Entwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
ALMIRALL HERMAL GmbH
Scholtzstraße 3, 21465 Reinbek, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jon Uguzne Garay Alonso seit 17.4.2026 | Geschäftsführer |
Lidia Martin Pereda seit 1.4.2026 | Geschäftsführer |
Kay Hendrik Nilsson seit 23.7.2025 | Prokura |
Christian Bruun-Andersen seit 23.7.2025 | Prokura |
Matthias Witt seit 23.7.2025 | Prokura |
Wolf-Godehard Ocker seit 20.5.2025 | Prokura |
Christina Les Spalthoff seit 20.5.2025 | Prokura |
Stephanie Scharmer seit 20.5.2025 | Prokura |
Silvia Adelheid Sickold seit 20.5.2025 | Prokura |
Sandra Ruiz Ortiña seit 24.7.2024 | Prokura |
Nadine Huismann seit 24.11.2023 | Prokura |
David Guinart Carvajal seit 21.7.2022 | Prokura |
Matthias Ola seit 5.11.2021 | Prokura |
Kai Sauerbier seit 11.12.2019 | Geschäftsführer |
Esteban Conesa Panicot seit 24.10.2019 | Geschäftsführer |
Cristina Ponce Moreno seit 1.7.2014 | Prokura |
Francesc Xavier Llauradó Alba seit 1.7.2014 | Prokura |
Peter Dangel seit 24.3.2009 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
ALMIRALL HERMAL GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ALMIRALL HERMAL GmbHReinbekJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023DER ALMIRALL HERMAL GMBHInhalt 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens 1.2. Steuerungssystem 1.3. Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2. Geschäftsverlauf a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 3. Prognosebericht 4. Chancen und Risikobericht 4.1. Risikobericht 4.2. Chancenbericht 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Almirall Hermal GmbH ist ein pharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Produktion und den Vertrieb pharmazeutischer Produkte spezialisiert hat. Die Almirall Hermal GmbH ist eine 100 % Tochter der international tätigen Almirall-Gruppe mit Sitz in Barcelona, Spanien. Neben den im Konzern eigenentwickelten Produkten vertreibt die Almirall Hermal GmbH auch pharmazeutische Produkte anderer Unternehmen unter Lizenz. Die Almirall Hermal GmbH ist fokussiert auf die Dermatologie und einem konsequenten Ausbau des Geschäftes in diesem Bereich. Die Kernzielgruppe stellt somit die Facharztgruppe der Dermatologen dar. Innerhalb der Dermatologie strebt die Almirall-Gruppe an, neben dem Segment der verschreibungspflichtigen Therapeutika auch in dem sogenannten Medicalized OTC ("Arzt-Empfehlungsgeschäft") präsent zu sein. Die Almirall Hermal GmbH ist weiterhin auch ein Konzernproduktionsstandort für die Herstellung von halbfesten Darreichungsformen wie Salben, Creme und Gels, sowie flüssigen Formen, wie Ölbäder, Lösungen und Tinkturen. In den letzten Jahren wurde intensiv in neue Anlagen investiert. Auch zukünftig werden weiterhin signifikante Investitionen am Produktionsstandort vorgenommen. Mit den Lieferanten der wichtigsten Vorprodukte der Ausgangsstoffe und Packmaterialien liegen langfristige Lieferabkommen vor. Alle festen Formen wie Tabletten und Dragees sowie Spritzen werden von Konzernproduktionsstätten in Spanien oder von Lohnherstellern bezogen. Verträge mit den Lieferanten sind für alle Produkte vorhanden. Hauptabsatzmarkt der Almirall Hermal GmbH ist der deutsche Markt, in dem 2023 mit 88 % der Großteil der Umsatzerlöse aus dem Vertrieb von pharmazeutischen Produkten erzielt wurde. Mit Ausnahme von Österreich werden in anderen Ländern die Produkte über Schwestergesellschaften der Almirall Hermal GmbH oder dritte Partnerunternehmen, mit denen langfristige Lizenzverträge abgeschlossen werden, vertrieben. 1.2. Steuerungssystem Hauptsteuerungsgrößen für die Almirall Hermal GmbH sind Umsatz (Net Sales) und das Betriebsergebnis (EBITDA). 1.3. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung findet weitestgehend an anderen Konzernstandorten statt. Die Almirall Hermal GmbH unterstützt bei speziellen und auftragsbezogenen Entwicklungsprojekten der verantwortlichen Bereiche im Konzernverbund. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland eine gemischte wirtschaftliche Entwicklung. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,3 %, während es 2022 noch um 1,8 % stieg. Dieses leichte Minus wurde durch verschiedene Faktoren beeinflusst, darunter internationale Handelskonflikte, Versorgungsengpässe und die COVID-19-Pandemie. Dennoch blieb die Wirtschaft insgesamt widerstandsfähig. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort (Quelle: Destatis, Ruth Brand). Trotz der Herausforderungen bleibt Deutschland ein wichtiger Akteur in der globalen Wirtschaft und arbeitet daran, die wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten. Auf Grund des Geschäftsmodells der Almirall Hermal GmbH, das auf den Gesundheitsmarkt ausgerichtet ist, war der Geschäftsverlauf nicht im selben Umfang von diesen konjunkturellen Schwankungen betroffen. Es muss hier allerdings zwischen dem verschreibungspflichtigen und dem apothekenpflichtigen Geschäft unterschieden werden. Das apothekenpflichtige Geschäft, das im Wesentlichen von der Kaufkraft der Patienten und deren Zugang zu Apotheken abhängig ist, war stärker von den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen betroffen als das verschreibungspflichtige Segment. Die durch Covid-19 bedingten Einschränkungen waren im Jahr 2023 sehr viel geringer als in den Vorjahren. Dafür war aber eine erhebliche Unsicherheit in Bezug auf die Inflationsentwicklung, getrieben durch drohende steigende Verbraucherpreise, spürbar. Diese Unsicherheit hat sich deutlich auf das private Konsumverhalten ausgewirkt, das durch Abwarten und Zurückhalten von Ausgaben geprägt war. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %; Quelle: Destatis). Branchenbezogene Rahmenbedingungen Hauptabsatzmarkt der Almirall Hermal GmbH ist in Deutschland der Dermatikamarkt. Der Umsatz im deutschen Dermatikamarkt (Definition gemäß IQVIA) hat im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 16,8 % zugenommen. Almirall Hermal GmbH ist gemessen am Umsatz mit 10,7 % in diesem Marktsegment einer der Marktführer in Deutschland (Quelle: IQVIA per 31.12.2023). Neben dem Dermatikamarkt vertreibt die Almirall Hermal GmbH das Produkt Sativex®, im Bereich der Neurologie. Ein exakt abgegrenztes Marktsegment für die Indikation von Sativex®, dass die Zulassung für mittelschwere bis schwere Spasmen bei Multipler Sklerose hat, besteht nicht, so dass für Sativex® kein Marktanteil berechnet werden kann. Der Umsatz von Sativex® ist im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 2,1 % gesunken (Quelle: IQVIA). 2.2. Geschäftsverlauf a) Ertragslage Die Umsatzerlöse der Almirall Hermal GmbH sind 2023 im Vergleich zum Vorjahr um EUR 28,0 Mio. oder 10,6 % gestiegen. Das Umsatzwachstum erklärt sich im Wesentlichen aus der weiterhin guten Umsatzentwicklung des Psoriasis-Produkts Ilumetri®, das im November 2018 im deutschen Markt eingeführt wurde. Die Prognose für die Umsatzerlöse 2023 mit einem erwarteten Wachstum im einstelligen Bereich konnte somit übertroffen werden. Die Umsätze im Inland und Ausland entwickelten sich wie folgt:
Die Hauptabsatzmärkte im Exportgeschäft von Almirall Hermal veränderten sich wie folgt:
Der Rohertrag ist gegenüber 2022 um 4,4 % oder EUR 5,1 Mio. (2023: EUR 122 Mio., 2022: EUR 116,8 Mio.) gestiegen, was im Wesentlichen auf die Umsatzsteigerung zurück zu führen ist. Die Materialaufwandsquote ist gegenüber 2022 nur unwesentlich um 0,2 %-Punkte auf 20,9% gestiegen. Die Personalkosten sind 2023 gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,1 Mio. oder 0,3 % auf Mio. € 33,7 gestiegen. Den branchenüblichen Lohn- und Gehaltserhöhungen in 2023 (ca. 3,5 %) sowie ein Aufbau von Außendienstpositionen stehen Restrukturierungskosten in 2022 gegenüber, die in 2023 in dieser Höhe nicht mehr angefallen sind. Im Vergleich der beiden Geschäftsjahre stellt sich der Anstieg der Personalkosten daher sehr gering dar. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 2023 um EUR 1,8 Mio. oder 4,3 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen (2023: EUR 42,6 Mio., Vorjahr: EUR: 40,9 Mio.). Hauptsächlicher Treiber für diese Entwicklung war die Vorbereitung des Produktlaunches eines neuen Biologika Medikaments in der Atopischen Dermatitis (Ebglyss) im Dezember 2023. Die Abschreibungen lagen mit EUR 8,3 Mio., 5 % über dem Vorjahresniveau. Der wesentliche Anteil der Abschreibungen entfällt dabei auf die immateriellen Vermögensgegenstände der aktivierten Markenrechte aus der Verschmelzung mit der Taurus Pharma GmbH. Die aktiven latenten Steuern basieren auf dem unterschiedlichen steuerlichen und handelsrechtlichen Bilanzansatz der Pensionsrückstellungen. Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Tatsache, dass die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände aus der Verschmelzung steuerlich nicht abzugsfähig sind. 2023 konnte wiederum mit einem positiven EBITDA in Höhe von EUR 47,4 Mio. (Vorjahr: EUR 45,3 Mio.) abgeschlossen werden, was einer Ergebniserhöhung von 4,7 % entspricht und damit den Erwartungen, die ein 4 - 5 %iges Ergebniswachstum vorsahen, entspricht. b) Finanzlage Die Almirall Hermal GmbH nimmt am Konzern-Cash-Pooling der Almirall-Gruppe teil. Die Liquidität ist zu jeder Zeit sichergestellt. Die Forderungen gegenüber der Konzernmutter als Folge des Cash-Poolings betragen zum Bilanzstichtag EUR 93,2 Mio (Vorjahr: EUR 114 Mio.). Die Almirall Hermal GmbH kann sich aus dem operativen Cash-Flow selbst finanzieren und muss nicht auf externe oder konzerninterne Kredite zurückgreifen. c) Vermögenslage Vom ausgewiesenen Vermögen in Höhe von EUR 241,5 Mio. entfallen EUR 43,9 Mio. auf immaterielle Vermögensgegenstände, davon EUR 42,2 Mio. auf Markenrechte u. a. aus der Verschmelzung mit der Taurus Pharma GmbH. Das immaterielle Anlagevermögen ging um EUR 5,2 Mio. zurück, was im Wesentlichen auf die Abschreibungen der im Zuge der Verschmelzung mit der Taurus Pharma GmbH aktivierten Markenrechte zurückzuführen ist. Im Berichtszeitraum wurde weiterhin deutlich in Höhe von EUR 11,7 Mio. in den Standort investiert. Diese Investitionen bestehen größtenteils aus Anlagen im Bau, wobei es sich um den Umbau und Neubau von Produktionsanlagen sowie dem Bau einer zentralen Kälteversorgung und eines Technikgebäudes am Standort Reinbek handelt. Die Vorräte sind zum Bilanzstichtag um EUR 8,4 Mio was 24% entspricht, auf Mio. 42,5 EUR. gegenüber dem 31. Dezember 2022 gestiegen. Begründet ist der Anstieg allgemein mit dem gestiegenen Umsatzvolumen und den weiteren Verkaufszielen für das Geschäftsjahr 2024. Die Eigenkapitalquote sank auf 40,0 % (2022: 47,0 %) infolge einer Gewinnausschüttung von EUR 45 Mio. an die Muttergesellschaft und kann somit weiterhin als sehr gut bezeichnet werden. Die Pensionsrückstellungen (inkl. Jubiläumsrückstellungen) sind um EUR 1,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr gesunken und belaufen sich auf EUR 72,4 Mio., was 29,9 % der Bilanzsumme entspricht. Um die zukünftige Liquidität nicht noch stärker zu belasten, wurde bereits in 2017 ein Projekt umgesetzt, das zukünftig entstehende Ansprüche ausfinanziert. Die sonstigen Rückstellungen sind in 2023 um 34% auf EUR 21,3 Mio. (2022: EUR 15,9 Mio.) angestiegen. Insgesamt beurteilen wir die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens als zufriedenstellend, dies gilt gleichwohl auch für die Ertragslage. Die Geschäftsführung erwartet auch für die nächsten Jahre eine positive Entwicklung des Unternehmens 3. Prognosebericht Für 2024 wird mit einem Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich gegenüber 2023 gerechnet. Die Hauptwachstumstreiber werden das Psoriasis-Arzneimittel Ilumetri® und das im Dezember 2023 eingeführte Atopische Dermatitis-Arzneimittel Ebglyss® sein. Zudem werden weiterhin die Produkte Klisyri® (Aktinische Keratosen) und Wynzora® (Psoriasis), die sich beide in der Wachstumsphase kurz nach ihrem Launch befinden, den Umsatz im Dermatikabereich weiter erhöhen. Dieses Umsatzwachstum wird die stabile und positive Ertragslage der Almirall Hermal GmbH sichern. Es wird für 2024 ein deutlich positives EBITDA erwartet, das ca. 10 - 14 % über dem Ergebnis von 2023 liegen wird. Dies wird zum einem durch den Wegfall der in 2023 im GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKVFinStg) zusätzlich erhobenen Zwangsrabatte in Höhe von 5 % auf verschiedene Produkte im Bestandsportfolio getrieben. Im Wesentlichen aber durch die oben beschriebenen Umsatzerwartungen. Die im Lagebericht getroffenen Aussagen zur zukünftigen Entwicklung stellen Einschätzungen dar, die auf Basis, der zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse abweichen. 4. Chancen und Risikobericht 4.1. Risikobericht Risiken durch Reformen im deutschen Gesundheitswesen Risiken bestehen im Inlandsgeschäft aufgrund von Gesundheitsreformen der Deutschen Bundesregierung, mit denen Herstellerabgabepreise reguliert werden, Zwangsrabatte eingeführt werden, in das Verordnungsverhalten von Ärzten eingegriffen wird und die Erstattung von Medikamenten für Patienten erschwert wird. Diese Regulierungen führen letztendlich zu einer deutlichen Umsatzreduzierung und zu einem Ertragsrückgang bei pharmazeutischen Herstellern. Zudem wird der Markt durch die gesetzliche Möglichkeit der Rabattverträge zwischen gesetzlichen Krankenkassen und pharmazeutischen Unternehmen immer stärker beeinflusst. Die Ausschreibungen zu diesen Rabattverträgen bergen das Risiko, dass bei Teilnahme entweder hohe Rabatte geboten werden müssen oder bei Nichtteilnahme oder Nichtgewinn der Ausschreibung das Umsatzvolumen mit der jeweiligen Krankenkasse verloren geht. Almirall Hermal ist durch diverse patentfreie Produkte ebenfalls von diesen Risiken auf die Umsatzerlöse betroffen. Wie schon in den Vorjahren wird der Inlandsumsatz durch die zwangsweisen Herstellerrabatte, die auf erstattete Arzneimittel in unterschiedlichen Höhen bis zu 16 % gewährt werden müssen, stark belastet. Zudem gilt weiterhin das Preismoratorium mit der rückdatierten Fixierung der Herstellerabgabepreise für Medikamente auf das Niveau per 1. August 2009. Mit dem Arzneimittel-Versorgungsstärkungsgesetz (AMVSG) wurde eine Verlängerung des Preismoratoriums bis Ende 2022 beschlossen, seit 1. Juli 2019 erhalten die Pharmahersteller zumindest einen Inflationsausgleich. Im November 2022 ist das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz in Kraft getreten, dass neben vielen anderen (Neu-)Regelungen eine Verlängerung des Preismoratorium bis Ende 2026 vorsieht. Weiterhin besteht das Risiko, dass weitere Kostendämpfungsmaßnahmen zu Lasten pharmazeutischer Hersteller beschlossen werden, die durchaus auch kurzfristig eingeführt werden können (siehe Einführung 5 % zusätzlichen Zwangsrabatten im GKVFinStG im November 2022 mit Wirkung 1.1.2023). Almirall Hermal begegnet diesen Risiken durch eine kontinuierliche Überwachung der relevanten politischen Entwicklungen und Einleitung von angemessenen Maßnahmen, soweit erforderlich. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe auf Konzernebene als niedrig eingestuft. Risiken durch die Coronavirus-Pandemie Almirall hat eine Vielzahl an Maßnahmen ergriffen, um den Folgen der Coronavirus-Pandemie entgegenzuwirken. So konnte die Produktion unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen jederzeit uneingeschränkt aufrechterhalten werden. Die Lieferketten sind sichergestellt. Im Bürobereich wurde und wird soweit möglich und notwendig auf Homeoffice umgestellt und notwendige Schutzmaßnahmen ergriffen. Trotz der Routine, die sich teilweise im Umgang mit der Covid-19 Pandemie eingestellt hat, stellt diese weiterhin ein Risiko für die Umsatz- und Ertragssituation der Almirall Hermal GmbH dar. Kurzfristig kann sich die Pandemie weiterhin negativ auf das Verschreibungsverhalten der Ärzte und das Kaufverhalten der Patienten auswirken. Mittelfristig besteht das Risiko verschiedener gesundheitspolitischer Maßnahmen, die die Erlösseite der Almirall Hermal schwächen können. Almirall Hermal begegnet diesen Risiken durch eine kontinuierliche Überwachung der Pandemiesituation (Corona Task Force) und Einleitung von angemessenen Maßnahmen, soweit erforderlich. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als niedrig eingestuft. Makro-Ökonomische Rahmenbedingungen Die wirtschaftlichen und konjunkturellen Auswirkungen sind, wie oben beschrieben, in der mittlerweile moderaten Inflationsrate sichtbar und getrieben durch erhöhte Energiekosten aber auch den weiterhin hohen Konsumausgaben. Die damit verbundene Kaufzurückhaltung ist vor allem für das Apothekengeschäft von Bedeutung und spürbar durch einen Rückgang des Umsatzes in diesem Bereich. Almirall Hermal begegnet dieser Entwicklung durch eine kontinuierliche Beobachtung des Marktumfelds und Anpassung des Angebots. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um einen kurz- bis mittelfristigen Einfluss handelt. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als niedrig eingestuft. Produkthaftung Als Hersteller und Inverkehrbringer von Arzneimitteln unterliegt die Almirall Hermal GmbH der Produkthaftung für ihre Produkte. Sollten durch die Einnahme von Produkten der Almirall Hermal GmbH körperliche Schäden bei Patienten eintreten, können in bestimmten Fällen Schmerzensgeldforderungen eingeklagt werden. Durch ausführliche Studien vor Produkteinführung werden die möglichen Nebenwirkungen aller Produkte dokumentiert und in den Beipackzetteln beschrieben. Durch diese Maßnahmen soll unsachgemäßer Gebrauch und potentielle Falschanwendung vermieden werden. Weiterhin sichert die Almirall Hermal GmbH potenzielle Schadensersatzforderung durch eine Produkthaftpflichtversicherung ab. Die potentiellen Auswirkungen der beschriebenen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als niedrig eingestuft. 4.2. Chancenbericht Einführung neuer Produkte Neben der eigenen Forschung werden durch die Konzernmutter auch Lizenzverträge für Produkte Dritter abgeschlossen. Diese Produkte werden über die eigene Vertriebsplattform verkauft. Ein aktuelles Beispiel ist die Einlizensierung von Ebglyss®, das im Dezember 2023 erfolgreich im deutschen Markt eingeführt wurde und einer der Umsatzwachstumstreiber der nächsten Jahre sein wird. Weiterhin wurde im September 2021 Klisyri® im deutschen Markt eingeführt. Klisyri® ist ein "First-in-class" topisches Medikament, das Almiralls Position in der Behandlung aktinischer Keratosen stärkt. Im Q1 2022 wurde Wynzora® auf den deutschen Markt gebracht, das mit seiner innovativen PAD-Technologie eine neue Qualität in die Behandlung von Psoriasis Patienten bringt. Das Produkt mit dem größten Umsatzanteil im aktuellen Portfolio ist mit Ilumetri® (Psoriasis, Einführung 2018) ebenfalls auf eine Einlizensierung zurück zu führen. Das globale R&D und Licensing Team arbeitet kontinuierlich an der Erweiterung der Produktpipeline mit Schwerpunkt auf der Dermatologie. Mit einem kontinuierlichen Ausbau und Erweiterung der Vertriebswege (z. B. Erweiterung der Vertriebslinien in der Dermatologie von 2 auf 3 Linien in 2023) und der konsequenten Weiterbildung und Vergrößerung des Vertriebsteams sichert Almirall Hermal den Erfolg der Produkteinführungen. Erweiterung der Vertriebsmärkte für bestehende Produkte Es wird laufend