Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 76327
Vorher
HONDA Bank GmbH
Eingetragen
25.6.1998
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
Betreiben von Bankgeschäften in folgender Form: a) Die Annahme fremder Gelder als Einlagen oder anderer rückzahlbarer Gelder des Publikums, sofern der Rückzahlungsanspruch nicht in Inhaberoder Orderschuldverschreibungen verbrieft wird, ohne Rücksicht darauf, ob Zinsen vergütet werden (Einlagengeschäft nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG); b) Gewährung von Gelddarlehen und Akzeptkrediten (Kreditgeschäft nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KWG); c) Ankauf von Wechseln und Schecks (Diskontgeschäft nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 KWG); d) Übernahme von Bürgschaften, Garantien, sonstigen Gewährleistungen für andere (Garantiegeschäft nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 KWG); e) Durchführung des bargeldlosen Scheckeinzugs (Scheckeinzugsgeschäft), des Wechseleinzugs (Wechseleinzugsgeschäft) und die Ausgabe von Reiseschecks (Reisescheckgeschäft) (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 9 KWG).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thorsten Bartel
seit 28.1.2026
Geschäftsführer
David Aparicio Gricia
seit 13.2.2025
Geschäftsführer
Joseph Crump
seit 4.6.2024
Geschäftsführer
Marcus Wirsing
seit 26.3.2009
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Honda Motor Europe Ltd.GBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Honda Motor Europe Ltd.
United Kingdom
78.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Honda Bank GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Jahresbilanz zum 31.03.2024

der Honda Bank GmbH, Frankfurt am Main

Aktivseite

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR TEUR
1. Barreserve Guthaben bei Zentralnotenbanken
darunter: bei der Deutschen Bundesbank EUR 21.256.749,43 (i. Vj. TEUR 20.513) 21.256.749,43 21.256.749,43 20.513
2. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 10.570.018,94 7.985
3. Forderungen an Kunden 736.225.250,96 650.811
4. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 26
5. Leasingvermögen 123.298.865,94 119.736
6. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.888.422,46 3.279
b) geleistete Anzahlungen 815.474,88 3.703.897,34 0
7. Sachanlagen 3.677.077,25 2.245
8. Sonstige Vermögensgegenstände 11.333.777,07 7.736
9. Rechnungsabgrenzungsposten 2.751.886,32 2.408
Summe der Aktiva 912.843.087,84 814.740

Passivseite

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 596.223.982,37 596.223.982,37 550.635
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
andere Verbindlichkeiten
täglich fällig 1.046.282,43 1.476
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
andere verbriefte Verbindlichkeiten 95.000.000,00 50.000
darunter: Geldmarktpapiere EUR 95.000.000,00 (i.Vj. TEUR 50.000)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 9.852.022,82 9.873
5. Rechnungsabgrenzungsposten 25.813.727,76 24.741
6. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15.281.814,00 14.258
b) Steuerrückstellungen 0,00 0
c) andere Rückstellungen 4.141.932,41 19.423.746,41 4.706
7. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 78.000.000,00 78.000
b) Gewinnrücklagen
ba) andere Gewinnrücklagen 81.050.237,98 75.674
c) Bilanzgewinn 6.433.088,07 165.483.326,05 5.376
Summe der Passiva 912.843.087,84 814.740
Andere Verpflichtungen
Unwiderrufliche Kreditzusagen 38.855.355 72.911

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. April 2023 bis 31. März 2024

Aufwendungen

Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
1. Leasingaufwendungen 500.786,40 351
2. Zinsaufwendungen 12.906.089,51 3.921
abzgl. positive Zinsen aus dem Bankgeschäft 0,00 377
12.906.089,51 4.298
3. Provisionsaufwendungen 4.027.142,92 4.539
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 8.800.590,12 8.404
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.528.659,84 11.329.249,96 2.625
darunter: für Altersversorgung EUR 913.928,00 (i. Vj. TEUR 1.115)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 11.883.658,72 23.212.908,68 12.129
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen
a) auf Leasingvermögen 17.939.127,83 16.802
b) auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.569.037,89 1.481
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.413.161,68 1.885
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 870.025,88 0
8. Aufwendungen aus der Verlustübernahme 0,00 0
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.429.408,51 2.736
10. Sonstige Steuern (Ertrag) -143.487,68 -72
11. Jahresüberschuss 6.433.088,07 5.376
Summe der Aufwendungen 71.157.289,69 60.553

Erträge

Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
1. Leasingerträge 20.999.256,47 19.062
2. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 43.280.798,30 35.286
abzgl. negative Zinsen Kreditmarktgeschäften 0,00 -14
43.280.798,30 35.272
3. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 4.711,56 13
4. Provisionserträge 2.483.328,87 2.379
5. Sonstige betriebliche Erträge 4.389.194,49 3.248
6. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 579
Summe der Erträge 71.157.289,69 60.553

ANHANG

ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der Honda Bank GmbH, Frankfurt am Main, Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt am Main, HRB 76327, zum 31. März 2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG), des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Der vorliegende Abschluss umfasst den Zeitraum vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 (abweichendes Wirtschaftsjahr).

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Erstellung des Lageberichts erfolgten unverändert unter der Annahme des Unternehmensfortführung.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

Die Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute lauten auf EUR und werden zum Nominalwert angesetzt.

Die Forderungen an Kunden werden netto, d.h. abzüglich der für die Restlaufzeit zu zahlenden Zinsen (Zinsabgrenzung), ausgewiesen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft umfasst Wertberichtigungen und Rückstellungen für akute und latente Ausfallrisiken sowie die Bildung der Risikovorsorge auf unwiderrufliche Kreditzusagen. Erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft werden in ausreichendem Maße durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen (Kredite, welche die Kriterien der Ausfalldefinition erfüllen). Die Ermittlung erfolgt barwertig unter Berücksichtigung noch zu erwartender Zahlungen. Mit der Bildung einer Pauschalwertberichtigung wird das latente Ausfallrisiko berücksichtigt. Beide Posten werden von den Forderungen abgesetzt. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen erfolgt unter Berücksichtigung der Anforderungen des IDW RS BFA 7. In diesem Zusammenhang nutzt die Bank die Vereinfachungsregelung in Bezug auf die Anwendung des IFRS 9 Modells für die Stufe 1 und 2 und bildet die Pauschalwertberichtigung auf Basis einer parameterbasierten Expected-Loss-Berechnung. Für Kredite der Stufe 1 erfolgt die Ermittlung anhand des erwarteten Verlusts innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag. Für Kredite der Stufe 2 erfolgt die Ermittlung des erwarteten Verlusts auf Basis der verbleibenden Restlaufzeit. Aktuelle Informationen und Erwartungen zur Risikosituation (Forward Looking Information) werden bei der Ermittlung des Expected-Loss berücksichtigt. Im Geschäftsjahr wurden die in die Berechnung der Risikovorsorge einfließenden zukunftsgerichteten Informationen aktualisiert. Aufgrund eines verbesserten makroökonomischen Ausblicks reduzierte sich die Risikovorsorge um ca. 873 TEUR, jedoch führten angestiegene Forderungsbestände sowie höhere Einzelwertberichtigungen in Spanien insgesamt zu einem Anstieg der Risikovorsorge um 754 TEUR im Vergleich zum Vorjahr.

Bei den Händlern wird das durch Drittbankgarantien besicherte Engagement mit dem Rating der garantiegebenden Bank in die Bewertungsgrundlage der Pauschalwertberichtigung einbezogen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung würde eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgen.

Das Leasingvermögen wird in Höhe der Anschaffungskosten bilanziert und über die vereinbarte Mietzeit auf einen geschätzten Restwert abgeschrieben. Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Erkennbaren Risiken aus Ansprüchen aus Leasingverträgen wird in ausreichendem Maße durch Bildung von Drohverlustrückstellungen Rechnung getragen. Die Drohverlustrückstellung wird analog der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft ermittelt.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegt in der Regel die steuerlich anerkannte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes abgeleitet von den steuerlichen Abschreibungstabellen zugrunde. Abweichend davon wird Betriebs- und Anwendungssoftware in der Handelsbilanz auf einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen linear.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) das Wahlrecht gem. § 6 Abs. 2 EStG in analoger Anwendung zu den Vorjahren in Anspruch genommen und alle GWG bis zu einem Wert EUR 800 netto sofort abgeschrieben.

Der Bilanzansatz der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nominalwert. Unterwegs befindliche Gelder aus Lastschrifteinzügen, welche zum Bilanzstichtag dem Bankkonto noch nicht wertgestellt wurden, sind valutarisch aus dem Posten Forderungen an Kreditinstitute sowie aus Kundenforderungen bei Rücklastschriften in die sonstigen Vermögensgegenstände umgegliedert worden. Die Voraussetzungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB zur Saldierung von Rückdeckungsversicherung und Pensionsrückstellungen sind nicht gegeben.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten besteht aus bereits getätigten Ausgaben, welche einen Aufwand für die Zukunft darstellen. Bei der HBG werden alle Rechnungen über einen Betrag von EUR 800, die sofort fällig werden, jedoch Leistungen betreffen, die erst in der Zukunft in Anspruch genommen werden, abgegrenzt. Die Abgrenzung erfolgt grundsätzlich mit den Bruttobeträgen unter Berücksichtigung abzugsfähiger Vorsteuer.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, gegenüber Kunden, die verbrieften Verbindlichkeiten sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag inklusive der bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Zinsen ausgewiesen.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen die auf künftige Perioden entfallenden Zinszuschüsse aus dem Ratenkreditgeschäft. Sie werden systematisch über die Restlaufzeit der Einzelverträge aufgelöst und als Ertrag vereinnahmt.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen, wobei die Pensionsverpflichtungen unter Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Diskontierungszinssatzes von 1,83% (i. Vj. 1,79%), der sich aus dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, einer jährlichen Gehaltsdynamik von 2,75% (i. Vj. 2,75%), einer jährlichen Rentenentwicklung von 2,0% (i. Vj. 2,0%) sowie einer einmaligen Rentenentwicklung in Höhe von 13,98% (i. Vj. 13,98%) ermittelt werden.

Die Pensionsrückstellungen werden auf Basis der Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck ermittelt. Als versicherungsmathematische Methode wird die projizierte Einmalbetragsmethode verwendet. Der (gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 ausschüttungsgesperrte) Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Altersversorgungsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 100 (i. Vj. TEUR 969).

Bei den übrigen Rückstellungen handelt es sich aufgrund der Restlaufzeit von unter einem Jahr um kurzfristige Rückstellungen, die mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt werden.

Dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip wird gemäß dem Konzept der verlustfreien Bewertung des Zinsbuchs (IDW RS BFA 3) dadurch Rechnung getragen, dass für einen eventuellen Verpflichtungsüberschuss aus der Bewertung der gesamten Zinsposition des Zinsbuchs eine Drohverlustrückstellung zu bilden wäre. Im Rahmen einer GuV-orientierten Betrachtung des Bestandsgeschäfts der Honda Bank GmbH wurde unter Berücksichtigung der Schließung von Festzinspositionen sowie von Risikokosten und Verwaltungskosten ein barwertiges Periodenergebnis ermittelt. Die Bildung einer Drohverlustrückstellung war demnach nicht erforderlich.

Zum Abschlussstichtag besteht ein Überhang an aktiven latenten Steuern, die bei der Honda Bank GmbH insbesondere aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden von Wertberichtigungen resultieren. Die Honda Bank nimmt das Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht in Anspruch und weist daher keine aktiven latenten Steuern in der Bilanz aus. Die Berechnung der Steuern erfolgt mit dem Effektivsteuersatz von 31,93% (i. Vj. 31,93%) für das Inland und mit 30,00% (i. Vj. 30,00%) für die Niederlassung in Spanien. Aufgrund ihrer Konzernzugehörigkeit zum Honda-Konzern ist die Honda Bank GmbH von den Regelungen des Mindeststeuergesetzes (MinStG), welches am 28.12.2023 in Kraft getreten ist, betroffen. Die Regelungen finden Anwendung für Wirtschaftsjahre, die nach dem 30.12.2023 beginnen. In der Vergangenheit wies die Honda Bank GmbH konstant eine effektive Steuerquote von deutlich über dem Mindeststeuersatz von 15% auf. Die Gesellschaft plant die temporären Safe Harbour-Regelungen nach §§ 84ff. MinStG anzuwenden. Demzufolge wird für die Honda Bank GmbH keine wirtschaftliche Belastung aus der Anwendung der Regelungen des MinStG erwartet.

BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN UND UNTERNEHMENSVERBINDUNGEN

Zum 31. März 2024 war die Honda Bank GmbH mit 100% an der Honda Versicherungsdienst GmbH Versicherungsvermittlungen, Frankfurt am Main, beteiligt. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 25.564,59.

Zwischen der Honda Versicherungsdienst GmbH Versicherungsvermittlungen und der Honda Bank GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Der Jahresüberschuss dieser Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023/2024 beträgt TEUR 5. Der Gewinn wurde gemäß des Ergebnisabführungsvertrags vollständig an die Honda Bank GmbH abgeführt.

Die Honda Motor Europe Ltd., Bracknell, Großbritannien ist seit dem 2. Juli 2012 100%-Gesellschafterin der Honda Bank GmbH. Die Honda Bank gehört zum Konsolidierungskreis der Honda Motor Europe Ltd., Bracknell, Großbritannien, die den kleinsten Konzernabschluss aufstellt. Der Konzernabschluss kann bei der Honda Motor Europe Ltd., Bracknell, Großbritannien angefordert werden.

Die Honda Bank gehört zum Konsolidierungskreis der Honda Motor Co. Ltd., Tokyo, Japan, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss kann bei der Honda Motor Europe Ltd., Bracknell, Großbritannien und bei der Honda Motor Co. Ltd., Tokyo, Japan angefordert werden.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 124 (i. Vj. 123) Arbeitnehmer einschließlich der zwei Geschäftsführer beschäftigt. Zum 31.03.2024 beträgt die Arbeitnehmeranzahl 129, die sich auf die Funktionsbereiche wie folgt verteilen: 14 Arbeitnehmer im Bereich Einkaufsfinanzierung, 39 Arbeitnehmer im Bereich Verkaufsfinanzierung, 25 Arbeitnehmer im Bereich Marketing und Vertrieb, 15 Arbeitnehmer im Bereich Compliance, Finance & Controlling, 7 Arbeitnehmer im Bereich Risk Management, Regulatory Reporting und Central Office, 18 Arbeitnehmer im Bereich Organisation/IT, 3 Arbeitnehmer im Bereich Kooperationsmärkte und 8 Arbeitnehmer in die Bereichen Management, Interne Revision, Security und HR.

