Borgmann Beteiligungen KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Süleyman Olgur seit 7.3.2024 | Prokura |
Martin Wiechers seit 7.7.2022 | Geschäftsführer |
Norbert Schmitz seit 11.5.2022 | Prokura |
Matthias Michels seit 15.3.2018 | Prokura |
Gerd Saeed Bouali seit 1.10.2015 | Prokura |
Ralf Hoppe seit 1.10.2015 | Prokura |
Rüdiger Tannhäuser seit 1.10.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Klaus Lesker | 50.00% |
Johannes Gerhard Borgmann | 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Baupart GmbHBottropJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023Baupart GmbH, BottropAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Baupart GmbH, Bottrop
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Die Gesellschaft ist unter der Firma Baupart GmbH mit Sitz in Bottrop im Handelsregister unter HRB 4846 beim Amtsgericht Gelsenkirchen eingetragen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Die aktivierten Firmenwerte werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. 2. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeuge wurden linear vorgenommen. Für die geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wurde das Bewertungswahlrecht nach § 6 Abs. 2 (Vollabschreibung im Jahr der Anschaffung) in Anspruch genommen. 3. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. 4. Die Vorräte wurden zum Bilanzstichtag körperlich aufgenommen. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet, sofern nicht nach § 253 IV HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. 5. Die Warenbewertung erfolgte unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Einstandskosten bzw. dem niedrigeren Tageswert, wobei für Bezugskosten (Frachten u.ä.) ein Zuschlag und für in Anspruch genommene Skonti und Boni ein Abschlag verrechnet wurde. Abweichend zum Vorjahr erfolgte eine Abwertung anhand der Lagerumschlagsgeschwindigkeit, wobei Artikel, die im Jahr 2023 eingekauft wurden, nicht abgewertet wurden. 6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Durch Bildung von Wertberichtigungen wurde allen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung getragen. 7. Flüssige Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. 8. Die Rückstellung für Pensionen sind anhand eines versicherungsmathematischen Gutachtens bewertet worden. Veränderungen in den biometrischen Grundlagen aufgrund von Todesfällen sind bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses bereits berücksichtigt. Sie wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I S.2 HGB). Sie werden pauschal mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II S.2 HGB). 9. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden mit den Abzinsungssätzen gem. § 253 Abs. 2 HGB abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht werden. 10. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden pauschal mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§253 I S. 1 HGB) 11. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§253 I S.2 HGB) 12. Umsätze werden zu dem Zeitpunkt gebucht, zu dem die Erzeugnisse oder Waren geliefert bzw. die Leistungen erbracht worden sind; Skonti, Kundenboni und Rabatte werden abgesetzt. Bei langfristigen Fertigungsaufträgen werden Umsatzerlöse erst ausgewiesen, wenn die vertragliche Leistung vollständig erbracht und ein Anspruch auf Gegenleistung entstanden ist. 13. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung und sonstige absatzbezogene Aufwendungen zum Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Rückstellungen für Gewährleistung werden im Falle einer drohenden Inanspruchnahme im Zeitpunkt des Verkaufs des Produktes gebildet. 14. Zinsen und sonstige Fremdkapitalkosten werden als Aufwand der Periode gebucht. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. Der Anlagespiegel enthält als Anfangswert die ursprünglichen (historischen) Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres. 2. Forderungen gegenüber Gesellschaftern (§ 42 III GmbHG) bestanden am Abschlussstichtag in Höhe von EUR 265,12 (VJ EUR 0,00). 3. Das Stammkapital der baupart GmbH beträgt per 31.12.2023 EUR 52.800,00. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 22.12.2023 wurde die Erhöhung des Stammkapitals um EUR 197.200,00 auf EUR 250.000,00 beschlossen. Die Kapitalerhöhung ist zum Bilanzstichtag geleistet. Die Eintragung der Kapitalerhöhung im Handelsregister ist am 06.02.2024 erfolgt. Da die Eintragung im konstitutive Wirkung hat, ist die beschlossene und geleistete Einlage daher als Sonderposten unter dem Eigenkapital bilanziert. 4. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der versicherungsmathematischen Barwertmethode gebildet. Es werden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):
Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 3.830,00 (VJ EUR 18.391,00). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt im Rahmen des § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. 5. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden nicht berücksichtigt. Die Rückstellungen werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. 6. Die Rückstellungen für Steuern betrugen am Abschlussstichtag EUR 0,00 (VJ EUR 232.980,97) davon entfallen EUR 0,00 auf das Jahr 2023 7. Die sonstigen Rückstellungen betrugen am Abschlussstichtag EUR 1.288.520,74 (VJ EUR 923.885,20), davon entfallen
8. Hinsichtlich der Fälligkeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 V S.1 HGB, § 285 Nr.1 und Nr.2 HGB) und der gestellten Sicherheiten wird auf den als Anlage beigefügten Verbindlichkeitenspiegel verwiesen. Die Warenlager-Raumsicherungsübereignungen betreffen die Standorte der Niederlassungen. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt. V. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungen Für geleistete Arbeiten hat die Gesellschaft Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften von der R+V Allgemeine Versicherung AG in Höhe von EUR 1.092.151,51 (VJ EUR 896.527,20) und von der AXA Versicherung AG in Höhe von EUR 315.600,97 (VJ EUR 342.066,72) ausgestellt. Die im Jahresabschluss gebildete Rückstellung für Gewährleistungsansprüche beträgt EUR 53.000,00 (VJ EUR 53.000,00). VI. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Mietverpflichtungen für die Nutzung von Gebäuden sowie Leasingverpflichtungen für Fahrzeuge bis zum nächstmöglichen Kündigungstermin in Höhe von EUR 3.816.204,75 (VJ EUR 4.398.996,91) führen. 2. Versicherungsschutz Über eine " ALL-GEFAHREN DECKUNG MULTI- PVH" speziell für den Produktionsverbindungshandel sind alle betriebsüblichen Risiken versichert (insbesondere Sachsubstanz- und Ertragsausfall, Betriebshaftpflicht, Produkthaftung, Umwelthaftung, Rechtsschutz, Gebäude, Feuer/Sturm/Wasser, Einbruch/Diebstahl, Transportschäden). 3. Angaben über Unternehmensbeziehungen
4. Steuerliche Betriebsprüfung Die Gesellschaft wird beim Finanzamt Bottrop unter der Steuernummer 308/5802/0621 geführt. Die letzte steuerliche Betriebsprüfung erfolgte für den Zeitraum 2018 bis 2021. Die Schlussbesprechung datiert vom 09.11.2022. Die Ergebnisse wurden in der Buchhaltung per 31.12.2022 berücksichtigt. 5. Sonstiges Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Im Berichtsjahr wurden befanden sich überdies 25 Personen in Ausbildung (Vorjahr 24). Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr 2023 durch die Herren
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, einen Teilbetrag in Höhe von EUR 100.000,00 des Jahresergebnisses an die Gesellschafter auszuschütten. Die Geschäftsführer schlagen vor, den Rest des Bilanzergebnisses auf neue Rechnung vorzutragen. 6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor.
