Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 6059
Eingetragen
1.8.1978
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Bergwerksmaschinen
Gegenstand
Herstellung von Maschinen (Maschinenfabrik) Vertrieb von Maschinen und einschlägigen Artikeln aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank Kosmowski
seit 13.4.2022
Prokura
Susanne Reichmann
seit 13.4.2022
Prokura
Stefan Reichmann
seit 16.10.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

84036 Landshut Kalcherstraße 21
500.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Reichmann & Sohn GmbH

Weißenhorn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

der Reichmann & Sohn GmbH, Weißenhorn

A. Bericht zum Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Maschinen, insbesondere im Bereich der Schleiftechnik, sowie der Vertrieb von Maschinen und einschlägigen Artikeln aller Art.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland kam im Jahr 2023 ins Stocken. Geprägt von hohen Preisen über alle Wirtschaftssektoren hinweg, ungünstigen Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und gleichzeitig einer geringen Nachfrage aus dem In- und Ausland sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr. (Quelle: Pressemitteilung Destatis Nr. 019 vom 15.01.2024).

Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Einige Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vergleich zum Vorjahr steigern und waren die Stütze der Wirtschaft im Jahr 2023. Der Bereich "Information und Kommunikation" verzeichnete den größten preisbereinigten Zuwachs, dahingegen ging die Bruttowertschöpfung insbesondere im Groß- und Einzelhandel deutlich zurück. (Quelle: Pressemitteilung Destatis Nr. 019 vom 15.01.2024).

Im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging die Wirtschaftsleistung insgesamt deutlich um 2,0% zurück. Wesentlich war hierfür eine deutlich niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. In den energieintensiven Industriezweigen sank die Wertschöpfung wiederholt. Positive Impulse waren vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau zu verzeichnen. (Quelle: Pressemitteilung Destatis Nr. 019 vom 15.01.2024).

In den anderen großen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) sowie der EU insgesamt hat sich die Wirtschaft ebenfalls abgekühlt. Das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP stagnierte im Euroraum insgesamt (0,0 %), (Quelle: Pressemitteilung Destatis Nr. 066 vom 23.02.2024).

Weltweit betrachtet macht sich die verhaltene wirtschaftliche Dynamik auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, die Exporte sanken im Juni 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat kalender- und saisonbereinigt um 1,9 %. In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im Juni 2023 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 59,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 52,6 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert (Quelle: Pressemitteilung Destatis Nr. 306 vom 03. August 2023).

Im verarbeitenden Gewerbe blieb der Auftragseingang bezogen auf das 2. Quartal 2023 relativ stabil, erholte sich zum Ende des Quartals deutlich und glich die vorherigen Auftragseinbrüche aus. Die für die Gesellschaft relevante Branche Maschinenbau trug dabei besonders stark zur Erholung bei. (Quelle: Pressemitteilung Destatis Nr. 306 vom 03. August 2023).

Unsere Gesellschaft ist im Bereich Maschinenbau in den drei Sparten Ski & Board Tuning, Casting Finishing und Handgeführte Schleifmaschinen (REMA) tätig. Diese drei Sparten stabilisieren die Gesellschaft gegenüber Effekten aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung weitgehend und garantieren eine stabile Unternehmensentwicklung.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Alle Geschäftsbereiche der Gesellschaft haben zur Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.550,8 beigetragen. Zusammen mit der Bestandserhöhung und den aktivierten Eigenleistungen hat sich die Gesamtleistung der Gesellschaft um TEUR 4.660,4 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Regional entfiel die Umsatzsteigerung auf das Inland und die EU-Länder.

3. Produktion

Die Produktion war im Geschäftsjahr 2022/2023 zu 100 % ausgelastet.

4. Beschaffung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die im Vorjahr eingetretenen Lieferengpässe und Verlängerungen der Lieferzeiten wieder normalisiert. Die Preissteigerung gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich bei den wesentlichen Kaufteilen auf 3-4 %. Gleiches gilt für den in Vorjahren eingetretenen Anstieg der Energiekosten. Über die PV-Anlage der Reichmann-Gruppe wird zwischenzeitlich ein Anteil am eigenen Energiebedarf gedeckt.

