Schumacher GmbH
Selbe AdresseHerstellung von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Moritz Benedikt Schumacher seit 15.7.2021 | Geschäftsführer |
Selina Schumacher seit 15.7.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 96.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MOLINA Invest GmbHEichelhardtKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Gliederung I. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 4. Finanzielle Leistungsindikatoren III. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht a) Branchenspezifische Risiken b) Ertragsorientierte Risiken c) Finanzwirtschaftliche Risiken 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten V. Prognosebericht I. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns Die MOLINA Invest GmbH hält seit dem Berichtsjahr 2023 die Mehrheit der Anteile an der SMF-Holding GmbH und erstellt daher in diesem Jahr erstmalig als neues Konzernmutterunternehmen der "Group Schumacher" den Konzernabschluss und Konzernlagebericht. Bisherige Muttergesellschaft war die SMF-Holding GmbH. Diese hält Anteile an diversen Unternehmen im Bereich der Landmaschinentechnik und hier insbesondere an Unternehmen, die sich auf Schneidwerks- und Bindetechnik für den Mähdrusch spezialisiert haben. Hierzu zählen im Inland im Wesentlichen die Gesellschaften am Standort Eichelhardt, die als Familienunternehmen gegründet wurden. Im Laufe der Jahre kamen weitere Unternehmen im In- und Ausland hinzu. Da insbesondere der Name "Schumacher" im Markt Bekanntheit erlangt hat, bezeichnet sich der Unternehmensverbund auch als "Group Schumacher". Im Folgenden wird dieser Name ebenfalls als Bezeichnung für den Konzern verwendet. Die Group Schumacher hat sich als Schneidwerks- und Bindetechnikspezialist sowohl im Bereich der Originalhersteller von Mähdreschern als auch im Ersatzteilmarkt einen Namen gemacht. Zum Konzern gehören diverse Unternehmen, die Schneidwerkskomponenten und Bindetechnik herstellen und diese in den Markt veräußern. Dabei ist es die Strategie des Konzerns an den Orten präsent und aktiv zu sein, an denen sich auch die Kunden befinden. Daher gibt es sowohl auf dem südamerikanischen, dem russischen Markt als auch auf dem chinesischen Markt Niederlassungen, die die Kunden vor Ort kompetent betreuen. Im Laufe der Jahre haben sich die Standorte in Brasilien und Russland von reinen Vertriebsniederlassungen zu Betrieben entwickelt, an denen insbesondere unter dem Blickpunkt "local content" auch Montagearbeiten und auch Teilproduktion von Artikeln für den regionalen Markt durchgeführt werden. Aufgrund der Anwendung des Common-Control-Ansatzes sind die Zahlen des Konzernabschlusses der MOLINA Invest GmbH insbesondere bei der Darstellung des Eigenkapitals nur eingeschränkt mit den Zahlen des bisher erstellten Konzernabschlusses der SMF-Holding GmbH vergleichbar. Eine Überleitung des Eigenkapitals wird im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt. Als Vorjahresvergleichszahlen werden im vorliegenden Konzernabschluss und Konzernlagebericht die Werte aus dem Konzernabschluss zum 31.12.2022 der SMF-Holding GmbH angegeben. 2. Forschung und Entwicklung Die Group Schumacher nutzt zahlreiche Patente, die sich sowohl mit effizienter Schneidwerks- als auch Bindetechnik befassen. Es ist angestrebt, die breite Patentpalette stetig zu erweitern und Innovationen voranzutreiben, um damit die technische Führerschaft zu erhalten und weiter auszubauen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konzentrierte sich die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Unternehmensgruppe auf die Kernprodukte Schneidwerkstechnik, Knoter sowie Landtechnikkomponenten. Ein Schwerpunkt der Entwicklung lag dabei in der Weiterentwicklung der Schumacher Ährenheber, deren Markteinführung zu Beginn des Jahres 2024 erfolgte. Hierbei wurde neben der reinen Entwicklungsarbeit auch diverse Testungen unter realen Praxisbedingungen durchgeführt. Im Produktsegment Schneidwerkstechnik wurde stetig an der Weiterentwicklung der Mähsysteme sowie der Strohhäckslermesser gearbeitet. Außerdem wurden zahlreiche Entwicklungsversuche und -projekte im In- und Ausland durchgeführt. Weitere Unterstützung erhielt die Group Schumacher hierbei durch eine intensive Zusammenarbeit mit den Maschinenherstellern sowie einem breiten, sich stetig vergrößernden Hochschul-Netzwerk und spezialisierten Ingenieur-Dienstleistern. Im Geschäftsjahr 2023 arbeiteten rund 11 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung. Die Aufwendungen für Entwicklungen, Versuche und Muster betrugen im Berichtsjahr T€ 519 (WJ 2022: T€ 656). II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2023, welches den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 betrifft, haben sich die Landtechnik-Märkte wie folgt entwickelt: Die statistischen Zahlen des Verbands Deutscher Maschinen und Anlagenbau e.V. (VDMA) zeigen, dass sich die Wachstumsdynamik des vergangenen Jahres fortsetzte. Nachdem die deutsche Landtechnikindustrie im Jahr 2022 mit einem Umsatzplus von 18 % gegenüber dem Vorjahr und einem Branchenumsatz von insgesamt 12,41 Milliarden Euro einen Rekordumsatz erzielte, wurde für das Kalenderjahr 2023 erneut ein Rekordergebnis der deutschen Landtechnikindustrie verzeichnet. Die für das Jahr 2023 veröffentlichten Zahlen des VDMA zeigen, dass die Landtechnik-Branche erneut ein Umsatzplus von 18 % auf erstmals insgesamt mehr als 14,6 Milliarden Euro Branchenumsatz erzielte. Die Landtechnikindustrie weist hierzulande weiterhin eine besonders hohe Exportquote auf: Von dem Gesamtumsatz wurden 11,3 Milliarden Euro im Ausland und 3,3 Milliarden Euro im Inland umgesetzt. Innovative Landtechnik war in der ersten Jahreshälfte 2023 im In- und Ausland stark nachgefragt. Ein wesentlicher globaler Umsatztreiber waren die Traktoren. Allerdings bewegt sich der Markt für Landtechnik nach dem Investitionsboom bei Landtechnik und Landmaschinen der vergangenen Jahre auf eine Sättigung zu und erreichte in Europa Mitte des Jahres 2023 einen Wendepunkt. In der zweiten Jahreshälfte 2023 machten sich rückläufige Auftragseingänge bemerkbar und es kam zu einer Abschwächung der Geschäftserwartungen. Ein Hauptgrund für diese Entwicklung sind die vielerorts gut gefüllten Lager von Händlern weltweit. Viele Händler hatten aufgrund der Lieferschwierigkeiten, die während der Pandemiezeiten der vergangenen Jahre bestanden, größere Mengen als üblich bestellt. Ein weiterer Grund ist die sinkende Kundennachfrage aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage. Steigende Zinsbelastungen sorgen unter anderem für eine geringere Nachfrage nach Finanzierungen und Krediten. In Russland lag die Getreideernte im Jahr 2023 mit insgesamt 145 Millionen Tonnen zwar etwa 9,0 % unter der des Vorjahres 2022, in dem eine Rekorderntemenge verzeichnet werden konnte, aber dennoch weiter oberhalb des langjährigen Mittels. Auch in Russland zeigte sich im Jahresverlauf 2023 eine rückläufige Nachfrage nach neuen Landmaschinen, was jedoch zur Folge hatte, dass die Nachfrage nach Ersatzteilen anstieg. Kontinuierliche Umsatzsteigerungen verortete der Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau e.V. (VDMA) im Berichtsjahr 2023 in Südamerika. Grund dafür ist die schnell voranschreitende Digitalisierung der Landwirtschaft in Südamerika sowie die jährliche Vergrößerung der Getreideflächen um mehrere Millionen Hektar Fläche. Auch die besonders gute Ertragssituation, die zu einer Rekordernte der Sojabohne in Brasilien im Wirtschaftsjahr 2023/2024 führte, löste starke Kaufimpulse aus. In China entwickelte sich der Landtechnikmarkt in 2023 gegenüber dem Vorjahresniveau rückläufig. Erstausrüster sowie Maschinenhersteller der Volksrepublik China setzten im Jahr 2023 weniger Landtechnik ab als im Vorjahr. Ein Grund waren die noch vollen Lager der Landtechnikhändler. In Indien und weiteren Ländern Südostasiens hingegen sorgten die Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño für leicht sinkende Ernteerträge im Erntejahr 2023/2024. Diese Entwicklung hat allerdings keinen Einfluss auf die allgemein hohe Nachfrage nach Landtechnik und die Importmengen von Landmaschinen, da insbesondere die indische Bevölkerung nach wie vor einen großen Nachholbedarf bei der Mechanisierung der Landwirtschaft, in der vielfach immer noch händisch gearbeitet wird, hat. Staatliche Förderprogramme unterstützen zudem die Bevölkerung bei ihren Investitionen in Landtechnik. Es hat sich gezeigt, dass insbesondere die sich deutlich verschlechternden Finanzierungsbedingungen und die gestiegenen Maschinenpreise in Kombination mit den jeweiligen lokalen Entwicklungen der Wirtschaftslagen zu einer deutlichen Abschwächung der zuvor sehr starken Nachfrage am Landtechnikmarkt im Jahr 2024 führen. Daher prognostiziert der VDMA für das Jahr 2024 eine rückläufige Auftragslage in der Landtechnikbranche. 