Stammdaten

Register
Amtsgericht Bamberg HRB 5438
Vorher
Actionbikes GmbH
Eingetragen
19.1.2006
Branche
Großhandel mit Spielwaren und MusikinstrumentenGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
Der Vertrieb von Fahrzeugen aller Art, Funsportartikeln, Kinderfahrzeugen und Spielzeug, Garten- und Heimwerkergeräten, Garten- und Wellnessmöbeln und verwandten Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Benedikt Schwarz
seit 24.10.2023
Prokura
Andranik Harutyunyan
seit 24.10.2023
Prokura
Michael Weichert
seit 19.1.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Michael Weichert
Giechburgblick 14, 96148 Baunach
12.500 €
50.00%
Manfred Weichert
Giechburgblick 14, 96148 Baunach
12.500 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Miweba GmbH

Breitengüßbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Miweba GmbH, Breitengüßbach

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Unsere Gesellschaft wurde im Jahr 2005 unter dem Namen Actionbikes GmbH gegründet. Im Oktober 2016 wurde die Gesellschaft in Miweba GmbH umbenannt.

Die Firma Miweba GmbH steht für eine große Auswahl an Lifestyle Produkten in den Kategorien Fahrzeuge, Kinderfahrzeuge & Spielzeug, Heim & Garten, Sport & Freizeit.

Die Gesellschaft ist weitüberwiegend im Bereich "Internethandel" tätig, hat jedoch auch ein lokales Ladengeschäft am Sitz der Gesellschaft, in welchem man unsere Produkte vor Ort besichtigen und erwerben kann.

Die Miweba GmbH ist sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich tätig und bietet unsere verschiedenen Warengruppen im Inland und in mehreren europäischen Ländern an. Der Verkauf findet sowohl über unseren eigenen Onlineshop als auch über diverse Plattformen, wie zum Beispiel Amazon, Ebay, Otto und andere statt.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft tätigt keine Produktentwicklungen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %.

"Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

(Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 - 019/24)

Die geringere Ausgabenbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher spiegelte sich im Jahr 2023 erneut in deutlich gesunkenen Gesamtumsätzen im deutschen E-Commerce wider. Der Brutto-Umsatz mit Waren fiel im Gesamtjahr 2023 erstmals zweistellig um 11,8 Prozent auf 79,7 Mrd. Euro, nach 90,4 Mrd. Euro im Jahr davor. Der Anteil des E-Commerce mit Waren am gesamten Einzelhandel im engeren Sinn (inkl. Lebensmittel, aber ohne Apotheken-Umsätze) ging vergangenes Jahr voraussichtlich auf 10,2 Prozent zurück (2022: 11,8 Prozent).

Insgesamt resultierte somit erstmals seit dem Jahr 2020 wieder ein Branchenumsatz im gesamten E-Commerce (Waren und Dienstleistungen) von unter 100 Mrd. Euro. Zuzüglich Umsätzen, die per Telefon, Fax oder anderen Bestellmedien erzielt wurden, lag der Gesamtumsatz 2023 bei 93,6 Mrd. Euro.

Das vierte Quartal 2023 war mit einem Rückgang von 7,1 Prozent das erste Quartal mit einem nur einstelligen Minus seit Frühsommer 2022 und weist für die Zukunft auf eine Stabilisierung der Umsätze hin. Im vergangenen Jahr wirkte sich aus, dass der Onlinehandel in Warengruppen wie Bekleidung und Unterhaltungsartikel stark ist, in denen die deutschen Konsumenten besonders gespart haben.

(Quelle: Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh), Pressemeldung 24.01.2024, Umsätze im E-Commerce erreichen Talsohle)

2. Geschäftsverlauf

Der gesamtwirtschaftliche Trend in Deutschland und die gesunkenen Umsätze im E-Commerce hat sich auch bei der Firma Miweba GmbH widergespiegelt.

Die Umsatzminderung im Vergleich zum Jahr 2022 liegt bei 33,75%, was auf eine gesunkene Ausgabenbereitschaft des Endverbrauchers zurückzuführen ist.

Umsatzabhängige Kosten, wie Verkaufsprovisionen und Ausgangsfrachten, sind in gleichem Umfang aufgrund des geminderten Umsatzvolumens im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Auch die gesamten Materialaufwendungen sind in gleichem Umfang (32,73%) zurückgegangen. Der tatsächliche Wareneinkauf hat sich im Jahr 2023 extrem verringert und es konnte der im Jahr 2022 aufgebaute Lagerbestand wieder abgebaut werden.

