Sanktionsmechanismen medizinisch notwendige Mehrleistungen nachhaltig rationieren. Im Ergebnis entspräche dies einer Wachstumsbremse bei medizinisch notwendigen Leistungen. Positiv ist festzustellen, dass die Ausnahmetatbestände für sehr sachkostenintensive Fallpauschalen beibehalten werden. Auch die Tendenz zur Konzentration auf der Kundenseite, beispielsweise durch Einkaufsbündelungen im Krankenhausbereich, könnte eventuell zu einer kurzfristigen Abschwächung des Marktes führen.

Automobilindustrie: Die Automobilbranche war - weltweit betrachtet - im abgelaufenen Geschäftsjahr geprägt durch ein leichtes Wachstum. Dieses betraf vor allem die Automärkte USA, China und Europa. Für 2017 prognostiziert der Verband Deutsche Automobilindustrie (VDA) beim PKW-Absatz für China und Westeuropa ein Nullwachstum, für die USA ein Plus um 4,8 %. Insgesamt steige der Pkw-Weltmarkt 2017 um 2,0 % auf 83,6 Mio. Einheiten. Durch den Abgasskandal mit Dieselfahrzeugen und der zunehmenden Debatte über Feinstaubbelastungen kam es zu Verschiebungen in der Nachfrage von Diesel- hin zu Benzinfahrzeugen und einem steigenden Interesse an Elektrofahrzeugen. Für 2017 ist von einem ähnlichen Gesamtszenario auszugehen. Das Kraftfahrt Bundesamt berichtet für das erste Halbjahr 2016 von einer Zunahme der Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen in Deutschland von fast 8 Prozent. Im internationalen Vergleich hat Deutschland mit einem Elektroanteil von lediglich 0,6 % aller neuen PKW allerdings noch großen Nachholbedarf. Dies gilt - mit Ausnahme der skandinavischen Länder - in ähnlichem Maße auch für das übrige Europa. Schwer prognostizierbar ist des Weiteren die Entwicklung in China. Es können sowohl ökonomische als auch ökologische Faktoren die weitere Entwicklung beeinflussen.

Maschinenbau: Die Maschinenbauindustrie zeigte sich im Jahr 2016 weitestgehend stabil. Produktionswert und Umsatz der Branche waren nahezu identisch zum Vorjahr. Für das Jahr 2017 formuliert der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) eine vorsichtige Wachstumsprognose von 1,0 %. Insbesondere China falle, wie auch schon im Jahr 2016, weitgehend als globaler Wachstumsmotor aus. Andere Länder oder Regionen könnten diese Investitionsschwäche nur unvollständig kompensieren.

Elektronik: Durch die steigende Nachfrage im Endverbrauchermarkt profitierte auch die Elektronikindustrie sowohl in den USA, in Europa und vielen Ländern Asiens. Für 2017 rechnet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) mit einem Wachstum von rund 4,0 %. Getragen wird das globale Wachstum wie schon im vergangenen Jahr von den Schwellenländern, volumenmäßig vor allem durch China. Chinas Anteil am Welt-Elektromarkt betrug in 2015 37,0 %, gefolgt von Europa mit 18% (davon Deutschland: 3,0 %) und den USA mit 14,0 %.

2.2 Geschäftsverlauf

Der CeramTec-Konzern hat ein umfangreiches Portfolio von keramischen Werkstoffen und ist mit seinen gut ausgebildeten und erfahrenen Entwicklungs- und Fertigungsspezialisten in der Lage, vielfältige Einsatzmöglichkeiten und Problemlösungen für anspruchsvolle Kunden in der Medizintechnik, der Elektronik, der Automobilindustrie, dem Anlagen- und Maschinenbau sowie in der Umwelt- und Energietechnik zu realisieren.

Der CeramTec-Konzern ist demzufolge in einem sehr heterogenen Markt tätig und erzielte im Geschäftsjahr insgesamt Umsatzerlöse von TEUR 493.313 (Vorjahr: TEUR 501.331). Die Nachfrage nach Produkten des CeramTec-Konzerns hat sich im Allgemeinen entsprechend der Konjunkturlage der Abnehmerbranchen (Elektronik- und Automobilindustrie sowie Maschinenbau) positiv entwickelt. Bei den Produkten der Medizintechnik erfolgte das Wachstum weitgehend konjunkturunabhängig.

Das Management des CeramTec-Konzerns hatte für das Jahr 2016 im Vergleich zum Kalenderjahr 2015 mit einer leichten Steigerung der Umsatzerlöse und des EBITDA bzw. bereinigten EBITDA gerechnet. Das bereinigte EBITDA lag 4,4 % über Plan, Umsatzerlöse und EBITDA aufgrund von Sondereffekten im Jahr 2016 1,6 % bzw. 5,6 % unter Plan.

Der Auftragseingang hat im Geschäftsjahr 2016 TEUR 506.356 (Vorjahr: TEUR 494.197) betragen, und der Auftragsbestand belief sich per 31. Dezember 2016 auf TEUR 124.501 (31. Dezember 2015: TEUR 109.844).

Das um Sondereffekte, Abschreibungen und Wertberichtigungen bereinigte Betriebsergebnis (bereinigtes EBITDA) beläuft sich auf TEUR 171.405 (Vorjahr: TEUR 164.175). Die bereinigte EBITDA-Marge hat demzufolge 34,7 % (Vorjahr: 32,7 %) betragen. Damit konnte die positive Geschäftsentwicklung des CeramTec-Konzerns im Jahr 2016 fortgesetzt werden.

Die größte operativ tätige Gesellschaft im CeramTec-Konzern ist die CeramTec GmbH, Plochingen. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr eine EBITDA-Marge von 29,8 % (Vorjahr: 32,0 %).

3 Darstellung der Lage des Konzerns

3.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2016 erzielte der CeramTec-Konzern Umsatzerlöse von TEUR 493.313 (Vorjahr: TEUR 501.331). Im Vergleich zum Kalenderjahr 2015 waren die Umsatzerlöse rückläufig.

In der Medizintechnik konnten Umsatzerlöse von TEUR 185.550 (Vorjahr: TEUR 182.719) erzielt werden. Damit konnte die Geschäftstätigkeit in der Medizintechnik im Vergleich zum Kalenderjahr 2015 weiter ausgebaut werden. Preisanpassungen bei Großkunden konnten durch erhöhte Absatzmengen überkompensiert werden. Der Werkstoff Keramik setzt sich weltweit zunehmend als Teilkomponente bei Hüftgelenksoperationen durch. Es wird weiterhin mit einer steigenden Nachfrage gerechnet.

In der Industrietechnik konnte der CeramTec-Konzern Umsatzerlöse von TEUR 307.763 (Vorjahr: TEUR 318.612) erzielen. Der Umsatzrückgang ist darauf zurückzuführen, dass einige Geschäftsbereiche die sehr gute Geschäftsentwicklung des Jahres 2015 nicht wiederholen konnten. Die Geschäftstätigkeit der CeramTec North America Corporation, Laurens/USA, im Katalysatorengeschäft ist aufgrund gesunkener Nachfrage von Endkunden in China rückläufig, was zu einem um 12,6 % geringeren Umsatz im Vergleich zum Jahr 2015 führte. Im Geschäftsbereich Elektronik konnten die im Jahr 2015 mit einem Großkunden zusätzlich umgesetzten Absatzmengen nicht wiederholt werden. Die Bereiche Systemtechnik und Maschinentechnik wurden mit einer gesunkenen Nachfrage im Bau- und Textilmaschinengewerbe konfrontiert. Die genannten Entwicklungen wurden zum Teil kompensiert durch die positive Entwicklung der CeramTec-ETEC GmbH, Lohmar, mit guten Umsätzen der Ballistischen Schutzkeramik, gestiegenen Absatzmengen bei Schutzhandschuhen durch die CeramTec Innovative Ceramic Engineering, (M) Sdn. Bhd., Seremban/Malaysia, eines umsatzstarken 4. Quartals der CeramTec Suzhou Ltd., Suzhou/China sowie der Tatsache, dass die Konzernzugehörigkeit der DAI Ceramics, Inc., Willoughby/USA im Jahr 2016 erstmals ein volles Kalenderjahr umfasste.

Mit einem Umsatzanteil von 69,7 % (Vorjahr: 67,7 %) am Konzernumsatz stellen Europa und Deutschland unverändert wichtige Absatzmärkte dar. In Nordamerika bzw. Asien beträgt der Umsatzanteil 14,8 % (Vorjahr: 16,7 %) bzw. 12,4 % (Vorjahr: 12,5 %).

Im Geschäftsjahr erzielte der Konzern ein Bruttoergebnis vom Umsatz von TEUR 198.384 (Vorjahr: TEUR 201.375). Die Bruttomarge (Bruttoergebnis vom Umsatz zu Umsatz-erlöse) blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant bei 40,2 %.

Das prozentuale Verhältnis der Vertriebskosten zu Umsatzerlösen hat sich von 17,3 % im Vorjahr auf 18,5 % in 2016 erhöht. Das prozentuale Verhältnis der Forschungs- und Entwicklungskosten zu Umsatzerlösen und der allgemeinen Verwaltungskosten zu Umsatzerlösen hat sich im Geschäftsjahr zum Vorjahr nicht wesentlich verändert.

Das Betriebsergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr 2016 auf TEUR 59.698 (Vorjahr: TEUR 69.676).

Das negative Finanzergebnis von TEUR 54.862 (Vorjahr: TEUR 76.291) ergibt sich aus Zinserträgen und ähnlichen Erträgen von TEUR 18.733 (Vorjahr: TEUR 5.408) sowie aus Zinsaufwendungen und ähnlichen Aufwendungen von TEUR 73.595 (Vorjahr: TEUR 81.699).

Die Zinserträge ergeben sich im Geschäftsjahr überwiegend aus den Bewertungsgewinnen bei derivativen Finanzinstrumenten von TEUR 18.637 (Vorjahr: TEUR 5.308). Die Zinsaufwendungen resultieren im Geschäftsjahr im Wesentlichen aus dem Zinsaufwand für den Konsortialkredit und die Unternehmensanleihe von TEUR 56.464 (Vorjahr: TEUR 61.010), den Zinsen auf das Gesellschafterdarlehen von TEUR 11.895 (Vorjahr: TEUR 11.024) sowie aus Fremdwährungsverlusten von TEUR 2.296 (Vorjahr: TEUR 6.933).

Das Periodenergebnis entwickelte sich wie folgt:

(TEUR) 2016 2015
Periodenergebnis vor Ertragsteuern 4.836 -6.615
Laufender Ertragsteueraufwand -17.132 -18.474
Latenter Steuerertrag 7.122 10.780
  -5.174  
Periodenergebnis -5.174 -14.309

Das EBITDA bzw. das bereinigte EBITDA (Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen/Wertminderungen und Sondereffekten) ermittelt sich im Geschäftsjahr wie folgt:

(TEUR) 2016 2015
Betriebsergebnis 59.698 69.676
Abschreibungen/Wertminderungen 85.957 84.619
EBITDA 145.655 154.295
Sondereffekte 25.750 9.880
Bereinigtes EBITDA 171.405 164.175

Die im bereinigten EBITDA abgebildeten Sondereffekte enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Rechts- und Prozesskosten (TEUR 12.674), Beratungskosten (TEUR 4.320) sowie die Rückstellung der Solvabilitätsverpflichtung (TEUR 5.266). Im Vorjahr bestanden die Sondereffekte vor allem aus Rechts- und Prozesskosten (TEUR 7.029), Beratungskosten (TEUR 3.317) sowie Erträgen aus der Währungsumrechnung (TEUR 1.968).

Das bereinigte EBITDA in Relation zu den Umsatzerlösen entspricht im Berichtsjahr 34,7 % (Vorjahr: 32,7 %).

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme des Konzerns ist zum 31. Dezember 2016 um TEUR 13.675 auf TEUR 1.737.941 leicht zurückgegangen. Dies entspricht einem Rückgang von 0,8 % und spiegelt auf der Passivseite im Wesentlichen die verringerten Finanzverbindlichkeiten wider. Auf der Aktivseite überstieg in dieser Höhe der Rückgang von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten den Zugang bei Zahlungsmitteln und finanziellen Vermögenswerten.

Der Rückgang der sonstigen immateriellen Vermögenswerte um TEUR 46.501 auf TEUR 557.421 ist hauptsächlich auf die planmäßigen Abschreibungen auf die Kundenbeziehungen und die Technologien zurückzuführen. Für die Marken CeramTec, BIOLOX und SPK wurde die Nutzungsdauer als unbestimmt eingestuft. Die Marken unterliegen daher keiner identifizierbaren Abnutzung.

Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte bestehen vor allem aus positiven Marktwerten von derivativen Finanzinstrumenten, die mit TEUR 24.459 (31. Dezember 2015: TEUR 8.946) aus bilanziell abspaltungspflichtigen Kündigungsrechten im Rahmen der Begebung der Unternehmensanleihe resultieren und mit TEUR 47.907 (31. Dezember 2015: TEUR 47.348) aus Währungsswaps.

Der Anstieg der Vorräte um TEUR 1.767 ist auf höhere Bestände bei den Rohmaterialien und unfertigen Erzeugnissen zurückzuführen teilweise kompensiert durch Wertberichtigungen auf die Vorratsbestände.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit TEUR 53.553 nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus Bankguthaben von TEUR 124.557 (31. Dezember 2015: TEUR 86.450) und Kassenbeständen von TEUR 28 (31. Dezember 2015: TEUR 26) zusammen. Wir verweisen auf die Ausführungen zur Liquidität.

Das Eigenkapital verringerte sich in Höhe des im Geschäftsjahr erwirtschafteten negativen Periodenergebnisses von TEUR 5.174 (Vorjahr: TEUR 14.309) sowie dem negativen sonstigen Ergebnis in Höhe von TEUR 9.828 (Vorjahr: positives Ergebnis von TEUR 13.517). Das Eigenkapital von TEUR 269.427 (31. Dezember 2015: TEUR 284.430) hat einen Anteil von 15,5 % (31. Dezember 2015: 16,2 %) am Gesamtkapital.

Die langfristigen Rückstellungen von TEUR 113.046 (31. Dezember 2015: TEUR 89.724) enthalten im Wesentlichen Pensionsrückstellungen von TEUR 102.410 (31. Dezember 2015: TEUR 86.071). Die Erhöhung der Pensionsrückstellungen ist im Wesentlichen auf den deutlich gesunkenen Rechnungszinssatz von 1,6 % (im Ausland: 2,7 %) im Vergleich zu 2,4 % (im Ausland: 3,7 %) im Vorjahr zurückzuführen.

Die langfristigen Schulden des Konzerns enthalten neben den zuvor beschriebenen langfristigen Rückstellungen und den latenten Steuern von TEUR 156.258 (31. Dezember 2015: TEUR 167.346) vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 618.791 (31. Dezember 2015: TEUR 647.027), Verbindlichkeiten aus der Begebung der Unternehmensanleihe von TEUR 299.214 (31. Dezember 2015: TEUR 297.961) und derivativen Finanzinstrumenten von TEUR 7.490 (31. Dezember 2015: TEUR 10.122) sowie Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 98.021 (31. Dezember 2015: TEUR 144.574).

Die langfristigen Vermögenswerte des CeramTec-Konzerns sind durch das Eigenkapital und die langfristigen Schulden voll gedeckt.

Ein Tochterunternehmen hat einen Kreditvertrag mit der Deutsche Bank AG als Konsortialführer abgeschlossen. Die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Kreditvertrag bestehen am Bilanzstichtag aus einer EUR-Tranche und einer USD-Tranche von insgesamt TEUR 662.735 (31. Dezember 2015: TEUR 681.303). Die Tranchen haben eine Laufzeit bis zum 30. August 2020, wobei für einen Teil der Beträge eine laufende, vorzeitige Rückzahlung vorgesehen ist. Die EUR-Tranche wurde im Vorjahr mit einem fixen Spread in Höhe von 3,25 Prozentpunkten bzw. ab dem 2. November 2016 von 3,00 Prozentpunkten p. a. zzgl. dem 3-Monats-EURIBOR verzinst. Die USD-Tranche weist einen fixen Spread in Höhe von 3,25 Prozentpunkten p. a. zzgl. dem 3-Monats-USD-LIBOR auf. Hinsichtlich des 3-Monats-EURIBOR und des 3-Monats-USD-LIBOR ist ein Floor von 1,00 % p. a. vereinbart worden. Beginnend mit dem 2. November 2016 wurde der Floor hinsichtlich des 3-Monats-EURIBOR auf 0,75% reduziert. Zur Sicherung des Zinsänderungsrisikos ist im Jahr 2014 für ein Volumen von TEUR 441.040 ein Zinscap von 2,00 % erworben worden.

Weiterhin hat ein Konzerntochterunternehmen eine unbesicherte Unternehmensanleihe an der Börse in Luxemburg begeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit bis 15. August 2021. Das Emissionsvolumen betrug TEUR 306.700. Die zugrundeliegende Währung ist EUR. Der Gesellschaft stehen unterschiedliche vertragliche Kündigungsrechte zu, auf deren Basis sie vorzeitige Rückzahlungen leisten kann. Der Kupon der Anleihe beträgt 8,25 % p. a.

Die mit der Kreditaufnahme bzw. der Begebung der Unternehmensanleihe verbundenen Transaktionskosten von TEUR 19.733 bzw. TEUR 13.120 werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeiten verteilt.

Die negativen Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente setzen sich aus abspaltungspflichtigen, eingebetteten Zinsbegrenzungsvereinbarungen sowie einem Zinscap zusammen. Weiterhin bestehen mehrere extern abgeschlossene Währungsswaps, die zum 31. Dezember 2016 positive Marktwerte aufweisen. Die Währungsswaps mit einem Nominalwert von insgesamt TEUR 226.900 (31. Dezember 2015: TEUR 249.700) sind zusammen mit einem Teil der USD-Tranche des Kreditvertrags als Cashflow Hedge designiert und sichern das USD/EUR-Währungsrisiko.

Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus dem Gesellschafterdarlehen von TEUR 150.851 (31. Dezember 2015: TEUR 140.630) und den dafür aufgelaufenen Zinsen von TEUR 3.572 (31. Dezember 2015: TEUR 3.944). Der als kurzfristig ausgewiesene Teil von TEUR 56.402 wurde zeitnah nach dem Bilanzstichtag zur Bedienung des Darlehens verwendet. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. August 2023 und die Verzinsung beträgt 8,255 % p. a.

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Dritten von TEUR 62.529 (31. Dezember 2015: TEUR 55.029) beinhalten im Wesentlichen den kurzfristigen Teil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 46.016 (31. Dezember 2015: TEUR 37.202) und der Zinsabgrenzung zur Anleiheverbindlichkeit von TEUR 9.489 (31. Dezember 2015: TEUR 9.489).

Das Operating Working Capital (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und operative Rückstellungen) zum 31. Dezember 2016 beträgt TEUR 83.412 (31. Dezember 2015: TEUR 82.223). Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf gestiegene Vorräte sowie geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kompensiert durch höhere operative Rückstellungen zurückzuführen.

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von insgesamt TEUR 14.516 (Vorjahr: TEUR 27.811) getätigt. Den Investitionen standen Abschreibungen von TEUR 85.957 (Vorjahr: TEUR 84.619) gegenüber.

Die Investitionen sind zu etwa 2/3 Ersatzinvestitionen und zu 1/3 Erweiterungsinvestitionen. Hervorzuheben sind Investitionen bei der CT GmbH für Maschinen in den Geschäftsbereichen Medizintechnik und Elektronik zur Produktivitätsverbesserung. Ferner erfolgte die Anschaffung und Inbetriebnahme einer Vielzahl von verschiedenen Anlagen bei den anderen in- und ausländischen Tochterunternehmen, vor allem in den USA. Hier ist der Anlaufinvest für ein neues Produkt und Kapazitätserweiterungen für Wachstumsprojekte zu nennen.

Die CT GmbH erhielt im Geschäftsjahr keine weiteren Zuwendungen mehr aus dem EU-Förderprogramm zur "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur", die von der Regierung in Oberfranken, Bayreuth, für Investitionen am Standort Marktredwitz bewilligt wurden.

Liquidität

Aus der betrieblichen Tätigkeit des Konzerns ergibt sich im Geschäftsjahr ein Mittelzufluss von TEUR 137.981 (Vorjahr: TEUR 135.518). Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf eine deutlich geringere Zunahme der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen kompensiert durch höhere Ertragsteuerzahlungen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit des Konzerns beträgt TEUR 15.214 (Vorjahr: TEUR 37.535).

Im Bereich Finanzierungstätigkeit beträgt der Mittelabfluss TEUR 84.213 (Vorjahr: TEUR 73.996). Der wesentliche Mittelabfluss resultiert zum einen aus den Zinszahlungen für Finanzkredite und für die Unternehmensanleihe in Höhe von TEUR 54.145 (Vorjahr: TEUR 55.263) und zum anderen aus Tilgungen der Finanzkredite von TEUR 30.068 (Vorjahr: TEUR 18.733).

Insgesamt erhöhten sich die liquiden Mittel im Konzern um TEUR 38.109 auf TEUR 124.585 zum Bilanzstichtag. Hiervon wurden TEUR 56.402 nach dem Bilanzstichtag für die vorzeitige Bedienung des Gesellschafterdarlehens verwendet.

Der CeramTec-Konzern verfügt über eine revolvierende Kreditlinie von TEUR 100.000, die im Geschäftsjahr nicht in Anspruch genommen wurde.

3.3 Gesamtaussage zur Lage des Konzerns

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung des Mutterunternehmens die wirtschaftliche Lage des Konzerns als stabil. Zum heutigen Zeitpunkt sind keine Einflussfaktoren bekannt, die signifikante Abweichungen von der zuvor berichteten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge haben könnten.

4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Zentrale Messgröße des CeramTec-Konzerns sind EBITDA sowie das bereinigte EBITDA. Diese Kennzahlen sind zugleich Basis für die erfolgsabhängige Vergütung. Weitere wichtige Messgrößen sind die Umsatzerlöse und das Working Capital.

