Stammdaten

Register
Amtsgericht Gütersloh HRB 9454
Vorher
Gral System Holding GmbH
Eingetragen
24.4.1995
Branche
Großhandel mit FlachglasHerstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen MetallenHerstellung von Ausbauelementen aus Metall
Gegenstand
der Handel mit metallischen Beschlägen für Duschen und Glastüren, Konfektionierung von Glasduschen und Glasinnentüren.

Historie

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Management

NameRolle
Bernd Brinker
seit 30.12.2016
Geschäftsführer
Dieter Sichelschmidt
seit 30.12.2016
Geschäftsführer
Markus Seeland
seit 23.2.2016
Prokura
Jörg Henke
seit 18.2.2016
Geschäftsführer
Bruno Ballhaus
seit 2.12.2015
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

provitris GmbH

Rietberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2015 bis zum 30.06.2016

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015/2016

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016

1.

Bilanz zum 30. Juni 2016

2.

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016

3.

Anhang für das Geschäftsjahr 2015/2016

Anlagenspiegel

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015/2016

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die provitris GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der dorma+kaba Holding GmbH + Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien (vormals: DORMA Holding GmbH + Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien; im Folgenden kurz: dorma+kaba Holding), Ennepetal, und positioniert sich am Markt als Spezialist für die Innenraumgestaltung mit Glas.

Dabei fungiert die provitris GmbH als Dachgesellschaft für die ehemaligen DORMA-Produktbereiche gral, mame und glamü, die jeweils als eigenständige Marken am Markt in Erscheinung treten. Der Geschäftsbereich mame ist von der mame GmbH, eine Tochtergesellschaft der DORMA-Glas GmbH, gepachtet. Hochwertige Ganzglasduschen werden unter dem Markennamen glamü im dreistufigen Vertrieb verkauft. Vertriebspartner der glamü-Produkte sind bzw. waren der Sanitärfachgroßhandel und das SHK-Fachhandwerk - in Deutschland wie im angrenzenden Ausland. Der Geschäftsbetrieb ist von der glamü GmbH, einer Tochtergesellschaft der provitris, gepachtet.

Seit Aufnahme des Geschäftsbetriebs im Juli 2013 werden die Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebsaufgaben am Firmensitz im ostwestfälischen Rietberg von derzeit 52 Beschäftigten wahrgenommen.

3 Mitarbeiter in der Schweiz betreuen und generieren den größten Teil des Auslandsumsatzes.

Die provitris GmbH wird in den Konzernabschluss der dorma+kaba Holding AG, Rümlang/Schweiz, einbezogen. Die dorma+kaba Holding AG ist nach dem Zusammenschluss der DORMA Gruppe mit der Kaba Gruppe die neue Konzernobergesellschaft.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen unverändert zu den Vorjahren. Das Wirtschaftswachstum lag auf niedrigem Niveau aber war wiederholt relativ resistent gegen rezessive Tendenzen. Maßgeblich waren anhaltende Unsicherheiten in den europäischen Nachbarländern. So verfolgten nahezu alle europäischen Volkswirtschaften weiterhin einen Konsolidierungskurs, was das potenzielle Wirtschaftswachstum bremste. Davon war die deutsche Wirtschaft, innerhalb derer Exporte in das benachbarte Ausland eine wichtige Rolle haben, direkt beeinflusst. Die Arbeitslosigkeit verharrte dennoch auf historisch niedrigem Niveau. Gleiches gilt allerdings auch für die Inflationsrate. Um der niedrigen Inflation entgegenzuwirken und die wirtschaftliche Aktivität in Europa zu stimulieren, weitete die Europäische Zentralbank ihre Politik der geldpolitischen Lockerung im Vergleich zu den Vorjahren noch aus.

Geschäftsverlauf

Die Wettbewerbssituation ist gekennzeichnet durch preisaggressive Wettbewerber, die in den wichtigsten Segmenten in den Produktbereichen Duschsysteme (gral und glamü) und Ganzglastüren (mame) in den letzten Jahren unsere Vorteile in Hinsicht auf die qualitative und innovative Marktführerschaft angegriffen haben. Dabei hat sich auch gezeigt, dass die bei DORMA in Deutschland gefertigten Dusch- und Türbeschläge preislich kaum noch wettbewerbsfähig sind und von zahlreichen Anbietern mit Importbeschlägen aus dem osteuropäischen und asiatischen Raum preislich weit unterboten werden. Bestehende qualitative Unterschiede werden weniger von den Kunden wahrgenommen oder zumindest nicht mehr spürbar honoriert.

