Schewo Asset GmbHLiquidiert

91572 Bechhofen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ansbach HRB 6898
Eingetragen
18.12.2018
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
die Verwaltung eigenen Vermögens und die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der Kommanditgesellschaft Johann Schellenberger GmbH & Co. KG mit dem Sitz in Bechhofen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gisela Schellenberger
seit 21.4.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schellenberger Holding GmbH

Bechhofen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell des Konzerns

In den Konzernabschluss der Schellenberger Holding GmbH werden neben der Muttergesellschaft die MyBrush GmbH, die Johann Schellenberger GmbH & Co. KG (ab 21.01.22 Johann Schellenberger GmbH), die gisewo GmbH, die Schewo Asset GmbH (Verschmelzung auf MyBrush GmbH zum 01.01.22) sowie die Schellenberger Bürstenfabrik GmbH einbezogen. Am 3. Mai 2022 wurde abschließend die Johann Schellenberger GmbH umfirmiert in Schewo Asset GmbH.

Die Schellenberger Bürstenfabrik GmbH ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB einzustufen, während es sich bei den übrigen Gesellschaften um kleine bzw. Kleinst-Kapital- bzw. Kapital & Co.-Gesellschaften handelt.

Die Johann Schellenberger GmbH & Co. KG, die MyBrush GmbH, die gisewo GmbH, die Schewo Asset GmbH sowie die Schellenberger Bürstenfabrik GmbH machen von der Befreiung der Offenlegung gemäß § 264b bzw. § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.

Maßgeblicher Geschäftsbereich der Schellenberger-Unternehmensgruppe ist die Herstellung und der Vertrieb gedrehter Bürsten für den technischen sowie für den medizinischen Bereich.

Die Schellenberger Unternehmensgruppe beliefert ausschließlich Industrie- und Großhandelskunden im B2B-Bereich mit individuell gefertigten gedrehten Drahtbürsten. Für Kleinkunden und Endverbraucher ist seit einigen Jahren ein Webshop implementiert worden.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die permanente Weiterentwicklung unserer Produkte für die Bedürfnisse unserer Kunden im technischen und medizinischen Bereich. Wir sind nach der DIN EN ISO 9001:2015 und des Weiteren nach der DIN EN ISO 13485:2016 zertifiziert.

Für unsere diversen Produktgruppen haben wir Eigenmarken entwickelt, die zum Zuge kommen, wenn wir keine Weiterentwicklung bestehender Artikel betreiben, die wir als OEM (Original Equipment Manufacturer) für unsere Kunden herstellen. Die Eigenmarken haben wir im Jahr 2018 als eingetragene Warenzeichen schützen lassen, um unsere Produkte von Billigprodukten unterscheiden zu können, die sich allerdings am Markt erst etablieren müssen: OndoSAN ® für medizinische Bürsten, Tecsp!n ® für technische Bürsten und SOLENDA ® für Haushaltsbürsten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Auf dem inländischen und europäischen Markt zeigt die technische Bürstenindustrie einen weiteren Aufschwung in der technischen Anwendung und eine deutliche Erhöhung für medizinische Bürsten. Durch die Fokussierung auf die medizinischen Bürsten und der bereits vorhandenen o.a. Zertifizierung ist das Unternehmen auf die neuen Anforderungen der EU Verordnung (2017/745) für das Jahr 2021 vorbereitet. Zurzeit ist es durch die konjunkturellen Verwerfungen, einen Krieg in Europa und durch die Verteuerung wie auch Verknappung am Rohstoffmarkt einhergehend mit einer Inflationsrate von 10% schwer, eine Aussage zu treffen, wie sich die Situation weiter entwickeln wird.

Für das laufende Geschäftsjahr 2022 rechnen wir mit einem Umsatzanstieg um ca. 20%, da unsere Auftragsvolumina aufgrund von Rückständen aus dem letzten Jahr wegen fehlender Rohstoffe eine derzeitige Reichweite von mehr als 8 Monaten aufweisen.

Auch 2021 hat sich die Coronalage nicht verbessert. Angesichts der Ausbreitungsdynamik, der Schwierigkeit, Menschen vor einer Übertragung zu schützen und der Gefährlichkeit des Virus ergriffen und ergreifen Regierungen und nationale Behörden Maßnahmen, die das öffentliche Leben extrem einschränken und die Wirtschaft (einschließlich Güter- und Warenverkehr) stark negativ beeinträchtigen.

Beispielsweise

(vorübergehende) Ein- und Ausreisestopps,

Schließungen von Landesgrenzen, Häfen, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen oder gastronomischen Betrieben,

Absage von Messen und Veranstaltungen aller Art,

Ausdünnung des Flug- und Bahnverkehrs.

Dies hat auch finanzielle Auswirkungen auf unser Unternehmen. Unter anderem können Rohstoffe nicht fristgerecht beschafft werden, die Krankheitsquote hat sich massiv erhöht und durch die Nutzung von Homeoffice sinkt die Effizienz der Kommunikation. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass inzwischen ein Impfstoff verfügbar ist, wird uns die Pandemie dieses Jahr noch beeinflussen.

