Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 17670
Eingetragen
17.11.2004
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenGroßhandel mit industriellen Textil-, Näh- und StrickmaschinenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
ist Herstellung und Vertrieb von Preß- und Stanzteilen sowie Fabrikaten nach spanabhebender Verformung für sämtliche Industriezweige, ferner der Großhandel mit gleichartigen oder ähnlichen Fremderzeugnissen. Die Gesellschaft kann Geschäfte gleicher oder ähnlicher Art betreiben, andere Unternehmen oder Beteiligungen an solchen Unternehmen erwerben und die Geschäfte anderer Unternehmen führen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Holger Schröder
seit 19.3.2025
Prokura
Marvin Mühlhause
seit 19.3.2025
Prokura
Michael Schäfer
seit 4.4.2023
Prokura
Dirk Werner Mühlhause
seit 17.11.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Mühlhause Holding GmbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mühlhause GmbH

Velbert

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Wirtschaftsbericht

Die MÜHLHAUSE GmbH ist als Zulieferer der Automobilindustrie im Bereich der Stanz- und Umformtechnik und des Werkzeugbaus tätig. Die Entwicklung von Logistikkonzepten und die Baugruppenerstellung runden unser Spektrum ab. Darüber hinaus finden unsere Produkte auch in Schließsystemen, Solartechnikprodukten oder in Elektronikbereichen Verwendung. Hervorzuheben sind insbesondere erfolgreiche Neuprojekte im Bereich der Elektromobilität.

Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

Das abgelaufene Geschäftsjahr schloss die MÜHLHAUSE GmbH mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von € 409.726,21 ab. Die Umsatzerlöse lagen mit rd. Euro 35.630.000,00 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund der hohen Bestandsverminderungen liegt die Gesamtleistung allerdings bei rd. € 34.440.000 und damit um rd. € 1.726.000,00 unter der Gesamtleistung des Vorjahres. Der Rohertrag liegt mit rd. € 12.850.000,00 noch um rd. € 855.000,00 unter dem Rohrertrag des Vorjahres.

Bei einer Steigerung des Gesamtaufwands von rd. € 450.000,00 führt dies zu dem Ergebnisrückgang von rd. € 951.988,00.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist im Jahr 2023 im nach wie vor kriegsgeprägten Umfeld ins Stocken geraten. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Das BIP war im Jahr 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher.

Das saison- und kalenderbereinigte Wirtschaftswachstum betrug im Jahr 2023 -0,1 Prozent.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rechnet für das Jahr 2024 mit einem marginalen Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent für Deutschland und bezeichnet dies als "Konjunkturellen Stillstand". Die Weltwirtschaft wächst derweil mit 2,9 Prozent, was dazu führt, dass Deutschland weiter zurückfällt.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand jedoch ausschließlich im Dienstleistungsbereichen statt.

Entwicklung der Branche

Für die deutschen Unternehmen der Metallbearbeitung und -verarbeitung sind insbesondere die Entwicklungen in der Automobilindustrie maßgeblich. Vor allem Zulieferer mit einem hohen Automotive-Anteil, wie die MÜHLHAUSE GmbH sind von den Stückzahlen der produzierten Autos abhängig.

Der VDA sieht die Automobilindustrie in der größten Transformation Ihrer Geschichte, was sich sowohl auf veränderte Lieferketten, Antriebsvarianten, Bedarfe und Abhängigkeiten bezieht.

Insgesamt liefen in Deutschland 2023 4,1 Mio. Pkw von den Bändern, 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 lag die Produktion allerdings noch um 12 Prozent unter dem damaligen Wert. Im Gesamtjahr 2023 wurden 3,1 Mio. Pkw aus deutschen Werken an Kunden in aller Welt geliefert, 17 Prozent mehr als 2022. Damit bleibt der Export um knapp 11 Prozent unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Im Jahresverlauf wurden insgesamt 700.200 Elektro-Pkw neu zugelassen, 16 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Im Vergleich zum Jahr 2022 war die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Hinzu kommen schwache Vorjahreswerte, die zu einem Basiseffekt geführt haben. Dieser hatte jedoch zuletzt immer weniger unterstützende Wirkung auf die Wachstumsraten.

Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus.

Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend: Der europäische Pkw-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 Prozent) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Maßgeblich für den Rückgang ist der schwache deutsche Markt.

Die Wachstumsraten auf den weiteren internationalen Märkten im Bereich der PKW-Neuzulassungen waren durchweg positiv. Der chinesischen Pkw-Markt verzeichnete einen Anstieg um 11 Prozent. Der US-Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) stieg um 12 Prozent, der mexikanischen Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) sogar um 25 Prozent. In Japan zeigte sich der Pkw-Markt im Jahr 2023 dynamisch. Insgesamt konnte im Jahresverlauf ein Volumenwachstum in Höhe von 16 Prozent realisiert werden. In Indien wuchs der Markt noch um 8 Prozent und der brasilianische Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) entwickelte sich im Jahr 2023 ebenfalls deutlich positiv mit einem Wachstum von 11 Prozent.

Insgesamt wurden im Jahr 2023 weltweit 93,5 Millionen Kraftfahrzeuge verkauf. Davon 67,1 Millionen Personenkraftwagen und 26,4 Millionen Nutzfahrzeuge.

Der Umsatz der Automobilindustrie in Deutschland im Jahr 2023 betrug 564,2 Mrd. Euro (Vorjahr) 506,2 Mrd. Euro). Verglichen mit dem Vorkrisenjahr 2019 entspricht dies einer Steigerung von 128,0 Mrd. Euro und im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 58 Mrd. Euro. Dieser Umsatz wurde von 779.662 Beschäftigten erwirtschaftet.

Die MÜHLHAUSE GmbH konnte das Niveau des Vorjahresumsatzes zwar nahezu halten, aber die in allen Bereichen gestiegenen Kosten nicht kompensieren, so dass das Jahr 2023 mit einem Verlust abgeschlossen wurde.

Die folgenden Zahlen belegen dies:

Rohertrag

Der Rohertrag betrug in 2023 Euro 12.853.622,79. Das entspricht einer Verringerung gegenüber dem Vorjahr (Euro 13.708.755,95) um 6,24 Prozent.

Personal

Der Lohn und Gehaltsaufwand betrug in 2023 Euro 8.895.942,06 und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr (Euro 8.558.422,15) um Euro 337.519,91.

Am Ende des Geschäftsjahres wurden 149 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon 141 in Vollzeit vier in Teilzeit und vier als geringfügig Beschäftigte. 134 Arbeitnehmer sind unbefristet beschäftigt und 15 Arbeitnehmer befristet.

Vermögensstruktur

Die Bilanzsumme sank zum 31. Dezember 2023 auf Euro 13.018.053,41. Im Vorjahr betrug diese Euro 14.064.815,59.

Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen am Gesamtvermögen von 18,06 Prozent (Vorjahr 18,35 Prozent) gekennzeichnet.

47,86 Prozent der Bilanzsumme entfallen auf Vorräte. Im Vorjahr betrug der Anteil 53,83 Prozent.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum Ende des Geschäftsjahres einen Anteil von 33,20 Prozent (Vorjahr 26,74 Prozent) am Gesamtvermögen.

Die flüssigen Mittel betragen 0,54 Prozent des Gesamtvermögens. Im Vorjahr betrug der Anteil der flüssigen Mittel 1,01 Prozent.

Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur zum 31. Dezember 2023 ist durch einen Anteil vom Eigenkapital am Gesamtkapital in Höhe von 27,51 Prozent geprägt. Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital betrug zum 31. Dezember 2022 30,87 Prozent. Der Anteil des kurzfristigenFremdkapitals am Gesamtkapital liegt bei 60,87 Prozent (Vorjahr 54,39 Prozent). Bei der Ermittlung des kurzfristigen Fremdkapitals wurden die Rückstellungen sowie die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr berücksichtigt.

