IBM Deutschland Network Development GmbHLiquidiert

Nahmitzer Damm 12, 12277 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 110324
Vorher
IBM Network Services & Solutions GmbH
Eingetragen
9.11.2007
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Eintragung betreffend den Gegenstand ist von Amts wegen berichtigt und wird wie folgt berichtigt eingetragen: 1. Die geschäftliche Betätigung auf den Gebieten der Telekommunikations-Netzwerke durch die Entwicklung, die Herstellung, den Vertrieb und die Wartung von a) Gesamtlösungen und einzelnen Lösungskomponenten, b) Softwareprogrammen und c) Datenträgern sowie sonstigem Zubehör; 2. die Schulung und sonstige Beratung sowie die Durchführung von Leistungen jeglicher Art im Zusammenhang mit den in Ziffer 1 genannten Erzeugnissen; 3. alle sonstigen Handelsgeschäfte, die mit den in Ziffer 1 und 2 bezeichneten Tätigkeiten unmittelbar oder mittelbar zusammenhängen; 4. der Erwerb und die Verwertung von Schutzrechten, die sich auf die unter Ziffer 1 - 3 aufgeführten Tätigkeiten beziehen; 5. der Erwerb, das Halten, das Verwalten und die Veräußerung von Beteiligungen, Geschäftsbetrieben und Teil-Geschäftsbetrieben, die sich auf die unter Ziffer 1 - 4 aufgeführten Tätigkeiten beziehen, und zwar jeweils im eigenen Namen für eigene Rechnung zur Anlage des Gesellschaftsvermögens und nicht als Dienstleistung für Dritte.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

IBM Deutschland Network Development GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Lagebericht

GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin auf Wachstumskurs und erwies sich trotz des weltweiten Konjunkturabschwungs als ausgesprochen robust. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lag die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bei 3 Prozent. Der konjunkturelle Aufholprozess der Wirtschaft setzte sich damit auch im zweiten Jahr nach der Wirtschaftskrise fort.

Positive Impulse kamen in erster Linie aus dem Inland. Sowohl die staatlichen Konsumausgaben - trotz des Auslaufens der Konjunkturprogramme - als auch der private Konsum waren deutlich höher als im Vorjahr. Daneben war das Jahr 2011 wiederum geprägt von einer kräftigen Investitionsdynamik vor allem in den Bereichen Maschinen-, Geräte- und Fahrzeugbau. Der Außenbeitrag, bis zum Frühjahr ein wesentlicher Treiber des Aufschwungs, steuerte, bei einer fast in gleicher Höhe gestiegenen Importquote, im vergangenen Jahr nur einen geringen Anteil zum Wachstum bei.

Die Arbeitslosigkeit ist deutlich gesunken, die Erwerbstätigkeit und die sozial-versicherungspflichtige Beschäftigung sind hingegen kräftig gestiegen, die Nachfrage nach Arbeitskräften war das ganze Jahr über hoch.

Entwicklung der IT Branche

Auch der deutsche IT-Markt hat von der guten gesamtwirtschaftlichen Situation in Deutschland profitiert. Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen in Informationstechnologie ist erneut angestiegen. Besonders große Zuwächse zeigen die Branchen, die einen hohen Bedarf an IT-Modernisierungsmaßnahmen haben wie das Gesundheitswesen und der Energiemarkt.

Der BITKOM-Index, welcher das Geschäftsklima in der ITK-Branche untersucht, war 2011 durchweg deutlich positiv. Die Schuldenkrise in Europa hatte bislang keine signifikanten Auswirkungen auf den Hightech-Markt in Deutschland, die Auftragsbücher sind gut gefüllt.

Der Markt im Bereich des IBM-Leistungsangebots wuchs um 1,3 Prozent und damit schwächer als das Bruttoinlandsprodukt.

IT-Dienstleistungen primär im Bereich des Outsourcing und Software bildeten die tragenden Säulen des IT-Marktes mit einem Wachstum, das deutlich über dem Marktdurchschnitt lag. Der Server- und Storagemarkt hingegen verzeichnete in 2011 einen Rückgang.