5. Investitionen

Die Gesellschaft pachtet wesentliche Teile des Anlagevermögens von einer nahestehenden Besitzgesellschaft oder least den betreffenden Vermögensgegenstand selbst, soweit es sich nicht um Soft- oder Hardware für die EDV handelt. Von den Zugängen in Höhe von TEUR 343 bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung entfallen TEUR 119,3 auf Skiservicemaschinen, die vermietet werden.

6. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde eine Zwischenfinanzierung in Form eines Betriebsmittelkredits aufgenommen, der Mitte 2024 vollständig zurückgeführt wurde. Das Unternehmen war immer in der Lage, alle Zahlungsverpflichtungen innerhalb der Skontofrist zu erfüllen. Die Finanzlage war unverändert als sehr solide und stabil zu bezeichnen.

7. Personal- und Sozialbereich

Gegenüber dem Vorjahr war ein leichter Personalaufbau zu verzeichnen, der dem Umsatzanstieg entspricht. Es bleibt weiterhin schwierig, geeignetes Fachpersonal zu finden. Im Unternehmen besteht ein Betriebsrat. Obwohl die Gesellschaft nicht Mitglied des Arbeitgeberverbandes Metall ist, orientiert sich die Entlohnung am Tarifvertrag.

B. Bericht zur Lage der Gesellschaft

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um TEUR 1.010. Dieser Anstieg entfiel auf der Aktivseite auf den Aufbau der Guthaben bei Kreditinstituten, dem auf der Passivseite der bestehende Betriebsmittelkredit in Höhe von TEUR 853 gegenübersteht.

Das Anlagevermögen hat sich um TEUR 555 reduziert. Darin enthalten ist der Effekt aus einer Wertberichtigung auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 330. Die Reduzierung im Sachanlagevermögen ist durch die Umgliederung von bisher vermieteten Maschinen vom Anlagevermögen ins Vorratsvermögen bedingt. Insgesamt wurden in die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen TEUR 343 investiert.

Im Umlaufvermögen ist eine Reduzierung der Vorräte um TEUR 651 und ein Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 797 zu verzeichnen, der auf die höhere Umsatztätigkeit des Unternehmens im Geschäftsjahr zurückzuführen ist. Insbesondere wegen des Aufbaus der flüssigen Mittel erhöhte sich das Umlaufvermögen insgesamt um TEUR 1.550.

Die Rückstellungen haben sich im Saldo um TEUR 36 erhöht, gleichzeitig kam es zu einem Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 153.

Die absolute Erhöhung des Eigenkapitals entspricht dem Jahresüberschuss. Die Eigenkapitalquote hat sich dennoch aufgrund des Anstiegs der Bilanzsumme von 74,6 % im Vorjahr auf 69,2 % reduziert.

2. Finanzlage

Die laufende Geschäftstätigkeit führte zu einem positiven Cashflow in Höhe von TEUR 1.184 (Vj. negativ TEUR 1.896). Zusammen mit dem Mittelzufluss aus der Aufnahme von Finanzkrediten in Höhe von TEUR 1.000 und einer Tilgung in Höhe von TEUR 147 trug dies zur Erhöhung des Finanzmittelbestandes bei. Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein negativer Cashflow in Höhe von TEUR 317 (Vj. negativ TEUR 861).

Der Mittelzufluss im Geschäftsjahr 2022/2023 beläuft sich insgesamt auf TEUR 1.719 (Vj. Mittelabfluss TEUR 2.757). Dadurch haben sich die liquiden Mittel von TEUR 649 auf TEUR 2.368 erhöht. Das um die Pensionsrückstellungen verminderte Fremdkapital ist damit zu 75,5 % durch liquide Mittel gedeckt.