2. Geschäftsverlauf Unter Berücksichtigung der allgemeinen konjunkturellen Situation und den Folgen des russischen Einmarsches in die Ukraine konnte die Group Schumacher im Berichtsjahr die Wachstumsdynamik der letzten beiden Geschäftsjahre 2021 und 2022 nicht fortsetzen und musste eine Umsatzverringerung um 11,24 % verzeichnen. Trotz dieser Umsatzentwicklung war das Geschäftsjahr 2023 das zweit umsatzstärkste Jahr der bisherigen Konzernhistorie. Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass die brasilianische Niederlassung Schumacher Industrial Ltda. ihre Umsatzerlöse mit einem Anstieg um 2,20 % als einziges Unternehmen der Group Schumacher im Vergleich zum Rekordjahr 2022 steigern konnte. Die chinesische Niederlassung verzeichnete mit einem Umsatzrückgang von 32,5 % in China hingegen den größeren anteiligen Umsatzrückgang der Konzerngruppe. Am umsatzstärksten konnte sich im Jahr 2023 die Sparte Schnitttechnik mit einem Gesamtanteil von 49,7 % am Gesamtumsatz positionieren. Das Rohergebnis beträgt im Geschäftsjahr 2023 T€ 50.685 und lag damit 11 % unter dem des Vorjahres (WJ 2022: T€ 56.925). Das Konzernjahresergebnis betrug T€ 2.205 und verringerte sich somit gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 deutlich. 3. Lage a) Ertragslage Die Umsatzerlöse betrugen im Zeitraum vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 T€ 81.005 und lagen damit T€ 10.256 (11,24 %) unter denen des Vorjahres. Die wesentlichen Ergebnisquellen stellten Produkte aus dem Bereich der Schnitttechnik wie Mähsysteme, Mähfinger und Mäh mit 49,7 % (WJ 2022: 48,6 %) und der Bindetechnik mit 22,9 % (WJ 2022: 22,3 %) der gesamten Umsätze dar. Getriebe machten 19,1 % (WJ 2022: 19,9 %) des Umsatzes aus, Ährenheber trugen mit 3,7 % (WJ 2022: 4,2 %) und Haspeln mit 0,9 % (WJ 2022: 1,2 %) zum Umsatzvolumen bei. Damit blieb die Verteilung der Umsätze in den jeweiligen Produktsparten prozentual am Gesamtumsatz gesehen im Vergleich zum Vorjahr konstant. Preisanpassungen fanden im Rahmen des Inflationsausgleichs und aufgrund der gestiegenen Personal- und Materialkosten statt. In der Gesamtleistung wurde ein Bestandsaufbau der fertigen und unfertigen Erzeugnisse in Höhe von T€ 1.615 und die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von T€ 91 berücksichtigt. Besonders die deutschen Tochtergesellschaften erhöhten ihre Bestände an Fertigen Erzeugnissen deutlich. Die Gesamtleistung lag bei T€ 82.711 (WJ 2022: T€ 95.872). In Relation zur Gesamtleistung lag die Materialquote (inkl. bezogener Fremdleistungen) bei 42,5 % und somit um 1,8 % niedriger als im Geschäftsjahr 2022. Insgesamt betragen die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe T€ 29.371. Die Aufwendungen für bezogenen Leistungen betragen T€ 5.752. Neben Preissteigerungen im Energiesektor sind im Verlauf des Jahres bei nahezu allen Rohstoffen und Produktionsmaterialien die Einkaufspreise deutlich angestiegen. Die im Jahr 2022 in diversen Sektoren entstandenen Lieferengpässen verringerten sich im Laufe des Jahres 2023 deutlich und die Lieferfristen verkürzten sich in manchen Sektoren. Um auf die verstärkt wechselnden Marktbedürfnisse flexibel reagieren zu können, wurden mit den Lieferanten angepasste Abrufe vereinbart und neu am Markt angebotene Alternativen getestet. Der absolute Personalaufwand lag bei T€ 28.180 (WJ 2022: T€ 25.626) und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 10,0 %. Dieser Anstieg ist auf den Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl um 8,1 % gegenüber 2022 zurückzuführen. Im Jahr 2023 beschäftigte die Group Schumacher durchschnittlich 521 Mitarbeiter; im Jahr 2022 waren noch durchschnittlich 482 Personen im Konzern angestellt. Von den insgesamt 39 neu eigestellten Mitarbeitern entfallen 29 Arbeitsplätze auf das Inland. Die Abschreibungen verringerten sich um T€ 376 und betrugen im Geschäftsjahr T€ 3.198. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen überstiegen das Vorjahresniveau um 8,8 % und betrugen T€ 15.687 (WJ 2022: T€ 14.423). Dieser Anstieg steht der um 13,7 % gesunkenen Gesamtleistung entgegen. Während die Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung von Anlagen und Maschinen um 87,2 % höher waren und die Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten deutlich um 121,2 % anstiegen, verringerten sich die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung um 57,7 %. Weitere wesentliche sonstige Aufwendungen mit überproportional hohem Anstieg sind die Reisekosten für Arbeitnehmer (T€ 557, WJ 2022: T€ 257), Aufwendungen für Dienstleistungen im Verwaltungsbereich (T€ 702, WJ 2022: T€ 275), Reinigungskosten (T€ 123, WJ 2022: T€ 89) sowie betriebliche Grundstücksaufwendungen (T€ 90, WJ 2022: T€ 16). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern beträgt in der Berichtsperiode T€ 3.620 (WJ 2022: T€ 13.301) und liegt damit deutlich unter dem Wert des Vergleichszeitraumes 2022. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber der Vorberichtsperiode von T€ 292 auf T€ 297 leicht verbessert. Die Ursache hierfür liegt zum einem in den gestiegenen Erträgen aus Wertpapieren und Ausleihungen. Durch das Cash-Pooling steuert die Unternehmensgruppe weiterhin seine Liquidität effizient. Unsere Ertragslage ist aufgrund der Erhöhung der Umsatzerlöse insgesamt als gesund zu beurteilen. b) Finanzlage Die Finanzlage der Group Schumacher ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist - möglichst auch unter Abzug von Skonto - zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Zahlungsfähigkeit der Unternehmensgruppe ist jederzeit gegeben. Unser Finanzmittelfonds hat sich von T€ 3.391 auf T€ 1.169 verringert. Die Kapitalflussrechnung zeigt, dass Group Schumacher in der Berichtsperiode einen negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ -127 erzielte. Der Zahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug T€ -4.140 und war insbesondere auf die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen T€ 2.207, Einnahmen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens (T€ 2.328) sowie auf Investitionen in das Sachanlagenvermögen von T€ 4.770 zurückzuführen. Der Zahlungsmittelzufluss von T€ 2.390 aus Finanzierungstätigkeit der Berichtsperiode ist insbesondere auf die Aufnahme von Krediten von T€ 8.735 bei gleichzeitiger Tilgung von Krediten von T€ 5.849 zurückzuführen. Die Liquiditätslage schätzen wir nach wie vor stabil ein. c) Vermögenslage Die Vermögenslage unseres Konzerns hat sich im Vergleich zum Vorjahr in ihrer Struktur nicht verändert. Der langfristig gebundene Vermögensanteil beträgt nach wie vor 31,3 % an der Bilanzsumme. Die Bilanz weist zum 31.12.2023 eine Bilanzsumme von T€ 68.777 (31.12.2022: T€ 76.583) aus, was eine Verringerung um 10,2 % bedeutet. Dies ist die zweithöchste Bilanzsumme der Group Schumacher in ihrer Geschichte. Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Auf der Aktivseite reduziert sich das lang- und mittelfristig gebundene Vermögen um T€ 3.116 (Anlagezugänge abzüglich Abgänge und Abschreibungen), insbesondere aufgrund der erstmaligen Konsolidierung der sonstigen Ausleihungen in Höhe von T€ 5.452. Ferner gab es bei dem kurzfristig gebundenen Vermögen eine Abnahme um T€ 3.468 auf T€ 47.250, die insbesondere aus der Zunahme der Vorräte um T€ 5.566, einer Verringerung der liquiden Mittel um T€ 4.937 sowie die Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 4.414 resultiert. Unsere Kapitalstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der neuen Konzernstruktur verändert. Die Eigenkapitalquote beträgt im neu unter der MOLINA Invest GmbH angelegten Konzernabschluss 44,7 %, während der im Vorjahr unter der SMF-Holding GmbH aufgestellte Konzernabschluss eine Eigenkapitalquote von 59,4 % gezeigt hatte. Im Wesentlichen beruht der Unterschied auf einer unterschiedlichen Eigenkapitalausstattung und einer durch die neue Muttergesellschaft erstmalig im Konzern berücksichtigten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die um T€ 9.646 auf insgesamt T€ 21.070 anstiegen. Die Eigenkapitalausstattung ist dennoch als gut zu bewerten und bedeutet Sicherheit auch in schwierigen Wirtschaftsphasen. Die Summe der Darlehenstilgungen war mit T€ 5.849 niedriger als die der Darlehensneuaufnahme in Höhe von T€ 8.735. Das etablierte Cash-Pool System wird nach wie vor fortgeführt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 3,1 % (WJ 2022: 3,4 %) der Bilanzsumme. Ein wichtiger Teil der Konzerngrundsätze ist es, sämtliche Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsziele begleichen zu können, weshalb ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Arbeit im Verbindlichkeiten- und Liquiditäts-Management liegt. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Konzernsteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite, Working Capital und Cash-Flow heran. Bei den Mitarbeitern sind die Geschäftsführer nicht mitgezählt. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, das Working Capital als Summe der Bestände und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Den Cash-Flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen. Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt für das Wirtschaftsjahr 2023 T€ 155 (WJ 2022: T€ 186) und wurde somit pro Mitarbeiter um T€ 31 verringert. Der Rückgang fiel somit aufgrund der gesunkenen Umsatzerlöse sogar stärker aus als prognostiziert war (Prognose war T€ 178). Die Umsatzrendite beträgt im Geschäftsjahr 2023 2,7 % (WJ 2022: 10,0 %) Die niedrigere Umsatzrendite entstand unter anderem aufgrund des gesunkenen Gesamtumsatzes und der gestiegenen Kosten in vielen Bereichen und fiel soweit zurück, wie wir im Vorfeld erwartet hatten. Das Working Capital ist von T€ 28.130 auf T€ 29.891 gestiegen. Grund hierfür ist der Abbau an Rückstellungen und die Abnahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Der Cash- Flow beträgt T€ 6.834 und verzeichnete eine Abnahme gegenüber dem Vorjahr (WJ 2022: T€ 13.933), die sich insbesondere aufgrund des verringerten Jahresergebnisses errechnet. Aufgrund der gesunkenen Umsatzerlöse und angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, die für bestimmte Länder einen Umsatzrückgang im Bereich der Landtechnik vorhersagt, müssen wir im Jahr 2024 weiterhin an der Kostenreduktion in den Bereichen Materialeinkauf und auch im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen arbeiten, um die stabile wirtschaftliche Lage unseres Konzerns auch weiterhin zu erhalten und zu verbessern. III. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Group Schumacher ist als eine weltweit tätige Unternehmensgruppe unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Die Aufdeckung von bestandsgefährdenden Risiken und die Wahrnehmung von Chancen sind ein wesentlicher Bestandteil unserer konzernweiten Führungs- und Steuerungspolitik. Dabei bildet das Berichtswesen einen der zentralen Steuerungsinstrumente für die laufende Überwachung der Risiken. Hier werden neben der externen Berichtserstattung auch detaillierte interne Berichte für die Entscheidungsträger erstellt und analysiert. Die zentralen Risiken und Chancen sind nachfolgend erläutert: a) Branchenspezifische Risiken: Im Wesentlichen sind die Risiken durch die Absatzmärkte gegeben. Hier beeinflussen unterschiedliche Ernteerträge, landwirtschaftliche Erzeugerpreise, Agrarsubventionen und das Einkommen sowie die Finanzierungsmöglichkeiten der Landwirte die weltweiten Landtechnikmärkte. Weitere Risiken ergeben sich aus politischen Aktivitäten. Insbesondere der im Februar 2022 entbrannte Russland-Ukraine-Konflikt stellt aufgrund der hohen Bedeutung dieses Marktes für Group Schumacher ein Risiko dar und ist sensibel zu beobachten. Die damit einhergehenden Sanktionen und das Embargo seitens der EU Mitgliedstaaten und der USA sowie die Gegensanktionen seitens der Russischen Föderation führten zu deutlichen Einschränkungen im Geschäftsverkehr. Aufgrund der wichtigen Rolle, die Russland als führender Exporteur für Weizen und Getreide einnimmt, wurden landwirtschaftliche Produkte aufgrund ihrer hohen Bedeutung für die Weltwirtschaft zunächst von den Sanktionen ausgenommen. Mit dem Zehnten und Elften Sanktionspaket der EU Kommission wurde die Liste der Güter und Technologien erweitert, für die ein unmittelbares und mittelbares Verbot besteht, diese an natürliche oder juristische Personen, Organisationen oder Einrichtungen in Russland zu verkaufen, zu liefern oder auszuführen. Seit März 2023 nennt diese Liste auch eine Artikelgruppe aus dem Produktportfolio der Group Schumacher. Dennoch kann die russische Niederlassung weiterhin mit den nicht sanktionierten Artikeln beliefert werden und ihr lokales Geschäft fortführen. Den Risiken stehen Chancen gegenüber, die sich aus einem schnellen Wachstum von Märkten mit einem noch vergleichsweise niedrigem Grad der Mechanisierung ergeben können. b) Ertragsorientierte Risiken Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der wachsenden Kapazitäten in der Branche zugenommen. Insbesondere auf dem russischen und asiatischen Markt sehen wir uns verstärkt mit einer Vielzahl von Nachbauprodukten aus dem asiatischen Markt konfrontiert, die gegenüber den Produkten unserer Unternehmensgruppe größtenteils zu niedrigeren Verkaufspreisen angeboten werden. Dieses Risiko wurde durch die Legalisierung von Parallelimporten in der Russischen Föderation als Antwort auf die westlichen Sanktionen verstärkt. Wir setzen weiterhin auf technologischen Vorsprung, was sowohl Produkte als auch Produktionstechniken betrifft. Zudem sehen wir einen Wettbewerbsvorteil in der weltweiten Konzeption unserer Unternehmensgruppe, die es uns ermöglicht mit entsprechendem "local content" auch noch in Regionen tätig zu sein, die den Wettbewerbern unter Umständen versperrt bleiben. Des Weiteren bestehen auf dem Beschaffungsmarkt Risiken aus möglichen Lieferantenausfällen und Qualitätsproblemen. Die Rohstoffpreise sind grundsätzlich Schwankungen unterworfen, jedoch ließen sich in der aktuellen Berichtsperiode in vielen Bereichen deutliche Preisanstiege beobachten. Mit der Verhandlung von Sonderkonditionen und durch langfristige Vereinbarungen sowie Lieferantenbeziehungen versuchen wir, den aktuellen Preissteigerungen entgegen zu wirken und diese auf einem moderaten Niveau zu belassen. Ein weiteres Risiko, dessen Auslöser der Russland-Ukraine-Konflikt war, stellt die Energiekrise in Europa dar. Als Antwort auf die westlichen Sanktionen stellte Russland Anfang September 2022 die Gaslieferungen nach Deutschland ein und reduzierte auch die Liefermengen in andere EU-Staaten. Dies hatte zur Folge, dass die Energiepreise gegen Ende des Jahres 2022 stark anstiegen und bis in die erste Jahreshälfte 2023 anhielten. Zum aktuellen Zeitpunkt ist das Preisniveau für Energielieferungen zwar wieder gesunken, liegt aber weiterhin über dem Niveau der vergangenen Jahre. Der Anstieg der Erdgas- und Strompreise trifft auch unsere Produktionsstandorte in Deutschland und erhöht die Kosten. Um etwas unabhängiger von den Erdgaslieferungen zu werden, hat sich die Group Schumacher entschlossen, am Standort Eichelhardt einen Teil des Erdgasverbrauches durch Flüssigerdgas zu ersetzen. Dazu benötigte LNG-Lagerbehälter wurden bereits bestellt und auch die damit zu versorgenden Maschinen sollen entsprechend umgerüstet werden. Für das Jahr 2024 wird zudem geplant, Strom selbst zu erzeugen und so teilweise unabhängiger von den Energieanbietern zu werden. Dafür wurde für den Standort in Wermelskirchen eine Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von über einer Million Wattpeak