XANTO Mail
GmbH
Düsseldorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009
Lagebericht
Die Geschäftstätigkeit der XANTO Mail GmbH
erstreckte sich im Wesentlichen auf die Bereitstellung von
Briefsendungen von Geschäftskunden für
Zustellorganisationen im gesamten Bundesgebiet, sowie
über Kooperationspartner ins Ausland.
Geschäftsgrundlage ist die von der Bundesagentur
erteilte Lizenz.
1. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage
der Gesellschaft
Das Jahr 2009 wurde wiederum mit einem Verlust in
Höhe von 1,1 Mio. € abgeschlossen. Durch die in
2008 aufgelaufenen Verluste war das Eigenkapital zum
31.12.2008 bereits vollständig aufgezehrt. Der nicht
durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich
nunmehr auf 1.346 Mio. €.
Auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Entwicklung
der XANTO-Gruppe im Jahre 2009 zeigten sich erste
Liquiditätsprobleme im Sommer 2009. Daraufhin wurde
die Firma Audicon AG in Köln damit beauftragt, die
wirtschaftliche Situation zu überprüfen. Hierbei
wurde festgestellt, dass es sich vorerst nur um eine
Zahlungsstockung innerhalb der XANTO-Gruppe handelt und die
vorhandenen liquiden Mittel für einen laufenden
Geschäftsbetrieb bis in den September 2009 ausreichen
würden.
Nachdem sich die wirtschaftliche Situation bis in den
September 2009 nicht gebessert hatte, wurde ein zweites
Gutachten durch die Firma Audicon AG erstellt. Nunmehr kam
man zu dem Entschluss, dass die XANTO-Gruppe neues Kapital
benötigte. Insofern verkaufte die XANTO GmbH & Co.
KG mit dem notariellen Anteilsübertragungsvertrag vom
14.09.2009 ihre Anteile an der XANTO Mail GmbH an die Firma
XANTO Beteiligungs UG (Ur. Nr. H1242/2009 des Notars Walter
Hilscher in Ebersberg). Anschließend gewährten
die Kommanditisten der XANTO GmbH & Co. KG der nunmehr
gesellschaftsrechtlich entflechteten XANTO Mail GmbH
Darlehen in Höhe von insgesamt 300 T€, die den
Fortbestand des Geschäftsbetriebes und der
Liquidität bis Ende 2010 sichern sollten.
Am 23.12.2009 kündigte der Hauptauftraggeber
Vodafone / Arcor den mit der XANTO-Gruppe bestehenden
Dienstleistungsvertrag fristgerecht zum 30.06.2010, da
Vodafone im Hinblick auf den Wegfall des
Umsatzsteuermonopols der Deutsche Post zum 01.07.2010 die
Vergabe der Zustellung von Brief- und Werbesendungen aus
Kosten-Ersparnisgründen neu ausschreiben wollte. Dies
bedeutete für die XANTO-Gruppe den Wegfall von ca. 80
% ihres bisherigen Umsatzes und somit eine Gefährdung
ihres Fortbestandes.
In den Monaten Januar bis April 2010 führte die
XANTO-Gruppe intensive und mehrfache Verhandlungen mit
Vodafone / Arcor über eine Reduzierung des Preises bei
gleichzeitiger Zusage gewisser Mengenvolumen. Auf Grund
interner Zuständigkeitsprobleme zwischen der
Vodafone-Headquarter in Deutschland und der zentralen
Einkaufsabteilung von Vodafone in Luxembourg bekam die
XANTO-Gruppe jedoch keine verlässlichen Aus- bzw.
Zusagen.
Die XANTO-Gruppe erhielt schließlich am
21.04.2010 die letztendliche Absage von Vodafone, da diese
sich für die Konkurrenzunternehmen TNT und Deutsche
Post entschieden hatte. Insofern wurde am 22.04.2010 beim
Amtsgericht Düsseldorf wegen drohender
Zahlungsunfähigkeit die Eröffnung des
Insolvenzverfahrens über das Vermögen der XANTO
Mail GmbH beantragt. Daneben wurden gleichzeitig auch
für die XANTO GmbH & Co. KG, die XANTO Logistics
GmbH und die XANTO Management GmbH jeweils
Insolvenzanträge gestellt.
2. Hinweis auf Risiken künftiger Entwicklungen
Eine Fortführung des Geschäftsbetriebes
wird nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht
möglich sein, da das Unternehmen unter Vollkosten
nicht profitabel geführt werden kann. Das Unternehmen
wird nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens
abgewickelt und die Vermögensgegenstände des
Anlage- und Umlaufvermögens werden verwertet.
3. Nennswerte Vorgänge nach dem Bilanzstichtag
Mit Beschluss des Amtsgerichts Düsseldorf (502
IN 103/10) vom 01. Juli 2010 wurde das Insolvenzverfahren
über das Vermögen der Gesellschaft eröffnet.
