Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 6360
Eingetragen
13.8.1992
Branche
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Handel mit Neu- und Gebrauchtwagen einschl. Zubehör und Ersatzteilen sowie der Betrieb einer Kfz-Werkstatt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Lein
seit 14.3.2022
Prokura
Cindy Tscherch
seit 14.3.2022
Prokura
Falk Wendler
seit 3.9.2008
Prokura
Cornelia Scholz
seit 21.2.2007
Geschäftsführer
Michael Scholz
seit 28.2.2005
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Scholz GmbH

Löbau OT Rosenhain

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Unsere Hauptgeschäftstätigkeit liegt als autorisierter Vertragshändler im nicht exklusiven Verkauf von neuen Pkw und Nutzfahrzeugen der Marken Fiat, Fiat Professional, Alfa Romeo, Abarth, Jeep, Dodge/RAM und MG sowie im Handel mit Gebrauchtfahrzeugen. Weiterhin gehören zu unserem Geschäftsbetrieb der Handel mit Kfz-Ersatzteilen und Zubehör, die Wartung und Instandhaltung von Kraftfahrzeugen sowie die Vermittlung von Leasing-, Finanzierungs- und Versicherungs-Geschäften und die kurzfristige Vermietung von Kraftfahrzeugen.

Unser Hauptabsatzmarkt ist die Region Oberlausitz. Hierzu werden vier Autohäuser in Bautzen, Löbau, Görlitz und Oderwitz unterhalten. Für die angebotenen Marken bestehen jeweils Händlerverträge mit der Stellantis GERMANY GMBH bzw. ein Agentur- und Handelsvertrag mit der SAIC Motor Deutschland GmbH (MG Motor Deutschland). Regional zählen wir für diese Marken zu einem der größten Anbieter.

2. Forschung und Entwicklung

Der Handels- und Servicebetrieb erfordert keine Aktivitäten in Forschung und Entwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 wurde in Deutschland, die erhoffte Wiederbelebung des Wirtschaftswachstums, nicht erreicht, sondern im Gegenteil weiter abgeschwächt. Das Wirtschaftswachstum sank in 2023 um 0,3 % (Vj. +1,8 %). Die Sparquote der privaten Haushalte lag mit 11,3 % im Jahr 2023 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (11,1 %). Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote leicht auf 5,7 % nach 5,3 % im Vorjahr.

Nach 2,651 Mio. Neuzulassungen im Jahr 2022 wurde für das Gesamtjahr 2023 wieder ein leichter Anstieg auf 2,845 Mio. (+7,3 %) Neuzulassungen erreicht.

Die Gesamtentwicklung der Produkte der Marken Fiat (-1,6 %), Alfa Romeo (+69,5 %) und Jeep (-11,1 %) stellten sich mit Schwankungsbreiten dar.

Der Gebrauchtwagenmarkt schloss bei den Pkw-Besitzumschreibungen im Jahr 2023 auch mit 6,031 Mio. Einheiten über (+6,9%) dem Niveau des Vorjahres (5,641 Mio.) ab.

Die Werkstattauslastung lag im Jahresdurchschnitt des Jahres 2023 bei rd. 87% und damit über dem Niveau des Vorjahres (85%).

2. Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung

Der Gesamtumsatz konnte gegenüber dem Jahr 2022 deutlich um 12,3 % erneut gesteigert werden.

Die wichtigsten Sparten haben sich beim Umsatz wie folgt entwickelt:

Neuwagen- und Vorführwagen: +10,8%
Gebrauchtwagen: -4,1%
Service: +43,2%
Ersatzteile: +31,8%

Der Neufahrzeugverkauf im Geschäftsjahr 2023 war im Umsatz wieder deutlich positiv zum Vorjahr und konnte damit weiter aufholen.

Die Umsatzentwicklung im Gebrauchtfahrzeugverkauf, konnte, im Gegensatz zur Entwicklung des Gesamtmarktes nicht gesteigert werden und war gegenüber dem Vorjahr rückläufig.

In Summe konnte damit der Umsatz im Fahrzeugverkauf gegenüber dem Vorjahr dennoch weiter gesteigert werden (+5,3%).