Bottrop, den 03.09.2024 Martin Wiechers ANLAGESPIEGEL
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
* Warenlager-Raumsicherungsübereignungen
und Globalabtretung aller Forderungen
** überwiegend durch Eigentumsvorbehalte
Lagebericht1. Grundlagen 1.1 Gesellschaft Das Unternehmen ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB und befindet sich im Besitz von Johannes Gerhard Borgmann und Dr. Klaus Lesker. Als Familiengesellschaft steht der Baupart GmbH das Eigenkapital unbefristet zur Verfügung, so dass die Geschäftsführung beauftragt ist, eine langfristige Investitionsstrategie zu verfolgen. Gewinne werden überwiegend thesauriert. Das Geschäftsjahr ist identisch mit dem Kalenderjahr. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs erstellt. 1.2 Geschichte Das Unternehmen wurde im Jahr 1913 in Bottrop unter dem Namen Gebrüder Borgmann als Eisenwaren- und Hausrathandel gegründet. Ab 1967 erfolgte eine Spezialisierung auf den Großhandel für Eisenwaren und Baubeschläge. In den 70er Jahren kamen Bauelemente (Türen und Tore) sowie Montagearbeiten hinzu. Seit Mitte der 80er Jahre wuchs das Unter-nehmen durch die Übernahme etlicher Wettbewerber. Im Jahr 2000 wurde die Firma Lesker & Bollmann in Moers übernommen, eine auf Haustechnik spezialisiertes Großhandelsunter-nehmen. 2022 konnte eine weitere Akquisition erfolgreich abgeschlossen werden. Die H. Isserstedt GmbH, ein Großhandelsunternehmen mit Sitz in Hagen, wurde Teil der Baupart-Gruppe. 1.3 Geschäftsmodell Die Baupart-Gruppe ist ein Spezial-Dienstleister für Bauzubehör und mit acht Filialen sowie zwei Tochterunternehmen ausschließlich in Nordrhein-Westfalen präsent. Überwiegend werden die folgenden Produkte vertrieben: Türen und Tore, Baubeschläge, Baueisenwaren und Montagebedarf. Traditionell bestand der Tätigkeitsschwerpunkt des Unternehmens in Lagerhaltung von Eisen-waren, Beratung und Belieferung von Handwerkern, dem sogenannten Produktions-verbindungshandel (PVH). Heute stehen technischen Klarstellung sowie Lieferung von beratungsintensiven Produkten und Produktsystemen im Vordergrund. Spezialisierte Dienstleistungen rund um Brandschutz, Fluchtwegsicherung, Wärmeschutz und Einbruchsicherheit gewinnen kontinuierlich an Bedeutung und runden das Leistungsportfolio der Gesellschaft ab. Für einzelne Marktsegmente werden hoch spezialisierte Systeme entwickelt, deren Ziel es ist, die Prozesskosten und Risiken der Kunden zu senken. Zum Kundenkreis gehören Handwerksbetriebe und Unternehmen der Immobilienbranche, aber auch Industrieunternehmen, öffentliche Verwaltungen und soziale Einrichtungen. 1.4 Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften Die Unternehmenszentrale befindet sich in Bottrop. Das Unternehmen unterhält per 2023 zehn Vertriebsstandorte. Acht Standorte werden als Niederlassungen und Abholstandorte für gewerbliche Kunden unter dem Namen "Fixmarkt" geführt. Von hier aus werden die Kunden durch Mitarbeitende im Innendienst und Außendienst betreut. Darüber hinaus dienen sie der Akquisition von Projektaufträgen, die durch das "Kompetenzzentrum Tür+Tor" zentral in Bottrop abgewickelt werden. Zudem gibt es zwei rechtlich selbstständige Tochterunternehmen. Die Lesker Baupart GmbH bedient Handwerker der Sanitär- und Heizungsbranche. Die H. Isserstedt GmbH ist auf den Handel mit Bauelementen und Beschlägen spezialisiert. Neben holzverarbeitenden Handwerkern werden öffentliche Auftraggeber bedient. 