Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 115011
Eingetragen
8.11.2005
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Ölen und Fetten, ohne Margarine u. ä. NahrungsfetteBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
Von Amts wegen berichtigt: Aufbereitung und Vermarktung von Glycerin und Glycerinnebenprodukten, Handel mit Stoffen aus der pflanzenölverarbeitenden und oleochemischen Industrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Knut Brockhaus
seit 1.8.2006
Geschäftsführer
Erich Fischer
seit 1.8.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
NLM Vantinge A/SDNK
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
OHplus Beteiligungs GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OHplus GmbH

Staßfurt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlage des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die OHplus GmbH betreibt in Staßfurt (Sachsen-Anhalt) eine Glycerinaufbereitungsanlage mit einer Gesamtkapazität von 27.000 t/a Raffinat-Glycerin (Qualitätsstufe min. 99,5%). Es werden glycerinhaltige Nebenprodukte vorwiegend aus der Abfall- und Reststoff basierten Biodieselindustrie durch verschiedene Trenn- und Spaltprozesse zu Glycerin mit einer Reinheitsstufe von min. 99,5% aufgearbeitet. Als Nebenprodukte fallen bei der Aufbereitung Methanol, Fettsäuren und Salze an. Zu unseren Lieferanten gehören vorrangig Biodieselproduzenten aus dem In- und europäischen Ausland. Unsere Produkte werden im Wesentlichen in Produktionsprozessen von deutschen und europäischen Unternehmen aus dem Chemie- und Bioenergiesektor eingesetzt.

2. Forschung und Entwicklung

Die OHplus GmbH legt das Hauptaugenmerk auf die Entwicklung energiesparender, flexibler und automatisierter Produktionsprozesse. Das Management der OHplus GmbH fokussiert sich weiterhin auf die Erhöhung des Automatisierungsgrades der Prozessanlagen, mit dem Ziel der Effizienzsteigerung des Anlagenbetriebs sowie die Umsetzung und Nutzung nachhaltiger Energieerzeugungsverfahren. Die OHplus GmbH verfügt über ein zertifiziertes Energiemanagementsystem. Die Prozessoptimierungen werden den Einsatz eines stetig breiter werdenden Rohstoffspektrums sichern.

3. Personal

Das Unternehmen beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 22 Mitarbeiter. Neben 2 Geschäftsführern waren in der Verwaltung 5 Vollzeitkräfte tätig, in der Produktion 14 Vollzeitkräfte und im Labor 1 Vollzeitkraft.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtkonjunktur

Die Folgen der globalen Krisen belasten die deutsche Wirtschaft. Laut ersten Berechnungen des Statistischem Bundesamt sank im Jahr 2023 das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr.

Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7% höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus.

Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief sehr unterschiedlich:

- Produzierendes Gewerbe (inkl. verarbeitendes Gewerbe ohne Bau): - 2,0%
- Baugewerbe: + 0,2%
- Handel, Verkehr und Gastgewerbe: - 1,0%
- Information und Kommunikation: + 2,6%
- Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit: + 1,0%

Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0% zurück. Speziell in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie sank die Produktion und Wertschöpfung erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Nach ihrem Höchststand im Sommer 2022 sanken die Energiepreise auf Erzeugerebene von Januar bis November 2023 um durchschnittlich 11,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dadurch wurde allerdings nur ein Bruchteil des Anstiegs der Jahre 2021 und 2022 kompensiert. In der zweiten Jahreshälfte 2023 stabilisierten sich die Energiepreise auf einem sehr hohen Niveau und belasteten weiterhin die Produktion der energieintensiven Wirtschaftszweige, die von Januar bis November 2023 um 10,6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum abnahm. Dies bremste wiederum die gesamte Industrieproduktion.

