Goodyear Versicherungsservice GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rolf Boiselle seit 9.9.2024 | Geschäftsführer |
Johannes Moll seit 29.5.2024 | Prokura |
Maximilian Weber seit 29.5.2024 | Prokura |
Frank Matthias Titz seit 8.2.2024 | Prokura |
Katrin Rost seit 20.12.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Goodyear Germany GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Goodyear Germany GmbHHanauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023GeschäftsmodellDie Goodyear Germany GmbH (GG) gehört zum weltweit agierenden Reifenhersteller Goodyear. Die Mehrheitsgesellschafterin mit einem Anteil von 94% ist die Goodyear Operation S.A. (GYO), Colmar-Berg, Luxemburg. Die Goodyear Europe B.V (GEBV), Tilburg, Niederlande, hält einen Anteil von 6%. Das Unternehmen produziert an seinen insgesamt fünf Fabrikstandorten in Deutschland rund 15 Millionen Reifen pro Jahr. Die GG agiert als Auftragsfertiger für die GYO und erbringt andere Serviceleistungen (Logistik, R&D, Finanzen, Personalwesen und IT) für die EMEA (Europe, Middle East, Africa) Region. Die Auftragsfertigung wurde mit einem Aufschlag von 1,19% auf die angefallenen produktionsbezogenen Kosten an die GYO weiterbelastet. Teile der Produktionsprozesse der Standorte Fulda, Wittlich, Fürstenwalde und Riesa sind in die Goodyear Germany Manufacturing GmbH & Co. KG, Hanau (GGM), ausgegliedert, die als Subunternehmerin für die GG fungiert. Weiterhin hat die GG Maschinen und Betriebsvorrichtungen an die GGM vermietet. Die GG hat zudem gemäß notariell beurkundetem Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 28. Juni 2021 aus ihrem Vermögen Teile der Produktionsprozesse am Standort Hanau auf die Goodyear Hanau Manufacturing GmbH & Co. KG, Hanau (GHM) ausgegliedert, welche auch als Subunternehmerin für die GG agiert. Die dafür notwendigen sächlichen Betriebsmittel, Grundstücke und Produktionsgebäude werden durch die GG an die GHM vermietet. In den Umsatzerlösen der GG werden aus diesen vermittelten Subunternehmerleistungen nur die daraus resultierenden Provisionserlöse gegenüber der GYO erfasst. Die anderen Serviceleistungen der GG werden mit einem Aufschlag von 5% auf die intern entstandenen Kosten an die jeweiligen leistungsbeziehenden Gesellschaften berechnet. Die bei den übrigen Serviceleistungen extern bezogenen Leistungen werden ohne Aufschlag weiterbelastet. Die Basis für die entsprechenden Intercompany-Rechnungen sind die nach den amerikanischen Rechnungslegungsstandards (US-GAAP) entstandenen Aufwendungen. Die weiterbelasteten Aufwendungen zuzüglich der Aufschläge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Umsatzerlöse ausgewiesen. Die GG nimmt zudem mit Hilfe ihrer Tochtergesellschaften sämtliche Reifen-Vertriebsaktivitäten für den PKW- und LKW-Markt sowohl im deutschen Ersatzgeschäft als auch in der Belieferung von Erstausrüstern im europäischen Raum wahr. Die Reifen werden hierzu zum Verkaufspreis abzüglich einer Provision von der GYO eingekauft. Die Einkaufspreise der Reifen seitens der GG sind so bemessen, dass die GG entsprechend den Verträgen eine an aktuellen Marktverhältnissen orientierte Zielmarge von 0,6% im Jahr 2023 erzielt. In den Umsatzerlösen werden aus den Verkaufsgeschäften nur die daraus resultierenden Provisionserlöse erfasst. Kundenverträge im Erstausrüstungsbereich wurden in den letzten Jahren auf die GYO übertragen. Für die transferierten Verträge nimmt die GG weiter die umfassende Verwaltung der Kundenbeziehungen wahr und wurde dafür von der GYO im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 0,56% der nunmehr bei der GYO erfassten Umsatzerlöse zuzüglich der aus der Betreuung der Kunden resultierenden Aufwendungen vergütet. Seit 2019 beschränkt sich diese Vergütung auf die Kunden, deren verantwortliche Key Account Manager in Deutschland beschäftigt sind. Das Geschäft mit verbundenen Unternehmen im Bereich der Reifenverkäufe und die Rolle des Entrepreneurs sind bei der GYO in Luxemburg zentralisiert. Konjunktur- und BranchenumfeldÖkonomische Rahmenbedingungen Der Nahostkonflikt, Schwierigkeiten bei der Sicherung der Lieferketten und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland die wirtschaftliche Lage beeinflusst. Deutschland konnte dem Krisenmodus der letzten Jahre in 2023 nicht entfliehen und befindet sich in einer rezessiven Konjunkturphase. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt in den Jahren 2021 und 2022 wieder positive Wachstumsraten aufgewiesen hatte, war das Bruttoinlandsprodukt 2023 mit -0,3% rückläufig, wie das Statistische Bundesamt ermittelte. 1 Die weiterhin angespannte geopolitische Situation, die 2023 mit dem Nahostkonflikt noch mehr Unsicherheit erfuhr, eine lahmende Weltkonjunktur und hohe Zinsen können hier unter anderem als Ursachen für diese Entwicklung aufgeführt werden. Die restriktive Geldpolitik ist auf die hohe Inflation zurückzuführen, die in Deutschland im Jahr 2023 nach wie vor mit jahresdurchschnittlichen 5,9% 2 hoch ausfiel und damit unter dem Vorjahr (6,9%) lag. Infolge dieser hohen Inflation und einer damit einhergehenden Kaufkraftreduzierung für die Konsumenten war die Kaufzurückhaltung der Verbraucher in 2023 ausgeprägt. Dies spiegelte sich auch in dem von der ifo gemessenen Konsumklima, das in den ersten Monaten des Jahres zwar noch anstieg, aber recht bald stagnierte. Das wiederum führte dazu, dass die meisten Wirtschaftsbereiche über eine sinkende Nachfrage und von zunehmend geringeren Aufträgen berichteten. 3 "Für einen nachhaltigen Aufschwung der Konsumfreude ist es notwendig, bei den Ursachen der Verunsicherung anzusetzen und hier zu einer Lösung zu kommen. Konkret heißt das, dass zum einen weitere Schritte in Richtung Preisstabilität unternommen und zum anderen Lösungen für die diversen Krisenherde gefunden werden müssen", so die GfK in Ihrem Kommentar zum Konsumklima am Jahresende. 4 Die deutliche Konsumzurückhaltung kann somit als eine weitere wesentliche Ursache für die rezessive wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 aufgeführt werden. 5 Positiv in diesem schwierigen und herausfordernden Umfeld war dagegen die Arbeitsmarktsituation, die sich nach wie vor als robust zeigte: "Der Arbeitsmarkt erweist sich angesichts der wirtschaftlichen Schwächephase bis zuletzt als widerstandsfähig, auch wenn sich die Dynamik im Verlauf merklich abgeschwächt hat. Die Zahl der offenen Stellen ist laut Umfrageergebnis des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) trotz der konjunkturellen Flaute mit rund 1,7 Mio. weiterhin hoch. Trotz der verhaltenen BIP-Entwicklung hatte die Erwerbstätigkeit im Herbst 2023 erstmals 46,0 Mio. Personen überschritten und erreichte im Jahresdurchschnitt einen Wert von 45,9 Mio. Erwerbstätigen." 6 So fasste die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, dann auch im Januar zusammen: "Gemessen am Ausmaß der Belastungen und Unsicherheiten behauptet sich der Arbeitsmarkt aber nach wie vor gut: Erwerbstätigkeit und Beschäftigung sind so hoch wie nie zuvor und auch 2023 zählt zu den Jahren mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung." 7 FahrzeugmärktePKW Markt Zum 1. Januar 2024 waren in Deutschland mit 49,1 Mio. Pkw rund 340 Tsd. mehr Fahrzeuge zugelassen als noch am 1. Januar 2023. In diesem vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) ausgewiesenen Gesamtbestand sind SUVs und die sogenannten Car Utilities mit enthalten, also Fahrzeuge die mit 4x4- bzw. Leicht-Lkw-Reifen ausgerüstet werden. Damit ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein Bestandsplus von rund +0,7%. Hinsichtlich der Aufteilung des Bestandes nach Segmenten stellen die Fahrzeuge der Kompaktklasse (23,2%/ -0,5%Pkt) weiterhin das mengenmäßig größte Segment dar gefolgt von Kleinwagen (17,7%/ -0,3%Pkt). Auf dem dritten Platz folgt erstmals das am stärksten wachsende Segment im Markt der SUVs (12,2%/ +1,2%Pkt), dass damit das Segment der Mittelklasse (11,7%/ -0,3%Pkt) ersetzt. Der Trend der letzten Jahre setzt sich fort und die Autos, die auf deutschen Straßen unterwegs sind, werden immer älter. Zum Stichtag 1.Januar 2024 war ein Auto in Deutschland im Durchschnitt 10,3 Jahre alt (Vorjahr: 10,0 Jahre). Mehr als eine Million (1,358 Mio./ Anteil: 2,8%) und damit 100 Tausend mehr als im Vorjahr der zugelassenen Autos sind inzwischen älter als 30 Jahre, das ist ein Anstieg von +8,0% gegenüber dem Vorjahr. 43,34 Mio. (88,3%) der PKW waren auf Privat-Personen zugelassen. Der Anteil der gewerblichen Halter stieg um +0,3%-Punkte auf 5,72 Millionen (11,6%). Benzin (61,6%) und Diesel (28,8%) sind nach wie vor die am häufigsten vorkommenden Antriebsarten, wenngleich der Bestand bei beiden Kraftstoffarten rückläufig ist im Vergleich zum Vorjahr. Einen vergleichsweisen niedrigen Anteil im Bestand stellen die alternativen Antriebsarten wie Elektrofahrzeuge (BEV) mit 2,9%, das sind rund 1,4 Mio. Fahrzeuge (+2,1% zum Vorjahr), oder Hybridfahrzeuge (5,9% Anteil, etwa 2,9 Mio. Fahrzeuge) dar. Beide Antriebsarten weisen mit Steigerungsraten von +39,1% (BEV) und +24,5% (Hybrid) gegenüber dem Vorjahr eine nach wie vor deutliche Wachstumsdynamik auf. 8 Neuzulassungen Im Jahr 2023 wurden mit 2,84 Mio. Neuwagen insgesamt +7,3% mehr Personenkraftwagen neu zugelassen als im Vorjahr. Das sind knapp 200 Tsd. mehr Neufahrzeuge als im Jahr 2022. Ausschlaggebend für den positiven Jahresabschluss waren hierbei die ersten acht Monate des Jahres. Im Herbst hat die Neuzulassungsdynamik aufgrund großer Kaufzurückhaltungen, beispielsweise durch gekürzte Förderungen für E-Autos, deutlich nachgelassen. 9 Mehr als zwei Drittel aller Neuwagen (67,1%, +12,4 %) wurden 2023 gewerblich und 32,8% (-1,9%) privat zugelassen. Es hat sich auch in 2023 der Trend fortgesetzt, dass SUV das Segment ist, dass in Deutschland die meisten Neuzulassungen verzeichnet. Insgesamt 30,1% der neu zugelassenen Pkw in Deutschland waren somit ein SUV. Das zweitstärkste Segment stellte mit einem Anteil von 16,3% die Kompaktklasse, gefolgt von den Kleinwagen mit 11,9% vor den Geländewagen mit 11,4% und der Mittelklasse mit 10,5%, dar. Den stärksten Zuwachs der Neuzulassungen verzeichneten im Jahr 2023 die Fahrzeuge der Oberklasse (+12,9%) und der Sportwagen (+12,7%). Hinsichtlich der Antriebsarten, so festigten benzinbetriebene Pkw's ihre führende Position im deutschen Markt mit einem Anteil von 34,4%, und damit 1,8 %-Pkt mehr als im Vorjahr. Diese Entwicklung ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass die staatliche Förderung von alternativen Antriebsarten im Jahr 2023 zurückgefahren wurde gegenüber dem Vorjahr. Dennoch konnten Elektro-Pkw's in 2023 ihren Marktanteil steigern auf 18,4% (Vorjahr 17,7%). Damit wuchsen die Neuzulassungen der Elektro- Pkw's im Vergleich zum Vorjahr um +11,4%. Anders das Bild bei hybridangetriebenen Fahrzeugen, deren Markanteil auf 29,5% zurückging (Vorjahr 31,2%). Dies ist auf den starken Rückgang der Plug-in Hybride zurückzuführen, deren Neuzulassungen um -51,5% gegenüber dem Vorjahr schrumpften. 10 Nutzfahrzeugmarkt Die Nutzfahrzeuge schlossen das Jahr 2023 ausschließlich mit positiven Vorzeichen ab. Die Neuzulassungsstatistik weist für Zugmaschinen mit 92.628 Fahrzeugen insgesamt einen Zuwachs von +8,4% aus. Darunter befinden sich 42.426 Sattelzugmaschinen, dies bedeutet ein Plus in Höhe von 30,1% gegenüber dem Vorjahr. Die Neuzulassungen der Lastkraftwagen (Lkw) stiegen um +14,5% auf 290.693 Fahrzeuge. Kraftomnibusse legten mit 5.493 Neufahrzeugen um +12,5% zu. 11 Fahrleistung Die Fahrleistung liegt im Jahr 2023 1,9% unter dem Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2022 und im Vergleich zum Vorjahr ist sie um 3,2% gesunken. Im Laufe des Jahres 2023 ist ein Abwärtstrend der täglichen Fahrleistung zu erkennen. Während in der ersten Jahreshälfte der bereinigte 7-Tagesdurchschnitt weitestgehend über dem 24-Monatsdurchschnitt liegt, kehrt sich dies in der zweiten Jahreshälfte um und sinkt bis zu einem Indexwert unter 105 ab. 12 Zum ersten Mal übersteigt der Anteil der Fahrleistung, die von Fahrzeugen aus anderen Gebieten erbracht wird, den Anteil der Fahrzeuge aus dem jeweiligen Gebiet. Diese Analyse betrifft Fahrzeuge mit mindestens 4 Achsen, die auf Bundesautobahnen unterwegs waren. In den letzten Jahren verzeichnete dieser Trend der zunehmenden Fahrleistungsanteile der auswärtigen Fahrzeuge nur einen leichten Rückgang im Jahr 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie. Das Wachstum dieser auswärtigen Anteile war von 2022 bis 2023 um 0,6 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. 