Stadtwerke Lüdenscheid GmbH
Selbe AdresseBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johannes Dr.-Ing. Groß seit 11.2.2010 | Prokura |
Reinhard Sauermann seit 7.4.2006 | Prokura |
Carsten Halbe seit 7.4.2006 | Prokura |
Volker Dipl.-Ing. Neumann seit 7.4.2006 | Geschäftsführer |
Wolfgang Dipl.-Ing. Hinz seit 7.4.2006 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ENERVIE AssetNetWork GmbHLüdenscheidJahresabschluss zum 31. Dezember 2013LageberichtDie ENERVIE AssetNetWork GmbH, Lüdenscheid, im Folgenden ENERVIE AssetNetWork genannt, ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der ENERVIE - Südwestfalen Energie und Wasser AG, Hagen, im Folgenden ENERVIE genannt. Die ENERVIE ist der Unternehmensverbund der Mark-E Aktiengesellschaft, der Stadtwerke Lüdenscheid GmbH und der ENERVIE AssetNetWork GmbH im südlichen Nordrhein-Westfalen. Mit der ENERVIE als herrschendes Unternehmen ist mit Wirkung zum 1. Januar 2007 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden. Die ENERVIE AssetNetWork stellt als Netzgesellschaft Verteilnetze für Strom, Gas und Wasser in Hagen, Lüdenscheid und der märkischen Region für alle Netzkunden bereit und sorgt gemäß den Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes für den transparenten und diskriminierungsfreien Netzzugang. WirtschaftsberichtWirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Bundesnetzagentur (BNetzA) und das Bundeskartellamt (BKartA) haben im Dezember 2013 ihren Monitoringbericht 2013 über die Entwicklung der deutschen Elektrizitäts- und Gasmärkte im Jahr 2012 vorgelegt. Daraus lassen sich Auswirkungen und Trends für die Folgejahre ableiten. Danach erleben die Energiemärkte in Deutschland einen fundamentalen Wandel. Treibende Kraft ist der anhaltende Zubau an Stromerzeugungskapazitäten aus erneuerbaren Energien. Dies verlangt einen erheblichen Ausbau der Netze. Die grundlegenden Entwicklungen bei Erzeugung und Netzen wirken sich auch auf die im Wettbewerb stehenden Endkundenmärkte und damit die Verbraucher aus. Für das Geschäftsjahr 2013 wurden gesetzlich getriebene energiewirtschaftliche Neuerungen auf den Weg gebracht, die zu zusätzlichen Kostenbelastungen für die Kunden führten. Darüber hinaus sind bundesweit Preisanpassungen auch durch die vorhandenen gesetzlichen Regelungen notwendig geworden. Hinzu gehören zum 1. Januar 2013 die Auswirkungen der Umlage nach § 19 der StromNEV mit 0,329 Ct/kWh und der Offshore-Umlage mit 0,25 Ct/kWh sowie angepasste Netzentgelte. In Kraft getreten ist auch die Umlage für abschaltbare Lasten (AbLastV), die allerdings erst für 2014 als Preisbestandteil in den Tarifen enthalten sein wird. Geschäftsverlauf Das Ergebnis der ENERVIE AssetNetWork wird im wesentlichen Teilen von den Erlösen auf Basis der regulierten Netzentgelte sowie durch Aufwandspositionen wie Netzleistungsrahmenverträge, Pachtentgelte, Kosten für Verlustenergiebeschaffung und Kosten für das vorgelagerte Netz bestimmt. Insgesamt ist das Einzelergebnis der ENERVIE AssetNetWork damit für das Geschäftsjahr 2013 negativ. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 38,7 Mio. € um 2,9 Mio. € auf 41,6 Mio. € erhöht. Die Erhöhung des Umlaufvermögens von 38,6 Mio. € um 2,7 Mio. € auf 41,3 Mio. € beruht im Wesentlichen auf die Zunahme der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände. Auf der Passivseite erhöhten sich die Baukostenzuschüsse aufgrund der jährlichen Zugänge um 1,5 Mio. €, die Rückstellungen verringerten sich um 0,9 Mio. € und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 2,2 Mio. € auf 6,4 Mio. €. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 19,4 Prozent im Jahr 2012 auf 19,9 Prozent im Berichtsjahr. Dem Eigenkapital wurden zusätzlich 50 Prozent der Baukostenzuschüsse hinzugerechnet. Die Gesellschaft konnte jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen. Das Ergebnis des Geschäftsjahres wird aufgrund des mit der ENERVIE bestehenden Gewinnabführungsvertrag gemäß § 2 des Vertrages zu 100 Prozent von der Gesellschafterin ENERVIE übernommen. Das Ergebnis vor Verlustübernahme beträgt -17,1 Mio. €. Die gesamten Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr von 231,1 Mio. € um 11,3 Mio. € auf 242,4 Mio. € gestiegen. Die Anderen Umsatzerlöse erhöhten sich um 6,9 Mio. € auf 11,5 Mio. € hauptsächlich aus der Abrechnung Mehr-/ Mindermengenaufwand Gas. Die Erlöse aus EEG und KWK (einschließlich Umlage § 19 StromNEV) erhöhten sich insgesamt von 24,4 Mio. € um 2,7 Mio. € auf 27,1 Mio. €. Ursächlich hierfür sind die Ausweitung der EEG-Erlöse vom Übertragungsnetzbetreiber um 1,3 Mio. € sowie Erlöse aus der zum 1. Januar 2012 neu eingeführten Umlage gemäß § 19 StromNEV in Höhe von 1,2 Mio. €. Die Sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um insgesamt 3,1 Mio. € auf 3,5 Mio. € im Wesentlichen durch die Auflösung von Rückstellungen. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr von 171,8 Mio. € um 10,5 Mio. € auf 182,3 Mio. € gestiegen. Bei den Aufwendungen stiegen im Wesentlichen die vorgelagerten Netzentgelte Gas um 2,3 Mio. €. Analog zu den Umsatzerlösen erreichte die ab 1. Januar 2013 neu eingeführte Offshore-Umlage einen Wert von 5,5 Mio. €, des weiteren stiegen die zu den Umsatzerlösen korrespondierenden abgerechneten Mehr-/Mindermengenabrechnung Gas um 6,5 Mio. € an. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von 79,9 Mio. € um 4 Mio. € auf 75,9 Mio. € gesunken. Grund hierfür ist die Anpassung des Netzpachtvertrages Mark-E um 2,9 Mio. €. Die geordnete wirtschaftliche Lage der Gesellschaft besteht auch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes unverändert fort. Tätigkeitsabschluss Das "Dritte Gesetz zur Neuregelung energiewirtschaftsrechtlicher Vorschriften" wurde am 27. Dezember 2012 im Bundesgesetzblatt (BGBl. Teil I vom 27. Dezember 2012, S. 2730) verkündet. Nach Artikel 8 des Gesetzes trat das Gesetz am Tag nach der Verkündung - und damit am 28.12.2012 - in Kraft. Um Diskriminierung zu vermeiden, haben vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen jeweils getrennte Konten zu führen und für jede ihrer Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Nr. 1 - 6 EnWG einen gesonderten Tätigkeitsabschluss aufzustellen. Unter Berücksichtigung der Vorgaben durch das EnWG werden bei der ENERVIE AssetNetWork zusätzliche Tätigkeitsabschlüsse für die Elektrizitäts- sowie die Gasverteilung erstellt. Als rechtlich eigenständige Tochtergesellschaft der ENERVIE betreibt die ENERVIE AssetNetWork in Hagen, Lüdenscheid und der Märkischen Region die von ihr gepachteten und im Eigentum der Konzernunternehmen Mark-E Aktiengesellschaft, Stadtwerke Hagen GmbH und Stadtwerke Lüdenscheid GmbH stehenden Verteilnetze für Strom, Gas und Trinkwasser sowie weitere im Eigentum der Stadtwerke Plettenberg, Meinerzhagen, Kierspe und Altena stehenden Verteilnetze für Strom und/oder Gas. Mit ihren Tätigkeitsabschlüssen 2013 erfüllt die ENERVIE AssetNetWork die Berichtspflicht nach § 6b EnWG: In der Rechnungslegung führt ENERVIE AssetNetWork gemäß § 6b des EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitäts- und Gasverteilung, sowie für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektor. Für Elektrizitäts- und Gasverteilung erstellt ENERVIE AssetNetWork darüber hinaus eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung. Grundsätzlich werden die Kosten und Erlöse direkt über Kostenstellen der Strom- respektive Gasverteilung zugeordnet. Sofern dies nicht möglich ist oder nur mit unvertretbar hohem Aufwand realisierbar war, erfolgt eine sachgerechte Aufteilung mittels Schlüsselung. Bei der Zuordnung und bei der Wahl der Kostenschlüssel wurde das Stetigkeitsgebot beachtet. Der Gesamtumsatz beträgt im Berichtsjahr 242.434 T€. Dabei entfallen auf den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung 168.280 T€. Der Tätigkeitsbereich Gasverteilung ist mit einem Umsatz im Berichtsjahr von 46.354 T€ ebenfalls von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen. Aufwandsseitig stehen für die Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung der ENERVIE AssetNetWork insbesondere die Kosten für Netzpacht sowie Netzleistungsrahmen- und Betriebsführungsverträge im Vordergrund. Die Kosten für Netzpacht in der Sparte Strom betragen 36.256 T€ und für die Sparte Gas 9.719 T€. Weitere wesentliche Kostenposition ist der Aufwand für bezogene Leistungen. Dieser Posten setzt sich insbesondere aus den Netzleistungsrahmenverträgen mit der Mark-E Aktiengesellschaft und der Stadtwerken Lüdenscheid GmbH sowie den Betriebsführungsverträgen mit den Stadtwerken Altena und Kierspe zusammen. Für die Sparte Strom belaufen sich die Aufwendungen für Netzleistungsrahmenverträge auf 48.695 T€. Im Gassektor fallen Kosten für Netzleistungsrahmenverträge in Höhe von 17.500 T€ und Kosten für Betriebsführung in Höhe von 1.522 T€ an. Den Aufwendungen aus der Weiterleitung der Konzessionsabgabe an die verpachtenden Unternehmen stehen entsprechende Einnahmen aus Konzessionsabgabe, die zusammen mit den Netznutzungsentgelten vereinnahmt werden, entgegen. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der ENERVIE weisen alle Tätigkeitsabschlüsse ein Jahresergebnis von 0,00 € aus. In der Elektrizitätsverteilung liegt ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 16.222 T€ vor. Im Gassektor beläuft sich das negative Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 686 T€. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 betrug die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung 30.490 T€ (Vorjahr 25.485 T€). Sie macht rund 73,3 % (Vorjahr 66,8 %) der Bilanzsumme der ENERVIE AssetNetWork aus. Die Bilanzsumme der Tätigkeit Gasverteilung steuert mit 10.892 T€ (Vorjahr 11.974 T€) einen Anteil von rd. 26,2 % (Vorjahr 30,9 %) zur Bilanzsumme der ENERVIE AssetNetWork bei. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator ist die Zahl der Arbeitsunfälle identifiziert worden. Auch im Geschäftsjahr 2013 ist die Zahl der Arbeitsunfälle auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres gehalten worden. Daneben wurde im Rahmen der Kostenprüfung Strom die Effizienz des Netzbetreibers mit einem Wert von 99,5 % ermittelt. Im Netzbetrieb sind daher kaum noch Ineffizienzen vorhanden. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ENERVIE AssetNetWork haben, sind nach dem Stichtag nicht eingetreten. Chancen- und RisikoberichtRisikomanagementorganisation und -prozess ENERVIE AssetNetWork ist in das Risikomanagement der ENERVIE eingebunden. ENERVIE AssetNetWork hat Risikoverantwortliche für Geschäftsbereiche und Unternehmensfunktionen (Risk Owner) benannt, die mit Unterstützung des zentralen Risikomanagements Risiken frühzeitig und gebündelt identifizieren sowie bewerten. Entsprechend der möglichen Schadenshöhe werden die Risiken in Relevanzklassen eingeordnet und priorisiert. Die Relevanzklassen reichen von "unwesentlich" (Auswirkung < 2 %), über "unbedeutend" (Auswirkung 2-10 %), "mittel" (Auswirkung 10-25 %), "bedeutend" (Auswirkung 25-40 %) und "schwerwiegend" (Auswirkung 40-80 %) bis hin zu "bestandsgefährdend" (Auswirkung> 80 %). Die Risikoüberwachung und -steuerung ist ebenfalls Aufgabe der Risk Owner. Im Rahmen der Unternehmensplanung werden die Risiken mit dem Controlling abgestimmt. Unterstützt wird der gesamte Prozess durch den Einsatz einer speziellen Risikomanagementsoftware. Die Risikolage der ENERVIE Gruppe und damit der ENERVIE AssetNetWork ist somit jederzeit transparent und bedarfsgerecht darstellbar. Die aktuell relevanten Risiken der ENERVIE AssetNetWork lassen sich den folgenden Kategorien zuordnen. Politische und rechtliche Risiken sind für die ENERVIE AssetNetWork nur in sehr begrenztem Umfang steuerbar. Die zentrale Rechtsabteilung der ENERVIE Holding begrenzt zusammen mit den jeweiligen Fachbereichen diese Risiken. Zusätzlich gewährleistet die Mitarbeit in verschiedenen Verbänden und Interessengruppen eine frühzeitige Partizipation an der Diskussion der Auswirkungen neuer Gesetze und regulatorischer Anforderungen. Zu den rechtlichen Risiken zählen auch die regulatorischen Risiken wie die ökonomischen Auswirkungen der verstärkten Netzregulierung. Die Kostenprüfung und Festlegung der Erlösobergrenzen für das Strom- und Gasnetz durch die Regulierungsbehörden wird maßgeblichen Einfluss auf das Ergebnis des Netzgeschäfts haben. Zusätzlich könnte durch einen erheblichen Kostenanstieg für den Zwangseinsatz von Kraftwerken (Redispatch) das Ergebnis der ENERVIE AssetNetWork stark belastet werden. Eine Quantifizierung des Einzelrisikos ist aufgrund der großen Bandbreite nicht sinnvoll möglich. Zu den operationellen Risiken zählen insbesondere Risiken aus den Bereichen Personal und Organisation. Der Unternehmenserfolg wird maßgeblich durch die Kompetenz und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter bestimmt. ENERVIE AssetNetWork ist dabei dem Risiko ausgesetzt, nicht über ausreichend bzw. ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu verfügen, um die Unternehmensziele erreichen zu können. Vor allem über eine konsequente Personalentwicklung, etwa im Rahmen des internen Weiterbildungsprogramms, sowie die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber begegnen wir diesem Risiko. Wir stufen dieses Risiko als "mittel" ein. Organisationsrisiken begegnen wir mit verbindlichen Regelungen für alle Mitarbeiter der ENERVIE Gruppe, die in den Betriebs- und Konzernhandbüchern zusammengefasst sind. Mit dem verbindlichen Nachschlagewerk belegen die Unternehmen der ENERVIE Gruppe entsprechend der Gesetze, Verordnungen und Vorschriften organisiert zu sein. Der FNN und der DVGW haben in 2013 das Technische Sicherheitsmanagement der ENVERIE AssetNetWork geprüft und zertifiziert (Anforderungen der S/G/W 1000 werden erfüllt). Eine Quantifizierung des Einzelrisikos ist aufgrund der großen Bandbreite nicht sinnvoll möglich. Gesamtbeurteilung der Risikosituation Wesentliche Risiken sind identifiziert und werden auf Basis des Risikomanagementsystems so weit wie möglich durch entsprechende Maßnahmen beherrscht. Ein Monitoring der Entwicklung wesentlicher Risiken erfolgt auf Konzernebene. Bestandsgefährdende Risiken bestehen zurzeit nicht. Darstellung der wesentlichen Chancen ENERVIE AssetNetWork erarbeitet eine Konzeption für eine große Netzgesellschaft, die neben dem Eigentum an den Netzanlagen das gesamte Personal des Netzbereiches umfassen soll. Durch diese Strukturänderung kann in der nächsten Kostenprüfung ein Zwangsabzug im Bereich mehrerer Millionen Euro pro Jahr vermieden werden und damit die Ertragslage ab der dritten Regulierungsperiode (2018/2019) langfristig stabilisiert werden. Um den Redispatch-Aufwand zu verringern, hat ENERVIE AssetNetWork alle Engpässe in ihrem Netz durch Verstärkungsmaßnahmen beseitigt. ENERVIE AssetNetWork kann ab 01.04.2014 die gesamte Netzlast zu jedem Zeitpunkt uneingeschränkt in ihrem Netz verteilen. Nach Meinung der ENERVIE AssetNetWork geht daher die Zuständigkeit für die Bewirtschaftung von Engpässen im vorgelagerten Netz der Amprion GmbH auf Amprion über. Durch diese Veränderung kann das Risiko, das mit dem Kostenanstieg für Redispatch-Aufwendungen verbunden ist, reduziert werden. PrognoseberichtDie Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes in Verbindung mit der Anpassung einer Reihe von Verordnungen und Bestimmungen wird weiter erhebliche Anstrengungen des Netzbetreibers erfordern, um Kosten zu senken und neue Prozesse - entsprechend den Regulierungsvorgaben - zu etablieren. Im Zusammenhang mit der Energiewende und dem damit verbundenen und politisch gewünschtem Netzausbau ist insbesondere die unzureichende Rentabilität von Erhaltungs- und Erneuerungsinvestitionen in Netzanlagen problematisch. ENERVIE AssetNetWork hat ein umfassendes Instrumentarium (Asset Management, Zielnetzmodelle, Reduktion von Verwaltungskosten, Kooperationsmodelle) aufgebaut, um nachteilige Effekte zumindest teilweise kompensieren zu können. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung Das Ergebnis der ENERVIE AssetNetWork wird auch in den nächsten Geschäftsjahren im wesentlichen Teilen von den Erlösen auf Basis der regulierten Netzentgelte sowie durch Aufwandspositionen wie Netzleistungsrahmenverträge, Pachtentgelte, Kosten für Verlustenergiebeschaffung und Kosten für das vorgelagerte Netz bestimmt sein. Die Netzentgelte für unsere Strom- und Gasnetze befinden sich ab 2013 beziehungsweise 2014 in der zweiten Anreizregulierungsperiode. Insbesondere aufgrund des hohen Effizienzgrades im Stromnetz konnten mittelfristig angemessene Netzentgelte gesichert werden. Hinsichtlich der Zahl der Arbeitsunfälle erwarten wir für 2014 keine signifikante Veränderung. Insgesamt wird das Einzelergebnis der ENERVIE AssetNetWork auch im nächsten Geschäftsjahr negativ sein. Gemäß Wirtschaftsplan 2014 wird ein Ergebnis in Höhe von -12,7 Mio. € erwartet.