Geschäftsentwicklung

Im Herbst 2007 hat die IBM Deutschland GmbH, Ehningen (IBM D), mit der Nokia Siemens Networks GmbH & Co. KG (NSN) eine Vereinbarung getroffen, im Rahmen eines Outsourcing-Vertrages Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf dem Gebiet der Telekommunikation zu übernehmen (Ravel Projekt). Im Zuge dieser Vereinbarung wechselten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der NSN in die heutige IBM Deutschland Network Development GmbH, Berlin (IBM D ND).

Aufgabengebiete der IBM D ND sind die Bereitstellung von Development Services. Leistungen sind vorwiegend die Services für Next Generation Voice+Media, Services für Customer + Business Voice over IP, Services für Mobile Internet Connection, Services für Media Gateways und Technical Support Services sowie im Rahmen des IBM Unternehmensverbundes die Mitarbeit in Projekten für die Telekommunikationsindustrie und für das Marktsegment Enterprises bei der Einführung und dem Ausbau von Telekommunikationslösungen.

Die Leistungserbringung für das NSN-Ravel Projekt wurde im vertraglichen Umfang erbracht. Die Beauftragung aus dem NSN-Ravel Vertrag in Deutschland hat sich gegenüber 2010 entsprechend der vertraglichen Vereinbarung reduziert. Die Einbindung in die Leistungserbringung von ausländischen verbundenen Unternehmen (IBM Indien) wurde weiter erhöht. Dabei wurde vom Kunden NSN mehr nachgefragt als die vertraglich zugesicherte Mindestabnahme der Leistungserbringung aus Indien vorsieht.

Die in Deutschland freigewordenen Ressourcen wurden entsprechend der Marktsituation in nationalen und internationalen Projekten der IBM eingesetzt. Die Auslastung der Mitarbeiter unterlag im Verlaufe des Jahres Schwankungen. Zum einen durch die reduzierte Mindestabnahme innerhalb des NSN-Ravel-Vertrages und zum anderen durch die Mitwirkung an einem Entwicklungsprojekt das gegen Ende des Jahres eingestellt wurde. In der 2. Jahreshälfte hat die Gesellschaft eine Restrukturierung für die deutschen Mitarbeiter durchgeführt, die der unzureichenden Auslastung geschuldet war. In diesem Zusammenhang haben 34 Mitarbeiter das Unternehmen im beiderseitigen Einvernehmen verlassen. Zusätzlich zu diesen Abgängen konnten im Jahre 2011 aus der IBM D ND heraus insgesamt 30 Mitarbeiter in andere IBM Gesellschaften integriert werden.

NACHTRAGSBERICHT

Entsprechend der bestehenden Vertragssituation mit NSN und der nicht gegebenen Möglichkeit alle Mitarbeiter in Geschäftsfelder der IBM D oder andere IBM Gesellschaften zu integrieren und damit eine dauerhafte Beschäftigung sicherzustellen, wurde mit den mitbestimmenden Gremien ein Sozialplan vereinbart und dieser Geschäftsbetrieb ab Juli 2012 eingestellt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden diese Vorgänge entsprechend berücksichtigt.

ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Ertragslage

Der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr, überwiegend mit dem Vertragspartner NSN, lag aufgrund des auslaufenden Vertrags erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert und betrug 28,0 Millionen € (Vorjahr: 35,5 Millionen €). Die bezogenen Leistungen waren leicht rückläufig, während die Personalaufwendungen aufgrund von Abfindungsleistungen deutlich angestiegen sind.

Das Betriebsergebnis in Höhe von 2,1 Millionen € ging dadurch gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück (Vorjahr: 12,7 Millionen €). Aufgrund des beschlossenen Sozialplans wurden die damit verbundenen Aufwendungen als außerordentlicher Aufwand erfasst. Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag wurde das negative Jahresergebnis in Höhe von - 6,9 Millionen € (Vorjahr: 11,5 Millionen €) von der IBM D übernommen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 26,9 Millionen € (Vorjahr 4,4 Millionen €). Dieser Anstieg spiegelt sich auf der Aktivseite in höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus der Kapitaleinlage und der Verlustübernahme wider. Auf der Passivseite stieg die Kapitalrücklage durch eine Einlage der IBM D an. Die Rückstellungen erhöhten sich im Wesentlichen durch die zugesagten Sozialplanleistungen und Abfindungen. Aufgrund der Verlustübernahme ergab sich keine weitere Veränderung des Eigenkapitals.