13 Reifenersatzmarkt PKW Der Absatz von Consumerreifen an Endkunden war im Jahr 2023 in Summe in etwa auf Vorjahresniveau (das GfK Handelspanel weist zwar ein Minus von -1,2% aus, das wdk Sell-out Panel hingegen ein Plus von +2,1% aus. Beide Quellen messen dabei ein deutliches Minus bei Sommerreifen und ein deutliches Plus bei Ganzjahresreifen). Der Sell-out liegt somit deutlich unter dem Vorkrisenniveau vor Ausbruch der Corona Pandemie. Mehrere Ursachen treiben diese Entwicklung. Der Trend zu Ganzjahresreifen hält unvermindert an. Im Jahr 2023 weisen Ganzjahresreifen ein deutliches Plus von +7,3% im GfK Handelspanel aus. Zur Steigerung der Bedeutung dieses Segments im Markt tragen neben dem gestiegenen Angebot, der deutlich wärmeren Winter im Zuge des Klimawandels auch die empfundenen Kostenvorteile aus Konsumentensicht gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bei. Zudem kommen Ganzjahresreifen dem zunehmenden Bedürfnis der Endverbraucher nach Komfort entgegen. Der Endverbraucher braucht für sein Fahrzeug nur noch einen Reifensatz statt zwei wie bei Winter- und Sommerbereifung. Zudem erzielt der Endverbraucher Zeit- und Kostenersparnisse, da die jährlich anfallende zweimalige Umrüstung entfällt. Dieser Trend nach Ganzjahresreifen wirkt sich allerdings negativ auf den Sommer- und auch Winterreifenabsatz aus. "Mehr Ganzjahresreifen sorgen nicht für Marktwachstum, weil insbesondere Fahrzeuge mit einer unterdurchschnittlichen Kilometerfahrleistung von den Verbrauchern mit Ganzjahresreifen ausgestattet werden. Ein häufiges Umrüsten ist dann nicht erforderlich, weil die Fahrzeuge aufgrund des Alters trotz niedriger Fahrleistung aus dem Markt genommen werden. Schnellerer Verschleiß als Kriterium für einen höheren Reifenbedarf greift nicht." 14 Weitere Ursachen des niedrigeren Sell-outs der letzten Jahre sind aber auch darin zu sehen, dass Homeoffice zugenommen hat und viele Besprechungen online stattfinden, so dass die Anzahl der Geschäftsreisen abgenommen hat. Hinzu kommt, dass die hohen Kraftstoffpreise, insbesondere in den letzten zwei Jahren, die Autonutzung hemmen. Gleichzeitig werden der ÖPNV und der Bahnverkehr durch staatliche Förderungen ("Deutschland-Ticket") für die Bevölkerung attraktiver. Die oben beschriebenen Faktoren führten zu einem deutlichen Rückgang bei Sommerreifen (GfK Handelspanel weist ein Minus von -6,4% aus). Winterreifen entwickelten sich besser als Sommerreifen (-4,4% im GfK Handelspanel, und beim wdk Sell-out Panel mit +0,4% eine nur leicht positive Tendenz). Die positive Entwicklung bei den Neuzulassungen sowie teilweise winterliche Bedingungen zur Umrüstphase Ende November und Anfang Dezember sind hier als Gründe für die nicht ganz so negative Entwicklung von Winter- im Vergleich zu Sommerreifen anzuführen. Ein zusätzlicher Faktor ist in der Vergleichsbasis zu sehen: Im Jahr 2022 hatten Winterreifen eine deutlich ausgeprägtere negativere Entwicklung als Sommerreifen, da die Auswirkungen des deutlichen Inflationsanstiegs auf das Konsumentenverhalten in der Herbstumrüstphase deutlich spürbarer waren als noch im Frühjahr 2022. Negativer als der Sell-out entwickelte sich 2023 der Sell-in (Sell-in = ETRMA Sell-in; ETRMA: E uropean T yre and R ubber M anufacturers A ssociation - Absatz Industrie an den Handel ohne Importfabrikate), der im Berichtszeitraum um insgesamt -8,4% nachgab. Ein wesentlicher Faktor für die negative Sell-in Entwicklung ist darin zu sehen, dass der Handel noch recht hohe Lagerbestände zum Ende des Jahres 2022 aufwies, so dass der Handel im Jahr 2023 auf bestehende Lagervolumina zurückgreifen konnte und infolgedessen weniger Bedarf an Neuware der Industrie hatte. Hinzu kommt, dass die Importmarken, die nicht im ETRMA erfasst werden, auf Grund ihrer niedrigeren Preispositionierung im Jahr 2023 an Marktanteil gewonnen haben. Tabelle 1: Sell-in und Sell-out Entwicklung Consumerreifen im Jahr 2023
Reifenersatzmarkt LKW - Neureifen Der deutsche Lkw-Reifenersatzmarkt (Industrie an Handel) lag im Jahr 2023 mit -19,2% deutlich unter dem Vorjahr. Ausschlaggebend sind ein Zusammentreffen gleich mehrerer Einflussgrößen mit negativem Impakt: schlechte gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen, Rezession in der Bauindustrie, zurückgehende Reifenexporte, gesunkene Fahrleistung, hohe Lagerbestände und Fahrzeugneuzulassungen. Auch konjunkturell betrachtet ist die geopolitische Lage angespannt und damit hochgradig volatil. 15 Reifenersatzmarkt LKW - Runderneuerung Der Markt für runderneuerte Lkw-Reifen (Industrie an Handel) hat sich 2023 ebenfalls rückläufig entwickelt und liegt um -14,3% unter dem Niveau von 2022, wobei das Vorjahr nach der Corona-Pandemie noch auf einem relativ hohen Niveau lag. Für die Kaltrunderneuerung bedeutet dies einen Rückgang von -10,4%, für die Heißrunderneuerung einen Rückgang von -18,9%. Unternehmensentwicklung 2023Personal und Sozialbereich Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 2.897 (Vorjahr 2.942) Mitarbeiter (ohne Auszubildende). Im Kalenderjahr 2023 wurden die tariflichen Entgelte zum 1. Oktober um € 60 erhöht (für Auszubildende um € 30). Für die Mehrbelastung aufgrund der gestiegenen Inflation erhielten die Beschäftigten im März und Juli 2023 eine Inflationsausgleichsprämie i.H.v. jeweils € 750. Auszubildende erhielten jeweils € 250. Das Unternehmen bietet individuelle und bedarfsorientierte Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter an, die eine äußerst positive Resonanz erfahren. Das Weiterbildungsprogramm der Gesellschaft legt den Fokus neben der Entwicklung von sogenannten "soft skills" und Führungskompetenzen insbesondere auf die Qualifizierung von fachlichen Fähigkeiten. Dazu gehören sowohl technisch spezialisierte Trainings für die Entwicklung und Produktion als auch Verkaufstechniken für den Vertrieb. Daneben gibt es speziell entwickelte Programme, die die im Unternehmen identifizierten Talente und High Potentials fordern und fördern. Das umfangreiche Ausbildungsprogramm der Gesellschaft erstreckt sich sowohl auf den gewerblichen als auch auf den kaufmännischen Bereich. Hier wird das klassische Ausbildungscurriculum durch ein unternehmensinternes Programm unterstützt, welches sich auf die Entwicklung der Persönlichkeit und der Sozialkompetenz konzentriert. Die krankheitsbedingte Abwesenheit im Geschäftsjahr 2023 betrug 4,55% und liegt damit unter dem Vorjahr (5,6%). Umwelt-, Arbeitsschutz, und Energiemanagement Die Produktionswerke des Goodyear Konzerns in Deutschland lassen sich regelmäßig nach der international anerkannten Umweltmanagementnorm ISO 14001 sowie nach dem Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ISO 45001 zertifizieren. Weiterhin sind die Energiemanagementsysteme aller Werke nach ISO 50001 zertifiziert. Unsere QEHS-Politik (Qualitäts- und Umweltmanagement sowie Gesundheits- und Arbeitsschutz) spiegelt nicht nur die Umweltzielsetzung und das Umweltprogramm wider, sondern auch Ziele zur Vermeidung von schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter. Schwerpunkt seitens des Umweltschutzes ist hierbei der produktionsintegrierte Umweltschutz mit Bestimmungen zur Verringerung des Material- und Energieverbrauchs durch effizientere Produktionsprozesse und organisatorische Maßnahmen. Die Auswahl von geeigneten Rohstoffen, Ressourcenschonung, emissionsarmen Produktionsverfahren bis hin zur Abfallvermeidung sind Mittel einer kontinuierlichen Verbesserung zur Erreichung unserer Zielsetzung in Bezug auf unsere Umweltleistung. Wir betrachten die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz als wesentlichen Bestand unserer Prozesse und das bereits in der Planungsphase. Risiken und Chancen sollen im Vorfeld erkannt und möglichst vermieden oder auf ein Minimum reduziert werden. Basis eines sicheren Umfeldes unserer Mitarbeiter sind die Gefährdungsbeurteilungen für jeden unserer Arbeitsplätze, deren Wirksamkeit in einem festen Turnus überprüft und festgestellt wird. Wir verpflichten uns, unseren Energieverbrauch langfristig zu reduzieren, unsere Energieeffizienz und unsere energiebezogene Leistung in einem ständigen Verbesserungsprozess zu steigern. Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Unfallprävention sind ein wichtiges Anliegen des Goodyear Konzerns. Durch unser Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement gewährleisten wir unseren Mitarbeitern ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld. Im Jahr 2023 kam es zu 39 meldepflichtigen Arbeitsunfällen (Vorjahr 27). Geschäftsverlauf Die folgenden Entwicklungen umfassen die GG, die GGM und die GHM. Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 15,3 Mio. Reifen (Vorjahr 17,6 Mio. Reifen), davon 11,3 Mio. Reifen von der GGM (Vorjahr 13,6 Mio. Reifen) und 4,0 Mio. Reifen von der GHM (Vorjahr 4,0 Mio. Reifen), in den deutschen Werken produziert. Davon wiederum waren 14,4 Mio. PKW-Reifen und Motorsport (Vorjahr 16,5 Mio.) und 1 Mio. LKW- und Industrie-Reifen (Vorjahr 1,1 Mio.). Der Anteil im A Segment (17 Zoll und größer) liegt jetzt bei 83% (Vorjahr 79%) der PKW-Reifen. Als nicht finanziellen Leistungsindikator betrachtet die Gesellschaft die produzierten Reifen der GGM und GHM, deren Anzahl im Jahr 2023 leicht unter den Erwartungen für das Geschäftsjahr lagen. Des Weiteren erfolgt die Steuerung anhand der verkauften Reifen der GG, welche mit 7,2 Mio. Stück leicht unterhalb der Erwartungen lagen, was insbesondere durch die marktbedingte Volumenentwicklung im PKW und LKW Reifengeschäft bedingt war. Die Zahl der monatlichen Produktionsanläufe (Startups) ging um 5,4% zurück. In Relation zur Produktionsleistung lag der Gesamtabfall in 2023 mit 5,3% leicht unter dem Vorjahresniveau von 5,5%. Die Rohmaterialpreise sind im Jahr 2023 um 7,4% gesunken. Im Einzelnen bedeutet das eine Preissenkung z.B. bei Stahl um -18%, bei Kunstkautschuk um -15%, bei Naturkautschuk um -11% und bei Ruß um -9%. Durch die aber stark angestiegenen Fertigungskosten (+18,8% zum Vorjahr) stiegen auch die gesamten Herstellungskosten (Materialkosten & Fertigungskosten) der Reifen um 4,6% gegenüber 2022. Die größte Investition floss im Jahr 2023 in Wittlich in die Erweiterung der LKW-Produktion auf 3.400 Reifen pro Tag (€ 8,0 Mio.). Des Weiteren wurden im Hanauer Werk knapp € 4 Mio. in das FIT-Projekt (Foam in Tire) investiert, sowie knapp € 1,0 Mio. in die Errichtung eines neuen Isolierkalanders. In Riesa wurde außerdem mit rund € 1,5 Mio. der Maschinenpark modernisiert, um in Zukunft das Reifenportfolio zu erweitern und profitablere Reifen herzustellen. Die Steuerung der deutschen Goodyear Gruppe erfolgt durch eine operative Ergebnisgröße, die ausgehend vom EBIT nach US-GAAP bestimmte Korrekturen vornimmt, um das Ergebnis an die von der Geschäftsführung zu verantwortende Struktur operativ anzupassen (nachfolgend: Management EBIT). Der Umsatz nach US-GAAP wird in voller Höhe gezeigt, abgezogen werden kalkulatorische Einstandskosten und Logistikkosten. Das so ermittelte Ergebnis (ohne OE) lag mit € 49,2 Mio. (Vorjahr € 85,9 Mio.) um € 37,7 Mio. unter den Erwartungen was insbesondere durch geringere Absatzvolumina bedingt war. Als weiterer finanzieller Steuerungsindikator werden die Umsatzerlöse der GG verwendet. Die Prognose von sinkenden Umsatzerlösen im Distributionsgeschäft ist eingetreten. Die Ergebnisentwicklung im Distributionsgeschäft wurde u.a. durch die reduzierte Marge negativ beeinflusst. Die Produktionserlöse aus der Auftragsfertigung konnten trotz geringerer Marge entgegen der Prognose leicht gesteigert werden, was durch leichte Erhöhung der weiter zu belastenden Kosten in der Auftragsfertigung bedingt war. Die prognostizierte deutliche Verbesserung des Jahresergebnisses konnte aufgrund der gestiegenen Aufwendungen für Restrukturierungen sowie einer Verschiebung des Verkaufs des Lagers und Grundstücks in Philippsburg in das Jahr 2024 nicht realisiert werden. Investitionen 2023 Die Sachinvestitionen in den inländischen Produktionswerken durch die GG lagen im Geschäftsjahr 2023 bei € 38,8 Mio. (Vorjahr € 93,1 Mio.). An den Standorten wurden Sachinvestitionen zur Qualitätssicherung und -verbesserung sowie zur Produktionssteigerung vorgenommen. Die Investitionssummen entfielen hierbei auf die Standorte Wittlich € 13,5 Mio., Hanau mit € 11,6 Mio., Fürstenwalde € 6,4 Mio., Riesa € 4,8 Mio., Fulda € 2,8 Mio. Gegenläufig wirkten sich Anpassungen der Anschaffungskosten in Philippsburg mit € -0,3 Mio. aus. Bei den Projekten handelt es sich hauptsächlich um produktions- und kapazitätserweiternde Investitionen. Die größten Projekte waren hierbei in Fürstenwalde das Fair-Projekt (Geruchsminderungsprojekt), in Wittlich die Kapazitätserweiterung der LKW-Produktion und in Hanau und in Fulda die Kapazitätserweiterung der Ultra High Performance Reifenproduktion sowie Neuinvestitionen auf Grund des Retooling-Projektes. Forschung und Entwicklung Der Goodyear-Konzern unterhält weltweit Forschungs- und Entwicklungszentren in Akron (USA), Luxemburg, Pulandian (China) und Hanau. Im Berichtsjahr fielen Entwicklungsaufwendungen für Hanau in Höhe von € 20,4 Mio. für die Einführung und Entwicklung neuer Profile und Reifendimensionen sowie die Entwicklung von neuen Laufflächenmischungen an. Es wurden insgesamt 29 Reifengrößen für den Erstausrüstungsmarkt industrialisiert, davon 26 Größen für Elektro - bzw. Hybridfahrzeuge. 27 von 29 Größen waren dem strategischen Zielsegment größer / gleich 17" zugehörig. In 2023 war Goodyear Reifenpartner und Lieferant bei verschiedenen Rennveranstaltungen oder ganzer Meisterschaften in verschiedenen Fahrzeugklassen:
ErtragslageDie Umsatzerlöse der Gesellschaft sind im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um € 3,2 Mio. (Vorjahr € 235,6 Mio.) auf € 232,4 Mio. gesunken und enthalten Provisionserlöse aus der Distributionstätigkeit, Erlöse aus Auftragsfertigung, aus Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und Erlöse aus sonstigen Leistungsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Marge ab Oktober 2022 sowie in einem weiteren Schritt ab Januar 2023 für die mit der Mehrheitsgesellschafterin GYO geschlossenen Vereinbarungen Toll Manufacturing Service Agreement, Distributorship Agreement und Customer Relationship Management Agreement zurückzuführen. Die Provisionserlöse enthalten zunächst Provisionen aus dem herkömmlichen Distributionsgeschäft in Höhe von € 52,4 Mio. (Vorjahr € 75,9 Mio.), betreffen fast ausschließlich das inländische Ersatzgeschäft einschließlich der inländischen Tochtergesellschaften, die das Franchise-, Flotten- und Retail-Geschäft betreiben. Aufgrund der Übertragung des Erstausrüstungsgeschäft auf die GYO wurden in diesem Bereich im Berichtsjahr keine nennenswerten Umsätze erzielt. Die Erlöse aus dem Distributionsgeschäft ergeben sich dabei im Wesentlichen aus der Differenz zwischen den Nettoverkaufspreisen von € 624,4 Mio. (Vorjahr € 670,1 Mio.) und den rechnerischen Einstandspreisen von € 574,7 Mio. (Vorjahr € 598,1 Mio.) zu denen die Handelswaren von der GYO bezogen wurden. Der Rückgang beider Teilbeträge beruht insbesondere auf niedrigeren Verkaufsmengen. In der Folge der Übertragung des Erstausrüstungsgeschäfts verkauft die GYO Reifen im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Die GG führt jedoch weiter die entsprechenden Vertriebsaktivitäten in diesem Bereich aus und erhält statt der Erlöse aus dem Verkauf der Reifen nunmehr eine Erstattung ihrer Vertriebsaufwendungen für den deutschen Markt und eine Provision in Höhe von 1,0% bis 30. September 2022, in Höhe von 0,8% ab 1. Oktober 2022 und in Höhe von 0,56% ab 1. Januar 2023 der bei GYO erfassten Umsatzerlöse. Seit 2019 beschränkt sich diese Vergütung auf die Kunden, deren verantwortliche Key Account Manager in Deutschland angestellt sind. Das Absatzvolumen der Gesellschaft im inländischen Ersatzgeschäft ist von 8,1 Mio. auf 7,2 Mio. Stück gesunken. Dies ist vor allem auf die negative marktbedingte Volumenentwicklung für PKW Reifen sowie für LKW Reifen zurückzuführen. Weiterhin sind Produktionserlöse aus der Auftragsfertigung von PKW- und LKW-Reifen in Höhe von insgesamt € 28,8 Mio. (Vorjahr € 21,8 Mio.) sowie Erlöse aus Forschungs- und Entwicklungsleistungen (€ 21,6 Mio.; Vorjahr € 20,3 Mio.) im Auftrag der GYO enthalten. Des Weiteren erzielte die Gesellschaft Erlöse aus sonstigen Leistungsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von € 129,6 Mio. (Vorjahr € 117,3 Mio.). Dies betrifft weiterbelastete Aufwendungen für z.B. Logistik, Personalwesen, IT und Finanzen. Die Herstellungskosten zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 € 210,7 Mio. gegenüber € 233,1 Mio. im Jahr 2022. Das Bruttoergebnis vom Umsatz ist von € 2,6 Mio. in 2022 (1,1% im Verhältnis zum Umsatz) auf € 21,7 Mio. in 2023 (9,3 % im Verhältnis zum Umsatz) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf den im Vorjahr enthaltenen Anstieg der Personalaufwendungen aufgrund der Erhöhung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen, die nicht in voller Höhe einer Weiterbelastung unterlagen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit € 224,0 Mio. (Vorjahr € 26,9 Mio.) vor allem aufgrund höherer Weiterbelastungen von Restrukturierungsaufwendungen und sonstigen damit verbundenen Aufwendungen deutlich gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um € 308,9 Mio. auf € 341,4 Mio. im Jahr 2023. Hauptgrund hierfür waren im Wesentlichen gestiegene Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der geplanten Schließung des Standortes in Fulda und der Reifenproduktion in Fürstenwalde sowie im Zusammenhang mit dem europaweitem Business Transformations-Projekt des Goodyear Konzerns. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen betrugen 2023 € 6,2 Mio. (Vorjahr € 3,8 Mio.) und betreffen im Wesentlichen die 4 Fleet Group GmbH mit € 3,9 Mio. und die Goodyear Retail Systems GmbH mit € 2,0 Mio. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme betrugen € 0,6 Mio. (Vorjahr € 2,2 Mio.). Der Anstieg der Zinserträge ist wesentlich durch die positive Entwicklung des Cash-Pooling-Saldos bedingt. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betrugen im Berichtszeitraum € 13,8 Mio. und haben sich damit gegenüber dem Vorjahr um € 4,0 Mio. verringert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf im Vorjahr enthaltene Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von € 13,7 Mio. zurückzuführen (Geschäftsjahr 2023 € -0,3 Mio.). Gegenläufig erhöhten sich die Zinsaufwendungen auf Verbindlichkeiten gegenüber Dritten um € 9,6 Mio. auf € 13,4 Mio. (Vorjahr € 3,8 Mio.). Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich für die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ein Ertrag von € 22,5 Mio. (Vorjahr Ertrag von € 3,3 Mio.). Der Anstieg um € 19,2 Mio. ist im Wesentlichen bedingt durch die Aktivierung latenter Steuern auf steuerlicher Verlustvorträge in 2023, die durch den Jahresfehlbetrages 2023 entstanden sind. Das Jahresergebnis der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr um € 52,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf € -65,0 Mio. verringert. Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich um € 206,2 Mio. auf € 1.176,7 Mio. (Vorjahr € 970,5 Mio.), was im Wesentlichen durch die Erhöhung der Rückstellungen für Restrukturierungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus der Weiterbelastung von Restrukturierungsaufwendungen der GGM an die GG bedingt war, die sich im Zuge der in 2023 neuen Restrukturierungsmaßnahmen ergeben haben. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens verminderten sich von € 3,6 Mio. auf € 1,4 Mio. im Wesentlichen in Folge der planmäßigen Abschreibungen. Das Sachanlagevermögen verminderte sich von € 415,9 Mio. auf € 383,9 Mio. Gesunkenen Investitionszugängen von im Vorjahr € 93,1 Mio. auf € 38,8 Mio. im Jahr 2023 standen dabei Abschreibungen von € 70,7 Mio. entgegen. Darin waren außerplanmäßige Abschreibungen im Zusammenhang mit der geplanten Schließung des Standortes in Fulda sowie der Reifenproduktion in Fürstenwalde in Höhe von € 6,3 Mio. im Geschäftsjahr enthalten. Die Anlagenabgänge zu Buchwerten betrugen T€ 53 (Vorjahr T€ 39). Das Sachanlagevermögen beinhaltete unverändert zum Vorjahr Grundstücke und Bauten, technische Anlagen und Maschinen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung der sechs inländischen Produktions-, Logistik- und Verwaltungsstandorte in Fulda, Hanau, Philippsburg, Riesa, Fürstenwalde und Wittlich einschließlich der Logistikeinrichtungen sowie der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Die unter dem Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die Beteiligungen an der Goodyear Grund und Service Verwaltung GmbH und der Goodyear Retail Systems GmbH (GRS), die 4Fleet Group GmbH, die Goodyear Versicherungsservice GmbH, die SP Brand Holding EEIG, die GGM sowie GHM und die Reifen Baierlacher GmbH. Die Vorräte weisen die für die Auftragsfertigung von Reifen eingesetzten Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Instandhaltungsmaterial aus und stiegen von € 9,2 Mio. im Vorjahr auf € 10,0 Mio. an. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind von € 451,9 Mio. im Vorjahr auf € 666,9 Mio. zum 31. Dezember 2023 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Cash-Pool-Saldo, Forderungen aus der Weiterbelastung von Restrukturierungsaufwendungen sowie gestiegenen Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen im Bereich der verbundenen Unternehmen, denen gesunkene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen sowie niedrigere Steuererstattungsansprüche gegenüberstanden. Bedingt durch den Aktivüberhang an latenten Steuern und der Inanspruchnahme des Aktivierungswahlrechtes nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB erfolgt ein Ausweis an aktiven latenten Steuern von € 85,5 Mio. (Vorjahr € 60,8 Mio.). Der Anstieg gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres ist wesentlich bedingt durch die Berücksichtigung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von € 18,8 Mio. (Vorjahr: € 0 Mio.). Ergebnisbedingt sinkt das Eigenkapital der Gesellschaft auf € 203,3 Mio. (Vorjahr € 268,4 Mio.). Durch diesen Rückgang des Eigenkapitals bei gleichzeitig steigender Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote von 27,7 % auf 17,3 %. Die Rückstellungen der Gesellschaft stiegen insgesamt um € 198,5 Mio. auf € 606,6 Mio. Die Pensionsrückstellungen sind dabei um € 9,4 Mio. auf € 308,1 Mio. gesunken, was insbesondere auf niedrigere Zuführungen zurückzuführen ist. Die sonstigen Rückstellungen sind von € 83,5 Mio. auf € 297,4 Mio. gestiegen. Dies beruht hauptsächlich auf den gestiegenen Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen (€ +210,3 Mio.), Rückstellungen für Boni, Rabatte und Skonti (€ +5,7 Mio.) denen eine Reduzierung der Rückstellung für ausstehende Löhne und Gehälter (€ -0,9 Mio.) sowie für Wert- und Lebensarbeitszeitkonten (€ -2,4 Mio.) gegenüberstand. Stichtagsbedingt reduzierten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von € 120,8 Mio. auf € 90,5 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit € 192,4 Mio. gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres (€ 81,1 Mio.) um € 111,3 Mio. gestiegen. Maßgeblich für diesen Anstieg sind Finanzverbindlichkeiten für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von €104,5 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.) sowie höhere Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von € 85,9 Mio. (Vorjahr € 78,8 Mio.). Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten ist insbesondere auf um € 6,8 Mio. niedrigere ABS-Finanzierungsverbindlichkeiten zurückzuführen. Die Fremdkapitalquote (Verbindlichkeiten und Rückstellungen im Verhältnis zur Bilanzsumme) der Gesellschaft stieg auf 82,7 % (Vorjahr 72,3 %). Die Fremdfinanzierung der deutschen Goodyear Gruppe erfolgte im Wesentlichen über den europäischen Cash-Pool der GYO (unverändert zum Vorjahr besteht eine Cash-Pooling-Forderung) und ergänzend über die europäisch ausgerichteten Linien aus ABS-Transaktionen. Für das Zentrallager am Standort Philippsburg hat die Gesellschaft einen Leasingvertrag über eine Gesamtmietzeit von 22 Jahren und einem Mietbeginn am 1. Oktober 2002 abgeschlossen. Die Restlaufzeit beträgt zum 31. Dezember 2023 0,75 Jahre. Auf Basis der Gesamtinvestitionskosten von € 53,3 Mio. betragen die im Jahr 2019 angepassten jährlichen Leasingraten unter Berücksichtigung bereits geleisteter Mietvorauszahlungen € 3,4 Mio. Der Vertrag hat eine verbleibende Restlaufzeit von 0,75 Jahren, so dass sich die finanziellen Abflüsse über die verbleibende Laufzeit auf € 2,5 Mio. kumulieren. Die Gesellschaft nimmt zudem an einem Factoring-Programm teil, welches in Form des echten Factorings praktiziert wird. Dieses Programm betrifft nur Forderungen gegen einen definierten Debitorenkreis an ausgewählten Kunden. Zum Bilanzstichtag sind Forderungen in Höhe von € 4,5 Mio. (Vorjahr € 4,5 Mio.) verkauft gewesen. Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfond gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Das Risiko von Forderungsausfällen geht in diesen Programmen jeweils auf den Factor über. Chancen, Risiken und AusblickChancenberichterstattung Die GG befand sich im Jahr 2023 in einem schwierigen Marktumfeld, was sich auch insgesamt auf das Ergebnis sowohl im Consumer als auch im Commercial-Bereich auswirkte. Zudem muss Goodyear auf aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen reagieren und hat daher einige Initiativen zur Verschlankung der Organisationsstruktur vorgeschlagen. Trotz einiger weiter anhaltenden Herausforderungen wie der Inflation, unsicheren Preisverhältnissen bei Energie und Rohstoffen, globalen politischen Spannungen und Bedenken hinsichtlich einer wirtschaftlichen Rezession konnte sich das Unternehmen sowohl im Bereich der Innovationen als auch bei Testgewinnen und Nachhaltigkeitsinitiativen durchsetzen. Im Consumer-Segment konnte Goodyear verschiedene Testgewinne, wie beispielsweise einen ersten Platz in der Auto Zeitung Germany für den Vector 4Seasons Gen-3 oder auch in der Auto Bild Sportscars für den UltraGrip Performance 3, erzielen. Beispielsweise wurde Goodyear von der Auto Bild als "Hersteller des Jahres 2023" für Winterreifen ausgewählt, während die beiden Modelle UltraGrip Performance 3 und UltraGrip Performance+ SUV auf die Spitzenplätze im besagten Test fuhren. In ihrem Winterreifentest in der Größe 225/45 R18 würdigte Auto Bild den neuen Goodyear-Winterreifen für seine "umweltbewusste, nachhaltige und sichere Mobilität", für die die Zeitschrift die Labels "Eco-Meister" und "Grüner Reifen" vergab, mit Platz 2 von 54 Kandidaten und der Bewertung "vorbildlich". Beim Vergleich von 11 Winterreifen in der Größe 225/40 R18 kürte Auto Bild sportscars den Reifen auf Platz 1 und lobte seine "überzeugenden Fahreigenschaften bei allen Witterungsbedingungen und sehr gute Sicherheitsreserven bei Aquaplaning". Die deutsche Zeitschrift Auto Motor und Sport würdigte die hervorragende Performance mit dem 2. Platz in ihrem Winterreifentest in der Größe 255/45 R20 mit dem Urteil: "Sehr breit aufgestellt. Der neue Goodyear ist bei jedem Wetter ganz vorne mit dabei." 16 Eine weitere bedeutende Innovation des Unternehmens ist die Präsentation eines Reifens, der zu 90% aus nachhaltigen Rohstoffen besteht. Damit beweist Goodyear Wettbewerbsfähigkeit in der Entwicklung von nachhaltigen Reifen und kommt seinem Ziel, bis 2030 einen Reifen aus 100% nachhaltigen Materialien zu fertigen ein großes Stück näher. 17 Auch von Kunden wurde Goodyear für seine ausgezeichneten Produkte und Serviceleistungen ausgezeichnet. So erhielt das Unternehmen den "Preferred Partner"-Status von Mercedes Benz in Österreich. 18 Zudem wurde mit dem UltraGrip Performance 3 ein neues Reifenprofil im Consumer-Segment im Markt eingeführt. 19 Im Commercial-Segment konnte Goodyear ebenfalls positive Ergebnisse verzeichnen. So führte Goodyear mehrere neue Reifenmodelle ein, wie zum Beispiel im Bus-Bereich den URBANMAX 20 Commuter und neue Größen für den KMAX S & D GEN-2. 21 Präsenzen auf verschiedenen Messen zeigen das Engagement, in direkten Kundenkontakt zu treten und nachhaltige Beziehungen aufzubauen oder zu halten. Chancen liegen weiterhin in der Innovationskraft der Goodyear-Gruppe. Besondere Chancen im Hinblick auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung sind in Produktsegmenten zu erwarten, die einen Wachstumstrend versprechen. Hierzu gehört besonders Reifen aus dem Premiumsegment, Ganzjahresreifen sowie die Vermarktung neuer innovativer Produkte und die Erweiterung bestehender Produktlinien durch neue Größen. Dabei geht der Entwicklungstrend weiterhin in Richtung Geräusch- und Emissionsreduzierung sowie Verbesserung der Sicherheit und Richtung Elektromobilität. Der Fokus richtet sich weiterhin auf Kunden, Innovation, hochwertige Produkte und Lösungen, sowie die verstärkte Berücksichtigung von Daten im Bereich Fahrzeug, Fahrbahn und Wetter. Die gegenwärtige Positionierung ermöglicht auch in Zukunft mehr Kunden zu bedienen sowie eine Ausweitung der Mobilitäts- und Flottenlösungen. Ein Risiko besteht weiterhin durch das schwierige wirtschaftliche Umfeld. Durch die dargelegten Chancen und Entwicklungen wird die GG auch weiterhin in der Lage sein, den Unternehmenserfolg mittel- und langfristig zu sichern. Gleiches gilt für die Rolle des Unternehmens im Gesamtkonzernverbund. Risiken der künftigen Entwicklung Generelle Risiken bestehen insbesondere im Hinblick auf die konjunkturelle Entwicklung, die für die Automobilindustrie und ihre Zulieferer sowie für die Reifenbranche im Allgemeinen von maßgeblicher Relevanz ist. Hierbei sind auch die Rohmaterial- und Energiepreisentwicklungen von großer Bedeutung, die seit der COVID-Krise bzw. dem Krieg in der Ukraine signifikanten Preissteigerungen unterlegen haben. Zudem gehen wir von einem weiterhin verschärften Wettbewerb in der Reifenindustrie und dem damit einhergehenden Preisdruck am Markt, der sich wiederum in Produktionsrückgängen niederschlagen kann, aus. Je länger die rezessive Marktlage andauern wird, desto langwieriger wird die Erholung der Gesamtwirtschaft und auch die der GG sein. Die Liquidität wird im Wesentlichen über den Europäischen Cash-Pool gesichert. In Bezug auf Produkthaftungsrisiken ist die Gesellschaft in den weltweiten Versicherungsschutz des Goodyear Konzerns eingebunden. Signifikante Preisänderungsrisiken aus der Beschaffung bestehen aufgrund des Geschäftsmodells, nach dem die GG als "low risk distributor" einerseits sowie als Auftragsfertiger andererseits tätig ist, seit dem Jahr 2010 nicht mehr. Aufgrund dieses Geschäftsmodells wirkt sich jede Anpassung im Bereich der jeweiligen Margen auf die finanziellen Ergebnisse der Gesellschaft aus und muss daher als potenzielles Risiko berücksichtigt werden. Aufgrund der hohen Produktionsintensität werden Gesetzesänderungen im Bereich des Umweltschutzes als generelles Risiko eingestuft. Angesichts der teilweise älteren Produktionsanlagen und zunehmend strenger werdenden Regularien im Umweltbereich besteht ein Risiko, dass die Produktion gegen solche regulatorischen Vorgaben verstößt. Behördliche Anordnungen können merkliche Anpassungen unserer Produktionsanlagen erforderlich machen. Die ältere Bausubstanz birgt bei nicht rechtzeitiger Durchführung von Reparaturmaßnahmen auch das Risiko eingeschränkter Nutzungsmöglichkeiten von Produktions- oder Logistikflächen. Zur Erkennung und Minimierung von wirtschaftlichen, rechtlichen und sonstigen Risiken hat die Geschäftsführung effiziente Planungs-, Kontroll- und Steuerungssysteme implementiert, die über umfassende Planungs-, Entscheidungs- und Controllingprozesse die frühzeitige Identifikation von Risikopotentialen und damit die Einleitung geeigneter Korrekturmaßnahmen gewährleisten. Darüber hinaus besteht ein standardisiertes Risikomanagementsystem zur Früherkennung von bestands- und entwicklungsgefährdenden Risiken bzw. zur Förderung der erfolgreichen Weiterentwicklung des Unternehmens. Bestandsgefährdende Risiken sind unverändert zum Vorjahr gegenwärtig und weiterhin nicht festzustellen. Sollte die geopolitische Lage, insbesondere in Osteuropa, angespannt bleiben oder sich gar verschlechtern, kann dies weitere nachhaltige Störungen in der Produktion, den Lieferketten und der Nachfrage verursachen. Wie aber beschrieben, treffen uns diese Risiken aufgrund des Geschäftsmodells nicht unmittelbar. Ausblick Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose aufgrund weiterhin ansteigender Preise im Energiesegment, hoher Inflation sowie allgemeiner wirtschaftlicher Schwäche durch die Folgen des Krieges in der Ukraine um 1,1 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Sie prognostiziert für dieses Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von lediglich 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Auch für das kommende Jahr 2025 wurde die Prognose nach unten korrigiert. Gemäß der GfK liegt die Konsumstimmung in Deutschland weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Im März 2024 verzeichnete der GfK-Konsumklima-Index einen Wert von -28,8 Punkten. Für den April 2024 prognostiziert die GfK einen leichten Anstieg auf -27,4 Punkte, was eine geringfügige Verbesserung der Verbraucherstimmung bedeutet. Die GfK-Konsumklimastudie zeigt eine leichte Verbesserung der Einkommens- und Konjunkturerwartungen, während der Indikator für die Anschaffungsneigung nahezu unverändert auf einem niedrigen Niveau blieb. 22 Die Entwicklung des deutschen Reifenmarktes hängt maßgeblich von den Entwicklungen in den Branchen ab, die Reifen als Abnehmer verwenden. Das Ausmaß der Reifenlieferungen an die Automobilindustrie wird daher auch vom dortigen Produktionsvolumen bestimmt. Im Januar verbesserte sich das Geschäftsklima für die deutsche Autoindustrie deutlich, wobei der Wert auf -6,3 Punkte stieg, verglichen mit -15,8 Punkten im Dezember. Die Unternehmen der deutschen Automobilbranche beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage positiver und sind für die kommenden Monate deutlich optimistischer als Ende 2023. Der Indikator für die Geschäftslage stieg im Januar 2024 auf 12,5 Punkte nach 9,7 Punkten im Dezember 2023. Auch die Geschäftserwartungen der Automobilbranche für die nächsten sechs Monate verbesserten sich auf -23,4 Punkte im Vergleich zu -38,3 im Dezember. Diese positive Entwicklung ist teilweise auf ein starkes Umsatzwachstum der Branche auf den internationalen Automobilmärkten, sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU, zurückzuführen. Experten des ifo Instituts prognostizieren auch für 2024 ein robustes Wachstum. Trotzdem gibt es noch kein Zeichen für Entwarnung, da einige Unternehmen die Auftragslage als unbefriedigend beurteilen, die Kapazitätsauslastung nachlässt und ein zunehmender Fachkräftemangel besteht. 23 Der Ersatzmarkt für Reifen wird durch verschiedene Faktoren wie Fahrzeugbestand, Neuzulassungen, Fahrverhalten, Verbraucherverhalten und Witterungsbedingungen bestimmt. Der Pkw-Bestand in Deutschland ist laut Kraftfahrt-Bundesamt im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen, ebenso wie das Fahrzeugalter, was zu einem erhöhten Bedarf an Reifenersatz führt. Auf der anderen Seite stehen aber eine um knapp 2 Prozent weiter gesunkene durchschnittliche Jahresfahrleistung und die Entwicklung hin zu längerlebigen Reifen, mit denen die Hersteller den zunehmend anspruchsvollen Forderungen der EU nach mehr Nachhaltigkeit im Produktlebenszyklus Rechnung tragen. Hinzu kommt eine abgeschwächte Konsumneigung der Verbraucher durch Kaufkraftverluste in der anhaltenden Inflation. Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) prognostiziert für das Geschäftsjahr 2024 ein Wachstumspotenzial von maximal etwa einem Prozent bei den Absatzmengen im Segment Consumer-Reifen. Ähnlich wie 2023 wird dieses Wachstum voraussichtlich hauptsächlich durch eine steigende Nachfrage nach Ganzjahresreifen getrieben, während die Absatzzahlen für Sommer- und Winterreifen zurückgehen. Im Segment der Lkw-Reifen sieht der BRV insgesamt ein Absatzpotenzial von etwa 2,5 Millionen Stück für 2024 und prognostiziert damit durchschnittlich ein Plus von 3,4 Prozent (4 Prozent bei Neureifen, 2 Prozent bei runderneuerten). 