Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 219201
Vorher
Vanta GmbH
Eingetragen
18.7.2020
Branche
Geld- und WertdiensteManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung sonstiger juristischer Dienstleistungen
Gegenstand
Das Betreiben des E-Geld-Geschäfts und die Erbringung von Zahlungsdiensten im Sinne des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes sowie damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Steinmetz
seit 19.12.2025
Prokura
Jan Stechele
seit 27.2.2025
Geschäftsführer
Stephan Haslebacher
seit 19.12.2024
Geschäftsführer
Marcel Kroitblat
seit 13.6.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (7)

Ungelöste Beteiligungen (21)

NameAnteil
Nufin GmbHEigenbeteiligung
0.34%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Nufin GmbH
Germany
350.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Moss GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

1. Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang

1.1. Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute 4.087.323,25 4.457.983,54
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 4.087.323,25 0,00
davon: auf Treuhandkonten 218.404,80 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 4.457.983,54
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.079.083,02 56.971,40
aus sonstigen Tätigkeiten 1.079.083,02 56.971,40
3. Rechnungsabgrenzungsposten 19.868,50 73,44
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 7.959,62 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 11.908,88 73,44
5.186.274,77 4.515.028,38

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 218.404,80 0,00
aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 218.404,80 0,00
davon: aus der Ausgabe von E-Geld 218.404,80 0,00
2. Sonstige Verbindlichkeiten 283.255,76 7.160,40
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 23.459,62 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 259.796,14 7.160,40
3. Rückstellungen 189.446,23 12.700,00
andere Rückstellungen 189.446,23 12.700,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 107.151,96 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 82.294,27 12.700,00
4. Eigenkapital 4.495.167,98 4.495.167,98
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 350.000,00 350.000,00
b) Kapitalrücklage 4.150.000,00 4.150.000,00
d) Bilanzverlust -4.832,02 -4.832,02
5.186.274,77 4.515.028,38

1.2. Gewinn- und Verlustrechnung

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Zinserträge 33.710,30 0,00
aus sonstigen Tätigkeiten 33.710,30 0,00
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 33.710,30 0,00
2. Zinsaufwendungen 11,36 0,00
aus sonstigen Tätigkeiten 11,36 0,00
3. Provisionserträge 1.218,00 0,00
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 1.218,00 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.657.586,07 0,00
aus sonstigen Tätigkeiten 1.657.586,07 0,00
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 1.723.617,13 56.971,40
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 690.506,93 0,00
aa) Personalaufwand 596.333,81 0,00
aaa) Löhne und Gehälter 506.310,89
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 90.022,92
darunter: für Altersversorgung 0,00
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 94.173,11 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.033.110,20 56.971,40
aa) Personalaufwand 892.211,99
aaa) Löhne und Gehälter 757.523,11
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 134.688,88
darunter: für Altersversorgung 0,00
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 140.898,22
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -31.114,12 -56.971,40
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld -689.288,93 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 658.174,81 -56.971,40
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 8.891,09 0,00
aus sonstigen Tätigkeiten 8.891,09 0,00
8. Erträge aus Verlustübernahme 40.005,21 56.971,40
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 16.026,69 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 23.978,52 56.971,40
9. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00
10. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -4.832,02 -4.832,02
aus sonstigen Tätigkeiten -4.832,02 -4.832,02
11. Bilanzverlust -4.832,02 -4.832,02

ANHANG zum 31.12.2023

Moss GmbH

1.3. Anhang

1.3.1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Moss GmbH (im folgenden "Moss") ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Nufin GmbH. Die Moss hat ihren Sitz in Berlin und ist beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Registernummer HRB219201B im Handelsregister eingetragen. Die Nufin GmbH hat mit Moss am 17. Mai 2022 einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Dieser wurde zum 23. Dezember 2022 im Handelsregister eingetragen.

Moss erhielt am 29. Juni 2022 gemäß § 11 Abs. 1 ZAG die Erlaubnis, das E-Geld-Geschäft nach § 1 Abs. 2 Satz 2 ZAG zu betreiben. Die Gesellschaft hat im Juni 2023 das erlaubnispflichtige Geschäft aufgenommen und in diesem Zusammenhang E-Geld ausgegeben. Der Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften des § 340 Abs.1 i.V.m. Abs. 5 HGB i.V.m. § 340a Abs. 1 HGB für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

1.3.2. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Moss GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Berlin (Charlottenburg)

1.3.3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.3.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Moss fällt durch die Aufstellung des Jahresabschlusses gemäß den Vorschriften nach § 340 Abs.1 i.V.m. Abs. 5 HGB in den Anwendungsbereich des § 330 Abs. 2 Nr. 4 HGB und muss demnach die nach § 2 RechZahIV besonderen Ausweisvorschriften und Formblätter der RechZahIV beachten.

Die Gesellschaft hat abweichend von § 266 HGB über die Gliederung der Bilanz Anlage 1 (zu § 2) Formblatt 1 RechZahlV und abweichend von § 275 HGB über die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung Anlage 2 (zu § 2) Formblatt 2 RechZahlV zu verwenden. Im amtlichen Formblatt vorgesehene, aber nicht belegte, Positionen wurden nicht aufgeführt.

Als Zahlungs- und E-Geld-Institut sind für die handelsrechtlichen Ausweise der Positionen der Bilanz gemäß Anlage 1 (zu § 2) Formblatt 1 RechZahlV und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß Anlage 2 (zu § 2) Formblatt 2 RechZahlV die Positionen grundsätzlich entsprechend ihrer Herkunft bzw. wirtschaftlichen Zurechenbarkeit unter den Unterpositionen "aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld" auszuweisen, außer die Gesellschaft betreibt eine weitere Geschäftstätigkeit. In der Gewinn- und Verlustrechnung ist zu jedem Posten der entsprechende Betrag des Vorjahres anzugeben (§ 340a Abs. 2 iVm. § 265 Abs. 2 HGB).