errichtet, die Mitte des Jahres 2024 in Betrieb genommen wurde. Eine weitere Photovoltaikanlage für den Standort Eichelhardt befindet sich in Planung. Auch die zu Beginn des Jahres 2023 anhaltend hohe Inflation in Deutschland und Europa, die zwar im Jahresverlauf deutlich gesunken ist, aber dennoch mit einem Jahresdurchschnitt von 5,9 % deutlich über der von der EZB angestrebten Preissteigerungsrate von 2,0 % liegt, schwächt die Konjunktur weiterhin spürbar und sorgt für zusätzliche Unsicherheiten auf den Absatzmärkten. Um Nachfrageschwankungen und veränderte Kaufverhalten der Kunden in den Absatzregionen frühzeitig zu erkennen, werden die Märkte und ihre Frühwarnindikatoren kontinuierlich und detailliert beobachtet. Somit wird eine schnelle Anpassung der Produkt- und Marktstrategie auf die geänderten Marktbedingungen sichergestellt. c) Finanzwirtschaftliche Risiken Auf der finanzwirtschaftlichen Seite bestehen für die Group Schumacher aufgrund ihrer weltweiten Geschäftstätigkeit insbesondere Risiken und Chancen aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Nach jahrelanger Nullzinspolitik erhöhte die Europäische Zentralbank in den Jahren 2022 und 2023 erstmals nach 11 Jahren die Leitzinsen sukzessiv wieder. Im August 2023 erreichte der Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank 4,5 Prozent den höchsten Wert seit Oktober 2020. Eine minimale Herabsenkung auf 4,25 Prozent erfolgte in Juni 2024. Der Anstieg erfolgte mit der Absicht, die Inflationsentwicklung im Euroraum zu bremsen und indirekt Einfluss auf die gestiegenen Preise zu nehmen. Allerdings hat die Leitzinserhöhung auch zur Folge, dass sich die Kreditzinsen deutlich verteuerten. Ferner stellten uns die nach wie vor niedrigen Zinsen für Finanzanlagen vor die Herausforderung unser liquides Vermögen vorteilhaft zu verwalten. Unser Finanzmanagement ist bestrebt die Finanzrisiken durch Umschichtung des liquiden Vermögens in Vermögensanlagen zu eliminieren. Außerdem besteht das Währungsrisiko. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen unterliegen laufenden Kursschwankungen und können somit negativen Einfluss auf unsere liquiden Mittel haben. Diese Risiken werden von unserem Finanzbereich aktiv beobachtet und gesteuert. Kreditrisiken, die sich aus Zahlungsausfällen oder -verzögerungen ergeben könnten, begegnen wir mit einem effektiven Forderungsmanagementsystem, einem konsequenten Mahnwesen und durch eine enge Zusammenarbeit mit Banken. Erschwert wird das Geschäft zusätzlich durch den eingeschränkten Zahlungsverkehr sowie durch den von russischen Behörden mittels Zahlungs- und Währungskonvertierungsrestriktionen begrenzten Finanzmittelabfluss aus der Russischen Föderation nach Deutschland. Dies stellt für den Konzern das Risiko dar, nicht mehr oder nur noch eingeschränkt an die Konzern-Liquidität heranzukommen. Diese Risiken werden bei Group Schumacher konzernweit identifiziert und zentral durch die Rechnungswesen-Abteilung des Konzerns gesteuert. 2. Chancenbericht Unsere größte Chance in Hinblick auf den Absatzmarkt sehen wir in unseren Vertriebsgesellschaften. Diese widmen sich dem Erschließen neuer Märkte und der weiteren Etablierung unserer Marken. Insbesondere der wachstumsstarke südamerikanische und asiatische Markt bieten uns aufgrund ihres teilweise noch geringen Mechanisierungsgrades ein hohes Potential unsere Produkte in Umlauf zu bringen. Auch die langfristig orientierte Qualitäts- und Markenpolitik unseres Konzerns ist in der Branche über viele Jahre bekannt. Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit wird von unseren Kunden hochgeschätzt. Durch die Weiterentwicklung bewährter Produkte, die Markteinführung von Produktneuheiten und potentiellen Geschäftsfelderweiterungen wird langfristig ein Wachstum des Konzerns in den nächsten Jahren angestrebt. Unterstützt wird dieses Wachstum durch die zwar schwankende, aber tendenziell positive Entwicklung der BRICS Märkte (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika). Die im Berichtszeitraum weitergeführten Automatisierungs- und Digitalisierungsmaßnahmen führen in Zukunft zu schnelleren und effizienteren Abläufen im Bereich Produktion und Verwaltung. Weitere geplante Investitionen in die Digitalisierung und deren Implementierung in anderen Abteilungen bietet uns die Chance Zeit- und Kosteneinsparungen zu erzielen. 3. Beurteilung des Gesamtrisikos Nach den uns heute vorliegenden Informationen bestehen derzeit keine Risiken für Group Schumacher, die ihren Fortbestand oder das ihrer einzelnen Tochtergesellschaften gegenwärtig gefährden könnten. Nach unserer festen Überzeugung überwiegen die Chancen die bestehenden und erwarteten Risiken deutlich. IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Vermögensanlagen erfolgen in risikoarme Anlageformen mit geringen Ausfallrisiken. Abgesehen von den üblichen Schwankungen am Aktienmarkt, kann daher nicht von außerordentlich hohen Risiken ausgegangen werden. Unsere Unternehmensgruppe verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Unternehmensgruppe mittels Lieferantenkrediten bzw. durch einen Cash-Pool innerhalb der Unternehmensgruppe. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Group Schumacher ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Unternehmensgruppe über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. V. Prognosebericht Die geopolitischen Entwicklungen werden auch in den folgenden Jahren stark die Weltkonjunktur beeinflussen. Die Weltwirtschaft wuchs im Jahr 2023 nur noch um 3,1 % (2022: 3,5 %). Der Internationale Währungsfond (IWF) prognostizierte, dass das Wachstum der Weltwirtschaft auf absehbare Zeit gering bleibe. So wird für das Jahr 2024 ebenfalls mit einem historisch schwachen Weltwirtschaftswachstum von 3,1 % und für das Jahr 2025 ein Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung in Höhe von rund 3,2 % gerechnet. Dabei belasten sowohl langfristige Faktoren wie der weiterhin anhaltende russische Angriffskrieg in der Ukraine oder die Folgen der Corona-Pandemie als auch kurzfristige Faktoren wie die höheren Kosten für Kredite als Folge gestiegener Zinsen die Weltwirtschaft schwer. Auch die globalen Handelskonflikte zwischen den größten Volkswirtschaften USA und China, die schwache Wachstumsdynamik in China und die Straffung der Geldpolitik sind für die belastete Weltwirtschaft verantwortlich. Für die deutsche Wirtschaft fallen die Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) weniger positiv aus. Demnach wird sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 mit einem Zuwachs um 0,5 % unterdurchschnittlich entwickeln. Für das Jahr 2025 rechnet der IWF allerdings wieder mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1,3 %. Diese Veränderungen der Wirtschaften werden sich auch in unserem Konzern bemerkbar machen. Insgesamt rechnet die Group Schumacher in den belieferten Märkten Amerika und Südamerika mit einer stabilen Entwicklung im Jahr 2024. In Europa und Russland wird aufgrund der gegenwärtigen Marktsituation ein Umsatzrückgang erwartet. Es zeigt sich, dass die Prognosen für das Kalenderjahr 2024 je nach Markt stark abweichend und mit unterschiedlichen Unsicherheiten verbunden sind. Die russische Wirtschaft, welche aufgrund des im Februar 2022 eskalierten Krieges zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation im Jahr 2022 um 2,1 % geschrumpft war, erholte sich im Jahr 2023. Dieser Aufschwung der russischen Wirtschaft soll laut Prognosen des IWF weiter anhalten und die russische Wirtschaft stärker wachsen lassen als im Vorjahr. Für das Jahr 2024 wird demnach ein Wachstum der Wirtschaftsleistung um 3,2 % erwartet. Grund dafür sollen unter anderem die gestiegenen Ölpreise für russisches Öl, das hauptsächlich nach Indien und China exportiert wird, sein. Für das Jahr 2024 erwartete der IWF, dass Brasilien zum fünften Jahr in Folge eine positive Wirtschaftsentwicklung verzeichnen wird. Das Wachstum des realen BIP wird für 2024 auf rund 2,3 % und für 2025 auf 1,8 % prognostiziert. Entscheidenden Einfluss auf die brasilianische Wirtschaft hatten die nach dem Regierungswechsel im Jahr 2023 durchgesetzten Wirtschafts- und Steuerreformen. Diese