Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 359
Eingetragen
23.1.2006
Branche
Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Ankauf, Verkauf, Vertrieb von neuen und gebrauchten Fahrzeugen, Ersatzteilen mit Zubehör sowie die Kraftfahrzeuginstandsetzung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
37.73%
37.73%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

14612 Falkensee, Forstweg 1 A
212.400 €
37.73%
14612 Falkensee, Rheinstraße 78
212.400 €
37.73%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Dallgow GmbH

Dallgow-Döberitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Autohaus Dallgow GmbH, mit Sitz in der Willmsstraße 120 in 14624 Dallgow-Döberitz, wird beim Amtsgericht Potsdam im Handelsregister unter der Nummer HRB 359 P geführt.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum Wirtschaftsjahr 2023 wurde per 31.12.2023 auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff., 264 ff. des HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt. Nach den in § 267 Abs. 3 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Angaben der Gesamtbezüge der gesetzlichen Vertreter im Anhang gem. § 285 Nr. 9 HGB wurde Gebrauch gemacht.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen (s.a. Anlage zum Anhang: "Brutto-Anlagespiegel")

Der Wertansatz des Anlagevermögens erfolgte zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Bei beweglichen und unbeweglichen Wirtschaftsgütern, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, wurden diese Werte um lineare und degressive Abschreibungen gemindert; die bei der Abschreibungsbemessung jeweils zu Grunde gelegte Nutzungsdauer orientiert sich an der amtlichen steuerlichen Afa-Tabelle.

Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 € wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben (7 T€). Der Anlagenspiegel ist als Anlage beigefügt.

Umlaufvermögen

Die Waren wie Ersatzteile, Zubehör, Schmierstoffe, Lackiermaterial und Fahrzeugbestände wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Einbeziehung der Anschaffungskostenminderung bei Neuwagen (Hersteller-Rabatte) bewertet.

In der Bewertung der Gebrauchtwagen werden neben den Einstandspreisen die angefallenen Reparaturkosten als Anschaffungskosten einbezogen. Zur Sicherung der verlustfreien Bewertung werden Abwertungen aufgrund des Vergleichs der angesetzten Bestände mit den einzelnen Verkaufserlösen bis zur Bilanzerstellung vorgenommen.

Bei der Bewertung der Ersatzteile wird das strenge Niederstwertprinzip beachtet. Die Abschreibung auf den niedrigen beizulegenden Stichtagswert erfolgt aufgrund von ggf. gesunkenen Einstandspreisen zum Bilanzstichtag bzw. eingeschränkter Verwendbarkeit der Ersatzteile.

Die Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für eventuelle Ausfallrisiken wurden Einzel- und eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die Kassenbestände und die Guthaben bei den Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird in Höhe des im Handelsregister eingetragenen Stammkapitals ausgewiesen.

Rückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungen basieren auf den Berechnungen versicherungsmathematischer Gutachten. Zugrunde gelegt wurden die Heubeck- Richttafeln 2018 mit einem Rechnungszins von 1,82 %. Bewertet wurde nach der PUC-Methode. Die Differenz, die sich aus der Bewertung aus dem 7-Jahres-Durchschnittzins (1,74 %) und dem 10-Jahres-Durchschnittzins (1,82 %) ergibt, wurde in 2016 voll berücksichtigt und nicht verteilt. Der Unterschiedsbetrag aus dem Richttafelwechsel wurde in 2018 voll berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten wie Berufsgenossenschaft, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Aufbewahrungsverpflichtung und Gewährleistung gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Angaben zur Bilanz

Ausschüttungsgesperrte Beträge aus der Pensionsrückstellung

Der Gesamtbetrag, der gem. § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 0,37 T€. Dieser Betrag resultiert aus der geänderten Zinslaufzeit für den Durchschnittszins. Der Erfüllungsbetrag mit dem 7-Jahres-Durchschnittzins (1,74 %) beträgt 97 T€. Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge liegt bei 0,37 T€, gem. § 268 Abs. 8 HGB.

