Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 14969
Vorher
Zoo Dresden, Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
26.9.1997
Branche
Botanische und zoologische GärtenBetrieb von BaumschulenEinzelhandel mit zoologischem Bedarf und lebenden Tieren
Gegenstand
Betrieb eines Zoologischen Gartens in Dresden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Hendel
seit 13.10.2023
Prokura
Karl-Heinz Ukena
seit 21.12.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Landeshauptstadt DresdenEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Landeshauptstadt Dresden
Germany
511.292 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Zoo Dresden GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Zoologischen Gartens in Dresden.

Die Zoo Dresden GmbH ist der viertälteste Zoo Deutschlands und bis heute mit der Aufgabe betraut, die im Zoo gepflegten Tiere nach dem neuesten Stand tiergärtnerischer Erkenntnisse zu halten, zu vermehren und eine sinnvolle Auswahl von Tierformen für pädagogische Zwecke zur Anschauung zu bringen. Auf eine unterhaltende Weise wird den Besuchern, durch eine konsequente Gestaltung des Zoos in geographische Lebensräume die Vielfalt der Tierarten und deren Lebensräum, aber auch der Schutz vom Aussterben bedrohter Tiere nähergebracht. Darüber hinaus will sie den Artenschutz fördern, indem sie zur Erhaltung und Vermehrung bedrohter Arten beiträgt. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck gefördert werden kann.

Als gemeinnützige Gesellschaft sind wir am ökologischen Wirtschaften und Handeln interessiert.

Auch der Erhalt und die Zucht gefährdeter Tierarten sind klare und gesellschaftliche Aufträge für den Zoo. Darüber hinaus hat sich die Zoo Dresden GmbH mit der Einführung des freiwilligen Artenschutzeuros für den Natur- und Artenschutz außerhalb des Zoos stark gemacht, um so der Zerstörung von Natur und dem Verlust von Biodiversität entgegenzuwirken. Ziel des Artenschutzeuros ist es, die ausgewählten Naturschutzorganisationen kontinuierlich finanziell zu unterstützen.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt und fördert wissenschaftliche Forschung auf den Gebieten der Zoologie, der Tiermedizin und der Tiergartenbiologie, um daraus naturwissenschaftliche Kenntnisse in allen Bevölkerungskreisen zu verbreiten und zu vertiefen.

II. Grundlagen des Unternehmens

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Zoo Dresden GmbH ist Mitglied im deutschen zoologischen Dachverband, dem Verband der Zoologischen Gärten e.V. (VdZ), dem 71 wissenschaftlich geleitete Zoos in vier europäischen Ländern angehören (Quelle: https://www.vdz-zoos.org/verband/faktenblatt). Sie ist weiterhin Mitglied im europäischen Dachverband European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) sowie im Weltverband World Association of Zoos and Aquariums (WAZA). Im Rahmen der Mitarbeit an Zuchtprogrammen der EAZA ist der Zoo Dresden an Europäischen Erhaltungsprogrammen (EEP) und an Europäischen Zuchtprogrammen (ESP) beteiligt.

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich zusammengefasst wie folgt dar:

GuV 2023 2022 Veränderung
EUR EUR EUR %
Umsatzerlöse 4.903.634 4.999.118 -95.484 -1,9
Erträge 823.425 965.798 -142.373 -14,7
5.727.059 5.964.916 -237.858 -4,0
Materialaufwand 1.233.169 1.056.278 176.891 16,7
Personalkosten 4.022.924 3.706.704 316.220 8,5
Abschreibungen 1.579.201 1.572.257 6.944 0,4
betr. Aufwand 4.735.797 3.040.894 1.694.903 55,7
11.571.090 9.376.133 2.194.956 23,4
Jahresfehlbetrag -5.844.030 -3.411.217 -2.432.813 71,3
Verlustausgleich Landeshauptstadt 2.443.300 2.574.612 -131.312 -5,1
verbleibender Betrag -3.400.730 -836.605 -2.564.125 306,5

Das Jahresergebnis wird in Höhe von -5.844,0 TEUR ausgewiesen und stellt sich gegenüber dem Vorjahr um 2.432,8 TEUR schlechter dar.

Die Umsatzerlöse betragen im Berichtsjahr insgesamt 4,903 Mio. EUR. Damit haben sich die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 % verringert.

Der Anteil der Erlöse aus Eintritten beträgt im Berichtsjahr 83 % an den Gesamtumsätzen.

Umsatzerlöse 2023 2022 Veränderung
EUR EUR EUR %
Eintritt 4.073.080 4.173.706 -100.625 -2,4
Führungen 38.944 28.661 10.284 35,9
Drucksachen 5.611 6.844 -1.233 -18,0
Futterautomat 18.702 17.265 1.437 8,3
Tierverkäufe 8.225 10.663 -2.438 -22,9
Miete 9.149 13.040 -3.891 -29,8
Pacht 423.641 433.467 -9.825 -2,3
Sonstiges 326.283 315.472 10.811 3,4
4.903.634 4.999.118 -95.484 -1,9

Die ergebniswirksamen sonstigen betrieblichen Erträge sind um 142.373 EUR gesunken. Dies ist hauptsächlich auf die im Berichtsjahr gewinnmindernde Zuführung zweckgebundener Erbschaften und Spenden in Höhe von 1,351 Mio. EUR in den Sonderposten für Zuschüsse zurückzuführen, welche für die Errichtung des neuen Orang-Utan-Hauses in selbiger Höhe vereinnahmt werden konnten.

Ferner werden im Aufwandszuschuss die von der Bundesregierung gewährten Entlastungsbeträge für Strom, Erdgas und Fernwärme insgesamt in Höhe von 258.663 EUR ausgewiesen.

Ergebniswirksame sonstige betriebliche Erträge 2023 2022 Veränderung
EUR EUR EUR %
Erbschaften 500.458 241.732 258.726 107,0
Spenden 935.811 222.260 713.551 321,0
Zuführung SoP Erbschaften/ Spenden -1.351.767 0 -1.351.767 100,0
Aufwandszuschuss 258.663 18.783 239.880 1277,1
Ertrag aus Auflösung Sonderposten 145.664 145.478 186 0,1
Ertrag aus Auflösung Rückstellungen 13.357 31.623 -18.266 -57,8
Auflösung Artenschutzeuro 275.536 272.500 3.036 1,1
Sonstiges 45.702 33.422 12.280 36,7
823.425 965.798 -142.373 -14,7