Durch eine finanziell angespannte Situation gegen Ende des Jahres 2022, aufgrund einer teils zu hohen Bevorratung, Steuernachzahlungen für frühere Wirtschaftsjahre und der Tilgung einer Kreditlinie in Höhe von mehreren Millionen Euro, konnten nicht alle Container fristgerecht bezahlt und aus dem Hafen ausgelöst werden. Ebenso konnten durch einen Streik des Hafenpersonals einige Container nicht angeliefert werden, wodurch sich die Abwicklung im Hafen erheblich verzögerte. Durch diese beiden Sonderfälle, die sich auch noch ins Jahr 2023 gezogen haben, ist ein Anstieg der Demurragekosten im Jahr 2023 um 26,43% im Vergleich zum Vorjahr entstanden. Diese konnten nicht an die Endkunden weitergegeben werden.

Die angespannte finanzielle Situation hat die Inanspruchnahme eines Überbrückungskredits nötig gemacht. Hierdurch sind die Zinsaufwendungen um 37,60% im Vergeich zum Vorjahr gestiegen.

Durch die Einrichtung eines Zentrallagers im Jahr 2022 und die damit verbundene Kündigung der Einzellager, konnten im Jahr 2023 die ersten Synergieeffekte verzeichnet werden. So konnten die Mietzahlungen um 17,53% vermindert werden, Mieten für Stapler und Hubwagen konnten um 66,23% gemindert werden und die damit einhergehenden Instandhaltungskosten sind um 68,37% gesunken.

Durch die von den Banken initiierte Einschaltung einer Unternehmensberatungsgesellschaft und die Einführung eines täglichen Unternehmenscontrollings samt fortlaufender Liquiditätsplanung konnten wir den Liquiditätsbedarf wieder regulieren. Durch die Unternehmensberatung sind die Kosten für Rechts- und Beratungsgebühren im Vergleich zum Vorjahr jedoch um fast das Doppelte gestiegen.

3. Lage

Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung vor allem die Gewinnmarge, Monatsumsätze, Tagesumsätze und die Gängigkeit der jeweiligen Produkte heran.

Diese Kennzahlen werden monatlich aktualisiert. Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 33,75 % gesunken.

Die Lage der Gesellschaft in 2023 war wirtschaftlich und finanziell angespannt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Miweba GmbH mit Stand zum 31.12.2023 beträgt 17,0 Mio. € (Vorjahr: 29,6 Mio. €).

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen hatten einen Wert von 0,9 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €) bei Neuinvestitionen von 0,1 Mio. € und Anlagenabgängen von 44 T€.

Die Vorräte betrugen zum Jahresende 13,6 Mio. € (Vorjahr: 25,5 Mio. €).

Die Forderungen lagen zum Bilanzstichtag bei 2,4 Mio. € (Vorjahr: 2,8 Mio. €). Die hier enthaltenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf 1,2 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €).

Das Eigenkapital lag bei -0,3 Mio. € (Vorjahr: +5,2 Mio. €) - hierin ist der Jahresfehlbetrag 2023 bereits berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Bilanzstichtag bei 3,3 Mio. € (Vorjahr: 6,3 Mio. €).

Die Steuerrückstellungen lagen zum Bilanzstichtag bei 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €), die sonstigen Rückstellungen bei 0,9 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €),

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen bei 9,6 Mio. € (Vorjahr: 12,7 Mio. €).

Das langfristig gebundene Anlagevermögen sowie die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Bilanzstichtag nicht durch das Eigenkapital gedeckt.

Finanzlage

Kapitalflussrechnung 2023
in EUR
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit
Jahresgewinn (+) bzw. Jahresfehlbetrag (-) -5.424.378,78
Abschreibungen (+) /Zuschreibungen (-) Anlagevermögen 303.344,06
Zu-/ Abnahme SoPo und Baukostenzuschüsse 0
Zu-/ Abnahme langfristiger Rückstellungen 0
Zu-/Abnahme kurzfr. Rückstellungen 150.269,60
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -11.700,00
Zu- / Abnahme Verbindlichkeiten L.u.L. -2.985.811,85
Zu-/ Abnahme sonstiger Passiva -703.292,41
Ab- und Zunahme Vorräte 11.952.074,10
Ab- und Zunahme Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände 409.470,48
Ab- und Zunahme sonstiger Aktiva 43.699,72
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -8.276,05
Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.021.234,42
Mittelzu(ab)fluss aus laufender Geschäftstätigkeit 4.746.633,29
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit
Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 30.495,99
Ausgabewirksame Investitionen -114.794,00
Zinserträge 2.677,54
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit -81.620,47
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit
Einlage von Eigenkapital (nur zahlungswirksam) 0
Entnahme von Eigenkapital 0
Einzahlung stille Beteiligung 0
Einzahlungen aus Darlehensaufnahmen 1.397.601,00
Auszahlungen für Darlehenstilgungen -2.370.814,71
Gezahlte Zinsen -1.023.911,96
Mittelzu(ab)fluss aus Finanzierungstätigkeit -1.997.125,67
zahlungswirks. Veränd. des Finanzmittelbestandes 2.667.887,15
Finanzmittelbestand am Anfang des Jahres -9.635.190,26
Finanzmittelbestand am Ende des Jahres -6.967.303,11