Vorräte

2022 2023
a) Neuwagen 2.603 T€ 1.667 T€
b) Gebrauchtwagen 1.648 T€ 2.622 T€
C) Teile 474 T€ 555 T€
d) Vorführwagen 1.064 T€ 2.134 T€
5.789 T€ 6.978 T€

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen von 212 T€ sind 0 T€ mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten, im Vorjahr lagen die sonstigen Vermögensgegenstände bei 222 T€, davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bei 0 T€.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern betragen zum 31.12.2023 7 T€ (Vorjahr 1,7 T€). Die aktiven Steuern waren zu bilden, da die steuerliche Bewertung der Pensionsrückstellung im Vergleich zur handelsrechtlichen Bewertung um 21,8 T€ niedriger war. In 2023 wurde das Temporary - Konzept zur Ermittlung der latenten Steuer angewandt, mit einem Steuersatz in Höhe von 30 %, § 285 Nr. 29 HGB.

Eigenkapital

Das Stammkapital liegt bei 563 T€.

Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital 563 T€, den angesammelten Gewinnvorträgen 4.364 T€ und dem Jahresüberschuss 2023 190 T€.

Sonderposten mit Rücklageanteil

Der Sonderposten mit Rücklageanteil beruht auf steuerlichen Sonderabschreibungen (§ 4 Fördergebietsgesetz). Er wird jährlich über die Nutzungsdauer aufgelöst, letztmalig in 2023 mit 7 T€.

Pensionsrückstellung

Die Pensionsrückstellung in Höhe von 97 T€ ist nach der PUC-Methode bewertet. Als Sterbetafel wurde die Heubeck RT2018G angewandt. Der Zins ist mit 1,82 % berücksichtigt (10 Jahres Durchschnittszins). Die erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen liegen bei 0 %.

Sonstige Rückstellung

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Stand 01.01.2023 Auflösung/ Verbrauch Zuführung Stand 31.12.2023
T€ T€ T€ T€
Personalkosten 70 70 83 83
Gewährleistungen 33 33 44 44
Aufbewahrungskosten 54 54 54 54
Leasingrückläufer 82 82 38 38
Jahresabschlusserstellung 15 15 15 15
Jahresabschlussprüfung 10 10 10 10
264 264 244 244

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 3.268 T€ (Vorjahr 2.326 T€) haben insgesamt eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung mit 901 T€ (Vorjahr 1.204 T€) haben insgesamt eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Pfandrechte oder ähnliche Rechte liegen nicht vor.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 946 T€ (Vorjahr 901 T€), bestehen aus Steuern 136 T€ (Vorjahr 149 T€), mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 282 T€ (Vorjahr 226 T€), mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 664 T€ (Vorjahr 675 T€).

V. Angaben zur Gewinn und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse 17.652 T€ resultieren vor allem aus dem Verkauf von Neuwagen 3.019 T€, Gebrauchtwagen 6.845 T€, Werkstatt-Leistungen inkl. Teile 6.457 T€, Provisionen 724 T€. Die ordentlichen betrieblichen Erträge ergeben sich im Wesentlichen aus den Erlösen der Sachbezüge, der Auflösung von Rückstellungen und den Versicherungsentschädigungen.

Der Materialaufwand gliedert sich in Aufwendungen für Ersatzteile, Zubehör und den Anschaffungskosten für Neu- und Gebrauchtwagen 11.792 T€ und Fremdleistungen 54 T€.

Der Personalaufwand 3.553 T€ gliedert sich in Löhne und Gehälter 2.825 T€ sowie den sozialen Abgaben 728 T€, davon für Altersversorgung 26 T€, (Vorjahr 4 T€).

Auf den Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen hauptsächlich Raumkosten und Kosten der Warenabgabe.

Die Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 67 T€ beinhaltet Erträge aus der Auflösung latenter Steuern 5 T€.

VI. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Die Zahl der durchschnittlich während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 82 (Vorjahr 82), und 12 Azubis.