haben neben Zinssenkungen auch einen Anstieg der Kaufkraft sowie eine deutliche Reduzierung der Arbeitslosigkeit zur Folge. Auch der Plan des brasilianischen Landwirtschaftsministeriums, die Erntemengen in den kommenden Jahren deutlich zu steigern, trägt zur positiven Wirtschaftsentwicklung bei. Bis zum Jahr 2030/2031 soll die Getreideerzeugung um 27 %, die Sojaproduktion um 30 % und die Maiserntemenge um bis zu 42 % erhöht werden. Um diese Ziele zu erreichen, veröffentlichte die Regierung in der Jahresmitte 2024 einen sogenannten "Ernteplan", welcher 13 Förderprogramme für Innovationen und für Modernisierungen im Agribusinesssektor beinhaltet. In Europa erholt sich die Wirtschaft nur langsam. So wird das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im Euroraum im Jahr 2024 voraussichtlich um 0,7 % betragen. Eine Erholung der europäischen Wirtschaft wird mit einem BIP-Wachstum von 1,5 % erst für das Jahr 2025 erwartet. Laut Aussage des EU-Wirtschaftskommissars Gentiloni verzeichne die zuletzt kriselnde europäische Wirtschaft im Jahr 2024 eine Trendwende. Die Gesamtinflation im Euroraum sank von einem Jahresdurchschnitt von 6,4 % im Jahr 2023 auf 2,6 % im Juni 2024. Bis Ende des Jahres 2025 wird ein weiteres Sinken der Inflation auf 2,1 %, eine Erholung der Kaufkraft und ein wachsender Arbeitsmarkt erwartet. Chinas Wirtschaft wuchs im Jahr 2023 mit 5,2 % deutlich stärker als noch im Jahr 2022 mit 3,0 % und lag damit leicht über dem offiziellen Wachstumsziel der chinesischen Regierung von 5,0 %. Als Hauptfaktor für das Wachstum konnte die Post-Corona-Erholung identifiziert werden. Allerdings trüben die anhaltende Immobilienkrise und eine schrumpfende Bevölkerung die Aussichten für die kommenden Jahre. So wird ein Rückgang des Wirtschaftswachstums für 2024 auf 4,3 % und für 2025 auf 4,0 % prognostiziert. Die US-Amerikanische Wirtschaft konnte im vergangenen Jahr 2023 das Wachstum aus 2022 von 2,1 % übertreffen und wuchs in 2023 mit einem Plus von 2,5 % genauso, wie es einstige Prognosen des IWF vorhersagten. Insbesondere des letzte Quartal 2023 zeigte mit 3,4 % einen deutlich positiveren Trend als noch die Quartale zuvor. Grund dafür waren u.a. die gestiegenen privaten Konsumausgaben und ein Anstieg der Exporte um 6,0 % im Jahr 2023. Für das Folgejahr 2024 senkte der IWF die Prognose für das Wirtschaftswachstum in den USA auf 2,6 %. Grund dafür ist neben dem Leitzins der US-Notenbank Fed, der auf einem unverändert hohen Niveau von 5,25 bis 5,5 % ist, eine steigende Staatsverschuldung, stagnierende Aufträge der US-Industrie bei einem gleichbleibend stabilen Arbeitsmarkt. Für das Jahr 2024 geht der VDMA und der Europäische Verband der Landmaschinenindustrie CEMA von einem herausfordernden Jahr für den Sektor des deutschen Maschinen- und Anlagebau aus. Nachdem die Landtechnikbranche in den Jahren 2021 und 2022 ein stetiges Wachstum und Rekord-Umsätze verzeichnete, prognostiziert der VDMA für die Landtechnik im Jahr 2024 einen deutlichen Umsatzrückgang. Nachdem bereits im zweiten Halbjahr 2023 rund 60 % der Landtechnik produzierenden Unternehmen einen Rückgang der Auftragseingänge verzeichneten, lag der Rückgang der Auftragseingänge im Januar 2024 bei 10 % gegenüber dem Vorjahr. Zu den Gründen des Konjunkturwandels in der Landtechnik nennt der VDMA neben dem hohen Zinsniveau eine verhaltene Lage beim Endkundenmarkt, verbunden mit agrarpolitischen und geopolitischen Unsicherheiten. Dieser starke Abwärtstrend wird sich nach Prognosen über das gesamte Jahr 2024 fortführen. Die im Februar 2022 entbrannte Ukrainekrise und die damit einhergehenden Sanktionen und das Embargo seitens der EU Mitgliedstaaten und der USA sowie die Gegensanktionen seitens der Russischen Föderation führen auch im Jahr 2024 weiterhin zu Schwierigkeiten im Geschäftsverkehr. Die Kombination aus Sanktionen, die den Export bestimmter Güter sowie das Erbringen bestimmter Dienstleistungen verbieten, und Einschränkungen des Zahlungsverkehrs zwischen Europa und Russland stellen Konzerne mit Tochterunternehmungen in der Russischen Föderation vor immer mehr Herausforderungen. Gleichzeitig wurde von der russischen Regierung eine Regierungsanordnung verabschiedet, die die Einfuhr von Parallelimporten erlaubt sowie weitere zahlreiche Programme zur Förderung nationaler Produktionsunternehmen gestartet. Durch diese Entwicklungen wird sich der Landtechnikmarkt in der Russischen Föderation nachhaltig verändern. Zudem wird in Russland für das kommende Jahr 2024 eine kleinere Getreideernte erwartet, die sich ebenfalls auf die Nachfrage nach Landtechnik auswirkt. Nach Einschätzung des VDMA werden sich die Landtechnikmärkte in Asien im Jahr 2024 trotz der angespannten Gesamtwirtschaftslage weiter stabil entwickeln und es wird ein über das gesamte Jahr verteiltes Wachstum erwartet. Spitzenreiter der asiatischen Staaten dürfte Indien mit einem Wachstum von 5,0 % werden. Positive Impulse für die Entwicklung des asiatischen Marktes werden die anhaltende Subventionspolitik in einzelnen Ländern und der noch immer niedrige Mechanisierungsgrad und die damit begründeten Nachholeffekte sein. Unter Berücksichtigung dieser Entwicklungen und Prognosen rechnen wir mit einem rückläufigen Geschäftsjahr 2024. Die Konzernumsatzerlöse werden in 2024 in niedrigerer Höhe als im vorliegenden Berichtsjahr erwartet. Dabei rechnen wir gegenwärtig mit leicht steigenden Umsätzen in Brasilien, gleichbleibenden Umsatzerlösen in der Volksrepublik China und gleichzeitig geringeren Umsatzerlösen in Europa und der Russischen Föderation. Wie auch im Jahr 2023 wird die Schnitttechnik die umsatzstärkste Produktsparte der Group Schumacher darstellen. Des Weiteren wird die Entwicklung des Geschäftsverlaufes auch von generellen Risiken wie Klimaeinflüssen, politischen Unruhen und Handelskonflikten beeinflusst. Weitere Risiken ergeben sich aus der Entwicklung der für Group Schumacher wichtigen Währungen wie die des russischen Rubels und des brasilianischen Reals. Diese Risiken werden von uns sorgfältig beobachtet und mit geeigneten Maßnahmen entsprechend gesteuert. Erwartete Geschäftsentwicklung Nachdem das Geschäftsjahr 2023 bereits rückläufig war, erwarten wir im Jahr 2024 für die Group Schumacher einen erneuten Umsatzrückgang von etwa 13 % als Folge deutlich sinkender Nachfrage auf dem Landtechnikmarkt. Auf den Beschaffungsmärkten sehen wir im Folgejahr weiterhin eine angespannte Situation mit teilweise sehr deutlichen Preissteigerungen. Unsere Einkaufspolitik wird im kommenden Jahr darauf ausgerichtet sein, diesen Entwicklungen mit geeigneten Maßnahmen entgegenzuwirken, u.a. durch ausgeweitete Genehmigungsprozesse für Bestellungen und die Verhandlungen von langfristigen Lieferverträgen zur Vermeidung von Preiserhöhungen. Aktuelle Entwicklungsprojekte und die Bündelung weiterer Aufgaben der Group Schumacher sollen weitere Wachstumschancen und Synergieeffekte erzeugen. Negative Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis der Group Schumacher im kommenden Geschäftsverlauf können allerdings aufgrund gegenseitiger Handels-, Finanz- und sonstiger Sanktionen zwischen der Europäischen Union, den USA, China und der Russischen Föderation, aufgrund der schwächelnden Gesamtwirtschaft sowie aufgrund der bereits beschriebenen globalen Entwicklungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Wir werden dennoch unsere Strategie konsequent weiterverfolgen und insbesondere die Wachstumsmärkte in Asien und Südamerika für unsere Produkte weiter erschließen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen Rückgang der Umsatzerlöse und des Konzern-EBIT gegenüber dem Vorjahr 2023. Aufgrund der voraussichtlichen Umsatzerlöse in Höhe von circa T€ 69.977, einem erwarteten Konzern-EBIT von T€ -4.218 und der sinkenden Anzahl an Mitarbeitern im Konzern wird sich die Kennzahl Umsatz pro Mitarbeiter auf etwa T€ 138 verringern. Als Folge der gestiegenen Kostensituation bei abnehmenden Umsatzerlösen wird ebenfalls eine etwas geringere Umsatzrendite erwartet. Dies hat zur Folge, dass sich auch die beiden anderen Leistungsindikatoren der Group Schumacher in 2024 verglichen mit dem Berichtsjahr 2023 voraussichtlich rückläufig entwickeln.