Im Rahmen des Cash-Managements der IBM-Gruppe wird die Finanzierung der IBM D ND über eine Cash-Pool-Vereinbarung mit der IBM D abgewickelt.

RISIKOBERICHT

Risikomanagement- und Kontrollsystem

Im Hinblick auf die allgemeinen unternehmerischen Risiken ist die Gesellschaft in das Management- und Kontrollsystem der IBM-Gruppe eingebunden. Entsprechend unterliegen Reaktionen auch auf darüber hinausgehende Risiken im Wesentlichen der Konzernentscheidung.

Daneben werden im Rahmen der Internal Audit und Business Controls Aktivitäten Audits und Reviews durchgeführt. Aus diesen Berichten und Aufzeichnungen werden identifizierte oder potentielle Risiken durch das IBM Management analysiert, bewertet und in entsprechende Aktionen zur Verhinderung oder Eliminierung von Risiken umgesetzt. Die Überprüfungen haben auch Geltung in Bezug auf die Integrität und Objektivität der Management-Berichterstattung.

Die zum Controlling erforderlichen Prozesse und Kontrollinstrumente sowie ihre Wirksamkeit unterstehen der laufenden Beobachtung der IBM Geschäftsführung werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Aufgrund der Einbeziehung in den Konsolidierungskreis der IBM Corporation, Armonk, NewYork/USA, finden die von der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC) geforderten SOX (Sarbanes-Oxley-Act)-Kontrollpunkte auf die Organisations- und Geschäftsprozesse laufend Anwendung, wie auf die Verantwortlichkeiten des Managements.

Risiken und Chancen

Die durch die Beendigung des Geschäftsbetriebes entstandenen Verpflichtungen wurden bilanziell berücksichtigt. Weitere Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

PROGNOSEBERICHT

Im Jahr 2012 wird NSN die Leistungserbringung in Indien auf den verbliebenen Rest der Mindestabnahme reduzieren.

Entsprechend der bestehenden Vertragssituation mit NSN und der nicht gegebenen Möglichkeit alle Mitarbeiter in andere Geschäftsfelder zu integrieren und damit eine dauerhafte Beschäftigung sicherzustellen, wurde Mitte des Jahres 2012, durch eine Vereinbarung mit den mitbestimmenden Gremien, der Geschäftsbetrieb auf Basis eines Sozialplanes eingestellt.

Bilanz

Aktiva

  31.12.2011
T€
31.12.2010
T€
Anlagevermögen    
Sachanlagen 74 63
  74 63
Umlaufvermögen    
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.465 4.109
  26.465 4.109
Guthaben bei Kreditinstituten 373 250
  26.838 4.359
  26.912 4.422

Passiva

   
  31.12.2011
T€
31.12.2010
T€
Eigenkapital    
Gezeichnetes Kapital 25 25
Kapitalrücklage 11.508 0
  11.533 25
Rückstellungen    
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 411 1.037
Sonstige Rückstellungen 14.858 3.163
  15.269 4.200
Verbindlichkeiten    
Sonstige Verbindlichkeiten 110 195
  110 195
Rechnungsabgrenzungsposten 0 2
  26.912 4.422

Gewinn- und Verlustrechnung

  2011
T€
2010
T€
Umsatzerlöse 27.994 35.494
Sonstige betriebliche Erträge 750 258
  28.744 35.752
Materialaufwand -6.851 -7.575
Personalaufwand -15.487 -11.175
Abschreibungen auf Sachanlagen -30 -24
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.229 -4.311
  2.147 12.667
Finanzergebnis -180 -222
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.967 12.445
Außerordentliches Ergebnis -8.857 -965
Steuern vom Einkommen und Ertrag 23 0
Sonstige Steuern -3 28
  -6.870 11.508
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommener Verlust    
(abgeführter Gewinn) 6.870 -11.508
Jahresüberschuss 0 0

Anhang

GESETZLICHE GRUNDLAGEN

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) einschließlich der ergänzenden Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und den rechtsformspezifischen Vorschriften erstellt.

