Stammdaten

Register
Amtsgericht Rostock HRB 256
Eingetragen
12.7.1990
Branche
BeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit FlachglasHerstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion von Fenster und Türen sowie anderer Bauelemente und der Handel mit diesen und verwandten Erzeugnissen. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben, vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen, und zwar auch als persönlich haftende Gesellschafterin. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle zweckdienlichen Geschäfte zu tätigen, die mit dem Gegenstand des Unternehmens in Zusammenhang stehen. Weiterhin ist sie zur Errichtung von Zweigniederlassungen berechtigt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Frehse
seit 27.9.2018
Geschäftsführer
Stefan Frehse
seit 27.9.2018
Geschäftsführer
Enrico Eichloff
seit 26.1.2012
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.01% identifiziert99.99% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
0.01%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
FRESAND Immobilien GmbH & Co KG
Germany
1.533.880 €
99.99%
H***** F*****
124 €
0.01%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FRESAND GmbH

Reddelich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

FRESAND GmbH, Reddelich

1. Zum Geschäftsverlauf

Im Berichtsjahr 2023 haben sich die Lieferbedingungen für die von uns benötigten Materialien nach der Corona Pandemie wieder normalisiert. Die Lieferzeiten gingen wieder auf das Vorcoronaniveau zurück, so dass wir unsere Produktion und auch die Auslieferungstermine wieder genau planen konnten, was vorher nicht oder kaum möglich war. Das ursprüngliche Preisniveau wurde aber bei weitem nicht wieder erreicht. Die in der Pandemie geforderten hohen Preise für die von uns benötigten Materialien wurden zwar etwas gesenkt, blieben aber auf weitaus höherem Niveau als zuvor. Dies haben wir natürlich in unseren Preiskalkulationen berücksichtigt und in die Angebote einfließen lassen.

Der Umsatz ist in der Fensterbaubranche immer zu einem gewissen Grad von den verarbeiteten Materialien und Zukäufen für die Abarbeitung der Objekte abhängig. Die Objekte unterscheiden sich manchmal sehr stark in der Wertintensität der eingesetzten Materialien. Dies wirkt sich aber nicht zwangsläufig und unmittelbar auf das Ergebnis aus. Die Steigerung der Gesamtleistung in 2023 ist aber zum größten Teil durch Materialpreiserhöhungen begründet.

Die positive Entwicklung der Gesamtleistung ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass es zum großen Teil gelungen ist, die gestiegenen Einkaufspreise an den Kunden weiterzugeben.

Die Bildung von Überstundenkonten hat sich auch im Jahr 2023 wieder als sinnvolle Maßnahme für die Personalbindung und zur Kostenreduzierung in den auftragsschwachen Zeiten erwiesen.

In den drei Bereichen Kunststoff, Holz und Aluminium gab es insgesamt eine gute Auslastung. Es gab keinen Bereich der unter erheblichem Auftragsmangel gelitten hat. Bei Auftragsspitzen in den einzelnen Bereichen konnte oft auf Hilfestellung aus anderen Bereichen zurückgegriffen werden.

Es hat sich wieder bewährt, dass es gut ist, alle Materialien anbieten zu können, das heißt, dem Kunden alles anzubieten, so dass er nicht in Versuchung kommt, andere Anbieter zu beauftragen.

Mit unseren 14 Bauleitern konnten wir auch im Jahr 2023 alle Aufträge aus Sicht der Bauleitung kapazitätsmäßig absichern und brauchten aus diesem Grund keine Aufträge absagen. Der Bauleiterwettbewerb mit den entsprechenden Prämierungen wirkte sich positiv auf die Leistung in der Bauleitung aus.

Den Fachkräftemangel, der in fast allen Bereichen der Wirtschaft herrscht, spüren wir auch. Dies betrifft alle Bereiche der Firma. Schwerpunkte waren dabei die Kunststoffproduktion, die Holzproduktion und die Montage.

Sehr problematisch ist auch die Ausbildung von Fachkräften. Im Kunststoff- und Aluminiumbereich finden wir kaum Auszubildende für die Berufe Fertigungsmechaniker und Konstruktionsmechaniker. Für die Tischlerausbildung gibt es kaum geeignete Bewerbungen. Von den in den letzten 5 Jahren Ausgebildeten ist keiner mehr in der Firma. Das Problem der Nachwuchsgewinnung wird sich in den nächsten Jahren noch verschärfen.

