ABP Induction Systems GmbH

Kanalstraße 25, 44147 Dortmund, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 19466
Eingetragen
13.9.2005
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von WärmepumpenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Planung, Entwicklung, Herstellung, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und Wartung von Industrieanlagen und Einrichtungen aller Art, insbesondere Industrieofenanlagen, Stromversorgungseinrichtungen und elektronische Geräte und Komponenten

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Niels Dr. Hammer
seit 29.11.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Bernd F. Bartelheimer
seit 22.10.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ABP Induction, LLCUSA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ABP Induction, LLC
United States
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ABP Induction Systems GmbH

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz

AKTIVA

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,53 1,53
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 154.979,92 151.687.89
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
154.981,45 151.689,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.644,25 15.598,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 227.855,35 282.971,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 562.260,77 553.725,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 127.377,33 64.983,77
932.137,70 917.279,13
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 795.826,33 2.499.005,23
1.882.945,48 3.567.973,78
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.486.882,55 3.029.412,59
2. Unfertige Erzeugnisse 12.808.137,47 14.516.774,15
3. Geleistete Anzahlungen 1.172.005,51 958.311,50
17.467.025,53 18.504.498,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.564.598,03 2.617.984,01
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.026.453,78 3.032.848,10
3. Sonstige Vermögensgegenstände 846.377,94 837.252,00
15.437.429,75 6.488.084,11
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 251.625,08 7.917.558,56
33.156.080,36 32.910.140,91
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 255.975,24 347.558,39
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 5.198.350,09 6.597.946,98
40.493.351,17 43.423.620,06

PASSIVA

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 506.105,00 506.105,00
III. Gewinnrücklagen
- Andere Gewinnrücklagen 7.885,00 7.885,00
IV. Verlustvortrag -8.111.936,98 -8.147.248,99
V. Jahresüberschuss 1.399.596,89 35.312,01
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 5.198.350,09 6.597.946,98
0,00 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 6.627.965,99 6.392.038,00
2. Steuerrückstellungen 94.525,00 94.525,00
3. Sonstige Rückstellungen 12.573.334,86 12.071.475,23
19.295.825,85 18.558.038,23
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 16.351.692,89 20.666.439,77
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.910.248,39 1.666.223,33
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.230.307,31 2.202.486,74
4. Sonstige Verbindlichkeiten 705.276,73 330.431,99
Davon aus Steuern: 31.03.2024: EUR 185.322,52 31.03.2023: EUR 173.461,48
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 31.03.2024: EUR - 1.340,04 31.03.2023: EUR 1.018,72
21.197.525,32 24.865.581,83
40.493.351,17 43.423.620,06

Gewinn- und Verlustrechnung

2023/2024 2022/2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 46.003.147,68 42.951.468,51
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen -1.708.636,68 -6.916.079,37
3. Gesamtleistung 44.294.511,00 36.035.389,14
4. Sonstige betriebliche Erträge 4.444.929,46 2.841.967,92
Davon aus Währungsumrechung: 2023/2024: EUR 231.725,25 2022/2023: EUR 20.100,90
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -20.554.894,86 -12.972.058,14
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.728.584,81 -3.082.349,97
6. Rohergebnis 24.455.960,79 22.822.948,95
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -12.834.308,60 -12.151.171,47
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.327.414,90 -2.269.849,20
Davon für Altersversorgung: 2023/2024: EUR 326.684,67 2022/2023: EUR 417.822,32
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -299.066,62 -344.048,16
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.630.176,81 -7.940.862,26
Davon aus Währungsumrechung: 2023/2024: EUR 215.376,55 2022/2023: EUR 36.732,38
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 285.900,24 162.482,72
Davon von verbundenen Unternehmen 2023/2024: EUR 185.605,44 2022/2023: EUR 132.681,95
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -240.264,23 -232.880,45
Davon aus Abzinsung: 2023/2024: EUR 114.500,01 2022/2023: EUR 112.120,00
Davon an verbundene Unternehmen: 2023/2024: EUR 90.552,32 2022/2023: EUR 90.366,30
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.814,20 -4.038,00
13. Ergebnis nach Steuern 1.405.815,67 42.582,13
14. Sonstige Steuern -6.218,78 -7.270,12
15. Jahresüberschuss 1.399.596,89 35.312,01

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

1. Allgemeine Angaben

Die ABP Induction Systems GmbH mit Sitz in Dortmund ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Dortmund (HRB 19466).

Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden.

Die Gesellschaft wendet gemäß Art. 93 Abs. 2 EGHGB bereits zum 31. März 2024 die Größenklassen nach § 267 Abs. 2 HGB n.F. an, die erstmals auf Jahresabschlüsse sowie Lageberichte für das nach dem 31. Dezember 2023 beginnende Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden sind. Die Gesellschaft gilt daher gemäß § 267 Abs. 2 HGB n.F. als mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungsvorschriften werden nicht angewendet.

Die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Abschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Geschäftstätigkeit aufgestellt. Auf Basis des Umsatz- und Ergebnisforecast für den Mittelfristzeitraum ist die Gesellschaft bei Einhaltung der Planungsprämissen auch in der Zukunft zur Begleichung ihrer Verbindlichkeiten in der Lage. Die Planungsrechnung ist vor allem mittelfristig teilweise ambitioniert und setzt voraus, dass der geplante Auftragseingang realisiert wird. Sollten die geplanten Umsatzerlöse nicht erzielt werden können, würde die vom MHI- Konzern bereitgestellte Kreditlinie in Anspruch genommen werden. Weiterhin hat die Gesellschaft von ihrer unmittelbaren Gesellschafterin eine Patronatserklärung erhalten.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bewertet. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliches werden über Nutzungsdauern von drei Jahren abgeschrieben.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2a Satz 1 HGB i.V.m. § 255 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von dreii Jahren sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear und degressiv vorgenommen. Bei degressiven Abschreibungen erfolgt ein planmäßiger Übergang auf lineare Abschreibungen, falls diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führen. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250 bis EUR 1.000 werden in einen Sammelposten eingestellt und einheitlich über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert bis zu EUR 250 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden Nutzungsdauern vorgenommen:

Anlagengruppe Nutzungsdauern
Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 7 bis 50 Jahren
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 20 Jahren
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 13 Jahren

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bewertet. Wertminderungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder einer verminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.

In die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Kosten der allgemeinen Verwaltung des jeweiligen Produktionsbereichs bei normaler Auslastung der Produktionsanlagen einbezogen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt. Finanzierungskosten sowie Kosten für soziale Einrichtungen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Die Risiken einzelner Forderungsausfälle werden als Einzel- oder Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind ebenfalls zu Nennwerten bilanziert.