Das Arbeitnehmerentgelt nahm im Jahr 2023 deutlich um 6,7% zu. Die Durchschnittslöhne stiegen im Jahr 2023 um 6,1%, insbesondere weil es hohe Lohnabschlüsse und Inflationsausgleichszahlungen gab. Der Anstieg der Löhne und Gehälter war damit im Jahr 2023 auch größer als die im Jahresdurchschnitt weiterhin hohe Inflation.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt - 3,0%) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt - 1,8%). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Quelle: Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024

Branchenkonjunktur

Das Jahr 2023 war ein ausgesprochen schlechtes Jahr für die deutsche Chemieindustrie. Der Umsatz ist um 12 Prozent eingebrochen - von 261 auf 230 Milliarden Euro. Besonders massiv sanken die Verkäufe im Inland, etwas weniger stark im Auslandsgeschäft. Auch leicht rückläufige Erzeugerpreise für chemisch-pharmazeutische Produkte trugen zu dem Umsatzeinbruch bei. Hoffnung auf Besserung besteht derzeit nicht. Die Branche ist in einer Rezession. Für das kommende Jahr deutet kaum etwas auf Besserung hin: Viele Unternehmen beklagen Auftragsmangel. Die Kapazitätsauslastung ist mit kaum 75 Prozent noch niedriger als zu Beginn der Corona-Pandemie. Die Energiepreise werden absehbar hoch bleiben, Entlastungen sind nicht in Sicht. Die Chemieindustrie erwartet 2024 ein weiteres Umsatzminus von 3 Prozent.

Quelle: BAVC Veröffentlichung - Tarifrunde Chemie24 vom 23.01.2024

Die Geschäftsentwicklung stellte sich für das abgelaufene Geschäftsjahr nach Einschätzung des Managements wie folgt dar: Nach dem rasanten Anstieg der Glycerinpreise in Q2/2022 folgte bis zum Jahresende 2022 ein stetiger Verfall der Glycerinpreise aufgrund mangelnder Nachfrage (Kunden waren bemüht, ihre hohen Lagerbestände so schnell wie möglich abzubauen). Dieser Trend setzte sich zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 fort. Während im ersten Quartal 2023 noch Verkaufserlöse von 650-700 EURO/t erzielt werden konnten, zeigten die Folgemonate eine stetig fallende Tendenz. Eine weiterhin schwache Nachfrage bzw. vorsichtigeres Kaufverhalten blieb der Hauptgrund. Käufer mochten nach den Erfahrungen aus dem Jahr 2022 kein Risiko mehr eingehen und kauften auftragsbezogen. Technische Anwender für raffiniertes Glycerin litten unter dem Nachfragerückgang in ihren nachgelagerten Industrien, speziell im Bereich der Bauindustrie, in der Glycerin u.a. im Bereich von Beschichtungen/Harze (Epichlorhydrin) und PU-Schäume zum Einsatz kommt. Den Markt in Q3 kennzeichnete zudem ein reichliches Angebot an pflanzlichem Glycerin aus dem Lebensmittel/Futtermittelbereich, dass ebenfalls in die technischen Märkte drängte, um hierdurch hohe Lagerkapazitäten abzubauen, was letztendlich den Preisdruck nur noch weiter erhöhte. Hohe Energiekosten und fallenden Preise für Glycerinraffinat bei gleichzeitig stabilen und relativ hohen Rohstoffpreisen veranlassten viele Hersteller ihr Rohglycerin in andere Sektoren abzuverkaufen anstelle diese in ihren eigenen Anlagen zu raffinieren. Biogas speziell in Dänemark konnte in diesem Zeitraum große Mengen zu attraktiven Preisen absorbieren. Die sich bis Jahresende weiter abzeichnende Konjunkturabschwächung und der damit verbundene Nachfrageeinbruch ließen die Verkaufspreise für Glycerin zum Jahresende bis auf ein Jahrestiefpreisniveau von ca. 430 EURO/t abschmelzen.

2. Geschäftsverlauf

Der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2023 sank um ca. 37%, wesentlich bedingt durch die rückläufigen Marktpreise im Verkaufssegment Glycerin und Fettsäuren im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022.

Der inländische Umsatz hatte einen Anteil von 86,1%, der Umsatz mit Staaten der EU von 13,5% und der Umsatz mit Drittländern 0,4% vom Gesamtumsatz.

