Neapco Europe GmbHLiquidiert
52351 Düren, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Lamberty seit 7.3.2023 | Geschäftsführer |
Jürgen Dr. Liermann seit 30.10.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Neapco AutoParts, LLC | 99.90% |
Neapco Germany Holdings Inc. | 0.10% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Neapco Europe GmbHDürenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht der Neapco Europe GmbH für das Geschäftsjahr 2022Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die Neapco Europe GmbH positioniert sich am Markt als Experte für Antriebswellen und Differentiale. Zu den Kunden zählen namhafte Automobilhersteller sowie TIER-1-Zulieferer. Eigentümerin der Neapco Europe GmbH ist die in den Vereinigten Staaten ansässige Neapco Holdings, LLC. Mit Eintragung ins Handelsregister am 4. Oktober 2017 wurde die Neapco Europe Service GmbH als eine 100%ige Tochter der Neapco Europe GmbH gegründet. Forschung und Entwicklung Die Produkt- und Technologieplanung der Neapco Europe GmbH ist an den Erfordernissen des internationalen Automobilmarktes ausgerichtet und in den Neapco-Konzern eingebunden. Hierzu werden die europäischen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten des Konzerns innerhalb einer Abteilung der Gesellschaft gebündelt, die für beide europäischen Konzernstandorte sowie zunehmend auch für andere Unternehmen aus dem weltweiten Neapco-Konzern Entwicklungsleistungen erbringt. Zielsetzung ist es, die Weiterentwicklung von Antriebswellen und Differentialen aktiv zu gestalten und hierdurch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Wettbewerbern zu erzielen. Wirtschaftsbericht Konjunkturentwicklung Nachdem die Wirtschaft in Deutschland sich nach einem kräftigen konjunkturellen Aufschwung der Jahre bis 2017, seit dem Jahr 2018 nur noch in einem leichten Aufschwung, befunden hat, gab es im Jahr 2020 durch die Corona-Pandemie einen massiven wirtschaftlichen Einbruch. Die leichte Erholung der Wirtschaft im Jahr 2021 setzte sich auch im Jahr 2022 fort, sodass die deutsche Wirtschaft gemessen am BIP das Vor-Pandemie-Niveau wieder erreicht hat. Nach einem Einbruch des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 3,7% im Jahr 2020 und einem Anstieg im Vorjahr 2021 um ca. 2,6% betrug der Anstieg im Berichtsjahr 2022 1,9%. Das BIP war bis 2019 in den letzten zehn Jahren um durchschnittlich 1,3% gestiegen. Mit 7,9% war in Deutschland im Berichtsjahr 2022 eine wieder sehr hohe Inflationsrate zu verzeichnen, nachdem im Vorjahr die Preissteigerung bereits bei 3,1% gelegen hatte. Der stark angestiegene Wert ist auf die Energiekrise als Resultat des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zurückzuführen. Als exportorientierte Nation ist Deutschland von dem positiven Umfeld im Außenhandel abhängig, da die Ausfuhren deutlicher steigen als die Einfuhren. Gestärkt wird die Entwicklung gewöhnlich durch die gute Lage am Arbeitsmarkt. Nachdem die Arbeitslosenquote im Jahr 2020 pandemiebedingt zum Jahresende auf 5,9% angestiegen war und sich im Vorjahreszeitraum nur leicht entspannt hatte, lag sie im Jahr 2022 bei 5,3%. Damit lag die Arbeitslosenquote jedoch noch immer etwas über dem Vor-Pandemie-Niveau von 5%, nachdem sie auf dem niedrigsten Stand seit 25 Jahren war. Gleichzeitig sanken die Reallöhne im Berichtsjahr erneut, diesmal jedoch mit 4,0% deutlich stärker als noch im Vorjahr. Dies führte in 2022 dazu, dass in den Konsumausgaben kein deutlicher Anstieg nach der Pandemie zu erkennen war. Bis zum Jahr 2020 konnte man konstatieren, dass