Die zeitlich begrenzten Buchungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz resultieren im Wesentlichen aus Differenzen in der Bewertung der Pensionsrückstellung sowie sonstigen Rückstellungen, die zu aktiven latenten Steuern führen. Die Differenzen wurden mit einem Steuersatz von 32,8 % belegt. Die sich daraufhin ergebenden aktiven latenten Steuern wurden unter Bezugnahme auf § 274 Abs. 1 HGB nicht gebucht.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze gebildet. Dabei wurden die folgenden Annahmen getroffen:

Sterbetafeln: Richttafeln 2018G der Heubeck Richttafeln GmbH

Rechnungszins: 1,83 % (Vj: 1,79 %) (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB)

Erwartete Erhöhung der Pensionszahlungen: 1,0 % (Vj: 1,0 %) p.a.

Lohn- und Gehaltssteigerungen: 2,5 % (Vj: 2,5 %) p.a.

Fluktuation: zwischen 1,0 % und 8,0 % (Vj: 1,0 % und 8,0 %) p.a. (je nach Alter und Geschlecht (Ausscheidemodell))

Ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB in Höhe von TEUR 35 (Vj: TEUR 338). Zur Bestimmung des Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB Satz 1 HGB wird die Rückstellung mit einem Zinssatz von 1,80 % (Vj: 1,50 %) diskontiert.

Die Erfolgswirkung aus der Änderung des Abzinsungssatzes wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Darüber hinaus werden, soweit erforderlich, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitäquivalenten und pauschalen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, es sei denn, der Zeitpunkt der Inanspruchnahme lässt sich nicht verlässlich ermitteln.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden auftragsspezifisch und für Ersatzteile in Höhe von 0,75 % - 1 % der (gewährleistungspflichtigen) Umsatzerlöse gebildet.

Bei der Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden sowohl die Aufstockungsleistungen als auch der Erfüllungsrückstand aus den Vorleistungen der ATZ-Beschäftigten unter Anwendung der folgenden Bewertungsparameter zurückgestellt:

Sterbetafeln: Richttafeln 2018G der Heubeck Richttafeln GmbH

Rechnungszins: 1,11 % (Vj: 0,54 %) (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB)

Lohn- und Gehaltssteigerungen: 2,5 % (Vj: 2,5 %) p.a.

Fluktuation: 0,0 % (Vj: 0,0 %)

Die Bewertung der Rückstellungen für Dienstjubiläen erfolgte nach dem Projected-Unit- Credit-Verfahren. Dabei wurden folgende Bewertungsannahmen zu Grunde gelegt:

Sterbetafeln: Richttafeln 2018G der Heubeck Richttafeln GmbH

Rechnungszins: 1,80 % (Vj: 1,5 %) (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB)

Kostensteigerungen: 0,0 % (Vj: 0,0 %) p.a. Die zugesagten Jubiläumsgelder sind Festbeträge und unterliegen insoweit keinem Kostentrend.

Fluktuation: zwischen 1,0 % und 8,0 % (Vj: 1,0 % und 8,0 %) p.a. (je nach Alter und Geschlecht (Ausscheidemodell))

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs des Entstehungstages erfasst und im Jahresabschluss zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags bewertet. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt dies auch unter Durchbrechung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips.

Erlöse aus dem Verkauf einer Anlage, deren vereinbarte Leistungsparameter entweder bereits nachgewiesen oder aber aufgrund nachhaltiger Erfahrungen in der Herstellung gleicher Anlagen als gesichert gelten können, werden unter den folgenden Bedingungen bereits bei Auslieferung und vor Montage beim Kunden als Umsatzerlöse erfasst:

erfolgreiche vollständige Abnahmeprüfung durch den Kunden und Übergang der mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Kunden

geringe Abweichungen von Vor- und Nachkalkulation sowie gleichartige Margen von Liefer- und späterer Montageleistung.

3. Einzelangaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten auf TEUR 1.012. Davon entfielen auf aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 0.

Unter den Finanzanlagen sind Ausleihungen an unsere Muttergesellschaft ABP Induction, LLC, Wilmington, Delaware, USA, ausgewiesen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.565; Vj: TEUR 2.618 beinhalten TEUR 1.576 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die restlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 846; Vj: TEUR 837) sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 12.026; Vj: TEUR 3.033) entfallen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Zinsforderungen und sind ebenfalls innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin, die unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen werden, beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 915 (Vj: TEUR 979).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 12.573 betreffen ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 7.841), Risiken aus Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 1.756), den Personalbereich (TEUR 2.531) und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 445). Sie tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung.

Die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag von bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
Art der Verbindlichkeiten TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 16.352 16.352 0 0
(Vorjahr) (20.666) (20.666) (0) (0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.910 1.838 72 0
(Vorjahr) (1.666) (1.594) (72) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.231 2.231 0 0
(Vorjahr) (2.203) (2.203) (0) (0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 705 705 0 0
(Vorjahr) (331) (331) (0) (0)
21.198 21.126 72 0
(24.866) (24.794) (72) (0)

Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.781 (Vj: TEUR 1.621). Davon betreffen wie im Vorjahr TEUR 1.506 ein Darlehen. Der restliche Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrifft Lieferungen und Leistungen.

3.2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Nach geographisch bestimmten Märkten lassen sich die Umsatzerlöse wie folgt darstellen:

2023/24 2022/23
Geographische Märkte TEUR TEUR
Inland 10.372 9.500
EU, nicht Inland 27.932 19.966
Außerhalb EU 7.699 13.485
Summe 46.003 42.951

Nach Segmenten lassen sich die Umsatzerlöse wie folgt aufteilen:

2023/24 2022/23
Segmente TEUR TEUR
Systemgeschäft 29.456 26.106
Servicegeschäft 16.547 16.845
Summe 46.003 42.951

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung von Konzernumlagen in Höhe von TEUR 1.839 sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.733.

4. Sonstige Angaben

4.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Wartungsvereinbarungen. Bei den Leasing-Verträgen handelt es sich im Wesentlichen um Kfz-Leasing-Verträge mit einer maximalen Laufzeit bis zum 24. Januar 2028.

TEUR
Fällig 2024/25 275
Fällig 2025/26 155
Fällig 2026/27 71
Fällig 2027/28 14
Summe 515

4.2. Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten

Zur Absicherung der Währungsrisiken aus bestehenden und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Fremdwährungsgeschäften erfolgt eine spiegelbildliche Absicherung mit externen Kreditinstituten. Es werden Bewertungseinheiten auf micro-hedge Ebene gebildet. Zum Bilanzstichtag waren 15 Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Diese betreffen den Kauf und Verkauf von USD im Nominalvolumen von TUSD 8.131. Die Geschäfte decken das Währungsrisiko aus erwarteten Zahlungsflüssen für diverse Projekte ab. Devisentermingeschäfte werden grundsätzlich nur zur Absicherung des operativen Geschäftes eingesetzt. Der beizulegende Zeitwert beträgt auf Basis des Fälligkeitszeitpunkts, des Terminkurses und des Stichtagskurses TEUR -58 (Vj. TEUR 337). Die Sicherungsbeziehungen werden aufgrund der Übereinstimmung der wertbestimmten Parameter als hochwirksam eingestuft. Der Nachweis erfolgt unter Anwendung der Critical-Term-Match-Methode (Volumen- und Fristenkongruenz). Die Geschäfte weisen eine Laufzeit bis Dezember 2024 auf und werden in der Bilanz nicht erfasst (Einfrierungsmethode).