Im Servicebereich war in diesem Jahr, gegenüber dem Vorjahr, wieder ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Dies ist zum einen auf die positive Entwicklung beim Wohnmobilhersteller Capron zurückzuführen, nachdem die Lieferschwierigkeiten im Transporter Bereich wieder behoben wurden. Zum anderen führte auch in den restlichen operativen Filialen die gestiegene Werkstattauslastung zu einem deutlichen Plus im Serviceumsatz gegenüber dem Vorjahr.

Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen

Investitionen ins Anlagevermögen - ohne Geschäfts- und Vorführfahrzeuge - wurden auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Die Investitionen (ohne Vorführwagen) beliefen sich auf TEUR 300,5 und betrafen im Wesentlichen Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen.

Personal

Die Zahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant (+2) entwickelt, der Zugang ist bei den gewerblichen Arbeitnehmern zu verzeichnen.

Die Entlohnung orientiert sich nicht an Tarifverträgen, daher bestehen einzelvertragliche Regelungen.

Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Sonstige wichtige Vorgänge waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen.

3. Lage

a) Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 endet mit einem Jahresüberschuss, welcher über dem Vorjahreswert liegt. Die ursprünglichen Planwerte, vor Steuern und vor den abschließenden Jahresabschlussbuchungen, wurden auf der Deckungsbeitragsebene ebenfalls übertroffen.

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
v.H.
Rohergebnis (incl. produktiver Löhne und Vorführwagenabschreibungen) 6.795,4 5.476,9 1.318,5 24,1
Betriebsergebnis 1.971,4 1.058,2 913,2 86,3
Finanz-/Beteiligungsergebnis -148,1 -71,1 -77,0 108,3
Neutrales Ergebnis 70,7 84,8 -14,1 -16,6
Ertragsteuern -598,0 -336,4 -261,6 77,8
Jahresergebnis 1.296,0 735,5 560,5 76,2

Der Gesamtumsatz lag mit 12,4 % über dem Vorjahreswert. Das Wachstum verteilte sich über alle Sparten, wurde aber vom Service am stärksten getragen. Die gestiegenen Personal- und sonstigen Sachaufwendungen sowie die erhöhten Zinsaufwendungen konnten im Ergebnis durch das verbesserte Rohergebnis mehr als kompensiert werden. Die Umsatzrendite (Ergebnis der Geschäftstätigkeit vor Ertragsteuern zum Umsatz) stieg mit 6,5 % (Vj. 4,1%) deutlich an und konnte auch im Vergleich zum Branchenschnitt gesteigert werden.

Im Finanzierungsbereich ist trotz unterjähriger geringerer Inanspruchnahme in der Einkaufsfinanzierung von Fahrzeugen aufgrund des erhöhten Zinsniveaus insgesamt eine Verschlechterung des Finanzergebnisses zu verzeichnen.

b) Vermögenslage

Das Vermögen sowie das Kapital unserer Gesellschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

31.12.2023
TEUR
v.H. Vorjahr
TEUR
v.H. Veränderung
TEUR
v.H.
Vermögen
Anlagevermögen (ohne Vorführwagen) 3.549,5 24,7 3.481,5 22,8 68,0 2,0
Vorräte abzgl. erhaltener Anzahlungen 7.341,1 51,2 8.901,6 58,2 -1.560,5 -17,5
Forderungen 1.597,1 11,1 1.163,2 7,6 433,9 37,3
Flüssige Mittel 1.022,2 7,1 630,2 4,1 392,0 62,2
Sonstige Aktiva 840,4 5,9 1.117,4 7,3 -277,0 -24,8
14.350,3 100,0 15.293,9 100,0 -943,6 -6,2

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr wieder gesunken. Die Reduzierung ist im Wesentlichen auf den deutlichen Abbau der Vorräte zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung sind angestiegen wurden aber mit dem Abbau der Vorräte mehr als kompensiert.

c) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist weiterhin sehr stabil.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen, Skontier-Möglichkeiten werden genutzt. Forderungen werden möglichst innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.

Leasingverpflichtungen sind außerhalb des Kundenleasings nur von untergeordneter Bedeutung zu verzeichnen, Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten haben wir nicht getätigt.