Organe im Geschäftsjahr

Aufsichtsrat:

Masahiro Iketsu (Vorsitzender) President, Honda Finance Europe plc. der Honda Motor Europe Ltd.
Masaharu Hirose General Manager Financial Department der Honda Motor Co. Ltd.
Matthias Heinrichs Head of Pan-E Finance Transformation (Organisation & People), Honda Motor Europe Ltd.
Holger Obst Head of Automobile der Honda Deutschland, Niederlassung der Honda Motor Europe Ltd.
Takanori Kurisu Director of Regional Operation Planning der Honda Motor Europe Ltd.
Hans de Jaeger Senior Vice President der Honda Motor Europe Ltd

Der Aufsichtsrat erhält keine Vergütung von der Honda Bank GmbH.

Geschäftsführung

Ingo Husemeyer, Geschäftsführer Marktfolge - Bereiche Risk Management, Regulatory Reporting & Central Office, Compliance, Finance & Controlling, Organisation/IT, Personal, Interne Revision sowie Einkaufsfinanzierung, einschließlich fachlich für die Marktfolgefunktionen der Honda Bank Spanien.

Volker Boehme, Geschäftsführer Markt - Bereiche Verkaufsfinanzierung, Marketing & Sales Services, Vertrieb, Kooperationsmanagement und Honda Bank Spanien

Die Mitglieder der Geschäftsführung üben keine Aufsichtsratsmandate in großen Kapitalgesellschaften aus.

Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird für die Geschäftsführung Gebrauch gemacht.

Sonstige Angaben

Die Honda Bank GmbH erbringt im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages Verwaltungsdienstleistungen für die Honda Versicherungsdienst GmbH Versicherungsvermittlungen, die kein eigenes Personal hat.

Es bestanden keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Nachtragsbericht

Herr Joe Crump wurde zum 01.04.2024 zum Geschäftsführer der Honda Bank bestellt. Die neue Geschäftsführung besteht somit aus den drei Mitgliedern und den folgenden Verantwortlichkeiten:

Ingo Husemeyer, Bereiche Risk Management, Regulatory Reporting & Central Office, Organisation/IT, Personal sowie Einkaufsfinanzierung, einschließlich fachlich für die entsprechenden Funktionen der Honda Bank Spanien.

Volker Boehme, Bereiche Verkaufsfinanzierung, Marketing & Sales Services, Vertrieb in Deutschland und Kooperationsmanagement

Joe Crump, Bereiche Compliance, Finance & Controlling, Interne Revision und Honda Bank Niederlassung Spanien

Mit notarieller Beurkundung des Gesellschaftervertrages vom 19.04.2024 hat die Honda Bank GmbH ihren im Wirtschaftsjahr 2023/2024 bestehenden Aufsichtsrat aufgelöst und zu gleichem Zeitpunkt einen neuen Prüfungsausschuss gebildet. Berichte der Geschäftsleitung erfolgen aus diesem Grund nun an die Gesellschafterversammlung und den Prüfungsausschuss, welche aus den folgenden Personen bestehen:

Ian Howells, Executive Vice President, Honda Motor Europe Ltd.

Takanori Kurisu, Director of Regional Operation Planning, Honda Motor Europe Ltd.

Toshikatsu Okayama, General Manager Financial Department, Honda Motor Co. Ltd.

Weitere Ereignisse haben sich nicht ergeben.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(1) Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig und bestehen ausschließlich aus Forderungen gegenüber Banken.

(2) Forderungen an Kunden

Der Bilanzposten gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

31.03.2024 31.03.2023
TEUR TEUR
bis drei Monate 117.302 72.084
über drei Monate bis ein Jahr 138.362 106.121
über ein Jahr bis fünf Jahre 467.597 459.563
über fünf Jahre 12.964 13.043
Summe 736.225 650.811

In diesem Bilanzposten sind Forderungen aus dem Leasinggeschäft in Höhe von TEUR 831 (i. Vj. TEUR 326) sowie Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 8.599 (i. Vj. TEUR 5.162) enthalten. Das Forderungsvolumen der spanischen Niederlassung beträgt TEUR 342.096 (i. Vj. TEUR 293.973).

(3) Anteile an verbundenen Unternehmen

In den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden weiterhin die Anteile an der Honda Versicherungsdienst GmbH in Höhe von TEUR 26 (i. Vj. TEUR 26). bilanziert.

(4) Leasingvermögen

In diesem Posten werden die Vermögensgegenstände ausgewiesen, über die Leasingverträge mit Kunden abgeschlossen wurden. Der gesonderte Ausweis in Höhe von TEUR 123.299 (i. Vj. TEUR 119.736) trägt dem besonderen Charakter des Leasinganlagevermögens gegenüber dem übrigen Sachanlagevermögen Rechnung.

(5) Immaterielle Anlagewerte

Dieser Posten beinhaltet Standard-Software sowie für die Bank individuell angepasste Standard-Software in Höhe von insgesamt TEUR 3.704 (i. Vj. TEUR 3.279). Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

(6) Sachanlagen

Die Sachanlagen in Höhe von TEUR 3.677 (i. Vj. TEUR 2.245) setzen sich aus dem Bestand an EDV- Hardware und Büroausstattung mit TEUR 164 (i. Vj. TEUR 160) und dem Fuhrpark mit TEUR 3.513 (i. Vj. TEUR 2.085) zusammen.

(7) Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 5.449 (i. Vj. TEUR 4.873) sowie Forderungen aus Absatzförderungsleistungen gegenüber Honda Deutschland Niederlassung der Honda Motor Europe Ltd., in Höhe von TEUR 2.764 (i. Vj. TEUR 959) enthalten. Insgesamt sind in diesem Bilanzposten Forderungen gegen- über verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 3.021 (i. Vj. TEUR 988) enthalten, davon entfallen auf die Honda Deutschland Niederlassung der Honda Motor Europe Ltd TEUR 2.770 (i. Vj. TEUR 966).

(8) Rechnungsabgrenzungsposten

Dieser Posten setzt sich überwiegend aus vorausbezahlten Versicherungsprämien für eine Rückdeckungsversicherung für die betriebliche Altersvorsorge sowie aus abgegrenzten Rechnungen für Softwarewartung zusammen. Weiterhin enthält die Position im Voraus gezahlte Zinsen für Commercial Paper in Höhe von TEUR 636 (i. Vj. TEUR 277).

(9) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

31.03.2024 31.03.2023
TEUR TEUR
bis drei Monate 60.000 65.000
über drei Monate bis ein Jahr 135.000 125.000
über ein Jahr bis fünf Jahre 401.224 360.635
über fünf Jahre - -
Summe 596.224 550.635

Die Position enthält ausschließlich Verbindlichkeiten aus bilateralen Darlehen gegenüber Banken.

(10) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Unter diesem Posten werden insbesondere täglich fällige Kundengelder aus dem Einlagengeschäft in Höhe von TEUR 1.046 (i. Vj. TEUR 1.476) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind ebenfalls täglich fällig.

(11) Verbriefte Verbindlichkeiten

Die verbrieften Verbindlichkeiten beinhalten 12 begebene Commercial Paper in Höhe von zusammen TEUR 95.000 (i. Vj. TEUR 50.000) mit einer Restlaufzeit von bis zu sechs Monaten und einem fixen Zinssatz.

31.03.2024 31.03.2023
TEUR TEUR
bis drei Monate 75.000 40.000
über drei Monate bis ein Jahr 20.000 10.000
Summe 95.000 50.000

Die verbrieften Verbindlichkeiten enthalten weder stille Reserven noch stille Lasten.

(12) Sonstige Verbindlichkeiten

Unter diesem Posten werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus unterwegs befindlichen Zahlungsmitteln in Höhe von TEUR 2.691 (i. Vj. TEUR 2.423), Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 2.028 (i. Vj. TEUR 1.033), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 522 (i. Vj. TEUR 1.298), Verbindlichkeiten aus der Restwertunterstützung in Höhe von TEUR 3.619 (i. Vj. 4.524) sowie Verbindlichkeiten aus Restschuldversicherungen in Höhe von TEUR 111 (i. Vj. TEUR 99) ausgewiesen. Des Weiteren werden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 243 (i. Vj. TEUR 60) ausgewiesen. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(13) Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 25.814 (i. Vj. TEUR 24.741) enthält im Wesentlichen bis zum Bilanzstichtag gezahlte, aber nicht vereinnahmte Absatzförderungsleistungen in Höhe von TEUR 17.884 (i. Vj. TEUR 16.159) sowie geleistete Mietsonderzahlungen aus dem Leasinggeschäft in Höhe von TEUR 7.928 (i. Vj. TEUR 8.582), soweit sie Ertrag für die Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

(14) Rückstellungen

In den Rückstellungen sind Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 15.282 (i. Vj. TEUR 14.258) enthalten.

Die anderen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 592 (i. Vj. TEUR 1.005), Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 630 (i. Vj. TEUR 650) sowie eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 115 (i. Vj. TEUR 115) gebildet, weiterhin für eine eventuelle Rückforderung aus Widerrufen von Darlehensverträgen, die bereits rechtshängig sind.

Des Weiteren enthält dieser Posten die Drohverlustrückstellung für das Leasinggeschäft in Höhe von TEUR 999 (i. Vj. TEUR 696) sowie die Drohverlustrückstellung auf unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von TEUR 243 (i. Vj. TEUR 728).

(15) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 78.000 (i. Vj. TEUR 78.000) wird seit dem 2. Juli 2012 zu 100% von Honda Motor Europe Ltd., Bracknell, Großbritannien gehalten. Die offenzulegende Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 KWG beträgt 0,70% (i. Vj. 0,66%).

(16) Andere Verpflichtungen

Der unter dem Strich in der Bilanz ausgewiesene Betrag von TEUR 38.855 (i. Vj. TEUR 72.911) resultiert aus unwiderruflichen Kreditzusagen der Bank. Diese entfallen auf die Händlereinkaufsfinanzierung mit TEUR 16.522 (i. Vj. TEUR 55.067), auf das Verkaufsfinanzierungsgeschäft mit TEUR 16.492 (i. Vj. TEUR 16.166) und auf das Leasinggeschäft mit TEUR 5.842 (i. Vj. TEUR 1.678). Innerhalb der Einkaufsfinanzierung rechnet die Bank mit einer rückläufigen Inanspruchnahme und damit mit einer Erhöhung der unwiderruflichen Kreditzusagen. In den Bereichen Verkaufsfinanzierung und Leasing wird von einer gleichbleibenden Entwicklung ausgegangen. Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen unwiderrufliche Kreditzusagen sind durch Rückstellungen gedeckt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Leasingerträge

In diesem Posten werden Leasingerträge in Höhe von TEUR 20.999 (i. Vj. TEUR 19.062) ausgewiesen.

Hiervon entfallen TEUR 15.865 (i. Vj. TEUR 14.532) auf Erlöse aus der Vereinnahmung der monatlichen Leasingraten und TEUR 4.551 (i. Vj. TEUR 4.131) auf die Vereinnahmung von den Kunden geleisteter Mietsonderzahlungen.

(2) Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften

Darin enthalten sind Zinserträge aus dem Kreditgeschäft der Honda Bank in Deutschland in Höhe von TEUR 23.818 (i. Vj. TEUR 18.886) und der Honda Bank in Spanien in Höhe von TEUR 19.304 (i. Vj. EUR 15.481) sowie Erträge aus Geldmarktgeschäften in Höhe von TEUR 159 (i. Vj. TEUR -14). Die Erträge aus Geldmarktgeschäften wurden ausschließlich in Deutschland erwirtschaftet.

(3) Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen

Unter diesem Posten wird der gemäß dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abzuführende Gewinn der Honda Versicherungsdienst GmbH Versicherungsvermittlungen i.H.v. TEUR 5 (i. Vj. TEUR 13) gezeigt.

(4) Provisionserträge

Die Provisionserträge in Höhe von TEUR 2.483 (i. Vj. TEUR 2.379) beinhalten i.H.v. TEUR 332 (i. Vj. TEUR 270) Provisionen aus der Vermittlung von Restschuld- und GAP- Versicherungen in Deutschland und in Höhe von TEUR 687 (i. Vj. TEUR 737) in Spanien. In Höhe von TEUR 1.016 (i. Vj. TEUR 909) sind Provisionserträge durch die Vermittlung von Vermietfahrzeugen und Versicherungen in Spanien sowie i.H.v. TEUR 448 (i. Vj TEUR 462) durch die Vermittlung von Finanzierungsgeschäften in europäischen Kooperationsmärkten durch die Honda Bank Deutschland enthalten.

(5) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Erhöhung der Aktivwerte der Rückdeckungsversicherung i.H.v. TEUR 754 (i. Vj. TEUR 784), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von anderen Rückstellungen i.H.v. TEUR 86 (i. Vj. TEUR 132), Mahngebühren i.H.v. TEUR 5 (i. Vj. TEUR 5), Gebühren für Finanzierungsablösungen i.H.v. TEUR 9 (i. Vj. TEUR 10) sowie Erträge aus Mitarbeiterleasing i.H.v. TEUR 71 (i. Vj. TEUR 83). Zudem enthält der Posten Erträge aus Bearbeitungsgebühren spanischer Kreditengagements i.H.v. TEUR 2.786 (i. Vj. TEUR 1.476).

Die gesamte Position sonstige betriebliche Erträge i.H.v. TEUR 4.389 (i. Vj. TEUR 3.248) beinhaltet TEUR 1.085 (i. Vj. TEUR 1.327) aus Deutschland und TEUR 3.304 (i. Vj. TEUR 1.921) aus Spanien.

(6) Leasingaufwendungen

Die Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 501 (i. Vj. TEUR 351) entfallen in Höhe von TEUR 489 (i. Vj. TEUR 333) im Wesentlichen auf Buchverluste aus Anlagenabgängen des Leasingvermögens.