4.3. Gesellschafter

Alleinige Gesellschafterin ist die ABP Induction, LLC, Wilmington, Delaware, USA.

4.4. Geschäftsführer

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:

Herr Till Schreiter, Mülheim an der Ruhr, Geschäftsführer Technik und Vertrieb

Herr Bernd Bartelheimer, Werne, kaufmännischer Geschäftsführer

Herr Dr. Niels Hammer, Dortmund, Geschäftsführer Technik (ab dem 18.10.2023)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet

4.5. Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Mitsubishi Heavy Industries, Ltd., Tokio, Japan, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist in japanischer Sprache auf der Homepage der japanischen Security Exchange Commission (Electronic Disclosure for Investors' NETwork / http://info.edinet-fsa.go.jp und Auszüge in englischer Sprache unter http://www.mhi.com/finance/library/index.html abrufbar. Die Gesellschaft wird darüber hinaus im kleinsten Konzernkreis in den Konzernabschluss der Mitsubishi Heavy Industries America, Inc., Houston/Texas, USA, einbezogen, der nicht veröffentlicht wird.

4.6. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr:

Gruppe 2023/24 2022/23
Mitarbeiter mit abgeschlossener Berufsausbildung 65 65
Meister und Techniker 13 13
Mitarbeiter mit abgeschlossenem Fachhochschul- oder Hochschulstudium 69 70
147 148
Auszubildende und Werkstudenten 12 12
Gesamt 159 160

4.7. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 berechnete Gesamthonorar teilt sich wie folgt auf:

Leistung Honorar
in TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 44,6
Sonstige Leistungen 0
Summe 44,6

4.8. Ausschüttungsgesperrte Beträge

In Höhe des entstandenen Unterschiedsbetrags aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen zum durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn und sieben Geschäftsjahre (TEUR 35; Vj: TEUR 338) besteht eine Ausschüttungssperre.

4.9. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.400 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

4.10. Nachtragsbericht

Besondere Vorgänge, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt wurden, lagen nicht vor.

 

Dortmund, 28. Juni 2024

ABP Induction Systems GmbH

Die Geschäftsführung

Till Schreiter

Bernd Bartelheimer

Dr. Niels Hammer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
in EUR Stand 1.4.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.3.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 332.113,64 0,00 0,00 332.113,64
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 829.701,75 63.717,74 0,00 893.419,49
3. Geschäfts- oder Firmenwert 250.049,83 0,00 0,00 250.049,83
1.411.865,22 63.717,74 0,00 1.475.582,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 765.726,27 0,00 0,00 765.726,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 889.842,91 0,00 0,00 889.842,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.116.917,11 194.215,74 30.376,24 2.280.756,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 64.983,77 62.393,56 0,00 127.377,33
3.837.470,06 256.609,30 30.376,24 4.063.703,12
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.564.328,68 0,00 1.703.178,90 861.149,78
7.813.663,96 320.327,04 1.733.555,14 6.400.435,86
Abschreibungen
in EUR Stand 1.4.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.3.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 332.112,11 0,00 0,00 332.112,11
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 678.013,86 60.425,71 0,00 738.439,57
3. Geschäfts- oder Firmenwert 250.049,83 0,00 0,00 250.049,83
1.260.175,80 60.425,71 0,00 1.320.601,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 750.127,60 954,42 0,00 751.082,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 606.871,44 55.116,12 0,00 661.987,56
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.563.191,89 182.570,37 27.266,42 1.718.495,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.920.190,93 238.640,91 27.266,42 3.131.565,42
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 65.323,45 0,00 0,00 65.323,45
4.245.690,18 299.066,62 27.266,42 4.517.490,38
Buchwerte
in EUR 31.3.2024 1.4.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,53 1,53
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 154.979,92 151.687,89
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
154.981,45 151.689,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.644,25 15.598,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 227.855,35 282.971,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 562.260,77 553.725,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 127.377,33 64.983,77
932.137,70 917.279,13
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 795.826,33 2.499.005,23
1.882.945,48 3.567.973,78

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftstätigkeit

ABP Induction Systems GmbH (im Folgenden "ABP" genannt) wurde im Juni 2005 gegründet und ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der amerikanischen ABP Induction, LLC. Zum Firmenverbund gehören sechs weitere Tochtergesellschaften der ABP Induction, LLC:

ABP Induction AB (Schweden)

ABP Induction Ltd. (Thailand)

ABP Induction Systems Pvt. Ltd. (Indien)

ABP Induction S. de R.L. de C.V. (Mexiko)

ABP Induction Systems (Shanghai) Co. Ltd. (China)

ABP Induction Furnaces (Pty) Ltd. (Südafrika).

Seit dem 1. September 2019 ist die ABP-Gruppe Teil des Mitsubishi Heavy Industries Ltd. Konzerns mit Sitz in Tokyo, Japan.

Unsere Gesellschaft ist weltweit im Bereich der Konstruktion, Fertigung und Inbetriebnahme von Schmelz-, Warmhalte- und Gießöfen für die Grauguss-, Eisen-, Stahl- und NE-Metallindustrie sowie Induktionserwärmer für die Schmiede-, Rohr- und Stahlindustrie tätig. Für die Öfen und Erwärmer konstruiert und produziert die Gesellschaft sowohl Systeme mit separater Energieversorgung als auch solche für den Tandembetrieb nach dem Twin-Power-Prinzip. Die Ofenkapazität liegt im Bereich von 250 kg bis 115 Tonnen, wobei der größte Teil des Geschäfts auf Öfen für 2 bis 35 Tonnen entfällt.

2. Geschäftsmodell und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

ABP verfügt über das notwendige Prozess-Know-how um die hohe Qualität der Produkte zu gewährleisten. Die Gesellschaft blickt auf eine lange Tradition der Innovation in den Bereichen Sicherheit, Energieeffizienz, Umwelt, Automatisierung und Prozess-Steuerung zurück. ABP-Anlagen sind auf der ganzen Welt für ihre lange Nutzbarkeit und hohe Zuverlässigkeit bekannt.

Neben dem induktiven Schmelzen sieht sich ABP auch als Technologieführer im Bereich der induktiven Erwärmung. Neben unseren Induktionserwärmern mit Mehrzonentechnologie im Schmiedebereich sind wir auch auf den internationalen Stahlmärkten im Walzwerksbereich vertreten. Technologisch handelt es sich hier um die Querfelderwärmung im Gegensatz zur traditionellen Erwärmung im Längsfeld. Darüber hinaus sind wir mit Stangenerwärmern und Kantenerwärmern auf dem Markt präsent.

