Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamm HRB 8169
Eingetragen
10.11.1997
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenGroßhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Handel mit Artikeln des Catering-Equipment.

Historie

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Management

NameRolle
Claudia Koppik
seit 13.5.2014
Prokura
Christoph Koppik
seit 13.5.2014
Geschäftsführer
Tim Steinrücken
seit 13.5.2014
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

"Luchs" GmbH

Bönen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht für das Geschäftsfjahr 2015

1. Allgemeine Marktsituation

Gesamtwirtschaftliche Situation

Trotz des schwierigen internationalen Umfeldes ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr insgesamt um 1,7 Prozent gewachsen. Die Arbeitslosigkeit befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die realen Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer verzeichneten im Jahr 2015 den höchsten Zuwachs seit mehr als zwei Jahrzehnten. Der Staatshaushalt von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen war 2015 bereits im vierten Jahr in Folge annähernd ausgeglichen.

Für das Jahr 2016 erwartet die Bundesregierung im Jahresdurchschnitt einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von real 1,7 Prozent. Um den Arbeitstageeffekt bereinigt nimmt das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr 2016 mit 1,6 Prozent um 0,1 Prozentpunkte stärker zu als im Vorjahr. Der sich fortsetzende Beschäftigungsaufbau bildet zusammen mit merklichen Einkommenssteigerungen das Fundament für die anhaltende binnenwirtschaftliche Dynamik in Deutschland. Wie auch in den vergangenen Jahren entsteht die zusätzliche Beschäftigung vor allem in den Dienstleistungsbereichen. Die hohe Zuwanderung von Flüchtlingen wirkt sich zunächst nur wenig auf den Arbeitsmarkt aus. Aus dem Zustrom ergeben sich jedoch neue, gewaltige Herausforderungen. In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene getroffen, die auf eine Reduzierung der Zuwanderung abzielen, ohne dabei das Grundrecht auf Asyl in Frage zu stellen. Seit dem 1. Januar 2015 gilt in Deutschland flächendeckend ein gesetzlicher Mindestlohn von brutto 8,50 Euro je Zeitstunde. Seitdem kam es zu deutlichen Lohnzuwächsen bei den niedrigsten Einkommen, insbesondere in den ostdeutschen Ländern. In zahlreichen Fällen dürfte der Mindestlohn auch dazu geführt haben, dass geringfügige Beschäftigungsverhältnisse in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umgewandelt wurden.

Die konjunkturelle Lage im Euroraum hat sich im vergangenen Jahr insgesamt verbessert. Der im Jahr 2014 nach zwei Jahren Schrumpfungsprozess eingeschlagene moderate Wachstumskurs setzte sich - weitgehend unbeeindruckt von der erneuten Zuspitzung der Griechenlandkrise zur Jahresmitte 2015 - fort. Der Erholungskurs im Euroraum insgesamt dürfte sich in diesem Jahr weiter festigen und leicht beschleunigen. Insgesamt wird eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,75 Prozent erwartet. Das Wirtschaftswachstum in den einzelnen Mitgliedstaaten fällt dabei homogener aus als während der europäischen Schuldenkrise. Einige der damals besonders betroffenen Mitgliedstaaten wie Spanien und Irland entwickeln sich sogar außerordentlich dynamisch. Demgegenüber werden Frankreich und Italien eher moderate, aber etwas bessere Wachstumsperspektiven als im Vorjahr eingeräumt. In vielen Ländern bleibt die Lage am Arbeitsmarkt jedoch angespannt. Niedrige Rohölpreise, eine expansiv ausgerichtete Geldpolitik und damit einhergehend ein günstiges Zinsniveau sowie ein niedriger Wechselkurs gegenüber dem US-Dollar begünstigen dieses Jahr die Erholung im Euroraum. Das Wirtschaftswachstum der Europäischen Union dürfte sich in diesem Jahr in einer ähnlichen Größenordnung bewegen wie im Vorjahr. Für das Vereinigte Königreich sowie wichtige Handelspartner in Mittel- und Osteuropa wird mit einer Fortsetzung des Aufschwungs gerechnet

Geschäftstätigkeit der Gesellschaft

Die Luchs GmbH ist im Versandhandel für Gastronomieartikel sowie Artikel für den Fleischerei- und Thekenbedarf tätig. Es werden ausschließlich Gewerbetreibende in Deutschland, Frankreich, Österreich, Polen, Slowenien und Kroatien angesprochen. Neben der Belieferung von Kunden und verbundenen Unternehmen werden sämtliche Dienstleistungsfunktionen innerhalb des Verbunds bei der Gesellschaft zentralisiert.