Durch die Aufnahme der regulierten Geschäftstätigkeit während des Geschäftsjahres wurde die Allokation der Positionen innerhalb der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend ihrer Herkunft und wirtschaftlichen Zurechenbarkeit vorgenommen.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Forderungen an Kreditinstitute sowie sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die wirtschaftlich späteren Perioden zuzuordnen sind.

Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag, Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Betrags passiviert.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

1.3.3.2 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten.

1.3.4. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die Bilanzposition in Höhe von 4.087.323,25 EUR (Vorjahr: 4.457.983,54 EUR) setzt sich aus täglich fälligen Guthabensalden bei Kreditinstituten in der Höhe von 3.868.918,45 EUR (Vorjahr: 4.457.983,54 EUR) sowie den verfügungsbeschränkten Treuhandkonten für Kundengelder des E-Geld-Geschäfts zusammen, welche sich auf 218.404,80 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) am Bilanzstichtag belaufen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 1.079.083,02 EUR (Vorjahr: 56.971,40 EUR) setzt sich größtenteils aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 818.556,23 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) sowie aus den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 40.005,21 EUR (Vorjahr: 56.971,40 EUR) zusammen, welche den Erträgen aus der Verlustübernahme entsprechen. Am Bilanzstichtag ergibt sich außerdem eine Forderung aus Steuern in Höhe von 49.348,95 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) sowie eine Forderung gegenüber einem Geschäftspartner in Höhe von 171.171,63 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 19.868,50 EUR (Vorjahr: 73,44 EUR) setzt sich aus im Voraus erhaltenen und bezahlten Lieferantenrechnungen zusammen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden belaufen sich auf 218.404,80 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) und entsprechen dem Kundenguthaben auf den Treuhandkonten aus der Ausgabe von E-Geld. Davon entfallen 207.817,87 EUR auf verbundene Unternehmen. Alle Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind täglich fällig, weshalb eine Untergliederung nach § 7 RechZahlV unterbleibt.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich größtenteils aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 155.852,05 EUR (Vorjahr: 7.160,40 EUR) zusammen. Darüber hinaus bestehen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 127.403,71 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR), welche sich unter anderem aus Verbindlichkeiten aus Steuern von 96.006,69 EUR (Vorjahr: 0) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von 9.830,76 EUR (Vorjahr: 0) zusammensetzen.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Es bestehen keine Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährung.

Rückstellungen

Die Rückstellungen in Höhe von 189.446,23 EUR (Vorjahr: 12.700,00 EUR) umfassen Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in der Höhe von 83.220,50 EUR (Vorjahr: 12.000,00 EUR), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 45.188,93 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) sowie für Personalaufwand und die Aufbewahrungspflicht für Geschäftsunterlagen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf 350.000,00 EUR (Vorjahr: 350.000,00 EUR). Die Kapitalrücklage beträgt 4.150.000,00 EUR (Vorjahr: 4.150.000,00 EUR). Einschließlich Kapitalrücklagen und abzüglich Verlustvorträgen aus Vorjahren beläuft sich das gesamte Eigenkapital zum Jahresende 2023 auf 4.495.167,98 EUR (Vorjahr: 4.495.167,98 EUR).

Bilanzverlust

Der Bilanzverlust in Höhe von -4.832,02 EUR reflektiert die Verlustvorträge aus Vorjahren.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Insbesondere bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.

1.3.5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge

Die Zinserträge aus Geldmarktgeschäften belaufen sich im Geschäftsjahr auf 33.710,30 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Zinsaufwendungen

Im Geschäftsjahr betragen die Zinsaufwendungen 11,36 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Provisionserträge

Die Provisionserträge umfassen Erträge aus der Erbringung des E-Geld-Geschäfts in der Höhe von 1.218,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Berichtszeitraum 1.657.586,07 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Sie umfassen Erträge aus erbrachten Leistungen gegenüber Mastercard als wichtigem Geschäftspartner aus dem zukünftigen Kreditkartengeschäft in Höhe von 959.523,50 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR), wovon 73.027,97 EUR aperiodisch auf das 4. Quartal 2022 entfallen, sowie aus Leistungen durch Mitarbeitergestellung gegenüber der Muttergesellschaft, der Nufin GmbH, in Höhe von 698.062,57 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen belaufen sich auf 1.723.617,13 EUR (Vorjahr: 56.971,40 EUR). Sie umfassen größtenteils Personalaufwendungen in Höhe von 1.488.545,80 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) sowie andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 235.071,33 EUR (Vorjahr: 56.971,40 EUR), woraus die Aufwendungen für Prüfungs- und Beratungskosten 122.441,13 EUR (Vorjahr: 12.000,00 EUR) betragen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Höhe der Steuern vom Einkommen und Ertrag beläuft sich auf 8.891,09 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) und umfasst im Geschäftsjahr gezahlte Kapitalertragsteuer sowie den Solidaritätszuschlag auf den Zinsertrag.

Erträge aus Verlustübernahme

Unter den Erträgen aus Verlustübernahme in Höhe von 40.005,21 EUR (Vorjahr: 56.971,40 EUR) werden Erträge aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Nufin GmbH aufgeführt.

1.3.6. Sonstige Angaben

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar gem. § 285 Nr. 17 HGB beträgt 77.350,00 EUR inkl. Mehrwertsteuer (Vorjahr: 12.000,000 EUR) und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug gemäß § 285 Nr. 7 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 5 HGB 16,5 (Vorjahr: 0) Mitarbeiter.