Im Vorjahr betrug der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit +1,9 Mio. €, der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -368 T€ und der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit +1,7 Mio. €.

Ertragslage

Die Firma Miweba GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein Rohergebnis im Sinne des § 276 Satz 1 HGB von 16,6 Mio. € (Vorjahr: 25,4 Mio. €), dies entspricht einer Minderung von 34,52%.

Die Personalaufwendungen haben sich um 0,6 Mio. € oder 9,04 % gemindert und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 6,7 Mio. € oder 31,84 % gesunken.

Das Ergebnis hat sich um 2,31 Mio. € verringert auf -5,42 Mio. €, das Geschäftsjahr 2023 hat mit einem Jahresfehlbetrag von 5,42 Mio. € abgeschlossen (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 3,11 Mio. €).

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Um die Produktivität und die Effizienz unserer Prozesse zu steuern und nachhaltig zu optimieren, wird die Leistung sämtlicher Unternehmensbereiche durch geeignete Kennzahlen bewertet.

Diese Kennzahlen werden in regelmäßigen Zyklen erstellt und bewertet. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung können in vielen Bereichen positive Entwicklungen verzeichnet werden. Hervorzuheben sind hier insbesondere die Bereiche Logistik, Retourenhandling und Kundenservice. Die Effizienz dieser Prozesse soll dabei nachhaltig in signifikantem Umfang verbessert werden.

Großes Augenmerk liegt weiterhin auf den Themen Kundenzufriedenheit und Produktrezensionen, da diese die Produktsichtbarkeit und das Ranking auf den einzelnen Plattformen und Suchmaschinen enorm beeinflussen und somit einen unmittelbaren Zusammenhang mit den Umsatzzahlen bilden. Aber auch eine professionelle Performance hinsichtlich der Produktplatzierung sowohl auf den Verkaufsplattformen als auch im eigenen Onlineshop sind immens wichtig. Aus diesem Grund haben wir auch im Jahr 2023 weiterhin auf Fachkräfte in den Bereichen Marketing, Mediengestaltung und Kundenservice gesetzt.

Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftsleitung

Insgesamt war die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 aufgrund der dargestellten kundenseitigen Kaufzurückhaltung und der damit verbundenen rückläufigen Margen sowie der angespannten Liquidität nicht zufriedenstellend.

III. Prognosebericht

Miweba konzentriert sich weiterhin auf strategische Wachstumsbereiche, wie den Ausbau und die Optimierung des Produktsortiments um weitere Produkte für Freizeit und für zu Hause, Festigung unserer Produktplatzierungen im eigenen Webshop und auf Verkaufsplattformen, Verbesserung unserer Firmenstruktur sowie in die Bindung eines kompetenten Personalstammes.

Im Jahr 2023 wurde ein Sanierungsgutachten nach IDW S6 erstellt, welches von einer positiven Fortführungsprognose ausgeht. Ein vierteljährliches Monitoring durch die Unternehmensberatungsgesellschaft ist auch im Jahr 2024 gegeben. Der Maßnahmenkatalog des Sanierungsgutachtens sowie Änderungen der Geschäftspolitik werden konsequent umgesetzt und weitergeführt.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die Miweba GmbH nach wie vor einer guten Nachfrage, auch im Jahr 2024, erfreut. Durch die Umsetzung des geforderten Maßnahmenkatalogs, dem Abverkauf alter Lagerware, dem Aufspüren und der Durchführung von Kosteneinsparungsmöglichkeiten, Verbesserung unserer Arbeitsabläufe, Optimierung unserer Personal- und Firmenstruktur, Einführung eines täglichen Controllings und eines engmaschigen Monitorings, erwarten wir hinsichtlich einer stetigen Weiterentwicklung unserer Geschäftsprozesse und Potenziale gut aufgestellt zu sein.