Organe der Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Jahr 2023 Jörg Seemann-Arnhölter.

Sonstiges

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. 285 Nr. 3a HGB sind nicht vorhanden, das Honorar des Abschlussprüfers beträgt 10 T€.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Dallgow-Döberitz, 12.06.2024

gez. Jörg Seemann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge/Umbuchungen Abgänge/Umbuchungen Umgliederung/ Umbuchung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.045,94 0,00 766,94 0,00 2.279,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 156.973,24 0,00 0,00 0,00 156.973,24
160.019,18 0,00 766,94 0,00 159.252,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremde Grundstücken 3.622.173,93 0,00 0,00 0,00 3.622.173,93
2. technische Anlagen und Maschinen 1.113.183,93 29.561,99 506.789,15 0,00 635.956,77
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.367.462,18 1.334.688,71 1.924.953,47 0,00 1.777.197,42
7.102.820,04 1.364.250,70 2.431.742,62 0,00 6.035.328,12
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
7.263.839,22 1.364.250,70 2.432.509,56 0,00 6.195.580,36
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge/Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.041,94 0,00 765,94 2.276,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 156.972,24 0,00 0,00 156.972,24
160.014,18 0,00 765,94 159.248,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremde Grundstücken 2.941.587,93 120.971,00 0,00 3.062.558,93
2. technische Anlagen und Maschinen 839.307,93 35.890,99 506.689,15 368.509,77
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.197.884,18 271.667,71 791.876,47 677.675,42
4.978.780,04 428.529,70 1.298.565,62 4.108.744,12
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
5.138.794,22 428.529,70 1.299.331,56 4.267.992,36
Restbuchwerte Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,00 4,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
4,00 5,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremde Grundstücken 559.615,00 680.586,00
2. technische Anlagen und Maschinen 267.447,00 273.876,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.099.522,00 1.169.578,00
1.926.584,00 2.124.040,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.000,00 1.000,00
1.927.588,00 2.125.045,00

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,00 4,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 559.615,00 680.586,00
2. technische Anlagen und Maschinen 267.447,00 273.876,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.099.522,00 1.169.578,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.000,00 1.000,00
1.927.588,00 2.125.045,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. unfertige Leistungen 115.734,26 95.503,52
2. fertige Erzeugnisse und Waren 6.978.060,77 5.788.655,81
II. Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.332.175,13 1.395.738,03
2. sonstige Vermögensgegenstände 211.587,24 222.146,43
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 13.028,44 121.176,24
8.650.585,84 7.623.220,03.
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 35.150,71 34.353,71
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 6.530,00 1.668,00
10.619.854,55 9.784.286,74

PASSIVA

31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. gezeichnetes Kapital 563.000,00 563.000,00
II. Gewinnvortrag 4.364.410,99 4.298.933,50
III. Jahresüberschuss 189.733,40 65.477,49
5.117.144,39 4.927.410,99
B. SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL 0,00 7.188,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 96.798,00 104.348,00
2. Steuerrückstellungen 41.963,99 49.676,35
3. sonstige Rückstellungen 244.429,69 264.409,62
383.191,68 418.433,97
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.268.006,53 2.325.688,13
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 82.455,05 26.529,57
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 901.327,96 1.203.773,05
4. sonstige Verbindlichkeiten 863.478,98 875.263,03
5.115.268,52 4.431.253,78
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 4.249,96 0,00
10.619.854,55 9.784.286,74

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.651.853,30 18.436.324,84
2. sonstige betriebliche Erträge 136.293,39 98.321,46
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 11.792.296,10 12.738.423,39
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 54.147,74 36.725,50
11.846.443,84 12.775.148,89
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.825.259,05 2.920.182,83
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 728.207,45 719.831,34
3.553.466,50 3.640.014,17
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 428.529,70 462.970,00
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.563.550,81 1.524.434,89
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.347,17 28.627,75
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 127.813,41 34.043,57
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 66.799,70 42.846,95
10. Ergebnis nach Steuern 210.889,90 83.815,58
11. sonstige Steuern 21.156,50 18.338,09
12. Jahresüberschuss 189.733,40 65.477,49

