Goldhofer Airport Technology GmbHLiquidiert

87700 Memmingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 19611
Vorher
Schopf Maschinenbau GmbH
Eingetragen
24.5.1949
Branche
Großhandel mit Bergwerks-, Bau- und BaustoffmaschinenHerstellung von militärischen KampffahrzeugenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von sowie der Handel mit Sonderfahrzeugen, Maschinen und Geräten, insbesondere für Flughafenbetriebe sowie für die Bau- und Bergbauindustrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Murat Colak
seit 31.7.2024
Prokura
Prokura
Florian Werner
seit 17.2.2022
Prokura
Matthias Ruppel
seit 1.12.2021
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Goldhofer Aktiengesellschaft

Memmingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2021 bis zum 31.07.2022

Zusammengefasster Lagebericht zur Gesellschaft und zum Konzern für das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis 31. Juli 2022

1. Markt und Unternehmen

Das Geschäftsjahr 2021/22 war wie in den Vorjahren stark von externen Einflüssen geprägt. Zu den bereits bekannten Herausforderungen aufgrund der Covid-19-Pandemie ergab sich durch den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine eine völlig neue politische und wirtschaftliche Situation. Sanktionierungen gegen Russland und die damit einhergehende Ressourcenverknappung (z. B. Energie, Stahl usw.) befeuerten die bereits im Jahr 2021 aufkommende Inflation zusätzlich. Dies hatte wiederum zur Folge, dass die im Vorjahr noch positiv anmutenden Wachstumsprognosen für das Kalenderjahr 2022 überarbeitet werden mussten. Basierend auf den jüngsten Prognosen wird für 2022 ein Weltwirtschaftswachstum von 3,2 % und für 2023 von 2,7 % erwartet. Dies entspricht den schwächsten Wachstumsaussichten seit Anfang der 2000er Jahre (Quelle IWF).

War die Covid-19-Pandemie im Vorjahr noch das allumfassende weltwirtschaftliche Thema, so haben die während der pandemiebedingten Krise etwas in den Hintergrund gerückten wirtschaftlichen Faktoren (politische Spannungen, Handelskonflikte, Exportbeschränkungen, Boykottregelungen usw.) wieder deutlich an Bedeutung gewonnen und beeinflussen im Wesentlichen das weltweite Wirtschaftsklima. Daraus resultierend hat nebst den gewohnten ökonomischen Themen die energetische Autarkie in Verbindung mit nachhaltigen Energieträgern sowie das Behördengeschäft an Wichtigkeit gewonnen.

Die beschriebene weltwirtschaftliche Lage hat die Geschäfte von Goldhofer im Transportbereich wesentlich beeinflusst. Insbesondere das Russland-Geschäft wurde komplett eingestellt, was vornehmlich laufende Tender betraf. Nennenswerte Stornierungen wie auch Forderungsausfälle wurden nicht verzeichnet.

Wie im Vorjahr war auch das Geschäftsjahr 2021/22 von einem sehr guten Auftragseingang gekennzeichnet. Neben der nach wie vor starken Nachfrage im Windenergiesegment konnten auch in anderen Bereichen sehr gute Auftragseingänge verzeichnet werden. Aufgrund der Ukraine-Krise und der dadurch hervorgerufenen Beschleunigung beim Ausbau der erneuerbaren Energien wird eine weitere Marktbelebung erwartet.

Darüber hinaus bleibt die Lage im Bereich der Bauwirtschaft kurz- bis mittelfristig volatil. Dies ist auf die stark gestiegenen Materialkosten sowie die steigenden Zinsen am Kapitalmarkt zurückzuführen.

Der pandemiebedingte Einbruch des globalen Luftverkehrsaufkommens hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich erholt und entwickelte sich mit zunehmend positiver Dynamik. Zum Ende des Geschäftsjahres lag das Aufkommen allerdings immer noch um 25 % unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019.

Der weltweite Luftfrachtverkehr, der sich während der Corona-Pandemie insbesondere getrieben durch das E-Commerce Geschäft mit deutlichem Wachstum präsentierte, hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf hohem Niveau stabilisiert. Die bereits im Geschäftsfeld Transport Technology erwähnten Effekte des Ukraine-Konflikts konnten die generell positive Dynamik im Geschäftsfeld Airport Technology nur bedingt beeinflussen.

Als Resultat dieser Marktentwicklung konnte im Geschäftsfeld Airport im Geschäftsjahr 2021/22 ein deutliches Wachstum im Auftragseingang verzeichnet werden. Das Vorkrisenniveau wurde hier zwar noch nicht vollumfänglich erreicht, dennoch zeigte sich der Erholungseffekt sehr robust und mit zunehmender Geschwindigkeit. Das Marktsegment der Frachtanwendungen trug hier insbesondere zum Erfolg bei. Auch das Servicegeschäft konnte durch die deutlich intensivere Nutzung der Fahrzeuge im Feld wieder zulegen.

Für das laufende Jahr ist mit einer fortgeführten Erholung des weltweiten Passagierflugverkehrs zu rechnen und bietet damit weiteres Wachstumspotential.

Die hohe Volatilität an den Finanz- und Geldmärkten aufgrund des Ukraine-Krieges führte zu Kapriolen, insbesondere an den Devisenmärkten. Die Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar innerhalb von 10 Monaten um mehr als 10 % zeigt die erhebliche Dynamik. Das US-Geschäft gewinnt dadurch weiter an Bedeutung, denn die Auftragsabwicklung erfolgt in USD. Dies führt zu lukrativen Bedingungen für US-Kunden für Investitionsgüter. Bestärkt wird dies durch das Überschreiten des Höhepunktes der Inflationsrate in den USA hin zum Rückgang in diesem Konjunkturzyklus und den daraus resultierenden nachlassenden Inflationsdruck zur Anpassung des Leitzinses durch die US-Notenbank FED (Quelle Deutsche Bank).

Mit Umzug des Montagestandortes von Ostfildern nach Memmingen fanden die ehemaligen Werksgebäude und das Werksgelände keine Verwendung mehr. Diese ungenutzten Gewerbeflächen wurden zwischenzeitlich an mehrere Gewerbetreibenden über die Goldhofer Airport Technology GmbH ergebniswirksam vermietet. Aktuell befindet sich die Goldhofer Airport Technology GmbH in Verhandlungen mit einem lokalen Wohnungsbauentwickler. Der anvisierte Vertragsabschluss zum Grundstücksverkauf wird in der ersten Hälfte des neuen Kalenderjahres 2023 erwartet.

Wie im Lagebericht des Vorjahres bereits berichtet wurde, erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Verschmelzung der beiden US-Gesellschaften (Flite Line LLC, Goldhofer Inc.). Seit dem 01.01.2022 werden alle US-Geschäfte der Goldhofer-Gruppe einheitlich für beide Geschäftsfelder über die Goldhofer Inc. abgewickelt. Hieraus soll die Präsenz der Goldhofer-Marke am US-Markt gestärkt werden und gleichzeitig doppelte Strukturen abgebaut werden.

Der Exportanteil im abgelaufenen Geschäftsjahr lag mit einer Quote von 77 % (Konzern 79 %) 2 %-Punkte (Konzern 2 %) über dem hohen Niveau des vergangenen Geschäftsjahres.

2. Ertragslage

Der Umsatz der Goldhofer Aktiengesellschaft hat sich um 34 % (Konzern 43 %) deutlich erhöht und betrug € 177,5 Mio. (Konzern € 207,6 Mio.). Das gegenüber dem Vorjahr erheblich verbesserte Umsatzvolumen führte zu einem Ergebnis vor Steuern von rund € 3,0 Mio. (Konzern € 5,1 Mio.). Durch den Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag zwischen der Goldhofer Aktiengesellschaft und der Goldhofer Airport Technology GmbH übertrug sich der Jahresfehlbetrag der Goldhofer Airport Technology GmbH in Höhe von € - 3,0 Mio. auf die Goldhofer Aktiengesellschaft. Der Ergebnisabführungsvertrag ist im zuvor genannten Ergebnis der Goldhofer Aktiengesellschaft bereits enthalten.