Geschäftsverlauf und Lage der Luchs GmbH in 2015

Die Nachfrage in den Segmenten Hotellerie/Gastronomie und insbesondere gemeinnützige Institutionen ist weiterhin von einer konstanten Nachfrage und entsprechender Stabilität gekennzeichnet. Beim Wettbewerbsumfeld ist eine steigende Anzahl von Neugründungen festzustellen. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 18 TEUR auf 14.403 TEUR gestiegen. Das Rohergebnis ist von 6.120 TEUR auf 5.652 TEUR gesunken (-468 TEUR). Dies ist auf den Umstand zurückzuführen, dass die Warenbestände am Standort Versmold abgeschrieben und entsprechende Restbestände an die Tochtergesellschaft ZIMAX Direkt GmbH veräußert wurden. Dies war ein einmaliger Effekt in 2015. Das Jahresergebnis der Gesellschaft ist im Berichtsjahr dennoch positiv und unter Berücksichtigung des genannten Einmaleffektes, der durch entsprechende organisatorische Umstrukturierungen zukünftig vermieden werden kann, zufriedenstellend.

Ertragslage

Der Jahresüberschuss betrug im Berichtsjahr 1,5 TEUR. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Verbesserung, wobei das Vorjahr durch den außerordentlichen und einmaligen Effekt der Wertberichtigung geprägt war. Das Umsatzniveau konnte stabilisiert werden. Der Rückgang des Rohergebnisses ist auf die Bestandsreduktion des in Versmold geführten Sortiments zurückzuführen. Der Personalaufwand wurde weiter angepasst (-214 TEUR). Dies hängt mit einem Abbau der Vertriebsstruktur zusammen. Das Finanzergebnis bleibt wegen der relativ hohen Finanzschulden trotz des allgemein niedrigen Zinsniveaus negativ, jedoch aufgrund der laufenden Tilgungen gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Vermögens- und Finanzanlage

Die Bilanzsumme beträgt 7.833 TEUR. Hier ist wieder eine deutliche Reduktion festzustellen (-703 TEUR), die im Wesentlichen auf den Abbau der Warenbestände zurückzuführen ist. Der wesentliche Teil mit ca. 40% entfällt aber weiterhin auf das Vorratsvermögen. Die Beteiligungen und sonstigen Ausleihungen betragen in Summe 1.438 TEUR und sind relativ konstant geblieben (ca. 20%). Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber Gesellschaftern haben sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Auf der Kapitalseite ist eine geringe Erhöhung des Eigenkapitals durch den Jahresüberschuss eingetreten. Darüber hinaus wurden aber auch Verbindlichkeiten planmäßig zurückgeführt. Den kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen wird durch die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien nachgekommen. Diese beträgt zum Bilanzstichtag 1.459 TEUR. Hier erfolgte eine Ausweitung um TEUR 200 im Berichtsjahr, um die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Außerdem konnten Vereinbarungen über geänderte Tilgungsmodalitäten für zwei langfristige Darlehen getroffen werden. Die stetige Rückführung von langfristigen Darlehensmitteln und das Auslaufen von mehreren Leasingverträgen werden langfristig zu einer Entspannung der Finanzlage führen. Außerdem konnten Zahlungsziele mit Lieferanten durch die Teilnahme am SEPA-Lastschriftverfahren günstiger vereinbart werden.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte zum 31.12.2015 28 Mitarbeiter, davon 21 Mitarbeiter in Vollzeit, 3 Mitarbeiter in Teilzeit, 1 Auszubildender und 3 geringfügig Beschäftigte.