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Autohaus Dallgow GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Dallgow GmbH, - bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Dallgow GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grunds- ätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Ausstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmerstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse der Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von Ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftigere Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 12. Juni 2024

Dipl. Betriebswirt (BA) Karsten Dumann, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die Autohaus Dallgow GmbH (im Folgenden AHD GmbH genannt) wurde am 09. Juli 1990 gegründet. Grundlage der Geschäftstätigkeit sind bestehende Händler- und Serviceverträge mit VW (Pkw- und Nutzfahrzeuge), Audi, Skoda, Seat, Cupra sowie neu mit Solifer- Wohnmobile und Polar Wohnwagen. Die Verträge wurden in 2018 von Seiten der Hersteller unbefristet neu vergeben. Für die Autohaus Dallgow GmbH sind folgende Verträge geschlossen:

Am 18.12.2018 der Volkswagen-Händlervertrag und Servicevertrag wirksam zum 01.04.2020.

Am 09.03.2019 der Nutzfahrzeuge-Händlervertrag und Servicevertrag wirksam zum 01.10.2020.

Am 10.01.2019 der Skoda-Servicevertrag wirksam zum 01.12.2020.

Am 25.10.2018 der Audi-Servicevertrag wirksam zum 01.04.2020.

Am 12.08.2019 erstmalig der SEAT-Service wirksam zum 15.08.2019

Am 01.11.2020 erstmalig der Cupra-Service wirksam zum 24.11.2020

Seit dem 1. Oktober 2023 wurde mit dem Vertrieb und dem Service der Marken

Solifer (Wohnmobile) und Polar (Wohnwagen) die Geschäftstätigkeit eines Freizeit- und Campingshops aufgenommen.

Daneben umfasst die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft den Vertrieb von Ersatzteilen, Campingzubehör, Garten- und Freizeitartikeln, Zubehör im Fahrzeugsektor sowie Bank- und Versicherungsdienstleistungen im Zusammenhang mit dem Fahrzeugverkauf.

Darüber hinaus betreibt die AHD GmbH ein typenoffenes Lack- und Karosserie-zentrum mit Partnervertrag der "IDENTICA - Die Karosserie- und Lackexperten" sowie eine PKW- Waschanlage.

Wie in den vorangegangenen Jahren konnte die AHD GmbH ihre Marktposition mit der Zielstellung zur nachhaltigen Gewinnerwirtschaftung weiter festigen. Entscheidend hierfür waren die hohe Qualität der erbrachten Leistungen und die sehr gute Kundenzufriedenheit.

1.2. Steuerungssystem

Die Gesellschaft wird durch eine Auswahl an finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren gesteuert:

in 2022 2023
Verkauf Stückzahl Neuwagen Stück 272 352
Verkauf Stückzahl Gebrauchtwagen Stück 350 296
Verkaufte Stunden Werkstatt Anzahl Stunden 23.115 23.009
Ergebnis vor Steuern Euro 127 278

Der Vorlauf für Werkstatttermine liegt durchgehend zwischen 4-6 Wochen im Berichtszeitraum bis zur Aufstellung des Lageberichtes. Die Auftragslage im Service ist sehr zufriedenstellend.

Weitere wesentliche Steuerungselemente sind die gemessenen Kundenzufriedenheitswerte und die Effektivität der gewerblichen Mitarbeiter.