Der Preisdruck im Ganzglastürenbereich (mame) hat dazu geführt, dass die Margen in allen Geschäftsbereichen noch weiter zurückgegangen sind. Es ist auch feststellbar, dass die Wettbewerber im Gegensatz zu der provitris GmbH, die lediglich als Handelsunternehmen auftritt, über weitere Wertschöpfungsmöglichkeiten verfügen, sei es durch die Herstellung/Verarbeitung des Glases oder den synergetischen Vertrieb von Ganzglastüren im Verbund mit Holztüren.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte die Gesellschaft wiederholt einen Umsatzrückgang zum Vorjahr über alle Produktbereiche zu verzeichnen. Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug 10,6 Mio. € (Vorjahr 11,6 Mio. €). Das glamü-Geschäft ist mit einem Umsatz von 0,6 Mio. € (Vorjahr 1,0 Mio. €) bis auf den Vertrieb von Ersatzteilen fast zum Erliegen gekommen.

Wichtige finanzielle Leistungsindikatoren, nach denen die Segmentleitung die Gesellschaften steuert, sind die Umsatzerlöse und das EBITDA bzw. die EBITDA-Marge, wie sie im Rahmen des monatlichen Konzernreportings und der Mittelfristplanung nach Swiss GAAP FER berichtet werden.

Für das jetzt abgelaufene Geschäftsjahr waren sowohl die Umsatzerlöse als auch das EBITDA über dem Niveau vom Geschäftsjahr 2014/15 erwartet, weil insbesondere der Geschäftsbereich "glamü" durch neue Marketing- und Vertriebsmaßnahmen intensiviert, als auch der Geschäftsbereich "mame" durch den weiteren Ausbau des Großkundengeschäftes ausgeweitet werden sollte. Die im Geschäftsjahr 2015/16 erzielten Umsätze erfüllten diese Erwartungen nicht. Demgegenüber fiel das negative EBITDA nach Swiss GAAP FER für das Geschäftsjahr 2015/16 deutlich höher aus, als in der Prognose erwartet. Einen großen Anteil an der negativen Abweichung des EBITDA hatten die Rückstellungen im Rahmen des Interessenausgleichs und Sozialplans in Höhe von TEUR 2.769.

Wegen der anhaltenden Verlustsituation ist im Frühjahr 2016 begonnen worden, mit dem Betriebsrat über eine Restrukturierung des Geschäftes und einen entsprechenden Interessenausgleich nebst Sozialplan zu verhandeln. Der Interessenausgleich und der Sozialplan sind am 25. Juli 2016 verabschiedet und unterzeichnet worden.

Im Zuge der Restrukturierung werden Geschäftsfelder, die keinen Ergebnisbeitrag bringen, geschlossen. Ebenso müssen Anpassungen im Bereich des Personals sowie Kostenreduzierungen vorgenommen werden.

Investitionen

Aufgrund der aktuellen Geschäftslage wurden keine nennenswerten Investitionen im Geschäftsjahr 2015/2016 getätigt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Jahresverlust vor Verlustübernahme beträgt EUR -5,7 Mio. EUR (Vorjahr EUR -4,2 Mio.).

Die Umsatzerlöse der provitris GmbH (provitris) sind im vergangenen Geschäftsjahr um insgesamt 8,2% auf EUR 10,6 Mio. zurückgegangen. Vom Umsatzrückgang ist im Wesentlichen das Inlandsgeschäft betroffen. Während der Auslandsumsatz um 4,7 % abnahm, musste das Inlandsgeschäft einen Rückgang von 9,7 % verzeichnen.

Die Herstellungskosten der Umsatzerlöse sind um TEUR 1 auf TEUR 8.957 gestiegen. Bereinigt um die darin enthaltene Rückstellung im Rahmen des Sozialplans sind die Herstellungskosten der Umsatzerlöse um TEUR 1.125 gesunken als Folge von Bestandsveränderung und der Personalreduzierung im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Die Vertriebskosten sind um TEUR 438 auf 5.391 gestiegen; bereinigt um die darin enthaltene Rückstellung im Rahmen des Sozialplans sind die Vertriebskosten um TEUR 916 gesunken als Folge der Personal- und Kostenreduzierung im vergangenen Geschäftsjahr.