Der Materialaufwand entfällt mit 407.636 EUR auf Futtermittel und Verbrauchsmaterial sowie mit 825.533 EUR auf bezogene Leistungen. Die zum Bilanzstichtag durchgeführte Inventur für Futtermittel und Waren ergab eine deutliche Minderung des Bestandes und führt zur Erhöhung der Futtermittelkosten. Erwähnenswert sind außerdem die Entwicklungen der Verbraucherpreise für bezogene Fremdleistungen mit einer durchschnittlichen Steigerung von 20 %. Für den Materialaufwand ergibt sich eine Gesamterhöhung von 16,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Materialaufwand 2023 2022 Veränderung
EUR EUR EUR %
Futtermittel, Heu, Stroh 347.857 345.871 1.986 0,6
Verbrauchsmaterial (Medikamente, Pflanzen Parkanlagen) 56.456 51.940 4.517 8,7
Bestandsveränderungen und Skonti 3.324 -25.294 28.618 -113,1
Bezogene Leistungen (Reinigungs-, Kassen- und sonstige Dienstleistungen) 825.533 683.761 141.772 20,7
1.233.169 1.056.278 176.891 16,7

Die Personalkosten sind um 8,53 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Hintergrund ist die Umsetzung des mit der Gewerkschaft ver.di ausgehandelten Haustarifvertrag zum 1. Juli 2023. Bestandteil der Tarifeinigung sind im ersten Schritt die Zahlungen des Inflationsausgleiches in drei Teilen, davon mit den ersten beiden Teilbeträgen im Berichtsjahr November und Dezember. Alle weiteren Tarifanpassungen werden im Folgejahr umgesetzt.

Darüber hinaus ist die Zahl der beschäftigten Mitarbeiter im Bereich der Tiermedizin und durch den Aufbau einer neuen Abteilung Artenschutz und Umweltbildung gestiegen.

Personalkosten 2023 2022 Veränderung
EUR EUR EUR %
Löhne und Gehälter 3.249.003 2.984.106 264.897 8,9
Sozialabgaben, Aufwendungen für Altersversorgung, Personalnebenkosten 773.920 722.597 51.323 7,1
4.022.924 3.706.704 316.220 8,5

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt um 57,7 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ursächlich sind die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von 1,613 Mio. EUR aus der einmaligen Zuführung von Erbschaften und Spenden in den Sonderposten für Zuschüsse. Hierbei handelt es sich um Erbschaften und Spenden aus den Jahren 2015 bis 2022 zur Errichtung des neuen Orang-Utan-Hauses. In den vorangegangenen Jahren wurden diese zweckgebundenen Erbschaften und Spenden in den jeweiligen Wirtschaftsjahren der Vereinnahmung erfolgswirksam erfasst.

Sonstige betriebliche Aufwendungen 2023 2022 Veränderung
EUR EUR EUR %
Fernwärme 554.877 609.017 -54.140 -8,9
Gas 10.520 8.834 1.686 19,1
Strom 304.768 291.994 12.774 4,4
Wasser 289.205 264.301 24.904 9,4
Unterhalt von Gebäuden und Einrichtungen 481.362 385.922 95.440 24,7
Werbekosten, Veranstaltungen 297.392 269.411 27.981 10,4
Rechts-, Beratungs-, Prüfungs- und Honorarkosten 61.841 66.550 -4.709 -7,1
Verwaltungskosten 666.737 683.058 -16.321 -2,4
Artenschutz 275.536 272.500 3.036 1,1
Kosten für Fuhrpark 75.013 85.059 -10.046 -11,8
Periodenfremde Aufwendungen 1.613.877 0 1.613.877 100,0
Zwischensumme 4.631.128 2.936.646 1.694.483 57,7
Sonstige Erträge -12.364 -120 -12.244 10203,4
Sonstiges (Zinsen, Steuern) 117.033 104.368 12.665 12,1
4.735.797 3.040.894 1.694.903 55,7

b) Liquiditätslage

Die Liquiditätslage war für das Jahr 2023 in erster Linie entspannt. Es traten im Berichtsjahr keine Engpässe auf.

Jedoch ist die Gesellschaft zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit aufgrund der zusätzlichen Kosten im Zusammenhang mit der Errichtung des Orang-Utan-Hauses und aufgrund der nicht erreichten Eintrittserlöse auf zusätzliche Gesellschaftereinlagen angewiesen.

Die Zuwendungen der Landeshauptstadt Dresden im Wege der institutionellen Förderung als anteilige Fehlbedarfsfinanzierung betrugen entsprechend dem Bescheid vom 7. Juni 2023 für das Berichtsjahr 2.300.000,00 EUR und 143.300,00 EUR entsprechend dem 1. Nachtrag vom 18. Dezember 2023 zum Zuwendungsbescheid, welche jeweils in der Kapitalrücklage bilanziert wurden.

Zur Deckung des Jahresfehlbetrages 2023 sowie zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit wurde von der Landeshauptstadt Dresden eine Erhöhung der Gesellschaftereinlage zur Verlustabdeckung um 575.000,00 EUR genehmigt und im März 2024 der Zoo Dresden GmbH zugeführt.

Zusätzlich wurden für die Zoo Dresden GmbH Zuwendungen für investive Maßnahmen in Höhe von 3.000.000,00 EUR bewilligt und 1.000.000,00 EUR aus den Vorberichtsjahren übertragen.

Im Rahmen des Investitionsbedarfes wurde das bereitgestellte Gesellschafterdarlehen in Höhe von 12 Mio. EUR für den Bau des neuen Orang-Utan-Hauses vollständig abgerufen.

Trotz des positiven Geschäftsverlaufs ist die Gesellschaft auch weiterhin dauerhaft auf die finanziellen Zuwendungen ihrer Gesellschafterin angewiesen. Diese Zuwendungen sind in der mittelfristigen Finanzplanung der Landeshauptstadt Dresden seit dem Geschäftsjahr 2023 mit einem Betrag von 2.300.000,00 EUR eingestellt. Die zur Sicherung des operativen Geschäftsbetriebes notwendige Liquiditätsausstattung ist somit für den laufenden Geschäftsbetrieb vorerst sichergestellt

c) Vermögenslage

Immobilien

Die Gesellschaft verfügt über keinen eigenen Grund und Boden. Die von der Gesellschaft genutzten Flurstücke 622/2 (64.735 qm) und 890 (63.680 qm) befinden sich im Eigentum der Landeshauptstadt Dresden. Für diese Flächen besteht ein Erbbaurecht.

Das im Grundbuch verankerte Erbbaurecht wurde von der Landeshauptstadt Dresden für 66 Jahre eingeräumt. Mit Wirkung vom 01.12.2008 wurde ein Erbbauzins vereinbart, welcher jährlich zum 15.06., erstmals am 15.06.2009, erhoben wird. Aufgrund der Entwicklung des Verbraucherpreisindex erhöhte sich der Erbbauzins ab Juli 2017 auf 49.177 EUR pro Jahr.

Die auf den Erbbaugrundstücken vorhandenen Gebäude und Anlagen befinden sich im Eigentum der Zoo Dresden GmbH.

Tierbestand

Der Tierbestand der Gesellschaft wurde zum 31.12.2023 inventarisiert und im Anlagevermögen der Gesellschaft dargestellt.