24 Ein wichtiger Erfolgsfaktor bleiben weiterhin die Ergebnisse der Reifentests. Aufgrund vielfältiger Produktverbesserungen erwarten wir eine wettbewerbsfähige Positionierung unserer Produkte. Um Profitabilität zu sichern, werden eine Optimierung des Marken- und Produktmixes sowie ein striktes Kostenmanagement in allen Unternehmensbereichen angestrebt. Zudem werden die Produktionskapazitäten in Deutschland mit der geplanten Schließung des Standortes in Fulda und der Reifenproduktion in Fürstenwalde in naher Zukunft reduziert. Aufgrund der gegenwärtig weiterhin bestehenden konjunkturellen Unsicherheiten insbesondere durch die rezessive Marktentwicklung sowie der erwarteten leicht geringeren Mengen an produzierten Reifen gehen wir von leicht geringeren Umsatzerlösen aus. Die für interne Steuerungszwecke verwendeten Gesamtfabrikkosten werden aus unserer Sicht volumenbedingt leicht unter denen des Vorjahres liegen. Für 2024 erwarten wir ein Management EBIT, das deutlich unter dem des Vorjahres liegt. Allerdings wird ein deutlich verbessertes Jahresergebnis erwartet, was im Wesentlichen durch die Veräußerung des Grundstücks und Lagers in Philippsburg im April 2024 sowie durch geringere Restrukturierungsaufwendungen bedingt sein wird. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 HGBDer Aufsichtsrat hat während der 73. Aufsichtsratssitzung am 22. November 2022 für sich selbst eine neue Zielgröße der Frauenquote von 33,3 % und für die Geschäftsleitung ebenfalls von 33,3% beschlossen. Die Umsetzungsfrist für diese Ziele ist jeweils der 30. Juni 2027. Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Frauenquote des Aufsichtsrates der GG 42 % (fünf Personen), während 25 % der Geschäftsleitung aus Frauen besteht (ab 30. November 2023). Mit Austritt aus der Geschäftsführung von Dr. André Weisz ist die Zielgröße der Frauenquote von 33,3% seit dem 21. März 2024 erreicht worden. Die Geschäftsführung hat das Ziel formuliert, bis zum 30. Juni 2027 auf den zwei nachgelagerten Führungsebenen die Frauenquote in diesen Führungsebenen zu erhöhen. Bis zum 30. Juni 2027 soll in der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung eine Quote von 20 % erreicht werden (per 31. Dezember 2023 rechnerisch fünf bzw. 76 Personen). In der ersten und zweiten Führungsebene des Unternehmens sind zum 31. Dezember 2023 Frauen mit einem prozentualen Anteil von 13 % (3 Personen) bzw. 14 % (53 Personen) beschäftigt.
Hanau, den 22. Mai 2024 Goodyear Germany GmbH Die Geschäftsführung
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ahttps://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_038_811.html
:~:text=Wie%20das%20Statistische%20Bundesamt%20
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss1. Grundlagen der Erstellung des Jahresabschlusses Die Goodyear Germany GmbH (nachfolgend als "Gesellschaft" oder "Unternehmen" oder "GG" bezeichnet) hat ihren Sitz in Hanau und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hanau (HR B Reg.-Nr. 7163). Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 unverändert zum Vorjahr eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Die GG ist als Komplementärin mit € 99.999,00 an der Goodyear Germany Manufacturing GmbH & Co. KG (GGM), Hanau, beteiligt. Die Goodyear Versicherungsservice GmbH (GVS), Hanau, ist als Kommanditistin mit einer Pflichteinlage von € 1,00 an der GGM beteiligt. Die GVS hält diesen Anteil als Treuhänder für die GG als Treugeber. Aufgrund dieses Treuhandverhältnisses stellen die GG und die GGM ertragsteuerlich ein Steuersubjekt dar, dessen Steuerbe- und Steuerentlastungen bei der GG bilanziert werden. Ebenso besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der GGM. Die GG ist als Komplementärin mit € 49.999,00 an der Goodyear Hanau Manufacturing GmbH & Co. KG (GHM), Hanau, beteiligt. Die Goodyear Versicherungsservice GmbH (GVS), Hanau, ist als Kommanditistin mit einer Pflichteinlage von € 1,00 an der GHM beteiligt. Die GVS hält diesen Anteil als Treuhänder für die GG als Treugeber. Aufgrund dieses Treuhandverhältnisses stellen die GG und die GHM ertragsteuerlich ein Steuersubjekt dar, dessen Steuerbe- und Steuerentlastungen bei der GG bilanziert werden. Ebenso besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der GHM. 2. Besondere Rechnungslegungsvorschriften für Energieversorgungsunternehmen Die Gesellschaft ist ein Energieversorgungsunternehmen im Sinne des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG), da sie an ihrem Produktionsstandort Hanau Strom an ein auf dem Werksgelände ansässiges Drittunternehmen veräußert. Außerdem betreibt die Gesellschaft zwei Dampfturbinen, die zur Sicherung der Elektrizitätsversorgung des Produktionsstandortes beitragen. Eine Ausspeisung der erzeugten Elektrizität in das Netz der allgemeinen Versorgung erfolgt nicht. Die Gesellschaft ist ein Energieversorgungsunternehmen gemäß § 3 Nr. 18 EnWG, da sie Energie an andere liefert. Die vorhandenen Energieanlagen sind nach § 3 Nr. 24b EnWG als Kundenanlagen eingestuft. Die GG ist nicht Teil einer Gruppe vertikal integrierter Energieversorgungsunternehmen nach § 3 Nr. 38 EnWG. Die GG hat jedoch die Vorschriften nach § 6b Abs. 2 EnWG zu beachten. Das in Rechnung gestellte Stromvolumen beläuft sich im Geschäftsjahr auf T€ 27 (Vorjahr T€ 229). II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf unterjährige Zugänge des Anlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 800 (Vorjahr € 800) werden demgemäß im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens sind sie in der Zu- und Abgangsspalte bei den Anschaffungskosten respektive Abschreibungen enthalten. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen werden in voller Höhe als Aufwand erfasst. Die linearen Abschreibungen betragen:
Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibungen für entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte betrug fünf Jahre und entsprach dem entsprechenden Zeitraum der prognostizierten Ertragsrückflüsse. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind mittlerweile vollständig abgeschrieben. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer, angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird linear unter Verwendung der folgenden Abschreibungssätze abgeschrieben:
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 800 (Vorjahr € 800) werden demgemäß im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens sind sie in der Zu- und Abgangsspalte bei den Anschaffungskosten respektive Abschreibungen enthalten. Die Abschreibungen auf unterjährige Zugänge des Anlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Unter dem Sachanlagevermögen werden darüber hinaus Ersatzteile für Anlagen und Maschinen bilanziert, die keiner planmäßigen Abschreibung unterliegen und mit Anschaffungskosten angesetzt werden. Ersatzteile mit einem Anschaffungswert von bis zu USD 200 werden voll abgeschrieben. Die Ersatzteile werden regelmäßig überprüft und Abwertungen / Ausbuchungen vorgenommen. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen werden zum Nennbetrag bilanziert. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die Material- und Fertigungsgemeinkosten, fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert, sofern eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden Zuschreibungen bis maximal in der Höhe der in der Vergangenheit getätigten Abschreibungen vorgenommen. Die sonstigen Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennbetrag bilanziert. Mieter- und Händlerdarlehen werden verzinst. Eventuelle Zinsforderungen werden in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die in den sonstigen Ausleihungen ausgewiesenen Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung), die den Zeitwert repräsentieren, zum Bilanzstichtag bewertet. Vorräte Die Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten mit gleitenden Durchschnittspreisen oder den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Bestehenden Risiken durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder aus der Lagerdauer wird durch entsprechende Wertabschläge Rechnung getragen. Die unter den Vorräten ausgewiesenen CO 2 -Emissionsrechte werden mit ihrem Erinnerungswert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Nominalwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung, die sich an den Ausfallerfahrungen in der Vergangenheit orientiert, Rechnung getragen. Der Ansatz der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nominalwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf ggf. bestehende körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Gesellschaft als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig im Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie allein die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der Gesellschaft erfasst. Dies gilt ebenfalls für die temporären Differenzen der GGM und der GHM, da diese aufgrund der Treuhandstruktur keine eigenen gewerbesteuerlichen Steuersubjekte sind. Der Bewertung der latenten Steuern liegt ein pauschalierter Ertragssteuersatz von 30,0% zugrunde (15,825% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,175% für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus einem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 405%. Bei der Berechnung der latenten Steuern sind steuerliche Ergänzungsbilanzen zu berücksichtigen, bei denen die zukünftige ertragsteuerliche Entlastung auf die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag begrenzt ist, so dass in diesem Fall die Bewertung mit 15,825% erfolgt. Die latenten Steuern werden korrespondierend durch die sich im Zeitablauf abbauenden Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen erfolgswirksam aufgelöst. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Finanzanlagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbar langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Schulden saldiert. Ein nach der Vermögensverrechnung verbleibender aktiver Saldo wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB in der Bilanz gesondert als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method - projizierte Einmalbeitragsmethode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 1,82% p.a. (Vorjahr 1,78% p.a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen werden Lohn- und Gehaltssteigerungen für 2024 von 3,50% und danach 2,50% (Vorjahr 3,50% für 2023 und 2024; danach 2,50%) und Rentensteigerungen für 2024 von 7,00% und danach 2,00% (Vorjahr 5,00% für 2023 und 2024; danach 2,00%) und eine Dynamik von 2,50% p.a. (Vorjahr 2,50% p.a.) bei der Beitragsbemessungsgrenze zugrunde gelegt sowie alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird neben den unmittelbaren Pensionszusagen auch die Unterdeckung aus den mittelbaren Versorgungszusagen, die der Gesellschaft als Trägerunterunternehmen der "Unterstützungseinrichtung der Fulda Reifen, Fulda e.V." (im Folgenden "Unterstützungskasse") entstehen, berücksichtigt. Dabei werden die gleichen Bewertungsannahmen und -methoden wie für die Direktzusagen verwendet. Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) macht die Gesellschaft von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung für die unmittelbaren und mittelbaren Pensionszusagen linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis unter den "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" erfasst. Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessenem Umfang. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, der erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. In die Bewertung der Rückstellungen für Restrukturierungen werden u.a. die Anzahl und Vergütung der von der Restrukturierung betroffenen Mitarbeiter einbezogen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit umfassen Verpflichtungen nach dem sog. Blockmodell. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung von IDW RS HFA 3 "Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen" mit dem Barwert der Ansprüche, der auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurde. Dabei wird der von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentliche Rechnungszins für eine Restlaufzeit von einem Jahr verwendet (§ 253 Abs. 