Die allgemeinen Verwaltungskosten der Gesellschaft erhöhten sich im Geschäftsjahr 2015/16 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 105 auf TEUR 1.109. Bereinigt um die darin enthaltene Rückstellung im Rahmen des Sozialplans sind die allgemeinen Verwaltungskosten um TEUR 179 gesunken als Folge der Personal- und Kostenreduzierung im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um TEUR 110 auf TEUR 143. Im Wesentlichen handelt es sich hier um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen.

Das negative Zinsergebnis verbesserte sich von TEUR 222 auf TEUR 99. Dies ist vorwiegend auf die gegenüber dem Vorjahr verringerten Aufwendungen für Zinsen an verbundene Unternehmen auf geringere Aufwendungen aus Aufzinsungen für langfristige Rückstellungen zurückzuführen.

Insgesamt weist die provitris für das Berichtsjahr ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEUR -5.681 (Vorjahr TEUR -4.240) aus. Ein Großteil des Verlustes ist auf die Rückstellung in Höhe von TEUR 2.769 für den Sozialplan im Rahmen der Reorganisation zurückzuführen.

Die laufenden Steuern vom Einkommen und Ertrag lagen mit TEUR 0 um TEUR 14 unter dem Vorjahresniveau.

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2015/2016 gegenüber dem Vorjahr um 8,4% vermindert und beträgt nun EUR 9,89 Mio. Das Vorratsvermögen ist um EUR 1,27 Mio. auf EUR 2,36 Mio. gesunken. Der Forderungsbestand gegenüber fremden Dritten ist um 31,2% auf EUR 0,84 Mio. gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind auf EUR 5,72 Mio. stark angestiegen und zwar um EUR 1,2 Mio. Ursächlich hierfür ist die Verlustübernahme durch die dorma+kaba Holding gemäß Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag vom 17. Juni 2015.

Die Finanzierung der dorma+kaba Gruppe erfolgt zentral durch die dorma+kaba Holding Durch den konzerninternen Cash-Pool, an dem neben der provitris auch die anderen deutschen Tochtergesellschaften der dorma+kaba Gruppe angeschlossen sind, wird eine Optimierung der Geld- und Kapitalmarktanlagen mit positiven Auswirkungen auf das Zinsergebnis erreicht. Per 30. Juni 2016 verfügt die provitris GmbH über liquide Mittel in Höhe von TEUR 0,3 (Vorjahr TEUR 20,8).

Per 30. Juni 2016 weist die provitris eine Verbindlichkeit von EUR 3,8 Mio. an die dorma+kaba Holding aus dem Cash-Pool aus. Die Verzinsung dieser Verbindlichkeit erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Zur Einräumung von Bankgarantien im Rahmen von Gewährleistungsavalen hat die Konzernmutter einen Umbrella-Rahmenvertrag mit einer deutschen Großbank abgeschlossen. Im Rahmen dieses Vertrages übernimmt die Bank auch Avalaufträge für die provitris GmbH gegenüber Dritten.

Personal

Der Personalbestand hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 58 auf 52 Mitarbeiter (jeweils zum 30.06.) reduziert. Der Personalrückgang erstreckt sich gleichermaßen über alle Unternehmensbereiche. Gründe für den Rückgang waren neben wirtschaftlichen Gründen vor allem Eigenkündigungen.

Im Juli wurde eine Betriebsvereinbarung zum Sozialplan im Rahmen der Reorganisation vereinbart, die eine Rückstellung in Höhe von TEUR 2.769 begründet.

Forschung und Entwicklung

In der Vergangenheit wurden Entwicklungen im Zentralbereich der DORMA-Gruppe (Entwicklungsabteilung in Bad Salzuflen sowie F&E-Bereich der DORMA Deutschland GmbH in Ennepetal) getätigt. Seit der Verselbständigung der provitris werden zunehmend eigene Entwicklungen und Produktverbesserungen im Hause vorangetrieben.

