Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 5451
Eingetragen
30.12.1998
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für DritteManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Die Verwaltung von Vermögenswerten für fremde Rechnung, die Beratung und Betreuung in Vermögensangelegenheiten sowie die Anlage- und Abschlussvermittlung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Martin Fischbach
seit 31.8.2023
Prokura
Jörg Schuhmann
seit 10.3.2022
Geschäftsführer
Doris Schaak
seit 22.3.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
40.00%
40.00%
10.00%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Wolfgang Knipp
Much
72.000 €
40.00%
Doris Schaak
Bornheim
72.000 €
40.00%
J*** S********
18.000 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AGEVIS GmbH

Siegburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AGEVIS GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AGEVIS GmbH, Siegburg (im Folgenden "Gesellschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §§ 340k, 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gensingen, den 18. März 2024

App Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen App, Wirtschaftsprüfer

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 412.450,21 419.037,83
2. Forderungen an Kunden 686.521,21 593.942,54
3. Immaterielle Anlagewerte 3,00 1.668,00
4. Sachanlagen 11.904,00 12.449,01
5. Sonstige Vermögensgegenstände 30.625,42 31.050,13
6. Rechnungsabgrenzungsposten 8.415,22 5.802,02
1.149.919,06 1.063.949,53

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 312.625,76 276.994,93
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 5.755,53 0,00
b) andere Rückstellungen 177.200,00 164.010,00
182.955,53 164.010,00
3. Fonds für allgemeine Bankrisiken 17.000,00 17.000,00
4. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 180.000,00 180.000,00
b) Gewinnrücklagen
ba) andere Gewinnrücklagen 50.000,00 50.000,00
c) Bilanzgewinn 407.337,77 375.944,60
1.149.919,06 1.063.949,53

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

AGEVIS GmbH

Siegburg

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 6.210,18 103,02
2. Zinsaufwendungen 444,00 0,00
5.766,18 103,02
3. Provisionserträge 2.472.444,06 2.285.442,19
4. Provisionsaufwendungen 776.350,99 717.489,32
1.696.093,07 1.567.952,87
5. Sonstige betriebliche Erträge 31.245,90 31.507,25
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 717.412,02 686.402,79
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 101.662,88 88.769,99
819.074,90 775.172,78
- darunter: für Altersversorgung EUR 17.961,62 (EUR 22.894,50)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 299.769,64 250.967,70
1.118.844,54 1.026.140,48
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 6.720,51- 8.271,09-
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3,00 6.968,00
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 607.537,10 558.183,57
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 205.283,67 185.698,30
11. Sonstige Steuern 860,90 735,98
206.144,57 186.434,28
12. Jahresüberschuss 401.392,53 371.749,29
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.945,24 4.195,31
14. Bilanzgewinn 407.337,77 375.944,60

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

AGEVIS GmbH

Siegburg

I. Vorbemerkungen

Sitz der Gesellschaft: Siegburg

Handelsregister: Amtsgericht Siegburg; Registernummer: HRB 5451

AGEVIS GmbH ist eine kleine Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 1 HGB. Das Unternehmen betreibt als Wertpapierinstitut Finanzportfolioverwaltung sowie die Anlageberatung für Investmentvermögen gemäß § 2 Abs. 1 WpIG.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242ff. und 264ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach dem Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in Euro unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gemäß § 340a HGB gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Der Jahresabschluss wurde nach den besonderen Formblättern für die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt (§ 330 Abs. 2 HGB i. V. m. RechKredV). Auf die Jahresbilanz wird das Formblatt 1, auf die Gewinn- und Verlustrechnung das Formblatt 3 (Staffelform) angewandt. Die Vorjahreszahlen sind entsprechend gegenübergestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den gesetzlichen Vorschriften nicht ausdrücklich gefordert wird.

Bei der Bewertung wird von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden werden einzeln bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind mit dem Nennwert angesetzt.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250,00 Euro sofort aufwandswirksam erfasst. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250,00 Euro, jedoch nicht mehr als 800,00 Euro betragen, erfolgt eine Aktivierung und vollständige Abschreibung im Zugangsjahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen werden linear entsprechend der Laufzeit der zugrundeliegenden Verträge vorgenommen.

Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die Steuerrückstellungen und die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken ist nach § 340g HGB gebildet.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Die Forderungen an Kreditinstitute betreffen Kontokorrentguthaben. Sie sind täglich kündbar und verfügbar.

Die Forderungen an Kunden haben ausnahmslos eine Restlaufzeit von unter drei Monaten.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Unter den Sachanlagen ist Betriebs- und Geschäftsausstattung iHv. 11.904,00 Euro ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Gewerbesteuerüberzahlungen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen geschäftsjahresübergreifende Werbeaufwendungen und Leasingsonderzahlungen.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Provisionsaufwendungen für gebundene Vermittler (243 TEuro), Lieferantenverbindlichkeiten sowie Umsatzsteuer- und Lohnsteuerverbindlichkeiten ausgewiesen. Alle Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr. Sie sind nicht gesichert.

Die anderen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen (130 TEuro; Vj. 118 TEuro), Archivierungskostenaufwand (17 TEuro; Vj. 17 TEuro) und Aufwendungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und die Prüfung nach § 89 WpHG (24 TEuro; Vj. 23 TEuro).

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital der Gesellschaft. Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag iHv. 6 TEuro.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen nach § 34 Abs. 2 RechKredV: Die Gesellschaft betreibt ihre Geschäfte in der Bundesrepublik Deutschland ohne organisatorische Aufgliederung nach geographischen Märkten.

IV. Sonstige Angaben

Fristengliederung nach § 9 RechKredV

Forderungen mit einer Restlaufzeit

bis zu 3 Monaten: 686.521,21 Euro

mehr als 3 Monate bis 1 Jahr: 0,00 Euro

mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre: 0,00 Euro

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Mietverträgen über die Geschäftsräume sowie Kfz-Leasingverträgen und EDV-Verträgen ist die Gesellschaft finanzielle Verpflichtungen bis zum Vertragsablauf in Höhe von 318.381,85 Euro eingegangen.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren neben den Geschäftsführern im Durchschnitt sieben Arbeitnehmer beschäftigt.

Betrag nach § 285 Nr. 17a HGB: 7.500,00 Euro.

Betrag nach § 285 Nr. 17b HGB: 5.600,00 Euro.

Organe der Gesellschaft:

Geschäftsführer waren während des gesamten Geschäftsjahres Frau Doris Schaak (Geschäftsführer Finanzen und Regulatorik), Herr René Spanier (Geschäftsführer Regulatorik, Vermögensverwaltung, Unternehmenssteuerung), sowie Herr Jörg Schuhmann (Geschäftsführer Finanzen, Anlagestrategie, Unternehmenssteuerung).

Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

 

Siegburg, den 26. Februar 2024

Doris Schaak, Geschäftsführer

René Spanier, Geschäftsführer

Jörg Schuhmann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Anlagenwerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.560,00 0,00 0,00 15.560,00
II. Sachanlagen 54.212,12 4.513,50 8.309,75 50.415,87
69.772,12 4.513,50 8.309,75 65.975,87
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Anlagenwerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.892,00 1.665,00 0,00 15.557,00
II. Sachanlagen 41.763,11 5.055,51 8.306,75 38.511,87
55.655,11 6.720,51 8.306,75 54.068,87
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Anlagenwerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,00 1.668,00
II. Sachanlagen 11.904,00 12.449,01
11.907,00 14.117,01

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

AGEVIS GmbH

Siegburg

1. Grundlagen

Die AGEVIS GmbH ist ein seit 01.07.1998 aktiver, unabhängiger Vermögensverwalter.

Gegenstand des Unternehmens ist gemäß Gesellschaftervertrag die Verwaltung von Vermögenswerten für fremde Rechnung, die Beratung und Betreuung in Vermögensangelegenheiten sowie Anlage- und Abschlussvermittlung.

Sämtliche wesentlichen Entscheidungen werden in Gesellschafterversammlungen auf Basis des Gesellschaftervertrages beschlossen.