Der CeramTec-Konzern setzt ein umfangreiches Steuerungssystem für diese und andere Kennzahlen ein. Dazu gehören ein monatliches Reporting mit einer entsprechenden Scorecard und monatliche Treffen der Geschäftsführung der CeramTec GmbH mit den Bereichsleitern der CeramTec GmbH und den Geschäftsführern der deutschen Tochterunternehmen, in denen die Geschäftslage der einzelnen Geschäftsbereiche diskutiert wird. Einmal im Jahr finden diese Treffen auf internationaler Ebene mit zusätzlicher Beteiligung der Geschäftsführer der ausländischen Tochterunternehmen statt, in denen neben der aktuellen Geschäftslage und den Erwartungen für den Verlauf im verbleibenden Geschäftsjahr auch die strategische Ausrichtung und Entwicklung des CeramTec-Konzerns erörtert wird.

Regelmäßige Besprechungen zum Ergebnis und den Erwartungen für die nächsten Monate wurden mit dem Management des Mutterunternehmens der CT HG durchgeführt. Außerdem ist ein internes Kontrollsystem installiert und schließlich erfolgt regelmäßig auch eine Überprüfung durch Dritte.

Bezüglich der weiteren finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf unsere Ausführungen zur Lage des Konzerns.

4.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Konzern sind die Mitarbeiter- sowie die Qualitäts- und Umweltbelange.

Mitarbeiter

Am Ende des Geschäftsjahres beschäftigte der CeramTec-Konzern 3.187 (Vorjahr 3.286) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies sind 3,0 % weniger als im Vorjahr.

Die Struktur der Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar:

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
CeramTec GmbH - Angestellte 776 821
CeramTec GmbH - Gewerbliche 1.020 1.033
CeramTec GmbH - Summe 1.796 1.854
Andere CeramTec-Gesellschaften - Angestellte 381 375
Andere CeramTec-Gesellschaften - Gewerbliche 1.010 1.057
Andere CeramTec-Gesellschaften - Summe 1.391 1.432
Summe Mitarbeiter CeramTec-Konzern 3.187 3.286
CeramTec GmbH - Auszubildende 132 137
Andere CeramTec-Gesellschaften - Auszubildende 9 11
Summe Auszubildende CeramTec-Konzern 141 148

Die Geschäftsführung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des CeramTec-Konzerns nehmen in unterschiedlicher Ausprägung an erfolgsorientierten Vergütungssystemen teil. Die erfolgsorientierte Vergütung ist grundsätzlich von der Erreichung unternehmensbezogener Ziele (EBITDA bzw. bereinigtes EBITDA und Working Capital) sowie persönlicher Ziele abhängig.

Auch im Berichtsjahr 2016 stand die Gewinnung von Fach- und Führungskräften für den CeramTec-Konzern im Vordergrund.

Der CeramTec-Konzern hat am Bilanzstichtag insgesamt 141 Auszubildende beschäftigt, die in technischen und kaufmännischen Berufen ausgebildet werden. Die Ausbildung von Nachwuchskräften hat bei der CeramTec seit jeher einen hohen Stellenwert. Durch zahlreiche Ausbildungsprogramme und -formen sowie die enge Kooperation mit (Hoch-) Schulen fördert CeramTec den eigenen Nachwuchs. CeramTec betrachtet die Qualifizierung von Nachwuchskräften vor dem Hintergrund des demografischen Wandels als Kernaufgabe und zählt diese mit zu den wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre. Turnusmäßig finden alle zwei Jahre Mitarbeitergespräche zur Leistungsbeurteilung und zur Vereinbarung von Qualifizierungsmaßnahmen statt.

Die etablierten Maßnahmen im Bereich der Gesundheitsförderung und Mitarbeiterentwicklung wurden planungsgerecht durchgeführt und umgesetzt.

Qualitäts- und Umweltmanagement

Als Entwickler und Produzent unter anderem von Medizinprodukten ist CeramTec in stark regulierten Märkten tätig. Das angewandte Qualitäts- und Umweltmanagementsystem muss daher höchsten gesetzlichen und behördlichen Anforderungen genügen. Zusätzlich haben wir uns eigene Standards in den Bereichen Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz gesetzt, die wir regelmäßig überwachen. In enger Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kunden haben wir Schlüsselprozesse identifiziert und standardisiert, um ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau sicherzustellen.

Für den CeramTec-Konzern bedeutet Qualität die Erfüllung und das Übertreffen von Anforderungen und Erwartungen, die von außen an uns gestellt werden und die wir intern an uns selbst stellen. Die Zertifizierungen belegen den hohen Qualitätsanspruch.

Die CeramTec ist im Bereich Industrietechnik nach ISO 9001 und speziell in der Automobiltechnik nach TS 16949 sowie im Bereich Medizintechnik nach ISO 13485 zertifiziert. Die Herstellorte des Geschäftsbereiches Medizintechnik sind bei der Food and Drug Administration (FDA) registriert und zugelassen. Spezifische Produkte und Bauteile erfüllen gegebenenfalls weitere Normen und Anforderungen. Lieferanten der CeramTec unterliegen weiterhin einer Richtlinie zur Sicherstellung der Qualität von Zulieferungen. Ferner gibt es eine Zertifizierung gemäß ISO 50001 für das Energiemanagement, deren Normvorgaben umgesetzt und geprüft werden.

Das Umweltmanagement der CeramTec GmbH ist nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Das Ziel ist es, die Produkte so zu entwickeln und herzustellen, dass sie umweltschonend und sicher erzeugt, sicher verwendet und dass hierbei entstehende Produktionsabfälle vermieden bzw. verwertet werden oder, soweit weder vermeidbar noch verwertbar, ordnungsgemäß entsorgt werden können. Die Normvorgaben werden umgesetzt und sind geprüft.

Das Managementsystem wird als angemessen, wirksam und geeignet angesehen. Die gesetzlichen/behördlichen Vorgaben werden regelmäßig geprüft. Sich ändernde Rahmenbedingungen, einschließlich rechtlicher Entwicklungen werden anhand des Managementsystems ermittelt, umgesetzt und geprüft. Die Umsetzung der Maßnahmen zur Erreichung der Energieziele bzw. des Energiesparprogramms 2016 ist erfolgt. Für alle

offenen Maßnahmen konnten Terminverlängerungen genehmigt werden.

Die Ausgaben für Umweltschutz haben im CeramTec-Konzern im Geschäftsjahr TEUR 1.324 (Vorjahr: TEUR 1.874) betragen. Davon entfallen TEUR 574 (Vorjahr: TEUR 713) auf Investitionen. Schwerpunkt der Umweltschutzausgaben waren im Geschäftsjahr mit TEUR 785 (Vorjahr: TEUR 1.064) Aufwendungen für Luftreinhaltung und mit TEUR 211 (Vorjahr: TEUR 299) Aufwendungen für den Gewässerschutz.

5 Nachtragsbericht

Am 4. Januar 2017 erfolgte eine Zahlung von TEUR 56.538 an die Faenza Luxembourg S.à.r.l., Luxemburg zur anteiligen Bedienung des gewährten Gesellschafterdarlehens bestehend aus der kurzfristigen Verbindlichkeit zum 31. Dezember 2016 gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 56.402 zuzüglich den in 2017 aufgelaufenen Zinsen von TEUR 136.

Am 21. Februar 2017 hat die CeramTec UK Ltd., Colyton, UK mittels Kaufvertrag Vermögensgegenstände abzüglich Schulden der aus zwei Fertigungsstandorten bestehenden Sparte UK Electro-Ceramics vom britischen Unternehmen Morgan Advanced Materials plc erworben.

Weitere berichtspflichtige Ereignisse sind nicht eingetreten.

6 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

6.1 Prognosebericht

Für das laufende Geschäftsjahr 2017 rechnen wir für die Industrietechnik mit einem im Vorjahresvergleich besseren ersten Quartal aufgrund des aktuellen marktwirtschaftlichen Umfelds. Für die Medizintechnik erwarten wir ebenfalls moderat steigende Umsätze. In Summe gehen wir für das Jahr 2017 von einem leichten Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr aus.

Rahmenbedingungen - Gesamtwirtschaft und Branchensituation

Wie zu Beginn des Lageberichts in Abschnitt 2.1 zur Entwicklung der Gesamtwirtschaft ausgeführt, wird für das Jahr 2017 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,5 % gerechnet. Das stärkste Wachstum wird für die Vereinigten Staaten von Amerika mit 2,5 % und, von einer niedrigeren Basis kommend, für China mit 6,4 % erwartet. Für Deutschland und parallel auch für den Euroraum wird ein Wachstum von jeweils 1,7 % prognostiziert.

Für die in Abschnitt 2.1 beschriebenen Branchen der Medizintechnik, der Automobilbranche, des Maschinenbaus sowie der Elektronik darf auch im Jahr 2017 mit leichtem bis moderatem Wachstum gerechnet werden. Allerdings erleichtert die derzeitige Entwicklung in China die Prognose für 2017 nicht. Das CeramTec Management beobachtet die Entwicklung der Märkte mit großer Aufmerksamkeit, um zeitnah mit Maßnahmen reagieren zu können.

Erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung bezogen auf den CeramTec-Konzern

Für das Geschäftsjahr 2017 wird auf der Basis der zuvor erwähnten Markt- und Branchenentwicklung für den CeramTec-Konzern erwartet, dass das Umsatzvolumen von Mio. EUR 493 im Vergleich zum Jahr 2016 leicht gesteigert werden kann. Für das EBITDA bzw. das um Sondereffekte bereinigte EBITDA erwarten wir ebenfalls eine moderate Steigerung im Vergleich zum Vorjahreswert (Mio. EUR 146 bzw. Mio. EUR 171).

Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir aus betrieblicher Tätigkeit einen positiven Cashflow auf Vorjahresniveau.

Im Bereich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren der Mitarbeiter- sowie Qualitäts- und Umweltbelange ist es unser Ziel, das hohe Niveau auch im Geschäftsjahr 2017 beizubehalten.

6.2 Chancen- und Risikobericht

Im CeramTec-Konzern besteht ein institutionalisiertes Risiko-Managementsystem mit einem entsprechenden Berichtssystem. Dazu gehören u. a. ein monatliches Reporting, die Berichterstattung durch die operativ Verantwortlichen als integrierter Bestandteil der monatlichen Scorecard-Sitzungen sowie ein internes Kontrollsystem und die Überprüfung durch Dritte. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden dabei erfasst. Das Risikomonitoring umfasst auch die Planung, Durchführung und Erfolgskontrolle geeigneter Gegenmaßnahmen. Diese Systeme werden durch verschiedene Aktivitäten zur Einhaltung des internen Kontrollsystems ergänzt.

Gesamtwirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken

Risiken bestehen generell in der Unsicherheit über die Entwicklung der globalen Wirtschaftslage. Negative Entwicklungen können dabei erhebliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf haben. Andererseits kann die globale Präsenz und die breite Kundenbasis in den verschiedenen Abnehmerbranchen, wie z. B. der Medizintechnik, der Automobilindustrie, der Elektro- und Elektronikindustrie, im Geräte- und Maschinenbau sowie in der Umwelt- und Energietechnik dazu beitragen, Nachfrageschwächen in einzelnen Märkten oder Regionen auszugleichen. Das breite Produktportfolio und die geringe Abhängigkeit von einzelnen Kunden oder Branchen ermöglicht es ebenfalls, Nachfrageschwächen bestimmter Kundenindustrien oder Preisänderungsrisiken in gewissem Umfang abzufedern. Das Risiko von Forderungsausfällen schätzen wir aufgrund der Kundenstruktur im Konzern und der weitestgehenden Sicherung der Forderungen bei der CeramTec GmbH über eine Kreditversicherung als gering ein.

Risiken in der Preisentwicklung/Beschaffungsrisiken

Preisänderungsrisiken gibt es sowohl auf dem Beschaffungs- als auch auf dem Absatzmarkt. Auf letzterem vor allem durch einen zunehmenden Wettbewerb mit asiatischen Konkurrenten. Steigende Rohstoff- und Energiepreise stellen ebenso ein Risiko dar. Diesen Risiken wird vor allem mit kontinuierlichen Verbesserungen der Prozesse und der Produktivität sowie einem aktiven Kostenmanagement entgegengewirkt.

Produktrisiken

Den Produktrisiken begegnen wir mit unseren Qualitätsmanagementsystemen in den Produktionseinheiten. Diese orientieren sich an internationalen Standards und stellen die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften sicher. Eine regelmäßige Überprüfung in Verbindung mit kontinuierlichen Mitarbeiterschulungen vervollständigt unser Qualitätsmanagement. Von laufenden Prozessen gehen keine bestandsgefährdenden Risiken aus.

Personalrisiken

Im Personalbereich liegen die wesentlichen Risiken im demografischen Wandel und der Gewinnung von ausreichend Fach- und Führungskräften. CeramTec entfaltet vielfache Aktivitäten für die Entwicklung und Qualifizierung von Nachwuchskräften sowie Präsentationen auf verschiedenen Messen und in unterschiedlichen Medien.

IT-Risiken

Ein Ausfall der IT-Systeme oder ein wesentlicher Datenverlust könnte den Geschäftsbetrieb der Konzernunternehmen bzw. des Konzerns beeinträchtigen. Den Risiken des Datenverlustes begegnen die Konzernunternehmen mit Datensicherungskonzepten auf Basis einer modernen IT-Infrastruktur. Konzernweite Sicherungsmaßnahmen gewährleisten den Schutz der Daten vor Fremdzugriff sowie vor schädlicher Software. Es existieren für alle geschäftskritischen Anwendungen und Systeme Risikoanalysen und Notfallpläne. In Abhängigkeit von der Risikoeinstufung wird die Hochverfügbarkeit der Systeme gewährleistet.

Beteiligungsrisiken

Allen wesentlichen Akquisitionen und Investitionen ist ein mehrstufiger Analyse- und Genehmigungsprozess vorgelagert. Den komplexen Risiken bei Akquisitionen - etwa dem Risiko, dass sich nach Durchführung einer solchen Transaktion Erkenntnisse ergeben, die die Kaufentscheidung oder den Preis beeinflusst hätten, wenn diese Erkenntnisse schon vor Vertragsabschluss vorgelegen hätten - wird mit einer umfangreichen Prüfung des jeweiligen Akquisitionsobjektes, so genannter Due Diligence Prüfungen sowie entsprechend gestalteten Verträgen begegnet.

Finanzwirtschaftliche Risiken

CeramTec ist insbesondere aufgrund der Finanzierung in Fremdwährungsdarlehen (USD) Währungsrisiken ausgesetzt, die durch Währungssicherungsgeschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten reduziert werden.

Darüber hinaus ist der CeramTec-Konzern aufgrund der variabel verzinslichen USD- und EUR-Darlehen einem Zahlungsstromrisiko aus der Änderung der Zinssätze ausgesetzt. Zur Absicherung wurden Zinsbegrenzungsvereinbarungen in Form eines Zinscaps abgeschlossen. In dem Konsortialkreditvertrag sind zudem abspaltungspflichtige, eingebettete Zinsbegrenzungsvereinbarungen enthalten.

Im Rahmen der Aufnahme des Konsortialkredits wurde auch die Einhaltung einer finanzwirtschaftlichen Kennzahl vereinbart. Diese ist vom CeramTec Holding-Konzern zu erfüllen, wenn die revolvierende Kreditlinie von TEUR 100.000 in einem im Kreditvertrag festgelegten Maß in Anspruch genommen wird. Da im Geschäftsjahr keine Inanspruchnahme der revolvierenden Kreditlinie vorlag, war eine Überprüfung der Einhaltung der finanzwirtschaftlichen Kennzahl nicht erforderlich. Auch für das kommende Geschäftsjahr geht die Geschäftsleitung von der Einhaltung der finanzwirtschaftlichen Kennzahl aus.

Ziel des Risikomanagements in Bezug auf die Finanzinstrumente ist es, diese Risiken ständig zu überwachen und mittels operativer und finanzwirtschaftlicher Aktivitäten zu begrenzen. Für den Umgang mit Finanzinstrumenten bestehen Regelungen, die sicherstellen, dass außerhalb eines festgelegten Rahmens keine Finanztransaktionen ohne Abstimmung mit der Geschäftsführung erfolgen. Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich nur zu Sicherungszwecken eingesetzt.

Wir verweisen auch auf die Ausführungen im Konzernanhang unter '6.1 Management der Finanzrisiken' und '4.16 Finanzinstrumente'.

Chancen

Neben den Risiken identifiziert das Management von CeramTec regelmäßig die Chancen des Konzerns. Die Chancen werden vor allem in dem weiteren, weltweit steigenden Absatz der Produkte für die Endoprothetik gesehen, der sowohl von der demografischen Entwicklung insbesondere in den entwickelten Volkswirtschaften als auch von der weiteren Verdrängung von metallischen durch keramische Komponenten begünstigt wird.

Weitere Chancen sind in den Megatrends Miniaturisierung, Mobilität und Energie, Umwelt und Ressourcenknappheit zu sehen. Die Hochleistungskeramikprodukte sorgen für mehr Leistung auf kleinstem Raum. Daneben eröffnet die zunehmende Reduktion von Emissionen und des Energieverbrauchs sowie Leichtbaulösungen aus Verbundwerkstoffen ein wachsendes Einsatzpotenzial für CeramTec-Lösungen.

Innovationen auf Produkt- und Prozessebene sind Basis unserer Wachstumsstrategie. Letztlich ermöglichen die verschiedenen keramischen Werkstoffe technisch höchst anspruchsvolle Lösungen für Fragestellungen, die bei wachsender Technisierung und Automatisierung auftreten. Damit können mit der technischen Keramik oftmals allein aufgrund der im Vergleich zu anderen Werkstoffen deutlich überlegenen Eigenschaften lukrative Nischen besetzt werden.

Darüber hinaus wollen wir die nordamerikanischen und die asiatischen Märkte weiter durchdringen und an deren Wachstum partizipieren.

Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation des Konzerns

Den gesamten Konzern gefährdende Risiken, die über das allgemeine unternehmerische Risiko hinausgehen, werden derzeit nicht gesehen, da die Unternehmen des CeramTec-Konzerns in vielen Märkten tätig sind. Die Risikoposition hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Soweit möglich sind wir gegen Haftungsrisiken und Elementarschäden sowie weitere Risiken versichert.

Ein Tochterunternehmen hat einen Bond aufgelegt und weitere Tochterunternehmen haben eine Rahmenfinanzierung mit hinreichenden Kreditlinien zu marktüblichen Bedingungen vereinbart, so dass ein Liquiditätsrisiko auch in Zukunft nicht zu erwarten ist.

Den Marktrisiken stehen wesentliche Chancen gegenüber. Generell bietet das breit diversifizierte Produktportfolio bei konjunkturellen Schwächen einzelner Branchen gute Ausgleichsmöglichkeiten.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind der Geschäftsführung keine Ansprüche Dritter bekannt, aus denen ein materieller Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des CeramTec-Konzerns zu erwarten wäre. Den CeramTec-Konzern gefährdende Risiken, die über das allgemeine unternehmerische Risiko hinausgehen, werden derzeit sowohl bei der CeramTec GmbH als auch bei den anderen in den Konzern einbezogenen Unternehmen nicht gesehen.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die CeramTec Holding GmbH hat keinen Aufsichtsrat und insofern konnte für ihn keine Frauenquote festgelegt werden. Der Aufsichtsrat der CeramTec GmbH hat im Jahr 2015 als Zielgröße für den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung eine Quote von 25 % Frauen und 75 % Männer sowie von 7 % Frauen und 93 % Männer in der zweiten Führungsebene festgelegt, die bis zum 30. Juni 2017 erreicht werden soll.