Arbeitnehmergruppen Durchschnittliche Anzahl
Leitende Angestellte 5
Angestellte 11,5

Zusätzliche Erläuterungen

Mangels Geschäftsaktivitäten in anderen, nicht-deutschen, Märkten ist eine geografische Aufteilung besonderer Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung gem. § 28 RechZahlV entbehrlich.

Zusätzliche Pflichtangaben

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 144 Zahlungsvorgänge gemäß § 29 Absatz 4 RechZahlV (Vorjahr: 0) durchgeführt, dies bei einem Zahlungsvolumen in Höhe von 19.411,93 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Gem. § 29 Absatz 1 Nr. 4 RechZahlV wurden im Geschäftsjahr 2023 Dienstleistungen für Verwaltung für Dritte (Nufin GmbH) in der Höhe von 698.062,57 EUR erbracht.

Nachtragsbericht

Der Geschäftsleiter Christian Müller ist zum 31. Dezember 2023 aus der Geschäftsleitung ausgeschieden. Herr Markus Linss wurde als neuer Geschäftsleiter zum 19. Januar 2024 bestellt.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Dirk Barth ausgeübter Beruf: Geschäftsleiter
Christian Müller (bis zum 31.12.2023) ausgeübter Beruf: Geschäftsleiter
Markus Linss (ab 19.01.2024) ausgeübter Beruf: Geschäftsleiter

Gegenüber den Mitgliedern der Geschäftsführung bestehen zum 31. Dezember 2023 keine Forderungen aus gewährten Vorschüssen und Krediten. Zugunsten dieses Personenkreises gab es keine Haftungsverhältnisse. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsleiter verzichtet.

Angaben zu verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft besitzt keine Anteile an anderen Gesellschaften. Die Anteile der Moss GmbH werden zu 100 Prozent von folgender Muttergesellschaft gehalten:

Name Nufin GmbH
Sitz Berlin, Deutschland
Handelsregistereintragung 12.08.2019

Die folgenden Gesellschaften sind verbundene Unternehmen gemäß § 271 Abs. 2 HGB. Die Anteile an diesen Gesellschaften werden allesamt von derselben Muttergesellschaft, der Nufin GmbH, gehalten:

Name GetMoss Estonia OÜ
Sitz Tallinn, Estland
Handelsregistereintragung 08.04.2021
Name GetMoss NL B.V.
Sitz Amsterdam, Niederlande
Handelsregistereintragung 23.09.2021
Name GetMoss Poland Sp.z. o.o
Sitz Warschau, Polen
Handelsregistereintragung 29.11.2021
Name GetMoss UK Ltd.
Sitz London, United Kingdom
Handelsregistereintragung 10.01.2022
Name GetMoss Capital Luxembourg S.à r.l.
Sitz Luxembourg, Luxembourg
Handelsregistereintragung 27.05.2022
Name GetMoss ES S.L.
Sitz Barcelona, Spain
Handelsregistereintragung 11.08.2022

Geschäfte mit verbundenen Unternehmen

Gem. § 3 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 und 2 RechZahlV bestanden zum Bilanzstichtag Forderungen gegenüber Kreditinstituten von denen 207.817,87 EUR die Nufin GmbH als verbundenes Unternehmen betrafen. Daneben bestanden zum Bilanzstichtag Forderungen (unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen) gegenüber der Nufin in der Höhe von 157.682,64 EUR aus der Verrechnung der Mitarbeitergestellung und in der Höhe von 40.005,21 EUR aus dem Anspruch aus der Verlustübernahme.

Am Jahresende lag eine Nebenabrede zwischen der Moss und der Nufin GmbH in Bezug auf den gegenseitigen Vertrag vor, der eine Erweiterung des Leistungsumfangs und eine Anpassung der Vergütungsmethodik vorsieht. Entgegen der Schriftformerfordernis des Vertrags wurde die Nebenabrede mündlich getroffen, sodass insoweit kein marktübliches Vorgehen vorliegt. Das Institut hat nach dem Bilanzstichtag bereits die entsprechende Anpassung und Erweiterung des Vertrags eingeleitet.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, 13.06.2024

Markus Linss

Dirk Barth

LAGEBERICHT zum 31.12.2023

Moss GmbH

2. Lagebericht

2.1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Moss GmbH (im folgenden "Moss" oder "Gesellschaft") ist ein E-Geldinstitut und Zahlungsdienstleister und ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Nufin GmbH ("Nufin"). Beide Unternehmen haben ihren Sitz in Berlin.

Moss erhielt am 29. Juni 2022 gemäß § 11 Abs. 1 ZAG die Erlaubnis, das E-Geld-Geschäft nach § 1 Abs. 2 Satz 2 ZAG zu betreiben. Seit Juni 2023 betreibt die Moss das E-Geld-Geschäft sowie Überweisungsgeschäft für ausgewählte und ausschließlich inländische Unternehmenskunden. Gegenstand der aufgenommenen Geschäftstätigkeit der Moss im Jahr 2023 ist es, den Kunden zu ermöglichen, Zahlungen zur Erstattung von Auslagen an ihre Mitarbeiter vorzunehmen ("Reimbursements").

Im Vorfeld der Geschäftsaufnahme hat die Moss ihre Organisationsstruktur signifikant erweitert, insbesondere wurden auch die Mitarbeiter bestimmter operativer Einheiten und der Kontrollfunktionen von der Muttergesellschaft übernommen.