Die im Sanierungsgutachten anvisierten Ertragsziele konnten noch nicht in zufriedenstellendem Umfang realisiert werden, sodass eine Verlängerung des Sanierungszeitraumes bis zum 31.12.2025 notwendig erscheint. Gründe hierfür sind vorwiegend externe Faktoren, wie bspw. die ungünstige geopolitische Gesamtsituation und eine vieldimensional herausfordernde Marktsituation mit einer verhaltenen Binnennachfrage sowie erhöhtem Konkurrenzdruck durch eine Zunahme der Marktteilnehmer aus Fernost.

Wir versuchen unseren bereits vorgenommenen Ausbau der Strukturen im Bereich Kundenservice und Logistik zu festigen und zu optimieren, um den hohen Kundenanforderungen Rechnung zu tragen. Durch Ausbau der Bereiche Marketing und Mediengestaltung hoffen wir unsere Position am Markt zu festigen und einen kundenorientierten und benutzerfreundlichen Onlineauftritt sowie eine optimale Präsentation unserer Produkte auf den einzelnen Verkaufsplattformen zu bieten. Daneben streben wir fortlaufend nach Verbesserung und versuchen weiterhin neue Märkte zu erschließen.

Die Geschäftsführung der Miweba GmbH geht davon aus, dass sich durch bereits getroffene Maßnahmen und Kosteneinsparungen, die sich erfahrungsgemäß erst zeitlich verzögert auswirken, wieder eine positive Geschäftsentwicklung einstellen wird.

Das vorläufige Ergebnis 2024 weißt einen Verlust von ca. 664 T€ aus, bei Umsatzerlösen von ca. 38,4 Mio. € und einem Materialaufwand von ca. 21,2 Mio. €. Für das Jahr 2025 plant die Gesellschaft mit Umsatzerlösen von 38,7 Mio. €, bei einem Materialeinsatz von ebenfalls knapp 20,3 Mio. € und einem deutlich positiven Ergebnis. Laut Ertragsplanung wird sich erst ab Q2 2025 ein Turnaround im monatlichen Betriebsergebnis abzeichnen, aus dem ersichtlich sein wird, dass aufgrund der Kosteneinsparungen insbesondere in den Bereichen Demurrage, Personal und durch zusätzliche Erträge aus Vermietung und Verpachtung nachhaltig ein positives Geschäftsergebnis erwirtschaftet werden kann.

IV. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Miweba GmbH ist den branchenüblichen Risiken wie Preisänderungen, Währungsschwankungen und Wettbewerb ausgesetzt.

Auf Lieferantenseite war bisher von einem geringen Risiko auszugehen, da stabile und langfristige Beziehungen vorhanden sind. Dennoch beziehen wir unsere Ware hauptsächlich aus China und sind somit internationalen wirtschaftlichen Beziehungen ausgesetzt. Die EU und Deutschland bauen ihre Handelsanteile mit China immer weiter aus, während China seine Abhängigkeit bei den entscheidenden gesamtwirtschaftlichen Handelsanteilen verringert. Seit 2016 ist China Deutschlands wichtigster Handelspartner. Eine Umfrage des Münchner ifo- Instituts hat gezeigt, dass fast jedes zweite deutsche Industrieunternehmen ihre Abhängigkeit von China verringern und ihre Importe von dort zurückfahren möchte. Als Gründe wurden hierfür die gestiegenen Frachtkosten und die Störanfälligkeit im Transport, die man im Zuge der Corona-Pandemie erfahren hat, genannt. Aber auch die geopolitischen Risiken in der Volksrepublik China haben zugenommen. So bestehen große Abhängigkeiten im Hinblick auf den Bezug gewisser Güter und insbesondere in Bezug auf den Rohstoffhandel.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Im B2C-Bereich müssen die Endverbraucher in unserem Onlineshop sofortige Zahlungen via Paypal etc. oder Vorabüberweisungen leisten. Die Zahlungseingänge der Verkaufsplattformen sind vertraglich geregelt. Ausfälle sind hier nur in Sonderfällen zu verzeichnen.

Unser Personalstamm wurde im Jahr 2023 weiterhin abgebaut. Es wurde jedoch auf den Erhalt und Aufbau von Fachpersonal gesetzt. Ein termingerechter und qualitativer Ablauf unserer Geschäfte soll hiermit gewährleistet werden. Somit gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken eher sinken werden.

Mittelfristig erwarten wir eine wirtschaftliche Trendwende und somit auch wieder die Erzielung positiver Ergebnisse.