Derzeit befindet sich eine neue Schiebetürdusche in der Entwicklung, die auf der Messe Glasstec im September 2016 veröffentlicht werden soll.

Die Verbesserung unserer Innovationskraft wird im Rahmen unserer wirtschaftlichen Möglichkeiten vorangetrieben.

Chancen- und Risikobericht

Chancen

Durch die Realisierung des Sanierungskonzeptes mit der zielgerichteten Fokussierung auf die werthaltigen Geschäftsbereiche, Kunden und Produkte mit entsprechenden Deckungsbeiträgen sowie eine deutliche Kostenreduktion insbesondere im Personalbereich aufgrund des Interessenausgleichs, ist es möglich, mittelfristig eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu erreichen. Für das Geschäftsjahr 2017/2018 ist geplant, ein positives EBITDA zu erwirtschaften.

Risiko Management bei dorma+kaba

Die provitris ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit den allgemeinen, jeglichem unternehmerischen Handeln immanenten, Risiken ausgesetzt, die das Erreichen der Ziele erschweren können. Auf Grund dessen ist es unter Umständen notwendig, dass bestimmte kalkulier- und beherrschbare Risiken eingegangen werden müssen, um die sich hieraus ergebenden Chancen nutzen zu können. Die dorma+kaba Gruppe definiert Risiko dabei als Möglichkeit des Eintritts eines Ereignisses, das die Erreichung der in der Risiko Strategie festgelegten Ziele negativ beeinflussen kann. Im Geschäftsjahr 2015/2016 ist das Risiko Management System der dorma+kaba Gruppe im Rahmen des Zusammenschlusses von dorma und kaba nachhaltig weiter angepasst, entwickelt und optimiert worden. Die entsprechenden Richtlinien gelten auch für das lokale Risk Management der provitris.

Das aktuelle Risk Management der provitris sowie das Reporting dazu wird aktuell durch den Finanzbereich des Segmentes DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz) durchgeführt.

Zum jeweiligen Reporting-Stichtag werden die identifizierten Einzelrisiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher negativer Auswirkung zunächst brutto, d.h. ohne Berücksichtigung implementierter Maßnahmen, durch die provitris bewertet. Im nächsten Schritt wird geprüft, welche Risiko Management Maßnahmen implementiert sind, die die Risikobewertung positiv beeinflussen. Das Ergebnis ist die Netto-Risikobewertung, die sich im Zeitverlauf verändert, wenn weitere Maßnahmen geplant und umgesetzt werden. Jedes Einzelrisiko wird einer Risikoart aus dem DORMA Risiko Katalog zugeordnet. Der DORMA Risiko Katalog ist für alle Risk Units der dorma+kaba Gruppe einheitlich und definiert derzeit 71 Risikoarten. Im Falle, dass mehrere Einzelrisiken pro Risikoart auftreten, wird vom Segment DACH eine Aggregation der Bewertung unter Berücksichtigung von Wechselwirkungen und Kumulationseffekten vorgenommen. Für alle Risikoarten ist ein Risk-Owner festgelegt.

Die Risiko-Situation der provitris

Am 17. Juni 2016 wurde von der DACH Segmentleitung zum Thema "Zukunftsplan Deutschland" intern und extern u.a. kommuniziert, dass am Standort Rietberg ein Sanierungskonzept verhandelt wird, alternativ ein Verkauf oder eine Schließung geprüft werde.

Diese Information hat zu einer Verunsicherung der Belegschaft und der Kunden geführt, so das im Markt ständig hinterfragt wird, wie es um die Zukunftsfähigkeit der provitris bestellt sei. Einige Kunden haben erkennbar ihre Geschäftstätigkeiten mit der provitris reduziert.

Ein weiteres wesentliches Risiko der provitris besteht im Bereich Produktentwicklung. Als kritische Risikoarten wurden in dieser Kategorie Innovationsmanagement, Produkt Design, Technologische Überalterung aber auch mangelnde interne Ressourcen bewertet.

Ein weiteres Risiko besteht in der Veränderung der Marktgegebenheiten und der Erstarkung des Wettbewerbs.