Die Übernahme eines größeren Kundenportfolios und die zugehörige Ausgabe ("Issuing") von Firmenkreditkarten von einem anderen E-Geld-Institut sowie eine Weiterentwicklung der Zahlungsfunktionen für die Erstattung von Auslagen und das Bezahlen von Rechnungen, sind für das Geschäftsjahr 2024 geplant.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

2.2. Wirtschaftsbericht

2.2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im World Economic Outlook von Oktober 2023 nimmt der Internationale Währungsfonds (IWF) an, dass sich das globale Wachstum von 3,0 Prozent im Jahr 2023 auf 2,9 Prozent im Jahr 2024 verlangsamen wird, was deutlich unter dem historischen (2000-19) Durchschnitt von 3,8 Prozent liegt. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird mit einer Abschwächung von 1,5 Prozent im Jahr 2023 auf 1,4 Prozent im Jahr 2024 gerechnet, da die Straffung der Politik zu greifen beginnt. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein leichter Rückgang des Wachstums von 4,1 Prozent im Jahr 2022 auf 4,0 Prozent in den Jahren 2023 und 2024 erwartet. Die globale Inflation wird den Prognosen zufolge stetig zurückgehen, von 6,9 Prozent im Jahr 2023 auf 5,8 Prozent im Jahr 2024, was auf eine straffere Geldpolitik zurückzuführen ist, die durch niedrigere internationale Rohstoffpreise unterstützt wird. Die Kerninflation wird den Projektionen zufolge im Allgemeinen allmählich zurückgehen, und in den meisten Fällen wird erwartet, dass die Inflation erst 2025 zum Zielwert zurückkehrt.

2.3. Geschäftsverlauf

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 hat die Gesellschaft ihre operative Geschäftstätigkeit für ausgewählte und ausschließlich inländische Unternehmenskunden aufgenommen. Darüber hinaus wurde die Migration eines größeren Kundenportfolios eingeleitet, um die Aufnahme des Zahlungskarten- und Akquisitionsgeschäft in 2024 zu gewährleisten. Hierzu zählen neben den vorbereitenden Tätigkeiten für die Übernahme der Kunden auch der Abschluss der vertraglichen Vereinbarungen mit einem Geschäftspartner aus dem Kreditkartengeschäft. Aufgrund des historisch geplanten Abschlusses der Portfoliomigration im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Geschäftsverlauf jedoch nicht wie geplant dargestellt. Vielmehr hat die Moss GmbH im Berichtsjahr das erlaubnispflichtige Geschäft nur in einem geringen Umfang betrieben.

Auf Basis der vorhandenen Daten und Informationen zur Entwicklung des Kartenportfolios, geht die Moss weiterhin von einer hohen Marktakzeptanz aus und dass mit moderaten Zuwachsraten im Firmenkreditkartengeschäft ab Zeitpunkt der Portfoliomigration gerechnet werden kann.

Bei der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2023 zwei Geschäftsleiter tätig und 31 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 2 Geschäftsleiter und 0 Mitarbeiter). Zum 31. Dezember 2023 besaß die Moss keine Beteiligungen an anderen Gesellschaften.

2.4. Lage des Unternehmens

2.4.1. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 5.186.274,77 EUR (Vorjahr: 4.515.028,38 EUR). Der leichte Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus einer Erhöhung der offenen Forderungen und Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag.

Die Aktivseite setzt sich aus sonstigen Vermögensgegenständen i.H.v. 1.079.083,02 EUR (Vorjahr: 56.971,40 EUR) sowie aus Forderungen an Kreditinstitute in Form von Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten i.H.v. 4.087.323,25 EUR (Vorjahr: 4.457.983,54 EUR) und dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten i.H.v. 19.868,50 EUR (Vorjahr: 73,44 EUR) zusammen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen am Bilanzstichtag 283.255,76 EUR (Vorjahr: 7.160,40 EUR). Diese setzen sich größtenteils aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. 155.852,05 EUR (Vorjahr: 7.068,60 EUR) und Verbindlichkeiten aus Steuern sowie der sozialen Sicherheit i.H.v. 105.837,45 EUR (Vorjahr: 0 EUR) zusammen. Des Weiteren umfassen sie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 21.564,24 EUR (Vorjahr: 91,80 EUR).

Die Rückstellungen i.H.v. 189.446,23 EUR (Vorjahr: 12.700,00 EUR) beinhalten Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten i.H.v. 83.220,50 EUR (Vorjahr: 12.000,00 EUR) sowie Aufwendungen für die Aufbewahrungspflicht i.H.v. 1.300,00 EUR (Vorjahr: 700,00 EUR). Außerdem beinhalten sie Rückstellungen für Personal i.H.v. 59.736,80 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) und Steuerrückstellungen i.H.v. 45.188,93 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Das bilanzielle Eigenkapital betrug am Bilanzstichtag unverändert 4.495.167,98 EUR (Vorjahr: 4.495.167,98 EUR). Das Eigenkapital besteht aus dem gezeichneten Kapital i.H.v. 350.000,00 EUR (Vorjahr: 350.000,00 EUR) und der Kapitalrücklage i.H.v. 4.150.000,00 EUR (Vorjahr: 4.150.000,00 EUR) sowie aus dem Verlustvortrag aus vorherigen Jahren i.H.v. -4.832,02 EUR, welcher im Bilanzverlust berücksichtigt ist.

Im Geschäftsjahr 2023 war die Liquiditätslage der Gesellschaft jederzeit geordnet, die Zahlungsfähigkeit war stets gewährleistet, u.a. vor dem Hintergrund der ausreichenden Guthaben bei Kreditinstituten.

2.4.2. Ertragslage

Im Geschäftsjahr wurden Zinserträge durch die Geschäftskonten der Moss i.H.v. 33.710,30 (Vorjahr: 0,00 EUR), Provisionserträge durch die Ausgabe von E-Geld i.H.v. 1.218,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) sowie sonstige betriebliche Erträge i.H.v. 1.657.586,07 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen Erträge aus Mitarbeitergestellung gegenüber der Muttergesellschaft der Nufin GmbH i.H.v. 698.062,57 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Darüber hinaus betreffen die sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. 959.523,50 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) Erträge aus dem im Januar 2023 zwischen Moss und Mastercard geschlossenen Vertrag zur langfristigen Incentivierung des Kreditkartengeschäfts. Die Erträge werden von Mastercard abhängig vom Transaktionsvolumen der unter dem Namen "Moss" emittierten Kredit- und Debitkarten gezahlt. Der Vertrag wurde im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme des Kundenportfolios durch die Gesellschaft und ihrer künftigen Rolle als Issuer der "Moss"-Karten mit Mastercard geschlossen.