Finanzlage

Der Gesamt-Cashflow beläuft sich zum 31.12.2023 auf Euro -3.847.555,41 (Vorjahr Euro -343.278,95)

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist insgesamt in Höhe von TEuro -636 negativ. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist insgesamt mit TEuro -218 negativ. Aus der Finanzierungstätigkeit resultiert ein negativer Cashflow von TEuro -2.994. Im Jahr 2023 wurden die Darlehen bei der Sparkasse HRV abgelöst und durch eine Borrowing-Base Finanzierung bei der Commerzbank ersetzt. Die maximal mögliche Borrowing Base beträgt € 7.500.000,00.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Euro 5.639.779,29.

Die finanziellen Leistungsindikatoren bestimmen sich auf Basis der folgenden Kennzahlen:

Return on Investment = -3,13 Prozent

Eigenkapitalrendite = -11,30 Prozent

Umsatzrendite = -1,14 Prozent

Verschuldungsgrad = 261,48 Prozent

Das Unternehmen rechnet damit, auch künftig seine finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Ertragslage

Es wurde ein Jahresfehlbetrag von Euro 405.152,88 erzielt. Im Vorjahr betrug der Jahresüberschuss Euro 542.262,53. Die Gründe für den Ergebnisrückgang sind in der Darstellung des Geschäftsverlaufes beschrieben.

Chancen- und Risikobericht

Risiken

Als marktorientiert ausgerichtetes Unternehmen ist die MÜHLHAUSE GmbH grundsätzlich gesamtwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Abhängig von der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Industrieländer bestehen insbesondere Beschaffungsrisiken. Währungsrisiken im Verkaufsbereich bestehen nicht, da grundsätzlich in Euro fakturiert wird. Unternehmensgefährdende Kostenrisiken sind nicht erkennbar.

Gleichwohl bestehen insbesondere für die Automobilzuliefererindustrie Risiken und Herausforderungen, die sich direkt auf unseren Geschäftsbetrieb auswirken können.

Neben den dargestellten gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen ist insbesondere auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland ein entscheidender Faktor für den hiesigen Mittelstand. So stellen im Besonderen Standort- und damit verbundene Produktionskosten die Unternehmen zunehmend vor enorme Belastungen. Ebenso die durch die Energiekrise explodierten Strom- und Gaspreise wirken massiv auf die unternehmerischen Entwicklungen in Deutschland ein.

Darüber hinaus werden zunehmend weitere Anforderungen verschiedenster Stakeholder an die Unternehmen gerichtet. So wirken insbesondere Nachhaltigkeitsbestrebungen auf die Unternehmen ein, welche sowohl finanzielle, aber ebenso auch organisatorische Anstrengungen dieser erfordern.

Für die Unternehmen ist es demnach entscheidend, sich frühzeitig auf die heutigen sowie künftigen Gegebenheiten und Anforderungen vorzubereiten, um eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten.

Standortbedingungen Deutschland

Der Standort Deutschland ist in vielen Bereichen im internationalen Vergleich ins Hintertreffen geraten. Insbesondere Produktions- sowie Standortkosten in Deutschland belasten den automobilen Mittelstand, welcher traditionell eng mit dem deutschen Standort verbunden ist.

Weiterhin wird ein Wachstumstrend Deutschlands durch den vorherrschenden Fach- und Arbeitskräftemangel, welcher insbesondere im hiesigen Mittelstand vorherrscht, ausgebremst. Gründe hierfür werden laut VDA im Besonderen in einem fehlenden politischen Gesamtkonzept gesehen. Erforderliche Umsetzungsmaßnahmen sind dem VDA zufolge insbesondere in der Verstärkung der Information über bestehende Maßnahmen und Weiterbildungsangebote und einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch Ausbau der Kinderbetreuung und flexible Arbeitszeitmodelle zu sehen. Zudem soll eine größere Anzahl attraktiver Institutionen und Strukturen die Qualität der Ausbildung verbessern und eine stärkere Berücksichtigung der Praxisanforderungen der Wirtschaft in der Hochschullehre forciert werden. Eine Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte kann zudem eine geeignete Umsetzungsmaßnahme darstellen. Um die Erosion der Standortqualität schnellstmöglich zu stoppen gilt es daher, die bestehende industrielle Basis in ein neues, digitales Zeitalter zu überführen.