(7) Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 12.906 (i. Vj. TEUR 4.298) enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen für mittel- bis langfristige Kredite. In der Position sind Zinsen in Höhe von TEUR 2.899 (i. Vj. TEUR 377) für den Abschluss von Commercial Papers enthalten.

(8) Provisionsaufwendungen

Die Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 4.027 (i. Vj. TEUR 4.539) resultieren im Wesentlichen aus den an die Händler gezahlten Vermittlungsprovisionen für den Abschluss von Restschuldversicherungen und Kreditverträgen in Höhe von TEUR 3.989 (i. Vj. TEUR 4.514).

(9) Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

In diesem Posten sind neben den Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 11.329 (i. Vj TEUR 11.029) unter anderem IT-Kosten in Höhe von TEUR 5.642 (i. Vj. TEUR 5.797), Aufwendungen für Marketing TEUR 535 (i. Vj. TEUR 614), Aufwendungen für Händlerincentiveveranstaltungen TEUR 323 (i. Vj. TEUR 285), Beratungskosten insbesondere für IT-Projekte in Höhe von TEUR 51 (i. Vj. TEUR 73) und Steuerberatungskosten in Höhe von TEUR 89 (i. Vj. TEUR 74) ausgewiesen. In diesem Posten ist auch die Bankenabgabe in Höhe von TEUR 247 (i. Vj. TEUR 357) enthalten. Die Miete sowie sonstige Raumkosten sind in Höhe von TEUR 634 (i. Vj. TEUR 654) ebenfalls in diesen Posten enthalten.

(10) Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Leasingvermögen, immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

In diesem Posten sind TEUR 17.939 (i. Vj. TEUR 16.802) für Abschreibungen auf das Leasingvermögen und TEUR 574 (i. Vj. TEUR 475) für Abschreibungen auf Sachanlagen sowie TEUR 995 (i. Vj. TEUR 1.007) Abschreibungen für immaterielle Anlagewerte enthalten.

(11) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für die Rückdeckungsversicherung i.H.v. TEUR 912 (i. Vj. TEUR 914) sowie Buchverluste aus dem Anlagenabgang der Firmenfahrzeuge i.H.v. TEUR 34 (i. Vj. TEUR 466). Darüber hinaus beinhaltet dieser Posten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen i.H.v. TEUR 255 (i. Vj. TEUR 235).

(12) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteuern in Höhe von TEUR 2.429 (i. Vj. TEUR 2.736) ergeben sich in Höhe von TEUR 2.429 (i. Vj. TEUR 2.740) für das laufende Geschäftsjahr und in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR -4) für Vorjahre. Sie teilen sich auf in Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 2.112 (i.Vj. TEUR 2.310), Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 15 (i. Vj. TEUR 21) und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 302 (i. Vj. TEUR 409).

(13) Sonstige Steuern

Diese Position besteht im Wesentlichen aus erstatteter Umsatzsteuer für das Vorjahr in Höhe von TEUR -161 (i. Vj. TEUR -82)

(14) Sonstige Angaben

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 335 inkl. Auslagen (exkl. USt, i. Vj. TEUR 255). Das Honorar für in Spanien erbrachte Abschlussprüfungsleistungen aufgrund lokaler regulatorischer Anforderungen beläuft sich auf TEUR 42 inkl. Auslagen (exkl. USt, i. Vj. TEUR 43).

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt dem Gesellschafter vor, einen Teil in Höhe von TEUR 2.083 des Jahresergebnisses in Höhe von TEUR 6.433 des Geschäftsjahres 2023/2024 in die Gewinnrücklagen einzustellen. Weiterhin wird vorgeschlagen den verbleibenden Teil in Höhe von TEUR 4.350 an den Gesellschafter auszuschütten.

Überleitung vom Jahresüberschuss zum Bilanzgewinn aktuelles Jahr:

Bilanzgewinn 2022/2023 5.376 TEUR
+ Jahresüberschuss 2023/2024 6.433 TEUR
./. Einstellung Gewinnrücklage 2022/2023 5.376 TEUR
= Bilanzgewinn 2023/2024 6.433 TEUR

Überleitung vom Jahresüberschuss zum Bilanzgewinn Vorjahr:

Bilanzgewinn 2021/2022 5.893 TEUR
+ Jahresüberschuss 2022/2023 5.376 TEUR
./. Einstellung Gewinnrücklage 2021/2022 5.893 TEUR
= Bilanzgewinn 2022/2023 5.376 TEUR

 

Frankfurt am Main, den 11.06.2024

Honda Bank GmbH

Joe Crump, Geschäftsführer

Ingo Husemeyer, Geschäftsführer

Volker Boehme, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31.03.2024

AHK zum 01.04.2023 AHK Zugänge AHK Abgänge AHK zum 31.03.2024
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 0,00 0,00 25.564,59
Immaterielle Anlagewerte 13.041.788,02 603.641,52 4.590,64 13.640.838,90
Anzahlungen/Anlagen im Bau 0,00 815.474,88 0,00 815.474,88
Sachanlagen 4.307.447,44 2.687.588,25 1.739.611,04 5.255.424,65
Leasingvermögen 148.422.870,69 41.655.610,67 31.774.379,15 158.304.102,21
- Anzahlungen Vermietvermögen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 165.797.670,74 45.762.315,32 33.518.580,83 178.041.405,23
Abschreibung zum 01.04.2023 Abschreibung Zugänge Abschreibung Abgänge Abschreibungen zum 31.03.2024
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Immaterielle Anlagewerte 9.762.021,35 994.985,73 4.590,64 10.752.416,44
Anzahlungen/Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 2.062.299,67 574.052,16 1.058.004,43 1.578.347,40
Leasingvermögen 28.687.288,03 17.939.127,83 11.621.179,59 35.005.236,27
- Anzahlungen Vermietvermögen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 40.511.609,05 19.508.165,72 12.683.774,66 47.336.000,11
Buchwert zum 31.03.2024 Buchwert zum 31.03.2023
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 25.564,59
Immaterielle Anlagewerte 2.888.422,46 3.279.766,67
Anzahlungen/Anlagen im Bau 815.474,88 0,00
Sachanlagen 3.677.077,25 2.245.147,77
Leasingvermögen 123.298.865,94 119.735.582,66
- Anzahlungen Vermietvermögen 0,00 0,00
Gesamt 130.705.405,12 125.286.061,69

Country by Country Reporting

Offenlegung gemäß § 26a Abs. 1 S.2 KWG zum 31.03.2024

Die Honda Bank GmbH in Deutschland und die Honda Bank GmbH, Surcursal en España, als Niederlassung der Honda Bank GmbH in Spanien, bieten Privat- und Firmenkunden sowie Honda Pkw- und Motorradvertragshändlern Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen zur Unterstützung des Fahrzeugabsatzes an.

Das Angebot der finanzierten Fahrzeuge umfasst neue Pkw und Motorräder der Marke Honda sowie gebrauchte Pkw der Marke Honda und anderer Hersteller. Erweitert wird das Finanzierungsangebot durch den Vertrieb von Leasingprodukten in Deutschland.

Der Umsatz der Zentrale und der Niederlassung wird als Summe aus folgenden Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung per 31.03.2024 gemäß HGB definiert:

Zinsergebnis

Provisionsergebnis

Leasingergebnis

Sonstige betriebliche Erträge

Die Anzahl der Beschäftigten wird auf Basis von Vollzeit-Mitarbeiteräquivalenten angegeben.

Deutschland Spanien
Sitz Honda Bank GmbH Honda Bank GmbH, Sucursal en España
Hanauer Landstrasse 222-226 C/ del Mar del Nord 1, Pol. Ind. La Torre del Rector
60314 Frankfurt am Main 08130 Sta. Perpètua de Mogoda, Barcelona
Umsatz (TEUR) 36.808 16.911
Mitarbeiter 82 47
Gewinn vor Steuern (TEUR) 1.100 7.619
Steuern auf Gewinn (TEUR) 596 1.834

Die Honda Bank GmbH hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

 

Frankfurt am Main, den 11. Juni 2024

Honda Bank GmbH

Joe Crump, Geschäftsführer

Ingo Husemeyer, Geschäftsführer

Volker Boehme, Geschäftsführer

LAGEBERICHT

1. Grundlagen der Honda Bank

1.1 Geschäftsmodell

Die Honda Bank GmbH in Frankfurt am Main, Deutschland, und die Honda Bank GmbH Sucursal en España, als Niederlassung der Honda Bank GmbH in Barcelona, Spanien (HBG, Honda Bank), bieten Privat- und Firmenkunden sowie Honda Pkw- und Motorradvertragshändlern Bank- und Finanzdienstleistungen zur Unterstützung des Fahrzeugabsatzes an. Die Honda Bank ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Honda Motor Europe Ltd., Bracknell, U.K (HME), HME wiederrum ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Honda Motor Co. Ltd., Tokyo, Japan (HM).

Neben den eigenen Finanzdienstleistungsaktivitäten in Spanien und Deutschland unterstützt die Honda Bank auch den Honda Motor Europe Vertrieb in 13 europäischen Märkten.

Hierzu wurden Kooperationsvereinbarungen mit Partnerbanken in den jeweiligen Ländern geschlossen, wobei die Honda Bank aus der Vermittlung von Kredit und Leasingverträgen Provisionserträge erzielt. Risiken aus diesem Kooperationsgeschäft übernimmt die Honda Bank hierbei nicht.

Das Angebot der finanzierten Fahrzeuge umfasst neue Pkw und Motorräder der Marke Honda sowie gebrauchte Pkw und Motorräder der Marke Honda und anderer Hersteller. Erweitert wird das Finanzierungsangebot durch den Vertrieb von Leasingprodukten der Marke Honda.

Die Honda Bank bietet neben der klassischen Ratenfinanzierung mit monatlich konstanten Raten und der Idealfinanzierung mit festvereinbarter Schlussrate einen 3-Optionen-Kredit an. Der Kunde kann hierbei nach Ablauf der Vertragslaufzeit zwischen Kauf, Weiterfinanzierung und Rückgabe des Fahrzeuges wählen.

Eine 50/50-Finanzierung als Sonderform des 3-Optionen-Kredits bietet die Möglichkeit, nach einer Anzahlung von 50% des Kaufpreises 24 oder 36 Monate lang keine Raten zu bezahlen, und am Ende der Laufzeit die restlichen 50%.

Die Angebotspalette wird durch optionale Versicherungsprodukte wie Haftpflicht- und Kaskoversicherung, Restschuldversicherung oder Leasingratenversicherung ergänzt, für die die Honda Bank als Vermittler auftritt. Ebenso ist eine Kombination mit weiteren Serviceleistungen möglich, wodurch der Kunde sogenannte Mobilitätsdienstleistungen (Servicepakete oder Garantieverlängerungen, Inspektionen) als Zusatzprodukt zu einer Finanzierung angeboten bekommt, welche an den Hersteller vermittelt werden.

1.2 Refinanzierung

Unter Berücksichtigung übergeordneter Anweisungen und Richtlinien zur Refinanzierung innerhalb des Honda Konzerns, erstellt die Honda Bank jährlich eine diese konkretisierende und ergänzende Liquiditätsstrategie. Als potenzielle Refinanzierungsprodukte stehen bilaterale Bankdarlehen, European Commercial Papers, die Verbriefung von Kredit-Forderungen sowie das Einlagengeschäft zur Verfügung.

Die Honda Bank nutzt zur Refinanzierung hauptsächlich bilaterale Darlehen insbesondere mit japanischen und auch europäischen Banken sowie European Commercial Papers, welche unter den kurzfristigen Verbriefungen bilanziert werden.

Ausreichende freie bestätigte (110 Mio €) und unbestätigte Kreditlinien (345 Mio €) ermöglichen die Auswahl zwischen verschiedenen Refinanzierungspartnern. Forderungsbesicherte Wertpapiergeschäfte werden im aktuellen Marktumfeld nicht durchgeführt.

1.3 Personalbericht

Zum 31. März 2024 beschäftigte die Honda Bank insgesamt 129 Mitarbeiter (i. Vj. 121), davon 82 (i. Vj. 79) in Deutschland und 47 (i. Vj. 42) in Spanien.

Für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter steht für jede Abteilung ein Budget zur Verfügung. Die Seminare und Fortbildungen erfolgen in Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern.

Zudem ist die Honda-Philosophie des Konzerns ein wichtiger Faktor. Die Honda Philosophie besteht aus 5 Selbstmanagementgrundsätzen:

Immer zielgerichtet und engagiert vorgehen

gute Ideen anerkennen, neue Ideen entwickeln, Zeit effektiv nutzen

Spaß an der Arbeit, offene Kommunikation fördern

Kontinuität der Arbeitsabläufe anstreben

Forschung und Engagement stets Aufmerksamkeit schenken.

Diese Honda-Philosophie sowie der Ansatz zum umfassenden Qualitätsmanagement wird für neue Mitarbeiter in einem Einsteigertraining geschult, ansonsten finden regelmäßig Auffrischungstrainings statt. Beides ist in zur Verfügung gestellten Schulungsmaterialien schriftlich fixiert.

1.4 Steuerung

Die Steuerung der Honda Bank erfolgt im Rahmen einer integrierten Geschäfts-, Risiko- und Ertragssteuerung auf Basis der Risikotragfähigkeit und einer mehrjährigen Erfolgs- und Kostenplanung. Für das laufende Jahr werden hierzu Budgetwerte erstellt, die im Rahmen einer monatlichen Ergebnisanalyse überwacht werden. Die Budgetwerte werden mindestens nach dem ersten und dritten Quartal überprüft und ggf. angepasst.