Die Gesellschaft beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 31 Mitarbeiter, wodurch es im Geschäftsjahr erstmals zu Personalaufwand i.H.v. 1.488.545,80 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) kam. Der Großteil der Mitarbeiter ist zum 1. Juni bzw. 1. Juli 2023 von der Muttergesellschaft Nufin GmbH auf die Moss übergegangen, sodass es ab diesem Zeitpunkt zu einem starken Anstieg von Personalaufwendungen gekommen ist. Aufgrund der nicht erfolgten Portfoliomigration hatte die Moss mit der Nufin GmbH eine Vereinbarung für die Gestellung und Weiterverrechnung von Mitarbeitern aller Abteilungen getroffen (außer den Geschäftsleitern), sodass ein gewisser Anteil der Personalaufwendungen an die Nufin GmbH verrechnet werden konnte.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen von 56.971,40 EUR auf 235.071,33 EUR, insbesondere wegen im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegenen Aufwendungen für die Abschlussprüfung, sonstige Beratung und Aufwendungen für die Banking-Infrastruktur. Die Zinsaufwendungen erhöhten sich von 0,00 EUR im Vorjahr auf 11,36 EUR im Geschäftsjahr. Darüber hinaus fielen Steuern vom Einkommen und Ertrag auf die Zinserträge i.H.v. 8.891,09 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) an. Durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der Nufin GmbH wurden Erträge aus Verlustübernahme i.H.v. 40.005,21 EUR (Vorjahr: 56.971,40) erzielt.

2.4.3. Gesamteinschätzung

Die Kapitalstruktur der Moss ist solide und die Liquiditätssituation ist geordnet. Die regulatorisch erforderlichen Eigenmittel wurden jederzeit vorgehalten. Die gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Aufwendungen, insbesondere Personal- und sonstige Verwaltungsaufwendungen, haben trotz der im Geschäftsjahr erzielten Erträge wiederum zu einem negativen operativen Geschäftsergebnis der Moss geführt. Durch einen mit der Nufin GmbH abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag hat sich die Nufin GmbH verpflichtet, sämtliche etwaige Verluste der Moss auszugleichen; potenziell erzielte Gewinne werden ebenso abgeführt. Hiernach wurde der Verlust des Geschäftsjahres, wie bereits im Vorjahr, von der Nufin GmbH übernommen.

Aufgrund der Verschiebung der Portfoliomigration auf das folgende Geschäftsjahr hat sich der Geschäftsverlauf insgesamt als nicht planmäßig dargestellt, insbesondere die geplante Verbesserung der Ertragslage ist noch nicht eingetreten.

Der Ausblick auf das nächste Geschäftsjahr ist jedoch positiv, da für das Geschäftsjahr 2024 mit der Portfoliomigration gerechnet wird.

2.4.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die finanzielle Steuerung der Gesellschaft im operativen Geschäftsbetrieb erfolgt iterativ mit den Schritten Planung, Umsetzung, Analyse sowie Anpassung. Zentrale Steuerungsinstrumente sind hierbei unter anderem Reportings zur Gewinn- und Verlustrechnung, zur Bilanz und zum Cashflow sowie diverse Auswertungen zu nicht-finanziellen Indikatoren zur Entwicklung der Anzahl der (Neu-)Kunden und der Nutzung der Kreditkarten.

Im Berichtszeitraum wichtigster finanzieller Leistungsindikator waren die Provisionserträge (1.218,00 EUR), welche aufgrund der Verschiebung der Portfoliomigration nicht planmäßig ausgefallen sind. Aufgrund des geringeren Umfangs von Provisionserträgen aus dem E-Geld Geschäft konnten die geplanten Provisionserträge insgesamt nicht erreicht werden.

Wichtigster nicht-finanzieller Leistungsindikator der Gesellschaft ist der Marktanteil an Unternehmenskunden mit Firmenkreditkarten im relevanten Segment der kleinen und mittleren Unternehmen. Der Marktanteil errechnet sich als Verhältnis der aktiven Kunden zu den geschätzten relevanten Kunden im Segment der kleinen und mittleren Unternehmen. Dieser wurde im Berichtszeitraum nur auf Ebene der Nufin GmbH überwacht und wird nach der Portfoliomigration für die Moss GmbH relevant.

2.5. Risikobericht

Die folgende Darstellung des Risikoberichts bezieht sich sowohl auf die im abgelaufenen Geschäftsjahr bestehenden als auch die aus der geplanten Aufnahme des Kartengeschäfts resultierenden Risiken, welcher sich die Moss im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit identifiziert hat.

2.5.1. Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagementsystem der Moss setzt einen verbindlichen Rahmen von Organisationsstrukturen und -prozessen, klaren Regeln für Verantwortlichkeiten und Befugnisse, Methoden und Maßnahmen sowie unabhängige Kontrollfunktionen für das Management der Risiken. Es wird laufend verbessert und im Falle einer Veränderung der Geschäftstätigkeit und/oder der Risiken angepasst.

Das Risikomanagementsystem der Moss umfasst verschiedene Maßnahmen und Prozess zur Identifikation, Messung, Kontrolle und Begrenzung der wesentlichen Risiken im Hinblick auf das Geschäftsmodell. Zudem ist eine strukturierte Risikoberichterstattung an die Geschäftsleitung eingerichtet, welche den jeweiligen aktuellen Status aller wesentlichen Risiken der Moss sowie die beschlossenen Maßnahmen und deren Umsetzung umfasst.