Das mit Abstand größere Auftragsvolumen wurde auch 2023 wieder im Neubaubereich realisiert.

Der Anteil der Montageaufträge lag auch 2023 mit ca. 80 % des Gesamtumsatzes wieder auf sehr hohem Niveau. Die anderen 20 % waren Lieferaufträge ohne Montage. Die Größe der einzelnen Objektkunden liegt in einem Bereich, in dem gravierende Abhängigkeiten nicht entstehen.

Die Marktposition als Objektverarbeiter im norddeutschen Raum wurde auch 2023 weiter gefestigt, wobei im Raum Mecklenburg-Vorpommern die Marktführerschaft der FRESAND GmbH weiter ausgebaut werden konnte.

2. Zur Lage der Gesellschaft

Die FRESAND GmbH konnte ihre Position auch im Jahr 2023 besonders bei wichtigen und langjährigen Kunden weiter festigen und neue dazu gewinnen.

Die Niederlassung in Glinde bietet neben den deutlich besseren Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter hervorragende Möglichkeiten der Kundenberatung und Kundenbetreuung. Auch die Marktposition im Großraum Hamburg wurde weiter gefestigt.

Der Anteil der in Berlin realisierten Aufträge ist auch 2023 weiter gestiegen. Im Berliner Raum konnten wir zunehmend hochwertige Holz- und Holz-Alu-Fensteraufträge akquirieren.

Die Vermögenslage der FRESAND GmbH ist mit einem Anteil von 17,90% durch das Anlagevermögen, den Vorratsbestand mit 50,96% sowie durch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 11,50% gekennzeichnet.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 28,66%. Die Rückstellungen sind mit einem Anteil von 8,21% der Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr primär aufgrund erhöhter Personal- und Gewährleistungsverpflichtungen um 417 T€ gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden planmäßig getilgt. Die Zahlungsfähigkeit war während des gesamten Geschäftsjahres gegeben. Alle Lieferantenrechnungen wurden generell mit Skonto bezahlt.

Der Jahresüberschuss betrug 675.698,66 € nach 721.833,59 € im Vorjahr. Das ist für uns wieder ein sehr positives Ergebnis, besonders auch aus Sicht des gestiegenen Angebotsdrucks auf Grund des gesunkenen Bauvolumens in der Wirtschaft und im privaten Bausektor.

Einen großen Rückgang mussten wir im privaten Eigenheimneubau verzeichnen. Das hat Gründe in den gestiegenen Baupreisen, in dem hohem Zinsniveau und der Unsicherheit durch die Bundespolitik.

3. Prognosebericht

Der Fenster- und Haustürenmarkt ist unsicherer geworden. Entscheidungen der Ampelregierung verunsichern die Bauherrenschaft und verteuern das Bauen zum Teil erheblich. Baugenehmigungen sind oft mit großen Hürden und langen Bearbeitungszeiten verbunden. Wirksame Konjunkturprogramme fehlen.

Durch intensive Verhandlungen und Zusammenarbeit mit unseren Hauptlieferanten nehmen wir in steigendem Maße schwerpunktmäßig darauf Einfluss, gute Preise zu erzielen, die Fehlerquote bei den Zulieferungen weiter zu senken und die Lieferzeiten entsprechend unseren Anforderungen zu beeinflussen und auch die Mehraufwendungen, die wir hatten, vergütet zu bekommen.

Die 2011 eröffnete Verkaufsausstellung der FRESAND GmbH in Glinde setzt neue Maßstäbe hinsichtlich der Präsentation unserer Produkte und wird ständig mit neuen Produkten aktualisiert. Gleiches betrifft die Verkaufsausstellung am Hauptsitz in Reddelich. Die Akzeptanz in der Metropolregion Hamburg ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen.

Durch die ständig steigenden Energiepreise und die damit verbundenen höheren Anforderungen an den Wärmeschutz der Gebäude ist auch ein erhöhter Sanierungsbedarf, speziell bei Fenstern und Haustüren, entstanden. Dies führt im zunehmenden Maße zum Austausch von alten Fenstern und Haustüren. Die Politik muss aber noch mehr Anreize schaffen.