Die Anlagenauslastung der Glycerinproduktion im abgelaufenen Geschäftsjahr lag bei ca. 89% (nach Erweiterung der 3. Glycerindestillation in 2022/2023).

Die explodierenden Energiekosten der Gas- und Strommärkte nach der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 haben zu extrem gestiegenen Produktionskosten im Geschäftsjahr 2023 geführt, da diese aufgrund von jährlichen Preisanpassungsklauseln erst im Geschäftsjahr 2023 zum Tragen gekommen sind.

3. Lage der Gesellschaft

3.1 Ertragslage

2023
T€
% 2022
T€
% Veränderung
T€
Rohertrag 9.593 100 18.916 100 -9.323
Betriebsaufwand 7.510 78,3 7.584 40 -74
Betriebsergebnis 2.083 21,7 11.332 60 -9.249
Finanzergebnis 172 1,8 3 0 169
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.255 23,5 11.335 60 9.080
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 696 7,3 3.500 18,5 -2.804
Jahresüberschuss 1.559 16,2 7.835 41,5 -6.276

Der Rohertrag fiel um -9.323 T€ auf 9.593 T€ im Wesentlichen aufgrund der stark gestiegenen Energiekosten und des unerwartet starken Preisverfalls im Verkaufssegment Glycerin im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022. Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand / Gesamtleistung) erhöhte sich zudem aufgrund der deutlich gesunkenen Verkaufspreise für Glycerin und den nicht im gleichen Maße gesunkenen Rohstoffpreisen im Geschäftsjahr 2023 um ca. 6 Prozentpunkte.

Der Betriebsaufwand reduzierte sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 74 T€ auf 7.510 T€, im Wesentlichen bedingt durch höhere Personalaufwendungen von 121 T€ aufgrund freiwilliger Lohnzusatzzahlungen sowie höherer Reparatur-/Instandhaltungskosten von Maschinen von 132 T€ auf der einen Seite und Kostenreduzierungen für Ausgangsfrachten von - 165 T€ sowie geringe Ausgaben für technische Betriebsmittel von -178 T€ auf der anderen Seite.

Daraus resultiert ein um 9.249 T€ rückläufiges Betriebsergebnis von 2.083 T€. Nach Steuern ergibt sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 ein um 6.276 T€ reduzierter Jahresüberschuss von 1.559 T€.

3.2 Finanzlage

2023
T€
2022
T€
Veränderung
T€
Veränderung der Finanzposition:
Liquide Mittel 7.761 12.165 -4.404

Unsere Finanzlage ist weiterhin als sehr stabil zu bezeichnen. Die liquiden Mittel haben sich insbesondere nach Ausschüttungen von 4 Mio. € und einem negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit von - 343 T€ (insbesondere aufgrund von Investitionen ins Sachanlagevermögen) um 4.404 T€ auf 7.761 T€ verringert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit -61 T€ im Vergleich zum Vorjahr (11.632 T€) deutlich gesunken, insbesondere aufgrund des niedrigeren Jahresergebnisses und hohen Ertragsteuernachzahlungen für 2022.

Das Anlagenvermögen ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt, womit eine fristenkongruente Finanzierung sichergestellt ist. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Der Bestand an liquiden Mitteln gewährleistet eine mehr als ausreichende Liquidität des Unternehmens und ermöglicht die Vereinbarung kurzfristiger Zahlungsziele bei Lieferantenverbindlichkeiten.