Eichelhardt, den 30. September 2024 Die Konzernleitung der MOLINA Invest GmbH gez. Selina Schumacher gez. Moritz Schumacher Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 20231. Allgemeine Angaben Die MOLINA Invest GmbH mit Sitz in Eichelhardt, Deutschland ist seit 2023 das neue Mutterunternehmen des familiengeführten Konzerns "Group Schumacher". Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Montabaur unter der Nummer HRB 27903 registriert. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Konzernbilanz ist gemäß § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert; dabei wurde der Grundsatz der Stetigkeit, Klarheit und Übersichtlichkeit beachtet. Der Konzernabschluss umfasst nach § 297 Abs. 1 HGB die Konzernbilanz, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, den Konzernanhang, den Konzern-Eigenkapitalspiegel sowie die Konzern-Kapitalflussrechnung. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im Folgenden näher erläutert. Der vorliegende Konzernabschluss wurde zum Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt und bezieht sich auf das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023. Die MOLINA Invest GmbH erstellt im Berichtszeitraum erstmalig als neue Konzernmutter von "Group Schumacher" den Konzernabschluss und löst dadurch die SMF-Holding GmbH von ihrer bisherigen Pflicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses ab. Es wird von den Erleichterungen des § 286 Abs. 2 und Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Entstehung des MOLINA-Konzerns Die MOLINA Invest GmbH mit Sitz in Eichelhardt wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 23. Juni 2021 gegründet. Die MOLINA Invest GmbH war seitdem zu 48 % am Stammkapital der SMF-Holding GmbH beteiligt. Die bisher von ihren Gesellschaftern Moritz Benedikt Schumacher und Selina Schumacher gehaltenen 48 % der Anteile an der SMF-Holding GmbH wurden mit Vertrag vom 16. August 2023 im Wege der Sacheinlage zu Buchwerten in die MOLINA Invest GmbH eingebracht. Danach ist die MOLINA Invest GmbH erstmals zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Sacheinlage der Gesellschafter in die Muttergesellschaft stellt einen Unternehmenszusammenschluss unter gemeinsamer Beherrschung ("transaction under common control") dar, auf den § 301 HGB nicht anzuwenden ist. Im Ergebnis wird daher das bei der Sacheinlage angewandte Wahlrecht zur Buchwertfortführung aufgrund der Tauschgrundsätze auch auf den Konzernabschluss angewendet. Aufgrund der Nichtanwendung des § 301 HGB werden im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung des Teilkonzerns SMF-Holding GmbH keine stillen Reserven und Lasten aufgedeckt, d. h. eine Neubewertung findet nicht statt. Die bisherigen Konzernbuchwerte werden im Konzernabschluss der MOLINA Invest GmbH fortgeführt. Der aus der Verrechnung der Anteile der MOLINA Invest GmbH mit dem Eigenkapital des Teilkonzerns der SMF-Holding GmbH resultierende passive Unterschiedsbetrag wurde als Folge der Anwendung des Common-Control-Ansatzes unmittelbar in die Rücklagen eingestellt. Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr Aufgrund der Anwendung des Common-Control-Ansatzes sind die Zahlen des Konzernabschlusses der MOLINA Invest GmbH insbesondere bei der Darstellung des Eigenkapitals nur eingeschränkt mit den Zahlen des bisher erstellten Konzernabschlusses der SMF-Holding GmbH vergleichbar. Eine Überleitung des Eigenkapitals wird im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt. Als Vorjahresvergleichszahlen werden im vorliegenden Konzernabschluss und Konzernlagebericht die Werte aus dem Konzernabschluss zum 31.12.2022 der SMF-Holding GmbH angegeben. 2. Angaben zum Konsolidierungskreis und zu den Konsolidierungsmethoden In den Konzernabschluss werden neben der MOLINA Invest GmbH grundsätzlich alle Tochterunternehmen, die die MOLINA Invest GmbH direkt oder indirekt beherrscht, im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Somit werden alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der MOLINA Invest GmbH mehr als 50 % der Stimmrechte zustehen. Gesellschaften, bei denen die MOLINA Invest GmbH mittelbar oder unmittelbar die Möglichkeit besitzt, die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich zu beeinflussen (assoziierte Unternehmen), werden nach der at Equity - Methode bewertet. Liegt der Stimmrechtsanteil bei mindestens 20 %, wird unterstellt, dass dieser maßgebliche Einfluss vorliegt. Der Konzernabschluss umfasst die MOLINA Invest GmbH, Eichelhardt sowie acht Tochterunternehmen. Folgende Gesellschaften werden zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss einbezogen:
Die SMF-Holding GmbH, die Schumacher Bergische Werke GmbH und die Schumacher GmbH haben von den in § 264 Abs. 3 HGB genannten Erleichterungen Gebrauch gemacht, von der Offenlegung des Jahresabschlusses und der Aufstellung des Lageberichtes abzusehen. 3. Konsolidierungsmethoden Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften haben ihre Jahresabschlüsse einheitlich auf den 31. Dezember 2023 aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach der Maßgeblichkeit des Bilanzierungs- und Bewertungsrahmens des Mutterunternehmens. Ansätze und Werte in den Einzelabschlüssen, die nicht den einheitlichen zugrunde gelegten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Konzernabschlusses entsprechen, sind vor der Konsolidierung angepasst bzw. neu bewertet worden, sofern die Auswirkungen von wesentlicher Bedeutung waren. Alle konzerninternen Vermögenswerte und Schulden, Eigenkapital, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung wurden die nach § 306 HGB erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Sie werden zunächst mit den Anschaffungskosten einschließlich direkt zurechenbarer Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Ein eventuell erworbener Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht gesondert ausgewiesen, sondern ist im Wertansatz enthalten. Nach dem erstmaligen Ansatz enthält der Konzernabschluss das anteilige Ergebnis bis zu dem Zeitpunkt, zu dem der maßgebliche Einfluss endet. 4. Währungsumrechnung Der Konzernabschluss wurde in Euro, der funktionalen Währung der Muttergesellschaft, aufgestellt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden in dem Konzernabschluss der MOLINA Invest GmbH und den einbezogenen Tochterunternehmen mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. In den Folgeperioden werden finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit dem Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Abschlüsse der ausländischen Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Konzernwährung entspricht, werden unter Anwendung des § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Dabei werden monetäre Vermögenswerte und Schulden mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Die Posten des Eigenkapitals werden mit historischen Kursen geführt. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Unterschiedsbeträge werden separat im Eigenkapital als "Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen. 5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind den Tochterunternehmen von dem Mutterunternehmen in Form von Konzern-Bilanzierungsrichtlinien vorgegeben. Danach waren die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen für Zwecke des Konzernabschlusses unter Beachtung des Grundsatzes der Wesentlichkeit an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anzupassen ("Handelsbilanz II"). Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Konzernabschlusserstellung von der vormaligen Muttergesellschaft SMF-Holding GmbH in den vergangenen Jahren für die "Group Schumacher" angewendet wurden, wurden von der MOLINA Invest GmbH beibehalten. Soweit Ermessensentscheidungen in Bezug auf den Grund, den Umfang und den Zeitpunkt des Ansatzes von Vermögensgegenständen und Schuldposten zu treffen waren, wurde eine zum Vorjahr vergleichbare Ermessensentscheidung angestrebt. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Es wird gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (going-concern- Prinzip). Im Einzelnen gilt Folgendes: Immaterielle Vermögensgegenstände Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von zwei Tochtergesellschaften (Geschäfts- oder Firmenwert) werden jeweils über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren nach der linearen Abschreibungsmethode zurückgeführt. Sachanlagen Das Sachanlagenvermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich gewährter Lieferantenskonti aktiviert. Selbst erstellte Sachanlagen werden zu Herstellungskosten aktiviert. Sie enthalten direkt zurechenbare Kosten. Planmäßige Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden pro rata temporis abgeschrieben. Die Abgänge werden zu historischen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgebucht. Geringwertige Anlagengüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. At Equity bewertete Anteile an assoziierten Unternehmen werden zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgeperioden mit dem fortgeschriebenen anteiligen Eigenkapital bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, die Ausschüttungen und alle weiteren Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Geschäfts- oder Firmenwerte sind im Buchwert der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen enthalten. Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Stichtagswert (strenges Niederstwertprinzip). Die Bestände der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden dem Fertigungsgrad entsprechend mit den Herstellungskosten, bestehend aus Material- und Fertigungseinzelkosten sowie anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten, angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Angemessene Teile der herstellungsbezogenen Kosten der allgemeinen Verwaltung, für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt. Waren werden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Stichtag bewertet. Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich angemessener Einzelabwertungen angesetzt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten werden zum Bilanzstichtag mit dem Marktzins abgezinst. Für erwartete Ausfallrisiken werden ausreichende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet. Liquide Mittel Die liquiden Mittel bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten. Sie werden zu Nennwerten ausgewiesen. Aktive Rechnungsabgrenzung Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Stichtag, die erst nach dem Stichtag Aufwendungen darstellen, angesetzt. Latente Steuern Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen der Handelsbilanz und Steuerbilanz der Einzelgesellschaften einschließlich der Bewertungsunterschiede aus Konsolidierungsvorgängen ermittelt. Soweit Bewertungsunterschiede zwischen Wertansätzen in der Handelsbilanz II und der Steuerbilanz nach Saldierung zu aktiven latenten Steuern führen, wurden diese unter Inanspruchnahme des Wahlrechtes des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert. Für die Berechnung der latenten Steuern aus Bewertungsunterschieden aus Konsolidierungsvorgängen in Deutschland wurde ein Steuersatz von 30 % verwendet. Er setzt sich zusammen aus dem inländischen Körperschaftssteuersatz, dem Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftssteuer sowie der Gewerbesteuer. Bei den ausländischen Gesellschaften wird für die Berechnung der latenten Steuern der jeweilige landesspezifische Steuersatz (20 % für die russische Tochtergesellschaft, 34 % für die brasilianische Tochtergesellschaft und 25 % für die chinesische Tochtergesellschaft) verwendet. Eigenkapital Das Eigenkapital des Konzerns ist zum Nennwert angesetzt. In den Gewinnrücklagen sind passivische Unterschiedsbeträge enthalten, die aus der Erstkonsolidierung von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften bzw. Anteilen an assoziierten Unternehmen resultieren. Rückstellungen für Pensionen Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Die Abzinsung erfolgt pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und dieser Abfluss der Höhe nach verlässlich geschätzt werden kann. Rückstellungen werden grundsätzlich unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis der bestmöglichen Schätzung berechnet und umfasst auch die erwarteten Kostensteigerungen. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag. Umsatzerlöse und Erträge Die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der "Group Schumacher" liegt in dem Verkauf von Produkten und Komponenten für die Erntetechnik sowie damit verbundenen Dienstleistungen. Alle Erträge, die im Zusammenhang mit der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stehen, werden abzüglich von Erlösschmälerungen wie z.B. Skonti und Preisnachlässen als Umsatzerlöse dargestellt. Die übrigen Erträge werden als sonstige betriebliche Erträge oder Zinserträge ausgewiesen. Der Ansatz von Umsatzerlösen, sonstigen betrieblichen Erträgen und Zinserträgen erfolgt erst dann, wenn die Leistungen erbracht, bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind, d.h. der Gefahrenübergang auf den Kunden stattgefunden hat. 6. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel zum Konzernanhang dargestellt. Die Bewertung der unter den Finanzanlagen bilanzierten Wertpapiere des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten. Liegt der Wert der Wertpapiere, bewertet zum Kurswert, vorübergehend unter den historischen Anschaffungskosten, besteht ein Wahlrecht zur außerplanmäßigen Abschreibung. Dieses Wahlrecht wurde im Berichtsjahr nicht angewendet, weil aufgrund der geringen Differenz zwischen Buchwert und Börsenpreis am Abschlussstichtag nur von einer vorübergehenden Wertminderung ausgegangen wurde. Der Buchwert der betroffenen Wertpapiere beträgt insgesamt T€ 2.385, der Zeitwert T€ 2.233, die Höhe der unterlassenen Abschreibung beträgt somit T€ 152. Geschäfts- oder Firmenwert Der Posten "Geschäfts- oder Firmenwert" enthält einen Betrag von T€ 338, der im Jahresabschluss eines einbezogenen Tochterunternehmens ausgewiesen wird. Bei den darüber hinaus ausgewiesenen Beträgen von T€ 1.329 handelt es sich um Geschäfts- oder Firmenwerte, die sich im Rahmen von Kapitalkonsolidierungen ergeben haben. Diese resultieren aus dem Erwerb der Anteile durch die SMF-Holding GmbH an der OOO Schumacher i. H. v. 15 % im Geschäftsjahr 2017/2018 und weiteren 30 % im Geschäftsjahr 2018/2019 sowie aus dem Erwerb der Anteile an der Schumacher Bergische Werke GmbH (vormals: Rasspe Systemtechnik GmbH) i. H. v. 10 % im Geschäftsjahr 2020. Diese aus der Erstkonsolidierung der neu erworbenen Anteile resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden jeweils über 10 Jahre linear abgeschrieben. Anteile an assoziierten Unternehmen Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital betrug bei der Schumacher Verwaltungs GmbH im Erstbewertungszeitpunkt 01. Januar 2011 + T€ 7; bei der Schumacher Verwaltungs GmbH & Co. KG + T€ 28. Bei den positiven Unterschiedsbeträgen handelte es sich um Geschäfts- oder Firmenwerte, die über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben wurden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die im Folgejahr zu Aufwand führen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten zeigt die Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die im Folgejahr zu Ertrag führen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital entspricht dem bei der MOLINA Invest GmbH ausgewiesenen Kapital und beträgt zum Bilanzstichtag T€ 17,5. Die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 92 entspricht ebenfalls dem in dem Einzelabschluss der MOLINA Invest GmbH ausgewiesenen Wert. Der Konzern-Jahresüberschuss beträgt im aktuellen Geschäftsjahr T€ 2.205. Der Konzernbilanzgewinn von T€ 3.448 beinhaltet einen Gewinnvortrag von T€ 1.338. Der Gesamtbetrag, der nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt T€ 103. Aufgrund der Zeitbewertung des Deckungsvermögens ergibt sich zusätzlich ein ausschüttungsgesperrter Betrag nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von T€ 109. Die im Konzern-Eigenkapitalspiegel gezeigte negative "Veränderung common control" setzt sich wie folgt zusammen:
Die Entwicklung des Eigenkapitals sowie Detailinformationen zur Veränderung der Gewinnrücklagen und des kumulierten Konzern-Ergebnisses sind im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt. Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile Der Ausgleichsposten "Nicht beherrschende Anteile" zeigt den fortgeschrieben Buchwert der nicht-beherrschenden Gesellschafter der MOLINA Invest GmbH an der SMF-Holding GmbH. Pensionsrückstellungen Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach der Projected Unit Credit Methode unter durchschnittlichen Marktzinsen von 1,82 % und 1,83 % für eine Laufzeit von 15 Jahren. In den Fällen, bei denen aufgrund der vorliegenden Pensionszusagen Trenderwartungen berücksichtigt werden mussten, wurden Gehaltssteigerungen von 0,0 % und 2,0 % und Rentensteigerungen von 2,0 % nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit berücksichtigt. Als Berechnungsgrundlage für die Ermittlung und Bewertung sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt worden. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 103. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die Bewertungsdifferenz aus dem Übergang auf die neuen Bewertungsvorschriften aufgrund BilMoG beträgt einmalig T€ 452. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Hieraus ergibt sich zum Bilanzstichtag eine Unterdeckung der Pensionsrückstellungen von T€ 53. Vermögensgegenstände im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum 31.12.2023 von T€ 1.197 (Anschaffungskosten T€ 1.073) bewertet und mit den Schulden auf der Passivseite in Höhe von T€ 8.937 (Erfüllungsbetrag) verrechnet. Der sich nach Saldierung mit den abgesicherten Pensionsrückstellungen ergebende Passivüberhang wird in den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Aufgrund der Zeitbewertung des Deckungsvermögens ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von T€ 109. Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen umfassen überwiegend Verpflichtungen aus dem Personalbereich (T€ 1.593), Rückstellungen für Anschluss- und Prüfungskosten (T€ 117), Rückstellungen für Gewährleistungs- und Kulanzverpflichtungen (T€ 308) sowie andere Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft. Im Bereich der Personalrückstellungen wurde eine Altersteilzeitrückstellung im Rahmen zweier Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Es wurde das Blockmodell angewandt. Die Rückstellung unterliegt der Vorschrift des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB und wird mit einem Wertpapierdepot abgesichert. Der Saldierungsbetrag wird unter dem Posten "sonstige Rückstellungen" in der Bilanz ausgewiesen. Dabei setzt sich der Rückstellungsbetrag wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind im nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel gesondert dargestellt. Diesem sind auch die Restlaufzeiten der einzelnen Verbindlichkeiten zu entnehmen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Zuge der Anwendung des Common-Control-Ansatzes um die zum 01.01.2023 bei der MOLINA Invest GmbH bestehenden Darlehen von T€ 9.064 erhöht. Sicherheiten Zum Stichtag sind die Verbindlichkeiten wie folgt gesichert:
Des Weiteren bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Halbfabrikaten. 7. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen zu 48,7 % auf den Bereich Schnitttechnik, zu 22,9 % auf den Bereich Bindetechnologie und zu 19,1 % auf den Bereich Antriebstechnologie. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind T€ 240 periodenfremde Erträge enthalten. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen T€ 1.917. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betragen T€ 155. Sonstige betriebliche Aufwendungen Es sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von T€ 848 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Ferner enthält dieser Berichtsposten periodenfremden Aufwand in Höhe von T€ 136, davon T€ 32 aus der Umstellung des Wertansatzes der Pensionsrückstellung aufgrund von BilMoG. Abschreibungen Die Abschreibungen in Höhe von T€ 3.198 beinhalten Beträge von T€ 263 für Abschreibungen von Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung. Finanzergebnis Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Rahmen der Abzinsung von Pensionsrückstellungen und ähnlichen / vergleichbaren Verpflichtungen zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 HGB Zinserträge in Höhe von T€ 109 mit Zinsaufwendungen saldiert ausgewiesen worden (T€ 14). Ertragsteuern Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
8. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung und zum Konzern-Eigenkapitalspiegel Der Finanzmittelbestand laut Kapitalflussrechnung enthält flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten und entspricht den in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mitteln sowie den kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital steht zum Stichtag mit Ausnahme der oben aufgeführten Unterschiedsbeträge nach § 253 Abs. 6 und § 268 Abs. 8 HGB vollständig zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Darüber hinaus liegen keine Beträge vor, die einer gesetzlichen Ausschüttungs- oder Abführungssperre bzw. die gemäß Satzung oder Gesellschaftsvertrag einer Ausschüttungssperre oder anderen Verfügungsbeschränkungen unterliegen. 9. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen diverse Mietverträge über die Überlassung von Büroräumen und Immobilien in Eichelhardt und Wermelskirchen mit unterschiedlichen Laufzeiten. Die jährliche finanzielle Verpflichtung beträgt insgesamt T€ 830. Die jährliche finanzielle Verpflichtung für einen weiteren auf unbestimmte Zeit abgeschlossenen Mietvertrag über Lagerräume in Hachenburg beträgt T€ 22. Die jährliche finanzielle Verpflichtung für die Anmietung von Büroräumen in Qingdao beträgt T€ 30. Mit einem nahestehenden Unternehmen bestehen ferner Gebäude- und Maschinenpachtverträge. Die jährliche finanzielle Verpflichtung aus der Gebäudepacht wird für das Geschäftsjahr 2024 ca. T€ 831 und für die Maschinenpacht ca. T€ 183 betragen. Die Pachtverhältnisse in Höhe von zusammen T€ 1.014 sind jährlich kündbar. Weitere Verpflichtungen bestehen aus diversen KFZ- und Maschinen-Leasingverträgen sowie sonstigen Verträgen mit unterschiedlichen Laufzeiten. Die nach dem Bilanzstichtag fälligen Zahlungsverpflichtungen aus diesen Verträgen belaufen sich insgesamt auf T€ 501. Geschäftsführung Geschäftsführer sind Bachelor of Arts Selina Schumacher und Master of Science Moritz Benedikt Schumacher. Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Mitarbeiter Die Zahl der im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter beträgt 521 Arbeitnehmer.
Honorare des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Konzernabschlussprüfers HTR Hansa Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Attendorn, gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB setzt sich wie folgt zusammen:
In dem Posten Abschlussprüfungsleistungen ist das Honorar für die Jahresabschlussprüfung der MOLINA Invest GmbH und ihrer deutschen Tochterunternehmen sowie für die Konzernabschlussprüfung erfasst. Ergebnisverwendung Das Jahresergebnis des Mutterunternehmens wird laut Ergebnisverwendungsbeschluss in den Gewinnvortrag eingestellt.
Eichelhardt, den 30. September 2024 Die Konzernleitung der MOLINA Invest GmbH gez. Selina Schumacher gez. Moritz Benedikt Schumacher Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Konzernkapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2023
Die Konzernkapitalflussrechnung entspricht der indirekten Methode nach DRS 21. Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MOLINA Invest GmbH, Eichelhardt Uneingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss MOLINA Invest GmbH, Eichelhardt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MOLINA Invest GmbH, Eichelhardt, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Attendorn, den 30. September 2024 HTR
Hansa Treuhand GmbH,
gez. A. Hilgers, Wirtschaftsprüfer gez. T. Gerlach, Wirtschaftsprüfer Hinweis zur Offenlegung Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am 29. Oktober 2024. |
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