 

Plochingen, den 15. März 2017

CeramTec Holding GmbH

Die Geschäftsführung

Henri Steinmetz

Dominique Janbon

Dr. Hadi Saleh

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

Anhang 31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert 4.1 557.961 557.567
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4.1 557.421 603.922
Sachanlagen 4.2 275.532 300.199
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.3 72.484 56.444
Sonstige Vermögenswerte 4.4 711 1.188
Latente Steuern 3.8 851 1.085
Langfristige Vermögenswerte   1.464.960 1.520.405
Vorräte 4.5 76.904 75.137
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.6 53.553 53.178
Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen   0 1.022
Ertragsteuerforderung   1.281 1.665
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.3 12.390 8.515
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 4.4 4.268 5.207
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.7 124.585 86.476
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 4.8 0 11
Kurzfristige Vermögenswerte   272.981 231.211
Summe Aktiva   1.737.941 1.751.616

Passiva

     
  Anhang 31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
    TEUR TEUR
Gezeichnetes Kapital 4.9 25 25
Kapitalrücklage 4.9 378.148 378.148
Gewinnrücklage und Periodenergebnis 4.9 -119.392 -103.171
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 4.9 10.646 9.428
Eigenkapital   269.427 284.430
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen 4.10 102.410 86.071
Sonstige Rückstellungen 4.11 10.636 3.653
Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.12 98.021 144.574
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Dritten 4.13 927.004 956.856
Sonstige Verbindlichkeiten 4.9 0 0
Latente Steuern 3.8 156.258 167.346
Langfristige Schulden   1.294.329 1.358.500
Sonstige Rückstellungen 4.11 16.425 13.081
Rückstellungen Steuern 4.11 2.790 2.364
Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.12 56.402 0
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Dritten 4.13 62.529 55.029
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   22.376 24.354
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   205 0
Sonstige Verbindlichkeiten 4.14 13.458 13.858
Kurzfristige Schulden   174.185 108.686
Schulden insgesamt   1.468.514 1.467.186
Summe Passiva   1.737.941 1.751.616

Konzern - Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

Anhang 1. Januar bis 31. Dezember 2016 1. Januar bis 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 3.1 493.313 501.331
Umsatzkosten 3.2 294.929 299.956
Bruttoergebnis vom Umsatz   198.384 201.375
Vertriebskosten 3.3 91.478 86.801
Forschungs- und Entwicklungskosten 3.4 22.798 24.241
Allgemeine Verwaltungskosten 3.5 22.189 21.105
Sonstige Erträge und Aufwendungen 3.6 -2.221 448
Betriebsergebnis   59.698 69.676
Zinserträge und sonstige Finanzerträge   18.734 5.408
Zinsaufwendungen und sonstige Finanzaufwendungen   73.596 81.699
Finanzergebnis 3.7 -54.862 -76.291
Periodenergebnis vor Ertragsteuern   4.836 -6.615
Ertragsteuern 3.8 -10.010 -7.694
Jahresfehlbetrag   -5.174 -14.309
Sonstiges Ergebnis, das zukünftig nicht in die      
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird      
Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen   -15.023 9.596
Latente Steuern   3.976 -2.762
    -11.047 6.834
Sonstiges Ergebnis, das unter bestimmten Bedingungen zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird      
Gewinn aus Cashflow-Hedges   237 2.645
Latente Steuern   -68 -758
    169 1.887
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung   1.049 4.796
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern   -9.829 13.517
Gesamtergebnis   -15.003 -792

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016

1. Januar bis 31. Dezember 2016 1. Januar bis 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
Jahresfehlbetrag -5.174 -14.309
Steueraufwand 10.010 7.694
Zinsergebnis 71.200 74.655
Abschreibungen und Wertminderungen auf langfristige Vermögenswerte 85.956 84.619
Gewinne (-)/Verluste aus Abgang von Sachanlagen 54 99
Zunahme/Abnahme (-) der Rückstellungen (ohne latente Steuern) 9.416 1.170
Ertragsteuererstattung/-zahlung (-) -16.228 -11.330
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge (-) -15.089 1.732
Zunahme (-)/Abnahme der Vorräte -1.767 -6.303
Zunahme (-)/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -375 -5.100
Zunahme (-)/Abnahme der sonstigen Forderungen und (finanziellen) Vermögenswerte 1.660 614
Zunahme/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -949 1.866
Zunahme/Abnahme (-) der sonstigen (finanziellen) Verbindlichkeiten -734 111
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 137.980 135.518
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 305 324
Auszahlungen (-) für Investitionen in Sachanlagen -15.002 -26.891
Einzahlungen aus Zuschüssen 139 1.059
Auszahlungen (-) für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -656 -1.093
Auszahlung (-) aus dem Erwerb von Unternehmen 0 -10.934
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -15.214 -37.535
Rückzahlungen für den Konsortialkredit -30.068 -18.733
Gezahlte Zinsen (-) -54.145 -55.263
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -84.213 -73.996
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 38.553 23.987
Währungseffekte -444 243
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 86.476 62.246
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 124.585 86.476

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage und Periodenergebnis Kumuliertes sonstiges Ergebnis Eigenkapital
Rücklage zur Absicherung von Cashflows Unterschiedsbetrag aus der Währungs-umrechnung
Verweis auf Anhangangaben (4.9) (4.9) (4.9) (4.9) (4.9) (4.9)
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Januar 2015 25 378.148 -95.696 -258 3.003 285.222
Jahresfehlbetrag 0 0 -14.309 0 0 -14.309
Sonstiges Ergebnis 0 0 6.834 1.887 4.796 13.517
Gesamtergebnis 0 0 -7.475 1.887 4.796 -792
31. Dezember 2015 25 378.148 -103.171 1.629 7.799 284.430
1. Januar 2016 25 378.148 -103.171 1.629 7.799 284.430
Jahresfehlbetrag 0 0 -5.174 0 0 -5.174
Sonstiges Ergebnis 0 0 -11.047 169 1.049 -9.829
Gesamtergebnis 0 0 -16.221 169 1.049 -15.003
31. Dezember 2016 25 378.148 -119.392 1.798 8.848 269.427

Konzernanhang zum 31. Dezember 2016

1

Allgemeine Angaben

2

Rechnungslegungsgrundsätze

3

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

4

Erläuterungen zur Konzernbilanz

5

Ergänzende Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

6

Sonstige Angaben

7

Überleitung auf die CeramTec Group GmbH

1 Allgemeine Angaben

1.1 Unternehmensdaten und Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand der CeramTec Holding GmbH (im Folgenden "CeramTec Holding") ist die Erbringung von Managementdienstleistungen und von administrativen, finanziellen und kaufmännischen Dienstleistungen gegen Entgelt gegenüber Unternehmen, an denen sie unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist oder die vom gleichen Gesellschafter beherrscht werden. Sie darf im In- und Ausland Zweigniederlassungen errichten, andere Unternehmen im In- und Ausland gleich welcher Rechtsform errichten, erwerben, sich an ihnen beteiligen, diese Beteiligungen halten und/oder ihre Geschäfte führen sowie jegliche Arten von Finanzierungsinstrumenten eingehen und/oder emittieren.

Die Tochterunternehmen der CeramTec Holding sind führende internationale Hersteller von Hochleistungskeramik und auf die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von Bauteilen, Komponenten und Produkten aus keramischen Werkstoffen spezialisiert. Die Gesellschaften sind hauptsächlich in den Bereichen Automotive, Elektronik, Energie und Umwelt, Geräte- und Maschinenbau sowie Medizintechnik tätig. Der Schwerpunkt der Aktivitäten ist das Erarbeiten von Lösungen für immer anspruchsvollere Einsatzbereiche unterschiedlicher, teilweise hoch spezialisierter keramischer Werkstoffe mit einzigartigen mechanischen, elektrischen, thermischen und biologisch-chemischen Eigenschaften und Eigenschaftskombinationen.

Der eingetragene Sitz der CeramTec Holding befindet sich am CeramTec-Platz 1-9 in 73207 Plochingen, Deutschland. Die CeramTec Holding ist Mutterunternehmen des Konzerns (im Folgenden "CeramTec Holding Konzern" oder "Konzern") und gleichzeitig das oberste Mutterunternehmen, welches einen befreienden Konzernabschluss aufstellt.

Soweit im Folgenden keine Vorjahresangaben erfolgen, entspricht deren Betrag TEUR 0.

Die Geschäftsführung der CeramTec Holding hat den Konzernabschluss am 15. März 2017 zur Weitergabe an die Gesellschafterversammlung freigegeben.

1.2 Grundlagen der Aufstellung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss wird gemäß § 315a Abs. 3 HGB in Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS bzw. IAS), die in der EU anzuwenden sind, sowie die für das Geschäftsjahr gültigen Interpretationen des IFRS Interpretations Commitee (IFRS IC) und den ergänzenden Bestimmungen der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

Die Anforderungen der angewandten Standards und Interpretationen wurden vollständig erfüllt. Darüber hinaus wurden bei der Erstellung sämtliche anzuwendende handelsrechtliche Vorschriften beachtet. Der Abschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des CeramTec Holding Konzerns.

Der Abschluss ist in Euro aufgestellt. Im Abschluss werden die Beträge in Tausend Euro ausgewiesen. Alle Beträge sind kaufmännisch gerundet. In Einzelfällen können sich daher bei der Addition von Einzelwerten zum Summenwert Differenzen ergeben.

Verschiedene Posten der Bilanz und Gesamtergebnisrechnung wurden aus Gründen einer anschaulicheren Darstellung zusammengefasst und im Anhang entsprechend erläutert. Vermögenswerte und Schulden sind in lang- und kurzfristig aufgegliedert. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Stichtag realisiert werden. Der im Gewinn oder Verlust erfasste Aufwand wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgegliedert. Die Kapitalflussrechnung wird in Bezug auf den Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit nach der indirekten Methode und in Bezug auf den Cashflow aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode erstellt.

1.3 In den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften

In den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr werden neben dem Abschluss des Mutterunternehmens die Abschlüsse der folgenden Tochterunternehmen, an denen die CeramTec Holding direkt oder indirekt beteiligt ist, einbezogen:

Anteil am Kapital
in %
ZGE
Name des Unternehmens 31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
CeramTec Group GmbH, Plochingen 100,00 100,00 1
CeramTec FinCo GmbH, Plochingen 100,00 100,00 1
CeramTec Service GmbH, Plochingen 100,00 100,00 1
CeramTec GmbH, Plochingen 100,00 100,00 2
Cerasiv GmbH Innovatives Keramik-Engineering, Plochingen 100,00 100,00 3
CeramTec-ETEC GmbH, Lohmar 100,00 100,00 5
Emil Müller GmbH, Wilhermsdorf 100,00 100,00 4
CeramTec Italia s.r.l. in Liquidazione, Mailand/Italien 100,00 100,00 3
CeramTec UK Ltd., Colyton/Großbritannien 100,00 100,00 3
CeramTec Czech Republic s.r.o., Sumperk/Tschechische Republik 100,00 100,00 3
CeramTec Ibérica Innovative Ceramic Engineering S.L., Vilassar de Mar/Spanien 100,00 100,00 3
CeramTec Innovative Ceramic Engineering, (M) Sdn. Bhd., Seremban/Malaysia 100,00 100,00 3
CeramTec Korea Ltd., Suwon-Si/Republik Korea 100,00 100,00 3
CeramTec Suzhou Ltd., Suzhou/China 100,00 100,00 3
PST Press Sintertécnica Brasil Ltda., Nova Odessa/Brasilien 100,00 100,00 4
CeramTec India Innovative Ceramic Engineering Pvt. Ltd., Panaji - Goa/Indien 99,90 99,90 3
Press and Sinter Technics de Mexico S.A. de C.V., Puebla/Mexiko 100,00 100,00 4
CeramTec Acquisition Corporation, Laurens/USA 100,00 100,00 3
CeramTec North America Corporation, Laurens/USA 100,00 100,00 3
DAI Ceramics, Inc., Willoughby/USA 100,00 100,00 3
PST Press + Sintertechnik Sp. z.o.o., Gorzyce/Polen 100,00 100,00 4

1 Gesellschaften übernehmen Holdingfunktionen.
2 Gesellschaft wurde anteilig den Zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) Medical und Industrial anteilig zugeordnet.
3 Gesellschaften, die der ZGE Industrial zugeordnet sind.
4 Gesellschaften, die der ZGE Emil Müller zugeordnet sind.
5 Gesellschaften, die der ZGE CeramTec-ETEC zugeordnet sind.

Die CeramTec Holding ist direkt an der CeramTec Group GmbH und an der CeramTec FinCo GmbH beteiligt und indirekt an den übrigen Tochterunternehmen.

Die CeramTec Group GmbH, die CeramTec FinCo GmbH, die CeramTec Service GmbH, die CeramTec GmbH, die Cerasiv GmbH Innovatives Keramik-Engineering, die Emil Müller GmbH sowie die CeramTec-ETEC GmbH machen von der Befreiung zur Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2016 nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.

1.4 Änderungen des Konsolidierungskreises

Im Geschäftsjahr erfolgte keine Veränderung des Konsolidierungskreises.

2 Rechnungslegungsgrundsätze

2.1 Konsolidierungsmethoden

In den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt einbezogen, zu dem die Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses auf die CeramTec Holding übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem der beherrschende Einfluss der CeramTec Holding endet.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind entsprechend IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt.

Alle wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Latente Steuern werden gemäß IAS 12 für temporäre Differenzen, die sich aus den Konsolidierungsvorgängen ergeben, gebildet.

Sofern der CeramTec Holding nicht 100 % des Eigenkapitals an einem Tochterunternehmen zugerechnet werden, werden die den anderen Gesellschaftern zugerechneten Anteile grundsätzlich separat innerhalb des Eigenkapitals als nicht beherrschende Anteile ausgewiesen. Aus Wesentlichkeitsgründen gilt dies nicht für die nicht beherrschenden Anteile an der CeramTec India Innovative Ceramic Engineering Pvt. Ltd., Panaji - Goa/Indien.

Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwert

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser bestimmt sich aus der Summe der zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte der übertragenen Vermögenswerte, der von den früheren Eigentümern des erworbenen Unternehmens übernommenen Schulden und der vom Erwerber emittierten Eigenkapitalinstrumente im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Transaktionskosten werden bei Anfall erfolgswirksam erfasst.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich als Überschuss der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem beizulegenden Zeitwert des zuvor vom Erwerber gehaltenen Eigenkapitalanteils an dem erworbenen Unternehmen (sofern gegeben) über den Saldo der zum Erwerbszeitpunkt ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und der übernommenen Schulden. Falls der beizulegende Zeitwert des übernommenen Nettovermögens über den übertragenen Gegenleistungen liegt, beurteilt und prüft die CeramTec Holding, ob sie alle erworbenen Vermögenswerte und alle übernommenen Schulden richtig identifiziert hat. Für den Fall, dass sich - auch nach nochmaliger Beurteilung - ein negativer Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser unmittelbar als Ertrag erfolgswirksam erfasst.

Bei Beteiligungserwerben mit Anteilsquoten unter 100 %, besteht gemäß IFRS 3 das Wahlrecht, auch den auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden Geschäfts- oder Firmenwert anzusetzen. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, die gegenwärtig Eigentumsrechte vermitteln und dem Inhaber im Falle der Liquidation das Recht gewähren, einen proportionalen Anteil am Nettovermögen des Unternehmens zu erhalten, werden bei Zugang entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Dieses Wahlrecht kann bei jedem Unternehmenszusammenschluss neu ausgeübt werden. Andere Komponenten von Anteilen nicht beherrschender Gesellschaft werden mit ihren Zeitwerten oder den Wertmaßstäben bewertet, die sich aus anderen Standards ergeben.

Wenn ein Unternehmen des CeramTec Holding Konzerns ein Unternehmen erwirbt, bewertet es die finanziellen Vermögenswerte und Schulden für eine sachgerechte Klassifizierung und Bezeichnung in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, den wirtschaftlichen Gegebenheiten und den zum Erwerbszeitpunkt gültigen einschlägigen Bedingungen. Dies beinhaltet auch die Trennung von eingebetteten Derivaten in Basisverträgen des erworbenen Unternehmens.

Wenn der Unternehmenszusammenschluss in Stufen vollzogen wird, werden bereits gehaltene Anteile zum am Erwerbszeitpunkt gültigen Zeitwert neu bewertet. Ein möglicher Gewinn oder Verlust wird ergebniswirksam erfasst. Er wird dann bei der Bestimmung des Geschäfts- oder Firmenwerts berücksichtigt.

Alle vom Erwerber zu erbringenden bedingten Gegenleistungen werden zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Eine als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestufte bedingte Gegenleistung, die ein Finanzinstrument im Rahmen von IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung darstellt, wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden je nach Klassifizierung entweder ergebniswirksam oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Ist die bedingte Gegenleistung nicht im Rahmen von IAS 39 angesetzt, wird diese nach IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen bilanziert. Wird die bedingte Gegenleistung als Eigenkapital eingestuft, wird diese nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Die Werthaltigkeit wird mindestens einmal jährlich (im 4. Quartal) sowie bei Anzeichen einer Wertminderung überprüft. Zum Zweck der Überprüfung auf eine Wertminderung muss ein Geschäfts- oder Firmenwert, der in einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, vom Übernahmetag an jeder der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der CeramTec Holding, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen soll, zugeordnet werden, unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erwerbenden Unternehmens diesen Einheiten oder Gruppen bereits zugewiesen worden sind.

Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde, und das Unternehmen einen Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert, so ist der mit diesem veräußerten Geschäftsbereich verbundene Geschäfts- oder Firmenwert bei der Feststellung des Gewinns oder Verlustes aus der Veräußerung im Buchwert des Geschäftsbereiches enthalten. Wenn die interne Managementberichtsstruktur neu organisiert wird, wird jeder Geschäfts- oder Firmenwert, der einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet ist, auf Grundlage der neuen Berichtsstruktur neu zugeordnet. Ein unter diesen Umständen neu zugeordneter Geschäfts- oder Firmenwert wird auf Grundlage der relativen Werte des neu entstandenen Geschäftsbereichs und dem Teil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des CeramTec Holding Konzerns aufgestellt. Die Abschlüsse von Gesellschaften mit einer abweichenden funktionalen Währung werden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wird mit den historischen Kursen umgerechnet. Die Währungsumrechnung der übrigen Posten der Bilanz erfolgt mit den jeweiligen Stichtagskursen. Die Erträge und Aufwendungen werden mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Diese ergeben sich als Mittelwert aus den einzelnen Monatsdurchschnittskursen der vergangenen zwölf Monate.

Unterschiede aus der Währungsumrechnung der Vermögenswerte und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz werden im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital im kumulierten sonstigen Ergebnis fortgeführt. Eine Umbuchung dieser im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt beim teilweisen oder vollständigen Abgang eines in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmens.

Fremdwährungstransaktionen in den lokalen Abschlüssen werden zum Zeitpunkt der Entstehung zum Kassakurs umgerechnet.

Die für die Währungsumrechnung verwendeten Wechselkurse wesentlicher Währungen stellen sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt dar:

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
Stichtagskurs Durchschnittskurs Stichtagskurs Durchschnittskurs
USD USA 1,0541 1,1066 1,0887 1,1097
CNY China 7,3202 7,3496 7,0608 6,9734
GBP Großbritannien 0,8562 0,8189 0,7340 0,7260
PLN Polen 4,4103 4,3636 4,2639 4,1829
CZK Tschechien 27,0210 27,0343 27,0230 27,2856

Die einzelnen Posten der Kapitalflussrechnung werden zu Durchschnittskursen umgerechnet, wohingegen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu dem am Stichtag gültigen Kassakurs bewertet werden.

2.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ertragsrealisierung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus der Transaktion dem CeramTec Holding Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert des erhaltenen oder zu beanspruchenden Entgelts bewertet und um gewährte Preisnachlässe und Mengenrabatte gekürzt. Die Umsatzerlöse und weitere Erträge werden wie folgt realisiert:

Erträge aus dem Verkauf von Gütern

Erträge aus dem Verkauf von Gütern werden bei Auslieferung der Güter und Eigentumsübergang erfasst, wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind:

der Konzern hat die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen;

dem Konzern verbleiben weder ein weiter bestehendes Verfügungsrecht, wie es gewöhnlich mit dem Eigentum verbunden ist, noch eine wirksame Verfügungsgewalt über die verkauften Waren und Erzeugnisse;

die Höhe der Umsatzerlöse kann verlässlich bestimmt werden;

es ist wahrscheinlich, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Konzern zufließt; und

die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten können verlässlich bestimmt werden.

Dienstleistungen

Umsätze aus Dienstleistungen werden nach Maßgabe des Fertigstellungsgrads erfasst, wenn

die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann;

es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Konzern zufließen wird;

der Fertigstellungsgrad des Geschäftes am Bilanzstichtag verlässlich bestimmt werden kann; und

die für das Geschäft angefallenen Kosten und die bis zu seiner vollständigen Abwicklung zu erwartenden Kosten verlässlich bestimmt werden können.

Zinserträge, Nutzungsentgelte, Dividendenerträge

Zinserträge werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Erträge aus Nutzungsentgelten werden in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zugrunde liegenden Vertrages periodengerecht und zeitanteilig erfasst. Dividendenerträge werden in dem Zeitpunkt erfasst, in dem der Rechtsanspruch auf den Empfang der Zahlung entsteht.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden aufwandswirksam in der Periode verrechnet, in der sie anfallen. Wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden auch Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie entstehen.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzenzufluss wahrscheinlich und eine verlässliche Bewertung möglich ist.

Separat erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu den Anschaffungskosten aktiviert. Die Kosten für die in einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen immateriellen Vermögenswerte entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden in Höhe der Herstellungskosten angesetzt, die in der Entwicklungsphase entstehen, sofern die folgenden Kriterien kumulativ erfüllt sind:

technische Realisierbarkeit der Fertigstellung

Absicht zur Fertigstellung und zum Verkauf bzw. zur Nutzung

Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen

Existenz eines Marktes oder eines internen Nutzens

Verfügbarkeit technischer und finanzieller Ressourcen für den Abschluss der Entwicklung

Fähigkeit zur verlässlichen Bewertung der der Entwicklung zurechenbaren Ausgaben.

Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte, die während des Jahres angeschafft werden, werden zeitanteilig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Anpassungen werden als Änderungen von Schätzungen behandelt. Die Abschreibungen werden in den Herstellungs-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungskosten und allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen. Die Nutzungsdauer für Technologien beträgt 10 bis 18 Jahre und für Kundenbeziehungen 5 bis 18 Jahre. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Sofern die Werthaltigkeit nicht gegeben ist, wird eine Wertminderung vorgenommen. Für die Marken wurde, aufgrund der Erwartungen über die zukünftige Nutzung, eine unbestimmte Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Für das im Rahmen der Akquisition der DAI Ceramics, Inc. erworbene Markenrecht wurde eine Nutzungsdauer von 10 Jahren unterstellt.

Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwerts des immateriellen Vermögenswerts mit seinem erzielbaren Betrag auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit beurteilt. Die immateriellen Vermögenswerte werden auf der niedrigsten Stufe gruppiert, für die sich Zahlungsströme separat identifizieren lassen. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist definiert als der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und dem Nutzungswert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, erfolgt eine Wertminderung. Im Falle einer Wertaufholung erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungskosten.

Sachanlagen

Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert, wenn ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzenzufluss wahrscheinlich und eine verlässliche Bewertung möglich ist. Die Herstellungskosten selbsterstellter Sachanlagen umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten. Soweit ein qualifizierter Vermögenswert gegeben ist, beinhalten die Herstellungskosten gemäß IAS 23 auch die während der Herstellung angefallenen Fremdkapitalzinsen. Ein qualifizierter Vermögenswert ist ein Vermögenswert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen.

Nach erstmaligem Ansatz werden Sachanlagen mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet.

Sachanlagen werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Sachanlagen, die während des Jahres angeschafft werden, werden zeitanteilig abgeschrieben. Die Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens betragen für Gebäude und Gebäudebestandteile 10 bis 40 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 3 bis 25 Jahre sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 12 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter 150 EUR werden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten oder Herstellungskosten zwischen 150 EUR und 1.000 EUR werden in einem Sammelposten erfasst und über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwerts der Sachanlage mit ihrem erzielbaren Betrag auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit beurteilt. Die Sachanlagen werden auf der niedrigsten Stufe gruppiert, für die sich Zahlungsströme separat identifizieren lassen. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist definiert als der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und dem Nutzungswert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, erfolgt eine Wertminderung. Im Falle einer Wertaufholung erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungskosten.

