Claußmeyer Spedition GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Joachim Hähnel seit 18.11.2010 | Prokura |
Marius Wolfgang Rispeter seit 23.6.2010 | Geschäftsführer |
Joachim Günter Bellinghoven seit 9.10.2009 | Geschäftsführer |
Iris Schäfer seit 21.1.2009 | Prokura |
Hai Cheng seit 21.1.2009 | Geschäftsführer |
Christian Kümmel seit 21.1.2009 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Versatel West GmbHDortmundJahresabschluss zum 31. Dezember 2010Lagebericht1. Geschäftstätigkeit und RahmenbedingungenDie Versatel West GmbH (im folgenden VTW) gehört dem Versatel-Konzern an und ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der Versatel Holding GmbH. Diese ist 100%ige Tochter der Versatel AG, die seit dem 27. April 2007 im amtlichen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse notiert ist. Neben ihrem Hauptsitz in Dortmund hat die VTW eine Zweigstelle in Essen sowie Technikstandorte in Wuppertal und Münster. Gegenstand der VTW ist die Erbringung von Telekommunikationsleistungen und alle damit zusammenhängenden Geschäfte sowie die Verwaltung eigenen Vermögens. Der Versatel-Konzern ist einer der führenden infrastrukturbasierten alternativen Telekommunikationsanbieter in Deutschland und erzielt seine Umsätze im Wesentlichen aus dem Verkauf von Telekommunikationsprodukten und -dienstleistungen in den Produktgruppen Festnetzanschlüsse (DSL und ISDN), IP-VPN-Lösungen, Sprach- und Datenprojekte, Mehrwertdienste, Vermietung von Datenleitungen und Durchleitung von Sprach- und Datenvolumen sowie sonstigen Leistungen. Der Konzern verfügt über ein hochmodernes und leistungsfähiges Glasfaserregionalnetz mit einer Gesamtlänge von über 45.000 Kilometern in ganz Deutschland. 2. Wirtschaftliches Umfeld, Markt- und ProduktentwicklungLaut einer Studie der Unternehmensberatung Dialog Consult zusammen mit dem Branchenverband VATM erzielte der Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienstleistungen im Jahr 2010 Umsätze i. H. v. rund 61 Mrd. Euro, wovon rund 37 Mrd. Euro auf den Festnetz- sowie rund 24 Mrd. Euro auf den Mobilfunkmarkt entfielen. Wie auch in den Jahren zuvor stellt dies eine weitere Schrumpfung des Gesamtmarktes dar, welcher im Jahr 2005 noch bei rund 69 Mrd. Euro taxierte und seitdem kontinuierlich sank. Während die Umsätze der Wettbewerber der Deutschen Telekom AG (DTAG) gerade im Festnetzbereich weiterhin wachsen, kann der primäre Grund der Marktschrumpfung im Rückgang der Festnetzumsätze der DTAG gefunden werden. Trotz sinkender Gesamtumsätze konnte in 2010 jedoch ein Anstieg der Internetpenetration sowie der Internetnutzung in Deutschland festgestellt werden. Nach Ergebnissen einer Studie der Initiative 21, sind in Deutschland bereits 72% der Menschen über 14 Jahren online. Innerhalb eines Jahres sind damit ca. 2 Mio. Internetnutzer hinzugekommen. Die absolute Internetnutzung nimmt parallel ebenfalls zu und wird vom Statistischen Bundesamt auch weiterhin steigend prognostiziert. Die Entwicklung der Verbraucherpreise im deutschen Telekommunikationsmarkt zeigt hingegen weiterhin nach unten. Der Preisindex für Telekommunikationsdienstleistungen sank auch im Jahr 2010 wieder und zählte nach Angaben des Statistischen Bundesamts 89,4 Punkte (2009=91,2 / 2005=100). Deutlicher Treiber für diese Entwicklung war der Mobilfunkmarkt, welcher deutlich stärker sank als der klassische Festnetzmarkt. Insbesondere im Markt für Geschäftskunden gewann das so genannte "Cloud Computing" in 2010 besonders an Bedeutung. Die Verlagerung von Anwendungen, Applikationen, Software und teilweise auch Hardware zu einem zentralen Anbieter flexibilisiert Abläufe sowie Kapazitätsanforderungen und variabilisiert Kostenstrukturen bei Anwendern. "Software as a Service" oder "Capacity as a Service" sind nur zwei Angebote, die verdeutlichen, welche Anwendungen "in der Cloud" angeboten werden. Klassische Telekommunikationsnetzbetreiber können hier insbesondere von gestiegenen Anbindungsanforderungen profitieren, welche mit der Verlagerung und der notwendigen Allzeitkonnektivität insbesondere bei Unternehmen einhergehen. Die Zahl der Breitbandanschlüsse in Deutschland wird 2010 voraussichtlich um fast 9% auf 26,9 Millionen angeschlossene Haushalte gestiegen sein. Damit werden rund zwei Drittel aller deutschen Haushalte einen schnellen Internet-Zugang nutzen - hauptsächlich basierend auf Kupfer-, Glasfaser- und Koaxialkabeln. Das Wachstum des deutschen Breitbandmarktes ist jedoch bereits seit 2007 rückläufig, was sich in 2010 in einem Wachstum von rund 1,8 Mio. Neuanschlüssen widerspiegelt. Rund 50%der Nettoneukunden im gesamten deutschen Breitbandmarkt (inklusive der Kabelanschlüsse) wurden von Kabelnetzbetreibern akquiriert. Dies führte zu einem Anstieg der Penetration breitbandiger Anschlüsse über das TV-Kabel auf rund 11%. 2010 wurde zudem die Breitbandoffensive der Bundesregierung fortgesetzt. Die Erreichung des Ziels, möglichst viele derzeit noch unterversorgte Gebiete mit breitbandigen Diensten zu versorgen, konnte durch eine Vielzahl kleinerer Projekte unterstützt werden. Den größten Beitrag leistete aber die Vergabe der LTE-Frequenzen, welche im Mai 2010 innerhalb einer Auktion versteigert wurden und auch eine Verpflichtung zur Anbindung derzeit nicht versorgter Gebiete beinhaltete. Diese Entwicklung dürfte die Kapazitätsanforderungen an die Mobilfunk- sowie die dahinterliegenden Festnetze noch erhöhen und den Bedarf an langfristig stabiler Infrastruktur steigern. 3. ErtragslageDer Umsatz der VTW sank im Geschäftsjahr 2010 um 19,6 Mio. Euro auf 244,1 Mio. Euro und ist insbesondere im Privatkundenbereich zurückgegangen. In Relation erhöhte bezogene Leistungen führten zu einem im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Mio. Euro niedrigeren Rohergebnis. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist beeinflusst durch gestiegene Aufwendungen, insbesondere im Bereich der Konzernverrechnung.