Wichtige Steuerungsgrößen über die Risikotragfähigkeit hinaus, sind unverändert die Entwicklung des Neugeschäftsvolumens, die Nettozinsmarge und die Cost Income Ratio (finanzielle Leistungsindikatoren). Grundlage dieser Steuerungsgrößen ist die Bilanz nach Handelsrecht. Das Neugeschäftsvolumen ermittelt sich aus den geplanten Zulassungszahlen des Herstellers, der Penetration, welche dem Anteil an Finanzierungen an den Zulassungen entspricht, und dem durchschnittlichen Finanzierungsvolumen pro Fahrzeug. Die Höhe des Neugeschäftsvolumen ist für die Honda Bank eine maßgebliche Steuerungsgröße, da aus diesem die Zinserträge generiert werden. Sowohl die Finanzierung als auch das Leasinggeschäft sind in dieser Kennzahl enthalten. Zur Berechnung der Nettozinsmarge werden für das jeweilige Geschäftsjahr die Nettoumsatzerlöse (Leasingerträge + Zinserträge + Erträge aus Gewinngemeinschaften + Provisionserträge + sonstige betriebliche Erträge - Leasingaufwendungen - Leasingabschreibung) abzüglich der Zinsaufwendungen in Relation zu den durchschnittlichen Kundenforderungen (12-Monats-Durchschnitt des aktuellen Jahres) gesetzt. Die Cost Income Ratio setzt den Verwaltungsaufwand (Allgemeine Verwaltungsaufwendungen + Abschreibung auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen + sonst. betrieblicher Aufwand) in Relation zu den Erträgen (Nettoumsatzerlöse - Provisionsaufwand).

Ein nichtfinanzieller Leistungsindikator ist die regelmäßige Messung der Mitarbeiterzufriedenheit, diese ist in der Geschäftsstrategie der Honda Bank integriert und wird jährlich mithilfe der Durchführung einer Mitarbeiterzufriedenheitsumfrage gemessen. Diese wird zentral durch den Honda-Konzern bereitgestellt, umfasst einen vordefinierten Fragenkatalog und resultiert in einem Scoring zwischen 0 (schlechtester Wert) und 4 (bester Wert). Aus den Antworten aller Mitarbeiter ergibt sich ein Gesamtwert der Mitarbeiterzufriedenheit für die Gesamtbank. Sofern ein durchschnittliches Scoring von mindestens 2,75 vorliegt, definiert die Umfrage dabei das Ergebnis innerhalb des Zielkorridors.

Zur Messung der Mitarbeiterzufriedenheit hat die Bank eine Umfrage im GJ 2023/2024 durchgeführt. Für das Geschäftsjahr hatte die Honda Bank ein Ergebnis von 3,00 geplant und konnte diesen Plan mit einem Gesamtergebnis von 3,22 erreichen. Das Ergebnis lag über dem Vorjahr, in dem ein Wert von 3,10 erreicht wurde. Das konstant positive Ergebnis ist auf die aus den vorherigen Umfragen abgeleiteten Maßnahmen zurückzuführen, welche durch die Personalabteilung erarbeitet wurden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und der Automobilmarkt

Im Jahr 2023 sank das globale Weltwirtschaftswachstum auf 3,2%, im Vorjahr lag dieses noch bei 3,5% (Quelle: IMF). Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland um 0,3% (preisbereinigt) niedriger als im Vorjahr (Quelle: Destatis). Gemäß Angaben des spanischen Statistikamts INE betrug das BIP in Spanien im Jahr 2023 2,5%. Die Inflation hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von einem sehr hohen Niveau aus sukzessive abgeschwächt, lag aber per Ende März mit 2,4% in der Eurozone noch immer leicht über dem Ziel der EZB von ca. 2% (Quelle: Trading Economics). Die hohen Inflationsraten veranlassten die EZB, ihre Zinssätze schrittweise zu erhöhen bis auf 4% für die Einlagefazilität (Quelle: Deutsche Bundesbank). Diese Maßnahme spiegelt sich auch in der Entwicklung der Refinanzierungszinsen wider (Quelle: Outstanding Liabilities Report).

Nach Information des Verbands der Automobilindustrie e.V. haben die großen internationalen Automobilmärkte im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Im Vergleich zum Jahr 2022 war die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 12.847.500 Fahrzeuge neu zugelassen und damit 13,7 Prozent mehr als im Vorjahr (Quelle: VDA).

Die Honda Bank steht im Wettbewerb mit Geschäftsbanken und solchen Kreditinstituten, die sich auf die Absatz- und Endkundenfinanzierung spezialisiert haben. Als Partner der Honda Motor Europe in Deutschland und Spanien profitiert die Bank von der Nähe zum Honda Fahrzeugvertrieb. Die hiermit einhergehende detaillierte Kenntnis der individuellen Kundenbedürfnisse ermöglicht es ihr, maßgeschneiderte Produkte für die Vertriebspartner von Honda und deren Kunden anzubieten.

Die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Honda Bank werden in den folgenden Ausführungen zum Geschäftsverlauf dargestellt.

2.2. Geschäftsverlauf

Die Honda Bank hat im aktuellen Wirtschaftsjahr, trotz den wirtschaftlichen Entwicklungen wie Inflation und dem weiterhin hohen Zinsniveau, einen im Vergleich zu den Prognosen des Vorjahres soliden Geschäftsablauf erzielen können. Nur das geplante Neugeschäftsvolumen in Deutschland blieb hinter Plan, während das geplante Neugeschäftsvolumen in Spanien erreicht wurde. Die Planwerte für die anderen finanziellen Leistungsindikatoren konnten erreicht oder übertroffen worden. Der nichtfinanzielle Leistungsindikator wurde, wie im Vorjahr prognostiziert, eingehalten.

2.2.1. Entwicklung Finanzierungsvolumen in Deutschland

Das Finanzierungsvolumen in Deutschland hat sich im Wirtschaftsjahr schlechter als erwartet entwickelt.

Aufgrund der Prognosen erwartete die Honda Bank für 2023/2024 in Deutschland ein Neugeschäftsvolumen im Bereich der Endkundenfinanzierung einschließlich Leasing von etwa 175-180 Mio. EUR. Dieses Ziel konnte mit 155,3 Mio. EUR nicht erfüllt werden, was im Wesentlichen auf eine geringere Anzahl an Automobilverkäufen seitens Honda Deutschland zurückzuführen ist als für das Wirtschaftsjahr ursprünglich geplant.

Insgesamt hat die Honda Bank in Deutschland 13.266 Finanzierungen für neue und gebrauchte Pkw und Motorräder gewährt, und lag damit um 10,8% über dem Vorjahresniveau von 11.970 Finanzierungen.

Wesentliche Kennzahlen 31.03.2024 GJ 2023/24 Deutschland GJ 2022/23 Deutschland Veränderung in%
Neugeschäft Pkw Finanzierungen
Anzahl Kundenfinanzierung Neuwagen 1.142 1.395 -18,1
Volumen in TEUR 31.997 35.576 -10,1
Penetration in % 19,07% 22,27% -14,4
Anzahl Kundenfinanzierung Gebrauchtwagen 1.735 2.322 -25,3
Volumen in TEUR 25.862 32.999 -21,6
Penetration in % 28,97% 37,06% -21,8
Neugeschäft Motorrad Finanzierungen
Anzahl Kundenfinanzierung Motorrad Neu 9.293 7.096 31,0
Volumen in TEUR 55.955 39.068 43,2
Penetration in % 27,01% 27,30% -1,1
Anzahl Kundenfinanzierung Motorrad Gebraucht 1.096 1.157 -5,3
Volumen in TEUR 5.980 6.872 -13,0
Penetration in % 3,19% 4,45% -28,4
Anzahl Neugeschäft Total Pkw und Motorrad 13.266 11.970 10,8
TEUR Neugeschäft Total Pkw und Motorrad 119.793 114.515 4,6

Pkw Finanzierungen

Die Anzahl der Pkw Neuwagenfinanzierungen von 1.142 liegt 18,1% unter dem Niveau des Vorjahres. Die Penetration ist von 22,27% auf 19,07% gesunken.

Im Bereich Neuwagenzulassungen Automobil waren die Honda Zulassungen von 2022 zu 2023 um 15,4% rückläufig und betrugen 6.519 Zulassungen per 31.12.2023 (Quelle: KBA). Der Gesamtmarkt ist hingegen um 7,3% gewachsen und der Honda Marktanteil im Jahr 2023 betrug 0,2% verglichen mit 0,3% im Vorjahr (Quelle: KBA).

Die Anzahl der Pkw Gebrauchtwagenfinanzierungen liegen mit 1.735 unter dem Vorjahresniveau von 2.322. Mit 25.862 TEUR Neugeschäft im Wirtschaftsjahr bewegt sich die Gebrauchtwagenfinanzierung auf niedrigerem Niveau als im Vorjahr.

Motorrad Finanzierungen

Die Anzahl von Finanzierungen für Neufahrzeuge im Bereich Motorrad liegt mit 9.293 auf einem höheren Niveau im Vergleich zum Vorjahr mit 7.096 Finanzierungseinheiten. Im Bereich gebrauchte Motorräder ist die Anzahl von 1.157 um 5,3% auf 1.096 Finanzierungen gesunken.

Im Bereich Neuzulassungen Motorrad stiegen die Honda Zulassungen von 2022 zu 2023 um 44,0% und betrugen 36.531 Zulassungen per 31.12.2023 (i. Vj. 25.366). Der Marktanteil von Honda in Deutschland betrug 17,2% im Jahr 2023 und ist gegenüber 2022 um 4,8%-Punkte gestiegen (Quelle: IVM). Der Gesamtmarkt ist um 7,2% gewachsen und Honda Platz 1 nach Marktanteil in der Zulassungsstatistik (Quelle: IVM).

2.2.2. Entwicklung des Leasingvolumens in Deutschland

Die Anzahl der neu abgeschlossenen Leasingverträge betrug im Berichtsjahr 1.251 (i. Vj. 1.504) und entspricht einem finanzierten Volumen von TEUR 35.497 (i. Vj. TEUR 38.083), das Neugeschäftsvolumen im Bereich Leasing ist im aktuellen Wirtschaftsjahr damit um 6,8% abgesunken. Dies ist auf die niedrigeren Zulassungszahlen beim Hersteller zurückzuführen.

Wesentliche Kennzahlen 31.03.2024 GJ 2023/24 Deutschland GJ 2022/23 Deutschland Veränderung in%
Anzahl Leasingverträge 1.251 1.504 -16,8
Volumen in TEUR 35.497 38.083 -6,8
Penetration in % 20,89% 24,01% -13,0

2.2.3. Gesamtbestand Finanzierungs- und Leasinggeschäft Deutschland

Der Gesamtbestand zum 31.03.2024 liegt im Bereich der Endkundenfinanzierung mit 31.501 (i. Vj. 32.524) Finanzierungsverträgen leicht unter dem Vorjahresniveau. Das Finanzierungsvolumen im Bereich Händlereinkaufsfinanzierung ist zum Stichtag um 69,3% von TEUR 77.681 auf TEUR 131.519 angestiegen, was auf eine ansteigende Verfügbarkeit von Fahrzeugen beim Hersteller zurückzuführen ist. Die Anzahl der Leasingbestandsverträge ist um 3,9% auf 6.119 (i. Vj. 5.887) gestiegen.

Wesentliche Kennzahlen 31.03.2024 GJ 2023/24 Deutschland GJ 2022/23 Deutschland Veränderung in%
Anzahl Vertragsbestand Endkundenfinanzierungen
Pkw - Neuwagen 5.808 7.981 -27,2
Pkw - Gebrauchtwagen 7317 8.206 -10,8
Motorrad - neu 15.749 13.814 14,0
Motorrad - Gebraucht 2.627 2.523 4,1
Anzahl Total Vertragsbestand Endkundenfinanzierung 31.501 32.524 -3,1
TEUR Vertragsbestand Endkundenfinanzierung 282.862 295.919 -4,4
Anzahl Total Vertragsbestand Händlerfinanzierung 13.656 10.078 35,5
TEUR Vertragsbestand Händlerfinanzierung 131.519 77.681 69,3
Anzahl Vertragsbestand Leasinggeschäft 6.119 5.887 3,9
TEUR Vertragsbestand Leasingvermögen 123.299 119.736 3,0

Das Finanzierungsvolumen im Bereich Endkundenfinanzierungsvertragsbestand ist aufgrund geringerem Neugeschäfts auf TEUR 282.862 (i. Vj. TEUR 295.919) um -4,4% gesunken.

Das Leasingvermögen i.H.v TEUR 123.299 (i. Vj. TEUR 119.736) ist im Berichtsjahr aufgrund anhaltend hohem Leasingvolumen um 3,0% gestiegen. Der Anstieg ist auf die weiterhin verstärkte Förderung von Leasingprodukten zurückzuführen.

2.2.4. Entwicklung Finanzierungsvolumen Spanien

Die spanische Niederlassung schloss im Geschäftsjahr 14.837 (i. Vj. 15.308) Finanzierungsverträge für Pkw und Motorräder ab und lag damit leicht unter dem Vorjahresniveau (-3,1%). Das Finanzierungsvolumen in Spanien hat sich im Wirtschaftsjahr besser als erwartet entwickelt. In Spanien rechnete die Bank mit einem Neugeschäftsvolumen von 100-110 Mio. EUR für 2023/2024. Dieses Ziel wurde mit 113,8 Mio. EUR (i. Vj. 115,7 Mio. EUR) übertroffen, trotz einer geringeren Anzahl an Automobilverkäufen seitens Honda Spanien.

Wesentliche Kennzahlen 31.03.2024 GJ 2023/24 Spanien GJ 2022/23 Spanien Veränderung in%
Neugeschäft Pkw Finanzierungen
Anzahl Kundenfinanzierung Neuwagen 1.297 2.058 -37,0
Volumen in TEUR 33.718 43.264 -22,1
Penetration in % 50,68% 72,34% -29,9
Anzahl Kundenfinanzierung Gebrauchtwagen 354 464 -23,7
Volumen in TEUR 5.350 6.509 -17,8
Neugeschäft Motorrad Finanzierungen
Anzahl Kundenfinanzierung Motorrad Neu 13.186 12.786 3,1
Volumen in TEUR 74.720 65.993 13,2
Penetration in % 40,67% 46,12% -11,8
Anzahl Neugeschäfte Total Pkw und Motorrad 14.837 15.308 -3,1
TEUR Neugeschäfte Total Pkw und Motorrad 113.787 115.766 -1,7

Pkw Finanzierungen

Das Neugeschäftsvolumen im Bereich Neuwagen ist im Vergleich zum Vorjahr um 22,1% auf TEUR 33.718 (i. Vj. TEUR 43.264) abgesunken. Im Bereich Pkw Gebrauchtwagen ist das Neugeschäft von TEUR 6.509 auf TEUR 5.350 im aktuellen Wirtschaftsjahr um 17,8% gesunken.