Für die MÜHLHAUSE GmbH mit seinem Standort in Deutschland werden die beschriebenen Faktoren ebenso zunehmend bedeutsam. Es gilt die Organisationsstrukturen zukunftsfähig zu gestalten und sich auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten.

TISAX

TISAX steht für "Trusted Information Security Assessment Exchange" und ist ein Informationssicherheitsstandard, der sicherstellt, dass in der Automobilindustrie tätige Unternehmen bestimmte Sicherheitsstandards einhalten, wenn sie mit sensiblen Informationen umgehen. Viele Unternehmen fordern TISAX, um Transparenz zu schaffen, das Sicherheitsbewusstsein zu erhöhen und die gegenseitige Anerkennung von Prüfergebnissen zu ermöglichen.

Grundlage für die Prüfungen der Informations- und Cybersicherheit von Organisationen durch TISAX ist der ISA-Katalog. Die neueste Version dieses Katalogs, ISA 6, wurde im Oktober 2023 veröffentlicht und definiert die Grundlagen und den aktuellen Technologiestand der Informations- und Cybersicherheit speziell aus Sicht der Automobilindustrie. Ab dem 1. April 2024 werden alle neuen TISAX Assessments auf Basis der ISA-Version 6 durchgeführt, deren Einführung zum Ziel hat, den Assessmentprozess effizienter und präziser zu gestalten, um den spezifischen Anforderungen der Automobilindustrie gerecht zu werden.

Die NIS-2-Richtlinie als auch TISAX verfolgen beide das Ziel die Sicherheit und des Schutzes von Informationen und Daten zu gewährleisten und bilden damit eine wesentliche Grundlage für die Erfüllung gesetzlicher Anforderungen. TISAX dient durch die Präzisierung und Anpassung der Standards für die Automobilindustrie als spezifische Grundlage für die Einhaltung gesetzlicher Regelungen wie der NIS-2-Richtlinie. Auch die MÜHLHAUSE GmbH ist von den Anforderungen betroffen und muss sich auf die Erfüllung der Standards vorbereiten.

Die MÜHLHAUSE GmbH ist sich den genannten Risiken bewusst und behandelt diese mit der gebotenen Sorgfalt. Vor diesem Hintergrund werden kontinuierlich Strategien entwickelt und etabliert, um mögliche negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit zu minimieren und die Resilienz des Unternehmens zu stärken.

Chancen

Die MÜHLHAUSE GmbH ist als Spezialist für anspruchsvolle Baugruppen von Stanzteilen und Komponenten mit marktrelevanten Kunden in der automotiven Wertschöpfungskette klar und wettbewerbsfähig - auch unter den Rahmenbedingungen einer weltweiten Krise - positioniert. Dies zeigt sich in unserem Single-Source-Status und dem hohen Booked-Business-Anteil für Zukunftsprojekte der E-Mobilität sowie antriebsunabhängigen Artikeln und Baugruppen. Wir sehen die aktuellen und nachhaltigen Umwälzungen im Automobilsektor als Chance für unsere zukünftige Entwicklung.

Unser Geschäftsmodell ist nachweislich flexibel, um auf zukünftige Geschehnisse jederzeit angemessen reagieren zu können. Unsere Produktionseinrichtungen, in die in den vergangenen Geschäftsperioden umsichtig investiert wurde, lassen ein krisenbedingt zurückhaltendes Agieren in den nächsten Jahren zu, ohne dass sich ein gravierender Investitionsstau oder ein Technologierückstand ergeben wird. Zukünftige Investitionen haben grundsätzlich einen direkten Projektbezug. Außerdem wird der Focus auf die Automatisierung von manuellen Bearbeitungsarbeitsplätzen unter Einbeziehung von KI liegen - nicht zuletzt, um den Herausforderungen durch den allgemein drastisch spürbaren Fachkräftemangel zu begegnen.