Die Gesellschaft finanziert sich, bezogen auf den Bilanzstichtag 31.12.2023, zu 100% über Fremdkapital, im Vorjahr betrug der Anteil 82,6 %, bei gesunkenem Eigenkapital im Vorjahresvergleich von 5,4 Mio. €. Ein Risiko besteht im stetigen Liquiditätsbedarf. Durch eine fortlaufende Bedarfsplanung der Kontokorrentlinie bei unseren Hausbanken wird diese gesteuert. Durch die bereits im Jahr 2022 vorgenommene Einführung eines Controllings und einer täglich fortlaufenden Liquiditätsplanung ist unser Liquiditätsbedarf jedoch besser koordinierbar, so dass eine kontinuierliche und überschaubare Planung der liquiden Mittel möglich ist.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind bisher mit weit überwiegend kurzfristiger Laufzeit vereinbart worden. Dieser Umstand stellt ein zusätzliches Liquiditätsrisiko dar.

Währungsrisiken bestehen aufgrund der internationalen Geschäftsbeziehungen vor allem im Einkaufsbereich, der hauptsächlich in USD abgewickelt wird. Eine Absicherung der Währungsgeschäfte wird bislang nicht vorgenommen. Die Entwicklung des USD wird täglich von der Geschäftsleitung überwacht. Das Währungsrisiko wird dadurch reduziert, dass Waren möglichst gleichmäßig über das gesamte Geschäftsjahr verteilt bezogen werden und sich somit günstige wie ungünstige Wechselkurse weitestgehend ausgleichen.

Der Ukraine-Konflikt und die sich daraus ergebenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einschränkungen hatten im Jahr 2023 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Lieferungen aus China. Unsere Warenbelieferung war stets sichergestellt und man musste nur geringe Lieferverzögerungen hinnehmen. Auf das Weltwirtschaftsgeschehen durch den Ausbruch des Ukraine-Konfliktes und die Explosion der Energiekosten im Jahr 2022 haben wir versucht durch den Ausbau unseres Produktsortiments und der bereits im Jahr 2022 vorgenommenen Aufstockung unserer Lagerware zu reagieren. Die Verunsicherung der Kunden hat aufgrund des Ukraine-Krieges zugenommen, was sich im Umsatzrückgang im Jahr 2023 gezeigt hat. Durch diesen Umstand war unsere Liquidität länger in Lagerbeständen gebunden als erwartet und führte dazu, dass teils zu Lasten der Margen Lagerbestände abgebaut werden mussten. Durch die Aufnahme neuer Artikel in unser Produktportfolio und der konsequenten Einhaltung von Maßnahmen zur Kosteneinsparung und eines Bestandsabbaus, sehen wir die Chance wieder positive Monatsergebnisse zu erwirtschaften.

Das Risiko neu handelnder Akteure am Markt ist immer gegeben. Aber durch die permanente Marktbeobachtung, unseren guten Verkaufspositionen und die langen Vorläufe der Produktbeschaffung ist nicht von unerwarteten Entwicklungen auszugehen.

Durch die getroffenen Maßnahmen zum Ausbau und Etablierung unserer Position am Markt und in den einzelnen Verkaufsplattformen, Kosteneinsparungen etc. können die Aussichten für die folgenden Geschäftsjahre als wieder günstiger beschrieben werden. Die Prognosesicherheit bleibt aber im Rahmen der globalen Wirtschaftslage, Naturkatastrophen und der Abhängigkeit vom Konsumverhalten der Endverbraucher begrenzt.

Nennenswerte Rechtsstreitigkeiten bestehen zum Aufstellungszeitpunkt nicht.

Bestandsgefährdende Risiken

Die Gesellschaft weist zum 31.12.2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus. Dieser soll durch positive Ergebnisse in den kommenden Geschäftsjahren beseitigt werden. Weitere Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, liegen in der derzeitigen Liquiditätslage. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, stellt der ständige Liquiditätsbedarf aufgrund der Geschäftstätigkeit ein erhebliches Risiko dar. Dazu trägt auch der Abschluss vorwiegend kurzfristiger Verbindlichkeiten bei. Dies zeigte sich bereits im Ergebnis 2022 und der damit im Zusammenhang stehenden Beauftragung einer Unternehmensberatungsgesellschaft. Aufgrund der beschriebenen Situation war eine Verlängerung des Sanierungszeitraumes bis zum 31.12.2025 erforderlich. Diese Maßnahme wird von den Kapitalgebern mitgetragen und die Kreditlinienzusage entsprechend verlängert.