3.3 Vermögenslage

Vermögensstruktur

2023
T€
% 2022
T€
% Veränderung
T€
Langfristig gebundenes Vermögen 6.018 34,1 6.590 27,9 -572
Kurzfristig gebundenes Vermögen 11.639 65,9 17.060 72,1 -5.421
Gesamtvermögen 17.657 100 23.650 100 -5.993
Kapitalstruktur 2023 2022 Veränderung
T€ % T€ % T€
Eigenkapital 16.011 90,7 18.452 78 -2.441
Fremdkapital 1.646 9,3 5.198 22 -3.552
Gesamtvermögen 17.657 100 23.650 100 -5.993

Das langfristig gebundene Vermögen hat sich im Wesentlichen aufgrund von Abschreibungen auf das Anlagevermögen um -572 T€ verringert. Das kurzfristig gebundene Vermögen wurde durch geringen Warenbestand, durch vorzeitigen Ausgleich von Lieferantenforderungen sowie Ausschüttungen um 5.421 T€ verringert. Die Bilanzsumme hat sich dadurch um 5.993 T€ auf 17.657 T€ verringert. Die Eigenkapitalquote ist trotz der Gewinnausschüttungen aufgrund der geringeren Bilanzsumme im abgelaufenen Geschäftsjahr von 78,0% auf 90,7% gestiegen. Das langfristig gebundene Vermögen ist somit mehrfach durch Eigenkapital gedeckt. Das Fremdkapital ist vollständig durch liquide Mittel gedeckt. Die Finanz- und Kapitalstruktur ist daher als sehr gut zu bewerten.

Im Fremdkapital sind neben einem Sonderposten für Investitionszuschüsse ausschließlich kurzfristige Verbindlichkeiten enthalten.

3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren / Gesamtaussage

Wir arbeiten mit den Kennzahlen EBITDA und EBIT.

Das EBITDA im Geschäftsjahr 2023 beträgt 3.190 T€ (Vorjahr: 12.324 T€). Das EBIT von 2.083 T€ spiegelt das Betriebsergebnis wider (Vorjahr: 11.332 €). Unsere wirtschaftliche Lage ist auch nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 als gut zu bezeichnen.

Die Geschäftsentwicklung speziell in der zweiten Jahreshälfte des abgelaufenen Geschäftsjahres lag aufgrund der Umsatzeinbußen und gleichzeitig hoher Energiekosten unter unseren Erwartungen, obwohl uns klar war, dass die turbulente Geschäftsentwicklung des Vorjahres, die von übertriebenen Marktpreisen zu unseren Gunsten geprägt war, nicht nachhaltig sein würde.

III. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres 2023 sind nicht eingetreten.

IV. Prognosebericht

Wir gehen weiterhin von einer positiven Entwicklung des Unternehmens aus. Lieferengpassrisiken begegnen wir zunehmend durch ein sich ständig erweiternden Mix an in- und ausländischen Lieferanten, Rohstoffqualitäten sowie verlässlichen Partnerschaften und Vertriebskooperationen. Der Beschaffungsmarkt unserer Rohstoffe aber auch der Absatzmarkt unserer Produkte werden im Geschäftsjahr 2024 deutlich größere Herausforderungen als in den Vorjahren an uns stellen. Die anhaltende Konjunkturschwäche, die geopolitischen Spannungen aber auch die hohen Energiepreise bleiben große Herausforderungen für unser Unternehmen. Wir prognostizieren, dass das EBIT und EBITDA die Größenklasse wie das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 erreichen werden.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekonfliktes bleiben mittel- und langfristig schwierig abzuschätzen.

Das Unternehmensergebnis hängt im Wesentlichen von den Preisen und der Verfügbarkeit der eingesetzten Rohstoffe (Glycerinphase/Rohglycerin) ab. Die Risiken auf der Rohstoffseite bestehen in einer Verknappung der Rohstoffe aufgrund rückläufiger Biodieselproduktion einerseits und Wettbewerbsrisiken andererseits.