Der Trend, dass der Betreuungs- und Beratungsaufwand für die Kunden ansteigt, hat sich auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Die Kunden werden, auch durch die Informationen aus dem Internet, zunehmend kritischer. Deshalb nimmt die persönliche Beratung und kompetente Betreuung bis zur Abnahme der Leistung einen immer wichtigeren Platz in der täglichen Arbeit ein.

Die personellen Aufwände zur Abarbeitung der Aufträge sind kontinuierlich angestiegen. Die Mitarbeiter aller Abteilungen werden ständig geschult, um den hohen Anforderungen im Verkauf, der Projekt- und Bauleitung, Produktion und Montage gerecht zu werden.

Im Jahr 2024 erwarten wir weiter leicht steigende Umsätze. Es wird mit einem positiven Jahresergebnis gerechnet.

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der Gesellschaft wird sich auch weiterhin positiv entwickeln. Die Vermögenslage wird auch zukünftig durch das Anlagevermögen und die Forderungen geprägt sein. Die Eigenkapitalquote wird sich bei positiven Jahresergebnissen weiterhin auf hohem Niveau halten.

Alle Produktionsstätten sind durch umfangreiche Investitionen in den letzten Jahren auf einem aktuellen Stand und auch noch den Anforderungen der nächsten Jahre gewachsen. Das neu eingeführte ERP-System ermöglicht eine deutlich bessere Steuerung und Kontrolle unserer Prozesse.

Durch intensive Verhandlungen mit unseren Lieferanten, gute eigene Zahlungsmoral, konsequente Skontoausnutzung und Bonusregelungen wurde der Materialeinkauf als wesentlicher Kostenfaktor im Jahr 2023 unter Kontrolle gehalten.

Die FRESAND GmbH setzt auch weiterhin auf eine hochqualifizierte und motivierte Belegschaft. Hierzu wurden u.a. Schulungspläne erstellt, Leistungskennziffern entwickelt und bewertet sowie leistungsabhängige Gehaltsstrukturen aufgebaut.

Die gesunde Kundenstruktur (Bauunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Händler und Privatkunden) muss auch weiterhin beibehalten werden. Es wird darauf geachtet, keine entscheidenden und gefährlichen Abhängigkeiten zu großen Kunden oder auch zu Lieferanten einzugehen.

Die Notwendigkeit, Energie einzusparen und den CO 2 -Ausstoß zu minimieren, wird sich weiterhin positiv auf die Nachfrage nach hochwärmegedämmten Fenstern und Türen auswirken.

4. Chancen- und Risikobericht

Lt. Prognose wird der Eigenheimbau in den nächsten Jahren hauptsächlich durch die deutlich gestiegenen Baupreise und das stark gestiegene Zinsniveau zurückgehen. Dies ist auch schon deutlich zu merken. Es besteht aber ein sehr hoher Bedarf an Wohnungen in allen Bereichen, was natürlich auch Chancen für uns eröffnet.

Die FRESAND GmbH verfügt über wichtige Planungs- und Kontrollinstrumente, um Risiken frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Risiken der Zukunft liegen insbesondere in der Baukonjunktur, der Entwicklung der Baupreise, der weiteren Entwicklung des Zinsniveaus, der Zahlungsmoral der Kunden, der möglichen Insolvenz von Auftraggebern und den politischen Rahmenbedingungen.

Das Risiko von Zahlungsausfällen wird mit Hilfe eines durchgreifenden Debitorenmanagements minimiert. Wir nutzen konsequent die Möglichkeiten, Informationen über unsere Kunden einzuholen. Kunden, die nicht über die Warenkreditversicherung versichert werden, müssen Vorkasse leisten oder Zahlungsbürgschaften hinterlegen. Bereits bei der Vertragsgestaltung wird durch die eigene Rechtsabteilung aktiv Einfluss darauf genommen.

Eine konsequente Erfassung und Auswertung von Fehlern mit den Verursachern wird weiterhin genutzt, um Qualifizierungs- und Schulungsmaßnahmen gezielt einzusetzen und das eigene Risiko zu minimieren. Die Nachkalkulation und eine ständige Beeinflussung der Produktions- und Materialkosten machen das Kostenrisiko kalkulierbar.