Leasing

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis beinhaltet, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt ihres Abschlusses getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt. Eine erneute Beurteilung ist nach dem Beginn des Leasingverhältnisses nur unter den Voraussetzungen des IFRIC 4 vorzunehmen.

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasingverhältnisse klassifiziert, wenn durch die Leasingvereinbarung im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Dabei wird das jeweilige Leasingobjekt in den Sachanlagen mit seinem beizulegenden Zeitwert oder dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, angesetzt. Die korrespondierende Verbindlichkeit wird als Verpflichtung aus Finanzierungsleasing in den Finanzverbindlichkeiten gegenüber Dritten ausgewiesen. Das Leasingobjekt wird in den Folgeperioden über die Vertragslaufzeit oder die kürzere Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Zahlung an den Leasinggeber wird in eine Zins- und Tilgungskomponente aufgeteilt, wobei die Zinskomponente als konstante Verzinsung der restlichen Leasingverbindlichkeit erfolgswirksam über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst wird.

Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Mietzahlungen im Rahmen eines solchen Leasingverhältnisses werden linear als Aufwand erfasst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden planmäßig in der Periode ertragswirksam erfasst, in der die entsprechenden Aufwendungen angesetzt werden. Zuwendungen der öffentlichen Hand für Investitionsvorhaben reduzieren direkt bei der erstmaligen Erfassung die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der entsprechenden Sachanlagen. Erfolgsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand werden mit dem dazugehörigen Aufwand saldiert.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Die Finanzinstrumente beinhalten originäre und derivative Finanzinstrumente.

Originäre Finanzinstrumente werden bei ihrem erstmaligen Ansatz grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dazu gehören kurz- und langfristige Finanzinvestitionen, sowie gewährte Kredite und Forderungen und finanzielle Verbindlichkeiten.

Alle derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung am Handelstag zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und zu jedem Bilanzstichtag neu bewertet. Der daraus entstehende Gewinn oder Verlust ist erfolgswirksam zu erfassen, es sei denn die derivativen Finanzinstrumente sind als Sicherungsinstrumente designiert; in diesem Fall hängt der Zeitpunkt der erfolgswirksamen Erfassung des Gewinn oder Verlusts von der Art der Sicherungsbeziehung ab.

Finanzielle Vermögenswerte

Die Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt in die folgenden Kategorien:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Kredite und Forderungen

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Die Zuordnung hängt von der Art und dem Verwendungszweck der finanziellen Vermögenswerte ab und erfolgt bei Zugang. Umgliederungen werden, sofern zulässig und notwendig, am Bilanzstichtag vorgenommen.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb von finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zuzurechnen sind, erhöhen den Zugangswert des finanziellen Vermögenswertes. Transaktionskosten, die direkt finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zugeordnet werden, werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Käufe oder Verkäufe von Finanzinstrumenten, die eine Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines Zeitrahmens vorsehen, der durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Marktes (Wertpapierkassageschäfte) festgelegt ist, werden am Handelstag erfasst, d. h. zu dem Zeitpunkt, zu dem sich die Unternehmen des Konzerns zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts verpflichten.

Die Folgebewertung der finanziellen Vermögenswerte hängt von deren Zuordnung in die nachfolgend beschriebenen Kategorien ab.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und bei erstmaliger Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert kategorisierte finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehaltene klassifiziert, wenn sie zum Zweck des Verkaufs oder Rückkaufs in der nahen Zukunft erworben wurden. Derivative Finanzinstrumente, einschließlich vom Basisvertrag abzuspaltender eingebetteter Derivate, gelten ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten, wenn sie nicht als effektive Sicherungsinstrumente im Sinne von IAS 39 designiert werden. Von der Möglichkeit, originäre Finanzinstrumente bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte zu designieren, hat der CeramTec Holding Konzern zum Bilanzstichtag keinen Gebrauch gemacht. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Finanzerträgen bzw. Finanzaufwendungen erfasst. Im CeramTec Holding Konzern stellen die in der Anleihe vereinbarten Kündigungsrechte abzuspaltende eingebettete Derivate dar, die der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" zuzuordnen sind.

Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Im Fall des CeramTec Holding Konzerns betrifft dies Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Forderungen. Nach ihrer erstmaligen Erfassung werden finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode und abzüglich etwaiger Wertminderungen bilanziert. Bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten werden Abschläge oder Aufschläge, sowie Gebühren oder Kosten, die ein integraler Teil der Effektivzinsmethode sind, berücksichtigt. Die Effektivverzinsung wird im Zinsergebnis erfasst. Bei objektiven Anzeichen auf mangelnde Werthaltigkeit von Krediten und Forderungen (z. B. bei erheblichen finanziellen Schwierigkeiten oder bedeutenden Veränderungen im Umfeld des Schuldners) werden Wertminderungen vorgenommen und ergebniswirksam in den sonstigen Aufwendungen erfasst. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen die Wertminderungen unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos. Eine Ausbuchung wird vorgenommen, wenn die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen tatsächlich ausfallen. Eine Wertaufholung erfolgt, wenn die Gründe für die vorgenommenen Wertminderungen entfallen sind.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und festen Fälligkeitsterminen, die der CeramTec Holding Konzern bis zu ihrer Fälligkeit zu halten beabsichtigt und dazu auch generell in der Lage ist. Nach ihrer erstmaligen Erfassung werden finanzielle Vermögenswerte dieser Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode, abzüglich etwaiger Wertminderungen bilanziert. Der CeramTec Holding Konzern hat keine bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfassen erworbene Eigen- und Fremdkapitalinstrumente. Eigenkapitalinstrumente, die als zur Veräußerung verfügbar eingestuft werden, sind jene, welche weder zu Handelszwecken gehalten noch erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. In dieser Kategorie eingestufte Fremdkapitalinstrumente, die über einen noch unbestimmten Zeitraum gehalten werden, können als Reaktion auf Veränderungen der Marktbedingungen oder bei Liquiditätsbedarf verkauft werden. Im Rahmen der Folgebewertung werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden als unrealisierte Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis ausgewiesen bis die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ausgebucht, oder eine Wertminderung vorgenommen wurde. Zu diesem Zeitpunkt werden die Gewinne oder Verluste vom sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Der CeramTec Holding Konzern hält keine zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus den finanziellen Vermögenswerten erlöschen, oder wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert an Dritte übertragen hat oder eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei eingegangen ist, bei der Chancen und Risiken oder die Verfügungsmacht übertragen wurden.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten erfasst. Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Transaktionskosten, die direkt der Emission von finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zuzurechnen sind, reduzieren deren Zugangswert. Transaktionskosten, die direkt der Emission von finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zuzurechnen sind, werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die finanziellen Verbindlichkeiten des CeramTec Holding Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Anleihen und Darlehen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Finanzierungsleasingverbindlichkeiten, derivative Finanzinstrumente und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Die Folgebewertung von finanziellen Verbindlichkeiten hängt von deren Zuordnung zu den nachfolgenden Kategorien ab:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeitenumfassen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten sowie finanzielle Verbindlichkeiten, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu Handelszwecken klassifiziert, wenn sie zum Zwecke eines kurzfristigen Verkaufs gehalten werden. Derivative Finanzinstrumente, einschließlich vom Basisvertrag abzuspaltender eingebetteter Derivate, gelten ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten, sofern sie nicht als effektive Sicherungsinstrumente im Sinne von IAS 39 designiert wurden. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Finanzerträgen bzw. Finanzaufwendungen erfasst werden. Im CeramTec Holding Konzern stellen die im Konsortialkreditvertrag enthaltenen Zinsbegrenzungsvereinbarungen abgespaltene eingebettete Derivate dar, die der Kategorie zu Handelszwecken gehalten zuzuordnen sind.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeitensind alle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten werden Abschläge oder Aufschläge, sowie Gebühren oder Kosten, die ein integraler Teil der Effektivzinsmethode sind, berücksichtigt. Die Effektivverzinsung wird im Zinsergebnis erfasst. Zu den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten des CeramTec Holding Konzerns gehören Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder erloschen sind.

Saldierung der Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden aufgerechnet und in der Bilanz als Nettowert ausgewiesen, wenn eine Aufrechnung der bilanzierten Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt rechtlich durchsetzbar ist und die Absicht vorliegt, die Abwicklung auf Nettobasis vorzunehmen oder den Vermögenswert zu realisieren und die Verbindlichkeit gleichzeitig zu begleichen.

Sicherungsgeschäfte

Hedge Accounting bezeichnet eine spezielle Form der Rechnungslegung, die die Bilanzierung des Grundgeschäfts und des Sicherungsgeschäfts einer Sicherungsbeziehung dahingehend modifiziert, dass die Bewertungsergebnisse periodengleich und erfolgsneutral oder erfolgswirksam erfasst werden. Entsprechend bildet die Anwendung von Hedge Accounting die wertmäßige ökonomische Kompensation von Grund- und Sicherungsgeschäft ab. IAS 39 sieht drei Arten von Sicherungsbeziehungen vor, sofern die strengen Voraussetzungen für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung im Einzelfall erfüllt sind:

Fair Value Hedge, wenn das Risiko von Änderungen des beizulegenden Zeitwertes einer bilanzierten Forderung oder Verbindlichkeit oder einer nicht erfassten vertraglichen Verpflichtung abgesichert wird

Cashflow Hedge, wenn das Risiko von Änderungen von Zahlungsströmen abgesichert wird, das sich entweder aus einer bilanzierten Forderung oder Verbindlichkeit oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion ergibt oder aus dem Währungskursrisiko einer nicht erfassten vertraglichen Verpflichtung

Sicherung von Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb.

Der CeramTec Holding Konzern setzt Währungsswaps ein, um den wesentlichen Teil der aus den USD-Darlehen resultierenden Fremdwährungsrisiken abzusichern. Diese Sicherungsbeziehungen werden als Cashflow Hedges bilanziert. Dabei wird der effektive Teil der Wertänderungen des beizulegenden Zeitwerts des als Sicherungsinstruments designierten Derivats im sonstigen Ergebnis ausgewiesen, während der ineffektive Teil der Wertänderung unmittelbar erfolgswirksam erfasst wird. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Wertänderungen werden in derselben Periode, in der das gesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird, in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Bewertung zum beizulegenden Zeitwert

Der CeramTec Holding Konzern bewertet am Bilanzstichtag derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert. Weiterhin werden für alle übrigen Finanzinstrumente die beizulegenden Zeitwerte im Anhang angegeben.

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts angenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode ermittelt worden ist. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert basiert auf der Annahme, dass die Transaktion, um den Vermögenswert oder die Schuld zu verkaufen oder zu übertragen an einem der folgenden Plätze erfolgt:

Am Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld oder,

bei Abwesenheit eines Hauptmarktes, am vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit.

Der Hauptmarkt oder der vorteilhafteste Markt müssen für den CeramTec Holding Konzern zum Bewertungsstichtag zugänglich sein.

Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld berücksichtigt der Konzern bestimmte Merkmale des Vermögenswerts oder der Schuld (bspw. Zustand und Standort des Vermögenswerts oder Verkaufs- und Nutzungsbeschränkungen), wenn Marktteilnehmer diese Merkmale bei der Preisfestlegung für den Erwerb des jeweiligen Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld zum Bewertungsstichtag ebenfalls berücksichtigen würden.

Eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert eines nicht-finanziellen Vermögenswerts berücksichtigt die Fähigkeit eines Marktteilnehmers, wirtschaftliche Vorteile durch eine bestmögliche Verwendung des Vermögenswerts oder durch den Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der den Vermögenswert bestmöglich verwenden würde, zu generieren.

Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.

Die Anschaffungskosten umfassen den Kaufpreis sowie alle dem Erwerb direkt zurechenbaren Nebenkosten. Die Anschaffungskosten werden mittels der gleitenden Durchschnittspreismethode ermittelt.

Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen, die durch den Produktionsprozess veranlasst sind, sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten. In den Herstellungskosten sind keine während der Fertigung angefallenen Fremdkapitalzinsen enthalten, da es sich bei den Vorräten im CeramTec Holding Konzern nicht um qualifizierte Vermögenswerte nach IAS 23 handelt.

Die Vorräte werden abgewertet, um Risiken aus einer verminderten Gängigkeit abzubilden. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Vertriebskosten. Zuvor erfasste Wertminderungen werden bei Wegfall der Wertminderungsgründe zurückgenommen. Eine Zuschreibung erfolgt dabei bis maximal zur Höhe der Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die flüssigen Mittel umfassen grundsätzlich Kassenbestände und Bankguthaben, sowie Barmittel und kurzfristige Anlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung umfassen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die in der Bilanz ausgewiesenen Bestände.

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen

Leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Hierbei werden die in der laufenden Periode und in früheren Perioden im Austausch für die erbrachten Arbeitsleistungen der Arbeitnehmer erdienten Leistungen berücksichtigt. Bei der Ermittlung des Verpflichtungsumfangs werden außerdem zukünftig erwartete Entgelt- und Rentenanpassungen sowie die Fluktuationswahrscheinlichkeit, nach Alter und Geschlecht differenziert, in die Berechnungen einbezogen. Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland werden unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Pensionsverpflichtungen außerhalb Deutschlands werden unter Berücksichtigung landesspezifischer Parameter ermittelt.

Die Verpflichtungen werden mit Zinssätzen abgezinst, die aus erstrangigen, festverzinslichen Industrieanleihen des gleichen Währungsraums und gleicher Laufzeit abgeleitet werden. Wenn erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen nicht verfügbar sind, werden die Renditen für Staatsanleihen verwendet. Die Nettozinsen auf die Nettoschuld werden mittels Multiplikation der Nettoschuld mit dem Abzinsungssatz ermittelt.

Die Neubewertungen umfassen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, den Ertrag aus Planvermögen und die Veränderungen in der Auswirkung der Vermögensobergrenze unter Ausschluss der Nettozinsen auf die Nettoschuld. Diese werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Neubewertungen werden in späteren Perioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand resultiert aus der Veränderung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung, die aus einer Anpassung oder Kürzung eines Plans entsteht und wird als Aufwand erfasst.

Von dem Barwert der Versorgungsverpflichtungen wird der beizulegende Zeitwert des Planvermögens abgezogen. Das Planvermögen umfasst Vermögen, das durch einen langfristig ausgelegten Fonds zur Erfüllung von Leistungen an Arbeitnehmer gehalten wird. Dieser Fonds muss rechtlich unabhängig von dem berichtenden Unternehmen sein und besteht ausschließlich um Leistungen an Arbeitnehmer zu zahlen oder zu finanzieren.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenen Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrags der Rückstellung möglich ist. Informationen zu Schätzunsicherheiten sind in Kapitel 2.3 Schätzunsicherheiten und Ermessensentscheidungen enthalten.

Der bilanzierte Rückstellungsbetrag stellt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich ist. Dabei sind die der Verpflichtung inhärenten Risiken und Unsicherheiten zu berücksichtigen. Wird eine Rückstellung auf Basis der für die Erfüllung der Verpflichtung geschätzten Zahlungsströme bewertet, werden diese Zahlungsströme abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.

Kann davon ausgegangen werden, dass Teile oder der gesamte zur Erfüllung der Rückstellung notwendige wirtschaftliche Nutzen durch einen außenstehenden Dritten erstattet wird, wird dieser Anspruch als Vermögenswert aktiviert, wenn diese Erstattung so gut wie sicher ist und ihr Betrag zuverlässig geschätzt werden kann. Der für die Erstattung angesetzte Betrag darf die Höhe der Rückstellung nicht überschreiten.

Eventualverbindlichkeiten und -forderungen

Eventualverbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, es sei denn, die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ist sehr unwahrscheinlich. Eventualforderungen werden ebenfalls nicht in der Bilanz erfasst. Sie sind im Anhang beschrieben, vorausgesetzt, ein Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens wird als wahrscheinlich betrachtet.

Steuern

Tatsächliche Ertragsteueransprüche und Ertragsteuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird, und zwar auf Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden.

Aktive und passive latente Steuern werden für alle abzugsfähigen und zu versteuernden temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der IFRS-Konzernbilanz ausgewiesen. Aktive latente Steuern umfassen außerdem Ansprüche auf Steuerminderungen, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlust- oder Zinsvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind anhand der Steuersätze zu bewerten, deren Gültigkeit für die Periode, in der sich die temporären Differenzen voraussichtlich umkehren werden, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze und Steuervorschriften verwendet, die zum Abschlussstichtag in der jeweiligen Gesellschaft gültig oder angekündigt sind.

Laufende und latente Steuern werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst werden; in diesem Fall werden die laufenden und latenten Steuern ebenfalls im sonstigen Ergebnis oder im Eigenkapital erfasst.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Zwischen der CeramTec Holding (als Organträger), CeramTec Group GmbH, CeramTec FinCo GmbH, CeramTec Service GmbH, CeramTec GmbH, Cerasiv GmbH Innovatives Keramik-Engineering, CeramTec-ETEC GmbH und der Emil Müller GmbH besteht eine ertragsteuerliche Organschaft. Außerdem besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft zwischen der CeramTec Service GmbH als Organträger und der CeramTec GmbH, Cerasiv GmbH Innovatives Keramik-Engineering, CeramTec-ETEC GmbH und der Emil Müller GmbH.

2.3 Schätzunsicherheiten und Ermessensentscheidungen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Management Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der zum Stichtag ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, sowie Vermögenswerte, Schulden und die Angabe der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Diese Einschätzungen und Annahmen werden gemacht, um einen zutreffenden Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des CeramTec Holding Konzerns zu ermöglichen. Die zugrunde liegenden Annahmen werden regelmäßig überprüft. Die tatsächlichen Beträge können jedoch von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen.

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des CeramTec Holding Konzerns hat das Management die folgenden Bewertungen vorgenommen, welche einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben.

Unternehmenszusammenschlüsse

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden werden im Erwerbszeitpunkt zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Anwendung der Erwerbsmethode erfordert bestimmte Schätzungen und Beurteilungen, vor allem in Bezug auf die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen und der übernommenen Verbindlichkeiten. Außerdem müssen die erwarteten Nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen bestimmt werden.

Diese Bemessung basiert zum großen Teil auf zukünftig erwarteten Zahlungsströmen. Abweichungen der tatsächlichen Zahlungsströme von den bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zugrunde gelegten Zahlungsströmen können die zukünftigen Periodenergebnisse des CeramTec Holding Konzerns signifikant beeinflussen.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 557.961 (31. Dezember 2015: TEUR 557.567) wurde zum Bilanzstichtag erfasst. Des Weiteren werden sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 557.421 (31. Dezember 2015: TEUR 603.922) ausgewiesen.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Für die Berechnung des erzielbaren Betrags zur Ermittlung des Wertminderungsbedarfs von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen wurden Annahmen getroffen. Hierzu wurden zukünftige Zahlungsströme aus der Budgetplanung und der mittelfristigen Prognose für die jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten abgeleitet. Das Management geht davon aus, dass die Annahmen und Schätzungen, auf denen die abgezinsten Zahlungsströme beruhen, zutreffend sind. Dennoch können Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Wachstumsannahmen den Wertminderungstest beeinflussen und zu zukünftigen Wertminderungen oder Wertaufholungen führen.

Die gebuchten Wertminderungen auf nicht finanzielle Vermögenswerte für das Geschäftsjahr und die Vergleichsperiode sind in Kapitel 4.1 Immaterielle Vermögenswerte und 4.2 Sachanlagen ersichtlich.

Wertberichtigungen auf Forderungen

Die Realisierbarkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde auf der Basis der geschätzten Ausfallwahrscheinlichkeiten beurteilt. Entsprechend werden Forderungen gegen Kunden in der Höhe, in der die Forderung als uneinbringlich eingeschätzt wird. wertberichtigt (zum Beispiel werden Forderungen gegen Kunden, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde und sofern vorliegende Sicherheiten nicht werthaltig sind, in voller Höhe einzelwertberichtigt). Zum Bilanzstichtag wurde ein Wertberichtigungsbedarf von TEUR 535 (31. Dezember 2015: TEUR 644) erfasst.

Rückstellungen für Pensionen

Die Bewertung von leistungsorientierten Plänen erfolgt anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen. Diese beinhalten Annahmen über Abzinsungssätze, die zukünftigen Gehaltsentwicklungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen.

Pensionsrückstellungen von TEUR 102.410 (31. Dezember 2015: TEUR 86.071) wurden zum Ende der Berichtsperiode erfasst.

Rückstellungen

Rückstellungen für die erwarteten Aufwendungen aus Gewährleistungsverpflichtungen gemäß nationalem Kaufvertragsrecht werden zum Verkaufszeitpunkt der betreffenden Produkte nach der besten Einschätzung der Geschäftsführung hinsichtlich der zur Erfüllung der Verpflichtung des Konzerns notwendigen Ausgaben angesetzt.

Aufwendungen für die Verpflichtung zur Beseitigung von Umweltschäden werden zurückgestellt, sofern die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die Kosten realistisch geschätzt werden können. Mit fortschreitenden Untersuchungen und im Verlauf der Durchführung der Sanierungsmaßnahmen werden die Rückstellungen dem Erkenntnisgewinn angepasst. Die Höhe der einzelnen Rückstellungen wird beeinflusst durch Faktoren wie das Ausmaß der Verunreinigung, die geforderten Sanierungsmaßnahmen und weitere Forderungen von Behörden, Unternehmen oder Privatpersonen.

Rückstellungen im Wert von TEUR 29.851 (31. Dezember 2015: TEUR 19.098) wurden zum Ende der Berichtsperiode erfasst.

Aktive latente Steuern

Die Berechnung der aktiven latenten Steuern verlangt Annahmen, welche das zukünftige zu versteuernde Einkommen und die zeitliche Nutzung des latenten Steueranspruchs betreffen. Diese Annahmen berücksichtigen die voraussichtliche Geschäftsentwicklung und den Ergebniseffekt aus der Umkehrung von zu versteuernden temporären Unterschieden. Da künftige Geschäftsentwicklungen nicht mit Sicherheit vorhersehbar und bis zu einem gewissen Ausmaß nicht vom CeramTec Holding Konzern beeinflusst werden können, ist die Bemessung von latenten Steueransprüchen mit Unsicherheit behaftet.