Die Rohertragsquote (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) lag bei 41 % (Konzern 40 %) und damit unverändert gegenüber dem Vorjahr (Konzern + 1 %-Punkt).

Die Materialeinsatzquote lag auf dem Vorjahresniveau von 59 % (Konzern 60 %, - 1 %-Punkt).

Die Personalkosten der Goldhofer Aktiengesellschaft erhöhten sich zum Vorjahr um 10 % und erreichen das Vorkrisenniveau (Konzern 4 %). Die deutliche Personalkostenerhöhung bei der Goldhofer Aktiengesellschaft resultiert in erster Linie aus den erhöhten Personaleinstellungen ab der 2. Geschäftsjahreshälfte zur Steigerung der Produktionskapazitäten. Im Verhältnis zur Gesamtleistung liegt die Personalaufwandsquote mit 27 % (Konzern 26 %) um -7 %-Punkte unter dem Vorjahr (Konzern - 11 %-Punkte). Die wesentliche Ursache war der stark gestiegene Umsatz und die dadurch erhöhte Gesamtleistung des Unternehmens sowie des Konzerns im Verhältnis zu den Personalkosten.

Das Jahresergebnis der Goldhofer Aktiengesellschaft beträgt € 2,8 Mio. (Konzern € 4,9 Mio.) gegenüber - € 16,4 Mio. im Vorjahr (Konzern € - 17,0 Mio. im Vorjahr).

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Goldhofer Aktiengesellschaft hat sich um 13 % auf € 143,3 Mio. erhöht (im Konzern um 17 % auf € 151,8 Mio.). Dieser deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahr hat den wesentlichen Grund darin, dass im Bereich der Vorräte ein deutlicher Vermögensaufbau im Geschäftsjahr 2021/22 stattgefunden hat. Korrelierend mit dem erhöhten Auftragsbestand per 31.07.2022 bei der Goldhofer Aktiengesellschaft, welcher im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36 % auf € 147,7 Mio. angestiegen ist (Konzern 34 % auf € 175,0 Mio.), haben sich auch die Vorräte erhöht. Lag im Vorjahr der Bestandswert der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe noch bei € 18,0 Mio. (Konzern € 26,0 Mio.), so ist dieser in diesem Geschäftsjahr bis auf € 28,8 Mio. (+ 60 %, Konzern € 40,0 Mio., + 55 %) angestiegen. Angesichts der immer noch aktuellen Herausforderungen in den lokalen und globalen Lieferketten hilft der hohe Bestandswert zur Sicherstellung der Materialverfügbarkeit und unterstützt einen optimierten Produktionsdurchlauf. Gleichzeitig können wir dadurch die sich am Beschaffungsmarkt ergebenden Preissteigerungen teilweise abfedern.

Insgesamt ist bei der Goldhofer Aktiengesellschaft der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen um 5 %-Punkte auf 63 % gestiegen (Konzern 5 %-Punkte auf 64 %). Der wesentliche Grund liegt in den zuvor genannten Veränderungen im Bereich der Vorräte.

4. Finanzlage

Das Eigenkapital ist um € 2,8 Mio. auf € 94,7 Mio. gestiegen (Konzernanstieg um € 7,1 Mio. auf € 93,3 Mio.). Das Grundkapital beträgt unverändert € 50,0 Mio. Die Eigenkapitalquote hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 6 %-Punkte im Vergleich zum Vorjahr auf 66 % verringert (Konzern 61 % gegenüber 67 % im Vorjahr).

Das Anlagevermögen ist zu 188 % (Vorjahr 177 %; Konzern 181 %, Vorjahr 166 %) durch Eigenkapital gedeckt. Die Erhöhung der Quote ist auf die Gewinne aus dem laufenden Geschäftsjahr und geringeres Anlagevermögen zurückzuführen.

Der bereits im Geschäftsjahr 2018/19 vorgenommene regressbehaftete Forderungsverkauf wurde im laufenden Geschäftsjahr im Rahmen der Forderungsfälligkeiten sukzessive abgelöst. Von weiteren Forderungsverkäufen im laufenden Geschäftsjahr wurde abgesehen.

Mit Ausnahme von zwei kleineren Finanzierungen aus dem Geschäftsjahr 2020/21 finanzierte sich der Goldhofer-Konzern im vorangegangenen Geschäftsjahr unabhängig von Dritten. Die Finanzierung der Tochterunternehmen in Memmingen, den USA, Großbritannien, der Ukraine und Indien sowie der umfangreichen Konsignations-Ersatzteilläger an diesen Standorten und in Dubai erfolgt nach wie vor vollständig durch die Goldhofer Aktiengesellschaft.

Aufgrund der Erfahrungen zu Beginn der Corona-Krise hatte sich die Goldhofer Aktiengesellschaft dazu entschlossen, die bislang dem Hause gewährten Kreditlinien in einem mehrjährigen Konsortialkredit zu bündeln. Dieses Unterfangen konnte im Juni 2022 erfolgreich abgeschlossen werden. Alle vier angefragten Banken waren an einer Zusammenarbeit unter einem Konsortialkredit interessiert. Damit sehen wir für die Goldhofer-Gruppe die Liquidität sichergestellt. Im Gegenzug wurde der KfW-Unternehmerkredit (KfW-Sonderprogramm 037) vollständig und ohne jegliche Inanspruchnahme zurückgegeben.

5. Investitionen

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr ergab sich für die Goldhofer Aktiengesellschaft bei Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen ein Gesamtinvestitionsvolumen von € 4,4 Mio. (Vorjahr € 4,6 Mio., Konzern € 4,9 Mio., Vorjahr € 6,8 Mio.).

Die größte infrastrukturelle Einzelinvestition bildet dabei die Erweiterung des automatisierten Kleinteilelagers (€ 0,4 Mio.) des bereits im Jahre 2016 gebauten Logistikzentrums.

Weiter wurden insbesondere im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände Investitionen zur Unterstützung des Digitalisierungsprozesses bei Goldhofer getätigt. Der Fokus lag dabei auf einer softwarebasierten Unterstützung unserer Kunden im Fahrzeugeinsatz sowie der Implementierung des ERP-Systems SAP S4/Hana im Bereich Logistik der Goldhofer Aktiengesellschaft.

Des Weiteren sind Anschaffungen zur Modernisierung und Erweiterung der IT-Technik sowie Investitionen in den Miet- und eigenen Fuhrpark erfolgt.

6. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Während des Berichtsjahres waren bei der Goldhofer Aktiengesellschaft durchschnittlich 703 (Vorjahr 678) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt, darunter 33 Auszubildende (Vorjahr 44). Zum Geschäftsjahresende waren 720 Beschäftigte (Vorjahr 681), davon 26 Auszubildende (Vorjahr 34), tätig. Konzernweit waren im Durchschnitt 776 (Vorjahr 808) Beschäftigte, davon 34 (Vorjahr 44) Auszubildende, tätig.

Die Zahl der Zeitarbeiter und Zeitarbeiterinnen stieg am Produktionsstandort in Memmingen während des ersten Halbjahres des vergangenen Geschäftsjahres von 47 auf 69 und stabilisierte sich zum Geschäftsjahresende auf 72 Personen. Aufgrund der seit eineinhalb Geschäftsjahren nachhaltig steigenden Auftragslage musste zur Kapazitätssteuerung zusätzlich auf Zeitarbeiter und Zeitarbeiterinnen zurückgegriffen werden.