In unserem Industriezweig herrscht ein reger nationaler und internationaler Wettbewerb, der sich immer häufiger als Verdrängungswettbewerb gestaltet. Durch unsere Spezialisierung auf gedrehte Bürsten können wir uns auch als einer der führenden Hersteller in Europa für dieses Segment bezeichnen. Unsere Marktanteile unterliegen keinen großen Schwankungen, jedoch ist es nicht einfach, diese national und international zu halten bzw. auszubauen. Im Segment der medizinischen Bürsten und als einziges Unternehmen mit einer Zertifizierung nach der DIN EN ISO 13485:2016 können wir uns dadurch von den Wettbewerbern unterscheiden und versuchen die Marktanteile kontinuierlich auszubauen.

Die Gesamtsituation war und ist weiterhin von konjunktureller Unsicherheit geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Jahr 2020 (auch kalenderbereinigt). "Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen", sagte Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2021" in Wiesbaden. "Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat", so Thiel weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger. (Quelle: Auswertungen des Statistischen Bundesamtes; abrufbar unter www.destatis.de).

Die Gesamtentwicklung der Branche war in 2021 etwas durchwachsen. Wir begegnen dieser Entwicklung durch innovative Produkte, ein hohes Maß an Qualität und Verlässlichkeit. Im Bereich der technischen, sowie auch medizinischen Bürsten unterliegen wir einem permanenten Preisdruck und Wettbewerb aus Asien.

2. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um einen Gesamtanteil von 4,5% gestiegen. Der Anstieg könnte noch höher liegen, jedoch konnten wir Anfang d.J. die Aufträge wegen fehlender Rohstoffe mit Lieferzeiten von durchschnittlich 90 - z. T. 180 Tagen (ein wichtiger Rohstofflieferant war von der Flut im Ahrtal betroffen) nicht abarbeiten und waren gezwungen, einen Teil der Aufträge ins nächste Jahr zu schieben. Von den Umsatzerlösen wurden 37% im Ausland erzielt und 63% im Inland.

Die Ausgaben für Materialkosten haben sich um 19,9% im Vergleich zum Vorjahr erhöht, mit steigender Tendenz bei allen Produktgruppen. Diese Quote wird voraussichtlich um weitere ca. 15 % im Jahr 2022 steigen.

Mit weiteren bereits bestellten leistungsfähigeren Maschinen und Komponentenkäufen werden wir zu einer nochmaligen Verbesserung der Rentabilität und Senkung der Herstellkosten beitragen, wenn durch eine höhere Ausbringleistung der kostenintensive Personalaufwand reduziert werden kann. Aufwendungen aus Kursdifferenzen haben wir nicht zu tragen, da wir zu 99% in Euro fakturieren.

Die Vorjahreseinschätzung eines gering höheren Ertrags ist aufgrund des höheren Umsatzes und ein permanentes Kostenmanagement eingetreten.

3. Lage

Die Lage unseres Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft. Unsere Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen, der Fachkräftemangel in unserer Region wird unaufhaltsam kritisch, vor allem im technischen Bereich. Aus diesem Grund versuchen wir mit verschiedenen Maßnahmen, wie z. B. durch Präsenz in Zeitungsartikeln und Anzeigen für unser Unternehmen zu gewinnen.

Beschaffungs- sowie Produktionsoptimierung ist auch in 2021 ein wesentliches Thema und wurde geplant und soweit möglich, umgesetzt.

a. Ertragslage

Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich durch die Herstellung und den Vertrieb von technischen und medizinischen Bürsten erzielt.

Zum neuen Geschäftsjahr 2022 lag der Auftragsbestand, wie in den Vorjahren, bei ca. 6-8 Monaten. Die Personalaufwandsquote betrug in 2021 gemessen an der Gesamtleistung 41,4% und ist im Vergleich zum Vorjahr um c. 10% gesunken. Dies lässt sich mit dem leicht steigenden Umsatz in Kombination mit der Vakanz einiger Stellen über einen unüblich langen Zeitraum begründen.

Die Ertragslage ist durch Fokussierung auf Qualitätsprodukte und Sonderanfertigungen gekennzeichnet. Niedrigpreisprodukte werden von uns nicht angeboten. Lagerware oder Standardartikel gibt es nicht, alle Produkte werden kundenspezifisch gefertigt. Um eine wirtschaftliche Produktionsplanung durchführen zu können, werden mit Großabnehmern Rahmenvereinbarungen mit Abrufterminen getroffen.

b. Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur hat sich aufgrund einiger Neuanschaffungen von Sondermaschinen leicht nach oben korrigiert. Durch die geplante Investitionsstrategie, um die Fertigung in Deutschland zu erhalten, konnte das Geschäftsjahr 2021 erfolgreich abgeschlossen werden.

Wie die letzten Jahre auch, werden die erwirtschafteten Ergebnisse im Wesentlichen im Unternehmen belassen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 81%. Die Rentabilitätskennzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gestiegen.