Nach § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB wurden einige Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst, um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern. Die zusammengefassten Posten sind im Anhang detailliert ausgewiesen und erläutert. Angaben, die in der Bilanz beziehungsweise in der Gewinn- und Verlustrechnung oder wahlweise im Anhang zu machen sind, wurden insgesamt im Anhang aufgeführt.

Entsprechend der bestehenden Vertragssituation mit Nokia Siemens Networks GmbH & Co. KG (NSN) und der nicht gegebenen Möglichkeit alle Mitarbeiter in Geschäftsfelder der IBM D oder andere IBM Gesellschaften zu integrieren und damit eine dauerhafte Beschäftigung sicherzustellen, wurde Mitte des Jahres 2012 durch eine Vereinbarung mit den mitbestimmenden Gremien, dieser Geschäftsbetrieb auf Basis eines Sozialplanes eingestellt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden diese Vorgänge entsprechend berücksichtigt. Die Bilanzierung erfolgte unter Abkehr von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

ERLÄUTERUNGEN ZU DEN EINZELNEN POSTEN DER BILANZ

ANLAGEVERMÖGEN

Die Aufgliederung und Entwicklung des ANLAGEVERMÖGENS ist in einer gesonderten Übersicht (Anlagenspiegel) dargestellt.

SACHANLAGEN

Die Bewertung des SACHANLAGEVERMÖGENS erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen.

Zugänge zu Maschinen und maschinelle Anlagen sowie Zugänge zur Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden in 2008 und 2011 unter Zugrundelegung der jeweiligen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. In Vorjahren und in den Jahren 2009 und 2010 erworbene Vermögensgegenstände werden degressiv abgeschrieben, zur linearen Abschreibung wird übergegangen, sobald dies zu höheren Abschreibungen führt.

Bewegliche, abnutzbare Wirtschaftsgüter bis zu einem Betrag von 410 € werden in voller Höhe im Aufwand erfasst. Die Bewertungen für in 2008 und 2009 zugegangene abnutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu 1.000 € werden fortgeführt und über 5 Jahre linear abgeschrieben

Anlagenspiegel

in Tausend € Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2011 Zugänge Abgänge 31.12.2011
SACHANLAGEN        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 240 53 118 175
Total Sachanlagen 240 53 118 175
Anlagevermögen 240 53 118 175
in Tausend € Abschreibungen Restbuchwert Abschreibungen
  kumuliert 31.12.2011 31.12.2011 31.12.2010 im Geschäftsjahr 2011
SACHANLAGEN        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 101 74 63 30
Total Sachanlagen 101 74 63 30
Anlagevermögen 101 74 63 30

UMLAUFVERMÖGEN

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Die FORDERUNGEN und SONSTIGEN VERMÖGENSGEGENSTÄNDE sind grundsätzlich zu Nennwerten unter Berücksichtigung aller erkennbarer Einzelrisiken sowie des allgemeinen Forderungsrisikos bewertet.

in Tausend € 2011 2010
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.465 4.109
(davon gegenüber Gesellschafter) (24.832) (731)
  26.465 4.109

Die Forderungen haben alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Seit Ende 2010 besteht eine Factoring-Vereinbarung ohne Ausfallrisiko für die IBM Deutschland Network Development GmbH, Berlin (IBM D ND), über den Verkauf bestimmter Kundenforderungen an die IBM United Kingdom Financial Services Limited, North Harbour, Hampshire, United Kingdom, zur Verbesserung der Liquidität im Konzern. Das Volumen des stillen Factorings betrug im Geschäftsjahr 23.620 T €.

Die FORDERUNGEN GEGEN VERBUNDENE UNTERNEHMEN beinhalten die Netto-Position aus dem Leistungsverkehr, der Verlustübernahme und dem zentralen Cash-Management mit der Muttergesellschaft. Dabei wurden Forderungen und Verbindlichkeiten bei gegebener Aufrechnungslage vollständig gegeneinander verrechnet, wobei auch Cash-Pool-Forderungen und -Verbindlichkeiten einbezogen werden.