Lüdenscheid, 26. Februar 2014 gez. Wolfgang Hinz BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine AngabenDie ENERVIE AssetNetWork GmbH, Lüdenscheid, im Folgenden ENERVIE AssetNetWork genannt, ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der ENERVIE - Südwestfalen Energie und Wasser AG, Hagen, im Folgenden ENERVIE genannt. Mit der ENERVIE als herrschendem Unternehmen ist mit Wirkung ab dem 1. Januar 2007 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden. Die ENERVIE AssetNetWork wird gemäß § 290 HGB in den Konzernabschluss der ENERVIE einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Die ENERVIE AssetNetWork ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 3 HGB. Der Jahresabschluss wird entsprechend den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vor-schriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der ergänzenden Regelungen des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG) aufgestellt, festgestellt und geprüft. Die ENERVIE AssetNetWork wurde am 26. Oktober 2005 gegründet. Der Gegenstand des Unternehmens ist die Erfüllung der gesetzlichen Pflichtaufgaben eines Betreibers von Elektrizitäts- und Gasnetzen im Sinne der Vorschriften des EnWG in der südwestfälischen Region sowie das Betreiben von Wasserversorgungsnetzen in der südwestfälischen Region, die Erbringung von Dienstleistungen im energie- und versorgungstechnischen Bereich und damit zusammenhängende Tätigkeiten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt. Im Geschäftsjahr 2013 bestand eine umsatz- und ertragsteuerliche Organschaft mit der ENERVIE. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAktiva Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen nach der linearen Methode. Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Ist der beizulegende Wert aufgrund einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung niedriger, so wird dieser angesetzt. Bei den Sonstigen Ausleihungen werden die verzinslichen Ausleihungen zum Nominalwert bilanziert, zinslose und niedrig verzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst. Der Abzinsung liegt ein Zinssatz von 5 Prozent zugrunde. Anhaltspunkte dafür, dass in den Finanzanlagen die Buchwerte zum Bilanzstichtag über dem beizulegenden Zeitwert liegen, bestehen nicht. Die Forderungen sowie die Sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalwerten bzw. gemäß dem handelsrechtlichen Niederstwertprinzip bilanziert. Zweifelhafte Forderungen werden wertberichtigt, uneinbringliche ausgebucht. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen werden, soweit möglich, aufgerechnet. Passiva Bei den Baukostenzuschüssen erfolgt die Auflösung mit jährlich 5 Prozent der Ursprungswerte zugunsten der Umsatzerlöse. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach den Bewertungsvorgaben des § 253 Absatz 1 Satz 2 und Absatz 2 HGB zum laufzeitäquivalent abgezinsten Erfüllungsbetrag der zugrunde liegenden Verpflichtung. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt auf der Grundlage der versicherungsmathematischen Berechnung nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) mit den jeweils von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssätzen bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen werden in Höhe von 2,5 Prozent, ein Anwartschaftstrend in Höhe von 2,0 Prozent sowie ein Rententrend in Höhe von 1,5 Prozent berücksichtigt. Ferner wird eine Fluktuationsrate von 1,0 Prozent unterstellt. Den Verpflichtungen liegen die Richttafeln 2005 G von Dr. Heubeck zu Grunde, bei einem Rechnungszinssatz von 4,90 Prozent. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2013 beträgt 949.454,00 €. Gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB wird eine Verrechnung von zum Kurswert bewerteten Wertpapieren in Höhe von 11.161,41 € als Deckungsvermögen mit den Pensionsverpflichtungen vorgenommen. Die Anschaffungskosten der Wertpapiere haben 11.161,41 € betragen. Des Weiteren bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern-/innen, die von Mark-E Aktiengesellschaft (im Folgenden Mark-E genannt) zum 1. Januar 2012 auf die ENERVIE AssetNetWork übergeleitet worden sind. Aufgrund der mit Mark-E geschlossenen Vereinbarung eines Schuldbeitritts mit Erfüllungsübernahmeverpflichtung vom 6./28. September 2012 haften ENERVIE AssetNetWork und Mark-E gegenüber den Mitarbeitern/-innen als Gesamtschuldner. Der Aufwand für die jährlichen Veränderungen der Verpflichtungshöhe für bestehende und zukünftige Ansprüche sowie die Aufwendungen für den Pensionsversicherungsverein werden von ENERVIE AssetNetWork übernommen. Die Bewertung der Sonstigen Rückstellungen, die alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen berücksichtigen, erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den jeweils von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Zinssätzen abgezinst. Für das Jahr 2013 betragen die Zinssätze 3,34 Prozent bis 3,93 Prozent. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen ist in der Übersicht "Entwicklung des Anlagevermögens 2013" dargestellt. (2) Sachanlagen Die Sachanlagen umfassen ausschließlich die im Wege der Sacheinlage eingebrachten Verteilungsanlagen. (3) Finanzanlagen Die Finanzanlagen beinhalten ausschließlich Darlehen an Mitarbeiter. (4) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren überwiegend aus den Netznutzungsentgelten für Strom, Gas und Wasser sowie der Weiterberechnung der Einspeisevergütungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) an den vorgelagerten Netzbetreiber. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen im Wesentlichen Forderungen mit ENERVIE und aus der Netznutzungsabrechnung mit der Mark-E. Bei den Forderungen an ENERVIE handelt es sich fast ausschließlich um die Verlustübernahme. Forderungen gegen den Gesellschafter ENERVIE betragen nach Aufrechnung der Forderungen in Höhe von 17,2 Mio. € mit den Verbindlichkeiten in Höhe von 3,3 Mio. € nun 13,9 Mio. € (Vorjahr 17,1 Mio. €). Die Forderungen gegen Mark-E betragen nach Aufrechnung der Forderungen in Höhe von 39,4 Mio. € mit den Verbindlichkeiten in Höhe von 29,5 Mio. € nun 9,9 Mio. € (Vorjahr 4,5 Mio. €). (5) Guthaben bei Kreditinstituten Es bestehen Guthaben bei Kreditinstituten in einer Höhe von 383 T€ bei der Commerzbank AG, Dortmund, und der Sparkasse Lüdenscheid. (6) Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag unverändert 25.000 €. (7) Baukostenzuschüsse Dieser Posten beinhaltet ausschließlich Baukostenzuschüsse, die die Jahre ab 2007 betreffen; die Auflösung in Höhe von 0,9 Mio. € ist bei den Umsatzerlösen ausgewiesen. (8) Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen umfassen neben den sonstigen Aufwendungen im Personalbereich vor allem Rückstellungen für regulatorische Verpflichtungen und weitere branchenspezifische rechtliche Risiken. (9) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen vor allem die Kosten für das vorgelagerte Strom- und Gas-Transportnetz und Verbindlichkeiten gegenüber Stadtwerke Altena GmbH und Stadtwerke Kierspe GmbH sowie Verpflichtungen gegenüber Einspeisern im Versorgungsnetz der ENERVIE Asset Network. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen weisen nach erfolgter Aufrechnung gegen die entsprechenden Forderungen insgesamt einen Restsaldo von 22 T€ aus. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(10) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die Sonstigen Umsatzerlöse resultieren vor allem aus Weiterberechnungen von Einspeisevergütungen nach dem EEG an den vorgelagerten Netzbetreiber sowie der Mehr-/Mindermengenabrechnung Gas. Die Umsatzerlöse enthalten insgesamt periodenfremde Erlöse in Höhe von 5,3 Mio. € (Vorjahr 2,4 Mio. € Erlösminderung). (11) Sonstige betriebliche Erträge Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie solche aus Ausgleichsforderungen gegenüber Stadtwerke Kierspe GmbH und Stadtwerke Altena GmbH aufgrund der Übernahme des jeweiligen Regulierungskontos. Es sind 3,5 Mio. € periodenfremde Erträge enthalten. (12) Materialaufwand Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren setzen sich überwiegend aus den Kosten für das vorgelagerte Netz, den Aufwendungen für die Netzverluste Strom, den vermiedenen Netznutzungsentgelten Strom, der Redispatch-Pauschale, Aufwendungen aus der Mehr-/Mindermengenabrechnung Gas, der Offshore-/§ 19 StromNEV Umlage sowie aus den Einspeisevergütungen nach dem EEG und dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) zusammen. Der Posten enthält periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 7,0 Mio. € (Vorjahr 1,4 Mio. €). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten ausschließlich Aufwendungen aus den Netzleistungs-Rahmenverträgen mit Mark-E und den Stadtwerken Lüdenscheid GmbH sowie den Betriebsführungsverträgen mit Stadtwerke Kierspe GmbH und Stadtwerke Altena GmbH. (13) Personalaufwand Die Mitarbeiterzahl setzt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt zusammen:
( 14) Abschreibungen Zu den Abschreibungen auf Sachanlagen wird auf die Übersicht "Entwicklung des Anlagevermögens 2013" verwiesen. (15) Sonstige betriebliche Aufwendungen Diese Position enthält im Wesentlichen die Aufwendungen aus den Netzpachtverträgen sowie die Konzessionsabgaben für Strom und Gas. Daneben enthält der Posten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr 0,4 Mio. €). (16) Finanzergebnis