Auf die Bestandsgefährdung und die Unsicherheit in der Fortführung der Unternehmenstätigkeit wird an dieser Stelle hingewiesen.

Durch die Führung einer täglich fortlaufenden Liquiditätsplanung und der Einführung eines Unternehmenscontrollings versuchen wir der Entwicklung entgegenzuwirken. Die oben beschriebenen Maßnahmen aus dem Sanierungsgutachten sollen dazu beitragen nicht nur künftige Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen, sondern auch zu vermeiden. Die im Sanierungsgutachten vorgeschlagenen Maßnahmen werden sukzessive umgesetzt, so dass trotz der aktuell schwierigen Gesamtsituation die Geschäftsführung von einer positiven Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgeht, wie auch im Sanierungsgutachten vorgesehen.

Zweigniederlassungen der Miweba GmbH bestehen keine.

 

Breitengüßbach, den 19. Februar 2025

Miweba GmbH, Breitengüßbach

Michael Weichert, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 905.452,00 1.116.222,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 24.134,00 32.906,00
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.134,00 32.906,00
II. Sachanlagen 881.318,00 1.083.316,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.198,00 2.449,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 879.120,00 1.080.867,00
B. Umlaufvermögen 16.031.683,46 28.418.007,82
I. Vorräte 13.595.670,32 25.547.744,42
1. fertige Erzeugnisse und Waren 12.982.685,82 24.636.527,87
2. geleistete Anzahlungen 612.984,50 911.216,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.411.882,83 2.809.653,31
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.187.143,29 1.632.271,62
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.224.739,54 1.177.381,69
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 36.580,63 35.515,15
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 24.130,31 60.610,09
C. Rechnungsabgrenzungsposten 71.510,87 115.210,59
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 257.905,88 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 17.266.552,21 29.649.440,41

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 5.166.472,90
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 5.141.472,90 8.259.365,97
III. Jahresfehlbetrag 5.424.378,78 3.117.893,07
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 257.905,88 0,00
B. Rückstellungen 1.381.547,45 1.231.277,85
1. Steuerrückstellungen 496.522,41 496.957,77
2. sonstige Rückstellungen 885.025,04 734.320,08
C. Verbindlichkeiten 15.799.567,34 23.153.476,98
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.550.559,06 12.664.731,23
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.294.563,43 10.218.449,60
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr 2.255.995,63 2.446.281,63
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.348.116,18 6.333.928,03
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.348.116,18 6.333.928,03
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.900.892,10 4.154.817,72
davon aus Steuern 588.626,97 570.872,99
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 208.951,96
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.575.409,88 2.414.999,20
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr 1.325.482,22 1.739.818,52
D. Rechnungsabgrenzungsposten 85.437,42 98.212,68
Bilanzsumme, Summe Passiva 17.266.552,21 29.649.440,41

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 39.967.232,87 60.331.699,05
2. sonstige betriebliche Erträge 845.028,33 1.014.393,37
davon Erträge aus Währungsumrechnung 141.928,73 470.595,83
3. Materialaufwand 24.203.686,26 35.982.483,62
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 24.189.284,52 35.858.761,50
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.401,74 123.722,12
4. Personalaufwand 6.162.358,09 6.774.989,07
a) Löhne und Gehälter 5.100.701,63 5.637.463,42
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.061.656,46 1.137.525,65
davon für Altersversorgung 27.131,86 28.880,74
5. Abschreibungen 303.344,06 322.823,97
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 303.344,06 322.823,97
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 14.433.431,82 21.174.936,30
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 195.251,62 522.851,10
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.677,54 2.920,89
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.023.911,96 744.130,24
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag -435,36 -616.954,97
10. sonstige Steuern 3.645,69 3.456,48
11. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 109.375,00 81.041,67
Jahresfehlbetrag 5.424.378,78 3.117.893,07

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Miweba GmbH, Breitengüßbach

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Miweba GmbH zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), einschließlich der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften, sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Die Miweba GmbH, Breitengüßbach, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bamberg unter der HRB 5438 eingetragen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte nach den Bestimmungen der §§ 242 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der Vorschriften für Kapitalgesellschaften und bestimmte Personenhandelsgesellschaften, §§ 264 bis 283 HGB.

Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Sie haben eine Nutzungsdauer von 1 bis 7 Jahren.

Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Sie haben eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 23 Jahren. Geringwertige Anlagegegenstände bis 250 Euro Anschaffungskosten werden im Anschaffungsjahr in voller Höhe als betriebliche Aufwendungen abgezogen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als 250 Euro bis 800 Euro wurden sofort abgeschrieben.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten, jedoch höchstens zum niedrigeren beizulegenden Wert, bewertet.