IT-Risiken:

Aufgrund der Stützung der wesentlichen Geschäftsprozesse auf IT-Systeme stellen deren Ausfall sowie der nachhaltige Verlust von Daten durch Bedien- und Programmfehler oder sonstige externe Einflüsse wesentliche Risiken dar. Zur Begrenzung des Ausfallrisikos von anwendungskritischen Systemen setzt die dorma+kaba Gruppe im Rahmen der IT-Strategie auf übliche Standards (z. B. Virenscanner, Firewallsysteme, Zugangs- und Zugriffskontrollen etc.), redundante Netzverbindungen sowie das Vorhalten eines zweiten Rechenzentrums.

Finanzielle Risiken:

Die dorma+kaba Gruppe ist aufgrund ihrer internationalen Tätigkeit verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Diese umfassen neben Liquiditäts- und Kreditrisiken vor allem Marktpreisrisiken (Zins-, Währungs- und andere Preisrisiken)

Auf der Grundlage einer Finanzrichtlinie werden die finanzwirtschaftlichen Risiken durch Group Treasury zentral gesteuert und überwacht. Die Ermittlung der maßgeblichen Risikopositionen erfolgt im Rahmen des standardisierten Berichtswesens auf Basis einer währungsdifferenzierten Planung. Group Treasury analysiert und bewertet die Risiken und entscheidet zentral über den Einsatz von Sicherungsinstrumenten.

Auch die Zinsrisiken werden zentral gesteuert bzw. überwacht. Als Sicherungsinstrumente kommen bei der dorma+kaba Holding Zinsoptionsgeschäfte sowie Zinsswaps zum Einsatz. Im Geschäftsjahr 2015/16 lagen keine signifikanten Zinspositionen vor, so dass auch keine Absicherungen vorgenommen wurden.

Ausfallrisiken entstehen durch finanzielle Investments und Bankguthaben. Diesen Risiken wird durch die Auswahl bonitätsstarker Banken und durch in der Finanzrichtlinie festgelegte Betragslimits pro Kreditinstitut begegnet. Zur Überprüfung der Bonität ist in der dorma+kaba Gruppe ein Prozess zur Steuerung des Kontrahentenrisikos auf monatlicher Basis installiert, bei dem sowohl auf offizielle Ratings als auch auf so genannte "Schattenratings", die auf Basis der am Markt gehandelten CDS-Spreads berechnet werden, zurückgegriffen wird.

Durch die Teilnahme am Cashpooling mit der dorma+kaba Holding an der Spitze verfügt die provitris GmbH über ausreichende Liquiditätsreserven, so dass auch unerwartet auftretende Ereignisse keine wesentlichen Auswirkungen auf die Liquiditätslage haben und die Gesellschaft weiterhin ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann.

Zusammenfassend führt die aktuelle Chancen- und Risikolage der Gesellschaft zu einer Entwicklungsbeeinträchtigung. Bestehende Risiken sind jedoch erkannt, werden durch das implementierte Risikomanagement-System laufend überwacht und bei Bedarf durch entsprechende Gegenmaßnahmen abgesichert. Durch das realisierte Sanierungskonzept ergeben sich mittelfristig Chancen für eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft ist trotz der weltweiten angespannten wirtschaftlichen und politischen Situation in einer guten Verfassung.

Der Sanitärmarkt, insbesondere im Ganzglasduschenbereich wächst weiter. Auf Grund der derzeitigen Situation kann die provitris hiervon allerdings nicht kurzfristig profitieren.

Der Markt im Bereich Ganzglastüren stagniert weitestgehend und ist gekennzeichnet von einem hohen Wettbewerb und Preisverfall. Provitris wird sich aus diesem Markt weiter zurückziehen.

Ausblick

Die Steigerung der Deckungsbeiträge (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand und Montagekosten) ist für den Fortbestand der provitris GmbH entscheidend. Angesichts dieser Tatsache liegt dem Sanierungskonzept die Zielrichtung zu Grunde, den Umsatz und die geschäftlichen Aktivitäten nur noch auf Geschäftsbereiche, Kunden und Produkte zu fokussieren, die einen entsprechenden Deckungsbeitrag generieren.

Für das Geschäftsjahr 2016/2017 wird ein leicht reduzierter Umsatz mit einer geringen Deckungsbeitragssteigerung und einem verbesserten aber weiterhin negativen EBITDA erwartet. Die Kostenstruktur, insbesondere bei den Personalkosten, soll dabei erheblich reduziert werden; ein Effekt, der allerdings erst vollständig im Geschäftsjahr 2017/2018 greifen wird.