Entwicklung der Kundenzufriedenheit 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Google Anzahl Sterne von 5 möglichen 3,2 3,6 4,3 4,5 4,6 4,7
Volkswagen Audi Seat Cupra Skoda
Verkauf Service Service Service Service Service
Konzernauswertungen 2023 (max 5 Punkte) 5 4,66 4,71 4,75 4,75 4,5

Über das DMS-System CROSS werden tägliche Geschäftsvorgänge beobachtet und ggf. Maßnahmen getroffen. Das Gebrauchtwagen-Analyse-Tool MIA (Autohausen GmbH) hilft bei der Steuerung von Standzeiten und Erträgen.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2023 erwartet die Bundesregierung eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent. Die Ausgaben haben sich leider verschlechtert. Alle Kosten sind deutlich gestiegen, insbesondere durch die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs in der Ukraine und im Nahen Osten (Israel). Rohstoffpreise und Inflationsrate haben für Verunsicherung gesorgt. Lieferengpässe bei Rohmaterialien und Vorprodukten sowie Lieferketten-Zusammenbrüche nehmen generell Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung. Laut Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) werden viele Betriebe in der Automobilindustrie, der Elektroindustrie oder im Maschinenbau weiter leiden. Der Fachkräftemangel hat zudem massive Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit aller Unternehmen.

2.2. Automobilmarkt Deutschland

241.883 Personenkraftwagen (Pkw) wurden im letzten Monat des alten Jahres neu zugelassen, -23,0 Prozent weniger als im Dezember 2022. In der Jahresbilanz stehen somit insgesamt 2,84 Millionen Neuwagen, das sind +7,3 Prozent mehr als 2022. 67,1 Prozent (+12,4 %) der Neuwagen wurden gewerblich und 32,8 Prozent (-1,9 %) privat zugelassen.

Mit einem Anteil von 18,2 Prozent war VW in 2023 weiterhin anteilsstärkste deutsche Marke.

Der Anteil benzinbetriebener Pkw (978.660/+13,3 %) lag mit 34,4 Prozent über dem Vorjahresniveau (32,6 %); der Anteil dieselbetriebener Pkw (486.581/+3,0 %) wies in der Jahresbilanz 17,1 Prozent (Vorjahr: 17,8 %) aus.

Bei den alternativen Antriebsarten vielen die Jahresergebnisse unterschiedlich aus. 840.304 hybridangetriebene Fahrzeuge (+1,6 %) erreichten einen Anteil von 29,5 Prozent, darunter befanden sich 175.724 Plug-in-Hybride (-51,5 %) mit einem Anteil von 6,2 Prozent. 524.219 Elektro-Pkw (BEV) wiesen mit einem Anteil von 18,4 Prozent eine Steigerung von +11,4 Prozent auf. Flüssiggasbetriebene Pkw (13.147/-12,4 %) waren mit einem Anteil von 0,5 Prozent und erdgasangetriebene Pkw (1.327/-28,1 %) mit 0,0 Prozent im Jahr 2023 vertreten.

Die Nutzfahrzeuge schlossen das Jahr 2023 ausschließlich mit positiven Vorzeichen ab. Die Neuzulassungsstatistik wies für die Zugmaschinen insgesamt einen Zuwachs von +8,4 Prozent, darunter Sattelzugmaschinen mit +30,1 Prozent, gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Die Lastkraftwagen (Lkw) stiegen um +14,5 Prozent, die Kraftomnibusse um +12,5 Prozent und die Sonstigen Kraftfahrzeuge (Kfz) legten um +0,3 Prozent zu.

Die Jahresbilanz des Gebrauchtfahrzeugmarktes schloss mit 7.024.629 (+5,7 %) umgeschriebenen Kfz und 414.785 Kfz-Anhängern (-1,2 %). Mehr als 6,03 Millionen Pkw (+6,9 %) wechselten im Laufe des Jahres den Halter beziehungsweise die Halterin.

1 Kraftfahrtbundesamt: "Jahresbilanz der Neuzulassungen 2023"

Der Marktanteil 2023 der Marke Volkswagen AG betrug im Bund 17,54%, im Marktverantwortungsgebiet Falkensee 15,58 %.