Die regionale Nähe zu wichtigen Abnehmern wird auch zukünftig eine positive Rolle in Bezug auf die CO 2 -Bilanzierung unserer Produkte einnehmen.

Prognosebericht

Nach den Erkenntnissen und der Bewältigung der weltweiten Corona-Pandemie beschäftigt uns weiterhin der Ukraine-Krieg mit seinen Auswirkungen auf den Energie- und Finanzmarkt.

Wir erwarten weiterhin keine nachhaltige Veränderung des Mobilitätswunsches der Gesellschaften. Menschen werden auch zukünftig das Grundbedürfnis der persönlichen Mobilität befriedigen wollen, was kurz- und mittelfristig zu einem weltweit weiter steigenden Mobilitätsbedarf führen und unsere Industriebranche mindestens stabilisieren wird. Der Trend zur Elektromobilität und zur elektronischen Ausstattung solcher Fahrzeuge ergibt weitere und neue Chancen für unser Produktspektrum.

Umsatz und Ergebnis

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde mit T€ 35.630 nahezu der Umsatz des Vorjahres (T€ 35.650) erreicht. Der Rohertrag lag aufgrund des starken Rückgangs des Vorratsvermögens mit T€ 12.853 um T€ 855 unter dem Niveau des Vorjahres.

Der Ausblick auf das Jahr 2024 zeigt ein positives erstes Quartal, welches mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 137 unter Berücksichtigung der schwierigen Gesamtlage zufriedenstellend abgeschlossen wurde. Die aktuellen Rahmenbedingungen und insbesondere das wechselhafte und nicht einzuschätzende Abrufverhalten der Kunden, macht eine Planung sehr anspruchsvoll. Die Geschäftsführung rechnet auch im zweiten Quartal mit einem deutlich positiven Ergebnis. Insgesamt wird für das Jahr 2024 mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 892 gerechnet.

Auf Basis der im letzten Jahr vollzogenen Umfinanzierung, sehen wir das Unternehmen auch unter den aktuellen Rahmenbedingungen der weltweiten teilweise unerfreulichen Entwicklungen stabil und solide aufgestellt.

Die MÜHLHAUSE GmbH bleibt sicher in Zukunft ein attraktiver und verlässlicher Partner der Industrie in allen relevanten Abnehmermärkten.

 

Velbert, den 03. Mai 2024

Dirk Mühlhause, Geschäftsführer

Frank vom Endt, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.350.686,86 2.581.259,14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.388,00 6.388,00
II. Sachanlagen 1.687.534,00 1.715.935,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2,00 2,00
2. technische Anlagen und Maschinen 988.738,00 923.335,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 698.794,00 792.598,00
III. Finanzanlagen 660.764,86 858.936,14
B. Umlaufvermögen 10.564.886,24 11.474.576,13
I. Vorräte 6.230.876,28 7.569.975,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.263.856,17 3.761.889,30
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 7.896,94 9.537,12
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 70.153,79 142.711,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 44.184,03 8.980,32
Aktiva 12.959.757,13 14.064.815,59

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.585.206,48 4.341.663,55
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 2.990.359,36 2.799.401,02
III. Jahresfehlbetrag 405.152,88 -542.262,53
B. Rückstellungen 308.462,42 440.741,97
C. Verbindlichkeiten 9.066.088,23 9.282.410,07
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.639.779,29 4.148.908,95
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.096.029,29 3.099.921,95
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 543.750,00 1.048.987,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.426.308,94 5.133.501,12
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.527.827,59 4.135.586,49
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 898.481,35 997.914,63
Passiva 12.959.757,13 14.064.815,59