Die AGEVIS GmbH hat die Erlaubnis gemäß § 2 Abs. 2 WpIG, die Anlagevermittlung, die Anlageberatung, die Abschlussvermittlung sowie die Finanzportfolioverwaltung zu betreiben. Die AGEVIS GmbH darf sich kein Eigentum oder Besitz an den Vermögenswerten seiner Mandanten verschaffen und nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten handeln.

Für die AGEVIS GmbH sind vertraglich gebundene Vermittler tätig, für die das Institut das Haftungsdach bildet.

Die ausgeübte Tätigkeit der AGEVIS GmbH ist die Finanzportfolioverwaltung, d. h. die Verwaltung einzelner oder mehrerer in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung) sowie die Anlageberatung für Investmentvermögen.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach weiterhin hohe Preis- und Kostenniveau auf allen Wirtschaftsstufen dämpften nach Angaben des statistischen Bundesamtes die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nach Angaben des statistischen Bundesamtes nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Das Börsenjahr 2023 war durch steigende Aktienindizes weltweit geprägt. Insbesondere technologielastige Indizes konnten deutlich im zweistelligen Bereich zulegen. Regional bildete China eine Ausnahme. Hier fielen die Aktienkurse im Jahresverlauf.

Bis in den Sommer legten die Börsenkurse mit fallenden Inflationsdaten insbesondere in Europa und Nordamerika deutlich zu. Im Herbst wurden die Erwartungen auf sinkende Zinsen durch stagnierende bzw. wieder leicht steigende Inflationsdaten getrübt und die Aktienkurse fielen mit steigenden Renditen an den Anleihenmärkten zurück. Auch der Konflikt im Nahen Osten führte zu Verunsicherung, welche den Kursrückgang bei Aktien förderte. Im letzten Quartal legten die Börsenkurse dann jedoch wieder deutlicher zu, da die Inflationsdaten dann -auch aufgrund niedrig bleibender Energiepreise- zügiger zurückgingen als erwartet. Rentenpapiere profitierten im Jahresverlauf von nachgebenden Zinsen. Des Weiteren konnte Gold im Jahr 2023 wieder zweistellig zulegen.

b) Geschäftsverlauf

Die Assets under Management (AuM) stiegen per 31. Dezember 2023 auf EUR 335,8 Mio. (nach EUR 293,9 Mio. im Vorjahr). Der Anstieg ist sowohl auf das Wachstum im Neukundengeschäft als auch auf marktbedingte Vermögenszuwächse zurückzuführen.

Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr spürbar gestiegen. Während die Provisionserträge und -aufwendungen relativ gesehen jeweils um 8% gestiegen sind, führte dies in absoluten Werten zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung. Gegenläufig entwickelten sich wie erwartet die EDV-Kosten. Aber auch die Personalkosten aufgrund von Neueinstellungen und die EDW-Beiträge sind deutlich gestiegen.

c) Ertragslage

Die AGEVIS GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 401 (VJ TEUR 372). Die Ertragslage im Kundengeschäft entwickelte sich sehr erfreulich. Gestiegene AuM und neue Kunden führten im Geschäftsjahr zu gestiegenen Provisionserträgen (+ TEUR 187). Da das Geschäft mit eigenen Mitarbeitern gestärkt wurde (auch personell), blieb der Anstieg der Provisionsaufwendungen dahinter zurück (+ TEUR 59).

Aufgrund eines Bankenwechsels kam es erstmalig zu einer Verzinsung der täglich fälligen Einlagen. Dies führte zu einem Anstieg der Zinserträge um TEUR 6.

Der Personalbestand wurde zur Ermöglichung weiteren Wachstums verstärkt. Der Personalaufwand stieg in Summe um 34 TEUR.

Die Abschreibungen sanken erneut unter das Vorjahresniveau aufgrund des Auslaufens der Abschreibung verschiedener Vermögensgegenstände.

d) Finanzlage

Das liquide Vermögen von der AGEVIS GmbH betrug zum Stichtag TEUR 412 (VJ TEUR 419) und war zu jedem Zeitpunkt ausreichend, um allen Zahlungsverpflichtungen umgehend nachzukommen.