3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

3.1. Geschäftsverlauf

Nach Auffassung der Geschäftsführung ist die wirtschaftliche Lage bisher zufriedenstellend. Langfristige Auswirkungen der Corona-Krise und der derzeitigen Kriege werden nicht zu vermeiden sein. Die wesentlichen Erfolgsgrößen, die für die Unternehmensentwicklung von Bedeutung sind, fasst folgende Tabelle zusammen:

Plan 2024 (T€) Ist 2023 (T€)
Umsatzerlöse Neu- und Gebrauchtwagen 9.900 9.864
Teileumsatz, gesamt 4.050 3.985
Werkstatt, gesamt 2.500 2.472
Zinsaufwendungen 140 128
Energiekosten 120 94
Personalaufwendungen 3.560 3.553

Die Strategie zur breiten Aufstellung als Servicedienstleister für die gesamte Palette von Fahrzeugen der Volkswagen AG wurde in den letzten Jahren mit Nachdruck und großer Zielstrebigkeit weiterentwickelt. Dadurch konnten wir eine positive Entwicklung im Geschäftsbereich Service verzeichnen. Die Preise der Gebrauchtwagen haben sich positiv entwickelt. Der Ertrag pro Einheit konnte gut gesteigert werden.

Die Umsatzerlöse in Höhe von 17,6 Mio. Euro sind gegenüber dem Vorjahr um knapp 4 % gesunken. Maßgeblich haben sich die Umsätze durch das Agenturgeschäft bei Elektrofahrzeugen, Großkunden und Direktabnehmern in den vergangenen Jahren vermindert, zugunsten einer Provision.

Die Auftragslage im Service war im gesamten Geschäftsjahr stabil. Die vorhandenen Kapazitäten waren zum großen Teil voll ausgeschöpft. Einen wesentlichen Anteil daran haben die hohe Kundenzufriedenheit, Kundenloyalität und Kundengewinnung im Service.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 190 erwirtschaftet. Dies entspricht einem Gewinnzuwachs von TEUR 125 gegenüber dem Vorjahreswert.

Zur Geschäftsentwicklung kann die Geschäftsführung damit folgende Kernaussagen tätigen:

Die Umsatzerlöse verringern sich um 4 % auf 17,6 Mio. Euro (i. Vj. 18,4 Mio. Euro)

Das Eigenkapital beträgt TEUR 5.117 (i. Vj. TEUR 4.927) und damit 48 % der Bilanzsumme.

3.2. Lage

3.2.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind trotz der Auswirkungen der Pandemie und des Krieges in der Ukraine stabil geblieben. Die Ersatzteilumsätze konnten dabei beispielweise trotz Wegfall eines Großkunden auf hohem Niveau gehalten werden. Der Personalaufwand ist um 2,4 %

gegenüber dem Vorjahr gefallen. Durch eine leichte Verbesserung im Wareneinsatz hat sich unser Rohertrag auf 32,9 % verbessert (i.Vj. 30,7 %)

3.2.2. Finanzlage

Im Berichtsjahr ist die AHD GmbH stets ihren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen. Zahlungen an Lieferanten konnten i. d. R. unter Ausnutzung der Skonti vorgenommen werden.

In 2023 wurden über EUR 1,3 Mio. in die Maschinen bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Bankdarlehen für Bestandsfahrzeugfinanzierungen inkl. Gebrauchtwagen und Wohnmobilen in Höhe von TEUR 3.268 aus (i.Vj. 2.326 T€), der Anstieg liegt im Wesentlichen in der Erhöhung der Bestände an Fahrzeugen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten im Vorjahresvergleich um TEUR 300 reduziert werden.

Der Cash-Flow nach DVFA/SG hat sich in 2023 von TEUR 547 auf TEUR 633 verbessert.

Für 2024 werden üblichen Ersatzinvestitionen für EDV und Werkstattausstattung für E- Mobilität vorgesehen. Hinzu kommen Investitionen für die Marken von Solifer und Polar und ein Konfigurator für VW sowie digitale Schauraum-Elemente.