Kapitalstruktur

31.12.2023
TEUR
v.H. Vorjahr
TEUR
v.H. Veränderung
TEUR
v.H.
Kapital
Eigenkapital 6.109,1 42,6 5.213,1 34,1 896,0 17,2
Rückstellungen 1.114,4 7,8 989,3 6,5 125,1 12,6
Verbindlichkeiten 7.126,8 49,7 9.091,5 59,4 -1.964,7 -21,6
14.350,3 100,0 15.293,9 100,0 -943,6 -6,2

Unsere Kapitalstruktur hat sich durch die Erhöhung des Eigenkapitals um 896,0 TEUR bei gleichzeitiger Reduzierung der Bilanzsumme von 34,1 % auf 42,6 % gesteigert. Die Eigenkapitalquote wurde auf einem überdurchschnittlichen Niveau weiter ausgebaut.

Die Reduzierung der Bankverbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf die geringere Inanspruchnahme in der Einkaufsfinanzierung zurückzuführen. Außerdem wurden hier auch weiterhin freie liquide Mittel zur Eigenfinanzierung eingesetzt. Sämtliche Darlehen wurden wie in den Vorjahren planmäßig getilgt. Für die Finanzierung langfristiger Investitionen setzen wir übliche, überwiegend langfristige Darlehen ein. Das Umlaufvermögen ist insbesondere hinsichtlich der Einkaufsfinanzierung der Fahrzeuge bei Spezialbanken kurzfristig finanziert.

Der Kapitalumschlag (Umsatz / Gesamtkapital) liegt, durch den gesteigerten Umsatz und der gleichzeitig reduzierten Bilanzsumme, in diesem Jahr über dem Vorjahr.

Liquidität

Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit hat sich wie folgt entwickelt:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Jahresergebnis 1.296,0 735,5
Abschreibungen (ohne Vorführwagen) 223,3 252,5
Veränderung Rückstellung 125,1 -355,0
Buchgewinne/-verluste 0,1 4,4
Veränderung Aktiva/Passiva 1.540,5 -2.428,0
3.185,0 -1.790,6

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr durch das höhere Jahresergebnis, die Verringerung der Vorräte (einschl. Vorführwagen) und der Forderungen um ca. EUR 4,9 Mio. gegenüber dem Vorjahr verbessert. Auch unter Berücksichtigung der Veränderung der Verbindlichkeiten aus der Einkaufsfinanzierung der Fahrzeuge, die wir intern dem operativen Bereich zuordnen, liegt der Cashflow deutlich im positiven Bereich (2023: TEUR 1.189; Vj.: TEUR 609).

Die freien Cash-Flows wurden zur Abdeckung der Investitionen und Tilgung von Finanzverbindlichkeiten eingesetzt.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die interne operative Unternehmenssteuerung nutzt als Instrument eine Deckungsbeitragsrechnung nach Geschäftsbereichen, Marken und Filialen mit Abweichungsanalysen zur Planung und dem Vorjahr.

Ferner dienen monatliche Auswertungen der Auftragseingänge, Ablieferungen, Umsätze etc. zur weiteren Analyse der operativen Einheiten.

Das monatliche Reporting wird nach handelsrechtlichen Strukturen erstellt, es dient auch quartalsweise zur Information unserer Banken über den aktuellen Geschäftsverlauf.

Hierbei erfolgt eine Fokussierung auf den Rohertrag der einzelnen Geschäftsbereiche. Im Blickpunkt stehen darüber hinaus permanent die Eigenkapitalquote und Umsatzrendite, welche für die Geschäftsbanken und deren Ratingeinstufung ein wesentlicher Bestandteil sind. Die Eigenkapitalquote konnte im Geschäftsjahr deutlich gesteigert werden; die Umsatzrendite ist gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich angestiegen. Beide Größen (Eigenkapitalquote und Umsatzrendite) liegen auf einem überdurchschnittlichen Niveau.

5. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr lag über den Erwartungen und schloss im Ergebnis über der Planung ab. Im Vergleich zur Planung haben hierzu der Fahrzeugverkauf und der Service gleichermaßen beigetragen.