Nach wie vor zielt die Personalpolitik auf die hochwertige Ausbildung in den gewerblichen, technischen und kaufmännischen Berufsbildern ab, was durch eine steigende Zahl der in Festanstellung übernommenen Auszubildenden unterstrichen wird. Durch die Übernahme der Auszubildenden ist eine stimmige Altersstruktur in unserer Belegschaft sichergestellt, um insbesondere das zukünftige Fachpersonal durch eigene, gut ausgebildete Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen abdecken zu können. Den zukünftigen Herausforderungen des demografischen Wandels kann so begegnet werden.

7. Forschung und Entwicklung

Dem Motto getreu "made for your mission" und dem damit verbundenen Anspruch, unsere Kunden mit bestmöglichen Transportlösungen für anspruchsvolle Transportaufgaben zu unterstützen, war auch das vergangene Geschäftsjahr durch zahlreiche Neuentwicklungen und Portfolioergänzungen in den Geschäftsfeldern Transport und Airport geprägt.

Straßentransport

Nach erfolgreicher Einführung der nachlaufgelenkten Semibaureihe »STEPSTAR« wächst die neu geschaffene Produktlinie Starline im unteren Nutzlastbereich. Mit dem »TRAILSTAR« Anhänger und einer zwangsgelenkten »STEPSTAR«-Variante setzt Goldhofer auf geringes Eigengewicht, schnelle Verfügbarkeit sowie niedrige Gesamtbetriebskosten durch bewährte Goldhofer-Qualität.

Schwerlast

Die »FT SERIES« vereint Sattelauflieger für den Straßentransport und Schwerlast-Modulkombinationen. Dieses Transportsystem passt sich individuell an die Kundenanforderungen und auch auf deren bestehenden Fuhrpark aus Goldhofer Modulfahrzeugen an. Mit dem THP/FT wurde eine Fahrzeugplattform geschaffen, die den Kunden jede Möglichkeit gibt, sich das passende Transportfahrzeug konfigurieren zu können.

Windsegment

Um Rotorblätter über große Strecken schnell und wirtschaftlich transportieren zu können, wird das Nachläufertransportsystem »BLADES« weltweit erfolgreich eingesetzt. Durch die Entwicklung einer speziellen Aufnahme für die Rotorblätter der Fa. VESTAS wurde das Nachläufer-Transportkonzept durch VESTAS qualifiziert. Auf der "letzten" Meile besticht die im Markt erfolgreiche Flügeltransportvorrichtung (FTV) durch Wendigkeit und höchste Sicherheit. Nach den Vorgängervarianten FTV300, FTV550 reagiert Goldhofer mit der FTV850 auf immer größer werdende Rotorblätter am Markt.

Airport

Mit dem Fokus auf höchste Wirtschaftlichkeit und Effizienz wurden die vollelektrischen Flugzeug- und Cargo-Schlepper »PHOENIX« E, »BISON« E und »Sherpa« E entwickelt. Im realen Einsatz auf den größten Flughäfen der Welt zeigen die Fahrzeuge, dass sie gegenüber konventionellen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sowohl bei der Leistungsfähigkeit als auch bei der Wirtschaftlichkeit überzeugen. Goldhofer bestätigt damit sein traditionelles Qualitätsversprechen und bietet seinen Kunden die nächste Generation von zuverlässigen emissionsfreien Fahrzeugen, und das bei geringsten TCO-Kosten.

8. Risikomanagement

Das in unserem Unternehmen implementierte Risikomanagementsystem orientiert sich an den Grundsätzen einer wertorientierten Unternehmensführung. Auf dieser Basis werden im Rahmen der definierten Risikopolitik die unternehmerischen Kernrisiken prinzipiell selbst getragen.

Ein wesentlicher Risikobereich sind Marktrisiken, die aus der konjunkturellen Entwicklung und dem Wettbewerbsumfeld entstehen. Preis- und Volumenrisiken stehen hier im Vordergrund. Wir sind stetig bemüht, diesem Risiko durch die Entwicklung und Herstellung marktgerechter Produkte und wettbewerbsfähiger Lösungen entgegen zu wirken.

Weitere Risiken betreffen die Finanz- und Vertragsseite. Zur Vermeidung bzw. Minimierung solcher Risiken werden alle wichtigen Abteilungen des Hauses im Rahmen der Auftragsklärung und Auftragsabwicklung rechtzeitig mit einbezogen.

Zinsänderungen und Währungsschwankungen unterliegen einer ständigen Beobachtung, explizit im Hinblick auf dazu in Abhängigkeit stehende interne Prozesse und laufende Geschäfte. Hier wird, je nach Notwendigkeit und Sachverhalt, von geeigneten Absicherungsinstrumenten (z. B. mittels Devisentermingeschäften) Gebrauch gemacht.

Dem eventuell vom Kunden ausgehenden Zahlungsausfallrisiko versuchen wir durch Bonitätsanalysen, Lieferungen gegen Akkreditiv und Anforderung von Anzahlungen zu begegnen. In Einzelfällen werden Zahlungsausfallrisiken mit entsprechenden Versicherungsinstrumenten reduziert. Zusätzlich wurde ein aktives Forderungsmanagement mit kontinuierlichem Kontakt zwischen den Bereichen Finanzen, Vertrieb und Service installiert, das auch als Frühwarnsystem dient. Hierdurch konnte das durch die Corona-Krise signifikant gestiegene Ausfallrisiko sehr gut abgefangen werden, weshalb die Gesellschaften durch die bisher eingetretenen Insolvenzen im Markt nur unwesentlich betroffen waren.

Über das Normalmaß hinausgehende Risiken aus Gewährleistung, Vertrags- und Produkthaftung liegen bei der Goldhofer Aktiengesellschaft derzeit nicht vor. Die Abdeckung von Randrisiken außerhalb der Kerntätigkeitsfelder versuchen wir unter Abwägung des Einzelfalles mit Hilfe von Dritten, wie z. B. Banken und Versicherungen, zu erreichen.

Durch die systematische Ausgestaltung unseres Risikomanagementsystems und den bewussten Umgang mit Risiken ist aus unserer Sicht die rechtzeitige Erkennung von den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Entwicklungen sichergestellt.

9. Erklärung zur Unternehmensführung - Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen

Durch das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst", das am 1. Mai 2015 in Kraft getreten ist, ist die Goldhofer-Gruppe zur Festlegung von Zielgrößen für Frauen in Führungspositionen angehalten. Unabhängig von den gesetzlichen Anforderungen ist es sowohl aus gesellschaftlichen als auch aus wirtschaftlichen Gründen unsere Pflicht, sämtliche Führungskräfte unabhängig von ihrem Geschlecht zu fördern.

Im Vorstand der Goldhofer Aktiengesellschaft sind derzeit keine Frauen vertreten. Der Aufsichtsrat der Goldhofer Aktiengesellschaft setzt sich aus einer Frau und zwei Männern zusammen.

Es ist der Goldhofer Aktiengesellschaft ein großes Anliegen, hochqualifizierte weibliche Führungskräfte für das Unternehmen zu gewinnen. Bei der Einstellung von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden Entscheidungen unabhängig von Geschlecht, Alter, ethnischer Herkunft oder sonstigen Unterscheidungsmerkmalen getroffen.

10. Prognose, Chancen und Risiken zukünftiger Entwicklung

Auf der Marktseite sehen wir trotz aktuell vorherrschender Inflation und den damit einhergehenden weltwirtschaftlichen Unsicherheiten eine positive zukünftige Entwicklung. Hohe Auftragseingänge bei den diesjährigen Großmessen unterstreichen dies. Trotz teilweise unsicherer Zukunftsaussichten konnten neue strategische Partner gewonnen werden und ein Rekord-Auftragseingang verzeichnet werden. Diese Erfolge verleihen Goldhofer zusätzlich Planungssicherheit teilweise bereits über das Jahr 2023 hinaus.