Zu- und Abgänge sowie Einstellungen und Ausleihungen im Rahmen von Zuchtprogrammen werden über Einzelnachweise protokollarisch beleg.

Investitionen

Am 10. Mai 2007 hat sich der Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden zum langfristigen Erhalt des Zoologischen Gartens bekannt. In die mittelfristige Finanzplanung der Landeshauptstadt Dresden sind auf dieser Grundlage entsprechend investive Zuschüsse eingeordnet.

Der Bau des Orang-Utan-Hauses ist weiterhin ein aktueller Schwerpunkt. Mit der Realisierung dieses neuen Hauses sollen neben einer verbesserten Tierhaltung auch ein neuer Besucherhöhepunkt für den Zoo Dresden geschaffen werden. Außerdem wird der Neubau für die Orang-Utans auch für weitere Bewohner wie die Glattotter, Binturongs, Phytons und Riesenschildkröten eine neue Unterkunft bieten. Aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse und einer verspäteten Freigabe der Prüfstatik des Spritzbetons ist ein Fertigstellungstermin des neuen Orang-Utan-Hauses für Ende April 2024 angestrebt.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsfaktoren

Wichtigster Leistungsindikator unserer Gesellschaft ist die Anzahl der Besucher. Im Jahr 2023 besuchten den Dresdner Zoo laut eigener interner Statistik 794.041 Besucher (Vorjahr: 756.635 Besucher).

Besuchergruppen

Der Zoo Dresden zählte für das Jahr 2023 über 459.273 Jahreskartenbesitzer. Das sind 17,4 % mehr als zum Vorjahr. Während die Anzahl der Tagesbesucher um 8,3 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen sind, nimmt der Verkauf der Jahreskartenbesitzer mit 57,8 % den größten Anteil der Gesamtbesuchergruppen ein.

Besucher 2023 2023
%
2022 2022
%
Erwachsene 143.840 18,1 156.151 20,6
Ermäßigte 19.062 2,4 20.019 2,6
Kinder 3-16 Jahre 54.187 6,8 59.724 7,9
Gruppen, Schulklassen, Kindergärten 60.471 7,6 69.045 9,1
Familienkarten 57.208 7,2 60.388 8,0
Jahreskarten 459.273 57,8 391.308 51,7
Anzahl 794.041 100,0 756.635 100,0

4. Gesamtaussage

Die betriebswirtschaftlichen Prognosen für den laufenden Geschäftsbetrieb und für den Investitionsbedarf sind für das Jahr 2023 nicht eingetroffen. Die Verzögerung der Fertigstellung des neuen Orang-Utan-Hauses in das Jahr 2024 sorgte für erhebliche Mindereinnahmen gegenüber dem Wirtschaftsplan. Der darin kalkulierte Besucherrekord mit seinen Einnahmen aus Eintritten verschiebt sich in das Wirtschaftsjahr 2024. Im Wirtschaftsplan für das Jahr 2023 wurde von 1.012.000 Besuchern und einem Fehlbetrag von 2.734 TEUR ausgegangen.

Auch im Zusammenhang mit den Investitionsbedarf für den Neubau des Orang-Utan-Hauses werden bis zur Beendigung der Baumaßnahme nach heutigem Stand weitere Mehrkosten von insgesamt 3 Mio. EUR gegenüber dem Wirtschaftsplan 2023 erwartet. Die aktuellen Gesamtinvestitionskosten betragen damit 21,9 Mio. EUR. Der stark gestiegene Baupreisindex verursachte im Wesentlichen diesen Investitionskostenanstieg.

Für den Neubau des Orang-Utan-Hauses wird im Jahr 2024 ein weiteres Gesellschafterdarlehen in Höhe von voraussichtlich 1.600 T€ erwartet.

Jedoch insgesamt ist die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 als positiv einzuschätzen.

III. Zweigniederlassung

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.

IV. Prognosebericht und Ausblick

Seit Januar 2024 erfolgt technisch eine neue Form der Besucherzählung. Die Besucher werden mit einem elektronischen Zugangssystem durch Echtzählung erfasst statt wie bisher unter teilweiser Berücksichtigung eines Umrechnungskoeffizienten.

Im Wirtschaftsplan 2024 erfolgte die Planung der Gesamtbesucherzahl von rund 1 Mio. Besucher jedoch noch auf der Grundlage der bisher über viele Jahre angewandten Umrechnungskoeffizienten. Wir rechnen darauf basierend mit einem negativen Jahresergebnis in Höhe von 4.036 TEUR. Dabei stellen insbesondere die Energiepreise ein Kalkulationsrisiko dar.

In Anlehnung an den 2007 beschlossenen Masterplan wurde im Sommer 2021 mit dem Bau des neue Orang-Utan-Haus begonnen. Neben den Orang-Utans werden in dem geplanten Neubau weitere Tiere Südostasiens einziehen sowie eine in Zoos selten gezeigte neue Tierart, der Glattotter. Außerdem wird die Unterkunft für die Riesenschildkröten mit diesem Neubau realisiert. Für den Zoo Dresden handelt es sich hierbei um das bisher größte Bauprojekt der Zoogeschichte. Zur Bewältigung der ursprünglich geplanten Baukosten von 17 Mio. EUR wurde einerseits ein Kredit in Höhe von 12 Mio. EUR über die Landeshauptstadt aufgenommen. Anderseits soll die Bausumme über die jährlichen Zuwendungen der Landeshauptstadt Dresden für investive Maßnahmen in Höhe von 1 Mio. EUR sowie eigenen Mitteln durch Spenden und Erbschaften finanziert werden. Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie wie Rohstoffmangel und Lieferengpässe sowie der Anstieg der Preise am Energiemarkt verursachten eine starke Erhöhung der Baukosten. Aufgrund dieser gestiegenen Baustoffpreise musste die Gesellschaft bereits im letzten Wirtschaftsplan mit 1,9 Mio. EUR Mehrkosten rechnen. Nach aktueller Prognose wurde mit einer weiteren Kostensteigerung in Höhe von 3 Mio. EUR kalkuliert. Das aktuelle Gesamtbudget beträgt damit 21,9 Mio. EUR. Aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse und einer verspäteten Freigabe der Prüfstatik des Spritzbetons wird eine Fertigstellung für Ende April 2024 angestrebt.

Bezüglich der Energiekosten im neuen Orang-Utan-Haus wird aufgrund einer deutlich verbesserten Isolierung des Baukörpers und moderner Haustechnik kein Mehrverbrauch aus dem Betrieb des Tierhauses gegenüber dem Ist-Zustand erwartet.

Außerdem geht die Gesellschaft im Wirtschaftsplan 2024 von einer Erhöhung der Eintrittspreise aus, welche mit der Eröffnung des neuen Orang-Utan-Hauses umgesetzt werden soll. Die genaue Preisstruktur steht noch nicht fest. Allerdings sind erstmals Sommer- und Wintereintrittspreise geplant mit dem Hintergrund, dass der Zoo im Sommer viel attraktiver ist als im Winter.