Die Fremdkapitalquote der Unternehmen beträgt nur noch 18,6%. Alle Investitionen für den Maschinenpark werden durch Eigenmittel finanziert. Wir verfügen über deutlich höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen.

Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Unsere Investitionstätigkeiten werden auf einem sehr hohen Niveau mit Investment in neue Fertigungsmaschinen bleiben, damit wir auch mit Entwicklungen innovativer Produkte die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sicherstellen können.

Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

c. Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist nach wie vor gut. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil.

Betriebsvermögen wie z. B. technische Anlagen und Maschinen, welches zur Herstellung technischer und medizinischer Bürsten benötigt wird, wird von der Schellenberger Bürstenfabrik GmbH angeschafft.

Die Anlagenintensität befindet sich mit über 50,2% weiterhin auf einem hohen Niveau und hat sich zum Vorjahr um etwa 2% verringert.

Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Die Debitorenlaufzeit hat sich von 16 Tagen auf 15 Tage verbessert.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter und der Umsatzrendite heran.

Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.

Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt T€ 109 und ist gegenüber dem Vorjahr um weitere T€ 19 gestiegen. Die Umsatzrendite bewegt sich bei lediglich 4,4%. Diese Kennzahlen liegen für uns im positiven Bereich.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden.

IV. Prognosebericht

Die nachstehenden Einschätzungen enthalten Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung beziehen. Sie stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen werden. Sollten die den Prognosen zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken (wir verweisen auf den Risikobericht) auftreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse abweichen.

Um die weitere Entwicklung des Unternehmens zu forcieren, werden wir auch in Zukunft die Kundenakquise durch Spezialisierung unserer Vertriebsmannschaft vorantreiben.

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der bisherigen Geschäftspolitik geplant. Durch die europäische Verordnung über Medizinprodukte, (EU) 2017/745 (MDR) mit Geltungsbeginn am 26. Mai 2021 wird sich zwangsläufig auch der Anteil an Kunden erhöhen, die vom Produktionsstandort Asien wieder nach Europa zurückkommen.

Deshalb wird sich nach unserer Überzeugung der Anteil an Bürsten für den medizinischen Bereich deutlich im Produktionsstandort Deutschland erhöhen.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens trotz des schwierigen Marktumfelds positiv. Die Fokussierung auf den medizinischen Bereich bietet ein großes Wachstumspotential. Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch kapitalstarke Lieferanten in Europa und mit Vertriebskooperationen.

In unserer Planung für 2022 haben wir uns für einen Wachstumskurs mit einer Umsatzsteigerung von 20 % entschieden. Dabei gründet sich die konservative Planung als ambitioniertes, aber machbares Szenario. Insgesamt erwarten wir einen sehr viel höheren Ertrag als 2021. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

Wir werden auch künftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Unternehmerische Risiken werden grundsätzlich nur dann eingegangen, wenn die damit verbundenen Chancen eine angemessene Umsatzsteigerung für das Unternehmen erwarten lassen und die Risiken als beherrschbar angesehen werden. Aufgrund der flachen Organisationsstrukturen ist eine zeitnahe Berichterstattung über Chancen und Risiken sichergestellt. Die nachstehenden angeführten wesentlichen Chancen und Risiken lassen sich aufgrund ihrer Art nicht quantifizieren, sind aber thematisch segmentiert und in der Reihenfolge der von der Geschäftsleitung eingeschätzten Wesentlichkeit aufgeführt, wobei der wesentlichste Bereich jeweils am Anfang genannt ist.

Branchenspezifische Risiken

Sollten sich die derzeitige instabile Lage auf dem Weltmarkt durch die politischen Turbulenzen eines Krieges in Europa und Verwerfungen mit Asien verstärken und sich dadurch die Konjunktur bei unseren Industriekunden abschwächen, kann dies die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können für uns dann erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen, da wir als B2B-Hersteller von der guten Wirtschaftslage unserer Kunden abhängig sind.

Ertragsorientierte Risiken

Risiken sieht die Geschäftsleitung im permanent steigenden Preisdruck aufgrund der rasant ansteigenden Rohstoffpreisspirale und -verfügbarkeit.

Dem Konzern wird es mit Hilfe der im Laufe der letzten Jahre bereits eingeleiteten Automatisierungs- und Rationalisierungsprozesse gelingen, die Ertragslage weiterhin stabil zu halten. Zudem wird durch den Einsatz neuer Automaten mehr Flexibilität und Stabilität in der Fertigung erreicht.