eine hohe Auslastung der Industrie und des Handwerks, aber auch die günstigen Finanzierungsmöglichkeiten und eine daraus resultierende hohe Investitionsbereitschaft das Wachstum stützen. Diese Tendenz hatte sich im Jahr 2020 umgekehrt und erholt sich aktuell nur sehr langsam. Nachdem die europäische Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2020 deutlich an Dynamik verloren hatte, war im Jahr 2021 eine teilweise Erholung zu verzeichnen. Diese Erholung hat sich in 2022 zwar abgeflacht, ist aber mit einem Anstieg von 3,5% immer noch zu sehen. Die Arbeitslosenquote lag zum Jahresende 2022 bei 6,1% und damit ca. 0,3% niedriger als zum Jahresende 2021. Die Entwicklung der globalen Weltwirtschaft ist in 2022 leicht angestiegen und hat die Tendenz des Vorjahres 2021 damit fortgesetzt. Nach Aussagen des IWF betrug das Weltwirtschaftswachstum in 2022 3,8%, nachdem es im Vorjahr bereits um 5,9% gestiegen war. Prognosen für das Jahr 2023 gingen von einer weiter ansteigenden Wirtschaftsleistung weltweit im Jahr 2023 von 4,3% aus. Im Spannungsfeld der weltwirtschaftlichen Entwicklung gewann der US-Dollar im Vergleich zum Euro im Jahresverlauf 2022 deutlich an Wert. Während der Wert des US-Dollars zu Jahresbeginn bei 1,13 USD je 1 EUR lag, belief er sich zum Jahresende auf 1,07 USD je 1 EUR. Dies entspricht einer Wertsteigerung von ca. 5%. Entwicklung des Pkw-Marktes Nachdem im Jahr 2020 eine deutlich sinkende Nachfrage den weltweiten Automobilmarkt belastete, hatte sich diese Entwicklung im Vorjahreszeitraum 2021 bereits wieder leicht erholt. Finale Zahlen für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2022 zeigten einen Anstieg der weltweiten Produktion um 20% auf ca. 85 Mio. produzierte Einheiten. Damit liegt die weltweite Produktion zwar immer noch deutlich unter dem bisherigen Rekordjahr 2017 mit 97,3 Mio. produzierten Einheiten, eine Erholung ist jedoch erkennbar. Mit einem weiteren Anstieg auf 23,6 Mio. verkaufte Einheiten konnte China seine Vormachtstellung als größter Absatzmarkt halten. Die USA konnten in diesem Ranking zwar den zweiten Platz behaupten, mussten aber nach 14,9 Mio. verkauften Einheiten im Vorjahreszeitraum nun in 2022 einen Rückgang auf 13,7 Mio. Einheiten hinnehmen. In Europa, dem Kernmarkt der Neapco Europe GmbH, sank der europäische Automobilmarkt in 2022 erneut um ca. 4% auf 11,3 Mio. verkaufte Einheiten, sodass man in den Jahren nach der Corona-Pandemie von regional durchaus unterschiedlichen Entwicklungen sprechen kann. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 war analog zum Vorjahr insgesamt erneut ein herausforderndes Jahr, das nach einer Erholung der coronabedingten Volumeneinbrüche des Jahres 2020 ein insgesamt leicht höheres Produktionsniveau als im Jahr 2021 aufwies, jedoch weit von dem Niveau vor der Pandemie entfernt liegt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 wurden insgesamt 2,5 Mio. Antriebswellen direkt an den OEM oder indirekt als Einzelkomponenten über das Schwesterunternehmen Neapco Europe Sp. z o. o. in Praszka ausgeliefert. Dies stellt eine Steigerung von ca. 8,7 % zum Vorjahreszeitraum dar und ist im Wesentlichen auf zwei Modellanläufe bei zwei der großen OEM zurückzuführen. Im Differentialbereich wurden ca. 166.000 Differentiale verkauft. Dies war ein Rückgang von ca. 32,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Volumenstärkstes Differential ist das VMT6/MMT6 Differential mit mehr als 112.000 ausgelieferten Teilen (Vorjahr 140.000). Im Berichtsjahr betrug der Anteil an Differentialen an Nicht-Ford-Kunden 