4. Vermögens- und Finanzlage, FinanzierungDie Bilanzsumme der VTW betrug zum 31. Dezember 2010 280,9 Mio. Euro und ist damit um 24,9 Mio. Euro höher als zum Vorjahresstichtag. Während das Anlagevermögen im Geschäftsjahr um 21,1 Mio. Euro sank, stieg das Umlaufvermögen um 45,6 Mio. Euro auf 100,9 Mio. Euro. Hauptursache für den Rückgang des Anlagevermögens sind die verhaltenen Investitionen. Daher überstiegen die laufenden Abschreibungen die Investitionen des Geschäftsjahres um 20,3 Mio. Euro. Die gesamten Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im Geschäftsjahr auf 17,8 Mio. Euro. Sie liegen damit um 0,8 Mio. Euro über denen des Vorjahres. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2010 63,2%. Der Anstieg des Umlaufvermögens ist auf höhere Forderungen aus Cashpooling gegen die Versatel AG zurückzuführen. Um die Finanzierung innerhalb des Versatel-Konzerns sicherzustellen, existiert eine Cash-Pooling-Vereinbarung, die allen beteiligten Gesellschaften die Bereitstellung der verfügbaren liquiden Mittel innerhalb der Gruppe zusagt. Die Entnahmen aus der Kapitalrücklage in Höhe von 265,3 Mio. Euro wurden mit dem Verlustvortrag der VTW verrechnet. 5. RisikomanagementVersatel betreibt ein konzernweites, integriertes Risikomanagementsystem, in das auch die VTW eingebunden ist. Das frühzeitige Identifizieren, Beurteilen und Steuern von Risiken ist ein integraler Bestandteil der konzernweiten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme. Es werden sowohl strategische als auch operative Risiken regelmäßig analysiert. Im Zuge der Veränderungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurde auch die Maßnahmenverfolgung zur Steuerung (Reduzierung, Vermeidung oder Überwälzung) der Risiken entsprechend erweitert. Dadurch ist jetzt eine detaillierte Brutto- und Nettobetrachtung der Risiken möglich. Gleichzeitig sind die Risiken so quantifizierbar, dass die bilanziellen Auswirkungen der Risiken dargestellt, aggregiert und systematisch ausgewertet werden können. Zu dem vorhandenen integrierten System gehört auch die direkte Verzahnung des Risikomanagements mit der Planung und dem internen Kontrollsystem. In 2010 wurde die ex ante Betrachtung von Risiken intensiviert, um bereits im Vorfeld von Entscheidungen die möglichen Risikopotenziale von Großprojekten im Geschäftskundenbereich oder bei strategischen Projekten deutlicher herauszuarbeiten und wirtschaftlich zu bewerten. Dies erfolgt im Wesentlichen anhand einer SWOT-Analyse sowie unter Berücksichtigung von Sensitivitäten. Das in das Risikomanagement integrierte Risikofrüherkennungssystem basiert auf konzernweit vorgegebenen Methoden und ist auf die individuellen Belange zugeschnitten. Mögliche Abweichungen im Planungszeitraum werden nach Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit analysiert. Bezugsgröße für das Ausmaß ist der Ergebniseffekt auf den Konzern. Aus der Gesamtheit der Einzelrisiken wird das Gesamtrisiko des Konzerns ermittelt. Dazu werden die Einzelrisiken unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Risikominimierungsmaßnahmen zu einem Gesamtrisikopotenzial aggregiert. Für die Ermittlung der Veränderungen der Risiken kommt ein Indikatorensystem zum Einsatz, das die wesentlichen Risikofelder umfasst. Darüber hinaus werden auch strategische Risiken und Umfeldrisiken analysiert. Das Reporting der wesentlichen Risiken erfolgt turnusmäßig in jedem Quartal, bei unerwartet auftretenden Risiken auch unmittelbar. Es sind spezifische Wesentlichkeitsgrenzen für Risiken definiert. Die zentrale Methoden- und Systemverantwortung für dieses konzernweit standardisierte, eigenständige Berichtswesen obliegt dem Bereich Controlling, der auch die Funktionsfähigkeit und Effizienz des Systems sicherstellt. Das Controlling ist in qualitativer und quantitativer Hinsicht ausreichend ausgestattet, um das bestehende System zu managen. Zudem werden regelmäßig Schulungen und Workshops mit den Risikoverantwortlichen in den Bereichen und Legal Entities durchgeführt. Vorstand und Aufsichtsrat werden quartalsweise über alle wesentlichen Risiken und die Gesamtrisikosituation im Konzern informiert. Besonderen Wert legt Versatel auch auf das Management von Risiken, die sich aus Finanzpositionen ergeben. Für alle Aktivitäten im Bereich Treasury gilt der Grundsatz der Risikominimierung. Die Konzernführung wird regelmäßig über diese Positionen informiert. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken eingesetzt. Die Effizienz der Risikomanagementprozesse sowie die Einhaltung der definierten Regelungen und Richtlinien werden regelmäßig durch die Abteilung Internal Audit & Corporate Compliance überprüft. Der Abschlussprüfer prüft im Rahmen des gesetzlichen Prüfungsauftrags für die Jahresabschlussprüfung, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, die den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Das System gewährleistet, dass unternehmerische Risiken und Chancen frühzeitig erkannt werden und der Konzern in der Lage ist, ihnen aktiv und wirksam zu begegnen. Das System entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikofrüherkennungssystem und steht im Einklang mit den Deutschen Corporate Governance Grundsätzen 6. Risiken und Chancena) Risiken Konjunktur und Branche Die VTW ist - wie auch die übrigen Gesellschaften des Versatel-Konzerns - ausschließlich auf dem deutschen Markt tätig. Die Geschäftsentwicklung ist daher eng mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland verknüpft, die nicht durch die Geschäftsentwicklung in anderen geografischen Märkten ausgeglichen werden könnte. Rückläufige Entwicklungen und eine schwächere Konjunktur in Deutschland können sich unmittelbar nachteilig auf die Konsumneigung der Privatkunden und die Investitionsbereitschaft der Geschäftskunden und damit wesentlich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Versatel-Gesellschaften auswirken. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es bei sich abschwächender Konjunktur in höherem Maß zu Forderungsausfällen kommt. Ein schwaches Wirtschaftswachstum und eine negative konjunkturelle Entwicklung könnten daher die Wachstumsziele aller Gesellschaften des Versatel-Konzerns gefährden und sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Die Nutzung von Internet-, Datenübertragungs-, Telekommunikations- und anderen Breitbanddienstleistungen hat in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Marktprognosen gehen davon aus, dass auch in Zukunft im Privatkundenbereich mit einem weiteren, aber im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verlangsamten Nachfrageanstieg im Breitbandbereich zu rechnen ist. Die heutige Marktsituation zeigt sich in einem verstärkten Verdrängungswettbewerb, in dem besonders aggressiv Bestandskunden zum Anbieterwechsel veranlasst werden sollen. Versatel hat aufgrund dieser Entwicklung den Fokus auf den Erhalt bzw. das langsame Abschmelzen der bestehenden Privatkundenbasis gelegt. Dies könnte sich, insbesondere aufgrund der hohen Fixkosten, nachteilig auf die Ertragskraft der Versatel-Gesellschaften auswirken. Wettbewerb Die Versatel-Gruppe ist in ihren Geschäftsbereichen starkem Wettbewerb ausgesetzt. Die Wettbewerber in dem deutschen Markt verfügen mitunter über erhebliche Größenvorteile und können somit Produkte und Dienstleistungen mit aggressiven Angeboten bis hin zur Grenzkostenunterdeckung anbieten. In diesem Zusammenhang haben die Kundengewinnungskosten im Privatkundenbereich eine Höhe erreicht, die bei der bestehenden Marktsituation die Neukundengewinnung unwirtschaftlich machen. Zudem sind die Preise für Dienstleistungen an private Endkunden im Telekommunikationsmarkt in Deutschland, insbesondere im Bereich Breitbanddienstleistungen, in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Versatel kann den dadurch bedingten Rückgang des durchschnittlichen Umsatzes pro Kunde (ARPU) nicht durch den Verkauf höherpreisiger Produkte oder durch die Gewinnung neuer Privatkunden ausgleichen. Produkte, Innovationen, Dienste Der Erfolg von Versatel hängt davon ab, dass weiterhin neue, innovative Produktpakete im Geschäftskundenbereich entwickelt und rechtzeitig erfolgreich im Markt eingeführt werden. Zudem muss Versatel in der Lage sein, veränderte Kundenwünsche und -anforderungen rechtzeitig zu erkennen, um entsprechend mit Anpassungen der Produktpalette reagieren zu können. Versatel prüft laufend die Entwicklung in den fokussierten Bereichen Wholesale und Geschäftskunden, um hier neue Geschäftsfelder und Umsatzpotenziale zu generieren. Durch den parallelen Aufbau neuer und etablierter Technologien bzw. Produkte können sich diese nicht nur komplementär zueinander verhalten, sondern auch einander teilweise substituieren. Das kann sowohl im Sprach- und Datenverkehr zu geringeren Preisen und Umsätzen führen als auch im Netzausbau erhebliche zukünftige Investitionen hervorrufen. Dies bezieht sich auf den bereits erfolgten und weiter geplanten NGN-Ausbau sowie auf die Vermarktung breitbandiger Dienste über diese Infrastrukturen. Es besteht keine Gewähr dafür, dass sich diese Technologien in der von Versatel erwarteten Weise entwickeln werden, was nachteilige Folgen für die Geschäftsentwicklung der Versatel-Gesellschaften haben könnte. Sollte Versatel nicht in der Lage sein das rückläufige Privatkundengeschäft durch Wachstum in den Bereichen Wholesale und Geschäftskunden, z. B. durch Kooperationen oder Vernetzungsgeschäfte wie die Anbindung von Mobilfunkstandorten (Mobile Backhaul), zu kompensieren, würde dies auch zu einer deutlichen Verschlechterung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der VTW führen. Regulierung Der deutsche Telekommunikationsmarkt unterliegt einer sektorspezifischen Regulierung durch die Bundesnetzagentur. Diese Regulierung berührt auch die Interessen des Versatel-Konzerns, der für seine Geschäftstätigkeit teilweise auf Vorleistungen der Telekom Deutschland GmbH, Bonn (TD), angewiesen ist. Von Bedeutung sind dabei insbesondere Maßnahmen im Rahmen der Zugangs- und Entgeltregulierung. Die hierfür maßgeblichen Bedingungen können sich zum einen auf deutscher Ebene zum Nachteil des Versatel-Konzerns ändern, werden aber auch durch europäische Vorgaben beeinflusst. Änderungen dieser der TD auferlegten Zugangs- und Entgeltmaßnahmen infolge veränderter regulatorischer Vorgaben sowie - gegebenenfalls auch rückwirkende - Entscheidungen der Bundesnetzagentur oder anderer Behörden bzw. Gerichte könnten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Versatel-Gesellschaften daher beeinträchtigen. Der von europäischer