Der Konzern ist sowohl im Bereich des Absatz- als auch des Beschaffungsmarktes Preisänderungsrisiken ausgesetzt. Die Beschaffungspreise für Metalldrähte sind maßgeblich von der Stahlpreisentwicklung auf dem Weltmarkt beeinflusst. Die Preise für den Nylon-Besatz sind vom Rohölpreis abhängig. Die Beschaffungssituation bei den Naturmaterialien, die wegen ihrer Eigenschaften immer noch unverzichtbar bei einigen unserer Produkte sind, hat sich weiterhin verschlechtert und wird sich auch zukünftig wenig verbessern. Der Trend zeigt nun zu einem vermehrten Einsatz von Mischungen, um die Preissituation etwas zu entspannen. Langfristig gesehen werden die Naturprodukte aus Gründen der Verfügbarkeit und nicht möglicher gleichbleibender Qualität auf dem Markt keine Zukunft haben. Die derzeitigen Preiserhöhungen müssen zeitnah an unsere Kunden weitergegeben geben, weil sich die Situation bei den Vorlieferanten aufgrund der schlechten Verfügbarkeit nochmal verschlechtert hat.

Das Preisänderungsrisiko auf dem Absatzmarkt ist wettbewerbsbedingt und den Märkten in Billiglohnländern geschuldet.

Das Preis-, Leistungsverhältnis unserer Produkte wird von unserem Vertrieb noch restriktiver beworben. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen zu können. Möglicherweise sind damit jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen außerordentliche Zusatzkosten in nicht unerheblicher Höhe verbunden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, sind nicht erkennbar, da zu 99% in Euro fakturiert und eingekauft wird.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen und mit Hilfe des Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001:2015 durch.

Um uns am Markt für medizinische Anwendungen besser zu positionieren, wurde eine Zertifizierung nach der DIN EN ISO 13485:2016 durchgeführt und in neue Maschinen für diesen Bereich investiert.

Dem weltweiten Wettbewerb werden wir weiterhin durch jahrzehntelange Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, fehlenden Fachkräften, steigenden Rohstoffpreisen und dem stagnierenden Preisniveau. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit der überwiegenden Anzahl an Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt, im Durchschnitt von 14 Tagen.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Dies bestätigen auch die verhältnismäßig geringen Wertberichtigungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Debitorenlaufzeit.

Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Bechhofen, 3. Dezember 2022

gez. Wolfgang Schellenberger, als Geschäftsführer der Schellenberger Holding GmbH

gez. Gisela Schellenberger, als Geschäftsführerin der Schellenberger Holding GmbH

Konzernbilanz

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen 3.559.363,82 4.234.423,82
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.302,00 148.302,50
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.302,00 17.680,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 130.622,50
II. Sachanlagen 3.556.461,82 4.084.521,32
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.561.503,13 1.621.339,30
2. technische Anlagen und Maschinen 1.766.824,81 2.188.940,14
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 228.133,88 274.241,88
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 1.600,00 1.600,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 1.600,00 1.600,00
B. Umlaufvermögen 3.461.394,52 3.505.117,19
I. Vorräte 816.493,28 613.843,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 573.076,37 399.671,61
2. fertige Erzeugnisse und Waren 240.555,29 212.328,79
3. geleistete Anzahlungen 2.861,62 1.842,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 339.679,61 246.573,43
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 200.141,44 215.418,21
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 139.538,17 31.155,22
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 10.011,85 9.403,30
III. Wertpapiere 170.212,50 157.080,00
1. sonstige Wertpapiere 170.212,50 157.080,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.135.009,13 2.487.620,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.170,64 8.106,82
D. Aktive latente Steuern 58.395,00 167.846,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 7.086.323,98 7.915.493,83

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital 5.768.926,53 5.547.962,16
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
1. Eigene Anteile - offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt 0,00 -50,00
II. Kapitalrücklage 1.318.409,91 1.318.409,91
III. Gewinnrücklagen 724.335,66 724.385,66
1. Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen 0,00 50,00
2. andere Gewinnrücklagen 724.335,66 724.335,66
IV. Gewinnvortrag 2.981.326,68 2.840.136,64
V. Bilanzgewinn 221.445,84 141.090,21
VI. Nicht beherrschende Anteile 23.408,44 23.989,74
B. Rückstellungen 1.052.864,00 1.780.873,06
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 840.272,00 1.634.149,00
2. Steuerrückstellungen 42.942,00 8.689,45
3. sonstige Rückstellungen 169.650,00 138.034,61
C. Verbindlichkeiten 264.533,45 586.658,61
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 49.248,00 182.588,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 49.248,00 133.340,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 49.248,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 57.391,60 23.626,67
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 57.391,60 23.626,67
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 79.785,13 26.282,02
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 79.785,13 26.282,02
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 78.108,72 354.161,92
davon aus Steuern 31.497,58 39.932,06
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.592,75 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 78.108,72 354.161,92
D. Passive latente Steuern 0,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 7.086.323,98 7.915.493,83