Die Position SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE enthielt im Wesentlichen die im Rahmen eines CTA (Contractual Trust Arrangement) an einen Treuhänder übertragenen Vermögensgegenstände zur Sicherung von zugesagten Pensionsverpflichtungen, die mit dem Marktwert zum Bilanzstichtag bewertet wurden. Die Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), wurden in Höhe von 5.009 T € gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Verpflichtungen in Höhe von 5.420 T € (Erfüllungsbetrag) verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgte zum beizulegenden Marktwert. Die Anschaffungskosten betrugen 5.204 T €.

GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften sind für zugesagte Altersteilzeitverpflichtungen der Gesellschaft 373 T € (Vorjahr 250 T €) bei einem Kreditinstitut treuhänderisch hinterlegt.

EIGENKAPITAL

Das GEZEICHNETE KAPITAL beträgt wie im Vorjahr 25 T €.

Die KAPITALRÜCKLAGE resultiert aus einer Kapitaleinlage der IBM Deutschland GmbH, Ehningen, in Höhe von 11.508 T €.

RÜCKSTELLUNGEN

Die RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN beinhalten den Anteil der betrieblichen Pensionsverpflichtungen, der nicht durch die IBM Deutschland Unterstützungskasse GmbH, Ehningen, und die IBM Deutschland Pensionsfonds AG, Herren-berg, getragen wird, sowie die gesamten Leistungsverpflichtungen für vorgezogene Altersrenten bis zum Alter 60.

Die Bewertung erfolgte entsprechend der Vorschriften des BilMoG nach der projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit Method, PBO) unter Zugrundelegung des von der Bundesbank für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen veröffentlichten Rechnungszinses in Höhe von 5,14 Prozent, eines Gehaltstrends in Höhe von 2,05 Prozent, eines Rententrends in Höhe von 1,80 Prozent sowie Fluktuationswahrscheinlichkeiten und den biometrischen Rechnungsgrundlagen nach den "Richttafeln 2005G, Heubeck-Richttafeln GmbH, Köln 2005".

Die Zuführung des Geschäftsjahres wurde erfolgsneutral gegen die Rückstellung für übernommene Risiken im Zusammenhang mit der Übernahme von Mitarbeitern verrechnet, so dass daraus keine Aufwendungen für Altersversorgung ausgewiesen werden.

Die SONSTIGEN RÜCKSTELLUNGEN berücksichtigen alle erkennbaren Risiken. Die Bewertung erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der erwarteten Erfüllungsbeträge. Diese beinhalten Sozialplan- und Abfindungsleistungen sowie Rückstellungen für Risiken, im Zusammenhang mit den bei Vertragsabschluss übernommenen Mitarbeitern.

VERBINDLICHKEITEN

in Tausend € 2011 2010
Sonstige Verbindlichkeiten 110 195
(davon mit Restlaufzeit < 1 Jahr) (104) (184)
(davon mit einer Restlaufzeit> 1 Jahr < 5 Jahre) (6) (11)
(davon aus Steuern) (96) (175)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (11) (17)
  110 195

Die VERBINDLICHKEITEN sind mit Ausnahme einer abgezinsten Verbindlichkeit gegenüber dem Pensionssicherungsverein mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Hinsichtlich der Verrechnung bei den VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN wird auf die Ausführungen zu den FORDERUNGEN GEGEN VERBUNDENE UNTERNEHMEN verwiesen.

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Zum Bilanzstichtag bestanden SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN aus langfristigen Mietverträgen ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 59 T € (Vorjahr 140 T €).

ERLÄUTERUNGEN ZU DEN EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZERLÖSE

Die UMSATZERLÖSE teilen sich wie folgt auf:

in Tausend € 2011 2010
Dienstleistungen 25.104 33.685
(davon mit verbundenen Unternehmen) (5.890) (4.978)
Inlandsumsätze 25.104 33.685
Exportumsätze 2.890 1.809
GESAMTUMSÄTZE 27.994 35.494

Die UMSATZERLÖSE beinhalten Inlandsumsätze in Höhe von 19.214 T € (Vorjahr 28.707 T €) aus Dienstleistungen gegenüber dem Vertragspartner Nokia Siemens Networks GmbH & Co. KG, München.

Die EXPORTUMSÄTZE und die übrigen Inlandsumsätze betreffen ausschließlich Dienstleistungen an verbundene Unternehmen.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

In den SONSTIGEN BETRIEBLICHEN ERTRÄGEN sind im Wesentlichen Erträge aus Entlastungen an verbundene Unternehmen sowie Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen enthalten.