Ebene vorgegebene Deregulierungstrend, dem sich auch die BNetzA anschließt, kann Einfluss auf die Margen im Geschäft von Versatel haben. Beispielsweise kann der Wegfall der Regulierung von Transitleistungen im Bereich Interconnection oder die Einführung einer regionalisierten Regulierung zu einem verschärften Wettbewerb führen. Im Rahmen der Open-Access-Diskussion wird zur Erreichung der Ziele der Breitbandstrategie der Bundesregierung über eine Öffnung auch der Wettbewerbernetze nachgedacht. In dem aktuellen Entwurf einer Regulierungsverfügung hat die BNetzA der TD erneut die Verpflichtung auferlegt, einen (subsidiären) Zugang zur unbeschalteten Glasfaser zwischen HVt und KVz zu gewähren. Überdies ist eine strenge Entgeltregulierung für diese Zugangsleistung vorgesehen. Diese kann Auswirkungen auf die Preisgestaltung der Versatel-eigenen Infrastruktur haben, indem beispielsweise das allgemeine Preisniveau im Markt durch die Regulierung der TD sinken wird. Zudem ist das Netz des Versatel-Konzerns an Knotenpunkte (Hauptverteiler) der TD angebunden, in denen Versatel aktive Netztechnik eingebaut hat, um so Verbindungen zu seinen Kunden über die dort verbundenen TAL herzustellen. Für das neue VDSL-Netz der TD werden solche Hauptverteiler nicht bzw. sehr eingeschränkt benötigt. Sollte die TD daher ihre vom Versatel-Konzern mitgenutzten Hauptverteiler zukünftig ganz oder teilweise schließen und die Bundesnetzagentur dem zustimmen, wäre der Versatel-Konzern gezwungen, eine alternative Zugangsmöglichkeit zu nutzen. Diese Unsicherheiten in der zukünftigen Netzplanung könnten zu einer Entwertung des bestehenden Netzes und damit zu außerplanmäßigen Abschreibungen sowie einem Investitionsmehraufwand führen und sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der VTW auswirken. Ferner kann die Verschärfung von bestehenden Gesetzen und regulatorischen Verpflichtungen, denen die gesamte Versatel-Gruppe bei Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit unterliegt, zu wesentlichen zusätzlichen technischen und wirtschaftlichen Belastungen für die VTW führen. Die Pflichten zur Bereitstellung von Schnittstellen für Sicherheitsbehörden und für Datenschutzvorgaben sowie die Verschärfung u. a. von verbraucherschützenden Vorschriften im aktuellen Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums zur Novelle des TKG, welche entsprechend den Vorgaben des EU-Reformpaketes bis Mai 2011 in deutsches Recht umzusetzen sind, können mit erheblichen Investitionen und Kosten für die Versatel-Gruppe verbunden sein. Die Verpflichtung zur Vorratsdatenspeicherung wurde vom BVerfG aufgrund ihrer Verfassungswidrigkeit aufgehoben. Aufgrund der aktuellen politischen Diskussionen können verschärfte Regelungen zur Vorratsdatenspeicherung und damit erforderliche Investitionen aber nicht ausgeschlossen werden. IT/TK-Infrastrukturen Der Erfolg von Versatel hängt entscheidend von der dauerhaften und ununterbrochenen Funktionalität des eigenen Netzes, der IT-Systeme und der von Dritten zur Verfügung gestellten Infrastruktur ab. Das von Versatel genutzte Netz und die Computer- und Steuerungssysteme können aufgrund unterschiedlichster Ursachen Schaden nehmen. Darunter fallen Telekommunikationsfehler, Softwarefehler, Feuer, Beschädigungen durch Dritte oder Naturkatastrophen. Auch eine Beschädigung der Server durch physische oder elektronische Einbrüche, Computerviren oder ähnliche Störungen kann, trotz vorhandener Sicherungssysteme, nicht ausgeschlossen werden. Ein möglicher und zudem kurzfristiger Wegfall von angemieteten Infrastrukturen (Leerrohre, Kabel, LWL-Fasern, Technikstandorte) kann zum einen durch die Schaffung erforderlicher Alternativen hohe, nicht geplante Investitionen nach sich ziehen. Zum anderen könnten fallabhängig auch Umsatzeinbußen und Pönalen zum Tragen kommen. Vermietet Versatel auf Basis von IRU-Verträgen (finance lease contracts) langfristig Leitungen, die Versatel selbst angemietet hat, besteht ein Risiko, da Versatel als Leasinggeber lediglich wirtschaftlicher Eigentümer der Leitungen ist. Sollten die Leitungen seitens Versatel nicht über die gesamte Dauer der IRU-Verträge angemietet werden können, muss Versatel Ersatz schaffen, um den IRU-Vertrag erfüllen zu können. Darüber hinaus stellen die Kosten für mögliche Ersatzbeschaffungen ein Risiko für Versatel dar. Den genannten Risiken begegnet die Versatel-Gruppe mit einer Vielzahl von Maßnahmen. Dazu gehören z. B. das Nachverhandeln bestehender Infrastrukturverträge, die Dopplung von Systemen, Schutzsysteme wie Firewalls und Virenscans, regelmäßige technische Netzprüfungen, Gebäudesicherung und organisatorische Vorsorgemaßnahmen. Bei Störungen werden durch Frühwarnsysteme automatisierte und manuelle Gegenmaßnahmen eingeleitet. Darüber hinaus kommen organisatorische sowie technische Notfallmaßnahmen zur Schadensminimierung zum Einsatz. Lieferanten Als Dienstleister, Betreiber und Anbieter von IT/TK-Produkten arbeitet Versatel mit sehr unterschiedlichen Lieferanten für technische Komponenten zusammen. Potenzielle Risiken wie z. B. Lieferantenausfall, Abhängigkeit von einzelnen Zulieferern oder Durchsetzung von Gewährleistungsansprüchen begegnet Versatel mit einer Vielzahl von organisatorischen, vertraglichen und einkaufsstrategischen