Sämtliche Unternehmensentscheidungen werden unter sorgfältiger Beachtung der Geschäftsstrategie und im Einklang mit dem Risikomanagementsystem getroffen. Wesentliche Komponenten des Risikomanagementsystems werden von der Geschäftsführung genehmigt, die deren Einhaltung und Umsetzung laufend sicherstellt und hierbei von der Risikomanagement-Funktion der Moss unterstützt wird.

2.5.2. Risikostrategie und Risikosteuerung

Die Moss hat einen Planungs- und Strategieprozess eingerichtet, in welchem die Ziele des Instituts für jede wesentliche Geschäftsaktivität sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele festgelegt werden. Für die Risikostrategie führt die Funktion Risk Management mindestens jährlich eine Risikoinventur durch, welche in einem Gesamtrisikoprofil eine umfassende Übersicht über alle absehbaren Risiken und Risikokonzentrationen der Moss erfassen soll.

Die Risikoinventur bildet zusammen mit der Geschäftsstrategie der Moss die Grundlage für die Risikostrategie. Die Risikostrategie wiederum legt die Teilstrategien für die wesentlichen Risiken unter Berücksichtigung der Risikotreiber und die Ziele der Risikosteuerung sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele fest.

Auf Basis der festgelegten Risikoziele werden Limite für die operative Steuerung abgeleitet. Die Risikolimite decken u.a. Adressausfall- und nicht-finanzielle Risiken (inkl. operationelle Risiken sowie Geschäftsrisiken) ab. Für das Kreditrisiko erfolgt sowohl die Festlegung von Einzelkredit-Höchstgrenzen als auch von absoluten Portfolio- und Strukturlimiten. Die Limite für nicht-finanzielle und operationelle Risiken sowie das Geschäftsrisiko werden von der Geschäftsleitung festgelegt. Dies erfolgt auf Vorschlag des Risk Managements. Die Globalsteuerung der Limite und Schwellenwerte erfolgt über den Risikoappetit der Moss.

2.5.3. Risikotragfähigkeit und Stresstests

Zur laufenden Sicherstellung einer jederzeit angemessenen Kapitalausstattung in Anlehnung an den Entwurf der ZAG-MaRisk BT 3.2 Nr. 2 und ZAG § 15 verwendet das Institut eine Risikotragfähigkeitsrechnung. Hierzu werden in einer normativen Perspektive die relevanten Kapitalgrößen als Steuerungsgrößen verwendet, insbesondere die Kapitalanforderungen und Eigenmittelzielkennziffern (kapitalorientierte Risikotragfähigkeitsberechnung) .. Die Risikotragfähigkeit umfasst eine Betrachtung auf Jahresbasis (Risikobetrachtungshorizont) sowie einen dreijährigen Planungshorizont in der integrierten Finanz- und Kapitalplanung. Damit die Kapitalanforderungen auch unter Bedingungen eingehalten werden können, die sich negativ auf die Vermögens- und Ertragslage auswirken, werden hierzu neben dem Planszenario (Basisszenario) auch adverse Szenarien betrachtet.

Mit der Projektion regulatorischer Eigenmittelanforderungen werden mögliche Kapitalengpässe frühzeitig erkannt. Neben den aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen hält die Moss einen Managementpuffer, der auf Basis der Geschäftsplanung und des Risikoappetits definiert wird. Der Managementpuffer wird bei der Erstellung des Risikoappetits der Moss bestimmt. Dies ermöglicht es die Risikotragfähigkeit mit der Risikostrategie und mit dem Risikoappetit zu verknüpfen. Ergänzend werden in Stresstests die Auswirkungen von negativen Entwicklungen verschiedener Ertrags- und Kostenkomponenten, Finanzverbindlichkeiten und Kapitalvermögenswerte betrachtet.

2.5.4. Wesentliche Risiken

2.5.4.1. Kreditrisiko

Moss definiert das Kreditrisiko als die Gefahr, dass bei Zahlungsgeschäften mit Kreditgewährung die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht termingerecht nachkommen. Darüber hinaus bergen auch Bonitätsveränderungen bzw. Migrationen in einem Forderungsportfolio ohne unmittelbaren Zahlungsverzug (sogenannte Downgrades) ein Risiko, da aus ihnen zum Beispiel ein erhöhter Risikovorsorgebedarf (d.h. möglicher Wertberichtigungen) und damit zusätzliche Risikokosten für die Moss resultieren können. Weiterhin besteht ein Kreditrisiko für die von Moss gehaltenen Guthaben bei Banken oder anderen Zahlungsdienstleistern.

In 2023 war das Kreditrisiko im Wesentlichen auf das Kontrahentenrisiko der Geschäftsbanken beschränkt, bei denen die Moss ihre Liquiditätsreserve hält. Für das künftige Kartengeschäft hat das Institut zur Steuerung und Überwachung des Kreditrisikos ein umfangreiches Risikoscoring- und Monitoring-System geplant.

2.5.4.2. Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken resultieren allgemein aus der unterschiedlichen Fristigkeit von Zahlungsmitteln und - verpflichtungen, insbesondere aus einer kürzeren Liquiditätsbindungsfrist der Refinanzierungsmittel kann das Risiko einer ungenügenden Liquiditätsbevorratung resultieren. Das Liquiditätsrisiko wird auch von Geschäften und Produkten verursacht, deren zukünftige Zahlungsflüsse noch unbekannt sind. Dies betrifft bei der Moss beispielsweise die Höhe der Inanspruchnahme der Kartennutzungslimite für die Kartenzahlungen mit Kreditgewährung.