III. Prognosebericht

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind für das Jahr 2024 mit negativen Vorzeichen versehen. Die Wirtschaft schrumpft. Die Inflationsraten und Unsicherheiten belasten weiterhin das Konsumklima und auf hohem Niveau verharrende Finanzierungskosten verteuern die Leasing- und Finanzierungsraten für die Kunden.

Die einschlägigen Prognosen gehen für die PKW-Neuzulassungen im PKW-Neuwagenbereich von 2,65 bis 2,85 Mio. Neuzulassungen aus.

Die Einschätzung für den Gebrauchtwagenbereich ist aufgrund der zu erwartenden Verschiebung von teureren Neufahrzeugen auf günstige Gebrauchtfahrzeuge deutlich positiver. Daher rechnet der ZDK für 2024 mit einem gesteigerten Gebrauchtwagenmarkt auf einem Jahresniveau von rund 6,2 Millionen Besitzumschreibungen.

Die Werkstattauslastung wird auf dem hohen Niveau des Jahres 2023 erwartet.

In unserer Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir daher von einer Gesamtumsatzplanung leicht über dem Vorjahresniveau, für den Fahrzeugverkauf auf dem Niveau des Jahres 2023 und einer Steigerung im Teile- und Werkstattbereich, aus. Der Neuwagenbereich wurde deutlich rückläufig und der Gebrauchtwagenbereich mit einem gesteigerten Umsatzvolumen geplant. Das Werkstattgeschäft wurde mit erhöhten Umsätzen und einer guten Auslastung geplant. Wir planen weiterhin noch mit einem höheren Zinsaufwand durch das gestiegene Zinsniveau.

Die Planung für das Geschäftsjahr 2024 geht, im Normal-Case Szenario auf Deckungsbeitragsebene, von einem positiven operativen Ergebnis über dem Wert des Jahres 2023 aus. Auch das Worst-Case Szenario schließt noch mit einem positiven operativen Ergebnis vor Sondereffekten von 6,7% vom Umsatz ab.

Die aktuelle Vorschau zum 31.12.2024, die auf das Ergebnis per 31.08.2024 zuzüglich dem anpassten Plan für das restliche Jahr (09.-12.2024) aufbaut, liegt über unseren ursprünglichen Werten aus dem Normalszenario.

Die Liquidität des Unternehmens ist auf Basis der Planung, in allen Szenarien, jederzeit gesichert und weist entsprechende Überschüsse aus. Mit dem restlich verbleibenden Jahresergebnis (nach Steuern) soll das Eigenkapital des Unternehmens weiter gestärkt werden.

Die aktuelle Ergebnisentwicklung zeigt einen eher positiveren Verlauf als in der Planung unterstellt. Per 31.08.2023 schließen Umsatz und Betriebsergebnis über der Planung ab.

IV. Chancen und Risikobericht

Als markengebundener Vertragshändler besteht, neben der Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung und insbesondere dem Konsumverhalten, eine generelle Abhängigkeit der Gesellschaft von der Produkt- und Preispolitik der Hersteller. Darüber hinaus hat die Produktqualität und mögliche Antriebsalternativen einen wesentlichen Einfluss auf den Umfang unserer After-Sales-Umsätze. Diese Risiken versuchen wir, durch unseren Mehrmarkenbetrieb zu diversifizieren.

Nach dem vollzogenen Zusammenschluss von FCA und PSA zum neuen Stellantis Konzern wurden alle Händlerverträge des gesamten Stellantis Konzerns gekündigt und die neuen Händlerverträge, mit Wirkung ab 01.07.2023 nun abgeschlossen. Für alle Marken haben die Verträge - nach aktuellem Stand - nun eine Laufzeit bis zum 31.12.2026, mit der Option einer Kündigungsmöglichkeit bis zum 30.11.2024 per 31.12.2024, falls wir uns gegen die Umsetzung der neuen CI-Anforderungen für die Marken entscheiden. Die Investitionssummen stehen nach wie vor noch nicht final fest. Aktuell laufen noch die Überlegungen, für welche Marken/Standorte wir von der Kündigungsoption Gebrauch machen wollen bzw. die CI umsetzen wollen. Nach aktuellem Stand sollen die Verträge für alle Marken ab 01.01.2027 in Agenturverträge überführt werden. Die Rahmenbedingen der Kommissionsagenturverträge werden aktuell noch immer verhandelt.