Die Ergebnis- und Liquiditätslage für das Geschäftsjahr 2024 ist permanent zu überwachen, um mögliche Auswirkungen, insbesondere auf die Preisentwicklung für Energie und Futtermittel sowie Dienstleistungen, zu bewerten. Eine Anpassung der Wirtschafts- und Erfolgsplanung 2024 ist ggf. vorzunehmen. Unter Abwägung aller Umstände und dem Ziel einer erfolgreichen baldigen Eröffnung des neuen Orang-Utan-Hauses ist von einem positiven Geschäftsverlauf auszugehen.

V. Chancen- und Risikobericht

Chancenbericht

Die im Geschäftsjahr 2014 begonnene Zusammenarbeit mit Zoologen, Architekten und Fachplanern zur Evaluierung und Fortschreibung eines langfristigen Entwicklungsplanes des Zoologischen Gartens wird weiter fortgesetzt. Grundlage dieses Konzeptes ist die Schwerpunktsetzung auf die Errichtung besucherattraktiver Anlagen für die Elefanten und Orang-Utans, sodass die positive Besucherentwicklung der vergangenen Jahre auch perspektivisch abgesichert werden kann.

Bereits im Sommer 2021 startete der Bau des neuen Orang-Utan-Hauses. Das neue Orang-Utan-Haus soll neben einer verbesserten Tierhaltung auch neue Besucherpotenziale für den Zoologischen Garten erschließen. Das neue Orang-Utan-Haus soll im Innenbereich mit seiner geplanten hohen Aufenthaltsqualität in erster Linie durch hochmoderne Erlebnispfade zur Stabilisierung der Besucherzahlen sorgen und auch zusätzliche Zoobesucher dauerhaft binden. Aufgrund der Einzigartigkeit des neuen kreisrunden Bauwerkes als besonderen Besuchermagnet rechnet der Zoo auch mit einem hohen Touristenanteil.

Die Zoo Dresden GmbH ist ein verantwortungsvoller Arbeitgeber und legt großen Wert auf ein faires Miteinander, fördert Mitarbeiterzufriedenheit und Motivation durch Chancengleichheit und attraktives Arbeitsumfeld. Darüber hinaus stellt sich der Zoo Dresden das Ziel, den Zoo gut und stark in die nächste Generation zu bringen. Denn im Zoo arbeiten verschiedene Generationen täglich Hand in Hand, die unterschiedliche Vorstellungen, Wünsche und auch Gedanken zu ihrem Arbeitgeber Zoo haben. Hierzu wurden in den vorangegangen beiden Jahren Workshops mit den Mitarbeitern durchgeführt und daraus ein Unternehmensleitbild für den Zoo entwickelt.

Ein wesentlicher Faktor für die nachhaltig positive Zusammenarbeit der Mitarbeiter im Zoo sind auch die qualitativ hochwertigen Beschäftigungsplätze einschließlich des garantierten Arbeitsschutzes mit regelmäßigen betrieblichen Sicherheitsüberprüfungen und Unterweisungen, einer betrieblichen Gesundheitsförderung sowie einer regelmäßigen betriebsärztlichen Betreuung. Außerdem wurden den Mitarbeitern zur Wahrnehmung von Arztterminen für berufsbedingte Impfungen eine Freistellung von der Arbeitszeit gewährt.

Ein weiteres Ziel der Zoo Dresden GmbH ist, regelkonformes Verhalten im Unternehmen weiter zu fördern und nachhaltig sicherzustellen. Daher wird die Entwicklung eines zeitgemäßen betrieblichen Compliance-Managementsystems weiter vorangetrieben.

Wir leisten wertvolle Bildungsarbeit und sehen dies als Chance für die nachhaltige Entwicklung des Zoos. In einem Kooperationsprojekt mit dem Landesamt für Schule und Bildung bietet der Zoo Dresden mit seiner Zooschule den Schülern aller Altersgruppen die Möglichkeit die Vielfalt der Tierarten und deren Lebensräume kennenzulernen und sie dafür zu sensibilisieren. Nur wer die Tiere kennt und von ihnen fasziniert ist, kann sich für den Schutz dieser Tiere und den Erhalt ihrer Lebensräume einsetzen.

Die Durchführung regelmäßiger Energieaudits nach DIN EN 16247-1 ist ebenso ein wichtiges Instrument für weitere Maßnahmen zur nachhaltigen Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung der Energiekosten. Weitere Einsparpotenziale werden erkannt und gewonnene Erkenntnisse im neuen Orang-Utan-Großprojekt berücksichtigt.

Risikobericht

Die langfristige Ertragslage der Gesellschaft wird auch zukünftig in erheblichem Maße von der Umsetzung der laufenden und geplanten Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen abhängig sein.

Die übrige betriebliche Substanz, die Gebäude und technischen Einrichtungen der Gesellschaft sind teilweise immer noch in einem sehr schlechten Zustand. Neben der Bausubstanz der Tierhäuser selbst ist es vor allem die technische Infrastruktur, die nicht mehr heutigen Standards entspricht, sodass die zukünftige Ertragslage der Gesellschaft zusätzlich durch Instandhaltungs- und Reparaturmaßnahmen belastet wird.

Weitere Risiken sind neben dem Wetter und dem Freizeitverhalten der Menschen auch die Entwicklung im Tourismusbereich. Die Corona-Krise hat gezeigt, dass auch weitere externe und nur begrenzt beeinflussbare Faktoren mit erheblichen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft möglich sind. Behördliche Anordnungen mit Zooschließungen für den Besucherverkehr, Besucherbeschränken und der Wegfall von Touristen hatten gravierende wirtschaftliche Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb des Zoos. Dadurch bleibt die künftige Besucherentwicklung immer ein Risiko.

Neben den vorgenannten Risiken ergaben sich bereits im Jahr 2022 die bisher größten Preissteigerungen, vor allem aufgrund der Unsicherheiten auf dem Energiemarkt infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine. Bezüglich dieser Preisentwicklung für Energie und Futtermittel sowie für Dienstleistungen ließ sich das Risiko schwer abschätzen. Mit Einführung der temporären Strompreisbremsen bzw. dem Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz durch die Bundesregierung und der Absenkung der Umsatzsteuer auf dem Energiemarkt waren im Geschäftsjahr 2023 die Preisentwicklungen demgegenüber entspannt und auch für den Zoo Dresden eine temporäre Kostenentlastung. Zum Ende des Geschäftsjahres sind diese staatlich eingeführten Energiepreisbremsen ausgelaufen und führen zum 1. Januar 2024 zu neuen Belastungen, wie höhere Netzentgelte, steigende CO 2 -Steuer. Aufgrund dieser unsicheren Entwicklung ist es schwer, verlässliche Prognosen zu erstellen.