Das Eigenkapital (EK) veränderte sich um den Jahresüberschuss abzüglich einer Gewinnausschüttung auf insgesamt TEUR 637 (TEUR 606 im Vorjahr).

e) Vermögenslage

Forderungen an Kunden betrugen zum Geschäftsjahresende TEUR 687 (VJ TEUR 594). Diese wurden im Folgejahr vollständig bezahlt.

Das Anlagevermögen der AGEVIS GmbH betrug zum 31.12.2023 TEUR 12 (TEUR 14 im Vorjahr). Der Rückgang resultiert überwiegend aus planmäßiger Abschreibung.

Die wirtschaftliche Situation der AGEVIS GmbH ist als sehr stabil einzustufen.

f) Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die AGEVIS GmbH strebt eine EK-Quote von mindestens 35% an, welche weiterhin deutlich übertroffen wurde und bei 55% (VJ 57%) liegt.

Das Nettobetriebsvermögen gibt Aufschluss über die Verschuldung im Verhältnis zum Umlaufvermögen. Hierbei werden die Sonstigen Verbindlichkeiten von den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden subtrahiert. Die AGEVIS GmbH strebt hier einen nachhaltig deutlich positiven Wert an und war aufgrund der Ergebnisverbesserung weiterhin zufrieden mit der Zielerreichung. Aktuell beträgt dieser Wert TEUR 786 (im Vorjahr TEUR 736).

g) Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

Die wirtschaftliche Situation der AGEVIS GmbH ist als stabil einzustufen. Die Gesellschaft ist solide finanziert und verfügt über ausreichende Eigenmittel. Die geschäftliche Entwicklung ist insgesamt günstig verlaufen. Die im Vorjahr erstellte Prognose eines geringeren Jahresüberschusses trat erfreulicherweise nicht ein. Die Provisionserträge stiegen deutlich stärker als die EDV- und Personalkosten, sodass der Jahresüberschuss gesteigert werden konnte.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Aus unserer Sicht kann sich die positive Entwicklung an den Börsen mit Blick auf die rückläufigen Inflationsdaten und eine mögliche wirtschaftliche Belebung auch im Jahr 2024 fortsetzen. Auf der Rentenseite werden zudem wieder positive Renditen erwirtschaftet.

Aus diesem Grund gehen wir bei den Honorareinnahmen von einer leichten Steigung im Jahr 2024 aus. Durch die weitere Gewinnung von Neukunden durch einen neuen Kundenberater möchten wir das Wachstum in den kommenden Monaten weiter vorantreiben.

Auf der Kostenseite werden neben steigenden Personalkosten und Mietaufwendungen auch zunehmende Aufwendungen im EDV-Bereich relevant.

Um die Kosten weiterhin niedrig zu halten, wird die AGEVIS GmbH mit ihrer sehr kostenbewussten Politik fortfahren, Liquidität und Zahlungsströme werden regelmäßig kontrolliert und abgestimmt.

Aus den vorgenannten Entwicklungen prognostizieren wir für das Geschäftsjahr 2024 allerdings einen deutlichen geringeren Jahresüberschuss, da der leichten Steigerung der Honorareinnahmen kurzfristig weitaus stärker steigende Kosten gegenüberstehen. Das vorgesehene Wachstum bei Kunden und AuM wird sich erst mit einer abrechnungsbedingten Zeitverzögerung auswirken.

In Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 gehen wir von keinen Risiken mehr aus.

Losgelöst hiervon überprüfen und hinterfragen wir unsere Planrechnung auf monatlicher Basis.

Nach derzeitigem Planungs- und Erkenntnisstand werden die dargestellten Risiken die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft nicht beeinträchtigen.

Risiken:

Grundsätzlich besteht für AGEVIS GmbH...

...ein Adressausfallrisiko bei

A.)

Mandanten: Derzeit hat der Mandantenverbund mit der größten Ertragsimplikation ein Gewicht von ca. 2,76%, darauf folgen vier Verbindungen mit 1,93%, 1,63%, 153% und 1,27%. Der sechstgrößte Mandant hat bereits einen Ertragsanteil von nur noch 1,22%.