Die Investitionskosten und künftigen Margen im Agenturmodell sowie eine zu erwartende deutliche Veränderung im Wettbewerbsumfeld werden mittelfristig erhebliche Auswirkungen auf den Neuwagen-Fahrzeugverkauf haben. In den letzten Jahren haben wir gezeigt, dass wir durch den Ausbau des Gebrauchtwagengeschäftes sowie unser stabiles Werkstattgeschäft unabhängiger vom Neufahrzeugverkauf aufgestellt sind. Diese Säulen werden wir weiter verstärken und im Übrigen Chancen aus einer Marktbereinigung nutzten.

Aufgrund unserer positiven Unternehmensentwicklung der vergangenen Jahre und der daraus resultierenden Finanzkraft fühlen wir uns auch für künftige Entwicklungen gut gerüstet.

Risiken aus Sonderaktionen der Hersteller bzw. der Förderung für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen im Neufahrzeugverkauf, die sich auf die Gebrauchtfahrzeugpreise sowie den Wert der Leasingrückläufer auswirken, werden wir weiterhin durch entsprechende vorsichtige Bewertung bei der Hereinnahme von Gebrauchtfahrzeugen vermeiden und soweit möglich, generell das Rückkaufrisiko durch Abschluss von Verträgen ohne entsprechende Risikoübernahme eingrenzen.

Im Finanzierungsbereich ist die Gesellschaft über langfristige Bankkredite bei zwei regionalen Geschäftsbanken finanziert. Außerdem wurde eine weitere kurzfristige Kreditlinie zur Verfügung gestellt, die die Liquiditätsreserve des Unternehmens weiter erhöht. Die Fahrzeugbestände werden über die Stellantis Financial Services, die Santander Consumerbank AG, die Consors Finanz BNP Paribas, und Bank 11 finanziert. Hier bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen und ausreichende Spielräume. Die Zinsentwicklung bewegt sich auf einem deutlich erhöhten Niveau, dem wir auch bereits in der Planung Rechnung getragen haben.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.

Gesamtaussage

Insgesamt ist die Gesellschaft sowohl hinsichtlich des angebotenen Leistungsspektrums als auch hinsichtlich der Ertrags- und Kostensituation gut aufgestellt. Durch das angebotene Markenspektrum sind wir hinsichtlich einzelner Modellentwicklungen ausreichend diversifiziert.

Vor dem Hintergrund unserer erreichten finanziellen Stabilität sehen wir uns daher für die Bewältigung der künftigen Risiken und vor allem der erforderlichen Neuausrichtung des Geschäftsmodells gut gerüstet.

Wesentliche Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sehen wir nicht.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Unsere Kundenforderungen sind breit gestreut, so dass keine wesentlichen Einzelrisiken auftreten können. Am Bilanzstichtag bestehende Risiken sind durch Wertberichtigungen im Jahresabschluss berücksichtigt.

Sonstige erkennbare Risiken, wie z. B. für die Rücknahme von Fahrzeugen aus Leasinggeschäften und Finanzierungen, sind durch entsprechende Risikovorsorge abgedeckt.

Fremdwährungsgeschäfte wurden nicht getätigt. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

 

Löbau / OT Rosenhain. 21. Oktober 2024

gez. Michael Scholz, Geschäftsführer

gez. Cornelia Scholz, Geschäftsführerin

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

Amtsgericht Löbau

Registernummer: HRB 6360

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen 6.768.026,77 8.407.651,52
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 5.000,00 5.000,00
6.773.026,77 8.412.651,52
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.117.507,52 3.970.450,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.437.558,02 2.280.598,87
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.022.157,11 630.193,19
7.577.222,65 6.881.242,19
14.350.249,42 15.293.893,71