3. Ertragslage

Aufgrund der deutlichen Umsatzsteigerung hat sich das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.970 auf TEUR 9.001 erhöht. Der Anteil an der Gesamtleistung hat sich mit 55,5 % um 5,2 %-Punkte verringert (Vj. 14,6 %). Der Anstieg des Materialaufwands von TEUR 4.783 auf TEUR 7.398 ist leicht überproportional zum Anstieg der Gesamtleistung. Im Personalaufwand bilden sich der Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um 8 Personen sowie die freiwilligen Tarifanpassungen ab. Der Anteil der Personalaufwendungen an der Gesamtleistung hat sich von 42,5 % im Vorjahr um 8,9 %-Punkte auf 33,6 % reduziert.

Die Abschreibungen liegen auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind deutlich angestiegen und belaufen sich auf 51,8 % der Gesamtleistung. Verursacht ist der Anstieg zum einen durch die höheren Frachtaufwendungen aufgrund der höheren Umsatztätigkeit. Zum anderen sind erhöhte Aufwendungen für die Einführung eines neues ERP-Systems enthalten, sowie bilanzielle Korrekturen des Anspruchs auf Überbrückungshilfe. Das negative Finanzergebnis ist als Sondereffekt belastet durch die außerplanmäßige Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 330 und Zinsaufwendungen für den Betriebsmittelkredit. Der Jahresüberschuss nach Steuern beläuft sich auf TEUR 73 (Vj. Jahresfehlbetrag TEUR 104).

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur internen Steuerung werden folgende Kennzahlen und Werte auf Unternehmensebene, je Unternehmensbereich und für ausgewählte Produkte verwendet: Umsatz, Rohertrag, EBIT und die daraus resultierende Rendite (EBIT/Rohertrag). Die Liquiditätssteuerung erfolgt wesentlich auf der Unternehmensebene anhand der kurz, mittel- und langfristigen Liquidität, im Personalbereich anhand der Personalkosten nach Abteilung.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage für das Geschäftsjahr 2022/2023

Die eingetretene Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2022/2023 entspricht den Erwartungen und ist bezüglich Umsatz- und Auftragsentwicklung wieder auf dem Niveau vor Corona-Pandemie. Unter Beachtung der Sondereffekte im Ergebnis aus der Abschreibung auf Finanzanlagen und der Korrektur der Ansprüche aus der Überbrückungshilfe bewerten wir den Geschäftsverlauf als zufriedenstellend.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung während des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr 2022/2023 ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

C. Risiko- und Prognosebericht

1. Voraussichtliche Entwicklung

Das BIP ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Zum Jahresende 2023 wurde die Konjunktur durch rückläufige Investitionen gebremst. (Quelle: Pressemitteilung Destatis Nr. 066 vom 23.02.2024). Die ersten beiden Quartale 2024 zeigen nahezu eine Stagnation im BIP und damit keinen positiven Impuls bezogen auf die Gesamtwirtschaft (Quelle: Pressemitteilung Destatis Nr. 289 vom 30.07.2024).

Für die Gesellschaft hat sich die Neuausrichtung, die Substitution von Sondermaschinen durch ausbaufähige Standardmaschinen, die im I. Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023 größtenteils abgeschlossen wurde, bewährt. Sie führt seither zu einer stetig wachsenden Nachfrage und daraus resultierenden Umsätzen.

Aufgrund dieser Effekte hat sich der Umsatz auch im Geschäftsjahr 2023/2024 auf dem Niveau des Vorjahres und leicht über der Planung bewegt.

Die geplanten Umsätze wurden insbesondere im Bereich Casting Finishing, der in den vergangen beiden Geschäftsjahren am meisten gewachsen ist, deutlich übertroffen. Der Bereich Ski lag etwas hinter den Umsatzerwartungen zurück, während der Bereich REMA nahezu den geplanten Umsatz erreicht hat.

Für Rohertrag und EBIT erwarten wir aufgrund der dargestellten Umsatzentwicklung bei etwa gleichbleibender Kostenstruktur für das Geschäftsjahr 2023/2024 ebenfalls Werte auf Vorjahresniveau.

Zum 30.06.2024 verfügt die Gesellschaft über einen Auftragsbestand von rund 4,7 Mio. EUR, der sich üblicherweise durch größere Auftragseingänge im Herbst deutlich erhöht.