Zum Bilanzstichtag wurden aktive latente Steuern von TEUR 851 (31. Dezember 2015: TEUR 1.085) erfasst.

2.4 Anwendung geänderter und neuer Standards und Interpretationen: Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden durch erstmalige Anwendung von überarbeiteten und neu herausgegebenen IFRS und IFRIC

Noch nicht verpflichtend anzuwendende überarbeitete und neu herausgegebene IFRS und IFRIC

Die folgenden überarbeiteten und neu herausgegebenen IFRS und IFRIC waren im Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. sind von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften im Rahmen des Endorsement-Verfahrens für die Europäische Union noch nicht übernommen worden. Im Geschäftsjahr wurde keiner dieser neuen oder geänderten Standards und Interpretationen vorzeitig angewendet.

Standards und Interpretationen Erstanwendungszeitpunkt
IFRS 14 "Bilanzierung von regulatorischen Abgrenzungsposten" 1. Januar 2016
Änderungen an IFRS 11: "Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit" 1. Januar 2016
Änderungen der IAS 16 und IAS 38: "Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden" 1. Januar 2016
Änderungen der IAS 16 und IAS 41: "Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen" 1. Januar 2016
Änderungen des IAS 27: "Equity-Methode im separaten Abschluss" 1. Januar 2016
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28: "Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture" auf unbestimmte Zeit verschoben
Jährliches Änderungsverfahren (2012 - 2014) - September 2013 1. Januar 2016
Änderungen an IAS 1: "Darstellung des Abschlusses" 1. Januar 2016
Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28: "Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme" 1. Januar 2016
Änderungen an IAS 12: "Bilanzierung latenter Steueransprüche aus unrealisierten Verlusten" 1. Januar 2017
Änderungen an IAS 7: "Angaben zu Veränderungen in den Verbindlich-keiten aus Finanzierungstätigkeit" 1. Januar 2017
Jährliches Änderungsverfahren (2014 - 2016) zu IFRS 12 1. Januar 2017
IFRS 15: "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" 1. Januar 2018
IFRS 9 "Finanzinstrumente" 1. Januar 2018
Änderungen zu IFRS 2: "Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich" 1. Januar 2018
Änderungen zu IFRS 4: "Auswirkungen aus unterschiedlichen Erstanwendungszeitpunkten von IFRS 9 und dem Nachfolgestandard zu IFRS 4" 1. Januar 2018
Jährliches Änderungsverfahren (2014 - 2016) zu IFRS 1 und IAS 28 1. Januar 2018
IFRIC 22: "Bilanzierung von Geschäftsvorfällen mit Gegenleistung in fremder Währung" 1. Januar 2018
Änderungen zu IAS 40: "Übertragungen in den oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien" 1. Januar 2018
IFRS 16: "Bilanzierung von Leasingverhältnissen" 1. Januar 2018

Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss der CeramTec Holding werden nicht erwartet.

3 Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

3.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren hauptsächlich aus dem Verkauf von Gütern und Waren. Die Umsätze verteilen sich wie folgt auf die Regionen und Produktgruppen:

2016 2015
TEUR TEUR
Regionen    
Europa 210.773 209.314
Deutschland 133.068 130.235
Nordamerika 72.979 83.549
Asien 61.393 62.739
Sonstige Regionen 15.100 15.494
Gesamt 493.313 501.331
Produktgruppen    
Industrietechnik 307.763 318.612
Medizintechnik 185.550 182.719
Gesamt 493.313 501.331

3.2 Umsatzkosten

Die Umsatzkosten setzen sich wie folgt zusammen:

2016 2015
TEUR TEUR
Material- und Verpackungskosten 88.687 94.800
Abschreibungen 49.890 50.414
Personalaufwendungen 113.504 108.477
Übrige Umsatzkosten 42.848 46.265
Gesamt 294.929 299.956

Die übrigen Umsatzkosten beinhalten im Wesentlichen Energiekosten und Instandhaltungsaufwendungen.

3.3 Vertriebskosten

Die Vertriebskosten beinhalten im Wesentlichen Abschreibungen und Personalaufwendungen.

3.4 Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten beinhalten im Wesentlichen Personalaufwendungen.

3.5 Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten enthalten im Wesentlichen Personalaufwendungen.

3.6 Sonstige Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen Erträge und Aufwendungen (-) setzen sich wie folgt zusammen:

2016 2015
TEUR TEUR
Währungsergebnis 3 1.990
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 79 400
Restrukturierungskosten -61 -735
Abschreibungen und Wertminderungen -2.498 -778
Wertberichtigung auf Forderungen -118 -186
Erträge aus Zahlungseingängen für wertberichtigte Forderungen 58 12
Verlust aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen -64 -99
Übrige sonstige Erträge 611 649
Übrige sonstige Aufwendungen -231 -805
Gesamt -2.221 448

Die Restrukturierungskosten beinhalten im Wesentlichen Personalaufwendungen.

Die Abschreibungen und Wertminderungen betrafen im Wesentlichen die Abwertung von zwei aktivierten Technologien (sonstige immaterielle Vermögenswerte).

3.7 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2016 2015
TEUR TEUR
Zinserträge und sonstige Finanzerträge    
Bewertungsgewinne aus Derivaten 18.637 5.308
Fremdwährungsgewinne 1 0
Sonstige Zinserträge 96 100
Gesamt 18.734 5.408
Zinsaufwendungen und sonstige Finanzaufwendungen    
Zinsaufwand aus dem Konsortialkredit 25.430 28.760
Zinsaufwand aus der Anleihe 25.303 25.303
Zinsaufwand aus der Effektivzinsmethode 5.731 7.152
Zinsaufwand aus Gesellschafterdarlehen 11.895 11.024
Fremdwährungsverluste 2.296 6.933
Sonstiger Zinsaufwand 2.941 2.732
Abzüglich: Fremdkapitalkosten, die auf qualifizierte Vermögenswerte aktiviert wurden 0 -205
Gesamt 73.596 81.699
Finanzergebnis -54.862 -76.291

Die Fremdwährungsverluste resultieren aus Darlehen, die nicht in der funktionalen Währung der betroffenen Konzernunternehmen geführt werden. Erläuterungen zu den Zinserträgen und Zinsaufwendungen aus Derivaten sind in Kapitel 4.16 enthalten.

Der sonstige Zinsaufwand besteht in Höhe von TEUR 2.102 (Vorjahr: TEUR 1.839) aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

3.8 Ertragsteuern

Zwischen der CeramTec Holding und ihren deutschen Tochtergesellschaften besteht eine ertragsteuerliche Organschaft. Daher fallen die deutsche Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer nur auf Ebene des Organträgers, der CeramTec Holding, an. Außerdem ist die CeramTec Holding mittelbar an ausländischen Kapitalgesellschaften beteiligt. Die laufenden Ertragsteuern des CeramTec Holding Konzerns umfassen daher neben der deutschen Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer den Steueraufwand der ausländischen Kapitalgesellschaften, der auf Basis des nach lokalem Steuerrecht ermittelten steuerpflichtigen Einkommens und des jeweils darauf anwendbaren Steuersatzes berechnet wurde.

Das Periodenergebnis vor Ertragsteuern von TEUR 4.836 (Vorjahr: TEUR -6.615) verteilt sich zwischen Inland und Ausland wie folgt:

2016 2015
TEUR TEUR
Inland -5.874 -15.168
Ausland 10.710 8.553
Gesamt 4.836 -6.615

Der Steueraufwand von TEUR 10.010 (Vorjahr: TEUR 7.694) setzt sich wie folgt zusammen:

2016 2015
TEUR TEUR
Laufender Ertragsteueraufwand -17.132 -18.474
Latenter Steuerertrag 7.122 10.780
Steueraufwand (-)/Steuerertrag (+) -10.010 -7.694

Insgesamt ergibt sich ein gewichteter Steuersatz für den CeramTec Holding Konzern von 28,5 % (Vorjahr: 28,5 %). Nachfolgend ist die Überleitung des nominellen zum effektiven Steuersatz (d. h. Steueraufwand im Verhältnis zum Ergebnis vor Ertragsteuern) dargestellt. Der effektive Steuersatz beinhaltet neben dem laufenden auch den latenten Steueraufwand und berücksichtigt sämtliche Einflüsse, wie z. B. nicht abzugsfähige Betriebsausgaben oder eine Änderung von Bemessungsgrundlagen.

2016 2015
TEUR % TEUR %
Periodenergebnis vor Ertragsteuern 4.836   -6.615  
Erwarteter Steuerertrag (+)/Steueraufwand (-) -1.378 28,5 1.886 28,5
Permanente Differenzen -2.142 44,3 -2.058 -31,1
Nichtaktivierung von latenten Steuern auf Zinsvorträge -6.606 136,6 -6.277 -94,9
Steueraufwand (-)/Steuerertrag (+) für Vorjahre 191 -4,0 -373 -5,6
Wertberichtigungen von latenten Steuern auf temporäre Differenzen -119 2,5 -798 -12,1
Sonstige Anpassungen 44 -0,9 -74 -1,1
Steueraufwand (-)/Steuerertrag (+) und Effektivsteuersatz -10.010 207,0 -7.694 -116,3

Die Effekte aus permanenten Differenzen resultieren hauptsächlich aus gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen in Höhe von TEUR 2.106 (Vorjahr: TEUR 2.121), sonstigen nichtabzugsfähigen Betriebsausgaben in Höhe von TEUR 215 (Vorjahr: TEUR 160) und steuerfreien Erträgen in Höhe von TEUR -179 (Vorjahr: TEUR -223).

Latente Steuern

Latente Ertragsteuern wurden mit dem voraussichtlichen Steuersatz der jeweiligen Gesellschaft berechnet. Die latenten Steuern werden saldiert insoweit eine Aufrechnung der tatsächlichen Steuern rechtlich durchsetzbar ist und von der gleichen Steuerbehörde erhoben wird. Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus den folgenden Sachverhalten:

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
Aktiv Passiv Aktiv Passiv
TEUR TEUR TEUR TEUR
Steuerliche Verlustvorträge 89 0 445 0
Sachanlagen 196 23.092 185 24.244
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte 9.622 156.040 12.872 166.389
Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.487 24.861 1.114 18.823
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 31.945 2.152 25.018 2.509
Kurzfristige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 7.795 396 6.537 467
Gesamt latente Steuern 51.134 206.541 46.171 212.432
Saldierung -50.283 -50.283 -45.086 -45.086
Latente Steuern 851 156.258 1.085 167.346

Im sonstigen Ergebnis werden latente Steuererträge auf die Neubewertung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 3.989 (2015: latente Steueraufwendungen von TEUR 2.762) und latente Steueraufwendungen auf das Ergebnis aus Cashflow-Hedges in Höhe von TEUR 68 (2015: TEUR 758) erfasst.

Verlust- und Zinsvorträge

Die bestehenden Verlust- und Zinsvorträge setzen sich wie folgt zusammen:

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
Zinsvorträge 97.905 72.989
für die keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen werden 97.905 72.989
Ausländische Verlustvorträge 3.385 5.181
für die keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen werden 3.052 3.011
Verlustvorträge gesamt 3.385 5.181
für die keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen werden 3.052 3.011

Aktive latente Steuern wurden auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 333 (31. Dezember 2015: TEUR 2.170) gebildet.

Die ausländischen Verlustvorträge, für die latente Steuern aktiviert wurden, resultieren hauptsächlich aus den Konzernunternehmen in Spanien mit TEUR 252 (31. Dezember 2015: TEUR 315) und Indien mit TEUR 81 (31. Dezember 2015: TEUR 0) sowie im Vorjahr aus der Tschechischen Republik (TEUR 1.254) und Polen (TEUR 513).

Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 2.620 wurden keine passiven latenten Steuern angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.

3.9 Zusätzliche Angaben zur Art der Aufwendungen

Materialaufwand

Im Geschäftsjahr entstanden Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 104.868 (Vorjahr: TEUR 113.631).

Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2016 2015
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 137.488 133.046
Sozialaufwendungen inkl. Pensionsaufwand 38.811 34.688
Gesamt 176.299 167.734

Der Personalaufwand ist in den Herstellungs-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren im Konzern durchschnittlich 3.229 (im Vorjahr: 3.301) Mitarbeiter beschäftigt. Diese verteilen sich wie folgt:

2016 2015
Köpfe Köpfe
Angestellte 1.170 1.185
Gewerbliche 2.059 2.116
Gesamt 3.229 3.301

Abschreibungen

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

2016 2015
TEUR TEUR
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 44.901 44.746
Abschreibungen auf Sachanlagen 38.558 39.094
Wertberichtigung auf immaterielle Vermögenswerte 2.471 511
Wertberichtigung auf Sachanlagen 26 268
Gesamt 85.956 84.619

4 Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1 Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Geschäfts- oder Firmenwerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte Sonstige Gesamt
Marken Technologie Kunden-
beziehungen
Auftrags-
bestand
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten              
1. Januar 2015 550.820 51.289 236.177 406.843 10.758 4.814 1.260.701
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 3.653 930 0 5.469 0 784 10.836
Zugänge 0 0 0 0 0 1.093 1.093
Zuwendungen aus öffentlicher Hand 0 0 0 0 0 -18 -18
Abgänge 0 0 0 0 -10.758 0 -10.758
Umbuchungen 0 0 0 0 0 94 94
Währungsdifferenzen 3.094 7 0 1.204 0 78 4.383
31. Dezember 2015 557.567 52.226 236.177 413.516 0 6.845 1.266.331
Zugänge 0 0 0 0 0 656 656
Abgänge 0 0 0 0 0 -1 -1
Währungsdifferenzen 394 31 0 315 0 46 786
31. Dezember 2016 557.961 52.257 236.177 413.831 0 7.546 1.267.772
Abschreibungen/Wertminderungen              
1. Januar 2015 0 0 18.626 38.309 10.758 2.359 70.054
Zugänge Abschreibungen 0 54 13.968 29.199 0 1.525 44.746
Zugänge Wertminderungen 0 0 511 0 0 0 511
Abgänge 0 0 0 0 -10.758 0 -10.758
Währungsdifferenzen 0 1 0 218 0 71 290
31. Dezember 2015 0 55 33.105 67.726 0 3.956 104.842
Zugänge Abschreibungen 0 92 13.902 29.428 0 1.479 44.901
Zugänge Wertminderungen 0 0 2.471 0 0 0 2.471
Abgänge 0 0 0 0 0 -1 -1
Währungsdifferenzen 0 6 0 131 0 39 177
31. Dezember 2016 0 153 49.478 97.285 0 5.473 152.390
Nettobuchwerte              
31. Dezember 2016 557.961 52.104 186.699 316.546 0 2.073 1.115.382
31. Dezember 2015 557.567 52.171 203.072 345.790 0 2.889 1.161.489

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert einerseits aus dem Erwerb des Geschäftsbereichs Hochleistungskeramik im Jahr 2013 sowie andererseits aus dem Erwerb der DAI Ceramics, Inc. in 2015. Dieser wurde den Zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) CeramTec (TEUR 498.758), Emil Müller (TEUR 39.807) und CeramTec-ETEC (TEUR 19.396) zugeordnet.

In 2016 wurde die Organisation sowie die Berichtsstruktur in der CeramTec-Gruppe in die Bereiche Medical und Industrial unterteilt. Demzufolge ist die ZGE CeramTec zum 31. Dezember 2016 in die ZGE Medical und in die ZGE Industrial aufgeteilt worden. Hieraus resultiert entsprechend IAS 36.78 auch die Zuordnung des Goodwills aus der ZGE CeramTec auf die ZGE Medical (TEUR 312.721) und die ZGE Industrial (TEUR 186.037).

Die ZGE CeramTec beinhaltete bis einschließlich 2015 alle Geschäftsaktivitäten zur Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Produkten technischer Hochleistungskeramik für die Medizintechnik, die Elektronik- und Automobilindustrie sowie den Maschinenbau. In 2016 wurden die Geschäftsaktivitäten zur Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Produkten technischer Hochleistungskeramik für die Medizintechnik der ZGE Medical zugeordnet. Die Geschäftsaktivitäten zur Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Produkten technischer Hochleistungskeramik für die Elektronik- und Automobilindustrie sowie dem Maschinenbau wurden der ZGE Industrial zugeordnet.

In der ZGE Emil Müller werden wie im Vorjahr vor allem Gießkerne aus Salz für die Fertigung von Gussbauteilen in der Automobilindustrie entwickelt, produziert und vertrieben.

In der ZGE CeramTec-ETEC sind im Wesentlichen unverändert die Geschäftsaktivitäten der keramischen Produkte für ballistische Anwendungen sowie für den Schutz vor Verschleiß und Korrosion enthalten.

Im Rahmen der Kaufpreisallokation zum 1. September 2013 wurden die Marken CeramTec, BIOLOX und SPK identifiziert und angesetzt sowie zum 29. Mai 2015 die Marke DAI Ceramics. Diese weisen zum 31. Dezember 2016 einen Buchwert von TEUR 52.104 (31. Dezember 2015: TEUR 52.171) aus. Da die angesetzten Marken CeramTec, BIOLOX und SPK keine produktspezifischen Marken darstellen und keiner identifizierbaren Abnutzung unterliegen, wurde die Nutzungsdauer für die angesetzten Marken als unbestimmt eingestuft. Die Marke DAI hat zum Bilanzstichtag eine Restnutzungsdauer von 8,4 Jahren (31. Dezember 2015: 9,4 Jahre). Die Marken wurden der zahlungsmittelgenerierenden Einheit CeramTec zugeordnet.

Die Technologien weisen einen Buchwert in Höhe von TEUR 186.699 (31. Dezember 2015: TEUR 203.072) aus und beinhalten im Wesentlichen die Grundlagentechnologie der Hochleistungskeramik. Diese haben eine gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer von 14,1 Jahren (31. Dezember 2015: 15,1 Jahre).

Die Kundenbeziehungen weisen einen Buchwert in Höhe von TEUR 316.546 (31. Dezember 2015: TEUR 345.790) aus und beinhalten im Wesentlichen Kundenbeziehungen aus dem Bereich Medizintechnik. Diese haben eine gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer von 13,0 Jahren (31. Dezember 2015: 14,0 Jahre).

Die planmäßigen Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte werden in den Herstellungs-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungskosten und allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen sowie die Wertminderungen unter den sonstigen Aufwendungen.

Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde der jährliche Werthaltigkeitstest zum 30. November 2015 nach der bisherigen Struktur der ZGE und zum 31. Dezember 2016 nach der neuen Struktur der ZGE durchgeführt. Der erzielbare Betrag wurde auf Grundlage des Nutzungswerts des Vermögenswerts berechnet. Der Nutzungswert wird durch Abzinsung der zukünftigen Zahlungsüberschüsse berechnet. Die Bewertung ist daher der Stufe 3 gemäß IFRS 13 zuzuordnen. Die Prognosen der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse basieren auf den genehmigten Planungen des CeramTec Konzerns, die im Regelfall einen Planungshorizont von drei Jahren haben. Hierfür werden vor allem Annahmen über künftige Verkaufspreise bzw. -mengen und Kosten getroffen. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit CeramTec-ETEC wurde ein abweichender Planungszeitraum bis zum Jahr 2021 festgelegt.

Diese Planungen spiegeln die Erfahrungen der Vergangenheit wider und beinhalten die Erwartungen der Geschäftsführung für die Folgejahre.

Für die Jahre ab 2020 bzw. 2022 wurde eine langfristige Wachstumsrate in Höhe von 1 % zugrunde gelegt. Der gewichtete Kapitalkostensatz ergibt sich aus Eigenkapitalkosten von 8,00 % - 8,04 %, Fremdkapitalkosten (vor Steuern) von 1,65 % und einem Steuersatz von 26,4 % - 32,8 %. Die Eigenkapitalkosten wurden auf Grundlage eines Basiszinssatzes von 0,60 % und einer Marktrisikoprämie von 6,75 % berechnet.

Der gewichtete Kapitalkostensatz der ZGE Medical und der ZGE Industrial beträgt 7,57 %, der ZGE Emil Müller 7,58 % und der ZGE CeramTec-ETEC 7,54 %.

Da der Nutzungswert der Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den jeweiligen Buchwert übersteigt, bestand zum 31. Dezember 2016 kein Wertminderungsbedarf.

Nach unserer Einschätzung würden für möglich gehaltene Veränderungen der wesentlichen Grundannahmen (gewichteter Kapitalkostensatz, EBITDA-Marge, langfristige Wachstumsrate), auf denen die Bestimmung der Nutzungswerte basiert, bei keiner zahlungsmittelgenerierenden Einheit, deren Geschäfts- oder Firmenwert im Verhältnis zum Gesamtbuchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte wesentlich ist, dazu führen, dass der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Nutzungswert übersteigt.

4.2 Sachanlagen

Die Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen Anlagen im Bau Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten          
1. Januar 2015 120.006 215.949 10.792 23.169 369.915
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 2.223 28 0 2.251
Zugänge 3.912 14.209 2.022 6.575 26.718
Zuwendungen aus öffentlicher Hand -239 -1.043 -22 -3 -1.307
Abgänge -200 -5.354 -694 0 -6.248
Umbuchungen 4.605 17.451 660 -22.810 -94
Währungsdifferenzen 811 2.673 -61 595 4.018
31. Dezember 2015 128.894 246.107 12.726 7.526 395.253
Zugänge 302 3.795 2.200 7.563 13.860
Zuwendungen aus öffentlicher Hand 70 3 0 0 73
Abgänge -177 -1.910 -1.005 -1 -3.093
Umbuchungen 1.373 7.867 830 -10.070 0
Währungsdifferenzen 243 3.667 178 -66 4.022
31. Dezember 2016 130.705 259.529 14.929 4.952 410.115
Abschreibungen/Wertminderungen          
1. Januar 2015 8.356 48.170 3.706 0 60.232
Zugänge Abschreibungen 7.340 28.651 3.103 0 39.094
Zugänge Wertminderungen 20 248 0 0 268
Abgänge -98 -4.722 -623 0 -5.443
Währungsdifferenzen 97 851 -44 0 903
31. Dezember 2015 15.715 73.198 6.142 0 95.054
Zugänge Abschreibungen 7.520 27.977 3.061 0 38.558
Zugänge Wertminderungen 0 26 0 0 26
Abgänge -175 -1.620 -938 0 -2.733
Währungsdifferenzen 209 3.275 194 0 3.678
31. Dezember 2016 23.269 102.856 8.459 0 134.583
Nettobuchwerte          
31. Dezember 2016 107.436 156.673 6.470 4.952 275.532
31. Dezember 2015 113.179 172.912 6.582 7.526 300.199

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden in den Herstellungs-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten und die Wertminderungen in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr wurden in den Sachanlagen keine Fremdkapitalzinsen aktiviert (Vorjahr: TEUR 205).