Im Bereich Neuwagenzulassungen Automobil waren die Honda Zulassungen von 2022 zu 2023 um 26,3% geringer und betrugen 2.458 Zulassungen per 31.12.2023 (i. Vj. 3.336). Der Gesamtmarkt ist hingegen um 16,7% auf 949.359 gestiegen und der Honda Marktanteil betrug 0,26% (Quelle: ACEA).

Motorrad Finanzierungen

Das Neugeschäftsvolumen im Bereich neue Motorräder lag im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 74.720 (i. Vj. TEUR 65.993) um 13,2% höher.

42.296 Honda Motorradzulassungen entsprechen einem Zuwachs von 20,3% gegenüber dem Vorjahr, der Marktanteil betrug 22,9%. Der Gesamtmarkt für Motorräder in Spanien ist auf 184.407 Zulassungen gestiegen (+12,9%). Honda belegt damit den 1. Platz nach Marktanteil in der Zulassungsstatistik in Spanien (Quelle: Honda Zulassungsreport).

2.2.5. Gesamtbestand Finanzierungsgeschäft Spanien

Der Gesamtbestand zum 31.03.2024 ist im Vergleich zum Vorjahr im Bereich der Endkundenfinanzierung von 40.167 um 4,4% auf 41.949 Finanzierungsverträge gestiegen.

Wesentliche Kennzahlen 31.03.2024 GJ 2023/24 GJ 2022/23 Veränderung
Spanien Spanien in%
Anzahl Vertragsbestand Endkundenfinanzierungen
Pkw - Neuwagen 6.021 7.116 -15,4
Pkw - Gebrauchtwagen 673 776 -13,3
Motorrad - neu 33.694 31.148 8,2
Motorrad - Gebraucht 1.561 1.127 38,5
Anzahl Total Vertragsbestand Endkundenfinanzierung 41.949 40.167 4,4
TEUR Total Vertragsbestand Endkundenfinanzierung 298.220 285.376 4,5
Anzahl Total Vertragsbestand Händlerfinanzierung 6.163 3.491 76,5
TEUR Vertragsbestand Händlerfinanzierung 78.337 38.956 101,1

Das Finanzierungsvolumen an Endkundenfinanzierungen ist im Vergleich zum Vorjahr um +4,5% von TEUR 285.376 auf TEUR 298.220 gestiegen.

Das Finanzierungsvolumen lag zum Stichtag mit TEUR 78.337 (i. Vj. TEUR 38.956) im Bereich Händlereinkaufsfinanzierung um 101,1% über dem Vorjahreswert. Wie in Deutschland ist dies auf die wieder ansteigende Verfügbarkeit von Fahrzeugen beim Hersteller zurückzuführen.

2.3. Ertragslage

Die Honda Bank rechnete für das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem Ergebnis vor Steuern von etwa 4,7 Mio. EUR. Dieses Ziel wurde mit 8,7 Mio. EUR übererfüllt. Sowohl die bessere Erlösseite als auch ein gutes Management der Kostenseite haben dazu beigetragen.

Der Jahresüberschuss der Honda Bank ist von TEUR 5.376 auf TEUR 6.433 gestiegen. Das Ergebnis vor Steuern i.H.v. TEUR 8.719 (i. Vj. TEUR 8.039) setzt sich aus TEUR 1.100 (i. Vj. TEUR 2.338) in Deutschland und TEUR 7.619 (i. Vj. TEUR 5.701) aus Spanien zusammen. Der Steueraufwand beträgt TEUR -2.286 (i. Vj. TEUR -2.664).

Ertragslage GJ 2023/24 GJ 2022/23 Ergebnis-Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR in %
Leasingergebnis 20.498 18.711 1,787 9,6
Zinsergebnis 30.375 30.974 -599 -1,9
Erträge aus Beteiligungen / Gewinnabführung 5 13 -9 -65,1
Provisionsergebnis -1.544 -2.161 617 28,6
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 2.976 1.364 1.612 118,3
Verwaltungsaufwendungen -23.213 23,158 -55 0,2
Abschreibungen auf Anlagevermögen -19.508 -18.283 -1.225 6,7
Risikovorsorge -870 579 -1.449 -250,2
Ergebnis vor Steuern 8.719 8.039 680 8,5
Steueraufwand -2.286 -2.664 378 -14,2
Jahresüberschuss 6.433 5.376 1.057 19,7

Die Cost Income Ratio sollte im Jahresdurchschnitt 2023/2024 61,78% betragen. Dieser Wert konnte mit 53,80% erreicht werden, was hauptsächlich aus Kosteneinsparungen resultiert.

Das Leasingergebnis hat sich von TEUR 18.711 auf TEUR 20.498 aufgrund des angestiegenen Leasingvertragsbestandes im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht.

Das Zinsergebnis lag mit TEUR 30.375 um TEUR 599 unter dem Vorjahresniveau. Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften in Höhe von TEUR 43.281 (i. Vj. TEUR 35.272) resultieren überwiegend aus dem Finanzierungsgeschäft mit Endkunden TEUR 35.116 (i.Vj. TEUR 33.048) sowie der Fahrzeugfinanzierung für die Honda Vertragshändler TEUR 7.262 (i.Vj. TEUR 2.177). Die Zinsaufwendungen sind von TEUR 4.298 auf TEUR 12.906 aufgrund des steigenden Zinsniveaus an den Kapitalmärkten stark angestiegen.

Beim Ertrag hatte die Honda Bank eine Nettozinsmarge in Höhe von 4,95% prognostiziert. Diese lag tatsächlich leicht unter dem Zielwert bei 4,92% (im Vorjahr 5,12%). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist darauf zurückzuführen, dass die Zinserhöhungen an den Kapitalmärkten nicht in vollem Umfang und nur mit Verzögerung an die Kunden weitergegeben werden konnten.

Die Erträge aus Gewinnabführung vom Honda Versicherungsdienst betrugen TEUR 5 (i. Vj. TEUR 13).

Die Provisionserträge i.H.v. TEUR 2.483 (i. Vj. TEUR 2.379) liegen leicht über dem Vorjahreswert. Die Provisionsaufwendungen i.H.v. TEUR -4.027 (i. Vj. TEUR -4.539) sind im Vergleich zum Vorjahreswert leicht gesunken. Beide Entwicklungen resultieren aus der laufenden Konditionsgestaltung. Aufgrund leicht gestiegener Provisionserträge und den gesunkenen Provisionsaufwendungen hat sich das Provisionsergebnis um TEUR 617 auf TEUR -1.544 (i. Vj. TEUR -2.161) verbessert.

Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen beträgt TEUR 2.976 (i. Vj. TEUR 1.364), was im Wesentlichen auf eine Erhöhung von Erträgen aus Bearbeitungsgebühren in Spanien zurückzuführen ist.

Die Verwaltungsaufwendungen sind im aktuellen Geschäftsjahr von TEUR -23.158 auf TEUR -23.213 gestiegen.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte, Sachanlagen und Leasingvermögen sind mit TEUR -19.508 über dem Vorjahresniveau von TEUR -18.283. Dies ist im Wesentlichen auf die Abschreibung des Leasingvermögens zurückzuführen, welche sich aufgrund des gestiegenen Leasingbestands von TEUR -16.802 auf TEUR -17.939 erhöht hat.

Die Risikovorsorge wird in Höhe von TEUR -870 (i. Vj. TEUR 579) ausgewiesen. Der ausgewiesene Aufwand ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Forderungsbestände und leicht höhere Ausfälle im Endkundengeschäft Spanien zurückzuführen.

2.4. Vermögens- und Finanzlage

Zum Bilanzstichtag 31.03.2024 lag die Bilanzsumme der Honda Bank bei TEUR 912.843 und ist gegenüber dem Vorjahreswert von TEUR 814.740 um 12,0% angestiegen. Die größten Einzelposten der Aktivseite der Bilanz stellen mit 80,7% die Forderungen an Kunden und mit 13,5% das Leasingvermögen dar. Die Forderungen an Kunden haben sich um TEUR 85.413 erhöht, was hauptsächlich auf die gestiegenen Einkaufsfinanzierungsbestände zurückzuführen ist. Weiterhin ist das Leasinggeschäft von TEUR 119.736 auf TEUR 123.299 um 3,0% angestiegen. Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich von TEUR 7.985 auf TEUR 10.570 um 32,4% erhöht.

Die Bank hat im Geschäftsjahr, wie bereits auch schon im Vorjahr, den IDW RS BFA 7 für die Pauschalwertberichtigung angewendet. Hierzu verwendet sie vereinfachend das IFRS 9 Modell für die Stufen 1 und 2 und ermittelt parameterbasiert den jeweiligen Expected Loss/erwarteten Verlust. Kredite die nicht entsprechend der Ausfalldefinition der Bank ausgefallen sind, fallen in den Bereich der Pauschalwertberichtigung.

Für alle Kredite, die nach der Ausfalldefinition der Bank ausgefallen sind, erfolgt die Bildung einer entsprechenden Einzelwertberichtigung. Der Gesamtbetrag an Wertberichtigungen auf Forderungen beträgt TEUR 8.868 (i. Vj. TEUR 8.114), davon entfallen TEUR 27 (i. Vj. TEUR 11) auf Einzelwertberichtigungen aus Einkaufsfinanzierungen, TEUR 3.322 (i. Vj. TEUR 2.647) auf Einzelwertberichtigungen aus Verkaufsfinanzierungen und TEUR 5.519 (i. Vj. TEUR 5.454) auf Pauschalwertberichtigungen. Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023/24 eine Erhöhung der Risikovorsorge von in Höhe von TEUR 754 (i. Vj. -512).

Die immateriellen Anlagewerte betragen TEUR 3.704 (i. Vj. TEUR 3.280). Die Sachanlagen beliefen sich auf TEUR 3.677 (i. Vj. TEUR 2.245) und betrafen insbesondere die Anschaffung von Kraftfahrzeugen für Mitarbeiter in Höhe von TEUR 3.513 (i. Vj. TEUR 2.085).

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 11.334 (i. Vj. TEUR 7.736) beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Absatzförderungsleistungen gegenüber Honda Deutschland Niederlassung der Honda Motor Europe Ltd. in Höhe von TEUR 2.764 (i. Vj. 959), Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 5.449 (i. Vj. TEUR 4.873) sowie Forderungen gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 1.920 (i. Vj. TEUR 485).

Auf der Passivseite dominieren mit 65,32% die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Refinanzierung erfolgt durch bilaterale Darlehen und durch Platzierungen im Rahmen eines Commercial Paper Programmes. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 45.589 auf TEUR 596.224 angestiegen. Die unter den verbrieften Verbindlichkeiten ausgewiesenen Commercial Papers liegen bei TEUR 95.000 (i. Vj. TEUR 50.000). Der Honda Bank stehen zum Bilanzstichtag Kreditlinien i.H.v. TEUR 1.050.000 (i. Vj. TEUR 1.080.000) zur Verfügung, hiervon sind TEUR 455.000 nicht genutzt (TEUR 110.000 bestätigte Linien und TEUR 345.000 unbestätigte Linien).

Die Zusammensetzung der Refinanzierungspartner sowie der Refinanzierungsquellen in Bezug auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in den beiden folgenden Grafiken dargestellt.

Daneben steht der Honda Bank Eigenkapital i.H.v. TEUR 165.483 (i. Vj. TEUR 159.050) zur Verfügung. Die Erhöhung ist auf die Thesaurierung des Vorjahresergebnisses zurückzuführen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 9.852 (i. Vj. TEUR 9.873) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten für Restwertunterstützungsprogramme in Höhe von TEUR 3.619 (i. Vj. TEUR 4.524), noch nicht gutgeschriebene Lastschrifteneinzüge in Höhe von TEUR 2.691 (i. Vj. TEUR 2.423), Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 2.028 (i. Vj. TEUR 1.033) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Honda Deutschland Niederlassung der Honda Motor Europe Ltd, Frankfurt am Main, Deutschland, in Höhe von TEUR 20 und gegenüber Honda Spanien Niederlassung der Honda Motor Europe Ltd., Barcelona, Spanien, in Höhe von TEUR 193.

Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 19.424 (i. Vj. TEUR 18.964) beinhalten im Wesentlichen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 15.282 (i. Vj. TEUR 14.258).

Der unter dem Strich in der Bilanz ausgewiesene Betrag von TEUR 38.855 (i. Vj. TEUR 72.911) resultiert aus unwiderruflichen Kreditzusagen der Bank an Endkunden im Bereich Finanzierung und Leasing sowie an Händler in Spanien. Die darin enthaltenen Kreditzusagen im Bereich der Einkaufsfinanzierung in Höhe von TEUR 16.522 (i. Vj. TEUR 55.067) sind aufgrund der Widerverfügbarkeit von Fahrzeugen und höherer Inanspruchnahmen durch die Händler im Vergleich zum Vorjahr stark abgesunken.

Die Liquiditätslage der Honda Bank war jederzeit geordnet, um den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Liquidity Coverage Ratio als auch die Net Stable Funding Ratio wurden jederzeit eingehalten.

Die Kapitalausstattung ist gemäß den Berechnungen des Risikomanagement angemessen und die Refinanzierung ist aufgrund mehrerer Zugriffsmöglichkeiten gesichert, weiterhin erfolgt die Refinanzierung in Fristenkongruenz zur Aktivseite der Bilanz.

Im Berichtszeitraum wurde in die Anlage im Bau für das neue Kernbankensystem in Spanien investiert, die Fertigstellung ist derzeit für Dezember 2024 geplant. Es wurden weiterhin einzelne Investitionen in die bestehende IT-Landschaft durchgeführt, dies hauptsächlich, um die regulatorischen Neuerungen abzudecken. Weiterhin wurden neue Dienstwagen für die Dienstwageninhaber in Deutschland und in Spanien angeschafft. Weitere wesentliche Investitionen wurden nicht getätigt.

3. Risikobericht

3.1 Organisation des Risikomanagements

Die Geschäftsführer der Honda Bank sind für die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation und deren Weiterentwicklung verantwortlich.