Das Liquiditätsrisiko der Moss tritt sowohl als Refinanzierungsrisiko, als auch als Zahlungsunfähigkeitsrisiko auf. Ersteres beschreibt das Risiko, dass eine notwendige Refinanzierung auslaufender Passiva nicht oder nur zu ungünstigen Konditionen für die Moss abgeschlossen werden kann. Das wesentliche Zahlungsunfähigkeitsrisiko entsteht für Moss künftig aus Verpflichtungen gegenüber Kreditkartenunternehmen, die grundsätzlich am Folgetag des Kreditkarteneinsatzes zu erfüllen sind.

Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt in der laufenden Liquiditätsplanung und Überwachung. Im Risikoappetit werden hierzu entsprechende Liquiditäts- und Kapitalreserven definiert, welche auch Teil des Berichtswesens sind. Den Risikoappetit legt die Geschäftsleitung mit Unterstützung der Funktion Risiko Controlling in Form von Schwellenwerten für alle wesentlichen Risiken der Moss fest.

2.5.4.3. Geschäftsrisiko

Das Geschäftsrisiko bezeichnet das Risiko, dass die laufenden Aufwendungen nicht durch Erträge gedeckt werden können. Das Ziel der Moss ist es, das Geschäftsrisiko nachhaltig zu steuern. Dies wird zunächst durch einen Planungsprozess, sowohl auf Ebene der Ertragslage als auch auf Ebene der Vermögens- und Finanzlage realisiert. Darüber hinaus ermittelt die Moss regelmäßig die Höhe ihrer laufenden Kosten im Verhältnis zu den vorhandenen Eigenmitteln, um sicherzustellen, dass alle finanziellen Zahlungsverpflichtungen jederzeit eingehalten werden können und die regulatorisch erforderlichen Eigenmittel jederzeit vorgehalten werden.

Ein Geschäftsrisiko ist der Einfluss negativer Kapitalmarktentwicklungen wie zuletzt bedingt durch die Corona- Krise, der militärische Konflikt zwischen Russland und der Ukraine oder der rasche Anstieg bzw. die Höhe der Inflation. So haben bedeutsame Kursverluste oder Verunsicherung der Anleger am Kapitalmarkt negative Auswirkung auf Wachstum und zukünftige Erträge der Gesellschaft, insbesondere da Kunden der Moss durch rezessive Marktentwicklungen ihre betrieblichen Kosten reduzieren, was einen negativen Einfluss auf die Ertragslage der Moss haben kann. Zwar kann Moss diese Effekte nicht vollständig mitigieren, aber über eine entsprechende Reduktion der relevanten Kostentreiber gegensteuern.

2.5.4.4. Operationelle Risiken

Moss definiert das operationelle Risiko als Gefahr von (finanziellen) Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen (Kontroll-)Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Insgesamt sieht Moss die operationellen Risiken als besonders bedeutsam und wesentlich an. Operationelle Risiken ergeben sich insbesondere aus der Tätigkeit in Bezug auf das Geschäft mit dem geplanten Issuing sowie der Ausgabe von E-Geld, wobei Ersteres im Geschäftsjahr noch nicht aufgenommen wurde.

Hierbei sind als besondere Teilrisiken das Vorhandensein geeigneten Personals, Risikotreiber aus dem Verhalten von Mitarbeitern und Stakeholdern, ablauforganisatorische Risiken, fehlende Prozesse, einschließlich fehlender oder mangelhafter Kontrollen, Risiken aus Systemversagen der internen IT-Systeme, allgemeine IT-Risiken und Informationssicherheit, Compliance-Risiken (inklusive Datenschutz), Betrugsrisiken und Risiken aus Auslagerungen hervorzuheben.

Moss identifiziert und bewertet die operationellen Risiken systematisch in einem Risk-Control-Self-Assessment (RCSA) und stellt sicher, dass angemessene und funktionsfähige Kontrollen implementiert sind. Dies umfasst insbesondere die Anwendung des 4-Augen-Prinzips, einen dedizierten Notfallmanagement-Prozess sowie Sicherheitsmaßnahmen und Schulungen durch die Informationssicherheit und Datenschutz-Funktionen. Betrugsrisiken im Kartengeschäft werden künftig durch ein Karten-Betrugs-Risikomanagement-System (beinhaltet auch das Betreiben von internen und externen Fraud-Risk-Management-Tools) verringert. Compliance-Risiken werden im Abschnitt der rechtlichen Risiken dargestellt.

2.5.4.5. Rechtliche Risiken

Rechtsrisiken bestehen in der Gefahr aus der fehlerhaften Anwendung von Gesetzen, sowie der Nichtbeachtung, Nichtanwendung oder Übertretung von Gesetzen. Aufgrund des Geschäftszwecks und der Rolle als Auftragsverarbeiter von personenbezogenen Daten besteht für Moss originär ein Risiko im Zusammenhang mit datenschutzrechtlichen Verletzungen in Bezug auf die EU-Datenschutzgrundverordnung und andere einschlägige gesetzliche Vorschriften. Aus der geplanten Ausgabe von Kreditkarten bestehen für Moss grundsätzlich auch Risiken wie Haftung, Gewährleistung oder Ansprüche aufgrund der Nichteinhaltung vereinbarter AGBs und weiterer direkter Verträge mit Kunden sowie Lieferanten.

Moss wird zu verschiedenen Rechtsgebieten und Jurisdiktionen rechtlich beraten, um etwaige rechtliche Risiken möglichst frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Um diese vorstehenden Risiken zu minimieren, sind entsprechende Abstimmungsprozesse und Meldewege implementiert, um etwaige Risiken im Vorfeld zu identifizieren und nach Möglichkeit angemessen zu reduzieren. Weiterhin besteht ein regelmäßiger Austausch mit dem externen Datenschutzbeauftragten der Gesellschaft (durch Auslagerung), welcher die Datenschutzkonformität überwacht und sicherstellt.