Düsseldorf, 06. Juli 2011
Dr. Jörg Nerlich
(Insolvenzverwalter)
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2009
EUR |
31.12.2008
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
73.651,21 |
345.200,62 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
47.679,41 |
206.180,94 |
| 1.
sonstige immaterielle
Vermögensgegenstände |
47.679,41 |
206.180,94 |
| II.
Sachanlagen |
25.971,80 |
139.019,68 |
| 1.
technische Anlagen und Maschinen |
7.188,78 |
9.016,15 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
18.783,02 |
130.003,53 |
| B.
Umlaufvermögen |
1.081.061,10 |
2.218.230,86 |
| I.
Vorräte |
8.302,30 |
231.898,80 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
693.863,49 |
1.843.435,83 |
| 1.
sonstige Vermögensgegenstände |
693.863,49 |
1.843.435,83 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
378.895,31 |
142.896,23 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
5.112,21 |
2.091,25 |
| D.
nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
1.345.810,09 |
285.401,36 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
2.505.634,61 |
2.850.924,09 |
Passiva
|
|
31.12.2009
EUR |
31.12.2008
EUR |
| A.
Eigenkapital |
0,00 |
0,00 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
400.000,00 |
400.000,00 |
| II.
Verlustvortrag |
685.401,36 |
-2.401.899,98 |
| III.
Jahresfehlbetrag |
1.060.408,73 |
3.087.301,34 |
| IV.
nicht gedeckter Fehlbetrag |
1.345.810,09 |
285.401,36 |
| B.
Rückstellungen |
205.217,55 |
602.228,47 |
| C.
Verbindlichkeiten |
2.300.417,06 |
2.248.695,62 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
513.230,52 |
513.230,52 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
513.230,52 |
513.230,52 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
1.787.186,54 |
1.735.465,10 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
1.787.186,54 |
1.735.465,10 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
2.505.634,61 |
2.850.924,09 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2009 - 31.12.2009
EUR |
1.1.2008 - 31.12.2008
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
800.114,86 |
800.009,36 |
| 2.
Personalaufwand |
688.800,68 |
1.800.789,56 |
| a)
Löhne und Gehälter |
570.150,04 |
1.617.546,34 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
118.650,64 |
183.243,22 |
| davon
für Altersversorgung |
1.742,52 |
0,00 |
| 3.
Abschreibungen |
482.982,27 |
144.038,62 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf
aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung
und Erweiterung des Geschäftsbetriebs |
282.982,27 |
144.038,62 |
| b)
auf Vermögensgegenstände des
Umlaufvermögens,soweit diese die in der
Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen
überschreiten |
200.000,00 |
0,00 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
689.594,18 |
2.003.500,56 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
17.370,50 |
12.620,51 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
16.097,96 |
11.182,47 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
58,33 |
8.483,78 |
| 7.
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit |
-1.059.989,73 |
-3.146.881,34 |
| 8.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
0,00 |
-61.583,00 |
| 9.
sonstige Steuern |
419,00 |
2.003,00 |
| 10.
Jahresfehlbetrag |
1.060.408,73 |
3.087.301,34 |
Anhang
Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des
Handelsgesetzbuches aufgstellt. Die Bilanz ist
gemäß § 266 HGB, die Verlustrechnung
gemäß § 275 Abs. 2 HGB
(Gesamtkostenverfahren) gegliedert.
Bei der XANTO Mail GmbH handelt es sich um eine
mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß
§ 267 Abs. 2 HGB. Von den
größenabhängigen Erleichterungen
gemäß § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht; die
größenabhängigen Erleichterungen
gemäß § 276 HGB wurden nicht in Anspruch
genommen.
1.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Am 22. April 2010 hat die XANTO Mail GmbH beim
Amtsgericht Düsseldorf Antrag auf Eröffnung des
Insolvenzverfahrens gestellt. Am 01. Juli 2010 wurde das
Insolvenzverfahren eröffnet. Die
Bilanzierung und Bewertung berücksichtigt die
Eröffnung des Insolvenzverfahrens insoweit, dass
bisherige Bewertungsgrundsätze fortgeführt
werden, aber für einzelne Bewertungsobjekte Risiken,
die sich aus werterhellenden Ereignissen nach dem
Bilanzstichtag ergeben, im Rahmen der Wertermittlung am 31.
Dezember 2009 zu berücksichtigen waren.
Die immateriellen Vermögensgegenstände sind
zu Anschaffungskosten vermindert um die
planmäßigen und
außerplanmäßigen Abschreibungen bewertet.
Die Abschreibungen werden linear über die betriebliche
Nutzungsdauer vorgenommen.
Das Sachanlagevermögen ist zu den Anschaffungs-
oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
die planmäßige und
außerplanmäßige Abschreibung vermindert.
Die Abschreibungen erfolgen über die
betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der
linearen Methode vorgenommen. Bei den Zugängen erfolgt
die Abschreibung zeitanteilig.
Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu
Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen
Niederstwertprinzips.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten
angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch
Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur
Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird
eine Pauschalwertberichtigung gebildet.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle
erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
bewertet.
Die Verbindlichkeiten werden zum
Rückzahlungsbetrag bilanziert.