Ergänzend zu den aktuellen positiven Rückmeldungen aus dem Marktgeschehen sehen wir die beiden Geschäftsfelder Airport und Transport aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf einem positiven Weg. Die Airport-Branche befindet sich nach dem deutlichen Abschwung während der Corona-Krise nach wie vor in einer Erholungsphase. Dieser Aufholeffekt wird den Markt weiter beleben. Zusätzlich gewinnt der Nachhaltigkeitsaspekt an den Flughäfen weiterhin an Bedeutung, was Ersatzinvestitionen in elektrisch betriebene Fahrzeuge fördern wird.

Im Bereich der Transportlösungen erwarten wir eine Stärkung der Konjunktur aufgrund der nachhaltig hohen Energiepreise und den damit gestiegenen Investitionsanreizen für Energieunternehmen. Auch die für die Energiewende notwendige Infrastruktur bedingt neue Lösungskonzepte, welche bereits durch das bestehende Produktportfolio abgedeckt werden kann.

Beschaffungsmarktseitig war die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2021/22 nach wie vor unter den negativen Auswirkungen des postcorona bedingten Nachfragebooms und der weltweiten Versorgungskrise in Form von hohen Lieferzeiten und Preisen gekennzeichnet. Darüber hinaus trug der Ukraine-Krieg in der zweiten Geschäftsjahreshälfte zu einer weiteren Verschärfung der bereits angespannten Versorgungslage und der hohen Einkaufspreise bei. Konkret heizten die aus dem Krieg resultierende Verknappung von Stahl sowie eine noch nie dagewesene Erhöhung der Energiekosten den sowieso schon angespannten Beschaffungsmarkt in Europa weiter an.

Während die Materialverknappung und die daraus für Goldhofer resultierende Fehlteilsituation vornehmlich im Kalenderjahr 2021 nahezu fast alle der zu beziehenden Materialklassen betraf, zeichnete sich demgegenüber die zweite Geschäftsjahreshälfte 2021/22 zunehmend durch eine eher positive Entwicklung der allgemeinen Versorgungssicherheit aus. Lediglich in den Bereichen Elektronik und Elektrik sowie bei diversen Hydraulikkomponenten war keine Entspannung spürbar, was dazu führte, dass zwar weniger Fehlteile eine dennoch hohe Dynamik in der Produktionsplanung verursachten. Preisforderungen der Lieferanten konnten im Geschäftsjahr 2021/22 zwar teilweise abgewehrt oder reduziert werden, führten aber dennoch in Summe zu einer deutlichen Erhöhung der Materialeinsatzkosten.

Für das folgende Geschäftsjahr 2022/23 ist davon auszugehen, dass sich die Versorgungslage am Beschaffungsmarkt noch weiter verbessert. Indikativ spiegelt sich dies bereits jetzt an kürzer werdenden Wiederbeschaffungszeiten der Vormaterialien für das Kalenderjahr 2023 wider. Darüber hinaus ist weiter davon auszugehen, dass aufgrund der anhaltenden Inflation und steigenden Preisen das Konsumverhalten weiter negativ beeinflusst wird. Dadurch kann die Nachfrage nach Gütern gebremst werden, was wiederum sinkende Preise nach sich zieht. Erste Anzeichen verfügbarer Kapazitäten und sinkender Preise sind bereits bei diversen Materialklassen und in diversen Beschaffungsmärkten deutlich erkennbar.

Für das kommende Geschäftsjahr erachten wir die im Geschäftsjahr 2020/21 angestoßene SAP S4/Hana-Einführung bei der Goldhofer Aktiengesellschaft als eine der wesentlichen Herausforderungen. Durch die zukünftig vorherrschende einheitliche und integrierte ERP-Systemlandschaft - innerhalb den deutschen Gesellschaften - erwarten wir eine deutlich erhöhte Prozesstransparenz. Außerdem gehen wir mit der gewonnenen einheitlichen Datenbasis von einem höheren Automatisierungsgrad in der Auftragsbearbeitung wie auch im Reporting aus. Zusätzlich soll die Echtzeit-Datenverfügbarkeit die Steuerung der Unternehmung weiter unterstützen.

Der noch im Vorjahr stark auf das Arbeitsleben einwirkenden Corona-Pandemie schreiben wir im kommenden Geschäftsjahr eine untergeordnete Rolle zu. Aufgrund der fehlenden Testpflicht und der im Herbst 2022 weggefallenen staatlich angeordneten Isolationspflicht im Falle einer Infektion erwarten wir gegenüber dem Vorjahr deutlich geringere Personalausfallzeiten.

Das Umsatzvolumen im Geschäftsfeld Transport Technology entsprach im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/23 nicht dem selbst gesteckten hohen Ziel. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Niveau gehalten werden. Ursächlich für die Planunterschreitung sind in erster Linie verzögerte Fahrzeugabholungen oder Verschiffungen, was sich in den aktuellen Fahrzeugbeständen auch widerspiegelt. Wir gehen jedoch nach wie vor von einer Erreichung der geplanten Umsatzziele aus. Insbesondere das zweite Quartal sieht bislang eine deutliche Planübererfüllung aufgrund hoher Neufahrzeugbestände vor, weshalb eine Planerreichung realistisch erscheint.

Der Umsatz im Geschäftsfeld Airport Technology bewegt sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/23 ebenfalls unterhalb unserer Planung. Gegenüber dem Vorjahr konnte jedoch eine sprunghafte Verbesserung erzielt werden. Ursächlich für die Planunterschreitung waren wie im Transportbereich die stark gesteigerten Umsatzziele verbunden mit verzögerten Auslieferungen aufgrund ausstehender Geldeingänge oder fehlender Abholungen. Wir gehen aktuell davon aus, dass wir den Rückstand bis zum Geschäftsjahresende aufgeholt haben werden und im geplanten Umsatzkorridor landen werden.

Zusammenfassend erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr 2022/23 auf allen Ebenen, der Goldhofer Aktiengesellschaft, der Goldhofer Airport Technology GmbH sowie auch auf Konzernebene ein Jahresergebnis, das nochmals über dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2021/22 liegt. Das größte Verbesserungspotential sehen wir dabei weiter bei der Goldhofer Airport Technology GmbH.

 

Memmingen, den 8. Dezember 2022

Goldhofer Aktiengesellschaft

Der Vorstand

gez. Matthias Ruppel, Vorstandsvorsitzender

gez. Lothar Holder

Konzernbilanz zum 31. Juli 2022

Aktiva

31.07.2022
31.07.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.065.205,38 2.010.864,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.587.410,80 6.054.958,12
3. Geleistete Anzahlungen 1.354.052,95 715.055,91
10.006.669,13 8.780.878,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.619.032,59 29.495.908,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 943.604,93 1.523.860,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.565.451,41 10.552.567,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 213.196,91 257.879,55
40.341.285,84 41.830.216,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 10,55
2. Beteiligungen 7.500,00 7.500,00
3. Sonstige Ausleihungen 669.475,00 669.475,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 19.368,70 184.995,38
5. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 532.479,92 511.140,40
1.228.823,62 1.373.121,33
51.576.778,59 51.984.216,36
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 40.337.696,95 26.038.597,55
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 24.691.537,49 17.738.829,21
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 24.415.772,82 22.046.088,18
4. Geleistete Anzahlungen 1.731.499,74 6.314.237,96
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - 31.748.650,11 - 33.512.841,39
59.427.856,89 38.624.911,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.849.721,83 17.250.256,29
2. Sonstige Vermögensgegenstände 4.615.394,64 2.712.811,97
28.465.116,47 19.963.068,26
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 9.691.807,35 17.125.321,83
97.584.780,71 75.713.301,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.625.053,43 1.510.559,66
151.786.612,73 129.208.077,62