25,9 %. Die Neapco Europe GmbH profitiert von langfristig abgeschlossenen Verträgen mit den OEMs. Mit einer durchschnittlichen Modelllebensdauer von ca. 6 Jahren ergibt sich grundsätzlich eine zuverlässige mittel- und langfristige Planungsbasis. Kurzfristige Absatzschwankungen aufgrund einer schwankenden Pkw-Nachfrage führen aber grundsätzlich direkt zu einer Umsatzreduktion bei der Neapco Europe GmbH. Die in den letzten Jahren gewonnenen Aufträge und die Bestandsaufträge gewährleisten grundsätzlich eine langfristige stabile Auftragslage. Die Corona-Pandemie hatte zwar im Jahr 2020 zu einer Reduktion der geplanten Abrufzahlen von ca. 20 % geführt, die Jahre 2021 und 2022 zeigten hier jedoch eine Erholung, wobei das Vor-Pandemie-Niveau nicht mehr erreicht werden konnte. Weder nominal noch effektiv konnte der für das Berichtsjahr 2022 geplante operative Umsatz in Höhe von 70 Mio. EUR erreicht werden. Zum einen ist zu berücksichtigen, dass im Planumsatz ein Umsatz von 6 Mio. EUR enthalten ist, der in der Tochter-Gesellschaft Neapco Europe Service GmbH erwirtschaftet wird. Zum anderen beinhaltet der handelsrechtliche Umsatz Bestandteile für die Weiterbelastung von Leistungen, die nicht als operativer Umsatz berichtet werden. Der tatsächliche Umsatz der Berichtsgesellschaft lag in Jahr 2022 zwar bei 97 Mio. EUR, jedoch ist hier zu berücksichtigen, dass die o. g. Umsatzbestandteile (z. B. Weiterbelastungen von Engineering-Kosten an die amerikanische Muttergesellschaft oder an die polnische Schwestergesellschaft) sowie Mieterträge nicht als Planumsatz ausweist, sondern vielmehr bei den Kosten in Abzug bringt. Ebenfalls beeinflusst seit 2021 eine strukturelle Änderung in der weltweiten Konzernorganisation den Umsatz der Neapco Europe GmbH. Seit 2021 sind die europäischen Standorte als Auftragsfertiger mit einem konstanten vertraglich festgelegten Profit ausgesteuert. Die Anpassung des Ergebnisses erfolgt über eine Abrechnung mit der amerikanischen Konzernmutter und wird nach lokalem Bilanzierungsrecht als Umsatz ausgewiesen. Bereinigt man diese Ausweiseffekte, lag der Umsatz im Ist mit 59 Mio. EUR um ca. 11 Mio. EUR niedriger als geplant. Verrechnet man dann noch den Planumsatz der Neapco Europe Service GmbH in Höhe von 6 Mio. EUR, ist zu konstatieren, dass der reine operative Umsatz in der Neapco Europe GmbH um ca. 4 Mio. EUR verfehlt worden ist, was an einem Rückgang der Abrufzahlen verschiedener OEMs liegt. Dass das EBITDA im Jahr 2022 positiv ist, lag an der zuvor beschriebenen Strukturänderung in der Konzernverrechnung. Bereinigt um diese Verrechnung, lag das operative EBITDA bei -16,5 Mio. EUR. Dies führt bei einer Bereinigung der Strukturänderung zu einer negativen Planabweichung von ca. 10 Mio. EUR EBITDA. Die deutliche Reduktion des Ergebnisses in absoluten Zahlen ist vor allem auf eine Anpassung der innerbetrieblichen Verrechnungspreise zwischen den einzelnen Neapco- Standorten zurückzuführen. Die wesentlichen Gründe für die Verfehlung des Planergebnisses sind die reduzierten Abrufzahlen seitens der OEMs sowie Kostenerhöhungen auf der Lieferantenseite, die über die Verrechnungspreise nicht an die internen Kunden weitergegeben worden sind. Ebenso waren im Zuge des schwächeren EUR gegen den USD negative Fremdwährungseffekte in Höhe von 0,4 Mio. EUR zu verzeichnen, die das Ergebnis zusätzlich belastet haben. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Zur Darstellung der Entwicklung der Ertragslage werden die folgenden Kennzahlen für die letzten drei Geschäftsjahre gegenübergestellt.