Die vorgenannten Relationen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals verbessert, da die Anteile leicht gesunken sind.

B.)

Custodians: Die AGEVIS GmbH befindet sich mit der Sparda-Bank, V-Bank und Deutschen Bank in einem regelmäßigen Austausch und überwacht deren Entwicklung.

Ein Ausfall der Banken würde a) das Risiko des Verlustes von Kontoeinlagen unserer Mandanten beinhalten (alle Banken sind jedoch Mitglied im Einlagensicherungsfonds und Guthaben > EUR 100.000 werden nur in Ausnahmefällen unterhalten) sowie b) das Risiko einer nur mit erheblichem Aufwand und Zeitverzögerung verbundenen Zugriffsmöglichkeit auf die Wertpapierbestände. Konkursrisiken können für die Banken nach unserem Verständnis im Wesentlichen nur aus einem Missmanagement des Einlagenüberhangs entstehen. Nach unserer Einschätzung und aus dem laufenden Kontakt mit allen drei Banken erachten wir dieses Risiko unverändert als begrenzt und damit vertretbar.

C.)

Eigene Einlagen: Die AGEVIS GmbH befindet sich mit den kontoführenden Banken in einem regelmäßigen Austausch und überwacht deren Entwicklung.

Ein Ausfall einer Bank würde das Risiko des Verlustes von Kontoeinlagen beinhalten (die Bank ist jedoch Mitglied im Einlagensicherungsfonds und Guthaben bis EUR 100.000) sind gesichert.

D.)

Ein Länder- oder Anteilseignerrisiko besteht nicht.

...ein Marktpreisrisiko:

Die AGEVIS GmbH ist nur indirekt von Marktpreisänderungen betroffen. Die Auswirkungen beziehen sich auf die Veränderung des betreuten Volumens und die daraus resultierenden Honorare. Diesen Risiken wird durch eine konsequente Kostenkontrolle, einen effizienten Investmentprozess und eine starke Akquisitionsleistung Rechnung getragen. Darüberhinausgehende Auswirkungen können zusätzlich über eine Anpassung der Geschäftsführergehälter abgefangen werden. Risiken aus Eigenkapitalpositionen bestehen auch nicht, da die AGEVIS GmbH keine Erlaubnis zum Eigenhandel besitzt und deswegen seine Liquidität ausschließlich auf Konten oder Tagesgelder anlegt.

...ein Liquiditätsrisiko:

Die AGEVIS GmbH verfügt eine solide Finanzstruktur. Die Eigenkapitalquote liegt mit 55% deutlich über den geplanten 35%.

Da die BaFin-Erlaubnis von der AGEVIS GmbH nicht den Eigenhandel mit Wertpapieren umfasst, legt AGEVIS GmbH die Liquidität jederzeit verfügbar in Kontoguthaben und Termingeldern an, die dem Einlagensicherungsfonds (oder vergleichbaren Sicherungseinrichtungen) unterliegen. Die Kontostände werden täglich geprüft, und es wird ein den Umständen angemessenes Liquiditätsmanagement vorgenommen.

Dem Risiko einer Haftung für Vermögensschäden der Mandanten wurde durch Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung über EUR 1 Mio. bei der Chubb Insurance Company of Europe SE entgegengetreten.

Es können nicht kalkulierbare Verpflichtungen aus der Zwangszuordnung zum EdW ("Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen") auftreten, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Wettbewerbern entstehen und deren Belastungen nicht durch das vorhandene Kapital der Einrichtung erfüllt werden können.

...ein operationelles Risiko:

Als Risikoquellen erachten wir:

1.

unklare oder juristisch angreifbare Vertragsunterlagen

2.

eigene Fehler im Orderprozess

3.

Nichteinhaltung von WpHG, MiFID bzw. MaComp + MaRisk, GWG und WpIG

4.

Vertretungsregelung, wenn drei Mitarbeiter gleichzeitig abwesend sind

5.