Ertragsorientierte Risiken:

Wettbewerbsrisiken sind weiterhin existent. Speziell neue Biokraftstoff-Herstellungsverfahren wie die Herstellung von Biokraftstoffen auf Basis hydrierter Pflanzenöle (HVO ́s) und das direkte Co-Processing in Anlagen der Mineralölindustrie zur Herstellung von nachhaltigen Flugkraftstoffen stehen in direkter Konkurrenz zu unseren Lieferanten aus der abfallbasierten Biodieselindustrie, da sie gemeinsam um die Nutzung der begrenzt verfügbaren Rohstoffe auf Abfall-/Reststoffbasis ringen - im Wesentlichen Altspeiseöle. Genannte Beispiele führen zum Wegfall des Rohstoffs Rohglycerin, da Rohglycerin hierbei nicht mehr als Koppelprodukt anfällt. Eine geringere Produktionsauslastung in der Biodieselindustrie würde zu einer Verknappung des Koppelproduktes Glycerinphase bzw. Rohglycerin in unseren Beschaffungsmärkten führen und in Folge zu steigenden Rohstoffpreisen.

Weiterhin steht Rohglycerin in Zeiten hoher Energiepreise als lukratives Einsatzmaterial bei der Energieerzeugung (Biogas) hoch im Kurs. Eine Verknappung der Rohstoffauswahl auf den Beschaffungsmärkten wäre ebenfalls die Folge, wodurch die Einkaufspreise für unsere Rohstoffe steigen.

Eine anhaltende schwache Binnenkonjunktur speziell in den nachgeschalteten technischen Industrieanwendungen unserer Kunden (Bauindustrie, chemische Industrie, Automobilindustrie) kann zudem zu einer rückläufigen Nachfrage unseres Hauptprodukts Glycerin führen. Alle genannten Aspekte hätten negative Auswirkungen auf unsere Rohertragsmarge.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht vorhanden und nicht absehbar.

Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, kompensieren wir im Einzelfall durch Sicherungsgeschäfte.

Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend. Liquiditätsengpässe werden nicht erwartet.

2. Chancenbericht

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Flexibilität, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Zudem kommt uns unsere langjährige Erfahrung im Markt zugute.

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2024 sehen wir zu Jahresbeginn stabile Verkaufspreise auf einem niedrigen Niveau. Bis zur Jahreshälfte sollten sich die Verkaufspreise allerdings verbessern, da viele Akteure erkannt haben, dass aufgrund der immer noch hohen Energiepreise die Destillationsmargen bei dem aktuellen Verhältnis von Rohstoff- zu Produktpreis nicht nachhaltig positiv darstellen lassen. Wir gehen davon aus, dass sich bis zum Ende der ersten Jahreshälfte 2024 die Marktpreise im Produktbereich Glycerin wieder auf einem Preisniveau über die Marke von 550 EURO/t bewegen werden.

Die regelmäßig im Rahmen unserer Nachhaltigkeitszertifizierungssysteme (REDcert/REDcert2) ermittelten verminderten Treibhausgasemissionen unserer nachhaltigen Produkte und Nebenprodukte gegenüber fossilen Derivaten werden in den technischen Anwendungsbereichen (Stichwort: green chemistry) sowie im bei der Herstellung fortschrittlichen Kraftstoffsektor (advanced biofuels) verstärkt Anwendung finden und zusätzliche Absatzmärkte schaffen.

3. Gesamtaussage

Die Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung liegen weiterhin im Beschaffungsbereich der Rohstoffe (speziell der Glycerinphasen). Aufgrund der Investitionen der letzten Jahre können wir jetzt optional bzw. zusätzlich verschiedenste Rohglycerinqualitäten als zusätzlichen Rohstoffinput für die Glycerindestillationsanlagen verwenden. Mit der Einführung unseres Energiemanagementsystems identifizieren wir laufend Einsparungsmaßnahmen, um die Produktionskosten weiterhin zu optimieren. Die preisliche Beruhigung der Energiemärkte kann hierzu ebenfalls einen entscheiden Beitrag leisten. Wir erwarten daher für das Geschäftsjahr 2024 trotz eines weiterhin schwierigen Umfelds ein zum Geschäftsjahr 2023 vergleichbares positives Jahresergebnis.

Aufgrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns weiterhin für die Bewältigung dieser Aufgabe und der künftigen Risiken sehr gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft aus dem eigenen Cashflow.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VII. Bericht über Zweigniederlassung

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Staßfurt, den 14. Februar 2024

OHplus GmbH

gez. Erich Fischer, Geschäftsführer

gez. Knut Brockhaus, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.017.839,73 6.589.937,30
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 24.230,00 45.658,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 24.230,00 45.658,00
II. Sachanlagen 5.993.609,73 6.544.279,30
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 371.265,30 388.791,30
2. technische Anlagen und Maschinen 5.102.588,00 5.798.145,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 339.434,00 357.343,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 180.322,43 0,00
B. Umlaufvermögen 11.598.387,97 17.026.084,31
I. Vorräte 677.388,87 875.895,87
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.159.936,93 3.985.394,14
1. sonstige Vermögensgegenstände 3.159.936,93 3.985.394,14
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.761.062,17 12.164.794,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 40.663,85 33.705,68
Bilanzsumme, Summe Aktiva 17.656.891,55 23.649.727,29

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 16.011.187,84 18.452.442,41
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen 4.000.000,00 4.000.000,00
III. Gewinnvortrag 9.952.442,80 0,00
IV. Jahresüberschuss 1.558.745,04 0,00
V. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 13.952.442,41
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 96.868,60 118.891,60
C. Rückstellungen 436.600,00 2.295.950,97
D. Verbindlichkeiten 1.112.235,11 2.782.442,31
1. sonstige Verbindlichkeiten 1.112.235,11 2.782.442,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 15.585,40 331.274,93
Bilanzsumme, Summe Passiva 17.656.891,55 23.649.727,29

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.592.997,07 18.916.513,23
2. Personalaufwand 2.447.331,08 2.326.375,87
a) Löhne und Gehälter 2.159.888,27 2.015.970,54
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 287.442,81 310.405,33
davon für Altersversorgung 25.392,16 22.692,16
3. Abschreibungen 1.107.267,13 991.542,48
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.107.267,13 991.542,48
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.937.018,13 4.248.239,14
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 172.255,25 2.837,19
6. Steuern vom Einkommen und Ertrag 696.240,61 3.499.772,73
7. Ergebnis nach Steuern 1.577.395,37 7.853.420,20
8. sonstige Steuern 18.650,33 18.431,71
Jahresüberschuss 1.558.745,04 7.834.988,49

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 1.558.745,04 7.834.988,49
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.617.453,92
3. Einstellungen in Gewinnrücklagen 0,00 500.000,00
a) in andere Gewinnrücklagen 0,00 500.000,00
4. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 13.952.442,41

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die OHplus GmbH hat ihren Sitz in Staßfurt und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stendal, Register-Nr. HRB 115011.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Von den ihr eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen.

Das Wahlrecht der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird von der Gesellschaft zugunsten der Nicht-Aktivierung solcher Vermögensgegenstände ausgeübt.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zuschüsse werden soweit vorhanden von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und dem tatsächlichen Werteverzehr der Vermögensgegenstände vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 800 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Werten angesetzt. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeiten der Bestände ermittelt.

Fertige Erzeugnisse und Waren werden mit ihren individuellen Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen enthalten. Sonderkosten der Fertigung werden ebenfalls eingerechnet. Kosten der allgemeinen Verwaltung, des Vertriebs und der sozialen Einrichtungen des Betriebs für freiwillige soziale Leistungen sowie Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Soweit die bereits entstandenen und noch zu erwartenden Herstellungskosten die vereinbarten bzw. zu erwartenden Erlöse überschreiten, werden entsprechende Wertabschläge auf die aktivierten Herstellungskosten vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen werden mit ihren Nominalwerten bewertet, soweit nicht im Einzelfall aufgrund konkreter Anhaltspunkte ein niedrigerer beizulegender Wert anzusetzen ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Kassenbestände und Bankguthaben sind zu Nennwerten angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für vor dem Stichtag getätigte Ausgaben, die Aufwendungen nach dem Abschlussstichtag zum Gegenstand haben, angesetzt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und decken alle am Stichtag bestehenden ungewissen Verbindlichkeiten ab. Rückstellungen für drohende Verluste und Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen, die innerhalb von drei Monaten nach dem Geschäftsjahresende nachgeholt werden, waren nicht erforderlich. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden, mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, laufzeitäquivalenten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Der durchschnittliche Marktzins ist dabei als Sieben-Jahres-Durchschnitt ermittelt. Das Abzinsungswahlrecht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wird nicht ausgeübt. Preis- und Kostensteigerungen werden in der Bewertung berücksichtigt, wenn diese ausreichend konkretisiert sind.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zum Jahresabschluss