Vor diesem Hintergrund werden die Ergebnis- und Liquiditätsplanungen zur Früherkennung von Risiken permanent überwacht, um hierdurch entstehenden Risiken für die betriebliche Entwicklung gegenzusteuern und einzudämmen.

Die Gesellschaft ist in ihrer Situation weiterhin dauerhaft auf die finanziellen Zuwendungen ihrer Gesellschafterin angewiesen, um weiterhin Besucherhöhepunkte zu schaffen und die Umsetzung weiterer Investitionsprojekte und notwendiger Substanzerhaltungsmaßnahmen finanziell zu sichern.

 

Dresden, 31. März 2024

Karl-Heinz Ukena, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023 - Offenzulegende Fassung gemäß § 327 Nr. 1 HGB

AKTIVA

EUR 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9,00 9,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.248.161,00 18.710.018,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 779.720,82 836.932,80
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.953.969,51 7.354.173,04
33.981.851,33 26.901.123,84
III. Tiervermögen 84.000,00 84.000,00
34.065.860,33 26.985.132,84
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 69.741,92 75.640,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 50.159,17 70.607,04
2. sonstige Vermögensgegenstände 60.635,23 74.056,12
110.794,40 144.663,16
III. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 2,00 2,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.873.637,77 3.244.150,85
4.054.176,09 3.464.456,72
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.943,49 54.540,56
Summe Aktiva 38.150.979,91 30.504.130,12

PASSIVA

EUR 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Kapitalrücklage 26.533.815,83 24.549.982,33
III. Bilanzverlust -5.844.030,44 -4.459.466,50
21.201.077,27 20.601.807,71
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 2.991.292,09 171.311,50
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 79.115,60 66.559,50
2. sonstige Rückstellungen 250.992,88 255.648,60
330.108,48 322.208,10
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 166.983,66 206.038,45
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 698.381,17 684.970,57
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 12.265.420,02 8.000.000,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 497.290,22 479.244,29
davon aus Steuern: EUR 3.583,99 (Vj. EUR 4.304,75)
13.628.075,07 9.370.253,31
E. Rechnungsabgrenzungsposten 427,00 38.549,50
Summe Passiva 38.150.979,91 30.504.130,12

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 - Offenzulegende Fassung gemäß § 276 HGB

EUR 2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 4.493.890,38 4.908.637,40
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.249.003,22 2.984.106,12
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 773.920,39 722.597,40
- davon für Altersversorgung: EUR 122.471,87 (Vj. EUR 111.347,55)
4.022.923,61 3.706.703,52
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.579.200,62 1.572.257,09
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.631.128,44 2.936.645,71
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.364,49 120,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 40.678,36 21.492,93
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 37.860,00 (Vj. EUR 18.860,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 70.335,54 74.966,95
8. Ergebnis nach Steuern -5.838.011,70 -3.403.308,80
9. sonstige Steuern 6.018,74 7.908,25
10. Jahresfehlbetrag -5.844.030,44 -3.411.217,05
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 4.459.466,50 3.723.338,38
12. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 4.459.466,50 2.675.088,93
13. Bilanzverlust -5.844.030,44 -4.459.466,50

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Firma: Zoo Dresden GmbH
Sitz: Dresden
Registergericht: Amtsgericht Dresden
Handelsregisternr.: HRB 14969

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Zoo Dresden GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurden nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRuG) aufgestellt.

Der Zoo gilt unter der Berücksichtigung der Größenmerkmale

Bilanzsumme 38.150.979,91 EUR
Umsatzerlöse 4.903.634,44 EUR
Arbeitnehmer 70

als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne § 267 II HGB. Gemäß § 15 Abs. 4 des Gesellschaftsvertrages i. V. m. § 96a I Nr. 8 SächsGemO ist der Jahresabschluss und Lagebericht in entsprechender Anwendung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Dritten Buch des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden, soweit nicht weitergehende gesetzliche Vorschriften galten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Zoo Dresden GmbH verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke (§§ 51 ff. Abgabenordnung).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Bilanzposten erfolgte unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der für die Bilanzierung maßgeblichen handelsrechtlichen Vorschriften.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung, bewertet. Die Nutzungsdauer orientiert sich an den steuerrechtlichen Vorschriften.

Das Sachanlagevermögen - außer Tierbestände und Kunstgegenstände - wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßige, lineare Abschreibung, bewertet. Die Nutzungsdauer orientiert sich ebenfalls an den steuerrechtlichen Vorschriften.

Kunstgegenstände aus Schenkungen wurden mit 20 % ihres angenommenen Versicherungswertes bewertet. Abschreibungen wurden keine vorgenommen.

Für den Tierbestand wurde ein Festwert gebildet und im Geschäftsjahr überprüft. Tiere aus anderen Einrichtungen zum Zweck der Zucht und zum Zweck der Zurschaustellung sowie deren Nachwuchs sind hier nicht einbezogen. Hier handelt es sich um Leihgaben für die ein wirtschaftliches Eigentum ausgeschlossen ist. Eingestellte Tiere und Tiere aus Eigenaufzucht bleiben unbewertet. Es werden darüber hinaus Tauschgeschäfte mit Tieren getätigt, ohne dass diese Bewegungen aufgrund der angewandten Bewertungsmethodik Eingang in das betriebliche Rechnungswesen finden.

Schenkungen und Erbschaften von Vermögensgegenständen (z.B. Grundstücke und Gebäude) werden entsprechend der gesetzlichen Vorstellung des erfolgsneutralen Anschaffungsvorgangs mit einem Ansatz von Null Euro bilanziert. Folglich werden die durch Verkauf erhaltene Gewinne erst mit der Realisierung gemäß § 252 I Nr. 4 HGB berücksichtigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über 250 EUR bis 1.000 EUR werden in einem Sammelposten erfasst und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach der First-in-First-out-Methode und somit nach dem Einkaufspreis des letzten Zugangs.

Fertigerzeugnisse (Buch zur Zoogeschichte) wurden zu Herstellungskosten bewertet.

Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte zum Nennwert.

Bargeld und Guthaben auf Girokonten wurden mit dem Nennwert bewertet.

Die Gesellschaft erhält von der Gesellschafterin Zuwendungen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes (Verlustausgleich) sowie Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen. Gemäß der Anweisung der Gesellschafterin vom 31. Juli 2001 sind alle von der Gesellschafterin bereitgestellten Mittel in die Kapitalrücklage einzustellen.