3.2.3. Auftragslage im Service

Ein besonderes Augenmerk wird auf die weitere Stabilisierung und Verbesserung der Auftragslage durch die Verstärkung der Werbeaktivitäten gelegt. Zu diesen Aktivitäten gehören u. a.

Stetige Verbesserung des Internet-Auftrittes

Nutzung der sozialen Medien Facebook, Instagram, Sonstige

Präsenz auf verschiedenen Bewertungsplattformen

Printwerbung in verschiedenen Medien

Verkehrsmittelwerbung

Maßnahmen zur Steigerung der Kundenzufriedenheit

Hauswurfsendungen mit Neuwagen- und Serviceangeboten

Bannerwerbung, Plakatwerbung

Digitale Schaukästen

Teilnahme an Messen und Ausstellungen

Weitere Stärkung von SEO/SEA

Ausbau der "permanenten Erreichbarkeit" - Service-Center

Echtzeit Chat auf der Internet-Seite

3.3 Personal

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Berichtsjahr 82 zuzüglich des Geschäftsführers sowie 12 Auszubildenden. Die Altersstruktur ist in allen Bereichen des Unternehmens auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Dies wird durch die regelmäßige Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreicher Prüfung gewährleistet. Zur Nachwuchsgewinnung werden in verschiedenen Berufsgruppen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgebildet. Im Fokus der Weiterbildung von Mitarbeitern stehen die vom Hersteller vorgeschriebenen Produktschulungen und Zertifizierungen nach den Standards der Volkswagen AG.

3.4. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2023 war für die AHD GmbH wirtschaftlich erfolgreich. Durch das bestehende Produktportfolio konnten branchenübliche, saisonale Schwankungen in der Auftragslage erfolgreich kompensiert werden. Das Gebrauchtwagengeschäft hat trotz Volumenverlusten gute Erträge erwirtschaftet, Standzeiten wurden durch geringere Nachfrage allerdings leicht aufgebaut. Die positive Finanz- und Ertragslage sind die Grundlage für eine weitere Verbesserung der Marktposition in unserem Marktgebiet.

4. Prognosebericht

Die Gesellschaft hat sich seit der Gründung im Jahre 1990 permanent weiterentwickelt und durch Qualität und Kontinuität eine hervorragende Marktstellung erreicht. Der Erhalt der Handels- und Serviceverträge über alle Fahrzeugklassen der Volkswagen AG bilden eine solide Grundlage für die Stabilität und die Weiterentwicklung des Unternehmens. Durch die Breite und Vielfalt des Kundenstammes in Form von Privatkunden, Geschäftskunden und Großkunden ist das Abhängigkeitsrisiko minimiert. Der Einstieg und der Ausbau des Caravan- Geschäftes sowie des Freizeitcenters sollen neue Kundengruppen erschließen.

Die Geschäftsleitung erwartet trotz der noch nicht überstandenen Krisen und der damit zusammenhängenden Inflation für 2024 einen stabilen Geschäftsverlauf mit einem vergleichbaren Jahresergebnis wie 2023. Dies insbesondere durch die nachhaltige Werkstattauslastung und der guten Kundenzufriedenheit (Neukundengewinnung). Das Gewerbekundengeschäft sollte sich im 2. Halbjahr verbessern, da es seitens der Unternehmen in den letzten Jahren zu einem Investitionsstau gekommen ist. Das Volumen an zugewiesenen Versicherungsschäden, durch Versicherungsgesellschaften, wird sich weiter erhöhen.

5. Chancen- und Risikobericht

Die Nachwehen der Corona-Krise und insbesondere die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten werden auch weiterhin in allen Bereichen der weltweiten Wirtschaft eine entscheidende Bedeutung behalten. Die politische Ausrichtung der jetzigen Bundessregierung sorgt für weitere Kostenbelastungen beim Mittelstand.

Die Entwicklung unserer Gesellschaft wird darüber hinaus auch zukünftig wesentlich durch das Image und die Vorgaben der Volkswagen AG geprägt sein. Hierzu zählen insbesondere die Bereiche Digitalisierung und E-mobilität sowie die gesellschaftliche Akzeptanz der Marke Volkswagen.