Fehler bei der Rechnungsstellung

ad 1. Es werden Musterverträge über den Verband unabhängiger Vermögensverwalter (VuV) bezogen, der diese ausführlich geprüft hat, die am Markt vielfach eingesetzt werden und sich bewährt haben. Die Dateien werden schreibgeschützt. Änderungen erfolgen nur im Vieraugen-Prinzip.

ad 2. Sämtliche Kommunikation mit den Custodians und Kooperationspartnern erfolgt schriftlich (Telefax, E- Mail, o.ä.) oder wird im Nachgang schriftlich dokumentiert. Darüber hinaus erfolgt eine Orderkontrolle nach dem Vieraugen-Prinzip.

ad 3. Die Protokolle werden für mindestens 10 Jahre aufbewahrt.

Einmal jährlich wird durch einen Wirtschaftsprüfer die Einhaltung von WpHG, MiFID inkl. MaComp, MaRisk, WpIG und GWG geprüft.

ad 4. Dem wird mit einer vorausschauenden Terminplanung und Online-Systemzugängen entgegengetreten. ad 5. Sämtliche Rechnungen werden, bevor sie an den Mandanten geschickt werden, im Vier-Augen-Prinzip geprüft.

Chancen:

Der bereits in den vergangenen Jahren begonnene Trend hin zu einer Beratung durch unabhängige Vermögensverwalter setzt sich weiterhin fort. Durch die Eröffnung weiterer Standorte am Flughafen Münster/Osnabrück sowie im Frühjahr 2024 auch in Köln wird die positive Wahrnehmung durch Partner und Mandanten weiter gestärkt. Auch eine personelle Verstärkung in der Kundenbetreuung kann sich positiv in der Kundenentwicklung auswirken.

Mit einer Beruhigung der Kapitalmärkte und wieder positiven Renditen bei Anleihen sehen wir eine stabile Nachfrage nach unabhängigen Finanzdienstleistungen in der Zielgruppe. In diesem Umfeld können wir auch durch Empfehlungen unserer Bestandskunden neue Kunden gewinnen.

Für das Jahr 2024 bewertet die AGEVIS GmbH die Risiken als gering, da es derzeit keine Hinweise auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit des Eintretens einzelner Risiken gibt. Die AGEVIS GmbH ist bestrebt den Erfolg des Geschäftsjahres 2023 fortzuführen.

4. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem

Generell unterliegen folgende Geschäftsvorfälle dem Vieraugen-Prinzip:

Eröffnung einer Mandatsverbindung

Annahme von Sonderweisungen

Abschluss eines Vertrages mit einem Kunden und Vertragsanpassungen

Kontrolle von Wertpapierordern

Beschwerdeantworten

Bestätigungen von Konditionen, Vermögensaufstellungen und ähnlich relevante Geschäftsvorfälle

Rechnungsstellung

Erfüllung sämtlicher Meldepflichten

eigene Überweisungen, Anschaffungen, Eingehen von Verpflichtungen > EUR 2.500

Neben einer risikobewussten Abwicklung des Tagesgeschäfts verpflichten sich die Gesellschafter, die Risiken im Rahmen eines Risikoreviews jährlich zu überprüfen und mit angemessenen Maßnahmen auf die Ergebnisse des Reviews zu reagieren.

Dabei werden einzelne Risiken

identifiziert

beurteilt

gesteuert

überwacht

kommuniziert und

teilweise auch über Stresstests simuliert.

5. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen eingesetzten Finanzinstrumenten zählen Schuldverschreibungen, Investmentanteile, Forderungen an Kunden sowie Verbindlichkeiten.

Die AGEVIS GmbH verfügt über einen solventen Kundenstamm, Forderungsausfälle treten de facto nicht auf. Weiter besteht mit einem Großteil der Kunden eine langjährige Zusammenarbeit. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich das Unternehmen ausschließlich aus laufenden Bankguthaben.

Für die Bewertung der Risikoarten sowie Art und Ausmaß der Risiken und die Risikomanagementmethoden wird auf die Risikoberichterstattung im Abschnitt 3 verwiesen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs bei geringstmöglichen finanziellen Risiken.

 

Siegburg, den 26. Februar 2024

Doris Schaak, Geschäftsführer

René Spanier, Geschäftsführer

Jörg Schuhmann, Geschäftsführer

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