2.
Erläuterungen zu Positionen der Bilanz
2.1
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird
gesondert im Anlagengitter dargestellt und ist Bestandteil
des Anhangs.
2.2
Vorräte
Diese Position enthält im Wesentlichen den
Bestand an Postboxen.
2.3
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Bei den Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sind wie im Vorjahr keine
Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr zu verzeichnen.
Von den zum Bilanzstichtag bestehenden
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden T€
1,7 einzelwertberichtigt und T€ 3,5
pauschalwertberichtigt.
Die sonstigen Vermögensgegenstände
beinhalten im Wesentlichen Mietkautionen,
Steuerforderungen und Kundenüberzahlungen.
2.4
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital beträgt T€ 400.
Unter Berücksichtigung des Verlustvortrages in
Höhe von T€ 2.402 kommt zum Bilanzstichtag ein
nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von T€
1.346 zum Ausweis.
2.5
Rückstellungen
Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten im
Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten
(T€ 27), Rechtsstreitigkeiten (T€ 60) sowie
für sonstige Rückstellungen in Höhe von
T€ 76,3.
2.6
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen bestehen aus Liefer- und
Leistungsverpflichtungen gegenüber der XANTO Logistik
GmbH.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind
haupsächtlich Personalkosten aus Dezember 2009 sowie
eine Darlehensverbindlichkeit enthalten.
3.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
3.1
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und
Sachanlagen
Im Hinblick auf die Verwertbarkeit der spezifischen
Software wurde im vorliegenden Jahresabschluss eine
außerplanmäßige Abschreibung in Höhe
von € 91.870,05 vorgenommen. Ferner wurde eine
außerplanmäßige Abschreibung auf den
Sachanlagenbestand in Höhe von € 70.000,00
vorgenommen.
3.2
Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des
Umlaufvermögens
Im Hinblick auf die Verwertung der Postboxen wurde
eine Wertberichtigung auf den voraussichtlichen
Verwertungserlös im vorliegenden Jahresabschluss
vorgenommen.
4.
Sonstige Angaben
4.1
Organe der Gesellschaft
Zum 31. Dezember 2009 sind Geschäftsführer
der Gesellschaft
Herr Christian Holland-Moritz, München,
Herr Bernd Baginski, Hamburg.
Die Geschäftsführer erhielten im
Berichtsjahr 2009 keine Bezüge von der Gesellschaft.
4.2
Beschäftigte
Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2009 23
Arbeitnehmer.
4.3
Ergebnisverwendung
Der zum 31. Dezember 2009 ausgewiesene
Jahresfehlbetrag von EURO 1.060.408,73 soll auf neue
Rechnung vorgetragen werden.
Anlagespiegel
|
Anschaffungs-,
Herstellungskosten 01.01.2009
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
kumulierte
Abschreibungen 31.12.2009
|
Zuschreibungen
Geschäftsjahr
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
€
|
€
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
357.238,63
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
309.559,22
|
0,00
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
357.238,63
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
309.559,22
|
0,00
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
11.251,16
|
3.941,00
|
0,00
|
0,00
|
8.003,38
|
0,00
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
288.387,46
|
8.064,14
|
1.951,51
|
0,00
|
275.717,07
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
299.638,62
|
12.005,14
|
1.951,51
|
0,00
|
283.720,45
|
0,00
|
Summe
Anlagevermögen
|
656.877,25
|
12.005,14
|
1.951,51
|
0,00
|
593.279,67
|
0,00
|
|
Buchwert 31.12.2009
|
Abschreibungen
Geschäftsjahr
|
|
€
|
€
|
Anlagevermögen
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
47.679,41
|
158.501,53
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
47.679,41
|
158.501,53
|
Sachanlagen
|
|
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
7.188,78
|
5.768,37
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
18.783,02
|
118.712,37
|
Summe Sachanlagen
|
25.971,80
|
124.480,74
|
Summe
Anlagevermögen
|
73.651,21
|
282.982,27
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 23.11.2011 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter
Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichtes
der für das Geschäftsjahr
vom 01. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die
Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss
und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen
Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der
Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der
Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine
Beurteilung über den Jahresabschluss unter
Einbeziehung der Buchführung und über den
Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die
Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass
Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die
Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt
werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen
werden die Kenntnisse über die
Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftli
che und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die
Erwartungen über mögliche Fehler
berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die
Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in
Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die
Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere
Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für
unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen
geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den
ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt
unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne die Beurteilung weiter einzuschränken,
weisen wir auf die von den gesetzlichen Vertretern im
Lagebericht dargestellten Sachverhalte hin, wonach die
Gesellschaft am 21. April 2010 beim Amtsgericht
Düsseldorf wegen drohender Zahlungsunfähigkeit
einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens
gestellt hat. Am 01. Juli 2010 wurde das Insolvenzverfahren
eröffnet. Die Gesellschaft befindet sich in der
insolvenzrechtlichen Abwicklung.
Düsseldorf, den 20. Oktober 2011
Franz Reißner
Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfer
(Dirk Rohde)
|