Zum Bilanzstichtag bestehen vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 2.702 (31. Dezember 2015: TEUR 1.615).

Die Sachanlagen enthalten im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen gemietete Gebäude mit einem Nettobuchwert von TEUR 1.412 (31. Dezember 2015: TEUR 1.512) und Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einem Nettobuchwert von TEUR 16 (31. Dezember 2015: TEUR 645). Die korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten sind unter den Finanzverbindlichkeiten gegenüber Dritten erläutert (Kapitel4.13).

4.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Im Nachfolgenden findet sich eine Aufteilung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Hinblick auf ihre Fristigkeit:

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte    
Derivative Finanzinstrumente 47.907 47.348
Abgespaltene Kündigungsrechte 24.459 8.946
Versicherungsansprüche 118 150
Gesamt 72.484 56.444
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte    
Derivative Finanzinstrumente 12.212 8.474
Übrige finanzielle Vermögenswerte 178 41
Gesamt 12.390 8.515

Der CeramTec Holding Konzern hat eine Kündigungsoption für die begebene Anleihe. Diese Kündigungsoption stellt ein eingebettetes Derivat dar, das getrennt vom Grundgeschäft bilanziert wird. Weitere Erläuterungen sind in Kapitel 4.16 enthalten.

4.4 Sonstige Vermögenswerte

Im Nachfolgenden findet sich eine Aufteilung der sonstigen Vermögenswerte im Hinblick auf ihre Fristigkeit:

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
Sonstige langfristige Vermögenswerte    
Abgegrenzte Finanzierungskosten für revolvierende Kreditlinie 312 784
Übrige Vermögenswerte 399 404
Gesamt 711 1.188
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte    
Umsatzsteuerforderungen 992 1.494
Forderungen aus Energiesteuererstattungen 866 825
Abgegrenzte Finanzierungskosten für revolvierende Kreditlinie 471 471
Investitionszuschüsse 0 212
Übrige Vermögenswerte 1.939 2.205
Gesamt 4.268 5.207

Die kurzfristigen übrigen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen.

4.5 Vorräte

Der Bestand an Vorräten setzt sich wie folgt zusammen:

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
Rohmaterial 25.652 24.054
Unfertige Erzeugnisse 25.989 24.994
Fertigerzeugnisse 21.992 22.885
Handelsware 1.810 1.923
Sonstiges 1.461 1.281
Gesamt 76.904 75.137

Der sonstige Vorratsbestand enthält Verpackungsmaterial und Ersatzteile für Maschinen.

Zum Bilanzstichtag beträgt die Wertminderung auf Vorräte TEUR 10.117 (31. Dezember 2015: TEUR 8.991). Der Aufwand aus der Erhöhung der Wertberichtigung um TEUR 1.126 ist in den Umsatzkosten ausgewiesen.

4.6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Bilanzansatz für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 53.553 (31. Dezember 2015: TEUR 53.178) ergibt sich nach Berücksichtigung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 535 (31. Dezember 2015: TEUR 644).

Die Wert- und Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor Wertminderung stellt sich wie folgt dar:

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
Buchwert vor Wertminderung 54.088 53.822
davon am Abschlussstichtag noch nicht fällig 43.878 44.380
davon am Abschlussstichtag überfällig 10.210 9.442
überfällig bis 30 Tage 8.062 7.235
überfällig bis 60 Tage 1.313 1.285
überfällig bis 90 Tage 126 163
überfällig über 90 Tage 709 759

Die Altersstruktur der zum Abschlussstichtag ergebniswirksam erfassten Wertminderungen stellt sich wie folgt dar:

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
noch nicht fällig 20 15
überfällig bis 30 Tage 49 109
überfällig bis 60 Tage 44 37
überfällig bis 90 Tage 45 95
überfällig über 90 Tage 377 388
Gesamt 535 644

Die Wertberichtigungen basieren auf geschätzten Ausfallwahrscheinlichkeiten. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Einzelwertberichtigungen von Forderungen gegen Kunden, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder bei denen erhebliche finanzielle Schwierigkeiten zu beobachten sind.

Die Altersstruktur der überfälligen Forderungen, die nicht wertgemindert sind, stellt sich wie folgt dar:

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
überfällig bis 30 Tage 7.991 7.073
überfällig bis 60 Tage 1.250 1.230
überfällig bis 90 Tage 61 23
überfällig über 90 Tage 163 185
Gesamt 9.465 8.511

Zum Abschlussstichtag liegen keine Anzeichen vor, dass die Schuldner der nicht wertgeminderten und nicht überfälligen Forderungen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen während der abgelaufenen Berichtsperiode.

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
Stand der Wertberichtigungen zum Beginn des Geschäftsjahres 644 459
Zuführung 87 214
Auflösung -27 -34
Verbrauch -176 -19
Währungsumrechnung und sonstiges 7 24
Stand der Wertberichtigungen am 31. Dezember 535 644

4.7 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

In dem Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind Bankguthaben in Höhe von TEUR 124.557 (31. Dezember 2015: TEUR 86.450) und Kassenbestände von TEUR 28 (31. Dezember 2015: TEUR 26) enthalten.

4.8 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Aufgrund der Schließung der Produktion am Standort CeramTec UK Ltd., Colyton, UK, die im Jahr 2014 angekündigt wurde, wurden im Mai 2015 Vermögenswerte aus den Sachanlagen umgegliedert. Die Vermögenswerte wurden in den Jahren 2015 und 2016 veräußert.

4.9 Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Stammkapital des Mutterunternehmens CeramTec Holding beträgt TEUR 25 (31. Dezember 2015: TEUR 25).

Kapitalrücklage

Mit Wirkung zum 31. August 2013/1. September 2013 hat die Faenza Luxembourg S.à.r.l, Luxemburg, die Kapitalrücklage der CeramTec Holding um TEUR 378.148 erhöht. Die Kapitalrücklage ist frei verfügbar und unterliegt keinen Zweckbindungen.

Gewinnrücklage und Periodenergebnis

Die Position Gewinnrücklage und Periodenergebnis enthält die laufenden und die in den Vorjahren von dem CeramTec Holding Konzern generierten Verluste. Hierzu gehört auch die Neubewertungsrücklage der Pensionsverpflichtungen (nach Steuern) in Höhe von TEUR -25.093 (31. Dezember 2015: TEUR -14.046).

Kumuliertes sonstiges Ergebnis

Bei dem kumulierten sonstigen Ergebnis handelt es sich um den Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung sowie die Rücklage für Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Sicherungsinstrumenten, jeweils unter Berücksichtigung der hierauf entfallenden latenten Steuern.

4.10 Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen

Im CeramTec Holding Konzern bestehen leistungs- und beitragsorientierte Pensionspläne, die den berechtigten Mitarbeitern Versorgungsleistungen im Ruhestand, bei Erwerbsunfähigkeit und im Todesfall - im letzten Fall an deren Hinterbliebene - gewähren. Diese Versorgungsleistungen basieren in der Regel auf der Beschäftigungsdauer, dem Entgelt oder den Beiträgen der berechtigten Mitarbeiter unter Berücksichtigung der steuer-, arbeits- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern.

In Deutschland bestehen verschiedene Direktzusagen, welche vom Entgelt und der Beschäftigungsdauer abhängen und einer Höchstbetragsregelung unterliegen. Diese Zusagen enthalten keinen Anspruch auf inflationsbedingte Rentenanpassungen. Für nach dem 1. Januar 2002 eingetretene Mitarbeiter wurden diese leistungsorientierten Pensionspläne geschlossen. Darüber hinaus existiert ein leistungsorientierter Pensionsplan mit Direktzusagen über einen fest vereinbarten Rentenbetrag, welcher von der Beschäftigungsdauer abhängt. Auch dieser Plan wurde für nach dem 1. Januar 2002 eingetretene Mitarbeiter geschlossen. Für das Management der deutschen CeramTec Holding Konzernunternehmen bestehen Direktzusagen, welche sich aus Versorgungsleistungen, die vom Entgelt und der Beschäftigungsdauer abhängen und einer Höchstbetragsregelung unterliegen, sowie aus Versorgungsleistungen, die auf Basis des Unternehmenserfolgs berechnet werden, zusammensetzen. Die berechtigten Mitarbeiter haben darüber hinaus die Möglichkeit einer Entgeltumwandlung, welche in Abhängigkeit der persönlichen Zielerreichung durch das jeweilige Konzernunternehmen bezuschusst wird.

Weiterhin besteht seit Ende 2014 eine Direktzusage zum Ausgleich von eventuellen Nachteilen aus der Neuordnung der Pensionskassen für alle Mitarbeiter, die im Rahmen der Neuordnung zur Höchster Pensionskasse gewechselt haben. Die Bewertung der Verpflichtung erfolgt jährlich durch einen versicherungsmathematischen Gutachter.

Der Pensionsplan im Vereinigten Königreich ist ein fondsfinanzierter leistungsorientierter Pensionsplan. Der Plan wird von einem unternehmensexternen Trägerverein verwaltet, der von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern geführt wird. Die Vertreter sind gesetzlich verpflichtet, die Interessen der Berechtigten zu vertreten und sind für die Investitionsentscheidungen und die Verwaltung des Vermögens zuständig. Der Pensionsplan ist geschlossen. Der Plan gewährt den Berechtigten jährliche Pensionszahlungen, deren Höhe von der Beschäftigungsdauer und dem zuletzt gewährten Gehalt abhängt. Pensionszahlungen werden auch im Todesfall geleistet. Die Bewertung der Verpflichtung erfolgt jährlich durch einen versicherungsmathematischen Gutachter.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen verteilen sich wie folgt:

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
Deutschland 94.359 78.554
UK 7.855 7.320
Übrige 196 197
Gesamt 102.410 86.071

Die nachfolgende Tabelle zeigt den Verpflichtungsumfang, die Höhe des Planvermögens und die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Rückstellungen und sonstigen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2016.

2016
Inländische Pläne Ausländische Pläne Gesamt
Veränderung der Leistungsverpflichtung TEUR TEUR TEUR
Leistungsverpflichtungen zu Beginn des Geschäftsjahres 78.554 12.765 91.319
Dienstzeitaufwand 2.714 30 2.744
Zinsaufwand 1.858 413 2.271
Neubewertungen 13.549 2.145 15.694
aus der Veränderung der finanziellen Annahmen 14.240 2.171 16.411
Erfahrungsbedingte Anpassungen -691 -26 -717
Währungsumrechnung 0 -1.800 -1.800
Bezahlte Versorgungsleistungen -2.316 -1.083 -3.399
Leistungsverpflichtungen am Jahresende 94.359 12.470 106.829
Veränderung des Planvermögens      
Marktwert des Planvermögens zu Beginn des Geschäftsjahres 0 5.279 5.279
Zinserträge aus Planvermögen 0 177 177
Aufwand für die Verwaltung der Pläne 0 -286 -286
Arbeitgeberbeiträge 0 474 474
Neubewertungen 0 491 491
aus der Veränderung der finanziellen Annahmen 0 491 491
Währungsumrechnung 0 -685 -685
Bezahlte Versorgungsleistungen 0 -1.031 -1.031
Marktwert des Planvermögens am Jahresende 0 4.419 4.419
Nettoverpflichtungsbetrag für Versorgungsleistungen 94.359 8.051 102.410
davon Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen 94.359 8.051 102.410
davon sonstige Vermögenswerte 0 0 0

Die nachfolgende Tabelle zeigt den Verpflichtungsumfang, die Höhe des Planvermögens und die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Rückstellungen für die Vergleichsperiode per 31. Dezember 2015.

2015
Inländische Pläne Ausländische Pläne Gesamt
Veränderung der Leistungsverpflichtung TEUR TEUR TEUR
Leistungsverpflichtungen zu Beginn des Geschäftsjahres 83.726 12.821 96.547
Dienstzeitaufwand 4.334 36 4.370
Zinsaufwand 1.569 443 2.012
Neubewertungen -8.871 -872 -9.743
aus der Veränderung der finanziellen Annahmen -8.522 -850 -9.372
Erfahrungsbedingte Anpassungen -349 -22 -371
Währungsumrechnung 0 780 780
Bezahlte Versorgungsleistungen -2.204 -443 -2.647
Leistungsverpflichtungen am Jahresende 78.554 12.765 91.319
Veränderung des Planvermögens      
Marktwert des Planvermögens zu Beginn des Geschäftsjahres 0 5.096 5.096
Zinserträge aus Planvermögen 0 178 178
Aufwand für die Verwaltung der Pläne 0 -306 -306
Arbeitgeberbeiträge 0 456 456
Neubewertungen 0 -52 -52
aus der Veränderung der finanziellen Annahmen 0 -52 -52
Währungsumrechnung 0 332 332
Bezahlte Versorgungsleistungen 0 -425 -425
Marktwert des Planvermögens am Jahresende 0 5.279 5.279
Nettoverpflichtungsbetrag/Rückstellungen für Versorgungsleistungen 78.554 7.486 86.040
davon Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen 78.554 7.517 86.071
davon sonstige Vermögenswerte 0 31 31

Der Berechnung der Pensionsverpflichtung wurden zum 31. Dezember 2016 folgende Annahmen zu Grunde gelegt:

Inland Ausland
Rechnungszins (in %) p.a. 1,60 2,70
Lohn- und Gehaltsentwicklung (in %) p.a. 2,50 N/A
Rententrend (in %) p.a. 2,00 3,00 - 3,40
Lebenserwartung Richttafeln 2005 G Sterbetafeln

Der Berechnung der Pensionsverpflichtung wurden zum 31. Dezember 2015 folgende Annahmen zu Grunde gelegt:

Inland Ausland
Rechnungszins (in %) p.a. 2,40 3,70 - 3,80
Lohn- und Gehaltsentwicklung (in %) p.a. 2,50 N/A
Rententrend (in %) p.a. 2,00 3,00 - 3,20
Lebenserwartung Richttafeln 2005 G Sterbetafeln

Die durchschnittliche Laufzeit der Leistungsverpflichtungen beträgt im Inland 21,7 Jahre und im Ausland 18,0 Jahre.

Die Beiträge, die erwartungsgemäß bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 durch den Arbeitgeber in die Pläne einbezahlt werden, betragen TEUR 343. Für das Geschäftsjahr 2017 werden Versorgungszahlungen in Höhe von TEUR 2.633 erwartet.

Das Risiko aus der Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen, die der Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne zu Grunde liegen, wird von dem jeweiligen Konzernunternehmen getragen. Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen jeweils unverändert geblieben sind. Die Veränderung der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen hätte folgende Auswirkungen (in TEUR) auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen:

Veränderung Auswirkung 31. Dezember 2016
Diskontierungssatz - 0,50 %-Punkte 12.043
  + 0,50 %-Punkte -10.312
Lohn- und Gehaltsentwicklung - 0,50 %-Punkte -237
  + 0,50 %-Punkte 247
Rententrend - 0,50 %-Punkte -10.981
  + 0,50 %-Punkte 12.143
Lebenserwartung + 1 Jahr 4.754

Für das Vorjahr hätte sich die Veränderung der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen (in TEUR) auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen wie folgt ausgewirkt:

Veränderung Auswirkung 31. Dezember 2015
Diskontierungssatz - 0,50 %-Punkte 9.376
  + 0,50 %-Punkte -8.104
Lohn- und Gehaltsentwicklung - 0,50 %-Punkte -171
  + 0,50 %-Punkte 175
Rententrend - 0,50 %-Punkte -8.522
  + 0,50 %-Punkte 9.387
Lebenserwartung + 1 Jahr 3.727

Für inländische Pläne ist kein Planvermögen vorhanden. Das Planvermögen der ausländischen Pläne verteilt sich auf die folgenden Vermögenswerte:

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
Wertpapiere/Aktien 3.549 3.687
Festverzinsliche Wertpapiere 466 1.108
Immobilien 404 484
  4.419 5.279

Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere und Aktien wurden auf der Grundlage von an aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt, während die beizulegenden Zeitwerte der Immobilien nicht auf Preisen basieren, die an aktiven Märkten notiert sind. Bei den im Planvermögen enthaltenen Immobilien handelt es sich um nicht selbst genutzte Immobilien im Vereinigten Königreich. Der Anlagehorizont des Planvermögens berücksichtigt das erwartete Auszahlungsprofil.

Von 1. Januar 2002 bis 31. Dezember 2014 wurden alle neu eintretenden Mitarbeiter der CeramTec GmbH, der CeramTec Service GmbH und der Emil Müller GmbH Mitglieder in der Pensionskasse Dynamit Nobel VVaG. Des Weiteren sind einige aktive und ehemalige Mitarbeiter der CeramTec GmbH und der Emil Müller GmbH Mitglieder in der Pensionskasse der Mitarbeiter der Hoechst-Gruppe VVaG. Bei diesen Pensionskassen handelt es sich um gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber, die grundsätzlich leistungsorientierte Pläne darstellen. Beide Pensionskassen unterliegen der staatlichen Aufsicht. Für den Fall, dass die Kassen ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können, ist der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, für die zugesagten Versorgungsleistungen einzustehen (Subsidiärhaftung). Diese Verpflichtung besteht auch nach einer eventuellen Beendigung der Teilnahme des CeramTec Holding Konzerns an den Plänen fort. Eine Beendigung der Teilnahme hätte allerdings grundsätzlich keinen unmittelbaren Nachzahlungsbedarf zur Folge. Im Konzernabschluss werden diese Pensionspläne in Übereinstimmung mit IAS 19.34 als beitragsorientierte Pläne eingestuft. Da mehrere Arbeitgeber Träger dieser Pensionskassen sind, können Beiträge des CeramTec Holding Konzerns unter Umständen dazu verwendet werden, Leistungen an Arbeitnehmer eines anderen Unternehmens zu finanzieren.

Die Finanzierung der Dynamit Nobel VVaG erfolgt für vor dem 1. Dezember 2007 erteilte Zusagen über einkommensabhängige Beiträge der berechtigten Arbeitnehmer sowie variable Beiträge der Arbeitgeber. Der Arbeitgeberbeitrag muss zusammen mit den Mitgliedsbeiträgen und den Vermögenserträgen der Pensionskasse die satzungsmäßigen Versorgungsleistungen nach versicherungstechnischen Grundsätzen ausreichend finanzieren. Nach Beginn der Rentenzahlung übernimmt die Pensionskasse die gesetzlich erforderlichen Rentenanpassungen, soweit ihr Vermögen dazu ausreicht. In den letzten Jahren konnten die Rentenanpassungen nicht von der Kasse übernommen werden und waren von den Arbeitgebern zu tragen. Für ab dem 1. Dezember 2007 erteilte Zusagen leisteten der Mitarbeiter und der Arbeitgeber einen festgelegten einkommensabhängigen Beitrag. Es besteht keine Verpflichtung des Arbeitgebers zur Anpassung laufender Rentenleistungen. Überschüsse werden zur Erhöhung der Rentenleistungen verwendet. Derzeit sind nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften für Pensionskassen zwar die bestehenden Verpflichtungen vollständig durch Vermögenswerte gedeckt, die zusätzlichen Eigenmittelanforderungen sind aber nicht erfüllt. Es besteht ein aufsichtsbehördlich genehmigter Plan zur Wiedererfüllung der Anforderungen. Negative Planabweichungen, etwa aufgrund einer unzureichenden Vermögensrendite der Pensionskasse, können Nachzahlungen durch den CeramTec Holding Konzern zur Folge haben. Das Verhältnis der Mitglieder, deren Mitgliedschaft auf einem bestehenden oder ehemaligen Arbeitsverhältnis mit der CeramTec GmbH, der CeramTec Service GmbH oder der Emil Müller GmbH basiert, zur Gesamtanzahl der Mitglieder der Pensionskasse beträgt bei den aktiven Anwärtern rd. 26 %, bei den beitragsfreien Anwärtern rd. 11 % und bei den Rentenbeziehern rd. 4 %.

Die Finanzierung der Pensionskasse der Mitarbeiter der Hoechst-Gruppe VVaG erfolgt über einkommensabhängige Beiträge der berechtigten Arbeitnehmer sowie variable Beiträge der Arbeit-geber. Der Arbeitgeberbeitrag muss zusammen mit den Mitgliedsbeiträgen der Arbeitnehmer und den Überschüssen der Pensionskasse die satzungsmäßigen Leistungen nach versicherungstechnischen Grundsätzen ausreichend finanzieren. Nach Beginn der Rentenzahlung übernimmt die Pensionskasse die gesetzlich erforderlichen Rentenanpassungen, soweit ihr Vermögen dazu ausreicht. Das Verhältnis der Mitglieder, deren Mitgliedschaft aus einem bestehenden oder ehemaligen Arbeitsverhältnis mit dem CeramTec Holding Konzern resultiert, zur Gesamtanzahl der Mitglieder beträgt bei den aktiven Anwärtern, den beitragsfreien Anwärtern und den Rentenbeziehern jeweils rd. 0,1 % bis 0,15 %.