Wie im vorangehenden Abschnitt erwähnt, ist der handelsrechtliche Umsatz im Berichtsjahr zwar angestiegen, jedoch wirken hierin zwei gegenläufige große Effekte. Zum einen wurden die innerbetrieblichen Verrechnungspreise reduziert, zum anderen wirkt die Verrechnung mit der amerikanischen Konzernmutter in den Umsatz. In den Materialaufwendungen ist eine Erhöhung der Kosten um 4,6 Mio. EUR auf 42,7 Mio. EUR zu verzeichnen, was einem Anstieg von rd. 12,0% entspricht. Hier wirken sich insbesondere Preissteigerungen in den Zukaufteilen sowie gestiegene Energiekosten aus. Bezogen auf den um die Verrechnung der Auftragsfertigung und Engineering-Leistungen bereinigten Umsatz stieg die Materialquote von 55% auf 73%. Jedoch ist hierbei zu berücksichtigen, dass im Rahmen der Umstellung der Gesellschaft hin zu einem Auftragsfertiger aus dem Jahr 2021 zum 1. Januar 2022 die Verrechnungspreise mit anderen Neapco-Standorten um ca. 14 Mio. EUR reduziert worden. Bereinigt um diese Preisereduktionen hätte sich die Materialintensität um ca. 3%-Punkte auf 58 % erhöht. Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,05 Mio. EUR, was einem Anstieg von 0,2 % entspricht. Hierbei ist zu konstatieren, dass der reduzierte Mitarbeiterstamm durch Gehaltsanstiege ausgeglichen worden ist. Die Kursverluste in Höhe von ca. 0,4 Mio. EUR infolge des schwächeren EUR/US-Dollar Umrechnungskurses steuerten zu einem negativen operativen Jahresergebnis bei. Der zuvor schon erwähnte Ertrag aus der Konzernverrechnung führte am Ende zu einem positiven EBITDA in Höhe von 9,8 Mio. EUR. Damit betrug der Anstieg des EBITDA ca. 1,5 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Mio. EUR auf 52,5 Mio. EUR reduziert. Der wesentliche Anteil dieser Reduktion liegt in der Verrechnung der innerbetrieblichen Forderungen und Verbindlichkeiten mit der Neapco Holding begründet. Weiterer Faktor ist eine im Wesentlichen abschreibungsbedingte Reduktion im Sachanlagevermögen von netto ca. 3,9 Mio. EUR. Im Sachanlagevermögen stehen den Investitionen in Höhe von 3.391 TEUR in neue Maschinen sowie Erweiterung bestehender Maschinen zwecks Fertigung neuer Produkte planmäßige Abschreibungen in Höhe von 7.175 TEUR gegenüber. Die Anteile an verbundenen Unternehmen bleiben bei 28 TEUR, was dem Anteil an der 100% Tochter Neapco Europe Service GmbH entspricht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von 14.606 TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Eigenkapital erhöhte sich um 2.040 TEUR auf 14.395 TEUR, was einer Verbesserung der Eigenkapitalquote auf 27,4 % entspricht. Diese Entwicklung ist auf das positive Jahresergebnis zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 16,0 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahreswert um 1.336 TEUR reduziert. Aufgrund der unmittelbaren Konzerninnenfinanzierung ist die Gesellschaft fähig, den Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachzukommen. Der operative Cashflow war im Geschäftsjahr mit 4,0 Mio. EUR positiv, der Cashflow aus Finanzierung war in Summe mit 0,9 Mio. EUR negativ. Der Investitionscashflow setzte sich aus Zugängen zum Sachanlagevermögen in Höhe von 3,3 Mio. EUR und Geldeingängen durch den Verkauf von Sachanlagen in Höhe von 0,2 Mio. EUR zusammen und betrug dadurch in Summe 3,0 Mio. EUR. Qualität und Umwelt Im Berichtsjahr 2022 erfolgte der erfolgreiche Abschluss eines Rezertifizierungsaudits unseres