Risikobericht

Das Unternehmen betreibt strategische und operative Planungsprozesse, die durch das Zusammenspiel der einzelnen Systemkomponenten unterstützt werden. Hierbei stehen die Wirtschaftlichkeit, die Produktivität sowie die Effizienz messbar im Fokus der permanenten Überwachungen, so dass unternehmensgefährdende Risiken frühzeitig erkannt werden und die Geschäftsleitung korrigierend gegensteuern kann. Das Berichtswesen ist intern so angelegt, dass alle unternehmensrelevanten Informationen den Entscheidungsträgern zur Verfügung stehen.

Die Gesellschaft hat weder auf dem Beschaffungs- noch auf dem Absatzmarkt Abhängigkeitsspannungen. Die Kundenstruktur ist weiterhin breit angelegt. Das Lieferantenspektrum ist weltweit strukturiert, so dass der Ausfall eines Lieferanten zu keinen Umsatzeinbußen führen würde, da jede Warengattung über mehrere Lieferanten abgedeckt wird. Die Nutzung der weltweiten Beschaffung birgt ein latentes Risiko von Währungsschwankungen in sich. Dies ist insbesondere auf die erhöhten Beschaffungsaktivitäten im asiatischen Raum zurückzuführen, da der amerikanische Dollar diesen Bereich dominiert. Die Umsatzerlöse auf der Abnehmerseite werden ausschließlich in Euro erzielt. Liquiditätsrisiken werden durch das Factoringverfahren minimiert.

Zinsrisiken ergeben sich aus der Entwicklung des variablen Zinssatzes sowie der tatsächlichen Inanspruchnahme der Kreditlinie. Jedoch ergeben sich - wie im Vorjahr - weiterhin Liquiditätsrisiken, sofern die Finanzierung gegenüber dem Logistikdienstleister zu weiteren Mittelabflüssen führt. Hier besteht aufgrund der räumlichen Bindung sowie finanzieller Verflechtungen ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis, das als bestandsgefährdendes Risiko identifiziert ist und laufend überwacht wird.

2. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Um die Handlungsspielräume von Unternehmen zu erweitern, treibt die Bundesregierung den Bürokratieabbau weiter voran. Die größten Entlastungsimpulse für die Wirtschaft gehen dabei vor allem vom Bürokratieentlastungsgesetz mit einem Entlastungsvolumen von rund 700 Millionen Euro und der Vergaberechtsmodernisierung mit einem Entlastungsvolumen von gut einer Milliarde Euro aus. Die Geschäftsführung der Luchs GmbH geht in 2016 von einem leichten Wachstum aus.

Größere Zuwachsraten sind aufgrund der immer noch nicht gelösten Logistikproblematik nicht erreichbar. Hier sind weiterhin Managementkapazitäten gefragt, die sich darauf konzentrieren, einen logistisch wettbewerbsfähigen Paketpreis zu erzielen. Hier ist zwingend eine Optimierung der bestehenden Situation herbeizuführen, um nachhaltig die Unternehmensziele zu erreichen. Sollte dies gelingen, eröffnet dies Chancen auf eine verbesserte Ertragslage mit geringeren Logistikkosten, wodurch wiederum zusätzliche Liquidität generiert werden kann.

Der Wechselkurs EUR/Dollar unterlag in 2015 einem weiteren und stetigen Abwärtstrend. Am Bilanzstichtag notierte der Kurs 1,0860 und somit deutlich niedriger als zu Jahresbeginn (1,2102). Für 2016 ist davon auszugehen, dass die Entwicklung wieder leicht ansteigen wird. Jedoch ist der Kurs für die Gesellschaft als Importeur unvorteilhaft und wird zu Margeneinbußen führen, soweit Preiserhöhungen im Markt nicht durchsetzbar sind.

Als reale Umsatzprognose für 2016 geht die Geschäftsführung der Luchs GmbH von einem leichten Umsatzanstieg aus. Im Geschäftsjahr 2016 wird die finale Lösung einer optimalen Logistiksituation angestrebt. Die Chancen für ein geringes bis mittleres Unternehmenswachstum sind zwar gegeben, jedoch durch die schwache Eigenkapitalstruktur beschränkt.

Chancen ergeben sich durch einen intelligenten Marketing-Mix, der weiterhin in den Märkten zu Umsatzzuwächsen führen soll. Des Weiteren könnte sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch den Verkauf der Anteile an einem verbundenen Unternehmen einmalig deutlich verbessern.