Damit ist mittelfristig eine Rückkehr auf eine positive Ergebnissituation möglich.

In den nächsten Monaten wird die provitris vor großen Herausforderungen stehen. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir diese meistern werden.

Nachtragsbericht

Am 25. Juli 2016 wurden ein Interessenausgleich zur Restrukturierung und ein Sozialplan mit dem Betriebsrat abgeschlossen.

 

Rietberg, den 22.08.2016

provitris GmbH

Geschäftsführung

Bruno Ballhaus

Jörg Henke

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016

Bilanz zum 30. Juni 2016

Aktiva

  30.6.2016 30.6.2015
  EUR EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.245,00 90.541,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 118.921,00 133.138,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.393,00 10.386,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 268.331,00 337.626,00
4. Anlagen im Bau 3.125,00 12.643,88
  397.770,00 493.793,88
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 107.725,92 107.725,92
  565.740,92 692.060,80
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 486.112,39 528.896,50
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 202.604,25 294.297,72
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.671.438,26 2.803.061,00
  2.360.154,90 3.626.255,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 838.818,81 1.219.841,71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.724.198,36 4.525.696,14
- sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -    
- davon gegen Gesellschaftern EUR 5.680.868,93 (Vj. EUR 4.257.975,88)    
3. Sonstige Vermögensgegenstände 366.516,52 699.919,52
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 232.011,51 (Vj. EUR 245.299,19)    
  6.929.533,69 6.445.457,37
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 342,98 20.813,22
  9.290.031,57 10.092.525,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.175,39 5.104,86
  9.887.947,88 10.789.691,47

Passiva

   
  30.6.2016 30.6.2015
  EUR EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
II. Kapitalrücklage 2.965.492,91 2.965.492,91
III. Verlustvortrag -2.980.915,05 -2.980.915,05
  36.577,86 36.577,86
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 1.545.335,00 1.522.516,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.608.422,82 758.304,91
  5.153.757,82 2.280.820,91
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 181.021,39 475.286,80
- sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -    
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.348.538,35 7.881.676,94
- sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -    
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 3.857.960,27 (Vj. EUR 7.236.490,80)    
3. Sonstige Verbindlichkeiten 168.052,46 115.328,96
- sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -    
- davon aus Steuern EUR 132.201,73 (Vj. EUR 83.488,99)    
  4.697.612,20 8.472.292,70
  9.887.947,88 10.789.691,47

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016

  1.7.2015 - 30.6.2016 1.7.2014 - 30.6.2015
  EUR EUR
1. Umsatzerlöse 10.605.104,37 11.557.759,86
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 8.956.878,14 8.955.755,71
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 1.648.226,23 2.602.004,15
4. Vertriebskosten 5.391.338,33 4.953.331,28
5. Allgemeine Verwaltungskosten 1.109.078,64 1.004.100,73
6. Forschungs- und Entwicklungskosten 38.658,64 25.502,76
7. Sonstige betriebliche Erträge 142.668,72 252.819,90
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 10.282,03 (Vj. EUR 74.251,33)    
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 833.413,92 889.608,60
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 22.102,93 (Vj.Eur 40.813,06)    
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35,37 15.868,77
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 2.047,49)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 99.309,72 238.325,19
- davon an verbundene Unternehmen EUR 23.089,53 (Vj. EUR 53.549,07)    
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 75.216,00 (Vj. EUR 184.708,00)    
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -5.680.868,93 -4.240.175,74
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,06 14.151,28
13. Sonstige Steuern 0,00 3.648,86
14. Erträge aus Verlustübernahme 5.680.868,93 4.257.975,88
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2015/2016

I. Allgemeine Angaben

Die provitris GmbH ist zum Bilanzstichtag 30. Juni 2016 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Juli eines Jahres und endet am 30. Juni des darauffolgenden Jahres.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Von dem Wahlrecht, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände zu aktivieren (§ 248 Abs. 2 HGB), wird kein Gebrauch gemacht. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden degressiv (Altbestände) sowie linear vorgenommen. Sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen. Die Abschreibungen werden entsprechend den betriebs- gewöhnlichen Nutzungsdauern wie folgt vorgenommen:

Anlageposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer Jahre
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten linear 3
Bauten linear 10 - 50
  degressiv  
Technische Anlagen und Maschinen linear 5 - 15
  degressiv  
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 4 - 10
  degressiv  

Die Abschreibungen auf unterjährige Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 410 nicht übersteigen.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene (pauschalierte) Einzelwertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden in voller Höhe abgeschrieben.