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.043.417,51 13.847.334,20
2. Personalaufwand 8.889.716,93 8.558.422,15
a) Löhne und Gehälter 7.435.794,20 7.177.868,99
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.453.922,73 1.380.553,16
davon für Altersversorgung 114.316,95 57.309,16
3. Abschreibungen 466.955,23 415.975,62
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 466.955,23 415.975,62
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.822.216,07 3.858.878,45
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.616,31 19.137,22
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 358.332,85 203.677,78
davon an verbundene Unternehmen 28.013,19
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -75.961,00 280.667,89
8. Ergebnis nach Steuern -399.226,26 548.849,53
9. sonstige Steuern 5.926,62 6.587,00
10. Jahresfehlbetrag 405.152,88 -542.262,53

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB erstellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlußstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk überwiegend in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Mühlhause GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Velbert
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Wuppertal
Register-Nr.: HRB 17670

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung wurde unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Das Finanzanlagevermögen bzw. die Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe sowie Waren wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Ausfall - und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von insgesamt

1 % auf die Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der historischen Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen in einer gesonderten Anlage dargestellt, die Bestandteil dieses Anhangs ist.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhaltet als wesentliche Posten die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung einer Altersteilzeitvereinbarung (TEUR 58), eine Forderung gegen die Versicherung aus einem Schadensfall (TEUR 150) sowie die Erstattungsansprüche zur Gewerbesteuer (TEUR 150) und Körperschaftsteuer (TEUR 246).

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Urlaubsansprüche von Arbeitnehmern (TEUR 115), Rückstellung für Nebenkosten (TEUR 60), Gewährleistungen (TEUR 26), Archivierung (TEUR 43) sowie für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 44).

Verbindlichkeitenspiegel

Verbindlichkeit Summe RLZ < 1 J. RLZ 1-5 J. RLZ > 5 J.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.639.779,29 5.096.029,29 543.750,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.264.816,24 2.264.816,24 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.161.492,70 263.011,35 898.481,35
Summe 9.066.088,23 7.623.856,87 1.442.231,35 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Bezug auf die Commerzbank durch Abtretung aller gegenwärtigen und künftigen Kundenforderungen (Globalzession), die Sicherungsübereignung des kompletten Vorratsvermögens und die Abtretung der Ansprüche auf Versicherungsleistungen aus Versicherungen bezüglich des Warenbestandes abgesichert

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte:

Aus KFZ-Leasingverträgen ergeben sich zum Stichtag 31.12.2023 über die Vertragslaufzeit finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt Euro 316.065,64. Darüber hinaus bestehen finanzielle Verpflichtungen aus dem Leasing von sonstigen beweglichen Wirtschaftsgütern in Höhe von EUR 269.544,41.

Zweck dieser Geschäfte ist die Entlastung der Bilanz von Verbindlichkeiten und insofern die Bilanzverkürzung zur Verbesserung der Bilanzstruktur (EK-Quote). Als Risiko sind die bis zum Vertragsende vereinbarten Raten als feststehender Liquiditätsabfluss festzuhalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen über Büro- und Produktionsräume. Die Verpflichtungen hieraus belaufen sich in Summe auf Euro 2.105.364,00

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 149 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 141 in Vollzeit, 4 in Teilzeit und 4 geringfügige Beschäftigte.

Angabe aller Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer Dirk Mühlhause, Kaufmann
Frank vom Endt, Kaufmann

Die Geschäftsführer sind jeweils alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Von der Schutzklausel des § 286 IV HGB wird hinsichtlich der Angabe der Gesamtvergütung für die Geschäftsführung Gebrauch gemacht.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit der Gesellschafterin die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 beträgt EUR 405.152,88 Der Jahresfehlbetrag wird in voller Höhe vorgetragen.

1

2.03.2020 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHusführungen im Lagebericht."

Unterschrift der Geschäftsführung

 

03. Mai 2024

Dirk Mühlhause, Geschäftsführer

Frank vom Endt, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mühlhause GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mühlhause GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mühlhause GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt wer den, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlag der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)).

Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

 

Solingen, den 27. Juni 2024

Ebbinghaus Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Mark Ebbinghaus, Wirtschaftsprüfer

Dr. Christoph Adams, Wirtschaftsprüfer

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