Die Risiko-Controlling-Funktion wird durch den Bereich Risikomanagement ausgeübt. Dem Bereich Risikomanagement obliegt die Methodenhoheit für alle Risikomanagement-Verfahren.

Die Risikosteuerungs- und -controllingprozesse sind in eine gemeinsame Geschäfts-, Ertrags- und Risikosteuerung eingebunden und stellen sicher, dass die identifizierten wesentlichen Risiken und Risikokonzentrationen in die Steuerung einbezogen und beurteilt, überwacht und angemessen und zeitnah kommuniziert werden.

Die interne Revision prüft die Risikomanagementfunktion gemäß den Vorgaben des eigenen Prüfungsplans.

3.2 Messung, Überwachung und Steuerung der Risikoarten

Die wesentlichen Risiken werden im Rahmen einer Risikoinventur regelmäßig und ggf. anlassbezogen identifiziert und beurteilt. Die von der Bank identifizierten wesentlichen Risikokategorien sind:

Adressenausfallrisiken

Marktpreisrisiken

Operationelle Risiken

Liquiditätsrisiken

Diese werden in die Risikotragfähigkeitsbetrachtungen abhängig von der Risikoart in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive einbezogen. Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken in der Reihenfolge ihrer Bedeutung, beginnend mit der höchsten Bedeutung, dargestellt.

• Adressenausfallrisiken

In der Honda Bank ist die bedeutendste Risikoart das Adressenausfallrisiko. Im Allgemeinen wird unter dem Adressenausfallrisiko die Gefahr verstanden, dass ein Kreditnehmer die ihm gewährten Kredite nicht oder nicht vollständig vertragsgemäß zurückzahlen kann oder will. Adressenausfallrisiken bestehen in der Honda Bank im Kreditportfolio, mit den Teilportfolien Kredit- und Leasinggeschäft sowie der Einkaufsfinanzierung von Kraftfahrzeugen. Risikokonzentrationen werden hinsichtlich der größten Händler betrachtet.

Die Prüfung, Bewertung, Überwachung und Steuerung sowie Entscheidung von Adressenausfallrisiken erfolgt auf Basis dokumentierter und einheitlicher Standards und Prozesse, die im elektronischen Organisationshandbuch den Mitarbeitern zur Verfügung stehen. Überwacht wird der unerwartete und erwartete Verlust auf Basis der Vorgaben der Kapitaladäquanzverordnung (CRR - Capital Requirements Regulation).

Die Bank wendet die Anforderungen aus IDW RS BFA 7 an und nutzt zur Ermittlung der Pauschalwertberichtigung vereinfachend das IFRS 9 Modell für Stufe 1 und 2. Für den erwarteten Verlust im Kundenkreditgeschäft rechnet die Honda Bank nach internationalen Jahresabschlussstandards (International Financial Reporting Standards / IFRS 9) eine Risikovorsorge auf Basis des erwarteten Kreditverlusts (Expected Credit Loss/ECL). Gemäß IFRS 9 werden alle Kreditengagements in eine von drei Stufen eingeteilt. Bei der erstmaligen Erfassung werden grundsätzlich alle Engagements der Stufe 1 zugeordnet und parameterbasiert der erwartete 12-Monats-Kreditverlust berechnet. Verträge, die eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos aufweisen, werden in die Stufe 2 überführt und parameterbasiert mit einem über die gesamte Laufzeit erwarteten Kreditverlust berechnet. Die erwarteten Verluste der Stufen 1 und 2 stellen die Pauschalwertberichtigung nach IDW RS BFA 7 dar. Ausgefallene Verträge werden unter Anwendung der handelsrechtlichen Ausfalldefinition in Stufe 3 überführt und bilden die Grundlage für die handelsrechtliche Einzelwertberichtigung. Bei der Berechnung der erwarteten Kreditverluste werden unter anderem zukünftige Erwartungen/Forward-Looking-Information über makroökonomische Variablen und den Automobilsektor berücksichtigt.

Unerwartete Kreditverluste für das Kundenkreditgeschäft werden auf Basis des aufsichtsrechtlichen Ansatzes nach Artikel 154 CRR quantifiziert und im Rahmen der ökonomischen Risikotragfähigkeit limitiert. Die in der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit mit haftenden Eigenkapital zu unterlegenden Kreditrisiken werden auf Basis des Kreditrisikostandardansatzes (KSA) bestimmt (siehe CRR Artikel 111 fortfolgende).

Weitere Größen zur Überwachung des Ausfallrisikos im Endkundengeschäft (Retail) sind unter anderem die Quote der im Zahlungsverzug befindlichen Kunden (Arrears Ratio) und die Quote der Nettoabschreibungen (Net Write Off Ratio. Die Nettoabschreibungsquote (Net Write Off Ratio) misst den Kreditverlust nach Abzug der bereits gebildeten Risikovorsorge. Beide Quoten werden monatlich für die relevanten Portfolios ermittelt und an die Geschäftsführung mindestens quartalsweise berichtet.

Die Arreas Ratio und die Net Write off Ratio bewegen sich aufgrund des risikoorientierten Neugeschäfts, der Bearbeitung der sich im Zahlungsverzug befindlichen Kunden und der Abschirmung mit Risikovorsorge grundsätzlich auf akzeptablem Niveau. Aufgeteilt in die Subportfolien ergibt sich im Bereich Automobile eine Arrears Ratio von 0,37% (Deutschland 0,22% und Spanien 0,73%) (31.03.2023: 0,30% Gesamt, Deutschland 0,16% und Spanien 0,64%) sowie im Bereich Motorräder eine Arrears Ratio von 0,76% (Deutschland 0,20% und Spanien 1,11%) (31.03.2023: Gesamt: 0,55%, Deutschland: 0,21% und Spanien: 0,74%). Die Arrears Ratios sind im abgelaufenen Geschäftsjahr in Spanien im Motorradbereich deutlich angestiegen und lagen zum Geschäftsjahresende im gelben Beobachtungsbereich (> 0,75%). Die Arrears Ratios in Deutschland waren im abgelaufenen Geschäftsjahr grundsätzlich stabil und lagen zum Geschäftsjahresende innerhalb der gesetzten Bandbreiten. Der Ausweis der Arrears Ratio wurde im Geschäftsjahr angepasst. Die Arrears Ratios umfassen jetzt nur noch die kritischen Mahnstufen (ab Mahnstufe 3). In den Vorjahrszahlen waren alle Mahnstufen (ab Mahnstufe 1) von der Arrears Ratio erfasst. Mit dem veränderten Ausweis haben sich die Quoten damit zum Stichtag 31.03.24 leicht reduziert.

Die Net Write Off Ratio für den deutschen Markt betrug 0,03% im März 2024 (31.03.2023: 0,03%) und im spanischen Markt 0,00% (31.03.2023: 0,00%) (gesamt: 0,02%, 31.03.2023: 0,02%). Nettoabschreibungen sind aufgrund der Abdeckung mit gebildeter Risikovorsorge unverändert auf niedrigem Niveau.

Durch die zuvor genannten Steuerungs- und Überwachungsmaßnahmen hat die Bank regelmäßig einen Überblick über die Risikolage in der wesentlichen Kategorie Adressenausfallrisiko der Händler- und Kundenfinanzierung.

Per 31.03.2024 betrug die Limitauslastung für Adressenausfallrisiken im ökonomischen Ansatz der Risikotragfähigkeitsberechnung 59% (31.03.2023: 56%). Die leicht gestiegene Limitauslastung resultiert aus einem Anstieg des Kreditvolumens insbesondere im Bereich der Finanzierung der Honda Händler (Einkaufsfinanzierung). Das allokierte Kapital für das Kreditrisiko erhöhte sich leicht aufgrund der Thesaurierung des Vorjahresgewinns und wirkte kompensierend auf die Höhe der Limitauslastung. Migrationsrisiken werden als Teil der Adressenausfallrisiken für Verkaufsfinanzierungen mit Restlaufzeiten von mindestens einem Jahr über Erhöhungen der Ausfallwahrscheinlichkeiten quantifiziert und sind in der Limitauslastung berücksichtigt.

Geopolitische Konflikte (Krieg in der Ukraine, Krieg Palästina/Israel, Angriffe der Huthi-Rebellen im Jemen) dominieren weiterhin den öffentlichen Fokus und die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung bleibt hoch (z. B. China/Taiwan-Konflikt, bevorstehende US-Wahlen usw.). Alle Konflikte können zu (neuen) Lieferstörungen, steigenden Preisen und Zinssätzen führen und einen (stärkeren) wirtschaftlichen Abschwung auslösen. Aufgrund der Fokussierung der Honda Bank auf Deutschland und Spanien besteht kein Kreditrisiko in der Ukraine, Russland, Palästina oder Israel und es können keine direkten Kreditverluste auftreten. Indirekte Auswirkungen der geopolitischen Konflikte wie (neue) Lieferstörungen, höhere Preise und Zinssätze sowie ein (stärkerer) wirtschaftlicher Abschwung könnten zu einem höheren Kreditrisiko und Kreditverlusten bei der Honda Bank führen. Auf das Adressenausfallrisiko der Bank werden derzeit keine wesentlichen Auswirkungen von geopolitischen Konflikten (z.B. anhaltender Ukraine Krieg) erwartet.

• Marktpreisrisiken

Das Marktpreisrisiko bezeichnet das Risiko finanzieller Verluste aufgrund von Änderung der Marktpreise. Marktpreisrisiken werden i.d.R. in Aktienrisiken, Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken und Rohstoffrisiken unterschieden. Aufgrund der Geschäftstätigkeit und der strategischen Ausrichtung der Honda Bank bestehen derzeit nur Zinsänderungsrisiken im Bankbuch. Zinsänderungsrisiken aus Pensionen werden als Teil der Zinsänderungsrisiken bei den Markpreisrisiken berücksichtigt.

Das Zinsänderungsrisiko wird unter Verwendung eines Zahlungsstrom (Cashflow) basierten Ansatzes quantifiziert. In der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit werden alle zinsbezogenen Cash-Flows mit der aktuellen Zinskurve abgezinst. Ergebnis ist der Marktwert des zinsbezogenen Cash-Flows. Das Zinsänderungsrisiko wird aus relevanten Zinsszenarien abgeleitet, wobei das verlustreichste Szenario zur Unterlegung der Risiken herangezogen wird. Das auf dieser Grundlage ermittelte verlustreichste interne Szenario resultiert aus einer parallelen Senkung der Zinskurve um -2,00% und würde per 31.03.2024 zu einem potenziellen Verlust von 5,3 Mio. EUR führen (31.03.2023: 3,9 Mio. EUR; verlustreichste interne Szenario war eine parallele Erhöhung der Zinskurve um +3,50%). Im Vergleich zum Vorjahr erhöht sich das barwertige Zinsänderungsrisiko vorwiegend aufgrund einer veränderten Refinanzierungspolitik. Zur Erhöhung der strukturellen Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio / NSFR) wurde mehr längerfristige Refinanzierung abgeschlossen. Mehr längerfristige Refinanzierung wirkt sich in einem Szenario sinkender Zinsen risikoerhöhend aus. Dies führte zu einem Szenariowechsel von +3,50% (interne parallele Erhöhung der Zinskurve) auf -2,00% (parallele Senkung der Zinskurve) und zu einem Anstieg des Zinsrisikos. Per 31.03.2024 ergab sich eine Limitauslastung für Marktpreisrisiken von 76% (31.03.2023: 58%) in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit. Der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwachte Zinsrisikokoeffizient und die entsprechenden Frühwarnindikatoren sind aber weit unter den definierten Schwellenwerten der Aufsicht. Neben dem barwertigen Zinsänderungsrisiko werden auch die Auswirkungen auf das periodische Zinsergebnis auf Basis verschiedener Zinsszenarien untersucht. Im Vergleich zum Vorjahr führt aus periodischer Sicht die veränderte Refinanzierungspolitik verbunden mit dem Anstieg der variablen Kreditfinanzierungen für die Honda Händler (Einkaufsfinanzierung) zu einem stärkeren Rückgang des periodischem Zinsergebnis in einem Szenario fallender kurzfristiger Zinsen.

Dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip wird gemäß dem Konzept der verlustfreien Bewertung nach IDW RS BFA 3 des Zinsbuchs dadurch Rechnung getragen, dass für einen eventuellen Verpflichtungsüberschuss aus der Bewertung der gesamten Zinsposition des Zinsbuchs eine Drohverlustrückstellung zu bilden wäre. Im Rahmen einer GuV-orientierten Betrachtung des Bestandsgeschäfts der Honda Bank wurde unter Berücksichtigung der Schließung von Festzinspositionen sowie von Risikokosten und Verwaltungskosten ein Periodenergebnis ermittelt. Die Bildung einer Drohverlustrückstellung war demnach nicht erforderlich.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stiegen die Renditen entlang der kurzfristigen Zinskurve weiter an. Die Entwicklung wurde geprägt durch die Entscheidungen der europäischen Zentralbank (EZB), ihre Leitzinsen zur Bekämpfung der Inflation weiter anzuheben. Der Zinssatz für das Hauptrefinanzierungsgeschäft der EZB betrug 4,50% Ende März 2024 (März 2023: 3,50%). Der fortgesetzte Anstieg der kurzfristigen Renditen führte zu erhöhten Refinanzierungskosten für kurzfristige Wertpapieremissionen und Darlehen. Die Refinanzierungskosten für langfristige Darlehen erhöhten sich ebenfalls, da niedrigverzinste Altdarlehen durch neue Darlehen im erhöhten Zinsumfeld ersetzt werden mussten (normative Perspektive der Risikotragfähigkeit). In der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit reduzierte sich der Barwert des Zinsbuchs der Honda Bank (ökonomischer Verlust).

• Operationelle Risiken

Unter einem operationellen Risiko versteht man gemäß Basel III und der CRR das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden (Art. 4 Nr. 52 CRR).

Im Rahmen einer Risikoinventur für operationelle Risiken werden relevante Risikoszenarien identifiziert und mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit und einer Schadenshöhe bewertet. Risiken, die sich aus der Auslagerung von Leistungen ergeben, werden im Rahmen des operationellen Risikos berücksichtigt.