2. Risiken der künftigen Entwicklung

Unser Unternehmen ist im Rahmen des unternehmerischen Handelns naturgemäß einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Unternehmerische Risiken werden grundsätzlich eingegangen, wenn diese beherrschbar sind und die mit ihnen verbundenen Chancen angemessene Erträge generieren. Um dies verantwortungsvoll handhaben zu können, überwacht die Geschäftsleitung laufend die Umsatz- sowie die Aufwandsentwicklung und damit das laufende Ergebnis. Weiterhin überwacht die Geschäftsführung die Liquiditätslage der Gesellschaft. Neben den allgemeinen Markt- und konjunkturellen Risiken sind jedoch keine unternehmensspezifischen Risiken erkennbar.

In welchem Umfang die Beeinträchtigung der Weltwirtschaft (länder- und branchenübergreifend) durch das aktuelle Kriegsgeschehen anhält oder sich wieder verstärken wird und sich daraus negative Folgen für das kommende Geschäftsjahr ergeben, kann nicht beurteilt werden.

3. Chancen der künftigen Entwicklung

Angesichts der bestehenden Krisen und der daraus resultierenden Unsicherheiten ist es schwierig, die gesamtwirtschaftliche Entwicklung abzuschätzen. Die Chancen der künftigen Entwicklung sehen wir darin, die gesamtwirtschaftlichen Effekte durch Diversifizierung sowohl hinsichtlich der Produktpaletten in den drei Sparten wie auch der regionalen Absatzmärkte auszugleichen.

Die Gesellschaft ist bereits jetzt im Inland, EU-Ausland und Drittland aktiv und baut alle drei Absatzregionen in allen drei Sparten aus. Das geschieht auch durch die Teilnahme an internationalen Messen.

Die wesentliche Stärke ist die Innovationskraft der Gesellschaft, die technisches Knowhow in Form mechanischer Konstruktionsleistungen, Elektrokonstruktion und Programmierleistungen unter einem Dach zusammenbringt und dem Kunden spezifische Lösungen anbieten kann. Aufgrund dieser Fähigkeit können wir dem Kunden technisch innovative und neue Produkte sowie Serviceleistungen anbieten. Zum ersten Mal konnten wir im Geschäftsjahr mit MAUS CAAT eine eigene Programmierung als Softwareprodukt anbieten.

4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten i.S. d. Handelsgesetzbuches zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Forderungsausfälle werden im Rahmen des Mahnwesens geprüft und sind selten. Die Buchführung und das Mahnwesen funktionieren sehr zuverlässig. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Einhaltung der Skontofristen bezahlt. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird eine Ertrags- und Finanzplanung erstellt. Finanzinstrumente sind insgesamt nur konservativ eingesetzt.

 

Weißenhorn, den 14.10.2024

Stefan Reichmann

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 01.07.2022 - 30.06.2023

für Zwecke der Offenlegung gem. § 327 HGB

Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 9.001.193,90 7.030,7
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.466.057,83 4.047,3
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
- davon für Altersversorgung: EUR 86.241,98 (Vj.:EUR 90.705,99) 990.942,23 5.457.000,06 867,0
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlegen 299.754,26 263,2
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.669.644,95 8.426.399,27 1.951,3
5. Betriebsergebnis 574.794,63 -98,1
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.943,76 2,2
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen 330.000,00 0,0
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 51.082,60 -374.138,84 24,7
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 111.874,95 -31,7
10. Ergebnis nach Steuern 88.780,84 -88,9
11. Sonstige Steuern 15.831,26 15,8
12. Jahresüberschuss (Vj. -fehlbetrag) 72.949,58 104,7

Hinweis:

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Reichmann & Sohn GmbH, Weißenhorn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Reichmann & Sohn GmbH, Weißenhorn, - bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reichmann & Sohn GmbH, Weißenhorn, für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.06.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümer ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werde, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Neu-Ulm, den 14.10.2024

Kloss GmbH
Steuerberatungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hubert Kloss, Wirtschaftsprüfer