Ein wichtiges Standbein für ABP ist darüber hinaus das Aftermarketgeschäft. Unsere Kunden sind global aufgestellt. Deshalb offeriert ABP eine Ersatzteilversorgung und weltweiten Service mit anerkannt hohen Qualitätsstandards. Der Fokus auf den Aftermarket drückt sich auch in unserer Servicemarke

C3 - COMPLETE | CUSTOMER | CARE

mit unterschiedlichen "Care-Leveln" je nach Kundenbedarf aus:

Care-Level 1 - Unser Service bei Montage und Inbetriebnahme

Care-Level 2 - Unser Service im täglichen Einsatz bei Reparatur und Ersatzteilen

Care-Level 3 - Unser Service für die Modernisierung Ihrer Anlage.

In der Berichtsperiode haben wir unser Servicegeschäft im Rahmen unserer Digitalstrategie noch stärker durch digitale Produkte, Anwendungen und Serviceleistungen ausgebaut. Viele Kunden profitieren bereits von den zahlreichen Vorteilen der Digitalisierung.

Wir sehen uns auf den von uns bedienten Märkten auf einer soliden Position jeweils unter den ersten drei in der Gruppe der global agierenden Unternehmen. In bestimmten Ländern (z.B. China und Indien) spielen lokale Wettbewerber jedoch eine wichtige Rolle.

Personal

Als wesentlichen Punkt zur Differenzierung erachten wir das Engagement und die Kompetenz unserer Mitarbeiter. Sie sind der Schlüssel zu unserem Erfolg. Ende März 2024 hat die Gesellschaft 159 (2023: 159) Mitarbeiter in Dortmund beschäftigt. Die freiwillige Fluktuation im Jahr 2023 war mit weniger als 5 % (ohne Renteneintritte) trotz des intensiven allgemeinen Fachkräftewettbewerbes sehr moderat.

Zur Erreichung unserer Ziele setzen wir weiterhin auf die richtige Mischung aus erfahrenen und jüngeren Kollegen und fördern aktiv den Wissensaustausch im Unternehmen.

Das Unternehmen bietet sehr viel Freiraum für eigenverantwortliches Handeln und die individuelle Entwicklung von Mitarbeitern. Die Meinung unserer Mitarbeiter zählt im Unternehmen. Unser Ziel ist es, die Mitarbeiterzufriedenheit und die Führungsqualität weiter zu verbessern. Als Basis für unsere Aktivitäten haben wir erstmals die renommierte "Great Place to Work" Mitarbeiterbefragung durchgeführt.

Als Unternehmen fördern wir Familienfreundlichkeit und Nachhaltigkeit beispielsweise durch Regelungen zur flexiblen und mobilen Arbeitszeitgestaltung und Mitarbeiter-Benefits wie Fahrradleasing und bezuschusstes Job-Ticket.

Zur Sicherstellung der Deckung unseres Fachkräftebedarfes ist neben der laufenden Qualifizierung die Berufsausbildung ein zentrales Element. Deshalb bilden wir derzeit elf junge Menschen in zwei verschiedenen technischen Ausbildungsberufen aus und bieten unseren Mitarbeitern darüber hinaus Unterstützung bei der Aufnahme eines Studiums und anderen Weiterbildungsmaßnahmen.

Herausforderungen und Schwerpunkte der Personalarbeit im nächsten Jahr werden die Deckung des Fachkräftebedarfs sowie der Ausbau des aktiven Gesundheitsmanagements im Unternehmen sein.

Marketing

Unsere Wurzeln reichen bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts. Aber ABP wandelt und erneuert sich ständig. Dies findet auch Ausdruck in unserem Claim:

People. Technology. Success.

In diesem Claim werden die entscheidenden Differenzierungspunkte von ABP im Vergleich zu unseren Wettbewerbern zum Ausdruck gebracht:

Mitarbeiter, die durch ihr Fachwissen und Persönlichkeit den Unterschied machen. Unser Geschäft ist durch das gute Zusammenspiel zwischen unseren Kunden und ABP bestimmt. Unsere Mitarbeiter kennen die Bedürfnisse unserer Kunden und arbeiten Hand in Hand mit ihnen zusammen. Die Qualität der menschlichen Zusammenarbeit ist der Kern des Erfolges für unsere Kunden und für uns.

Die Technologie des Technologieführers bietet unseren Kunden durch Qualität eine hohe Zuverlässigkeit, die sich in geringen Ausfallzeiten ausdrückt. Dies ermöglicht über die lange Lebensdauer der Anlage hinweg eine beispiellose Produktivität. Der Vorsprung in der Digitalisierung gegenüber unserem Wettbewerb unterstreicht eindrucksvoll die Technologieführerschaft von ABP.

Daraus ergibt sich der Erfolg für unsere Kunden, der damit auch zum Erfolg für ABP, für unsere Mitarbeiter und letztendlich auch für die Eigentümer wird.

Dieses Thema findet sich auch in unserem Internetauftritt wieder. Selbstverständlich sind wir in den sozialen Netzwerken vertreten und freuen uns über eine immer größer werdende Anzahl von "Followern" mit denen wir ständig im Austausch sind.

Die Präsenz auf Messen und Konferenzen weltweit ist eine Voraussetzung im globalen Geschäft. So haben wir im Berichtszeitraum z.B. an der IFEX 2024 in Indien sowie an der GMTN (GIFA/THERMPROZESS/NEWCAST) 2023 in Düsseldorf teilgenommen und haben neben unser Engagement im Messebeirat der GMTN auch die Präsidentschaft für den Bereich Thermprozess übernommen.

Darüber hinaus sind wir in verschiedenen Fachverbänden aktive engagiert und setzen und sowohl in dem Bereich Normung als auch in den Bereichen Geopolitik und Geoeconomie für die Belange unserer Industrie und die unserer Kunden ein.

Auch die exzellente Ausbildung von jungen Mitarbeitern und die Teilnahme an Hochschulmessen sind Bausteine in unserer Marketingstrategie.