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021 1.1.2020 - 31.12.2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 4.996.578,23 4.783.919,65
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 35.000,88 56.754,88
3. sonstige betriebliche Erträge 464.169,58 74.172,64
4. Materialaufwand 1.392.849,71 1.161.971,67
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.178.024,80 930.056,95
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 214.824,91 231.914,72
5. Personalaufwand 2.082.447,39 2.303.856,51
a) Löhne und Gehälter 1.752.632,20 1.843.699,76
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 329.815,19 460.156,75
davon für Altersversorgung 30.759,56 91.037,88
6. Abschreibungen 707.151,61 662.625,31
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 707.151,61 662.625,31
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 890.908,85 536.137,12
8. Erträge aus Beteiligungen 52,00 52,00
9. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 0,00 0,00
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 353,41 662,63
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 33,00
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 53.284,66 52.440,54
davon an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen 42.148,00 41.784,00
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0,00
14. Steuern vom Einkommen und Ertrag 138.825,98 48.879,16
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 109.451,00 -19.379,00
15. Ergebnis nach Steuern 230.685,90 149.684,49
16. sonstige Steuern 9.821,36 9.303,54
17. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 0,00
18. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 0,00
19. Jahresüberschuss 220.864,54 140.380,95
davon anderen Gesellschaftern zustehende Verluste 581,30 709,26

Konzernkapitalflussrechnung

2021 2020
1. Periodenergebnis 221.446 141.090
2. +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 707.152 662.625
3. +/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -728.009 437.055
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 110.387 -18.501
5. -/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätig zuzuordnen sind -308.889 32.588
6. +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -188.785 24.886
7. +/- Zinsaufwendungen / Zinserträge 20.807 19.930
8. - Sonstige Beteiligungserträge -405 -715
9. +/- Ertragsteueraufwand / -ertrag 138.826 48.879
10. -/+ Ertragsteuerzahlungen -87.389 -58.894
11. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -114.859 1.288.943
(Summe aus 1. bis 10.)
12. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.387 -1.387
13. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -91.963 -91.963
14. + Erhaltene Zinsen 33 33
15. + Erhaltene Dividende 405 715
16. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -92.912 -92.602
(Summe aus 12. bis 15.)
17. - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0 0
18. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -133.340 -133.340
19. - Gezahlte Zinsen -11.501 -10.657
20. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -144.841 -143.997
(Summe aus 17. bis 19.)
21. +/- Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 11., 16., 20.) -352.612 1.052.344
22. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.487.621 1.435.277
23. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.135.009 2.487.621
(Summe aus 21. und 22.)
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode:
Liquide Mittel lt. Bilanz 2.135.009
abzügl. Kontokorrentverbindlichkeiten 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.135.009

Konzerneigenkapitalspiegel

gezeichnetes Kapital Eigene Anteile nicht eingeforderte ausstehende Einlage
Stand am 1. Januar 2021 500.000 -50 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 50 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0 0
Stand am 31. Dezember 2021 500.000 0 0
Kapitalrücklage
Summe nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Summe
Stand am 1. Januar 2021 499.950 0 1.318.410 1.318.410
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 50 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0 0 0
Stand am 31. Dezember 2021 500.000 0 1.318.410 1.318.410
Gewinnrücklage
gesetzliche Rücklagen nach § 272 Abs. 4 HGB satzungsmäßige Rücklagen andere Gewinnrücklagen Summe
Stand am 1. Januar 2021 0 50 0 724.336 724.386
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 -50 0 0 -50
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0 0 0 0
Stand am 31. Dezember 2021 0 0 0 724.336 724.336
Summe Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag / Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss/
-fehlbetrag, der Mutterunternehmen zuzurechnen ist
Summe
Stand am 1. Januar 2021 2.042.796 0 2.840.237 141.090 5.524.072
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen -50 0 141.090 -141.090 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0 0 221.446 221.446
Stand am 31. Dezember 2021 2.042.746 0 2.981.327 221.446 5.745.518

Summe Kapitalrücklage / Summe Gewinnrücklage / Konzernjahresüberschuss:

davon zur Ausschüttung verfügbar: € 1.318.410 / € 724.386 / € 119.345

davon gesetzlichen Ausschüttungssperren unterliegend: € 0 / € 0 / € 102.101

davon satzungsmäßiger / gesellschaftsvertraglichen Ausschüttungssperren unterliegend: € 0 / € 0 / € 0

Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile von Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinn/ Verluste Summe
Stand am 1. Januar 2021 24.699 0 -709 23.990
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen -709 0 709 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0 -581 -581
Stand am 31. Dezember 2021 23.990 0 -581 23.409
Konzerneigenkapital
Summe
Stand am 1. Januar 2021 5.548.062
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 220.865
Stand am 31. Dezember 2021 5.768.927
gezeichnetes Kapital Eigene Anteile nicht eingeforderte ausstehende Einlage Summe
Stand am 1. Januar 2020 500.000 -50 0 499.950
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0 0 0
Stand am 31. Dezember 2020 500.000 -50 0 499.950
Kapitalrücklage
nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Summe
Stand am 1. Januar 2020 0 1.318.410 1.318.410
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0 0
Stand am 31. Dezember 2020 0 1.318.410 1.318.410
Gewinnrücklage
gesetzliche Rücklagen nach § 272 Abs. 4 HGB satzungsmäßige Rücklagen andere Gewinnrücklagen Summe
Stand am 1. Januar 2020 0 50 0 724.336 724.386
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0 0 0 0
Stand am 31. Dezember 2020 0 50 0 724.336 724.386
Summe Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag / Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss/
-fehlbetrag, der Mutterunternehmen zuzurechnen ist
Summe
Stand am 1. Januar 2020 2.042.796 0 2.564.744 275.393 5.382.882
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 275.393 -275.393 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0 0 141.090 141.090
Stand am 31. Dezember 2020 2.042.796 0 2.840.137 141.090 5.523.972