Zum 1. Dezember 2014 erfolgte eine Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung, wobei alle Mitarbeiter, die einen bestehenden Vertrag bei der Pensionskasse Dynamit Nobel VVaG haben, Mitglieder der Höchster Pensionskasse VVaG wurden. Seit 1. Januar 2015 werden keine Beiträge mehr in Verträge der Pensionskasse Dynamit Nobel VVaG einbezahlt und die Mitarbeiter werden zu außerordentlichen Mitgliedern. Alle neu eintretenden Mitarbeiter werden Mitglieder der Höchster Pensionskasse VVaG. Die Mitarbeiter und der Arbeitgeber leisten einen festgelegten einkommensabhängigen Beitrag an die Höchster Pensionskasse VVaG. Es besteht keine Verpflichtung des Arbeitgebers zur Anpassung laufender Rentenleistungen. Überschüsse werden zur Erhöhung der Rentenleistungen verwendet. Für eventuelle Nachteile, die sich für die Mitarbeiter aus dem Wechsel der Pensionskasse ergeben, hat die CeramTec GmbH eine Direktzusage erteilt.

Die gezahlten Beiträge in die Pensionskassen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 2.514 (Vorjahr: TEUR 2.101). Die Aufwendungen werden in den Herstellungs-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungskosten und allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen. Für 2017 werden Beiträge in Höhe von TEUR 1.225 erwartet.

Die Aufwendungen für weitere beitragsorientierte Pläne betragen TEUR 10.288 (Vorjahr: TEUR 10.710).

4.11 Rückstellungen

Die Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:

Bestand per 31. Dezember 2015 Zuführungen Verbrauch Auflösung Aufzinsung Währungs-differenz Bestand per 31. Dezember 2016
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Rückstellungen für Mitarbeiterboni 9.020 9.226 7.742 881 0 -32 9.591
Rückstellungen für Gewährleistungen 2.528 793 111 305 0 -6 2.899
Rückstellungen für Umweltrisiken 499 0 43 43 3 6 421
Rückstellungen für Jubiläen 1.079 4.017 50 0 0 0 5.047
Rückstellung Solva-bilitätsverpflichtung 0 5.266 0 0 0 0 5.266
Rückstellungen für Prozessrisiken 1.662 1.583 932 106 0 3 2.209
Rückstellungen für Steuern 2.364 2.787 2.364 0 0 4 2.790
Übrige Rückstellungen 1.946 495 656 156 3 -5 1.627
  19.098 24.167 11.897 1.491 6 -31 29.851

Die Rückstellungen für Umweltrisiken betreffen die Beseitigung von Altlasten, Sanierungs- und Gewässerschutzmaßnahmen. Bei der Bemessung der Rückstellungshöhe werden Schätzungen und, soweit möglich, externe Gutachten herangezogen.

Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sind aufgrund einer im Jahr 2016 mit dem
Betriebsrat vereinbarten Neuregelung berechnet worden.

Es wurde eine Rückstellung für den, für die geschlossene Höchster Pensionskasse VVaG, von der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) verabschiedeten Solvabilitätsplan gebildet.

Die Rückstellung für Steuern beinhaltet erwartete Ertragsteuerzahlungen für vergangene Veranlagungszeiträume.

Die übrigen Rückstellungen umfassen vor allem Rückstellungen für Abfindungen, Rechts- und Beratungskosten sowie Rückstellungen für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten.

Die Fristigkeiten der Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
Kurzfristige Rückstellungen 19.215 15.445
Langfristige Rückstellungen 10.636 3.653
Gesamt 29.851 19.098

Der Zahlungsabfluss der Rückstellungen wird zu 64 % innerhalb eines Jahres und zu 36 % in einem Zeitraum zwischen mehr als einem Jahr und 15 Jahren erwartet.

4.12 Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus einem Darlehen der Faenza Luxembourg S.à.r.l, Luxemburg, in Höhe von TEUR 154.423 (31. Dezember 2015: TEUR 144.574), welches sich wie folgt im Hinblick auf die Fristigkeit aufteilt:

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
Langfristige Finanzverbindlichkeiten    
Darlehensverbindlichkeit 98.021 140.630
abgegrenzte Zinsen 0 3.944
  98.021 144.574
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten    
Darlehensverbindlichkeit 52.830 0
abgegrenzte Zinsen 3.572 0
  56.402 0
Gesamt 154.423 144.574

Am 4. Januar 2017 erfolgte die Zahlung des als kurzfristig ausgewiesenen Teils.

Das Darlehen erhöht sich jährlich zum 29. August um die angefallenen und nicht gezahlten Zinsaufwendungen.

4.13 Finanzverbindlichkeiten gegenüber Dritten

Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Dritten setzen sich wie folgt zusammen:

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
Langfristige Finanzverbindlichkeiten    
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 618.791 647.027
Verbindlichkeiten aus der Anleihe 299.214 297.961
Derivative Finanzinstrumente 7.490 10.122
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.404 1.528
Kaufpreis für erworbene Technologie 105 218
Gesamt 927.004 956.856
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten    
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46.016 37.202
Verbindlichkeiten aus der Anleihe 9.489 9.489
Derivative Finanzinstrumente 3.540 4.437
Boni und Rabatte 1.855 1.861
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 26 504
Übrige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1.603 1.536
Gesamt 62.529 55.029

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nominal in Höhe von TEUR 291.300 aus einer EUR-Tranche und in Höhe von TEUR 381.511 aus einer USD-Tranche. Diese sind variabel verzinslich und haben eine Laufzeit bis zum 30. August 2020. Mit dem Kredit verbundene Transaktionskosten in Höhe von TEUR 19.733 werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Kredits verteilt. Die USD-Tranche ist in Höhe von TEUR 226.900 durch den Abschluss von Währungsswaps gegen das Fremdwährungsrisiko gesichert. Diese Sicherungsbeziehung wird als Cashflow Hedge bilanziert.

Die Anleihe ist festverzinslich und hat ein Nominalvolumen von TEUR 306.700. Diese Anleihe ist zum 15. August 2021 fällig. Der CeramTec Holding Konzern hat eine Kündigungsoption für diese Anleihe, die als separater finanzieller Vermögenswert bilanziert wird (Kapitel 4.3). Damit verbundene Transaktionskosten in Höhe von TEUR 13.120 werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Anleihe verteilt. Weitere Angaben zu den Darlehen, der Anleihe und den Derivaten sind in Kapitel 4.16 enthalten.

Die Zahlungsverpflichtungen aus Finanzierungsleasingverträgen verteilen sich auf zukünftige Zeiträume wie folgt:

Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Barwert der Mindestleasingzahlungen 1.430 26 240 1.164
Zinseffekt 986 101 363 522
Mindestleasingzahlungen 2.416 127 603 1.686

Leasingzahlungen in Höhe von TEUR 26, die in 2017 fällig sind, werden unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Zu den aktivierten Sachanlagen im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen wird auf Kapitel 4.2 verwiesen.

Alle Leasingverhältnisse beinhalten vertraglich fest vereinbarte Raten. Es bestehen keine Untermietverhältnisse. Es besteht eine Verlängerungsoption für Immobilienleasingverträge bei der CeramTec Suzhou.

4.14 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten    
Lohn und Gehalt inkl. Steuern 6.261 6.433
Grunderwerbsteuern 4.151 4.136
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 3.046 3.289
Gesamt 13.458 13.858

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern, Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungsbeiträgen, Verbindlichkeiten gegenüber den Pensionskassen sowie Rechnungsabgrenzungsposten.

4.15 Miet- und Leasingverpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen betreffen im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude, sowie technische Anlagen und Maschinen.

Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen verteilen sich wie folgt auf zukünftige Geschäftsjahre:

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
bis 1 Jahr 1.689 2.001
1 bis 5 Jahre 933 1.533
Gesamt 2.622 3.534

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Aufwendungen aus den Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen auf TEUR 3.185 (Vorjahr: TEUR 3.035).

4.16 Finanzinstrumente

Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Konzernabschluss bilanzierten Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, sortiert nach Klassen und Bewertungskategorien gemäß IAS 39.

31. Dezember 2016
Bewertungskategorie des IAS 39 1 Buchwert Beizulegender Zeitwert
TEUR TEUR
Finanzielle Vermögenswerte      
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 124.585 124.585
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 53.553 53.553
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 296 296
Abgespaltene Kündigungsrechte - HfT FVtPL 24.459 24.459
Währungsswaps in effektiven Sicherungsbeziehungen Hedge 60.119 60.119
Gesamt   263.012 263.012
Finanzielle Verbindlichkeiten      
Anleiheverbindlichkeiten FLAC 308.702 325.746
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 664.807 672.864
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 22.376 22.376
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing FLAC 1.430 1.430
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ggü. verbundenen Untern. FLAC 205 205
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 3.564 3.563
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen FLAC 154.423 157.377
Abgespaltene Zinsbegrenzungs-vereinbarungen - HfT FVtPL 10.275 10.275
ZinsCap - HfT FVtPL 755 755
Gesamt   1.166.536 1.194.591

1 HfT: Held for Trading (zu Handelszwecken gehalten), LaR: Loans and Receivables (Kredite und Forderungen), FVtPL: Measured at Fair Value through Profit or Loss (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet), FLAC: Financial Liabilities measured at Amortized Cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten), Hedge: Hedge accounting (Bilanzierung der Sicherungsbeziehung)

31. Dezember 2015
Bewertungskategorie des IAS 39 1 Buchwert Beizulegender Zeitwert
TEUR TEUR
Finanzielle Vermögenswerte      
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 86.476 86.476
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 53.178 53.178
Forderungen gegen verbundene Unternehmen LaR 1.022 1.022
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 191 191
Abgespaltene Kündigungsrechte - HfT FVtPL 8.946 8.946
Währungsswaps in effektiven Sicherungsbeziehungen Hedge 55.822 55.822
Gesamt   205.635 205.635
Finanzielle Verbindlichkeiten      
Anleiheverbindlichkeiten FLAC 307.449 327.556
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 684.229 695.440
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 24.354 24.354
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing FLAC 2.032 2.032
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 3.615 3.613
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen FLAC 144.574 150.056
Abgespaltene Zinsbegrenzungs-vereinbarungen - HfT FVtPL 13.419 13.419
ZinsCap - HfT FVtPL 1.141 1.141
Gesamt   1.180.813 1.217.611

1 HfT: Held for Trading (zu Handelszwecken gehalten), LaR: Loans and Receivables (Kredite und Forderungen), FVtPL: Measured at Fair Value through Profit or Loss (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet), FLAC: Financial Liabilities measured at Amortized Cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten), Hedge: Hedge accounting (Bilanzierung der Sicherungsbeziehung)

Sofern der beizulegende Zeitwert nicht in Form eines Marktpreises verfügbar ist, wird er auf Basis unterschiedlicher Bewertungsparameter ermittelt. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, wird der beizulegende Zeitwert den Stufen 1, 2 oder 3 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet. Die Unterteilung erfolgt nach folgender Maßgabe:

Stufe 1: Inputfaktoren der Stufe 1 sind notierte (nicht berichtigte) Preise auf für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden

Stufe 2: Inputfaktoren der Stufe 2 sind andere Inputfaktoren als die auf Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar beobachtbar sind

Stufe 3: Inputfaktoren der Stufe 3 sind für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbare Bewertungsparameter.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fair-Value-Hierarchie für derivative Finanzinstrumente, die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden:

31. Dezember 2016
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
TEUR TEUR TEUR
Finanzielle Vermögenswerte      
Abgespaltene Kündigungsrechte - HfT 0 24.459 0
Währungsswaps in effektiven Sicherungsbeziehungen 0 60.119 0
Finanzielle Verbindlichkeiten      
Abgespaltene Zinsbegrenzungs-vereinbarungen - HfT 0 10.275 0
Zinscap - HfT 0 755 0
31. Dezember 2015
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
TEUR TEUR TEUR
Finanzielle Vermögenswerte      
Abgespaltene Kündigungsrechte - HfT 0 8.946 0
Währungsswaps in effektiven Sicherungsbeziehungen 0 55.822 0
Finanzielle Verbindlichkeiten      
Abgespaltene Zinsbegrenzungs-vereinbarungen - HfT 0 13.419 0
Währungsswaps in effektiven Sicherungsbeziehungen 0 1.141 0

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fair-Value-Hierarchie für die Finanzinstrumente, die im Konzernabschluss nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, deren beizulegender Zeitwert jedoch im Anhang angegeben wird. Der Konzern hat die beizulegenden Zeitwerte für Finanzinstrumente, wie zum Beispiel kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, nicht angegeben, da ihre Buchwerte einen angemessenen Näherungswert für die beizulegenden Zeitwerte darstellen.

31. Dezember 2016
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
TEUR TEUR TEUR
Finanzielle Verbindlichkeiten      
Anleiheverbindlichkeiten 325.746 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 672.864 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0 1.430 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 157.377 0
31. Dezember 2015
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
TEUR TEUR TEUR
Finanzielle Verbindlichkeiten      
Anleiheverbindlichkeiten 327.556 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 695.440 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0 2.032 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 150.056 0

Der beizulegende Zeitwert der Anleihe entspricht dem Nominalwert multipliziert mit dem Kurswert zum Berichtsstichtag. Entsprechend wird die Bewertung des beizulegenden Zeitwertes der Stufe 1 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind auf Basis am Markt beobachtbarer Zins-sätze wie bspw. dem EURIBOR oder dem LIBOR, auf deren Basis auch der beizulegende Zeitwert ermittelt wurde, verzinst. Entsprechend erfolgt eine Zuordnung zur Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie.

Die Fair Values der abgespaltenen Derivate werden unter Anwendung des Black-Scholes/Hull-White Bewertungsmodells bewertet, welches sowohl die beobachtbaren Zinsdifferenzkurven als auch die Schwankungsintensität (Volatilität) der betreffenden Währungen betrachtet. Alle wesentlichen Inputparameter wurden direkt oder indirekt von beobachtbaren Marktdaten abgeleitet. Daher wird die Bewertung des beizulegenden Zeitwertes der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.

Die Bewertung der Währungsswaps wird auf Basis eines Discounted-Cashflow-Modells vorgenommen, das die beobachtbaren Devisen-Kassa-Mittelkurse, Zinsdifferenzkurven und die Währungsspreads zwischen den Währungen berücksichtigt. Zum Stichtag des Berichtszeitraums hatten alle Währungsswaps einen positiven Marktwert. Alle wesentlichen Inputparameter wurden direkt oder indirekt von beobachtbaren Marktdaten abgeleitet. Daher wird die Bewertung des beizulegenden Zeitwertes der Währungsswaps der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.

Der Fair Value des Zinscaps wird unter Anwendung des Black-Scholes/Hull-White Bewertungsmodells bewertet, welches sowohl die beobachtbaren Zinsdifferenzkurven als auch die Schwankungsintensität (Volatilität) der betreffenden Währungen betrachtet. Alle wesentlichen Inputparameter wurden direkt oder indirekt von beobachtbaren Marktdaten abgeleitet. Daher wird die Bewertung des beizulegenden Zeitwertes der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts aller übrigen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis eines Discounted-Cashflow-Modells sowie unter Berücksichtigung direkt oder indirekt am Markt beobachtbarer Bewertungsparameter. Entsprechend erfolgte eine Zuordnung dieser Finanzinstrumente zur Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie.

Für Vermögenswerte und Schulden, die im Konzernabschluss auf wiederkehrender Basis zum beizulegenden Zeitwert einbezogen werden, beurteilt der CeramTec Holding Konzern zum Ende jeder Berichtsperiode (basierend auf der untersten Stufe, die maßgeblich für die Bewertung als Ganzes ist), ob eine Übertragung zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie stattgefunden hat. In der abgelaufenen Berichtsperiode gab es keine Übertragungen zwischen Stufe 1 und 2.

Nettogewinne und -verluste sowie Gesamtzinserträge und -aufwendungen

Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten gemäß IAS 39 dar.

31. Dezember 2016
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts Währungs-umrechnung Wertminderungsaufwand Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Kredite und Forderungen (LaR) 0 -258 -60 -318
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 260 0 260
Abgespaltene Kündigungsrechte/Zinsbegrenzungsvereinbarungen - HfT (FVtPL) 18.636 0 0 18.636
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungs-kosten (FLAC) 0 -2.115 0 -2.115
Konzerninterne Ausleihungen 0 -180 0 -180
Gesamt 18.636 -2.293 -60 16.283
31. Dezember 2015
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts Währungsumrechnung Wertminderungsaufwand Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Kredite und Forderungen (LaR) 0 -427 -174 -601
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 2.416 0 2.416
Abgespaltene Kündigungsrechte/Zinsbegrenzungsvereinbarungen - HfT (FVtPL) 5.273 0 0 5.273
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) 0 -7.167 0 -7.167
Konzerninterne Ausleihungen 0 234 0 234
Gesamt 5.273 -4.944 -174 155

Die Nettogewinne aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der eingebetteten Derivate sind im Wesentlichen auf Änderungen des Marktzinsniveaus zurückzuführen.

Die folgende Tabelle zeigt die Gesamtzinserträge und -aufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet werden.

31. Dezember 2016 31. Dezember 2015
TEUR TEUR
Gesamtzinsaufwand 68.981 72.674
Gesamtzinsertrag 96 100

Ferner wurden während der Berichtsperiode Finanzierungskosten im Wert von TEUR 132, welche nicht Bestandteil der Effektivzinsmethode sind, als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Die folgende Tabelle zeigt den beizulegenden Zeitwert und den Nominalwert derivativer Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2016 und 31. Dezember 2015:

31. Dezember 2016
Nennwert Beizulegender Zeitwert
TEUR TEUR
Derivate mit einem positiven beizulegenden Zeitwert    
Abgespaltene Kündigungsrechte - HfT 306.700 24.459
Währungsswaps in effektiven Sicherungsbeziehungen 226.900 60.119
Derivate mit einem negativen beizulegenden Zeitwert    
Abgespaltene Zinsbegrenzungsvereinbarungen - HfT 672.864 -10.275
Zinscap - HfT 364.720 -755
Gesamt 1.571.184 73.548
31. Dezember 2015
Nennwert Beizulegender Zeitwert
TEUR TEUR
Derivate mit einem positiven beizulegenden Zeitwert    
Abgespaltene Kündigungsrechte - HfT 306.700 8.946
Währungsswaps in effektiven Sicherungsbeziehungen 249.700 55.822
Derivate mit einem negativen beizulegenden Zeitwert    
Abgespaltene Zinsbegrenzungsvereinbarungen - HfT 695.440 -13.419
Zinscap - HfT 403.440 -1.141
Gesamt 1.655.280 50.208

Eingebettete Derivate

Wie in Kapitel 4.13 beschrieben, hat der CeramTec Holding Konzern im August 2013 einen Konsortialkredit mit mehreren USD und EUR Tranchen mit diversen Banken abgeschlossen. Diese Darlehen enthalten eingebettete Zinsbegrenzungsvereinbarungen (Zinsfloors), die den CeramTec Holding Konzern zur Zahlung einer über den variablen Zinssatz hinausgehenden Mindestverzinsung verpflichten. Darüber hinaus enthält die im August 2013 ausgegebene Anleihe unterschiedliche Vereinbarungen, die den CeramTec Holding Konzern zu einer vorzeitigen Rückzahlung der Anleihe berechtigen. Sowohl die Zinsbegrenzungsvereinbarungen als auch die Kündigungsrechte wurden entsprechend den Regelungen in IAS 39 vom Basisvertrag abgespalten und in der Folge als freistehende Derivate erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Absicherung von Zahlungsströmen

Die Währungsswaps wurden als Sicherungsinstrumente in Cashflow Hedges designiert, um einen Teil des aus den USD-Darlehen resultierenden Fremdwährungsrisikos abzusichern. Die fortlaufenden Zins- und Tilgungszahlungen aus den Darlehen sowie den Währungsswaps erfolgen jeweils quartalsweise zur selben Zeit. Die Transaktionen beeinflussen somit bis zur Fälligkeit der Swaps in 2018 die Gewinn- und Verlustrechnung. Während der Berichtsperiode bestanden keine Ineffektivitäten in Verbindung mit den Cashflow Hedges.

Die folgende Tabelle zeigt den im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen und den vom sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliederten Betrag für die Berichtsperiode:

2016 2015
TEUR TEUR
Währungsswaps in effektiven Sicherungsbeziehungen    
Im sonstigen Ergebnis erfasste Nettogewinne/-verluste 4.297 31.221
Umgliederung vom sonstigen Ergebnis in Gewinne/Verluste -4.060 -28.576
Gesamt sonstiges Ergebnis am Ende der Periode 237 2.645

Die aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliederten Beträge wurden im Finanzergebnis erfasst, um die Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung des gesicherten Teils der USD-Darlehen auszugleichen.

5 Ergänzende Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzernkapitalflussrechnung wird in Bezug auf den Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit nach der indirekten Methode und in Bezug auf den Cashflow aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode erstellt. Die Zahlungsmittel in der Kapitalflussrechnung entsprechen der Bilanzposition und umfassen Kassenbestände, Guthaben bei Banken und Geldanlagen, die eine ursprüngliche Laufzeit von bis zu drei Monaten aufweisen. Es gibt keine Verfügungsbeschränkungen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthielt im Vorjahr die Kaufpreiszahlung für den Erwerb der Anteile an der DAI Ceramics, Inc., Willoughby/USA in Höhe von TEUR 10.934. Es wurden Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 5 übernommen.

Die sonstigen nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Marktwertänderungen der Finanzinstrumente sowie Zinsabgrenzungen.

Während des Geschäftsjahres hat der Konzern Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.142 geleistet, die bereits in der Vorperiode dem Sachanlagevermögen zugegangen sind.

Von den in Vorjahren anschaffungskostenmindernd erfassten Zuschüssen in Höhe von TEUR 212 hat der Konzern im Geschäftsjahr TEUR 139 zahlungswirksam vereinnahmt. In Höhe von TEUR 73 wurden Zuschüsse nicht in Anspruch genommen.