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 76.693,78 76.693,78
II. Gewinnvortrag 4.736.355,90 4.400.891,62
III. Jahresüberschuss 1.295.998,25 735.464,28
6.109.047,93 5.213.049,68
B. Rückstellungen 1.114.401,28 989.293,59
C. Verbindlichkeiten 7.126.800,21 9.091.550,44
14.350.249,42 15.293.893,71

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 8.343.873,84 6.769.600,99
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.134.345,80 -2.676.276,64
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -618.125,67 -571.233,93
-3.752.471,47 -3.247.510,57
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen -597.247,80 -523.137,87
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.946.328,73 -1.850.268,51
5. Erträge aus Beteiligungen 79,00 24,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13,36 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -148.245,37 -71.107,42
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -597.984,44 -336.446,22
9. Ergebnis nach Steuern 1.301.688,39 741.154,40
10. Sonstige Steuern -5.690,14 -5.690,12
11. Jahresüberschuss 1.295.998,25 735.464,28

Anhang zum 31. Dezember 2023

I. Bilanzierungsgrundsätze

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Dresden unter der HRB 6360 eingetragen.

Die Gesellschaft ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 des Handelsgesetzbuches (HGB) einzustufen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Ergänzende Bilanzierungsvorschriften aus dem Gesellschaftsvertrag ergeben sich nicht.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, wurden grundsätzlich im Anhang gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 242 bis 256a HGB sowie den besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 - 277 HGB) vorgenommen.

Die Sachanlagen sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Abschreibungen werden linear und zeitanteilig unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer berechnet. Im Berichtsjahr zugegangene Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 ohne Umsatzsteuer werden sofort als Betriebsausgaben verrechnet sowie Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 800,00 ohne Umsatzsteuer sofort voll abgeschrieben.

Entsprechend der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes werden die Vorführfahrzeuge trotz überwiegend kurzer Verweildauer im Vermögen der Gesellschaft im Anlagevermögen ausgewiesen und linear über eine Nutzungsdauer von 6 Jahren abgeschrieben.

Vorführfahrzeuge, die während des Geschäftsjahres ge- und wieder verkauft wurden, werden aus Vereinfachungsgründen hier nicht erfasst. Außerdem werden die Veräußerungserlöse bei den Umsätzen, die Restbuchwerte im Wareneinsatz ausgewiesen.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten aktiviert.

Der Wertansatz der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen, die zur Vorwegnahme künftiger Verluste sowie zur Berücksichtigung von Lagerrisiken erforderlich schienen. Die Höhe der Wertberichtigung wurde pauschal ermittelt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die übrigen Forderungen werden wegen des Ausfallwagnisses, des Zinsverlustes, des Skontoabzuges und der Kosten der Beitreibung der Außenstände um 1 v. H. ihres Nettobetrages wertberichtigt.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Dabei werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Bundesbank ermittelten maßgebenden Zinssatz abgezinst. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Berücksichtigung aktiver latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des entsprechenden Wahlrechts.

III. Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2023

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist ausgehend von den historischen Anschaffungskosten dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen nicht mehr als ein Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuerforderungen in Höhe von TEUR 107,5, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

3. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 76.693,78 (DM 150.000,00). Es ist noch nicht auf Euro umgestellt.

4. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der sich nach § 253 Abs. 6 HGB ergebende Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 11.050,00 (Vj. EUR 49.092,00) unterliegt der Ausschüttungssperre (s. auch Folgepunkt).

5. Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen wurden nach der PUC-Methode (projected unit credit) mit einer Rentendynamik von 2 % und einer Gehaltsdynamik von 0 % unter Verwendung der Sterbetafeln 2018 G berechnet. Als Rechnungszins wurde der in der Rückstellungsabzinsungsverordnung genannte Zinssatz von 1,82 % (Vj. 1,78 %) angesetzt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ermittelt sich wie folgt:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Rückstellung bei Durchschnittszinssatz aus 10 Jahren 771,1 740
Rückstellung bei Durchschnittszinssatz aus 7 Jahren 782,2 789,1
Differenz 11,1 49,1