Die ausschließlich in Fremdwährung geleisteten Anzahlungen, sämtlich mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, sind mit den Anschaffungskosten bewertet und zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Unter dem zu Nennwerten angesetzten aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden auf Grund geringen Umfangs nicht abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

III. Angaben zu Posten der Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 199.276,66 45.000,00 0,00 0,00 0,00 244.276,66
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 199.276,66 45.000,00 0,00 0,00 0,00 244.276,66
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.511,40 0,00 0,00 0,00 0,00 2.511,40
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.806.245,75 69.794,00 0,00 44.465,29 0,00 1.831.574,46
Summe Sachanlagen 1.808.757,15 69.794,00 0,00 44.465,29 0,00 1.834.085,86
Summe Anlagevermögen 2.008.033,81 114.794,00 0,00 44.465,29 0,00 2.078.362,52
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 166.370,66 53.772,00 0,00 0,00 0,00 220.142,66
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 166.370,66 53.772,00 0,00 0,00 0,00 220.142,66
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 62,40 251,00 0,00 0,00 0,00 313,40
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 725.378,75 249.321,06 0,00 22.245,35 0,00 952.454,46
Summe Sachanlagen 725.441,15 249.572,06 0,00 22.245,35 0,00 952.767,86
Summe Anlagevermögen 891.811,81 303.344,06 0,00 22.245,35 0,00 1.172.910,52
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 24.134,00 32.906,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 24.134,00 32.906,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.198,00 2.449,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 879.120,00 1.080.867,00
Summe Sachanlagen 0,00 881.318,00 1.083.316,00
Summe Anlagevermögen 0,00 905.452,00 1.116.222,00

Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 95.779,58 EUR (i. Vj. 91.945,24 EUR). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 281.587,61 EUR (i.Vj. 335.468,86 EUR).

Das Vorratsvermögen wurde zum gewogenen Durchschnittsverfahren bewertet.

Alle wesentlichen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden durch eine außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt.

Zum Bilanzstichtag bestehen Kredite gegenüber der Geschäftsführung in Höhe von 36.580,63 EUR (i. Vj. 35.515,15 EUR), im Geschäftsjahr fand keine Tilgung statt, der Zinssatz hat 3 % p.a. betragen, die Zinsen waren zum Bilanzstichtag noch nicht bezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen mit 885.025,04 EUR umfassen mit 501.860,04 EUR Rückstellungen für noch nicht genommenen Urlaub und Sonderzahlungen und mit 298.200,00 EUR Rückstellungen für Gewährleistung.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 9.550.559,06 EUR sind gesichert durch Raumübertragungsvereinbarung der Warenlager, durch Abtretung der Außenstände (Globalzession), und durch Abtretung der Ansprüche aus Import- und Exportsicherungsvertrag.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 812.500,00 EUR.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind zwei Darlehen eines typischen stillen Gesellschafters in Höhe von insgesamt 1.500.000,00 EUR enthalten. Davon haben 1 Mio. EUR eine Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren.

Die Umsatzerlöse in Höhe von 39.967.232,87 EUR lassen sich wie folgt aufgliedern:

- Umsatzerlöse an Privatpersonen im EU-Ausland 2.590.669,76 EUR
- Umsatzerlöse Drittland 188.202,70 EUR
- Umsatzerlöse an Geschäftspartner im EU-Ausland 1.197.444,46 EUR
- Umsatzerlöse aus Abfallverwertung 11.747,70 EUR
- Umsatzerlöse zum Nullsteuersatz 109.165,92 EUR
- Umsatzerlöse Inland 35.870.002,33 EUR

In der Erfolgsrechnung sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 141.928,73 EUR (Vorjahr 470.595,83 EUR) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 195.251,62 EUR (Vorjahr 522.851,10 EUR) enthalten.

Im Geschäftsjahr wurden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2.114,66 EUR (Vorjahr 10.571,98 EUR) verbucht. Diese betreffen Beitragsnachzahlungen IHK, nacherhobene Beitragszahlungen zur Krankenkasse und Nebenkostenabrechnungen für Vorjahre, welche erst nach Erstellung des Jahresabschlusses 2022 in Rechnung gestellt wurden.

IV. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestanden zum 31.12.2023 in Form von Gewährleistungsbürgschaften in Höhe von 387.968,14 EUR (lt. Saldenbestätigung SPK). Diese wurden für zwei Mietkautionen für Lageranmietungen und gegenüber einer Verkaufsplattform, als Sicherheitsleistung ausgestellt.