Vorsorgemaßnahmen. Operative Risiken, Prozesse Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung der Versatel-Gruppe wird auch die VTW deutliche Eingriffe in die vorhandenen Strukturen und operativen Prozesse vornehmen, um den Anforderungen des zunehmend wichtigeren Projektgeschäftes im Geschäftskundenbereich Rechnung zu tragen. Sollte es der VTW nicht gelingen, diese neuen Strukturen zeitnah umzusetzen, könnte dies zu Umsatz- und Ertragseinbußen führen. Versatel generiert speziell im Wholesalebereich hohe Umsätze mit wenigen Partnern. Daraus ergibt sich das Risiko einer Abhängigkeit von einem oder wenigen großen Kunden. Der Verlust eines oder mehrerer Großkunden könnte zu signifikanten Umsatz- und Ergebniseinbußen bei Versatel führen. Dies gilt insbesondere für Wholesale-Geschäftspartner, die durch die Konsolidierung am Markt auf eigene Vorleistungen zurückgreifen können. Durch Kooperation mit konzernfremden Dritten werden insbesondere bei den Callcentern vertrauliche Kundendaten herausgegeben. Organisatorisch und vertraglich sind alle notwendigen Vorkehrungen getroffen, diese Daten vertraulich und den datenschutzrechtlichen Bestimmungen gemäß zu behandeln. Dennoch besteht hier ein Restrisiko, dass diese Daten missbräuchlich verwendet werden. Liquiditäts-/Refinanzierungsrisiko Zur Überwachung und Steuerung der Liquidität werden konzernweit umfangreiche Finanzplanungsinstrumente eingesetzt. Zur Optimierung des gesamten Liquiditäts- und Zinsmanagements wurde eine Cashpooling-Strategie entwickelt. Über ein Masterkonto werden täglich aktuelle Valutensalden gemeldet und anhand der vorgegebenen Disposition entsprechende Zahlungsaufträge generiert. Die VTW hat zum 31. Dezember 2010 liquide Mittel in Höhe von 49 Mio. Euro in den Cashpool eingezahlt. Steuerrisiken Es bestehen derzeit folgende steuerliche Risiken aus noch nicht bestandskräftigen Steuerfestsetzungen. Sachverhalte, die zu einem steuerlichen Risiko im Rahmen einer Umstrukturierung führen dürften, werden geprüft und regelmäßig überwacht. Personal Der Erfolg des gesamten Versatel-Konzerns beruht maßgeblich auf der Leistung der seit Jahren im Unternehmen tätigen Führungskräfte und Mitarbeiter. Durch den strategischen Fokus auf die Bereich Wholesale und Geschäftskunden wird es zu einem Personalabbau insbesondere im Privatkunden- und im Verwaltungsbereich kommen. Gleichzeitig müssen für die neuen Aufgaben Führungskräfte und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen gehalten bzw. neue Mitarbeiter mit entsprechender Qualifikation in ausreichendem Maße eingestellt sowie fortgebildet werden. Der Verlust von Führungskräften oder anderen Mitarbeitern in Schlüsselpositionen könnte die Marktstellung und die weitere Entwicklung der gesamten Versatel-Gruppe beeinträchtigen. Dieses Risiko wird durch Personalentwicklungsprogramme, Mitarbeiterbindungsprogramme und Fortbildungsmaßnahmen minimiert. Rechtsstreitigkeiten Der Versatel-Konzern, darunter auch die VTW, ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Partei einer Reihe von gerichtlichen und behördlichen Verfahren, deren Ausgang sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur bedingt abschätzen lässt. b) Chancen Zusätzlich zu den strategischen Chancen werden auch die operativen Chancen durch die Bereiche regelmäßig im Rahmen der Risikoberichterstattung erfasst und im Forecast-Prozess sowie bei der Ermittlung des Risikopotenzials berücksichtigt Konjunktur und Branche Als infrastrukturbasierter Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen besteht für Versatel die Möglichkeit, von einer positiven Branchen- und Wirtschaftsentwicklung zu profitieren. Eine besser als ursprünglich prognostizierte Branchen- und Wirtschaftsentwicklung kann die Nachfrage nach Telekommunikationsdienstleistungen unterstützen, was sich schließlich positiv auf den Konzernumsatz auswirken kann. Die Versatel beschäftigt sich daher intensiv mit der Marktanalyse von Trends und Entwicklungen des Telekommunikationssektors und des Gesamtmarkts. Wettbewerb Der Telekommunikationsmarkt befindet sich in einer Phase der Konsolidierung. Versatel geht davon aus, dass sich der Trend zur Konsolidierung und Konzentration auf wenige marktstarke Anbieter, auch Kabelnetzbetreiber, zukünftig fortsetzen wird. Unter der Voraussetzung einer stabilen Vermögenslage und Finanzausstattung sieht Versatel auch in Zukunft Chancen, die Wettbewerbsposition durch die Konzentration auf die Bereiche Geschäftskunden und Wholesale zu festigen. 2010 wurde durch die Kooperation mit Siemens Enterprise Communications (SEN) bereits die Basis für eine deutliche Intensivierung und Verbreiterung der Kundenbasis im Geschäftskundenbereich gelegt. Dies gilt auch für eine verstärkte Vermarktung von Netzdienstleistungen z. B. für Mobilfunkunternehmen und andere Netzbetreiber, die auf die deutlich erhöhten Daten- und Bandbreitenanforderungen seitens Ihrer Kunden reagieren müssen. Im Zuge dieser Konzentration kann es zu einer Umorganisation des Versatel-Konzerns in organisatorischer, rechtlicher und struktureller Form kommen. Die hieraus entstehenden Optimierungspotenziale und Rationalisierungseffekte sollen die Ertragslage verbessern. Regulierung Versatel ist für die Erbringung von Telekommunikationsleistungen vielfach auf Vorleistungen der DTAG