1.5 Geschäftsführung Die Geschäfte der Baupart GmbH im Berichtsjahr wurden von Dr. Stefan Drefke (bis 19. Oktober 2023) und Martin Wiechers geführt. Martin Wiechers ist zum 21.06.2023 zum Sprecher der Geschäftsführung bestellt worden. Beide Geschäftsführer waren einzelvertretungsberechtigt. Dr. Stefan Drefke ist am 19. Oktober 2023 von der Geschäftsführung zurückgetreten und hat das Unternehmen zum 31. März 2024 verlassen. 1.6 ESG & Compliance Zum Thema ESG hat eine Bestandsaufnahme für die Baupart-Gruppe stattgefunden. Im Zuge des Aufbaus des Qualitätsmanagements der Baupart werden zeitgleich die ESG-Standards auf Basis eines Maßnahmenplans kontinuierlich weiterentwickelt. Im Jahr 2023 hat eine Aktualisierung der Compliance Risikoanalyse für die Baupart-Gruppe stattgefunden. Im Zuge von Compliance Schulungen wurden die Leitungsebene und alle Mitarbeitenden auf Basis der Inhalte des neuen Code of Conducts zu den wesentlichen Compliance Risiken anhand von Praxisbeispielen geschult. 2. Wirtschaftliches Umfeld und Marktentwicklung 2.1 Marktumfeld in Deutschland Weiterhin war der Krieg in der Ukraine das beherrschende Thema. Klemens Hasensteiner, CEO der STRABAG SE, geht jedoch in der Einschätzung der Lage des Baumarktes noch weiter: "Schwerfälligkeit, der Hang zu Perfektionismus und der mangelhafte Mut zu Fehlern haben zu einer Baukrise in Europa geführt" (zitiert in der FAZ 6. Juni 2024) Die Zinsen und die Energiepreise bleiben auf hohem Niveau. Die deutsche Wirtschaft und auch die Bauwirtschaft wurden stark belastet. Das BIP in Deutschland ging preisbereinigt um 0,3 % zurück und lag deutlich unter dem Durchschnitt der EU27-Staaten mit + 0,5 %. Die Erhöhung des Verbraucherpreisindex betrug 2023 um 5,5 %. Die Preise stiegen vor allem im ersten Halbjahr auf breiter Front. Die Lage am Arbeitsmarkt blieb angespannt. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich minimal von 5,6 % auf 5,7 %. Gleichzeitig bestand massiver Mangel an Fachkräften. (Quellen: Stat. Bundesamt, EZB, Dt. Bundesbank) Die deutsche Schloss- und Beschlagindustrie entwickelte sich 2023 mit einem nominalen Umsatzrückgang von 4,4 % negativ. (Quelle: Fachverband Schloss-+Beschlagindustrie) Der deutsche Markt für Bauelemente entwickelte sich unterschiedlich. Der Absatz von Fenstern, Innentüren und Betonbauelementen ging zweistellig zurück. Die Segmente Objekttüren und Industrietore konnten leichte Steigerungen verzeichnen. (Quelle: www.interconnection.com, PVH-Magazin Nr.1+Nr.2/2024) Für das Jahr 2023 verzeichnet das Bauhauptgewerbe in Deutschland einem Umsatz in Höhe von € 163 Mrd. Der Zuwachs betrug nominal 1,8 %. Angesichts erheblicher Preissteigerungen entsprach dies einem realen Rückgang in Höhe 5,2 %. Nach 2022 war es das zweite Jahr mit deutlichem realem Rückgang. Trotzdem haben die Unternehmen weiter am Beschäftigungs-aufbau festgehalten (www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose). Innerhalb der Bauwirtschaft gab es große Unterschiede. Besser als der Durchschnitt entwickelte sich das Segment Renovierung. Viele Neubauvorhaben wurden aufgrund der hohen Zinsen nicht durchgeführt. Bereiche, die mit Nachhaltigkeit und Energieeffizienz zu tun hatten litten darunter, dass behördliche Vorgaben und staatliche Förderungen unklar blieben. Hiervon waren vor allem Heizung, Klima- und Elektrotechnik, aber auch energetische Dach- und Wandsanierung betroffen. 