Summe Kapitalrücklage / Summe Gewinnrücklage / Konzernjahresüberschuss:

davon zur Ausschüttung verfügbar: € 1.318.410 / € 541.300 / € 0

davon gesetzlichen Ausschüttungssperren unterliegend: € 0 / € 183.036 / € 141.090

davon satzungsmäßiger / gesellschaftsvertraglichen Ausschüttungssperren unterliegend: € 0 / € 0 / € 0

Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile von Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinn/ Verluste Summe Summe
Stand am 1. Januar 2020 25.868 0 -1.169 24.699 5.407.581
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen -1.169 0 1.169 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0 0 -709 -709 140.381
Stand am 31. Dezember 2020 24.699 0 -709 23.990 5.547.962

Konzernanhang

1. Allgemeine Erläuterungen

Der vorliegende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften des 3. Buches des HGB aufgestellt.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt.

Die Gliederung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Die Gliederungsvorschriften sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des HGB werden bei der Aufstellung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse bei den Tochterunternehmen beachtet. Den Empfehlungen des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committees e.V. (DRSC) wurde teilweise entsprochen. Sofern Empfehlungen des DRSC nicht entsprochen wurde, sind anderweitige Erläuterungen vorhanden, um ein zutreffendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage abzubilden.

Mutterunternehmen nach § 290 Abs. 1 HGB ist zum Bilanzstichtag die Schellenberger Holding GmbH, Bechhofen.

Das Mutterunternehmen Schellenberger Holding GmbH hat ihren Sitz in Bechhofen und ist beim Amtsgericht Ansbach im Handelsregister unter der Nummer HRB 5882 eingetragen.

2. Grundsätze der Konsolidierung

Konsolidierungspflicht

Die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses ergibt sich aus § 290 Abs. 1 HGB. Die Gesellschaft hat die Größenmerkmale des § 293 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 HGB nicht überschritten. Aus der Befreiung der Offenlegung gemäß § 264 Abs. 3 HGB der Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaft ergibt sich eine Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses unabhängig von der Anwendung des § 293 HGB.

Konsolidierungskreis

Im Konzernabschluss werden folgende Unternehmen gemäß § 294 HGB voll konsolidiert:

Einbezogene Gesellschaften Sitz Anteil Stammkapital/Kommanditkapital
% T€
MyBrush GmbH Bechhofen 100 26
Johann Schellenberger GmbH & Co. KG Bechhofen 100 512
gisewo GmbH Bechhofen 89 114
Schewo Asset GmbH Bechhofen 100 25
Schellenberger Bürstenfabrik GmbH Bechhofen 100 410

Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. Januar 2008 ist nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen konsolidierungspflichtigen Eigenkapital zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung vorgenommen. Der Unterschiedsbetrag beträgt T€ 513. Es wurden stille Reserven in einem Grundstück in Höhe von T€ 66 aufgedeckt. Der verbleibende aktive Unterschiedsbetrag wurde gem. § 301 Abs. 3 S. 1 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und gem. § 309 Abs. 1 HGB a.F. mit einem Viertel abgeschrieben.

Durch den im Geschäftsjahr 2014 erfolgten sukzessiven Beteiligungserwerb durch Sacheinlage erfolgte für diese Anteile zum 1. Januar 2014 eine weitere Erstkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Der Anschaffungswert der Tochterunternehmen wurde mit dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss verrechnet.

Der aus der im Rahmen der Anteilseinbringung und der damit verbundenen Konsolidierungsmaßnahmen resultierende passive Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 724 hatte bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise Eigenkapital-Charakter. Er resultierte aus der Gewinnthesaurierung der Tochterunternehmen, deren Eigenkapital damit die Anschaffungskosten der Beteiligung überstieg. Der passive Unterschiedsbetrag wurde deshalb in der Konzernbilanz umgegliedert und in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Mit Eintragung in das Handelsregister am 18. Dezember 2018 wurde die Schewo Asset GmbH als 100%-iges Tochterunternehmen der Johann Schellenberger GmbH & Co. KG gegründet. Sie war damit zum 31. Dezember 2018 erstmals in den Konzernabschluss der Schellenberger Holding GmbH als mittelbares Tochterunternehmen einzubeziehen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode. Der Anschaffungswert des Tochterunternehmens Schewo Asset GmbH wurde mit dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung am 18. Dezember 2018 verrechnet. Aufgrund der Neugründung ergab sich hierbei weder ein aktiver noch ein passiver Unterschiedsbetrag.

Die in den Konzernabschluss nach § 300 Abs. 2 HGB übernommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie Erträge und Aufwendungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens angewandten Bewertungsmethoden einheitlich bewertet.

