L + W Profiltechnik GmbHLiquidiert
35683 Dillenburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hartmut Reh seit 4.4.2018 | Prokura |
Ulrich Pfeifer seit 4.4.2018 | Prokura |
Thomas Weiershausen seit 21.11.2017 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Linde + Wiemann SE & Co. KG (vormals: Linde + Wiemann GmbH-Kommanditgesellschaft)DillenburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018Die Linde + Wiemann SE & Co. KG, Dillenburg, (nachfolgend auch L+W oder L+W-Konzern genannt) legt im Folgenden den zusammengefassten Lagebericht für die Linde + Wiemann SE & Co. KG sowie den Konzern für das Geschäftsjahr 2018, zum Stichtag 31. Dezember 2018, vor. Die Linde + Wiemann SE & Co. KG und der Konzern bilanzieren nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB). Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises wird detailliert im Anhang dargestellt. I. Grundlagen des Konzerns1. Geschäftsmodell 1.1 Organisatorische Struktur des Konzerns Der L+W-Konzern führt seine Geschäfte in einer Kombination aus zentraler und dezentraler Struktur. Die Produktion ist dezentral in den jeweiligen Regionen organisiert. Damit folgen wir den Bedürfnissen und Anforderungen unserer Kunden nach lokalen Partnern. Hinzu kommt eine zentrale Struktur für Vertrieb, Technologie und Produktentwicklung. So gewährleisten wir einen effizienten Einsatz unserer Investitionen in Markterschließung und Weiterentwicklung von Technologien. Die Gesamtführung für den L+W Konzern liegt bei einem Gremium bestehend aus CEO, COO und CFO. Die Zentrale des Konzerns befindet sich am deutschen Standort Dillenburg, an dem auch Vertrieb, Technologie und Produktentwicklung konzentriert sind. Die Linde + Wiemann SE & Co. KG ist im Familienbesitz. Die Gesellschaft verfügt über einen Vorstand und einen Aufsichtsrat und wurde im Geschäftsjahr 2018 in eine sogenannte Einheits-SE & Co. KG umgewandelt. Die Produktionsgesellschaften in Europa, Nordamerika und Südafrika werden, von einem Joint Venture in der Türkei abgesehen, ausschließlich vom Konzern gehalten. In der Region Asien führen wir unsere Aktivitäten mit einem lokalen Partner in einem Joint Venture. Neben diesem Produktionsverbund hielt L+W 100 % der Anteile an dem Werkzeugbau-Unternehmen Gebr. Rath Werkzeugbau GmbH, Kreuztal, welche zum Ende des Geschäftsjahres veräußert wurden. Diese Transaktion stellt einen weiteren Schritt zur Optimierung der strategischen Ausrichtung und zur Fokussierung unserer Kernkompetenzen dar. 1.2 Standorte Die internationale Aufstellung des Konzerns umfasst 19 Produktionsstandorte, verteilt über vier Kontinente. Im Jahr 2018 konnte dabei der Start of Production bei den neuen Standorten erfolgreich vollzogen werden. Mit dieser Struktur etablieren wir uns als anerkannter Zulieferer für die internationale Automobilindustrie. In Deutschland wird an den Standorten Dillenburg/Manderbach, Elstra, Südbrookmerland, Hagenbach und Ingolstadt gefertigt. Der Produktionsstandort Bremen befindet sich zurzeit im Aufbau. Mit diesem neuen Standort sind wir aufgrund der Nähe zu einem OEM gut positioniert. In der Tschechischen Republik verfügen wir mit den Standorten Lysá, Benátky und Breclav über einen aufeinander abgestimmten Produktionsverbund. In Spanien wird an den Standorten La Garriga, Esparraguera und Zaragoza gefertigt. Der Aufbau des Produktionsstandortes in Kecskemét, Ungarn wurde im Geschäftsjahr abgeschlossen. Über ein Joint Venture in der Türkei verfügt L+W über einen Produktionsstandort in Gebze. Der Konzern hat in Südafrika einen Fertigungs-Standort in East London. Am Standort Port Elizabeth werden administrative Leistungen vorgehalten. In China wird an den Standorten Changchun, Chongqing und Baodi produziert. Bewährt hat sich dabei die Zusammenarbeit mit unserem Joint Venture Partner Engley (Changchun Engley Automobile Industry Co., Ltd., Changchun/China). In Lavonia (Hardville), Georgia, USA, hat ein neues Werk im Jahre 2017 die Produktion insbesondere zur Belieferung unserer langjährigen Kunden Daimler und BMW aufgenommen. Die Funktionen Vertrieb, Produktentwicklung und Technologie werden in der Zentrale in Dillenburg gebündelt und den Regionen zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, in den Produktionsstandorten weltweit einheitliche Technologien anzubieten und einheitliche Qualitätsstandards einzuhalten. 1.3 Produkte und Technologien Linde + Wiemann SE & Co. KG ist einer der führenden Entwickler und Hersteller von sicherheitsrelevanten Metallkomponenten und Subsystemen für die Automobilindustrie. Mit unseren Produkten sind wir dabei grundsätzlich unabhängig vom Antriebsstrang und damit unabhängig vom Verbrennungsmotor. Um den steigenden Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden, wird von L+W eine Kombination aus Werkstoffen und Technologien eingesetzt. Es werden sowohl höchstfeste Stähle als auch höherfeste Aluminiumlegierungen über verschiedene Technologien als innovative Lösungen zur Verbesserung der Sicherheitsanforderungen kombiniert. Der überwiegende Anteil der Produkte geht in das globale, automobile Premiumsegment. Dabei achten wir auf eine ausgewogene Kundenbasis. Ferner beliefern wir ausgewählte, sogenannte Tier-1-Kunden. Als weltweiter Partner unserer Kunden fertigen wir anspruchsvolle Lösungen für Metallkomponenten und Systeme in Leichtbauweise. Wir decken dabei die gesamte Wertschöpfungsstufe von der Bauteilentwicklung über das Programmmanagement bis hin zur Serienfertigung ab. Innovationskraft, absolute Liefertreue sowie Einhaltung höchster Qualitätskriterien sichern die Lieferantenposition von L+W für die Automobilindustrie ab. Unsere Kompetenz in der Produkt-, Technologie- und Prozessentwicklung bildet die Grundlage unserer heutigen überzeugenden Wettbewerbsposition. Dabei basieren innovative Lösungen strukturrelevanter Bauteile für die Fahrgastzelle auf Prozessinnovationen in den Technologien Stanzen, Profilieren, Warmumformen und Schweißen. Im Geschäftsjahr haben wir in Spanien unsere bewährte Technologie Stanzen mit einer signifikanten Investition in eine neue Produktionsanlage ausgebaut. Auch sind wir dabei AGV (Automatic Guided Vehicle) zunehmend in unseren Produktionswerken einzuführen. Im Bereich der Warmumformtechnologie hält der L+W-Konzern weltweite Patente an einer Prozessinnovation zur Herstellung gehärteter Stähle mit geschlossenen Querschnittsverläufen. L+W vermarktet diese Produkte unter einer eigenen Marke. Mit "ACCRA®" hat L+W eine Technologie entwickelt, die es erlaubt, vollständig oder partiell gehärtete, profilartige Komponenten mit beliebigem Querschnitts- und Konturverlauf herzustellen. Damit ist es möglich, insbesondere die hochbelasteten Komponenten beim Fahrzeugcrash