2.2 Marktumfeld in der Region Das regionale Umfeld des Unternehmens entwickelte sich parallel zum Gesamtmarkt. Die Arbeitslosigkeit in NRW - 7,2 % - und in der Metropole Ruhr insgesamt - 9,6 % - lagen weiterhin deutlich über dem deutschen Durchschnitt - 5,7 %. Relevante Teilregionen am Niederrhein und im Münsterland entwickelten sich erheblich besser als der Gesamtmarkt: Kreise Coesfeld (3,5%), Borken (4,2%), Kleve (5,6%) und Wesel (6,8%). Innerhalb der Metropols Ruhr war die Arbeitslosigkeit in Gelsenkirchen (14,2%) und Duisburg (12,5%) besonders hoch. (Quellen: Statistisches Landesamt, IHK Nordwestfalen, NRW Bank Research) 2.3 Marktumfeld Baupart Der regionale Markt des Unternehmens war bei rückläufiger Beschäftigung im Berichtsjahr stark vom Wettbewerb geprägt. Die traditionellen Grenzen zwischen den Vertriebswegen Großhandel, Einzelhandel (Baumarkt) und Direktvertrieb der Produzenten lösen sich auf. Auch die strenge Grenze zwischen Handel und Handwerk entwickelt sich zu einem fließenden Übergang. Für Fachhändler ist substanzielles Wachstum nur in Verbindung mit Dienstleistungen erreichbar. Der Onlinehandel in der Baubranche bot 2023 ein differenziertes Bild. Das Einzelhandels-Segment B2C verlor nach starkem Zuwachs in den Jahren 2020 und 2021 und Stagnation im Jahr 2023 leicht an Umsatz und Marktanteil. Das Großhandels-Segment B2B wuchs mit speziellen online-Angeboten weiter. 2.4 Prognosebericht Die weltwirtschaftliche Lage bleibt weiterhin von großer Unsicherheit geprägt. Neben dem andauernden Krieg in der Ukraine gibt es mit dem Konflikt in Israel/Gaza einen zweiten Krisenherd, der die Weltwirtschaft erheblich beeinflusst. Alle Prognosen der Wirtschafts-forschungsinstitute und des Bundeswirtschaftsministeriums für 2024 und danach bleiben mit hohen Risiken behaftet. Aufgrund der hohen Exportquote und der hohen Sozialkosten betrifft dies Deutschland in besonderer Weise. Der Sachverständigenrat erwartete im Dezember 2023 für 2024 in Deutschland die Zunahme des BIP von etwa 0,5 % und korrigierte seine Prognose im Mai auf 0,2 %. Anders als in früheren Jahren gehen die aktuellen Prognosen der Institute deutlich auseinander - sie reichen von minus 0,3% bis plus 0,3%. Dies muss als Hinweis auf große Unsicherheit am Markt gedeutet werden. Für 2024 wird eine Preissteigerung von 2,2 % erwartet. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich konstant; im kommenden Jahr sind keine wesentlichen Änderungen zu erwarten. Die baurelevanten Zinsen liegen aktuell bei 3,5 % bis 4,5 % und damit 3 % höher als zu Beginn des Jahres 2022. Das Zinsniveau wird im Jahr 2024 minimal sinken. Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland befindet sich seit etlichen Jahren auf sehr niedrigem Niveau. Für 2024 erwarten wir eine Kehrtwende. Forderungsmanagement wird zu einer Kern-aufgabe der Finanzbuchhaltung. Auf Basis der makroökonomischen Zahlen erwarten wir für 2024 einen schwierigen wirtschaftlichen Verlauf. Dies betrifft weite Teile der Gesamtwirtschaft und gilt auch für die Bauwirtschaft. Erst gegen Ende des Jahres 2025 erwarten wir eine spürbare Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage. Nach aktuellen Prognosen soll das BIP im Jahr 2025 um 1,5 % wachsen, während sich die Inflation auf 1,8 % reduzieren soll. Die für uns relevante Bauwirtschaft erwartet erst im 1. Halbjahr 2026 eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung unterstellt, dass die entsprechenden Rahmenbedingungen für eine Belebung des Wohnungsbaus gesetzt werden. Aufgrund der starken Abhängigkeit der Bauwirtschaft von Zinsen, Inflation und behördlichen Auflagen ergeben sich von uns nicht beeinflussbare exogene Faktoren, die die weitere Entwicklung der Bauwirtschaft kurzfristig zum Positiven wie Negativen beeinflussen können. Segmente der Bauwirtschaft, die sich mit Nachhaltigkeit und Energieeffizienz beschäftigen, werden mit hoher Sicherheit in den kommenden