Die Gesellschaft erhielt für das Geschäftsjahr 2023 Zuwendungen in Form eines Betrauungsaktes mit Datum vom 7. Juni 2023 und einem 1. Nachtrag vom 18. Dezember 2023. Diese Zuwendungen wurden im Wege der institutionellen Förderung als anteilige Fehlbedarfsfinanzierung für investive Maßnahmen in Höhe von insgesamt 4.000.000,00 EUR (davon 1.000.000,00 EUR aus Vorjahren) und im Wege einer anteiligen Fehlbedarfsfinanzierung zum Verlustausgleich in Höhe von 2.300.000,00 EUR sowie einem 1. Nachtrag in Höhe von 143.300,00 EUR bewilligt. Gemäß dem Freistellungsbeschluss der Europäischen Kommission vom 20. Dezember 2011 wurden darin auch zusätzliche Ausgleichsleistungen in Höhe von insgesamt 136.578,20 EUR als Wert des Verzichtes auf eine angemessene Erbbaupacht für zwei Grundstücke gewährt. Alle eigenen Mittel und alle mit dem Zuwendungszweck zusammenhängenden Erlöse sind als Deckungsmittel für die entstandenen Kosten der öffentlichen Aufgabenerfüllung einzusetzen. Soweit die anteiligen Fehlbedarfsfinanzierungen für investive Maßnahmen die entstandenen investiven Kosten bzw. die anteiligen Fehlbedarfsfinanzierungen zum Verlustausgleich die diesbezüglich entstandenen Kosten der öffentlichen Aufgabenerfüllung unter Berücksichtigung der in dem jeweiligen Zusammenhang erzielten Erlöse übersteigen, liegt insoweit jeweils eine Überkompensation vor, die an die Gesellschafterin zurückzuzahlen ist.

Die Zuwendungen der Landeshauptstadt Dresden zum Verlustausgleich betrugen im Geschäftsjahr 2.443.300,00 EUR und führen in Höhe von 575.406,25 EUR zu einer Unterdeckung.

Die Bilanz ist gemäß § 268 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt. Der Bilanzverlust ergibt sich wie folgt:

2023
EUR
2022
EUR
Bilanzverlust zum 01.01. 4.459.466,50 3.723.338,38
Jahresfehlbetrag 5.844.030,44 3.411.217,05
Entnahme aus der Kapitalrücklage -4.459.466,50 -2.675.088,93
Bilanzverlust zum 31.12. 5.844.030,44 4.459.466,50

Spenden und Erbschaften Dritter zur Finanzierung des neuen Orang-Utan-Hauses wurden im Berichtsjahr einem entsprechenden Sonderposten zugeführt. Diese Beträge waren in den Vorjahren als Erträge verbucht wurden.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag gem. § 253 I Satz 2 HGB, welcher nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Dabei wurden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Sofern die Laufzeit der sonstigen Rückstellungen größer ein Jahr ist, erfolgte eine Abzinsung gem. § 253 II Satz 1 HGB mit dem der Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (Abzinsungssätze der Deutschen Bundesbank).

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Das Darlehen der Landeshauptstadt Dresden in Höhe von 12.000.000,00 EUR per 31.12.2023 wird als Verbindlichkeit gegenüber Gesellschafter ausgewiesen. Darlehensverbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 166.983,66 EUR (Vorjahr: 206.038,45 EUR) als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und in Höhe von 12.000.000,00 EUR zuzüglich Zinsen (Vorjahr: 8.000.000,00 EUR) als Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Die Darlehensverbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 3.960.945,21 EUR erhöht und resultieren aus dem Abruf weiterer Mittel von 4.000.000,00 EUR aus dem Investitionsdarlehen bei der Gesellschafterin zur Finanzierung des im Bau befindlichen Orang-Utan-Hauses. Dieses Darlehen ist mit jährlich 0,36% zu verzinsen, welche am 31.12. eines jeden Jahres zahlungswirksam fällig sind.

Die Darlehen sind mit folgenden Restlaufzeiten zu bedienen:

bis ein Jahr 39.473,46 EUR
ein bis fünf Jahre 2.125.508,01 EUR
mehr als fünf Jahre 10.002.002,19 EUR

Das KfW-Darlehen ist durch eine modifizierte Ausfallbürgschaft der Gesellschafterin besichert. Das Gesellschafterdarlehen ist unbesichert.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 698 TEUR (Vorjahr: 701 TEUR) wurden mit dem fälligen Zahlbetrag erfasst. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Zu den Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem bis fünf Jahre zählen die Verbindlichkeiten aus Sicherheitseinbehalten 61 TEUR (Vorjahr: 54 TEUR).

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Einzahlungen gebildet, die erst einen Ertrag nach dem Bilanzstichtag darstellen.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im Bruttoanlagenspiegel (Beilage zum Anhang) dargestellt. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres 23.612 TEUR (Vorjahr: 22.121 TEUR) und zum Ende des Geschäftsjahres 25.108 TEUR (Vorjahr: 23.612 TEUR). Die bilanzierten Gebäude in Höhe von 17.248 TEUR (Vorjahr: 18.710 TEUR) werden auf fremden Grund und Boden genutzt. Durch einen Erbbaupachtvertrag ist die langfristige Nutzung bis 30. Oktober 2062 gesichert. Das Anlagevermögen einschließlich den Anlagen im Bau machen 89 % der Bilanzsumme aus.

Der genannte Bestand an Tiervermögen ist mit einem Festwert von 84 TEUR bewertet.

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 111 TEUR (Vorjahr: 135 TEUR).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Umsatzsteuerforderungen in Höhe von 4 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR) enthalten.

In den sonstigen Wertpapieren werden Fonds ausgewiesen, die aus Nachlässen stammen. Unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips wurden die Fonds mit jeweils 1,00 EUR bewertet. Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige Wertpapiere in Höhe von 2,00 EUR (Vorjahr: 2,00 EUR).

Die liquiden Mittel betragen zum 31. Dezember 2023 insgesamt 3.873 TEUR (Vorjahr: 3.254 TEUR) und umfassen unter anderem die bei der Sparkasse geführten Konten für zweckgebundene Spenden in Höhe von 1.848 TEUR (Vorjahr: 625 TEUR) sowie für den im Jahr 2018 eingeführten freiwilligen Artenschutzeuro in Höhe von 602 TEUR (Vorjahr: 234 TEUR).

Der im Juni 2009 erstmals gezahlte Erbbauzins an die Landeshauptstadt Dresden wurde in Höhe von 23 TEUR aktiv abgegrenzt. Die weiteren aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von 32 TEUR betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für den Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse enthält insbesondere die zweckgebundenen Einnahmen aus Spenden und Erbschaften zur Errichtung des neuen Orang-Utan-Hauses. Erst mit Fertigstellung des Orang-Utan-Hauses wird mit der Auflösung des Sonderpostens entsprechend der Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögensgegenstandes begonnen.