hinsichtlich ihrer Energieaufnahme und Gewicht weiter zu optimieren. Aufgrund der zunehmenden Anforderungen zur CO 2-Reduzierung durch den Gesetzgeber werden die zukünftigen Modellgenerationen unserer OEM-Kunden weiteres Gewicht einsparen müssen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt damit auf dem Leichtbau als wichtigen Hebel zur Senkung des Kraftstoffverbrauches. Wir schaffen damit einen Mehrwert für unsere Kunden, da Gewichtseinsparungen auch auf dem Zukunftsmarkt der Elektroautos zu größeren Reichweiten führen. Diese Herausforderungen bei gleichzeitiger Erhöhung der Fahrzeugsicherheit, erfordert höchste Produkt- und Technologie-Innovationskompetenz. Neben der klassischen Fahrzeugstruktur entwickelt L+W ebenso innovative Module in Hybridbauweise für Cockpits, Türen sowie Front- und Rear-Ends. Somit kann sichergestellt werden, dass L+W in verschiedenen Baureihen und Fahrzeugmodellen vertreten ist. Grundsätzlich sind wir unabhängig vom Markterfolg sowohl einzelner Kunden als auch einzelner Fahrzeugmodelle und können durch gezielte Akquisitionstätigkeit frühzeitig auslaufende Serienaufträge durch Nachfolgeaufträge ersetzen. Auch im Geschäftsjahr 2018 verzeichnete L+W Fortschritte bei der Forschung und Entwicklung neuer Lösungen. So wurde unter anderem die Entwicklung von leichten und bauraumminimierenden A-Säulen vorangetrieben, welche aufgrund der komplexen geometrischen Strukturen gleichzeitig mit weniger Bauteilen auskommen. Dadurch lassen sich Kosten und Gewicht reduzieren. In enger Zusammenarbeit mit Kunden, wurden diese Lösungen bereits in Richtung Serienreife entwickelt. Des Weiteren forscht L+W, in einem Konsortium bestehend aus Kunden, Anlagenbauern und der RWTH Aachen, seit dem dritten Quartal 2018 an Lösungen zur weiteren Reduzierung des Karosseriegewichts. Grundlage dieser Gewichtsreduktion ist die Entwicklung einer hochfesten Stahlprofilkonstruktion mit dünnwandigen Stahlgussknoten. L+W leistet hiermit einen aktiven Beitrag zur breiten Umsetzung eines Leichtbaukonzeptes für zukünftige Elektro-Fahrzeuge. Ein weiteres Forschungsfeld im Bereich E-Mobility bildet die Erprobung von Stahl-Batterieboxen für E-Fahrzeuge, welche bisherige Aluminium-basierte Lösungskonzepte in bestimmten Kundensegmenten ablösen sollen. Kernherausforderung ist hierbei die Dichtheit, Korrosionsschutzanforderungen und Gewichtsanforderungen nach den gewohnt hohen L+W-Qualitätsstandards zu gewährleisten. 1.4 Absatzmärkte Im Besonderen konzentriert sich L+W auf Automobilhersteller, die im Premiumbereich eine führende Stellung einnehmen. Ziel ist es insbesondere, den deutschen Premiumherstellern globale Produktionskapazitäten und innovative Produktlösungen anzubieten sowie als Entwicklungspartner innerhalb der weltweiten Produktionsnetzwerke unserer Kunden aufzutreten. Unsere Investitionen in die neuen Standorte in Deutschland (Elstra (Warmumformung), Hagenbach sowie Bremen), in Ungarn sowie in den USA sind Folge dieser Strategie. Dabei war in den letzten Jahren die Branchenentwicklung durch das Wachstum in den asiatischen Märkten, vornehmlich in China, geprägt. Der Wechsel vom Verbrennungsmotor zum Elektromotor wird dort von der Regierung weiter vorangetrieben. Hier sind wir über das Joint Venture mit Engley gut aufgestellt und verfolgen vor Ort einen Ausbau unserer Kapazitäten. Erfolgreich wurde in diesem Rahmen auch der Standort Chongqing für die Verarbeitung warmverformter Teile aufgenommen. 2. Ziele und Strategien Im Mittelpunkt der strategischen Ausrichtung steht die Verbindung unserer führenden Position im Premiumsegment mit dem profitablen Grundgeschäft sowie der Erschließung weiteren Wachstumspotentials. Dabei bieten wir unseren Kunden eine frühzeitige Einbindung in Fahrzeugentwicklungen als Problemlösungspartner an. Die einheitliche, strategische Ausrichtung und Koordination aller Unternehmensaktivitäten wird durch folgende Leitlinien gewährleistet. Unsere Materialkompetenz liegt, neben der Verarbeitung von Stahl, zunehmend in der Verarbeitung von Aluminium. Im Aluminium-Segment haben wir auch in 2018 erfolgreich Projekte von Premium-Kunden akquirieren können. Die langjährigen Kundenbeziehungen sind die Basis für unser nachhaltiges Wachstum. Die Grundlage hierfür haben wir mit unserer Internationalisierungsstrategie gelegt. Komponenten für verschiedene Fahrzeugtypen fertigen wir sowohl in Nordamerika, Europa, Asien als auch Südafrika. Damit sind wir mit eigenen Produktions-Kapazitäten in solchen Märkten vertreten, in denen aktuell und perspektivisch hohe Stückzahlen an Premium-Fahrzeugen produziert werden. Dies ist für uns entscheidend, da sich so die Vorleistungsinvestitionen für die neuen Produktionsstandorte schnell amortisieren. Bei den Produkten konzentriert sich L+W auf die beiden Felder Struktur und Module. Unter Strukturbauteilen werden Produkte verstanden, die in enger Abstimmung mit unseren Kunden in der Fahrzeugstruktur verbaut werden. Bei diesen Produkten handelt es sich in erster Linie um sicherheits- und crashrelevante Komponenten. Diese Bauteile werden daher ausschließlich direkt an unsere OEM-Kunden geliefert. Unter Modulen werden Bauteile verstanden, die als Montagekomponenten nicht unmittelbar mit der Fahrzeugstruktur verbunden sind und daher sowohl auf der 1st-Tier-Ebene als auch auf der 2nd-Tier-Ebene eingesetzt werden. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Gemäß Marktprognosen vom Internationalen Währungsfond im Januar 2019 soll die Weltwirtschaft im Jahr 2019 mit +3,5 % etwas schwächer wachsen als in 2018. Dies liegt unter anderem am Handelsstreit zwischen den USA und China, aber auch an zum Beispiel neuen Kraftstoffemissionsnormen in Deutschland. In den USA wird laut der Weltbank ein Wachstum von 2,5 % erwartet. Dieses liegt damit geringfügig unter den Erwartungen für 2018. Die Europäische Kommission erwartet für den Euro-Raum 2019 ein Wachstum von 1,5 %, geht aber für die zweite Hälfte 2019 von einem Anziehen des Wachstums aus. Offen sind dabei die Auswirkungen der andauernden Brexit-Verhandlungen. Für China wird allgemein eine leichte Verlangsamung des Wachstums auf 6,2 % erwartet. Für die deutsche Wirtschaft prognostiziert die Bundesregierung ein Wachstum des preisbereinigten und kalenderbereinigten BIPs um 1 %. Dies fällt geringer aus als 2018 (1,5 %). Ursache für den Rückgang ist vor allem das erhöhte Risiko aus dem außerwirtschaftlichen Umfeld. Auch gestalten sich die weiteren Ausweitungen von Produktionskapazitäten eher schwierig, weswegen von einer langsameren Grunddynamik ausgegangen wird. 2. Rahmenbedingungen der globalen Automobilindustrie Der Trend in der weltweiten Automobilindustrie war in 2018 im Vergleich zu 2017 nicht grundsätzlich steigend. Die