Die Pensionsrückstellung mit einem Barwert von TEUR 771,2 wurde mit dem Aktivwert von TEUR 669,8 der Rückdeckungsversicherung am Abschlussstichtag verrechnet.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Personalrückstellung 448,7 280,8
Garantie und Kulanz 242,4 224,2
Archivierungskosten 50,8 54,5
Ausstehende Rechnungen 16,8 15,2
Übrige 119,5 103,1
Bilanzwert 878,2 677,8

7. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sowie die Kreditsicherheiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Aufstellung:

Gesamt
TEUR
davon bis zu 1 Jahr
TEUR
davon über 1 - 5 Jahre
TEUR
davon über 5 Jahre
TEUR
Sicherheiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.770,7 5.157,1 397,5 216,1 Grundschulden, Sicherungsübereignung, Forderungsabtretungen
(Vorjahr) (7.872,5) (7.073,4) (533,1) (266,0) TEUR 5.770,7
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 464,7 464,7 0,0 0,0
(Vorjahr) (626,9) (626,9) (0,0) (0,0)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 891,4 815,1 75,9 0,4
davon aus Steuern: TEUR 200,4 (Vj. TEUR 97,5)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 33,6 (Vj. TEUR 3,5)
(Vorjahr) (592,2) (518,0) (72,0) (2,5)
7.126,8 6.436,9 473,4 216,5
(Vorjahr) (9.091,6) (8.218,3) (605,1) (268,2)

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 125,0, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Personalaufwand

In den Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 25,0 (Vj. TEUR 51,4) enthalten.

2. Zinsaufwand

Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1,7 (Vj. TEUR 13,0).

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für die Jahre 2024 bis 2029 bestehen Rücknahmeverpflichtungen für Fahrzeuge aus Leasing- und Finanzierungsverträgen in Höhe von rund TEUR 4.893.

2. Angaben zu den Geschäftsführungsorganen

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren während des Geschäftsjahres

Herr Michael Scholz, Kaufmann und

Frau Cornelia Scholz, Kauffrau

bestellt.

3. Angaben zu den Geschäftsführerbezügen

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird nach § 286 IV HGB verzichtet.

4. Anzahl der Arbeitnehmer

(Personalstand Jahresdurchschnitt ohne Auszubildende)

2023 2022
Gehaltsempfänger 28 35
Lohnempfänger 45 34
Lohn- und Gehaltsempfänger 73 69

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Löbau / OT Rosenhain, 21. Oktober 2024

gez. Michael Scholz, Geschäftsführer

gez. Cornelia Scholz, Geschäftsführerin

Anlagespiegel 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umgliederung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 01.01.2023
EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.932.727,91 13.512,38 7.106,77 310.489,38 4.249.622,90 1.202.374,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 474.197,78 63.004,95 135.586,90 0,00 401.615,83 302.407,78
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 982.210,62 30.920,59 245.326,05 0,00 767.805,16 721.516,64
4. Miet- und Vorführfahrzeuge 5.212.937,26 2.959.172,99 4.533.611,82 0,00 3.638.498,43 281.809,26
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 313.685,75 193.058,60 9.184,13 -310.489,38 187.070,84 0,00
10.915.759,32 3.259.669,51 4.930.815,67 0,00 9.244.613,16 2.508.107,80
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00 0,00
10.920.759,32 3.259.669,51 4.930.815,67 0,00 9.249.613,16 2.508.107,80
Abschreibungen
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 106.530,76 7.106,27 1.301.798,61 2.947.824,29 2.730.353,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 30.781,45 135.562,90 197.626,33 203.989,50 171.790,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 85.942,12 245.249,55 562.209,21 205.595,95 260.693,98
4. Miet- und Vorführfahrzeuge 373.993,47 240.850,49 414.952,24 3.223.546,19 4.931.128,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 187.070,84 313.685,75
597.247,80 628.769,21 2.476.586,39 6.768.026,77 8.407.651,52
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 5.000,00 5.000,00
597.247,80 628.769,21 2.476.586,39 6.773.026,77 8.412.651,52

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Autohaus Scholz GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Scholz GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Scholz GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

 

Berlin, 21. Oktober 2024

Rath, Anders, Dr. Wanner & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte

Neubacher, Wirtschaftsprüfer

Drost, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 11.11.2024 festgestellt.

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