Umweltmanagementsystems nach DIN EN 14001:2015 und das zweite Überwachungsaudit des Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001:2018. Ebenso erfolgte im Berichtsjahr das erfolgreiche Überwachungsaudit für das Qualitätsmanagementsystem gemäß der ISO 9001:2015 und der IATF16949:2016. Die Neapco Europe GmbH sieht es als einen ihrer Grundsätze an, sich dem Schutz und Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen zu verpflichten und schädliche Auswirkungen auf die Umwelt zu vermeiden. Die kontinuierliche Verbesserung unserer umweltbezogenen Leistung stellen wir durch das Umweltmanagementsystem sowie die Einhaltung der Neapco-Standards sicher. Unterstützt wird das Werksmanagement dabei von einer Fachfirma, die bereits seit mehreren Jahren in den Bereichen Fluidmanagement, Entsorgung und Energiewirtschaft umfassende Beratung und Dienstleistung vor Ort zur Verfügung stellt. Damit ist sichergestellt, dass die steigenden Anforderungen an das Umweltmanagementsystem sowohl den aktuellen gesetzlichen Erfordernissen als auch den Zertifizierungsvorgaben der ISO 14001 entsprechen. Personal Am Standort Düren waren im Jahresdurchschnitt 454 Mitarbeiter (Vj.: 471), inklusive 12 Auszubildenden (Vj. 13) beschäftigt. Allgemein wird bei schwankender Auslastung, bei Arbeitsmehraufwand und in Zeiten hoher Abwesenheit der Stammbelegschaft zusätzlicher Personalbedarf durch Leiharbeitskräfte abgedeckt. Grundsätzlich ist es das Bestreben der Unternehmensleitung, die Belegschaftsstärke bei konstanter Beschäftigung stabil zu halten, dabei jedoch Ressourcen in strategischen Schlüsselpositionen aufzubauen. Dazu gehören entsprechende Programme zur Personalentwicklung und Weiterbildung. Darüber hinaus wird im Unternehmen in verschiedenen anerkannten technischen und kaufmännischen Berufen ausgebildet. Sicherheit am Arbeitsplatz Die arbeitsmedizinische Betreuung der Neapco Europe GmbH wird durch das Gesundheits- Managementsystem des Standorts gesteuert. Zur Unfallprävention werden regelmäßig Überprüfungen, Gefährdungsanalysen und Risikobeurteilungen durchgeführt, die zu einer dauerhaften Gewährleistung der Sicherheit der Mitarbeiter und einer Senkung der Unfallzahlen führen. Chancen und Risiken Neapco Europe GmbH ist im Rahmen der geschäftlichen Aktivitäten verschiedenen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Dabei ist es das Ziel der Gesellschaft, die im Zusammenhang mit der Tätigkeit entstehenden potentiellen Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu überwachen und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu begrenzen. Gleichzeitig verfolgt die Geschäftsführung der Neapco Europe GmbH die Strategie, sich bietende Chancen konsequent zu nutzen, um ein nachhaltiges, ertragsorientiertes Wachstum zu realisieren. Nachfolgend sind die wesentlichen Chancen und Risikofelder beschrieben, die sowohl die Geschäftsentwicklung als auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können. Marktbestimmend im Jahr 2021 waren die Rückgänge bei den Abrufen der OEM und Mehrkosten im Bereich der Materialien der Zulieferer, die zu einer Verfehlung des geplanten Ergebnisses geführt haben. Die coronabedingten Lieferengpässe aus dem Jahr 2020 hatten in 2022 keine wesentliche Auswirkung mehr. Stillstände beim Kunden durch die Neapco Europe GmbH konnten jederzeit durch engmaschige Abstimmungen in allen Bereichen der Lieferkette verhindert werden. Die Finanzierung des um