angewiesen. Die Entgelte für diese Vorleistungen sind sektorspezifisch durch die Bundesnetzagentur reguliert. Es ist nicht auszuschließen, dass die Regulierungsbehörde in der Zukunft Senkungen der Entgelte beschließt. Für den Versatel-Konzern bestünde dann die Chance auf eine Reduzierung der Kosten und somit eine positive Beeinflussung der Profitabilität. Rechtsstreitigkeiten Die VTW hat die TD auf Schadensersatz aus missbräuchlicher Preis-Kosten-Schere aus berechneten TAL Entgelten und Endkundenpreisen (Vorleistungsentgelten) der DTAG-Kunden in den Jahren bis 1998 bis 2003 verklagt. Der Europäische Gerichtshof hat das von der EU Kommission festgestellte missbräuchliche Verhalten der DTAG im Zeitraum 1998 bis 2003 rechtskräftig bestätigt. Versatel hat daraufhin gegenüber TD Schadensersatz im hohen zweistelligen Millionenbereich geltend gemacht. 7. Wesentliche Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach Abschluss des Geschäftsjahres 2010 gab es bis zum Tag der Aufstellung des Lageberichtes keine nachträglichen Ereignisse, welche die zukünftige Entwicklung der VTW beeinflussen werden. 8. AusblickDas Jahr 2010 stellte für alle Gesellschaften des Versatel-Konzerns einen wichtigen Schritt auf dem Weg der Transformation hin zu einem auf die BereicheGeschäftskunden und Wholesale fokussierten Netzbetreiber dar, der sich seiner Stärken auf Basis der eigenen Netzinfrastruktur bewusst ist. Im Jahr 2011 und den darauf folgenden Jahren wird die VTW diesen Weg konsequentweitergehen. Eine wichtige Komponente auf diesem Weg stellt das konzernweite Projekt transform dar, welches die Organisation und die Prozesse innerhalb des Versatel-Konzerns noch mehr auf die bevorstehenden Herausforderungen ausrichtet. Auch die VTW wird von diesen Maßnahmen betroffen sein. Im Geschäftskundenbereich wird der eingeschlagene Weg weiter verfolgt und die erfolgreiche Neuausrichtung des vergangenen Jahres mit innovativen Produkten untermauert werden. Versatel wird sich auf die Anforderungen an einen führenden B2B-Telekommunikationsanbieter einstellen und die Voraussetzungen für die aktuellen Trends im Geschäftskundenmarkt - hier v. a. Managed Services und Cloud Computing - schaffen. Auf diesem Wege wird die avisierte Positionierung als netzzentrischer ITK-Anbieter weiter gefestigt werden. In den nächsten beiden Jahren wird im Geschäftskundenbereich eine durchschnittliche Steigerung des Umsatzes von über 10% p.a. und eine entsprechende Verbesserung des Rohergebnisses erwartet. Die vollumfängliche Ausnutzung der Vorteile des eigenen Netzes steht weiterhin im Mittelpunkt der strategischen Ausrichtung im Wholesalebereich. Dies beinhaltet neben dem bestehenden Geschäft des Angebots von Netzkapazitäten und dem Handling von Sprachverkehrsvolumina für andere Telekommunikationsanbieter auch die Unterstützung bei der Schaffung der Voraussetzungen für breitbandige Angebote sowohl im Festnetz- als auch im Mobilfunkbereich. Insbesondere durch die kontinuierlich steigenden Bandbreitenanforderungen wird hier signifikanter Bedarf hochwertiger Infrastruktur entstehen, welcher sich beispielsweise in der Anbindung von Mobilfunkstandorten äußern wird. Darüber hinaus gilt es weitere Geschäftsfelder auf- bzw. auszubauen, wie z. B. die Vermarktung der Versatel-Glasfaserinfrastruktur bei Kabelnetzbetreibern, welche die bestehende Netzebene 3 ablösen möchten oder aber einen Weg zur Abführung des erhöhten Datenaufkommens suchen. Aufgrund der Absenkung der Mobilfunkterminierungsentgelte und der Konsolidierung am Markt rechnen wir für das Jahr 2011 zunächst mit einem deutlichen Rückgang des Umsatzes. Für den Rohertrag im Wholesalebereich wird ebenfalls eine Verminderung erwartet. Diese ist wesentlich darauf zurückzuführen, dass 2010 hochmargige Einmalumsätze generiert wurden, welche für das Geschäftsjahr 2011 nicht erwartet werden. Für das Jahr 2012 wird mit einem leicht positiven Umsatztrend im Vergleich zum Jahr 2011 gerechnet. Aufgrund des Ausbaus der Aktivitäten in den Wachstumsmärkten in 2011 gehen wir davon aus, dass das Rohergebnis im Jahr 2012 überproportional wachsen wird. Die Werterhaltung der bestehenden Kundenbasis ist von zentraler Bedeutung für die Entwicklung im Privatkundenbereich. Die hohe Qualität der Bestandskundenbasis in diesem Segment gilt es zu bewahren, ohne aggressiv am Neukundenwachstum und den damit assoziierten hohen Kundengewinnungskosten teilzunehmen. Wir gehen in diesem Bereich von einem weiteren Umsatzrückgang in den Jahren 2011 und 2012 aus, welcher sich aus der verschärften Wettbewerbssituation sowie der strategischen Fokussierung auf die Bereiche Geschäftskunden und Wholesale ergibt. Beim Rohergebnis wird eine korrespondierende Entwicklung erwartet. Auf Basis der beschriebenen Erwartungen innerhalb der einzelnen Unternehmensbereiche rechnet die VTW in 2011 mit einem Rückgang des EBITDA und zusätzlichen Belastungen aus dem Projekt "transform" in 2011 und 2012. Für das Geschäftsjahr 2012 wird für den Gesamtkonzern ein positives Vorsteuerergebnis erwartet, zu dem auch die VTW ihren Beitrag leisten wird. Zum Ende des Geschäftsjahres 2012 wird die VTW eine deutlich bessere Ausgangssituation zur nachhaltigen Steigerung der Ergebnisse in den Folgejahren in den Kernbereichen Geschäftskunden und Wholesale erreichen.