in China verkauften PKW sanken um 6 % auf 22,7 Mio. Einheiten. In Europa blieb der Automobilabsatz in 2018 im Vergleich zu 2017 unverändert. Dem gegenüber sind die Verkäufe in den USA leicht gestiegen. Der "Light-Vehicle-Markt" für PKW und Light-Trucks zeigte im Vergleich zu 2017 keine Unterschiede (17,2 Millionen verkaufte Neufahrzeuge). Dabei verzeichnete das PKW-Geschäft einen Rückgang um 13 %, während die Light-Trucks (insbesondere SUV) um 8 % zulegten. Diese weltweite Marktentwicklung wurde von einem Kapazitätsaufbau unserer Kunden in Asien, aber auch in den USA, begleitet. Vor diesem Hintergrund muss auch das Engagement von L+W mit dem fast zeitgleichen Aufbau von zwei Produktionswerken in China und den USA verstanden und eingeordnet werden. Heutige Lieferumfänge von L+W in Europa können zukünftig - nach Produktionsverlagerungen unserer Premiumkunden - nur noch aus Produktionsstandorten vor Ort bedient werden. Wir sind überzeugt, dass eine konsequente, globale Standortstrategie ein entscheidender Faktor im internationalen Wettbewerb ist. Die Neuzulassungen und Verkäufe in Europa sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert mit 15,6 Millionen Fahrzeugen. Laut Kraftfahrtbundesamt wurden 2018 in Deutschland 3,44 Mio. Neuwagen zugelassen; dies entspricht einer Reduktion von 0,2 % gegenüber 2017. Die für L+W entscheidendere Kennzahl ist die Gesamtfahrzeugproduktion, die sich mit 5,1 Mio. produzierten Fahrzeugen in Deutschland unter Vorjahresniveau bewegt (Vorjahr 5,7 Mio.). Südafrika ist für L+W weiter ein wichtiger Markt, da mit Daimler, BMW und VW drei der strategischen Kunden dort Produktionskapazitäten vorhalten. Der lokale Markt mit weniger als 1,0 Mio. Fahrzeugen ist relativ klein. Mit unserem Standort in East London sind wir im Wettbewerbsvergleich gut positioniert. Für den weltweiten Markt sind wir für 2019 eher zurückhaltend. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet für 2019 für den weltweiten PKW-Markt mit einem Wachstum von rund 1 %. Der Trend bei E-Mobility ist grundsätzlich positiv, jedoch hängt die Marktdurchdringung von vielseitigen Faktoren wie den Batteriekosten oder Ladeinfrastruktur ab. Das Marktvolumen beträgt weltweit momentan 3,1 Millionen PKWs, wovon 1,48 Millionen Einheiten auf China fallen. Es wird erwartet, dass der Markt sukzessive wächst, beispielsweise aufgrund von CO 2-Regulierungen. Gerade die deutschen Autobauer haben überdurchschnittliche Marktanteile im Bereich E-Mobility. In der EU beträgt der Marktanteil deutscher Fabrikate bei Elektro-PKW-Neuzulassungen laut dem Verband der Automobilindustrie 50 %, in Deutschland sogar 66 %. 3. Geschäftsverlauf 3.1 Auftragslage Die Auftragseingänge waren durchgehend zufriedenstellend. Auch haben sich die Umsätze gegenüber 2017 verbessert. Sie verteilen sich dabei auf solche mit sogenannten Premium OEMs (65 %), weiteren OEMs (9 %), Tier-1/-2 Kunden (23 %) und sonstigen Kunden (3 %). Die globale Präsenz des Unternehmens führte zu Neuaufträgen in allen strategischen Produktfeldern. Unsere Materialkompetenz "Aluminium" konnte durch die Akquisition eines Aluminium-Cockpit-Modulquerträgers für einen deutschen Premium-OEM unterstrichen werden. Die Auslastung an den deutschen Standorten war zufriedenstellend. Die breite Technologiekompetenz in Verbindung mit einer intelligenten Kombinatorik als Alleinstellungsmerkmal entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor. Unter Leichtbaugesichtspunkten bietet L+W mit der Technologieinnovation ACCRA® im Bereich der Warmumformung einzigartige Lösungen zur Reduzierung des Fahrzeuggewichtes an. Auf Basis dieser Technologie haben wir am Standort Elstra eine neue Fertigungsanlage errichtet, deren Produktionsstart in 2018 war. 3.2 Lage Ertragslage Das um außerordentliche Posten bereinigte betriebswirtschaftliche EBITDA konnte im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.066 auf TEUR 24.299 gesteigert werden und liegt damit leicht hinter den Erwartungen. Ohne Berücksichtigung der außerordentlichen Posten wurde ein EBITDA in Höhe von TEUR 15.710 (Vorjahr: TEUR 19.527) erzielt. Die Ergebnissituationen in unseren größeren ausländischen Produktionswerken in Spanien, Südafrika und Tschechien liegen weitgehend im Plan. Demgegenüber sind die weiterhin verzögerte Umsetzung von Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen in Deutschland die Ursache für Ergebnisbelastungen. Das erzielte Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR -8.932 (Vorjahr: TEUR -2.000). Hier wirken sich im Besonderen die (außerordentlichen) Aufwendungen für die Veräußerung der Gebr. Rath Werkzeugbau GmbH, Kreuztal und die Aufwendungen für das Projekt zur Eigenkapitalstärkung aus. Zusätzlich wird das Jahresergebnis wesentlich durch Zinsaufwendungen einschließlich der Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.662 belastet. Hinzu kommen neben positiven latenten Steuern (TEUR 1.484), Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 4.547, die vornehmlich auf die bei unseren ausländischen Tochterunternehmen erzielten Ergebnisse entfallen. Vermögenslage Der Vergleich zum Vorjahr ist durch den Verkauf der Gebr. Rath Werkzeugbau GmbH, Kreuztal, nicht wesentlich beeinflusst, da aufgrund deren Entkonsolidierung die Bilanzsumme um EUR 6,9 Mio. vermindert wurde. Insgesamt ist die Bilanzsumme des L+W-Konzerns im Berichtsjahr leicht auf EUR 255,6 Mio. (i.V. EUR 247,2 Mio.) gestiegen. Die Erhöhung resultiert zum einen aus einem geringfügigen Anstieg des Anlagevermögens. Zum Anderen ist eine Erhöhung des Umlaufvermögens zu verzeichnen. Dieses ist aufgrund einer Erhöhung der Forderungen und trotz Verminderung der Vorräte sowie der liquiden Mittel um 4,0 % auf EUR 108,8 Mio. (Vorjahr: EUR 104,6 Mio.) gewachsen. Die Liquiditätssituation im Berichtszeitraum war durch die bestehende Konsortialfinanzierung abgesichert. Die Passivseite ist gekennzeichnet durch den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Konsortialbanken stiegen insgesamt von EUR 80,9 Mio. auf EUR 90,0 Mio. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aufgrund von Miet- und Leasingverträgen sind gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Durch den Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2018 reduzierte sich die Eigenkapitalquote des wirtschaftlichen Eigenkapitals (bilanzielles Eigenkapital unter Berücksichtigung des Ausgleichspostens für aktivierte eigene Anteile, der Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bzw. nahestehenden Personen, einschließlich des Mezzanine-Kapitals) im Berichtszeitraum von 21,6 % auf 16,8 %. Das Mezzanine-Kapital in Höhe von EUR 12 Mio. steht dem Unternehmen seit April 2016 und mit einer Laufzeit bis März 2023 zur Verfügung. Die Konsortialfinanzierung umfasst einen Finanzierungsrahmen von EUR 110 Mio. und wird für das Wachstum der Unternehmensgruppe verwendet. Das Risiko der Einhaltung der Covernants wird hierbei berücksichtigt. Am 22. Februar 2019 hat sich die JBM Global Technologies GmbH, Wetzlar, ein Unternehmen der indischen JBM-Gruppe, im Rahmen einer signifikanten Kapitalerhöhung mit 50 % an der Linde + Wiemann SE & Co. KG beteiligt. Damit stärkt Linde + Wiemann seine globale Marktposition. Des Weiteren ermöglicht die Nutzung der komplementären Stärken von Linde + Wiemann und der JBM-Gruppe vielfältige Synergien und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe nachhaltig. Die Kapitalerhöhung, und der damit einhergehende Zufluss an liquiden Mitteln, dient Linde + Wiemann teils zur Schuldentilgung, teils als Basis zur Fortsetzung des erfolgreich eingeschlagenen Wachstumskurses und schafft neue Spielräume, um auf die Herausforderungen der globalen Automobilindustrie flexibel reagieren zu können. Dem Konzern stehen somit ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung. In Zusammenhang mit dem Einstieg von JBM wurden drei neue Mitglieder in den Aufsichtsrat berufen. Dieser besteht somit aus sechs Mitgliedern, wobei Herr Nishant Arya den Vorsitz des Gremiums übernommen hat. Der Cashflow wurde nach DRS 21 aufgestellt. Im Berichtsjahr beträgt der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit EUR 2,9 Mio. (i.V. EUR 12,7 Mio.). Die Abschreibungen abzgl. der Zuschreibungen bewegen sich dabei mit EUR 21,2 Mio. (i.V. 16,0 Mio.) über Vorjahresniveau. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt EUR -17,3 Mio. gegenüber EUR -34,0 Mio. im Vorjahr. In den deutlich höheren Cash Abflüssen des Vorjahres zeigen sich die Investitionen in die neuen Standorte, vornehmlich in Deutschland. Aus der Finanzierungstätigkeit ist ein positiver Cashflow (Zufluss von liquiden Mitteln) in Höhe von EUR 1,0 Mio. gegenüber EUR 18,1 Mio. im Vorjahr entstanden, wobei der Vorjahreswert in erster Linie aus der Refinanzierung stammte. Die Netto-Finanzveränderung lag im Berichtszeitraum somit bei EUR -13,5 Mio. 3.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzkennzahlen Unser Konzernumsatz erreichte im Berichtsjahr EUR 486,5 Mio. und lag damit über dem Vorjahreswert (EUR 483,1 Mio.). Mit rund 11,7 Mio. wirkte sich im Vorjahr die Veräußerung von Vermögensgegenständen am Standort Elstra an eine nicht konsolidierte Gesellschaft, welche die Finanzierung der Vermögensgegenstände übernommen hat, umsatzerhöhend aus. Die im Vorjahreslagebericht erwartete Umsatzsteigerung konnte somit, wenn auch nicht so deutlich, mit Blick auf den bereinigten Vorjahreswert erreicht werden. Im Seriengeschäft konnte ein Anstieg von EUR 382,6 Mio. auf EUR 404,4 Mio. erzielt werden, zu welchem bereits unsere neuen Werke beigetragen haben; im Segment Tooling ist demgegenüber eine leichte Verminderung von EUR 59,5 Mio. auf EUR 56,7 Mio. zu verzeichnen. Qualitätsmanagement Unser Qualitätsverständnis wird durchgängig und unternehmensübergreifend durch unser "Qualität+" System abgebildet. Die kontinuierliche Verbesserung der Qualitätsstandards liegt in der Verantwortung einer gesonderten Abteilung SHEQ - Safety, Health, Environment and Quality. Dabei bezieht sich unser Qualitätsverständnis nicht nur auf die produktionsrelevanten Bereiche. Stabile, robuste und standardisierte Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette zeichnen unsere Qualitätspolitik aus. Damit werden wir den hohen Qualitätsanforderungen unserer Kunden gerecht und untermauern unsere Position als führender Partner mit höchster Qualität, Zuverlässigkeit und Liefertreue. 4. Verantwortung des Unternehmens 4.1 Grundsätze L+W hat gruppenweite Standards zu Menschenrechten und Arbeitsstandards, Geschäftsethik sowie zu Umweltschutz und Sicherheit formuliert. Sie sind weltweit gültig und richten sich darüber hinaus sowohl an produzierende Lieferanten als auch an Dienstleister. Die Inhalte dieser Grundsätze sind auch Bestandteil unserer Vertragsbedingungen mit den weltweiten Lieferanten. Bezugsrahmen sind dabei auch die Erklärung der Menschenrechte sowie der Global Compact der Vereinten Nationen, die Leitsätze für multinationale Unternehmen der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) und die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Wir haben umfangreiche Richtlinien formuliert und über unser Intranet unseren Mitarbeitern verbindlich vorgegeben. 4.2 Nachhaltigkeit Die Verantwortung gegenüber der Umwelt hat einen hohen Stellenwert innerhalb der Unternehmensstrategie. Daher ist L+W nicht nur seit Jahren nach den Richtlinien der DIN EN ISO 14001 zertifiziert, sondern richtet seine Unternehmensprozesse nachhaltig und konsequent auf einen schonenden Umgang mit unseren Ressourcen aus. Permanent laufende Projekte haben nicht nur Kosteneinsparungspotentiale, sondern im Besonderen die Vermeidung von unnötigem Ressourceneinsatz zum Ziel. Dabei haben die Reduzierung des Energieverbrauchs in allen Wertschöpfungsprozessen (Produktions- und Administrationsprozesse) und die damit verbundene CO 2-Reduzierung einen hohen Stellenwert. 4.3 Mitarbeiter L+W pflegt eine Unternehmenskultur, die die Wertschätzung der Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt. Zu unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern zählt ein möglichst weitreichender Arbeitsschutz. Darüber hinaus bildet L+W in mehreren Standorten in eigenen Ausbildungswerkstätten zukünftige Mitarbeiter im administrativen Bereich als auch in verschiedenen metallischen Berufen aus. Übergeordnet werden Weiterbildungsprogramme angeboten, die unseren Mitarbeitern ermöglichen, sich kontinuierlich sowohl auf die permanent steigenden Anforderungen in dem bestehenden Arbeitsumfeld vorzubereiten als auch die Weiterentwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Unternehmensgruppe wahrnehmen zu können. 4.4 Geschäftsethik und Compliance Bei allen Geschäftsaktivitäten und -beziehungen wird ein Höchstmaß an Integrität erwartet. Lieferanten sind aufgefordert, jede Form von Betrug oder Untreue, Insolvenzstraftaten, Korruption, Vorteilsgewährung, Bestechung oder Bestechlichkeit zu unterlassen. Der Lieferant ist verpflichtet, alle auf ihn sowie die Geschäftsbeziehung mit L+W anwendbaren Gesetze und Regelungen einzuhalten. Gesetze, die den Wettbewerb schützen und fördern, insbesondere die Kartellgesetze, müssen eingehalten werden. Unternehmen müssen den fairen Wettbewerb achten und sich an das Verbot der Absprachen mit Wettbewerbern und anderer Maßnahmen, die den freien Markt behindern, halten. Kein Beschäftigter darf Geschenke oder andere Vorteile von Personen oder Firmen fordern, sich versprechen lassen oder annehmen, die zu L+W eine Geschäftsverbindung anstreben oder unterhalten. Zur Unterstützung der Compliance Anforderungen haben wir einen gruppenübergreifenden Compliance-Lenkungskreis installiert, der in regelmäßigen Abständen zusammenkommt und die Inhalte für die Compliance Organisation weiterentwickelt. Die Compliance Organisation ist in der jeweiligen Regionen-Organisation installiert, um die länderspezifischen Anforderungen zu berücksichtigen. Die Zugänglichkeit zu allen relevanten Compliance Informationen ist für die Mitarbeiter über das Firmenintranet gewährleistet. 5. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns Der L+W-Konzern hat sich im Rahmen seiner strategischen Planung als führender Partner unserer Kunden innerhalb der Automobilindustrie konsequent positiv weiterentwickelt. Durch den erfolgreich eingeschlagenen Weg der Internationalisierung werden die ausländischen Standorte in den nächsten Jahren einen noch höheren Stellenwert innerhalb der Unternehmensgruppe erhalten. Im Inland muss der bisher eingeschlagene Restrukturierungsprozess weiter fortgesetzt werden. Der Konzern ist durch die dadurch entstehenden Aufwendungen und die Internationalisierung weiterhin belastet. Die Konzernfinanzierung ist durch die erfolgte Umfinanzierung gesichert. Gleichzeitig ist L+W so in der Lage, mögliche Schwächen in Europa durch Wachstum in anderen Märkten auszugleichen. Die Unternehmensgruppe ist somit als globaler Partner mit hoher Produkt- und Technologiekompetenz erfolgsorientiert aufgestellt. Zur Absicherung der Einhaltung von Ergebnis- und Produktivitätszielen wurde Ende 2017 ein umfassendes Maßnahmenprogramm erarbeitet, dessen Umsetzung im Geschäftsjahr begonnen wurde und über ein "Project-Management-Office" sichergestellt wird. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. Prognosebericht 1.1 Erwartete allgemeine wirtschaftliche und Branchenentwicklung Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist, hinsichtlich der erwarteten Entwicklung der Weltwirtschaft, weniger optimistisch als bislang und korrigierte seine Konjunkturprognose zuletzt nach unten. Demnach befindet sich die Weltwirtschaft zwar weiterhin in einer konjunkturellen Expansionsphase, es ist jedoch ein weiterer Rückgang des Zuwachses zu erwarten. Für 2019 senkte das Gremium seine Prognose für die Weltwirtschaft im Vergleich zu 2018 und erwartet nun einen abgeschwächten Anstieg des BIP in Höhe von 2,7 %. Auch für die wirtschaftliche Entwicklung der USA ist der Rat grundsätzlich weniger optimistisch und senkte die Prognose des BIP-Wachstums gegenüber 2018/2019 um 0,2 Prozentpunkte auf 2,0 %. Gründe sind unter anderem die Sorgen eines schwelenden Handelskonfliktes mit China, sowie ein Wiederaufflammen des Handelskonfliktes mit der EU. Die Indikatoren zur Weltwirtschaft deuten auf eine Verlangsamung der globalen Konjunktur hin. Für die Gruppe der Schwellenländer senkt der Sachverständigenrat ebenfalls seine Wachstumsprognose für das Jahr 2019 von 5,1 % auf 4,7 %. Das Wachstumstempo der chinesischen Wirtschaft verringerte sich tendenziell und blieb hinter den Raten früherer Jahre zurück. China befindet sich zudem in einem ernsten Handelskonflikt mit den USA, der mit Einbußen im Außenhandel einhergeht. Darüber hinaus sind die Entwicklung der Ölpreise, aber auch der starke Wechselkurs des US-Dollars sowie das steigende Zinsniveau der USA weitere Gründe für einen Wachstumsrückgang. Zuletzt haben sich die internationalen Automobilmärkte schwächer entwickelt. Der europäische PKW-Markt lag im Februar knapp unter dem hohen Niveau des Vorjahresmonats. Auf dieser Basis wird erwartet, dass der europäische PKW-Markt sein Niveau von 15,8 Millionen PKW nicht halten wird. China musste einen deutlicheren Rückgang hinnehmen. Dort sank das Marktvolumen im Februar, wie schon im Januar, um 17 % und erreichte ein Niveau von 1,2 Mio. PKW. Im bisherigen Jahresverlauf wurden 3,2 Mio. PKW verkauft (minus 17,4 %). In den USA ging der Light-Vehicle-Absatz im Vergleich zum Vorjahr mit minus 2 % zurück. Der VDA prognostiziert einen leichten Rückgang des US-Marktvolumens in 2019. Die deutsche Automobilindustrie hat im Laufe des vergangenen Jahres deutliche Produktionsrückgänge verzeichnet. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag die Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen im zweiten Halbjahr 2018 kalender- und saisonbereinigt um 7,1 % niedriger als im ersten Halbjahr. Gründe dafür sind der Rückgang der Exporte nach China, sowie die Einführung neuer EU-Abgasvorgaben, welche mit Vorzieheffekten auf der Zulassungsseite und der Produktion einhergingen. Der VDA erwartet 2019 für den deutschen PKW-Markt ein weniger starkes Jahr, mit einem Volumen von knapp 3,4 Millionen Neuzulassungen (minus 1 % gegenüber 2018). 1.2 Geschäftsverlauf und künftige Ausrichtung Aufgrund der Veräußerung unserer Tochtergesellschaft Gebr. Rath Werkzeugbau GmbH entfallen deren Umsätze einschließlich der zugehörigen Kosten Positionen im Geschäftsjahr 2019. In unserem Kerngeschäft erwarten wir den Hochlauf unseres neuen Produktionswerks in Ungarn. Dies wird mittelfristig zu einem deutlichen Umsatzanstieg führen. Summiert betrachtet erwarteten wir für 2019 eine Erhöhung der Umsatzerlöse. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung werden sich 2019 positiv auf die Entwicklung der EBITDA des Konzerns auswirken. In Folge der deutlich verbesserten Auslastung der neuen Standorte werden diese positive Ergebnisbeiträge erzielen, so dass somit die Anlaufverluste aus dem Jahr 2018 entfallen. Die erwarteten Anlaufverluste am neuen Standort Bremen sind nicht nennenswert. Auf Konzernebene wird nach den derzeitigen Planungen mit einem positiven Jahresüberschuss gerechnet. 2. Chancen- und Risikobericht Ziel unseres Risikomanagements ist die Vermeidung bestandsgefährdender sowie die Begrenzung und Bewältigung strategischer und operativer Risiken. Zur Risikovermeidung gehört die vollständige Einhaltung der jeweils gesetzlichen Vorschriften. Im Rahmen unserer detaillierten monatlichen Finanzberichterstattung sind unsere Tochtergesellschaften angehalten auch über Finanz- und sonstige operative Risiken zu berichten. Risiken, die sich nicht zwingend aus unserem operativen Geschäft ergeben, werden vermieden. Darüber hinaus besteht weiterhin das Risiko, dass die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen nicht rechtzeitig greifen. Allerdings geben die schon gestarteten und noch geplanten Maßnahmen diesbezüglich keinerlei Anlass zum Zweifel, so dass das Risiko als gering eingestuft werden kann. L+W ist dabei grundsätzlich folgenden wesentlichen Risiken ausgesetzt:
Stahlpreisrisiken versuchen wir grundsätzlich zu minimieren, in dem wir teils Festpreise mit unseren Lieferanten abschließen. Auch besteht die Möglichkeit, Preissteigerungen an unsere Kunden weiterzugeben. Die Einkaufspolitik wird dabei über eine zentrale Einkaufsabteilung gesteuert. Für Währungs- und Zinsrisiken gilt, dass Finanzinstrumente nur zur Absicherung von Risiken aus einem operativen Grundgeschäft eingesetzt werden dürfen. In 2018 hatten wir die Währungsrelation Euro zu einer weiteren europäischen Währung für eine wesentliche operative Tochtergesellschaft abgesichert. Dieses Sicherungsgeschäft läuft in 2019 aus. Auch haben wir Zinsänderungsrisiken langfristig abgesichert. Für derartige Geschäfte ist im Konzern alleine die zentrale Treasury-Abteilung verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2018 wurden zur Teilabsicherung (TEUR 40.000) der variablen Zinszahlungen aus dem Konsortialkreditvertrag (EURIBOR zzgl. Marge) zwei Zinssatzswaps über insgesamt TEUR 40.000 mit einer Laufzeit vom 1. April 2019 bis 31. März 2026 abgeschlossen (antizipativer Mikro-Hedge). Die Sicherung dient der Teilabsicherung der zukünftigen Zinszahlungen. Dabei wird von einem Mindestkreditvolumen von TEUR 40.000 ausgegangen. Es wurde eine Sicherungsbeziehung unter Anwendung der Einfrierungsmethode hergestellt. Zum Abschlussstichtag betrug der negative Marktwert der Zinssatzswaps nach Auskünften der Kreditinstitute und unter Verwendung anerkannter mathematischer Modelle TEUR 1.636. Delkredererisiken sind bei L+W geschäftstypisch gering ausgeprägt. Unsere OEM-Kunden aus dem Premium-Segment verfügen über ausgezeichnete Bonität; dies gilt auch für die wenigen Kunden außerhalb der Automobilindustrie. Im Hinblick auf mögliche operative Risiken konzentrieren wir uns in 2019 weiterhin auf das Monitoring der neuen Werke, deren Produktionshochläufe in 2018 begonnen haben. Dies liegt im Zuständigkeitsbereich der Konzern-Funktion "Operations", die von unserem COO verantwortet wird, und für die eine neu geschaffene Controlling Einheit eingerichtet wurde. Im Hinblick auf die Erkennung von Marktchancen spielt die enge und langjährige Beziehung zu unseren Kunden eine zentrale Bedeutung. Frühzeitig, zukünftige Entwicklungen und Trends auf den internationalen Automobilmärkten zu identifizieren ist zentrale Aufgabe. Mit den Investitionen der vergangenen Jahre in der Türkei als zukünftigem Wachstumsmarkt in Europa und Tür zum Nahen Osten und unseren beiden Joint Venture-Produktionswerken in Nordchina, kann L+W von dem Wachstum und den Chancen dieser Märkte profitieren. Lageberichtfür die Linde + Wiemann SE & Co. KGDie Linde + Wiemann SE & Co. KG hat ihren Stammsitz in Dillenburg. Die Entwicklung der internationalen Standorte des Konzerns wird eng durch den Standort Dillenburg koordiniert und gesteuert. Die grundsätzlichen Aussagen des zusammengefassten Lageberichts für den L+W-Konzern, vor allem zu Markt, Strategie sowie den Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit, gelten auch für die Linde + Wiemann SE & Co. KG. Das Finanzergebnis war im Vergleich zum Vorjahr geprägt durch die Erträge aus Beteiligungen an unseren Joint Ventures und beläuft sich auf TEUR -4.334 (TEUR -10.748 im Vorjahr). Ausschüttungen aus den konsolidierten Tochtergesellschaften wurden jedoch nur in geringem Umfang vorgenommen bzw. werden in der Linde + Wiemann Beteiligungs GmbH erfasst. Ferner mussten Verluste als Folge der bestehenden Ergebnisabführungsverträge übernommen werden (TEUR 1.889 gegenüber TEUR 5.031 im Vorjahr). Das EBIT ist teils durch Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Wachstum auf Konzernebene sowie im Besonderen durch die Aufwendungen für die Veräußerung der Gebr. Rath Werkzeugbau GmbH und durch die Aufwendungen für das Projekt zur Eigenkapitalstärkung beeinflusst. Ferner wirken sich die Abschreibungen auf das Anlagevermögen (TEUR 12.440), als Folge der umfangreichen Investitionen im Vorjahr, sowie die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens (TEUR 5.658) auf das EBIT aus. Es beläuft sich auf TEUR -21.950 (Vorjahr -16.964) und liegt damit unter den ursprünglichen Erwartungen im Vorjahreslagebericht. Das EBITDA beträgt TEUR -3.852 gegenüber TEUR -7.962 im Vorjahr. Die eingetretene Umsatzsteigerung ist zufriedenstellend. Insgesamt wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -26.873 gegenüber TEUR -28.214 im Vorjahr ausgewiesen. Es ist festzustellen, dass die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Ertragskraft der Linde + Wiemann SE & Co. KG sich im Geschäftsjahr 2018 bereits auswirkten, jedoch aufgrund der oben genannten Effekte noch nicht vollumfänglich im Ergebnis sichtbar sind. Die Bilanzsumme hat sich von EUR 175,4 Mio. auf EUR 204,0 Mio. erhöht. Diese Zunahme resultiert aus einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 16,3 Mio. auf EUR 105,4 Mio. Hinzu kommt ein Anstieg der Rückstellungen von EUR 15,4 Mio. im Vorjahr auf EUR 21,1 Mio. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt nunmehr EUR 50,9 Mio. Das wirtschaftliche Eigenkapital, definiert als das bilanzielle Eigenkapital unter Berücksichtigung der Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und Genussrechtsgebern sowie dem Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile, beträgt zum Abschlussstichtag -24,0 % gegenüber -15,1 % im Vorjahr. Die Finanzlage ist durch einen negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit i.H.v. EUR -11,5 Mio. (i.V. EUR -15,3 Mio.) gekennzeichnet. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt EUR 2,6 Mio. (i.V. EUR -16,7 Mio.). Dieser ist im Geschäftsjahr positiv, da im Vergleich zum Vorjahr erheblich weniger in das Sachanlagevermögen investiert wurde und zudem Einnahmen aus Dividenden und Zinsen zu verzeichnen waren. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf EUR +0,2 Mio. (i.V. EUR +25,7 Mio.). Alle Cashflow-Komponenten führen damit in Summe zu einem Finanzmittelfonds in Höhe von EUR -8,2 Mio. (i.V. EUR +0,5 Mio.). Hinsichtlich der Ertragskraft der Linde + Wiemann SE & Co. KG gehen wir davon aus, dass unsere fortlaufenden Anstrengungen zur Kosteneinsparung und Produktivitätssteigerung geeignet sein werden, eine nachhaltige Verbesserung erzielen zu können, wenn auch zeitlich später als beabsichtigt. Im Hinblick auf die künftige Geschäftsentwicklung gelten die Aussagen zu den Chancen und Risiken des Konzerns grundsätzlich auch für die Linde + Wiemann SE & Co. KG. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die erst in 2018 angelaufenen Standorte Elstra und Hagenbach. Hierdurch werden höhere Umsatzerlöse erwartet. Das Jahresergebnis wird sich deutlich verbessern. Ob ein positives Jahresergebnis erzielt werden kann, wird voraussichtlich durch mögliche Ausschüttungen unserer Tochtergesellschaften bestimmt.