Ausgleichszahlungen bereinigten negativen operativen Cashflows und der notwendigen Investitionen in den zukünftigen Jahren wird durch das neue Konzept des Auftragsfertigers der Neapco Holdings LLC sichergestellt. Als reiner Automobilzulieferer ist eine Abhängigkeit von der Entwicklung des Automobilmarktes zu konstatieren. Zyklische Schwankungen auf diesem Markt wirken sich unmittelbar auf unseren Umsatz und unser Ergebnis aus. Weiterhin besteht aufgrund der Historie des Betriebs eine Abhängigkeit auf der Umsatzseite von einem weltweit agierenden Automobilhersteller. Dies stellt abhängig vom zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg dieses Automobilherstellers Risiken aber auch Chancen dar. Zu den Risiken zählt auch die Preisentwicklung auf den Rohstoffmärkten, soweit sie nicht durch jährlich neu zu treffende Vereinbarungen über eine Weiterbelastung an den Kunden neutralisiert werden kann. Ein starker Euro im Verhältnis zum US-Dollar wirkt sich nachteilig auf die Bestrebungen aus, den Absatz, insbesondere nach Nordamerika, zu erhöhen. Auf der anderen Seite führt ein schwächerer Euro im Verhältnis zum US-Dollar zu (teilweise unrealisierten) Währungskursverlusten bei den Gesellschafterdarlehen, die in USD ausgereicht wurden. Als Chance wird gesehen, dass die Neapco-Gruppe - mit lokalen Produktionsstandorten in allen wichtigen Automobilmärkten der Welt - ein weltweit verlässlicher Lieferant für die OEM ist. Hiervon wird zukünftig bei Ausschreibungen profitiert werden können. Weiterhin wird als großes Potential die Bündelung von Einkaufsaktivitäten innerhalb der Neapco-Gruppe und der weiteren Entwicklung von nicht europäischen Lieferanten gesehen. Die im Rahmen des Risikomanagementsystems festgestellten Risiken sind nach unserer Auffassung weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdend. Prognosebericht Im Jahr 2023 wurde ein Umsatz von rund 110 Mio. EUR erzielt und das Jahresergebnis lag bei rund 3,5 Mio. EUR. Im Rahmen des konzerneinheitlichen Budgetierungsprozesses wird bis Ende des Jahres 2023 das Budget für 2024 erstellt und dem Gesellschafter vorgestellt. Es wird aktuell von einem leicht niedrigeren Volumen für das Folgejahr ausgegangen, wobei das Ergebnis durch die Konzernverrechnung wieder in einem kleinen einstelligen Millionenbereich liegen wird. Im Umsatz muss darauf hingewiesen werden, dass für das Jahr 2024 von einer Verschmelzung der Neapco Europe GmbH mit der 100% Tochter Neapco Europe Service GmbH ausgegangen wird, wodurch zusätzliche 5 Mio. EUR Planumsatz erzielt werden. Ohne diesen Umsatz liegt der Planumsatz 2024 leicht unter dem in 2023 erzielten Umsatz. Mitte September 2023 hat Neapco die Nachricht erhalten, dass der Kunde der 100% Tochter Neapco Europe Service GmbH - ein Hersteller von Elektro-Zustellfahrzeugen, deren Montage im Werk Düren stattfindet, einen Insolvenzantrag gestellt hat. Inwieweit dies die Geschäftstätigkeit auch der Neapco Europe GmbH beeinflusst, ist aktuell noch nicht abzusehen und wird derzeit geprüft. Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen, die auf den heute bekannten wirtschaftlichen und finanzpolitischen Rahmenbedingungen und den Erwartungen der Geschäftsführung beruhen. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft liegen, bestimmen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse. Die tatsächlichen Ergebnisse können dadurch wesentlich von den Erwartungen abweichen.