C. Anlagenspiegel

Historische Anschaffungskosten
Stand 01.07.2022 Zugänge 2022/2023 Abgänge 2022/2023 Stand 30.06.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Programme/ Konzessionen/Rechte 516.174,75 90.696,00 63.468,10 543.402,65
2. Geschäftswert 105.000,00 0,00 0,00 105.000,00
621.174,75 90.696,00 63.468,10 648.402,65
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 81.347,16 0,00 0,00 81.347,16
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.665.337,16 235.248,26 445.476,15 1.455.109,27
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 16.668,96 0,00 16.668,96
1.746.684,32 251.917,22 445.476,15 1.553.125,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 150.103,53 0,00 0,00 150.103,53
2. Beteiligungen 658.188,88 0,00 0,00 658.188,88
808.292,41 0,00 0,00 808.292,41
3.176.151,48 342.613,22 508.944,25 3.009.820,45
Abschreibungen
Stand 01.07.2022 Zugänge 2022/2023 Abgänge 2022/2023 Stand 30.06.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Programme/ Konzessionen/Rechte 108.323,47 46.957,00 63.464,10 91.816,37
2. Geschäftswert 104.999,00 0,00 0,00 104.999,00
213.322,47 46.957,00 63.464,10 196.815,37
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 39.495,16 2.232,00 0,00 41.727,16
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 711.457,16 250.565,26 177.826,15 784.196,27
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
750.952,32 252.797,26 177.826,15 825.923,43
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 330.000,00 0,00 330.000,00
0,00 330.000,00 0,00 330.000,00
964.274,79 629.754,26 241.290,25 1.352.738,80
Buchwert
Stand 30.06.2023 Stand 30.06.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Programme/ Konzessionen/Rechte 451.586,28 407.851,28
2. Geschäftswert 1,00 1,00
451.587,28 407.852,28
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 39.620,00 41.852,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 670.913,00 953.880,00
3. Geleistete Anzahlungen 16.668,96 0,00
727.201,96 995.732,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 150.103,53 150.103,53
2. Beteiligungen 328.188,88 658.188,88
478.292,41 808.292,41
1.657.081,65 2.211.876,69

Bilanz zum 30.06.2023

für Zwecke der Offenlegung gem. § 327 HGB

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- davon Geschäftswert EUR 1,00 (Vorjahr: EUR 1,00 ) 451.587,28 407,9
II. Sachanlagen
- davon technische Anlagen und Maschinen EUR 39.620,00 (Vorjahr: EUR 41.852,00 )
- davon andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung EUR 670.913,00 (Vorjahr: EUR 953.880,00 )
- davon geleistete Anzahlungen EUR 16.668,96 (Vorjahr: EUR 0,00 ) 727.201,96 995,8
III. Finanzanlagen
- davon Anteile an verbundenen Unternehmen EUR 150.103,53 (Vorjahr: EUR 150.103,53 )
- davon Beteiligungen EUR 328.188,88 (Vorjahr: EUR 658.188,88 ) 478.292,41 1.657.081,65 808,3
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.163.825,82 5.814,5
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.342.954,83 2.861,8
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.368.301,19 10.875.081,84 648,9
C. Rechnungsabgrenzungsposten 129.120,00 114,0
12.661.283,49 11.651,2

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 255.645,94 255,6
II. Gewinnvortrag 8.437.602,63 8.542,3
III. Jahresüberschuss (Vj. -fehlbetrag) 72.949,58 8.766.198,15 104,7
B. Rückstellungen 1.849.164,00 1.812,9
C. Verbindlichkeiten 2.045.921,34 1.137,1
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 8,0
12.661.283,49 11.651,2

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis 30.06.2023

der Reichmann & Sohn GmbH, Weißenhorn

A. Allgemeine Angaben

Die Reichmann & Sohn GmbH hat ihren Sitz in 89264 Weißenhorn und ist unter der Registernummer HRB 6059 im Handelsregister beim Amtsgericht Memmingen eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften erstellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Absatz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Für die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind die handelsrechtlichen Bestimmungen maßgebend.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

I. Anlagevermögen

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

2. Sachanlagen

Die beweglichen Anlagegegenstände wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und linear abgeschrieben. Von dem Bewertungswahlrecht nach § 6 Abs. 2 EStG (volle Absetzung der geringwertigen Vermögensgegenstände im Jahr der Anschaffung) wird in analoger Anwendung in der Handelsbilanz in vollem Umfang Gebrauch gemacht.