Jahren eine Sonderkonjunktur erleben können. Auch der Trend zum Einsatz von Baufertigteilen und -elementen bleibt ungebrochen. Die Arbeitslosigkeit sowie die finanzielle Enge der Kommunen im Ruhrgebiet bleiben höher als im Landesschnitt. Gleichzeitig ist der Marktanteil von Immobilienkonzernen im Mietwohnungs-bau besonders hoch und diese Unternehmen verhalten sich prozyklisch. Daher bleiben die Geschäftserwartungen für die Region Ruhrgebiet auch für 2024 niedriger. Wir erwarten, dass sich aus der Umwidmung großer Industriebrachen, verbesserter Finanz-strukturen der Kommunen und der Integration der Migranten in der Region Positives entwickelt. Diese Effekte sind jedoch langfristig und wirken sich auf das Jahr 2024 nicht nennenswert aus. Vier Mega-Trends in der der Bauwirtschaft dominieren die längerfristige Entwicklung. Sie sind die Grundlage aller wesentlichen Entscheidungen:
Für 2024 erwartet die Geschäftsleitung für das eigene Unternehmen eine stabile Entwicklung mit leichtem Umsatzrückgang von 2 bis 3 % bei leicht positivem Betriebsergebnis. Mittelfristig wird ein moderates Wachstum des Unternehmens angestrebt. Der Fokus liegt aktuell nicht in der Gewinnung wesentlicher Marktanteile, sondern im weiteren konsequenten Umbau des Unternehmens. Darunter ist insbesondere die Verlagerung vertrieblicher Aktivitäten in die Kommunen/Kreise mit besserer wirtschaftlicher Lage und der weitere Ausbau von Dienstleistungen zu verstehen. 3. Lage 3.1 Geschäftsverlauf Das Unternehmen hat sich im Berichtsjahr ähnlich wie das Marktumfeld entwickelt. Die Gesamt-leistung ging um 9,8 % und der Rohertrag um 4,5 % zurück. Damit wurden die Erwartungen nicht erfüllt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Berichtsjahres betrug T€ 365. Das Planergebnis vor Steuern wurde insoweit knapp verfehlt. Den Mitarbeitenden konnten unterjährig ertragsorientierte Prämien nur teilweise bezahlt werden. Alle Segmente des Fachhandels verzeichneten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Umsatzrückgänge, während der Umsatz des Objektgeschäfts erneut gesteigert werden konnte. 3.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme verringerte sich im Vorjahresvergleich geringfügig um rund 1,6 %. Die Eigenkapitalquote vergrößerte sich ebenfalls in geringem Maße um rund 1 % von 32,6 % auf 33,6 %. Die Vermögensausstattung der Gesellschaft ist ausreichend; die Vermögensstruktur ist auf die langfristige strategische Ausrichtung der Gesellschaft ausgelegt. 3.3 Ertragslage Die wesentlichen Ertragsquellen sind die Verkäufe in den oben genannten Regionen. Die Aufwendungen für bezogene Waren und bezogene Dienstleistungen gingen stärker zurück als die Umsätze. Dies wirkte sich positiv auf die Rohmarge aus. Der weiter zunehmende Anteil an Dienstleistungen wirkt sich ebenfalls positiv auf die Marge aus. Die Personalkostenquote stieg aufgrund des Umsatzrückgangs im Handelsgeschäft und des gestiegenen Dienstleistungsanteils von 19,2 % auf 21,7 % der Gesamtleistung. Der Zinsaufwand ist mit 0,6 % (Vorjahr 0,2 %) vom Umsatz gestiegen. Nennenswerte Effekte durch Bewertungsveränderung der Pensionsrückstellungen gab es nicht. Die Abschreibungen auf Sachanlagen stiegen von 0,8 % auf 1,7 % der Gesamtleistung. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) fiel im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 84,2 %. Das Gesamtjahr schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 195 TEUR (Vorjahr 1.510 TEUR) ab. 3.4 Finanzlage Die Finanz- und Liquiditätslage ist insgesamt stabil. Das Anlagevermögen ist durch das Eigenkapital gedeckt. Die Gesellschafter haben eine weitere Stammkapitalerhöhung um 197.200,00 Euro auf dann 250.000,00 Euro durchgeführt. Die Verbindlichkeiten-Quote sank von 57,4 % auf 54,4 % der Bilanzsumme. Die Lieferantenverbindlichkeiten konnten zum Stichtag weiter reduziert werden und betragen 5,3 % der Bilanzsumme. Lieferantenrechnungen werden stets unter Ausnutzung von Skonto bezahlt. Wechsel- und Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Lieferanten bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 41,1 % der Bilanzsumme. Das Unternehmen verfügt über ausreichende Kreditlinien, die nie vollständig in Anspruch genommen werden mussten. Die liquiden Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 510 auf T€ 922 erhöht. Trotz der sich deutlich eintrübenden Geschäftslage hat die Geschäftsführung entschieden, alle Investitionspläne umzusetzen. 3.5 Sonstige Ereignisse Im Berichtsjahr konnten erste Schritte der Integration des im Jahr 2022 erworbenen Handelsunternehmens H. Isserstedt GmbH erfolgreich unternommen werden. Die Gesellschafter werden schon im Jahr 2024 in Bottrop am Standort Boschstraße 4 eine zusätzliche Lagerhalle fertig stellen. Unmittelbar anschließend wird am Bottroper Standort Hegestraße mit den Vorbereitungen für umfangreiche Um- und Neubaumaßnahmen begonnen. 3.6. Leistungsindikatoren (finanzwirtschaftlich) Um die Lage des Unternehmens zu beobachten und finanzwirtschaftlichen Risiken umgehend begegnen zu können, finden folgende, spezielle Instrumente Anwendung:
Zu den im Unternehmen bestehenden, allgemeinen Finanzinstrumenten zählen wesentlich die Forderungen, Verbindlichkeiten und Kontenstände bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen großen Kundenstamm. Zur Minimierung von Forderungsausfällen verfügt das Unter-nehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Vor Eingehen einer Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität des Kunden geprüft. Zahlungsausfälle darüber hinaus sind über eine Kreditversicherung abgesichert. Sobald bei Vermögenswerten Ausfall- oder Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden ausreichende Wertberichtigungen auch unterjährig vorgenommen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken aller Art. Das Unternehmen verfolgt hierbei eine ausgewogene Risikopolitik. 4. Chancen und Risiken 4.1 Ertrag Das Risiko, ausreichende Erträge zu erwirtschaften, wird weiter steigen. Die abgeschwächte Konjunktur wird diesen Prozess beschleunigen. Alle einschlägigen Wirtschaftsforschungs-institute gehen davon aus, dass das Konjunkturrisiko über das Jahr 2024 hinaus reichen wird. Der Ertragsdruck wird durch den Verdrängungswettbewerb des etablierten Fachhandels, aber auch durch neue Wettbewerber verursacht. Hierzu gehören Pure Player, aber auch finanz-starke Konzerne mit stationären Konzepten. Hinzu kommen mittelständischen Unternehmen mit anspruchsvollen Wachstumszielen, die trotz schwächerer Wirtschaftslage eingehalten werden sollen. Im Jahr 2024 wird es etliche Unternehmensverkäufe und sogar einzelne Insolvenzen gegeben. Die einzelnen Produktbereiche sind vom Ertragsdruck sehr unterschiedlich betroffen. Es ist erkennbar, dass Produkte, deren Verkauf mit umfangreichen Dienstleistungen verbunden ist, einen höheren Ertrag erlauben. Demnach liegt eine klare Herausforderung darin, den Anteil dieser Produkte weiter zu steigern. Zum Jahreswechsel 2023/24 wurde die Planung für das Jahr 2024 erstellt. Die Geschäfts-führung plante kein Mengenwachstum, Nominalumsatz auf Vorjahrsniveau und einen geringen Gewinn. Per Halbjahr 2024 zeigt sich, dass das Umsatzziel knapp verfehlt wird, während das Gewinnziel voraussichtlich erreicht wird. 4.2 Finanzen Da das Unternehmen sich überwiegend kurzfristig finanziert, besteht das Risiko von Zinser-höhungen. Folglich ist die Eigenkapitalbasis weiter zu verbessern. Darüber hinaus ist der Anteil mittelfristiger Finanzierung zu erhöhen. Es gibt keine Währungsrisiken. Die Liquiditätslage ist gut und die Finanzlage ist stabil. Es sind keine Engpässe zu erwarten. 