Weitere bestandsgefährdende Risiken, die über die Berichterstattung hinausgehen, sind nicht erkennbar.

3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Keine.

 

Bönen, den 24. Juni 2016

Bilanz auf den 31. Dezember 2015

AKTIVA

Stand am 31.12.2015
EUR
Stand am 31.12.2014
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 16.619,22 28.541,81
II. Sachanlagen 152.386,93 179.527,74
III. Finanzanlagen 1.437.514,45 1.574.147,25
  1.606.520,60 1.782.216,80
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte 2.865.185,76 3.699.038,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.870.207,55 1.446.212,23
2. Forderungen gegen Gesellschafter 1.129.220,54 955.609,55
3. Sonstige Vermögensgegenstände 343.273,91 633.830,79
  3.342.702,00 3.035.652,57
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.430,59 8.824,04
  6.216.318,35 6.743.514,96
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 9.900,00 9.900,00
  7.832.738,95 8.535.631,76

PASSIVA

   
  Stand am 31.12.2015
EUR
Stand am 31.12.2014
EUR
A. EIGENKAPITAL    
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 796.761,64 796.761,64
III. Verlust-/ Gewinnvortrag -424.460,04 1.120.704,19
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.426,00 -1.545.164,23
  403.727,60 402.301,60
B. MEZZANINE-KAPITAL 1.000.000,00 1.000.000,00
C. RÜCKSTELLUNGEN 95.000,00 145.515,90
D. VERBINDLICHKEITEN    
1. Anleihe 80.000,00 80.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.162.899,12 3.256.558,11
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 526.343,95 475.401,75
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 262.845,96 254.302,99
5. Übrige Verbindlichkeiten    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 33.478,95 (Vorjahr: EUR 0,00)    
- davon aus Steuern: EUR 155.818,25 (Vorjahr: EUR 291.809,41) 2.301.922,32 2.921.551,41
  6.334.011,35 6.987.814,26
  7.832.738,95 8.535.631,76

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015

2015
EUR
2014
EUR
1. Rohergebnis 5.652.821,21 6.119.690,67
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 1.181.405,36 1.333.033,95
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung    
- davon für Altersversorgung: EUR 7.168,20 (Vorjahr: EUR 6.069,21) 196.750,00 259.234,06
  1.378.155,36 1.592.268,01
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 43.342,38 47.842,84
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.921.803,63 4.065.076,87
  309.519,84 414.502,95
5. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 12.635,61 68.968,07
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 60.514,94 49.877,02
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 379.334,39 439.111,91
  -306.183,84 -320.266,82
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.336,00 94.236,13
9. Außerordentliche Aufwendungen/Außerordentliches Ergebnis 0,00 1.608.179,17
10. Erstattete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -11.648,96
11. Sonstige Steuern 1.910,00 42.870,15
12. Jahresfehlbetrag 1.426,00 -1.545.164,23

Anhang für 2015

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; Währungsumrechnung

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich, sofern sie der Abnutzung unterliegen, planmäßiger, linearer Abschreibungen ausgewiesen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen, soweit abnutzbar, bewertet. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Abschreibungssätze und die Nutzungsdauern richten sich nach den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen. Regelungen des § 6 Abs. 2 EStG wurden angewendet.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Innerhalb der Vorräte werden die Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bewertet. Das übrige Vorratsvermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen und erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Umrechnung von Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt zum jeweiligen Tageskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls unter Beachtung des Niederstwertprinzips am Bilanzstichtag.

III. Angaben zum Jahresabschluss

1. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagegitter dieses Anhangs auf Seite 7 zu entnehmen.

Anteilsbesitz

Die Anteile bestehen an der ZIMAX Direkt GmbH, Bochum und der Luchs Austria GmbH, Klagenfurt. Die Höhe der Anteile beträgt jeweils 100,00 %.

Die ZIMAX Direkt GmbH hat ein Stammkapital in Höhe von TEUR 25. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2015 beträgt TEUR 10 und das Eigenkapital TEUR 459.