3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten und soweit erforderlich vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt.

II. Umlaufvermögen

1. Vorräte

Die Vorräte wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Beim Ansatz der Herstellungskosten sind anteilige Verwaltungs- und Sozialkosten nicht einbezogen worden. In einzelnen Fällen waren Abwertungen auf den niedrigeren Zeitwert erforderlich. Geleistete Anzahlungen sind zum Nominalbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt und offen von den Vorräten abgesetzt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet und bei Bedarf Einzelwertberichtigungen gebildet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zudem für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

3. Kassenbestand und Bankguthaben

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

4. Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

III. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Verwendung der PUC-Methode errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird für alle betroffenen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren von 1,80 % (Vj. 1,78 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Dabei wurde gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB bei den langfristigen Personalrückstellungen pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Die Höhe der Pension ist auf einen Maximalbetrag beschränkt, der von der Dauer der Betriebszugehörigkeit abhängig ist.

Es besteht eine rückdeckungsgebundene Pensionszusage. Gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB entspricht der Erfüllungsbetrag einer rückdeckungsgebundenen Pensionszusage dem steuerlichen Aktivwert der Rückdeckungsversicherung. Diese dient ausschließlich der Erfüllung der genannten Verpflichtungen und ist dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Sie wurde nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Geschäftsjahr mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet.

Weiterhin besteht eine Verpflichtung aufgrund eines Zeitwertkontos. Bei der Bewertung der Rückstellung wegen Erfüllungsrückstandes sind der in das Zeitwertkonto eingestellte Arbeitslohn und der hierauf entfallende Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung zu berücksichtigen. Nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB ist als Verpflichtung gegenüber dem Arbeitnehmer der zum Bilanzstichtag erreicht die Verpflichtungswert der sich aus der Summe der bis dahin angehäuften Umwandlungsbeträge und der angehäuften Verzinsung, also dem tatsächlichen Wertguthaben, zusammensetzt, zu passivieren. Nachdem saldierungsfähiges Deckungsvermögen vorhanden ist, das nur zur Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Zeitwertkonto dient und dem Zugriff sämtlicher Gläubiger entzogen ist, wurde nach § 246 Abs. 2 Satz 2HGB eine Saldierung vorgenommen.

2. Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Sonstige Rückstellungen

Bei der Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

IV. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

V. Rechnungsabgrenzung

Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den zeitanteiligen Ausgaben bzw. Erlösen bewertet und sind nur für wesentliche Posten gebildet worden.

VII. Bilanzierungs- und Bewertungsstetigkeit

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Die Gesellschaft macht vom Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch und verzichtet auf den Ansatz aktiver latenter Steuern.

C. Anlagenspiegel

Der Anlagespiegel wird als Anlage zum Anhang beigefügt.

D. D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Mitzugehörigkeit

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind EUR 0,00 (Vj. EUR 433.404,00) enthalten, die auch Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen sind.

2. Beteiligungen

Die Gesellschaft besitzt folgende Kapitalanteile in Höhe von mindestens 20 % an anderen Unternehmen, wobei die Angaben gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB teilweise unterblieben sind:

Name und Sitz Anteil am Unternehmenskapital Eigenkapital des Unternehmens Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
Jahr TEUR Jahr TEUR
Changzhou Reichmann CastingFinishing Technology Co. Ltd., Changzhou / China 48,00% 2022 1.590,0 2022 -27,8
Reichmann North America LLC Las Vegas / USA 100,00% 2023 k. A. 2023 k. A.