Bei der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft sind für das Unternehmen als primäre Ziele definiert:

Sicherung der Auftragslage

Sicherung der Liquidität

Absicherung der hohen Kundenzufriedenheit

Ausbau des Camper- und Caravan-Geschäftes

Anwerben von neuen Gewerbekunden

Stabilisierung der Absatzzahlen im Gebrauchtwagengeschäft

Erhöhung der Umsatzzahlen im Teilewesen

Mitarbeitermotivation und -weiterbildung

Die Priorität der Geschäftsleitung fokussiert sich auf das Erkennen von Risiken und das Erarbeiten von Maßnahmen, um die Risiken zu minimieren. Zudem sollen verschiedene Geschäftsfelder weiter ausgebaut werden, z.B. im Teilevertrieb über Online Portale. Erhöhung von Dienstleistungen im Bereich Werkstatt, Karosserie und Lack. Aufbau einer Freizeitmarke für das Wohnwagen- und Wohnmobile Geschäftsfeld.

Als Risikofelder wurden definiert:

• Personal und Geschäftsausstattung:

Der Findungsprozess von qualifiziertem Fachpersonal und die Sicherung des Nachwuchses in Form von Auszubildenden gestaltet sich immer schwieriger. Hinzukommen die massiven Lohnentwicklungen.

Gründe hierfür sind die allgemein gute Auslastung in der Branche und der demografische Wandel in Deutschland. Die Anforderungen der Hersteller flachen nicht ab, in vielen Bereichen, z.B. bei der Hochvoltausbildung werden Anforderungen stark erhöht. Hinzu kommen immense Kosten für Werkstattausstattungen und Digitalisierung.

● Branche

Die weltweiten Auswirkungen der Krisen nehmen Einfluss auf das Leben eines jeden Einzelnen. Hinzu kommt die aktuelle Preissteigerung in allen Lebensbereichen, verursacht durch die Kriege in Nahost und der Ukraine. Durch die Verunsicherung der Bevölkerung und die politische Kultur Deutschlands halten Privatkunden Ihre Gelder zurück und tätigen kaum Neuwagenkäufe. Wir vermuten in vielen Bereichen Insolvenzen.

Chancen:

Im Hinblick auf unsere Kundenzufriedenheit und Neukundengewinnung erwarten wir eine positive Entwicklung durch die Verbesserung unserer Außenwirkung und Präsenz.

Die Geschäftsführung erwartet eine bessere Auslastung in allen Sparten durch die Ausweitung des Unfallreparaturgeschäftes und die Erweiterung des Angebotes durch die Hereinnahme der Marken Solifer und Polar sowie das Gebrauchtwagenangebot und das Camper-Geschäft. Die Präsenz und "eigene Platzierung" in den Internetbörsen, sowie durch die Erweiterung des Aktionsradius zur Akquise von NORA Kunden einhergehend mit der Aufstockung der Anzahl der Lieferfahrzeuge.

Aufgrund des dynamischen Wachstums des Berliner Umfeldes (Falkensee, Dallgow-Döberitz, Elstal usw.) gehen wir von einem wachsenden Marktpotenzial aus, welches wir durch unsere breite Aufstellung über alle Sparten -angefangen von der Werkstatt, über die Lackiererei, Fahrzeugverkauf, Ersatzteilvertrieb bis hin zur Waschanlage- noch intensiver nutzen wollen.

Die Präsentation mit eigenem Showroom von Camping Artikeln, der Aufbau des Vermietgeschäftes von Wohnmobilen und die Erweiterung des Freizeitzentrums werden unsere Umsätze steigern.

Zur Erweiterung des Verkaufs von Camping- und Freizeitartikeln planen wir in Ergänzung zu unseren Online-Aktivitäten den Aufbau eines Online-Shops.

 

Dallgow-Döberitz, 12. Juni 2024

Jörg Seemann

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