Steuerrückstellungen wurden entsprechend des Ergebnisses des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes für 2023 in Höhe von 22 TEUR (Vorjahr: 17 TEUR) für Gewerbesteuer und in Höhe von 18 TEUR (Vorjahr: 30 TEUR) für Körperschaftsteuer gebildet. Des Weiteren sind weiterhin aus dem Geschäftsjahr 2022 gebildete Rückstellungen für Körperschaftsteuer und für Gewerbesteuer in Höhe von 47 TEUR zum 31. Dezember 2023 enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für nicht genommenen Urlaub, Mehrstunden und leistungsorientierte Vergütung 159 TEUR (Vorjahr: 157 TEUR) sowie für Dienstjubiläum 11 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR), Steuerberatung und Abschlusskosten 25 TEUR (Vorjahr: 22 TEUR), Wasserentnahmeabgabe 12 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR), Archivierungskosten 1 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) und Künstlersozialabgaben sowie sonstige ungewisse Verbindlichkeiten 301 TEUR (Vorjahr: 55 TEUR) angepasst.

Die Fälligkeit der Verbindlichkeiten ist dem nachfolgenden Verbindlichkeitsspiegel zu entnehmen:

Gesamt Laufzeit < 1 Jahr Laufzeit > 1 Jahr dav. Laufzeit > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
- Darlehen 166.983,66 39.473,46 127.510,20 2.002,19
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
- gegenüber Lieferanten, Dienstleistungen 698.381,17 637.505,04 60.876,13 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter
- gegenüber Gesellschafter 12.000.000,00 0,00 12.000.000,00 10.000.000,00
- gegenüber Gesellschafter 265.420,02 265.420,02 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten
- Artenschutzeuro 474.981,05 474.981,05 0,00 0,00
- Erhaltene Kautionen 9.000,07 0,00 9.000,07 0,00
- Erbschaften 9.725,11 9.725,11 0,00 0,00
- Steuern 3.583,99 3.583,99 0,00 0,00
13.628.075,07 1.430.688,67 12.197.386,40 10.002.002,19

Die Verbindlichkeiten aus Krediten betragen zum Bilanzstichtag 167 TEUR (Vorjahr: 206 TEUR) gegenüber Kreditinstituten und gegenüber der Gesellschafterin 12,0 Mio. EUR (Vorjahr: 8,0 Mio. EUR). Die Gesellschaft hat im Jahr 2021 ein Gesellschafterdarlehen für den Bau des Orang-Utan-Hauses aufgenommen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 698 TEUR (Vorjahr: 558 TEUR) bestehen hauptsächlich gegenüber Lieferanten und Dienstleistern, sowie aus Sicherheitseinbehalten 61 TEUR (Vorjahr: 54 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen in Höhe von 265 TEUR (Vorjahr: 127 TEUR) zum Bilanzstichtag.

Des Weiteren beinhalten die Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag den noch nicht verwendeten Artenschutzeuro in Höhe von 474 TEUR (Vorjahr: 446 TEUR), erhaltenen Kautionen 9 TEUR (Vorjahr: 18 TEUR) und Verpflichtungen aus Erbschaften 9 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR) Steuerverbindlichkeiten enthalten.

Die passive Rechnungsabgrenzung 0,5 TEUR (Vorjahr: 39 TEUR) basiert auf bereits verkauften Jahreskarten und Führungen für das Folgejahr.

IV. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich aus Eintrittsgeldern in Höhe von 4.073 TEUR (Vorjahr: 4.174 TEUR), Zoo-Führungen 39 TEUR (Vorjahr: 29 TEUR), Drucksachen 6 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR), Futterautomaten 19 TEUR (Vorjahr: 17 TEUR), Tierverkäufen 8 TEUR (Vorjahr: 11 TEUR) und sonstigen Erlösen 326 TEUR (Vorjahr: 315 TEUR) sowie aus Miet- und Pachteinnahmen 432 TEUR (Vorjahr: 446 TEUR) zusammen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erbschaften 500 TEUR (Vorjahr: 242 TEUR) und Spenden 936 TEUR (Vorjahr: 222 TEUR). Davon sind 84 TEUR im Geschäftsjahr ergebniswirksam und 1,351 Mio. EUR werden den zweckgebundenen Spenden und Erbschaften zur Errichtung des Orang-Utan-Hauses in einem Sonderposten ausgewiesen.

Des Weiteren enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von 145 TEUR (Vorjahr: 145 TEUR) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 13 TEUR (Vorjahr: 32 TEUR).

Im Rahmen des freiwilligen Artenschutzeuros wurden die dafür gesammelten Spenden entsprechend den Artenschutzprojekten im Berichtsjahr zweckentsprechend verwendet und die hierfür notwendige Auflösung der Verbindlichkeit erfolgswirksam über den Posten sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 276 TEUR (Vorjahr: 273 TEUR) erfasst. Dem gegenüber steht zeitgleich die Mittelverwendung durch Verteilung an die Arten- und Naturschutzprojekte über den Aufwandsposten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Die Übrigen sonstigen betrieblichen Erträge sind Versicherungsentschädigungen (0,2 TEUR), periodenfremde Erträge (5 TEUR), Erträge aus abgeschriebenen Forderungen (31 TEUR) und Übrige (5 TEUR.

Die Materialaufwendungen setzen sich aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 407 TEUR (Vorjahr: 373 TEUR) sowie aus Aufwendungen für bezogene Leistungen 825 TEUR (Vorjahr: 683 TEUR) zusammen. Zu den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen gehören in erster Linie alle Futtermittel, Arzneimittel und Verbrauchsmaterialien zur Pflege der Tiere sowie jährliche Bestandsveränderungen. Zu den bezogenen Leistungen zählen die Kassierung von Eintrittsgeldern und Parkgebühren, Geldtransporte, Wartung der EDV sowie die Bewachungs- und Reinigungskosten vom gesamten Zoogelände jeweils durch Fremdfirmen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Instandhaltungs-, Abfallbeseitigungs-, Wasser-, Strom- und Heizungskosten sowie die Verteilung des Artenschutzeuros auf die entsprechenden Arten- und Naturschutzprojekte, korrespondierend der erfolgswirksamen Auflösung der Verbindlichkeiten in den sonstigen betrieblichen Erträgen.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus dem Bau des Orang-Utan-Hauses (Bestellobligo: 5.479,5 TEUR) sowie aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von jährlich 157 TEUR (Vorjahr: 160 TEUR), davon gegenüber der Gesellschafterin 4 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR). Aus dem Erbbaurechtsvertrag verzichtet die Landeshauptstadt Dresden auf eine angemessene Erbbaupacht für die Grundstücke Parkplatz und zoologischer Garten (wir verweisen auf unsere Ausführungen zum Betrauungsakt der Landeshauptstadt Dresden). Daraus ergibt sich seit Juli 2017 eine jährliche Zahlungsverpflichtung des Erbbauzinses in Höhe von 49 TEUR, welcher unter der marktüblichen Verzinsung liegt.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt: Anzahl
gewerbliche Arbeitnehmer 56
Angestellte 14
70
Ergänzend:
Geschäftsführer 1
Auszubildende 9