Die Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Dieser entspricht dem steuerlichen Aktivwert.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 4,17 % bewertet. In Folge des "Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" wird im Berichtsjahr erstmals der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn (in Vorjahren: sieben) Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 für die Abzinsung pauschal verwendet. Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,75 %, die Fluktuationswahrscheinlichkeit mit 2,00 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1,90 % berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 3,5 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,75 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden in handelsrechtlich gebotenem Umfang gebildet.

Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß § 256a HGB.

Latente Steuern

Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die dorma+kaba Holding GmbH + Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien, Ennepetal (im Folgenden kurz: dorma+kaba Holding) als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der provitris GmbH im Jahresabschluss der dorma+kaba Holding erfasst.

Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der dorma+kaba Holding AG, Rümlang/Schweiz, einbezogen sind und die Gesellschaften, an denen die dorma+kaba Holding AG, Rümlang/Schweiz, eine direkte oder indirekte Mehrheitsbeteiligung hält, die aber aufgrund von untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die Glamü GmbH Vertrieb von Duschsystemen und Sanitärartikeln, Rietberg. Diese weist per 30. Juni 2016 ein Eigenkapital von TEUR 547,3 und ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von TEUR 211,5 aus.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 268) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Weitere Forderungen betreffen mit TEUR 5.681 (Vorjahr: TEUR 4.258) Ansprüche aus Verlustübernahme durch die dorma+kaba Holding GmbH + Co. KGaA.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte Stammkapital beträgt EUR 52.000,00.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der PUC-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2005G" von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,17 % verwendet.

Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren hätte 3,5 % betragen. Unter Verwendung dieses Abzinsungszinssatzes hätten die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.257 TEUR betragen.

In Höhe des sich aus den verschiedenen Marktzinssätzen ergebenden Unterschiedsbetrags von 142 TEUR besteht eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB, jedoch keine Ausschüttungssperre im Rahmen der ordnungsgemäßen Durchführung des Ergebnisabführungsvertrages.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Restrukturierungen (2.769,0 TEUR), Altersteilzeit (282,3 TEUR), Boni und Rückvergütungen an Großabnehmer (140,5 TEUR), Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Resturlaub (109,1 TEUR), Gleitzeitguthaben (49,1 TEUR) und Weihnachtsgeld (48,7 TEUR) sowie ausstehende Eingangsrechnungen (53,9 TEUR).

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der unbesicherten Verbindlichkeiten nach ihren Restlaufzeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Summe Davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren von mehr als fünf Jahren
(i. Vj.) (i. Vj.) (i. Vj.) (i. Vj.)
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten        
- aus Lieferungen und Leistungen 181.021,39 181.021,39 0,00 0,00
  (475.286,80) (475.286,80) (0,00) (0,00)
- gegenüber verbundenen Unternehmen 4.348.538,35 4.348.538,35 0,00 0,00
  (7.881.676,94) (7.881.676,94) (0,00) (0,00)
- sonstige 168.052,46 168.052,46 0,00 0,00
  (115.328,96) (115.328,96) (0,00) (0,00)
Summe 4.697.612,20 4.697.612,20 0,00 0,00
  (8.472.292,70) (8.472.292,70) (0,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr TEUR 516,2 (Vorjahr TEUR 673,8) sowie aus Cash-Pooling von TEUR 3.832 (Vorjahr TEUR 7.208).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

Nach geografisch bestimmten Märkten:

2015/16 2014/15
Mio. € % Mio. € %
Inland 6,5 61,8 7,2 62,6
Ausland        
Export 3,8 35,5 3,8 33,2
Konzern 0,3 2,7 0,5 4,2
  4,1   4,3  
Summe 10,6 100,0 11,5 100,0

Nach Produktsegmenten:

2015/16 2014/15
Mio. € % Mio. € %
Gral 6,6 62,7 6,9 59,7
mame 3,4 31,8 3,6 31,1
glamü 0,6 5,5 1,0 9,2
Summe 10,6 100,0 11,5 100,0

Materialaufwand

Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:

  2015/16 2014/15
  TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.702 7.416
Aufwendungen für bezogene Leistungen 179 386
Summe 4.881 7.802

Personalaufwand

Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) gliedert sich wie folgt:

  2015/16 2014/15
  TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 2.972 3.353
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 518 622
(davon für Altersversorgung) (27) (9)
Summe 3.490 3.975

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 54,3 (Vorjahr: TEUR 59,1) enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 54,3 (Vorjahr: TEUR 59,1) resultieren.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der dorma+kaba Holding wurden keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gebucht.

Ergebnisabführung

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird das negative Jahresergebnis von EUR 5.680.868,93 durch die dorma+kaba Holding ausgeglichen.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 262, die im Einzelnen folgende Sachverhalte betreffen:

Gesamt Restlaufzeiten
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
- aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 252 211 41 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 132 132 0 0
- aus Wartungsverträgen 10 10 0 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
- aus sonstigen Verträgen 0 0 0 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
- Bestellobligo 0 0 0 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Summe 262 221 41 0

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2015/16 waren durchschnittlich beschäftigt:

gewerbliche Arbeitnehmer 12
Angestellte 45
  57
Auszubildende 0
Summe 57

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2015/2016 an:

Herr Rainer Scholzen, Bad Zwischenahn, (bis 02.12.2015),

Herr Andreas Albrecht, Recklinghausen, (bis 02.12.2015),

Herr Bruno Ballhaus, Bad Salzuflen, (ab 02.12.2015),

Herr Jörg Henke, Bochum, (ab 18.02.2016).

Auf eine Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Die Berichtsgesellschaft nimmt die Befreiung von der Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses gemäß § 292 HGB in Anspruch.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der dorma+kaba Holding AG mit Sitz in Rümlang/Schweiz, die den Konzernabschluss nach Swiss GAAP FER für den kleinsten und größten Kreis von konsolidierungspflichtigen Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der dorma+kaba Holding AG, Rümlang/Schweiz, ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen.

 

Rietberg, den 22. August 2016

Bruno Ballhaus

Jörg Henke

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Juli 2015 bis zum 30. Juni 2016

Anschaffungs-/Herstellungskosten
  01.07.2015 Zugänge Abgänge/Tilgung Umbuchungen 30.06.2016
  EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 151.313,90 0,00 0,00 0,00 151.313,90
  151.313,90 0,00 0,00 0,00 151.313,90
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 158.273,23 0,00 0,00   158.273,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.531,84 0,00 0,00 0,00 15.531,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 559.852,42 43.509,66 7 17.074,50 12.643,88 598.931,46
          0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.643,88 3.125,00 0,00 -12.643,88 3.125,00
  746.301,37 46.634,66 17.074,50 0,00 775.861,53
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 107.725,92 0,00 0,00 0,00 107.725,92
  107.725,92 0,00 0,00 0,00 107.725,92
  1.005.341,19 46.634,66 17.074,50 0,00 1.034.901,35
Kumulierte Abschreibungen
  01.07.2015 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 30.06.2016
  EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.772,90 30.296,00 0,00 91.068,90
  60.772,90 30.296,00 0,00 91.068,90
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.135,23 14.217,00 0,00 39.352,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.145,84 2.993,00 0,00 8.138,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 222.226,42 117.584,54 9.210,50 330.600,46
         
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  252.507,49 134.794,54 9.210,50 378.091,53
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  313.280,39 165.090,54 9.210,50 469.160,43
Buchwerte
  30.06.2016 30.06.2015
  EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.245,00 90.541,00
  60.245,00 90.541,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 118.921,00 133.138,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.393,00 10.386,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 268.331,00 337.626,00
     
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.125,00 12.643,88
  397.770,00 493.793,88
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 107.725,92 107.725,92
  107.725,92 107.725,92
  565.740,92 692.060,80

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der provitris GmbH, Rietberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 22. August 2016

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Antje Schlotter, Wirtschaftsprüferin

ppa. Lydia Michelbrink, Wirtschaftsprüferin

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