Das Risikomodell umfasst auch explizit Risiken aus strafbaren Handlungen (interne und externe "Betrugsrisiken"), das Risiko der Bank zur Geldwäsche missbraucht zu werden, Rechtsrisiken und Risiken aus dem Bereich Personal. Für die im Rahmen der Inventur identifizierten Risikoszenarien wird grundsätzlich entschieden, welche Strategie verfolgt wird, und ggf. werden Sicherungsmaßnahmen getroffen.

Im Rahmen der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit werden operationelle Risiken auf Basis aufsichtsrechtlicher Vorgaben quantifiziert und mit Hilfe der internen Risikoszenarien plausibilisiert. Per 31.03.2024 betrug die Limitauslastung für operationelle Risiken 62% (31.03.2023: 62%). In der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit wird das operationelle Risiko mit Hilfe des aufsichtsrechtlichen Basisindikatoransatzes gemäß Artikel 315 CRR geschätzt und mit den operationellen Risikoszenarien der Bank plausibilisiert. Der mit Hilfe des Basisindikatoransatzes abgeleitete Risikowert wird in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit mit Kapital limitiert. Die in der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit mit haftenden Eigenkapital zu unterlegenden operationellen Risiken werden ebenfalls auf Basis des aufsichtsrechtlichen Basisindikatoransatzes bestimmt.

Die Auswirkungen von geopolitischen Konflikten (Krieg in der Ukraine, Krieg Palästina/Israel, Angriffe der Huthi-Rebellen im Jemen) auf das operative Risiko der Bank, wie z. B. Betrug (intern oder extern) aufgrund steigender Preise für Waren und Dienstleistungen, insbesondere Energie sowie Risiken aufgrund von Cyberangriffen, die in der Vergangenheit von russischen Hackern durchgeführt wurden, haben sich bisher nicht manifestiert und werden weiter als gering eingeschätzt.

Zur Abdeckung möglicher Risiken aus Widerrufsklagen, mit denen Kunden versuchen, Ansprüche aus angeblich falschen Widerrufsbelehrungen geltend zu machen, hat die Bank unverändert eine Rückstellung von TEUR 115 gebildet (31.03.2023: TEUR 115), um den bestehenden Unsicherheiten bis zum Vorliegen gefestigter höchstrichterlicher Rechtsprechung Rechnung zu tragen. Von den bis zum Bilanzstichtag eingegangenen 50 Klagen sind aktuell noch 2 Verfahren offen, eines davon beim Bundesgerichtshof. In den meisten Fällen hatte HBG vor Gericht Erfolg. Der Bundesgerichtshof, der in der Vergangenheit zugunsten der deutschen Banken entschieden hat, hatte hier jedoch seine Meinung geändert und vertritt nun die Ansicht des Europäischen Gerichtshofs. Danach sind deutschen Banken nicht mehr geschützt, wenn sie den Gesetzestext verwendet hatten. Derzeit warten deutsche Gerichte auf die endgültige Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs in bestimmten Fragen, insbesondere wenn die Absicht des Kreditnehmers unredlich ist. Es besteht dahingehend weiterhin das Risiko, dass neue Klagen eingehen.

• Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass benötigte liquide Mittel nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen oder nur zu erhöhten Kosten beschafft werden können.

Die Honda Bank vermeidet grundsätzlich Risiken aus der Fristentransformation. Insofern ergeben sich grundsätzlich keine wesentlichen Risiken aus einer Fristentransformation für das Bestandsgeschäft.

Die kurzfristigen Liquiditätsrisiken werden von Treasury gesteuert und überwacht. Neben Treasury überwacht die Organisationseinheit Risikomanagement arbeitstäglich die Einhaltung der Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio / LCR) und der strukturellen Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio / NSFR). Die LCR und NSFR-Anforderungen wurden im Berichtsjahr nicht unterschritten.

Zum 31.03.2024 betrug die LCR 137% (31.03.2023: 163%). Die NSFR betrug 104,2% (31.03.2023: 104,1%).

Die geopolitischen Konflikte (Krieg in der Ukraine, Krieg Palästina/Israel, Angriffe der Huthi-Rebellen im Jemen) hatten bisher keine direkten Auswirkungen auf die Finanzierungsbedingungen und die Liquidität der Honda Bank. Mit den bestätigten Kreditlinien in Höhe von 120 Mio. EUR (davon 110 Mio. EUR nicht ausgenutzt) war die Refinanzierung der Honda Bank jederzeit gesichert.

Liquiditätsrisiken werden in Form von erhöhten Refinanzierungskosten im adversen Szenario und im risikoartenübergreifenden Stresstest für einen schweren konjunkturellen Abschwung in der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigt.

• Berücksichtigung von ESG (Environmental, Social & Governance) Risiken (Risken aus Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung)

Risiken aus Ereignissen oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung (Environmental, Social & Governance / ESG Risiken) und deren Auswirkungen auf die Risikoarten der Bank (u.a. Adressenausfall-, Marktpreis-, operationelles Risiko und Liquiditätsrisiko) werden im Rahmen der Risikoinventur analysiert und bewertet. Die kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen von ESG-Faktoren auf die Risiken der Bank wurden im Rahmen der Risikoinventur als gering bis moderat eingestuft. In der Risikotragfähigkeit werden die Auswirkungen von ESG-Faktoren ferner berücksichtigt (z.B. über Aufschläge auf die Risikotreiber). Über einen gesonderten ESG-Stresstest werden mögliche Stresseffekte eines Flutszenarios analysiert und bewertet. Der ESG-Stresstest zeigt robuste Ergebnisse - die Kapitalbasis der Bank ist ausreichend, um die negativen Stresseffekte abzudecken. Darüber hinaus wird für das Kreditportfolio der Verkaufsfinanzierung auf Basis der finanzierten Objekte regelmäßig ein ESG-Score ermittelt. Das finanzierte Kreditportfolio in der Verkaufsfinanzierung wurde per Geschäftsjahresende im Durchschnitt mit der drittbesten Note A3 bewertet (31.03.23: B1 - viertbeste Note).

3.3 Reporting

Der Bereich Risikomanagement berichtet Risiken grundsätzlich monatlich an die Geschäftsleitung (vierteljährlich über die Risikoberichte und monatlich über die Management Meetings). Des Weiteren gibt es ad-hoc Berichterstattung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es ad-hoc Meldungen zur strukturellen Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio / NSFR), da die intern definierte Warnschwelle kurzfristig unterschritten wurden. Gegenmaßnahmen wurden von Treasury unmittelbar eingeleitet. Die regulatorischen Mindestgrenzen wurden zu jeder Zeit eingehalten.

Der Risikobericht umfasst neben einer mit einem Ampelsystem versehenen Kurzübersicht zur Risikotragfähigkeit und den Entwicklungen der wesentlichen Risikoarten einen detaillierten Bericht zu Entwicklungen der wesentlichen Risiken und der Risikotragfähigkeit in der ökonomischen und normativen Perspektive (inkl. Kapitalplanung). Für beide Perspektiven der Risikotragfähigkeit werden zudem Stresstests durchgeführt und die Ergebnisse im Risikobericht dargestellt. Neben der Darstellung wird die Risikosituation beurteilt und falls erforderlich werden Handlungsvorschläge unterbreitet.

3.4 Zusammenfassende Darstellung

Die Risikotragfähigkeit der Honda Bank wird im Rahmen des Risikomanagements laufend überwacht und sichergestellt. Hierzu wird auf der Grundlage des Gesamtrisikoprofils ermittelt, ob die wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial (RDP), unter Berücksichtigung von Konzentrationen, laufend abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Zur Ermittlung des Risikodeckungspotentials verwendet die Bank grundsätzlich das gemäß CRR ermittelte Kernkapital, sofern das barwertig ermittelte Risikodeckungspotenzial nicht niedriger ist.

Die Risikotragfähigkeit der Honda Bank war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die Nutzung der Risikokapitallinien in der ökonomischen Perspektive bewegt sich auf niedrigem Niveau und lag per 31.03.2024 bei 50,9% (31.03.2023: 47,7%), wobei nur 75% (115,5 Mio. EUR, 31.03.2023: 111,8 Mio. EUR) des regulatorisch zur Verfügung stehenden Kapitals als Risikokapital allokiert wurden.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive stellt sich am 31. März 2024 wie folgt dar:

Die Auslastung der Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive auf Basis der Risikoprognose aus März 2023 für März 2024 stellte sich mit den tatsächlich allokierten Kapitallimiten am 31.03.2024 wie folgt dar:

Die Prognose der Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive für März 2024 (aus März 2023) basierte auf einem vereinfachten Ansatz, der unterstellt, dass sich die Adressenausfall- und Zinsänderungsrisiken linear zum geplanten Kreditwachstum entwickeln. Für operationelle Risiken wurde keine Veränderung unterstellt. Die Limitauslastung der Bank ist im März 2024 mit 50,9% (Prognose: 47,0% basierend auf den tatsächlichen Kapitallimiten per 31.03.2024) leicht höher als erwartet. Bei den Adressenausfallrisiken führt ein höher als geplantes Kreditvolumen zu einer Risikoerhöhung im Vergleich zur Prognose. Beim Zinsänderungsrisiko ist der Haupttreiber des Risikoanstiegs die veränderte Refinanzierungspolitik zur Erhöhung der strukturellen Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio / NSFR). Der Anstieg der operationellen Risken im Vergleich zur Prognose ist auf die jährliche Anpassung des verwendeten Basisindikatoransatzes zurückzuführen.

Um die Risikotragfähigkeit der Bank auch zukünftig sicherzustellen, wird die Risikotragfähigkeitsberechnung über eine normative Perspektive um eine Mehrjahresplanung ergänzt, wodurch ein gegebenenfalls zusätzlicher Kapitalbedarf frühzeitig identifiziert werden soll. Der Kapitalplanungsprozess der Bank betrachtet dabei zum Bilanzstichtag einen Zeitraum von mindestens drei Jahren. Die folgende Grafik stellt einen Plan-Ist Vergleich in der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit dar. Dabei werden die definierten Kennzahlen (Gesamtkapitalquote, interne Großkreditschwelle und Verschuldungsquote) am 31.03.2024 mit den Planzahlen gemäß der Planung per 31.03.2023 verglichen.

Normative Perspektive der Riskotragfähigkeit Ist Plan
Kapitalplanungsprozess 100ki 100ki
März 24 März 24 (per 31.03.23)
Gesamtkapitalquote 19,16% 21,37%
Großkreditgrenze
Interne Großkreditschwelle (10% des Kernkapitals) nicht überschritten nicht überschritten
Verschuldungsquote 16,86% 18,47%

Die tatsächlichen aufsichtlichen Kennzahlen am 31.03.2024 zeigen eine negative Abweichung im Vergleich zur Planung am 31.03.2023. Grund dafür ist ein deutlich höheres realisiertes Kreditvolumen im Bereich der Finanzierung der Honda Händler (Einkaufsfinanzierung) und damit verbundene höhere (risikogewichtete) Aktiva als ursprünglich geplant. Alle gesetzten Zielgrößen und Limite in der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit wurden im Geschäftsjahr eingehalten. Die Kapitalplanung im Basisszenario der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit zeigt, dass die aktuell für die Steuerung verwendete Mindestkapitalquote (14,70%, inklusive Eigenmittelempfehlung in Höhe von 1,75% und antizyklischen Kapitalpuffer in Höhe von 0,75% angenommen für Deutschland und Spanien) über den Planungshorizont eingehalten wird.

Die Adressausfallrisiken der Honda Bank bewegen sich in Bezug auf den Forderungsbestand auf einem niedrigen Niveau und die Risikovorsorge ist angemessen.

Die Honda Bank geht grundsätzlich keine Risiken aus der Fristentransformation ein, das Bestandsgeschäft ist grundsätzlich laufzeitkongruent finanziert. Zinsänderungsrisiken werden mittels unterschiedlicher Zinsszenarien ermittelt und liegen weit unterhalb der aufsichtsrechtlichen Überwachungsgrenzen. Operationelle Risiken werden auf Basis aufsichtsrechtlicher Vorgaben quantifiziert und mit Hilfe interner, potenzieller Risikoszenarien plausibilisiert. Die quantifizierten Risiken für das operationelle Risken bewegen sich innerhalb des allokierten Risikokapitals und befinden sich auf einem angemessenen Niveau.

Die Honda Bank vertritt eine konservative Risikopolitik, die ihren Ausdruck in der geringen Auslastung des Risikokapitals (per 31.03.2024: 50,9% ohne Puffer, 31.03.2023: 47,7% in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit) und den insgesamt konservativen Vorgaben zur Quantifizierung und Eingehung von Risiken findet.

4. Prognosebericht

Im Jahr 2023 wurden nach Angaben des KBA in Deutschland 2,84 Mio. Pkw-Neuwagen zugelassen. Dies ist eine Steigerung von 7,3% im Vergleich zum Vorjahr. In Spanien betrugen die Neuzulassungen laut ACEA im Bereich PKW 0,95 Mio., was 16,7% oberhalb des Vorjahresniveaus liegt. Laut des Verbands Europäischer Motorradhersteller wurden in den fünf größten europäischen Märkten (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und UK) 1.049.898 Neufahrzeug-Registrierungen im Jahr 2023 erreicht, was einem Anstieg von ca. 10,5% (Quelle: ACEM) zu 2022 entspricht. In Deutschland wurden 213.801 (i. Vj. 199.410) Motorräder neu zugelassen (Quelle: ACEM), was einem Zuwachs von 7,2% entspricht. In Spanien lagen die Neuzulassungen für motorisierte Zweiräder bei 201.115 (i. Vj. 176.961) (Quelle: ACEM), also 13,6% höher als im vorherigen Jahr. Eine verlässliche Prognose der Zulassungszahlen für 2024 ist nicht möglich, da hierfür nur eingeschränkt belastbare Zahlen verfügbar sind.