(17) Erträge aus Verlustübernahme Aufgrund des mit der ENERVIE bestehenden Gewinnabführungsvertrages wird der Verlust von der Organträgerin ENERVIE übernommen. Sonstige AngabenDas Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB im Konzernabschluss der ENERVIE angegeben. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 542,7 Mio. €. Es bestehen langfristige vertragliche Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese betreffen einerseits zwei Netzleistungs-Rahmenverträge. Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen beträgt über die feste Vertragslaufzeit bis Ende 2017 voraussichtlich rd. 316 Mio. €. Andererseits bestehen langfristige Pachtverträge zur Nutzung der Verteilungsanlagen. Über die feste Vertragslaufzeit bis Ende 2017 ergibt sich hieraus ein Gesamtbetrag von rd. 218 Mio. €. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus einem Stromliefervertrag von 6,3 Mio. €. Weiterhin bestehen Verpflichtungen aus zwei Betriebsführungsverträgen und zwei Netzpachtverträgen mit Stadtwerke Kierspe GmbH und Stadtwerke Altena GmbH. Der Gesamtbetrag 2013 für die Netzleistungsrahmenverträge beträgt rd. 1,5 Mio. € und für die Netzpachtverträge beträgt dieser rd. 1,3 Mio. €. Die Laufzeit der Verträge mit den Gesellschaften sind unterschiedlich und es wird eine Verpflichtung in 2014 in ähnlicher Höhe erwartet. Die auf die ENERVIE AssetNetWork übergegangenen Mitarbeiter und -innen sind Mitglieder der Kommunalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe (KVW), Münster und erhalten von der KVW ihre Versorgungsrenten. Aufgrund einer umlagefinanzierten Ausgestaltung besteht eine Unterdeckung in Form einer Differenz zwischen den Versorgungsansprüchen und dem anteiligen bei der KVW bestehenden Vermögen. Zur Höhe der Deckungslücke liegen keine Informationen vor. Der im Geschäftsjahr 2013 an die KVW abgeführte Betrag beläuft sich auf 0,1 Mio. €. Angaben nach § 6b Absatz 2 Energiewirtschaftsgesetz Im Berichtsjahr wurden folgende Geschäfte größeren Umfangs, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Tätigkeit eines Netzbetreibers herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens nicht von untergeordneter Bedeutung sind, getätigt. ENERVIE AssetNetWork empfängt Leistungen von verbundenen Unternehmen:
Angaben nach § 6b Absatz 3 Energiewirtschaftsgesetz Nach § 6b Absatz 3 werden in der Rechnungslegung für die Tätigkeitsbereiche Elektrizitäts- und Gasverteilung Abschlüsse erstellt. Organe der Gesellschaft Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an:
Bezüge des Geschäftsführer Für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013 betragen die Gesamtbezüge für Herrn Hinz 150 T€ (Vorjahr 140 T€). Der Barwert der Pensionsrückstellung beträgt 265 T€ (Vorjahr 224 T€).
Lüdenscheid, 26. Februar 2014 gez. Wolfgang Hinz Entwicklung des Anlagevermögens
TätigkeitsabschlüsseTätigkeitenbilanzen nach § 6b EnWGAktiva
Lüdenscheid, 26. Februar 2014 - Geschäftsführung - Wolfgang Hinz Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnungen nach § 6b Abs. 3 EnWG
Lüdenscheid, 26. Februar 2014 ENERVIE AssetNetWork GmbH - Geschäftsführung - Wolfgang Hinz
Tätigkeitenbilanzen nach § 6b EnWGAktiva
Lüdenscheid, 26. Februar 2014 - Geschäftsführung - Wolfgang Hinz Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnungen nach § 6b Abs. 3 EnWG
Lüdenscheid, 26. Februar 2014 ENERVIE AssetNetWork GmbH - Geschäftsführung - Wolfgang Hinz
Ergänzende Erläuterungen zur Rechnungslegung und internen Buchführung gemäß § 6b Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)Allgemeine ErläuterungenGesetzliche Vorgaben Gemäß § 6b Abs. 1 Energiewirtschaftsgesetz n. F. (EnWG) haben Energieversorgungs-unternehmen ungeachtet ihrer Eigentumsverhältnisse und ihrer Rechtsform einen Jahresabschluss nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 264 ff. HGB) aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen. Dabei umfasst die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG. Da die EAN die Voraussetzungen für Energieversorgungsunternehmen i.S.d. § 3 Nr. 18 EnWG erfüllt, finden gemäß § 114 EnWG die Entflechtungsbestimmungen des § 6b EnWG Anwendung. Aufgrund des § 6b Abs. 3 EnWG hat die ENERVIE AssetNetwork (EAN), die i.S.v. § 3 Nr. 38 EnWG zu einem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen verbunden ist, zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung in ihrer internen Rechnungslegung jeweils getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten aus den Bereichen Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung sowie für die Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors zu führen. Tätigkeitsabschlüsse EAN Unter Berücksichtigung der Vorgaben durch das EnWG werden bei der EAN die folgenden zusätzlichen Tätigkeitsabschlüsse erstellt:
Für jeden der Tätigkeitsbereiche ist gemäß § 6b Abs. 3 S. 6 EnWG jeweils eine Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung aufzustellen. Grundsätzlich sind die §§ 264 ff. HGB anzuwenden. Zu beachten ist, dass die ausgeübten Wahlrechte bei der Bilanzierung des Jahresabschlusses maßgebend sind für die Bilanzen der einzelnen Tätigkeitsbereiche. Grundsätze der Zuordnung Soweit möglich werden die wesentlichen Aktiv- und Passivposten sowie Aufwendungen und Erträge den Unternehmensaktivitäten auf Basis von Einzelkonten und Kostenstellen direkt zugeordnet. Dabei wird in Einzelfällen auch eine Einzelpostenanalyse durchgeführt. In den Fällen, in denen nur ein mittelbarer Sachbezug zu den einzelnen Aktivitäten vorliegt oder die weitere Zuordnung der Konten mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden wäre, werden Schlüsselungen und Kostenumlagen sachgerecht vorgenommen. In die einzelnen Tätigkeitsbilanzen werden die Gegenstände der Vermögens- und Schuldposten anhand direkter Kontenzuordnung, Zuordnung durch Kostenstellen und durch Schlüsselung ermittelt. Die sich notwendigerweise ergebenden Differenzen von Aktiva und Passiva je Tätigkeit werden im Eigenkapital als Kapitalverrechnungsposten dargestellt. Aufwendungen und Erträge werden den einzelnen Tätigkeitsgewinn- und Verlustrechnungen zugeordnet. Es liegen keine getrennten Hauptbuchkonten vor. Die einzelnen Tätigkeiten werden durch die Zusammenfassung von Kostenstellen zu Kostenstellengruppen definiert. Diese Zusammenfassung von Kostenstellen ist hierarchisch und eindeutig. Eine Zuordnung zu den jeweiligen Tätigkeiten ist somit gewährleistet. Die Umlage der nicht direkt zuordenbaren Kosten erfolgt kostenartenscharf auf dafür definierten Umlagekonten. Schlüsselung Gemäß § 6b Abs. 3 S. 5 EnWG hat eine Schlüsselung der Konten zu erfolgen, soweit eine direkte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre. Diese Schlüsselung muss sachgerecht und für Dritte nachvollziehbar sein. Grundsätzlich werden die Kosten und Erlöse direkt über Kostenstellen der Strom- respektive Gasverteilung zugeordnet. Sofern dies nicht möglich oder nur mit unvertretbar hohem Aufwand realisierbar ist, erfolgt eine sachgerechte Aufteilung mittels Schlüsselung. Bei der Zuordnung und bei der Wahl der Kostenschlüssel wurde das Stetigkeitsgebot beachtet. Wesentliche Änderungen bei den Zuordnungsregeln und bei der Wahl der Kostenschlüsselungen im Vergleich zum Vorjahr fanden nicht statt. Bei der Aufteilung nicht direkt zuordenbarer GuV-Positionen kamen folgende Schlüssel zum Einsatz:
Bei der Aufteilung nicht direkt zuordenbarer Bilanzpositionen kamen folgende Schlüssel zum Einsatz:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen langfristige vertragliche Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese betreffen zum einen Netzleistungsrahmenverträge, die mit den Schwestergesellschaften Mark-E und Stadtwerke Lüdenscheid geschlossen wurden. Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen über die feste Vertragslaufzeit bis Ende 2017 beläuft sich auf voraussichtlich rd. 316 Mio. €. Davon entfallen bis 2017 voraussichtlich auf die Elektrizitätsverteilung ein Anteil in Höhe von rd. 191 Mio. € und auf die Gasverteilung ein Anteil in Höhe von rd. 67 Mio. € Zum anderen bestehen langfristige Pachtverträge über die Nutzung der Verteilungsanlagen. Hier ergibt sich für die feste Vertragslaufzeit bis Ende 2017 ein Gesamtbetrag von rd. 218 Mio. €. Davon entfallen auf die Elektrizitätsverteilung ein Anteil in Höhe von rd. 151 Mio. € und auf die Gasverteilung ein Anteil in Höhe von rd. 30 Mio. € Durch die Annahme der freiwilligen Selbstverpflichtung Verlustenergie und der damit verbundenen Ausschreibung ist die EAN für das Jahr 2014 Verpflichtungen mit verschiedenen Stromanbietern eingegangen. Der Gesamtumfang beträgt für das Jahr 2014 rd. 6,3 Mio. €. Weiterhin bestehen Verpflichtungen aus zwei Betriebsführungsverträgen und zwei Netzpachtverträgen (Stadtwerke Kierspe GmbH und Stadtwerke Altena GmbH). Der Gesamtbetrag 2013 für die Betriebsführungsverträge beträgt rd. 1,5 Mio. € und für die Netzpachtverträge rd. 1,3 Mio. €. Die Laufzeiten der Verträge mit den Gesellschaften sind unterschiedlich. Es wird eine Verpflichtung in ähnlicher Höhe für das Jahr 2014 erwartet. Diese Verpflichtungen berühren ausschließlich die Gasverteilung. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ENERVIE AssetNetWork GmbH, Lüdenscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.
Essen, den 27. Februar 2014 PricewaterhouseCoopers
Josef Rakel, Wirtschaftsprüfer ppa. Hubert Ahlers, Wirtschaftsprüfer Gesellschafterbeschlüsse der ENERVIE AssetNetWork GmbH, Lüdenscheid, am 15.05.2014Herr Ivo Grünhagen und Herr Erik Höhne, geschäftsansässig Platz der Impulse 1, 58093 Hagen, handeln nicht für sich persönlich, sondern als Vertreter für die Südwestfalen Energie und Wasser AG, 58095 Hagen, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hagen unter HR B 7436, erklären: Die ENERVIE AssetNetWork ist im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn unter der Registernummer B 6011 eingetragen. Alleinige Gesellschafterin ist die Südwestfalen Energie und Wasser AG. Unter Verzicht auf alle gesetzlichen und satzungsmäßigen Form- und Fristbestimmungen fassen wir folgende Beschlüsse:
Südwestfalen Energie und Wasser AG Ivo Grünhagen Erik Höhne |
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