Düren, den 19. Februar 2024 Dr. Jürgen Liermann Frank Lamberty Bilanz auf den 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss der Neapco Europe GmbH, Düren, (Amtsgericht Düren HRB 5940) zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 HGB Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. den niedrigeren Marktwerten. Neben den Materialkosten und den Fertigungskosten umfassen die Herstellungskosten die aktivierungspflichtigen leistungsabhängigen und fixen Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Von dem Wahlrecht, Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen und freiwillige soziale Leistungen für die Aktivierung der Vorräte mit einzubeziehen, wird Gebrauch gemacht. Die allgemeinen Risiken in den Vorräten werden durch Abschläge für niedrigere Marktpreise und mangelnde Verwertbarkeit angemessen berücksichtigt. Für die Bewertung der Vorräte wurde die gewogene Durchschnittsmethode angewendet. Die Abwertung von Produktionsmaterial sowie von fertigen und unfertigen Erzeugnissen erfolgt auf Basis einer Gängigkeitsanalyse. Die Abwertung von Nichtproduktionsmaterial erfolgt auf Basis einer Staffelung nach Alter. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertung berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Einzelwertberichtigungen angesetzt. Den latenten Forderungsrisiken wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Liquide Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert bilanziert. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Der für die Berechnung der Jubiläumsrückstellung angesetzte Zinsfuß beträgt 1,45 %. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden unter Berücksichtigung des Anschaffungskostenprinzips zum Zugangszeitpunkt und zum Abschlussstichtag gem. § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden unter Berücksichtigung des Anschaffungswert- und Imparitätsprinzips (gem. den §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handels- und steuerrechtlicher Betrachtungsweise (§ 274 HGB). Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechtes. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Fälligkeit bis zu einem Jahr. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von T-EUR 1.009. Der Großteil der Forderungen resultiert aus der Anpassung der Verrechnungspreise durch die Neapco Holdings USA (T-EUR 700). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zu 100 % Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T-EUR 14.606). Im Vorjahr bestanden diese in Höhe von (T-EUR 10.871). Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten sind ausschließlich transitorische Posten enthalten. Latente Steuern Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Aktive Steuerlatenzen ergeben sich im Wesentlichen aus der passiven Rechnungsabgrenzung, Fremdwährungsverbindlichkeiten, der Jubiläumsrückstellung und steuerlichen Verlustvorträgen, deren Summe die passiven Steuerlatenzen im Anlagevermögen bei weitem übersteigt. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechtes. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen:
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Fristigkeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Wanxiang in den USA und China in Höhe von T-EUR 929 (rd. 92 %) (im Vorjahr T-EUR 1.349) und der polnischen Schwestergesellschaft von T-EUR 83 (rd. 9 %) (im Vorjahr T-EUR 175) bzw. der deutschen Tochtergesellschaft von T-EUR 0 (rd. 0 %) (im Vorjahr T-EUR 208) sowie Neapco Components USA von T-EUR 1 (rd. 0 %) (im Vorjahr T-EUR 616). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von T-EUR 5.301 (im Vorjahr T-EUR 11.873) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T-EUR 4.779 (im Vorjahr T-EUR 3.195). Verbindlichkeitenspiegel in T-EUR
Verbindlichkeitenspiegel in T-EUR Vorjahr
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse • Die Erlöse gliedern sich nach Produktgruppen wie folgt:
• Die Erlöse gliedern sich nach Absatzmärkten wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T-EUR 25 (im Vorjahr T-EUR 256) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Im sonstigen betrieblichen Aufwand sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T-EUR 389 (im Vorjahr T-EUR 1.597) enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind wie im Vorjahr keine Erträge aus der Abzinsung enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von T-EUR 5 (im Vorjahr T-EUR 34) enthalten. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung Zum 1. Januar 2021 wurde der deutsche Standort in ein Auftragsfertiger-Konzept integriert, der dem Standort eine Kostendeckung und einen konstanten operativen Profit garantiert. Die damit verbundenen Erträge durch Rechnungsstellung an die Konzernmutter betrugen im Jahr 2022 T-EUR 26.318 (im Vorjahr T-EUR 8.882) Periodenfremdes Ergebnis Im Jahresergebnis ist das nachfolgend ausgewiesene aperiodische Ergebnis angefallen:
Sonstige Angaben Beteiligungen Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der Neapco Europe Service GmbH, Düren, die in 2017 gegründet wurde. Das Eigenkapital der deutschen Tochter beträgt zum 31. Dezember 2022 T-EUR 259. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 beträgt T-EUR 251. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Wartungs-, Instandhaltungs- und Leasingverträgen sowie sonstigen Dauerschuldverhältnissen in Höhe von T-EUR 13.396. Die Verträge enden zwischen 2023 und 2027. Die Verpflichtung aus Mietverträgen betrifft die Mietzahlung für das Betriebsgelände inklusive Gebäude. Die Verpflichtungen aus Wartungs-, Instandhaltungs- und sonstigen Leasingverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Vereinbarungen über Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie Technische Anlagen und Maschinen. Zweck und Vorteil der Verträge sind die Verbesserung der Liquidität sowie steuerliche Gesichtspunkte. Aufgrund der Art und Laufzeit der Verträge sind keine besonderen Risiken erkennbar. Honorar Abschlussprüfer Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt T-EUR 70. Steuerberatungsleistungen und sonstige Leistungen für das Geschäftsjahr belaufen sich auf T-EUR 55. Geschäftsführung
Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Aufsichtsrat
Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Neapco Holdings LLC, Farmington Hills, Michigan, USA. Nachtragsbericht Die weitere Eskalation des Russland-Ukraine-Konfliktes hat mit den militärischen Angriffen Russlands auf weite Teile der Ukraine und der Ausrufung des Kriegszustandes einen weiteren Höhepunkt erreicht. Durch diesen Konflikt sind in 2022 die Energiepreise teils rapide angestiegen und es kam zu turbulenten Entwicklungen bei den Energiepreisen. Im Jahr 2023 zeichnet sich allerdings vorerst wieder ein beruhigendes Bild für die Energiepreise ab, die aktuell sinken. Dennoch sind weiter steigende Preise nicht ausgeschlossen. Jedoch ist die besondere Situation, dass die Neapco Europe GmbH als Auftragsfertiger im Konzern in der Lage ist, die operativen Kosten, zu denen zweifelsfrei auch die Energie zählt, versehen mit einer Marge an die Muttergesellschaft weiterreichen kann. Daher sind die Risiken, die sich aus steigenden Energiepreisen potentiell ergeben können, durch den Rückhalt im Konzern abgesichert. Des Weiteren muss an dieser Stelle auf die Anmeldung zur Insolvenz des Kunden für die E- Fahrzeugmontage hingewiesen werden, die am 15. September 2023 bekanntgegeben und am 2. Januar 2024 eröffnet worden ist. Die Folgen dieser Insolvenz sind kurzfristige Umsatzeinbußen. An einem Folgevertrag mit dem Nachfolger des insolventen Kunden wird aktuell gearbeitet, zur Sicherstellung der Fertigungskapazität wurde die Montagelinie zum Bau der E-Fahrzeuge erworben. Darüber hinaus soll die Tochtergesellschaft Neapco Europe Service GmbH in 2024 auf die Neapco Europe GmbH verschmolzen werden. In der Konsequenz ergibt sich eine Steigerung der Umsatzerlöse um planmäßig rd. 5 Mio. EUR. Aufgrund der Aussteuerung als Auftragsfertiger ist die Auswirkung auf die Ertragslage eher gering.
Düren, den 19. Februar 2024 Dr. Jürgen Liermann Frank Lamberty
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Neapco Europe GmbH, Düren Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Neapco Europe GmbH, Düren, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Neapco Europe GmbH, Düren, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufarund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, den 19. Februar 2024 FALK
GmbH & Co KG
Steffen Ahrens, Wirtschaftsprüfer Bastian Wenk, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses der Neapco Europe GmbH, DürenDer Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2022 wurde von der Gesellschafterversammlung am 26. Juni 2024 festgestellt. |
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