Dillenburg, den 17. April 2019 Ulrich Schoof Dr. Oliver Diez Dr. Jürgen Koch Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018I. Allgemeine AngabenAngaben zur Identifikation der Gesellschaft Firma: Linde + Wiemann SE & Co. KG Sitz: Dillenburg Registergericht: Amtsgericht Wetzlar Nummer: HR A 5061 Die Linde + Wiemann SE & Co. KG ist als Personengesellschaft nach § 290 HGB i.V.m. § 264a HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen und offen zu legen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Konsolidierungskreis und KonsolidierungsgrundsätzeIn den Konzernabschluss wurden neben der Linde + Wiemann SE & Co. KG als Muttergesellschaft die Abschlüsse der in der "Aufstellung des Anteilsbesitzes" (Anlage 3 zum Konzernanhang) aufgeführten Gesellschaften wie folgt einbezogen. Die LINDE OPSAN A.S. Otomotiv Parca Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi, Gebze/ Türkei, wird wegen gemeinsamer Leitung mit einem anderen Unternehmen nach der Quotenkonsolidierung gemäß § 310 HGB einbezogen. Die SLW Versicherungsvermittlungs GmbH, Neunkirchen, die Linde Engley (Changchun) Auto Parts Co. Ltd., Changchun/China, und die Linde Engley (Tianjin) Auto Parts Co. Ltd., Tianjin/China werden, da jeweils ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, nach der At-Equity-Methode (§ 311 HGB) in den Konzernabschluss einbezogen. Die Linde + Wiemann SE & Co. KG hat 100 % der Anteile an ihrer Komplementärin, der Linde + Wiemann Holding SE, Dillenburg, erworben und diese erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Auf die MOLVERA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Elstra KG, Düsseldorf, wird kein beherrschender bzw. maßgeblicher Einfluss ausgeübt. Die Beteiligung wird daher nicht einbezogen. Die Gordica Verwaltungs GmbH, Netphen und die Gordica Engineering GmbH & Co. KG, Netphen, werden, da kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, jeweils als Beteiligung ausgewiesen. Die Aufstellung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach folgenden Grundsätzen:
Die im Vorjahr angewendeten Konsolidierungsmethoden wurden beibehalten. III. Währungsumrechnung
IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und deren Änderungen
Als Rechnungszins wurde bei den Rückstellungen für Pensionen der von der Deutschen Bundesbank nach der Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichte Zehn-Jahres-Durchschnittszins zum 31. Dezember 2018 bei einer Laufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt (Inanspruchnahme der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 4.277. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind zum 31. Dezember 2018 mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden. Die verrechneten Vermögensgegenstände und Schulden sowie Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind aus der nachstehenden Tabelle ersichtlich:
Die Erfolgswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes, der Aufwendungen aus der Abwertung des verrechenbaren Planvermögens (TEUR 16) sowie die Erträge des Deckungsvermögens wurden im Finanzergebnis erfasst. Der Zinsaufwand ergibt sich aus der Anwendung des im Vorjahr verwendeten Rechnungszinses auf den Verpflichtungswert des Vorjahrs unter Berücksichtigung der hälftigen Versorgungszahlungen des abgelaufenen Jahres. Für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen in dem Umfang gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und unter Berücksichtigung der kaufmännischen Vorsicht notwendig ist. Die Bewertung erfolgte zum notwendigen Erfüllungsbetrag. 13. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag, Rentenverpflichtungen zum Barwert passiviert worden. 14. Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind kurz- und mittelfristige Abgrenzungen enthalten. V. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens erfolgt gemäß § 284 Abs. 3 HGB und ist aus der Anlage 1 zum Konzernanhang ersichtlich. Zum verrechenbaren Planvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird auf die Erläuterungen unter Abschnitt IV. 12. verwiesen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind geleistete Anzahlungen für Maschinen in Höhe von TEUR 600 enthalten, die in 2019 im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back Geschäfts abgewickelt werden 3. Latente Steuern Die latenten Steuern wurden mit einem jeweils individuellen Steuersatz von rd. 13 % für die inländischen Gesellschaften, soweit sie in den steuerlichen Organkreis der Linde + Wiemann SE & Co. KG einbezogen sind (beinhaltet nur die Gewerbesteuer), mit Sätzen von 28 % bis 31 % für zwei weitere Inlandsgesellschaften sowie 19 % bis 32 % für die ausländischen Gesellschaften ermittelt. Die laten- ten Steuern aus den Einzelabschlüssen wurden mit den latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen saldiert ausgewiesen. Im Ergebnis wurden TEUR 571 passive latente Steuern mit TEUR 3.516 aktiven latenten Steuern verrechnet, so dass in der Bilanz aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.945 ausgewiesen sind. Die Differenzen beruhen u.a. auf abweichenden Wertansätzen bei Vorräten, Rückstellungen, aus der unterschiedlichen bilanziellen Behandlung von Leasingverträgen aus ausländischen einbezogenen Abschlüssen sowie aus dem nur steuerlich anzusetzenden Sonderposten mit Rücklageanteil. 4. Eigenkapital und Ergebnisverwendung (Mutterunternehmen) Die Pflichteinlagen (Hafteinlagen) der Kommanditisten betragen TEUR 20.000. Der Einzelabschluss der Linde + Wiemann SE & Co. KG weist aufgrund des gemäß § 264c Abs. 2 HGB mit den Rücklagen und den Kapitalanteilen verrechneten Jahresfehlbetrags einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 50.941 aus. Es wird weiterhin von einer positiven Fortführungsprognose ausgegangen. Diese Annahme wird durch den Einstieg eines Investors im Februar 2019 gestützt; auf die Erläuterungen unter IX. Ereignisse nach Stichtag wird verwiesen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden die Anteile an der Komplementärin, der Linde + Wiemann Holding SE, Dillenburg, für TEUR 132 erworben. Aus den Rücklagen heraus wurde erfolgsneutral ein Ausgleichposten für aktivierte eigene Anteile gebildet. 5. Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen zum Anlagevermögen Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Sonderposten entfällt im Wesentlichen auf die Muttergesellschaft. 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich (TEUR 5.334), Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 3.535), ausstehende Kundengutschriften (TEUR 2.904), sowie Garantieverpflichtungen (TEUR 1.178). 7. Verbindlichkeiten Die für die einzelnen Verbindlichkeiten bestehenden Restlaufzeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Konzernanhang). Die Muttergesellschaft Linde + Wiemann SE & Co. KG hat mit Vertrag vom 12. Februar 2016 Genussrechte in einer Gesamthöhe von TEUR 12.000 gewährt, die nicht am Verlust teilnehmen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft mit mehreren Banken einen Konsortialkreditvertrag (Restructuring Amendment and Restatement Agreement) über TEUR 110.000 abgeschlossen. Mittels dieses Vertrags soll die Finanzierung der in- und ausländischen Standorte des L + W Konzerns sichergestellt werden. Der Kreditrahmenvertrag hat grundsätzlich eine Laufzeit bis zum 30. Dezember 2020. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit TEUR 12.000 durch Eintragungen von Grundschulden sowie der Sicherungsübereignung von Maschinen und Warenlägern sowie Globalzessionen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren. 8. Derivate Finanzinstrumente Der Konsortialkredit wird variabel mit EURIBOR zzgl. einer Marge verzinst. Zur Teilabsicherung hat die Gesellschaft zwei Zinssatzswaps über insgesamt TEUR 40.000 mit einer Laufzeit vom 1. April 2019 bis 31. März 2026 abgeschlossen. Die Gesellschaft hat über diese Posten eine Sicherungsbeziehung nach der Einfrierungsmethode hergestellt. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft stimmen in allen wesentlichen Parametern überein, so dass ein antizipatives Micro-Hedge vorliegt. Die Bewertung erfolgte nach den Auskünften der herausgebenden Bank unter Anwendung eines anerkannten mathematischen Verfahrens und betrug zum Abschlussstichtag minus TEUR 1.636 zu Lasten der Gesellschaft. Aufgrund der gebildeten Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB wurde für den negativen Marktwert keine Rückstellung gebildet. Weitere derivative Finanzinstrumente bestehen nicht. 9. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse (Südafrika) in Höhe von TZAR 4.225 (TEUR 256). Zur Sicherung von Leasingforderungen der Dell Bank International d.a.c., Frankfurt am Main, gegen die Gebr. Rath Werkzeugbau GmbH, hat die Gesellschaft eine betragsmäßig unbegrenzte selbstschuldnerische Globalbürgschaft übernommen. Zum Abschlussstichtag betrug der Saldo TEUR 22. Die Linde + Wiemann SE & Co. KG hat gegenüber der DMG MORI Finance GmbH, Wernau, drei Garantieerklärungen in Höhe von TEUR 262, TEUR 120 und TEUR 108 zur Absicherung von Mietraten zugunsten der Gebr. Rath Werkzeugbau GmbH unterzeichnet. Für die Risiken wurde ausreichend Vorsorge getragen. 10. Außerbilanzielle Geschäfte Zum Abschlussstichtag bestehen Miet- und Leasingverträge, aus denen über die Restlaufzeit der Verträge bis längstens 2027 finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 32.928 bestehen. Zweck der Geschäfte ist eine Verbesserung der Liquidität. Das Risiko besteht in den Restlaufzeiten der Verträge, die eine kurzfristige Reduzierung oder einen Austausch der gemieteten bzw. geleasten Vermögensgegenstände erschweren. Die Beträge werden wie folgt fällig:
In dem Gesamtobligo sind Verpflichtungen aus einem Immobilien-Leasing-Vertrag (TEUR 11.363) enthalten. Leasinggegenstand ist eine von der Gesellschaft als Generalunternehmerin zu erstellende Produktionshalle, die im Anschluss an den Leasinggeber veräußert wird. Zum Ende der ersten Mietperiode (10 Jahre) besteht ein Ankaufsrecht der Gesellschaft in Höhe des vertraglichen Restwerts, mindestens aber in Höhe des steuerlichen Restbuchwerts. Dieser wird voraussichtlich TEUR 120 (nach Abzug von anrechenbaren Mietvorauszahlungen) betragen. Die Leasingverpflichtungen einschließlich des zu zahlenden Restbetrags sind in der Fälligkeitsdarstellung bis zu diesem Zeitpunkt berücksichtigt. Die Linde + Wiemann SE & Co. KG hat sich im Zuge des Verkaufs verpflichtet, der Gebr. Rath Werkzeugbau GmbH, Kreuztal, zwei Darlehen über jeweils TEUR 1.000 zu gewähren. Die Darlehen wurden bislang nicht abgerufen. Zwischen einer tschechischen Tochtergesellschaft und einer Bank besteht zum Abschlussstichtag eine Factoring-Vereinbarung in Höhe von TCZK 100.000 (TEUR 3.916). Zum Abschlussstichtag waren Forderungen von TEUR 2.033 an die Bank verkauft. Zweck der Geschäfte ist die Verbesserung der Liquidität. Darüber hinaus bestehen Vorteile in der Reduzierung der zum Abschlussstichtag ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Übernahme des Delkredererisikos durch den Factor. Risiken seitens der Gesellschaft bestehen in der Veritätshaftung der Forderung und dem zu leistenden Factorentgelt. 11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einem Gesamtobligo von TEUR 5.870, das wie folgt fällig wird:
Das Bestellobligo beträgt TEUR 31.910. VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen zum Anlagevermögen von TEUR 737. Aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Ausbuchungen im Kontokorrent (TEUR 2.387), Auflösung von Rückstellungen (TEUR 721), Anlageabgängen (TEUR 59), nachträglichen Kostenerstattungen und Entschädigungen für Vorjahre (TEUR 291) sowie Zuschreibungen (TEUR 99) haben sich periodenfremde Erträge ergeben. 3. Materialaufwand Der Materialaufwand enthält TEUR 29 periodenfremde Aufwendungen aus nachträglichen Kostenrechnungen. 4. Personalaufwand Im Personalaufwand sind TEUR 47 periodenfremde Aufwendungen aus Nachzahlungsverpflichtungen für Vorjahre enthalten. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus sonstigen Nachbelastungen für Vorjahre (TEUR 228), Anlageabgängen (TEUR 99) sowie Forderungsausbuchungen (TEUR 10) enthalten. Der Aufwand aus der Entkonsolidierung der Gebr. Rath Werkzeugbau GmbH, Kreuztal, ist ebenfalls hier ausgewiesen (TEUR 1.406) Darüber hinaus sind sonstige Steuern von TEUR 317 ausgewiesen. 6. Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar für den Konzernabschlussprüfer beträgt TEUR 213 und entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen für einbezogene Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss. VII. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungFinanzmittelfonds Die Kapitalflussrechnung wurde nach DRS 21 aufgestellt. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Davon entfallen auf quotal einbezogene Unternehmen:
VIII. Sonstige Angaben1. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden folgende Mitarbeiter beschäftigt:
Das quotal in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen LINDE OPSAN A.S. Otomotiv Parca Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi, Gebze/Türkei, hat im Geschäftsjahr 2018 123 Mitarbeiter (Vorjahr: 108 Mitarbeiter) beschäftigt. 2. Geschäftsführung Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern bzw. deren Hinterbliebenen wurden insgesamt TEUR 2.374 zurückgestellt. 3. Anteilsbesitz Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage 3 zum Konzernanhang beigefügt. 4. Unbeschränkt haftende Gesellschafterin Die in den Konzernabschluss einbezogene Linde + Wiemann Holding SE, Dillenburg, ist die unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Linde + Wiemann SE & Co. KG, Dillenburg. 5. Befreiung von der Offenlegung der Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften Die Jahresabschlüsse und Lageberichte für das Geschäftsjahr 2018 der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften Linde + Wiemann Holding SE, Dillenburg, L + W Profiltechnik GmbH, Dillenburg und LINDE + WIEMANN Deutschland SE, Dillenburg werden unter Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB nicht offen gelegt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Linde + Wiemann SE & Co. KG, Dillenburg, werden unter Inanspruchnahme von § 264b HGB nicht offengelegt. IX. Ereignisse nach StichtagSeit Februar 2019 ist ein weiterer Gesellschafter, die JBM Global Technologies GmbH, Wetzlar, (JBM) an der Linde + Wiemann SE & Co. KG beteiligt. Im Zuge dieser Beteiligung wurde das Eigenkapital der Gesellschaft durch eine Einzahlung von TEUR 52.300 deutlich gestärkt. Zeitgleich haben zwei Kommanditisten jeweils einen Teil ihrer Kommanditanteile an JBM veräußert und die erhaltenen Veräußerungserlöse abzüglich erwarteter Steuerzahlungen und Gebühren der Gesellschaft als Darlehen zur Verfügung gestellt.
Dillenburg, den 17. April 2019 Ulrich Schoof Dr. Oliver Diez Dr. Jürgen Koch Brutto-Anlagengitter
Verbindlichkeitenspiegel
Aufstellung des Anteilsbesitzes
* Ergebnisabführungsvertrag mit der Linde +
Wiemann SE & Co. KG, Dillenburg. Die Gesellschaft wurde
von der Aufstellung eines Lageberichts befreit.
Die Devisenkassamittelkurse betragen zum Abschlussstichtag (1 EUR = ... Währungseinheiten):
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2018 (2017)
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2018 (2017)
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2018 (2017)
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Linde + Wiemann SE & Co. KG, DillenburgPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Linde + Wiemann SE & Co. KG, Dillenburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht (nachfolgend: Lagebericht) der Linde + Wiemann SE & Co. KG, Dillenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der UnternehmenstätigkeitWir verweisen auf Angabe V. 4. Eigenkapital und Ergebnisverwendung im Anhang sowie die Angaben im Lagebericht (Anlage 6, Blatt 17 f.), in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 50.941 beim Mutterunternehmen besteht. Dies deutet zunächst auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzern zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. In den genannten Abschnitten wird ausgeführt, dass durch eine Kapitalerhöhung im Februar 2019 in Höhe von TEUR 52.300 und Einlagen von Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.952 auf die Gesellschafterdarlehenskonten, ausreichende liquide Mittel zur geplanten Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Sondertilgung in Höhe von TEUR 32.952) sowie für den laufenden Liquiditätsbedarf zur Verfügung stehen. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dillenburg, den 18. April 2019 WESTTREU
GmbH
Droste, Wirtschaftsprüfer Schlappig-Klockhaus, Wirtschaftsprüferin Eine Verwendung oder Weitergabe des obigen Bestätigungsvermerks bedarf, außer in den gesetzlich vorgesehenen Fällen, unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichts, der mit dem Lagebericht des Einzelabschlusses zusammengefasst wurde, in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird insbesondere verwiesen. |
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