Forschung und Entwicklung

Grundlagenforschung im eigentlichen Sinne wird bei ABP nicht durchgeführt. Die Zielstellung unseres Unternehmens ist es, unseren Kunden nachhaltige Systeme und Lösungen mit kurzen Payback-Zeiten und höchstmöglichem Nutzen anbieten zu können. Dazu sind Investitionen zur Neu- und Weiterentwicklung unserer Produkte notwendig. Produktentwicklungen erfolgen bei ABP grundsätzlich kunden- bzw. projektspezifisch. Im Geschäftsjahr 2023/24 haben wir EUR 1,0 Mio. in Entwicklungsprojekte investiert: Unsere Bestandsprodukte wurden kontinuierlich verbessert und dahingehend weiterentwickelt, dass sich damit auch Metalle mit bisher von uns nicht bedienten Materialeigenschaften und -abmaßen induktiv erwärmen lassen. Dafür wird eine ABP-Erwärmungsanlage mit neuer Umrichter- und Steuerungstechnik ausgestattet und unser Produktportfolio wird um neue Schmelzanlagen für Nichteisenmetalle erweitert. Darüber hinaus setzen wir weiterhin auf die Neu- und Weiterentwicklung unserer digitalen Produktpalette. Im Geschäftsjahr 2024/25 werden wir die laufenden Produktentwicklungen zur Marktreife führen und des Weiteren an Technologien für den nicht-metallurgischen Bereich arbeiten. Im Fokus stehen dabei Power-to-heat-Anwendungen sowie Anwendungen zur Dekarbonisierung im Energiesektor mit den Schwerpunkten Wasserstoffgewinnung und Energiespeicherung und der Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Profitabilitätsteigerung unserer Kunden. Wir werden weiterhin kontinuierlich in die Weiterentwicklung unserer Produkte investieren.

ISO-Zertifizierungen

Im Berichtszeitraum haben wir unsere Managementsysteme gemäß den Anforderungen der ISO 9001:2015, ISO 14001:2015 und ISO 45001:2018 weiterentwickelt und erfolgreich rezertifiziert. Diese Zertifizierungen unterstreichen unser Engagement für höchste Qualitätsstandards, nachhaltiges Umweltmanagement und die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter.

Treibhausgasbilanzierung gemäß GHG-Protocol

Unsere langfristigen Ziele umfassen die kontinuierliche Reduktion von Treibhausgasemissionen und die Förderung nachhaltiger Praktiken innerhalb unseres Unternehmens und entlang unserer Lieferkette.

Für die Erreichung dieser Ziele und als Teil unserer Strategie werden wir, gemäß des European Sustainability Reporting Standard (ESRS) E1 und dem Greenhouse Gas Protocol (GHG-Protocol), unsere Treibhausgasemissionen in den Kategorien Scope 1, 2 und 3 ermitteln und analysieren.

Als erste Maßnahme und als Beitrag zur Reduktion unserer Treibhausgasemissionen, beziehen wir bereits im Berichtszeitraum Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

Diese Maßnahmen und Strategien unterstreichen unser Engagement für den Klimaschutz und die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels. Wir sind bestrebt, unsere Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern und einen positiven Beitrag zur globalen Klimaschutzagenda zu leisten.

3. Zweigniederlassungen

Die Niederlassung in Moskau wurde per 14. November 2023 geschlossen.

4. Steuerungssystem

Die Gesellschaft wird insbesondere auf Grundlage des Auftragseingangs, der Gesamtleistung sowie des Jahresergebnisses gesteuert. Darüber hinaus unterstützt die fortlaufende Erhebung weiterer Steuerungsgrößen wie zum Beispiel das Wachstum nach Geschäftssegment, die Kapazitätsauslastung, und die Liquidität die Unternehmenssteuerung. Auch Qualitätskosten, Produktivität und die Qualität der Auftragsabwicklung werden eng verfolgt. Darüber hinaus spielen nicht-finanzielle Leistungsindikatoren wie z.B. die Kundenzufriedenheit und der Fortschritt bei Entwicklungsprojekten eine Rolle.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach dem Bericht "World Economic Outlook April 2024" des IWF ist die Weltwirtschaft im Jahr 2023 insgesamt um 3,2 Prozent gewachsen. Im Vorjahreszeitraum war die Wirtschaft weltweit um 3,4 Prozent gestiegen.

Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum ist im Jahr 2023 nur geringfügig um 0,4 Prozent gewachsen, in einigen Volkswirtschaften sogar gesunken. Hierzu gehört die deutsche Wirtschaftsleistung, die sich laut IWF um 0,3 Prozent reduziert hat. In anderen großen Volkswirtschaften im Euroraum wie z.B. Frankreich, Italien (jeweils 0,9 Prozent) und Spanien (2,5 Prozent) fiel das Wachstum im Jahr 2023 positiver aus.

Die US-amerikanische Volkswirtschaft ist nach einer Erhöhung um 2,1 Prozent im Wirtschaftsjahr 2022 weitergewachsen. Der Anstieg der Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 betrug sogar 2,5 Prozent.

In Japan fiel nach 1,1 Prozent im Jahr 2022 auch das Wachstum der Wirtschaftsleistung im Kalenderjahr 2023 mit 1,9 Prozent etwas höher aus.

Wie auch in den Vorjahren haben sich in Asien die aufstrebenden und entwickelnden Volkswirtschaften besser geschlagen als die entwickelten Volkswirtschaften des Westens und zeigen im Jahr 2023 ein Wachstum von 5,6 Prozent der Wirtschaftsleistung.

In Lateinamerika ist die Wirtschaftsleistung in Brasilien im Jahr 2023 um 2,9 Prozent sowie in Mexiko um 3,2 Prozent angestiegen.

Nach einem Wachstum von 2,0 Prozent im Jahr 2022 hat sich in Südafrika das Wachstum in Höhe von 0,6 Prozent der Wirtschaftsleistung im Kalenderjahr 2023 weiter verlangsamt.

Für das Kalenderjahr 2024 prognostiziert der IWF in seinem Bericht "World Economic Outlook April 2024" ein globales Wachstum in Höhe von 3,2 Prozent.

2. Lage

Ertragslage

Wesentliche Eckdaten und Leistungsindikatoren können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Eckdaten Berichtsjahr 2023/24 Berichtsjahr 2022/23
TEUR TEUR
Auftragseingang 36.116 53.659
Umsatz 46.003 42.951
Gesamtleistung 44.294 36.035
Rohergebnis 24.456 22.823
Jahresüberschuss + 1.400 + 35

Der Auftragseingang im Berichtsjahr in Höhe von EUR 36,2 Mio. liegt um rd. EUR 17,5 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres.

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rd. EUR 3,1 Mio. auf EUR 46,0 Mio. angestiegen.

Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen haben sich gegenüber dem Vorjahr um rd. EUR 1,7 Mio. reduziert. Dennoch ist die Gesamtleistung im Vergleichszeitraum um EUR 8,3 Mio. angestiegen.

Zum 31. März.2024 ergibt sich ein Rohergebnis in Höhe von EUR 24,4 Mio. Im Geschäftsjahr konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1,4 Mio. erwirtschaftet werden.

Die Prognose für das Geschäftsjahr hinsichtlich eines Auftragseingangs auf Vorjahresniveau wurde nicht erreicht. Im Gegensatz zu unseren damaligen Annahmen konnten größere Aufträge erst im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 gebucht werden. Die Prognosen über die erhöhte Gesamtleistung sowie die Prognose eines ausgeglichenen Jahresergebnisses wurden jedoch deutlich übertroffen.