4.3 Investition Das Unternehmen investiert seit Jahren umfangreich in die Qualität und Sicherheit betrieblicher Prozesse sowie die Attraktivität der Arbeitsplätze. Aufgrund der hohen Veränderungsdynamik muss die Summe der dafür bereitgestellten Mittel weiter erhöht werden. Die hierfür bereitgestellte Summe beträgt im Jahr 2024 etwa 2,0 % vom Umsatz. Es wird ein eigener LKW-Fuhrpark betrieben. Da dies mit erheblichen Investitionen verbunden ist, wird jährlich überprüft, ob Outsourcing eine Alternative ist. Der eigene Fuhrpark mit qualifiziertem Personal ist zugleich eine Chance einer individuellen Logistikleistung verbunden mit enger Kommunikation zum Kunden. Das Unternehmen investiert nicht in Immobilien. Um jedoch den Standortrisiken zu begegnen, die sich aus Mietverhältnissen mit Dritten ergeben können, befinden sich neben der Unternehmenszentrale in Bottrop weitere Vertriebsniederlassungen ganz oder überwiegend im Eigentum der Gesellschafter. 4.4 Personal Die Anforderungen an die Qualität der Mitarbeitenden steigen seit Jahren und es wird erwartet, dass das so bleibt. Aufgrund der hohen Spezialisierung des Unternehmens ist es nur bedingt möglich, hinreichend qualifizierte Mitarbeitende am Markt zu finden. Folglich wird intensiv aus- und weitergebildet. Der Anteil der Auszubildenden am Personal beträgt gut 10%. Gemeinsam mit Lieferanten und in Kooperation mit Verbänden werden Weiterbildungs- und Schulungsmaßnahmen durchgeführt. Auf diese Weise kann der überwiegende Teil der Stellenbesetzungen bislang aus eigenen Reihen erfolgen. 4.5 Vertrieb Das Unternehmen hat keinen Kunden mit einem Umsatzanteil von > 3 %. Folglich bestehen keine relevanten Abhängigkeiten von Kunden. Es ist nicht geplant, Kunden mit höheren Anteilen zu gewinnen. Die fünf umsatzstärksten Lieferanten haben zusammen einen Einkaufsanteil von rund 43 %. Um relevante Abhängigkeiten grundsätzlich zu vermeiden, sollte der Anteil dieser Lieferanten 40 % nicht übersteigen. Seit Jahren wächst der Anteil an Dienstleistungen. Neben der großhandelstypischen Beratung gehören technische Klärung auf Baustellen, Übernahme organisatorischer Leistungen, Wartungen und Reparaturen dazu. Alle Leistungen sind auf die gewerbliche Kundschaft ausgerichtet. Als Folge wird zunehmend hoch spezialisiertes Personal benötigt. Gleichzeitig steigt die Unabhängigkeit vom reinen Handelsgeschäft. Den Risiken, die aus dem Lizenz- und Markenrecht entstehen können, ist durch die Eintragung von "Baupart", "Fixmarkt" und "Montix" als Wort-/Bildmarken Rechnung getragen worden. Es sind derzeit keine Risiken bekannt, die den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten.
Bottrop, den 04. September 2024 Baupart GmbH - Geschäftsführung Martin Wiechers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Baupart GmbH, Bottrop Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Baupart GmbH, Bottrop, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Baupart GmbH, Bottrop, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Düsseldorf, den 16.09.2024 Wieker-von der Gracht, Wirtschaftsprüfer |
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