Daneben bestehen grundsätzlich rechtliche Risiken, die der Moss durch ihre Eigenschaft als reguliertes Institut entstehen. Die regulatorische Aufsicht kann das Geschäft der Moss durch Auflagen oder Verbote signifikant beschränken.

2.5.5. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Nach Einschätzung der Geschäftsführung verfügt die Moss über angemessene Prozesse und Strukturen zur Risikosteuerung und Risikoüberwachung. Mit der Einrichtung der Komponenten des internen Kontrollsystems und umfassenden Regelungen zur Aufbau- und Ablauforganisation, sowie eines wirksamen Risikomanagements ist das Institut in der Lage, Veränderungen der Risikosituation frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Zur Minimierung der identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollen implementiert, deren Wirksamkeit regelmäßig oder bei Änderungen der Geschäftstätigkeit überprüft wird. Vor Einführung neuer Produkte stellt die Moss sicher, dass der Risikogehalt neuer Geschäftsaktivitäten sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil von dem Institut beherrscht werden können.

Die regulatorisch erforderlichen Eigenmittel sind aufgrund der im Geschäftsjahr 2022 durchgeführten Kapitalerhöhung sowie der Verringerung des negativen Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit langfristig, auch unterjährig, sichergestellt. Zusammenfassend stehen die identifizierten Risiken einer nachhaltigen Entwicklung der Moss nicht entgegen.

2.6. Chancenbericht

Für die weitere Entwicklung der Moss werden folgende Chancen als am relevantesten angesehen: Die fortschreitende Digitalisierung und die wachsende Nachfrage nach technologiebasierten Lösungen für die Digitalisierung der betrieblichen Finanzfunktion sowie der wachsende Finanzierungsbedarf im Bereich von Smalland Medium-sized Enterprises ("SMEs") bieten Moss, in Zusammenarbeit mit Nufin GmbH, die Chance, neue Kunden sowie Kundensegmente zu bedienen. Daneben ist die betriebliche Finanzfunktion im Vergleich zu anderen Funktionen innerhalb der Unternehmen noch nicht so stark digitalisiert, so dass intelligente Lösungen, insbesondere im Bereich B2B-Payments, hier ein großes Wachstumspotenzial bieten.

Zusätzlich geht die Gesellschaft planmäßig davon aus, dass es zur Übernahme eines Portfolios von Kreditkartenkunden kommt, welches gegenwärtig noch von einem lizenzierten Drittpartner der Muttergesellschaft Nufin GmbH bedient wird. Dieses soll planmäßig im zweiten Halbjahr 2024 einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Ertragslage des Unternehmens beisteuern, so dass die damit verbundenen Kosten für dieses Portfolio mehr als kompensiert werden. Als Folge dessen wird die Moss dieses, noch zu migrierende Portfolio, zukünftig unter ihrer eigenen Lizenz bedienen.

2.7. Prognosebericht

Für die weitere Entwicklung von Moss sind sowohl externe als auch interne Einflussfaktoren maßgeblich. Nicht zu beeinflussende externe Einflussfaktoren sind die allgemeine Wirtschaftslage, insbesondere die Entwicklungen an den Finanzmärkten sowie der Leitzins. Eine solide allgemeine wirtschaftliche Situation unterstützt die Moss dabei, Kunden für die angebotenen Dienstleistungen zu gewinnen, insbesondere die erhöhte Nutzung der Firmenkreditkarten.

Die Entwicklung des Leitzinses hat direkten Einfluss auf das Ausgabeverhalten der Kunden und somit direkten Einfluss auf die zukünftige Ertragslage der Moss. Zu den internen Einflussfaktoren für die weitere Geschäftsentwicklung gehören insbesondere die vorhandene Stabilität im Personalbestand und der weitere Ausbau des Produktportfolios und der bedienten Jurisdiktionen.

Die Gesellschaft ist operationell (alle Mitarbeiter können technisch auch von zuhause arbeiten) und finanziell (Eigenkapitalfinanzierung der Gesellschaft) adäquat für etwaige Krisen ausgestattet.

Unter Annahme einer planmäßigen Geschäftsentwicklung prognostiziert die Moss für den nicht-finanziellen Leistungsindikator (Marktanteil im relevanten Segment der kleinen und mittleren Unternehmen) einen Marktanteil von 0,87% gemessen an der Anzahl der Kunden nach Migration für 2024. Die Geschäftsaufnahme der erlaubnispflichtigen Tätigkeiten der Moss fand am 1. Juni 2023 statt. Zwischenzeitlich konnte die Moss in 2024 die Passporting Aktivitäten für die Länder Niederlande, Österreich und Belgien erfolgreich abschließen und wird zukünftig unter diesen Prämissen das Geschäft in diesen Ländern ebenfalls aufnehmen.

Für das Geschäftsjahr 2024 ist die Übernahme eines größeren Kundenportfolios und das Issuing von Firmenkreditkarten, insbesondere die Ausführung von Zahlungsvorgängen mit und ohne Kreditgewährung, geplant. Vor diesem Hintergrund erwartet Moss innerhalb des Geschäftsjahres 2024 das Erreichen von Provisionserträgen im niedrigen bis mittleren siebenstelligen Bereich und das Erreichen eines Jahresüberschusses im niedrigen bis mittleren sechsstelligen Bereich.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, 13.06.2024

Markus Linss

Dirk Barth

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Moss GmbH, Berlin

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Moss GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Moss GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 13. Juni 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Streicher, Wirtschaftsprüferin

Lingner-Fink, Wirtschaftsprüfer

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