Investitionen

Wir haben im Berichtsjahr Investitionen in Höhe von TEUR 320 in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (Vorjahr: TEUR 376) getätigt. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um Ersatzinvestitionen, wie z.B. Werkstattbedarf und IT-Ausstattung.

Liquidität

Die Gesellschaft verfügte zum 31. März 2024 über flüssige Mittel in Höhe von EUR 0,25 Mio. und hatte ausreichend Kreditlinien für Avale und Importakkreditive zur Verfügung. Zum 31. März 2024 wurden Anzahlungs- und Gewährleistungsgarantien in Höhe von EUR 5,7 Mio. in Anspruch genommen. Wir sind in den Cash Pool des MHI-Mutterkonzerns eingebunden. Zu der erwarteten Liquiditätsentwicklung verweisen wir auf die Darstellungen des Liquiditätsrisikos innerhalb des Risikoberichts.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,7 Mio. verändert. Sowohl bei den immateriellen Vermögensgegenständen als auch bei den Sachanlagen ergaben sich nur geringe Veränderungen der Bilanzwerte. Die Finanzanlagen wurden um EUR 1,7 Mio. reduziert, so dass sich zum 31. März 2024 in Summe das Anlagevermögen von EUR 1,9 Mio. ergibt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zur Vorperiode im Berichtsjahr um EUR 8,9 Mio. erhöht. Insbesondere durch Abnahmen von Systemaufträgen im ersten Quartal 2024 haben sich die Vorräte im Vergleich zum 31. März 2023 um EUR 1,0 Mio. reduziert. Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag EUR 0,3 Mio.

Die Entwicklung der Finanzmittel ist aus der folgenden Kapitalflussrechnung ersichtlich:

TEUR
Periodenergebnis 1.400
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 299
Zu (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen 738
+ Verlust / (-) Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen 3
Zu (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -7.820
Zu (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.669
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -9.049
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -257
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -64
Rückzahlung von Investitionen in das Finanzanlagevermögen 1.704
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit 1.383
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -7.666
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 7.918
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 252

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere in Folge der Abrechnung eines Großprojektes im März, um TEUR 8.949 erhöht. Das Vorratsvermögen wurde im ersten Quartal 2024 um TEUR 1.037 abgebaut. Im Gegenzug zu den erhöhten Forderungen sind die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um TEUR 4.314 reduziert. Aus der Veränderung des Working Capital ergibt sich damit insgesamt ein Liquiditätsabfluss in Höhe von TEUR 11.488. Im Saldo ist damit der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -9.049 negativ. Die Investition in Höhe von TEUR 321 beeinflusst die Zahlungsmittelveränderung zudem negativ, Hingegen wirkt die Rückzahlung von Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.703 positiv, sodass sich insgesamt eine Reduzierung des Finanzmittelfonds zum 31. März.2024 in Höhe von TEUR 7.666 ergibt.

Aufgrund der Abrechnung von größeren Aufträgen im letzten Quartal des Geschäftsjahres haben die korrespondierenden Zahlungseingänge erst im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 stattgefunden. Die kurzfristige Verringerung der Liquidität zum Jahresende wurde durch hohe Zahlungseingänge im ersten Quartal des laufenden Jahres mehr als kompensiert.

Schlussbemerkung zu Geschäftsverlauf und Lage

Das Geschäftsjahr 2023/24 verlief für uns insgesamt positiv und wir haben aufgrund des Umsatzvolumens in Höhe von EUR 46,0 Mio. den Berichtszeitraum mit einem deutlichen Gewinn abgeschlossen.

Mit dem MHI-Konzern im Rücken arbeiten wir weiter an Entwicklungsprojekten, investieren in die Zukunft und halten unser Entwicklungsbudget auf hohem Niveau. Wir sehen, dass diese Bemühungen weiter Früchte tragen und sich die Auftragssituation positiv entwickelt. Wir gehen für das Geschäftsjahr 2024/25 von einem positiven Jahresergebnis aus.

III. Chancen- und Risikobericht

Risiken

Absatzrisiko

Ein grundsätzliches Risiko jeden Geschäfts ist das Auftragseingangsrisiko und damit das Volumen. Während es sich im Aftermarketbereich um ein relativ kontinuierliches Geschäft mit kleineren Auftragsgrößen und einem schnellen Cash-Zyklus handelt, stellt sich die Situation im Systemgeschäft deutlich anders dar.

Unser Geschäft hat sich in den letzten Jahren stärker zu Aufträgen mit einem größeren Volumen verschoben. Diese größeren Aufträge im Wert von mehreren Millionen EUR ändern abrechnungsbedingt deutlich das Ertragsbild des Unternehmens, weil für diese Systemaufträge die Durchlaufzeiten oft deutlich mehr als ein Jahr betragen. Im Bereich der mittleren Aufträge ist der Bestand am Anfang des Geschäftsjahres und der Auftragseingang in den ersten Monaten entscheidend für die Möglichkeit, im Laufe des Jahres noch abrechnen zu können. Damit hat das Auftragseingangsrisiko offensichtlich große Auswirkungen auf die Fähigkeit, die fixen Kosten des Unternehmens zu decken und ist für die Gesellschaft daher von hoher Bedeutung.

Die Auftragslage am Markt hat sich nach den Jahren der Covid-19-Pandemie wieder normalisiert.

Aufgrund des geringen Anteils des Russlandgeschäftes an dem gesamten Erfolg der Gesellschaft, gehen wir weiterhin nicht von wesentlichen Risiken für die ABP Induction Systems GmbH im Zusammenhang der Ukraine-Krise aus. Die Niederlassung in Moskau wurde per 14. November 2023 geschlossen.

Auch wenn unsere Planungen dies nicht vorsehen, ist es möglich, dass die durch die teilweise weiterhin bestehenden Lieferkettenschwierigkeiten sowie die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs sich negativ auf den Auftragseingang auswirken. Falls diese Situation doch einträfe, würden wir unter Umständen Maßnahmen wie den Abbau der Zeitguthaben oder ggf. sogar Kurzarbeit für Teile der Belegschaft beantragen und die Kostensenkungsmaßnahmen weiter verschärfen.

Liquiditätsrisiko

ABP verfolgt sehr eng die Liquidität und erstellt regelmäßig eine Liquiditätsvorschau. Zudem kann die Gesellschaft auf die frei verfügbare Liquidität innerhalb der ABP-Gruppe zurückgreifen. Darüber hinaus ist ABP in das Cashpoolingsystem des MHI-Konzerns integriert. Der Konzern stellt Liquidität in ausreichendem Umfang sicher.