Dortmund, 9. März 2011 Versatel West GmbH Die Geschäftsführer Dr. Hai Cheng Joachim Bellinghoven Marius Rispeter BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz bzw. Gewinn- und VerlustrechnungDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 wurde auf Basis der handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze unter ergänzender Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft hat für das am 1. Januar 2010 beginnende Geschäftsjahr die Vorschriften des am 29.05.2009 verabschiedeten Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BGBI. I, S. 1102, "BilMoG") angewendet. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen im Rahmen der erstmaligen Anwendung ist nach Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB unterblieben. Relevante Neuregelungen des BilMoG sind im Übrigen in diesem Anhang an entsprechender Stelle gekennzeichnet; Gesetzesnormen tragen insoweit den Zusatz "neue Fassung" bzw. "n. F.". Die Gesellschaft erfüllt im Berichtsjahr, auch unter Berücksichtigung der Neuregelungen des BilMoG, die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft i. S. des § 267 Abs. 3 und 4 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. II. Erläuterungen zu den Posten von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des HGB (§§ 238-261 HGB). Darüber hinaus hat die Gesellschaft zusätzlich die Vorschriften der §§ 264ff. HGB beachtet. Entsprechend den neuen HGB-Regelungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erstmalig die "Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen" als "davon-Vermerk" unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" gezeigt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear planmäßig abgeschrieben. Auf das Wahlrecht zur Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen gem. § 248 Abs. 2 HGB n.F. wurde verzichtet. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens liegen die in den steuerlichen Abschreibungstabellen vorgegebenen Nutzungsdauern zugrunde. Bei Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens mit voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter deren Anschaffungskosten zwischen 150 EUR und 1.000 EUR liegen, werden in einem Sammelposten erfasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben (§ 6 Abs. 2a EStG). Langfristige Nutzungsrechte an Glasfaser bzw. Kupferleitungen werden unter Anwendung der Leasingbilanzierung mit ihrem Barwert aktiviert und nachfolgend linear über den Vertragszeitraum abgeschrieben. Bei der Barwertermittlung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 15 Jahre gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB n. F. herangezogen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalbetrag unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Sie werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2010 5,15%. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Gehalts- und Rentensteigerungen von 2% berücksichtigt. Allen am Bilanzstichtag bestehenden Risiken, soweit sie bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbar waren, ist durch die Bildung ausreichender Rückstellungen und Wertberichtigungen Rechnung getragen, soweit sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind. Rückstellungen werden nach der Neuregelung des § 253 Abs. 2 2. Halbsatz HGB n. F. in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in angemessener Höhe. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung vertraglicher Rückbau bzw. Renovierungsverpflichtungen aus Mietverhältnissen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die (jeweilige) Restmietdauer und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 2% p.a. zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Ursprünglich auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens und Verbindlichkeiten wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten bzw. mit dem zum Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Als verbundene Unternehmen sind all die Unternehmen klassifiziert, die in den Konzernabschluss der Versatel AG, Berlin (VTAG), einbezogen werden. Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Steuerliche Verlust- und Zinsvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verrechnung berücksichtigt. Die Versatel AG ist Organträgerin einer ertragsteuerlichen Organschaft. Die laufenden und latenten Steuern der Organschaft werden, der formalrechtlichen Betrachtungsweise folgend, bei der Organträgerin ausgewiesen. 2. Angaben zu Posten der Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren (TEUR 15; Vorjahr TEUR 58), Abschlagszahlungen (TEUR 266; Vorjahr TEUR 34) sowie Forderungen an Vertriebspartnern (TEUR 22; Vorjahr TEUR 48). Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr resultieren in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr TEUR 18) aus geleisteten Kautionen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 85.273; Vorjahr TEUR 38.097) sind innerhalb eines Jahres fällig. Sie resultieren im Wesentlichen aus Cash-Pooling (TEUR 83.029; Vorjahr TEUR 34.028) sowie Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.220; Vorjahr TEUR 4.042). Die in den Ausleihungen ausgewiesenen Darlehensforderungen (TEUR 55.660) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
Die Gesellschafterversammlung beschloss mit Datum vom 10. Dezember 2010 einen Betrag in Höhe von TEUR 265.284 aus der Kapitalrücklage zu entnehmen und zum Ausgleich des Verlustvortrages zu verwenden. Die Kapitalrücklage und der Verlustvortrag entwickelten sich wie folgt:
Umstellungseffekte aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG, welche erhöhend in die Gewinnrücklagen eingestellt wurden, beziehen sich auf folgende Sachverhalte:
Der Sonderposten enthält passivisch abgegrenzte Baukostenzuschüsse. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt korrespondierend zur durchschnittlichen Nutzungsdauer der entsprechenden Vermögensgegenstände. Die Pensionsrückstellungen betreffen Ansprüche von zwei ehemaligen Geschäftsführern der VTW. Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von T€ 355. Dieser wurde im außerordentlichen Aufwand ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für variable Netzwerkkosten (TEUR 2.917; Vorjahr TEUR 3.251) und fixe Netzwerkkosten (TEUR 3.697; Vorjahr TEUR 1.595), für Wartung (TEUR 3.965; Vorjahr TEUR 2.801), personalbezogene Rückstellungen (TEUR 1.992; Vorjahr TEUR 2.475), für Prozessrisiken (TEUR 2.038; Vorjahr TEUR 1.601), Deportierung (TEUR 3.271; Vorjahr TEUR 0), Restrukturierung (TEUR 2.577; Vorjahr TEUR 649), und für noch nicht abgerechnete Investitionen in das Anlagevermögen (TEUR 3.440; Vorjahr TEUR 1.816). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 168.821; Vorjahr TEUR 158.236) entfallen wie im Vorjahr mit TEUR 152.580 auf folgende Darlehen:
Weitere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 14.681 (Vorjahr TEUR 4.072) aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 1.560 (Vorjahr TEUR 1.230) aus Umsatzsteuer. Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (Vorjahr):
Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 69.936 (Vorjahr TEUR 80.870). Weiterhin hat die Versatel West GmbH ihre Pflichteinlage in Höhe von EUR 9.990,00 in die Versatel Service West GmbH & Co. KG zu leisten, sobald diese eingefordert wird. Aufgrund eines Account Pledge Agreement vom 25. April 2007 im Zusammenhang mit der revolvierenden Kreditlinie der Versatel AG sind Bankkonten der Versatel West GmbH an die ausgebenden Banken zugunsten der Versatel AG verpfändet. Das verpfändete Guthaben beträgt zum 31. Dezember 2010 TEUR 186 (Vorjahr TEUR 574). Ferner besteht ein bedingtes Haftungsverhältnis gemeinsam mit den Gesellschaften der Versatel-Gruppe im Rahmen der seitens der Versatel AG gegebenen Globalzession im Zusammenhang mit der Ausgabe der Senior Secured Floating Rate Note, nach der sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen sowie die damit zusammenhängenden Rechte und Ansprüche der Versatel West GmbH abgetreten wurden. Diese Abtretungsvereinbarung umfasst auch alle gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen, die aus einem Verkauf des gesamten Geschäfts der VTW oder von Geschäftsbereichen entstehen. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Geschäftsentwicklung des Versatel-Konzerns zur Zeit nicht gerechnet. 3. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die gesamten Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus interner Leistungsverrechnung in Höhe von TEUR 29.894 (Vorjahr TEUR 10.183) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 5.284 (Vorjahr TEUR 974) enthalten. Diese resultieren aus einem Vergleich mit der DTAG wegen ungerechtfertigter Störungen in Höhe von TEUR 2.152 und aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.410. Der Materialaufwand beinhaltet mit TEUR 137.717 (Vorjahr TEUR 138.740) Aufwendungen für bezogene Leistungen. In den Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind außerplanmäßige Abschreibungen, im wesentlichen Abschreibung der Shopausstattungen, in Höhe von TEUR 439 (Vorjahr TEUR 9) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind weiterberechnete Kosten aus der internen Leistungsverrechnung in Höhe von TEUR 53.458 (Vorjahr TEUR 24.906), Abschluss- und Umsatzprovisionen in Höhe von TEUR 3.754 (Vorjahr TEUR 6.095), Wartung in Höhe von TEUR 2.304 (Vorjahr TEUR 3.374), Miete und Nebenkosten für Verwaltungsgebäude in Höhe von TEUR 2.258 (Vorjahr TEUR 2.619) sowie Werbekosten in Höhe von TEUR 800 (Vorjahr TEUR 425) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr TEUR 545) angefallen. Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 355 die Bewertungsänderung der Pensionsrückstellungen und mit T€ 224 die Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten nach BilMoG zum 1. Januar 2010. III. Sonstige Angaben1. Organe der Gesellschaft Organe der Gesellschaft sind die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung. Gesellschafterin Alleinige Gesellschafterin ist die Versatel Holding GmbH, Berlin. Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Versatel West GmbH besteht aus folgenden Personen:
Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft zusammen mit einem weiteren Geschäftsführer oder einem Prokuristen und sind von den Beschränkungen des § 181 BGB insoweit befreit, als ihnen die Befugnis eingeräumt wird, als Vertreter der Gesellschaft Rechtsgeschäfte mit sich in Vertretung eines Dritten abzuschließen. Die Geschäftsführung hat auf Grund ihrer Geschäftsführeridentität in anderen Konzerngesellschaften von der Versatel West GmbH im Geschäftsjahr 2010 keine Bezüge erhalten. 2. Belegschaft Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 288 (Vorjahr 294) Arbeitnehmer. Es handelt sich ausschließlich um Angestellte. 3. K onzernabschluss Die Versatel West GmbH ist ein Tochterunternehmen der Versatel Holding GmbH, Berlin. Die Gesellschaft wird im Geschäftsjahr in den Konzernabschluss der Versatel AG, Berlin (Amtsgericht Berlin-Charlottenburg; HRB 106782 B) einbezogen. Die Versatel AG ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Konsolidierungskreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Versatel AG, Berlin, ist am Sitz der Konzernobergesellschaft erhältlich. Der Konzernabschluss der Versatel AG wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Seit September 2010 hält die Versatel West GmbH eine Beteiligung von 99,9 % an der neu gegründeten Versatel Service West GmbH & Co. KG. Sie übernimmt die Komplementärstellung und hat ihre Pflichteinlage von EUR 9.990,00 noch nicht geleistet. Das Eigenkapital und das Jahresergebnis der Versatel Service West GmbH & Co. KG betragen zum 31. Dezember 2010 jeweils TEUR 0. 4. Ergebnisabführungsvertrag Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Versatel Holding GmbH, Berlin, vom 14. März 2008, dem die Gesellschafterversammlung vom selben Tage zugestimmt hat. Der Jahresüberschuss 2010 wurde unter analoger Anwendung von § 301 AktG mit dem Verlustvortrag verrechnet. Aus dem Ergebnisabführungsvertrag ergaben sich keine weiteren Folgen. Der im Bilanzverlust enthaltene Verlustvortrag beträgt zum Stichtag EUR 271,4 Mio. (§ 268 Abs. 1 Satz 2 HGB).
Dortmund, den 9. März 2011 Versatel West GmbH Die Geschäftsführer Joachim Bellinghoven Dr. Hai Cheng Marius Rispeter Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Versatel West GmbH, Dortmund, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Düsseldorf, den 10. Juni 2011 PricewaterhouseCoopers
Lutz Granderath, Wirtschaftsprüfer ppa. Anja Gaedike, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss ist noch nicht festgestellt. |
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