Passiva

31.07.2022
31.07.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000.000,00 50.000.000,00
II. Kapitalrücklage 200.000,00 200.000,00
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 4.800.000,00 4.800.000,00
2. Andere Gewinnrücklagen 72.000.000,00 72.000.000,00
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 1.996.409,63 - 11.349,72
V. Konzernbilanzverlust - 35.704.579,04 - 40.842.948,37
93.291.830,59 86.145.701,91
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15.188.019,00 14.588.346,00
2. Steuerrückstellungen 173.218,70 9.863,97
3. Sonstige Rückstellungen 16.520.971,07 15.912.703,66
31.882.208,77 30.510.913,63
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.334.124,99 3.062.648,71
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.460.157,73 4.835.660,58
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 119.864,42 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.698.426,23 4.653.152,79
davon aus Steuern: T€ 1.651 (Vj.: T€ 1.032)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: T€ 303 (Vj.: T€ 123)
26.612.573,37 12.551.462,08
151.786.612,73 129.208.077,62

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. August 2021 bis 31. Juli 2022

2021/22 2020/21
1. Umsatzerlöse 207.579.391,36 144.764.548,35
2. Erhöhung (Vj.: Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 8.105.281,86 - 1.464.448,65
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.741.021,46 1.894.222,80
(Gesamtleistung) 217.425.694,68 145.194.322,50
4. Sonstige betriebliche Erträge 8.522.179,18 4.299.450,11
5. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 100.586.847,85 - 72.942.206,87
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 29.501.511,35 - 130.088.359,20 - 15.827.294,48 - 88.769.501,35
(Rohergebnis) 95.859.514,66 60.724.271,26
6. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter - 46.765.429,47 - 44.923.048,93
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 9.845.178,01 - 9.417.993,02
davon für Altersversorgung: T€ 884 (Vj.: T€ 1.053) - 56.610.607,48 - 54.341.041,95
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 5.870.409,74 - 5.250.207,81
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 27.598.946,68 - 17.594.028,38
5.779.550,76 - 16.461.006,88
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.937,22 22.566,09
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 739.912,50 - 728.975,28 - 637.297,20 - 614.731,11
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 431.492,41 251.233,21
12. Ergebnis nach Steuern 5.482.067,89 - 16.824.504,78
13. Sonstige Steuern - 549.658,98 - 185.334,70
14. Konzernjahresergebnis 4.932.408,91 - 17.009.839,48
15. Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis 0,00 - 16.913,52
16. Konzernjahresergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter 4.932.408,91 - 17.026.753,00
17. Ergebnisvortrag - 40.636.987,95 - 23.816.195,37
18. Konzernbilanzverlust - 35.704.579,04 - 40.842.948,37

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2021/22 (Bruttodarstellung)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Währungsunterschied (W) Stand 01.08.2021
Umbuchung (U) Zugänge
Umbuchung (U) Abgänge
Stand 31.07.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie 431.017,00U
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.453.628,25 650.263,17 14.349,00 8.520.559,42
1.500.934,65W
2. Geschäfts- oder Firmenwert 12.399.407,58 0,00 0,00 13.900.342,23
3. Geleistete Anzahlungen 715.055,91 1.070.014,04 431.017,00U 1.354.052,95
1.500.934,65W 431.017,00U 431.017,00U
20.568.091,74 1.720.277,21 14.349,00 23.774.954,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 46.585.667,93 0,00 97.198,00 46.488.469,93
- 14.296,02W
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.812.912,03 858,07 92.802,64 8.706.671,44
203.579,57W 146.091,54U
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.846.029,62 2.998.000,69 2.577.866,28 33.615.835,14
- 811,67W 146.091,54U
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 257.879,55 138.726,41 36.505,84 213.196,91
188.471,88W 146.091,54U 146.091,54U
88.502.489,13 3.137.585,17 2.804.372,76 89.024.173,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10,55 0,00 10,55 0,00
2. Beteiligungen 193.500,00 0,00 0,00 193.500,00
3. Sonstige Ausleihungen 669.475,00 25.000,00 25.000,00 669.475,00
9.701,36W
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 184.995,38 0,00 175.328,04 19.368,70
5. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 511.140,40 25.669,19 4.329,67 532.479,92
9.701,36W
1.559.121,33 50.669,19 204.668,26 1.414.823,62
1.699.107,89W 577.108,54U 577.108,54U
110.629.702,20 4.908.531,57 3.023.390,02 114.213.951,64
Kumulierte Abschreibungen
Währungsunterschied (W) Vortrag 01.08.2021
Abschreibungen lfd. Jahr
Auflösung durch Abgänge
Stand 31.07.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.442.763,35 1.026.939,69 14.349,00 6.455.354,04
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.344.449,46 968.481,97 0,00 7.312.931,43
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
11.787.212,81 1.995.421,66 14.349,00 13.768.285,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.089.759,68 876.875,66 97.198,00 17.869.437,34
- 4.389,43W
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.289.051,63 518.071,32 39.667,01 7.763.066,51
103.768,78W
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.293.461,72 2.480.041,10 1.826.887,87 23.050.383,73
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
99.379,35W
46.672.273,03 3.874.988,08 1.963.752,88 48.682.887,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 186.000,00 0,00 0,00 186.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00
186.000,00 0,00 0,00 186.000,00
99.379,35W
58.645.485,84 5.870.409,74 1.978.101,88 62.637.173,05
Buchwerte
Stand 31.07.2022
Stand 31.07.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.065.205,38 2.010.864,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.587.410,80 6.054.958,12
3. Geleistete Anzahlungen 1.354.052,95 715.055,91
10.006.669,13 8.780.878,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.619.032,59 29.495.908,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 943.604,93 1.523.860,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.565.451,41 10.552.567,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 213.196,91 257.879,55
40.341.285,84 41.830.216,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 10,55
2. Beteiligungen 7.500,00 7.500,00
3. Sonstige Ausleihungen 669.475,00 669.475,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 19.368,70 184.995,38
5. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 532.479,92 511.140,40
1.228.823,62 1.373.121,33
51.576.778,59 51.984.216,36

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/22

A. Allgemeine Angaben

Angaben zur Muttergesellschaft

Firma: Goldhofer Aktiengesellschaft
Sitz: Memmingen
Handelsregister: Amtsgericht Memmingen, HR B 10871

Konzernabschluss nach HGB

Der Konzernabschluss der Goldhofer Aktiengesellschaft auf den 31.07.2022 wird nach Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Bilanzstichtag für den Konzernabschluss ist der 31.07., der Abschlussstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Goldhofer Aktiengesellschaft als Mutterunternehmen ein inländisches und 3 (Vj.: 4) ausländische Tochterunternehmen, die vollkonsolidiert werden sowie 1 (Vj.: 1) ausländisches Gemeinschaftsunternehmen, das entsprechend § 310 HGB anteilsmäßig konsolidiert wird.

Zum 01.01.2022 wurden die beiden US-Tochtergesellschaften verschmolzen. Auswirkungen der Veränderungen im Konsolidierungskreis auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Goldhofer-Konzerns ergaben sich dadurch nicht.

Eine Aufstellung des vollständigen Anteilsbesitzes befindet sich unter Punkt E. dieses Anhangs.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Die konsolidierungspflichtigen Anteile werden mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt konsolidiert. Dies gilt auch bei der Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen.

Aktive Unterschiedsbeträge aus Erstkonsolidierungen werden grundsätzlich den Vermögensgegenständen zugeordnet bzw. als Geschäftswert aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Konzerninterne Zwischengewinne und -verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden gegebenenfalls eliminiert.

Die Bildung der latenten Steuern erfolgt nach den gesetzlichen Vorschriften des § 274 HGB und § 306 HGB und wird auf Basis unternehmensindividueller Steuersätze berechnet.

Die Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen erfolgt anteilsmäßig nach den gleichen Grundsätzen.