Auf Basis der vorliegenden Zahlen geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Gesellschaft auch in der Zukunft zur Begleichung ihrer Verbindlichkeiten in der Lage sein wird. Die Planungsrechnung ist ambitioniert und setzt voraus, dass der geplante Auftragseingang realisiert wird. Für die wesentlichen Planungsprämissen wird auf den Prognosebericht verwiesen. Zur Reduzierung des Liquiditätsrisikos hat die Gesellschaft die Liquiditätsversorgung über das Cashpooling und Kreditlinien des Konzerns bereits in den Vorjahren erhöht. Die Muttergesellschaft hat gegenüber der Gesellschaft eine befristete Patronatserklärung zur Sicherstellung der Liquidität abgegeben. Es kann unter anderem das an die Muttergesellschaft ausgereichte Darlehen von dieser weiter zurückgeführt werden, indem die Muttergesellschaft sich konzernintern Finanzmittel leiht. Die Geschäftsführung geht unverändert davon aus, die erwarteten positiven Cashflows generieren zu können. Sollten die geplanten Umsatzerlöse nicht ausgewiesen werden können, würde die vom MHI-Konzern bereitgestellte Kreditlinie in Anspruch genommen werden.

Abwicklungsrisiko

Neben dem Auftragseingangsrisiko ist die reibungslose Abwicklung der Aufträge entscheidend für das Unternehmensergebnis. Während wir in der Vergangenheit bei Neuentwicklungen und von unserem Standard abweichenden sehr kundenspezifischen Entwicklungen auch Margenverschlechterungen in den Aufträgen feststellen mussten, ist das Risiko der Margenverschlechterung bei dem derzeitigen Auftragsportfolio geringer. Um dem wachsenden Preisdruck unserer Kundschaft zu begegnen, haben wir das Outsourcing von bestimmten Tätigkeiten forciert und in diesem Bereich Erfahrungen gemacht. Trotz konsequenter Qualitätskontrollen kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im Zuge dieser Verlagerung und der Gewinnung von neuen Lieferanten während einer Übergangsphase zu erhöhten Kosten kommt, die den Deckungsbeitrag dieser Aufträge verschlechtern. Bei bestimmten Projekten kann es aufgrund von sehr auftragsspezifischen Anforderungen zu Kostenüberschreitungen kommen, die die zukünftig zu realisierenden Margen dieser Aufträge negativ beeinträchtigen könnten. Weiterhin auftretende Schwierigkeiten in den Lieferketten führen teilweise zu Verzögerungen in der Auftragsabwicklung und erhöhten Beschaffungspreisen. Der strenge Fokus auf das Qualitätsmanagement und eine enge Auftragsverfolgung in regelmäßigen Auftragsüberwachungsgesprächen helfen, dieses Risiko weiter zu minimieren. Es wird dadurch begrenzt, kann aber nicht völlig ausgeschlossen werden. Wir haben Werkzeuge, um Abwicklungsrisiken früh zu erkennen und rechtzeitig gegensteuern zu können.

Die Risiken, welche die aktuellen geopolitischen Entwicklungen mit sich bringen, adressieren wir durch fokussiertes Decoupling von China und das Entwickeln neuer Lieferantenbeziehungen in Indien, Osteuropa und Nord und Mittelamerika.

Bonitätsrisiken

Eine enge Verfolgung der Bonität unserer Geschäftspartner hilft uns Zahlungs- und Lieferausfallrisiken zu begrenzen. So werden Geschäfte in Risikoländern weiterhin nur besichert (z.B. durch Vorkasse oder in Form von unwiderruflichen und bestätigten Dokumentenakkreditiven) durchgeführt. Für die Debitoren sind Kreditlinien in unserem ERP- System festgelegt. In diesem Bereich sind derzeit keine materiellen Risiken erkennbar.

Personalrisiken

Trotz der engen Betreuung von Know-how-Trägern werden wir nicht vollständig ausschließen können, dass Mitarbeiter mit einem großen Erfahrungsschatz und Fachwissen das Unternehmen verlassen. Wir verteilen das Wissen auf mehrere Köpfe und sehen keine Abhängigkeiten von einzelnen Personen.

Versicherungen

Die versicherbaren wesentlichen Risiken haben wir durch Versicherungspolicen abgedeckt. So bestehen eine Haftpflichtversicherung, eine Betriebsunterbrechungsversicherung, eine Montage- und Garantieversicherung und andere wichtige Versicherungen. Wir werden dabei von unserem deutschen Versicherungsmakler und den Fachleuten im MHI-Konzern fachkundig betreut.

Chancen

Vor dem Hintergrund eines deutlich verbesserten Marktumfelds sehen wir Chancen für das laufende Geschäftsjahr im Bereich der Öfen für bestimmte Anwendungen, z.B. im Bereich der Schmelzöfen mit höheren Leistungen. Bei kundenspezifischen Problemlösungen macht sich das Know-how von ABP in besonderem Maße bemerkbar. Darüber hinaus sehen wir weitreichende Möglichkeiten in der Erwärmertechnologie, insbesondere in enger Zusammenarbeit mit unseren Schwestergesellschaften von Primetals. Hier sind wir im Stahlsegment tätig, in dem wir in den letzten Jahren vielfältig Erfahrungen gesammelt haben. Wir arbeiten mit unseren Kollegen im Konzern an wesentlichen Produktverbesserungen, die deutliche Vorteile für den Endkunden bringen. Eine stärkere strategische Ausrichtung auf Produktentwicklungen stützt diesen Ansatz. Das Volumen im Systemgeschäft in den vergangenen Jahren ermöglicht auch eine starke Position im Aftermarket-Geschäft. Die höheren Margen im Service können nachhaltig helfen, die Erträge zu stabilisieren und die konjunkturellen Schwankungen aus dem Systemgeschäft besser abzufedern.

Der dringende Handlungsbedarf unserer Kunden in Hinblick auf die Digitalisierung eröffnet uns zukünftig weitere Chancen unser Portfolio mit unseren digitalen Angeboten auszubauen und marktmäßig zu diversifizieren.

Eine engere Zusammenarbeit im Konzernverbund mit unserem Anteilseigner Mitsubishi Heavy Industries Ltd. ermöglicht Einsparungen im Einkauf, günstigere Konditionen bei unseren Finanzpartnern und auch Geschäftschancen im Mitsubishi-Konzern, wo unser Know-how, insbesondere in der Elektrik, neue Anwendungen möglich machen kann.

IV. Prognosebericht

Wirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Lage im Jahr 2023 war laut IWF-Bericht "World Economic Outlook April 2024" mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung um weltweit 3,2 Prozent positiv. Für das Jahr 2024 und 2025 geht der IWF von einem gleichbleibenden Wachstum im Vergleich zum Vorjahr aus. Für beide Jahre wird ebenfalls ein Wachstum von 3,2 Prozent prognostiziert.