Die FRESAND GmbH wird sich auf Grund der durch die Geschäftsleitung getroffenen und eingeleiteten Maßnahmen unter Berücksichtigung der kalkulierten Risiken auch künftig am Markt behaupten und ihre Marktposition weiter ausbauen.

Chancen ergeben sich insbesondere durch die Synergien aus dem Komplettangebot aller im Fenster- und Türenbau eingesetzten Materialien sowie aus den Investitionen in die Bereiche Kunststoff, Holz und Logistik. Risiken, aber auch Chancen, bestehen zunehmend durch die weitere Konzentration im Bereich des Fenster- und Türenbaus in Deutschland und die Importe besonders polnischer Produkte.

Die allgemein herbeigeführte Energiekrise und die nicht nachvollziehbaren Entscheidungen der Ampelregierung zu diesem Thema in Verbindung mit dem Ukrainekonflikt lassen natürlich ein relativ hohes Risikopotential zurück. Die weitere Entwicklung ist nicht vorhersehbar.

Unsere strategische Ausrichtung geht weiter in Richtung unseres Kerngeschäftes, des Baus und der Montage von Fenstern und Türen in höchster Qualität zu den vereinbarten Terminen. Nebentätigkeiten und -leistungen werden nur noch bedingt angeboten.

 

Reddelich, 10.07.2024

FRESAND GmbH

Harald Frehse, Geschäftsführer

Stefan Frehse, Geschäftsführer

Christian Frehse, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.613.415,39 5.850.546,91
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 426.713,00 513.084,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 426.712,00 513.083,00
II. Sachanlagen 4.063.144,13 4.319.348,05
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.296.706,12 1.044.000,12
2. technische Anlagen und Maschinen 1.809.540,00 2.044.110,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 947.898,01 880.469,01
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.000,00 350.768,42
III. Finanzanlagen 123.558,26 1.018.114,86
1. Beteiligungen 2.646,17 3.083,78
2. Sonstige Finanzanlagen 120.912,09 1.015.031,08
B. Umlaufvermögen 21.096.960,80 19.052.398,51
I. Vorräte 13.137.880,75 11.654.132,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.199.531,12 3.215.481,30
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.759.548,93 4.182.784,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 68.863,36 62.872,71
Aktiva 25.779.239,55 24.965.818,13

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.387.532,08 8.211.833,42
I. Gezeichnetes Kapital 1.534.004,00 1.534.004,00
II. Kapitalrücklage 5.177.829,42 6.644.373,41
III. Gewinn-/Verlustvortrag -688.377,58
IV. Jahresüberschuss 675.698,66 721.833,59
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 2.666,38 6.599,26
C. Rückstellungen 2.115.234,18 1.698.002,90
D. Verbindlichkeiten 16.189.072,06 14.942.641,79
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.035.159,02 1.205.222,20
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.357,18 13.357,18
3. sonstige Verbindlichkeiten 15.140.555,86 13.724.062,41
E. Passive latente Steuern 84.734,85 106.740,76
Passiva 25.779.239,55 24.965.818,13

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.331.976,81 12.849.176,12
2. Personalaufwand 7.795.394,50 7.232.405,63
a) Löhne und Gehälter 6.441.044,87 5.846.922,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.354.349,63 1.385.483,60
davon für Altersversorgung 12.908,07 15.849,27
3. Abschreibungen 813.345,13 721.692,95
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 813.345,13 721.692,95
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.744.590,59 3.827.023,83
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 2.129,00 2.129,00
5. Erträge aus Beteiligungen 800,00 -10.098,42
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43.060,45 18.596,30
davon Erträge aus Abzinsung 11.152,64 6.609,08
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 437,61 18.347,42
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 437,61 18.347,42
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.636,67 31.000,28
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 296.060,69 280.851,35
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 22.005,91
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 111.913,69
10. Ergebnis nach Steuern 700.372,07 746.352,54
11. sonstige Steuern 24.673,41 24.518,95
12. Jahresüberschuss 675.698,66 721.833,59

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

FRESAND GmbH, Reddelich

I. Allgemeine Angaben

Das Unternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Rostock unter der Handelsregisternummer HRB 256 eingetragen.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der Vorschriften für Kapitalgesellschaften und der sie ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes erfolgt.

Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die gesetzlich vorgeschriebenen Vermerke zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung fast ausschließlich im Anhang aufgeführt.

Die bisher angewandten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze haben gegenüber dem Vorjahr keine Änderung erfahren.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten nach der Methode, dass die zuerst angeschafften Vermögensgegenstände zuerst verbraucht werden, unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Soweit erforderlich wurden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge sowie die fertigen Erzeugnisse wurden auf Basis von Einzelkalkulationen zu den Herstellungskosten bewertet. Dabei werden neben den direkt zurechenbaren Materialkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungsgemeinkosten und Materialgemeinkosten, soweit sie unter Berücksichtigung der Normalbeschäftigung anfallen, berücksichtigt.

Forderungen wurden zum Nominalwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung i. H. v. ca. 0,5 % der Nettoforderungen berücksichtigt worden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit Nominalwerten angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert angesetzt und entsprechend der Laufzeit aufgelöst.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Es beträgt 1.534.004,00 Euro.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse beinhaltet einen Zuschuss des Landesförderinstitutes Mecklenburg - Vorpommern. Dieser wurde in Höhe der erhaltenen Zuschüsse in den Sonderposten eingestellt und über die Nutzungsdauer der geförderten Wirtschaftsgüter aufgelöst. Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Zuschüsse betragen im Geschäftsjahr 2023: 3.932,88 Euro (Vorjahr: 3.932,88 Euro).

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 163.053,22 EUR.

Finanzanlagen, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen saldiert. Ein daraus verbleibender passiver Saldo wird in der Bilanz gesondert als "Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Dabei wurden Kostensteigerungen mit Null Prozent berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäfts- und Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Berechnung der passiven latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Der passivische Überhang der Steuerlatenzen ergibt sich aus Bewertungsunterschieden des Anlagevermögens (-469 TEUR), bei Pensionsrückstellungen (115 TEUR) sowie bei Sonstigen Rückstellungen (72 TEUR) und wurde mit einem Ertragsteuersatz von 30% berechnet.

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 2.851,41 EUR (Vorjahr: 7.669,19 EUR).

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

2023
Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 1,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2018 G Dr. Klaus Heubeck

Zum 01.01.2010 ergibt sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen eine Unterdotierung in Höhe von 31.945,00 Euro. Die Gesellschaft hat beschlossen, den aus der am 01.01.2010 geänderten Rückstellungsbewertung resultierenden Differenzbetrag (anfänglich 31.945,00 Euro) gemäß Art. 67 EGHGB bis spätestens 31.12.2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln. Am 31.12.2023 werden 2.129,00 Euro erfasst, sodass sich ein noch nicht erfasster Restbetrag von 2.129,00 Euro ergibt.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 1.238,00 EUR (Vorjahr: 5.810,00 Euro). Dieser Unterschiedsbetrag ist ausschüttungsgesperrt (§ 253 Abs. 6 HGB).

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden EUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 166.137,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 21.000,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 3.083,78

Bei den verrechneten Vermögenswerten handelt es sich um die Beteiligung an einem Private Equity Fonds. Aus Basis der veröffentlichten Fondswerte ergibt sich ein deutlich unter den Anschaffungskosten liegender Zeitwert.

Angaben und Erläuterungen zu den Rückstellungen

Die Rückstellungen für Gewährleistungen wurden aufgrund von Erfahrungswerten der vergangenen fünf Geschäftsjahre gebildet und mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sich im Vergleich zum Vorjahr ergebenden Änderungen des Zinssatzes sind im Finanzergebnis ausgewiesen.

Sicherungsrechte

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch private betragsmäßig beschränkte Bürgschaften eines Geschäftsführers besichert. Daneben besteht eine Einzelsicherungsübereignung von Anlagevermögen der FRESAND GmbH.

Die erhaltenen Anzahlungen sind durch Bankavale besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert.