Die Luchs Austria GmbH hat ein Stammkapital in Höhe von TEUR 35. Nach dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 62 und ein Eigenkapital von TEUR 1.212 nach Bildung einer Kapitalrücklage in Vorjahren durch die Einlage einer Forderung von EUR 981. Endgültige Zahlen liegen für 2015 noch nicht vor.

Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind bis auf TEUR 6 innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen TEUR 1.129 und werden mit 6 % p. a. verzinst.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sind dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

bis zu einem Jahr
TEUR
von einem bis zu fünf Jahren
TEUR
mehr als fünf Jahre
TEUR
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
Mezzanine-Kapital 0 0 1.000 1.000 0 0
Anleihe 80 0 00 80 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.763 1.749 1.259 1.223 141 285
Erhaltene Anzahlungen 21 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.643 1.897 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 526 475 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 263 254 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 571 918 67 107 0 0
  4.867 5.293 2.326 2.410 141 285

Für das Mezzanine-Kapital besteht ein Rangrücktritt.

Die Anleihe ist nicht konvertibel.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Forderungs-abtretungen aller Drittschuldner von A-Z sowie die Sicherungsübereignung der Warenlager besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchen-übliche Eigentumsvorbehalte gesichert.

Unter den Sonstigen Verbindlichkeiten werden Steuerverbindlichkeiten von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 156) ausgewiesen.

2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich auf TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 7). Es wurden durchschnittlich 29 Mitarbeiter beschäftigt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten beinhaltete u. a. periodenfremde Aufwendungen von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 36).

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten enthält u.a. TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 10) Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen.

Außerordentliche Aufwendungen

Unter dieser Position wurden im Vorjahr die Wertberichtigungen auf eine Sonstige Ausleihung ausgewiesen.

3. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen neben Mietverpflichtungen aus einem Vertrag mit jährlichen Zahlungen von TEUR 41 und einem Logistikdienstleistungsvertrag mit zukünftigen monatlichen Verpflichtungen von TEUR 140 betriebsgewöhnliche Leasingverpflichtungen.

Haftungsverhältnisse

Es besteht eine Bürgschaft für Mietverpflichtungen des Logistikdienstleisters gegenüber dessen Vermieterin. Da mit der Vermieterin bezüglich rückständiger Mietverpflichtungen eine Stundungsvereinbarung besteht, wird nicht mit einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft gerechnet.

Organmitglieder

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2015 Herr Christoph Koppik, Handelsfachwirt, Dortmund.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bönen, den 24. Juni 2016

gez. Christoph Koppik

Anlage zum Anhang: Anlagespiegel

Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand 01.01.2015
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen
EUR
Buchwerte Stand 31.12.2015
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 230.672,21 0,00 0,00 214.052,99 16.619,22 11.922,59
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten ein- schließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 119.965,62 0,00 0,00 34.740,62 85.225,00 3.635,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 57.621,90 0,00 0,00 54.078,64 3.543,26 3.659,83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 642.636,71 4.278,98 0,00 583.297,02 63.618,67 24.124,91
  820.224,23 4.278,98 0,00 672.116,28 152.386,93 31.419,74
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.121.527,73 0,00 0,00 0,00 1.121.527,73 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 2.060.798,69 12.635,61 1.757.447,58 0,00 315.986,72 0,00
  3.182.326,42 12.635,61 1.757.447,58 0,00 1.437.514,45 0,00
  4.233.222,86 16.914,59 1.757.447,58 886.169,27 1.606.520,60 43.342,33

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Luchs GmbH, Bönen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Geschäftsführung im Lagebericht hin. Dort ist unter Punkt 2 "Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung" dargelegt, dass aufgrund der bestehenden Liquiditätslücke ein bestandsgefährdendes Risiko besteht, falls diese Lücke nicht durch einen Liquiditätszufluss aufgrund eines geplanten Beteiligungsverkaufs in 2015 oder durch eine Verlängerung der Zahlungsziele geschlossen werden kann und damit die Zahlungsstockung beseitigt wird.

 

Mülheim an der Ruhr, 24. Juni 2016

HLV Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Ingo Bothe, Wirtschaftsprüfer

gez. Frank Vieting, Wirtschaftsprüfer

Feststellung Jahresabschluss

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 04. Juli 2016 wurde der Jahresabschluss 2015 festgestellt.

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