Bilanzierung und Bewertung

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Unwesentlich abweichende Wertansätze werden aus Vereinfachungsgründen beibehalten. Bei wesentlichen Abweichungen von den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen wird der Vereinheitlichung im Rahmen von gesonderten Jahresabschlüssen für Konzernzwecke Rechnung getragen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden grundsätzlich beibehalten.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten sowie anteilige angemessene Gemeinkosten; Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen planmäßig unter Zugrundelegung der branchenüblichen Nutzungsdauern. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich nach der linearen Methode, bestimmte Investitionsgüter werden zur periodengerechten Aufwandsverteilung degressiv abgeschrieben.

Für Zugänge wird die Abschreibung zeitanteilig verrechnet. Vermögensgegenstände bis zu einem Anschaffungswert von € 1.000,00 werden im Jahr ihres Zugangs voll abgeschrieben und fiktiv als Abgang behandelt.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt eine Zuschreibung. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen werden, soweit nicht an die Berechtigten verpfändet, mit den sog. Aktivwerten bilanziert, die die aufgelaufenen Gewinnansprüche beinhalten.

Umlaufvermögen

Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Wertminderungen bewertet. In die Herstellungskosten werden neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene anteilige Gemeinkosten einbezogen. Gegebenenfalls erfolgen Abschläge auf den niedrigeren, beizulegenden Wert.

Erhaltene Abschlagszahlungen werden mit den Nettowerten offen von den Beständen abgesetzt, soweit sie den Fahrzeugwert nicht übersteigen. Die den Fahrzeugwert übersteigenden Anzahlungen werden passivisch ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt, erkennbare Ausfallrisiken durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt. Für das allgemeine Forderungsrisiko werden Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend dem Aufwands- bzw. Ertragsverlauf verteilt.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen wurden je nach Personengruppe entsprechend ihrer Restlaufzeit unter Berücksichtigung eines marktüblichen Zinssatzes zwischen 1,78 % und 1,90 % (Vj.: 2,05 % und 2,15 %) sowie Gehalts- und Rententrends zwischen 0 % und 2,2 % und den Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach dem modifizierten Teilwertverfahren bewertet. Für die Verpflichtungen aus Deferred Compensation wurde die Projected-Unit-Credit-Methode zur Bewertung herangezogen.

Die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen saldiert.

Die Anschaffungskosten sowie der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungen betrug am Bilanzstichtag T€ 1.820 (Vj.: T€ 1.773). Der Erfüllungsbetrag der mit diesen Versicherungen rückgedeckten Verpflichtungen betrug am Bilanzstichtag T€ 2.415 (Vj.: T€ 2.368).

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1.009 (Vj.: T€ 1.526).

Die Steuerrückstellungen sowie die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessenem Umfang. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag, welcher nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Verpflichtungen abzudecken. Zukünftig anfallende Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt, sofern diese ausreichend objektivierbar sind. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung vorgenommen.

Bei der erstmaligen Erfassung einer langfristigen Rückstellung erfolgt die Abzinsung mit der Nettomethode.

Die in den Sonstigen Rückstellungen enthaltene Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von T€ 1.471 (Vj.: T€ 1.225) wurde mit dem Sicherungswert für Wertguthaben in Höhe von T€ 662 (Vj.: T€ 414) saldiert.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag angesetzt.

Latente Steuern

Aus der Gegenüberstellung von Handels- und Steuerbilanz und der Bewertung der temporären und quasi-permanenten Differenzen sowie von Verlustvorträgen ergibt sich ein Überhang aktiver latenter Steuern, der gemäß dem Wahlrecht in § 274 Abs. 1 S. 2 i. V. m. §§ 298 und 300 Abs. 2 HGB nicht bilanziert wurde.

Die aktiven latenten Steuern beruhen auf Differenzen bei den folgenden Bilanzpositionen:

Anlagevermögen

Vorräte

Forderungen

Aktive Rechnungsabgrenzung

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Sonstige Rückstellungen

Die Berechnung erfolgte unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 27,4 %.

Währungsumrechnung

Die Bilanzwerte der Jahresabschlüsse von Gesellschaften aus einem Nicht-Euroland sind mit Ausnahme des gezeichneten Kapitals, Rücklagen und Bilanzgewinn mit Stichtagskursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet und das Eigenkapital mit historischen Werten, während die Werte der Gewinn- und Verlustrechnung mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet sind.

Die Währungsunterschiede, die sich zu den verschiedenen Bilanzstichtagen aus der Umrechnung der Vermögens- und Schuldposten von Konzerngesellschaften mit sich ändernden Devisenkursen ergeben, sind erfolgsneutral den Rücklagen zugeordnet. Die sich aus unterschiedlichen Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergebenden Differenzen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurden die Eigenkapitalanteile in Fremdwährung mit den historischen Wechselkursen umgerechnet. Die durch Wechselkurseffekte entstandenen Unterschiedsbeträge gegenüber den historischen Kursen sind den Rücklagen bzw. dem Bilanzgewinn zugeordnet.

Derivative Finanzinstrumente

Ökonomische Sicherungsbeziehungen zwischen derivativen Finanzinstrumenten und Grundgeschäften nach § 254 HGB werden mittels der Einfrierungsmethode dargestellt. Entsprechend wird auf die Bildung einer Drohverlustrückstellung bei Finanzinstrumenten mit negativem Marktwert verzichtet.

B. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind gesondert in der Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt. In der Position Geschäfts- oder Firmenwert ist zum 31.07.2022 ein Betrag von T€ 6.584 (Vj.: T€ 6.048) aus der Kapitalkonsolidierung enthalten. Dieser wird linear über zehn Jahre abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum wurde in Anlehnung an den Lebenszyklus der Produkte geschätzt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben T€ 0 (Vj.: T€ 95) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen in Höhe von T€ 316 (Vj.: T€ 79) enthalten, die aus Bonusforderungen sowie aus rechtlich noch nicht veranlagten Steuern resultieren.

Eigenkapital

Die Veränderung des Konzerneigenkapitals sind im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Das gezeichnete Kapital von € 50.000.000,00 ist eingeteilt in 50.000.000 nennwertlose Stückaktien.

Kapitalrücklage

Es handelt sich um eine Rücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB.

Gesetzliche Rücklage

Die gesetzliche Rücklage besteht unverändert zum Vorjahr in Höhe der gesetzlichen Obergrenze gemäß § 150 Abs. 2 AktG.

Andere Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen betragen unverändert zum Vorjahr € 72.000.000,00.

Ausschüttungssperre

Es besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB bei der Goldhofer AG in Höhe von T€ 982 (Vj.: T€ 1.480).

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen, wie im Vorjahr, vor allem ausstehende Lieferantenrechnungen, Gewährleistungsverpflichtungen sowie Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich, insbesondere für Gleitzeitguthaben von Mitarbeitern und noch nicht genommene Urlaube.

Verbindlichkeiten

Die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Juli 2022 stellen sich wie folgt dar:

Verbindlichkeiten Insgesamt
T€
Innerhalb eines Jahres fällig
T€
Restlaufzeit ein bis fünf Jahre
T€
Restlaufzeit mehr als fünf Jahre
T€
durch Grundpfandrechte gesichert
T€
gegenüber Kreditinstituten 1.334 1.037 297 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 19.460 19.460 0 0 0
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 120 120 0 0 0
Sonstige 5.698 5.385 313 0 0
26.612 26.002 610 0 0

Im Vorjahr waren die Restlaufzeiten wie folgt:

Verbindlichkeiten Insgesamt
T€
Innerhalb eines Jahres fällig
T€
Restlaufzeit ein bis fünf Jahre
T€
Restlaufzeit mehr als fünf Jahre
T€
durch Grundpfandrechte gesichert
T€
gegenüber Kreditinstituten 3.063 1.218 1.503 342 0
aus Lieferungen und Leistungen 4.836 4.836 0 0 0
Sonstige 4.653 4.653 0 0 0
12.552 10.707 1.503 342 0

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 0 (Vj.: T€ 192) resultieren aus einem Factoringvertrag. Hierbei hat der Konzern einen Teil seiner Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wege des unechten Factorings an eine Bank verkauft. Die Bilanzierung des unechten Factorings erfolgt analog einer Darlehensgewährung gegen Sicherheitsabtretung von Forderungen. Zweck des Geschäfts ist die kurzfristige Liquiditätsverbesserung. Forderungsausfallrisiken sind vom Konzern zu tragen.

Bankverbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.334 (Vj.: T€ 2.400) sind durch Sicherungsübereignung von Anlagevermögen und Umlaufvermögen abgesichert.

Den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen branchenübliche Eigentumsvorbehalte zugrunde.

C. Sonstige Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Haftungsverhältnisse

Die Haftungsverhältnisse aufgrund von Rückkaufzusagen gegenüber verschiedenen in- und ausländischen Kunden bzw. Leasing- und Finanzierungsgesellschaften betragen zum 31.07.2022 T€ 5.438 (Vj.: T€ 6.912). Aus Erfahrungen der Vergangenheit und der Tatsache, dass sich die zugesagten Rückkaufwerte unterhalb der Marktpreise befinden, ist die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme als gering einzustufen, wenngleich insbesondere aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und der damit einhergehenden wirtschaftlichen Folgen für die Kunden die Situation zunehmend schwieriger einzuschätzen ist.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen aus zum 31.07.2022 bzw. zum 31.07.2021 bestehenden Miet- und Leasingverträgen betragen in Zukunft:

31.07.2022
T€
31.07.2021
T€
fällig innerhalb eines Jahres 818 665
fällig im Zeitraum ein bis fünf Jahre 1.060 982
fällig über fünf Jahre 1.946 1.990
3.824 3.637

Vorteile von Miet- und Leasingverträgen liegen in der Bilanzneutralität sowie Schonung der Liquidität. Allerdings erwirbt der Mieter/Leasingnehmer kein Eigentum am Mietgegenstand/Leasinggut und hat somit bei Nichtnutzung nur eingeschränkte Möglichkeiten einer Verwertung.

Zum 31.07.2022 bestand ein Bestellobligo aus Investitionsprojekten in Höhe von T€ 1.276 (Vj.: T€ 2.100).

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden zur Abdeckung von Fremdwährungsrisiken eingesetzt.

Zur Absicherung von Währungsrisiken bestehen zum Bilanzstichtag noch offene Devisentermingeschäfte für T-USD 15.792 (Vj.: T-USD 12.483), deren Marktwert am 31.07.2022 T€ - 669 (Vj.: T€ - 128) betrug, sowie für T-GBP 0 (Vj.: T-GBP 42), deren Marktwert T€ 0 (Vj.: T€ - 1) betrug.

Daneben bestehen Devisenswapgeschäfte über T-USD 4.387 (Vj.: T-USD 0), deren Marktwert am 31.07.2022 T€ - 11 (Vj.: T€ 0) betrug.

Die Berechnung der Marktwerte erfolgt nach anerkannten mathematischen Verfahren und Instrumenten. Der Marktwert entspricht dem Barwert der Differenz zwischen der Umrechnung des Nominalbetrages mit dem fixierten Terminkurs und mit dem aktuellen Terminkurs am Stichtag.

Bewertungseinheiten

Für am Bilanzstichtag schwebende Absatzgeschäfte wurden Fremdwährungsschwankungen durch Devisentermingeschäfte jeweils im Rahmen von Microhedges gesichert. Am Bilanzstichtag bestehen aus den abgeschlossenen Geschäften keine relevanten Risiken. Die Grundgeschäfte sind jeweils zu 100 % gesichert.

Die Wirksamkeit der gebildeten Bewertungseinheiten wird nach der Critical Terms Match-Methode beurteilt; aufgrund der Fristigkeit der Grund- und Sicherungsgeschäfte sowie aufgrund der gegenläufigen Bewertungsparameter ist mit einem vollständigen Ausgleich im nächsten Geschäftsjahr zu rechnen. Insgesamt bestehen abgesicherte Grundgeschäfte in Höhe von T-USD 20.179 (Vj.: T- USD 12.483) sowie in Höhe von T-GBP 0 (Vj.: T-GBP 42).

D. Angaben und Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Der Konzern ist in der Herstellung und im weltweiten Vertrieb von Fahrzeuganhängern sowie selbst fahrenden Transportfahrzeugen und Flugzeugschleppern tätig. Auf diese Bereiche einschließlich zugehörigem Ersatzteil- und Gebrauchtfahrzeuggeschäft entfällt der gesamte Umsatz. Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

2021/22
T€
2020/21
T€
Inland 42.709 33.425
Ausland 164.870 111.340
207.579 144.765

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 2.372 (Vj.: T€ 835) enthalten, die wie im Vorjahr im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen betreffen. Des Weiteren sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von T€ 3.769 (Vj.: T€ 132) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die angabepflichtigen Beträge nach § 314 Nr. 9 a) HGB belaufen sich auf T€ 102, nach Nr. 9 c) auf T€ 27 sowie nach Nr. 9 d) auf T€ 2, insgesamt auf T€ 131. Des Weiteren sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von T€ 3.515 (Vj.: T€ 43) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 343 (Vj.: T€ 385) enthalten. Erfolgswirksame Veränderungen aus der Änderung des Zinssatzes bei der Abzinsung von Rückstellungen sind im Personalaufwand enthalten.

E. Anteilsbesitz

Nr. Gesellschaft Kapitalanteile
%
In die Vollkonsolidierung einbezogene Unternehmen
1. Goldhofer Airport Technology GmbH, Memmingen 100,0
2. Goldhofer Inc., Miramar/USA 100,0
3. Goldhofer Transport Technology UK Ltd., Harrow/Großbritannien 100,0
4. Goldhofer Ukraine LLC, Krasyliw/Ukraine 100,0
Anteilsmäßige Konsolidierung
5. Goldhofer India LLP, Bangalore/Indien 50,0

F. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

G. Ergänzende Angaben

Mitarbeiter

Der Konzern beschäftigte durchschnittlich folgende Mitarbeiter (ohne Auszubildende):

Angestellte 366 Vj: (363)
Gewerbliche Arbeitnehmer 376 (401)
742 (764)

In der Gesamtzahl sind 2 (Vj.: 2) Mitarbeiter bei Gemeinschaftsunternehmen entsprechend dem Beteiligungsanteil enthalten.

Mitglieder des Vorstands der Goldhofer Aktiengesellschaft

 

Matthias Ruppel, Vorstand Technik, Produktion und Einkauf (Vorsitzender);

 

Lothar Holder, Vorstand Airport Technology;

 

Rainer Auerbacher, Vorstand Transport Technology (bis 22.07.2022);

 

Friedrich Hesemann, Vorstand Finanzen (bis 30.11.2021).

Alle Vorstände vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem weiteren Vorstandsmitglied oder gemeinsam mit einem Prokuristen.

Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Mitglieder des Aufsichtsrats

 

Hans-Joachim Boekstegers, ehemaliger Sprecher der Geschäftsführung der Multivac Sepp Haggenmüller SE & Co. KG (Vorsitzender)

 

Dr. Renate Neumann-Schäfer, ehemalige Geschäftsführerin der Putzmeister Holding GmbH und der Putzmeister Concrete Pumps GmbH (stellvertretende Vorsitzende)

 

Alfred Quantius, Betriebsratsvorsitzender bei Goldhofer Aktiengesellschaft

Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Befreiende Wirkung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss hat gemäß § 264 Abs. 3 HGB befreiende Wirkung für die Goldhofer Airport Technology GmbH, Memmingen.

Gewinnverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Aufgrund des Bilanzverlustes des Mutterunternehmens ist ein Vorschlag des Vorstandes gemäß § 170 Abs. 2 AktG über die Verwendung des Bilanzgewinns nicht erforderlich.

 

Memmingen, den 8. Dezember 2022

Goldhofer Aktiengesellschaft

Der Vorstand

gez. Matthias Ruppel, Vorstandsvorsitzender

gez. Lothar Holder

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021/22

2021/22
T€
2020/21
T€
Periodenergebnis 4.932 - 17.010
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.870 5.250
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 1.208 - 2.950
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 30.419 19.780
+/- Zunahme/Abnahme von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 15.790 885
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 36 27
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 729 615
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag - 431 - 251
-/+ Ertragsteuerzahlungen 595 87
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit - 1.690 6.433
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen - 1.720 - 3.017
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 805 623
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen - 3.138 - 3.780
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 205 40
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen - 51 - 209
+ Erhaltene Zinsen 11 23
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 3.888 - 6.320
- Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter 0 - 511
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0 1.215
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten - 1.729 0
- Gezahlte Zinsen - 740 - 637
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 2.469 67
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds - 8.047 180
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 614 59
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 17.125 16.886
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 9.692 17.125

Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode setzt sich wie folgt zusammen:

2021/22
T€
2020/21
T€
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 9.692 17.125
Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
9.692 17.125
Bestände des Finanzmittelfonds von quotal einbezogenen Unternehmen: 9 2

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
T€
Kapitalrücklage
T€
Gesetzliche Rücklage
T€
Sonstige Gewinnrücklagen
T€
Summe
T€
Stand 01.08.2021 50.000 200 4.800 72.000 77.000
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0 0
Stand 31.07.2022 50.000 200 4.800 72.000 77.000
Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
T€
Gewinn-/ Verlustvortrag
T€
Summe (Eigenkapital des Mutterunternehmens)
T€
Summe
T€
Stand 01.08.2021 - 11 - 40.843 86.146 86.146
Währungsumrechnung 2.008 0 2.008 2.008
Sonstige Veränderungen 0 206 206 206
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 4.932 4.932 4.932
Stand 31.07.2022 1.997 - 35.705 93.292 93.292

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Goldhofer Aktiengesellschaft, Memmingen

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Wir haben den Konzernabschluss der Goldhofer Aktiengesellschaft, Memmingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.07.2022, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.08.2021 bis zum 31.07.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Goldhofer Aktiengesellschaft, Memmingen, der mit dem Lagebericht der Muttergesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 01.08.2021 bis zum 31.07.2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss mit Ausnahme des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.07.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.08.2021 bis zum 31.07.2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstaben a) und b) HGB wurden im Konzernanhang die Gesamtbezüge der Vorstände und des Aufsichtsrats des Mutterunternehmens sowie die Pensionsrückstellungen der ehemaligen Vorstände nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung - Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.

Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren.

Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kempten (Allgäu), den 8. Dezember 2022

A T G
Allgäuer Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Siegel

gez. Slabon, Wirtschaftsprüfer

gez. Vogl, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der Goldhofer hat im Geschäftsjahr 2021/22 seine gesetzlich und satzungsgemäß festgelegten Aufgaben verantwortungsbewusst wahrgenommen. Er ist vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Lage des Unternehmens, die Planungen, die operative Entwicklung sowie über besondere, bedeutsame Geschäftsvorfälle in der Aktiengesellschaft und bei den Tochtergesellschaften informiert worden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/22 haben vier ordentliche Sitzungen am 05.11. und am 13.12.2021 sowie am 29.04. und am 29.07.2022 stattgefunden und eine Reihe zusätzlicher Gespräche zwischen dem Aufsichtsrat bzw. einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern einerseits und dem Vorstand bzw. einzelnen Vorstandsmitgliedern andererseits.

Am 22.07.2022 legte Herr Auerbacher sein Vorstandsmandat nieder.

Neben den Berichten zur aktuellen Geschäftslage in der Goldhofer-Gruppe hat der Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und ausführlich über den Fortgang der bearbeiteten Projekte berichtet.

Die zustimmungspflichtigen Angelegenheiten der Goldhofer Aktiengesellschaft und der verbundenen Unternehmen, insbesondere der Geschäftsplan und die Investitionsvorhaben, sind dem Aufsichtsrat vom Vorstand vorgelegt und begründet worden. Nach eingehender Erörterung der Pläne mit dem Vorstand und innerhalb des Aufsichtsrates sind folgende Beschlüsse teilweise im Rahmen von Aufsichtsratssitzungen und zum Teil im Umlaufverfahren genehmigt worden:

Der Gewerbeummeldung im Zuge des Umzuges der Goldhofer Airport Technology GmbH nach Memmingen wurde mit Beschluss vom 04.10.2021 zugestimmt.

Der Verschmelzung der beiden US-Gesellschaften wurde mit Beschluss vom 05.11.2021 zugestimmt.

Dem Abschluss eines Konsortialkredites über 30 Mio. Euro wurde am 08.11.2021 zugestimmt.

Der Erteilung von Gesamtprokura wurde für Herrn Christoph Peer mit Beschluss vom 05.11.2021 und für Herrn Florian Werner mit Beschluss vom 28.01.2022 zugestimmt.

Den Investitionsvorhaben zur Automatisierung des Hochregallagers und zur Umsetzung eines neuen Zuschnitt-Konzeptes wurde mit Beschlüssen vom 29.04.2022 und vom 29.07.2022 zugestimmt.

Den vom Vorstand erstellten Jahresabschluss der Aktiengesellschaft zum 31.07.2022 und den Konzernabschluss zum 31.07.2022, den gemeinsamen Lagebericht und den Vorschlag über den Vortrag des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft. Buchführung, Jahresabschluss, Konzernabschluss und Lagebericht wurden, wie in den Vorjahren, von der Allgäuer Treuhand GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (ATG), geprüft. Der Bestätigungsvermerk ist nur insoweit eingeschränkt, als im Anhang zum Jahresabschluss, wie in den Vorjahren, die Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB unterlassen worden sind.

In seiner Sitzung vom 16.12.2022 hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die Prüfungsberichte ausgiebig besprochen. Die Prüfungen des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat haben zu keinerlei Beanstandungen geführt. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Goldhofer AG per 31.07.2022 und den Konzernabschluss per 31.07.2022 hat der Aufsichtsrat deshalb in dieser Sitzung gebilligt. Der Jahresabschluss 2021/22 der Goldhofer AG ist damit satzungsgemäß festgestellt.

Die deutliche Ergebnisverbesserung der Gesellschaft und insbesondere des Konzerns wertet der Aufsichtsrat als Erfolg. Hierfür ist maßgeblich die deutliche Umsatzsteigerung nach der Covid-19-Pandemie verantwortlich.

Für das kommende Geschäftsjahr werden weiter deutlich steigende Umsätze und damit ein deutlich positives Ergebnis erwartet. Die Herausforderung der Umsatzrealisierung in einem von Kapazitäts- und Materialengpässen geprägten Beschaffungsumfeld besteht weiterhin. Hinzu kommen die signifikanten Kostensteigerungen für Material, Energie und Personal, welche durch Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden müssen.

Der Aufsichtsrat ist sich bewusst, dass diese Kombination eine erhebliche Herausforderung im operativen Geschäft darstellt, die vom Vorstand zu bewältigen ist.

Er bedankt sich bei allen Beteiligten für die geleisteten Beiträge und den hohen Einsatz zur erfolgreichen Weiterentwicklung der Gesellschaft.

 

Memmingen, den 13.01.2023

gez. Hans Joachim Boekstegers, Aufsichtsratsvorsitzender

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