Ebenfalls bestand eine Kautionsversicherung für eine weitere Lagerhalle. Das Obligo hierzu hat 200.000,00 EUR betragen.

Eine Inanspruchnahme der Bürgschaften und Kautionsversicherung hat im Wirtschaftsjahr 2023 nicht stattgefunden und es wird auch weiterhin nicht damit gerechnet.

Außerbilanzielle Geschäfte

Außerbilanzielle Geschäfte haben im Wirtschaftsjahr 2023 nicht stattgefunden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen Miet-/Pacht- und Leasingverträge. Der Betrag der finanziellen Verpflichtungen für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 2.362 TEUR, für 2024 ergibt sich ein Betrag von 2.414 TEUR und für 2025 ergibt sich ein Betrag von 2.287 TEUR. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen überwiegend die Pacht/Miete für Grundstücke. Diese Pacht-/Mietverträge sind spätestens ab Ende 2021 kündbar gewesen, ansonsten verlängern sich die Verträge maximal um ein Jahr, oder haben eine Laufzeit bis 15.08.2026. Berücksichtigt sind auch Verträge, die bis zum Datum der Bilanzerstellung vereinbart wurden.

Anzahl Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres durchschnittlich 122 (i.Vj. 155) Arbeitnehmer, davon 70 (i.Vj. 91) Angestellte und 52 (i.Vj. 64) Arbeiter. Die Berechnung erfolgte nach §267 HGB ohne Geschäftsführung, Elternzeit und Auszubildende.

Gesamtbezüge Geschäftsführung

Die Angabe der Gesamtbezüge für die Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Wirtschaftsprüfer

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr beträgt 25.900,00 EUR.

Vorgänge von besonderer Bedeutung / Nachtragsbericht

Die Gesellschaft weist zum 31.12.2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus. Dieser soll durch positive Ergebnisse in den kommenden Geschäftsjahren beseitigt werden. Weitere Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, liegen in der derzeitigen Liquiditätslage. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, stellt der ständige Liquiditätsbedarf aufgrund der Geschäftstätigkeit ein erhebliches Risiko dar. Dazu trägt auch der Abschluss vorwiegend kurzfristiger Verbindlichkeiten bei. Dies zeigte sich bereits im Ergebnis 2022 und der damit im Zusammenhang stehenden Beauftragung einer Unternehmensberatungsgesellschaft. Aufgrund der beschriebenen Situation war eine Verlängerung des Sanierungszeitraumes bis zum 31.12.2025 erforderlich. Diese Maßnahme wird von den Kapitalgebern mitgetragen und die Kreditlinienzusage entsprechend verlängert.

Auf die Bestandsgefährdung und die Unsicherheit in der Fortführung der Unternehmenstätigkeit wird an dieser Stelle hingewiesen.

Durch die Führung einer täglich fortlaufenden Liquiditätsplanung und der Einführung eines Unternehmenscontrollings versuchen wir der Entwicklung entgegenzuwirken. Die oben beschriebenen Maßnahmen aus dem Sanierungsgutachten sollen dazu beitragen nicht nur künftige Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen, sondern auch zu vermeiden. Die im Sanierungsgutachten vorgeschlagenen Maßnahmen werden sukzessive umgesetzt, so dass trotz der aktuell schwierigen Gesamtsituation die Geschäftsführung von einer positiven Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgeht, wie auch im Sanierungsgutachten vorgesehen.

Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf die prognostischen Angaben im Lagebericht und dem Chancen- und Risikobericht des Lageberichts, sowie auf den Hinweis zu den bestandsgefährdenden Risiken.

Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 mit dem bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung im Geschäftsjahr:

Michael Weichert, Kaufmann

Manfred Weichert, Kaufmann (bis 28.08.2023)

 

Breitengüßbach, den 19. Februar 2025

Miweba GmbH, Breitengüßbach

Michael Weichert, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.03.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Miweba GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Miweba GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Miweba GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe im Nachtragsbericht im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt IV. des Lageberichts im speziellen auf den Abschnitt zu den Bestandsgefährdenden Risiken, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft bilanziell überschuldet ist und durch die derzeitige Liquiditätslage und dem ständigen Liquiditätsbedarf Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, zusammen mit der im Abschnitt III des Lageberichts erwähnten Notwendigkeit der Verlängerung des Sanierungszeitraums bis zum 31.12.2025, auch wenn der Turnaround mit dem zweiten Quartal 2025 geplant wird, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Haßfurt, 28. Februar 2025

Karrer & Pascu GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Pascu, Wirtschaftsprüfer

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