MATERIALAUFWAND

Der MATERIALAUFWAND enthält ausschließlich Aufwendungen für bezogene Leistungen von verbundenen Unternehmen und Dritten zur Erbringung kundenbezogener Services.

PERSONALAUFWAND

in Tausend € 2011 2010
Löhne und Gehälter 14.184 9.694
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.303 1.481
(davon für Altersversorgung) (9) (8)
  15.487 11.175

Die SOZIALEN ABGABEN UND AUFWENDUNGEN FÜR ALTERSVERSORGUNG UND FÜR UNTERSTÜTZUNG enthalten neben den gesetzlichen Pflichtabgaben auch Aufwendungen für Altersversorgung, welche im Wesentlichen den Beitrag an den Pensionssicherungsverein beinhalten.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die SONSTIGEN BETRIEBLICHEN AUFWENDUNGEN beinhalten im Wesentlichen Belastungen von verbundenen Unternehmen, Lizenzgebühren sowie Reisekosten.

FINANZERGEBNIS

in Tausend € 2011 2010
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 186 38
(davon aus verbundenen Unternehmen) (185) (37)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -366 -260
  -180 -222

Die ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN beinhalten die Aufzinsung von Rückstellungen. Entsprechend den BilMoG-Vorschriften werden in dieser Position Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen und die Aufzinsung aus den Rückstellungen für Pensionen gezeigt.

AUSSERORDENTLICHES ERGEBNIS

Im AUSSERORDENTLICHEN ERGEBNIS sind Aufwendungen für Sozialplanleistungen aufgrund der Aufgabe des Geschäftsbetriebes enthalten. Im Vorjahr waren ausschließlich die Aufwendungen aus der BilMoG-Neubewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie für Altersteilzeitprogramme enthalten.

AUFGRUND EINES ERGEBNISABFÜHRUNGSVER TRAGES ÜBERNOMMENER VERLUST

In dieser Position ist der Ertrag aus der Verlustübernahme in Höhe von 6.870 T € (Vorjahr Gewinnabführung 11.508 T €) aufgrund des mit der IBM Deutschland GmbH, Ehningen, bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages enthalten.

SONSTIGE ANGABEN

BEZÜGE DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird entsprechend § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

GESAMTHONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft beläuft sich auf 35 T € (Vorjahr 35 T €).

ANZAHL DER BESCHÄFTIGTEN

Im Geschäftsjahr 2011 waren im Durchschnitt 106 Mitarbeiter (Vorjahr 131 Mitarbeiter) beschäftigt, davon waren 91 Mitarbeiter (Vorjahr 118 Mitarbeiter) ganztags festangestellt.

OBERSTES MUTTERUNTERNEHMEN UND VERBUNDENE UNTERNEHMEN, KONZERNABSCHLUSS

Der Kreis der verbundenen Unternehmen der Gesellschaft umfasst das oberste Mutterunternehmen, die IBM Corporation, Armonk, New York/USA, und sämtliche Tochterunternehmen dieses Mutterunternehmens.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der IBM Corporation, Armonk, New York/USA einbezogen. Dieser ist bei der IBM Corporation in Armonk, New York/USA, oder über die IBM Deutschland GmbH, Ehningen, erhältlich und wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

GESCHÄFTSFÜHRER DER IBM DEUTSCHLAND NETWORK DEVELOPMENT GMBH, BERLIN

 

Prof. Dr. Horst Hellwig, Engineer, Managing Director / Project Executive

 

Berlin, 17. Juli 2012

Die Geschäftsführung

Prof. Dr. Horst Hellwig

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der IBM Deutschland Network Development GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Pflichtgemäß weisen wir auf die Ausführungen des Geschäftsführers in Abschnitt "Prognosebericht" des Lageberichts und in Abschnitt "Gesetzliche Grundlagen" des Anhangs hin, dass der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft auf Basis eines Sozialplans eingestellt ist und der Jahresabschluss unter Abkehr vom Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt wurde.

 

Stuttgart, den 17. Juli 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Reiner Kunz, Wirtschaftsprüfer

ppa. Michael Kurz, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2011 wurde am 17.08.2012 festgestellt.

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