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 0,99% p.a. (Vorjahr 0,42% p.a.). Zudem wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen von unverändert 2,50% p.a. berücksichtigt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Rückstellungen für Lebensarbeitszeitkonten werden mittels Barwertverfahren pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 1,74% p.a. (Vorjahr 1,44% p.a.). Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden für 2024 von 3,50% und danach 2,50% (Vorjahr für 2023 und 2024 3,50%; danach 2,50%) berücksichtigt. Weiterhinwerden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck sowie alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Bei der Rückstellung für zugesagte Jubiläumszahlungen werden bei der Bewertung die gleichen Bewertungsannahmen sowie -verfahren angewandt wie für die Rückstellungen für Lebensarbeitszeitkonten. Die Verpflichtungen aus Pensionen, Altersteilzeit, Lebensarbeitszeitkonten und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Ein nach der Vermögensverrechnung verbleibender aktiver Saldo wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB in der Bilanz gesondert als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden imparitätisch bewertet: Diese werden mit den Entstehungskursen oder den niedrigeren (Forderungen) bzw. den höheren (Verbindlichkeiten) Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag umgerechnet. Verbundene Unternehmen Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen behandelt, die von der Gesellschaft direkt oder über The Goodyear Tire & Rubber Company, Akron, Ohio/USA, als oberstes Mutterunternehmen des Goodyear Konzerns, beherrscht werden. 3. Bewertung und Ausweis der GuV Posten Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt und enthält die folgenden materiellen Positionen: Umsatzerlöse Als Umsatzerlöse werden im Wesentlichen folgende Geschäftsvorfälle ausgewiesen: Mit der Umstellung des Geschäftsmodells der Gesellschaft zum 1. Januar 2010 werden als Umsatzerlöse die der Gesellschaft als Distributor zustehenden Provisionen aus dem Verkauf von Reifen an Dritte ausgewiesen. Die Provisionen ergeben sich aus den an Dritte in Rechnung gestellten Verkaufspreisen abzüglich der Einstandspreise, zu denen die Reifen vom Lieferanten Goodyear Operation S.A. (GYO), Luxemburg, bezogen werden. In den Jahren 2018 - 2021 wurden sukzessive Kundenverträge im Erstausrüstungsbereich auf die GYO übertragen. Für die transferierten Verträge nimmt die GG weiter die umfassende Verwaltung und Kundenbetreuung wahr und wurde dafür in 2018 von der GYO in Höhe von 2% der nunmehr bei der GYO erfassten Umsatzerlöse zuzüglich der angefallenen Aufwendungen für die Kundenbetreuung (nach US-GAAP) vergütet. Seit 2019 beschränkt sich diese Vergütung auf die Kunden, deren verantwortliche Key Account Manager in Deutschland arbeiten. Auch diese Vergütung wird in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Zusätzlich werden als Umsatzerlöse die von der Gesellschaft an die GYO in Rechnung gestellten Herstellungskosten (nach US-GAAP) einschließlich eines Aufschlags (Mark-up) für die Auftragsproduktion von Reifen und die Aufwendungen einschließlich eines Aufschlags (Mark-up) für die Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen ausgewiesen. In 2022 betrug das Mark-up seitens der GYO 6% aus dem Toll Manufacturing Service Agreements (TMSA), die Operating Margin 2,3% aus dem Distributorship Agreement (DA) und die Marge (1%) aus dem Customer Relationship Management Agreement (CRMA). Die durch die Produktion und Vertriebsaktivitäten verursachten Aufwendungen werden weiterhin an die GYO weiterbelastet. Seit dem 1. Oktober 2022 wurde aufgrund der Energiepreissteigerungen sowie der allgemeinen inflationsbedingten Kostensteigerungen das Mark-up aus dem TMSA auf 2%, die operative Marge aus dem DA auf 1% sowie die CRMA Marge auf 0,8% reduziert. Ab dem 1. Januar 2023 erfolgte für das Geschäftsjahr 2023 eine weitere Reduzierung des Mark-up aus dem TMSA auf 1,19%, der operativen Marge aus dem DA auf 0,6% sowie der CRMA Marge auf 0,56%. Für die Produktionsaktivitäten der GGM-Standorte Fulda, Wittlich, Fürstenwalde und Riesa bzw. den GHM-Standort Hanau weist die GG nur den an die GYO berechneten Mark-up auf die entsprechenden Produktionskosten, der die Provision für diese vermittelten Produktionsaktivitäten darstellt, als Umsatzerlöse aus. Weiterhin stellt die GG der GGM und GHM bestimmte Personalkosten aus Servicebereichen in Rechnung, die diese als bezogene Leistungen zeigen und gemeinsam mit den Fertigungs- als Gesamtproduktionskosten an die GG zurückberechnen und als Umsatzerlöse ausweisen. Diese weiterberrechneten Personalkosten und die entsprechenden Teilbeträge der von der GGM/ GHM an die GG berechneten Gesamtproduktionskosten werden miteinander verrechnet und somit nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Unter den Umsatzerlösen werden ebenfalls die von der Gesellschaft an verbundene Unternehmen in Rechnung gestellten Aufwendungen für die Erbringung von zentralen Dienstleistungen in den Bereichen Logistik, Finance, Personal und IT für die europäische Organisation (Kosten des Headquarters) einschließlich eines Aufschlags (Mark-up) ausgewiesen. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen Unter den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen sind alle Aufwendungen enthalten, die zur Erzielung der Umsatzerlöse aufgewendet werden und den entsprechenden Umsatzerlösen somit direkt entgegenstehen. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind hauptsächlich Weiterbelastungen im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen, sonstige Weiterbelastungen (ohne direkten Leistungsaustausch), Buchgewinne aus Anlagenverkäufen, Erträge aus der Währungsumrechnung und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden hauptsächlich Aufwendungen im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen und Aufwendungen, die in Zusammenhang mit sonstigen betrieblichen Erträgen (ohne direkten Leistungsaustausch) stehen, Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sowie die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2022 erstattete die GG der GGM und GHM zur Erhaltung ihrer Kapitalbasis Zinsaufwendungen (bzw. den Unterschiedsbetrag zwischen den Rechnungslegungsvorschriften nach US-GAAP und HGB) für personalbezogene langfristige Rückstellungen (sog. True-Up 2). Diese zusätzliche Erstattung auf Basis der HGB-Zahlen war - da sie durch das Gesellschafterverhältnis veranlasst ist - in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Aufgrund des positiven Jahresergebnisses der GGM und der GHM im Geschäftsjahr 2023, war eine solche Erstattung zum Erhalt der Kapitalbasis der GGM und der GHM im Geschäftsjahr 2023 nicht erforderlich. III. Erläuterungen zu BilanzpostenAnlagevermögen Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens verweisen wir auf den nachfolgenden Anlagenspiegel: Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Immaterielle Vermögensgegenstände Die Bewertung der Markenrechte erfolgte nach der Methode der Lizenzpreisanalogie. Sie werden linear über 15 Jahre abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte von fünf Jahren basierte auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- oder Firmenwerte. Diese repräsentieren Kundenstämme, die im Rahmen des Erwerbs von Geschäftsbetrieben übernommenen wurden. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind zum 31. Dezember 2023 in voller Höhe abgeschrieben. Finanzanlagen Die folgende Darstellung enthält die Beteiligungsangaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB:
* Ergebnisabführungsvertrag ** Angaben für das Geschäftsjahr 2022 *** Minderheitenanteil von € 1,00, gehalten durch die Goodyear Versicherungsservice GmbH, Hanau * Die sonstigen Ausleihungen in Höhe von T€ 19.336 (Vorjahr: T€ 18.278) betreffen hauptsächlich Händler- und Mieterdarlehen sowie Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen. Vorräte Zum 31. Dezember 2023 umfassen die bilanzierten Vorräte Bestände an Instandhaltungsmaterial, Hilfs- und Betriebsstoffen für die Produktion sowie Materialien für Testzwecke. Unter den Vorräten sind CO 2 -Emissionsrechte aktiviert, die für den Produktionsprozess des Unternehmens benötigt werden. Die entgeltlich erworbenen sind mit den Anschaffungskosten in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 364) und die unentgeltlich erworbenen unverändert mit einem Erinnerungswert von € 1 angesetzt. Die Emissionsrechte haben zum 31. Dezember 2023 einen Zeitwert in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 364). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. ABS - Transaktion/Sicherungsabtretung von Forderungen Die Gesellschaft hat mit Datum vom 10. Dezember 2004 gemeinsam mit anderen europäischen Konzerngesellschaften einen Vertrag über den Forderungsverkauf (ABS-Transaktion) mit der ESTER FINANCE TITRISATION (nunmehr Ester Finance Technologies) , Paris/Frankreich (als Käufer), und einem Konsortium bestehend u.a. aus EUROFACTOR (nunmehr Credit Agricole Leasing & Factoring) (als Agenten), Issy les Moulineaux/Frankreich, CALYON (jetzt Credit Agricole Corporate and Investment Bank), Paris/Frankreich sowie NATEXIS, Paris/Frankreich (als Joint Lead Arrangers), und der Goodyear Europe B.V. (GEBV), Tilburg/Niederlande (als Koordinator), abgeschlossen. Die Finanzierungskosten sind variabel. Die Aufteilung des Finanzierungsbetrages auf die beteiligten Konzerngesellschaften erfolgt nach dem jeweiligen Anteil der übertragenen Forderungen zum jeweiligen Abrechnungsstichtag. Aufgrund der vereinbarten Vertragsbedingungen geht das wirtschaftliche Eigentum an den Forderungen nicht auf den Käufer über und ist nach IDW RS HFA 8 somit als Sicherungsabtretung zu klassifizieren. Mit Nachtrag vom 23. Juli 2008 wurde der Vertrag vom 10. Dezember 2004 dahingehend geändert, dass die Dunlop Tyres Limited, Birmingham/UK, als Koordinator durch die GEBV ersetzt. Mit Datum vom 20. Dezember 2011 sind die Rechte und Pflichten aus der ABS-Transaktion von der GEBV auf die GYO übertragen worden. Die Vertragsbedingungen bleiben von dem Übertrag unberührt. Am 11. Oktober 2021 wurde das Programm bis zum Jahr 2027 verlängert. Dabei wurde eine Flexibilisierung mit jährlicher Festlegung der Beträge vereinbart mit einer Untergrenze von € 30 Mio. und einer Obergrenze von € 450 Mio. Für den Zeitraum 16. Oktober 2020 bis 18. Oktober 2021 wurde ein Maximalbetrag von € 280 Mio. vereinbart. Für den Zeitraum vom 19. Oktober 2021 bis 16. Oktober 2024 wurde der Maximalbetrag von € 300 Mio. festgelegt. Zum 31. Dezember 2023 beläuft sich das der Gesellschaft anteilige gewährte Darlehen auf € 55,7 Mio. (Vorjahr € 62,5 Mio.), das mit Forderungen in Höhe von € 54,1 Mio. (Vorjahr € 69,4 Mio.) besichert ist. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 589.361 (Vorjahr T€ 367.971) enthalten Forderungen aus dem Finanzbereich (Cash-Pool, Finanzierungsleasing und Weiterbelastung von Restrukturierungsaufwendungen) in Höhe von T€ 569.128 (Vorjahr T€ 334.356), Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 12.164 (Vorjahr T€ 28.312), Forderungen aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von T€ 6.181 (Vorjahr T€ 3.753) sowie Steuerforderungen in Höhe von T€ 1.888 (Vorjahr T€ 1.550). Forderungen gegen die Mehrheitsgesellschafterin GYO bestehen in Höhe von T€ 466.946 (Vorjahr T€ 280.132) und betreffen Cash-Pool-Forderungen in Höhe von T€ 290.337 (Vorjahr T€ 252.563), den Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 21.185) und die Weiterbelastung von Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von T€ 176.609 (Vorjahr T€ 6.384). Forderungen gegen die Minderheitsgesellschafterin GEBV bestehen wie im Vorjahr nicht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben mit folgender Ausnahme eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderung aus Finanzierungsleasing, bewertet mit dem Barwert, hat in Höhe von T€ 68.651 (Vorjahr T€ 68.443) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen vor allem Steuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 5.358 (Vorjahr T€ 9.853) sowie Sicherheitsleistungen aus dem Forderungsverkauf an BNP Paribas Factor GmbH in Höhe von T€ 13 (Vorjahr T€ 23). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 3.301 (Vorjahr T€ 4.687) resultieren im Wesentlichen aus Mietvorauszahlungen von T€ 488 (Vorjahr T€ 1.140), Bonusvorauszahlungen von T€ 1.480 (Vorjahr T€ 1.124), vorausbezahlten Werbeaufwendungen von T€ 0 (Vorjahr T€ 814) sowie vorausbezahlten Versicherungsbeiträgen von T€ 330 (Vorjahr T€ 325). Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern von T€ 85.520 (Vorjahr T€ 60.786). Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch, so dass ein Ausweis des Aktivüberhangs in der Bilanz unter dem Posten "Aktive latente Steuern" erfolgt. Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus den folgenden temporären Differenzen und Verlustvorträgen auf Ebene der Gesellschaft als Organträgerin oder der im Rahmen der steuerlichen Organschaft einbezogenen Organgesellschaften sowie der nicht als selbständige Steuersubjekte bestehenden GGM und GHM:
Darüber hinaus ergeben sich für 2023 aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 10.451 (Vorjahr T€ 0) für Körperschaftsteuer (Steuersatz 15,82%) sowie T€ 8.344 (Vorjahr T€ 0) für Gewerbesteuer (Steuersatz 14,18%). Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu aktiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus
Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu passiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus
Der bilanzierte Wert des Aktivüberhangs der latenten Steuern (T€ 85.520) ist aufgrund der Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB. Eigenkapital Das Stammkapital in Höhe von T€ 175.025 ist unverändert zum Vorjahr. Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der vollständigen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die Überleitung auf den Bilanzgewinn ist nachfolgend dargestellt:
Rückstellungen für Pensionen Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich vor Verrechnung mit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ein Rückstellungsbedarf für Pensionen in Höhe von T€ 349.833 (Vorjahr T€ 356.553). Dieser liegt um T€ 2.398 (Vorjahr T€ 11.095) für Direktzusagen und T€ 1.401 (Vorjahr T€ 6.784) für mittelbare Pensionsverpflichtungen unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Die Unterschiedsbeträge zum 31. Dezember 2023 in Höhe von insgesamt T€ 3.799 unterliegen einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Die Pensionsrückstellungen beinhalten Rückstellungen für Direktzusagen von T€ 235.925 (Vorjahr T€ 239.096). Diese wurden mit Deckungsvermögen von T€ 6.296 (Vorjahr T€ 5.797) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgeschützte Rückdeckungsversicherungen klassifiziert. Diese sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß den Mitteilungen der Versicherer. Der Betrag, um den der beizulegende Zeitwert des Rückdeckungsvermögens die Anschaffungskosten übersteigt, unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Für den 31. Dezember 2023 beläuft sich dieser Betrag hierbei auf T€ 32 und beruht auf dem Zeitwert von T€ 6.296 verglichen mit den korrespondierenden Anschaffungskosten von T€ 6.264. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (T€ 4.011) wurden mit den Zinsaufwendungen aus Aufzinsung (T€ 4.357) und Verlusten aus Deckungsvermögen (T€ 0) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert und im Finanzergebnis unter den sonstigen Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen für Direktzusagen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum Ansatz nach altem HGB zum 31. Dezember 2009 von T€ 39.568. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (T€ 39.568) linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurden T€ 2.638 als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung aus der im Zuge des BilMoG geänderten Bewertung bei den Pensionsrückstellungen für Direktzusagen auf T€ 2.636. Aus der Umstellung der Bewertung der mittelbaren Pensionsverpflichtungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Unterschiedsbetrag im Vergleich zum Ansatz nach altem HGB zum 31. Dezember 2009 von T€ 14.840. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (T€ 14.840) linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurden wie im Vorjahr T€ 989 als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Zum 31. Dezember 2023 umfasst die Unterdeckung der mittelbaren (bilanzierten) Pensionsverpflichtungen aus der im Zuge des BilMoG geänderten Bewertung T€ 994. Die durch die "Unterstützungseinrichtung der Fulda Reifen, Fulda e.V." abgedeckten mittelbaren Pensionsverpflichtungen betragen nach Berücksichtigung des BilMoG-Unterschiedsbetrags von T€ 994 am Bilanzstichtag T€ 113.908 (Vorjahr T€ 117.457), während das zugehörige Kassenvermögen zum Zeitwert T€ 35.397 (Vorjahr T€ 33.215) beträgt, woraus sich eine rechnerische Unterdeckung von T€ 78.511 (Vorjahr T€ 84.242) ergibt. Zum 31. Dezember 2023 wurde die Unterdeckung unter Berücksichtigung des anteiligen BilMoG-Unterschiedsbetrags nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB passiviert und in den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Der Betrag, um den der beizulegende Zeitwert die Anschaffungskosten des Kassenvermögens übersteigt, unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Zum 31. Dezember 2023 beläuft sich dieser Betrag auf T€ 0 und beruht auf dem Zeitwert von T€ 35.397 verglichen mit den korrespondierenden Anschaffungskosten von T€ 37.039. Die einzelnen Verpflichtungen, Unterdeckungen, Fehlbeträge und Rückstellungen stellen sich insgesamt wie folgt dar:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bestehen für folgende ungewisse Verbindlichkeiten:
Die Rückstellungen betreffen vor allem Aufwendungen für die Schließung des Standortes in Fulda und der Reifenproduktion in Fürstenwalde sowie für das europaweite Business Transformations-Projekt des Goodyear Konzerns. Rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen, Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten, Rückstellungen für Wertkontenguthaben und Restrukturierungsmaßnahmen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 4.146 (Vorjahr T€ 4.423), T€ 11.771 (Vorjahr T€ 14.215), T€ 2.525 (Vorjahr T€ 1.946) und T€ 230.504 (Vorjahr T€ 22.954). Diese wurden mit Deckungsvermögen von T€ 1.451 (Vorjahr T€ 1.443), T€ 9.479 (Vorjahr T€ 9.404), T€ 2.017 (Vorjahr T€ 1.576) und T€ 3.739 (Vorjahr T€ 6.443) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgeschützte Rückdeckungsversicherungen klassifiziert. Diese sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Es handelt sich dabei um den vom Versicherungsunternehmen mitgeteilten Aktivwert und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Der Betrag, um den der beizulegende Zeitwert die Anschaffungskosten des Rückdeckungsvermögens übersteigt, unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Zum 31. Dezember 2023 beläuft sich dieser Betrag auf T€ 1.288 und beruht auf dem Zeitwert von T€ 16.687 verglichen mit den korrespondierenden Anschaffungskosten von T€ 15.398. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (T€ 276, Vorjahr T€ 253) wurden mit den entsprechenden Zinsaufwendungen (T€ 20, Vorjahr T€ 23) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert und im Finanzergebnis unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen (Vorjahr unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen) ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind unbesichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 192.416 (Vorjahr T€ 81.058) enthalten Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 85.891 (Vorjahr T€ 78.797), Verbindlichkeiten aus Verlustausgleichverpflichtungen in Höhe von T€ 556 (Vorjahr T€ 2.174), Verbindlichkeiten aus der Umsatzsteuerverrechnung in Höhe von T€ 1.465 (Vorjahr T€ 87) sowie sonstige Finanzverbindlichkeiten, im Wesentlichen für Restrukturierungsmaßnahmen, von T€ 104.504 (Vorjahr T€ 0). Verbindlichkeiten gegenüber der Mehrheitsgesellschafterin GYO bestehen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 6.872 (Vorjahr T€ 0). Verbindlichkeiten gegenüber der Minderheitsgesellschafterin GEBV bestehen zum Bilanzstichtag ebenso wie im Vorjahr nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 83.860 (Vorjahr T€ 92.233) enthalten im Wesentlichen die aus der ABS-Vereinbarung mit einem französischen Bankenkonsortium und der GYO als Vermittler resultierenden Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 55.715 (Vorjahr T€ 62.553). Zum anderen werden in diesem Posten Verbindlichkeiten gegenüber dem Factor in Höhe von T€ 2.151 (Vorjahr T€ 397), Leasingverbindlichkeiten in Höhe von T€ 21.166 (Vorjahr T€ 21.443), abzuführende Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von T€ 2.491 (Vorjahr T€ 2.443) sowie kreditorische Debitoren T€ 393 (Vorjahr T€ 693) ausgewiesen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von T€ 65.657 (Vorjahr T€ 82.793) innerhalb eines Jahres fällig. T€ 18.202 (Vorjahr T€ 6.342) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr, wobei davon T€ 8.693 (Vorjahr T€ 4.554) eine Restlaufzeit von über fünf Jahren besitzen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Aufgrund des vorhandenen Geschäftsmodells mit der GYO werden die Umsatzerlöse zu einem Anteil von ca. 99 % mit dem europäischen Ausland erzielt. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Kostenweiterbelastungen von Restrukturierungs- und sonstigen Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 206.902 (Vorjahr T€ 13.432) sowie Start-Up-Costs in Höhe von T€ 2.460 (Vorjahr T€ 4.358). In der Position sonstige betriebliche Erträge sind zusätzlich im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 10.491 (Vorjahr T€ 5.642) sowie periodenfremde Erträge aus Weiterbelastungen in Höhe von T€ 2.481 (Vorjahr T€ 1.585) enthalten. Der Posten enthält zudem Erträge aus der Währungsumrechnung von T€ 277 (Vorjahr T€ 235). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von T€ 229.876 (Vorjahr T€ 19.192). Bei diesen Aufwendungen handelte es sich im Wesentlichen um Kosten im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen an mehreren Standorten. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weiterbelastete Restrukturierungskosten der GGM und GHM in Höhe von T€ 105.234 (Vorjahr T€ 701) sowie periodenfremde Aufwendungen aus Weiterbelastungen in Höhe von T€ 2.481 (Vorjahr T€ 1.585). Der Posten enthält zudem Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von T€ 192 (Vorjahr T€ 298). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in Höhe von T€ 3.627 (Vorjahr T€ 3.627) enthalten. Finanzergebnis Die Zinserträge enthalten die Nettoerträge für die Zinskomponente von langfristigen Rückstellungen und des zugehörigen Deckungsvermögens in Höhe von T€ 288 (Vorjahr Nettoaufwand T€ 13.672). Diese beinhalten Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 4.357 (Vorjahr T€ 10.707) für die Pensionsrückstellungen, Zinserträge in Höhe von T€ 354 (Vorjahr Zinsaufwand T€ 4) für die Rückstellung für Lebensarbeitszeit, Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 11 (Vorjahr T€ 43) die Jubiläumsrückstellungen und Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 4) für übrige Rückstellungen. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von T€ 4.288 (Vorjahr T€ 274) wurden mit den Zinsaufwendungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert und sind in den genannten Zinserträgen bereits berücksichtigt. Zudem sind Verluste aus dem Deckungsvermögen in Höhe von T€ 20 (Vorjahr T€ 3.188) in den Zinserträgen saldiert. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wird im Berichtsjahr ein Steuerertrag in Höhe von T€ 22.514 ausgewiesen (Vorjahr Steuerertrag T€ 3.317). Darin sind der laufende Ertragsteueraufwand in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 3.696) sowie Erträge aus latenten Steuern von T€ 24.734 (Vorjahr T€ 8.420) enthalten. Im Ertragsteueraufwand ist zusätzlich ein periodenfremder Steueraufwand von T€ 2.220 (Vorjahr Steueraufwand T€ 1.407) enthalten. Die Erträge aus latenten Steuern von T€ 24.734 (Vorjahr T€ 8.420) beruhen mit T€ 34.529 (Vorjahr T€ 12.844) auf Erträgen und mit T€ 9.795 (Vorjahr T€ 4.424) auf Aufwendungen aus latenten Steuern aufgrund von unterschiedlichen Bilanzansätzen in der Handels- und Steuerbilanz sowie dem Ansatz von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge. Jahresergebnis Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von T€ 65.045 ergibt mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von T€ 67.506 einen Bilanzgewinn in Höhe von T€ 2.461. Personalaufwand Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) gliedert sich wie folgt:
Der dargestellte Personalaufwand enthält nicht den im Zinsaufwand ausgewiesenen Aufwand aus der Aufzinsung von Pensions- und Personalrückstellungen. Im Geschäftsjahr 2023 sowie im Vorjahr waren im Durchschnitt beschäftigt:
V. Sonstige AngabenAußerbilanzielle Geschäfte Die Gesellschaft hat einen Leasingvertrag über das Zentrallager in Philippsburg über eine Gesamtmietzeit von 22 Jahren und einem Mietbeginn am 1. Oktober 2002 abgeschlossen. Auf Basis der Gesamtinvestitionskosten von € 53,3 Mio. betragen die jährlichen Leasingraten nach einer Anpassung des Vertrages ab Oktober 2019 T€ 3.373. Der Vertrag hat eine verbleibende Restlaufzeit von 0,75 Jahren, so dass sich die finanziellen Abflüsse über die verbleibende Laufzeit auf € 2,5 Mio. kumulieren. Das Leasinggeschäft dient der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Entlastung der Bilanz um langfristige Vermögenswerte und trägt somit zur Verbesserung der Bilanzstruktur bei. Die Gesellschaft nimmt zudem an einem Factoring-Programm teil, welches in Form des stillen echten Factorings praktiziert wird. Das Programm hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 und betrifft ausschließlich Forderungen gegen einen definierten Debitorenkreis. Der Höchstbetrag der sofort fälligen Kaufpreiszahlungen wurde mit Ergänzung zum Forderungskaufvertrag vom 22. November 2016 von T€ 25.000 auf T€ 100.000 erhöht. Mit Ergänzung vom 27. November 2017 wurde der Höchstbetrag von T€ 100.000 auf T€ 125.000 erhöht. Mit Vereinbarung vom 29. August 2018 wurde die GYO als Vertragspartner aufgenommen. Mit Vereinbarung vom 10. Dezember 2019 wurde die 4Fleet als Vertragspartner aufgenommen und der GG die Möglichkeit eingeräumt, im Zeitraum zwischen 1. Oktober bis 31. Dezember eines jeden Jahres das Factoring-Volumen zu reduzieren. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 sind Forderungen in Höhe von T€ 4.485 (Vorjahr T€ 4.510) verkauft gewesen. Mit diesen Programmen werden die Liquidität und der Finanzmittelfond gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Das Risiko von Forderungsausfällen geht in diesen Programmen jeweils auf den Factor über. Mit Ergänzung vom 22. November 2022 wurde der Höchstbetrag von T€ 115.000 auf T€ 135.000 erhöht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen zum Bilanzstichtag die nachstehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
Die sich aus diesen beiden Punkten ergebende Gesamtsumme der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf T€ 109.223. Die sonstigen Verpflichtungen enthalten keine Verpflichtungen für die Altersversorgung und gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen folgende am 14. Januar 2028 auslaufenden Kreditlinien bei einem Bankenkonsortium:
Die Goodyear Germany GmbH ist Kreditnehmerin für bestimmte Tranchen und garantiert, soweit gesetzlich zulässig, wie im Vorjahr, für alle Ansprüche des Bankenkonsortiums aus den oben genannten Krediten und Kreditlinien. Die GG hat als Sicherheit für alle Ansprüche des Bankenkonsortiums ihre bestehenden und zukünftigen Zahlungsansprüche gegen Konzernunternehmen abgetreten. Weiterhin wurden Maschinen und Ausrüstungsgegenstände sicherungsübereignet sowie Gesamtgrundschulden in Höhe von € 220 Mio. an ihrem Grundbesitz bestellt. Ferner hat sie ihre Geschäftsanteile an der GRS GmbH und an der 4Fleet Group GmbH verpfändet. Die Haftungsverhältnisse stehen in Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft oder der von verbundenen Unternehmen. Auf Basis der zum Aufstellungszeitpunkt vorliegenden Informationen bezüglich der Bonität, des Zahlungsverhaltens und der wirtschaftlichen Situation der jeweiligen Hauptschuldner geht die Gesellschaft davon aus, dass die Hauptschuldner, die den Haftungsverhältnissen zu Grunde liegenden Verpflichtungen erfüllen können. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen wird daher als gering eingeschätzt. Neben den dargelegten außerbilanziellen Geschäften und sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine Verpflichtungen, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern waren während des Geschäftsjahres 2023 bzw. sind aktuell bestellt:
Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehörten 2023 bzw. gehören aktuell folgende Personen an: Vertreter der Anteilseigner:
Vertreter der Arbeitnehmer:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates Zwei der Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 erhielten ihre Bezüge von einer Schwestergesellschaft der GG. Die Gesellschaft macht bezüglich der Bezüge der anderen beiden Geschäftsführer daher von der Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 285 Nr. 9 a HGB Gebrauch. Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung bestehen in Höhe von T€ 7.794 (Vorjahr T€ 6.475). An Bezügen für ehemalige Geschäftsführer wurden T€ 237 (Vorjahr T€ 230) gezahlt. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023 betrugen T€ 76 (Vorjahr T€ 102). Gesamthonorar des Abschlussprüfers: Es sind im Geschäftsjahr 2023 insgesamt T€ 627 an Honoraren angefallen. Hiervon entfallen T€ 554 auf die Abschlussprüfungsleistungen, T€ 27 auf andere Bestätigungsleistungen und T€ 46 auf Steuerberatungsleistungen. Geschäfte mit nahestehenden Personen: Die Goodyear Germany GmbH und ihre Tochtergesellschaften stehen im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit mit anderen Unternehmen des Goodyear Konzerns in Beziehung. Das Volumen der Transaktionen der GG mit den Konzernunternehmen ergibt sich wie folgt:
* enthält direkte und indirekte Mutterunternehmen Ausschüttungsgesperrte Beträge (§§ 253 Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB)
Konzernkreis Die GYO hält 94 % der Anteile an der GG. Die restlichen Anteile von 6 % hält die GEBV. Die beiden Anteilseigner sind ihrerseits jeweils direkte bzw. indirekte 100-prozentige Tochtergesellschaften von The Goodyear Tire and Rubber Company, Akron/USA. Die GG und ihre operativen Tochtergesellschaften werden in den nach US-GAAP erstellten Konzernabschluss der GEBV zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Dieser Konzernabschluss entspricht dem kleinsten Konsolidierungskreis. Zudem werden die Gesellschaften in den nach US-GAAP erstellten Konzernabschluss (einschließlich Management Discussion and Analysis) der The Goodyear Tire & Rubber Company zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Dieser Konzernabschluss entspricht dem größten Konsolidierungskreis. Dieser Konzernabschluss (einschließlich Management Discussion and Analysis) wird im Bundesanzeiger unter "The Goodyear Tire & Rubber Company" veröffentlicht, was gemäß § 292 HGB zur Befreiung der GG von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses führt. In folgenden Punkten weichen die für obigen Konzernabschluss nach US-GAAP angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom deutschen Handelsrecht ab:
ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von T€ 2.461, der sich aus dem Jahresfehlbetrag von T€ 65.045 und dem Gewinnvortrag von T€ 67.506 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen. Einführung der globalen Mindestbesteuerung Mit der Einführung der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung in Deutschland, die auf einer OECD-Initiative basieren, soll eine effektive Mindeststeuer in Höhe von 15% weltweit sichergestellt werden. Diese Vorschriften werden auch unter dem Begriff Pillar 2 gefasst. In Deutschland wurden die entsprechenden Regelungen (nachfolgend auch als MinStG bezeichnet) am 15.12.2023 durch den Bundesrat beschlossen und am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet. Somit sind diese Regelungen am 28.12.2023 in Kraft getreten und gelten erstmals für Abschlüsse, die nach dem 30.12.2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Für das Geschäftsjahr 2023 entsteht keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Es ist zu erwarten, dass sich auf die Gesellschaft zukünftig keine Auswirkungen durch die Anwendung dieser Gesetze ergeben werden. Nachtragsbericht Im Zuge der Optimierung der Logistikaktivitäten in Europa erfolgt bis Ende 2024 die Schließung des Zentrallagers in Philippsburg. In diesen Zusammenhang wurde der entsprechende Leasingvertrag zum 31. Januar 2024 beendet und das Objekt inklusive des Grundstücks durch die GG erworben. Zum 1. April 2024 erfolgte dann eine Weiterveräußerung des Standortes inklusive der Gebäude sowie der Abschluss eines kurzfristigen Mietvertrages zwischen der GG und dem Käufer bis zum Ende der Nutzung des Lagers durch die GG in 2024.
Hanau, den 22.05.2024 Die Geschäftsführung Katrin Rost Dirk Krieger Dr. Christian Niebling BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Goodyear Germany GmbH, Hanau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Goodyear Germany GmbH, Hanau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Goodyear Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 22. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer ppa. Christopher Finke, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat während der Berichtszeit die Geschäftsführung der Gesellschaft kontrolliert. Er hat sich von der Geschäftsführung in Sitzungen sowie durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig über die Geschäfts- und Finanzlage, die Personalsituation, die Investitionsvorhaben und alle besonderen Geschäftsvorfälle der Gesellschaft unterrichten lassen und hat diese Berichte in den Sitzungen erörtert. Der Aufsichtsrat hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss der Goodyear Germany GmbH und den Lagebericht geprüft. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Gesellschafterversammlung als Abschlussprüfer gewählten PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt/Main, geprüft und mit Gesetz und Gesellschaftsvertrag übereinstimmend befunden worden; entsprechend wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat hat vom Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss gebilligt und legt ihn mit den Vorschlägen der Geschäftsführung über die Ergebnisverwendung der Gesellschafterversammlung zur Beschlussfassung vor.
Hanau, den 20. Juni 2024 Der Aufsichtsrat Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Zentes, Vorsitzender Supervisory Board's Annual ReportIn the period under review the Supervisory Board monitored the management of the company. In meetings and by the way of written and spoken reports received on a regular basis from the management, it kept itself informed about the commercial and financial situation of the company as well as the personnel situation, planned investments, and all of the company 's interactions and discussed these reports in detail in its meetings. The Supervisory Board is convinced of the adequacy of the management. The Supervisory Board has examined the annual financial statement of Goodyear Germany GmbH and the management report as prepared by the management. The annual account for the period until December 31, 2023, and the management report have been examined by the company PricewaterhouseCoopers GmbH, Frankfurt/Main as the chartered accountants selected as statutory auditor by the shareholders' meeting, taking the bookkeeping into consideration, and have been found to accord with the law and the Company's statutes. The unqualified auditor's certificate was issued accordingly. The Supervisory Board has acknowledged and approved the result of the audit. The Supervisory Board has approved the annual account compiled by the management and presents this to the shareholders' meeting for adoption along with the recommendations of the management pertaining to the administration of the result.
Hanau, June 20, 2024 The Supervisory Board Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Zentes Chairman Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 20.06.2024 festgestellt. |
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