Die regionalen Auswirkungen stellen sich deutlich differenzierter dar. Nach der Prognose des IWF wird sowohl China mit 4,6 Prozent als auch Indien mit 6,8 Prozent ein größeres Wachstum aufweisen als die weltweite Gesamtwirtschaft. Die reiferen Volkswirtschaften wie der Euroraum oder Japan könnten 2024 ihre Wirtschaftsleistung nur um 0,8 Prozent bzw. 0,9 Prozent steigern. Für die USA wird ein Wachstum in Höhe von 2,7 Prozent prognostiziert. Auf einem vergleichbaren Niveau wird das Wachstum in Höhe von 2,4 Prozent für Mexiko im Jahr 2024 erwartet.

Die Prognosen für 2024 und die Folgeperiode sind naturgemäß mit einer hohen Unsicherheit behaftet. Nichtsdestotrotz lässt sich subsumieren, dass nach dem Dämpfer, ausgelöst durch die Covid-19-Pandemie im Jahr 2020, die Wirtschaft weiterhin wächst, wenn auch für die Jahre 2024 und 2025 auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Zu bedenken ist selbstverständlich, dass gesamtwirtschaftliches Wachstum nicht unverzüglich eine Steigerung der Ausrüstungsinvestitionen in unseren Märkten bedeutet.

Der Trend zu umweltfreundlicher und emissionsarmer Produktion stärkt den Trend zum Induktionsofen - nicht nur in den entwickelten Wirtschaftsnationen aber auch zunehmend in China. Hieraus ergeben sich besondere Chancen für ABP.

Für den Bereich Stahl ist der Markt noch etwas zyklischer als im Gießerei- oder im Schmiedegeschäft. Hier kommt auch eine politische Dimension in Form von Zöllen und anderen Handelsbeschränkungen stärker zum Tragen und beeinflusst das Geschäft. Projekte in China und auch in anderen Teilen der Welt werden weiterverfolgt. Insgesamt sehen wir hier eine positive Entwicklung.

Der Trend zur Verlagerung von Produktion in Regionen mit einem geringeren Kostenniveau insbesondere nach Asien zum einen und die Expansion von chinesischen Kunden mit Investitionen in der westlichen Welt zum anderen wird weiter anhalten. Aufgrund unserer weltweiten Ausrichtung und den Möglichkeiten im MHI-Konzernverbund können wir von dieser Entwicklung profitieren.

Annahmen

Nach der Normalisierung der Marktaktivitäten aus der Covid-19-Pandemie gehen wir davon aus, dass es mit dem Geschäftsjahr 2025 grundsätzlich zu einer weiteren Stabilisierung der Geschäftstätigkeiten kommt. Unsicherheiten bestehen in den weiteren Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine und den damit verbundenen Sanktionen. Insgesamt sehen wir deutlich veränderte Rahmenbedingungen für die Weltwirtschaft und dadurch auch für unser Geschäft: Abhängigkeiten von autoritären Führungen werden verringert werden, was zu einer Verschiebung von Produktionsstätten und Lieferketten zu befreundeten Staaten führt (De-Risking und Friendshoring). Für die ABP-Gruppe gehen wir davon aus, dass unsere weltweite Aufstellung die notwendige Flexibilität bietet, um sich erfolgreich diesen Herausforderungen zu stellen. Durch die gute Auslastung der Fertigungskapazitäten bei unseren Kunden gehen wird davon aus, dass im Aftermarket- Bereich die Nachfrage mindestens auf dem Niveau des Vorjahres bleibt.

Aufgrund unseres internationalen Geschäftes sind wir Währungsumrechnungseffekten ausgesetzt, vor allem bezogen auf den US-Dollar. Zusätzlich zu unserem Exportgeschäft in USD existieren in USD denominierte Ausleihungen an unsere Muttergesellschaft. Bei einer Abwertung des USD würde sich hier unter Umständen ein Abwertungsbedarf ergeben. In unseren Planungen gehen wir davon aus, dass der USD keinen extremen Schwankungen ausgesetzt ist. Im Rahmen des Konzernverbunds arbeiten wir an Lösungen, um die Fremdwährungsrisiken weiter zu reduzieren.

Voraussichtliche Geschäftsentwicklung

Ist 2023/24 Prognose 2024/25
Auftragseingang EUR 36,1 Mio. auf Vorjahresniveau
Gesamtleistung EUR 44,3 Mio. auf Vorjahresniveau
Jahresüberschuss EUR 1,4 Mio. auf Vorjahresniveau

Aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung und des erhöhten Umsatzes war der Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres deutlich positiv.

Wir erwarten für den Auftragseingang ein höheres, für die Gesamtleistung ein vergleichbares Niveau wie im Berichtsjahr.

Trotz des Ukraine-Kriegs sowie weiterhin vorhandenen Schwierigkeiten am Markt und im Bereich der Lieferketten, rechnen wir im Geschäftsjahr 2024/25 mit einem stabilen Verlauf auf Niveau des aktuellen Berichtsjahres und einem positivem Jahresergebnis. Mögliche Lieferkettenprobleme haben wir frühzeitig identifiziert und bereits alternative Lieferanten in den einzelnen Wirtschaftsregionen identifiziert und wo möglich eine Verlagerung bereits eingeleitet.

Investitionen

Für das Geschäftsjahr 2024/25 haben wir Investitionen in Höhe von EUR 0,3 Mio. budgetiert. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Investitionen in IT-gestützte Prozessverbesserungen und um Ersatzinvestitionen für die Werkstatt.

Liquidität

Die Geschäftsführung hat den Umsatz- und Ergebnisforecast für 2024/25 aktualisiert. Hieraus ergibt sich, dass die Gesellschaft bei Einhaltung der Planungsprämissen auch weiterhin zur Begleichung ihrer Verbindlichkeiten in der Lage sein wird.

V. Verwendung von Finanzinstrumenten

Wesentliche Kundenaufträge und bedeutende Einkäufe in Fremdwährung werden kursgesichert. Kurssicherungen und der Einsatz von anderen Finanzinstrumenten erfolgen grundsätzlich nur zur Absicherung eines Grundgeschäftes, nie zu spekulativen Zwecken. Im Berichtsjahr wurden derivative Kurssicherungsinstrumente in USD eingesetzt.

VI. System interner Kontrollen

Das Unternehmen verfügt über eine Vielzahl von internen Kontrollen. Unser Kontrollsystem umfasst klare Funktionstrennungen, detaillierte Unterschriftsregelungen, das Vier- Augen-Prinzip und gegebenenfalls auch eine durch den MHI-Konzern durchgeführte interne Revision.

 

Dortmund, 28. Juni 2024

ABP Induction Systems GmbH

Die Geschäftsführung

Till Schreiter

Bernd Bartelheimer

Dr. Niels Hammer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ABP Induction Systems GmbH, Dortmund

PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben den Jahresabschluss der ABP Induction Systems GmbH, Dortmund - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ABP Induction Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 16. Oktober 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wies, Wirtschaftsprüferin

Winkler, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

5 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.