Angaben zu den Organen und der Geschäftsführung

Alleinige Gesellschafterin: Landeshauptstadt Dresden
Geschäftsführer: Herr Karl-Heinz Ukena - Bankkauffmann
(von der Schutzklausel gem. § 286 IV HGB wird Gebrauch gemacht)

Auf der Grundlage des Stadtratsbeschlusses Nr. V3241/19 vom 5. Dezember 2019 und § 9 des Gesellschaftsvertrages wurden zum 5. Dezember 2019 als Mitglieder des Aufsichtsrates bestellt:

Vorsitzender: Annekatrin Klepsch Beigeordnete für Kultur, Wissenschaft und Tourismus
(ab 22.05.2023)
Frau Annekatrin Klepsch wurde laut Gesellschafterversammlung der Landeshauptstadt Dresden am 22.05.2023 mit sofortiger Wirkung in den Aufsichtsrat gewählt.
Detlef Sittel Beigeordneter Geschäftsbereich Ordnung und Sicherheit
(bis 21.05.2023)
Herr Detlef Sittel wurde laut Gesellschafterversammlung der Landeshauptstadt Dresden am 22.05.2023 mit sofortiger Wirkung abberufen.
Stellvertrender Vorsitzender: Tanja Schewe Stadträtin, Fraktion Bündis90/ Die Grünen Tierärztin
Weitere Mitglieder: Anja Apel Stadträtin, Fraktion Die Linke Dipl. Lehrerin
Dana Frohwieser Stadträtin, SPD-Fraktion Angestellte
Anke Wagner Stadträtin, CDU-Fraktion Doktorandin
Susanne Dagen Stadträtin, Freie Wähler Selbständig
Manuela Schott Ortschaftsrätin, Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen Dipl. Agraringenieurin
Uwe Vetterlein Stadtrat, AfD Fraktion Selbständig

Der Aufsichtsrat erhielt für 2023 von der Zoo Dresden GmbH Gesamtbezüge in Höhe von 7.822,79 EUR.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 10.115,00 EUR (brutto) und gliedert sich wie folgt:

a) Abschlussprüferleistungen 10.115,00 EUR brutto
b) Andere Beratungsleistungen 0,00 EUR
c) Steuerberatungsleistungen 0,00 EUR
d) Sonstige Leistungen 0,00 EUR

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres in Höhe von 5.844.030,44 EUR soll durch

Entnahme aus der Kapitalrücklage 5.844.030,44 EUR
- davon zum Ausgleich Jahresfehlbetrag 2023 5.984.350,84 EUR
- davon für Aufwendungen für Abschreibungen aus Investitionsprojekten, die aus der Kapitalrücklage finanziert werden -140.320,40 EUR

ausgeglichen wurden.

 

Dresden, 31. März 2024

Karl-Heinz Ukena, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens - Offenzulegende Fassung gemäß § 284 Abs. 3 HGB

Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.252,19 0,00 0,00 40.252,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.281.564,19 0,00 0,00 41.281.564,19
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.837.452,11 62.430,12 85.130,36 1.814.751,87
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.354.173,04 8.599.796,47 0,00 15.953.969,51
III. Tiervermögen 84.000,00 0,00 0,00 84.000,00
Summe Anlagevermögen 50.597.441,53 8.662.226,59 85.130,36 59.174.537,76
Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Abschreibungen 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.243,19 0,00 0,00 40.243,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.571.546,19 1.461.857,00 0,00 24.033.403,19
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.000.519,31 117.343,62 82.831,88 1.035.031,05
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Tiervermögen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 23.612.308,69 1.579.200,62 82.831,88 25.108.677,43
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9,00 9,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.248.161,00 18.710.018,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 779.720,82 836.932,80
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.953.969,51 7.354.173,04
III. Tiervermögen 84.000,00 84.000,00
Summe Anlagevermögen 34.065.860,33 26.985.132,84

Bestätigungsvermerk

Hinweis gemäß § 328 Abs. 1a S. 2 HGB

In dem vorstehenden, zur Veröffentlichung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen teilweise in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Zoo Dresden GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Zoo Dresden GmbH, Dresden - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Zoo Dresden GmbH, Dresden für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates als Aufsichtsorgan für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat als Aufsichtsorgan ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 5. April 2024

concredis
Schlegel, Middrup & Weser Partnerschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Weser, Wirtschaftsprüfer

Dirk Schlegel, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats an die Gesellschafterversammlung über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 gemäß § 16 III des Gesellschaftsvertrages i. V.m. § 171 Abs. 2 AktG der Zoo Dresden GmbH

Der Aufsichtsrat der Zoo Dresden GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag zugewiesenen Aufgaben in vollem Umfang wahrgenommen und überwachte die ordnungsgemäße Arbeit der Geschäftsführung.

Im Geschäftsjahr fanden vier Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Die Geschäftsführung informierte den Aufsichtsrat zeitnah anhand schriftlicher und mündlicher Berichte eingehend über alle wesentlichen Fragen der Geschäftspolitik und -entwicklung. Dabei konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen. Wesentliche Geschäftsvorgänge, betriebswirtschaftliche Auswertungen und Pläne, insbesondere zu Investitionen und deren Finanzierung, wurden erläutert, eingehend beraten und beschlossen. Es wurden keine Ausschüsse gebildet. Jahresabschluss und Lagebericht für das Unternehmen wurden nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Wirtschaftsunternehmen, den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages sowie den geltenden Reglungen der Sächsischen Gemeindeordnung aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde durch concredis Schlegel, Middrup und Weser Partnerschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hauptstraße 21, 01097 Dresden geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Aus dem Prüfungsbericht ergeben sich keine Beanstandungen. Das Prüfungsergebnis ist durch die Prüfer mit der Gesellschaft in einer Abschlussbesprechung am 14. März 2024 eingehend erörtert und in der Gremiensitzung am 18. Juni 2024 dem Aufsichtsrat vorgestellt worden.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Anhang, den Lagebericht und den Ergebnisverwendungsvorschlag auch auf der Grundlage des Prüfberichtes der concredis Partnerschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und billigt diese. Nach Beratung mit der Geschäftsführung erhebt der Aufsichtsrat gegen den Jahresabschluss 2023, den Anhang sowie den Lagebericht keine Einwendungen und billigt den Jahresabschluss. Er tritt dem Vorschlag des Geschäftsführers zur Verwendung des Ergebnisses bei und empfiehlt dem Gesellschafter:

- den Anhang und den Lagebericht des Geschäftsführers zur Kenntnis zu nehmen,

- die Bilanz zum 31.12.2023 sowie die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 festzustellen,

- den für 2023 ausgewiesenen Jahresüberschuss mit dem Verlustvortrag zu verrechnen und

- der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Berichtsjahr zum Wohle der Gesellschaft geleistete Arbeit.

 

Dresden, 02.12.2024

Annekatrin Klepsch, Vorsitzende des Aufsichtsrates

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 12. August 2024 festgestellt.

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