3. Restlaufzeiten der Forderungen und Davon-Angabe nach §327 HGB

Die Restlaufzeiten der Forderungen stellen sich wie folgt dar:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis 1 Jahr über 1 Jahr
Art der Forderung EUR EUR EUR
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.342.954,83 3.177.872,83 165.082,00
(Vorjahr 2.861.821,00 2.861.821,00 0,00)
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 418,64 418,64 0,00
(Vorjahr 48.079,35 48.079,35 0,00)

4. Unterschiedsbetrag und Ausschüttungssperre nach § 253 Absatz 6 HGB

Die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren von 1,80 % (Vj. 1,78%). Zum durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren von 1,57 % (Vj. 1,38%) ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 28.090 (Vj. EUR 50.912). Der Unterschiedsbetrag ist für eine Ausschüttung gesperrt.

5. 5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Angaben zu den Rückstellungen für Pensionen nach Verrechnung mit Vermögensgegenständen:

TEUR
Erfüllungsbetrag der Pensionszusagen und Zeitwertkonten 772,6
Vorjahr 661,8
Beizulegender Zeitwert des zur Erfüllunggebundenen Vermögens 772,6
Vorjahr 661,8

Die aus dem Deckungsvermögen resultierenden ausgeschütteten Erträge, die Abschreibungen aufgrund des Zeitwertrückgangs sowie die Verrechnung mit den Zinsaufwendungen der korrespondierenden Erfüllungsbeträge der Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr 2022/2023 sind nachfolgend dargestellt:

TEUR
Ausgeschüttete Erträge aus dem gebundenen Vermögen 0,0
Abschreibungen darauf 0,0
Nettoertrag aus dem gebundenen Vermögens 0,0
Zinsaufwand aus korrespondierender
Rückstellung für Pensionen und Zeitwertkonten 2,5
Vorjahr 1,3
Nach Verrechnung verbleibender Zinsaufwand 2,5
Vorjahr 1,3

6. Wesentliche sonstige Rückstellungen

Von den TEUR 971,6 (Vj. TEUR 827) an sonstigen Rückstellungen entfallen insgesamt TEUR 698 (Vj. TEUR 772) auf anteiliges Urlaubs- und Weihnachtsgeld für das 1. Halbjahr 2023, Resturlaub bzw. anteiligen Urlaub für das 1. Halbjahr 2023 und Überstunden, sowie Verkaufsprovisionen, Prämien, Tantiemen und Jahresabschlusskosten.

7. Restlaufzeiten und Davon-Angabe nach § 327 HGB sowie Besicherung der Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis 1 Jahr über 1 Jahr
Art der Verbindlichkeit EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten 2.045.921,34 2.045.921,34 0,00
(Vorjahr 1.136.956,42 1.136.956,42 0,00)

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung der Umsätze unterbleibt nach § 288 Abs. 2 HGB.

In dem Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind EUR 86.241,98 (Vj. EUR 90.705,99) an Aufwendungen für die Altersversorgung enthalten.

Auf Beteiligungen im Finanzanlagevermögen wurden im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 330.000,00 (Vj. EUR 0,00) wegen voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

In dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 11.191,00 (Vj. EUR 15.381,00) enthalten.

E. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag ergeben sich aus diversen Leasingverträgen über Kraftfahrzeuge und Maschinen sowie aus dem Pachtvertrag mit der Reichmann GmbH & Co. KG über die Betriebsgebäude und weitere Produktionsmittel des Anlagevermögens sonstige, nicht in der Bilanz oder unter dem Bilanzstrich anzugebende finanzielle Verpflichtungen, welche für die Beurteilung der Finanzlage von untergeordneter Bedeutung sind.

2. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen / Personen

Die folgenden berichtspflichtigen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen / Personen ergaben sich im Berichtsjahr:

Art des Geschäfts Verkäufe Erhaltene Anzahlungen Bürgschaftsgewährung
Tochterunternehmen TEUR 1.307 TEUR 2.314 -
Mittelbare Beteiligung Gesellschafter - - 0

3. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) Anzahl
Angestellte 39
gewerbliche Arbeitnehmer 36
Aushilfen 4
Gesamt 79

4. Mitglieder der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wird von Herrn Stefan Reichmann, Dipl.-Betriebswirt (FH), wahrgenommen.

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 sind nicht eingetreten. Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine in Form von steigenden Energie- und Materiapreisen sind weitgehend kompensiert.

 

Weißenhorn, den 14.10.2024

Stefan Reichmann

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