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

3.2 Bilanzgewinn

Im ausgewiesenen Bilanzgewinn des Vorjahres ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 6.617 T€ enthalten.

3.3 Sonderposten für Zuschüsse

Der Sonderposten in Höhe von 97 T€ (Vorjahr: 119 T€) beinhaltet eine öffentliche Finanzierungshilfe (Zuschuss) für die gewerbliche Wirtschaft im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" und Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Der Gesamtbetrag des Zuschusses betrug 1.430 T€. Der Ausweis des Sonderpostens für Zuschüsse zum Anlagevermögen erfolgte nach dem Wahlrecht gemäß § 265 Abs. 5 S. 2 HGB und wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst.

3.4 Verbindlichkeiten

bis zu 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Gesamt
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 954 0 0 954
(VJ: 2.396) (VJ: 0) (VJ: 0) (VJ: 2.396)
Sonstige Verbindlichkeiten 158 0 0 158
(VJ: 386) (VJ: 0) (VJ: 0) (VJ: 386)
1.112 0 0 1.112
(VJ: 2.782) (VJ: 0) (VJ: 0) (VJ: 2.782)

3.6 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 160 T€ enthalten Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Zuschüsse von 22 T€ (Vorjahr: 22 T€).

4. Sonstige Angaben

4.1 Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat während des Geschäftsjahres 2023 durchschnittlich 20 (Vorjahr: 20) Arbeitnehmer beschäftigt. Die Arbeitnehmer gehören folgenden Gruppen an:

Kaufmännische Angestellte 8
Gewerbliche Arbeitnehmer 12

4.2 Geschäftsführung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Geschäfte hauptberuflich durch Dipl.-Ing. Knut Brockhaus und Dipl.-Ing. Erich Fischer geführt.

Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

 

Staßfurt, den 14. Februar 2024

OHplus GmbH

gez. Knut Brockhaus, Geschäftsführer

gez. Erich Fischer, Geschäftsführer

Anlagespiegel

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 96.907,31 0,00 0,00 96.907,31
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 974.093,30 17.659,96 0,00 991.753,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.750.382,62 261.218,01 0,00 18.011.600,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsaussstattung 1.045.132,00 79.194,16 40.220,99 1.084.105,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 180.322,43 0,00 180.322,43
19.769.607,92 538.394,56 40.220,99 20.267.781,49
19.866.515,23 538.394,56 40.220,99 20.364.688,80
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.249,31 21.428,00 0,00 72.677,31
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 585.302,00 35.185,96 0,00 620.487,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.952.237,62 956.775,01 0,00 12.909.012,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsaussstattung 687.789,00 93.878,16 36.995,99 744.671,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
13.225.328,62 1.085.839,13 36.995,99 14.274.171,76
13.276.577,93 1.107.267,13 36.995,99 14.346.849,07
NETTOBUCHWERTE
2023
EUR
2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.230,00 45.658,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 371.265,30 388.791,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.102.588,00 5.798.145,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsaussstattung 339.434,00 357.343,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 180.322,43 0,00
5.993.609,73 6.544.279,30
6.017.839,73 6.589.937,30

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Bei der Offenlegung des Jahresabschlusses werden größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 276, § 288 und § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die OHplus GmbH, Staßfurt:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OHplus GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OHplus GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigung) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

 

Nordhorn, den 14. Februar 2024

GB Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Edwin Westkamp, Wirtschaftsprüfer

Weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtige Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben,

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt,

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens,

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen (auch als "Aufsichtsorgan" bezeichnet) unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

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