geprüft, ob bestehende Produkte der Almirall Hermal GmbH auch in anderen Ländern zusätzlich vertrieben werden können oder die Umsätze bereits gelaunchter Produkte ausgeweitet werden können. Diese Konzernstrategie wird auch in der Zukunft weiter fortgesetzt, wodurch die Almirall Hermal von zusätzlichen Umsätzen profitiert. Chancen über Akquisitionen Die Konzernmutter hat sich als Ziel gesetzt, weiter im dermatologischen Markt über Zukäufe zu wachsen. Auch für Deutschland besteht weiter die Zielsetzung das operative Geschäft durch Akquisitionen zu stärken. Neben der opportunistischen Prüfung von Akquisitionsgelegenheiten durch das Team der Almirall Hermal GmbH unterstütz die Konzernmutter in diesem Bereich durch ein Business Development Team die Aktivitäten. Insgesamt wird die Eintrittswahrscheinlichkeit der Chancen in der Reihenfolge ihrer Nennung als mittel/mittel/gering bewertet, bei einer Ausprägung in mittlerem Umfang.
Reinbek, 10. Juni 2024 Almirall Hermal GmbH Dirk Menschig Kai Sauerbier Paolo Cionini Esteban Conesa Panicot Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023ANHANG zum 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben Die Almirall Hermal GmbH, mit Sitz in 21465 Reinbek, Scholtzstr. 3, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der Nummer HRB 7839 HL registriert. Die Gesellschaft erfüllt zum 31. Dezember 2023 die Voraussetzungen einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 3 HGB. Der Jahresabschluss der Almirall Hermal GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten ist unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erfolgt. Nachstehend geben wir eine Übersicht über die ausgeübten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen 3 bis 15 Jahre vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear zwischen 3 und 33 Jahren vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Geringwertige Anlagegegenstände werden in Anlehnung an die steuergesetzlichen Vorgaben im HGB-Abschluss abgebildet. Geringwertige Anlagegegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 250,00 werden als sofortiger Aufwand erfasst. Geringwertige Anlagegegenstände mit Einzelanschaffungskosten von mehr als € 250,00 bis einschließlich € 1.000,00 werden in einem Sammelposten des jeweiligen Geschäftsjahres zusammengefasst und im Zugangsjahr und den folgenden vier Jahren linear abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten nach dem Durchschnittsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Produktion veranlasst, werden dabei angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalbeträgen angesetzt, gegebenenfalls werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die im Geschäftsjahr 2023 gezeigten aktiven latenten Steuern begründen sich auf den Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerrecht beim Bilanzansatz der Pensionsrückstellungen. Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren (PUC-Methode) unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,82 % p.a. auf Basis der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Rechnungszins für die Abzinsung wurde pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins laut Bundesbank angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 10 Jahren ergibt. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahme zu ermitteln. Folgende Annahmen per anno liegen der Bewertung zu Grunde:
Der Unterschiedsbetrag unter Ansatz des Rechnungszinses als 7-Jahresdurchschnitt mit 1,74 % beträgt T€ 870,4 für das Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr T€ 3.887) und unterliegt gemäß § 253 Abs.6 HGB einer Ausschüttungssperre. Steuerrückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus dem Bewertungsunterschied zwischen Handels- und Steuerrecht der erworbenen Vertriebsrechte zu Buchwerten im Zusammenhang mit der Verschmelzung der Taurus Pharma GmbH zum 01.01.2017, welche über 15 Jahre abgeschrieben werden. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Der Ausweis von latenten Steuern besteht seit dem Geschäftsjahr 2017 infolge der Verschmelzung der TAURUS Pharma GmbH zum 1. Januar 2017 in die Almirall Hermal GmbH aufgrund der angesetzten Vertriebs- und Markenrechte in Höhe von ursprünglich T€ 17.984 an aktiven latenten Steuern mit einem Wert in Höhe T€ 12.283 zum Bilanzstichtag. Die passiven latenten Steuern wurden durch Erhöhung der Anschaffungskosten der Vertriebs- und Markenrechte berücksichtigt. Die aktiven latenten Steuern waren nach § 274 Abs. 1 HGB damit ebenfalls erstmalig bereits 2017 anzusetzen, da das Wahlrecht entfallen war. Sie beruhen vor allem auf der erstmaligen Einbeziehung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die aktiven latenten Steuern auf T€ 12.283 (Vorjahr T€ 12.813) und die passiven latenten Steuern auf T€ 12.847 (Vorjahr T€ 10.048).
Für die Ermittlung der Steuern auf die Bewertungsunterschiede wurde ein Steuersatz für Gewerbe-, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag per 31.12.2023 in Höhe von 30,43% angesetzt. Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 43.913 (Vorjahr T€ 49.129) beinhalten mit T€ 42.216 (Vorjahr T€ 47.493) Marketing- und Vertriebsrechte, welche im Zuge des Erwerbes der Anteile der TAURUS Pharma GmbH / Bad Homburg erworben wurden. Angabe zu Forderungen Insgesamt betragen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen T€ 93.229 (Vorjahr T€ 113.963). Die Forderungen bestehen im Wesentlichen gegen die Gesellschafterin Almirall S.A., Barcelona/Spanien, durch die Einbindung in das Konzern-Cash-Pooling. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf T€ 712 (Vorjahr: T€ 590). Sie beinhalten im Wesentlichen T€ 287 ausländische Umsatzsteuerforderungen sowie eine langfristige Bankbürgschaft als Mietsicherheit für die Büros in der Hamburger Innenstadt in Höhe von T€ 185. Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt T€ 185 (Vorjahr: T€ 0,00). Eigenkapital Die Eigenkapitalverringerung in Höhe von T€ 19.735 ergab sich durch eine Gewinnausschüttung i. H. v. T€ 45.000 aus der Kapitalrücklage und durch den Jahresüberschuss i. H. v. T€ 25.265. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 72.233 (Vorjahr T€ 73.594). In der Rückstellung ist ein Betrag für frühere Organmitglieder und ihre Hinterbliebenen i. H. v. T€ 1.868,7 enthalten. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 4.397 (Vorjahr T€ 1.523) betreffen noch nicht festgesetzte Körperschaft- und Gewerbesteuer für vorangegangene Veranlagungszeiträume. Für das Geschäftsjahr 2023 unterschritten die Vorauszahlungen die kalkulierte Steuerlast der Periode um T€ 2.908. Sonstige Rückstellungen
Die Personalrückstellungen beinhalten T€ 791 an Rückstellungen für Abfindungen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkannten Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet. Bis auf die in den Personalrückstellungen enthaltene langfristige Jubiläumsrückstellung i. H. v. T€ 120 (Vorjahr: T€ 124) haben alle sonstigen Rückstellungen eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Angabe zu Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen insgesamt T€ 23.816 (Vorjahr T€ 18.108), unsaldiert T€ 35.882 (Vorjahr T€ 29.404). Die Verbindlichkeiten mit der Konzernmutter betragen unsaldiert T€ 16.856 (Vorjahr T€ 9.327). Sie beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen für Produkte, welche über verbundene Unternehmen erworben werden. Weiterhin enthalten sind Vertriebslizenzen infolge der Übernahme des Vertriebs des Produktportfolios der ehemaligen Taurus Pharma GmbH in Höhe von T€ 2.835 (Vorjahr T€ 2.862). Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.909 (Vorjahr T€ 878) betreffen im Wesentlichen Zahlungsverpflichtungen an Lohnsteuern an die Finanzverwaltungen in Höhe von T€ 457 sowie geschuldete Umsatzsteuern in Höhe vom T€ 1.426. Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in den Hauptabsatzmärkten der Gesellschaft entwickelten sich wie folgt:
Die Hauptabsatzmärkte im Exportgeschäft von Almirall Hermal veränderten sich wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 1.730 (Vorjahr T€ 2.926) beinhalten im Wesentlichen Währungskursgewinne i. H. v. T€ 1.317 (Vorjahr T€ 51), Lizenzzahlungen für Markenrechte in Höhe von T€ 300 und Erträge für zweifelhafte Forderungen i. H. v. T€ 73. Periodenfremde Erträge An periodenfremden Erträgen sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen hauptsächlich die Auflösung von Rückstellungen i. H. v. T€ 294 enthalten. Periodenfremde Aufwendungen Es sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit T€ 146 Buchverluste aus Anlagenabgängen enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um T€ 1.751 von T€ 40.887 im Vorjahr auf T€ 42.638 im Geschäftsjahr 2023. Enthalten ist vor allem der Leistungseinkauf in den Bereichen Vertrieb und Werbung. Die Wechselkursverluste aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf T€ 1.364 (Vorjahr T€ 76). Zinserträge Die Zinserträge betragen T€ 3.636 (Vorjahr T€ 291). Sie beruhen auf die Cash-Pool Vereinbarung mit der Konzernmutter. Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen i. H. v. T€ 744 (Vorjahr: T€ 10.304) betreffen mit T€ 734 (Vorjahr: T€ 10.279) die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen. Steuern vom Einkommen und Ertrag
Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern beinhalten Grundsteuern und Kfz-Steuern. Sonstige Pflichtangaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf T€ 11.436 (Vorjahr € 1.697). Davon entfallen auf PKW Leasing T€ 1.758 (Vorjahr T€ 1.199), auf Mietverträge T€ 9.153 (Vorjahr T€ 0), auf Leasingverträge EDV und Kopierer und auf Leasingverträge Lagerlogistik T€ 525 (Vorjahr T€ 499). Die Verträge haben Restlaufzeiten von bis zu 60 Monaten. Nachtragsbericht Bedeutende, hier zu berichtende Geschäftsvorfälle nach Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag liegen keine möglichen Haftungsverpflichtungen vor. Geschäftsführer Im Geschäftsjahr oblag die Geschäftsführung im Sinne einer Gesamtgeschäftsführung den Herren:
Von dem Recht, gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB die Angabe der Geschäftsführerbezüge zu unterlassen, wurde wie im Vorjahr Gebrauch gemacht. Nur ein Geschäftsführer erhielt Bezüge von der Almirall Hermal GmbH. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 325 (Vorjahr: 325). Dazu kommen 4 Auszubildende (Vorjahr: 5).
Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 100 und gliedert sich wie folgt:
Konzernzugehörigkeit Die Almirall Hermal GmbH ist ein Konzernunternehmen der Almirall S.A., Reg.Nr. 2621907797 mit Sitz in Barcelona, Spanien. Die Almirall S.A. stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis auf, in den die Almirall Hermal GmbH einbezogen ist. Der Konzernabschluss für das Wirtschaftsjahr 2023 wurde am Sitz der Almirall S.A. bei der "Comisión Nacional del Mercado de Valores" (CNMV) unter der offiziellen Registrierungsnummer 20043 veröffentlicht. ErgebnisverwendungsvorschlagEs ist vorgesehen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Reinbek, den 10. Juni 2024 Dirk Menschig Kai Sauerbier Paolo Cionini Esteban Conesa Panicot Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ALMIRALL HERMAL GmbH, Reinbek Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ALMIRALL HERMAL GmbH, Reinbek, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALMIRALL HERMAL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 10. Juni 2024 KPMG
AG
Kastka, Wirtschaftsprüferin Michelsen, Wirtschaftsprüfer |
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