6 Sonstige Angaben

6.1 Management der Finanzrisiken

Der CeramTec Holding Konzern ist Kreditrisiken sowie unterschiedlichen Marktrisiken ausgesetzt. Das Kreditrisiko resultiert im Wesentlichen aus Forderungen gegen Kunden. Die Marktrisiken sind hauptsächlich auf das Risiko der Veränderung variabler Zinssätze sowie Wechselkursrisiken zurückzuführen. Darüber hinaus ergeben sich für den CeramTec Holding Konzern Liquiditätsrisiken, die im Wesentlichen aus den im August 2013 abgeschlossenen EUR- und USD-Darlehen sowie der ebenfalls im August 2013 begebenen Anleihe resultieren.

Der CeramTec Holding Konzern handelt auf Basis eines angemessenen Rahmenkonzepts zur Steuerung von Finanzrisiken, welches ein integraler Bestandteil des laufenden Geschäftsbetriebs und Finanzierungstätigkeiten ist. Unter Berücksichtigung dieser Risikomanagementziele werden Risiken laufend identifiziert, bewertet und gesteuert. Zur Absicherung von bestimmten finanziellen Risiken schließt der CeramTec Holding Konzern vereinzelt derivative Finanzinstrumente ab. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken ist dagegen nicht zulässig.

Marktrisiken

Das Marktrisiko beschreibt das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert zukünftiger Cashflows aus Finanzinstrumenten aufgrund von Veränderungen der Marktpreise schwankt. Dem Marktrisiko sind insbesondere Wechselkursänderungsrisiken, Zinsänderungsrisiken und sonstige Preisrisiken, wie z. B. Aktienkursrisiken und Rohstoffpreisrisiken zuzurechnen.

Fremdwährungsrisiko

Das Fremdwährungsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen schwanken. Im Zusammenhang mit den USD-Darlehen ist der CeramTec Holding Konzern insbesondere Fremdwährungsrisiken aus Veränderungen des USD/EUR-Wechselkurses ausgesetzt.

Durch den Abschluss von USD/EUR-Währungsswaps hat der CeramTec Holding Konzern einen Anteil von 81,38 % des Nominalvolumens der USD-Darlehen gegen Risiken aus Schwankungen des USD/EUR-Wechselkurses gesichert (für weitere Informationen zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken siehe Kapitel 4.16).

Die nachfolgend aufgeführte Sensitivitätsanalyse in Bezug auf das Fremdwährungsrisiko wurde unter Berücksichtigung der am 31. Dezember 2016 bestehenden Sicherungsbeziehungen sowie auf Basis der Prämisse erstellt, dass der Anteil der Finanzinstrumente in Fremdwährung konstant bleibt. Die Tabelle zeigt die Auswirkungen auf das Periodenergebnis sowie das Konzerneigenkapital unter Berücksichtigung einer hypothetischen Veränderung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Stichtags- sowie der Terminwechselkurse um +/- 10 % für die wesentlichen Fremdwährungspositionen der CeramTec Konzernunternehmen.

31. Dezember 2016
Änderung des Kassakurses Änderung des Terminkurses USD GBP CZK PLN CNY Gesamt
% %
Ergebniseffekt vor Steuern in TEUR +10 %   5.031 -142 30 -1.824 -524 2.571
  -10 %   -6.149 174 -36 2.229 1.179 -2.603
Effekt auf das Eigenkapital in TEUR   +10 % -1.902 0 0 0 0 -1.902
    -10 % 2.769 0 0 0 0 2.769

Die Effekte im Periodenergebnis sind auf die hypothetischen Buchwertänderungen der nicht derivativen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der jeweiligen Fremdwährung zurückzuführen. Der Effekt im Konzerneigenkapital resultiert aus der hypothetischen Marktwertänderung der USD/EUR-Währungsswaps, die aufgrund der Designation als Sicherungsinstrument erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Finanzinstrumenten oder die zukünftigen Zahlungsströme von variabel verzinslichen Finanzinstrumenten aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwanken.

Der CeramTec Holding Konzern ist insbesondere aufgrund der variabel verzinslichen USD- und EUR-Darlehen einem Zahlungsstromrisiko aus der Änderung der EURIBOR und LIBOR Zinssätze ausgesetzt. Demgegenüber führen Änderungen der variablen Zinsen in Bezug auf die festverzinsliche Anleihe zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts. Dieses Risiko hat jedoch keine Auswirkungen auf das Periodenergebnis oder das Konzerneigenkapital, da die Anleihe zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert wird und Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nicht abgebildet werden.

Im Jahr 2014 hat ein CeramTec Konzernunternehmen eine Zinsbegrenzungsvereinbarung in Form eines Zinscaps in Höhe von TEUR 441.040 auf den 3-Monats-EURIBOR abgeschlossen. Der Zinscap begrenzt den variablen Zinssatz auf maximal 2 %.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Auswirkungen auf das Zinsergebnis unter der Annahme einer hypothetischen Veränderung der variablen USD- und EUR-Zinssätze um +/- 100 Basispunkte.

31. Dezember 2016
Erhöhung/Verminderung in Basispunkten Auswirkung auf den Zinsaufwand
TEUR
EUR +100 0
  -100 0
USD +100 380
  -100 0

Durch die in dem Konsortialkreditvertrag abgeschlossene Zinsbegrenzungsvereinbarung von 1 % hat eine Verringerung des Zinssatzes keine Auswirkungen auf den Zinsaufwand. Durch den negativen EUR-Zinssatz und die Zinsbegrenzungsvereinbarung von 1 % hat eine Erhöhung um 100 Basispunkte für den EURO keine Auswirkung.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko ist das Risiko, dass ein Geschäftspartner seinen Verpflichtungen aus Finanzinstrumenten nicht nachkommt und dies zu einem finanziellen Verlust auf Seiten des Gläubigers führt. Beim CeramTec Holding Konzern resultiert das Kreditrisiko im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie sonstigen Forderungen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegen eine Vielzahl von Kunden aus unterschiedlichen Branchen und Regionen. Die Ausfallrisiken bei Kundenforderungen werden dezentral überwacht, bewertet und durch Einsatz von Warenkreditversicherungen begrenzt. Das maximale Ausfallrisiko auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter Berücksichtigung der Warenkreditversicherungen beträgt rd. 49 % des Buchwerts.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen im Wesentlichen Bankguthaben und Kassenbestände. Im Zusammenhang mit der Anlage von Zahlungsmitteln sind die CeramTec Konzernunternehmen Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern die Kontrahenten ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Die daraus entstehende Risikoposition wird durch Diversifizierung der Kontrahenten gesteuert. So werden Zahlungsmittel beispielsweise ausschließlich bei Banken mit erstklassiger Bonität angelegt. Zum Bilanzstichtag sind keine Zahlungsmittel überfällig oder wertberichtigt. Das maximale Kreditrisiko der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht dem Buchwert.

Die Kreditrisikoposition aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. Der CeramTec Holding Konzern erachtet dieses Kreditrisiko zum Bilanzstichtag als nicht wesentlich.

Die aus der Anleihe abgespaltene Kündigungsoption unterliegt zum Bilanzstichtag keinem Kreditrisiko, da der positive Marktwert lediglich auf einer potenziellen vorzeitigen Rückzahlung der Anleihe und einer damit einhergehenden günstigeren Refinanzierungsmöglichkeit des CeramTec Holding Konzerns beruht, ohne dass dabei eine tatsächliche, geldwirksame Forderung gegen die Banken besteht.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die CeramTec Konzernunternehmen ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen können. Das Ziel des Managements des CeramTec Holding Konzerns ist es, das Liquiditätsrisiko durch das Vorhalten ausreichender Finanzmittel und Kreditlinien bei Banken, so weit wie möglich zu minimieren. Vor diesem Hintergrund stand den CeramTec Konzernunternehmen zum Bilanzstichtag eine nicht in Anspruch genommene, bestätigte Kreditlinie in Höhe von TEUR 100.000 zur Verfügung. Darüber hinaus verfügten die CeramTec Konzernunternehmen über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von TEUR 124.585, von denen TEUR 56.402 nach dem Bilanzstichtag für die vorzeitge Bedienung des Gesellschafterdarlehens verwendet wurden (siehe Kapitel 4.12).

Die unten aufgeführte Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten, undiskontierten Cashflows für die zum Bilanzstichtag bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumente. Dabei wurden die folgenden Cashflows berücksichtigt:

Undiskontierte, vertraglich vereinbarte Zins- und Tilgungszahlungen aus den USD- und EUR-Darlehen, einschließlich Zahlungen, die der abgespaltenen Zinsbegrenzungsvereinbarung zuzurechnen sind. USD-Cashflows wurden auf Basis der zum Bilanzstichtag gültigen USD/EUR-Terminwechselkurse in EUR umgerechnet. Vorzeitige, freiwillige Sondertilgungen oder Rückzahlungen wurden nicht berücksichtigt.

Undiskontierte vertraglich vereinbarte Zins- und Tilgungszahlungen aus der Anleihe. Vorzeitige, freiwillige Sondertilgungen oder Rückzahlungen wurden nicht berücksichtigt.

Undiskontierte vertraglich vereinbarte Zahlungen aus dem Zinscap.

31. Dezember 2016
Buchwert 2017 2018 2019 2020 2021 > 2021
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.376 22.376 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Liefer./Leist. ggü. verbundenen Unternehmen 205 205 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 664.807 28.373 29.322 27.416 668.157 0 0
Anleiheverbindlichkeiten 308.702 25.303 25.303 25.303 25.303 332.003 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 154.423 56.538 0 0 0 0 166.255
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.430 127 199 150 150 150 1.686
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.564 3.564 0 0 0 0 0
Derivate mit einem negativen beizulegenden Zeitwert              
Zinscap 755 448 336 0 0 0 0
31. Dezember 2015
Buchwert 2016 2017 2018 2019 2020 > 2020
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.354 24.354 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 684.229 31.404 30.913 31.023 31.646 687.451 0
Anleiheverbindlichkeiten 307.449 25.303 25.303 25.303 25.303 25.303 332.003
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 144.574 0 0 0 0 0 262.452
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 2.032 633 180 155 155 158 1.903
Sonstige finanzielle Verbindlich-keiten 3.615 3.320 109 276 0 0 0
Derivate mit einem negativen beizulegenden Zeitwert              
Zinscap 1.141 448 448 336 0 0 0

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

Die USD/EUR-Währungsswaps wurden auf Basis von ISDA Master Agreements, welche bedingte Ansprüche auf die Verrechnung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten, abgeschlossen. Diese Saldierungsrechte sind nur im Fall des Eintritts zukünftiger Ereignisse (z. B. Insolvenz, Zahlungsverzug) rechtswirksam. Da die Währungsswaps zum Bilanzstichtag ausschließlich positive Marktwerte aufwiesen, standen den derivativen Vermögenswerten keine korrespondierenden Verbindlichkeiten gegenüber, die eine potenzielle Verrechnung ermöglicht hätten.

Sicherheiten

In Verbindung mit dem Konsortialkredit wurden die Vermögenswerte der deutschen und der US-amerikanischen Gesellschaften als Sicherheiten gestellt soweit der Konsortialkredit in Anspruch genommen wird. Kreditnehmer des Konsortialkredits sind die CeramTec Service GmbH, CeramTec Acquisition Corporation und CeramTec GmbH. In den USA werden die Anteile an der CeramTec Acquisition Corporation, der CeramTec North America Corporation, das gesamte weitere Vermögen der CeramTec Acquisition und der CeramTec North America Corporation sowie das von der CeramTec GmbH in den USA registrierte geistige Eigentum als Sicherheiten hingegeben. In Deutschland wurden die Anteile an der CeramTec Service GmbH, der CeramTec GmbH, der CeramTec-ETEC GmbH, Cerasiv GmbH Innovatives Keramik-Engineering und der Emil Müller GmbH, alle konzerninternen Forderungen und Bankkonten der CeramTec Group GmbH und der CeramTec Service GmbH, alle konzerninternen Forderungen, Versicherungsforderungen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Bankkonten der CeramTec GmbH, der CeramTec-ETEC GmbH, der Emil Müller GmbH und der Cerasiv GmbH Innovatives Keramik-Engineering als Sicherheit gestellt. Des Weiteren wurden das geistige Eigentum und die Grundstücke der CeramTec GmbH, der CeramTec-ETEC GmbH, der Emil Müller GmbH und der Cerasiv GmbH Innovatives Keramik-Engineering als Sicherheit für den Konsortialkredit hingegeben bzw. belastet. Das Grundstück und Gebäude der CeramTec UK Ltd. mit einem Buchwert von TEUR 265 dient als Sicherheit für die Verpflichtungen aus dem mittlerweile geschlossenen Pensionsplan.

Risiko aus der Einhaltung von finanzwirtschaftlichen Kennzahlen

Im Rahmen der Aufnahme des Konsortialkredits wurde auch die Einhaltung einer finanz-wirtschaftlichen Kennzahl vereinbart. Diese ist vom CeramTec Holding Konzern zu erfüllen, wenn die revolvierende Kreditlinie von Mio. 100 EUR in einem im Kreditvertrag festgelegten Maß in Anspruch genommen wird.

Kapitalmanagement

Ziel des Kapitalmanagements im Konzern ist die Sicherstellung der Liquidität zur Durchführung von unternehmenswertsteigernden Investitionen. Der Fokus liegt daher auf der Optimierung des Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sowie der planmäßigen Tilgung der Verbindlichkeiten. Das bilanzielle Eigenkapital beträgt TEUR 269.427 (31. Dezember 2015: TEUR 284.430). Zum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.468.514 (31. Dezember 2015: TEUR 1.467.186). Die Eigenkapitalquote liegt bei 15,50 % (31. Dezember 2015: 16,24 %).

6.2 Eventualverbindlichkeiten

Die Konzernunternehmen sind an einer Reihe von Gerichtsverfahren als Partei beteiligt. Diese Prozesse sind mit der normalen Geschäftstätigkeit verbunden und betreffen im Wesentlichen handelsrechtliche, produkthaftungsrechtliche und umweltrechtliche Verfahren. Die Konzernunternehmen bilden Rückstellungen für derartige Verpflichtungen, wenn eine Verpflichtung wahrscheinlich entstanden ist und die Höhe der möglichen Inanspruchnahme hinreichend geschätzt werden kann. Derartige Verpflichtungen werden im Anhang angegeben, wenn die Möglichkeit eines Abflusses bei der Erfüllung nicht unwahrscheinlich ist.

6.3 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen sind Personen, die direkt oder indirekt für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des CeramTec Holding Konzerns zuständig und verantwortlich sind. Dies umfasst die Geschäftsführung der CeramTec Holding sowie den Aufsichtsrat der CeramTec GmbH.

Der Geschäftsführung der CeramTec Holding gehören im Geschäftsjahr folgende Personen an:

Dr. Ulf-D. Zimmermann (bis zum 14. März 2016)

Chief Executive Officer/Arbeitsdirektor

Henri Steinmetz (seit dem 14. März 2016)

Chief Executive Officer/Arbeitsdirektor

Dominique Janbon

Chief Financial Officer

Dr. Hadi Saleh

Chief Operating Officer.

Die Mitglieder der Geschäftsführung erhielten im Geschäftsjahr Gesamtbezüge (feste und variable Beträge) in Form von kurzfristig fälligen Leistungen in Höhe von TEUR 2.250 (Vorjahr: TEUR 2.246). Die Bezüge für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses betragen TEUR 206 (Vorjahr: TEUR 260). Darin enthalten sind der Dienstzeitaufwand für Pensionsverpflichtungen und Leistungen in beitragsorientierte Pensionspläne. Die Leistungen an ehemalige Geschäftsführer aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Geschäftsführungstätigkeit betragen im Geschäftsjahr TEUR 971 (31. Dezember 2015: TEUR 370). Außerdem bestehen zum 31. Dezember 2016 gegenüber Geschäftsführern Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 460 (31. Dezember 2015: TEUR 2.907) und gegenüber ehemaligen Geschäftsführern von TEUR 3.153 (31. Dezember 2015: TEUR 2.635).

Der Geschäftsführung wurde im Rahmen eines Managementbeteiligungsprogramms (MPP) angeboten, indirekt Anteile an der Muttergesellschaft Faenza Holding S.à.r.l. über die Faenza MEP GmbH & Co. KG zu erwerben. Diese indirekten Anteile wurden zum Zeitwert erworben, welcher sich auf Basis des Kaufpreises für den Erwerb des Geschäftsbereichs Hochleistungskeramik durch das oberste Mutterunternehmen ermittelte. Die Anteile ermöglichen im Wesentlichen eine Beteiligung an Erlösen, die bei Eintritt bestimmter Ereignisse entstehen. Für die Gesellschaft entsteht keine Verpflichtung aus dem Managementbeteiligungsprogramm. Daher wird das MPP in diesem Konzernabschluss gemäß IFRS 2 als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente bilanziert. Da der Erwerb zum Zeitwert erfolgte, wurde keine Leistung an die Geschäftsführer gewährt. Daher fallen weder bei Eintritt der festgelegten Ereignisse noch zuvor Personalaufwendungen an.

Die CeramTec GmbH hat gemäß Gesellschaftsvertrag einen Aufsichtsrat.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 76). Außerdem wurden im Geschäftsjahr Beraterhonorare in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 114) an Mitglieder des Aufsichtsrats bezahlt.

Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen

Unternehmen oder Personen werden als nahestehend betrachtet, wenn sie auf das berichtende Unternehmen oder auf seine Tochtergesellschaften Beherrschung ausüben oder einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des berichtenden Unternehmens haben. Mit dem beherrschenden Gesellschafter der CeramTec Holding, der Faenza Luxembourg S.à.r.l., Luxemburg besteht ein Kredit inklusive Zinsen in Höhe von TEUR 154.423 (31. Dezember 2015: TEUR 144.574) mit einem fixen Zinssatz von 8,255 % p. a. Im Geschäftsjahr 2016 entstanden Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 11.894 (Vorjahr: TEUR 11.024). Die nicht gezahlten Zinsen erhöhen jährlich jeweils zum 29. August das Darlehen. Mit Wirkung Februar 2016 wurde eine Zinszahlung über TEUR 1.399 geleistet, weitere über TEUR 646 mit Wirkung zum September 2016. Das Darlehen ist nicht besichert.

Im Geschäftsjahr wurden von der Faenza Luxembourg S.à.r.l. TEUR 545 (Vorjahr: TEUR 541) für Beratungsleistungen und verauslagte Kosten an den CeramTec Holding Konzern abgerechnet. Daraus besteht per 31. Dezember 2016 eine Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 205 (31. Dezember 2015: Forderung gegen verbundene Unternehmen von TEUR 1.022 aus der Abrechnung von entstandenen Transaktionskosten an die Faenza Luxembourg S.à.r.l.).

6.4 Honorar für den Abschlussprüfer

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers der CeramTec Holding setzt sich wie folgt zusammen:

2016 2015
TEUR TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 464 471
Andere Bestätigungsleistungen 108 725
Sonstige Leistungen 34 69
Gesamt 606 1.265

6.5 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 4. Januar 2017 erfolgte eine Zahlung von TEUR 56.538 an die Faenza Luxembourg S.à.r.l., Luxemburg zur anteiligen Bedienung des gewährten Gesellschafterdarlehens bestehend aus der kurzfristigen Verbindlichkeit zum 31. Dezember 2016 von TEUR 56.402 (siehe Kapitel 4.12) zuzüglich den in 2017 aufgelaufenen Zinsen von TEUR 136.

Am 21. Februar 2017 hat die CeramTec UK Ltd., Colyton, UK mittels Kaufvertrag Vermögensgegenstände abzüglich Schulden der aus zwei Fertigungsstandorten bestehenden Sparte UK Electro-Ceramics vom britischen Unternehmen Morgan Advanced Materials plc erworben.

Weitere berichtspflichtige Ereignisse sind nicht eingetreten.

7 Überleitung auf die CeramTec Group GmbH

Wenn die Konzern-Gesamtergebnisrechnung der CeramTec Group anstelle der Konzern-Gesamtergebnisrechnung der CeramTec Holding, die in diesem Abschluss dargestellt wird, aufgestellt worden wäre, hätten sich die folgenden Anpassungen für das Geschäftsjahr ergeben:

Geringere allgemeine Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 296)

Geringere Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 11.891 (Vorjahr: TEUR 11.024)

Höhere Zinserträge in Höhe von TEUR 9.162 (Vorjahr: TEUR 3.019)

Höhere Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 59)

Höherer Aufwand aus Ergebnisübernahme von TEUR 137.385 (Vorjahr: Ertrag von TEUR 103.053)

Das Konzerngesamtergebnis der CeramTec Group wäre daher im Vergleich zu dem in diesem Abschluss ausgewiesenen Konzerngesamtergebnis um TEUR 116.182 niedriger (Vorjahr: um TEUR 117.333 höher).

Wenn die Konzernbilanz der CeramTec Group anstelle der Konzernbilanz der CeramTec Holding, die in diesem Abschluss dargestellt wird, aufgestellt worden wäre, hätten sich die folgenden Anpassungen zum 31. Dezember 2016 ergeben:

Höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 19.272 (31. Dezember 2015: TEUR 144.764)

Geringere Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 0 (31. Dezember 2015: TEUR 25)

Geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 53 (31. Dezember 2015: TEUR 298)

Geringere Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 154.423 (31. Dezember 2015: TEUR 144.574)

Höhere Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 476 TEUR (31. Dezember 2015: TEUR 441)

Daraus folgend würde sich ein im Vergleich zu dem in diesem Abschluss ausgewiesenen Konzerneigenkapital um TEUR 173.294 (31. Dezember 2015: TEUR 289.477) höheres Konzerneigenkapital für die CeramTec Group ergeben.

Auf die Konzern-Kapitalflussrechnung hätten sich keine Auswirkungen ergeben, wenn die Konzern-Kapitalflussrechnung der CeramTec Group anstelle der in diesem Abschluss dargestellten Konzern-Kapitalflussrechnung aufgestellt worden wäre.

 

Plochingen, den 15. März 2017

CeramTec Holding GmbH

Die Geschäftsführung

Henri Steinmetz

Dominique Janbon

Dr. Hadi Saleh

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der CeramTec Holding GmbH, Plochingen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der CeramTec Holding GmbH, Plochingen, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, den 15. März 2017

Deloitte GmbH
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