Die Zinsentwicklung an den Zinsmärkten ist im kommenden Wirtschaftsjahr weiterhin ein Thema, im Euroraum geht man aktuell von sinkenden Zinsen aus, welche sich auf die zukünftige Preisgestaltung der Leasing- und Finanzierungsprodukten auswirken werden. Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im April auf 89,4 Punkte gestiegen, nach 87,9 Punkten im März. Dies ist der dritte Anstieg in Folge. Die Unternehmen waren zufriedener mit den laufenden Geschäften. Auch die Erwartungen hellten sich auf. Die Konjunktur stabilisiert sich, vor allem durch die Dienstleister.

Das Geschäftsklima der deutschen Automobilindustrie hat sich im März aufgehellt. Der Indikator stieg auf - 5,8 Punkte, nach -9,9 Punkten im Februar. "Die deutsche Automobilbranche scheint nun endgültig das konjunkturelle Tief vom zweiten Halbjahr 2023 verlassen zu haben und sieht wieder zuversichtlicher in die Zukunft", sagt Anita Wölfl, Fachreferentin am ifo Zentrum für Industrieökonomik und neue Technologien.

Die Honda Bank ist von diesem Angebots- und Nachfrageverhalten in der Automobilindustrie betroffen, da sie indirekt von den Absatzzahlen des Herstellers Honda abhängig ist. Für 2024 rechnet dieser im Bereich Automobil sowohl in Deutschland als auch in Spanien mit höheren Verkaufszahlen als im Vorjahr, aber weiterhin auf niedrigem Niveau. Im Bereich Motorräder werden in Deutschland rückläufige Zahlen auf hohem Niveau erwartet, in Spanien rechnet der Hersteller mit einer gleichbleibenden Entwicklung von verkauften Einheiten, weiterhin auf hohem Niveau.

Die Honda Bank plant, ausgehend von der Entwicklung beim Hersteller und unter Einbeziehung der Penetrationsraten, mit steigenden Finanzierungsvolumen im Bereich Automobil und einer rückläufigen Entwicklung im Bereich Motorrad in Deutschland. In Spanien wird von steigenden Finanzierungsvolumina im Bereich Automobil und, aufgrund einer höher geplanten Penetration, auch von steigenden Finanzierungsvolumina im Bereich Motorrad ausgegangen. Für die Neugeschäftsentwicklung im Gebrauchtfahrzeugbereich erwarten die Honda Bank für Deutschland und Spanien leicht rückgängige Geschäftsvolumina, bei den gebrauchten Motorrädern wird in Deutschland von einer leicht rückläufigen Entwicklung ausgegangen, in Spanien plant man mit einer gleichbleibenden Entwicklung.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 rechnet die Honda Bank daher bei den finanziellen Leistungsindikatoren mit einem Neugeschäftsvolumen von etwa 175-185 Mio. EUR in Deutschland, in Spanien erwartet die Honda Bank ein Neugeschäftsvolumen von etwa 130-140 Mio. EUR. Bei angenommenen Neugeschäft in Deutschland und Spanien über Vorjahresniveau, einer Refinanzierungssituation mit einer sinkenden Zinskurve und einem gleichbleibenden Kostenniveau erwartet die Bank für das Geschäftsjahr 2024/2025 eine Nettozinsmarge von 4,43%, eine Cost Income Ratio von 48,54% und ein Ergebnis vor Steuern von etwa 7,5 Mio. EUR.

Den Prognosen sowie den Vergleichswerten innerhalb des Prognose- und Chancenberichts liegt die Planung nach Handelsrecht zugrunde, während der Konzern nach IFRS steuert. Für den Ausblick 2024/2025 wurde eine Budgetplanung nach IFRS erstellt.

Bezüglich des nichtfinanziellen Leistungsindikators Mitarbeiterzufriedenheit plant die Honda Bank weiterhin mit einem Gesamtergebnis in vergleichbarer Höhe (3,00), welches sich oberhalb der durch den Konzern definierten Komfortzone befindet (2,75).

Auf die Risikotragfähigkeit der Bank werden derzeit keine wesentlichen Auswirkungen von geopolitischen Konflikten (z.B. anhaltender Ukraine Krieg) erwartet. Die Geschäftsplanung der Bank berücksichtigt die Auswirkungen von geopolitischen Konflikten (z.B. Ukraine Krieg) einschließlich Lieferschwierigkeiten, Preiserhöhungen und Zinsanstiege der Vergangenheit und bildet die Grundlage für die Risikotragfähigkeit. Die verschiedenen von der Bank verwendeten Stressszenarien (z.B. schwerer konjunktureller Abschwung) können zur Abschätzung möglicher unerwarteter Auswirkungen auf die Bank betrachtet werden. In den Stressszenarien werden beispielsweise unerwartete Rückgänge des Neugeschäfts oder ein Anstieg der Adressenausfallrisiken im Vergleich zur Geschäftsplanung simuliert. In den Stressszenarien ist die Risikotragfähigkeit der Honda Bank gegeben.

Zusammengefasst geht die Honda Bank von einer leicht besseren Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr aus.

5. Chancenbericht

Die Honda Bank wird auch in den kommenden Jahren mit innovativen Produkten und Dienstleistungen die Absatzstrategie des Herstellers und der Vertragshändler wirksam unterstützen und den Endkunden bei der Finanzierung ihres Autos oder Motorrads durch kombinierte Mobilitätsprodukte entsprechend professionelle Angebote unterbreiten.

Dabei steht die Unterstützung des Konzerns bei der Einführung neuer Fahrzeuge und insbesondere bei der Umsetzung seiner Elektrifizierungsstrategie im Vordergrund. Sofern der Konzern plant, wieder eine höhere Anzahl von Fahrzeugen (Stückzahl als auch Fahrzeugarten) nach Europa zu bringen, hat die Honda Bank die Grundlagen geschaffen, diese mit den aufgeführten Finanz- und Leasingprodukten zu unterstützen.

Weiterhin erfolgt derzeit in der Niederlassung in Spanien der Austausch des Kernbankensystems zu weiterer Erhöhung des Digitalisierungsgrades sowie zur Verbesserung der Kostenstruktur. Darüber hinaus wird die Honda Bank im kommenden Geschäftsjahr Synergien mit anderen Finanzgesellschaften im Konzern erarbeiten, um die eigene Performance, die Penetrationsraten sowie die Profitabilität weiter zu verbessern.

Zusätzlich zum Finanzierungsgeschäft wird die Honda Bank sowohl das Versicherungsgeschäft als auch das Kooperationsgeschäft mit Banken in Europa, in denen sie nicht selbst vertreten ist, weiter ausbauen.

Aufgrund der vielfältigen und marktgerechten Produkte und Dienstleistungen in Zusammenspiel mit der guten Eigenkapital- und Liquiditätsstruktur sowie den aus dem Geschäftsmodell folgenden überschaubaren Risiken wird die zukünftige Entwicklung der Honda Bank, auch bei der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage als Folge der vielfältigen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, als zufriedenstellend bewertet.

 

Frankfurt am Main, den 11. Juni 2024

Honda Bank GmbH

Joe Crump, Geschäftsführer

Ingo Husemeyer, Geschäftsführer

Volker Boehme, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Honda Bank GmbH, Frankfurt am Main

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Honda Bank GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Honda Bank GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Wir haben die folgenden Sachverhalte als die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte bestimmt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind:

BEWERTUNG VON FORDERUNGEN AN KUNDEN NACH EINEM MODELLBASIERTEN ANSATZ

Sachverhalt

Im Jahresabschluss der Honda Bank GmbH zum 31. März 2024 werden nach Abzug der gebildeten Risikovorsorge in Höhe von EUR 8,9 Mio. Forderungen an Kunden aus Händlerfinanzierungen und direkten Endkundenfinanzierungen in Höhe von EUR 736,2 Mio. ausgewiesen.

Für die Forderungen an Kunden im Rahmen der direkten Endkundenfinanzierungen erfolgt die Ermittlung der Risikovorsorge für latente Risiken sowie auch weit überwiegend für akute Risiken auf Basis einer parameterbasierten Expected-Loss-Berechnung. Im Rahmen der Bewertung nutzt die Honda Bank GmbH die Vereinfachungsregelung gemäß IDW RS BFA 7 und wendet das IFRS 9 Risikovorsorgemodell für Kredite, die nach der Ausfalldefinition der Bank noch nicht ausgefallen sind, der Stufen 1 und 2 für den handelsrechtlichen Abschluss an.

Die Geschäftsführung trifft zur Ermittlung der Risikovorsorge Ermessensentscheidungen hinsichtlich der Auswahl des verwendeten Modells sowie den im Modell verwendeten Schätzparametern, unter anderem Ausfallwahrscheinlichkeiten, Verlustquoten bei Ausfall, zukünftige Erwartungen über makroökonomische Variablen sowie geschätzte Forderungsbeträge bei Ausfall und bildet entsprechend Pauschalwertberichtigungen.

Im Rahmen der Prüfung stellt die Ermittlung der Risikovorsorge für Forderungen an Kunden einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar, da sich diese Ermessensentscheidungen wesentlich auf die Bewertung der Forderungen an Kunden auswirken.

Bezüglich der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Anhangs sowie auf Abschnitt 2.4 sowie Abschnitt 3.2 des Lageberichts.

Prüferische Reaktion

Auf der Basis unserer Risikobeurteilung haben wir zur Erlangung unseres Prüfungsurteils sowohl kontrollbasierte Prüfungshandlungen als auch aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt.

In einem ersten Schritt haben wir uns zunächst einen Überblick über die Entwicklungen der Forderungen aus Händlerfinanzierungen und direkten Endkundenfinanzierungen im Geschäftsjahr verschafft und eine Risikoeinschätzung und Beurteilung des Risikos von wesentlichen falschen Angaben in Bezug auf die Risikovorsorge auf Forderungen an Kunden vorgenommen.

Auf Basis dieser Risikoeinschätzung haben wir Befragungen und Beobachtungen von Geschäftsprozessen zur Identifizierung, Steuerung und Überwachung der Adressausfallrisiken durchgeführt, einen Einblick in verwendete Methoden und Modelle verschafft und die im Rahmen der Geschäftsprozesse implementierten rechnungslegungsrelevanten Kontrollen hinsichtlich ihrer Angemessenheit und Wirksamkeit in Bezug auf die korrekte modellbasierte Ermittlung der Risikovorsorge für Forderungen an Kunden getestet. Dazu haben wir die für die Ermittlung der modellbasierten Risikovorsorge relevanten IT-Systeme und internen Abläufe unter Hinzuziehung von unseren IT-Spezialisten beurteilt.

Wir haben zudem kontrollbasiert die Verfahren zur Identifikation der ausgefallenen Kredite sowie die korrekte Einstufung der einzelnen Engagements in Stufen 1 und 2 des IFRS 9-Modells beurteilt.

Darauf aufbauend haben wir unter Einbeziehung von Spezialisten insbesondere die folgenden aussagebezogenen Prüfungshandlungen durchgeführt:

Wir haben uns von der Angemessenheit des verwendeten Modells, insbesondere von den in der Berichtsperiode für die Ermittlung der Risikovorsorge herangezogenen Verhaltensscorekarten überzeugt.

Wir haben zudem untersucht, ob die wesentlichen Schätzparameter für die Ermittlung der modellbasierten Risikovorsorge methodisch sachgerecht und rechnerisch zutreffend ermittelt und richtig in das Modell zur Ermittlung der Risikovorsorge auf Forderungen an Kunden einbezogen werden.

Wir haben die Validierung wesentlicher Schätzparameter einschließlich der in der Berichtsperiode verwendeten Verhaltensscorekarten nachvollzogen.

Wir haben die bei der Berechnung des erwarteten Verlustes berücksichtigten zukünftigen Erwartungen über makroökonomische Variablen berücksichtigt.

Darüber hinaus haben wir in Stichproben die modellbasierte Ermittlung der Risikovorsorge nachvollzogen und deren rechnerische Richtigkeit überprüft.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSGREMIUMS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Das Aufsichtsgremium ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

ÜBRIGE ANGABEN GEMÄß ARTIKEL 10 EU-APRVO

Wir wurden von der Gesellschafterversammlung am 2. August 2023 als Abschlussprüfer gewählt.

Wir wurden am 24. Januar 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2022/2023 als Abschlussprüfer der Honda Bank GmbH tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an das Aufsichtsgremium nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Michael Büning.

 

Frankfurt am Main, 18. Juni 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rist, Wirtschaftsprüfer

Büning, Wirtschaftsprüfer

Item 3b

Decision of the Shareholder Committee on the allocation of the annual surplus and relief of the Board of Directors for the financial year 2023/2024

Entscheidung der Gesellschafterversammlung zur Verwendung des Jahresüberschusses und zur Entlastung der Geschaftsführung fur das Geschäftsjahr 2023/2024

Der der Gesellschafterversammlung von der Geschäftsführung vorgelegte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird hiermit genehmigt. The 100 Kl Financial Statements for fiscal year 2023/2024 as presented by BDO and the Managing Directors is herewith approved.
Dem Vorschlag der Geschäftsführung der Honda Bank GmbH, den Jahresüberschuss nach Handelsrecht des Geschäftsjahres 2023/2024 in Höhe von € 6.433.088,07 mit einem Betrag von € 2.083.024,07 den Gewinnrücklagen zuzuführen, wird zugestimmt The proposal of the Board of Directors of Honda Bank GmbH to allocate the annual surplus on German local GAAP of the financial year 2023/2024 amounting to € 6.433.088,07 with an amount of € 2.083.024,07 to retained earnings is herewith approved.
Weiterhin wird dem Vorschlag der Geschäftsführung der Honda Bank GmbH zugestimmt, eine Dividende in Höhe des verbleibenden Betrages des Jahresergebnisses 2023/2024 in Höhe von € 4.350.064,00 an den Gesellschafter auszuschütten. Furthermore, the proposal of the Board of Directors of Honda Bank GmbH to pay the remaining annual surplus of the financial year 2023/2024 amounting to € 4.350.064,00 as a dividend to the shareholder, is approved.
Den Geschäftsführern der Honda Bank GmbH wird hiermit für das Geschäftsjahr 2023/2024 Entlastung erteilt. Ihre Entscheidungen und Aktionen für das Geschäftsjahr werden hiermit genehmigt. The Managing Directors of Honda Bank GmbH are hereby granted relief for fiscal year 2023/2024. Their decisions and actions for this fiscal year are approved.

 

Frankfurt, 03.07.2024

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