An die Stelle der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen sind im Rahmen der Vollkonsolidierung die Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten sowie Erträge und Aufwendungen dieser Tochterunternehmen getreten.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber einbezogenen Gesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgerechnet.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung umfasst konzerninterne Umsätze, Erträge und Aufwendungen. Aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung (§ 304 Abs. 2 HGB) wurde auf die Eliminierung von Zwischengewinnen aus konzerninternen Leistungsbeziehungen verzichtet.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 S. 1, Abs. 3 S. 1 HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung grundsätzlich linear. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Anzahlungen für eine EDV Software außerplanmäßig vollständig abgeschrieben, da die Software die Anforderungen nicht erfüllen konnte. Das Sachanlagevermögen wird linear und degressiv abgeschrieben.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens

Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden mit den Anschaffungkosten (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB) angesetzt. In den Vorjahren waren die Wertpapiere auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben worden (§ 253 Abs. 4 HGB). Im Geschäftsjahr konnte eine Zuschreibung aufgrund von Wertaufholung erfolgen (§ 253 Abs. 5 S.1 HGB).

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 Abs. 4 HGB).

Fertige Erzeugnisse und Waren werden zu Herstellungskosten i.S.d. § 255 Abs. 2 HGB bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch die Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert ausgewiesen (§ 253 Abs. 1 HGB).

Latente Steuern

Die Abgrenzung latenter Steuern nach §§ 274 bzw. 306 HGB war auf Ebene der Einzelabschlüsse vorzunehmen. Im Einzelabschluss des Mutterunternehmens Schellenberger Holding GmbH wurden auf die temporären Differenzen hinsichtlich der Bewertung von Beteiligungen passive latente Steuern in Höhe von T€ 13 (Vorjahr: T€ 6) gebildet. Gleichzeitig waren aktive latente Steuern aus den Bewertungsunterschieden der Pensionsrückstellungen der Schellenberger Bürstenfabrik GmbH in Höhe von T€ 81 (Vorjahr: T€ 174) zu bilden. Aufgrund der steuerlichen Organschaft ist die aktive latente Steuer ebenfalls bei der Schellenberger Holding GmbH als Organträger zu berücksichtigen. Im Einzelabschluss der Tochter Johann Schellenberger GmbH (vormals Johann Schellenberger GmbH & Co. KG) wurden auf die temporären Differenzen hinsichtlich der Bewertung von Beteiligungen passive latente Steuern in Höhe von T€ 11 (Vorjahr: T€ 0) gebildet. Somit sind im Konzernabschluss insgesamt T€ 58 (Vorjahr: T€ 168) aktive latente Steuern auszuweisen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte nach den unternehmensindividuellen Steuersätzen. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Steuersatz beträgt bei Kapitalgesellschaften 28,08%. Aus Kapitalkonsolidierungssachverhalten resultieren keine latenten Steuern. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen wurden verrechnet angesetzt (§ 274 Abs. 1 S. 3 HGB). Es besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von T€ 70.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Sie werden pauschal mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechend dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Es wurde der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzins der vergangenen 10 Jahre von 1,87% angesetzt.

Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB).

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB).

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend als Anhang im Konzernanlagenspiegel dargestellt.

Pensionsrückstellungen

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf Basis folgender Rechnungsgrundlagen:

Richttafeln 2018G von Dr. Klaus Heubeck,

Rechnungszinssatz: 1,87%,

Rententrend: 1,00%,

Lohn- und Gehaltssteigerungen: 0,00%,

Bewertungsmethode: projected unit credit method.

Gem. dem Gutachten der ERGO Lebensversicherung AG bestehen keine verpfändeten Rückdeckungsversicherungen zum Bilanzstichtag. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt T€ 0 (Vorjahr: T€ 254), daher ergaben sich keine Zinserträge aus dem Deckungsvermögen. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2021 betrug T€ 840 (Vorjahr: T€ 1.888). Die Aufwendungen aus der Abzinsung der Verpflichtungen beliefen sich auf T€ 42.

Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 44. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung bei der Muttergesellschaft Schellenberger Holding GmbH gesperrt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, Mitarbeiteransprüche, Aufbewahrungspflichten und Gewährleistungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 183 durch Buchgrundschulden besichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 270) enthalten.

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt T€ 4.997 entfallen zu 98,4% auf die Herstellung und den Vertrieb von technischen und medizinischen Bürsten. Von den Umsatzerlösen wurden 37,01% im Ausland erzielt und 62,99% im Inland.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing-Verträgen belaufen sich auf T€ 130.

Überleitungsrechnung zwischen ausgewiesenem Steueraufwand/-ertrag und dem zu erwartenden Steuerbetrag

Durchschnittliche Steuerquote des Konzerns 28,08%
bezogen auf das Konzernjahresergebnis vor Steuern T€ 370
zu erwartender Steuerbetrag T€ 104
ausgewiesener Steueraufwand T€ 139

Die Abweichung beruht auf Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz auf Ebene der Konzern-Gesellschaften.

5. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer (im Jahresdurchschnitt 2021)

Im Geschäftsjahr 2021 waren durchschnittlich 46 Arbeiter und Angestellte bei den Konzerngesellschaften beschäftigt. Davon entfallen auf

gewerbliche Arbeitnehmer 31
Angestellte 15.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Mutterunternehmens geführt durch

Herrn Wolfgang Schellenberger, Kaufmann

Frau Gisela Schellenberger, Bürokauffrau (ab 21. April 2021).

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a und b HGB macht der Konzern von der Erleichterung nach § 286 Abs. 4 HGB in analoger Anwendung Gebrauch.

Konzernverhältnisse

Aufgrund der Anwendung der Befreiungsvorschriften des §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB sind die MyBrush GmbH, die Johann Schellenberger GmbH (vormals Johann Schellenberger GmbH & Co. KG), die gisewo GmbH, die Schewo Asset GmbH sowie die Schellenberger Bürstenfabrik GmbH von der Offenlegung der geprüften und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2021 befreit.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns haben, haben sich wie folgt ergeben:

In der Gesellschafterversammlung vom 26. November 2021 wurde die formwechselnde Umwandlung der Johann Schellenberger GmbH & Co. KG in die Johann Schellenberger GmbH beschlossen. Am 21. Januar 2022 sind die entsprechenden Eintragungen im Handelsregister vorgenommen worden.

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 2. März 2022 wurde die Schewo Asset GmbH auf die MyBrush GmbH, mit Wirkung zum 1. Januar 2022, verschmolzen. Die Eintragungen im Handelsregister erfolgten am 14. April 2022.

Ebenfalls am 2. März 2022 hat die Gesellschafterversammlung der Johann Schellenberger GmbH die Änderung der Firma beschlossen. Die Umfirmierung in Schewo Asset GmbH wurde am 3. Mai 2022 im Handelsregister eingetragen.

Weiterhin wurde am 2. März 2022 von der Gesellschafterversammlung der Schewo Asset GmbH (vormals Johann Schellenberger GmbH) dem Abschluss eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags mit der Schellenberger Holding GmbH zugestimmt. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 3. Mai 2022.

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für die Konzernabschlussprüfung einschließlich der Prüfung der konsolidierungsbedingten Anpassungen sowie der Prüfung der Überleitungen von der HB I zur HB II und für die Jahresabschlussprüfung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beträgt T€ 45.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen machen von der Befreiungsvorschrift des § 285 Nr. 17, 2. HS HGB Gebrauch.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, das Ergebnis des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernanlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2021
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 303.552 1.950 0 0 305.502
2. geleistete Anzahlungen 130.623 0 0 0 130.623
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 434.175 1.950 0 0 436.125
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.791.826 0 0 0 5.791.826
2. technische Anlagen und Maschinen 7.068.895 0 0 0 7.068.895
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.206.310 9.788 0 0 1.216.098
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 14.067.031 9.788 0 0 14.076.819
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 1.600 0 0 0 1.600
Summe Finanzanlagen 1.600 0 0 0 1.600
Summe Anlagevermögen 14.502.806 11.738 0 0 14.514.544
kumulierte Abschreibungen 01.01.2021 Abschreibungen Geschäftsjahr Abschreibungen Abgänge kumulierte Abschreibungen 31.12.2021 Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 285.872 18.328 0 304.200 0
2. geleistete Anzahlungen 0 130.623 0 0 0
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 285.872 148.951 0 304.200 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.150.132 80.190 0 4.230.322 0
2. technische Anlagen und Maschinen 4.879.955 422.115 0 5.302.070 0
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 932.069 55.896 0 987.965 0
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 9.962.156 558.201 0 10.520.357 0
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0 0 0 0 0
Summe Finanzanlagen 0 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 10.248.028 707.152 0 10.824.557 0
Buchwert 31.12.2021 Buchwert 31.12.2020
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.302 17.680
2. geleistete Anzahlungen 130.623 130.623
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 131.925 148.303
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.561.504 1.641.695
2. technische Anlagen und Maschinen 1.766.825 2.188.940
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 228.133 274.240
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0
Summe Sachanlagen 3.556.462 4.104.876
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 1.600 1.600
Summe Finanzanlagen 1.600 1.600
Summe Anlagevermögen 3.689.987 4.254.779

sonstige Berichtsbestandteile

 

Bechhofen, 3. Dezember 2022

gez. Wolfgang Schellenberger, als Geschäftsführer der Schellenberger Holding GmbH

gez. Gisela Schellenberger, als Geschäftsführerin der Schellenberger Holding GmbH

Bestätigungsvermerk

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schellenberger Holding GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Schellenberger Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schellenberger Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme des Konzerns abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ansbach, 5. Dezember 2022

DC Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Walterspacher, Wirtschaftsprüfer

gez. Prof. Dr. Carl, Wirtschaftsprüfer

Sonstige Berichtsbestandteile:

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.12.2022 gebilligt.

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