Angaben zu Restlaufvermerken

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Summe Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.035.159,02 171.304,79 549.252,17 314.602,06
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13.472.377,78 13.472.377,78 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 818.733,64 818.733,64 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.357,18 13.357,18 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 849.444,44 845.044,44 0,00 4.400,00
Summe 16.189.072,06 15.320.817,83 549.252,17 319.002,06

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr betragen TEUR 400 (für Zeiträume nach dem 31.12.2023).

III. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 148 Arbeitnehmer (Vorjahr: 149 Arbeitnehmer) beschäftigt, davon 81 (Vorjahr: 84) im gewerblichen und 67 (Vorjahr: 65) im kaufmännischen Bereich.

Namen der Geschäftsführer

Zur Geschäftsführung waren berufen:

Herr Harald Frehse Kaufmann, Geschäftsführer
Herr Stefan Frehse Kaufmann, Geschäftsführer
Herr Christian Frehse Kaufmann, Geschäftsführer

Prokura war erteilt an Herrn Enrico Eichloff.

Vergütungen der Geschäftsführer

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Nr. Ursprungsbetrag
EUR
Laufzeit Zinssatz
%
Stand 01.01.
EUR
Tilgung
EUR
Zugang
EUR
1. 30.000,00 unbestimmt 1,60 9.011,95 6.071,70 29.000,00
3. 1.130.000,00 unbestimmt 1,00 986.000,00 986.000,00 0,00
4. 60.000,00 unbestimmt 2,00 2.198,29 2.198,29 0,00
5. 35.000,00 unbestimmt 1,60 13.056,75 7.163,47 0,00
6. 89.000,00 unbestimmt 1,60 0,00 5.922,44 89.000,00
7. 65.679,98 unbestimmt 1,60 4.763,09 4.763,09 0,00
1.409.679,98 1.015.030,08 1.012.118,99 118.000,00

Nachtragsbericht

Nr. Stand 31.12.
EUR
gewährte Sicherheiten
1. 31.940,25 keine
3. 0,00 keine
4. 0,00 keine
5. 5.893,28 keine
6. 83.077,56 keine
7. 0,00 keine
120.911,09

Am 24. Februar 2022 hat die Russische Föderation eine militärische Invasion der Ukraine begonnen, die derzeit weiter anhält und den ukrainisch-russischen Konflikt weiter verschärft. Hierauf haben die Europäische Union, die Vereinigten Staaten von Amerika sowie weitere relevante Industrienationen umgehend mit tiefgreifenden Sanktionen gegen Russland reagiert. Russland wiederum hat jüngst damit begonnen, entsprechende Gegenmaßnahmen gegen Unternehmen aus sogenannten "feindlichen Staaten" zu verhängen. Aus den Sanktionen sowie den fortwährenden Kriegsaktivitäten ergeben sich umfassende Konsequenzen für die globale Marktwirtschaft.

Die FRESAND GmbH ist von den Folgen der militärischen Invasion der Ukraine durch die Russische Föderation mittelbar betroffen, unter anderem durch steigende Preise auf den Energiemärkten. Eine belastbare Einschätzung der Auswirkungen auf das Jahresergebnis der Gesellschaft ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Der weitere Verlauf der Auswirkungen durch die militärische Invasion in der Ukraine sowie die hierdurch entstehenden Implikationen für die Entwicklung der Gesellschaft werden laufend überwacht.

Als Geschäftsführung gehen wir aufgrund des vorhandenen Bestands an liquiden Mitteln und der Eigenkapitalausstattung derzeit nicht davon aus, dass der Bestand der Gesellschaft gefährdet sein könnte.

Weitere Ereignisse nach dem Ende des Geschäftsjahres, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-,Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben könnten, sind nicht eingetreten.

Beschluss zur Ergebnisverwendung

In der Gesellschafterversammlung vom 10. Juni 2024 wurde das Folgende beschlossen:

Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 675.698,66 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Reddelich, 10. Juni 2024

gez. Harald Frehse, Geschäftsführer

gez. Stefan Frehse, Geschäftsführer

gez. Christian Frehse, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

"An die FRESAND GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FRESAND GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FRESAND GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss undden Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Bielefeld, den 15. August 2024

Contrax GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Tillmanns, Wirtschaftsprüfer

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